All language subtitles for Lillys Disappearance (1)

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Original subtitles

* Musik *

Weißt du, wenn wir jetzt ballieren? - Na, probier.

Den seh ich aber nirgendwo.

Grad war er noch da.

Lilly!

* Lachen *

Papa!

Ich bin ein Hai! - Ja! Papa, ich bin ein Hai!

Sehr witzig.

Aber nur 10 min, wir müssen dann ins Hotel.

Nicht so schnell.

Hi. - Hey.

Ich hab grad das nette Paar aus Hamburg getroffen.

Die würden gerne heute Abend mit uns essen gehen.

Hast du schon was ausgemacht? - Um 9 bei José, wie immer.

* Musik *

Fand ich ja ganz nett.

Wie heißen die beiden noch? - Niklas und Sarah.

Der ist supernett, fand ich auch.

* Musik *

Wie war's mit Johannas Kindern? - Cool.

War doch ne gute Idee, zusammen in Urlaub zu fahren.

Ja, super.

Lilly, komm.

Mama! - Ja?

Komm, Lilly. - Zack, zack, zack.

Kommt rein.

Noah, warte doch auf mich. - Okay, bis gleich.

* Musik *

Was heißt, er ist sauer?

Wir haben alle Patienten über den Urlaub informiert.

Er liest nie Mails, sagt er. - Ja, das ist sein Problem.

Dann soll er zu unserer Vertreterin gehen.

Das will er nicht. - Dann muss er 2 Wochen warten.

Gib ihm einfach einen neuen Termin, Mutter.

Oder bei mir, das ist egal.

Und du sollst nicht den ganzen Tag am Telefon sein.

Wir haben gesagt, einmal am Tag nach der Post schauen, mehr nicht.

Du machst schon genug. - Genießt euren Urlaub, ja?

Danke, ciao.

Äh, wir kommen heute Abend. - Ihr kommt jeden Abend.

Heute werden wir zu fünft. Geht das?

Ihr seid meine besten Gäste.

Da sollte ein bisschen Durcheinander doch drin sein.

Bis nachher.

Schlafen David und Paula wieder bei uns?

Nur, bis wir vom Essen zurück sind.

Wir wollen nicht, dass ihr Kinder allein seid.

Wir sind doch keine Babys mehr. - Ihr wisst, wo wir sind?

Ja, beim Rossi feiern. - Mhm.

Genau, unten in der Tapas-Bar. Ihr könnt uns vom Fenster aus sehen.

Wo ist das Handy? - Da, wo das Zimmer ist.

Machst du auch bei die Tapasen dazu?

Nicht ganz zu, ist viel zu warm.

Sind wir alles bettfertig hier?

Saki, sie soll mich nicht mal wie ein kleines Kind behandeln.

Ach, Noah, das tut sie doch gar nicht.

Du hast trotzdem, was sie sagt, okay?

Gute Nacht, Rosa. - Uns wird nicht mehr gespielt.

Das Handy ist nur für den Notfall da.

Ja. - Und du passt auf deine kleine Schwester auf.

Anna. - Na?

Weiß oder rosé? - Rosé.

Schlaf gut, wir sitzen noch 'ne Weile in der Küche.

* Musik *

Schatz, gehst du ins Bett? Ach, die 2.

Na ja, was soll ich sagen?

Das zur Menschenkenntnis des Mannes,

mit dem ich eine Praxis eröffnet habe.

Und der heute der Ehemann meiner besten Freundin ist.

Das Wertvollste im Leben hat er von mir.

Ja.

Auf alle Fälle sind wir auf unserer Reise

die ganze französische Küste entlang getrennt.

Von Pnyza nach Bonn.

In Barcelona sind wir dann auf die Föhr.

Ja, die Insel sah völlig anders aus als heute.

Fischerdörfer gab es noch, lange nicht so viele Hotels.

Wart ihr auch hier in Ihrer Dorfnis?

Nee, wir waren eine Bucht weiter, da haben wir nämlich gezeltet.

Genau. - Was? - Warge es nicht.

Gab es da auch Fotos von?

Es könnte rein theoretisch Fotos geben,

aber diese Geschichte erzählt es, glaube ich, lieber Robert.

Oh, ich kann sie auch erzählen. - Nein, nein, nein.

* Musik *

Wir wollten ein Foto von uns selber machen.

Damals noch mit Selbstauslöser.

Robert nimmt die Kamera, stellt sie auf eine Mauer.

Die Mauer war aber zu tief, deshalb waren unsere Köpfe abgeschnitten.

Wäre natürlich nicht so gewesen, wenn ich es gemacht hätte.

Erzähle ich oder du? - Ich erzähle.

Du erzählst sowieso nicht die Wahrheit.

Er traut sich nicht, die Wahrheit zu erzählen.

So geht man mit mir um.

Er sieht diesen Typen, fragt ihn, ob er dieses Foto von uns machen kann.

Dreht sich um und der Typ ist natürlich weggerannt.

Mit der Kamera. - Natürlich mit der Kamera.

Wir sofort hinterher.

Moment, Moment, Moment, ich hinterher.

So langsam. Der war natürlich schneller.

* Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Noah.

Mama.

Die Kameratasche hat er mich auch dagelassen, mit allen Fotos.

Du lügst. - Ich lüge überhaupt nicht.

Auf den Reisepass und dem ganzen Geld.

Ihr dürft auf mich trinken. - Auf die Freundschaft.

Auf die Einladung, danke.

Das müssen wir morgen sofort wiederholen.

Danke.

Oh Mann.

Bringst du mir auch ein Glas Wasser mit? - Mhm.

* Spannungsvolle Musik *

Hast du die Tür aufgelassen?

Welche Tür?

Die Tür, die war auf.

Vielleicht hat Johanna irgendwas vergessen zu zumachen,

als sie ihre Kinder abgeholt hat. - Ja, das mag sein.

* Spannungsvolle Musik *

Was machst du? - Anna, komm mal.

Schläft wie ein Engel.

Papa.

Ich mach schon. - Danke.

Ist alles gut. Wir sind wieder da.

Weck deine Schwester nicht auf.

Sag mal, du glühst ja.

* Spannungsvolle Musik *

Hier.

Schneller, Lilly, komm! - Ja, mach ich ja.

Mama, ich will auch eins.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Hier ist frisches Wasser. - Perfekt, danke.

Hier.

Sag mal, du hast die Kanzlei in Hamburg?

Ja, mit zwei Teilhabern.

Seid ihr auf irgendwas spezialisiert? - Strafrecht.

Ach, schade.

Sonst hättest du uns ja mal vertreten können,

wenn uns ein Patient verklagt.

Hast du deine Mama angerufen? - Ja, heute Morgen.

Die Praxis macht Ferien, das war der Deal.

Die Praxis zahlt aber auch deinen Urlaubsschatz.

Stimmt. Was hat sie gesagt?

Ihr könnt keine zwei Wochen ohne auskommen, oder?

Wir sind im Urlaub. Wir machen das später.

Eben, was wollt ihr heute machen?

Wir bleiben einfach mal hier.

Genau, wir bleiben hier und gehen einfach was Schönes essen.

Essen? Das ist auch ein Riesenspaß für Kinder.

Das ist ein Riesenspaß für Mütter.

Genauso wie Schwimmen. Denk die mal daraus.

Noah!

Das ist schon okay.

Du hast keine Ahnung, zu was die Jungs alles fähig sind.

Noah! - Schrei doch nicht so.

Sarah kann sich schon wehren, wirklich.

Geh und rette sie.

* Spannungsvolle Musik *

Lilly, Schwimmis!

Die muss nicht gerettet werden.

Hat er gerade Schwimmis gesagt?

Leider ja.

Also, wenn Sie die auf die Nerven geben, dann ...

Sie sind hinreißend, Sissi Pri.

Ich löse dich ab.

Das macht mir wirklich nichts aus.

Ich glaube, dein Mann vermisst dich.

Er vermisst dich.

Stimmt, Tim.

Okay!

Wer kann am weitesten tauchen? Los!

Ich!

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Robert und ich haben jetzt die Praxis seit knapp, äh ...

2002? - Genau, knapp 20 Jahre.

Oh Gott, das sind 20 Jahre!

