All language subtitles for Um Himmels Willen 20x10 Gef+Ąhrliche Liebe.deu

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Original subtitles

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

*Harmonische Musik*

Wo ist Emma? Bereitet sie sich auf die Verhandlung vor?

Im Moment hilft sie Susie beim Auszug.

Felicitas?

Hm?

Bist du schon wieder so müde? - Nein, ich bin hellwach.

Ich wollte Emma in die Verhandlung begleiten,

aber sie möchte das alleine durchstehen.

Ich gehe bei der Verhandlung vorbei.

Vielleicht braucht sie meine Hilfe.

*Türklingel* Ich gehe schon.

*Nachrichtenton* Schon wieder 'ne Nachricht?

Dreimal darfst du raten, von wem. Das ist heute seine elfte Nachricht.

Jetzt gib dir einen Ruck und antworte ihm.

Ich weiû nicht, wie ich Alex jemals wieder vertrauen soll.

Mit Ignorieren wirst du es nicht herausfinden.

Man muss vergeben können. - Im Ernst?

Macht einen Spaziergang, trefft euch auf neutralem Boden.

Und dann? - Verlang einen Vertrauensbeweis.

Soll er sich etwa einen Keuschheitsgürtel anlegen?

Er hat Riesenmist gebaut, aber du liebst und vermisst ihn.

Entweder verzeih ihm oder mach Schluss.

Sie sind Neles Vater. Schön, Sie kennenzulernen. Bitte.

Nele freut sich immer, wenn Sie Religionslehrer Kühnert vertreten.

Wie kann ich Ihnen helfen?

Sie wissen, dass ich alleinerziehend bin?

Ja. Nele hat erwähnt, dass Ihre Frau ausgezogen ist.

Was nicht immer einfach ist, wegen Neles Krankheit.

Wir hatten Neles Mukoviszidose im Griff.

Vor allem dank Nele selbst,

denn sie war immer ein vernünftiges und auch vorsichtiges Kind.

War? Wir waren die besten Freunde.

Sie hat mir alles erzählt, aber seit einiger Zeit...

...weiû ich auch nicht.

Sie ist total verschlossen und weicht jeder Frage aus.

Na ja, in Neles Alter ist das normal.

Ich weiû, aber unsere Situation ist leider alles andere als normal.

Sie hat abgenommen und ihre Lunge verschleimt schneller.

Sie weiû, dass sie ein Leben lang

gegen diese Erbkrankheit ankämpfen muss,

aber offenbar tut sie das nicht mehr.

Ich habe Angst.

Ich brauche jemanden, dem sie zuhört, der zu ihr durchdringt.

Hm.

*Fröhliche Musik*

Guten Morgen, Heinz.

Sag mal, hast du zum Frühstück auf eine Zitrone gebissen?

Es ist doch ein herrlicher Tag. Von wegen herrlich!

Meine Parteikollegen löchern mich unentwegt.

Was soll ich denen sagen?

Kriegst du kalte Füûe wegen unserem Deal?

Es geht um drei Millionen, für die ich den Kopf hinhalte.

Als Bürgermeister ist mein täglich Brot, den Kopf hinzuhalten.

Es ist eine Win-win-Situation für uns beide.

Was sage ich, für ganz Kaltenthal. Ja, hoffentlich.

Die Sache ist noch nicht in trockenen Tüchern.

Sobald der Kaufvertrag unterschrieben ist,

erfährt die ganze Welt davon.

Du wirst in dieser historischen Stunde

gemeinsam mit mir auf dem Siegertreppchen stehen.

Ja, jetzt möchte ich ein Siegerlächeln sehen.

Herr Vizebürgermeister in spe.

Frau Laban, erfreuen Sie mich mit einem starken Kaffee.

Und dann erfreuen wir uns gemeinsam an diesem wunderschönen Tag.

Haben Sie den Ratgeber über freundlichen Umgang

mit Mitarbeitern gelesen,

den wir Ihnen geschenkt haben? Sie sind richtig lustig.

Ich meine, Sie erinnern sich an alles.

Und sagen Sie Alex, dass ich ihn brauche, ja?

Der trifft sich mit Susie. Ja, Gott sei Dank.

Der traurige Blick war nicht auszuhalten.

Sie haben Alex doch in die Fänge dieser attraktiven Chinesin gejagt.

Ich habe ihn gebeten, der Chinesin Kaltenthals Nachtleben zu zeigen.

Aber falls es Sie tröstet, es geschah nur zum Wohle Kaltenthals.

*Telefon* "Frau Winter, Gott zum Gruûe."

Herr Wöller, haben Sie gute Nachrichten?

Der Kaufvertrag mit dem Weihbischof kann unterschrieben werden.

Die Finanzierung steht. Ich bin beeindruckt.

Wie haben Sie das hingekriegt? Wo ein Wöller, da ein Weg.

Und Ihr Strohmann weiû Bescheid, was wir erwarten?

Wanninger wird wie ein Schweizer Uhrwerk funktionieren.

Ich bin froh, dass du mich triffst.

Für jemanden, der es bereut,

hast du letztes Mal ganz schön mit Kim geflirtet.

Sie hat mit mir geflirtet.

Glaub mir. - Du hast dich nicht gewehrt.

Kim, ich meine Frau Ting...

Sag du: Ihr seid euch nahegekommen.

