All language subtitles for Kohlrabenschwarz.S01E03.GERMAN.1080p.WEB.h264-SAUERKRAUT

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Original subtitles

Ich dachte mir, warum warte der so komisch?

Roland Hoffmann, wir haben Namen, Adresse, alles, aber in der Wohnung ist seit Tagen keiner mehr gewesen.

Legenden, Märchen und Mythen aus dem bayerischen Hinterland.

Ein Schmied mit dem schönen Namen Gotthold geht einen Pakt mit dem Teufel ein.

Er schafft so einen wunderschönen und rundum perfekten Türknauf.

Mit dessen Hilfe er jede Wand verwandeln kann in eine Tür.

Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen erzähle,

dass ein obskures Objekt aus einem Raum verschwunden ist,

der eigentlich von niemandem betreten werden kann?

Asservatenkammer Schrobenhausen,

wegen den gleichen Störungen auf den Überwachungskameras.

Exakt genau das gleiche wie beim Kraxelmann.

What?

Und was wollten die?

Den Türknauf, genau den aus dem Schaufenster.

Sauberer Lackel.

Johann Anselm Gotthold, mehrfach verurteilt.

Was will er denn da?

Der klaut sich jetzt einen neuen Ausbruch?

Gotthold, machen Sie es nicht noch schlimmer!

Wir müssen weg.

Du sagst mir jetzt sofort, was passiert ist.

Der Franz ist hier unten, zwischen lauter Scheißkartons.

Wer ist die?

In welchem Antiquitätengeschäft waren Sie heute?

In Prien, bei einer Frau Andersson. Warum?

Weil die Polizei in dem Fall ein paar Fragen an Sie beide hat.

Es war ja so klar, dass er sich ausgerechnet neben mich setzt.

Am liebsten hätte ich mich direkt woanders hingesetzt.

Aber ich habe ihm nie getraut.

Das ist völlig verständlich, Frau Erdl.

Sie wollten vorsichtig sein.

Der hat die ganze Zeit gesummt.

Immer die gleiche Melodie.

Wir können jederzeit eine Pause machen.

Und dieser Geruch.

Ich dachte die ganze Zeit, das kann doch unmöglich von diesen Typen kommen und dann hat er was ganz komisches gemacht.

Wie lange stand er denn da so?

Zu lange irgendwie.

Das müssen Sie auch gar nicht genau wissen. Das ist kein Problem. Gibt es noch was, was Sie mir...

Und dann hat er angefangen.

Irgendwann war keiner mehr da.

Aber ich hab ihn immer noch gehört.

Ich hör ihn die ganze Zeit.

Schauen Sie mal.

Das ist die Karte von der Frau Blumberg.

Sie ist Notfallpsychologin und Psychotherapeutin und ich denke, sie passt ganz gut zu Ihnen.

Okay, danke.

Ihr schaut's mir, dass die Ergebnisse von der Spuße bei uns zuerst auf den Tisch liegen. Ist das klar? Jawohl.

Salutieren vergessen.

Kann ich jetzt gehen?

Ich kläre das mal ab, ja? Moment.

Witzig. Habt ihr den Namen schon?

Roland Hoffmann. Persönliche Verbindung zu beiden Opfern. Arbeitsloser Metzger aus Raublenk.

Ja, das passt ja. Braucht ihr noch was von Frau Erdl?

Nein, dann gehe ich erst mal.

Gut. Da.

Vielen Dank.

Frau Erdl, das war's fürs Erste. Eventuell ruft Sie noch mal jemand an. Ja?

Hier ist meine Nummer.

451?

Entschuldigung.

Hier. Rufen Sie mich an, wenn noch was ist, ja?

Mache ich.

Alles Gute.

Danke.

Frau Leitner, es tut mir leid, dass Sie mich fast den Job gekostet hätten.

Haben Sie eigentlich eine Ahnung, wie sauer der Kreuz inzwischen reagiert,

wenn irgendwer im Umkreis von 100 Metern Ihren Namen auch nur flüstert?

Ich glaube, das will er euch selber sagen.

Na prima.

Melden musst du nicht.

Kreuz Teufel.

Das tut mir leid.

Danke.

Okay, jetzt schwindet der Wegerlein.

