All language subtitles for Kohlrabenschwarz.S01E05.GERMAN.1080p.WEB.h264-SAUERKRAUT

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Original subtitles

Hören Sie, ich habe keine Lust auf Ihre Spielchen.

Wollen Sie mir nicht erst mal verraten, wer Sie sind?

Erzmann. Haben Sie das Märchenbuch gelesen?

Ist das Märchenbuch von Ihnen?

Geliefert ja, verfasst nein.

Lesen Sie das Büchlein vom ersten bis zum letzten Buchstab.

Denn ich kann Ihnen kaum garantieren,

dass das Erwachen auf die Region Oberbayern

beschränkt bleibt.

Die Pächter könnte auch Gutes geben,

schenkt Reichtum, Wissen

oder Leben.

Andere sperrt sie in Träume ein.

Ich hatte davor eine Patientin, eine Kollegin von Frau Leitner, die ziemlich genau das

gealpträumt hat, was dem Gotthold passiert ist.

Daraus schließen Sie, dass eine Pärchter umgeht?

Der Bielmeier ist tot.

Sie hat Alarm ausgelöst und sich quasi selbst unter Mordverdacht gestellt.

Wenn Sie Grund zu der Annahme haben, dass diese Frau Eschweyer eine Pärchter ist, dann

halten Sie um aller Dämonen Willen einen gebührenden Abstand ein.

Ich warb!

Spähpunkt auf die Fersen!

Kopf zurück!

Nicht nach unten schauen!

Jetzt habe ich wegen dir nach unten geschaut!

Sorry!

Stefan, was machst du?

Na endlich!

Erdmann!

Hier, mit der einen fest zusammendrücken, mit der anderen zuschlagen.

Zuschlagen?

Ich kann doch nicht...

Wenn die drei denken, dass sie abstürzen, schalten Geistentörper vor dem Aufprall ab.

Das Ergebnis ist das gleiche, ob Traum oder nicht.

Also, los jetzt!

Schwab, mit jedem weiteren Versuch schwindet die Kraft des Wachkristalls.

Und ich habe genau diesen einen letzten.

Wenn Sie die drei also zurückholen wollen,

dann reißen Sie sich gefällig zusammen und tun Sie endlich, was nicht zu vermeiden ist!

Tut mir leid, Stefan.

Ich dachte...

Was?

Warum machen Sie das nicht?

Exakt darum.

Es fehlen noch zwei.

Wer ist er denn?

Später. Erst müssen wir sie die beiden da rausholen.

Okay, ich mach das. Also Ohrfeige und dann?

Dabei das da zusammendrücken.

Okay.

Was ist hier los?

Frau Eschweyer, wir...

Wir hatten sie gerade pünktlich von unten hochgebracht.

Als... als...

Als?

Als...

Als ich die Verdächtige übernommen habe.

Die beiden hatten just den Raum verlassen, als sie mich überwältigte und die Flucht ergriff.

Ich übernehme die volle Verantwortung.

Sie sehen mich zutiefst beschämt und ich mich emotional außerstande, diesen Beruf weiter auszuüben,

weswegen ich hiermit den Dienst quittiere.

Die Damen, die Herren, Herr Kriminaldirektor, habe die Ehre.

Was ist denn da schon wieder? Wo ist denn die Frau?

Sie ist flüchtig, Herrgott, nochmal.

Flüchtig?

Starren Sie mich nicht an wie ein Reh im Fernlicht.

Falkner, tun Sie was.

Natürlich. Frau Leitner, Sie fahren da mal hin und schauen sich bei Frau Eschweyer um.

Herr Oberreuther, wir geben eine Großverordnung heraus.

Ich will alle verfügbaren und nicht verfügbaren Leute auf der Straße sehen.

Haben wir uns verstanden?

Laut und deutlich.

Räumen Sie das da weg.

Frau Innenminister, wie schön.

Äh, ja, wir haben alles unter...

Nein.

Ich muss los.

Äh, ich komm mit.

Eigentlich darf ich Sie nicht mitnehmen, ne?

Spielt keine Rolle.

Wie sind Sie hier reingekommen?

Es ist von allergrößter Bedeutung, dass Sie beide mir nun ganz genau zuhören.

Frau Leitner, Sie ganz besonders, denn dann können Sie es Herrn Schwab gegebenenfalls erklären.

