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Original subtitles

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

*Harmonische Musik*

Schauen wir, ob jemand da ist? - Ja.

Emma, kümmerst du dich um den Hofladen?

Klar, ich muss für den Podcast recherchieren,

aber danach habe ich Zeit.

Meine Agentin.

Felicitas, was sind deine Pläne?

Ich besuche die Frauenkirche. - (Agnes) Du fährst nach München?

Ja. - Alleine?

Agnes, ich bin schon eine groûe Nonne.

Ja, aber in letzter Zeit bist du ein bisschen durcheinander.

Lass mich dich mit nach München nehmen.

Ich hab einen Termin bei der Mutter Oberin. Na gut.

Emma, was ist? Meine Agentin ist stinksauer.

Die Produktionsfirma hat mir abgesagt.

Die wollen keine straffällige Schauspielerin.

Aber du hast dir so viel Mühe gemacht.

Manchmal habe ich vergessen, dass du gar keine richtige Novizin bist.

Hanna, mach doch was.

Ich kann gerne was versuchen.

Aber wir können denen nicht sagen, was sie zu tun haben.

Entschuldigung die Störung.

Ich suche eine Schwester Hanna. Ja, das bin ich.

Sophia Feldmann.

Ähm...

Was ist mit Lukas?

Frau Feldmann, vielleicht könnten wir in mein Büro gehen.

Lela, Emma, kümmert ihr euch um die Kleine?

(Lela) Na klar.

Bitte kommen Sie mit. Ich bin Lela. So ein schöner Hund!

Ich bin die Emma.

Kann der Hund sprechen? - Nein.

Setzen Sie sich. Was ist mit Lukas?

Setzen Sie sich doch.

Ich erreiche ihn nicht.

Frau Feldmann... *Räuspern*

Es tut mir sehr leid, aber ich muss Ihnen leider sagen,

dass der Herr Brombach...

also, dass Ihr Lebensgefährte... vor drei Tagen verstorben ist.

Was?

Das kann nicht sein.

Wir haben doch noch telefoniert.

Er wollte, dass ich nach Kaltenthal komme.

Wir hätten was Wichtiges zu besprechen.

Ja... Hier, zusammen mit Ihnen.

Ich dachte, er will mir einen Antrag machen.

Sie müssen sich irren.

Er wollte Ihnen am Telefon nicht sagen, wie krank er ist.

Dass er so schnell gestorben ist, damit hat niemand gerechnet.

Ja, aber was hatte er denn?

Er hatte Lungenkrebs, in weit fortgeschrittenem Stadium.

Was?

Warum hat er mir das nicht gesagt?

Frau... Frau Feldmann.

Sie müssen das jetzt alles erst mal begreifen.

Das kann doch alles nicht sein, oder?

*Kecke Musik*

Frau Laban.

Ich brauche dringend etwas, was meine Stimmung hebt.

Ich habe frische Semmeln gekauft. Oh, sehr gut, Frau Laban.

Ich muss Sie loben. Trotz Ihrer Laune?

Ich suche einen Verräter. Sie können es ja nicht sein.

Ich würde Sie nie verraten. Weiû ich doch.

Bloû an Schwester Hanna, aber nur, wenn es zu Ihrem Besten ist.

Ich würde Sie nie hintergehen.

Ich muss Sie sprechen. Hat das Zeit?

Eigentlich nicht. Muss es. Der Verräter geht vor.

Und dann schicken Sie mir den Alex, ja?

Sie wollten mich sprechen? Ja, nehmen Sie Platz.

So, das sind die Namen der Personen, die Bescheid wussten,

dass ich das Kloster über einen Strohmann kaufen wollte.

Ich lese es Ihnen vor: meine Wenigkeit,

Sie, Jenny Winter, Lehmann und Wanninger.

Der als Strohmann das Kloster kaufen sollte.

Wer davon hat mich an Schwester Hanna verraten?

Warum sehen Sie mich dabei so an? Weil nur wir hier sind.

Oder soll ich die Wand anstarren?

Ich hatte zu Anfang den Lehmann in Verdacht,

aber hinterhältig passt nicht zu dem.

Ist es so wichtig, wer es war? Vielleicht war es keine Absicht.

Jenny Winter hätte viel Geld verdient, die war es nicht.

Bleibt nur noch Wanninger. Warum? Ich weiû es nicht.

Denken Sie nach, Alex.

Ansonsten bleiben nur noch Sie und ich übrig.

Vielleicht war es nur ein Moment der Schwäche,

ein Zeichen der Liebe.

Wanninger lässt mich nicht ins offene Messer laufen.

Nein, tut er nicht.

Weil ich es war.

Was? Also, nicht so direkt, ich...

Ich...

Susie hat mich gefragt.

Ich habe es ihr gesagt. Und die rennt zur Schwester!

Sind Sie von allen guten Geistern verlassen?

Sie wollte einen Liebesbeweis wegen der Sache mit Kim.

Frischer Kaffee und Semmeln. Jetzt nicht!

Aber... Die Semmeln nützen nichts mehr.

Na, dann eben nicht.

Es tut mir so leid. Wirklich, Chef.

Gehen Sie, Alex. Gehen Sie einfach.

