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Ich laufe nur mal Römerbeirische.
Ach, du warst so saugut in deinem Job.
Sie fix jetzt, Stefan, ich brauch dich.
Für die Eltern von den Kindern.
Ich bin der betreuende Psychologe und wollte Ihnen helfen.
Wieso zieht man denn von Rosenheim nach Miesbach?
Weil die Ex-Frau das Haus behalten will und die Ex-Mann-Adrenant stört.
Stefan, was willst du hier?
Du arbeitest wieder für die Polizei.
Das ist Franz, mein Freund, Pfarrer in der evangelischen Gemeinde.
Grüß Gott.
Ja.
Grüß Gott.
Ein Kind wurde entführt.
Ein Teenager, ja.
Und vier weitere sind verschwunden.
Zwei unterschiedliche Kameras mit unterschiedlichem Bildsensor.
Und trotzdem exakt die gleiche Störung?
Mal angenommen, alle Kinder wurden von einer Person entführt, die sich als moralische Instanz aufspielt.
Ich erzähle die Geschichte vom Kraxlmann.
Was macht er mit den Kindern?
Er frisst sie auf.
Schwab, jetzt verlassen Sie umgehend mein Büro!
Währenddessen frisst er da drunten die Kinder zusammen.
Wir müssen da rein.
Hey, was bist du eigentlich für ein Pfarrer?
Er vorbereitet da.
Es ist vorbei, ihr seid in Sicherheit.
Legenden, Märchen und Mythen aus dem bayerischen Hinterland.
Es spenkelt.
Ja, drin ist er.
Also, raus damit.
Der Christ hat uns allen extra noch mal eingehämmert, dass wir niemandem irgendwas über den Kraxelmann
erzählen dürfen.
Ach, Thomas, der Typ hat mich fast umgebracht.
Und dem Pfarrer wollte er den Arm abfressen.
Magst du mir wenigstens verraten, ob Familie Kraxler jetzt mit Mistgabeln und Fackeln nach mir sucht?
Wir wissen fast genauso viel wie vor ein paar Tagen.
Also quasi gar nichts.
Sozusagen, ja. Also nichts, was du nicht auch schon weißt.
Seine Wohnung war verlassen, der Blumenladener auch.
Die Nachbarn haben gedacht, er wäre vielleicht im Urlaub.
Und Familie hat er keine.
War wenigstens das.
Okay.
Die Runde geht an dich.
Was willst du wissen?
Hiermit erlasse ich dir deine Frage.
Was?
Wieso?
Der Gefallen, den du mir gleich schuldig bist,
der genügt mir voll auf.
Oh, das klingt gar nicht gut.
Für mich schon.
Sag mal, übrigens,
wie lang ist denn jetzt diese
diese
diese Frau Leitner schon bei euch?
Seit drei Monaten, glaube ich.
Hat die, hat die ne...
Also hat die, ist die mit irgendjemandem...
Du weißt doch, dass ich dir sowas gar nicht sagen darf.
Und nein, soweit ich weiß, ist sie nicht in einer Beziehung.
Und eigentlich bin ich der, der deine Frage freihät, gell? Und nicht du.
Ja, wollte ja nur ein bisschen Konversation betreiben.
Ja, freilich.
Also, eine Bahn, eine Antwort, ganzes Match. Eingefallen?
Ja, ich kenne die Regeln, aber zuerst musst du mal gewinnen.
Du, ich wollte es nur nochmal gesagt haben.
Oh Gott, was hast du vor?
Also wie gesagt, ich habe im Moment gerade saumäßig viel um die Ohren wegen der Nachbereitung von deinem Kraxlmann da.
Meinem Kraxlmann?
Du, der Kreuz sitzt mir richtig im Nacken wegen dem Bericht an den Innenminister.
Und wenn ich den Namen Stefan Schwabinger auch nur ein einziges Mal lesen muss,
dann führe ich in der Kantine den vegetarischen Freitag ein.
Echt jetzt?
Herr Minister Sock, der schreckt vor nichts zurück.
