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*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Heitere Musik*
*Bellen*
Ach. Hallo, Herr Hund.
Lass uns froh und gesund heimkehren.
Darum bitten wir, durch Christus, unseren Herrn. Amen.
Alles in Ordnung, Emma? Ich kann mich nicht konzentrieren.
Ständig geht mir was durch den Kopf.
Ich muss für die Rolle beten können. Das muss ja echt aussehen.
Was geht dir denn durch den Kopf?
Was wäre, wenn... ...wenn ich wirklich Novizin wäre?
Macht dir der Gedanke Angst? Nein.
Aber ich fange dann noch mehr zu denken an.
Also, für mich ist ein Gebet ein Dialog. Ein Gespräch.
Mit Gott? Mhm.
Ich rede, und er antwortet.
Dadurch bin ich automatisch konzentriert.
Weil ich lausche, was er mir sagt.
Hanna? Entschuldige bitte.
Aber Frau Dr. Wohlschlegel wartet auf dich.
Ich komme.
Ich würde das gern gleich mal versuchen.
So lange und so oft du willst.
Danke, dass Sie sich Zeit für mich nehmen.
Für Sie doch immer. Worum geht es denn?
Ich habe eine junge Patientin, Lea,
13 Jahre alt, und sie hat bei einem Lawinenunglück ihre Eltern verloren.
Herrje.
Anfangs war es sehr schwer, an Lea heranzukommen.
Es gab keinen Weg, sie aus dem Trauma herauszuführen.
Dann versuchte ich es mit Therapeutischem Reiten,
und in der Tat erzielten wir erste Erfolge.
Aber das ist jetzt vorbei. Warum?
Lea hat eine sehr intensive Beziehung zu einem Pferd aufgebaut,
das auf einem Gnadenhof lebt.
Und der soll jetzt geschlossen werden.
So wird dieses Pferd wohl eingeschläfert.
Sie reden vom Gnadenhof von Frau Niederegger?
Ja, genau.
Der Hof ist nur gepachtet.
Die Gemeinde will den Grund verkaufen.
Weiû Herr Wöller, was er da verkauft?
Ich vermute mal, für ihn sind das nur ein paar Quadratmeter Land.
*Hanna seufzt.* - Lea weiû noch nichts davon.
Und ich befürchte, sie fällt ohne ihr Pferd in ein schwarzes Loch.
Aus dem ihr wohl niemand mehr heraushelfen kann.
Schwester Hanna, Sie haben doch...
...einen guten Draht zu Herrn Wöller. Ja.
Ich werde sehen, was ich tun kann. Danke.
(Alex) Das hier ist das Interessanteste.
Letztes Jahr war sie beim Polo-Cup in München.
Mich interessiert nicht, was die Winter letztes Jahr so trieb.
Ich muss wissen, wen sie jetzt trifft,
wer jetzt am Kauf des Klosters interessiert sein könnte.
Der diesjährige Polo-Wettbewerb beginnt heute.
Interessant.
Führt sie was im Schilde, finde ich das raus.
Ist der Empfang der chinesischen Delegation vorbereitet?
Die Sitten und Gebräuche sind sehr speziell.
Ah ja? Erst sollten Sie raus aus der Sonne.
Ich? Wieso? Ja.
Chinesen finden Menschen mit heller Haut attraktiv.
Da eine Frau die Delegation anführt...
Verstehe.
Ganz wichtig: Teezeremonie.
Da sind sie wie die Japaner. Frau Laban!
Sagen Sie ihr, was Sie tun muss, wenn die Gäste kommen.
Welche Gäste? Aus China.
Wir begrüûen sie mit chinesischer Teezeremonie.
Ich hab keine Ahnung, wie das geht. Dann lernen Sie es.
Es geht um die Zukunft Kaltenthals. Was hat das mit Chinesen zu tun?
Wir empfangen sie und hoffen, dass sie hier investieren.
In was investieren? Fahrräder. Also, Fabrik.
In Kaltenthal? - Chinesen ohne Rad sind undenkbar.
Lernen Sie einfach nur, wie man richtig Tee macht.
Den Rest überlassen Sie mir.
Wie gut ist mittlerweile Ihr Chinesisch?
Es ist eher noch rudimentär.
Daher finde ich nicht die Leichen im Keller der Teilnehmer.
"Kennst du deine Feinde und dich selbst,
dann brauchst du das Ergebnis von 100 Schlachten nicht zu fürchten."
Wie bitte? Sunzi.
"Dass sie der Teufel schickte, weil sie die Rolle der Frau in..."
Was macht ihr?
Wir lesen die Kommentare zum Interview mit Kim Kardamom.
Ach? Das Video ist voll viral gegangen.
Lasst mal sehen. Lieber nicht.
Einige Kommentare sind fies.
Ach, jetzt zeigt schon her.
Jesus, Maria!
Der Weihbischof ist zum Glück einiges gewohnt.
Das kommt zum denkbar schlechtesten Zeitpunkt.
Hasso. Wenn ich bitten darf?
Herr Meier, guten Morgen.