Und machen Sie die Tür zu.

Herr, du weiût, dass ich die Aufgaben,

die du mir gibst, immer gerne erfülle, aber diesmal...

Die Frau Feldmann hat gerade erst erfahren,

dass der Mann, den sie liebt und mit dem sie ein Kind hat,

dass der gestorben ist und...

Jetzt soll ich ihr noch sagen,

dass sie nicht die einzige Frau in seinem Leben war?

Und dann ist da noch Frau Brombach. Die weiû auch von nichts.

Wie soll ich dafür eine Lösung finden?

Gib mir ein Zeichen, Herr. Zeig mir den Weg.

Bitte.

Alex, jetzt... Jetzt warte doch mal.

Wieso läufst du ständig vor mir weg?

Ich habe im Moment einfach viel zu tun.

Seit wir deine Ex-Freundin getroffen haben, bist du so...

Willst du noch was von ihr? - Wir waren lange zusammen.

Wer hat Schluss gemacht? - Sie.

Und du liebst sie noch? - Ja.

Äh... Mutter Oberin?

Geht es Ihnen nicht gut? - Ich brauche was Stärkeres.

Was ist passiert? - Hm...

"Hat ein verheerendes Feuer im Süden Argentiniens

14.000 Hektar Buschlandschaft zerstört.

Das waren unsere Rücklagen. - Dann ist unser ganzes Geld...

Verbrannt. - Oje.

Frau Fu wäre jetzt für Sie da, aber wenn es Ihnen nicht gut geht...

Ja, ich meine, wenn das Schiff schon untergeht,

dann mit Mann und Maus.

Was ist denn passiert?

Ich meine, wenigstens fallen Sie mir nicht in den Rücken.

Was ich zu sagen hätte... Schicken Sie sie rein.

Wen? Die Frau Fu.

Ja, natürlich.

Aber egal, was ist, Sie dürfen nicht so schnell aufgeben,

das ist nicht Ihr Stil.

Bitte schön.

Ah.

Herzlich willkommen. Bitte, nehmen Sie Platz.

Mai-Lin, ist das nicht ein wunderbarer Tag?

Leider muss ich kurzfristig nach London.

Darum müssen wir die Vertragsunterzeichnung

um einige Tage verschieben.

Aber liebend gern. Das ist ja kein Problem.

Sie vertrauen mir, ich vertraue Ihnen.

Ja, da spielen doch ein paar Tage keine Rolle.

Bis dahin können Sie unsere Änderungsvorschläge einarbeiten.

Aha.

Ist da noch was übrig von unserem ursprünglichen Vertrag?

Wichtig ist, der Gemeinde das Klostergelände abzukaufen.

Um darauf die Akkufabrik zu bauen. Verstehe ich das richtig?

Wir sind unserem gemeinsamen Ziel... Ja?

...einen groûen Schritt näher gekommen.

Kim, geh doch bitte schon mal vor.

Ich genieûe Ihre Nähe sehr, Wolfgang.

Ich auch.

Damit Sie mich nicht vergessen.

Das ist für mich?

Danke.

Und passen Sie auf, dass Ihnen nichts passiert.

Ja.

*Klopfen aus dem Karton*

Frau Laban? Ja.

Könnten Sie das für mich auspacken? Was ist das?

Das ist von Frau Fu, und das tickt.

*Spannungsvolle Musik*

Eine Süûe!

Du willst nicht mit reinkommen? Ich bleibe lieber hier sitzen

und mache ein kleines Nickerchen.

*Kecke Musik*

*Klopfen* Ja, bitte.

Ich habe wichtige Infos. An wen haben Sie mich nun verraten?

Gute Nachrichten: an niemanden.

Was ist das? Ein Geschenk von Frau Fu.

Winkekatzen sollen Glück bringen. Oder sie führen direkt in den Tod.

Frau Fu war dreimal verheiratet,

und jeder ihrer Ehemänner hat vorzeitig das Zeitliche gesegnet.

Vielleicht liegt auf dieser wunderbaren Frau eine Art Fluch?

Oder sie ist das Problem. Wieso?

Chinesische Frauen sollen ihre Männer... Was?

Na ja... wenn sie zu sehr von ihnen genervt sind.

Waren das jetzt Ihre guten Nachrichten?

Nein, nein. Okay.

Ein Freund arbeitet bei der Hausbank des Magdalenen-Ordens.

Er hat mir gesagt, dass die in Geldschwierigkeiten stecken.

Wer? Die Nonnen sind pleite? Nicht nur die.

Aber den Magdalenen-Orden muss es richtig erwischt haben.

Und die Frau Fu ist auf dem Weg nach London.

Das heiût, wir hätten noch Zeit.

Machen Sie einen Termin mit der Mutter Oberin.

Wenn die mit Ihnen redet.

Heute wird gegen Windmühlen gekämpft und gesiegt.

*Klopfen* Hallo, Frau Laban. Oh, Herr Wöller.

Gut, dass Sie da sind.

Keine Zeit, auch wenn die Welt untergeht.

Er möchte mit der Mutter Oberin sprechen.

Schwester Hanna, haben Sie vorher nicht zugehört?