Auf jeden Fall habe ich im Moment gerade brutal viel zu tun und deshalb bitte ich dich hiermit
Um folgenden Gefallen.
Noch hast du nicht gewonnen.
Du erinnerst dich bestimmt noch an meinen Onkel Alois.
Oh, fuck.
So.
Ich freue mich auch, dich zu sehen, Alois.
Gut schaust du aus.
Also vom Hirndoktor hätte man schon bessere Lügen erwartet.
Was willst du denn überhaupt?
Dein sie stets sorgender Neffe schickt mich ein weiteres Mal nach dir zu schauen.
Wenn sich der so um mich sorgt, warum kommt er da nicht selber?
Weil du mit Bierflaschen nach ihm geworfen hast, Onkel Alois.
Singular. Eine Flasche war's, gell? Und ich hab ihn nicht einmal getroffen.
Der Thomas sagt, du warst wieder bei der Polizei.
Ja, und? Warum rufen die dann gleich immer beim Thomas an?
Weil sie ein bisschen genervt sind, vielleicht.
Magst du mir erzählen, was los ist?
Es ist was gestohlen worden.
Okay.
Okay?
Ja, nix ist okay.
Das ist eine Katastrophe, ist das.
Und dass das klar ist.
Ich war stark nüchtern.
Wie lange?
Schwab.
Die Hexenbibel ist verschwunden.
Die Hexenbibel.
Die Hexenbibel.
Ja.
Und was macht die Polizei?
Nix.
Gar nix macht sie.
Null Komma nix.
Na, die haben immerhin den Thomas angerufen.
Und der schickt wieder nur dich.
Danke.
Vielen Dank.
Also Lüftlmalerei ist ja nicht so meins.
Wieso hat das gerade Klack gemacht?
37 Jahre und neun Tage ist Dokling und jetzt ist sie weg.
Ja, okay.
Gehen wir mal davon aus, dass du das Buch nicht verschlammt hast.
Wie kommt man hier rein?
Ich meine, durch deine Eingangstür bricht man mit einer Lauwa-Hamburg-Wurst.
Aber den Raum hier, den muss man ja erstmal finden.
Und dann braucht man einen Schlüssel und den Morse-Code für das Schloss, das klack macht.
Und Fenster gibt's ja auch gar nicht.
So ist's.
Ja, wie soll der Dieb hier rein und mit dem Buch wieder rausgekommen sein?
Ich hab Angst, Schwab.
Vor dem Heimbrecher?
Vor dem Buch.
Ich hab Angst vor dem Buch.
Okay.
Was kann ich tun?
Lebe dein Leben, Schwab.
Lebe einfach dein Leben.
Pferdkaffee. Ausgerechnet.
Du willst doch nur wieder irgendwas.
Ja, einen Kaffee bitte.
Ah!
Hallo.
Mensch, Sie sind ja, äh, pünktlich.
Sie Schamöre.
Mach mich ja ganz verlegen.
Was?
Das war ein Scherz, Herr Schwab.
Ja, weiß ich doch.
Darf ich Ihnen meine Ex-Frau Susanne vorstellen?
Das ist Susanne, Frau Leitner von der Rosenheimer Polizei.
Frau Leitner von der Rosenheimer Polizei, Susanne.
Das ist ja ein Zufall.
Hallo, ich bin Anna. Freut mich.
Mich auch.
Sag mal, ist das jetzt hier so eine missglückte Retourkutsche,
nur weil ich dir letztens meinen neuen Freund vorgestellt habe?
Was? Nein. Anna, also Frau Leitner hat dein Café als Treffpunkt vorgeschlagen.
Ja, das kann ich bezeugen.
Und ich wollte dich abschlagen, um nicht das Geschäft meiner Ex zu schädigen.
Komm, Stefan. Du hast nur darauf spekuliert, dass ich hier bin und die Rechnung dann aufs Haus geht.
Blödsinn.
Aber es bringt dir sowieso nichts, weil hier im Fair Café zahlt jeder nur so viel, wie einem der Besuch auch wert war.