Guten Morgen. Vielen Dank, dass Sie mir Hasso heute abnehmen.
Aber das machen wir doch gerne. Na dann, Hasso.
Darf ich bitten?
Was haben Sie heute vor, an Ihrem Hochzeitstag?
Ich überrasche Trude mit einem Ausflug zur Zugspitze.
Oh. In Uniform?
Nein, natürlich nicht. Ich bin nur heute wie immer zum Dienst.
Wie romantisch. Dann haben Sie sich da oben kennengelernt?
Nein, das war in einer Salzgrotte. - In einer Salzgrotte?
Mhm, und zwar... Das führt jetzt zu weit.
Die Zugspitze, weil Trude immer sagt, wir müssen mal was riskieren.
Und da dachte ich, so ein Ausflug in unbekannte Gefilde...
Ja, wo sie recht hat, da hat sie recht, hm?
Na, dann viel Spaû Ihnen mit dem Hund.
Ihnen auch. - Danke.
*Ziege meckert.*
*Friedliche Musik*
(Frau) Gut, ja, schön nach vorn...
Ja. Sehr gut, Lea.
Becken nach vorn kippen, sehr gut.
(gedehnt) Okay, und langsam, Toni.
Und steh.
So, ihr zwei, Schluss für heute. Guten Tag, ich bin Schwester Hanna.
Lea, bringst du Toni schon in den Stall?
Okay.
Nehmen Sie es nicht persönlich.
Lea... ist etwas scheu.
Hallo, ich bin Judith Niederegger.
Ich hab viel von Ihrem Gnadenhof gehört.
Tja, eine kleine, heile Welt inmitten turbulenter Zeiten.
Das war Lea, die junge Patientin von Frau Doktor Wohlschlegel?
Ja, woher... Frau Doktor war bei mir.
Ach.
Frau Doktor Wohlschlegel hat mir erzählt,
dass Herr Wöller ein Kaufangebot für das Gelände hat.
Wissen Sie, von wem das ist? Nein.
Ich hab mich erkundigt, der aktuelle Marktpreis ist bei etwa 50 000 Euro.
Ich würde das auch mit Spenden und einem Kredit
gerade noch zusammenkriegen,
aber natürlich nicht so schnell.
Und was ist mit den Nachbarn?
Auf den Feldern rundherum wird Hopfen angebaut.
Das gehört zur Brauerei Wanninger.
Ja, und ein anderes Grundstück kommt für Sie nicht in Frage?
Es gibt sonst nichts Geeignetes.
Die Pferde brauchen Platz, die müsste ich dann abgeben.
Für Toni bedeutet das den Abdecker. Ich spreche mit Herrn Wöller.
Dass so ein Projekt zerstört wird, kann er nicht wollen.
Ich bräuchte noch eine Plastiktüte; oder besser zwei.
Wir haben kein Plastik. - Dann zwei Papiertüten.
Für die braucht es doppelt so viel Energie wie für eine Plastiktüte.
Ach so, ja, gut, dann nehme ich... einen Jutesack.
Aber nur, wenn Sie mir versprechen,
diese Baumwolltasche wirklich sehr, sehr oft zu benützen.
Die Herstellung einer Baumwolltasche
verursacht zehn Mal so viel CO2 wie eine Plastiktüte.
Und was soll ich jetzt tun?
Bis zum nächsten Mal.
*Sie seufzt.*
Schau mal, Agnes, denkst du, die Gurken sind schon reif?
Hasso. Was ist denn mit dir? - Ruhig.
Er merkt wohl, dass ich keine echte Novizin bin.
Wahrscheinlich.
Die sehen doch prima aus.
Die kannst du zu den anderen da in den Korb legen.
Danke.
Ich hab im Internet etwas zum Thema Plastik-Vermeidung gefunden.
Das ist gerade das Thema überhaupt. - Ah ja?
Willst du da auch mal was machen? - Wie?
Wir machen mal eine Podcast-Folge mit dir, damit man dich kennt.
Gleichzeitig stellen wir den Kurs online.
Aber für so was würde ich gern vorher mit Hanna reden.
Aber du wärst dabei? - Versuchen wir es mal.
Cool. Ich hol noch mehr Gurken, ja?
Okay.
Was hast du denn?
"Als er ihren Namen nannte..." - Schwester Hildegard?
Mutter Oberin. Ich dachte, Sie kommen erst morgen.
Überraschung.
Darf ich fragen, ob Sie sich entschieden haben?
Ich gehe nach Rom und hoffe, Sie begleiten mich.
Ich hab Ihnen doch gesagt...
Bevor Sie sich entscheiden, kommen Sie erst mal mit.
Wohin? - Sie holen den Wagen.
Und die Wanderstiefel.
*Chinesisch anmutende Musik*
Hallo, Frau Laban. Schwester.
Ist er da? Äh, ja.
Ähm... Ist alles in Ordnung?
Ja, ich versuche grade, herauszukriegen,
wie man eine chinesische Teezeremonie macht.
Eine Teezeremonie?
Er sitzt den ganzen Vormittag mit Alex in seinem Büro.