O-H.

O-H?

Ort, Herkunft, Artefakt. Diese drei Dinge sind maßgeblich für das Erwachen der alten Geschichten.

Einzeln, eine Petitesse, dort trifft das O auf H und A, ist die Wirkung dramatisch.

Moment, Moment. Welcher Ort, von was, herkommt von wem, worum geht's hier bitte?

Sie meinen die Orte, an denen eine Sage oder ein Märchen spielt.

So wie die Thomaskapelle oder das Moor vom Kraxelmann.

Und ob jemand mit dem Protagonisten verwandt ist.

So wie der Gotthold, der vom Schmied abstammt.

Und ob ein Objekt, das Gegenstand der alten Sache war, darin verwickelt ist,

wie die unheilige Haue des blutigen Thomas, was könnte ich sonst meinen zum Teufel?

Okay, okay.

Ähm, Herr...

Erdmann.

Herr Erdmann, wir müssten dann jetzt...

Wollen Sie mitfahren?

Ich wollte allzu gern, aber es ist mir strengstens verwehrt.

So tief habe ich mich heute in die Angelegenheiten der Sterblichen gemischt und schon einmal musste ich dafür bitter bezahlen.

Tückisch ist die Pärch da und geschickt zugleich.

Die was?

Wenn sich Wasser sammelt, wo es nicht hingehört, suchen Sie ihr Heil in der Flucht.

Und wie halten wir die Pärch da auf?

Ich hoffe für Sie beide und alle weiteren möglichen Opfer, dass sich Ihnen ein Weg offenbart.

Mir ist keiner bekannt.

Wart mal Zeit.

Und jetzt?

Jetzt erzählst du mir alles über diesen Typ.

Und seine Pärchter.

Jesus Christ.

Ist das...

Karsten.

Ich ruf mal Stusi und Co.

Hat es noch einen Moment Zeit?

Dann könnten wir uns erstmal in Ruhe umschauen.

Ich verschwinde dann, bevor die alle anrücken.

hast recht. Nebenattribute der Pärchter sind Eisen und Stroh und verbunden mit der Frau

Holle aus den Grimmschen Hausmärchen bestraft die Pärchter Menschen mit

Wahnsinn oder Tod. Stefan! Überall in den Reichstum das Brunnen.

Raus hier!

Franz, ich brauche dich.

Hallo Anna, wir sind jetzt da. Komm doch bitte sobald wie möglich nach, ja?

Ich sperre zur Sicherheit vorne ab. Anna, bitte klopfen, ich mache dann auf.

Und wenn wir dich nicht hören, dann ruf kurz an. Ciao.

Frau Ischweier, es wäre von großem Nutzen, wenn Sie uns mehr erzählen, als wir bisher wissen.

Nachdem ich mit Anna telefoniert hatte, da wollte ich das Nudelwasser aufsetzen.

Ich war verabredet mit meinem Freund, er wollte reden und er stand noch im Flur.

Da hat er mir sofort gesagt, dass er seit über einem Jahr ein Verhältnis hatte.

Mit einer Kollegin.

Danach weiß ich nichts mehr.

Wann sind Sie dann wieder aufgewacht?

Im Polizeirevier.

Und Sie haben keine Ahnung, wie Sie aufs Revier gekommen sind?

Ich war einfach da.

In Uniform.

Überpünktlich für den Beginn der Frühschicht.

Hey, guten Morgen. Was machst denn du so früh hier?

Als ich wieder zu mir gekommen bin, war er schon tot.

Niemand sonst war da. Es war wie in meinen Träumen.

Ich habe ihn umgebracht. Ich weiß das ganz genau. Ich fühle es.

Er war schuldig.

Inwiefern?

Er hat die Familie, den Schulamtsdirektor, bedroht. Er war's.

Woher wissen Sie das?

Weil ich es weiß. Er hat sich versündigt.

Das nächste Mal, als Sie dann wieder aufgewacht sind, da waren wir bei Ihnen, richtig?

Anna hatte Sie im Arm und wir wollten Ihnen helfen.

Ja, ja.

Alles gut. Mach schon.

Was ist eigentlich mit Karsten? Wieso durfte ich vorher nicht in die Küche?

Freischwerter, das ist jetzt kein guter Zeitpunkt.

Bitte.

Lügner.

Gelesen hab ich dich.