Servus, Männer.

Sehr schön.

Alle versammelt.

Sie können gehen.

Wollen Sie uns vielleicht verraten, was Sie...

Nicht so ungeduldig, Herr Diplompsychologe.

Gut Ding will weiterhaben.

So.

Christian Bernauer,

Florist und Betreiber

der gleichnamigen Gärtnerei

Er starb durch Ersticken am eigenen Blut aufgrund eines Fremdkörpers in der Luftröhre.

Ein Suppenblöffel.

Gewaltsam von außen durch den Hals gestoßen von Franz Hartl, Pfarrer.

So schaut's aus.

Haben Sie schon die Absolution erteilt?

Ja, leider noch.

Der Tote wies zudem mehrere Schussverletzungen auf.

Das war er.

Danke.

Ich weiß das.

Ja, wir auch, wir waren dabei.

Herr Kreuz, was soll das Schauspiel?

Ich kann Ihnen eine freudige Mitteilung machen, dass nichts von Ihren Eskapaden an die Medien gedrungen ist.

Es war nicht einfach, das kann ich Ihnen sagen.

Aber es ist mir gelungen, diese Misere umzuwandeln in einen Fahndungserfolg meiner Abteilung.

Glückwunsch.

Ich gehe fest davon aus, dass Ihre Gemeinde auch weiterhin nicht erfahren soll,

dass Ihr Pfarrer nachts kaltblütig Menschen tot löffelt.

Kaltblütig, ich war stinksauer. Witzig. Noch witziger sind die 1,3 Millionen Sachschaden

an einem Lagergebäude bei Strasslach. Aufgrund meiner Anregung interpretiert

die Staatsanwaltschaft ihre gelegentliche Arbeit für die Polizei als gelegentliche

Arbeit für die Polizei und so geht das nächtliche Detektivspiel durch als Ermittlung sachdienlicher

Hinweise. Danke. Ungleich schwere war es, Ihre beiden Namen herauszuhalten aus den

Ermittlungen wegen Mordes an der Antiquitätenhändlerin aus Prien. Moment,

wir waren doch nur... Ja, Sie waren die Letzten, die Sie lebend gesehen haben,

das ist richtig. Herr Kreuz, Sie wissen aber ganz genau, dass...

Sie wissen hoffentlich genau, wie weit ich Ihnen noch traue, nachdem Sie zum

wiederholten Male interner Manistizernals an Privatpersonen

weitergegeben haben, Frau Leitner. Dank Frau Leitner konnten wir... Dank Frau Leitner,

Na ja, das konnten Sie.

Die Frage ist nur, warum?

Ich verstehe nicht.

Warum Sie, Schwab, Sie, ausgerechnet Sie,

und dieser gewaltbereite Stellvertreter Gottes aufhören.

Dieses Gebäude ist zum Besten gefüllt mit Beamten.

Und da sitzt einer, der sicherlich auch dankbar wäre,

wenn er mal wieder so etwas Ähnliches

wie einen Fahndungserfolg verzeichnen könnte.

Wir sind da dran, wir...

Dran?

Arm dran sind Sie, Falkner.

Mehr nicht. Ihre Aufklärungsquote in den letzten zwei Jahren war, wo habe ich's denn, wo habe ich's denn?

Hier, vier Prozent. Gratulation.

Sie, Frau Leitner, wollen sich hoffentlich an Disziplinarverfahren ersparen

und behalten künftige Erkenntnisse für sich.

Und Faltner, Sie sorgen dafür, dass der nächste Killer mit einer Hacke von Beamten meines Dezernats gestoppt wird

und nicht von Dan Camillo und Sigmund Freud.

Gibt es dazu irgendwelche Fragen?

Ja, ich hoffe, Ihre Bemühungen, unsere Aktivitäten als Erfolg für Ihr Dezernat zu präsentieren,

haben sich nicht negativ ausgewirkt auf Ihre Beförderung ins Innenministerium?

Und auch die Einordnung meiner Person als stolzer Mitarbeiter, der auch in der Freizeit

seiner Pflicht nachkommt, kann ja nur als Positiv für Ihr Dezernat gewertet werden.

Schön, dann hätte ich noch eine letzte Frage. Wann genau ist mit Ihrer Versetzung zu rechnen?