Ich weiû nicht, was er plant. Er wollte mir weiûmachen,
dass die Chinesen hier eine Fahrradfabrik bauen wollen.
Hat das was mit dem Kloster zu tun? Keine Ahnung, aber...
Bei Herrn Wöller weiû man nie.
Und Herr Laong spielt gerne Tischtennis.
Wir könnten im Foyer eine Tischtennisplatte...
Ja, super Idee.
*Kurzes Klopfen* Schwester Hanna.
Der Tag war bisher so schön. Womit gedenken Sie, dies zu ändern?
Herr Wöller, Herr Rauscher.
Hier wird eine chinesische Fahrradfabrik gebaut?
Hat meine Vorzimmer-Mata-Hari wieder alles brühwarm erzählt?
Glauben Sie ernsthaft, jemand glaubt Ihnen das?
Allein in Peking gibt es neun Millionen Räder.
Das ist ein Riesenmarkt. Recherchieren Sie doch in der Zeit.
Vergessen Sie nicht den Termin heute Nachmittag, im "Ochsen".
Hm. Tritt da nicht heute Herr Salm auf?
Ja, eine Wahlkampfveranstaltung in meinem verlängerten Wohnzimmer.
Der Mann hat echt keine Skrupel.
Also, ich wüsste,
wie Sie Herrn Salm den Wind aus den Segeln nehmen könnten.
Bitte, nehmen Sie Platz. Wo ist der Haken?
Das Wie interessiert Sie nicht? Erst der Haken.
Ein Gnadenhof, den Frau Niederegger betreibt,
steht am Rande des Abgrunds, weil Ihre Gemeinde alles verkaufen will.
Die Gemeinde soll in Notzeiten auf Einnahmen verzichten?
Also, wenn das kein Haken ist.
Sie stützen damit Ihre Kandidatur und tun gleichzeitig Gutes.
Aber schade der Gemeinde. Von wem kommt das Angebot?
Diskretion... ist das Gebot der Stunde.
Herr Wanninger? Wieso der?
Ein guter Freund von Ihnen. Das waren wir noch nie.
Seit Isolde Manz ihn wegen meines besten Freunds Hermann verlieû,
kann er mich gar nicht mehr leiden.
Was haben Sie damit zu tun? Ich tat, wovor ich Sie immer warne.
Mich ins Leben anderer eingemischt. Lernen Sie daraus.
Wenn Sie gehen, sind Sie so nett und schlieûen die Tür hinter sich?
Ich bin für den Rest des Tages auûer Haus.
Darf man fragen... Nein, dürfen Sie nicht.
*Tür schlieût.* Frau Laban?
Wissen Sie, wer das Grundstück des Gnadenhofs kauft?
Über meinen Tisch ging nichts.
Aber Sie können herausfinden, wer dahintersteckt?
Ich hab ja schlieûlich einen Ruf zu verlieren.
*Verträumte Musik*
Sie sollten ab jetzt mehr trinken.
Die ersten beiden Stunden marschieren wir durch.
Die ersten beiden?
Dreieinhalb Stunden werden wir schon brauchen.
Wenn wir zügig gehen. - Oje.
Bereit? - (lustlos) Wenn Sie es sind.
Da müssen wir rauf.
Da bin ich wieder.
Nach der Miene nicht mit guten Nachrichten.
Auch keine schlechten. Ich bleibe aber dran.
Ich hab wie verrückt herumtelefoniert,
um wenigstens einen Teil zu retten.
Aber die meisten landen in der Tierverwertung.
Wieso Tierverwertung? - Lea.
Das muss jetzt aber nicht heiûen, dass Toni auch...
Es kann gut sein, dass ich jemanden finde.
Du gibst Toni weg? Das werden wir verhindern.
Ach, Lea. Lea, bitte, warte!
Lea!
Mist! Ich kann nicht weg, der Tierarzt kommt.
Soll ich mal mit ihr reden? Oh, das wäre toll.
Haben Sie 'ne Ahnung, wo sie hin ist?
Lea sucht Orte, an denen sie sich sicher fühlt.
Das ist neben dem Stall, glaube ich, eigentlich nur noch ihr Zuhause.
*Beschwingte Musik*
Frau Winter.
Na, wenn das kein Zufall ist. Herr Wöller.
Sie interessieren sich für Polo? Seit Jahren.
Und man sollte stets aufgeschlossen gegenüber Neuem sein.
Hat Ihr Sinn für Neues mit meinem Termin beim Weihbischof zu tun?
Ja, das kommt drauf an, was Sie so zu besprechen hatten.
Nichts, was Sie interessiert.
Als Bürgermeister interessiert mich alles,
was in der Gemeinde passiert.
Möchten Sie einen Drink? Wenn Sie sich das leisten wollen.
Lea? Warum bist du so früh wieder hier?
Entschuldigung?
Entschuldigung, ich suche ein Mädchen namens Lea Grosse.
Lea ist meine Nichte.
Worum geht's? Ich bin Schwester Hanna.
Ich komm von Frau Niederegger.