Die Wahrheit kenne ich.

Leben sollst du, aber wie tot.

In den Nebeln der ewigen Einsamkeit.

In ihren Fingern ist er tot.

Sie lebt, aber wie tot. In den Nebeln der ewigen Einsamkeit.

Wer sind Sie, Schwab? Was sind Sie? Kein Ritter? Nein, auch kein Prinz? Kein Jäger?

Wollen Sie mir vielleicht verraten, was Sie damit meinen?

Ich habe mich in dieser Sache schon viel zu weit hinaus gewagt. Empfehlen Sie mich.

Halt! Das kommt nicht infrage.

Sie sind uns antworten schuldig, Herr Erdmann.

Ich werde auf gar keinen Fall wohl sein.

Möge die Seele ihrer tapferen Freundin allen Umständen zum Trotz den Frieden finden, den sie verdient.

Amen.

Gibt es denn irgendetwas, was wir tun können?

Sie könnten mir ein Scherlattekredenzen.

Ich meinte für Nikola.

Oh, solange die Pächter in ihr haust, wüsste ich nicht wie.

Können Sie jemanden um Rat fragen?

Nicht solange ich mich als Person Hanon Grater bei den ewigen Sechs noch unbeliebter mache.

Die ewigen Sechs haben aber kein Problem damit, dass irgendwelche Märchengestalten blutige Schneisen durchs Land schlagen.

Wie soll ich sagen? Nein.

Ernsthaft jetzt?

Im 27. Jahr des Dreißigjährigen Krieges beschlossen die damals noch ewigen Sieben,

dass den Menschen nicht mehr zu helfen sei und sie sich doch bitte untereinander abschlachten mögen,

wie es ihnen beliebt. Aber Sie sehen das anders. Ich bin der festen Überzeugung,

dass jedwedes Leben schützenswert ist, ob magisch oder sterblich. Und wenn ich

vielleicht meinen Chai Latte... Ihre Überzeugung in allen Ehren,

Aber das alles ist kein Beweis für irgendwas.

Aber...

Entschuldigung, Stefan.

Du hast doch selbst gesagt, dass die Dinge für dich wieder Sinn ergeben müssen,

weil du sonst durchdrehst.

Frau Leitner, was wollen Sie von mir?

Dass sie konkreter werden, Herr Erdmann.

Konkreter als die Perch der Halluzination, in der Sie steckten?

Auf jeden Fall konkreter als irgendwas, das man auch mit...

...Hypnose oder einer Spritze auslösen kann.

Respekt vor Sofie Skepsis.

Gar nicht nix für, ist ungeboren.

Ich verstehe.

Würden Sie denn jenen jetzigen Augenblick meiner selbst als einen rundum realen solchen bewerten?

Ja, glaub schon.

Warum?

Darum.

Nur loslassen.

Ich bräuchte es.

Denn dies ist mein eigentliches Erscheinungsbild.

Ich weiß jetzt nicht, wie ich fragen soll, ohne dass das respektlos klingt, aber...

Sie wollen fragen, ob ich ein Zwerg bin?

Wissen aber erfreulicherweise, dass dies für Menschen mit Kleinwuchs fraglos eine Beleidigung darstellt.

Ich dagegen bin sehr stolz darauf.

Noch präziser und darüber hinaus historisch korrekter wäre allerdings der Begriff...

...Schwarzalp.

Schwarztier, Almvorer.

Die Almen unter Tage aus der nordischen Mythologie.

Ich hab so viele Fragen.

Ich auch.

Vor allem, was erwartet uns als nächstes?

Der Froschkönig?

Mit dem will ich gerade noch fertig werden.

Ich vermag nicht vorherzusagen, welche Geschichte demnächst erwacht.

Schade.

Es gibt weltweit unzählige niedere Artefakte,

die in Kombination mit dem passenden Ort und einer Person entsprechender Herkunft

großen Schaden anrichten können.

Ja, und ohne die Kommi?

...sind es einfach nur...

...Dinge.

Dürfte ich nun abermals auf das Heißgetränk hinweisen? Ich bezahle es auch gerne.

Äh, natürlich.

Und ein Stück von Apfelströßen, wenn möglich.

Herr Erdmann, noch einmal wegen der niederen Artefakte.

Ja.