Doch, doch.

Um Gottes willen. Was denn?

Ich wusste nicht, dass Sie auf Kitsch stehen.

Das ist ein Geschenk von Frau Fu. Chinesische Kultur, Porzellan.

Mhm. Mhm.

Was schauen Sie so? Hmm.

Ich wundere mich nur.

Auch ein Wöller hat seine Qualitäten,

die eine Frau spendabel werden lassen.

Gut, dann setze ich mal auf diese Qualität. Okay.

Es geht um Christine Brombach.

Die ist doch in tiefer Trauer. Nicht nur sie, auch seine Tochter.

Wieso? Die hatten keine Kinder. Herr Brombach schon.

Zusammen mit seiner Lebensgefährtin in Lübeck.

Äh...

Der Lukas, Seitensprung? Nein, nein, das war mehr.

Er hat ein Doppelleben geführt.

Die eine Hälfte seiner Zeit war er in Kaltenthal, mit seiner Ehefrau.

Die andere Zeit bei seiner Lebensgefährtin in Lübeck,

zusammen mit dem gemeinsamen Kind.

Mhm. Und woher wissen Sie das alles?

Herr Brombach hat mir das vor seinem Tod gestanden.

Ich konnte ihn überzeugen,

dass er mit beiden Frauen spricht und ihnen alles erklärt.

Aber dazu ist es leider nicht mehr gekommen.

Die Frau Feldmann... Die Frau in Lübeck?

Ja, die ist heute in Kaltenthal angekommen.

Aha. Und jetzt?

Jetzt müssen Sie mir bitte helfen. Ich?

Ja, Christine Brombach ist Ihr Patenkind. Ja.

Aber eines von mehreren.

Trotzdem brauche ich Ihre Hilfe. Wozu?

Beide müssen die Wahrheit erfahren. Vor der Beerdigung.

Ich kann das der Christine nicht zumuten.

Ich gehöre ja quasi zur Familie. Ach, jetzt auf einmal doch.

Tut mir leid, Mutter Oberin möchte Sie weder sehen noch sprechen.

Na gut.

Vielleicht kommen wir doch noch ins Geschäft?

Gut, ich spreche mit Christine.

Aber Sie müssen mir versprechen,

dass Sie sie vorher schonend darauf vorbereiten.

Gut. Gut.

*Gefühlvolle Musik*

Danke. Sieht alles sehr schön aus.

Grüû Gott. Kann ich Ihnen behilflich sein?

Ich wollte nur sehen, ob es wirklich wahr ist.

Mein Beileid. - Danke.

*Gefühlvolle Musik*

Hallo, Papa.

Kommst du mit zur Mutter Oberin?

Nein, ich gehe den Rest zu Fuû und fahre dann mit dem Bus zurück.

Mach dir keine Sorgen um mich. Na gut. Aber pass auf dich auf, ja?

Mhm...

Und was, wenn der Weihbischof fragt, wie es mit dem Roman weitergeht?

Sagen Sie, dass Ihnen nichts mehr einfiel.

Ich kann den Weihbischof nicht belügen.

Dann, dass der Text zu schlecht war.

Ja, das wäre zwar die Wahrheit, aber das würde ihn beleidigen.

Er fand die ersten Kapitel ganz groûartig.

Hallo, Hildegard. Herr Stolpe. Hallo.

Gelobt sei Jesus Christus. In Ewigkeit, Amen.

Mutter Oberin will mich sprechen? Sie erwartet dich.

Sie hat von finanziellen Zuwendungen gesprochen.

Weiût du, woher sie das Geld hat?

Hm, die Situation hat sich ein wenig verändert.

Aber das soll sie dir selbst sagen. Na gut.

Gelobt sei Jesus Christus.

Ist was passiert? Gier frisst Hirn, das ist passiert.

Lesen Sie selbst.

Sie haben investiert und sich verspekuliert?

Ich wollte Finanzlöcher stopfen.

Jetzt kann ich froh sein, wenn ich den Orden noch retten kann.

Wenn ich irgendetwas tun kann... Stellen Sie sich nicht quer.

Das würde mir schon sehr helfen. Querstellen?

Der Weihbischof möchte das Kloster ja verkaufen.

Was ihm kaum gelingen wird,

weil wir haben das lebenslange Wohnrecht.

Ja.

Und genau darauf müssten wir verzichten.

Keinesfalls. Nur deswegen stimmten wir dem Verkauf zu.

Der Orden steht vor dem Ruin. Wir brauchen das Geld aus dem Verkauf.

Ein Verzicht erhöht die Summe. Wir hatten Ihr Wort.

Ich verzeihe mir das nie.

Aber ich sehe nur diese Möglichkeit. Wir sind in Kaltenthal auf dem...

Das war keine Aufforderung zu einer Diskussion.

Dürfte ich Sie dann wenigstens um einen Gefallen bitten?

Herr Wöller hätte gerne einen Termin.

Er kommt als Käufer nicht infrage.

Der Weihbischof hat eine klare Haltung.

Ich habe versprochen, Sie zu fragen.

Ich halte mein Wort. Im Gegensatz zu mir?

Wollen Sie das damit sagen?

