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Untertitel: WDR mediagroup GmbH im Auftrag des WDR
* Tatort-Titelmusik *
* Musik *
* Funkgeräusche und Martinshorn *
* Vogelkrächzen *
Todeszeitpunkt?
Zwischen Mitternacht und 2 Uhr heute Morgen.
Handy, Hausschlüssel, kein Portemonnaie, kein Ausweis.
Hier KTU.
Was hat ihn umgebracht?
Da lehne ich mich aus dem Fenster und vermute,
die Kugel in seiner Brust.
Die Verletzungen im Gesicht? - Alles post mortem.
Warum hinterher?
Was fragen Sie mich? Fragen Sie ihn.
Heil Hitler.
Dem deutschen Volke.
Läuft.
Martina?
Die Leitung steht. Kommt bei dir was an?
Läuft, Jonas. Moment.
Es hat mir nicht gereicht, dich zu erschießen.
Ich musste auch noch zuschlagen.
Mehrmals.
Womit hat er zugeschlagen?
Kai Fischer, 28 Jahre alt, wohnhaft Dortmund-Dorstfeld.
Wisst ihr, wen ihr habt? Das ist unser Dortmunder Obernazi.
Gegen den wird ermittelt.
Genau, schwere Körperverletzung mit Todesfolge.
Wenn ich so wütend bin, warum schieße ich nicht öfter?
Ein gezielter Schuss.
Danach verliere ich die Kontrolle.
Er hat mit der Waffe zugeschlagen.
Vor uns liegt der braune Führer Dortmunds: Kai Fischer.
Glückauf.
Von hier aus kann man den Tatort sehen.
Happi, happi?
Hans? - Hm?
Weißt du, wo Franke und Brinks sind?
Nordstadt, Messerstecherei.
Ich fahre zur Ehefrau des Opfers, einer von euch soll mich da treffen.
Alles klar.
Herr Kossik.
Sie treffen sich mit Frau Bönisch.
Wir beide besuchen die Kollegen in der Nordstadt.
Hat jemand ein Problem damit?
Versetzungsanträge liegen bei der Verwaltung.
(Kinder reden durcheinander)
Beruhigen Sie sich.
Sie können nicht in die Wohnung, wir ermitteln dort.
Jetzt treten Sie endlich zurück, das geht so nicht.
Es tut mir wirklich leid für Ihren Sohn, aber es geht so nicht.
Ich kann Ihnen nicht helfen, wenn Sie kein Deutsch mit mir reden.
Hackt es hier, oder was?
Es ist okay.
Stopp!
Nette Party bei euch. - Sie mich auch, Faber.
Seid ihr die Verstärkung, oder was?
Kai Fischer wurde ermordet. - Was?
Olli.
Fischer ist tot.
Sind Sie sicher?
Vielleicht.
Ihr Mann wurde zweifelsfrei identifiziert, Frau Fischer.
Es tut mir leid.
Mhm.
Wie lange noch? - Hm?
2 Monate.
Kai hat sich riesig darauf gefreut.
Was ist passiert?
Was hat Ihr Mann gestern Abend gemacht?
Er war auf einer Veranstaltung.
Wo? - In Dorstfeld.
Die Demo zum nationalen Antikriegstag.
Es muss alles organisiert werden.
War es üblich, dass Ihr Mann nach solchen Veranstaltungen
nicht nach Hause kam? - Nein.
Was ist denn passiert?
Er wurde erschossen.
Erschossen.
Haben Sie irgendeinen Verdacht?
Die Jüdin.
Hm?
Die Jüdin.
Sie...
Sie hat Kai...
Die Jüdin.
Wer sonst?
Wieso übernehmt ihr den Fall?
Vielleicht wollen unsere Chefs, dass so ein Fall mal gelöst wird.
Ich lasse mich von Ihnen nicht anpissen.
Ich werfe mir keine Pillen rein
und mache einen auf geschundenes Seelchen.
An eurer Stelle würde ich mit der Steinmann reden.
Die hatte so einen Hals, weil Fischer frei rumlief.
Die Ermittlungen laufen seit fast einem Jahr.
Da hätte ich auch so einen Hals.
Wie weit sind Sie?
Markus und Jedida Steinmann
wurden von mehreren Männern zusammengeschlagen.
Sie sagt, Fischer war einer der Täter.
Hat er ein Alibi? - Danke für die Info.
Hat er ein Alibi?
Ja, seine Frau, Tanja Fischer.
Sie war zum Zeitpunkt der Tat mit ihm zusammen.
* Handyklingeln *
Der Täter hat mit dem Kopf von dem Opfer Fußball gespielt.
Dabei hat er ihm das Genick gebrochen.
Die Spurensicherung konnte einen Abdruck der Sohle sicherstellen.
Fischer hat dasselbe Fabrikat getragen.
Das Opfer war bei einer Veranstaltung in Dorstfeld.
"Alte Heimat".
Da halten die Nazis immer ihre Veranstaltungen ab.
Wer weiß am ehesten, was da los war?
Nils Jacob.
Dürfen wir uns um unseren Fall kümmern?
Wir brauchen die Ermittlungsakten. - Wenn wir fertig sind.
Die schießen die Scheiben mit Stahlkugeln kaputt
und werfen Buttersäure rein.
Deshalb stinkt es nach faulen Eiern.
Aber laut Polizeibericht ist das nur ein Fall von Vandalismus.
Damit hält man die Statistik sauber.
Rechte Gewalt ist in Dortmund kein Problem.
Die Stadt hat diese Beratungsstelle gegründet.
Blind können die auf dem rechten Auge nicht sein.
Sie sind wegen Herrn Fischer hier? - Ja.
Wenn Sie wissen wollen, wie ich mich dabei fühle, dass er tot ist:
Ich fühle mich gut, auch wenn ich nicht stolz bin auf dieses Gefühl.
Sie haben Herrn Fischer beschuldigt, Ihren Mann getötet zu haben.
Er hat meinen Mann getötet, daran bestand nie ein Zweifel.
Warum? Weil Ihr Mann Jude war und Fischer Neonazi?
Mein Mann war Deutscher.
Ich bin Israelin mit doppelter Staatsangehörigkeit.
Nur weil wir den jüdischen Glauben leben,
macht uns das nicht zu einer eigenen Rasse. - Wo waren Sie gestern Abend?
Wozu wollen Sie das wissen? - Beantworten Sie meine Frage.
Haben Sie ein Problem mit mir?
Nö, vielleicht haben Sie ein Problem mit meiner Frage. - Daniel.
Um welchen Zeitraum geht es?
Zwischen 23 Uhr und 3 Uhr heute Morgen.
Ich bin gegen halb 11 in die Synagoge,
habe meinen Rabi getroffen und war halb 1 zu Hause.
Gibt es jemand, der Sie zu Hause gesehen hat?
Nein.
So.
Alles Weitere nur noch mit Anwalt.
Vielen Dank.
Guten Tag.
Frau Berger, hätten Sie was gesagt, wir helfen doch gern.
Das nächste Mal sagen Sie Bescheid, bevor Sie sich abschleppen.
Tag auch. - Tag.
Ich trage das noch kurz rein.
Tagchen. - Wir suchen Nils Jacob.
Wozu?
Sind Sie Herr Jacob? - Wer will das wissen?
Dalay, Kripo Dortmund.
Dürfen wir reinkommen?
Haben Sie einen Durchsuchungsbeschluss?
Nein.
Dann tut es mir leid. - Nils.
Kai ist tot.
Ich habe gerade eine SMS bekommen.
Dürfen wir jetzt?
Wohnt hier sonst noch jemand?
Manchmal.
Hat Ihr Vermieter nichts dagegen?
Was soll er dagegen haben? Wir benehmen uns anständig.
Wer bezahlt die Miete?
Mutti?
Ich betreibe einen kleinen Internethandel.
Lassen Sie mich raten. Alles, was der gute Nazi im Alltag so braucht.
Ich kann Ihnen einen Katalog zuschicken.
Sie studieren Germanistik, richtig?
Haben Sie bei der NSA nachgefragt?
Was ist mit Büchern, die im Dritten Reich verbrannt wurden?
Lesen Sie die oder weigern Sie sich?