Kam's denn schon mal vor, dass jemand am Ende Geld verlangt hat?
Lass mal überlegen. Warst du denn schon mal hier?
Okay, ihr zwei seid ja eine komplette Sitcom.
Lustig, das hab ich doch damals auch gedacht, als ich dich und Carola das erste Mal gesehen habe. Erinnerst du dich?
Ja, aber dann hab ich ganz schnell festgestellt, dass ich...
So, können wir denn jetzt was bestellen oder holt man sich das beim Bäcker nebenan?
Okay, der war nicht schlecht.
Ich hätte gerne einen Milchkaffee und einmal Iduns Apfelkuchen, bitte.
Und ich weiß nicht, was ich will, weil ich nicht weiß, wie man die Karte hält.
Weil du kein Elbisch kannst. Ich hätte auch noch einen Runen und Dothraki.
Hm, das ist ja cool.
Ja, und total sinnlos. Ich nehme eine Tasse Bohnenkaffee und einen...
Du magst keine Rosinen.
Stimmt, dann nehme ich den...
...Gurgelhopf, ich weiß. Den kannst du in fünf Minuten bei Sabine am Tresen abholen.
Anna?
Herzlich willkommen.
Danke.
Ja, und ich nicht, oder wie?
Schauen wir mal.
Okay.
Auf jeden Fall war es mir quasi unmöglich, den Franz nicht zu mögen.
Auch wenn wir, vorsichtig gesagt, nicht gerade viel gemeinsam haben.
Oder genau deswegen.
Hm, wer ist denn hier der Psychologe?
Und dann mussten Sie gleich mit dem Neuen Ihre Ex losziehen und sich in einem Keller mit dem Kraxelmann prügeln, ja?
Wir Männer machen das so.
Natürlich.
Ich möchte Ihnen was erzählen und hätte gern Ihre Meinung dazu.
Ich höre. Das ist aber ein bisschen merkwürdig. Nichts anderes erwarte ich von Ihnen. Ist das
ein Kompliment? Los jetzt. Was würden Sie sagen, wenn ich Ihnen erzähle, dass ein obskures Objekt
aus einem Raum verschwunden ist, der eigentlich von niemandem betreten werden kann? Asservatenkammer
Schrobenhausen? Asservatenkammer Schrobenhausen. Ich habe gleich an Sie gedacht. Wegen den gleichen
Störungen auf den Überwachungskameras. Ach was. Exakt genau das gleiche wie beim
Kraxlmann. Hat Ihnen das der Falkner erzählt? Nein, kein Wort, ich schwöre. Dann Respekt für Ihr
Informationsnetzwerk. Wir haben Order von ganz oben. Keine Mails, Telefonate, nur
übergeprüfte Leitungen. Wie viel hat man Ihnen denn davon erzählt? Nur das Nötigste,
damit ich die Videos überprüfen kann. Und da sehe ich nur, wie das Ding da liegt.
Dann kommt die Störung. Was? Und dann ist es weg.
Dann ist es weg. Wer bricht für sowas in die Asservatenkammer ein?
Für sowas? Keine Ahnung. Ist denn noch was anderes?
Alles noch da. Wertgegenstände, Drogen, Waffen. Es ist total irre.
Aber das Erste ist doch die Tür, oder nicht?
Ich wüsste jetzt gar nicht, was irre ist.
Im Vorraum sind fünf Kameras installiert. Fünf.
Die Tür ist mit einem sechsstelligen Code gesichert. Das Schloss wurde nicht mal berührt.
Wie ist die Person da reingekommen? Und wieder raus. Genau. Wenn ich es nicht selbst auf dem Video gesehen hätte.
Verrückt. Zumal in Agert kürzlich was ganz Ähnliches passiert ist.
Bei der Polizei?
Nein, nein. Im Heimatmuseum.
Okay.
Ein Buch wurde gestohlen. Aus einem verschlossenen Raum.
Zu dem es nur einen einzigen Schlüssel gibt.
Naja, das klingt jetzt erstmal nicht gut.
Kein Fenster. Eine versteckte Tür.
