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Original subtitles

Wieviel? - Die Bauarbeiten?

Um die 50, 60.000.

Euro? - Ich verstehe immer noch nicht, woher wir das Geld für das alles hernehmen.

Sagen wir, dass es ein kleiner Balanceakt ist,

bei dem es einem manchmal schwindlig wird.

Ihre Treue zu Fromenger ist wunderbar.

Aber sind Sie sicher, dass es in seinem Vorhaben

nichts zu hinterfragen gibt?

Wovon sprechen Sie? - Hast du denn nicht verstanden, dass du tot bist?

Vom rechtlichen Standpunkt aus, bist du für all das hier verantwortlich.

Wer ist der Richter? - Dein Kumpel Boddet, er kennt ihn bestens.

Du musst mir helfen, dass Luc zu seinen Gunsten interveniert.

Ich habe Ihnen eine Exemplar der Akte Fromenger mitgebracht.

Wie sollen wir nun mit der Prozedur weiter verfahren?

Für mich steht es fest, Eure Exzellenz.

Quentin schläft noch.

Ich wusste nicht, ob ich dir eine Mail oder einen Brief schicken soll.

Schließlich habe ich gedacht, dass beides nicht sehr mutig wäre.

Was wolltest du mir so Wichtiges sagen?

Ich wollte dir sagen, dass du diesen Kuss

vergessen musst.

Du hast Recht.

So würde ich es lieber nicht anstellen, junger Mann.

Sie haben von uns und dem Seminar noch viel zu lernen.

Ich denke ständig daran, Pater. Ich sehe mich mit diesem Jungen.

Die Details drängen sich mir dämonischerweise auf.

Willst du sagen, das seien Fantasmen? - Albträume.

Nachts und auch am Tag.

Glauben Sie, dass ich zu schwach bin? Dass meine Sünde zu groß ist?

Gott hat dir vergeben, mein Sohn.

Aus dem Tiefsten der Sünde und des Leids, und er liebt dich.

Und er verurteilt dich nicht. Er sagt dir:

"Geh und sündige nicht mehr".

Und wieso fühle ich mich dann so schuldig?

Wissen Sie, was ich mit dem Geld machen wollte?

Eine Weihnachtsprämie für meine Angestellten.

Ich mache keinen Unterschied zwischen Rasse und Religion.

Alle haben einen Anspruch darauf.

Noch eine Woche?

Sind Sie sicher, dass Sie in einer Woche noch hier sind?

Gerüchte über Sie machen die Runde.

Gerüchte gibt es überall auf der Welt.

Hört sie deswegen auf, sich zu drehen?

Ich habe nicht Ihren Glauben, Pater. Ich bin Pragmatiker.

Kommen Sie nach Weihnachten wieder.

Ich hatte den Bericht in den Händen. Aus einer gewissen Perspektive

kann diese Buchführung anfechtbar sein. Und zwar an vielen Stellen.

Will man einen Hund töten, sagt man, dass er Tollwut hat.

Du musst mit Roman reden. - Als könnte ich ihn überreden.

Keine Chance. Du musst deinen Kopf retten.

Sag ihm, dass Fromenger ganz allein abgedriftet ist.

Dass du ihn gebeten hast. Dass du versucht hast, mit ihm zu reden.

Sag ihm, du stündest zu seiner Verfügung, um die Dinge voranzutreiben.

Er braucht einen treuen Mann für Fromengers Nachfolge!

Du bittest mich, Etiennes Vertrauen zu missbrauchen?

Nach Weihnachten ist es zu spät.

Der Bericht liegt in Rom, auf dem Schreibtisch von Monsignore Gandz.

Er wird seine Entscheidung treffen, und sie sich nur noch vom Papst absegnen lassen.

Und alle werden in einem Pfarrhaus an der Lozäre enden.

Ihr seid alle verrückt geworden!

Ihr habt die Botschaftdes Friedens vergessen, die Botschaft der Unschuld.

Unser Herr, in einem Stall geboren, nackt und zerbrechlich!

Dieses Jahr muss ich fit sein, mit dem Weihnachtsbaum, meiner Mutter in Indien.

Ich mitten in der Pampa. - Saint-Palay ist nicht die Pampa, es gibt 550 Einwohner.

Komm, wartet mal. Runter. Ich kann nicht mehr.

Dieser Baum ist deiner Schwester scheißegal.