Ich wäre vorsichtig mit der Wortwahl.
Drittes Reich ist Nazipropaganda.
Oder mögen Sie Nazipropaganda?
Kai Fischer war gestern in der "Alten Heimat"
auf einer Veranstaltung.
Wir treffen uns und tauschen uns aus. - Worüber?
Wie man Ausländer totprügelt?
Nein, wir sprechen über den Zustand unserer Stadt.
Dortmund hat Schulden, kaputte Straßen, zu wenig Lehrer.
Dafür Bulgaren und Rumänen, die sich weigern, deutsch zu sprechen,
alles vollmüllen und sich von uns durchfüttern lassen.
Also Baseballschläger raus und aufräumen.
Sehen Sie einen Baseballschläger?
Vielleicht ist das, was wir sagen, nicht populär,
aber wir sagen, was die Mehrheit denkt.
Leute wie Sie passen mir nicht.
D.h. jeden, der eine andere Meinung als Sie vertritt, lehnen Sie ab?
Mit Toleranz hat das wenig zu tun.
Als Herr Steinmann im Sinne der Toleranz totgetreten wurde,
waren Sie sicher mit dabei, oder?
Das grenzt an Hexenjagd.
Ich fange erst an.
Wird das was Persönliches?
Frau Dalay hat Stress mit ihrem Freund.
Seien Sie nachsichtig mit ihr.
Wie lange hat die Veranstaltung gedauert?
Ich schätze, bis gegen 2 Uhr heute Morgen.
Da war Kai Fischer schon tot. - Kai ging früher.
Warum? - Ist es verboten, früher zu gehen?
Jetzt kommen Sie schon, Sie haben mit ihr Ärger, nicht mit mir.
Ich habe keine Lust, jeden, der auf der Veranstaltung war,
antanzen zu lassen.
Wir hatten Ärger mit ein paar Skins von der Dorstfelder Front.
Kai ist raus, damit es nicht mehr Stress gibt.
Zutritt verboten, Türkenfotze.
Ah.
Frau Dalay, wir beruhigen uns.
Ich lass mich nicht Türkenfotze nennen!
Ich hab nichts gesagt. Sie lügt.
Lassen Sie die Zeugin in Ruhe.
Haben Sie Lust auf den Papierkram? Ich nicht, also bitte. - Lena.
Also.
Mit wem von den Skins ist Fischer nach draußen?
Mit Tremmel.
Tremmel, der sagt mir was.
Stefan Tremmel, der führt die Dorstfelder Front an.
Danke.
Wenn Sie das nächste Mal auf Krawall gebürstet sind, sagen Sie Bescheid.
So ein Gerede kotzt mich an.
Sie ärgern sich auch, dass die Neustadt vor die Hunde geht.
Aber ich versuche, was zu ändern. - Die doch auch.
Wollen Sie mich zum Nazi stempeln?
Deutscher, Grieche, Türke Holländer: Nazi kann jeder.
Ich wollte Ihnen nicht die Show stehlen.
Wenn ich Zeugen provoziere, ist das nichts Persönliches.
Und der Papst ist Moslem.
Warum zerdeppern Sie nicht Ihren Schreibtisch? Das lindert die Wut.
Wenn es um Nazis geht, ist das für mich was Persönliches.
Vergessen Sie den Nazi, Kai Fischer ist ein Mordopfer.
Und ich will wissen, wer das getan hat.
Hallo.
Kripo Dortmund.
Können wir Ihnen helfen?
Lassen Sie die jungen Leute in Ruhe, die tun doch niemandem was.
Sprechen Sie von Herrn Jacob?
Haben Sie den gestern nach Hause kommen sehen?
Sie hören mir nicht zu. - War er allein?
Sie haben heute einen guten Lauf.
Mit Ihnen als Partner, was haben Sie erwartet?
Faber, warum erzählen Sie diesen Leuten,
dass Daniel und ich private Probleme haben?
Ich hätte auch sagen können, der Grund ist Ihre Abtreibung.
Habe ich aber nicht.
Faber, Sie Arschloch.
* Musik *
(reden durcheinander)
Bleiben Sie sitzen.
Jedida Steinmann hat 4 Jahre in der israelischen Armee gedient,
war am Gazastreifen stationiert.
Laut KTU ist die Waffe, mit der Fischer erschossen wurde,
eine Glock 17, die von der israelischen Armee benutzt wird.
Willst du sie festnehmen, oder warten wir einen Moment?
Sie hat ein Motiv, ein schwaches Alibi
und die Fähigkeiten, einen Mord durchzuziehen.
Aber als Jude, Entschuldigung, Person jüdischen Glaubens,
hat man hierzulande einen diplomatischen Status.
Da kannst du koksen und vögeln
und bist in den Talkshows noch die moralische Instanz.
Wahrscheinlich verstecken deswegen die meisten Juden ihre Kippa
unter dem Hut.
Das liegt am diplomatischen Status.
* Stimmengewirr von draußen *
(reden durcheinander)
Der spuckt mir ins Gesicht, und die lassen den laufen?
Jetzt macht der auf psychische Probleme,
weil sein Bruder abgestochen wurde.
Und wir bezahlen die Therapie.
Martina, ich hab was für dich.
Für Typen wie die hat Gott den Flammenwerfer erfunden.
Die Ermittlungsakten im Fall Steinmann/Fischer.
Etwas, was ich sofort wissen sollte? - Das ist euer Fall.
Ich brauch Tage, um mich da durchzuarbeiten.
Super-Faber löst den Fall in 10 min.
Mussten Sie Franke und Brinks beleidigen?
Ich habe sie nicht beleidigt, ich habe nur die Wahrheit gesagt.
Danke dafür.
Die Spuren am Tatort stammen von einer Turnschuhmarke,
die gern von der rechten Szene getragen wird.
Dieses Modell kam 2 Monate vor den tödlichen Tritten auf den Markt.
Hat knapp 200 Euro gekostet.
Ulkig, dass jemand so teure Schuhe wegwirft.
Es gibt Frauen, die tragen 400-Euro-High-Heels nur einmal.
Aber die stellen sie in den Schrank.
Da weiß aber einer Bescheid.
Ich war nicht immer so wie jetzt.
Haben Sie auch mal ein Abendkleid getragen, nicht immer diesen Parka?
Und wenn ihn jemand gewarnt hat?
Wieso?
Ist doch völlig normal.
Der wäre blöd, wenn er die Schuhe nicht weggeworfen hätte. - Ja klar.
Klar.
* Musik *
Daniel, ich habe deinen Bruder gesehen.
In Dorstfeld.
Er lebt da in einer WG mit den Dortmunder Nationalsozialen.
Blödsinn.
Ich weiß, was ich gesehen habe. - Blödsinn.
Nora, Daniel.
Da wird ein Mensch totgetreten,
und der Typ hebt Geld von seinem Konto ab.
Wenn er den Helden spielt, ist er der Nächste.
Der Zeuge heißt Rainer Semmelmann.
Er behauptet, nichts gesehen zu haben.
Das ist ein Witz. - Wir reden mit ihm.
Gut.
Wie soll es sein?
Nora, ich? Sie, Nora?
Martina, ich?
Sie beide taugen als Team nichts mehr, was Ihr Problem ist.
Außerdem brauche ich die Kollegin live
für ein Gespräch mit einem Herrn Tremmel.
Skinhead und Anführer der Dorstfelder Front.
Wollen Sie mit der Türkin wieder vor der Nazi-Nase rumwedeln?
* Musik *
Geht es um Fischer?
Wenn schon, Kamerad Fischer.
Ein bisschen mehr Respekt.
Wer hat ihn nach Walhalla geschickt?
Sie haben ihn doch zuletzt lebend gesehen.
Fischer war ein Arschloch.
Bei allem Respekt, man muss wissen, wo man hingehört, oder?
Entweder bin ich stolz, Deutscher zu sein,
oder ich bin einer von diesen linken Fuzzis.
Rennen rum wie die Hip-Hop-Musiker.
Hey!
Frau Dalay, lassen Sie das bitte.
Sie saßen 2-mal in Haft
wegen Volksverhetzung und gefährlicher Körperverletzung.
Frau Dalay. - Was denn?