Und ist schon bekannt, wer Ihre Nachfolger antritt?

Ich wollte nur wissen, ob ich den Sekt schon mal kaltstellen darf.

Also keine weitere Opferbetreuung?

Eher nicht.

Alles klar.

Herr Reitner, ich wollte mich entschuldigen für alles.

Entschuldigung angenommen.

Und bevor Sie fragen, nein, es gibt nichts Neues zum Hacke-Killer und auch der Gotthold ist nie wieder aufgetaucht.

Das wollte ich eigentlich erst kurz vor dem Dessert fragen.

Dann wären Sie vielleicht geplatzt und ich wäre da gesessen mit der ganzen Sauerei.

Und der Rechnung.

Stimmt.

Haben Sie schon was gefunden?

Ja, ich hätte gerne einen Ginger-Sun-Cola, bitte.

Für mich das Gleiche, bitte.

Herr Schwab, ich hätte mal eine Bitte an Sie als Psychologin.

Ja?

Eine Kollegin von mir geht zur Zeit sehr schlecht, also so richtig.

Und ja, da habe ich an Sie gedacht.

Es ehrt mich.

Hier, Sie soll sich in der Psychologischen Beratungsstelle Miesbach melden und sagen,

dass es mit mir abgesprochen ist, okay?

Vielen Dank.

Gerne.

Bitte sehr.

Dankeschön.

Glauben Sie das eigentlich?

Was genau?

Dass der Gotthold mit dem Türknauf durch jede Wand steigen kann.

Nein. Sie?

Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.

War anders gefragt. Wenn ich Ihnen sowas erzählen würde, was würden Sie dann sagen?

Ja, dass Sie nicht ganz Bubu in der Birne sind.

Ich glaube, das wäre noch geschmeichelt.

Ich habe aber keine andere Erklärung dafür.

Weder für den Gotthold noch für den ganzen anderen Wahnsinn.

Ich weiß doch, was ich erlebt habe.

Und der Pfarrer ist mein Zeuge.

Und sein Zeuge ist der Heilige Geist?

Cheers.

Cheers.

Na hallo zusammen.

Hallo.

Mensch Stefan, ich hätte dich ja überall erwartet, wo die Wurst weniger als 2,50 kostet.

Also, nicht falsch verstehen. Ich freue mich natürlich, dass er nach knapp zwei Jahren endlich mal wieder ein Date hat.

Ein Date? Das ist kein... Wir sind nicht...

Nicht?

Ja, wir sind ja noch nicht mal per Duo.

Stimmt. Wann war das eigentlich geplant?

Bald!

Oh, wow!

Okay, mir zwei schmettern uns jetzt erst einmal eine Pizza ins Gesicht.

Und vielleicht könnten wir im Anschluss daran gemeinsam irgendwo einen Absauger zu uns nehmen.

Ja, das klingt doch gut.

Äh, ja. Ich kann mir keinen besseren Ausklang dieses wunderbaren Tages vorstellen.

Bitte hör auf. Der Kreuz hat der Frau Leitner heute schon mit dem Disziplinarverfahren gedroht.

Alles gut. Spätestens seit diesem Anschiss weiß ich, wem ich vertrauen kann und wem nicht.

Okay, jetzt sehen wir aus wie Tick, Trick und Track.

Wie Stefan schon weiß, passen die Schnittwunden der Tatwaffe zu der Reuthaue, die aus der Asservatenkammer verschwunden ist.

Wusste ich.

Ich?

Doch, doch, weiter.

Die Reuthauer stammt aus einem historischen Fall von 1922.

Hinterkaifeck.

AG.

Kennt ihr das?

Ja, klar.

Bücher, Filme, Dokus, das volle Programm.

Moment mal.

Du meinst diesen Mehrfachmord?

Sechsfachmord.

Auf dem Hof hinter Kaifeck, genau.

Das war die Reuthauer?

Ja, logisch.

Der Gotthalter hat die mit seinem Zauberknauf aus der Auserwartendenkammer geklaut.

Moment mal.

Um sie dann weiterzugeben an jemand, der 100 Jahre danach mit dem Ding weitermordet?

Ja, genau.

Stopp.