Das ist Tradition. Ein Baum der Freude, um die Winterabende zu wärmen.

Also los. - Na, dann. Los, los, los!

Alles okay, Emmanuel? - Yann, du trägst ja überhaupt nichts!

Soll das ein Witz sein? - Hört auf zu streiten, es ist Weihnachten.

Odile, komm und guck dir den Baum an!

Kann ich mir die Hände waschen? - Ja, da lang.

Wir müssen ihn ein bisschen aufrichten. - Na ja, nicht so wichtig.

Was ist das?

Ein Schwangerschaftstest. - Das habe ich gesehen, aber für wen?

Hast du ein Handtuch, Guillaume? - Ja.

Wir gehen dann, - Wir müssen unsere Koffer packen, Yann!

Ja! - Tschüss, Odile.

Tschüss, Odile. - Tschüss.

Und was sagt er?

Es gibt einen blauen Streifen.

Einen blauen? - Und einen violetten Streifen.

Ich unterschreibe das nicht. Ich kann das nicht.

Das macht man bei uns nicht, für eine Abtreibung zu unterschreiben.

Ich brauche deine Unterschrift, ich bin minderjährig. Mama hätte es gemacht.

Dann erinnere dich mal, dass Mama nicht hier ist und ich für dich verantwortlich bin.

Gibt es hier keine Schokolade? So ein Mist. - Im Schrank dort.

Ich kann das nicht machen, Odile.

Es ist ein Prinzip. Ich kann nicht einfach mit dem Dogma machen, was ich will.

Sonst wäre es kein Dogma.

Behalten kann ich es nicht.

Ich werde da sein.

Du bist nie bei mir. - Ich werde da sein und zwar jedes Mal,

wenn du mich brauchst.

So ein Stapel Zeitschriften. Ich werde sie in der Bibliothek abholen.

Okay, alles klar. - Da bist du doch noch!

Was hast du gemacht? - Ich habe meine Tasche gepackt,

aber laut Liste fehlt ja noch einiges. - Ja, sie ist ja auch sehr klein.

Du musst sie ja nicht tragen.

Vier Stunden Zug und eine Stunde Bus, für 500 Kilometer.

Wenn man bedenkt, dass die letztes Jahr nach Rumänien gefahren sind.

Das ist das erste Weihnachten, das ich nicht zu Hause verbringe.

Ich werde Weihnachten nie wieder zu hause sein.

Der kleine Yann hat sich verlaufen. Seine Eltern werden gebeten,

ihn an der Rezeption abzuholen. - Was ist denn?

Du magst Weihnachten nicht, haben wir ja kapiert. - Ich gebe es zu.

Weihnachten ist zum großen Witz des Familienfriedens geworden.

Jesus hat es gesagt: Ihr werdet eure Väter und Mütter verlassen.

Das Beste ist, dass Guillaume nicht kommt.

So können alle wieder ins Bett gehen und Saint-Palay kann warten.

Ich mache mir Sorgen um ihn.

Das mit seiner Schwester berührt mich.

Ganz offensichtlich wird es schlimm enden. Würdest du den Dingen ins Gesicht sehen,

wäre dir klar, was der Mensch wert ist. Du mit deinem Gutmenschentum?

Was denn, mein Gutmenschentum? - Das ist dein Untergang!

Weißt du, wie Weihnachten endet? Ostern. Das Christkind ist ein Mann geworden,

und andere Männer nageln ihn ans Kreuz.

Gut, ich gehe, mit oder ohne Guillaume.

Es ist echt cool bei euch zu sein, Jungs.

Unsere Familie sind jetzt die Menschen.

Sie sind unsere Familie.

Tut mir leid, Jungs. - Na los, beeilen wir uns. Der Zug fährt in einer halben Stunde!

Ich dachte, Sie könnten uns ein weiteres Überziehungsdarlehen einräumen.

Ja, natürlich. Verstehe.

Nur über den Direktor?

Ach. Und wann kommt er zurück?

Ach so. Er ist nicht erreichbar.

Ja, er ist sehr weit weg.

Ja, ich verstehe. In der Sonne, nehme ich an.

Nein, ich habe nichts gesagt. Die Sonne scheint für uns alle.

Das stimmt. Danke, dass Sie uns ein bisschen Zeit geschenkt haben.

Ja. Und frohe Weihnachten für Sie.

Ich habe geklopft, aber...

Verreisen Sie?