Was wäre denn, wenn ein Ort und eine Herkunft auf ein mächtigeres Artefakt treffen würden?

Das ist völlig unmöglich.

Ach so.

Alle selbstständig wirkmächtigen Artefakte wurden vor langer Zeit in unterirdischen Archiven gesammelt.

Auf jedem Kontinent gibt es genau eines.

Und sie werden rund um die Uhr bewacht.

Und wie sicher sind die da?

Sehr, sehr, sehr sicher.

Haben Sie dafür Beweise?

Für Ihren Seelenfrieden werde ich nun meine alte Freundin Antigone anrufen.

Sie ist seit über 500 Jahren die oberste Wächterin des Archivs in Europa.

Sie schläft nie und geht darum auch immer direkt.

Was?

Wir müssen nach Wien. Und ich bedarf Ihrer aller Unterstützung.

Immerhin blieb uns der Tunnelwurm erspart.

Nach deiner Beschreibung bin ich ganz froh drum.

Dank Ihnen habe ich all meine Gefallen bei der Wurmkönigin aufgebraucht.

Ich bin untröstlich.

Haben Sie Angst, dass uns der böse Wolf aus dem Rotkäppchen folgt?

Nein. Der ist hinter Schloss und Riegel.

Everything is an illusion

Reality is what you feel

Your life is nothing but confusion

And maybe even real

You may think this is the life you know

That is your friend, over there is your foe

You think what you see is what you get. But you ain't seen nothing yet.

Everything is an illusion. Reality is what you feel.

Your life is nothing but confusion. And maybe you're not even real.

Hey Erdmann, mal abgesehen davon, dass das alles vollkommen irre klingt und ich selbst nicht

glauben kann, was ich gleich laut ausspreche, könnte es denn sein, dass irgendwer absichtlich

dafür sorgt, dass Ort, Herkunft und Artefakte zusammentreffen?

Du meinst dieser Basecamp-Typ?

Und dass es ihm was bringt, weil durch die Morde irgendeine Energie entsteht?

Die er dann mit dem Aurasauger sammeln kann, oder was?

Durch die Ornamente.

Er sammelt Energie durch die Ornamente.

Ja, warum nicht?

Weil durch Tötungsdelikte keine Energie frei wird, man diese also auch nicht sammeln kann.

Und ich mich jetzt schon dafür schäme, dass ich das überhaupt gesagt habe.

Schade.

Wo sie alle damit doch so wunderbar richtig liegen.

Was?

Zumindest deckt sich Ihre Vermutung mit meinem einzigen und somit besten Erklärungsversuch der vergangenen Ereignisse.

Dann sagst uns doch endlich, wer der Typ ist. Ich beiße immer Wendeltreppen ins Knack und der Gras ist Bissen.

Ich habe nicht den Schimmer eines Funken seiner Ahnung.

Schade.

Wie könnte der Typ denn diese Energie sammeln?

Es gibt nur eine einzige Form der Aufnahme magischer Energie.

Und diese ist den sogenannten Todlosen vorbehalten.

Den Todlosen? Von denen habe ich auch noch nie was gehört.

Ja, das würde was heißen.

Genug der Spekulation. Das Hier und Jetzt verlangt Ihre ungeteilte Aufmerksamkeit.

Herr Schwab, bitte klopfen Sie an.

Klopfen? Warum ich?

Weil ich Grund zu der Annahme habe, dass all das Ihre Geschichte ist. Also bitte.

Moment. Das heißt, ich bin Teil von dem seiner Geschichte?

Dem Seiner. Das ist unter Ihrer Würde, Frau Ludwig.

Herr Schwab, bitte.

Das könnte Gott halt nicht besser.

Herr Hartl, Frau Leitner, Frau Ludwig, Ihre Aufgabe erwartet Sie.

Jetzt bin ich gespannt.

Ich auch.

Kruft mit Smart Home. Charmant.

Was genau wäre jetzt unsere Aufgabe da, Herr Hunden?

Die drei werden hier warten.

Warten?

Das war's?

Was? Ist das nicht Ihr Ernst?

Beten Sie gerne zu Ihrem Gott in der Höhe, dass es auch dabei bleibt.

Wenn Herr Schwab und ich zurückkehren...

Äh, steht das zur Debatte?

Tun Sie einfach, was Sie tun müssen.

Warum sagen Sie uns nicht einfach, was wir...