Es läuft extrem gut, aber wir haben nicht genug Kapital.

Also, wenn wir mehr Kapital hätten, könnten wir vergrößern,

könnten wir Fachpersonal einstellen.

Mir war gar nicht klar,

dass für Sportmedizin so ein Bedarf herrscht.

Doch, die Leute haben ja ständig was.

In der Regel bewegen sich die Leute zu wenig oder eben falsch.

Dazu kommen die richtigen Sportverletzungen.

Fußball, Handball. - Was ist passiert?

Vielleicht einfach ein bisschen zu viel Sonne heute. Alles gut.

Das Schlimmste verletzen sich die Amateure, die Hobbysportler.

Und was machst du? - Ich bin Grafikerin.

Und dann hab ich meinen Job gekündigt und bin jetzt frei.

Das war vor einem Monat. - Weswegen?

Jeden Tag Büro, das hat nicht mehr in mein Leben gepasst.

In deinem Leben oder ... in seines?

Ganz gemeinte Frage. - Ja?

Was gibt's da zu lachen?

Geh ich zu weit? - Okay, nein.

Ähm ... - Einfache Frage.

Sonne, ja?

Als Grafikerin kann ich von überall aus arbeiten.

Und warum dann nicht von zu Hause? - Perfekt.

Sie ist nicht so ein Typ. - Sie ist jeder Mannstyp.

Nein.

Irgendwoher kenn ich sie.

So hat sie zu Hause viel mehr Ruhe für ihre Arbeit.

Und ... Kinder?

Habt ihr keine Kinder?

Glaubst du, wir hätten die in Deutschland vergessen?

Ja, vielleicht. Wollt ihr keine? - Ja, vielleicht.

So, vielleicht zehn. Wer von euch ist mit den Kindern dran?

Also, ich war schon, und die schlafen tief und fest.

Ich geh. - Du warst doch gerade.

Kein Problem. - Nee, du!

Kein Problem. - Ich geh. Ich mach schon.

Alles gut. - Fünf Minuten, keine Sekunde länger.

Warte mal kurz. Ich komm mit.

Ich hab mein Handy vergessen.

Was ist los mit dir? - Was soll los?

Du bist ganz schön faul geworden. - Faul? Ich war's gerade.

Du wolltest so halten. - Ich wollte ...

Du hast so getan, als ob ...

Anna? - Hm?

* Sanfte Klaviermusik *

* Sie lachen. *

* Sie lachen. *

* Sanfte Klaviermusik *

Dein Handy?

* Sanfte Klaviermusik *

* Sanfte Klaviermusik *

Doch, da ist schon was. - Oh, das sieht ja gut aus.

Ja. - Wo ist Anna?

Anna? - Keine Ahnung. Die wird noch bei den Kindern sein.

* Sanfte Klaviermusik *

* Sanfte Klaviermusik *

Aber das Spannende war ... - Mhm?

Als wir dann schnorcheln waren, war nichts davon mehr zu sehen.

Mhm. - Sie ist weg.

Lilly, sie ist nicht mehr in ihrem Bett.

* Dramatische Musik *

* Dramatische Musik *

Lilly?

Lilly?

Und, ist sie da? - Ey, sie ist nicht da.

Vielleicht ist sie aufgewacht. Hat euch gesucht und ist rausgeguckt.

Was machen wir denn jetzt? - Ich bringe die Kinder hoch.

Ich gehe zur Rezeption. Die haben bestimmt Taschenlampen.

Dann suchen wir sie draußen. - Super.

Ich hol nur ... - Ich helf dir.

Ich geh mal rauf. Komm. Mach auf, komm.

Robert? - Ja?

Robert, hilf mir mal, bitte. - Ja.

Komm, Junge, komm. Komm her, mach dich fest.

Vorsicht.

Gehst du mit Hannah mit? - Hey, Noah.

Geh mit ihr rüber, ja?

Es darf ja nichts passieren.

* Spannungsvolle Musik *

Lilly? Lilly?

Lilly?

Lilly! - Lilly!

* Spannungsvolle Musik *

Lilly!

Lilly!

Lilly! - Lilly!

Lilly! - Lilly!

* Spannungsvolle Musik *

Lilly!

Nichts. Weder auf dem Spielplatz noch im Schweißesaal

und an der Rezeption hat sie auch keiner gesehen.

Ich geh nach Bancio Rossi. Vielleicht ist sie doch da.

Nichts. Ich weiß auch nicht ...

Wie sieht denn ihr Kind aus? - Ungefähr so groß.

Fünf Jahre, braune Haare.

Das ist sie hier? - Genau.

Sie ist seit zwei Stunden verschwunden.

Sie müssen sie doch endlich mal anfangen zu suchen.

Ihre Schlüssel. - Die Schlüssel?

Ja, Ihre Schlüsselkarten.

Danke. Sind noch Türen offen?

Nein, ich glaube nicht.

Okay. Sie dürfen das Appartement ab jetzt nicht mehr betreten.

Wer außer Ihnen war heute Abend noch da drin?

Ich? Ich war im Appartement.

Ich auch.

Und meine Frau auch.

Ach so, und meine Kinder auch. Ich habe zwei Kinder.

Okay.

Dann werden wir kaum noch Spuren finden.

Was passiert denn jetzt?

Mein Name ist Antonio Gomez.

Kommissarin Navarro und ich leiten die Suche nach Rifa Tortellini.

Was unternimmt das Unternehmen?

Unsere Kollegen suchen bereits nach ihrer Tochter.

Um das Gebiet einzugrenzen, brauchen wir etwas mehr Informationen.

Hat Lilly hier mit anderen Kindern Freundschaften geschlossen?

Ja, aber Lilly ist fünf Jahre alt.

Sie wird nicht mitten in der Nacht jemanden getroffen haben

und die Zeit vergessen.

Wir haben den Urlaub mit der Freundin geplant,

damit die vier immer jemanden zum Spielen haben.

Sind das die Reservierungen? - Ja.

Darf ich? - Natürlich.

Wie ist es, dass die Kinder nicht zu Hause kommen?

Unser Sohn war gestern noch länger wach.

Haben Sie jeden Tag gewartet, bis die Kinder ... - Nicht immer.

Und warum gestern?

Nur hat sich die Nacht davor krank gefühlt

und hat plötzlich hohes Fieber bekommen.

Trotzdem haben Sie ihn und seine Schwester alleine gelassen.

Tagsüber war auch alles wieder in Ordnung.

Wir waren sogar zusammen am Strand. - Ja.

Sie haben öfter hier gegessen.

Laut der Reservierungsliste fast jeden Abend.

Es ist nichts anderes, als hätten wir zu Hause im Garten gesessen.

Wir brauchen eine detaillierte Beschreibung,

wie Sie das Appartement nach dem Verschwinden Ihrer Tochter

vorgefunden haben.

Können Sie den Zeitraum eingrenzen, in dem das Mädchen verschwunden ist?

Das muss so zwischen halb zehn und zehn passiert sein.

Woher wissen Sie das?

Weil Sie alle 30 Minuten nach Ihren Kindern geguckt haben.

Wir haben uns immer abgewechselt. Jeder von uns war mal bei Ihnen.

Waren Sie mal bei uns gegangen? - Nein.

Paula und David haben bei den Bischofs geschlafen.

Wir wollten, dass die Kinder zusammen sind.

Robert Bischof und Johanna Pohlmann

teilen sich in Hamburg zusammen in der Praxis.

Sie sind seit Jahren befreundet. - Waren Sie auch in dem Appartement?

Bevor Sie zum Essen gingen? - Nein. Wir waren im Lokal.

Erst als Lilly verschwunden ist, sind wir mit nach oben.

Dann können Sie uns nicht sagen, ob alle Türen und Fenster zu waren?

Doch. Ich hab die Fenster im Wohnzimmer selbst zugemacht.

Es ist ja nicht mein Appartement.

D.h., Sie wissen nicht, ob alle Türen und Fenster geschlossen waren?

Nein.

Und dann sind Sie gemeinsam ins Lokal gegangen? - Mhm.

Ja.

Anna Bischof ist gestern Abend eine halbe Stunde später gekommen.

Sie wollte wohl noch warten, bis die Kinder eingeschlafen sind.