Ein Notfall. Meine Familie, in den Pyrenäen.

Ja, meine Anwesenheit wird gewünscht.

Ich habe gedacht, es wäre möglich... - Aber sicher.

Natürlich.

Man braucht Sie dort. Gehen Sie ganz ohne Sorgen.

Bringen Sie mir etwas Schafskäse von dort mit. - Wie bitte?

Die Pyrenäen. Der Schafskäse.

Ja, sicher.

Segnen Sie mich.

Ich brauche die Kraftdes Geistes.

Komm, heiliger Geist, in unsere Herzen.

Und sende uns vom Himmel einen Strahl

von deinem Licht. Im Namen des Vaters,

des Sohnes und des Heiligen Geistes. - Amen.

Auf Wiedersehen.

Na bitte! Saint-Palay- en-Vaux! - Das ist ja wie eine Filmkulisse hier.

Es sieht aus wie bei mir.

Es fehlt nur noch der... - ...Weihnachtsmann? - Guten Tag.

Der Weihnachtsmann!

Ich bin Pater Galzun. - Guten Tag, Pater.

Guten Tag. - Dann willkommen in Saint-Palay?

Vielen Dank. - Guten Tag, Pater. - Schönes Wetter heute. - Kalt, aber ziemlich schön.

Man kann nicht alles haben. Also dann.

Fühlt euch wie zu hause. - Vielen Dank. - Wollen wir? - Ja.

Wir dachten, dass ihr euch zusammen, in eurem eigenen Reich wohler fühlen würdet.

Die Familie Coignard, Gemeindemitglieder aus einer sehr alten Familie von Palay,

haben euch ihr Familienhaus überlassen.

Hier, seht ihr das? Aus dem Mittelalter, ja.

Anfang 13. Jahrhundert. - Ja, schön nicht?

Und hier, ich sage es euch. Ich erzähle es euch nicht. Lieber nicht.

Sieh mal, da hinten. - Ja, die beobachten uns.

Komische Stimmung hier.

Ihr werdet sehen, ihr fühlt euch hier wohl. Wie Gott in Frankreich.

Schön steil?

Na gut.

Guten Abend. - Guten Abend. - Entschuldigen Sie die Störung.

Die Coignard hatten gesagt, dass sie hier sein würden,

um die Seminaristen aus Paris zu empfangen.

Die Coignard? - Ja.

Die sind weggefahren. Sie verbringen Weihnachten bei ihrer Tochter.

Wie bitte? War das geplant?

Haben sie vielleicht einen Schlüssel für das Haus dagelassen? - Nein.

Wusstest du Bescheid mit den Coignards? Haben sie dir einen Schlüssel dagelassen?

Nein, mir sagt keiner was.

Tut mir leid, Pater, da können wir Ihnen nicht helfen.

Und können Sie sie nicht beherbergen, nur für eine Nacht?

Bis ich eine Lösung gefunden habe?

Na ja. - Was will er denn noch.

Er möchte, dass wir die Seminaristen aus Paris beherbergen.

Ich habe keine Bettlaken. Und nun, was soll ich sagen?

Es ist nur so...

Das Zimmer da oben, das streichen wir grade neu.

Ich verstehe. Ich verstehe schon.

Tut mir leid. - Keine Ursache. Na schön, na dann, schönen Abend!

Frohe Weihnachten!

Alles gut.

Ich mache mir keine Sorgen.

ROM, VATIKAN

Seine Eminenz Gandz empfängt nur nach Voranmeldung.

Während der Feiertage ist er sehr beschäftigt.

Wenn Sie möchten, gebe ich Ihnen einen Termin am

20. Februar. Früher geht es nicht.

Schwester, ich flehe Sie an. Es ist dringend.

Ich kann nichts für Sie tun. Der Nächste.

Ich danke Ihnen, Schwester.

Sie waren angemeldet. - Ja.

Wir können einen Termin am 13. Oktober machen, wenn es Ihnen passt.

Pater.

Könnten Sie uns bitte alleine lassen, Emeline? - Ich habe ihr nichts vorzuenthalten.

Ich habe das Geld nicht, Pater.

Ich habe es nicht und ich werde es nicht haben.

Es ist zu riskant. Es ist schon ein Wunder, dass wir...

Urteilen Sie nicht über Wunder oder das, was gefährlich ist.

Ich brauche dieses Geld.

Wir müssen ein wenig Zeit verstreichen lassen.