Gut, Frau Laban soll mit Hildegard einen Termin vereinbaren.

Vielen Dank. Gelobt sei Jesus Christus.

Ach!

(Spielleiter) Bitte zeigen Sie Ihre Karten.

Fünf Farben, die einander gleichen.

Sollten zum Flash reichen.

(Mann) Echt jetzt? Echt jetzt?

(Spielleiter) Die Dame ist raus.

Sie haben einen Flash. Somit haben Sie das Spiel gewonnen.

Noch eine Runde? - Tut mir leid, ich muss zum Bus.

Das Startgeld zum europäischen Pokerturnier ist wie hoch?

2000 Euro.

Bitte schön.

Danke.

*Harmonische Musik*

Schwester Hanna ist gleich da. Hallo.

Ah. - Hallo.

Ähm, Emma, ich war gerade bei deinem Filmproduzenten. Und?

Er wird seine Entscheidung überdenken.

Gott, ich danke dir. Und dir auch, Hanna.

Nichts zu danken, meine Liebe.

Ich lasse euch mal.

Wo ist denn Ihre Tochter?

Die ist mit Schwester Agnes bei den Hühnern.

Ich war im Friedhof in der Aussegnungshalle.

Ich wollte es mit eigenen Augen sehen.

Das ist alles schwer zu begreifen, ja.

Dort war auch eine Frau.

Ich nehme mal an, aus Lukas' Familie. Groû, hübsch.

Ein bisschen älter als ich. Wissen Sie, wer das war?

Frau Feldmann, ich muss mit Ihnen darüber reden.

*Sanfte Klaviermusik*

Der Herr Brombach wollte vor seinem Tod noch alles ordnen.

Was heiût denn "ordnen"?

Sein Leben. Ich verstehe nicht.

Er war schon verheiratet, mit der Frau,

die Sie gesehen haben.

Davon hat er mir nie etwas gesagt. Ja.

Wie lange sind die beiden getrennt? Gar nicht.

Frau Brombach weiû nichts von Ihrer Existenz

und dass Sie und Herr Brombach eine Tochter haben.

Heiût das, er hat mit uns beiden zusammengelebt?

Was er getan hat, ist nicht zu verzeihen, und das wusste er.

Er wollte vor seinem Tod mit Ihnen sprechen,

aber dazu ist es leider nicht mehr gekommen.

Der Herr Brombach hat Sie geliebt.

Er hat mich für dumm verkauft und belogen.

Er hat Sie alle drei geliebt.

Sie, Ihre Tochter und seine Ehefrau.

Das war ein Fehler, und der ist nicht zu verzeihen, aber...

Er ist tot und kann seinen Fehler nicht wiedergutmachen,

aber Sie und Frau Brombach müssen mit dieser Situation zurechtkommen.

Das kann nicht wahr sein. Ist das ein Scherz?

Er hat immer gesagt, dass er viel reisen muss,

weil er Antiquitäten für unser Geschäft in Lübeck kaufen muss.

Herr und Frau Brombach hatten auch hier ein Antiquitätengeschäft.

Nein, oder?

Ja.

Hat sie auch Kinder? Nein.

Das ist doch echt ein Albtraum, oder?

*Ruhige Musik*

Sind Sie mir bitte nicht böse, aber den Wolfgang einfach auszubooten,

das ist nicht die feine englische Art.

Also, der Herr Wöller hätte an Ihrer Stelle keine solche Skrupel.

Mag sein, aber ich habe kein gutes Gefühl.

Aber warum denn nicht? Wir haben nichts Böses getan.

Wir haben ihn nicht aus dem Geschäft gekickt.

Das war Weihbischof Landkammer.

Sollen wir büûen, weil die nicht miteinander können?

Wieso büûen?

Weil wir mit der Immobilie viel Geld verdienen könnten.

Das sagt Wolfgang auch. Mittlerweile bin ich davon nicht mehr überzeugt.

Weil Sie das Geheimnis noch nicht kennen.

Welches Geheimnis? - Lithium. Sagt Ihnen das irgendwas?

Ja, das ist das Gold der Zukunft.

Ja, von dem man auf dem Gelände enorme Vorkommen nachgewiesen hat.

Nicht Ihr Ernst. - Mein völliger Ernst.

Das würde heiûen, wenn wir die Immobilie,

also das Kloster, für einen kleinen Preis kaufen...

Können wir es für das Doppelte an die Chinesen weiterverkaufen,

ohne Umweg über Herrn Wöller.

Für das Doppelte?

Herr Wanninger, sind wir im Geschäft?

Gott zum Gruûe, Mutter Oberin.

Nehmen Sie Platz. Danke. Bitte bleiben Sie sitzen.

Ja... mein Beileid.

Beileid? Wofür?

Zu Ihrem hohen finanziellen Verlust.

Ich meine, das Fegefeuer des Teufels

hat im fernen Argentinien alles dahingerafft.

Woher wissen Sie das wieder?

Ja, mir entgeht nichts, Mutter Oberin.

Sehen Sie es positiv.

Auf diese Weise kann Ihr Retter in der Not direkt zu Ihnen kommen.

Der Weihbischof wird nicht an Sie verkaufen.