Lea bekam leider mit, dass der Gnadenhof wohl schlieûen muss.
Was? Ja, und das könnte bedeuten,
dass das Pferd, um das Lea sich kümmert, getötet werden muss.
Ich weiû, wie wichtig dieses Pferd für Lea ist.
Ja, "wichtig" ist gar kein Ausdruck.
Bis vor einem Jahr ging Lea nicht allein zur Schule.
Im Dunkeln ist sie in Panik geraten, jede Nacht Alpträume.
Ich weiû nicht, was das Pferd gemacht hat,
aber seit sie Toni reitet, hat sie wieder Vertrauen.
Also, wenn alle Stricke reiûen sollten,
hätten Sie eine Möglichkeit, einen Stall für das Pferd zu finden?
Finden, ja, aber nicht bezahlen.
Ich bin Kassiererin im Baumarkt, wir kommen so durch.
Könnte ich kurz mit Lea reden? Ja, bitte.
Sind Sie geschäftlich hier oder privat?
Beides.
Ich vermute, hier ist einiges an Kapitalkraft versammelt.
Möglich. Das Kloster ist nicht billig.
Das kommt auf den Preis an. 2,5?
Drei Millionen?
Sie wissen, nicht mal bei sechs darf ich an Sie verkaufen.
Es gibt ja Mittel und Wege.
Ah ja? Ja.
Herbert. Wolfgang, alter Gauner.
Altes Haus. Darf ich bekannt machen:
Herr Wanninger, Frau Winter.
Angenehm, sehr angenehm.
Meine Freunde warten bereits. Ah ja.
Danke für den Champagner. Da nicht für.
Einen schönen Tag noch, die Herren. - Das wünsche ich natürlich auch.
Was ist das für ein heiûer Feger? Nun halt mal deine Hormone im Zaum.
Lass mich. Sag mir lieber, wann der Verkauf des Grundstücks klappt.
Das geht nicht von jetzt auf nun.
So was bedarf eines gewissen Fingerspitzengefühls.
Was ist? Die Nonne schnüffelt.
Die Schwester Hanna? Sie muss wieder die Welt retten.
Dieses Mal ist es ein Gnadenhof.
Du machst doch wegen ein paar alten Viechern keinen Rückzieher?
Ich hab dir schon einen guten Teil Vermittlungsprovision überwiesen.
Aber nicht alles. Ich hör nichts von Isolde.
Auch da bedarf es eines gewissen Fingerspitzengefühls.
Aha. Ja.
Aber du hast versprochen, sie kommt zu mir zurück.
Ich sagte, ich werde da vorfühlen.
Damit du und mein bester Freund Hermann glücklich seid.
(seufzend) Es ist mir eigentlich scheiûegal,
wie du dir das vor dir und deinem besten Freund Hermann schönredest.
Ich will das Grundstück zurück.
Und Isolde.
Dann bekommst du den Rest deiner Kohle für den Wahlkampf.
Frau Niederegger will deinen Toni nicht weggeben.
Sondern?
Sie will ihn behalten, wie die anderen Tiere.
Aber der Bürgermeister will das Grundstück verkaufen,
dann muss der Hof schlieûen.
Warum will er es verkaufen?
Weil ihm jemand viel Geld dafür bietet.
Immer geht es nur um Geld.
Tja, da hast du leider recht.
Aber wir tun alles, damit es diesmal nicht gewinnt.
Hm? Na, komm.
Wie man Zahnbürsten selbst macht, wissen wir nun.
Und wie ist das mit Zahnpasta?
Also, das ist eigentlich ganz einfach.
Besonders, wenn man einen Garten hat, wie wir.
(zögernd) Also, man nimmt zwei, drei Esslöffel Natron
und ein paar Tropfen Pfefferminzöl
und ein bisschen Myrrhe-Extrakt
und zwei Esslöffel Kokosfett, und das mischt man dann.
Ich hab es ausprobiert und bin wirklich begeistert.
Bist du neugierig, besuche Schwester Agnes' Plastik-weg-Workshop.
Die Termine stehen auf der Homepage. Vielen Dank fürs Zuhören.
Ist es aus? - Ja, jetzt schon.
Wir wollten doch erst mit den anderen reden.
Ob ich das überhaupt machen soll. - Klappt schon.
Du warst groûartig gerade. - Wirklich?
Fragen wir Felicitas, was sie meint.
Die ist nicht da. Keine Ahnung, wo sie steckt.
Also, so langsam wird mir das unheimlich mit Hasso.
Für viele von Ihnen bin ich der Mann für Heizdecken und Kochtöpfe.
Aber ich versichere Ihnen,
wie die Waren, die ich anbiete, bin auch ich ein Qualitätsprodukt.
Und das mit lebenslanger Garantie.
Bravo!
Sehen Sie, Politik wird heute maûgeblich
durch Medienpräsenz bestimmt.
Und wenn einer in dem Bereich präsent ist, dann ja wohl ich.
Aber...
Aber im Gegensatz zu meinem Vorgänger im Amt des Bürgermeisters,
Wolfgang Wöller, ist für mich Politik keine One-Man-Show, nein.