Wenn ich es mir mit ihr verscherze, kann Wöller sein Projekt vergessen.

Welches Projekt? - Kann ich nicht sagen.

Du vertraust mir null, aber verlangst von mir Vertrauen.

Sorry, das geht nicht. - Susie, bitte. Also gut.

Herr Wöller will das Kloster kaufen über einen Strohmann.

Und du machst da mit?

Ich will nur, dass du mir verzeihst und alles so wird wie früher.

Ich liebe dich. *Sie lacht.*

Susie, ich schwöre dir, ich...

So viel zum Thema Vertrauen.

Alex, was machst du denn hier? - Essen.

Hi. - Nicht, bitte.

Was ist denn? - Darf ich dir Susie vorstellen?

Hi.

Wir sind... waren...

Ist das deine Ex?

Wir haben wichtige Dinge zu besprechen.

Okay. Wir sehen uns.

Viel Spaû bei den wichtigen Dingen.

Tschau.

Ex-Freundin?

Was hätte ich sagen sollen? - Die Wahrheit!

Aber du tust lieber, was Wöller dir sagt.

Susie, ich...

Susie?

* Klingel *

Willkommen, im Tempel des Friedens. Und da sieht man so aus?

Komm rein. Ja.

Ich habe mich nicht wohlgefühlt, nachdem Isolde mich verlassen hatte.

Ich dachte, du bist froh, dass du sie los bist.

Man hat mir die Augen geöffnet.

Das Tor zu meiner Seele aufgestoûen, nein, eingetreten!

Aha, also so langsam machst du mir Angst, Hermännchen.

Wolfi, ich bin so voller Energie, und es ging mir nie so gut.

Aha.

Komm. Ja.

Gong-Ka-Mu-Sang. Wolfgang Wöller.

Das ist mein tibetanischer Lehrer, Kinzang.

Gong-Ka-Mu-Sang heiût "hallo". Was macht er hier?

Meine Seele von einer Last befreien. Ich habe Frieden gefunden.

Mit Isolde und dir. Wieso mit mir?

Du bist, was du bist. Bis du dein Sein änderst, wie ich.

Das kann nicht dein Ernst sein.

Ich habe den Worten des Windes gelauscht.

Seitdem hat sich alles verändert.

Also kannst du Baupläne machen, fürs Akkuwerk.

Ich nehme mir 'ne Auszeit. Mit mir im "Ochsen".

Om.

Hermann! Was beschäftigt Sie?

Sie verkaufen ihn für dumm. Woher dieses Misstrauen?

Menschenkenntnis! Hermann, hör auf mit dem Unfug.

Om.

Das letzte Wort ist nicht gesprochen.

Hörst du? Om.

Komm.

*Schulglocke*

Es mag radikal sein, dass ich keine Wurstsemmeln anbiete,

um Kinder zu einer gesünderen...

Stopp, das ist ein Eingriff in unsere Erziehungshoheit.

Wir Eltern entscheiden, was unser Sohn essen darf und was nicht.

Aber wir wissen, dass zu viel Fleisch nicht nur für uns,

sondern auch für die Umwelt ganz schädlich ist.

Ganz zu schweigen vom Tierwohl.

Kennen Sie die schrecklichen Bilder, mit Schweinen?

Daran ist jetzt unser Emil schuld, oder was?

Möhren und Sellerie-Sticks. Mein Sohn ist doch kein Karnickel.

Hanna, Gott sei Dank! Kannst du nicht Frau Klein mal erklären,

warum wir in der Schule keine Wurstsemmeln anbieten?

Ja, also, Gemüse und Rohkost fördern die Durchblutung

und machen die Kinder fit.

Entschuldigung, ich muss los.

Denken Sie noch mal drüber nach, ja?

Nele?

Alex? Sag bloû, Susie ist nicht gekommen?

Doch. - Was ist denn passiert?

Es war eine Katastrophe. - Das wird schon wieder.

Und wenn nicht heute, dann morgen.

Könntest du für eine Stunde das Telefon übernehmen?

Ich habe einen Termin.

Ich lasse ungern nur den AB laufen. - Das kriege ich noch hin.

(Nele) Worum geht es? Sie haben geheimnisvoll getan.

Ach.

Nele, dein Vater macht sich groûe Sorgen um dich.

Er macht sich seit 16 Jahren ständig Sorgen.

Irgendwann reicht es doch.

Er sagt, dass du sehr abgenommen hast

und deine Lunge verschleimt ist.

Ja, aber ich passe schon auf. Aber das Atmen fällt dir schwerer?

Manchmal, aber ich habe das im Griff.

Ich inhaliere ja auch.

Ich will einfach nur einmal so behandelt werden wie alle anderen.

Du bist nicht wie alle anderen. Du hast Mukoviszidose.

Schau, dein Vater will nur, dass du vorsichtig bleibst.

Andere haben auch Krankheiten und tun Dinge, die sie nicht dürften.

Und wen meinst du da so? Niemand Bestimmtes.

Also gut, er heiût Paul.

Paul? Ja.

Der ist voll süû. Er hat eine schlimme Herzmuskelerkrankung.

Aber er macht alles, worauf er Lust hat.

Obwohl er auch 17 ist. Aha. Und was macht der so?

Er hat sich Tattoos stechen lassen, ist Skateboarder und fährt Motorrad.

