All language subtitles for Inhibitions (1976)

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Original subtitles

Hier, Carol, schlaf ein wenig.

Entschuldigen Sie bitte, hätten Sie Feuer für mich?

Natürlich.

Vielen Dank.

BESETZT

- Bonjour Madame, ich freue mich, Sie zu sehen. - Guten Morgen, Adida.

- Hatten Sie einen guten Flug, Miss Levis? - Ja, danke.

- Sie sind sicher wegen des Rennens hier. - Es gibt noch andere Gründe. - Danke.

- Ich habe nichts von Ihrer Ankunft gesagt. - Nehmen Sie es nicht tragisch.

Ihr Telegramm kam erst vor zwei Stunden,

sodass ich für zunächst eine Suite im African Hotel gebucht habe.

Die Villa wird Ihnen dann morgen zur Verfügung stehen.

Ich hoffe, dass es Ihnen recht ist, Madame.

Sie werden wohl den Bus nehmen müssen, Adida.

- Sie möchten nicht, dass ich Sie fahre, Madame? - Ich möchte selbst fahren, danke.

Fuck you, girls!

EMANUELA - DEIN WILDER ERDBEERMUND

- Ins Casino. - In welches Casino wollen Sie, Sir?

- In das Casino. - Wo ist es, Sir?

- Hierhin will ich. - Ja, ja. Jetzt weiß ich, Sir, was Sie wollen. - Gut.

Ich möchte gern den Direktor des Casinos sprechen. Graf Bellamore.

Es tut mir leid, mein Herr. Das ist kein Casino. Das Spielen ist verboten.

- Hier ist ein schönes Museum. - Ich verstehe.

- Vielen Dank. - Bitte.

Oh, Afrika. Der schwarze Kontinent mit seinen dunklen Geheimnissen.

Ich hab hier schon unglaubliche Dinge erlebt.

Fühlst du nicht auch dieses Stimulierende und Erregende, was in der Luft liegt, Carol?

Sag mal, warum sagst du nichts? Bist du glücklich, mit mir hier zu sein?

- Ja oder nein? - Ja, natürlich.

Mir ist so, als wäre ich aus einem bösen Traum erwacht.

- Amerika existiert irgendwie gar nicht mehr für mich. - Tja, so geht es allen.

Der Monsun hier in Afrika wirkt wie eine Narkose.

Er verwischt alle Spuren der Vergangenheit.

Ich hoffe, er wirbelt meine nicht wieder hoch.

Geschichtskunde gehört nicht zu meinen Interessen.

- Emmanuelle, warst du denn nicht glücklich hier? - Das kann man nicht gerade sagen.

Aber diesmal liegen die Dinge etwas anders.

Ab heute lebe ich nur noch für die Zukunft und du hilfst mir dabei, Carol.

- Cheers. - Auf die Liebe. - Auf die Liebe.

Warum hast du deinen Mann geheiratet, obwohl du ihn nicht liebtest?

Glaubst du nicht, dass das meine Sache ist? Komm dusch dich, Liebling.

Hey, was ist los? Störe ich dich, Darling?

- Nein, aber ich... - Oh, komm, sein nicht kindisch, Darling.

Warte, ich schrubb dir den Rücken.

Komm entspann dich und benimm dich nicht wie ein ungezogenes Kind.

Danach ein bisschen Puder und Parfüm und du duftest wie eine zarte Rose.

- Du bist wie Denise. - Und wer bitte ist Denise?

Meine Schwester. Sie hat mich immer abgeschrubbt.

- Und hast du sie gern gemocht? - Ja, selbstverständlich. - Mehr als mich?

- Ich weiß nicht. - Und hat sie dich auch so gestreichelt wie ich?

- Nein, nicht so wie du. - Und gefällt es dir? - Ja.

- Ja? Was wollen Sie? - Ein Zimmer. Mein Name ist Peter Smart.

- Sechs, okay? - Okay. Danke.

- Du bist sehr hübsch. - Das ist nicht wahr.

Doch es ist so. Du bist hübsch, weil du jung bist. Und ich beneide dich darum.

Wieso? Du bist du auch noch jung.

- Nicht so jung wie du, und das ist beängstigend. - Inwiefern?

Irgendwann werde ich mich im Spiegel sehen und erkennen, dass ich nicht mehr jung bin.

- Dann ist alles vorbei. - Was willst du damit sagen?

- Dann begehe ich Selbstmord. - Warum sagst du so was?

Du wirst immer schön und wunderbar sein.

Nein, etwas macht mich wahnsinnig an dir.

Darling, du bist immer so unterwürfig.

Warum kämpfst du nicht und beweist deine Individualität?

Du läufst rum, wie ein geprügelter Hund. Ich bevorzuge rebellierende Katzen.

Du musst mir nicht nach dem Mund reden.

Unterwürfige Schmeicheleien hasse ich wie die Pest.

Das ist nicht gerade fair von dir, denn unterwürfig bin ich noch nie gewesen,

und gerade du solltest wissen, dass ich nur das sage, was ich denke.

Ich glaube, du hast kein Recht mich zu kritisieren.

Ich arbeite hier als deine Sekretärin.

Kritisiere ruhig meine Arbeit, denn dafür bezahlst du mich. Aber für nichts anderes.

Wenn du jetzt lieber eine andere Sekretärin hättest, dann sag es.

- Und ich sitze im nächsten Flugzeug. - Das ist sehr viel besser.

Genauso will ich dich. Das kleine wilde Tier,

das einen Dompteur braucht, der es beherrscht und dressiert.

- Ihr Tee, Sir. - Danke.

Wird auch Zeit.

Emmanuelle Levis, Besitzerin des größten Pferderennstalls unseres Landes,

lässt ihren favorisierten Araberhengst Nembis beim Golden Cup

in der nächsten Woche an den Start gehen.