Wir sollten einen Helikopter losschicken

und eine zweite Hundestange ... - Was soll das?

Die haben ihre Kinder fast jeden Abend allein gelassen.

Würdest du das mit deinen tun?

Nichts. Die Hunde haben nichts gefunden.

Ich geh zurück zu Johanna, ja?

Wir haben uns regelrecht verhört, Sarah, Niklas und mich.

Was wollten die von dir wissen?

Wann wir im Lokal angekommen sind,

wer den ersten Kontrollgang gemacht hat ...

Boah, die haben mir 1.000 Fragen gestellt.

Auch über die Tage davor.

Was hast du besagt?

Alles, was ich noch wusste.

Glaubst du, ich weiß noch, wann wir wo gewesen sind?

Haben sie dich auch gefragt, wie oft wir bei Jose essen waren?

Vielleicht sollten wir uns irgendwie absprechen, oder?

Was hat dir denn jetzt Noah gesagt?

Dass Lilly sich verlaufen hat und die Polizei nach ihr sucht.

Ja. Wir sollten auch los.

Wohin geht ihr jetzt?

Wir wollten noch mal alle Orte abklappern,

wo wir mit Lilly gewesen sind.

Also ...

Danke, dass wir beide übernachten dürfen.

Ist doch klar.

Kannst du die bei dir bunkern?

Was ist das? - Arzneimedikamente.

Ich will nur nicht, dass die da unten so umliegen.

Okay, komm.

Bis später.

Scheiße.

Na, komm. Wir wissen noch gar nicht, wer wir sind.

Verzeihung!

Frau Bischof! Bitte!

Sagen Sie uns doch genau, was passiert ist!

Lassen Sie uns in Ruhe, bitte!

Gehen Sie weg!

Frau und Herr Bischof, bitte! Warten Sie doch mal!

Herr Bischof, warten Sie!

Steigen Sie ein!

Na, machen Sie schon! Wir werden Sie nicht in Ruhe lassen!

Wir wollen nur wissen, was passiert ist!

Na, los! - Verzeihen Sie uns doch!

Peter Maywald. Ich wohne in dem Haus oberhalb der Fährenappartments.

Wir rotten sich da schon den ganzen Morgen zusammen.

Vielen Dank. - Wir kennen uns doch.

Wo wohnen Sie?

Ja, richtig.

Wo wollen Sie denn hin?

Unsere Tochter ist verschwunden.

Ja, es hat sich mittlerweile herumgesprochen.

Aber die Polizei wird sie finden.

Die machen gar nichts. Die stellen einfach nur Fragen.

Das sieht nur so aus.

Ich lebe seit 20 Jahren auf der Insel.

Ich kenne die spanische Mentalität.

Die suchen ihre Tochter, glauben Sie mir.

Können sie sich gar nicht leisten,

dass hier in so einem Fährenort plötzlich ein Kind verschwindet.

Also, wie? Wo wollen Sie hin? - Zum Leuchtturm.

Ich war gestern Mittag mit ihr. Es hat ihr richtig gut gefallen.

Sie müssten uns aber bitte zu unserem Wagen zurückfahren.

Kein Problem. Ich fahre Sie hin. - Danke.

* Spannungsgeladene Musik *

Sie hätte es nie alleine geschafft, hierherzukommen.

Wie alt ist sie denn?

Lilli.

Sie ist Lilli.

Lilli.

Na?

Na, wo waren Sie denn sonst noch mit ihr?

Ich meine, näher am Hotel.

Weißt du, wie ein Restaurantscafé ist?

Ihre Tochter könnte hier überall gesehen worden sein.

Die sollten wir alle abklammern.

Hat sie den Lieblingsplatz?

Am Strand. Aber da waren wir schon.

Und den Pool bei den Apartments.

Aber da haben wir auch schon gesucht.

Ich will trotzdem noch mal alles abfahren.

* Lachen *

Ich bin ein Hai! - Ja!

* Lachen *

Ich bin ein Hai! - Ja!

Papa, ich bin ein Hai!

Sehr witzig!

* Sanfte Klaviermusik *

* Sanfte Klaviermusik *

* Lachen *

Haben Sie ein Foto von Ihrer Tochter dabei?

Ja, auf dem Handy. - Kann ich mal sehen?

Vielleicht sollten Sie Flugblätter verteilen.

* Telefonklingeln *

* Telefonklingeln *

Ja? Ja.

Oh! Wohin sollen wir kommen?

Sorry, ich kann den nicht verstehen. Es ist wahnsinnig laut hier.

Anna, es ist ... - Okay, gut, wir kommen.

Es gibt eine Zeugin.

Die Frau hat ihn kurz nach 22 Uhr gesehen.

Hier auf der Straße, direkt vor dem Hotel.

Er hatte ein Kind auf dem Arm. - Das Kind hatte einen Schlafanzug an.

Sie ist entführt worden?

Wir sind nicht sicher, ob es Ihre Tochter war.

Ich kann kaum sagen, ob es ein Junge oder ein Mädchen war.

Können Sie den Schlafanzug von Lilly beschreiben?

Ich habe irgendwo ein Foto.

Sie können es mir auch melden.

Was ist mit dem Mann? Könnten Sie ihn beschreiben?

Es war zu dunkel.

Er hatte ungefähr Ihre Größe, helle Hose, dunkle Jacke.

An mehr kann sie sich nicht erinnern.

Er ist nur aufgefallen, weil das Kind einen Pyjama trug.

Und jetzt?

Bleiben Sie im Appartement Ihrer Freunde.

Wir melden uns bei Ihnen, sobald wir mehr wissen.

Wir können doch da nicht einfach nur rumsitzen.

Wenn Ihre Tochter nach Ihnen sucht ...

Dann in unserem Appartement. Warum können wir nicht dahin zurück?

Weil unsere Leute noch nicht fertig sind.

Was suchen die da? - Hinweise, die uns auf die Spur des Mannes bringen.

Sie glauben, dass Ihre Tochter entführt wurde.

Wir schließen keine Möglichkeit aus.

Hören Sie mal auf, mit uns wie mit Idioten zu reden.

Das tun wir. - Sie tun überhaupt nichts,

außer irgendwelche kleinen Fähnchen in Ihren Planbullen.

Unsere Leute ... - Sollten meine Tochter suchen.

Lilly ist fünf Jahre alt und ich ist ganz alleine da draußen.

Ich war fluch in den Tag, als wir auf Ihre Scheißinsel gekommen sind.

* sphärische Musik *

Besonders klug war das nicht.

Die brauchen wir.

Das ist Dir doch klar, oder?

Ich könnte Ihnen ein anderes Appartement besorgen.

Die werden freuen, es steht im Moment leer.

Dann sind Sie zumindest vor der Presse sicher.

Ja, das ...

... ist vielleicht eine gute Idee.

Könnten Sie nicht wenigstens Eure Sachen holen?

Die Polizei sucht im Appartement noch nach Spuren.

Wir sollen später noch mal hinkommen, wenn die Journalisten weg sind.

Ich geh schon. - Wer ist jetzt dieser Maywald?

Ein deutscher Künstler, der vor 20 Jahren aus München hierhergezogen ist.

Danke, dass ich noch mal bei dir bleiben kann.

Du bist doch selbstverständlich.

Ich weiß nicht genau, was ihr essen wollt.

Aber ich hab euch noch ein paar Klamotten von Sarah mir reingepackt.

Gib mir die Tasche. - Ihr braucht jetzt einen Anwalt.

Jemand, der euch hier vertritt.

Am besten ist, wir wenden uns an den deutschen Konsul.

Können wir zur Polizei gehen und "Bitte, bitte" sagen? Nee.

Wenn du einen Pass verloren hast, ist der Konsul euer Mann.

Aber bei einem Kind ...

Ich werd mal bei einer Kollegin aus meiner Konsolei fragen.

Wieso machst du das nicht?

Weil ich als Anwalt in Spanien keine Zulassung habe.

Außerdem geh ich zum Kreis der Verdächtigen. Du?

Das tun wir übrigens alle, auch du. Ohne Ausnahme.

Das ist das normale Vorgehen der Polizei.