Bis sich der ganze Wirbel beruhigt hat.

Sonst werden wir noch in flagranti erwischt.

Sie hätten schon vor 20 Jahren erwischt werden müssen,

als ich das Etablissement übernahm und Ihre Mauscheleien entdeckte.

Sie haben mehr als Ihre Zeit bekommen.

Das ist das wahre Wunder.

Verzeihen Sie mir, Pater, aber wenn ich stürze, stürzen Sie auch.

Was uns unterscheidet, ist, dass es mir völlig egal ist.

Drei? - Wir haben kein Gästezimmer, Pater.

Zwei? - Das ändert ja nichts.

Wenn das ein Film sein soll, dann sind wir nicht im Casting vorgesehen.

Schönen Abend. - Ihnen auch.

Frohe Weihnachten. - Frohe Weihnachten. Auf Wiedersehen.

Na gut, der Dachboden im Pfarrhaus. Los, gehen wir.

Vor langer Zeit haben wir Feriengruppen beherbergt.

Ich rate euch, eure Pullover anzubehalten. Die Heizung geht nicht mehr.

Los, kommt rein. Los, rein.

Ich nehme dieses. - Ja, sehr gut. Na, los.

Ich nehme dieses hier. - Das ist ein richtig gutes.

Sind Sie sicher, dass es genügend Betten gibt? - Ja, es gibt genug.

Macht es euch bequem. Vorsicht mit den Balken, die sind niedrig.

Kennst du ein bekanntes Lied? - Klar. Mehrere.

Da ist noch ein Rest Calvados in meinem Zimmer übrig, wenn ihr Lust habt.

Er scheint nicht in guter Verfassung zu sein.

♪ Wenn man nicht mehr weiß, wie's sein muss,

♪ hinter wilden Wellen liegt der Plan.

♪ Man denkt die Quelle wäre der Fluss,

♪ und auch der Fluss ein Ozean.

♪ Man wäre gern ein kleines Papierboot.

♪ Ein Schiff aus Streichhölzern gebaut.

♪ Wer löst sich von dem Ufer fort,

♪ wenn nicht der Sturm in meinem Haus.

Schön, was du singst, Yann. - Hört sich wie ein Psalm an.

Wunderschön, aber traurig. - Oder ein Liebesklageslied.

Ein Lied von Seeleuten,

die weit weg von zu hause sind. - Verdammt, Yann, nicht schon wieder!

Entschuldigt mich. Ja?

Guillaume?

Pass auf, Odile, lass uns nach Weihnachten darüber reden.

Du musst mir zuhören, Guillaume. Jetzt brauche ich dich.

Aber ich rufe dich morgen an, versprochen.

Siehst du, Guillaume. Du sagtest, du würdest da sein, aber du kannst nicht.

Aber doch, ich bin da. Mach dir keine Sorgen.

Nein, du bist nicht da. Du bist auf dem Land mit deinen Kumpeln im Talar.

Wie sollen wir es machen? Wirst du es zu deinen Pfarrer-Feiern mitnehmen?

Hör zu, Odile. Dieses Kind ist dein Kind, du darfst ihm nichts antun!

Es ist doch kein Kind. Es ist ein Bazillus, der den Ausgang nicht gefunden hat,

verdammte Scheiße! Ich kann es nicht behalten!

Gut, Od...

Ihre Freunde haben mich feige im Stich gelassen.

Na los, Sie werden mir Gesellschaft leisten.

Das war meine Schwester, Pater.

Sie erwartet ein Kind und sie will es nicht.

Verstehen Sie, was ich meine?

Ja. - Natürlich versuche ich, ihr das Heilige dabei deutlich zu machen,

den Aspekt der Verantwortung, aber ich kriege es nicht hin.

Ich bin verwirrt.

Solche Fragen gibt es wie Sand am Meer.

Es ist ganz einfach.

Abgesehen von der Selbstbedienung beim Segen holen,

kommen meine Gemeindemitglieder

nur wegen so was zu mir.

Was soll ich ihnen erzählen?

Was soll ich Ihnen erzählen?

Woher soll ich das wissen?

Meinen Sie, es ist deswegen,

dass sie mich deswegen haben fallen lassen?

Weil ich mich nicht für ihr Leben interessiere?

Ihre kleinen Probleme?

Und weil sie im Grunde immer fühlen, dass ich sie nicht mag.

Ich mag sie nicht.