Ich bin vielleicht das Gesicht,
aber wir alle zusammen sind das Team!
Bravo!
Geben Sie mir Ihre Stimme, und ich verspreche Ihnen,
gemeinsam wecken wir Kaltenthal aus seinem Dornröschenschlaf!
Bravo!
Frau Laban. Schwester.
Ich weiû nicht, wo er ist. Sehr gut.
Und, haben Sie schon was herausbekommen?
Ja, und jetzt halten Sie sich fest.
Ich machte jüngst einen Vertrag für Herrn Wanninger.
Für ein anderes Grundstück. Und dann habe ich im Postausgang...
...das hier gefunden.
Die Liegenschaft wurde nachträglich geändert.
Jetzt benennt es das Grundstück des Gnadenhofs.
Aber warum macht Herr Wöller das?
Er sagte, Herr Wanninger ist grad nicht gut auf ihn zu sprechen.
Herr Wöller tut niemandem einen Gefallen.
Auûer, er hat auch was davon. Tja.
*Jubelrufe*
*Forsche Musik*
Dreckswetter.
Finde ich nicht. Es schützt mich vor der Sonne.
Damit ich diese Frau Fu Tang Wo...
Fu Fang Wo. Ja, ja.
...mit meiner Blässe bezirze. Haben Sie empfohlen.
Hat er sich blamiert? Nicht so direkt.
Was soll das heiûen? (Salm) "Ich versichere Ihnen:
Wie die Waren, die ich anbiete, bin auch ich ein Qualitätsprodukt."
Selbst eine Nonne jubelt ihm zu. Was für eine Nonne?
*Applaus und Jubel vom Band*
"Bravo!" - "Bravo!"
Schicken Sie mir das Video.
Spüren Sie das?
Spüren Sie diese Energie?
Hier fühle ich mich Gott wirklich nah.
Ich glaub, ich hab eine Blase.
Wir könnten in Rom so viel erreichen.
Die Arbeit im Magdalenen-Orden ist auch wichtig.
Dort helfen wir an der Basis. - Das Mutterhaus ist unser Zuhause.
Zeigen Sie mal. Ach, das ist bis morgen verheilt.
Bis morgen? - (seufzend) Ja.
Vor Sonnenuntergang schaffen wir es nie zurück zum Parkplatz.
Sie wollen hier übernachten? - Nein.
Dort.
Hermännchen, alter Freund und Kupferstecher.
Sag mal, wie siehst du denn aus? Zwei Kilo sind runter.
Wie viele fehlen noch, um wieder das normale Leben zu haben? Ja.
Bitte, Salat ohne Öl und ein Wasser. - Danke.
Noch was? Ja, eine Schweinshaxe.
Das tust du mir jetzt nicht an.
Ich werde mich nicht kasteien, nur weil du dich kasteist.
Und noch einen Extraknödel. Das ist Absicht.
Komm zur Vernunft und der Knödel ist deiner.
Du weiût, dann trennt sich Isolde von mir.
Wär das schlimm? Isolde ist wirklich eine wunderbare Frau.
Aber du hast doch kein Leben mehr. Nun ja, zumindest ein gesundes.
Bitte. Der Extraknödel kommt. Aha.
Und die Wahlkampfvorbereitungen? Wanninger?
Ja, der Wanninger sitzt quasi im Boot.
Sag doch einmal "alles in Ordnung". Nein, die Nonne macht wieder Ärger.
Dann vergiss es. Ändere deine Pläne.
So, komm her.
Klein aber fein. Moment, da kommt noch was.
Du musst wieder essen.
Dann ist auch das Glas wieder halb voll.
Weiû Schwester Hanna, was du vorhast?
Nein. Die hat keinen Schimmer.
Das bleibt auch so, bis das Kloster wieder im Besitz der Gemeinde ist.
Vertrau mir. Dein Wolfi hat alles voll im Griff.
Erika! Kriegen wir noch eine Portion?
Ja, bitte.
Ich war aufgeregt, kann ich euch sagen.
Wir haben fast ein Dutzend Anfragen zum Workshop.
Was, ehrlich? Das ist ja toll.
Felicitas, heute war eine Patientin da. Sie wollte zur Sprechstunde.
Die musste ich heute leider ausfallen lassen.
Warum das denn? - Wachtmeister Meier ist zurück!
Hasso wird sich... - Guten Abend.
Entschuldigen Sie die Störung. Nicht doch.
Wollen Sie mit uns essen? Nein danke, ich muss zum Dienst.
Ich bin nur hergekommen, um Hasso abzuholen.
Komisch, der klebte bis eben an Emmas Rock.
Hasso? - Herr Meier?
Wie war denn Ihr Ausflug zur Zugspitze?
Ihre Frau hat sich sicher gefreut.
Die Gondel blieb auf dem Weg nach oben stehen.
Oh nein. - Wir waren stundenlang eingesperrt.
Ich glaub, ich wäre gestorben.
Ich hatte einen Tisch im Zugspitzrestaurant reserviert.
Aber nach der Aufregung wollte Trude sofort wieder runter ins Tal.