Keine Spuren von Gewalteinwirkung oder sonst was.
Nichts.
Aha.
Sie haben nicht zufällig davon gehört?
Von einem gestohlenen Buch? Nee.
Würden Sie sich trotzdem vielleicht ein bisschen umhören?
Auch ob noch andere Dinge in der Gegend aus verschlossenen Räumen verschwinden.
Ja klar, ich halte die Ohren offen.
Auch wenn ich das alles sehr merkwürdig finde, Herr Schwab.
Ja, ich auch.
Und nicht auf die angenehme Art.
Gibt es eine angenehme Art von merkwürdig?
Ja, diese zwei. Tada!
Ah, die. Entschuldigung.
Der Chris Oberreuther. Hallo. Was? Oh Gott. Nee, ich hab Spätschicht. Ich bin auch...
Thomas? Ich bin im Fährcafé. Ach nee, kannst du nicht jemand anderes?
Das dauert doch zu lang. Wo soll ich hinkommen? Also gut, wo?
Riedelgasse 5? Alles klar, ich bin auf dem Weg. Ich nehme Sie mit.
Danke. Halten Sie mal die Schaulustigen ein bisschen
Bitte gehen Sie weiter, hier gibt es nichts zu sehen.
Da drin schon, aber hier nicht.
Bitte weiter gehen.
Sehr gut.
Danke.
Die Spurensicherung ist noch dran.
Und es gibt einen Zeugen, Stefan.
Herr Schavuscholo.
Ihm gehört der Laden hier nebenan.
Gut.
Wie sieht es aus mit Überwachungskameras und Smart-Homesichtern?
Guten Tag, Herr Schavuscholo.
Mein Name ist Stefan Schwaben. Ich bin Psychologe und bin für Sie da, wenn Sie reden wollen
oder Unterstützung brauchen beim...
Das war alles so... krass.
Hoffmann! Hoffmann! Hoffmann!
Wären Sie denn in der Lage, den Täter zu beschreiben?
Also, es war alles voller Blut.
Ja, aber als dieser Typ vorbeikam, mit dieser großen Tasche, ich dachte mir, warum wartet der so komisch?
Das war alles so weird.
Danke, Sie haben uns sehr geholfen.
Ja.
Sollen wir?
Besorgt mir ein Frappuccino und ich poste es nicht auf Insta.
Rosalie, löschen.
Ja, selbstverständlich.
Frau Leitner, bitte teilen Sie unseren Leuten hier vor Ort mit,
dass bei Durchstechen jeglicher Infos an die Presse
ein Disziplinarverfahren droht.
Mit freundlichen Grüßen vom Herrn Kriminaldirektor.
Alles klar.
Guter Mann, der Kreuz.
Stinksauer war der Kreuz, wenn ich den mit dazu geholt hab.
Als hätte ich drum gebeten.
Ja.
Ja.
Jetzt wieder.
Ja, passt schon.
Gut.
Super, dass du mir nochmal ausgeholfen hast.
Herr Fadner, wir bräuchten Sie mal kurz.
Ja, ich komm schon.
Und denk dran, wir müssen da unbedingt den Deckel drauf halten.
Bitte erzähl niemandem, was hier los war.
Und dass du da warst.
Ja klar, ist doch selbstverständlich.
Danke dir schön.
Auf dich kommen wir sie heute voll aus.
Paket für Stefan Schwab!
Stefan Schwab! Stefan Schwab! Heißt hier jemand Stefan Schwab?
Ja, ja, ja, ja, ja, das ist laut. Das bin ich.
Haben Sie einen Ausweis dabei?
Ja.
Einmal unterschreiben. Alles klar, danke.
Danke.
Franz, alles, was ich dir erzählt habe, unterliegt der Schweigepflicht.
Schweigepflicht, das weiß ich doch.
Aber weißt du, was das ist?
Schwer zu beurteilen, aber ich täte mal sagen, das ist ein Buch.
Legenden, Märchen und Mythen aus dem bayerischen Hinterland.
Schee?