Erstens sind wir weit davon entfernt, Gotthold irgendwas nachzuweisen.

Wir haben ja gesehen, wieder.

Haben wir nicht?

Nein, nicht direkt, aber...

Zweitens kann der Typ auch eine ähnliche Mordwaffe verwendet haben.

Aber die Beschreibung passt doch zu der alten Hacke, oder?

Ja, aber das heißt ja nicht, dass...

Nur mal einen Moment angenommen, das stimmt.

Wie passt da das blutige Ziegenfell rein?

Was ist denn?

Okay, die Reuthauer war in ein Öltuch eingeschlagen und darin war noch ein zweites Fundstück.

Sagen Sie nicht, dass...

Doch, ein Ziegenfell.

Ich dachte, das war frisch, weil es blutig war.

An den Tatorten wurde kein Ziegenblut gefunden.

Nur das der jeweiligen Opfer und seltsamerweise auch das vom Täter selbst.

Warum?

Keine Ahnung, aber die DNA vom Blut stimmt an beiden Tatorten überein.

Hat es noch irgendwas Auffälliges?

Du meinst außer, dass er vor Zeugen zwei Leute zerhackt hat?

Nein.

Doch, das mit dem Bein.

Ach so, stimmt, ja.

Der Typ hat vor der Tat jedes Mal sein Bein durch die Tür gestreckt.

Das haben die Zeugen im Jobcenter und in der Werbeagentur so bestätigt.

Aber was soll das?

Ich habe keine Ahnung.

Ich schon.

Ich will jetzt niemanden mit christlichem Brauchtum langweilen, aber kennt einer von euch vielleicht die Geschichte vom blutigen Damal?

Rein spaziert, meine Schäfchen, solange es keine Ziegen sind.

Na, zu früh?

Besser.

Du machst es ja spannend.

Ja, 70 Prozent von meinem Job da drin sind eine gute Show.

Bitte.

Also, ich bin eher am Infoteil interessiert.

Mausler, pack!

Ja, Mausler, pack aus!

Na gut, bis in die 1960er Jahre gab es einen Brauch unter den jungen Männern.

In der sogenannten Thomasnacht haben sie sich in ganz Bayern als blutige Damal verkleidet und sein Blut verschmiert durch die Straßen gerannt.

Sympathisch.

Eigentlich bloß zum Spaß.

Eigentlich?

Die Buam haben mit übergroßer Häme an die Türen gekaut und gedroht den Leuten die Schädel

einzuschlagen.

Ein hochhafters Brauchtum.

Wenn irgendwo eine Tür offen war, dann haben sie ihr blutbesudeltes Bein hineingestrickt

und um die Schultern trugen sie ein blutiges Ziegenfell.

Gut, ja, das klingt jetzt schön schaubig, aber ich weiß nicht, das kann ja auch ein

Zufall sein.

Oder eine Verkleidung, die man trägt, wenn man...

Wenn man Zugang zu Ziegen hat? Aber wie?

Zum Beispiel. Auf dem Land hat man das ja wohl.

Und die Thomasnacht ist die Wintersonnenwende am 21. Dezember.

Ja, in der evangelischen und in der anglikanischen Kirche schon.

Aber die Katholen haben das 1969 umgelegt auf den Namenstag vom Ungläubigen Thomas.

Und der?

War gestern?

So schaut's aus.

Okay, also die rein äußerlichen Zusammenhänge lassen sich nicht wegdiskutieren.

Aber, dass da jetzt wirklich der blutige Thomas auferstanden ist und...

Nee, der Kraxemann war ja auch nicht wirklich der Kraxemann, der höchstpersönlich.

Er selber hat schon ziemlich fest dran geglaubt.

Und er hat auch...

Ist das das Buch aus dem Keller?

Das gleiche, nicht dasselbe.

Kannst du mal ein bisschen mehr Licht machen, bitte?

Ich kann schon, aber ich mag nicht.

Aber da oben hätte es eine Esel-Lampe.

Der blutige Dammerl oder wenn der blutige Thomas klopft.

Eine Sage aus dem Schrobenhausener Land.

Schon mal nicht hinter Kai Fecke.

Einmal im Jahr, zur längsten Nacht, geht der blutige Thomas um.

Wohl dir, wenn keine Schuld auf dir lastet.