Was meinst du, wie soll ich meine Haare tragen, hoch oder runter?

Wenn du sie hoch trägst, wirkt das Collier besser. Es ist wunderschön, Emmanuelle.

Es war das letzte Geschenk meines Mannes.

- Das ist eigenartig. - Was ist eigenartig, Carol?

Ich meine, dass du es überhaupt noch trägst.

Ich hab vor ihm Angst gehabt, nicht vor seinen Geschenken.

Wenn ich es tragen würde, ich würde mich unbehaglich fühlen.

- Vielleicht fühle ich mich so. - Dann finde ich es falsch, es zu tragen.

Nein, das finde ich nicht. Es ist ein Spiel. Fast so wie Poker.

Das ganze Leben besteht nur aus Bluff. Niemals deine wahren Gefühle zeigen,

egal, was passiert, sonst bist du erledigt.

Wenn man dich so reden hört, bekommt man das Gefühl, dass du sehr kalt bist.

Jedes Spiel hat ein Risiko, auch dieses. Und du verlierst, wenn du einsam bist.

- Ich finde das sehr traurig. - Heute Abend machen wir uns ein bisschen Spaß,

und ich werde dir zeigen, dass alle Männer nur Marionetten sind.

Du siehst fabelhaft aus in deinem geliehenen Smoking.

Die meisten würden dich für einen echten Grafen halten.

Du sagst es so, als wäre ich es nicht.

Auch wenn du es nicht glaubst, so kann es trotzdem wahr sein.

Wenn unser Freund Peter erst hier ist, wird er dir erklären,

was ich in Wirklichkeit bin. Ein simpler Titel ist doch mehr wert

als ein nobler Charakter oder Vermögen. Verstehst du?

Ja, aber ich möchte gerne wissen, wie er reagiert, wenn er spitzkriegt,

dass unser Casino gar nicht existiert.

Er war immer ein guter Freund von mir, Gianni..

Also warum sollte er seine Ein- stellung mir gegenüber ändern?

Es gibt eben kein Spielcasino, na und? Schau mal dahinten.

Wenn ich mal vorgehen darf.

Hier ist Ihr Tisch, bitte.

- Erlauben Sie, Madame. - Danke.

So.

Darf ich Ihnen vielleicht ein Hummercocktail empfehlen

und dazu ein Dom Perignon, Madame. - Carol, was meinst du dazu?

Wenn Sie etwas Spezielles suchen, Madame, empfehle ich Languste au Cognac.

Darf ich Ihnen Graf Bellamore vorstellen? Er ist ein Gourmet.

- Dann folgen wir seinem Rat. - Sehr wohl. - Gestatten Sie, Madame?

- Setzen Sie sich, Graf. - Gianni Fault. - Sehr erfreut, Mr. Fault. - Ja.

Es fällt mir unheimlich schwer, mir einen Mann beim Bauchtanz vorzustellen.

Er erfordert Sensibilität, und deshalb sieht man ihn nur bei Frauen.

Sie wollen damit sagen, wir wären weniger sensibel?

Das ist Ihre Interpretation, Graf.

Was sagen Sie Madame, werden Ihre Pferde siegen? - Ich hoffe es.

- Ich war ein guter Freund. - Er war ein Gentleman der alten Schule.

Ein Gentleman?

Hey!

- Hat einer von Ihnen Feuer? - Ja, mein Freund. Ich habe Feuer.

Hätten Sie Lust, ein Spielchen mit uns zu machen?

- Okay. - Sie können auch gleich einsteigen. - Sehr gerne.

Ich habe zwar eine Verabredung nachher, aber bis dahin spiele ich gern mit.

Gut. Setzen Sie sich. Sie können aussteigen, wann immer Sie wollen.

- Kennt irgendjemand von Ihnen Graf Bellamore? - Sicher, wer nicht?

- Ein geborener Spieler, der immer verliert. - Und wo kann ich ihn finden?

Es kommt darauf an. Er ist überall verschuldet.

- Vielleicht bei Manu. - Ah ja, dann finde ich ihn schon.

- Wozu? Wollen Sie ein Spielchen mit ihm machen? - Nein, nein. Hier heb ab.

Wozu wollen Sie ihn dann finden?

Na ja, wir haben vor einigen Jahren zusammen Geschäfte gemacht.

Wie dem auch sei, er hat mich wissen lassen,

dass er hier paar gute Sachen laufen hat. Und nun bin ich hier.

Paar gute Sache, ja? Passen Sie mal auf. Der Prophet Mohammed sagte mal:

Wer dem Glück hinterher reist, wird es niemals im Leben finden.

Sie wären besser zu Hause geblieben.

Vielleicht ist das wahr, aber es hat auch jemand gesagt,

dass ein echter Mann keine Angst hat, seine ursprüngliche Meinung zu ändern.

Wenn Freunde plötzlich Feinde sind,

wird man seine Meinung ändern und eine neue Wahrheit lernen.

Teilen Sie die Karten aus. Spielen ist besser als reden.

Was darf es denn sein, Sir?

Können Sie mir sagen, wo ich Graf Bellamore finde?

Nein, tut mir leid, Sir. Ich hab ihn seit einer Woche nicht gesehen.

- Aha. Ein Whisky. - Okay, Sir.

Ich kenne Graf Bellamore.

Er ist jeden Tag auf dem Markt und verschleudert dort seinen Charme.

- Wollen Sie einen Drink? - Aber sicher. - Was? - Alkohol.

Sie wollen sich betrinken.

- Sind Sie Tourist? - Nein. - Aber Sie sind Engländer.

- Sehr richtig. - Und was tun Sie?

Nicht leicht zu sagen. Ich frage mich das selbst manchmal.

- Was tust du, Peter. Das ist mein Name. - Ich bin Marlene und Amerikanerin.