* Spannungsvolle Musik *

Danke, dass Sie noch mal gekommen sind.

Ein Hinweis von Ihnen kann helfen, den Abend zu rekonstruieren.

Die Kinder von Johanna Pullmann haben auf den Sofas geschlafen

und Noah und Lilly hinten in ihrem Zimmer.

Wir bräuchten noch Ihre Fingerabdrücke.

Wofür?

Um zu wissen, welche von Ihnen sind und welche nicht.

Wie ist er denn reingekommen?

Das wissen wir noch nicht. Es gibt keine Einbruchspuren.

Vielleicht hat er hier Anschlüsse?

Hotelpersonal, ja. Wäre möglich.

Sind Sie sich sicher,

dass alle Türen und Fenster verschlossen waren?

Ich hab sie selbst zugemacht.

Aber die Tür zum Garten stand offen, als Sie zurückgekommen sind?

Ja. - Ich hab sie dann ganz aufgemacht.

Ich wollte nachher schauen.

Danke, dass Sie das auf sich genommen haben.

Vielen Dank.

Kannst du mir mal sagen, was das sollte?

* Vogelgezwitscher *

Hanna? - Hm?

Hast du dich hier schon mal gesehen?

Ja. - Danke.

Nein, wir sind doch da. - Ich glaub nicht an einen Hotelbestellten.

Einen Moment.

Wir arbeiten alle schon seit Jahren hier.

Und an was glaubst du dann?

Unser Kollege hat nur einen Fingerabdruck an der Tür gefunden.

Hanna Bischoff will die Tür zugemacht haben

und ihr Mann dann wieder auf.

Dann hat der Entführer das Fenster dazwischen abgeputzt,

um seine eigenen zu verwischen.

Die waren mit drei anderen Leuten essen.

* Spannungsvolle Musik *

Warum bist du noch in der Praxis?

Denkst du, was hier los war?

Ich habe den ganzen Tag nur Anrufe beantwortet.

Aber dafür ist doch der Anrufbeantworter da.

Wenn ich gewusst hätte, was hier für ein Chaos herrscht,

hätte ich euch nicht angeboten, zu helfen.

Na, wie geht's euch?

Habt ihr's schön?

* Wasserrauschen *

Was ist denn los?

Ist jemand krank?

Lilly ist verschwunden.

Wir suchen bereits nach ihr, die Polizei und ...

Wann ist das passiert? - Gestern Abend.

Und dann rufst du jetzt erst an?

Unter Dutzende Polizisten suchen nach ihr.

Aber das ist fast ein ganzer Tag her.

Keine Sorgen. - Keine Sorgen?

Du bist verrückt.

Du kannst doch von Deutschland aus eh nichts machen.

Tu mir den Gefallen und geh nach Hause.

Ich ruf dich an, sobald es was Neues gibt.

Du musst jetzt auch auflegen.

Ich meld mich, versprochen. Gleich morgen.

Tschüss.

Tschüss.

Wie hat sie reagiert?

Ich habe der Polizistin das Foto von Lillys Schlafhands zugebracht.

Sie haben den Flughafen und den Hafenmeister informiert.

Sie sollen aus einem Landesgeschäft werden.

So denken die aber.

Eine Frau hat einen Mann gesehen, der hatte ein Kind auf dem Arm.

Wenn du's auf Kinder abgesehen hast, wo würdest du hingehen?

Hier sind Tausende in Badehose, Bikini, nackt.

Wenn sich so ein Schwein an Kindern aufgeregt hat,

ist das doch der perfekte Ort.

Vielleicht hat ihr ja aufgelauert. Ist uns gefolgt.

* Musik *

* Musik *

Kurz nach zehn.

Da musst du doch schon im Appartement gewesen sein, oder?

Ihr seid kurz vor zehn von Rüssi weggegangen.

Das muss dem Mann mit dem Kind doch begegnet sein.

Bin ich aber nicht.

Vielleicht ist er auch zum Garten raus.

Oder war's gar nicht?

* Musik *

Hey.

Kannst du nicht schlafen?

Wir finden deine Schwester.

Deine Eltern tun alles, damit wir Lilly finden.

Glaub mir.

Warum hat er nicht mich mitgenommen?

Der Mann, der Lilly entführt hat.

Wer hat dir das gesagt?

Im Schwimmbäcken hat es einer erzählt.

Das ist überhaupt nicht gesichert.

Bitte hör nicht darauf, was die Leute reden.

Das ist meistens Unfug.

Nichts von dem, was passiert ist, ist deine Schuld.

* Musik *

Er hätte mich mitnehmen sollen.

* Musik *

Wieso ist denn da Licht in unserem Appartement?

Ich glaube, die Polizei hat ihn gelöst.

Nee, da. Schau mal.

* Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Das war das Zimmer mit dem von heute Mittag.

Okay, danke.

Nichts vom Flugplatz.

Ich ruf gleich noch mal die Hilfen an.

Man muss die Bischofs beobachtet haben.

Wie sonst hätte er wissen können,

dass die Kinder alleine im Appartement gewesen sind?

Einer Bischof hat ausgesagt, dass ihre Tochter bereits in der Nacht

vor ihrem Verschwinden von einem Geräusch geweckt wurde.

Sie hat es ihrer Mutter am nächsten Morgen erzählt.

Maria. - Ist okay.

Ist was passiert? - Ja.

* Spannungsvolle Musik *

Keiner von unseren Angestellten kann das Licht eingeschaltet haben.

Wir haben alle Schüsselkarten der Polizei übergeben.

Aber Sie haben sicher welche, die für alle Türen funktionieren.

Ihre Tür wurde natürlich umprogrammiert.

Es tut mir leid, was Ihrer Tochter passiert ist.

Aber für unsere Leute verbürgen wir uns.

Die junge Frau, die das Appartement neben uns gereinigt hat,

ist die neu? Die haben wir noch nie gesehen.

Sie arbeitet schon seit Jahren bei uns. Bis gestern hatte sie Urlaub.

* Spannungsvolle Musik *

Wir haben jetzt den Namen des Zimmermädchens.

Wir werden das überprüfen.

Aber wahrscheinlich hat doch einer unserer Kollegen das Licht angelassen.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Das war das Mädchen. Ich bin mir sicher.

Sie hat nur von hinten gesehen.

Bleiben Sie einen Augenblick!

Ich kenne die Frau, die Ihre Tochter gesehen haben will.

* Spannungsvolle Musik *

Etwa so? - Mhm.

Ja?

Maria, kannst du dich an irgendwas erinnern?

Die Nase, der Grummskleid.

Na ja.

Tut mir leid.

Versuch, was wär's.

* Spannungsvolle Musik *

Es war völlig umsonst. - Er wollte helfen.

Ein Mann ohne Gesicht. Wer soll ihn erkennen?

Wir fahren noch mal zur Polizei.

Okay, aber dann zum U-Bahnhof.

Okay.

Doch, ich weiß Ihr Angebot sehr zu schätzen.

Aber es wäre viel früher als besprochen.

* Stimmengewirr *

Nein, ich hab mich überhaupt nicht gegen Sie entschieden.

Aber Sie wissen, dass die Praxis mir nicht alleine gehört.

Ich melde mich spätestens morgen, und ich versuche, da zu sein.

Noah, gehst du mal nach hinten, bitte?

Sie sind Frau Pohlmann, die Freundin der Familie Bischof.

Genau Sie hab ich gesucht. Ich hab einen Vorschlag für die Bischofs.

* Spannungsvolle Musik *

Der Bürgermeister und die Behörden werden versuchen,

das Verschwinden ihrer Tochter aus den Medien rauszuhalten.

Weil sie befürchten, dass die da draußen sonst nicht wiederkommen.

Und genau das wird passieren, wenn die Feriengäste glauben,

dass ihre Kinder hier nicht mehr sicher sind.

Davor haben wir alle Angst.

Die Hotels, die Restaurants, alle.

Noch sucht die Polizei nach ihrer Tochter.

Nicht, um Lilly zu finden,

sondern weil sie die da draußen beruhigen wollen.

Aber eines Tages werden sie die Suche abbrechen.

Das muss Ihnen klar sein.

Dann brauchen Sie Verbündete, Menschen,

auf die Sie sich verlassen können. - Und das sind Sie?