Das reicht locker für einen 3. Aufenthalt.
Das macht euch Kanaken Spaß, kommt in unser Land,
sauft und fresst umsonst und wollt uns sagen, wo es langgeht.
Das wird sich bald ändern.
Wofür sind die? Sportliche Ertüchtigung?
Das geht Sie einen Scheißdreck an!
Frau Dalay, das geht Sie einen Scheißdreck an.
Das muss ich mir nicht sagen lassen.
Sie können sich beschweren, aber jetzt ist Ruhe.
Hören Sie auf, alles anzutatschen.
Sie sind gestern mit dem Opfer zur Hintertür raus,
bevor es richtig geknallt hat.
Wir hatten was zu besprechen.
Hat Fischer das Gespräch überlebt?
Er hat auf jeden Fall noch geatmet.
Na ja, Sie mögen sich nicht,
die Dortmunder Nationalsozialen und die Dorstfelder Front.
Da prallen Welten aufeinander.
Wozu das Gespräch? Warum nicht gleich eins auf die Fresse?
Frau Dalay, warten Sie draußen.
Was? - Tür zu. Von außen.
Sie müssen mir irgendwas geben,
sonst kann ich die Kollegin nicht besänftigen.
Es wäre dumm, wegen dem Kleinkram in den Knast zu gehen.
Man muss sich nicht mögen, um zu heiraten.
Fischer hat vorgeschlagen, dass wir uns zusammentun.
Und unterm Strich kämpfen wir doch alle für dieselbe Sache.
Wo hat das Gespräch stattgefunden?
Wir haben am Fine-Frau-Büdchen ein, 2 Bier getrunken.
Wann war es Zeit, Abschied zu nehmen?
Er ist gegen halb 1 gegangen.
Alles klar.
(klopft) Danke.
Heil Hitler.
* Musik *
Stellen Sie sich mal dahin.
Das sind nicht mal 6 m.
Ich war auf den Bankautomaten konzentriert.
Wo Sie stehen, wurde ein Mann totgeprügelt.
Die haben seinen Kopf als Fußball benutzt.
Ich denk, Fischer ist tot. Was wollen Sie von mir?
Er wurde ermordet.
Ich war es nicht, also lassen Sie mich in Frieden.
Ich werde Ermittlungen einleiten wegen unterlassener Hilfeleistung.
Ist längst überfällig.
Oder geben Sie mir einen Grund, das nicht zu tun.
Die Frau von dem Toten hat sich gewehrt.
Die hat dem Typen, der auf ihren Mann eingetreten hat,
seine Art Maske, einen Schal, vom Gesicht gerissen.
Da ging alles blitzschnell, ich hatte Schiss.
Ja.
Warum haben Sie das nicht der Polizei erzählt?
Bevor ich was sagen konnte,
standen die Typen vor der Schule meiner Tochter.
Und bei uns vor dem Haus.
Was für Typen waren das?
Gucken Sie sich doch mal um.
Überall die Aufkleber: Dortmund ist unsere Stadt.
Da lassen die keinen Zweifel dran.
Was würden Sie denn tun, wenn Ihr Kind bedroht wird?
Die gehen für 2, 3 Monate in den Knast oder kriegen Bewährung.
Soll ich dafür das Leben meiner Familie aufs Spiel setzen?
Faber, die Täter kannten schon die Adresse von Semmelmann,
bevor die Kollegen ihn befragen konnten.
Ratte?
Können Sie nicht wenigstens Informant sagen?
Also gut, wenn es Sie glücklich macht,
haben wir eine Ratte im Präsidium.
Faber, na?
Was geht diesmal zu Bruch?
Die Kloschüssel?
Die brauche ich zum Kotzen, wenn Not am Mann ist.
Hat unser toter Obernazi scheißteure Schuhe, schmeißt sie einfach so weg.
Ohne Grund?
Wer hat Fischer das verraten mit den Schuhen?
Von wem haben die Nazis die Adresse des Zeugen?
Fischer hat sich neue gekauft, ist kein Verbrechen.
So blöd sind nicht mal Sie.
Sie wollen wirklich ein paar aufs Maul, ja?
Warum nicht?
Sie hauen mir eine rein und verraten mir, wer die Ratte im Präsidium ist.
Zack, bum, na los.
Haben die Rumänen Brinks zu oft ins Gesicht gespuckt?
Oder sind es die Türken, die am Tag mehr verdienen mit ihren Drogen?
Mich kotzen die geldgeilen Banken und Konzerne an.
Finden die Nazis auch scheiße.
Worauf warten Sie?
Hauen Sie mir eine rein.
In die Fresse, Franke, los! - Sie haben sie nicht alle.
Den Todeszeitpunkt konnte ich eingrenzen
auf 1 Uhr, 1:30 Uhr heute Morgen.
Es finden sich keine weiteren Verletzungen am Körper
außer denen im Gesicht.
Er tötet und dann schlägt er zu.
Mit dem Griff der Waffe, Faber hatte recht.
Er wurde aus unmittelbarer Nähe getötet.
Er stand höchstens 2 m vom Opfer entfernt.
Ansonsten keine Drogen, bis auf König Alkohol, 1,0 Promille.
Tatort und Fundort der Leiche stimmen überein.
Hast du dir die Abdrücke von Steinmann noch mal angeschaut?
Ja. Tod durch Genickbruch, Auslöser der Tritt gegen den Kopf.
Schlauer bin ich nicht. - Also nichts Neues.
Ach, Frau Steinmann war schwanger in der 7. Woche.
Vermutlich aufgrund des Trittes in den Bauch hat sie ihr Baby verloren.
Gibt es was Neues zwischen Daniel und Nora?
Du ziehst mit Daniel um die Häuser.
Er ist wieder ganz der Alte.
Zu viel Alkohol, zu viele Frauen?
Frauen weniger, was nicht heißen soll, dass er wie ein Mönch lebt.
Ich wäre mit der Hälfte zufrieden.
Hör auf zu jammern.
Du bist doch ein Frauentyp, du glaubst nur nicht dran.
Machst du mich gerade an?
Träum weiter.
Du bist der einzige Rechtsmediziner, der sich für seinen Beruf schämt.
Ich liebe meinen Beruf.
Dann schäm dich nicht dafür, dass du ihn liebst.
(alle reden laut durcheinander)
Lass ihn los!
Fick dich!
Ruhig, es ist alles okay.
Ich hole mir mal ein Bier.
Na?
Na.
Lange nicht gesehen.
Machst du mal 2?
Lässt du uns? - Mhm.
Unsere Mutter würde sich über einen Anruf von dir freuen.
Einen Anruf vom missratenen Sohn, damit du besser dastehst.
Du redest jedes Mal denselben Scheiß. - Wenn es so ist.
Noch so ein Ding - Oder ich fliege raus.
Haben wir uns verstanden? - Alles wie immer.
Und?
Wie läuft es mit Nora? Wann wird geheiratet?
Machst du den Trauzeugen?
Wenn du jemanden brauchst, der dir die Hochzeit versaut, jederzeit.
Wir haben uns getrennt.
Echt? Warum?
Nora war schwanger und
sie hat abgetrieben.
Krass.
Also, was ist los? Warum tauchst du hier auf?
Ich wollte mal meinen Bruder sehen. - Verarschen kann ich mich alleine.
Ich ermittle in einem Mordfall.
Kai Fischer.
Was hast du mit so Leuten zu tun?
Was heißt hier so Leute? Das sind meine Freunde.
Ich habe gedacht, du bist intelligenter.
Wenn es Stress gibt auf der Südtribüne
oder ich einen Platz zum Pennen brauche,
kann ich mich auf die verlassen.
Was man von dir, Mama oder Papa nicht behaupten kann.
Bleib sitzen.
Okay, es gibt eine Frau, da haben sie den Mann plattgemacht.
Die behauptet, es wäre Kai gewesen, was totaler Blödsinn ist.
Wenn du mich fragst, die hat ihn umgebracht.
Willst du mir das sagen, ja?
Wir hatten eine Versammlung gestern in der "Alten Heimat".
Da stand sie davor, die Jüdin.
Wusste Kai Fischer, dass Jedida Steinmann draußen auf ihn wartet?