Weder mit noch ohne Strohmann.

Halten wir uns nicht mit Details auf, wo es jetzt ums Ganze geht.

Der Orden kämpft um das Überleben.

Und Sie sind der Ritter in der goldenen Rüstung? Ja.

Wenn Sie mich das sein lassen.

Was haben Sie denn vor mit dem Kloster?

Sie bestehen auf ein lebenslanges Wohnrecht.

Ich hatte und habe nichts dagegen.

Das klingt zu schön, um wahr zu sein.

Und wissen Sie, was, Herr Wöller?

Genau das macht mich stutzig. Sie brauchen Geld.

Der Weihbischof braucht Geld. Wofür?

Für die Restaurierung wertvoller Gemälde im Vatikan.

Die wurden in Mitleidenschaft gezogen durch einen Brand. Ah ja.

Ich rette den Vatikan gleich mit.

Der Papst kann sich ja persönlich bei mir bedanken.

Ich werde darüber nachdenken,

ob ich mit dem Weihbischof darüber spreche.

*Hanna seufzt.*

Frau Brombach?

Schwester Hanna.

Schön, Sie zu sehen. Mein Beileid.

Danke. Setzen Sie sich doch.

Danke schön.

Wie geht es Ihnen denn?

Ich stehe morgens auf, mache mich fertig, kümmere mich um den Laden.

So richtig begriffen, dass Lukas tot ist, habe ich noch nicht.

Und übermorgen ist die Beerdigung. Ja, das braucht seine Zeit.

*Ruhige Klaviermusik*

Danke, dass Sie bei ihm im Krankenhaus waren.

Das hat ihm viel bedeutet.

Frau Brombach, Ihr Mann vertraute mir kurz vor seinem Tod etwas an,

worüber er eigentlich selbst mit Ihnen sprechen wollte.

Was denn?

Er...

Er hat eine Tochter.

Das ist unmöglich, das hätte er mir gesagt.

Sie heiût Jule und wohnt mit ihrer Mutter, Frau Feldmann, in Lübeck.

Lukas ist... war öfter da in der Gegend

und hat Antiquitäten aufgekauft.

Aber erst seit ein paar Jahren. Ja, Jule ist vier.

Behaupten Sie, mein Mann hat mich betrogen?

Es ist sogar noch etwas anders. Er hat ein Doppelleben geführt.

Das ist Unsinn, so was spürt man doch,

wenn da eine andere ist.

Frau Feldmann und ihre Tochter sind jetzt in Kaltenthal.

Sie wissen das alles schon länger? Frau Brombach...

Mein Mann ist ein Betrüger und Feigling.

Ich weiû, dass das ein Schock ist...

Und irgend so ein Flittchen hängt ihm auch noch ein Kind an.

Frau Feldmann wusste auch nichts davon.

Sie ist genauso geschockt wie Sie. Ich möchte nichts mehr davon hören.

Frau Feldmann ist im "Ochsen", sie hat sich dort ein Zimmer genommen.

Sie sollten mit ihr reden. Ich möchte nichts mehr hören.

Frau Brombach.

Heute haben nur wenige Schüler nach einer Wurstsemmel gefragt. Gut.

Ich kann nicht mehr im Laden arbeiten.

Morgen fangen die Sozialstunden an. Wir müssen uns was überlegen.

Wir brauchen jeden Cent, um Felicitas' Schulden

bei Frau Krautstingl zu bezahlen.

Es gibt noch ein Problem. Der Orden hat sehr viel Geld verloren.

Die Mutter Oberin hat in nachhaltige Anlagen investiert,

in einen Wald, um genau zu sein.

Was... Was ist passiert? Dieser Wald ist abgebrannt.

Jemand hat auf die falsche Karten gesetzt.

Das heiût auch, dass wir auf unser lebenslanges Wohnrecht

verzichten müssen, damit ein Käufer gefunden wird,

der dann mehr Geld fürs Kloster bezahlt.

Heiût das, wir müssen Kloster Kaltenthal jetzt doch verlassen?

Das kommt auf den Käufer an.

Lela.

Ich rede mit ihr.

Oje.

Oje, Hanna.

*Aufwühlende Musik*

Was ist denn los?

Wir verlieren unser Zuhause.

Wart doch erst mal ab.

Kann ich nicht. Ich wollte hier meine Profess ablegen.

Deine was?

Mein Ordensgelübde.

Ah, du willst Nonne werden. So richtig, nicht nur Novizin sein.

Mutter Oberin hätte eh nicht zugestimmt.

Wieso denn nicht?

Ich... Ich habe den einen oder anderen Fehler gemacht

während meiner Zeit als Novizin.

Ich weiû nicht, ob sie mir verzeiht.

Die sitzt selbst im Glashaus, wenn es darum geht, wer Mist gebaut hat.

Aber sie wollte dem Orden sicher nur helfen.

Lela, du verzeihst allen ihre Fehler und glaubst, keiner verzeiht dir.

Vielleicht irrst du dich ja.

*Gefühlvolle Streichmusik*

Guten Morgen, Chef. Alex, endlich.

Finden Sie auch, dass Frau Laban sich komisch verhält?