Wo bleibt Hasso denn nur? Hasso? - *Bellen*
Komisch, eigentlich bellt er nur... Also ...
Ach, Unsinn, ich schau mal nach ihm. - Ich komme mit.
Ach, der tut mir leid. Also wirklich.
Hasso?
Darf ich? - Bitte.
Ja, so geht's auch. - Hasso.
Hasso?
Da bist du. Was ist denn los?
Wissen Sie, wem der Rucksack gehört?
(stammelnd) Das ist meiner.
Dürfte ich da mal reinschauen? - Wozu?
Hasso ist ein Drogenspürhund. - Ups.
Entschuldigung.
Das ist nur ein bisschen Gras. - Ich konfisziere das jetzt.
Und muss sie bitten, morgen früh aufs Revier zu kommen.
Morgen früh, Revier.
Hasso, komm.
Na super, Hasso. Vielen Dank.
Hermann, reiû dich zusammen.
Wehe... Ich platze gleich.
Hermann, was ist mit dir? Er bekam plötzlich Magenkrämpfe.
Kein Wunder, so wie der arme Mann hungert.
Immer nur Salat, Salat. Das reicht doch nicht.
(schwach) Mir ist so schlecht.
Von Salat wird einem nicht schlecht.
Du hältst du dich vom "Ochsen" fern!
Den "Ochsen" trifft keine Schuld. - Wen dann?
Na ja...
*Er wimmert.*
Also, was hast du wieder gegessen?
Nur 'ne ganz kleine Schweinshaxe.
'ne Schweinshaxe? - (wimmernd) Mit Extraknödel.
So, jetzt ist es raus.
Ich kann verstehen, wenn du daraus deine Konsequenzen ziehst, Isolde.
Konsequenzen? Mach dir keine Gedanken.
Ich bin für Hermann da, in der Not
und wenn er wieder einsam ist.
Du redest manchmal einen Unsinn. Ja?
Herzchen, komm, ich mach dir jetzt einen schönen Tee.
Danach gibt's einen Bauchwickel.
Wenn ich dich nicht hätte.
Und wenn wir alle zusammenhalten,
ändert der Bürgermeister vielleicht seine Meinung.
Und wenn nicht?
Wenn Toni stirbt, was passiert dann mit ihm?
Kommt er auf den Friedhof wie Mama und Papa?
Darüber reden wir ein andermal, okay?
Warum weinst du denn?
Ich muss an deine Mama und deinen Papa denken.
Ich vermisse sie so.
Sie würden auch dafür kämpfen, dass der Hof bleibt.
Da bin ich absolut sicher.
Deine Mama war eine Kämpferin.
Wir haben früher zusammen demonstriert.
So wie bei den Freitagsdemos? - Mhm, so ähnlich.
Wachtmeister Meier erstattet jetzt Anzeige?
Keine Ahnung. Es gibt auf jeden Fall jede Menge Ärger.
Mit der Agentur, aber vor allem mit dem Produzenten der Serie.
Der wird mich garantiert rausschmeiûen.
Bekomme ich diese Rolle nicht, ist es vorbei.
Puff. Der groûe Traum geplatzt.
Und ich hab's selbst verbockt.
Vielleicht überlegt er es sich.
Wenn Hanna mit ihm spricht, sieht es gut aus.
Ich soll Hanna die Wahrheit sagen? - Mhm.
(Nonnen, singend) # So bleibst du in Ewigkeit. #
Also, wir beide fahren am besten jetzt gleich aufs Polizeirevier.
Hoffentlich erfährt der Weihbischof nichts.
Wieso soll er denn davon erfahren? - Es tut mir so leid.
Jetzt warten wir mal ab, was Wachtmeister Meier sagt.
Ich würd gern mitkommen. Ja, wenn du willst.
*Vogel kreischt.*
Guten Morgen.
Guten Morgen. (mürrisch) Wie haben Sie geschlafen?
(seufzend) Gar nicht. Ich hab die ganze Nacht gebetet.
Und was soll ich sagen, ich bin frisch und erholt wie lange nicht.
Das freut mich. - Haben Sie sich entschieden?
Das hab ich, Mutter Oberin.
Für mich strahlt der Ort nicht dieselbe Kraft und Zuversicht aus
wie für Sie.
*Sie stöhnt.*
(seufzend) Das Mutterhaus...
ist der Ort, wo ich hingehöre.
Gut.
Dann gehen wir zurück ins Tal.
*Klopfen* - Lea? Aufwachen.
Lea?
"Bin mit Toni beim Bürgermeister."
*Ruhige Musik*
(stammelnd) Guten Morgen, junge Frau. Was machst du da?
Sind Sie Herr Wöller? Allerdings. Und du?
Lea Grosse. Ich esse nichts, bis Sie die Tiere am Leben lassen.
Und es sind leider zwölf Gramm.
Zu welcher Grenze ist es erlaubt? - Liebe Frau Graf.
Streng genommen ist auch geringer Cannabis-Besitz nicht erlaubt.