Solche Sachen eben. So richtig intensiv leben.

Ich merke, er gefällt dir.

Ja. Wir sind seit drei Monaten zusammen.

Dein Vater weiû nichts davon? Nee.

Er würde ausrasten und mir alles verbieten.

Kommen Sie, ich will Spaû haben,

Action, anstatt immer nur an Inhalation zu denken,

mich vor Bauchkrämpfen zu sorgen oder nicht atmen zu können.

Action? Ja.

Wir wollen Gleitschirm fliegen gehen. Ich feiere seinen Mut total.

Nele, schau mal, dein Vater war doch auch immer dein Freund.

Er hat es verdient, dass du mit ihm redest.

Vielleicht, aber noch nicht. - Neles Taxi-Service.

Tut mir leid. - Auf geht's.

Danke schön.

Hallo. Tschüss.

Tschüss.

Herr Meier. Herr Wöller?

Tun Sie mir 'nen Gefallen.

Bei Hermann Hubert zeltet ein Tibetaner in seinem Garten

und meditiert vor sich hin.

Auf Privatbesitz zu campieren unerlaubt ist strafbar.

Der Hermann hat es ihm erlaubt. Was ist dann das Problem?

Dass dieser Möchtegern-Guru ein Gauner ist.

Haben Sie Beweise? Brauche ich nicht.

Ich weiû Bescheid. Ich brauche Beweise.

Um einschreiten zu können. Besorgen Sie welche.

Wer weiû denn, ob dieser Gauner

überhaupt eine Aufenthaltserlaubnis hat?

Tut mir leid, ohne triftigen...

Der Hermann muss wieder zur Vernunft kommen, ja?

Das ist von nationalem Interesse.

Kümmern Sie sich oder ich besorge einen anderen Wachtmeister.

Also gut. Wie heiût dieser Tibetaner?

Ja, also irgendwas... wie Singsang.

Aha.

Als Erstes möchte ich mich bedanken, dass ich Ihre Kollektion...

"Brandneue Kollektion". Immer an die Adjektive denken.

Sehr gerne, wir versprechen uns schlieûlich beide was davon,

wenn Sie hier anfangen.

Haben Sie Ihre Hausaufgaben gemacht? - Ich hoffe.

Ja gut, dann.

Also, das hier sind Megapower-Armbänder.

Das hier ist ein Tigeraugenpendel für innere Einkehr.

Sehr gut, wir legen gleich los.

Und keine Scheu, das ist nur eine Probeaufnahme.

Und die Kamera beiût nicht.

So. Und wir fahren ab.

Und bitte!

Meine Damen und Herren,

ich darf Ihnen heute unsere neueste Schmuckkollektion

aus kostbaren Heil- und Kraftsteinen präsentieren.

Äh... seit Jahrhunderten...

Nein, seit Jahrtausenden wird den geheimnisvollen Steinen nachgesagt,

dass sie das seelische und körperliche Wohlbefinden

verbessern und verstärken.

Ja, genau die Wirkung, die Ihr Herr Wöller nicht hat.

Das kann man so nicht sagen. - Ja.

Es war nur ein Scherz. Machen Sie weiter.

Berühmte Frauen wie Cleopatra... Sisi...

und... äh... Marilyn Monroe... wussten um diese magische Wirkung.

Und heute können endlich auch Sie diese Schätze zu einem guten...

nein, spektakulären Tagespreis bei uns bestellen.

Ja, also, da war doch schon viel Schönes drin.

Haben Sie mit Nele sprechen können? Ja.

Und ich kann Ihre Sorgen verstehen, und ich teile sie auch.

Aber...

...Sie müssen Nele mehr vertrauen.

Und ihr mehr Freiheit geben, sonst werden Sie nichts erreichen.

Wie meinen Sie das?

Ich hatte ein vertrauensvolles Gespräch mit ihr.

Was hat sie gesagt?

Herr Reichardt, versprechen Sie, dass Sie in Ruhe mit Nele sprechen.

Ja. Mädchen in diesem Alter brauchen Einfühlungsvermögen.

Und gerade Nele. Ja.

Kennen Sie einen Paul? Na klar.

Paul John. Sagen Sie nicht, die sind zusammen?

Ja. Und Sie sollten sich... Dieser Junge ist Gift für Nele.

Der falsche Umgang.

Sie sollten ihn erst kennenlernen.

Ich rufe Wolfgang an. Herrn Wöller?

Dieser Typ gehört nicht auf dieses Gymnasium.

Nicht in Neles Klasse. Wolfgang kann mir sicher helfen.

So eine Aktion wird Nele Ihnen niemals verzeihen.

Vielleicht versteht sie's später. Ihre Gesundheit ist wichtiger

als eine Verliebtheit in einen Kriminellen.

Ich halte das für falsch.

Wenn Wolfgang sich reinhängt, leitet die Schule nötige Schritte ein.

*Verspielte Musik*

Welch fesselnde Lektüre hält Sie von der Arbeit ab?

Ich äh, na ja, also... - Mal sehen.

Ein Roman von Schwester Hildegard?

Es ist kein Krimi. Sie hält sich strikt an Ihre Anordnung.

Sondern?

Tja, ich würde es eher als Belletristik bezeichnen.

Ein zeitgenössischer Roman über...

...Beziehungsgeflechte.

Machen Sie mir eine Kopie.