Denn der Thomas weiß, was Schuld ist.

Er kann sie riechen, er kann sie schmecken.

Und er folgt dem fauligen Gestank deiner Sünden bis vor dein Tor.

Er riecht, ob du ein Lügner bist, Lästerer, Mörder oder Dieb.

Wenn er kloppt, mit dem Hammer, mit der Hacke oder mit der Axt,

dann sei ganz still.

Wenn er sein Bein durch die Tür streckt, Blut besudelt,

Wenn er dich ruft, dann rühr dich nicht.

Wenn er dich ruft mit heiserer Stimme, dann antworte nicht.

Zu spät für Einsicht, Beichte oder Reue ist es nun.

Er ist gekommen, um dich zu zerteilen wie ein Vieh.

Bis alle Sünden aus dir weichen und deine Seele für immer verloren geht.

Und wenn sein Werk vollendet ist, dann legt er sich in die Erde.

An Orten, dem Ungläubigen erbaut und geweiht, dort ruht er im Boden bis zur nächsten Thomasnacht.

Daife ist so grausig, heute ist das gar nicht in Erinnerung.

Ich gebe zu, das stimmt von A bis Z.

Wenn die anwesenden Polizistinnen, Psychologen und Pfarrer mal einen kurzen Blick auf den Bildschirm dieses Smartphones werfen würden,

hinter Kaifeck ist nur der Name des Einöd-Hofs.

Der wurde nach dem Drama ein Jahr später abgerissen und liege jetzt im Gemeindegebiet von Weidhofen.

Das ist im Landkreis Schrobenhausen. Richtig.

Wie bricht´s ab?

Der Hof, der müsste hier gelegen haben.

Da ist aber nichts. Aber daneben im Wald, da ist was.

Was ist das denn?

Keine Ahnung. Steht nichts dabei.

Das ist eine alte Kapelle. Und zwar eine vom Blitz zerstörte.

Angeblich soll sie wieder aufgebaut werden. Die Gemeinde hat auch bei uns um Spenden angefragt.

Erfolgreich?

Wohl nicht genug, dass man es wieder hinstellen kann, aber das ist auch die falsche Frage.

Was ist denn die richtige?

Die richtige Frage lautet, welchem Heiligen war diese Kapelle gewidmet?

Testa, ist die Ruine der ehemaligen Thomas-Kapelle?

Mein Auto steht am Pferdcafé.

Was? Und wieso fahren wir jetzt mit deinem Wagen?

Der ist nah dran, wir passen alle rein.

Was hast du denn jetzt wegen meinem Auto?

Nichts natürlich.

Thomas, du hältst das Mikro wieder zu.

Ich verstehe kein Wort.

Jetzt besser?

Ja.

Hör zu, ich habe dir gerade per E-Mail einen Map-Link geschickt.

Wir haben eine heiße Spur, wo sich der blutige Dammerl aufhalten könnte.

Wer?

Der blutige...

Der Hacke-Mörder.

Klick einfach den Link in der Mail.

Weithofen.

Aber der Hofmann, der kommt doch aus Raublingen.

Das ist doch egal.

Der Typ denkt, dass er der blutige Thomas ist, so wie der andere Typ gedacht hat, dass er der Kraxemann ist.

Verstehst du? Und jetzt können wir ihn vielleicht aufhalten, bevor er weitermordet.

Thomas, hörst du mich?

Das ist doch alles ein Wahnsinn.

Der blutige Thomas hängt zusammen mit dem ungläubigen Thomas, dem eine Kapelle gewidmet ist,

in dem Landkreis, aus dem die Geschichte stammt.

Der Sage nach legt er sich dort schlafen.

Jetzt geh, bitte, ich...

Weidhofen, wo der Hinterkaifeckhof war, wo 1922 sechs Menschen umgebracht wurden, mit der

Reuthaue, die der Hoffmann heute mit sich rumschleppt.

Stefan!

Wie viele Hinweise brauchst du denn noch?

Ich kann dir nicht helfen!

Warum nicht?

Sag einmal, hast du heute nicht zugehört, wie der Kreuze sich gefoltert hat über deinen

Spruch am Ende, den du dir nicht hast verkneifen können?