Fick dich.
Komm, wir gehen. - Wieso?
Wir gehen. - Wer ist das?
Das ist unwichtig.
Einer von uns soll mit der rechten Szene ins Bett steigen?
Wer erzählt so einen Scheiß? Faber? - Es ist nur eine Vermutung.
An eurer Stelle würde ich so was nicht vermuten.
Nora?
Wo steckt Daniel?
Woher soll ich das wissen? Du warst mit ihm unterwegs.
Er ist an der Kreuzung aus dem Wagen gesprungen.
Ich hatte euch gewarnt. - Es geht nicht um uns. - Sondern?
Es geht um Daniels Bruder.
Er ist bei den Dortmunder Nationalsozialen.
Ich kenne auch die...
Ihr müsst Anzeige erstatten.
Sich darüber aufregen, dass die euch bedrohen, reicht nicht.
Okay. Danke.
Ich helfe euch dabei. - Ciao.
Bevor Sie Ihren Anwalt anrufen, ich habe nur eine Frage.
Wo waren Sie gestern Abend, bevor Sie in die Synagoge gegangen sind?
Spazieren.
Spazieren.
Das muss ein sehr weiter Spaziergang gewesen sein
von Ihrer Wohnung bis nach Dorstfeld.
Sie standen vor dem Lokal "Alte Heimat",
während Fischer drinnen eine seiner Reden hielt.
Sie hatten Ihre Frage.
Was war Ihr Plan?
Wollten Sie, dass Fischer die Nerven verliert und Sie in Notwehr handeln?
Ich bitte Sie, jetzt zu gehen.
Oder wollten Sie ihn auf offener Straße erschießen?
Raus.
Es tut mir leid,
dass die Täter von damals bis heute nicht ermittelt wurden.
* Musik *
Herr Matuschek.
Frau Bönisch.
Ich habe einen Anruf von Frau Steinmann erhalten.
Sie fühlt sich von Oberkommissar Kossik belästigt.
Wir haben sie normal befragt.
Er war noch mal bei ihr, allein.
Frau Steinmann befürchtet,
dass Herr Kossik sie aus persönlichen Gründen bedrängt.
Weil sie Jüdin ist?
Frau Steinmann gehört zum Kreis der Verdächtigen.
Ihre Religion spielt keine Rolle.
Ihr Ehemann
wurde von rechtsradikalen Gewalttätern totgeprügelt.
Einer unserer Leute bedrängt sie, weil sie Jüdin ist,
und Sie machen sie zu einer Verdächtigen?
Sie haben das Motiv genannt.
Ihr Ehemann wurde ermordet, und sie hat dabei ihr Baby verloren.
Der Zeuge Semmelmann hat bestätigt, dass Fischer der Täter war.
Auf einmal? - Fischer ist tot.
Würde der Zeuge seine Aussage vor Gericht wiederholen?
Nein, sie haben seine Tochter bedroht.
Noch bevor die Polizei oder Staatsanwaltschaft
mit ihm sprechen konnte.
D.h. Fischer wusste schon vorher Bescheid?
Und nicht nur darüber.
Ich verlasse mich auf Sie.
Der Mordfall Fischer hat
Oberste Priorität und verlangt Fingerspitzengefühl.
Sagen Sie das nicht mir, mein Chef sitzt da drüben.
Wenn ich den Elefant im Porzellanladen will,
wende ich mich an ihn.
Sie wollten den Posten nicht, sonst würden Sie da sitzen.
In dieser Stadt ist kein Platz für die rechtsradikale Szene.
Wir brauchen keinen braunen Märtyrer in Dortmund
und keinen Verräter in unseren Reihen.
Herr Faber.
Auf wen tippen Sie, Herr Matuschek?
Franke oder Brinks?
Frau Bönisch hat mir von Ihrem Verdacht berichtet.
Vereinfacht vieles, wenn man sich dumm stellt. - Mäßigen Sie sich.
Sie mögen mich wie einen Hundehaufen.
Trotzdem geben Sie den Fall uns. - Ich mag Sie nicht.
Aber Ihr Team kann was.
Ich war nur neugierig.
Wir reißen uns den Arsch auf, lassen uns beleidigen,
und dann kommen die und schieben uns in die rechte Ecke.
Herr Faber, die Mistsau, der gehört rausgeschmissen.
Ich werde es ihm sagen.
Auf dem Flur herrscht miese Stimmung.
Kommen Sie rein, hier ist Superstimmung.
Schönen Tag gehabt?
Fischer hat den Schulterschluss mit den Skinheads gesucht.
Das wird einigen nicht gefallen haben.
Warum dann die Verbrüderung?
Das bleibt dasselbe: die Demokratie plattmachen.
Außerdem erhöht die Stadt den Druck auf die rechte Szene.
Jedes Mal, wenn seine Glatzen Ausländer klatschen gehen,
haben alle Nazis den Ärger.
Vielleicht verlief der Schulterschluss nicht wie geplant.
Stefan Tremmel war der letzte, der das Opfer lebend gesehen hat.
Tremmel ist mit Fischer
von der "Alten Heimat" zum Fine-Frau-Büdchen.
Beides in Dorstfeld, der Tatort liegt in Hörde.
Warum soll Fischer mit Tremmel durch Dortmund spazieren,
um sich erschießen zu lassen?
Jedida Steinmann
hielt sich in der Tatnacht in der Nähe der "Alten Heimat" auf.
Gegen dich liegt eine Beschwerde vor.
Du sollst sie bedrängt haben. - Ich?
Weil sie Jüdin ist. - Die spinnt doch.
Steinmann war zwischen 23 Uhr und halb 1 in ihrer Synagoge.
Das hat ihr Rabi bestätigt.
Laut Rechtsmedizin
liegt der Todeszeitpunkt zwischen 1 und 1:30 Uhr.
Theoretisch hätte sie die Zeit gehabt.
Sie wusste nicht, wo Fischer sich aufhält.
Das erklärt nicht den Tatort.
Was hat Fischer da gewollt um diese Uhrzeit?
Hast du mit deinem Bruder darüber gesprochen?
Stammt der Tipp von ihm?
Was hat mein Bruder damit zu tun?
Er gehört zu den Dortmunder Nationalsozialen.
Dann haben Sie die Ermittlungsergebnisse weitergegeben?
Nein. - Sicher?
Im Gegensatz zu Ihnen bin ich nicht auf Pille.
Außer wenn Sie nachts mit einer Tussi im Arm nach Hause wanken.
Jetzt reicht es, dir gehört die Fresse poliert.
Daniel. - Du fasst mich nicht
Jetzt reicht es.
Auseinander.
Sie können Zeugen, Täter, was weiß ich provozieren,
aber dieses Team ist tabu.
Was euch betrifft, regelt euren privaten Kram.
Du hast mit Daniels Bruder angefangen.
Weil er Teil der Ermittlungen ist.
Und so will ich das verstanden wissen.
Meinst du, Nora ist das leichtgefallen?
Ein Baby mehr oder weniger, was soll es?
Reißt euch zusammen.
Kann dein Bruder uns helfen?
Ich mache Tobias nicht zum Spitzel.
Kai Fischer war Dortmunds Gröfaz.
Ihr Bruder will wissen, wer ihn erschossen hat.
Mein Bruder ist kein Nazi. - Sie sind selber einer.
Wer ist gegen den Globalisierungswahn?
Wer findet es scheiße, wie Brüssel uns reglementiert?
Oder dass überall die kleinen Läden kaputtgehen?
Dass es kaum noch bezahlbaren Wohnraum gibt?
Wer ist für mehr Kitas?
Wir sind alle kleine Nazis.
Nur weil die sich auf jedes Thema setzen,
macht mich das nicht zum Gesinnungsgenossen.
Aber das macht die zu einem Teil von uns.
Wenn herauskommt, dass mein Bruder mit uns zusammenarbeitet,
kann ich ihn im Krankenhaus besuchen.
Muss es ja nicht.
Ich habe Nein gesagt. - Dann sollten Sie sich einen anderen Fall suchen.
Sie schmeißen mich raus? - Ich versuche, Ihren Arsch zu retten.
Wenn du dir keinen neuen Fall suchst,
sorgt Staatsanwalt Matuschek dafür.
