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NĂ€chster Punkt: das Gipfeltreffen am 12. MĂ€rz. Steht das Team?
Die ĂŒblichen VerdĂ€chtigen und noch ein Experte der GD Umwelt.
Valentine Cantel besteht darauf,
dass wir auch jemanden von denen mitnehmen.
Jemand soll ihr Projekt zur BekÀmpfung der UmweltkriminalitÀt vertreten,
damit es nicht gestrichen wird.
- Was halten wir von dem Projekt? - Wir möchten es streichen.
Sie will, dass wir ihre Kabinettschefin mitnehmen.
- Die RumÀnin, ihren Kettenhund? - Carmen Saru? Kommt nicht infrage.
Ohne Gegenleistung ist es schwer, das abzulehnen.
Haben die nicht jemanden, der harmloser ist?
- Weniger kompetent? - Im Idealfall sogar richtig schlecht.
Was ist mit dem Sprecher? Der Spanier mit den schönen Haaren.
Nein, der ist weg.
Aber die haben einen neuen. Einen Franzosen, der sich witzig findet.
Ist der gut?
Er war frĂŒher im Parlament.
Der scheint perfekt zu passen.
Ja, ja, ich bin unten.
Am GebÀude.
Ich bin vor dem Eingang und gehe rein.
Ich bin drinnen.
Man hört GerÀusche, weil ich...
Ich bin an der Station vorm Parlament ausgestiegen. Reine Gewohnheit.
Das war keine Fehlleistung!
Ich liebe die Arbeit bei der Kommission. Sie ist spannend und sehr konkret.
Okay, die Stimmung ist nicht...
Ja, ich beeile mich. Ich bin gleich da.
Also gut.
Die GeneralsekretÀrin hat mich angerufen. Sie sind...
Verdammt, ich schwitze voll.
Sie nehmen einen von uns zum nÀchsten Gipfeltreffen mit.
Moment, Moment, Moment... Sie wollen Samy.
Ach ja? Cool, der nÀchste Gipfel.
Ich war noch nie bei einem Gipfel dabei.
Das ist eine Strategie, um uns auflaufen zu lassen.
- Was heiĂt das? - Sie wĂ€hlen ein schwaches Mitglied.
So kommen sie offiziell unserer Anfrage nach,
wissen aber, dass uns das nicht weiterbringt.
ScheiĂe! Diese Arschlöcher!
Ich habe die Strategie nicht verstanden.
Also, verstanden schon, aber nicht gehört.
Also, ich habe es gehört, aber nicht zugehört. Ich...
Samy, das Problem mit Europa ist,
dass hier Regeln und Richtlinien zum Umweltschutz verabschiedet werden,
die die Mitgliedstaaten umzusetzen haben.
Diese Umsetzung fÀllt aber mitunter mangelhaft aus.
Wir wollen eine EU-Ermittlungskommission fĂŒr UmweltkriminalitĂ€t grĂŒnden,
wie bei der WirtschaftskriminalitÀt.
- Okay, super. - Ja, super.
Nur sehen einige Mitgliedstaaten das als Beschneidung ihrer SouverÀnitÀt.
Aber so ist es nicht. Sie setzen unsere BeschlĂŒsse falsch um.
Eigentlich machen wir es fĂŒr sie. DafĂŒr sollten sie dankbar sein.
- Wir leiten die Ermittlungskommission? - Nein.
Wir leiten sie nicht, wir koordinieren sie.
- Koordinieren. Wo ist der Unterschied? - Es gibt keinen.
Aber es klingt weniger nach MachtĂŒbernahme.
Wie die Kommission gegen die Internetriesen.
Cool!
Ich werde zwei Jahre lang UmweltsĂŒnder bestrafen.
DafĂŒr wird Frankreich mich lieben. Und der Chef da drĂŒben kriegt Angst.
und will mich unbedingt in BrĂŒssel behalten, ich weigere mich und drohe,
nach Paris zurĂŒckzukehren oder aufzuhören.
Dann schlÀgt er mich als PrÀsidentin der EU-Kommission vor.
Sanchez geht zur NATO
und Pedersen in die EZB, fĂŒr ein Nord-SĂŒd-Gleichgewicht.
Ich bekomme internationales Ansehen und helfe Frankreich aus der Krise.
Als eine Politikerin, die vermittelt.
Deshalb nominiert man mich bei der PrÀsidentschaftswahl.
Ich gewinne und mache zwei Amtsperioden. Danach wird man sehen.
Ich kann den EuropÀischen Rat oder den IWF leiten.
Aber eigentlich habe ich keine Lust, nach Washington zu ziehen.