Und heute Abend da möchte ich unterhalten werden.

Und dazu brauche ich: Salat, Marlon Brando und Scotch. Am meisten Scotch.

Scotch für Madame.

- Guten Morgen. Kann ich Ihnen helfen? - Ich möchte bitte dieses Kleid probieren.

Ja, sehr gerne, Madame.

Würden Sie bitte reinkommen.

- Madame. - Helfen Sie mir mit dem Reißverschluss bitte.

Magst du Frauen?

Mal sehen, was du da drunter versteckt hältst.

Gefällt dir das?

Ist das nicht herrlich, du schöner Romeo?

- Guten Morgen. - Guten Morgen.

- Und Ihre Freundin? - Sie suchen also nicht mich.

- Das habe ich nicht gesagt. - Nein, nicht gesagt, aber suchen tun Sie Emmanuelle.

- Was ist los? - Nichts. Der Herr sucht dich.

- Was wollen Sie von mir? - Sie können sich nicht erinnern, oder?

- Nein, an was auch? - Der Flug.

- Oh ja, wir kamen mit demselben Flugzeug an, nicht wahr? - Das ist richtig.

- Hat Ihnen der Flug Spaß gemacht? - Ich kann mich nicht beklagen.

Entschuldigen Sie bitte, hätten Sie Feuer für mich?

- Ist es das, was Sie gern hätten? - Sie sind ein kluges Kind.

Es ist doch ganz sicher ein Familienstück.

Nein. Nur ein altes Feuerzeug. Mein Feuerzeug.

Der Besitz eines Mannes ist sein Ruin. Er macht ihn unfrei.

- Das kommt auf seinen Charakter an. - Schon möglich. Auf Wiedersehen.

Vielleicht sehen wir uns mal. Bye.

- So, alles klar. Ich hab mir den Schal hier gekauft. - Oh, lass mal sehen.

Sie sind spät dran heute. Die meisten sind bestimmt schon gegangen.

Ich hab Hunger und will was essen.

Wir sind zum Arbeiten hergekommen, also arbeiten wir.

Alles mal herhören! Hier gibt's das größte Wunder für jeden Mann, ob jung oder alt.

Eine Frau fürs ganze Leben. Ein Weib mit ewiger Jugend.

Annabella, das Mädchen für jede Gelegenheit.

Sie ist unterwürfig, nie vorlaut und unheimlich glücklich.

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Für 2 Dollar dürfen Sie alles mit ihr machen, ohne weitere Verpflichtungen,

und wir garantieren, dass Sie mehr als befriedigt sein werden.

- Sie sagten 2 Dollar? - Ja, 2 Dollar.

Du bist der erste heute. Das ist besonders gut.

- Aber mach nicht so lange, okay? - Okay.

Dieser junge Mann weiß, was gut ist. Einmal gesehen und schon probiert.

Die wunderschöne Annabella für nur 2 Dollar.

Nur heute können Sie sie besitzen für nur 2 Dollar. 2 Dollar.

- Hey, Peter. Du bist wirklich gekommen. - Wie geht's dir? - Sehr gut.

- Du siehst wirklich gut aus. - Gianni, das ist mein Freund Peter Smart.

- Hallo. Er kommt gerade richtig um uns... - Ich hab dir gesagt, er kommt bestimmt.

- Und da ist er. - Schön, euch zu sehen.

- Wie läuft's denn? - Fabelhaft. Fantastisch.

Verhältnisse haben sich etwas geändert, aber das könnte schlechter sein.

- Hauptsache du bist endlich da, Peter. - Ja, wir könnten Hilfe gebrauchen.

- Könnten Sie uns ein bisschen Geld geben? - Ich denke schon, dass ich das kann.

- Sagt mal, wo kommt ihr her? - Kali- fornien. - Du bist ein hübsches Mädchen.

- Komm mich doch mal besuchen. - Danke. Vielen Dank.

Hör zu, Peter. Ich hab für heute Abend ein Spielchen organisiert.

- Mit einem Freund von mir. - Wenn du spielen willst, brauchst du aber Mäuse.

Du hast ein Spiel verabredet, ohne Geld zu haben?

Ich hatte so ein Gefühl, dass du heute ankommen würdest.

Und ich weiß, dass du immer Bares in der Tasche hast.

Ich liefere die Opfer und du das Geld.

Ich dachte, du würdest das Geld mitbringen, wie gewöhnlich.

Man kann sich auch mal irren.

Die arme Annabella sieht bald aus wie ein geflickter Fahrradschlauch,

bloß weil ihre Freier so stürmisch sind.

- Und was nun? - Hallo, brauchen Sie Hilfe?

Oh ja, ich glaube, wir brauchen Ihre Hilfe.

Gelegentlich können auch Männer nützlich sein.

Genug jetzt, ihr Bande. Raus aus dem Auto. Die Tanten wollen nach Hause fahren.

Ja, du auch. Na komm. So.

Mission beendet. Ihr Wagen zurückerobert.

Hören Sie, erlauben Sie, dass ich ein paar weise Ratschläge gebe?

Es ist eine raue Gegend hier. Es ist nicht ungefährlich für zwei hübsche Mädchen

wie euch, hier allein herumzulaufen.

- Man könnte uns entführen, oder? - Schon möglich.

- Vielleicht wird das ganz aufregend. - Für eine Masochistin sicher.

- Wissen Sie, was Ihr Fehler ist? - Nein? - Sie wären viel netter,

wenn Sie nicht immer dieses Selbstbewusstsein spielen würden.

Ich brauche das nicht zu spielen. Ich bin so.

- Guten Tag, Graf Bellamore. - Guten Tag.

- Wir freuen uns, Sie zu sehen. - Die Freude ist ganz meinerseits.

- Setzen Sie sich. Seien Sie willkommen hier. - Danke.