Ich überzeuge mich selbst davon, ob sie diesmal

die Kirche würdig vertritt.

Ist die Vertragsunterzeichnung für den Verkauf

von Kloster Kaltenthal vorbereitet?

Ja, ich bin alles durchgegangen. - Gut.

Allerdings ist mir dabei erneut aufgefallen...

Das unausgeglichene Budget der Diözese bereitet mir Kummer.

Das ist nicht Ihr Problem, hm?

Wir werden bald wieder ausreichend Geld in der Kasse haben.

Hm. Ja.

Irgendwelche Kursschwankungen? - Im Gegenteil.

Die Fonds sind um 24 Prozent gestiegen.

24 Prozent?

Das ist ein Vielfaches von normalen Zinsen.

Geht da alles mit rechten Dingen zu? - Seien Sie nicht immer so negativ.

Ich werde jetzt noch mal 500 Anteile kaufen.

So.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt.

*Hildegard seufzt.*

Hallo, Herr Stolpe. Was ist das?

Die Verlage, an die Sie Leseproben schickten.

Die Post kam zu mir. - Haben Sie die geöffnet?

Nein, würde ich nie machen.

Ja, worauf warten wir dann noch? Hier, helfen Sie mir.

*Kecke Musik*

Oh.

Alles Absagen? - Hach.

Oh. *Sie seufzt.*

Ich hätte auf Sie hören sollen, tut mir leid.

Nein, mir tut es leid. Sie sind eine wunderbare Autorin.

Drei Absagen an einem Tag. Das ist trauriger Rekord.

Lassen Sie den Kopf nicht hängen. Ich bin da.

Krimis darf ich nicht schreiben.

Liebesromane kann ich nicht schreiben.

Vielleicht soll ich mir eine andere Passion suchen.

Ja, Sie haben so viele Gaben. Werden Sie Influencerin.

Wie bitte?

Sie schreiben einen Blog, direkt aus dem Herzen des Klosters,

Schwester Influenca.

(Frau) Im Namen des Volkes ergeht folgendes Urteil:

1. Die Angeklagte wird wegen Besitzes von Betäubungsmitteln

zu einer Freiheitsstrafe von drei Monaten verurteilt,

deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wird.

2. Die Angeklagte hat sich während dieser Zeit

jederzeit auf Verlangen des Gerichts

einer Kontrolle auf Betäubungsmittel zu unterziehen.

3. Der Angeklagten wird die Ableistung von 60 Stunden

gemeinnütziger Arbeit im Rathaus Kaltenthal

binnen drei Monaten ab Rechtskraft des Urteils auferlegt.

Die Verfahrenskosten trägt die Angeklagte. Verhandlung geschlossen.

Äh, Entschuldigung, darf ich etwas sagen?

Nein. Wer sind Sie überhaupt?

Schwester Hanna vom Kloster Kaltenthal.

Ich finde das Urteil sehr hart.

Ich kenne Frau Graf. Finden Sie? Das kann schon sein.

Aber Strafprozessordnung und mein Zeitplan sehen nicht vor,

dass ich mein Urteil mit einer Ordensschwester diskutiere.

Frau Graf hatte keinen Anwalt. Sie hat sich selbst verteidigt.

Das Urteil ist rechtskräftig. Guten Tag, die Damen.

Es tut mir wirklich sehr leid.

Wie ich sehe, ist für den Kauf des Klosters alles unter Dach und Fach.

Darauf sollten wir anstoûen. - Und mit was stoûe ich da an?

Mit einem Ingwershot, scharf wie die Hölle mit einer Million Vitamine.

*Beide husten.*

Hat was, aber es geht doch nichts über eine schöne schaumige Halbe.

Sie wollen also glaubhaft den Käufer geben?

Landkammer darf nicht merken, dass Sie ein Strohmann sind.

Wenn ich das überlebt habe, dann schaffe ich das auch noch.

Ja, sowieso.

*Wöller lacht.*

Und, wie ist es gelaufen?

Drei Monate auf Bewährung und 60 Sozialstunden.

Und sie können mich zum Drogentest schicken, wann immer sie wollen.

Das war es wohl mit meinem Dreh. - Mist! Das tut mir leid.

Warum macht ihr so lange Gesichter?

Ich habe es gerade erzählt:

Sie hatten recht, Herr Wöller will das Kloster kaufen.

Echt jetzt? - Ja.

Woher weiût du das?

Alex hat es mir als Vertrauensbeweis erzählt.

Weihbischof Landkammer hat gesagt,

dass er nicht an Herrn Wöller verkaufen wird.

Er macht das über einen Strohmann. Was?

Ich muss zum Weihbischof.

Vielleicht kann ich den Verkauf verhindern.

Das war das Richtige. - Warum fühle ich mich so schlecht?

*Harmonische Musik*

*Beide lachen.*

Du siehst wunderschön aus. Keiner glaubt, dass du krank bist.

Oder du tot umfallen könntest.

Hey, alles okay?

Ja. - Was ist?

Geht schon.

Mein Herz will mich ein bisschen ärgern, das...

Ah.

Es kann mich mal, ohne Witz. - Ja.

Wie stellst du dir die Zukunft vor?

Überschaubar.

Ich weiû, dass ich nicht alt werde.

Irgendwann gibt meine Lunge den Geist auf.

Wir werden beide nicht alt. - Du könntest dich operieren lassen.