Mit der Beschwerde, die du am Hals hast.
Ich habe mit dem braunen Mist nichts am Hut.
Ich finde nicht mal Hitlers Autobahn toll.
Plötzlich stehe ich in der rechten Ecke.
Niemand stellt dich in die rechte Ecke.
Ihre Entscheidung.
Meine Entscheidung?
Ich mache Feierabend.
Hat er seinem Bruder die Vermittlungsergebnisse verraten?
Ach, Faber.
Ich versuche, das rauszukriegen.
Aber nur, damit Sie Ruhe geben.
* Musik *
* Musik *
Oberkommissarin Dalay hier, ich brauche dringend Verstärkung.
Nordstadt.
Zu mir.
Eh.
Stehen bleiben, Polizei, Mann!
Scheiße.
(lachen)
Guck mal, wie die läuft.
Oh.
Türkenschlampe.
Halt sie fest.
Oh.
Stopp!
Wartet!
Stopp!
Lass sie doch reden.
Nimm das auf, das ist geil.
(schreit)
Halt die Fresse.
Halt das Maul, oder ich steche dich ab.
Komm, es reicht.
Schnauze!
Weißt du, was wir jetzt mit dir machen würden,
wenn ihr Türkenfotzen da unten nicht so stinken würdet?
Oder soll ich?
Nase zuhalten, ans Vaterland denken und durch.
Nein.
Festhalten.
Halt die Kamera drauf, geil.
(schreit)
* Sprühdosenklackern *
* Hundegebell *
* Musik *
Frau Dalay? - Ja.
Ist alles in Ordnung mit Ihnen?
Das war blinder Alarm, tut mir leid.
Sie melden sich, falls etwas sein sollte.
Ist alles in Ordnung.
Okay.
* Musik *
Hallo.
Ein Bier, bitte.
* Musik *
Welche Branche?
Bitte?
Für welche Branche Sie arbeiten?
Das könnte man auch missverstehen.
Um Gottes willen, nein, das tut mir leid.
Ich dachte nur, Sie sind wie ich auf Geschäftsreise in der Stadt.
Ich wohne hier in Dortmund.
D.h. Sie mögen Hotelbars?
* Musik *
Was trinken Sie?
Weißwein.
Darf ich Sie vielleicht auf ein Glas einladen?
(atmet laut)
(wimmert)
(wimmert laut)
(weint laut)
* Musik *
♪ Heya, BVB, heya, BVB.
Heya, heya, heya, BVB.
Heya, BVB, heya, BVB.
Heya, heya, heya, BVB.
Heya, BVB, heya, BVB.
Heya, heya, heya, BVB.
Heya, BVB, Heya, BVB.
Heya, heya, heya, BVB. ♪
* Musik *
♪ Heya, BVB, heya, BVB.
Heya, heya, heya, BVB. ♪
* Musik *
Wird das jetzt zur Gewohnheit?
Du hast das Spiel verpasst.
Kam was dazwischen.
Hey.
Entweder ich besuche Markus Graf im Knast
und hau seinen Kopf gegen die Wand, bis er zugibt,
dass er meine Frau und Tochter getötet hat. - Er hat.
Oder ich gucke, was Sie so treiben.
Haben Sie keine Duftkerzen zu Hause, die Sie anzünden können?
Ich habe nicht mal einen Kaktus, mit dem ich reden kann.
Zahlen, bitte. - Das sind dann 13,50, bitte.
Ich komme ungelegen, woll? - Sie nerven.
Der denkt jetzt, wir sind verheiratet.
Langsam glaube ich das auch.
Wollten Sie wirklich mit dem vögeln?
Nein.
* Handyklingeln *
Ein lecker Pils, bitte.
Ja?
Wo sind Sie jetzt?
Sie bleiben da.
Rühren Sie sich nicht vom Fleck.
Man sieht sich.
Geiler Abend.
* Musik *
Möchten Sie die Kollegen verständigen?
Was würden Sie tun?
Jemanden erkannt?
Vielleicht.
Nils Jacob.
Der neue Führer muss der Truppe zeigen, dass er Eier hat.
Die werden alle ein Alibi haben.
Aber ich kann doch nicht so tun, als ob nichts passiert wäre.
Wir haben einen Mordfall aufzuklären.
Oh, Faber.
Sie sind so ein Arschloch.
Warum rufe ich Sie an?
Wenn Sie zum Telefon greifen,
dann sind Sie raus aus dem Fall.
Das wissen Sie und das wollen Sie nicht.
Deshalb haben Sie mich angerufen,
damit Sie jemanden haben, auf den Sie wütend sein können.
* Musik *
Oh, hallo.
Was ist los? Heute schon gelacht?
So ein Blick macht Merkel-Backen.
Liebe Grüße von der KTU, die Daten konnten ausgelesen werden.
Hier ist alles auf DVD.
Schon reingesehen? - Ja, das sind Videos von rechtsradikalen Treffen.
Fischer hatte enge Kontakte zu "Blood and Honour"
aus den Niederlanden.
Guten Morgen. - Morgen.
Dann noch Fotos von Kameraden aus Dorstfeld
und Schlafzimmerfilmchen von sich und seiner Frau.
Alles okay?
Mir geht es bestens.
Sind das die Verbindungsnachweise vom Handy des Opfers, ja?
Ihr wisst, dass ihr die beliebteste Truppe im Präsidium seid?
Nicht zu übersehen.
Hör nicht auf ihn, der sucht nur was zum Vögeln.
Ich spreche von Liebe und ihr nur von Sex, typisch Frau.
* Musik *
(Mann hustet)
Wat bist du denn für einer?
Ein Bulle.
Scheiße.
Ein Bulle mit Frühstück.
* Klopfen *
Würden Sie bitte die Tür schließen, das muss niemand hören außer uns.
Herr Faber ist nicht da? - Nein. - Auch gut.
Hier.
Kennen Sie diesen Mann?
Sie wissen, dass das mein Bruder ist.
Wir ermitteln in einem Mordfall in der rechtsradikalen Szene.
Sie sagen kein Wort? - Weil Sie das nichts angeht.
Sie nehmen Resturlaub, das sind knapp 2 Wochen.
Können wir das in Ruhe besprechen? - Krüger springt für Sie ein.
Kossik hat uns Hinweise geliefert,
die uns im Fall Fischer weitergebracht haben.
Wechselt Ihr Bruder die Seiten?
Kann er uns nützen? Ja oder nein?
Mein Bruder würde einem Bullen nie etwas sagen.
Dann bleibt es dabei, Sie sind raus.
Keinen interessiert, wenn ich verrecke.
Wat interessiert mich, ob dahinten einer verreckt ist.
Fressen und gefressen werden.
Warum hast du das Handy dagelassen? War ein teures Teil.
Echt?
Wenn die dich hier finden, wirst du ans Hakenkreuz genagelt.
Von den Nazis war ewig keiner mehr hier.
Die meisten haben trotzdem Schiss, deswegen habe ich hier meine Ruhe.
Dat war da drüben.
Da ist jemand da langgegangen.
Ich habe mich hingehauen, Deckung suchen, keinen Ärger.
Keine Minute später hat es geknallt.
So schnell? - Da hatte einer keine Lust auf Gesülze.
Wie sah der Mann aus? - Ich bin nicht sicher, ob es ein Kerl war.
Aber es war nur eine Person?
Jetzt brauche ich nur noch das Portemonnaie.
Die Kohle kannst du behalten. - Habe ich weggeschmissen.
Wegen der Spuren. - Die Kohle?
Dat Portemonnaie.
Machst du mir den Osterhasen und findest es für mich wieder?
Hau rein.
Warte mal.
Das hat er bei sich gehabt.
Wollte mir aber keiner abkaufen, sind nur noch ein paar Cent drauf.
Na? Hat sich doch gelohnt, dein Frühstück.
Woll? - Woll?
Hau rein.
Noch ein Wort mehr zu meiner Verteidigung.
Matuschek hätte dich zu mir in die rechte Ecke gestellt.
Es wird sich alles aufklären.
Ich schreibe es ins Poesiealbum.
Wir müssen das hinkriegen.