Nein, es dann keine Geschichte mehr ist, sondern ein Theaterstück, in dem Sie nur den Weisungen folgen.

Sie sind sterblich. Sie müssen tun, was Sie tun müssen.

Dann sagen Sie uns doch einfach, was wir...

Nein, nein, nein, Sie sollen nicht tun, was ich Ihnen sage, sondern das, was Sie denken, was in dem Moment zu tun ist.

Ja, und wenn es dann genau das Falsche ist?

Dann ist es für Sie trotzdem das Richtige.

Auch wenn es uns alle ins Verderben führt.

Na, das klingt doch schon mal wieder sehr vertraut.

Also für mich hat denn so eine Wachtturm geholfen.

Wenn es hilft, ich kann gerne hier warten.

Ja, Sie kommen mit mir.

Warum?

Weil Ihre Geschichte hier hinunter führt, Herr Schwab.

Das ist kein Fusswerk.

Kein was?

Das sind keine typischen Hohnen.

Weder altnordisch noch sonst welche.

Auch kein Nazi-Kram, dafür ist es zu alt.

Was sind das für Zeichen?

Das sind Runier-Dwerger, ne?

Dwerger?

Zwergen-Runen?

Ich sehe, Sie sind bewandert in den alten Mythen des Nordens.

Ja, und allen anderen Himmelsrichtungen auch.

Was mich viel mehr interessiert ist, von welchen Schriftzeichen ihr gerade sprecht.

Von den Schriften hier auf den Balken, die...

Ihr seht die nicht?

Ich sage das nicht oft, denn es kommt nur alle 101 Jahre vor.

Aber wahrscheinlich muss ich mich korrigieren.

Frau Ludwig mag uns sehr gerne begleiten.

Und nun lassen Sie uns...

Und warum nicht wir?

Herr Hartl, bitte durchschreiten Sie doch einmal dieses Portal.

Das... das...

Dann werden wir wohl hier drin in Ordnung, hm?

Ja, das werden wir wohl.

Wenn Sie mich nun begleiten würden.

Bis gleich, Maßler.

Bis gleich?

Ja.

Möchte irgendjemand wissen, wie sehr krass ich überhaupt keinen Bock auf all das habe?

Und wir müssen jetzt hier runter, weil eine Freundin von Ihnen nicht direkt ans Telefon gegangen ist?

Richtig.

Und was, wenn die auf Toilette war?

Da die Wachen dort unten weder Nahrung noch Flüssigkeit zu sich nehmen,

wäre die Installation einer solchen Einrichtung erstaunlich sinnlos.

Und was ist mit Besuchern?

Die gibt es hier nicht.

Und wer unangemeldet hier eindringt, der muss nie wieder auf den Abort.

Glauben Sie mir.

Ich frage mich ja gerade, warum Sie nicht einfach alles wieder ins Lot zaubern?

Weil ich seit meiner ehrenabschneidenden Degradierung durch die ewigen Sechs nur noch durch Hilfsmittel wie Requisiten oder taumaturische Sprüchemagie wirken kann.

Und auch das nur sehr begrenzt.

Und das alles nur, weil Sie helfen wollten?

Herr Schwab ist beilahe nicht der Einzige, der einen Kreuz über sich hat.

Trotzdem verstehe ich nach wie vor nicht, was ich mit diesem ganzen Irrsinn zu tun haben muss.

Also gut, warum nicht jetzt?

Weil Sie offenbar ein Hans sind, Schwab.

Ein Hans?

Und was für einer?

Wieso muss man Ihnen alles aus der Nase ziehen?

Warum bin ich denn jetzt ein Hans?

Ich muss gestehen, ich war lange nicht sicher.

Und all die anderen Archetypen sind deutlich einfacher zu identifizieren.

Welche anderen?

Na der Ritter, die Prinzessin, der Jäger.

Aber einen Hans, einen Hans erkennt man nicht so leicht, denn die Hänse der alten Geschichten

sind mannigfaltig, ambivalent schon fast und es gibt sie in so vielen Schattierungen.

Welche Schattierung bin ich?

Sie, Herr Schwab, sind die bravouröse Kombination aller Schattierungen, Sie verkörpern das

denkbar bunteste Spektrum aller Hansigkeiten.

Gratulation, Hans.

Danke, es freut mich, wenn es von dir kommt.