Gar nicht schee.
Das gleiche Buch lag im Keller von Kraxelmann.
Und das hast du mitgenommen? Das ist doch ein Beweis.
Das gleiche, nicht dasselbe.
Das hat mir heute jemand geschickt.
Und wer?
Irgendwer, Franz. Keine Ahnung.
Sauber?
Gotthold, der Schmied.
Kennst du das?
Freilich kenn ich das.
Ich kenne die wahrscheinlich alle. Ein Schmied mit dem schönen Namen Gotthold geht einen Pakt mit dem Teufel ein und er schafft so sein Meisterstück.
Einen wunderschönen und rundum perfekten Türknauf, einer ganz besonderen magischen Fähigkeit, mit dessen Hilfe er jede Wand verwandeln kann.
Wär jetzt aber schon ein arker Zufall, oder?
Naja, wenn man an sowas glaubt. Aber dafür muss man schon anderweitig auch offen sein für solche Dinge.
Schön und einzig. Antiquitäten in Prien am Chiemsee.
Morgen Vormittag?
Ja, ja Thomas, ich weiß, aber nein, ihr müsst die Leute doch informieren.
Da draußen läuft ein Killer rum.
Meinst du, das weiß ich nicht?
Der Kreuz geht davon aus, dass es nur um den Dollinger ging.
Weil er den Namen von seiner Mörder schon kannte, das ist klar, aber...
In seiner Kundenkartei ist auch ein Roland Hoffmann.
Wir haben Namen, Adresse, alles, aber in der Wohnung ist seit Tagen keiner mehr gewesen.
Wir finden den ums Verrecken nicht.
Schau mal im Keller vom Kraxlmann nach.
Ja, wirst lachen. Das haben wir sogar gemacht.
Stefan! Ich melde mich später. Halt durch.
Wer ist Morgen?
Grüß Gott, ihr Herrschaften. Sie sind bestimmt wegen dem Biedermeier Beichstuhl hier.
Ah, Protestant.
Na, da schau her. Was kann ich denn sonst für Sie tun?
Das wissen wir ehrlich gesagt auch noch nicht so genau.
Das Antiquariat Gruber ist direkt schräg gegenüber.
Wir wollen das Buch nicht verkaufen. Ich habe es gestern zugeschickt bekommen.
Ihre Visitenkarte steckt da drin.
Am Ende eines markierten Kapitels mit dem Titel Gotthold der Schmied.
Gottold der Schmied. Und was genau wollen Sie jetzt von mir?
Ja, wir hatten gehofft, das von Ihnen zu erfahren.
Ja, das tut mir leid, da muss ich Sie enttäuschen.
Aber Sie können sich gerne noch umschauen, Sie finden bestimmt noch was sehr Schönes hier.
In der Geschichte geht es um einen magischen Türknauf.
Wer sind Sie?
Franz Hartl, Pfarrer zu Rosenheim.
Stefan Schwab, ich arbeite für die Rosenheimer Polizei.
Das war letzte Woche, am Dienstag.
Ich war auf der Suche nach ein paar stimmungsvollen Stücken für mein Biedermeier-Schaufenster
und war schon ganz früh morgens auf der Auer Duld.
Das Stück machte sich ganz wunderbar in meiner Auslage.
Kaum war ich fertig, stehen diese zwei Männer vor mir.
Ein sauberer Lackel.
Geredet hat aber nur der andere.
Und was wollten die?
Den Türknauf, aber genau den aus dem Schaufenster.
Aber den wollten Sie nicht verkaufen?
Ich hatte zwei Alternativen, mit Schloss und Schlüssel und...
Naja, also gut, dafür hätte ich das Doppelte verlangen können.
Verstehe ich schon.
Aber die zwei Männer, die waren nicht davon abzubringen, im Gegenteil.
Das gibt's doch nicht.
Ja, das ist meine Anlage, die ist nicht mehr auf dem neuesten Stand.
Er hat das Stück einfach aus meinem Schaufenster geholt, das ist eine Unverschämtheit.
Können Sie mir davon bitte eine Kopie machen?