- Sie sind unglaublich. - Wer? - Na diese Menschen hier.

Noch in seinem Alter arbeitet er wie ein Sklave.

- Nur um das bisschen Essen zu verdienen. - So ist das Leben.

Es gibt zwei Kategorien von Menschen.

Die, die für Geld arbeiten, und die, für die das Geld arbeitet.

Mein verstorbener Mann gehörte zur letzten Kategorie.

Er war Millionär und sollte nie erfahren, was Arbeit ist.

Und da mein Mann nun tot ist, gehöre ich gezwungenermaßen zur selben Kategorie.

- Hallo. Sie sind Amerikanerin, nicht? - Ja.

- Sind Sie in Ferien hier? - So was ähnliches.

Mein Name ist Robert Lee Francis. Ich komme aus New York.

- Ich wohne auf der Insel. - Ich wohne auch dort. In der Levis-Villa.

- Können wir uns treffen? - Warum nicht? Sicher.

Carol, würdest du bitte herkommen.

Ich eröffne mit 500, okay?

Okay.

Karten.

Zwei.

Keine für mich.

Ich setze 1000.

Ich will sehen.

Meine Herren, ich glaube, ich hab kein Geld mehr.

Sie haben alles gewonnen.

Aber ich kann Ihnen einen Scheck schreiben, wenn es Ihnen recht ist.

Tut mir leid, aber nicht dass ich Ihnen nicht vertraue,

aber ich kann nicht akzeptieren.

Das ist sehr schade. Ich versteh Sie aber.

In Ordnung. Ich besitze ein Rennpferd, das nächste Woche an den Start geht.

Es ist zehnmal so viel wert wie das, was ich verloren habe. Hier ist die Besitzurkunde.

Ich möchte dieses Pferd setzen. Können Sie das akzeptieren?

- Das ist akzeptabel, ja. - Na los, Peter, gib Karten.

Richtig, das ist in Ordnung.

Danke.

Also dann. Wie ist der Name des Eigentümers?

- Abdel Moussa. - Abdel Moussa.

- Und der Name des Pferdes? - Charlie. - Charlie. - Richtig.

- Und der Name des Stalls? - Das ist ein komischer Name. Rediquori.

- Rediquori. - Rediquori.

Du hast dir jetzt also einen Freund geangelt, was?

Ich hab ihn doch nur für zwei Minuten gesehen.

- Er scheint aber sehr nett zu sein. - Bist du naiv.

Er hat ein schönes Auto gesehen, das viel Geld bedeutet.

Und jetzt überlegt er, was für ihn dabei rausspringen kann.

Du bist so pessimistisch. Immer denkst du, alle Männer wollen dich betrügen.

Da sind wir.

Das ist ein Paradies.

Ein unwahrscheinlich teures Paradies.

Willkommen zu Hause, Madame.

Adida, bitte sorgen Sie dafür, dass mich das Personal nicht stört.

- Ich brauche etwas Ruhe und Frieden. - Wie Sie wünschen, Madame.

Werfen Sie das weg, Adida.

- Aber das ist das Bild des... - Adida!

Mein Mann ist tot und dies ist jetzt mein Haus.

- Werfen Sie es weg! - Sofort, Madame. - Dieses Haus wirkt wie ein Mausoleum.

Eine bedrückende Atmosphäre. Besorgen Sie ein paar Polster.

Einige Teppiche. Bringen Sie Farbe rein. Bilder, Pflanzen, Blumen.

- Wie Sie wünschen, Madame. - Dann fangen Sie sofort an, Adidia, na los!

Was hast du, Emmanuelle? Du siehst so traurig aus.

- Ist es der Mann, den du verloren hast? - Welcher Mann?

- Dein Ehemann natürlich. - Nein.

- Die Sonne ist nicht gerade warm. - Du bist verrückt.

Es ist unheimlich heiß. Ich gehe ein bisschen schwimmen.

Was ist mit dir?

Ich hab keinen Hunger, Emmanuelle.

Ich halte dieses Haus nicht aus. Es geht mir auf die Nerven.

- Es ist so traurig hier. - In ein paar Tagen wird das alles anders sein.

- Komm her zu mir, Darling. - Können wir noch ausgehen heute? - Natürlich.

- Wir können ja tanzen gehen. - Oh ja, gern.

Wenn ich daran denke, dass ich als Kind kaum Wasser zu trinken hatte.

Tja, es war mein Mann, der mir das erste Glas mit Champagner gab.

Das ist die beste Erinnerung, die ich an ihn habe,

denn es bedeute das Ende der Armut.

- Hallo. - Oh, mein Traumgirl.

- Ich bin überrascht, Sie hier zu sehen. - Wirklich, warum?

- Sie waren für mich kein Typ für Nachtclubs. - Wirklich?

Ich weiß nicht, wieso Sie auf die Idee kommen, aber Sie liegen falsch.

Ich tanze gern. Abgesehen davon gibt es keinen anderen Laden hier,

wo die Musik so gut ist. - Das ist wahr. Die Musik ist klasse hier.

- Ich möchte tanzen mit Ihnen. - Okay.

- Wollen wir tanzen? - Nein. - Ach kommen Sie. - Nein, danke.

Na nicht so müde. Kommen Sie, wir tanzen. Was ist los? Haben Sie ein Holzbein?

- Ich sagte, nein danke. - Na kommen Sie, dann gehen wir zur Bar...

- Nein, lassen Sie mich los! - Kommen Sie, nun seinen nicht so zickig.

- Kommen Sie. - Hey! Es ist besser, Sie lassen die Dame zufrieden.

- Ja ich höre wohl schief, was? - Zisch ab und trink eine Cola.

Ich glaube ich muss mich bedanken.

Ich hätte dasselbe für jede beliebige Frau in dieser Situation getan.