Wir werden meine rechte Vergangenheit aufarbeiten,
versprochen.
Ich will dich als Partner nicht verlieren.
Ich bereue es nicht.
Ich mache mir Vorwürfe, aber...
Das war die richtige Entscheidung, das Kind nicht zu bekommen.
Für dich.
Ja, aber dann akzeptier doch wenigstens das.
Sorry.
Ich dachte, wenn wir zusammenarbeiten,
ist es vielleicht besser, wenn ich
Schichtwechsel.
So.
Womit fangen wir an?
* Glockenläuten *
Irgendjemand muss das machen.
Morgen.
Diesmal ohne Ihren netten Kollegen, Frau Oberkommissarin Dalay?
Da sind Sie der Erste, der Herrn Faber nett findet.
Hauptkommissar Krüger.
Was wollen Sie? - Wir haben noch Fragen.
Jetzt?
Wir würden gerne in Ruhe über meinen Mann trauern. Geht das?
Ihr Mann wollte eine Allianz bilden mit der Dorstfelder Front. - Unsinn.
Er hat sich mit Tremmel getroffen am Abend des Mordes.
Sie wissen, wer meinen Mann getötet hat.
Tremmel und die Dorstfelder Front haben damit nichts zu tun.
Sie scheinen kein Fan von dieser Allianz zu sein.
Weil es die nicht geben wird.
Klar, jetzt, wo Sie die Marschrichtung vorgeben, nicht.
Als das Opfer mit Tremmel das Lokal verließ,
haben Sie 3-mal versucht, ihn anzurufen.
Ich wollte wissen, ob alles okay ist.
War alles okay?
Sie haben ihn doch erreicht um 0:41 Uhr.
Das Gespräch hat 3 min gedauert.
Vorher sind Sie noch 2-mal auf seiner Mailbox gelandet.
Sie waren echt wütend über seinen Alleingang.
Soll ich Ihnen die Aufnahme vorspielen?
Es gab keinen Grund, die Dorstfelder Front ins Boot zu holen.
Und keine 1/2 h später ist Kai Fischer tot.
Soll jetzt Nils meinen Mann getötet haben, oder was?
Wie lächerlich wird das noch? - Ich war zu Hause.
Es sei denn, Sie beweisen mir das Gegenteil.
Das reicht Ihnen als Antwort?
Sind wir fertig?
Wir sehen uns noch.
Wie?
Noch nicht genug?
Noch lange nicht.
Alles okay? - Jaja.
Kannst du überprüfen, über welchen Handymast Nils Jacob eingeloggt war,
als er mit Fischer telefoniert hat?
Vielleicht. - Bitte.
Du hast den besseren Draht zur KTU.
Nora, ich habe das Gefühl,
du lässt das alles ein bisschen nah an dich ran.
Ich mein, das sind ein paar Nazis, Dummheit braucht ein Ventil.
Daniel, ich muss mit deinem Bruder sprechen.
Können wir uns treffen? Es ist wichtig.
Tauchen Sie auch mal auf. - Ich war frühstücken.
Wenn Sie mir noch mal wie ein Cockerspaniel hinterherlaufen.
Mit diesem Handy wurde nur eine Nummer gewählt.
Ich rede mit Ihnen. - Wir kommunizieren in 2 Richtungen.
Fischer hatte auf seinem offiziellen Handy alles abgespeichert:
Kontakte, Fotos, Videos.
Nur eine Nummer nicht, dafür hat er das verwendet.
Und er rief damit seinen Kontaktmann an?
Bestimmt nicht seine Schwiegermutter.
Der letzte Anruf ging am Abend des Mordes um 23:17 Uhr raus.
Vielleicht findet die KTU raus,
zu welchem Teilnehmer die Nummer gehört.
Am Tatort treffen sich Fischer und sein Mörder.
Keine Minute später fällt der Schuss.
Woher wissen Sie das?
Es gab heißen Kaffee und Mettbrötchen, da redet jeder.
Machst du mir noch eins, Jan?
Was ist so wichtig?
Und ihm auch, bitte.
Nora möchte dich sprechen.
Pech, ich sie aber nicht.
Bleib hier, die beißt schon nicht.
Du warst mit dabei gestern Nacht.
Keine Ahnung, wovon du redest.
Ich rede davon.
Was ist da passiert?
Tobias und seine braunen Kameraden haben mich gestern Nacht überfallen.
Das reicht!
Du setzt dich jetzt hierhin.
Setz dich hin.
Warum habt ihr mich überfallen?
Du beantwortest jetzt Noras Fragen, oder ich nehme dich fest.
Angriff auf eine Beamtin und das hier reicht fürs Erste.
Ruf die Kollegen von der Streife an.
Dreh dich um!
Gib mir deine Handschellen.
Daniel.
Nils wollte dir nur Angst einjagen, das ist alles.
Und euch zeigen, wer der neue Anführer ist.
Du wohnst bei ihm. Erzähl mir nicht, dass das nie ein Thema war.
Gut. Kai stand unter Druck wegen der Sache mit Steinmann,
hat Entscheidungen getroffen, die die anderen nicht toll fanden.
Es gab doch keinen Grund für ihn, unter Druck zu stehen.
Die Ermittlungen steckten seit Monaten fest.
War aber so.
Du hast gesagt, dass Jedida Steinmann das Opfer verfolgt hat.
Ja, die ist überall aufgetaucht wie eine Stalkerin.
Vielleicht war Kai deswegen
Kai Fischer hat Jedida Steinmanns Ehemann getötet.
Er hat mit voller Wucht zugetreten.
Es gibt Videoaufnahmen und Zeugen.
Der Mann lag hilflos am Boden, als ihm das Genick gebrochen wurde.
Seine Frau war schwanger.
Die hat ihr Baby verloren.
Ja, und du hast abgetrieben.
Ja.
Aber sie wollte ihr Baby.
Und ihr ließ man keine Wahl.
Wenn du etwas weißt, musst du uns helfen.
Ich meine es ernst.
Ich stecke dich in den Bau.
Dann nehmt sie halt in U-Haft.
Wen?
Die Jüdin.
Es könnte Ärger geben.
Was für Ärger?
Keine Ahnung, aber irgendwas läuft.
Du hast gesagt, ich kann die Kohle behalten.
Aber sonst ist alles drin?
Mhm.
Bin ich jetzt raus aus der Chose?
Keine Bange.
Aber wenn du das nächste Mal über eine Leiche stolperst
Packe ich sie nicht an und komm gleich vorbei.
Hau rein, mein Lieber.
* Handyklingeln *
Nora.
Wir kommen.
Faber?
Guck mal, mein kleiner grüner Kaktus, was ich gefunden habe.
Jedida Steinmann.
Lasst es uns klären.
(Steinmann) Nein, keine Gewalt.
Keine Gewalt.
Hey, Moment.
Shit, ich habe keine Waffe.
(Steinmann schreit)
Polizei, Waffe fallen lassen!
An die Wand!
Runter auf den Boden.
Rüber ans Fenster, Arme hoch.
Hände hoch, ich will die Hände sehen.
Hände hoch!
Runter, habe ich gesagt.
(keucht)
Ganz leicht den Kopf.
(hustet)
Pst.
Frau Dalay.
Sie sind vorläufig festgenommen.
Die wollte mich umbringen, die ist völlig durchgeknallt!
Ist sie nicht, ich kenne mich aus.
* Musik *
Ich habe 2 Söhne.
Der Gedanke, dass die bei Ihnen im Kindergarten
Wäre es Ihnen lieber, niemand hätte sich gekümmert?
Wenn Sie sonst noch etwas brauchen.
Sie bekommen in 2 Monaten Ihr Kind.
Wenn Sie nicht wollen,
dass es im Gefängnis geboren wird und da aufwächst, reden Sie mit uns.
Warum haben Sie Kai Fischer verfolgt
und nicht mehr in Ruhe gelassen?
Ich wollte, dass er nicht vergisst, was er getan hat.
Dass er eine Konsequenz spürt. Die Polizei hat nichts gemacht.
Wer hat Ihrem Mann den Stand der Ermittlungen verraten?
Versteckte Kamera?
Sie begreifen nicht, in welchen Schwierigkeiten Sie stecken?