Nee, mein Dad ist im Krankenhaus gestorben.

Da genieûe ich lieber die Zeit, die mir noch bleibt.

Hast du das ernst gemeint mit dem Gleitschirmfliegen?

Ja. - Ja?

Ich will es unbedingt machen, stell es dir mal vor:

Fliegen! Einfach so!

Das ist mein Traum. - Ja, ich fände das auch voll toll.

*Romantische Musik*

Lass es uns machen.

Scheiû doch aufs Kranksein. - Ja!

Ja. - Wie wäre es mit morgen?

Wieso sollten wir länger warten?

Ja. - Ja?

Morgen wäre perfekt. - Ja?

*Sie juchzt.*

Liebe Mai-Lin, ja, ich wollte mich nochmals

für das missglückte Dinner entschuldigen.

Zu dumm, dass der Strom ausfiel.

Vielleicht versuchen wir noch mal unser Glück?

Zu Ihnen ins Hotel? Gerne. Acht Uhr, wunderbar.

Ich freue mich, danke. Sie haben Besuch.

Ah, Stefan. Long time, no see.

Bitte, nimm Platz. Danke.

Sag mal, wie geht es deiner Tochter Nele?

Ihretwegen bin ich hier.

Hat sich ihr Zustand verschlechtert?

Ich brauche deine Hilfe.

"Der Oktobermond warf seinen blassen Schein

auf die alabasternen Antlitze der beiden Liebenden,

deren Seelen vielleicht schon erspürten,

dass ihre letzte gemeinsame Nacht anbrach."

*Klopfen*

Exzellenz. Schwester... Schwester Hanna?

Haben wir einen Termin? Nein.

Aber hören Sie, was ich in Erfahrung gebracht habe.

Ja, bitte.

Der wahre Käufer für unser Kloster ist Herr Wöller.

Er hat einen Strohmann und will Sie hinters Licht führen.

Ich bin überzeugt, dass er unser Kloster braucht

für einen dubiosen Deal mit einer chinesischen Firma.

Sind Sie sicher?

Ja. Ganz sicher?

Was den Strohmann angeht, hundertprozentig.

Frau Winter.

Ich habe erfahren, dass Ihr Kaufinteressent

nur ein Strohmann für Herrn Wöller ist.

Bitte? Das ist doch unmöglich.

Wöller führt uns an der Nase herum.

Aber das wäre... Das wäre ungeheuerlich.

Kann ich mir nicht vorstellen.

Und es heiût, dass Herr Wöller ein Groûprojekt mit China plant

und deswegen das Kloster kaufen möchte.

Davon ist mir nichts bekannt.

Ich erwarte Sie morgen um neun Uhr in meinem Büro,

damit wir diese Sachlage klären.

Guten Tag, Frau Winter.

*Sie seufzt.*

Mensch, was hat dieses Schlitzohr mit China laufen?

*Sie seufzt.*

Wir müssen reden. - Hi. Ich muss mich umziehen.

Du warst nicht in der Physio. - Habe ich vergessen.

Wie "vergessen"?

Ein Mal, da sterbe ich nicht gleich. - Hast du inhaliert?

Mache ich noch. - Was heiût das?

Hör auf, mich zu überwachen.

Ich hatte Besuch von Schwester Hanna.

Hast du mir was zu sagen? - Das hat sie wohl schon erledigt.

Es geht nicht um sie, es geht um dich.

Nele, Paul tut dir nicht gut. Der ist eine Gefahr für dich.

Ich höre mir das nicht länger an! Ich liebe Paul, und er liebt mich.

Daran wird keiner was ändern. - Warte.

Nele, jetzt bleib mal bitte hier. Nele...

*Klopfen*

Oh, es gibt wieder Blumen. Ja, 39 rote Rosen und keine 40.

Man lernt dazu. Die Unglückszahl vier kommt nicht mehr ins Haus.

Bitte. Danke.

Ein Glas Weiûwein?

In Ihrer wunderbaren Gesellschaft liebend gern.

Lassen Sie mich das machen.

Wo ein Wöller, da ein Gentleman.

All in. - Das letzte Mal haben Sie geblufft.

Und ich bin drauf reingefallen. Ich will sehen.

Full House mit Königen. - Das gibt es doch nicht.

Bist du sicher, dass es hier ist? - Pf.

Jemand gibt uns einen Tipp zu einem illegalen Pokerspiel,

nennt uns aber die falsche Hausnummer.

Vielleicht ist es ein Zahlendreher, und es ist 12 statt 21.

Oder man wollte uns für dumm verkaufen.

Ja, oder so. - Machen wir Feierabend.

Ah!

Oh. - Schwester Felicitas?

Wachtmeister Meier. Jesses Maria.

Wo kommen Sie her?

Ich habe Geld gesammelt... äh... für einen Menschen,

der einen dummen Fehler gemacht hat, und um ihm zu helfen.

Ist Ihnen etwas Verdächtiges aufgefallen?

Was denn?

So allgemein, zwielichtige Gestalten im Treppenhaus,

laute Stimmen oder so ähnlich?

Nein.

Also, ich muss jetzt auch zurück ins Kloster.

Ich setze Sie dort ab. - Das ist nicht nötig.

Ich bestehe darauf. Mein Wagen ist gleich da vorne.

Na gut, wenn Sie wollen.