Wenn Sie mein Angebot annehmen. - Was haben Sie denn davon?

In erster Linie wollen wir helfen.

Wir? Wer ist wir?

Ich vertrete die auflagenstärkste Zeitung auf der Insel.

Mein Chefredakteur wäre bereit ... - Super Idee.

Bitte einfach mal nur zuhören. Einfach mal nur zuhören.

* Spannungsvolle Musik *

Wir bieten Ihnen eine Plattform, auf der Sie gehört werden.

Auf der Sie die Leute da draußen ansprechen können.

Sie bitten können, sich an der Suche nach Ihrer Tochter zu beteiligen.

Selbst dann noch, weil die Polizei nichts mehr tut.

Zumindest hat sie mal einen Plan.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Und, was Neues? Nein?

Leider nicht.

Hallo. - Hallo.

Und?

Was ist mit Lilly?

Wir suchen sie noch.

Wisst ihr schon, wer sie entführt hat?

Das ist doch noch gar nicht sicher.

Was haltet ihr davon, wenn wir den Kindern was machen?

Wasserpark oder was mit dem Boot?

Ja? - Danke.

Los geht's.

Willst du mit zum Wasserpark? - Ja, ist doch eine gute Idee.

Ja, komm. Ja, Noah, komm mit.

Was rennt ihr denn einfach so weg?

Das ist doch ein super Angebot. - Ach, Johanna, so Quatsch.

Da geht's doch gar nicht um uns.

Sie will 'ne Geschichte, 'ne Schlagzeile.

Ja, natürlich will sie 'ne Schlagzeile.

Aber sie würde die Leute hier auf euch aufmerksam machen.

Jeder hier würde die Augen aufhalten, nach Lilly Ausschau halten.

Was wollt ihr denn sonst tun? - Instagram, Facebook, X.

Und hoffen, dass irgendwo irgendwer das liest, ja? - Ja.

Diese Zeitung kauft hier jeder.

Hier und nicht irgendwo auf der Welt.

Mit der Hilfe dieser Frau

würdet ihr die Menschen auf der ganzen Insel erreichen.

Glaubst du, das weiß ich nicht?

Und Noah tut das alles überhaupt nicht gut. - Noah?

Er ist komplett überfordert mit der Situation.

Er muss zurück nach Deutschland. - Wie soll das denn gehen?

Er hat doch deine Mutter. - Meine Mutter? Quatsch, nein.

Und mich. Ich kann ihn mitnehmen.

Du willst zurück?

Ich kann auch meinen Kindern diesen Stress nicht länger zumuten.

Die werden ständig angequatscht, angestarrt.

Diese Journalistin war nicht die Erste.

Geht's um die Kinder? - Hör auf damit.

Beantworte mir die Frage.

Irgendjemand muss sich um die Praxis kümmern.

Du gehst also nicht davon aus, dass wir Lilly bald finden?

Ich weiß es nicht. Keiner weiß es.

Die Praxis öffnet nächste Woche. Wann willst du weg?

Morgen oder heute schon?

Wir haben letztes Jahr viel Geld in die Praxis investiert.

Ich habe viel Geld in die Praxis investiert.

Geld, das ich mir von meinen Eltern ausgeliehen habe.

Ich kann das Geld zurückzahlen. - Ach ja? Von was denn?

Du arbeitest doch überhaupt nicht mehr.

Du, er bleibt hier. - Okay. Eure Entscheidung.

Ist das der Tisch, an dem Sie immer sitzen?

Ja.

Danke, dass Sie gekommen sind.

Haben Sie den schon mal gesehen?

Nein. Was ist mit dem?

Er ist gestern aus der Ferienanlage aufgefallen.

Eine Frau hat ihn fotografiert, weil er ihre Tochter beobachtet hat.

Ist es so? - Nein.

Hier gibt es viele, die nicht gemeldet sind.

Aber Sie suchen ihn? - Natürlich.

Warum sollten wir das nicht tun?

Ich wollte mich noch für das letzte Mal entschuldigen.

Ich habe selber zwei Kinder.

Wir haben Haare von einem Tier gefunden,

auf dem Bett Ihrer Tochter.

Die Katze? - Mhm.

Da war mal so eine streuende Katze, die zu uns ins Apartment kam.

Kann es sein, dass Lilly das Fenster für Sie geöffnet hat,

damit sie rein oder raus kann? - Das weiß ich nicht.

Aber Sie haben rausgeschaut? - Ja.

Haben Sie es dann angefasst, um es wieder zu schließen?

Nein, ich bin sofort in die anderen Zimmer gerannt.

Aber Sie haben es dann ganz aufgeschoben?

Ja, ich habe rausgeschaut. Das habe ich schon gesagt.

Ich wollte nur sichergehen, es richtig notiert zu haben.

Haben Sie vielen Dank.

Bitte bleiben Sie auf den Handys erreichbar.

Wir melden uns bei Ihnen, wenn wir mehr wissen.

* Spannungsvolle Musik *

Nur einen Fingerabdruck.

Aber beide wollen die Tür angefasst haben.

Nur um das noch mal klarzustellen.

Hinter der Familie Bischof steht eine renommierte Hamburger Kanzlein.

Das sollten Sie nicht vergessen.

Wenn wir jetzt schon einander bedrohen,

können wir das nicht gleichlassen.

Keiner bedroht hier irgendwen.

Wir sollten uns nur alle möglichst professionell verhalten.

Natürlich. - Gut, dann können wir anfangen.

Meine Mandanten sind bereit, Ihnen Fotos zur Verfügung zu stellen,

Interviews zu geben und Sie über die Ermittlungen

auf dem Laufenden zu halten. - Exklusiv?

Solange Ihre Zeitung zum Auffinden von Lilly Bischof beiträgt, ja.

Sollten Sie jedoch gegen die Interessen der Familie Bischof

handeln, erlischt diese Vereinbarung ohne vorherige Abmahnung.

Sie machen das Richtige, glauben Sie mir.

Wie lange ist das her? - So ein halbes Jahr.

Haben Sie auch ein Foto von sich?

Fotos der Eltern sind nicht Gegenstand unserer Vereinbarung.

Die Leute sollten wissen, an wen sie sich wenden können.

Sonst müssen sie darauf vertrauen,

dass die Polizei wirklich allen Hinweisen nachgeht.

Okay, wenn ich das hartschriftlich vermerke? - Klar.

Was ist das?

Das ist der Mann, der in der Nacht vor dem Apartment gesehen wurde.

Wenn Sie wollen, können Sie das auch veröffentlichen.

Einen Mann ohne Gesicht?

Es tut mir leid, so was wird Ihrer Tochter nicht helfen.

Morgen früh erscheint mein erster Artikel.

Solange man Lilly nicht findet, wird es nur einer von vielen sein.

Sorgen Sie dafür, dass man über Ihre Tochter spricht.

Wenn die Leute nicht mehr über Sie reden,

wird auch die Polizei Ihre Ermittlungen einstellen.

Das öffentliche Interesse ist Ihre schärfste Waffe.

* Spannungsvolle Musik *

Unsere Tochter Lilly ist vor drei Tagen

aus diesem Apartment da oben verschwunden.

Lilly ist fünf Jahre alt.

Und sie wird jetzt da draußen irgendwo wohnen.

Bitte helfen Sie uns, unsere Tochter zu finden.

Wenn Lilly bei Ihnen ist,

dann lassen Sie unsere Tochter bitte nach Hause gehen.

Sie ist noch so jung und hat Angst und will zu ihren Eltern zurück.

* Spannungsvolle Musik *

Richtige Entscheidung?

Nein, bleibt nichts anderes übrig.

Sie können nicht selbst alle Straßen abfahren.

Die Polizei, die wird sich ...

Die Polizei wird nicht ewig suchen, Sarah.

Da hat die Journalistin schon recht, so was kostet.

Die Suchtrupps, Hubschrauber, das ist Wahnsinn.

* Glockenläuten *

Was?

Was ist?

Geht's um das Kind?

Sie sagen, wir können es gleich abholen.

* Spannungsvolle Musik *

Wir melden uns bei Ihnen. Vielen Dank. - Ja, danke.

Sie hätten das mit uns absprechen müssen.