Nicht mehr als sonst, wieso? Keine Ahnung.

Bitte, es gibt viel zu tun.

Punkt eins, wir müssen dafür sorgen,

dass mein Freund Huber wieder der wird,

der er früher war, nicht dieses Etwas im Lotussitz.

Der Guru muss weiterziehen.

Herr Meier wollte sich kümmern. Ich habe ihn zum Rapport bestellt.

Wenn da nichts rauskommt, lassen wir uns was einfallen.

Punkt zwei? Landkammer.

Er weigert sich, das Kloster an die Gemeinde zu verkaufen.

Dank Ihnen erst recht. Es tut mir leid.

Ein Wöller verzeiht, aber er vergisst nie.

Wie wollen Sie ihn umstimmen? Wie stimmt man einen Politiker um?

Indem man Druck macht, ihn erpresst.

Und wie? Das ist Ihre Aufgabe, Alex.

Graben Sie im Keller von Landkammer, finden Sie die Leiche.

Welche Leiche? Wenn ich das wüsste!

Dann bräuchte ich Sie nicht. Ich kenne da jemanden.

Je tiefer die Leiche vergraben ist, desto schmutziger die Geheimnisse.

Machen Sie es gut.

Ich hoffe, Sie haben gute Nachrichten, Herr Meier.

Ich... Also, ich weiû nicht.

Wachtmeister Meier ist jetzt da. Ja, schicken Sie ihn zu mir.

Wachtmeister Meier, bitte. Wie weit sind Sie in der Causa Singsing?

Sie meinen Herrn Kinzang.

Einigen wir uns auf "Hermanns Guru".

Soweit ich ermitteln konnte, ist er tatsächlich ein Guru. Ah ja?

Jedenfalls hat er kein Visum. Wie ist er ins Land gekommen?

Vermutlich ist er illegal eingereist.

Sorgen Sie für seine Ausreise.

Ich brauche Hermann, seine Konzentration und Schaffenskraft.

Ich würde nur ungern allzu viel Staub aufwirbeln.

Ja, wieso? Herr Kinzang stammt aus Tibet.

Und die Situation zwischen Tibet und China ist nicht gerade freundlich.

Ja, ich weiû. Bleibt eben wieder alles an mir hängen.

*Kecke Musik*

Schreiben Sie an Ihrem wundervollen Roman?

Weihbischof Landkammer.

Nein, ich schreibe einen Brief. - Oh, schade.

Wie geht's denn voran?

Ich bin mir unsicher, ob der Roman gut ist.

Ach, Sie scherzen. Mich hat das alles so tief ergriffen.

Ihr Blick in die Seele eines Mannes,

der von seinen Leidenschaften überwältigt zu werden droht.

Schwester Hildegard, das ist groû.

Meinen Sie wirklich? - Gestatten Sie mir eine Frage?

Ja, sicher.

Nachdem der Held das Herz seiner Liebsten

auf grausame Art und Weise gebrochen hat...

Wie geht das Schicksal mit ihm um?

Äh... Nicht gut.

Er gerät in ein Feuer.

Ein Feuer?

Als Allegorie auf das Feuer, das in seiner Brust lodert.

Schwester Hildegard, das ist schlicht und einfach genial.

Äh... die Mutter Oberin erwartet Sie bereits.

Danke.

Ich kann es immer noch nicht fassen.

Der Magdalenen-Orden hat Jahrhunderte überlebt.

Und dann kamen Sie.

Der Orden wird weiter existieren.

Ich gehe richtig in der Annahme,

dass es sich bei dem Geld um die Rücklagen des Ordens gehandelt hat?

Ja.

Geld, um das ich Sie eigentlich gebeten hatte.

Sind Sie nur hier, um mir Vorwürfe zu machen?

Kloster Kaltenthal. In der aktuellen Situation

erscheint es mir als die einzige Lösung Ihrer Probleme.

Meine Probleme?

Unsere Probleme.

Der Vatikan wartet immer noch auf das Geld.

Zur Restaurierung der Kunstwerke. - Ja, lassen wir das.

Aber ich denke doch, wir sollten uns noch einmal über die Details

des Verkaufs unterhalten.

Wir waren uns einig.

Das war, bevor Sie das Kloster an den Rand des Ruins gebracht haben.

Was verlangen Sie?

Sie geben sich mit 40 Prozent des Erlöses zufrieden

und verzichten auf ein lebenslanges Wohnrecht.

Herr Wöller wäre bereit, das Kloster sofort zu kaufen.

Was seine Begehrlichkeiten das Kloster betreffend angeht,

habe ich mich, glaube ich, klar und deutlich ausgedrückt.

Wir könnten das Wohnrecht behalten. - Das liegt in Ihrer Verantwortung.

Meine Entscheidung steht.

*Orgelmusik*

Gelobt sei der Herr.

In Ewigkeit.

Frau Laban.

Was machen Sie denn hier? Wenn Herr Wöller Sie sieht...

Ach, Wöllers Tage als Bürgermeister sind gezählt.

Die Umfragewerte lassen keine Zweifel.

Man sollte ihn niemals unterschätzen.

Aber auch nicht überschätzen. Und, haben Sie sich entschieden?