Bis morgen.

Äh... warten Sie mal. - Ja?

Ähm... Sie sammeln doch Geld, und ich würde gern was dazugeben.

Das ist wirklich nicht nötig. - Doch.

Es ist heute schon einiges zusammengekommen.

Ich bestehe darauf. - Danke.

Gelobt sei Jesus Christus. - Gerne.

Bis Morgen. - Bis Morgen.

Mein erster Mann Sammo war auch Kommunalpolitiker.

Wie Sie. Ah, ja.

Er hätte es bestimmt weit gebracht,

wenn er nicht schon so jung verstorben wäre.

Der Arme.

Er ist an einem Fuûgängerüberweg gestolpert

und unter einen Reisebus aus Shanghai geraten.

Aus Shanghai?

Kurz darauf habe ich meinen zweiten Mann kennengelernt.

Ein Stadtplaner aus Chengdu, er war seiner Zeit weit voraus.

Äh... "war"?

Eine tödliche Fischvergiftung.

In seinen frühen Vierzigern. Oh Gott.

Ich meine, was für Schicksalsschläge

für eine junge Frau, und zweimal Witwe.

Dreifach, um genau zu sein.

Mein lieber Mann Chen hat vor fünf Jahren diese Welt verlassen.

Und woran ist er gestorben? Herzinfarkt, Schlaganfall?

Stromschlag.

Stromschlag?

Noch ein Glas Wein?

Nein, danke. Ich muss mich verabschieden.

Ich habe morgen noch so viel vor, das lässt ja nicht auf sich warten.

*Er räuspert sich.*

(Agnes) Ich verstehe nicht, wo Felicitas bleibt.

Sie wollte doch nur einen kurzen Spaziergang machen.

Hoffentlich hat sie sich nicht verlaufen,

so zerstreut, wie sie die letzten Tage war.

Sie kennt hier jeden Stein, ist wohl aufgehalten worden.

*Autotür* Wir bekommen Besuch.

Wie läuft dein Projekt, Veggie auf dem Pausenbrot?

Nicht so gut.

Ich muss morgen mit Herr Köberl zum Schuldirektor,

weil sich Eltern eines Schülers beschwert haben.

Felicitas, endlich!

Herr Meier, ist was passiert?

Herr Meier und ich, wir sind uns zufällig über den Weg gelaufen.

Herr Meier war so nett... - Eine Selbstverständlichkeit.

Wenn ich Sie im Dunkeln in so einem Viertel antreffe.

Und jetzt darf ich mich in den Feierabend verabschieden.

Guten Appetit. Danke, Herr Meier. Wiedersehen.

Wo hat er dich getroffen, dass er sich Sorgen machen musste?

(zögernd) Ich bin wohl...

zufällig ein bisschen vom rechten Weg abgekommen.

Also hatte Agnes recht, du hast dich verlaufen.

Also, ich kann euch sagen...

dass jemand uns...

210 Euro gespendet hat

für die Box von Frau Krautstingl.

210 Euro? Einfach so?

Na ja, als Nonne passiert einem das manchmal.

Echt? - Mir ist das noch nie passiert.

Euch? Freuen wir uns einfach.

Jetzt fehlen nur noch 4000 Euro,

bis wir unsere Schulden los sind.

Aber das ist doch ein Vermögen.

Das schaffen wir auch noch.

Da bin ich mir völlig sicher.

*Donnergrollen*

*Wöller stöhnt.*

(Huber) Om.

Om.

Hermann, wo bin ich hier? Om.

Hermann, bleib bei mir.

Om. Hermann!

Noch ein Gläschen Burgunder, Herr Wöller?

Nein.

Nur einen Schluck.

Wollen Sie mich heiraten?

Nein, nein, nein!

*Schrilles Lachen*

*Dramatische Klänge*

(schreit) Nein!

*Vogelgezwitscher*

Hanna, kann ich dich kurz sprechen? Ja, sicher. Was ist denn?

Ich mache mir Sorgen um Felicitas.

Wegen der Spende, die sie von wer weiû wem hat?

Nein, darüber freue ich mich. Aber sie ist die ganze Zeit so müde.

Heute ist sie wieder nachts durchs ganze Kloster gegeistert.

Ach, mach dir keine Sorgen, Agnes.

Jede von uns hat mal schlecht geschlafen.

Hermännchen, wie lange soll das mit deiner Auszeit noch dauern?

Ich weiû, du hörst mich. Ich bin am Akkuwerk nicht interessiert.

Das war doch gestern. Heute ist heute.

Es hat sich nichts verändert.

Was heiût das? Ich überlege, auszusteigen.

Du lässt mich im Stich?

Auch ein geistiger Wanderer, der braucht mal eine Rast.

Ich lade dich in den "Ochsen" ein.

Und wir reden darüber? Kein Alkohol, kein Schweinefleisch.

Dann gehen wir um die Ecke, in diese Teestube.

Nur, wenn du mit mir meditierst.

Ach Gott! Hermann, tu mir das nicht an.

Ich meine es ernst.

*Klangschale* Om.

Ich habe mich erkundigt,

wer dieses absurde Gerücht in Umlauf gesetzt hat,

Wolfgang Wöller wäre der Käufer: er selbst.

Hm, Frau Winter, ich bitte Sie. - Das ist seine Absicht.

So will er den Verkauf des Klosters verhindern.