Was?

Ihr habt doch gesehen, wie sie mich gedemütigt haben.

Dieser Albtraum. Ja, das ist richtig.

Am Weihnachtsabend wird die Kirche voll sein.

Das ist sicher!

Und keiner, keiner wird mir anbieten,

dass ich zum Essen kommen kann.

Sie werden mich allein lassen.

Allein.

Allein mit meinen Albträumen.

Ich bin müde.

Müde.

Pater?

Pater, wir schließen. Die Besuchszeit ist um.

Sie können nicht hier bleiben.

Könnten Sie mir ein Hotel nennen?

Natürlich ist die Butter gesalzen.

Kannst du mir bitte die Marmelade geben? - Ja, wenn du sie verschimmelt magst.

Hat jemand schon Pater Galzun gesehen? - Ach ja, das solltet ihr wissen.

Es gab da ein kleines Problem gestern Abend.

Wir haben ihn ins Bett gebracht. Er war total besoffen.

Verdammt, Guillaume. Erspare mir die Details. Es ist nicht sehr nett.

Wenn ihr gehört hättet, was er gequasselt hat, er war...

Es reicht, Jungs. Können wir nicht in Ruhe frühstücken?

Sekunde. Dir sagt man, dass er durchdreht und du

denkst bloß dran, deine Stulle zu essen?

Was hattet ihr denn hier erwartet? Ein fünf Sterne Hotel?

Entschuldigt, aber acht Jahre habe ich Weihnachten zwischen vier Wänden verbracht,

mit einer Plastikschüssel und ein Päckchen vom Roten Kreuz.

Das einzige Geschenk, das ich bekommen habe, war eine Kugel.

Eine Neun-Millimeter. Ein Geschenk der russischen Frau, weil sie nicht vergessen kann.

Das ist das erste Weihnachten, dass ich draußen verbringe. Frei, nach acht Jahren.

Mit eurer "Verzogene-Göre-Laune" vermasselt ihr mir alles.

José hat recht. Das versuche ich dir schon ewig zu sagen.

Vor lauter Weltfremdheit erträgt man die Wirklichkeit nicht.

Das reicht. Ich fahre zurück ins Seminar.

Bestens. Du willst abhauen? Dann hau ab.

Worauf wartest du? Soll ich dir noch die Schnürsenkel binden?

Musst du ständig die Klappe aufmachen?

Komm zurück, Yann. Verzeih uns. - Hey, hör doch auf.

Was willst du im Seminar sagen?

Dass ich keinen Mut hatte, die Geburt des Heilands mit euch zu feiern.

Schwester, zum letzten Mal! Ich flehe Sie an!

Ich muss seine Eminenz Gandz sprechen! Hören Sie mich!

Lassen Sie das! - Ich bitte Sie.

Ich bitte Sie.

Ein bisschen Würde, um Himmels willen.

Möge deine Barmherzigkeit, Herr, auf mich niederkommen.

Pater?

Das ist jetzt peinlich. Wir müssen ihn wecken.

Pater?

Haben Sie gut geschlafen?

Wir sind bereit, um Sie an diesem Tag zu begleiten.

Ich rühre mich nicht weg von hier! - Aber bitte, Pater. Es ist Weihnachten.

Dieses Jahr wird es kein Weihnachten geben!

Oh, ich existiere für sie nicht. Ich bin durchsichtig.

Ich gehöre zur Landschaft? Nun werden sie sehen,

keine Christmesse, kein "Das göttliche Kind ist geboren",

bevor man sich an der Familientafel vollstopfen geht!

Sollen sie doch den Weihnachtsmann bitten, ihnen ihren Segen zu geben!

Und was machen wir nun? - Wir haben Zeit, wir haben Zeit.

Bis heute Abend wird er sich beruhigen und runterkommen.

Wo ist denn der Pfarrer? Was macht er?

Ich bin hier, mit der Delegation der Landwirtschaftlichen Genossenschaft.

Es ist wegen des Segens für den Weihnachtsgockel.

Den werden wir ihm doch nicht selber geben?

Wir sind nur Seminaristen. Sind aber berechtigt, diesen Segen zu erteilen,

da Pater Galzun abwesend ist. - Und ist es dann gültig? - Ja, absolut.

Theologisch gesehen, absolut. Hoffen wir, dass er nicht plötzlich pissen muss.

Na gut, dann fangt an.