Ach, Frau Laban, worauf warten Sie denn noch?

Es ist ganz einfach.

Entweder Sie bleiben im Rathaus und stapeln weiterhin Akten von A nach B

oder Sie werden der neue Star in meinem Shoppingkanal.

Es ist wirklich verlockend. - Sagen Sie einfach Ja.

Aber bald. Ich kann leider nicht ewig warten.

Sehen Sie, die Tür schlieût sich. - Versprochen, aber ich muss zurück.

Gehen Sie, bevor Herr Wöller Sie sieht.

Er weiû noch nichts von meinem Angebot?

Nein, ich wollte es erst sagen, wenn ich zu 100 Prozent sicher bin.

Hm, verstehe.

Na gut. Aber wie gesagt.

Die Tür schlieût sich schon sehr bald.

Ja, ich muss jetzt zurück. Wiedersehen, Herr Salm.

Auf Wiedersehen, Frau Laban.

*Er pfeift fröhlich.*

Schwester. Hallo, Frau Laban.

Und Sie sind? Emma Graf.

Sie sind die Frau, die Sozialstunden bei uns ableistet.

Ja, genau.

Aber ich weiû gar nicht, wo ich hin soll.

Herr Schäfer ist dafür zuständig, der ist auûer Haus.

Sie bleiben einfach gleich bei mir.

Danke, Frau Laban.

Dann gehe ich mal zu ihm. Ja.

*Klopfen*

Schwester Hanna. Sie klopfen an, ich sage "Herein", und dann...

Tut mir leid. Ich gelobe Besserung.

Allein, mir fehlt der Glaube. Bitte. Was gibt's?

Also...

Ich habe mit Frau Brombach geredet. Und? Wie hat Christine reagiert?

Sie hat mich weggeschickt. Ja.

Sie sorgen für Chaos, und ich darf die Kohlen aus dem Feuer holen.

Herr Wöller. Ja.

Sie haben versprochen, dass Sie mit ihr reden.

Wenn ich da nicht weiterkomme. Schwester Hanna.

Solange Sie in meinem Dasein existieren,

ist es offenbar mein Schicksal, nicht nur meine Gemeinde,

sondern die halbe Welt zu retten.

Grüû Gott, ich bin Christine Brombach.

Die Ehefrau von Lukas. - Ich bin...

Die Affäre meines Mannes. - Seine Lebensgefährtin.

Er war mein Mann. - Meiner auch.

Wie können Sie das sagen? Ich war mit ihm verheiratet.

20 Jahre lang. - Davon hat Lukas nie etwas gesagt.

Warum sind Sie hier? Geht es ums Geld?

Ich dachte, er macht mir einen Heiratsantrag.

Dann erfahre ich, dass er tot ist.

Lukas hat uns beide betrogen.

Ich bin unfassbar traurig

und gleichzeitig unglaublich wütend auf ihn.

Ist das Ihre Tochter?

Jule, ja. Sie hat ihren Papa sehr geliebt.

Weiû sie... - Dass ihr Papa gestorben ist?

Ich habe es ihr gesagt, aber richtig verstanden hat sie es nicht.

Lukas war ja oft lange weg.

Richtig, bei mir, seiner Ehefrau.

Wir wären gerne bei der Beerdigung dabei.

Haben Sie mich nicht genügend gedemütigt?

Ich lebe hier, werde weiter hier leben, und Sie gehen wieder.

Am besten jetzt gleich.

*Freiton*

(Kinzang) Einatmen.

*Telefon klingelt.*

Und ausatmen.

"Chef, da ist der Michi."

"Du, uns sauft grade die Baustelle ab."

Kinzang, tut mir leid, ich muss da ran.

So sehr ich mein neues Leben auch genieûe,

ich habe leider noch ein altes.

Michi, bist du es?

Mia hom Riesentrouble mit dem Grundwasser.

Mit dem Grundwasser, nur das nicht! Komm schnell.

Ich mache mich sofort auf den Weg.

Kinzang, wir machen morgen weiter, ja?

Heute muss ich in meine Firma.

Gott zum Gruûe.

Hören Sie mich?

Hallo?

Ich kann mit der Polizei wiederkommen,

die sich dann nach Ihrem Visum erkundigt.

Man sollte Kraft dazu verwenden, die Welt besser zu machen,

nicht damit Dunkelheit einkehrt.

Das versuche ich gerade. Sie sitzen mir nur im Licht.

Wie darf ich das verstehen?

Hermann braucht keine Erleuchtung,

um glücklich zu sein, sondern eine Schweinshaxe, sind wir uns einig?

Sie lassen Hermann in Ruhe, damit er sich

auf sein eigentliches Leben konzentrieren kann.

Und ich verzeihe Ihnen,

dass Sie wahrscheinlich illegal im Land sind.

Ich folge dem Weg, den das Schicksal mir weist.

Dann wünsche ich eine gute Reise.

Bon voyage.

*Gefühlvolle Musik*

Ich komm gleich wieder, ja?

Frau Feldmann.

Ich hatte ein Gespräch mit Frau Brombach.

Sie will, dass ich gehe. Vor der Beerdigung?