Das wäre ja ein derart perfider Schachzug.

So was fällt nur einem Wolfgang Wöller ein.

Herr Weihbischof, mein Klient heiût nicht Wöller.

Er ist ein angesehenes Mitglied der Gesellschaft,

ein gläubiger Katholik, er geht jede Woche in die Messe.

Warum sollte ich Ihnen eher glauben als meiner Quelle,

die sicher ist, dass er dahintersteckt?

Weil ich es Ihnen schwöre,

so wahr ich hier sitze und bei allem, was mir heilig ist.

Hm. Gut.

Gut, ich gebe Ihnen eine letzte Chance.

Ich danke Ihnen, Herr Weihbischof. - Mhm.

Sprecht mit mir dreimal den Klang des Universums.

Reicht nicht nur einmal?

Wolfi, tu das, was Kinzang sagt.

(alle) Om.

Om Tare Tuttare.

Om Tare Tuttare.

Om Tare Tuttare. (schnell) Om Tare Tuttare.

Wolfi, nicht so schnell.

Zeit ist Geld.

Nicht in unserem Universum.

Was machen deine Mitarbeiter, wenn sie auf der Straûe stehen?

Innere Ruhe ist der wahre Reichtum.

In spätestens vier Wochen ist seine Baufirma pleite,

und Sie sind weg.

Reden Sie also nicht über wahren Reichtum.

Ich habe die Schnauze voll.

Nele.

Huch, was ist? Wieso haben Sie mich verraten?

Wegen Ihnen fliegt Paul von der Schule.

Was? Ich weiû nicht, wie Papa das macht.

Wir gehen erst mal rein. Das ist alles Ihre Schuld.

Tun Sie was, bitte. Das ist total unfair.

Das werde ich. Ich weiû, wer mit dem Direktor gesprochen hat.

Also helfen Sie Paul? Ja.

Aber ich brauche Zeit. Bis dahin tu nichts Unvernünftiges.

Versprich mir das! Ich verspreche nichts.

Sie sind an der Reihe, das wiedergutzumachen.

Nele!

*Hanna seufzt.*

Hallo, Frau Laban. Ist er da? Schwester.

Er ist unterwegs, kommt aber bald.

Ich war gestern im TV-Studio zur Probeaufnahme.

Und? Wie war es? Herr Salm hat mich sehr gelobt.

Und ehrlich gesagt, es hat einen Riesenspaû gemacht.

Ich glaube, er möchte mich haben.

Sind Sie sicher, dass Sie das tun wollen?

Ich meine, das Rathaus ohne Sie...

Machen Sie mir kein schlechtes Gewissen.

Möchte ich nicht, aber...

Morgen, Frau Laban.

Sitzen Sie nicht da wie ein Chinese ohne Mauer,

sagen Sie der Schwester, dass ich keine Zeit habe.

Es ist dringend. Hätte ich mir denken können.

Haben Sie was mit dem Schulverweis von Paul John zu tun?

Neles Vater hat mich gebeten, zu helfen.

Herr Wöller. Ja.

Paul hat sich ein Mal

mit einem Jungen gestritten und den Verweis bekommen.

Seitdem war da nichts mehr. Vielleicht die Ruhe vor dem Sturm.

Dank Ihnen ist es die Ruhe vorm Sturm.

Ich muss Schlimmeres verhindern. Wie auch immer.

Sie sind diejenige, die alles schlimmer macht. Herr Wöller.

*Kecke Musik*

Könnten wir ein paar Termine für nächsten Monat festlegen?

Haben Sie noch mehr Kapitel von Schwester Hildegards Roman?

Nein, warum?

Ich habe die Lektüre genossen. - Tatsächlich?

Ich werde der Autorin grünes Licht für eine Veröffentlichung geben.

Oh, das wird sie bestimmt sehr freuen.

Ja, und ich habe mir überlegt, dass wir den Roman durchaus

auch im Verlag unserer Kirche herausbringen könnten.

Die belletristische Prosa einer Nonne

passt in unseren literarischen Kanon.

Ich werde sie von Ihrer Entscheidung in Kenntnis setzen.

Das mache ich schon selbst. Verbinden Sie mich mit ihr.

Mutter Oberin.

Ich möchte was mit Ihnen besprechen. - Hat das Zeit?

Ich zeichne ein neues Investment. Es sieht vielversprechend aus.

Der Weihbischof hat die ersten Kapitel meines neuen Romans gelesen.

Er ist begeistert

und will ihn im Kirchenverlag herausbringen.

Das sind gute Nachrichten.

Nein, sind es nicht, ich habe eingesehen,

dass ich keine Liebesromane schreiben kann.

Und die Vorstellung, dass die ganze Welt diesen Schund lesen könnte,

ist mir äuûerst peinlich.

Gekauft.

Hören Sie mir überhaupt zu? - Ich? Ja, natürlich.

Machen Sie sich keine Sorgen,

er redet viel, wenn der Tag lang ist.

Wir sollten anstoûen.

Mit diesem Holunderblütensekt von Schwester Agnes.

Der steht doch kalt.

Hier, gucken Sie mal. Unsere Fonds sind wieder gestiegen.

*Sanfte Klaviermusik*

Vielleicht kann Schwester Hanna verhindern,

dass du von der Schule fliegst.