Wir haben sowieso keine Wahl. - Wir haben schon so einiges erlebt, mit Pater Galzun.

Ohne kritisieren zu wollen, aber wir hätten so einiges zu erzählen. - Na fein.

Wenn es recht ist, fangen wir an. Stehen wir auf.

So wie Noah, der die Tiere der Arche gesegnet hat,

bitten wir dich, o Herr, durch dieses Federvieh

alle Tiere des Dorfes zu segnen. Amen. - Amen.

Und vergessen Sie nicht, für den Schutz gegen die Krankheiten zu bitten! - Ja.

Und auch gegen alle Krankheiten zu schützen.

Ich bin es, Fernando.

Bewegen Sie sich nicht. Wir haben nach einem Arzt geschickt.

Fernando? - Es ist ein großes Wunder, dass ich gerade mit einer Gruppe Pilger da war.

Ihr Zusammenbruch hat mich erschreckt.

Habe ich gesprochen?

Habe ich geschrien? Dinge gebrüllt, die der Herr missbilligen würde? - Nein.

Ich glaube nicht. Sie sahen verwirrt aus.

Ich wollte zu Monsignore Gandz. - Monsignore Gandz?

Seine Tür wird besser bewacht als die Schatzkammer.

Ja, er hat dieses Jahr viel zu tun. Sein Terminkalender ist immer voll.

Kennst du ihn? - Ich war sein Assistent, als er das Osservatore Romano übernahm.

Wir haben viel gearbeitet. - Hilf mir, ihn zu treffen.

Du bist mein Segen. Ich muss einem sehr lieben Freund helfen.

Ihnen kann ich nichts abschlagen. Sie haben mir durch Ihre Lehre so viel beigebracht.

Sie werden Ihren Termin bekommen, nach den Weihnachtsfeierlichkeiten.

Nach Weihnachten wird es zu spät sein. Es ist vielleicht jetzt schon viel zu spät.

Sofort! - Aber der Arzt!

Ich flehe dich an!

Ich versuche es.

Segnen Sie mich, Pater. Denn ich habe gesündigt.

Es wäre besser, wenn Sie sich hier nicht so lange aufhalten würden.

Ich habe gesündigt, Pater.

Ich habe das Vertrauen der Kirche entehrt, indem ich Gelder unterschlagen habe,

die aus der Verwaltung des Immobilienvermögens

eines berühmten Seminars stammten.

Ich habe Kontobücher gefälscht,

Beträge in bar gehortet.

Und das alles habe ich in Komplizenschaft eines Paters dieser Kirche getan.

Ich bin nicht die richtige Person. Das können Sie sich denken.

Ein anderer Pater erteilt Ihnen die Absolution. Machen Sie sich keine Sorgen.

Und Sie, Pater? Sagen Sie, wer?

Wer erteilt Ihnen Absolution? Wer?

Ich darf rauchen, wenn keiner da ist.

Du hast viel gegeben, Etienne. Das kann dir keiner wegnehmen.

Man kann es immer besser machen. Und man kann immer mehr machen.

Das hörte sich früher mal anders an.

Du hast mir geholfen, mich zu akzeptieren, mit meinen Grenzen.

Das, was du anderen vermittelst, wendest du für dich nicht an.

Wahrscheinlich.

Es wäre vielleicht auch Zeit, dass ich weniger mache.

Dass ich Abstand gewinne.

Ich glaube, ich bin nicht mehr geschaffen für diesen Kampf.

Ich denke, du auch nicht mehr.

Was lässt uns noch durchhalten?

Guten Tag. - Guten Tag.

Gibt es noch etwas zu essen? - Sandwiches. Die Küche ist zu, es ist Feiertag.

Das geht schon. - Nehmen Sie den Bus nach Paris?

Sieht man das so sehr? - Sie sehen zu gut aus, um von hier zu sein.

Die Leute hier haben Gesichter, die mehr, na ja... Eben nicht wie Ihres.

Ach so? - Was nehmen Sie, ein Schinken-Baguette?

Sehe ich auch nach Schinken-Baguette aus?

Man sieht sofort, dass Sie auch Fleisch essen.

Was machen Sie im Leben? Warten Sie, das weiß ich auch.

Sie sind Künstler. Habe ich Sie schon im Fernsehen gesehen?

Nein, ich bin Seminarist. Ich werde Priester.

Verzeihen Sie. Es war respektlos von mir.

Nein, im Gegenteil.