Soll sich die Staatsanwaltschaft kümmern.
Ihr habt ihm die Information gegeben.
Wer von uns? - Keine Ahnung.
Dieser Staatsanwalt, Maschek, oder wie der heißt.
Mein Schatz hat das Angebot abgelehnt.
Welches Angebot?
Für euch den Spitzel zu machen.
Wir lassen uns nicht kaufen.
Morgen.
Oberkommissar Kossik, Frau Steinmeier.
Ich habe gehört, was passiert ist, das tut mir leid.
Herr Kossik war zum Glück rechtzeitig da.
Herr Kossik, nur 1 min.
Ich dachte, ich hätte mich klar ausgedrückt.
Sie wurden beurlaubt.
Ich bin privat hier.
Wir haben es Herrn Kossik zu verdanken,
dass wir zur Stelle waren.
Das ändert nichts an den Tatsachen.
Er verlässt bis zur Klärung das Präsidium.
Wir würden uns mit Ihnen über das Opfer Herrn Fischer unterhalten.
(Frau) Wie lange dauert das?
Frau Keller?
Es ist besser, wenn du jetzt gehst.
Wir kümmern uns um den Rest.
Wer ist das da neben Ihrem Mann?
Frau Fischer, Sie müssen uns helfen.
Sonst ist nicht mal sicher,
ob Ihr Kind bei Ihnen im Knast bleiben kann.
Und hinterher wächst es bei irgendwelchen linken Socken auf.
Rudolf Geiger, das Foto ist uralt.
Woher kannten sich die beiden?
Rudolf hat Jugendlager organisiert.
Kai ging immer mit, er war so was wie sein Lehrer, Freund.
Wo kann ich ihn finden?
Justizvollzugsanstalt Magdeburg.
Man hat ihn weggesperrt, weil er zu laut die Wahrheit gesagt hat.
Ein schlaues Wort, schon ist man Nazi.
Weder ich noch sonst wer hat Ergebnisse nach draußen gegeben.
Dann lügt Frau Fischer?
So klang sie aber nicht.
Haben Sie versucht, ihn als V-Mann anzuwerben?
Darauf muss ich nicht antworten. - Sie behindern Ermittlungen.
Ich kann mich gerne an den Polizeipräsidenten wenden.
Der Verfassungsschutz hatte mich gebeten,
Fischer als V-Mann anzuwerben.
Unfassbar.
Wissentlich einen Mörder als V-Mann anwerben, super.
Mit Fischer als dem führenden Kopf hätten wir
das Dortmunder Neonaziproblem mit einem Schlag gelöst.
Zweck heiligt die Mittel. - Werden Sie nicht sentimental.
Woher wusste Fischer den Namen des Zeugen?
Dass er seine Spur loswerden musste. - Von uns nicht.
Irgendwoher muss er es gewusst haben.
Es gibt ein Leck im Präsidium.
Das hätte mich fast den Kopf gekostet.
Der Verfassungsschutz war sauer.
Sie hatten nichts mehr in der Hand, um Druck zu machen.
Bis vor 4 Wochen.
Eine neue Zeugin hatte sich gemeldet.
Die Zeugin, von der Herr Matuschek gesprochen hat, ist 15.
Sie kam zu Ihnen?
Zu unserem Rabi mit ihren Eltern.
Nach einem Jahr?
Angst lähmt manchmal Monate.
Aber jetzt ist sie zur Aussage bereit?
Warum haben Sie uns das nicht gesagt?
Ich habe Frau Steinmann dazu geraten.
Es gibt genügend Polizisten, die zur rechten Szene gehören.
Durch die neue Zeugin waren Sie und der Verfassungsschutz
am Drücker.
Entweder macht Fischer den V-Mann, oder das Mädchen sagt gegen ihn aus.
Die Zeugin hätte in jedem Fall ausgesagt.
Wir sollten das nicht hier besprechen. - Doch, doch.
Warum hat Fischer nicht mitgespielt?
Vielleicht dachte er, er könnte seinen Kopf aus der Schlinge ziehen.
Ist die Idee, dass sich die Skinheads mit den Nationalsozialen
verbinden, auf Ihrem Mist gewachsen?
Ein V-Mann in beiden Gruppen wäre super.
Der Verfassungsschutz
wollte von Fischer ein Zeichen seines guten Willens.
Fischer wollte Zeit gewinnen.
Er hatte bis Ende der Woche Zeit, sich zu entscheiden.
(Bönisch) Wer weiß über die Zeugin Bescheid?
Nur eine kleine Gruppe kennt ihre Identität. - Wie klein?
Franke, Brinks und ich.
Und meine beiden engsten Mitarbeiter.
Bis jetzt halten alle den Mund.
Das war nicht meine Idee, ich bin der Vermittler.
Schalom.
Ist die völlig...
Das war ein tätlicher Angriff gegen einen Staatsanwalt.
Ja? Ich habe nichts gesehen.
Dass Tanja so bekloppt ist, mit den Freundinnen auf die Jüdin losgeht.
Die tickt nicht richtig.
Du musst Lena helfen.
Da passiert nicht viel.
Die wird vernommen, dann kann sie gehen.
Knast?
Denk lieber darüber nach, was du jetzt machst.
Wenn rauskommt, dass wir die Informationen von dir hatten.
Es kann sein, dass Lena mich auf dem Präsidium gesehen hat.
Lena hält zu mir.
Tobias. - Wir lieben uns, okay?
Kümmere dich darum, dass sie keinen Stress bekommt.
Das bist du mir schuldig.
Die Nummer, die von diesem Handy angewählt wurde,
gehört ebenfalls zu einem Prepaidhandy.
Also Sackgasse.
Aber Schweinchen Schlau hat sich mit der IMEI-Nummer näher befasst.
Auf Deutsch?
International Mobile Equipment Identify.
Die gesamte Charge dieses Handys
wurde an eine Tankstellenkette geliefert.
Von denen gibt es 9.
Eine in der Nähe des Präsidiums? - 2.
Dann sind bestimmt Kollegen von uns da Stammkunden.
Kann sein.
Kriegen Sie für mich raus, wer das ist?
Vielleicht hat einer von denen 2 Handys gekauft.
Ich habe 3 Leichen auf dem Tisch.
Herr Zander, ich will Sie nicht drum bitten,
aber Sie sind der Einzige, dem ich noch trauen kann.
Wenn Nils Jacob von dem Jobangebot als V-Mann wusste,
hatte er ein Motiv, Fischer zu töten.
Dasselbe gilt für die Dorstfelder Front.
Über einen V-Mann wäre niemand erfreut.
Wir müssen von vorne anfangen.
Aber Nils Jacob hat mit Fischer telefoniert vor dem Mord.
Daniels Bruder hat ausgesagt, dass es in letzter Zeit Ärger gab.
Reicht das als Motiv?
Warte mal.
Es reicht zumindest für eine Hausdurchsuchung.
Danach sehen wir weiter.
Darf ich?
Meine Freunde von der KTU haben herausgefunden,
bei welchem Handymast Jacob eingeloggt war,
als er mit dem Opfer telefoniert hat.
Er war in der Nähe des Fine-Frau-Büdchens.
Gut, ich kümmere mich um den Durchsuchungsbeschluss.
Finden Sie das alles nicht ein wenig lächerlich?
Macht ihr jetzt auch einen auf Graffiti-Künstler?
Nehmen wir mit.
Okay, ich war auf dem Weg zum Fine-Frau-Büdchen,
weil ich wissen wollte, was Sache ist.
Aber Kai hat mich abblitzen lassen.
Was ist los?
Wahrscheinlich habe ich das Tanja und dir zu verdanken.
Gummihandschuhe, tüten Sie die ein, bitte.
Nora, komm mal mit, das musst du dir ansehen.
Mensch, da wird jeder Nazi feucht im Schlüpfer.
Alles, was ich vertreibe, ist legal.
Was geht unter dem Ladentisch weg?
Der Blick sagt mir, dass wir das eine oder andere finden werden.
Sie können uns gerne zusehen, aber Sie bleiben hier stehen.
Was machen wir hier? - Warum hier?
Die Wohnung von Jacob wird durchsucht.
Warum warten wir nicht ab?