Die Eigenbedarfsgrenze bedeutet nur,
dass man unterhalb davon nicht unverhältnismäûig strafverfolgt.
Und wo liegt die Eigenbedarfsgrenze?
Die liegt hier bei uns in Bayern bei sechs Gramm.
Ich kann bei einem Fund der doppelten Menge kein Auge zudrücken.
Auch nicht zwei.
Was passiert jetzt mit Emma?
Ich muss leider Anzeige gegen Sie erstatten.
Herr Meier, also ... Ich ...
Emma gehört nur die Hälfte des Cannabis.
Die andere Hälfte gehört mir.
Und wieso steckt dann Ihr Cannabis
im Rucksack von Frau Graf?
(zögernd) Ich fand es praktisch,
dass wir die Sachen da zusammen lagern.
Und wo haben Sie das Cannabis her?
Ich hatte noch Kontakte. - *Telefon klingelt.*
Aus meiner Zeit im Jugendzentrum.
Tja, wenn das so ist,
dann werde ich wohl von einer Anzeige absehen.
Aber Sie müssen das zu Protokoll geben.
Herr Wöller: Er wird in seinem Haus belagert.
Äh, ja.
Gut, in dem Fall...
verschieben wir die Formalitäten auf morgen.
Hasso, bei Fuû.
Hasso.
Dass ich das nicht gutheiûen kann, ist dir bewusst, oder?
Das Achte Gebot.
Du sollst nicht lügen. Ja.
Aber das hat sie doch nur so gesagt, um mir zu helfen.
Lela... hat ein Gelübde abgelegt.
Es tut mir leid, Hanna.
*Hanna seufzt.*
(Meier) Was ist hier los? Ja...
Das kleine Kind wurde von gewissen Kräften manipuliert.
Aber Sie sprachen von Belagerung. Ja.
Ich sehe hier nur ein Mädchen, ein Pferd und ein paar Tiere.
Ich werde von der Presse, den Nachbarn, Handys...
Im Wahlkampf werde ich beobachtet.
Nun wird's noch schlimmer.
Sagen Sie, hab ich das alles Ihnen zu verdanken?
Sie lassen ein Kind verzweifeln, was erwarten Sie?
Verständnis für Sorgen und Nöte eines Bürgermeisters.
Die kommen immer nur alle und wollen was.
Mit Herrn Wanninger haben Sie nichts zu tun?
Aber kaum läuft der Pachtvertrag des Gnadenhofs aus, verkaufen Sie.
Können wir das unter vier Augen besprechen?
Wissen Sie, wie viel Gutes man mit diesem Geld machen kann?
Ja, vielleicht sollte ich mit Herrn Wanninger darüber reden,
an welche Bedingungen der Kauf noch geknüpft ist.
Ja gut, aber dann nehmen Sie es mir bitte nicht übel,
wenn ich mich meinerseits an Weihbischof Landkammer wende.
Meines Wissens ist es für Nonnen tabu, sich politisch zu engagieren
und sich in einen Wahlkampf einzumischen.
"...mit lebenslanger Garantie." - "Bravo! Bravo!"
Eine Hand wäscht die andere. "Politik wird heutzutage..."
Also gut, ja,
ich rede mit Lea.
Aber ich finde schon noch heraus,
was es mit dem Verkauf auf sich hat. Wäre ein Wunder, wenn nicht.
Ich finde toll, dass du für die Dinge kämpfst, die dir wichtig sind.
Mein Sohn Kevin macht das auch. Aber für die Tiere ist das Stress.
Deine Tante und Frau Niederegger sind auch schon unterwegs. Lea?
Du weiût, ich bin auf deiner Seite?
Toll, was du auf die Beine gestellt hast, das war sehr mutig von dir.
Aber ich denke, Wachtmeister Meier hat recht.
Deine Aktion war ein Riesenerfolg.
Morgen steht ein groûer Bericht in der Zeitung, alle erfahren davon.
Wirklich? Wirklich.
Haben Sie davon gewusst? - Ich sah es eben in der Zeitung.
Es steht auch in der Zeitung? - Schwester Felicitas ist da...
Heiût das, Schwester Felicitas nimmt ebenfalls Drogen?
Was für Drogen?
Mir wurde aus dem Umfeld des Polizeireviers zugetragen,
im Kloster Kaltenthal wurden Drogen gefunden.
Wirklich? - Ja.
Ja, es gibt den einen oder die andere Gläubige,
die mir solche Sachen unvermittelt zutragen.
Wenn Sie das nicht wussten, was meinten Sie?
Schwester Felicitas besuchte Herrn Salms Wahlveranstaltung.
Ha, sie jubelt ihm zu. Das darf doch nicht wahr sein!
Verbinden Sie mich mit der Oberin. - Sehr wohl.
Ja, Sibelius.
Seine Exzellenz, der Weihbischof,
wünscht, die Mutter Oberin zu sprechen.
Nicht? Und wohin? Danke.
Sie ist unterwegs nach Kloster Kaltenthal.
Holen Sie den Wagen, sofort. - Ja.
Herbert, alter Freund.
Ich hab gute und weniger gute Nachrichten für dich.