Gottesmänner, die respektiert man, die braucht man. Glauben Sie nicht?

Na ja. Jedenfalls sehr nett von Ihnen.

Monsignore Gandz kann nicht. Der Heilige Vater ist indisponiert.

Er hat ihn gebeten, die Messe für ihn zu lesen. - Es wird nur einen Augenblick dauern.

Sie dürfen da nicht rein. Das sind seine Privatgemächer!

Geheimbericht: Pater Fromenger. Kapuzinerseminar. Paris, Frankreich.

Gott segne Sie, mein Sohn. Was verschafft mir die Ehre?

Er hat sich immer noch in seinem Zimmer verbarrikadiert.

Unmöglich, auch nur mit ihm zu reden.

Wir können sie nicht warten lassen.

Wenn die andere kommt. - Wer, die andere? - Die mit den roten Haaren.

Wenn sie kommt, um sich um die Blumen zu kümmern, sagen wir ihr, die Messe fällt aus.

So haben die Leute Zeit, sich zu organisieren, woanders hinzugehen.

Ich habe im Bistum angerufen. Es gibt Mortepuy, es ist 40 Kilometer entfernt.

Die Messe ist um acht. - Habt ihr Delivrance gesehen?

Glaubt ihr, dass wir auch gelyncht werden, einfach so zum Spaß?

Das ist doch unmöglich! Die Weihnachtsmesse, es ist eine Schande!

Das tut mir leid, José, aber länger zu warten, wäre falsch.

Und es wird ein anderes Weihnachten geben.

Vielleicht, aber wir werden erst mal dieses feiern.

Hast du deinen Bus verpasst oder was? Was ist los?

Yann, Pater Galzun fühlt sich nicht wohl.

Bei den Gemeindemitgliedern ist das auch verständlich.

Die Christen müssen die Geburt Christi feiern. Man darf nicht nach deren Motivation gehen.

Yann, Pater Galzun wird die Messe nicht lesen!

Dann gibt es keine Eucharistie, aber alles andere ist unser Ressort.

Ich kümmere mich um die Lieder und die Liturgie. Wer kümmert sich ums Lesen?

Ich mache es. Es ist ihr Weihnachten, aber schließlich auch unseres.

Ich werde das Evangelium lesen. Wer macht weiter?

Du, José. Du wirst reden? - Was, ich?

Du hältst die Predigt. Du erzählst ihnen von Weihnachten. Das kannst du am besten.

Emmanuel, machst du die Prozession? - Was?

Die Kinderprozession! Die kleinen Süßen, die Jesus zur Krippe begleiten.

Und vorneweg der schöne Emmanuel.

Sagt mal, Leute, ist das euer Ernst? - Na, los, los, los!

Eine Ungerechtigkeit, Eure Eminenz.

Eine schreckliche Ungerechtigkeit.

Sie kennen den Psalm.

Sie sprechen von Monsignore Bergoglio, einem großartigen Geist.

Sie schärfen ihre Zunge wie eine Schlange.

Und zielen mit ihren Worten wie mit Pfeilen auf den Unschuldigen, den sie überraschen.

Das ist das tiefe Herz des Menschen. - Seien Sie vorsichtig, Pater.

Ich habe die Akte gelesen.

Es gibt den Kern, den gefährlichen politischen Gedanken.

Aber es gibt auch die Verwaltung von Fromenger.

Die Zahlen. Sie sind dubios.

Dieses Seminar lebt nur, weil Pater Formenger bei uns ist.

Mit ihm sind wir vereint, trotz unserer Meinungsverschiedenheiten.

Sobald er sich entfernt, ist da Krieg.

Krieg der Ambitionen, der Eitelkeiten, der Fanatismen.

Nehmen Sie sich die Akte noch mal vor, Monsignore. - Schon gut, schon gut.

Ich werde mir die Akte noch einmal vornehmen.

Es werden keine Entscheidungen übereilt gefällt.

Aber Sie, mein Sohn, Sie existieren für mich nicht mehr.

Ich will nie wieder von Ihnen hören, in Rom, in Paris, nirgendwo.

Ihr Psalm sagt es vortrefflich:

Ihre eigene Zunge wird sie fällen.

Und jetzt raus hier.

♪ Stille Nacht, heilige Nacht.

Alles klar, seid ihr soweit? - Ja!

Hier, Emma. Vorsicht.

Alle in einer Reihe.