Ich bin aber nicht jede beliebige Frau.

Sie wollen unbedingt über allen anderen stehen, oder?

Tja, irgendwie sind Sie bestimmt anders als andere Menschen.

Und was ist mit Ihnen? Sind Sie auch anders?

Wollen wir es mal so formulieren. Jeder Mensch ist ein anderer Mensch. Richtig?

Es reicht jetzt für heute. Wir gehen.

- Was machst du da, Emmanuelle? - Ich lege ein Puzzle.

Wenn es fertig ist, stellt es ein wunderschönes Mädchen dar.

Können wir es nicht zusammen machen?

- Nein. - Was meinst du mit nein?

Ich möchte es selbst machen. Lass mich jetzt allein, bitte.

Ich hätte dasselbe für jede beliebige Frau in dieser Situation getan.

Ich bin aber nicht jede beliebige Frau.

Tja, irgendwie sind Sie bestimmt anders als andere Menschen.

Wenn Sie nicht immer dieses Selbstbewusstsein spielen würden.

Ich brauche das nicht zu spielen. Ich bin so. Ich bin so. Ich bin so. Ich bin so.

Die Pferde sind das einzige, was mich hier interessiert.

Ich hoffe, Sie haben sich um sie ge- kümmert in den vergangenen Monaten.

- Mit größter Sorgfalt, Madame. - Wie viel Pferde stehen hier? - 52.

- Oh, das sind aber viele. - Für mich gibt es nur ein Pferd hier.

- Nembis. - Er ist in bester Verfassung, wie Sie selbst feststellen werden.

Adida, haben Sie die Akten mit den Stammbäumen dabei?

Nein, es tut mir leid, Madame. Ich wusste nicht, dass Sie sie heute brauchen.

Welche Stuten sind zuletzt gedeckt worden?

Nach den Einzelheiten müssten wir den Zuchtmeister fragen.

Aber ich glaube, es läuft sehr gut, Madame.

Wir haben den Ruf, die beste Pferde- zucht in diesem Teil der Welt zu haben.

Und hier haben wir den Champion, Nembis.

Hallo, mein Kleiner.

Er ist wunderschön. Er ist mit Sicherheit das schönste Pferd der Welt.

- Adida, besorgen Sie mir ein paar Stück Zucker. - Sofort, Madame.

- Was für eine Rasse ist er? - Araber. - Er ist wirklich wunderschön.

Ja, er ist der Beste von allen, und wenn ich einmal fortgehe von hier,

dann werde ich ihn mit mir nehmen. - Oh, wohin?

Überall hin. Lass uns gehen.

Schau dir das an. Ein Hengst mit seinem Weib.

Sie ist gezwungen, sich zu unter- werfen, ob sie will oder nicht.

Und genauso ist es mit uns. Wir Frauen sind abhängig vom Mann.

Wir sind sein Spielzeug.

Unsere Illusionen zerbrechen an ihm.

Und nur mit sehr viel Glück, und das ist die einzige Hoffnung, die wir Frauen haben,

wird er seine teuflischen Exzesse nicht überleben.

- Das ist furchtbar, was du da sagst. - Es ist die Wahrheit.

Wenn du ein glückliches Pärchen zusammen siehst, dann ist es nur eine Illusion.

Eine Show für die Öffentlichkeit. Ihre Wirklichkeit sieht völlig anders aus.

- Wollen wir gehen? - Ja, sicher.

Geh das noch mal durch. Da sind noch einige Fehler drin.

- Madame, Ihr Anwalt ist da, wenn Sie ihn sehen wollen? - Danke, Adida.

- Soll ich dich begleiten heute? - Nein, heute nicht, Darling.

Ich hab eine Verabredung zum Lunch. Nur langweilige Geschäfte.

Okay, dann geh ich vielleicht ans Meer.

Gut, aber sei vorsichtig. Schwimm nicht so weit raus.

- Kannst du es hören? - Hören? Was soll ich hören?

- Hör zu. - Ich hör nur Wind. - Du kannst noch mehr hören.

Es klingt wie ein Schrei, wie jammern. Wie ein Wehklagen.

Vor ein paar Tausend Jahren war das hier mal ein Theater.

Mitten in der Wüste?

- Kannst du dir vorstellen, was hier gespielt wurde? - Nein.

Hier wurden vor großem Publikum Frauen hin- gerichtet, die Ehebruch begangen hatten.

- Und dieses Jammern? - Man glaubt, es sei die Seele eines jungen,

verheirateten Mädchens, das unschuldig hingerichtet wurde.

Heute dient es als Zufluchtsort für die Beduinenfrauen,

die den Quälereien ihrer Männer entfliehen wollen.

Das ist ein furchtbarer Platz hier. Komm, wir wollen gehen.

- Das macht mich ganz kaputt hier. - Ja, komm.

Wenn du willst, dann kannst du jetzt mit mir schlafen.

Warum sagst du das so, Carol?

- Hör mal, Robbie. Wollen wir etwas vereinbaren? - Ja, was denn?

- Keine Fragen. - Ja, gut. In Ordnung.

Robbie, es gibt etwas, was ich wissen möchte.

Hast du etwas dagegen, wenn ich dir eine letzte Frage stelle?

Keine Fragen, keine Antworten. Okay?

- Du hast Recht. - Im übrigen werde ich sowieso rauskriegen was ich wissen will,

aber auf meine Weise und damit fange ich gleich an.

- Hey, red keinen Unsinn. - Das ist kein Unsinn. Ich meine es ernst.

Dann musst du mich aber erst kriegen.

- Wo bist du gewesen? - Unten am Strand.

Ich bin zum Strand runter gegangen, aber du warst nicht dort.

Du warst mit diesem Amerikaner zusammen, stimmt's?

- Nein. - Natürlich warst du das.