Also, zwischen meinem Freund Huber und Isolde,
da hängt im Moment der Haussegen ziemlich schief.
Verlässt sie ihn jetzt oder nicht?
"Äh."
Aha, also nicht. Und was ist die gute Nachricht?
Das war die gute Nachricht. Sag mal, willst du mich verarschen?
Es gibt eine kleine Verzögerung mit dem Grundstück des Gnadenhofs.
Aber du hast mir doch versichert... Grüût euch.
Dass der Verkauf klappt.
Also, im Moment wäre das wahltechnisch eher ein No-go.
Macht da jemand auf amerikanischer Präsident?
Hör mal zu, Mister President.
Das Grundstück oder mein Geld zurück.
Die Wahlplakate sind gedruckt. Das Geld ist weg.
Dann wenigstens Isolde. Ich bin dran, Herbert.
Pass auf, ich gebe dir eine Woche.
Saubeutel, glaubst es.
Herbert? Herbert?
Frau Laban?
Ach, erschrecken Sie mich nicht so. Sie sind im Weg.
Sie haben doch gerufen. Rufen sie Gierke an.
Vom Kaltenthaler Boten? Genau.
Bestellen Sie ihn zum Gnadenhof und Schwester Hanna.
Darf ich jetzt? Bitte.
Liebe Mitschwestern.
Wie Sie wissen, habe ich die einmalige Möglichkeit,
nach Rom zu gehen.
Und ich habe mich entschieden.
Ich...
Oh. Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit Amen. Sie entschuldigen die Störung.
Aber manches lässt sich einfach nicht aufschieben.
Es wird Änderungen geben, was Kloster Kaltenthal betrifft.
Und zwar mit sofortiger Wirkung.
Punkt eins, diese unseligen Auftritte des Klosters im Netz
mit dem dazugehörigen Podcast werden auf der Stelle eingestellt.
Es war sehr viel Mühe...
Ich möchte deutlichst darauf hinweisen,
dass unautorisierte Auftritte
von Ordensschwestern bei weltlichen Veranstaltungen verboten sind.
Können wir... - Lassen sie mich nur machen.
Was dem Ganzen aber die Krone aufsetzt,
ist der Drogenmissbrauch, der hier stattfand.
Also, was zu weit geht, geht zu weit.
Da gebe ich Ihnen völlig recht, Schwester Hanna.
Kloster Kaltenthal ist eine Schande für den Magdalenen-Orden.
Und über die Konsequenzen des Drogenmissbrauchs
werden die beiden Betroffenen gesondert informiert.
Weihbischof Landkammer?
Als Mutter Oberin dieses Ordens obliegt es mir,
zu diesen Vorfällen Stellung zu nehmen.
Das ist nicht Ihre Aufgabe, Exzellenz.
Da ich davon ausgehe, dass Sie demnächst nach Rom gehen werden,
habe ich mir erlaubt,
Ihre Aufgaben so quasi interimsmäûig selbst zu übernehmen.
Ich gehe nicht nach Rom. - Mutter Oberin.
Wo die Not am gröûten,
ist die Rettung am nächsten.
Unser Orden braucht gerade jetzt eine klare Führung.
Und meine Mitschwestern Vertrauen und vor allem Schutz.
Ich vertraue meinen Mitschwestern und sie mir.
Da mag in den Zeitungen stehen
oder hinter unserem Rücken gemauschelt werden, was will.
Ich danke Ihnen sehr
für Ihre Zeit, Exzellenz.
Ich halte Ihre Entscheidung für einen groûen Fehler, Mutter Oberin.
Sie haben mir keine andere Wahl gelassen.
Denken Sie jetzt bitte nicht,
dass ich die besagten Vorfälle gutheiûe.
Hier wird sich einiges ändern.
Über das Wie informiere ich Sie beizeiten. Bis dahin...
...erwarte ich...
...von allen Zurückhaltung.
Auf allen Ebenen.
*Telefon klingelt.*
Schwester Hildegard?
Kloster Kaltenthal, Schwester Hanna.
Schwester, endlich, ich hab schon ein paar Mal probiert.
Sie sollen zum Gnadenhof kommen. Und warum?
Deshalb bin ich froh, hier und heute sagen zu könne,
dass sich der Kampf, zusammen mit der tapferen Lea, gelohnt hat.
Der Gnadenhof bleibt genau da, wo er jetzt ist.
Der Pachtvertrag wird verlängert?
Genau das, und ich versichere, solange ich Bürgermeister bin,
werde ich dieses wohltätige Projekt
keinem gierigen Investor in die Hände fallen lassen.
Lea, du weiût, dass du das ganz allein geschafft hast?
Politik eben. Mhm.
Ich danke Ihnen sehr. - Ich danke Ihnen auch.
Lea ist unsere Heldin. Ja, das stimmt.
Danke.
Her Wöller? Ja.
Da können Sie mal sehen, so ein kleiner Schubs...
Schubs? Mhm.
Da können wir doch alle was lernen. Stimmt.
Untertitel im Auftrag der ARD, 2021
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