Das ist das Problem.
Aber wenn man den Sitz nach New York verlegen wĂŒrde, mal sehen...
Hast du das alles verstanden?
- Alles hÀngt von dir ab. - Ja, klar.
Ich kann im BĂŒro der PrĂ€sidentin anrufen...
Das bringt nichts. Ich habe es zehnmal versucht.
Nein, das ist auch nicht nötig.
Es ist nicht nötig.
Hier ist Rose Pilkington fĂŒr "Lernen Sie die EU kennen".
Hier im EuropagebÀude
findet erneut ein nervenaufreibender Gipfel der Staatschefs statt.
Ich versuche mal wieder, herauszufinden, worum es geht.
Und werde alte Hasen und Neueinsteiger nach ihren Grenzen und Zielen befragen.
Und ich zeige Ihnen, wie herausfordernd es ist,
einer 36-stĂŒndigen Sitzung zu folgen, ohne nach Hause gehen zu können.
Bleiben Sie dran fĂŒr eine neue Folge von "Lernen Sie die EU kennen" mit Rose.
Noch mal den Schluss: "Lernen Sie..."
Wie war ich? Okay?
Ja, aber das Thema des Gipfels hat gefehlt.
Nein, ich meine das Licht. Ist es okay? Ich habe das GefĂŒhl...
Keine Ahnung, es ist nicht optimal.
Bin ich im Gegenlicht? Können wir es Àndern?
Da ist der PrÀsident des EU-Parlaments. Interviewst du ihn?
Wozu?
Meine Haare stehen ab. Du hÀttest was sagen können.
Herr Stracke, worum geht's in Ihrer EinfĂŒhrungsrede?
Hallo.
Ja, ich werde in meiner EinfĂŒhrungsrede
selbstverstÀndlich auf die Anliegen des Parlaments eingehen.
Und auf die Themen,
die in der bevorstehenden Sitzung diskutiert werden.
Was sagen Sie dazu, dass die Regierungschefs
das EuropĂ€ische Parlament nicht berĂŒcksichtigen?
Was ich dazu sage?
"Das ist ein Irrtum.
Wir vertreten die Stimme des Volkes und wurden gewÀhlt, um..."
Der slowenische Premierminister ist da.
Und das ist genau das, was wir umsetzen wollen.
Danke, meine Herren.
Meine Dame.
Das ist möglich. Das auch.
Das wird ausgestrahlt.
Ich habe kein WLAN-Passwort bekommen.
Sehen wir uns den Ergebnisentwurf des Gipfels an.
Okay.
Das wollen wir,
das wollen wir nicht.
Das ist uns egal. Das auch, und das auch.
Das wollen wir definitiv nicht.
Das wollen wir offiziell nicht, aber es ist uns eigentlich egal.
Und das wollen wir offiziell, können aber auch darauf verzichten.
Hat jeder die strategischen Leitlinien? Dann an die Arbeit!
Na los! Auf geht's!
Hopp, hopp.
Samy, es wÀre gut, wenn du hier bleibst.
In der ersten Runde hast du Bereitschaft.
- Falls eine Delegation anruft. - Okay, alles klar.
Bis spÀter!
AnlÀsslich dieses Falls...
- Sie sind bald dran. - Sehr gut.
Sehr, sehr gut.
- Alles okay? - Alles okay.
GlÀnzt meine Stirne?
Ăberhaupt nicht.
Ich halte meine Rede ĂŒber die Rolle und die Erwartungen des Parlaments,
und dann der Paukenschlag:
Ich spreche den Bundeskanzler direkt an
und biete ihm ein bilaterales GesprÀch an.
Richtig, oder?
- Ganz genau. - Genau.
- Und wenn er ablehnt? - Das wĂŒrde er nicht wagen.
Das wĂŒrde Sie total erniedrigen.
Einatmen. Ausatmen.
Ziel 1: das GesprÀch unter vier Augen mit dem Bundeskanzler.
- Ziel 2? - Das Foto.
Mit meiner Hand auf seiner Schulter,
um meine körperliche Dominanz zu unterstreichen.
Ziel 3?
Das Abendessen!
Ich ziehe das GesprĂ€ch in die LĂ€nge, spreche mit ihm ĂŒber Heringe.
Alle möglichen Arten von Heringen.
Matjes, Rollmops, Fischbrötchen. Hamburger lieben dieses Thema.
Er ist eigentlich gar kein Hamburger, er tut nur gerne so.
Ich spreche mit ihm ĂŒber Heringe, bis er zum Essen abgeholt wird, und dann...
werde ich dazu eingeladen.