- Komm ins Bad. - Nein.

Na also.

Du kleine Lügnerin.

Ich weiß, dass du mit ihm zusammen warst.

Und ich weiß auch, was ihr zusammen getrieben habt.

Jetzt küss mich. Na los!

Hat dir das Ficken Spaß gemacht, ja?

Du bist eine schlechte Lügnerin.

Du kleine Hure.

Wasch seinen Gestank von deiner Haut. Na los, nun mach schon!

Es hat dir Spaß gemacht oder? Es hat euch beiden Spaß gemacht, was?

Du bist nicht sauber genug. Los, runter mit dir!

Lass ihn erst zum Finish frei. Viel Glück.

- Was führt Sie denn hierher? - Dasselbe wie Sie, Miss Levis.

Ich wusste gar nicht, dass Sie ein Rennpferd besitzen.

Das ist nur eins meiner diversen Talente.

Es ist nur bedauerlich, das Sie die wichtigste Sache nicht können.

- Da bin ich aber mal gespannt. - Liebe machen.

- Liebe machen? Das ist glatte Provokation. - So war das nicht gemeint.

Ich hab nur von einer Tatsache gesprochen. Viel Glück.

Ladys und Gentlemen, noch 30 Sekunden bis zum Start

des diesjährigen Rennens um den Golden Cup. - Wir müssen heute gewinnen.

Die anderen haben keine Chance.

Das ist das Zeichen für Reiter und Pferd in die Startbox zu gehen.

Jetzt stehen sie alle in ihren Boxen.

- Das war der Start. - Los, Charlie, los!

Ein sauberer Start. Das Tempo ist sehr scharf.

Charlie ist vorn, direkt gefolgt von Striker, Winford und Nimbus.

Freywills Jermaine liegt hinter dem Feld zurück.

Er hatte einen schlechten Start.

Das Feld zieht sich jetzt auseinander. Immer noch Charlie in Führung.

Kopf an Kopf um Platz 2 sind Striker und Winford.

Dann eine halbe Länge zurück und dritter Position, der hohe Favorit Nimbus.

So geht es in die erste Kurve. Charlie ist noch immer in erster Position.

Jetzt aber gefolgt von Winford an zwei. Striker fällt weiter zurück.

Der Favorit Nimbus ist klar an dritter Position. So geht es auf die Zielgerade.

Die Positionen sind unverändert, doch schließt

Nimbus immer weiter zu Winford auf.

Charlie liegt immer noch eine halbe Länge vor dem Feld.

Jetzt läuft Nimbus sein Rennen. Er zieht an Winford vorbei

und schließt auf zu Charlie. Das sieht ganz nach einem spannenden Finish aus.

Charlie führt nur noch eine halbe Länge vor Nimbus.

So geht es auf die Ziellinie zu. Nimbus kriegt die Zügel,

er holt die letzte Kraft aus den Flanken.

Es sieht aus, als schafft er es. Ja, er hat Charlie passiert. Er hat es geschafft!

Erster Nimbus. Zweiter Charlie. Dritter Winford. Und Vierter Striker.

Schon wieder verloren.

Ein bemerkenswertes Ergebnis für Charlie.

In seinem ersten Rennen als Dreijähriger in einem erstklassigen Feld wurde er Zweiter.

Man wird in Zukunft viel von diesem Galopper erwarten können.

- Auch weiterhin viel Erfolg. - Vielen Dank.

Es war ein Kopf-an-Kopf-Rennen, was halten Sie von Charlie?

Nimbus hat gewonnen, und das ist das Wichtigste.

Ja, er lief sehr gut, aber Sie müssen zugeben, er hat Glück gehabt.

Charlie hätte ihn beinahe geschlagen.

Kompliment, Miss Levis. Es mag vielleicht komisch für Sie klingen,

aber ich bin froh, dass Sie gewonnen haben.

Sie scheinen in Ihrem Leben sonst immer verloren zu haben.

Immer hübsch überheblich. Sie sollten Ihr Ego schnellstens kurieren lassen.

Tut mir leid, ich sagte schon, so bin ich nun mal.

Auf jeden Fall gewinnt Charlie den nächsten Kampf.

Sie haben wirklich die Gabe zu fantasieren. Ich kaufe Ihren Charlie.

Ich zahle Ihnen einen guten Preis.

Denn ich kann es mir leisten, einen Verlierer zu besitzen.

- Wieso glauben Sie, dass ich ihn verkaufe? - Alles hat seinen Preis.

Besuchen Sie mich doch mal, dann können wir darüber reden.

Hast du diese Journalisten gehört? Nerven haben die.

Glück gehabt zu gewinnen, als ob da Glück im Spiel gewesen wär.

Aber das ist doch kein Grund, sich so aufzuregen.

Ich versteh ja nicht viel vom Pferderennen, aber Charlie ist doch gut gelaufen.

Und ich dachte auch, dass Nimbus Glück gehabt hätte.

Du naives, dummes Luder. Wenn du nichts davon verstehst, dann halt doch deinen Mund!

Ach, was ist denn los mit dir, Emmanuelle? Was ist bloß in dich gefahren?

Du hast kein Recht, so mit mir zu sprechen. Bist du immer noch sauer über Robert?

Ich hab ihn seitdem nicht mehr gesehen.

Du hast dich verändert, seitdem du mit diesem Scheißkerl zusammen warst.

- Ewig schwirrt er dir im Kopf herum. - Ist nicht wahr, und hör auf mit diesem Gerede,

dass alle Männer scheiße sind, bloß weil du mal blöde Erfahrungen gemacht hast.

Du bist so naiv, Carol, dass mir schlecht wird.

Lass mich doch meine Erfahrungen machen und kümmere dich nicht drum.

Aber ich werde immer glauben, das nächste Mal wird es besser.