Warum trifft sich Fischer mit seinem Mörder hier?
Jacob war gegen eine Allianz.
Wenn Jacob wusste, dass der Verfassungsschutz
an Fischer dran war, hatte er mehr als ein Motiv.
Aber das erklärt nicht den Tatort.
Also gut.
Nils Jacob hat Fischer erschossen.
Wie lief das ab?
Ich habe den Plan, dich umzubringen, rufe dich an.
Wir müssen uns treffen.
Gestern Abend - Können wir uns bitte auf den Fall konzentrieren?
Verfolgen Sie mich?
Ja, manchmal.
0:40 Uhr rufe ich dich an.
Da sind wir beide in der Nähe vom Fine-Frau-Büdchen, richtig?
Frau Bönisch, bitte machen Sie mit.
Vom Fine-Frau-Büdchen
hätten die einen strammen Schritt hinlegen müssen.
Aber ich kann dich nicht mitten in der Stadt erschießen.
Wie kann ich dich hierherlocken?
Keine Ahnung.
Ich vertraue dir, du nutzt das aus.
Warum verfolgen Sie mich?
Wie kann ich dich herlocken? Du vertraust keinem.
Der Verfassungsschutz sitzt dir im Nacken, die Zeugin.
Wieso solltest du kommen?
Ich komme nicht einfach so, nicht an so einen Ort.
Ich will eine Antwort.
Ich brauche eine Antwort.
Manchmal habe ich das Gefühl durchzudrehen.
Beschäftigungstherapie.
Ich verjag nicht Ihren Callboy,
damit Sie mit einem Staubsaugervertreter
Erzählen Sie das Ihrem Friseur.
Spart Ihnen den Therapeuten, und ich habe Privatleben.
An Hotelbars?
Rennen Sie nicht weg.
Also.
Du stehst unter Druck.
Es gibt eine neue Zeugin für den Mord an Steinmann.
Du hast nur noch knapp eine Woche Zeit. Was machst du?
Ich will kein V-Mann sein.
Ich will meine Kameraden nicht verraten, mein Kind nicht,
das mache ich nicht.
Gut, aber dann bleibt nur noch die Zeugin.
Du musst den Namen der Zeugin erfahren.
Das ist die einzige Chance, deinen Arsch zu retten.
Den Namen kann mir nur mein Informant bei der Polizei liefern.
Ja, deswegen das Treffen, deswegen hier.
Du triffst deinen Informanten jedes Mal hier, der Ort ist euch vertraut.
Mit keinem anderen würdest du dich hier treffen.
Alles andere macht keinen Sinn.
Könnten Sie vorsichtiger mit den Sachen umgehen?
Ich will das noch verkaufen. - Sie bleiben da stehen.
Guck mal, da denkt man, ihr seid scharf auf den Adolf,
dabei wird der verherrlicht.
Rudolf Heß wollte Deutschland den Frieden geben.
Dafür wurde er mit 46 Jahren menschenunwürdiger Haft bestraft.
Brechen konnte ihn das nicht.
Was wir tun, ist keine Verherrlichung,
sondern ein Eintreten für Gerechtigkeit.
Nora.
Wollen Sie die auch verkaufen?
Die Waffe gehört mir nicht.
Es sind Ihre Lagerräume.
Die hat man mir untergeschoben.
Um Himmels willen, wer macht so was?
Herr Jacob, ich nehme Sie fest unter dem dringenden Tatverdacht,
Kai Fischer getötet zu haben.
Bringst du ihn in die 1, ja? - Ja.
Wir haben die Tatwaffe gefunden.
Was? In der Wohnung? - Im Lagerraum.
Er wusste, dass wir ihn im Visier haben.
Wieso hat er die Waffe behalten?
So eine kauft man nicht an jeder Ecke.
Typen wie der stehen auf Trophäen.
Mit der Waffe hat er einen Menschen getötet.
Wer ist das?
Das ist Rudolf Geiger, überzeugter Neonazi, mehr wissen wir noch nicht.
Was hat er mit dem Fall zu tun? - Das Opfer kannte ihn.
Rudolf Geiger, geboren 1958 am 19.04.
Oh, knapp daneben.
Hat in Dortmund gewohnt, dann ist er nach Hoyerswerda gezogen,
wo er wohnt, wenn er nicht auf Staatskosten lebt.
Wozu der Aufwand?
Wir bringen die Dinge gern zu Ende. - Wir werden Nils Jacob vernehmen.
Mit etwas Glück können wir den Fall abschließen.
Haben wir uns so getäuscht?
Die Waffe wurde ihm untergeschoben.
Ich frage nach, welche Kollegen dabei waren.
Matuschek könnte jeden Moment hier sein.
Am besten führst du die Vernehmung mit ihm.
Das ist unser Fall.
Ich schaue mir noch mal den Tatort an.
Das ist Zeitverschwendung.
Ich bringe die Dinge gern zu Ende.
* Musik *
Die Tatwaffe wurde in Ihrer Wohnung gefunden.
Die wurde dort hingelegt.
Wer macht denn so was?
Was weiß ich? Sie.
Warum sollte ich so was tun, Herr Jacob? - Weil...
Kein Wort ohne meinen Anwalt.
Wieso war Franke bei der Durchsuchung dabei?
Er hatte sich freiwillig gemeldet.
Ich war bei beiden Tankstellen und habe nach den Handys gefragt.
Wieso du? - Hat er sich freiwillig gemeldet.
Es gibt da einige Kollegen, die da tanken.
Dank Internet konnte ich Fotos zeigen.
Was ist das?
Die Kollegen, die bei der Durchsuchung dabei waren.
Franke und Krüger sind auf beiden.
Nein.
Das ist doch Krüger.
Sie möchten die Chance auf einen Deal mit der Staatsanwaltschaft
verstreichen lassen?
Sagen Sie mir Bescheid, wenn Jacobs Anwalt hier ist.
Wo ist Krüger?
Er wollte noch mal zum Tatort.
Wozu? - Keine Ahnung.
Herr Jacob behauptet, wir hätten ihm die Waffe untergeschoben.
Er sagt die Wahrheit.
Wenn das stimmt, Faber, wissen Sie, was dann hier los ist?
D.h. dann kann ich jetzt wohl gehen.
Die Rechnung für die Waren aus meinem Lagerraum
schickt Ihnen mein Anwalt.
Sie bleiben sitzen!
Er marschiert sonst zur Tür raus.
Dürfte ich erfahren, was das soll?
Wir haben genug Ärger am Hals.
Ich wurde überfallen, die Täter trugen dabei Gummihandschuhe.
Sie werden seine DNA darauf finden zusammen mit meiner.
Dazu meine Aussage, die Spraydose mit schwarzer Farbe,
die wir in der Wohnung gefunden haben, und das hier.
Das dürfte für eine Festnahme reichen.
Normalerweise sitze ich immer so da.
Haben Sie alle mitgebracht?
Ja klar, bin ja nicht lebensmüde.
Ich habe Fischer gesagt,
dass ich ihm den Namen der Zeugin nicht nennen kann.
Sie wollten ihn zum V-Mann machen, Fischer hatte keine Wahl.
Entweder findet er die Zeugin, schüchtert sie ein.
Oder er verrät alles, woran er glaubt.
Ich war damals in der rechten Szene.
Geiger und ich waren Freunde. - Alter Schwede.
Keiner hat was gemerkt bei der Polizei.
Ich war nicht vorbestraft oder der Polizei bekannt.
Das ist schon so lange her.
Bis Kamerad Fischer Hilfe brauchte
und Geiger sich an seinen alten Freund Krüger erinnerte, den Bullen.
Tja, Scheiße.
Und jetzt?
Dienstpistole an den Kopf und peng, oder was?
Einmal im Leben Eier in der Hose.
Ich konnte Sie nie leiden, Faber. - Echt? Ich mochte Sie immer.
Geben Sie mir die Waffe. Es lohnt sich nicht, den Kopf wegzublasen.
Warum die Schläge ins Gesicht? Das habe ich nicht verstanden.
War die Wut so groß?
Keine Wut.
Keine Wut.
Verzweiflung.
* Hubschrauber und Funkgeräusche *
* Musik *
* Musik *
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