"Sie gehen mit den anderen Staatschefs essen?
Nein, ich möchte mich nicht aufdrÀngen.
Nein, das wÀre mir wirklich unangenehm. Ich werde zu Hause erwartet."
Sie gehen essen?
Nein,
nein, nein...
Das wÀre mir wirklich, Herr Bundeskanzler...
Ich werde zu Hause erwartet.
Was ist denn das?
Das ist der Hubschrauber des französischen PrÀsidenten!
Herr PrĂ€sident? Sie werden im groĂen Saal erwartet.
Meine Rede!
Herr PrÀsident? Sie werden erwartet.
- Ziel 1, Ziel 2, Ziel 3. - Ja.
Und wenn Sie dann erst mal beim Abendessen sind,
setzen Sie sich als Kandidat
fĂŒr die nĂ€chste PrĂ€sidentschaft der Kommission durch.
- Ja, Valentine? - Bist du vor Ort?
Ja, ich bin vor Ort.
- Aber es gibt ein Problem. - Was?
Ich habe kein WLAN-Passwort, und 4G ist nicht toll.
Nimm die Tasche und hol das Material raus.
Okay.
- Pack den Stecker ins Ohr. - Okay. Hören Sie mich?
- Geh raus. Wir weisen dir den Weg. - Ja, okay.
Ich habe aber Bereitschaft.
Jacopo hat mich gebeten, das Telefon zu hĂŒten.
Du arbeitest fĂŒr mich, nicht fĂŒr Jacopo!
Er ist aber stellvertretender Kabinettschef,
und Sie arbeiten fĂŒr die PrĂ€sidentin...
Auf welches Telefon sollst du aufpassen? Wer soll dich da anrufen?
- Die Botschafter. - Sie verarschen dich.
- Es ist sicher nicht mal angeschlossen. - Klar ist es angeschlossen.
Okay, ich arbeite fĂŒr Sie. Was soll ich tun?
Ich bin im Flur.
Zweite TĂŒr...
Okay, ich stehe vor der dritten TĂŒr.
Klopf an.
Okay.
- Was passiert? - Man hat mir aufgemacht.
- Ist das die polnische Delegation? - Keine Ahnung.
Er sieht nicht polnisch aus.
- Dann frag nach! - Ja.
- Sind Sie die polnische Delegation? - Nein, die maltesische.
- Was ist? - Es sind die Malteser.
Die Malteser sind uns egal! Geh wieder.
Wir versuchen was anderes. Geh in dieselbe Richtung.
Ăffne die fĂŒnfte TĂŒr auf der linken Seite.
- Sackgasse. Da ist keine fĂŒnfte TĂŒr. - Was? Was ist denn da?
Na ja, da ist eine Wand. Eine Wand.
Da muss eine TĂŒr sein. Schau mal genauer hin!
Nein, da ist keine TĂŒr, also keine TĂŒr im klassischen Sinne.
Da ist kein Griff und kein Spalt.
Vielleicht eine SchiebetĂŒr!
Nein, da ist keine TĂŒr, tut mir leid.
Ist da jemand?
- In welchem Stockwerk bist du? - Im zweiten.
Daran liegt's! Du musst ins vierte!
Diese Info hatte ich nicht. Was soll ich tun?
Welche Farbe hat Ihr Ausweis, Samy?
Ăh, grau.
Sie mĂŒssen sich einen blauen besorgen.
Mit einem grauen Ausweis kommen Sie nicht in Zone 3.
Ohne den richtigen Ausweis kann ich natĂŒrlich nichts erreichen.
Wo bekommt man hier die Ausweise?
Nein, weiĂt du was, Samy? Vergiss es.
So kriegen wir das nie hin. Das war eine blöde Idee.
- Wie, eine blöde Idee? - Catherine hat uns reingelegt.
Nein, es geht doch nur um einen Ausweis.
Hör zu, wir haben dir eine zu schwere Last aufgebĂŒrdet.
Geh in den Delegationsraum und pass auf das Telefon auf. Bis Montag.
Wie mein Vater sagte: Man gewinnt kein Galopprennen mit einem Gaul.
Ich habe die Metapher nicht verstanden. Geht es um Pferde?
Gaul? Du kannst mich mal.
Fick dich!
Nicht Sie, Entschuldigung.
- Ja? - Ich arbeite fĂŒr Konrad Stracke.
Den PrÀsidenten des EuropÀischen Parlaments.
Er möchte mit seiner Rede beginnen, und der Bundeskanzler ist nicht im Saal.
- Nee. - Ich wollte ihm Bescheid geben.