Ist Ihnen nicht klar, was Sie damit auslösen?

Wir halten Hunderte von Anrufen. - Genau das wollten wir.

Jeder dieser Hinweise ist eine Chance, unsere Tochter zu finden.

Ich bräuchte zehnmal so viele Leute, um die Hälfte davon abzuarbeiten.

Leute, die mir jetzt fehlen, um die wichtigen Spuren zu verfolgen.

Die meisten von diesen Leuten wollen nur einmal in ihrem Leben wichtig sein.

Während Sie diesen Wichtig-Toren eine Stimme geben,

läuft Ihrer Tochter die Zeit davon.

No.

Es tut mir leid.

Ich glaube, Sie sollten jetzt gehen.

Haben Sie Informationen zu unseren Ermittlungen rausgegeben?

Es gibt Gründe, warum wir die Presse nicht über Ermittlungen informieren.

Es sollte auch in Ihrem Interesse sein,

dass der Entführer nicht weiß, wo wir nach ihm suchen.

Guten Tag, ich bin die Anwältin der Familie Bischoff.

Von jetzt an bitte ich Sie, solche Gespräche nur in meiner Anwesenheit

zu tätigen. - Ist Ihnen klar,

was Sie dem Todesurteil unterschreiben?

Er kann ihr die Haare färben, sie schneiden.

Aber in dieser Nabel dürfte er auch in 30 Jahren noch zu erkennen sein.

Hoffen Sie, dass er das noch nicht kapiert hat.

Das ist nur eine Vermutung.

Und wenn die Polizistin recht hat? Wenn die Lilly jetzt wirklich was antun?

Wir können die Artikel stoppen und eine einstweilige ...

Das Foto ist raus! - Was soll das jetzt noch bringen?

* Schuss *

* Stimmengewirr *

* Stimmengewirr *

Ich glaube, wir haben ihre Lilly gesehen.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Es tut mir leid.

* Spannungsgeladene Musik *

* Vogelzwitschern *

* Spannungsgeladene Musik *

Noah?

Hey, Großer. Alles okay?

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Habt ihr sie gefunden?

Das werden wir.

Ganz bestimmt.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Unser Flieger geht in drei Stunden.

Wenn ihr es euch anders überlegt, hol ich ihn persönlich ab, ja?

Ich bin da für dich, ja?

* Spannungsgeladene Musik *

Hey.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Telefonklingeln *

Bischoff?

Frau Bischoff, wir haben vielleicht eine Spur Ihrer Tochter.

Können Sie kommen? - Wo genau ist das?

Es ist etwas außerhalb.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Du bleibst hier.

* Spannungsgeladene Musik *

Ein Bauer will, dass Kinder dort hinten gesehen haben.

Er hat sich noch gewundert, was es hier alleine macht,

dann war es plötzlich weg.

Wir haben meine Kamera an dem Brunnen reingelassen.

Nach zehn Metern konnten sie das Kleidungsstück sehen.

Ist das Ihr Schlafanzug? - Können wir noch nicht sagen.

Das ist ein Mann von uns. Wann die Stadt rankommt, wissen wir noch nicht.

* Spannungsgeladene Musik *

Anna, bitte.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Es tut mir leid.

Ich hätte auf sie aufpassen müssen.

Ich hätte auf Lilly aufpassen müssen.

Sie hat dich lieb.

Das hat sie mir an dem Tag noch gesagt.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Ich hab was.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Sie haben niemanden gefunden, nur ein Hemd von einem Erwachsenen.

* Spannungsgeladene Musik *

Und? Was Neues von der Klan?

Nein.

Sie ist jetzt eine ganze Woche weg.

Vielleicht hilft das.

Wenn sie noch lebt.

Hast du Besuch? - Nein.

Ich dachte, ich hätte jemanden auf deiner Terrasse gesehen.

* Spannungsgeladene Musik *

Danke.

* Spannungsgeladene Musik *

* Spannungsgeladene Musik *

Hey. - Hey.

Wir haben es schon gehört.

Wisst ihr schon, wie wir jetzt weitermachen?

Ihr habt uns schon so viel geholfen.

Wir sind eine ganze Woche da, da können wir euch auch helfen.

Sarah will das so und ich auch.

Danke.

Sag mal, wie lange kennt ihr den Maiwald eigentlich schon?

Der schleicht immer um euch rum.

Findest du das nicht komisch?

Dass er diese Zeichnung gemacht hat, euch eine Wohnung besorgt.

Er will uns doch nur helfen.

Das wollen wir auch, aber wir lauern euch nicht auf.

Als er euch plötzlich mit dem Auto den Weg abgeschnitten hat.

Der hat euch doch regelrecht dazu gezwungen, einzusteigen, oder?

Ich hab mir mal sein Haus angesehen.

Das ist genau oberhalb von unseren Apartments.

Und die Tapasbar kann man auch wunderbar einsehen.

Was ist, wenn er euch nur die Hilfe anbietet,

weil er wissen will, was die Polizei als Nächstes macht?

Das glaubt ihr nicht wirklich, oder?

Dann sollten wir das auch nicht tun.

Was schlagt ihr vor? Sollen wir ihn jetzt verfolgen?

Warum nicht?

* Spannungsvolle Musik *

Geh zu seinem Auto.

* Spannungsvolle Musik *

* Klacken *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Telefonklingeln *

Ja? - Wo seid ihr?

Habt ihr eine Ahnung, wo ihr hinwollt?

Wir sind gerade raus aus Mirador.

Ich glaub nicht, dass er so schnell wieder nach Hause fährt.

Du hast also genug Zeit. - Alles klar.

Pass auf, dass wir nicht verlieren.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Entschuldigung, hallo!

Was machen Sie denn da?

Ich hab mich nur ausgesperrt.

Alles klar. - Danke.

* Spannungsvolle Musik *

Sind Sie nicht der aus der Zeitung mit der Tochter?

Alles Gute, ja? - Danke.

* Telefonklingeln *

Ja?

Herr Bischof, können Sie bei uns vorbeikommen?

Wir haben Kontakt zu allen Feriengästen aufgenommen,

die in der Zeit wie Sie Ferien in Mirador gemacht haben.

Die meisten haben uns Ihre Urlaubsfotos zur Verfügung gestellt.

Wenigstens dafür war Ihr Zeitungsartikel gut.

Ich muss die alle runterladen.

Wir löschen alles sofort wieder, wenn wir es nicht mehr brauchen.

Was soll das bringen?

Die suchen die Fotos nach Ihnen, Ihrer Frau und den Kindern.

Wahrscheinlich sind Sie nur zufällig auf die Aufnahmen geraten,

stehen im Hintergrund herum.

Aber vielleicht sind Sie nicht die Einzigen,

die auf die Aufnahmen geraten? - Doch, Tausende.

Aber wenn wir jemanden finden, der öfter als einmal

zur selben Zeit am selben Ort wie Sie zu sehen ist,

dann ist das vielleicht unser Mann.

Dann bekommt der Entführer Ihrer Tochter ein Gesicht.

Wo ist Ihre Frau?

Die kümmert sich um meinen Sohn, also um Noah.

Ihr Handy brauchen wir auch.

Ja, ich sag ihr Bescheid.

* Klingeln *

Ah! Ta-da!

Sechs doch. Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs.

Du hast geschummelt. Das war eine Fünf.

Nein, das war erst eine Sechs, dann ist es gehüpft auf eine Fünf.

Hat sie dich rausgehauen? - Ich hab gewonnen.

Ich bin die Unschuld in Person. Das ist der Würfel.

Kann ich? - Ja.

Okay, ich setz zurück und wir spielen gleich weiter.

Ja, mal sehen.

Danke dir.

Er mag dich.

Noah hat erzählt, dass Anna nicht seine Mutter ist.

Ja, ich war schon mal verheiratet.

Hm.

Sie ist gestorben.

Krebs.

Das tut mir leid.

Ich hab Anna von sechs Jahren kennengelernt.

Aber Noah sagt, ihr streitet oft.

Streitet ihr nie?

Könnte mehr sein.

Und?

Wir sind über die ganze Insel gefolgt, aber nichts.

Er hat Material eingekauft, Kunden beliefert, so was.