Drei Runden.
Wenn du verlierst, erzählst du mir alles über den Einbruch in der Asservatenkammer in Schrobenhausen.
Was? Woher weißt du das?
Du beginnst.
Also was brauchen Sie von mir?
Ich bin jetzt nicht hier um ihn...
Ist okay, wirklich. Ich würde mich auch melden, wenn ich was von Ihnen brauche.
Das sieht exakt genauso aus wie... das gibt es doch nicht. Wo ist das?
Ein Antiquitätengeschäft in Prien. Die Aufnahme stammt von letzter Woche Dienstag.
Genau in dem Moment, als der Typ mit dem Basecap sich umdreht. Ist das zu fassen?
Dafür erkennt man den anderen gut.
Hm, ein aparter Hauklotz.
Apart genug für einen...Scan.
Haarfarbe dunkelblond, Größe 1,80 Meter oder mehr.
Augenfarbe hell, deutlich sichtbare Narbe.
Von der linken Schläfe über die Wange, ein Bartwuchs an der Narbe.
Wie gesagt, der Kreuz ist heute nicht im Haus.
Der ist immer da, wo man ihn am wenigsten haben will.
Das Gleiche sagt er über Sie.
Das gibt's doch nicht.
Guten Abend.
Betrauungen nur nach Vereinbarung.
Wie wäre es mit einer Beerdigung?
Frau Leitner.
Herr Schwab, der Mann ist hochgradig gewalttätig.
Sie kennen mich doch kaum.
Ihr lustiger Freund hier will eine hochgefährliche Person beschatten, weil die eine Antiquität bekauft hat.
Er hat der Frau den Weg abgeschnitten.
Und sich beim Kauf der Antiquität rüpelhaft verhalten hat.
Störung im Video.
Ja, aber auch das ist kein Grund dafür, dass Sie beide ihn beschatten.
Wir beschatten wen bitte?
Niemanden.
Achso.
Frau Leitner, ich finde, wir sollten...
Herr Schwab!
Die Sache von gestern Vormittag gibt uns allen mehr als genug zu tun.
Der Kraxelmann ist alles andere als abgewickelt.
Bitte!
Ich denke, die Sache von gestern Vormittag und die Sache hier sind miteinander verknüpft.
Also doch.
Was haben Sie dem Herrn Hartl erzählt?
Keine Sorge, ich unterliege ehrlich wie der Stefan einer seelsorgerischen Schweigepflicht.
Einer der beiden Typen aus dem Laden trägt den Namen Johann Gotthold.
Ja, mir leckst du am Arsch.
Ja, und wenn sein Name in einem Märchenbuch steht, dann sollten wir ihn eigentlich direkt verhaften.
Oder machen Sie beide das doch am besten selbst.
Was, wenn sich hier noch jemand von einer alten Geschichte inspirieren lässt und dann...
Leute mit einem Türknauf attackiert.
Das war ein Fehler.
Ich hätte ihn nicht...
Ich weiß, das klingt alles seltsam.
Seltsam?
Okay, bekloppt.
Glauben Sie mir, uns geht es doch genauso.
Na, also mir nicht.
Ich meine, wenn man solche Sachen glauben wollen würde, dann hätte man hier quasi
schon noch eine Antwort haben können.
Die da wäre?
Naja, vielleicht ist der Typ ja verwandt mit dem Schmied aus der alten Geschichte.
Und drum kann er mit dem magischen Knauf auch überall rein und raus.
Ganz weil er mit dem Ding Türen öffnen kann, wo gar keine sind.
Also wäre er damit problemlos in das Museum hineinspaziert und in die Aserwartenkammer.
Woher wissen Sie von der Aserwartenkammer?
Schweigepflicht.
Das ist doch alles totaler Bullshit.
Nein, also so würde ich das jetzt nicht sagen.
Doch, genau das ist es.
Ja und genau darum müssen wir der Sache auf den Grund gehen.
Ich will eine Erklärung für das alles, dringend.