Es tut mir leid, Willi.

Was meinst du, was der sagt, wenn ich jetzt einen Einsatz auslöse, nur weil du was von

einem zweiten Kraxelmann erzählst?

Es ist nicht der Kraxelmann, sondern der blutige Thomas.

Der blutige Thomas, der bindet an ich, Stefan, weil ich ihm dann bis zur Pension die Füße blutig hatschen kann, beim Strafzettel schreiben.

Und deine neue beste Freundin, die Frau Leitner, die lasst am besten auch raus, weil ihr die sonst gleich ganz rausschmeißt.

Stefan, jetzt versteh mich halt. Nach der Ansage heute kann ich unmöglich meine Leute irgendwo hinschicken, nur weil du irgendeine Idee hast.

Irgendeine Idee?

Ja, du weißt schon, was ich meine.

Ja, ich fürchte, ich weiß genau, wie du das meinst.

Himmel, Herrgott, Sakrament, hier geht's um meinen Job!

Achso!

Du, ich dachte, es geht darum, weitere Tote zu verhindern und den Täter zu stoppen.

Ja, natürlich, genau darum geht's natürlich auch.

Auch?

Nein, so hab ich das nicht gemeint.

Ich mein, es geht natürlich schon auch darum, dass wir...

Ich fahr da jetzt hin und wenn ich den Hoffmann finde mit seiner Hacke und der mich vierteilt,

du, du, dann kannst du das ja dem Kreuz einfach als Erfolg melden und vielleicht springt ja

eine Beförderung für dich raus, hm?

Stefan.

Ich nehme an, er kommt nicht.

Er hat Schiss vorm Kreuz. Ich fass es nicht!

Ich hab dir immer schon gesagt, dass der Falkner eine Flasche ist.

Ja, ich weiß.

Aber nein, der Thomas, der ist ein Freund, der ist immer so zuverlässig.

Ja, aber nur, wenn du ihm was nützt.

Wenn du aber mal seine Hilfe brauchst, dann macht der Thomas...

Was machen wir jetzt?

Einsteigen.

Läuft der immer noch?

Wie ein Uhrwerk.

Soll ich das Uhrwerk nochmal aufziehen?

Willst du lieber laufen?

Gerne, ich warte dann an der Kapelle auf euch.

Wem brauchst du denn mit, Meister?

Ich will ihn doch wieder rausholen.

Ein kleiner Spaziergang schadet dir ja wohl am wenigsten. Hier.

Hauptsache wir haben Globuli dabei.

Bitte, dann lasse ich halt stechen. Aber jammer danach nicht rum.

Ich jammer rum, wenn ich will.

Ich sag's nochmal, ihr beiden braucht echt mal ein bisschen Sitcom.

So, jetzt baut sie mal auf.

Ihr haltet die Hand da so rum und leuchtet dann nur auf dem Boden,

damit man uns nicht von 100 Meter durch den Wald laufen sieht, ist das klar?

Was bist du eigentlich für ein Pfarrer?

Ein Vorsichtiger.

Aha.

Auf geht's.

Vielleicht kannst du die Mücken mit deinen Kügelchen totwerfen.

Schau doch mal auf den Beipackzettel.

Du bist so witzig.

Ja, aber du lachst gar nicht.

Wahnsinn.

Die Reifensprünse sind frisch.

Der aus der Fahndung?

100 Pro. Das ist der Wagen vom Hoffmann.

Gut getarnt.

Umsichtiger Psychopath.

Du und deine Bewunderung für Wahnsinnige, die schlaue Dinge tun.

Ich hab dich nicht gebeten mitzukommen.

Ich lasse auch nicht zu, dass du meinen Franz noch mal vom Dach wirfst.

Ich hab den Franz nicht.

Stefan.

Okay, das reicht auf jeden Fall.

Das muss doch der Faltenhain sehen.

Lass mich.

Ich ruf ihn an.

Sehr gern.

Gleich wird er da.

Wie Sie es gewollt haben.

Mit der Hacke, ja?

Ich hol Anderen zurück.

Ja.

Ja, ich...

Ich hatte das Fell immer an.

Genauso wie Sie es gesagt haben, ja?

Ja, ich weiß, ich soll mich schlafen legen, ich bin noch totmüde, aber ich will weitermachen.