Irgendwann haben wir ihn dann verloren.

Sicher, dass er euch nicht bemerkt hat?

Nein, jeder zweite Tourist wird so in Ordnung.

Wir müssen die Polizei informieren. - Nein, Anna!

Nach 72 Stunden wird die Wahrscheinlichkeit,

einen Entführungsopfer zu finden, immer geringer.

Du warst dabei, als Gomez das gesagt hat.

Lilly ist seit einer Woche weg.

Wenn Maywald misstrauisch wird ...

Vielleicht versteckt er sie in seinem Haus.

Vielleicht ist es sinnlos, ihm hinterherzufahren.

Wenn er bemerkt, dass wir ... - Wer sagt, dass das überhaupt war?

Niemand, aber ich denke, wir lassen euch mal ein.

Warum denn? Ihr habt doch gesagt, ihr helft uns.

Wir helfen euch. - Sie wissen genauso gut wie wir,

was auf dem Spiel steht.

Also, was würdest du tun? Würdest du zur Polizei gehen oder nicht?

Das ist nicht meine Entscheidung.

Du musst nichts entscheiden, ich will einfach nur deinen Rat.

Den kann ich dir nicht geben.

Wenn es dein Kind wäre,

wenn du für dein Kind diese Entscheidung treffen müsstest,

dann würdest du zur Polizei gehen oder nicht.

Entscheide dich, euch läuft die Zeit davon.

Ich würde noch warten.

Wenn er Lilly was antun wollte, dann hätte er es längst getan.

Und wenn nicht, dann wird das auch nicht.

Ich denke, wir sollten an ihm dranbleiben.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Sie hätte dich nicht so unter Druck setzen dürfen.

Wenn mein Kind verschwunden wäre,

dann würde ich mindestens genauso um mich schlagen, wirklich.

Langsamer, halt mehr Abstand.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Gut so, wir waren zu nah dran.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Noch weiter.

Also, hier drin wird er sie wohl kaum versteckt haben.

Ja.

Was ist das überhaupt für ein Gebäude?

Schauen wir das mal an.

Er steht da immer noch.

Weglassen!

* Spannungsvolle Musik *

Stehenbleiben! Stehenbleiben!

Was haben Sie sich nur dabei gedacht?

Wie konnten Sie so dumm sein, den Mann auf eigene Faust zu verfolgen?

Sie sind Anwalt. Sie sollten genau wissen, dass nur die Polizei ...

Sie haben völlig recht, das war falsch, aber wir ...

Kein "aber", es war falsch, Punkt.

Das ist das Einzige, was Sie endlich kapieren müssen.

Wir ermitteln, wir, nicht Sie.

Oder glauben Sie, die spanische Polizei kann das nicht?

Wir hatten Angst, dass Sie unseren Verdacht nicht ernst nehmen.

Von was für einem Verdacht reden Sie eigentlich?

Er hat Ihnen freundlicherweise seine Hilfe angeboten,

hat Ihnen eine Wohnung besorgt. Wollen Sie ihm das zum Vorwurf machen?

Er hätte uns von seinem Grundstück aus beobachten können.

Wir müssen wissen, wo Lily verschwunden ist,

nicht in dieser Tippersbarre.

Es tut mir leid.

Ich weiß, wie verzweifelt Sie sind.

Fahren Sie nach Hause.

Tut uns leid, dass das alles so passiert ist.

Und Sie hören endlich auf, Räuber und Gendarm zu spielen.

Was brauchen Sie auch dann nicht?

Erst mit 90-prozentiger Sicherheit allein im Haus.

Außer das Mädchen ist im Keller, da kann die Kamera Sie nicht sehen.

Laut Bauplan gibt es keinen Keller.

Die Bischofs hätten uns mit ihrer Sherlock-Holmes-Nummer

beinahe alles kaputt gemacht.

Ich weiß, warum er hierhergekommen hat. Sonst hätte er die Füße stellen.

Wo versteckt er das Mädchen?

Was, wenn er jetzt nicht mehr zu ihr fährt?

Wenn er sie einfach in ihrem Versteck sterben lässt?

* Spannungsvolle Musik *

Geh hier.

Anna. - Du sollst weggehen.

Ich weiß nicht mehr, was wir tun sollen.

Suchen.

Bis wir sie finden.

Und wenn nicht?

Das ist, wenn wir sie nicht mehr finden.

Ich weiß nicht, wie ich damit weiterleben soll.

Ich hätte sie niemals alleine lassen dürfen.

Hör auf, Anna, das bringt doch nichts.

Er hat mich geküsst.

Oder ich hine, ich weiß es nicht.

Deswegen war ich nicht rechtzeitig im Apartment.

* Spannungsvolle Musik *

Wir waren alle angetrunken. - Hör auf, dir das schönzureden.

Ich hab mit Niklas rumgemacht, weil wir das nicht mehr tun.

Ich war nicht bei meinem Kind,

weil wir unsere Probleme nicht in den Griff kriegen.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Wo ist Papa?

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Isabel, hier die Auswertung der Fotos, auf die du gewartet hast.

Danke.

Jetzt haben wir ihn.

* Sirene *

* Spannungsvolle Musik *

Die Spuren sichern uns alles, Hauswirts und Andere.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Wo waren Sie an dem Abend? - Zu Hause.

Irgendjemand, der das bezeugen kann?

Mein Telefon. Aber das haben Sie sicher schon überprüft.

Heißt nicht, dass Sie auch da waren.

Ich war seit Jahren allein. Das kann jetzt niemand bezeugen.

Warum haben Sie dem Bischof am nächsten Tag Ihre Hilfe angeboten?

Weil ich das richtig fand. - Wollten Sie von sich ablenken?

Um zwei Menschen zu helfen, deren Tochter entführt worden ist.

Das sind Aufnahmen aus der Woche vor der Entführung.

Drei verschiedene Tage, drei verschiedene Orte.

Immer sind Sie in der Nähe der Bischofs.

Wollten Sie den Tagesablauf der Familie ausspähen?

Keine Ahnung, wie ich auf die Fotos gelangt bin.

Wahrscheinlich wollte ich Besorgungen machen.

Am Strand? - Ja, ich lebe hier.

Ich gehe einkaufen.

Ich habe Termine, und manchmal bin ich auch am Strand.

Auf einem der Fotos sieht man, dass Sie Lilli Bischof fotografieren.

Da sieht man bloß, dass ich irgendwas fotografiere.

Prüfen Sie doch mein Handy.

Da werden Sie keine Fotos von dem Mädchen finden.

Weil Sie die Fotos nach der Entführung gelöscht haben.

Ich habe das Mädchen nicht beobachtet und nicht entführt.

Sie haben keine Frau.

Na und? - Sie haben keine Freundin.

Ich habe auch keinen Hund.

Sie spricht nicht auch gegen mich. - Interessieren Sie Frauen nicht?

Jetzt wird's aber ...

Ich hatte eine Freundin, so wie jeder normale Mann.

Das ist lange her.

Wir haben den Namen Ihrer Freundin in den Telefonkontakten gefunden.

Es war keine glückliche Beziehung, sagt sie.

Wer kann das von seiner Beziehung behaupten?

Es gab Vorfälle, die Ihre Freundin irritiert haben.

Vorfälle mit ihrem Kind.

Sie ist eine sehr böse Frau, die böse Gerüchte in der Welt setzt.

Sind Sie deswegen aus Deutschland weg? Hierher?

An einen Ort, an dem Sie kleine Kinder

frei Haus am Strand geliefert bekommen?

Was hat er gesagt? - Sie können hier nichts tun.

Er muss doch was gesagt haben.

Nichts, was auf den Verbleib Ihrer Tochter hinweist.

Aber er war es doch. - Das wissen wir noch nicht.

Ich hoffe, dass Sie ihn beseitigen. - Wie wollen Sie ihm das nachweisen?

Sie hätten uns sagen müssen, dass Sie ihn verdächtigen.

Lassen Sie mich mit ihm sprechen.

Auf gar keinen Fall. - Wir sind Lillys Eltern.

Vielleicht wird er uns sagen, wo ...

Er ist über eine Woche mit Ihnen rumgefahren.

Hat ein Phantombild des Entführers gezeichnet.