Scheiûegal, dann fliege ich halt. Hauptsache, wir bleiben zusammen.

Ich lasse dich nicht allein.

Ich dich auch nicht.

Wollen wir jetzt fliegen?

Ich dachte, du fragst gar nicht mehr.

"Ihr Gesprächspartner ist zurzeit nicht erreichbar."

Nele...

*Nachrichtenton*

*Sanfte Musik*

Was meint sie mit "buchstäblich himmlisch"?

Das klingt doch merkwürdig, oder? Ich weiû, was die beiden vorhaben.

*Gefühlvolle Musik*

Ist das nicht der Wahnsinn? - Ja.

Hey, hast du Angst?

Nein, nein, es passt schon, es passt schon.

Wir machen das einfach. - Ja.

Es ist so aufregend.

*Er räuspert sich.* Alles gut?

Ja, es... - Wir machen das jetzt.

Komm, wir müssen es genieûen.

Herr Reichardt, Ihre Tochter ist verliebt.

Kein Grund, sich mit einem Drachen umzubringen.

Beide wollen das Leben genieûen.

Und Sie sind dabei, das zu zerstören.

Wie hätten Sie denn in Neles Alter reagiert, hm?

(Frau) Seid ihr so weit?

Wir zählen auf drei, zwei, eins,

dann laufen wir runter.

Drei... - Irgendwas stimmt nicht...

Paul! Paul? - Oje!

Machen Sie mich los. - Ich glaub, da stimmt was nicht.

Kurt, ruf bitte sofort die Rettung an.

Paul, komm schon. Bitte!

Bisschen seinen Kopf hochbetten. Genau.

Wenn Paul von der Schule fliegt,

dann wird das Verhältnis zu Ihrer Tochter noch schwieriger.

Wahrscheinlich haben Sie recht.

Rufen Sie Herrn Wöller an und sagen ihm,

er soll aufhören, Druck auf den Direktor zu machen.

Ja, ich rufe Wolfgang an. Am besten gleich.

Paul... - Nele?

Papa. - Was ist passiert?

Er hatte wohl einen Herzanfall. - Hey.

Er ist einfach umgekippt.

Der Hubschrauber ist unterwegs. Gut.

Es ist meine Schuld.

Ich hätte ihn davon abhalten müssen. Was, wenn er stirbt?

(Vater) Das wird er nicht. Nele, er wird nicht sterben.

Alles gut. Es ist nicht deine Schuld.

Tief atmen.

(Nele) Wie lange dauert das noch? - Geduld.

Wir können nur auf die Ärzte vertrauen.

Frau Professor Kilian ist eine gute und erfahrene Kardiologin.

Das wird schon.

Haben Sie mit dem Schuldirektor gesprochen?

Ja. Der Verweis ist vom Tisch. Er muss nur noch gesund werden.

Ich bin Pauls Mutter. Nele, wie geht es ihm?

Sie operieren noch. Es tut mir leid. Es ist meine Schuld.

Wir hätten uns nicht darauf einlassen dürfen.

Rede keinen Unsinn, Kind.

Ich kenne meinen Sohn. Ich wette, es war seine Idee.

Sie gehören zu Paul John? - Ich bin seine Mutter.

Wie geht es ihm? - Die OP ist gut verlaufen.

Er hatte Glück, dass die Fluglehrer erste Hilfe leisten konnten

und er vom Notarzt erstversorgt wurde.

Also wird er wieder gesund? - Ja, aber es war knapp.

Dürfen Nele und ich zu ihm? - Aber nur kurz.

Machen Sie sich keine Sorgen.

Aber bei seiner Vorgeschichte, achten Sie darauf,

dass er in Zukunft besser auf sich aufpasst.

*Handy klingelt.* Na, Gott sei Dank.

Alles wird gut, mein Junge. Du kommst wieder in Ordnung.

Ich bin auch da, Paul.

Ab jetzt passe ich besser auf uns auf.

(flüsternd) Ich liebe dich.

Ist der Verkauf über die Bühne?

Ich habe keine Ahnung, wie der Weihbischof davon erfahren hat,

aber er ist dahintergekommen, dass Sie der Kaufinteressent sind.

Das kann nicht sein. Es wissen nur eine Handvoll Leute.

Sie, Wanninger, Lehmann und mein Referent Alex.

Und keiner hat einen Bezug zum Weihbischof.

"Ich weiû nicht, Landkammer sprach von einer Insiderinformation."

Es tut mir leid für Sie, aber mir bleibt nichts anderes übrig,

als mein Mandat wieder an Landkammer zurückzugeben.

Ah Gott, das heiût, der Verkauf des Klosters...

...ist erst einmal Geschichte. Ja.

*Er seufzt.* Herr Wöller?

Ja? Ist alles in Ordnung?

Da macht man, tut man... Schicksal hat kein Erbarmen.

*Kecke Musik*

Was ist denn passiert?

Man hat mich verraten.

Oh. Na gut, dann lassen Sie uns uns einfach nur darüber freuen,

dass es Paul und Nele gut geht, hm?

Tja, Sie wollen damit sagen, dass ich wieder mal für Sie

die Kohlen aus dem Feuer geholt habe.

Da würde ich ausnahmsweise mal nicht widersprechen.

Das ist ja eine ganz neue Erfahrung.

Äh...

Ich bin gespannt, wie lange das anhält.

Ich auch.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2021

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