Und ich hoffe wirklich, wirklich, dass das eine rationale Erklärung ist, sonst drehe ich noch durch.
Also, Stefan, ich als Fachmann für Dinge, die man nicht erklären kann, versichere dir, manche Dinge kann man nicht erklären.
Habe.
Mehr habe ich nicht.
Schade.
Gern geschehen.
Ich will einfach nur, dass das alles wieder einen Sinn macht und ich meine Ruhe habe.
Ich will doch einfach nur meine bayerische Ruhe.
Johann Anselm Gotthold.
Mehrfach verurteilt wegen Einbruch, Beleidigung und Körperverletzung.
Verbüßte drei Haftstrafen.
Die letzte vor einem Jahr.
Der gemeldete Wohnort ist Bayerbrunn.
Ich schicke Ihnen Geotech per Mail von meinem privaten Account.
Danke. Das ist wirklich...
Ja, saudumm. Wahrscheinlich vollkommen sinnlos und vor allem verboten.
Wenn der Kreuz erfährt, dass ich Ihnen diese Angaben gemacht habe, bin ich geliefert.
Schönen Abend noch.
Und passen Sie auf den auf.
Das mache ich.
Können wir Sie nach Hause bringen?
Nee, danke. Ich bin mit dem Besen da.
Also du hast schon eine ganz spezielle Wirkung auf Frauen.
Sagt der Pfarrer zum Psychologen.
Der Zwerg soll zum Elf, so dumm ist sein Leben.
Und der Elf soll zum Zwerg, dass er's ahnend versteht.
Du machst was?
Du, ich helfe Stefan ein bisschen bei seinen Ermittlungen, aber...
Herrgott im Himmel, falls es dich gebwürf-Hirnharrer betrifft, bitte diesen Mann.
Meinst du jetzt mich, oder...
Bei meinem Ex ist Hopflomals verloren.
Natürlich meine ich dich.
Danke.
Stefan Spahn, du wirst mir den Franz unversehrt zurückbringen, hast du mich verstanden?
Wenn ihm auch nur ein einziges Nasenhaar fehlt, ich schwöre dir Stefan, dann drücke ich dich durch die Käsereibe und verfütter dich im Wildpark.
Haben wir einen Deal?
Deal.
Gut.
Eine ganz spezielle Wirkung.
Was bist du eigentlich für ein Pfarrer?
Arbeitssichtiger.
Auf jeden Fall passt die Location zur Personenbeschreibung.
Ja, da hast du recht.
Das ist er.
Franz, das ist der Typ aus dem Video.
Ja, freilich ist er das.
Also, wenn du mich fragst, ich glaube, Dickie und er haben nirgendwo mehr hin.
Ja, oder er wartet ab, bis alle schlafen.
Inklusive wir.
Müssen wir jetzt nach Hause fahren, oder wie?
Dann bleiben wir halt hier und schauen den Brackel da drin für den Rest des Abends beim Fernsehen zu.
Machst du schon Schlaf?
Dann verlieren wir ihn wenigstens nicht aus den Augen.
Du musst schon sagen, das ist schon praktisch mit den Wunderkerzen da vorne.
Silvester fährt er immer für die Kinder im Kreis.
So schaut er aus.
Was machen wir denn, wenn er jetzt bis nach Berlin durchfährt?
Salz hängen und Currywurst.
Oh nein, bitte nicht.
Magst du keine Currywurst?
Ich mag kein Salz hängen.
Schade.
Das war ich nicht Ahnung.
Der klaut sich jetzt einen neuen Auspuff?
Ja, das hätte ich schon längst gemacht an dem seiner Stelle.
Ja, aber wenn deine Geschichte vom Zauberknopf stimmt, dann ist das doch totaler Quatsch.
Wieso? Der kann doch jetzt einfach in das Lagerhaus da rein spazieren und sich einen Auspuff aussuchen.
Wenn er genauso gut in jedes Autohaus latschen kann und mit dem Porsche wieder rausfahren kann.
Nein, das kann er nicht.
Und warum nicht?
Das kannst du nachlesen.