Sie glauben doch nicht, dass er Ihnen gegenüber die Tat zugeht.

Das ist seine einzige Chance, aus der Sache herauszukommen.

Die einzige Chance ist es, uns das Versteck Ihrer Tochter zu verschweigen.

* Spannungsvolle Musik *

Habt ihr das überprüft? - Sie ist noch dran.

Sie haben doch was. Was haben Sie?

Ich bitte Sie, ganz kurz.

Das ist die Liste der Namen. - Anna!

Hey, Herr Bischof!

Anna! - Lass mich!

Anna, bleib stehen!

* Spannungsvolle Musik *

Anna!

Anna! - Wo ist sie?

Hey! - Was hast du mit ihr gemacht?

Was hast du mit ihr gemacht?

Du Schwein!

Du verdammtes Schwein!

Gehen Sie!

Sofort!

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

Niklas?

Und?

Was ist passiert?

Haben Sie Lilli gesehen?

* Sie schreit. *

Steh nicht ran!

Okay. Ich bin okay.

* Spannungsvolle Musik *

Es geht schon.

* Spannungsvolle Musik *

* Stimmengewirr *

Hört mal auf zu schreiten!

Du, ich hab gehört, ihr habt diesen deutschen Künstler verhaftet.

Ja, haben sie, aber sie haben sie nicht bei ihm gefunden.

Es tut mir so leid.

Wann kommt ihr wieder?

Ohne Lilli?

Ja, entschuldigen.

Das würde ich auch nicht machen.

Ist schon okay.

Robert, es fällt mir schwer, das zu sagen, aber ...

Ich möchte, dass wir Investoren in die Praxis reinholen.

Ich hab schon mit welchen gesprochen. Die wären bereit.

Was?

Du willst die Praxis verkaufen?

Das ist eine einmalige Chance.

Du kannst die Praxis nicht verkaufen. Die gehört auch mir.

Ja, aber das Geld, das wir letztes Jahr in das MRT investiert haben,

war meins. Wir sind hochverschuldet.

Ende der Diskussion. Wir verkaufen nicht.

Ich weiß, es ist der blödeste Zeitpunkt überhaupt.

Können wir diskutieren, wenn ihr wieder da seid?

Hast du schon unterschrieben? - Das sind gute Leute.

Die tragen das finanzielle Risiko und mischen sich nicht ein.

Anna, hast du oder hast du nicht?

Die interessieren sich für Hunderte von anderen Praxen.

Wir können froh sein, wenn die nicht abspringen.

Robert?

Ich muss zurück nach Hamburg, sonst verlier ich die Praxis.

* Spannungsvolle Musik *

Herr Bischof? - Schön, guten Morgen.

Ich habe Ihnen die Post auf den Schreibtisch gelegt.

Wenn Sie wollen, kann ich Sie sagen ... - Danke.

Ich mache das hier für uns beide. - Rätsel mir keinen Scheiß an.

Wir haben uns jahrelang krummgelegt, um das hier aufzubauen.

Das willst du jetzt einfach wegwerfen?

Im Gegenteil, ich will endlich was davon haben.

Ich habe keine Lust mehr,

fünf Tage die Woche von morgens bis abends an der Liege zu stehen.

Es hat mich meine Ehe gekostet.

Und ich ziehe jetzt zwei Kinder alleine groß.

Ich darf nicht sagen, dass man sich tun darf.

Du interessierst dich doch nicht mehr für die Praxis.

Wie oft habe ich im letzten Jahr deine Patienten übernommen

oder eine Vertretung für dich eingestellt?

Anna und ich hatten Probleme. - Das weiß ich, das habe ich mitbekommen.

Glaubst du wirklich, du kannst hier einfach so weitermachen?

Wie soll das gehen?

Seit wann ist Lilly jetzt weg? Seit zwei Wochen?

Wer weiß, wann ihr sie findet und ...

Und ob du dann überhaupt noch arbeiten kannst.

Es tut mir leid, dass ich dir das so sage,

aber wir beide sind seit 35 Jahren befreundet.

Verstehst du das nicht?

Diese Leute sind eine Riesengelegenheit für uns.

Wir hätten Geld für mehr Platz, für mehr Arbeitskräfte.

Wir wären auf einen Schlag alle unsere Schuldenlosen.

Und du wärst frei.

* Melancholische Musik *

* Melancholische Musik *

* Melancholische Musik *

* Melancholische Musik *

* Melancholische Musik *

* Melancholische Musik *

* Schuss *

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

* Kameraklicken *

* Spannungsvolle Musik *

Die haben ihn wieder rausgelassen. Das weiß ich noch nicht.

Ich schreibe den Artikel gleich hier und melde ihn euch.

Ja, spätestens in einer Stunde.

* Spannungsvolle Musik *

Nein.

Wir haben geschlossen.

Aber du hast doch Gäste auf der Terrasse.

Die zahlen gerade.

Wir konnten ihm weder nachweisen, dass er das Mädchen entführt hat,

noch dass er an der Entführung beteiligt war.

Du willst es nicht aufgeben. Was haben wir denn schon?

Nichts! Seit zwei Wochen nichts!

Nur der Täter, den die Bischofs uns eingeredet haben.

Alle Indizien, die wir haben, haben wir von Anna und Robert Bischof.

Die einzigen, die wir nicht überprüft haben.

Die haben Alibis. Zeugen, die zur Tatzeit bei ihnen waren.

Wenn die Bischofs was damit zu tun haben,

warum zerren sie das Ganze immer wieder in die Öffentlichkeit?

Um von sich abzulenken.

Der Fingerabdruck aus dem Fenster über Lilies Bett

stammt von Anna Bischofs.

Warum hat ihr Mann ausgesagt, das Fenster geöffnet zu haben?

Seit wann weißt du das?

Anna Bischof hat die letzten beiden Kontrollgänge

mit ihrem Mann verfolgt.

Du hast hinter meinem Rücken ermittelt.

Was, wenn sie Zeit gebraucht hat, den Unfall zu kaschieren?

Hast du dich nie gefragt, warum die Kinder nicht aufgewacht sind,

als sie das Apartment durchsucht haben?

Die haben das Licht angeschaltet, Schränke aufgerissen,

nach ihr gerufen, und trotzdem musste Johanna Pullmann

ihre Kinder schlafend ins Apartment rübertragen.

Genau wie Noah, der sich mit seiner Schwester ein Zimmer geteilt hat.

Vielleicht konnten die nicht aufwachen,

weil jemand dafür gesorgt hat, dass sie schlafen.

Was, wenn's bei Lili schiefgegangen ist?

Alles noch mal, vergesst den Artikel. Ich schicke euch eine neue Headline.

Sie müssen bitte mit uns ins Büro kommen.

Warum? Ich warte gerade auf Noah.

Es sind noch Fragen aufgetaucht.

Was für Fragen?

Sollten wir besser nicht hier besprechen.

Frau Bischofs Anwältin ist schon informiert.

Sie wird in wenigen Minuten hier sein.

Es sind lediglich Fragen zur Aufklärung.

Das verschwinden sie ihrer Tochter.

Anna, du musst das nicht machen. - Wir sollten jetzt gehen.

Ich ruf Robert an.

Könntest du dir vorstellen, das Haus zu verkaufen?

Was soll ich denn da lehnen?

Wir suchen dir eine Wohnung, Mama.

Ich werde sonst die Praxis verlieren.

Entschuldigung.

Bischof?

Sie haben Anna verhaftet.

Lassen Sie uns noch mal über den Abend sprechen.

Roberts Sohn hatte die Nacht zuvor Fieber.

Ich wollte sichergehen, dass er schläft.

Haben Sie ihrem Sohn Medikamente gegeben?

Medikamente, die helfen sollten, dass er durchschläft?

Nein. - Nein?

Du warst gegen das Fieber.

* Spannungsvolle Musik *

Sie sind verrückt. Die dürfen uns hier gar nicht sehen.

Wir tun das Richtige.

Für uns und das Kind.

* Spannungsvolle Musik *

Die Lutsch.

* Spannungsvolle Musik *

* Spannungsvolle Musik *

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* Klingelton *

* Klingelton *

* Klingelton *

Untertitel der Amara.org-Community

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