Gerne.

Aber warum bin ich ein Hans?

Warum weiß ich nicht, aber dass Sie einer sind, ist...

Au!

Offensichtlich.

Das ist ein wahrlich wunderbarer Beweis dafür, welch ein prächtiger Hans Sie sind, Schwabler.

Ach ja?

Der hansigste Hans aller Zeiten vielleicht gar.

Ich verstehe nicht.

Aber ich?

Ja natürlich!

Stefan, du bist ein Hans.

Und was für einer.

Ach wie schön, dass ihr euch mal wieder einig seid.

Stefan, es geht um den Hans aus den Märchen.

Der Hans im Glück, der gescheite Hans.

Der Hans mit der Gans.

Ja ja, der Hans mit der Gans.

Der Hans ist in den Märchen immer der, der von einem Missgeschick ins nächste stolpert.

Na vielen Dank.

Au!

Der personifizierte Pechvogel.

Der arme Tropf, der immer auf den Deckel kriegt.

Aber am Ende...

Am Ende wird für den Hans alles gut.

Ist das so, ja?

Oh ja.

Denn sie werden reich und berühmt.

Sie finden Goldklumpen, goldene Eier.

Oder stolpern über magische Gegenstände.

Denn sie werden aber auch zu Königen.

Und bekommen die Prinzessin.

Manchmal.

Das heißt aber hoffentlich nicht,

dass ich deswegen diesen ganzen Märchenirrsinn verwickelt bin,

weil ich...

Also, weil das meine...

Meine Geschichte ist super.

Für mich also der Hans in den beschissensten Märchen ever.

So geil ist das. Mensch, ich freue mich so.

Stefan.

Was bist du denn dann? Die Gretel?

Dann wäre ich deine Schwester.

Um Himmels Willen.

Aber nein.

Sprechen Sie mir nach.

Josef Eti Askena.

Lucif, Eti, Ath, Skeena.

Ich habe schon immer gewusst, ich bin eine Fee.

Nicht ganz.

Ich habe da eine Vermutung.

Ja, ob weiße oder schwarze Hexe, da mag ich noch nichts zu sagen.

Es sieht mich an, wie ich die Möglichkeit für einen naheliegenden Gag ungenutzt verstreichen lasse.

Du bist so ein...

Hans?

Aber meine ursprüngliche Skepsis hinsichtlich ihrer Anwesenheit ist hier mit dem sprichwörtlichen Lichte der Ereignisse verglüht.

Na dann.

Papa!

Was ist das?

Dies war der einst unsere größte Stadt unter den Bergen, die ihr dir erinnert.

Und wo sind die alle hin?

Diese Geschichte soll ein andermal erzählt werden, wenn wir Zeit haben.

Viel Zeit.

Das ist Blut!

Geht's?

Nein, nein, Kuldenstern, Rashid, Antigone, warum?

Wer immer dafür verantwortlich ist, ihn, sie oder welche Wesenheit auch immer,

wird die Rache der Dwerga treffen und in jahrhundertelanger Agonie

quälend langsam dem Tode nur näher bringen.

Herr Erdmann, Ihre Rache schwöre in allen Ehren

und ich möchte auch nicht respektlos erscheinen, aber...

Was wollen Sie?

Ich will nur sagen, Ihr magischer Kreuz sollte sich vielleicht um die Dinge kümmern, die hier passieren.

Genau das ist mein Anliegen seit mehreren Wochen.

Und?

Bislang bekam ich nicht einmal die Gelegenheit, bei den Ewigen vorzusprechen.

Aber dieses fürchterliche Massaker hier, das können Ihre Ewigen doch nicht einfach so ignorieren.

Vielleicht wollen Sie beide sich einmal kurz vergegenwärtigen, was Sie alles bereit sind, problemlos zu ignorieren.

Wenn es nur Ihren Lebensstandard, Ihre Luxusgüter, fließend Wasser, Südfrüchte und die Klimaanlagen nicht gefährdet.

Und was machen wir jetzt?

Diese Türe dort führt zum eigentlichen Archivenumruf.

Wenn Sie gläubig sind, beten Sie, dass nichts fehlt.

Das ist nicht gut, oder?

Bei allen treuenden Dämonen.

Erdmann, was war da drin? Was?

Stefan!

Das ist nicht er.

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