Der Schmied in der Geschichte konnte auch nur die Gegenstände mitnehmen, die er bei sich trug.
Aha, gut. Vorschlag, wir pissen uns an ihn ran und falls er tatsächlich mit dem Superknauf in der
Wand verschwindet, dann mache ich ein Video davon. So machen wir es. So machen wir es.
Das geht auch mit einer Beißzange?
Ja, freilich.
Ich geh rechtsrum und du links. Wir versuchen ihn zu erwischen.
Gut, bis gleich.
Ich bin verpasst.
Wie gut ist denn dein Zoom?
Warum?
Da ist er.
Schau mal, dass du es nicht verwackelst.
Wer rollt er denn aufs Dach?
So, jetzt habe ich dich.
Die war automatisch.
Sogar mit Vorblitz gegen rote Augen. Respekt.
Vielleicht hat er uns nicht gesehen.
Gott holt!
Keine Bewegung!
Sie haben keine Chance!
Die Halle ist umstellen!
Ohne Schwächs für ein Krimi aus den 70ern?
Du kannst gern was Hilfreiches beitragen.
Wir wissen, was Sie getan haben!
Machen Sie es nicht noch schlimmer!
Wüsstet ihr, der Regner besser sagen könne?
Ausweg!
Nein!
Nein!
Scheiße!
Susanne, es geht jetzt nicht.
Ich kann nicht.
Ja, und ich kann nicht schlafen.
Rate mal, warum?
Darum wollte ich mich bei euch erkundigen, wie es so läuft und wie sich euer Sackblöder
Plan entwickelt, wenn ihr überhaupt einen habt.
Hör zu, es kann sein, dass du recht hattest.
Also immer.
Was meinst du damit?
Der Franzis.
Es tut mir leid.
Der Franzis.
Oh Gott.
Stefan Schwab, du sagst mir jetzt sofort, was passiert ist.
Wir sind, der Franzis, hier unten zwischen lauter Scheißkartons mit der beschissensten
Was ist das mit den gesamten Bavaria Filmstudios?
Franz?
Franz!
Na, der heilige St. Christophorus, und jetzt leg auf und hol mich da raus, Kreuz Teife!
Schatz!
Susanne!
Ich glaub, es ist okay.
Glaub ich.
Stefan?
Ja, ich ruf dich gleich zurück.
Wehe, du legst jetzt...
Machst du jetzt Fotos für Insta oder werdest du noch was?
Wo bist du?
Was weiß ich?
Hier halt.
Wo ist hier?
Mei, oh, mei, irgendwo zwischen den ganzen Auspuff-Rädern halt.
Wer ist die?
Okay.
Alles okay?
Super. Echt?
Nicht echt.
Ich hab mir sauber mein Bein verdreht.
Komm her.
Der Gotthold?
Der fährt über die Landstraßen und lacht so laut, dass man seinen kaputten Auspuff nicht hört.
Das täte ich auch an seiner Stelle.
Hast du die Kavallerie bestellt?
Ja, kann aber sein, dass sie das auch so mitbekommen haben.
Ja, und was machen wir jetzt?
Susanne erlösen. Ich hab die Zimmer weggedrückt.
Und dann?
Können Sie zwei sich überlegen, was Sie dem Haftrichter erzählen werden?
Halt! Bleiben Sie, wo Sie sind!
Was soll ich denn bitteschön sonst machen? Die Polizei ist informiert.
Keine Sorge, wir machen keinen Ärger.
Es fällt Ihnen aber später ein.
Glauben Sie mir, im Vergleich zu dem Telefonat, das ich gleich führen muss, ist das hier alles kein Problem.
Er hat nicht oft recht, dieser Mann, aber diesmal schon.
Vielleicht könnten Sie einen Notarzt rufen, das wäre arg nett.
Susanne, alles okay. Ich gebe dich weiter.
Herr Schwab, in welchem Antiquitätengeschäft waren Sie heute?
In Prien, bei einer Frau Andersson. Warum?
Weil die Polizei in dem Fall ein paar Fragen an Sie beinhaltet.
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