Doch!

Der Huber?

Vom Gesundheitsamt, der mir die Metzgerei zugesperrt hat.

Die blöde Kuh von der Bank, die mir kein Geld mehr geben wollte.

Was?

Ja, aber das Fell, das hat nicht mehr so viel Dings, Kraft, das weiß ich, ich hab für sowas keine Zeit!

Ja, aber könntest nicht irgendwie aufladen oder so? Da ist echt nicht mehr viel.

Ja, ich weiß es doch!

Es fehlt nur noch...

Ich mache weiter.

Nein!

Ich hab das gesehen.

Es schurrt nix.

Wo fängt man nochmal an?

Kopf, Brust, links, rechts.

Es hat wieder Sinn.

Ich rieche sie.

Sie rufen mich, als wenn sie...

Als wenn sie...

Als wenn sie...

Ganz nah.

Los, los, los!

Stefan!

Sinna!

Rossmann! Stopp! Polizei! Lassen Sie sofort die Waffe fallen!

Ich warne Sie! Ich bin bereit, von der Schusswaffe Gebrauch zu machen.

Letzte Warnung.

Ich verstehe, dass Sie wütend sind. Ich bin Psychologe.

Ich kann Ihnen eine Übung für Entspannung geben.

Hey, Arschloch!

Du bist ein großer, ein sehr großer Sünder.

Habe die Ehre.

War's das?

Doch, das war's.

Den werden wir wohl nicht mehr verhören.

Hast du den etwa gerade mit Globuli beworfen?

Hat doch geholfen, oder?

Dafür schon.

Schau an!

Entspannen Sie sich, ist schon alles vorbei.

Ähm, okay.

Zur Kapelle geht's da lang. Davor steht der Wagen vom Hoffmann.

Und der Hoffmann selbst?

Der liegt in der Kapelle.

Unter einer Glocke.

Ihr habt den in der Glocke gesperrt?

Nur sein Kopf.

Ist er...

Vermutlich.

Spurensicherung nicht vergessen.

Okay.

Ich versuch uns mal einen Tee zu machen.

Du hast gar nicht den Faltener angerufen?

Nope.

Sondern die beiden?

Ja.

Das wird ja ziemlich scheiße finden.

Ja.

Gut.

Frau Leitner, Herr Valdner, wie kommen Sie dazu, mich einfach zu übergehen, um meine zwei Jungs...

Ernsthaft jetzt, Thomas.

Entschuldige, Stefan, das ist eine Sache zwischen Frau Leitner und mir.

Du machst jetzt Frau Leitner Vorwürfe, weil sie Leute um Hilfe bittet, die sich vor dem Kreuz nicht in die Hose machen?

Ich... Ich meine...

Du, die beiden haben ihre berufliche Zukunft aufs Spiel gesetzt, ohne zu wissen, ob das hier eine Sackgasse ist.

Einfach nur, weil wir Hilfe brauchen.

Und jetzt kommst du hier und hast den Nerv, irgendwen anzukacken.

Ey, das ist... Das ist... Ich weiß gar nicht, was das ist.

Jetzt pass mal auf, du. Ich bin hier immer noch der Chef, ja?

Und wenn ihr mich nicht kontaktiert...

Armselig!

Was?

Das ist armselig.

Ey, das ist so armselig, dass es nicht mal mehr traurig ist.

Ich brauch kurz eine Minute.

Klar.

Mann!

Hallo?

Herr Schwab, Sie sind am Leben.

Dann darf ich doch mit Fug und Recht annehmen, dass selbiges nicht auf den mordenden Metzger zutrifft.

Wer ist da?

Konnten Sie vielleicht gar des Ziegenfells habhaft werden?

Falls dem so ist, bitte Vorsicht.

Ich warne ausdrücklich davor...

Hallo, ich habe Sie was gefragt.

Und ich habe Ihnen ganz offensichtlich nicht geantwortet.

So viel Psychologe sollten Sie doch sein, dass Sie das bemerkt haben.

Hören Sie, ich habe keine Lust auf Ihre Spielchen.

Oh, ich bin weit, weit entfernt von jeglicher spielerischer Vergnüglichkeit, das kann ich Ihnen...

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