Damit es für sie nicht noch demütigender wird. Hallo.

Sie sind beide wütend und enttäuscht.

Den Schmerz überwinden Sie aber nur gemeinsam, davon bin ich überzeugt.

Und was soll ich tun? Nichts überstürzen.

Der Bürgermeister ist der Patenonkel von Frau Brombach.

Er redet mit ihr. Und Sie denken, das bringt etwas?

Der Herr Wöller kann sehr überzeugend sein, wenn er will.

*Türklingel*

Was suchst du denn hier?

Wir haben uns seit dem Abi nicht gesehen.

Ach, ich... Ich war zufällig in der Nähe.

Red keinen Stuss.

Du hast dich einen Scheiû für mich interessiert.

Na ja, jetzt... - Was willst du?

Kannst du diskret sein? - Sehe ich aus wie ein Verräter?

War ich nie, auch nicht, als du bei mir abgeschrieben hast.

Das weiû ich. - Also?

Ich brauche Infos aus dem Münchner Bischofssitz.

Du brauchst einen Cracker, keinen Hacker.

Hacker halten sich an Gesetze, Cracker nicht so.

Und wo finde ich so einen Cracker?

Kommt auf die Bezahlung an. - Die ist ziemlich gut.

Was genau brauchst du?

Hallo, Frau Brombach.

Wolfgang.

Christine.

Mein Beileid, von Herzen.

Danke. Setzt euch doch. Mhm.

Danke.

Es tut mir leid. Ist alles ein bisschen viel im Moment.

Ich weiû. Wie? Hast du auch davon gewusst?

Nein, aber ich bin ja hier, um dir zur Seite zu stehen.

Ich habe es ihm erzählt und ihn gebeten, mit Ihnen zu sprechen.

Ich weiû, wie schrecklich das für dich sein muss,

aber ich meine, dein Mann hat nun mal ein Kind in die Welt gesetzt.

Ja, weil sie ihn verführt hat.

So schwer es mir auch fällt, das zu sagen,

aber Lukas war kein kleiner, naiver Junge,

der sich einfach mal so verführen lieû.

Lukas hat euch beide hintergangen.

Er kann es nicht mehr zurechtrücken, sich entschuldigen.

Aber du kannst Anstand bewahren. Im Gegensatz zu ihm.

Der stirbt einfach und lässt mich in diesem Chaos zurück.

Sie, Frau Feldmann und Jule.

Sie könnten einander Halt geben, wenn Sie den Mut haben,

den Ihr Mann nicht hatte.

Reich Frau Feldmann und ihrer Tochter die Hand.

*Gefühlvolle Musik*

Frau Feldmann, ich...

Ich möchte mich entschuldigen für mein Verhalten.

Ich möchte Sie und Ihre Tochter zur Beerdigung einladen.

Jule, würdest du die Kellnerin nach der Rechnung fragen?

*Gefühlvolle Streichmusik*

Sie und Jule... haben Lukas geliebt. Das heiût, wir haben was gemeinsam.

Er hat mir immer gesagt,

dass er beruflich viel reisen muss, auf Messen ist,

bei Privatleuten nach Antiquitäten sucht.

Und mir, dass es Probleme mit einem Händler in Lübeck gibt

und er öfter vor Ort sein muss.

Ich weiû nicht, auf wen ich wütender bin.

Auf ihn oder auf mich und meine Naivität.

Ich habe es ihr gesagt. - Danke.

Und du bist also die Jule. - Ja.

Ich bin die Christine, hallo. - Hallo.

Herr Wöller? Ja?

Danke. Bitte, bitte.

Ich kümmere mich um meinen Freund Hermann.

Erika, noch ein Helles. Sehr gern.

Und dann zwei Schweinshaxen, mit besonders krosser Kruste.

Kommt sofort. - Ich möchte keine Schweinshaxe.

Ich will gar nichts.

Sag mir jetzt, wie es dir geht, was mit dir los ist.

Ach, so ein Depp ruft bei mir an.

Ich fahre hin wegen gar nichts. Danke.

Und komme zurück und... da hat mich der Kinzang verlassen.

Dein Guru. Ja.

Er hat mir gutgetan. Ich fand Frieden mit Isolde.

Und meine Blutwerte haben sich verbessert. Das ist doch gut.

Dass der Kinzang weg ist, hat das mit dir zu tun?

Schau, Hermann, wir suchen ja alle nach dem Sinn des Lebens.

Bei dem einen ist es Spiritualität,

bei dem anderen ein Auto, die groûe Liebe...

Bitte sehr. Oder zwei Schweinshaxen.

Guten Appetit. Danke.

Erika, machst du mir ein Helles? - Sehr gern.

Gott sei Dank, er ist wieder normal. Gott sei Dank.

Und? Haben Sie den Herrn Huber... bekehrt?

Ja, ich würde sagen,

er ist zurückgekehrt auf den einzigen Pfad,

der ihm zur Erleuchtung verhilft.

Und was ist mit den Cholesterinwerten?

Wir leben im Hier und Jetzt.

Wir beide haben aber eine gemeinsame Zukunft.

Gott sei es gelobt.

Mhm. Mhm.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2021

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