Besser. Wenn du dich benimmst wie ein Flittchen,

wirst du behandelt wie ein Flittchen. Und du benimmst dich wie ein Flittchen.

Irgendein Kerl lächelt dich an und schon machst du die Beine breit.

Was? Weißt du, mit wem du sprichst?

Wenn ich ein Flittchen bin, was glaubst du denn eigentlich, was du dann bist?

Du scheinheiliges Luder. Du machst mich krank.

Du gehst wirklich zu weit. Mit dem nächsten Flugzeug, das morgen fliegt, hau ich ab!

Dann ist es wohl besser, du steigst aus und läufst zu Fuß weiter.

Die frische Luft wird dir gut tun.

- See you later, Darling. - Hau ab!

Herrgott, wir sind absolut pleite.

Nur weil dieser Nimbus ihn im Finish um ein paar Millimeter geschlagen hat.

Weißt du, was ich glaube? Ich glaube, Nimbus war gedopt oder so was?

Hört auf damit. Ihr wisst doch: Ein echter Mann verliert mit Würde.

Und ihr zwei benehmt euch wie hysterische, alte Jungfern.

Hey, seht mal. Halt mal an!

- Wir sehen uns später. - Wir warten in der Stadt auf dich. - Okay.

Parken Sie hier immer so, oder wollen Sie ihn wieder frei kriegen?

- Sehr witzig. - So bekommen Sie ihn niemals raus.

- Ich kann immer noch zu Fuß laufen. - Um damit Ihre Unabhängigkeit zu beweisen.

Seien Sie nicht so dickköpfig.

- Schauen Sie sich das an. - Was? - Den Sonnenuntergang.

Ich mag das nicht. Ich schaue nicht gerne zu, wenn etwas stirbt.

Ein bekannter Poet verglich den Sonnenuntergang einmal mit der Ewigkeit.

Ewigkeit, sagt er, ist der Moment, indem die Sonne im Meer versinkt.

- Tja, aber das hier ist die Wüste. - Ein Wüstenmeer. Das ist dasselbe.

Mysteriös, geheimnisvoll, zeitlos. Der Schoß der Natur.

Na, da kann ich mir einen besseren Ver- gleich für einen Sonnenuntergang vorstellen.

- Sich lieben. - Das ist doch dasselbe.

Da ist kein Unterschied zwischen Liebe und Ewigkeit.

Wie können Sie sagen, dass Liebe und Ewigkeit dasselbe sind?

Das sind zwei völlig verschiedene Dinge.

Sie sind zu zynisch. Was ist Ihr Problem, Emmanuelle?

- Ich bin Realist, was das Leben angeht. - Aha, Sie und die Jungfrau von Orleans.

So, hier steige ich aus. Es war mir ein Vergnügen.

Vielen Dank für Ihre Hilfe. Kommen Sie irgendwann wegen Charlie vorbei?

Ich hab es nicht vergessen. Bleiben Sie aber nicht wieder im Sand stecken.

Carol! Carol!

- Oh, Hallo. - Guten Abend. Wissen Sie, wo Carol ist?

Sie ist noch nicht zurückgekommen. Sie ist in die Stadt gefahren zum Einkaufen.

- Sie können warten, wenn Sie wollen. - Ich will Sie nicht belästigen.

Seien Sie nicht verrückt, Robert. Sie sind keine Belästigung.

Sie lässt sich ganz schön Zeit, oder?

- Lieben Sie Carol, Robert? - Lieben? - Ja.

- Nein, es macht uns Spaß. - Oh, Robert. Sie wirken noch sehr unerfahren auf mich.

Dann geben Sie mir doch etwas von Ihrer Erfahrung. Was bedeutet Liebe?

Lieben heißt, eine Zärtlichkeit im richtigen Moment geben.

Und die Möglichkeit, Sex zu machen mit jemandem, ohne Komplikationen.

Nein, Lieben ist die Fähigkeit, miteinander zu kommunizieren.

Sie wollen dabei ein Schwätzchen halten?

Nein, was ich meine ist: Kommunikation ist viel wichtiger als die reine Sexualität.

Aber Sex ist eine Form der Kommunikation.

Und dazu braucht man keine verwirrenden Dialoge.

Wenn man zusammen nackt ist, ist es der direkteste Weg der Kommunikation.

Worte komplizieren nur und machen einfache Beziehungen undurchschaubar.

- Ich fang an zu glauben, dass du Recht hast. - Ich weiß, ich habe Recht.

Ich hatte niemals so Recht wie jetzt.

Carol, ich dachte, du wärst ein bisschen intelligenter.

Komm vorbei und ich bezahle dir, was ich dir schulde, okay?

Ja, wenn dir das lieber wär. Also dann in der Bank morgen früh.

Oh nein, tu, was du willst. Ich werde bestimmt sehr schnell eine Neue finden.

Ciao.

- Guten Morgen. - Guten Morgen. Du bist sehr früh auf den Beinen.

- Ich habe eine lange Reise vor mir. - Oh, du läufst also weg?

Zwei Frauen auf einmal jagen dir wohl Angst ein, was?

Ich habe diesen Trip schon vor langer Zeit geplant.

- Ich gehe nach El Guler in der Sahara. - Dann solltest du dich beeilen, Darling.

- Wo ist Carol? - Sie hat ihre Koffer gepackt und ist gegangen,

als wir zwei im Bett waren. - Viel Glück, Emmanuelle.

Das war es also, du gehst weg und das Spiel ist beendet.

Nicht für mich. Ich fange heute mit einem neuen Spiel an.

- Sehr feuchte Luft heute Abend. - Warum gehen wir nicht rein?

Okay, lassen Sie uns gehen.

Wie ich schon sagte, ich habe beschlossen etwas völlig Neues anzufangen.

- Ich werde mein ganzes Leben ändern. - Sie können sich glücklich schätzen.