Und der Engel sprach zu ihnen:

Fürchtet euch nicht, denn ich verkündige euch große Freude,

die für das ganze Volk sein wird.

Denn euch ist heute ein Retter in Davids Stadt geboren

und das ist Christus, der Herr.

Und dies sei das Zeichen:

Ihr werdet ein Kind finden, in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.

Wort des lebendigen Gottes.

♪ Lob sei dir, o Jesus.

Brüder. Wir feiern heute ein Fest der Freude,

denn der Retter ist uns geboren.

Wisst ihr, was das bedeutet?

Es bedeutet, dass wir nicht mehr warten, nicht mehr hoffen,

und vor allem, nicht mehr ständig auf morgen verschieben.

Diese Welt wird sich verändern, von heute an.

Und wir sind aufgefordert, daran teilzuhaben.

Man kann nicht sagen, dass sie sich hier einnisten.

Was hatte ich euch gesagt? - Ein Segen, dass Sie zu uns gekommen sind.

Nein, es ist mehr Feigheit.

Ich hatte nicht mal den Mut, mein Vorhaben durchzuziehen.

Abgesehen davon, ihr habt viel Elan gezeigt.

Sie verdienen euch nicht.

Wer weiß, wie Weihnachten in ihnen leben wird?

Wenn ihr möchtet, ich habe Foie Gras und Champagner im Kühlschrank.

Wartet nicht zu lange.

Glaubt ihr, dass wir so enden werden? - Nicht mal im Traum.

Na los!

Das ist für Quentin!

Oh. - Guck mal, was da drin ist?

Oh, was ist das? Ist das meins? - Das ist deins.

Was ist da drin? - Oh nein, das ist für das Baby!

Das ist das fürs Baby!

Wow! Das ist schön. - Du darfst alles aufmachen.

Super, der Pullover! Aber es geht nicht!

Quentin, guck mal, was Papa bekommen hat.

Der Pullover ist schön.

Es geht trotzdem nicht! - Es geht, du wirst es gleich sehen.

Gefällt sie dir? - Ja, Schatz, sie ist sehr schön. Vielen Dank.

Claire,

das Schweigen ist eine Prüfung,

aber ich muss konsequent in meinen Entscheidungen bleiben,

sonst wird mein Leben weiterhin keinen Sinn haben.

Wie fühlst du dich?

Ich fühle mich komisch. Ich habe Angst.

Hast du es dir gut überlegt?

Du kannst deine Meinung noch ändern.

Ich bin siebzehn und ich will mein Leben nicht verpfuschen.

Wäre Mama hier, sie würde keine Sekunde zögern.

Denn das ist es, was ihr passiert ist. Wir haben ihr Leben verpfuscht.

Entschuldige bitte, es ist schrecklich, was ich sage.

Nicht doch. Es muss dir nicht leid tun.

Odile Morvan? Kommen Sie bitte mit?

Ich will es dem Kind nicht auf ewig übel nehmen.

Komm, hör auf.

Ich bin hier, habe ich dir gesagt.

Ich liebe dich.

Ich bin sicher, du gehst dafür nicht in die Hölle.

Dein Vater ist besorgt.

Er hat ein kleines Problem mit einem Richter.

Es wird sich wieder einrenken, aber es macht ihm Sorgen.

Frohe Weihnachten. - Höre auf, sauer zu sein.

Komm, mach dein Geschenk auf.

Es ist signiert.

Das ist von 1752.

1752? Das waren noch gute Zeiten.

Frohe Weihnachten, mein Sohn. - Frohe Weihnachten, Papa.

Ich habe für euch alle gebetet.

Anne-Cecile wollte mich nicht sehen?

Sie ist mit den Kleinen bei ihren Eltern.

Guilhem hat mir von euren Sorgen berichtet, mit Luc Boddet und seiner Frau Claire, richtig?

Wenn du deinem Bruder helfen wolltest, hättest du bei uns bleiben sollen.

Und jetzt bitte ich dich, dich aus allem herauszuhalten.

Du sagst dazu nichts? - Lass ihn in Ruhe!

Es reicht, ihr zwei! Ihr fangt nicht schon wieder an!

Es ist Weihnachten! Ich sage Rosita, dass wir zu Tisch gehen können!

Gott liebt dich, Bruder. Er hat dir schon vergeben.

♪ Ave Maria...

Etienne?

♪ Ave Maria...

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