- Dass? - Dass die Rede gleich beginnt.
Die Rede?
Von Konrad Stracke, dem PrÀsidenten des Parlaments.
Ah ja, aber er weiĂ Bescheid.
Er nutzt die Gelegenheit fĂŒr ein bilaterales GesprĂ€ch
mit dem französischen PrÀsidenten.
Okay, soll ich dem ZustĂ€ndigen fĂŒrs Protokoll mitteilen,
mit der Rede zu warten, bis das Treffen beendet ist?
Nein, bitte nicht.
Okay.
Entschuldigen Sie, Frau...
- Kaya. - Ja.
Geben Sie uns doch lieber Bescheid,
wenn die Rede des PrÀsidenten des Parlaments beendet ist.
Das wÀre nett.
- Hallihallo! - Hallo.
Ich hatte einen blauen Ausweis. Er wurde mir im Presseraum gestohlen.
Sie kennen ja die Journalisten.
Ich wĂŒrde gern wissen, wie ich einen neuen bekomme.
Ich habe es ein bisschen eilig.
Wie ist Ihr Name?
- Ich schaue in der Liste nach. - Liste?
Ja, mit allen registrierten Akkreditierungen.
Haben Sie online eingecheckt?
Ja, aber ich habe nur ein HandgepĂ€ckstĂŒck.
- Ihr Name. - Ja. Jean-Marc.
- Jean-Marc? - Tiroir.
Jean-Marc Tiroir?
Ja, Jean-Marc Tiroir.
Sie stehen nicht drauf.
- Zu welcher Delegation gehören Sie? - Nein, ich störe Sie nicht weiter.
Das ist ja... total nervig.
Kann ich den WLAN-Code haben?
Den hat Ihre Delegation. Ein Zugang pro Person.
Aber meiner funktioniert nicht. Sie haben mir den falschen gegeben.
Fragen Sie sie.
Ich kann sie nicht kontaktieren, weil das 4G aussetzt.
Als gÀbe es Störsender im Raum.
Sobald ich in der NĂ€he der WĂ€nde bin, bricht die Verbindung ab.
Störsender?
Das WLAN-Passwort wĂŒrde mir schon reichen.
Da ist etwas.
Was ist das?
Das ist nicht von mir.
Wer ist das?
Der Mann, der das Problem gemeldet hat.
- Ein Praktikant bei der Kommission. - Ich bin Sprecher.
Es blinkt nicht mehr.
Sagen Sie dem Labor, dass es von einem auslÀndischen Dienst stammt.
Sind es die Amerikaner?
Denen erzÀhlen die HollÀnder doch eh alles.
- Die Russen? - Nein, die haben die Ungarn.
- Ach so. - Wir zÀhlen auf Ihre Diskretion.
- Herr... Kantor. - Ja, natĂŒrlich.
Keiner darf davon erfahren. Das gilt auch fĂŒr Ihr Team.
Sie könnten interne Komplizen haben.
Ich hoffe, diese Geschichte bleibt unter uns.
Es wĂ€re fĂŒr Ihr Image peinlich, wenn das rauskommt, oder?
Das ist schon eine riesige SicherheitslĂŒcke.
- Ja. - Na ja, wie auch immer.
Wissen Sie zufÀllig, wie ich an einen blauen Ausweis komme?
Na, wie lief's?
Der Kanzler und der französische PrÀsident waren gar nicht da!
Moment... Ja.
- Und die Rede? Gab es Fragen? - Ein paar.
- Von wem? - Von dem Tschechen, wie verabredet.
Eine von Portugal und eine von einem Land, dessen Flagge ich nicht kenne.
Die KommissionsprÀsidentin war die ganze Zeit an ihrem Handy.
Keiner hat ĂŒber meinen Witz ĂŒber die gemeinsamen Anleihen gelacht.
Diese Rede sollte mich zum Kandidaten
fĂŒr das Amt des KommissionsprĂ€sidenten machen.
Ich habe wie ein Amateur gewirkt.
Der Gipfel ist nicht vorĂŒber. Wir haben Zeit fĂŒr ein GesprĂ€ch...
Vierter Stock.
Ihr Ausweis?
EuropÀische Kommission. Ich werde in Zone 3 erwartet.
Hier ist der Gaul. Raten Sie mal, von wo ich anrufe.
Ich meine, von wo ich Ihnen eine Nachricht hinterlasse.
- Ja, ich hab's. - Zeig es mir.
- Ich zeige es dir spÀter. - Zeig mir das Foto.
- Nein. - Was ist das Problem? Zeig es mir.
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