Sie können tun, was Sie wollen, wie Sie es wollen und wo Sie es wollen.

- Ich kann das nicht. - Ja, ich bin sicher. Reichtum kann eine Fessel sein.

Es ist eine erträgliche Fessel. Man hat auch einige Vorteile.

Emmanuelle, ich möchte Ihnen ein Angebot für Nimbus machen.

- Wollen Sie ihn mir verkaufen, oder nicht? - Glauben Sie, ich bin verrückt?

Ich kenne sehr wohl die Motive Ihres Besuchs.

Sie sind aufmerksam und sehr freundlich.

Und Sie machen sehr viele Komplimente, etwas zu viel.

Aber damit streuen Sie mir keinen Sand in die Augen.

Glauben Sie wirklich, Ihr Lächeln könnte über Ihre Tricks hinweg täuschen?

Ich kenne solche Männer wie Sie. Sie können mich nicht bluffen.

Warum so verklemmt reagieren? Haben Sie Angst vor mir?

Nein. Ich fürchte mich vor niemandem, Peter.

Hören Sie, Emmanuelle, man kann in Ihnen lesen wie in einem Buch.

Ich verstehe. Sie haben in meiner Vergangenheit nachgeschnüffelt.

Aber nur die Gegenwart ist wichtig. Und ich schulde niemandem eine Antwort.

Denn ich bin jetzt reich und besitze Macht.

Das klingt bei Ihnen so, als sei so was eine persönliche Errungenschaft.

Das, wenn man so was erreicht, das das Ergebnis eigener harter Arbeit sei.

Dabei ist es doch nur eine Folge des Schicksals. Ein absoluter Glücksfall.

Ja, aber das Glück kommt nur zu denen, die es verdienen.

Wenn Sie meinen. Wie dem auch sei.

- Verkaufen Sie Nimbus? - Ich verkaufe keine Dinge, ich kaufe sie.

- Und manchmal spiele ich um sie. - Warum nicht?

- Wie viel Karten wollen Sie? - Zwei.

Drei für mich.

- Sollen wir erhöhen? - Tja, wie könnte ich? Ich hab nur dieses eine Pferd.

Zehn Schläge mit der Peitsche.

- Zwanzig. - Dreißig.

Sehen.

Eine blöde Art zu spielen. Ich spiele lieber um Geld.

Sie haben Angst zu bezahlen, oder?

Madame.

Madame, draußen warten ein junges Mädchen und zwei Männer.

Ich werde jetzt gehen und überlasse Sie Ihren Gästen. Wir reden ein andermal.

Was ist das für eine Melodie?

Ein altes Haschlied aus Indien. Da kannst du richtig abfahren.

Komm, küss sie.

Nun zieht euch aus, ich will euch nackt sehen.

Und nun liebt euch.

Ich möchte alles sehen.

Ihr macht das wunderschön.

Lasst sie kommen.

Hey, wieso guckst du so traurig durch die Welt?

Der Tag ist viel zu schön, um alleine hier rumzusitzen.

Komm mit uns. Komm. Na, komm schon.

- Wir haben schon auf dich ge- wartet, Peter. - Tja, nun bin ich ja hier.

- Und wie laufen die Geschäfte? - Verdammt schlecht. - Pleite.

- Im Süden gibt es Geld, wenn du willst. - Tja, ihr müsst ohne mich fahren.

Du bist nicht gerade das, was man einen Kumpel nennt.

Ich meine, wer zum Teufel hat dich ins Geschäft gebracht, Peter?

Schon vergessen?

Ach reden wir nicht drüber, es ist nicht so wichtig.

- Es war dumm von mir, dich über- haupt zu fragen. - Komm mit, Peter.

Kann nicht mitkommen. Macht es gut.

Ich hab nicht geglaubt, dass Sie noch mal kommen.

Warum sind Sie hier?

Ich wollte Auf Wiedersehen sagen und Ihnen außerdem ein Geschenk machen.

- Was meinen Sie mit Geschenk, Peter? - Na ein Geschenk. Ein Präsent. Charlie.

Sie machen sich über mich lustig. Oder schenken Sie ihn mir wirklich?

- Wieso? - Zwei Gründe.

Ihr ganzes Leben lang haben Sie nur etwas gefordert.

Und Sie mussten für alles sehr hart kämpfen.

Niemand hat Ihnen jemals was von sich aus gegeben.

Ich möchte Ihnen etwas geben und Ihnen zeigen, was Geben heißt.

Es ist seltsam, dass Sie dieses Lied kennen.

- Es erinnert mich an meinen ersten Kuss. - Ich verstehe, was Sie meinen.

Es ist eine jener Erinnerung, die einem die Vergangenheit

wie ein Märchen erscheinen lässt.

Spielen Sie weiter, es ist schön.

Manchmal wünsche ich mir, ich könnte die Zeit zurückdrehen.

Aber es bleibt immer das Jetzt.

Weißt du noch, wie du mir den Sonnenuntergang zeigtest?

- Sicher. - Und du die Zeilen von diesem Dichter erwähnt hast.

- Ewigkeit. - Das hat mir Angst gemacht. Weil es richtig ist, was du sagtest.

Es ist die Ewigkeit. Ein Akt der Liebe.

- Und du fürchtest dich vor der Liebe? - Ja.

Während eines Liebesaktes stirbt ein Teil von dir und ist für immer verloren.

Davor fürchte ich mich.

Ja, du hast Recht. Aber es geschieht mehr als nur das.

Das, was wir verlieren, wird ersetzt. Durch die Fähigkeit zu geben.

Ich will ein bisschen sterben. Dir etwas geben.

Lassen wir die Masken fallen. Für einen Augenblick.

- Für diesen Augenblick. - Die Ewigkeit des Augenblicks.

Peter!

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