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Original subtitles

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

*Lockere Musik*

(Sina, angeekelt) Ah, bah, das schmeckt komisch. Ih!

Nach Minze, sehr cremig. - Was macht ihr da?

Das ist unsere neue Zahnpasta.

Gibt's im Kloster noch was, das aus Plastik sein darf?

Nein. Wenn doch, sag mir Bescheid, dann werden wir das sofort ändern.

Zum Glück ist unser Kloster aus Stein.

Gelobt sei Jesus Christus. In Ewigkeit, Amen.

Hanna? Denkst du an unseren Podcast?

Äh, ja... Weglaufen bringt nichts.

*Klingeln*

Lukas.

Du bist aber zeitig unterwegs. Ich muss gleich zur Schule.

Hätten Sie einen Moment für mich? Natürlich.

Ich bräuchte Ihren Rat als... Wie sagt man?

Seelsorgerin. Mhm.

Sie kennen Joy aus meiner Klasse? Geht es ihr schlechter?

Ich dachte, die Chemo schlägt gut an.

Ja, das schon.

Sie kommt wieder zum Unterricht und macht beim Musical mit.

Ah, gut.

Die Lehrer hatten Angst, sie mutet sich zu viel zu, aber sie ist super.

Sie wirkt völlig gesund auf der Bühne.

Ja, dann kann sie einen Moment den Krebs vergessen.

Und dann singt und tanzt sie auch noch.

Darum hat sie die Hauptrolle: Roxanne.

Ja, ja, ich weiû, frei nach "Cyrano de Bergerac".

Und wer spielt den Michel? (stockend) Ich.

Keine Ahnung, warum. Sicher nicht wegen der Nase.

Wo ist jetzt das Problem?

Joy ist bei der letzten Probe plötzlich rausgerannt.

Meinte, sie macht nicht mehr mit.

Nun kommt sie nicht mehr zur Schule. Weiût du, warum?

Nein, ich wollte mit ihr reden, aber sie will nicht.

Und Robin, also, der macht die Regie,

hat Joys Rolle einfach umbesetzt, als wär sie 'ne Nummer.

Alle Mädchen im Stück sind in den verknallt.

Dabei ist er in Wirklichkeit ein Ar...

Na ja, der ist nicht so nett, wie alle denken.

Bitte, könnten Sie mit ihr reden? Ja, das versuche ich.

Cool.

*Er seufzt.*

Habe die Ehre, Wolfgang.

*Es klingelt Sturm.*

Isolde.

Du sagtest, Hermann liebt mich noch! Ja.

Warum meldet er sich dann nicht? Jetzt komm erst mal rein.

Hast du etwa was zu feiern? Ja.

Ich arbeite an meinem neuen Image anlässlich der Bürgermeisterwahl.

Hättest du nicht gesagt, dass er noch Gefühle für mich hegt,

würde ich mir ja gar keine Hoffnungen machen.

Ich bin ja dabei, euch wieder zusammenzuführen.

Aber das verlangt Fingerspitzengefühl.

Ich meine, der Hermann hat ja eine sensible Seele.

Entweder man liebt, oder man liebt nicht.

Sagt die, die meinen besten Freund gegen einen Oldtimer tauschte.

Ach komm, wirklich.

Jetzt tu nicht so, als wärst du päpstlicher als der Papst.

Ich hätte gute Lust,

meinem zukünftigen Ex zu erzählen, dass du auch

von Fürst von Mühlenbach-Holz adoptiert werden willst.

Wann sehe ich Hermann? Sag nicht "nächste Woche".

Na gut, wenn du das so willst.

Ich wollte dich eigentlich überraschen.

Aber nun ist es mal so.

Der Hermann erwartet dich. 16 Uhr im Cafe Hummel.

Ernsthaft? Ja.

Also gut. Okay.

Wenn dein Freund Hermann da erscheint ...

dann sorge ich dafür, dass mein Freund Herbert heute Abend ...

(zögernd) ... verhindert ist.

Falls nicht, sehen wir uns heute Abend alle beim Fürsten.

So sei es.

"Noch nie hatte Claire einen Brief verfasst,

in dem sie ihre Gefühle so schonungslos offengelegt hatte.

Sollte sie es wagen, ihm ihre Liebe zu gestehen?"

(Mutter Oberin) "Bringen Sie mir bitte einen Tee?"

Sofort, Mutter Oberin.

"'Cher S., noch nie ist mir ein Brief schwerer gefallen,

aber es wird Zeit, dass Sie erfahren, wie ich fühle.'"

*Sie stöhnt.* Kann ich besser.

Ach, Tee.

Wir brauchen nur noch zwei Minuten.

Ich bin mucksmäuschenstill.

Es wär gut, wenn du noch mal deine Kernforderungen zusammenfasst.

Okay. *Sie räuspert sich.*

So, Hanna, dann jetzt zu deinem Schlusswort.

Wofür stehst du ein, und wofür wärst du bereit zu kämpfen?

Ich bin der festen Überzeugung, dass Frauen Zugang erhalten sollten

zu allen Ämtern in der Kirche, auch für das Priesteramt.

Das Pflichtzölibat sollte abgeschafft werden.

Wenn uns das gelingt, dann wird die katholische Kirche, unsere Kirche,

das Vertrauen vieler Menschen, die jetzt zweifeln, zurückgewinnen.

Wow. Danke für deine offenen Worte.

Und danke euch, liebe Zuhörer, fürs Zuhören.

Euch noch einen ganz schönen Tag, und Pfiat euch, bye-bye, ciao-ciao.

*Hanna atmet auf.* Super. Das wird reinhauen.

Das wird vor allem gewaltigen Ärger geben.

Wer nicht wagt, der nicht gewinnt. Dein Wort in Gottes Ohr.

Also... Oh Gott, ich muss jetzt los.

Ciao.

Hanna, fährst du nach Kaltenthal? Ja, ja.

Kannst du mich mitnehmen? Klar.

Ich muss bei Frau Krautstingl einen Hausbesuch machen.

Was, du machst Hausbesuche? Ich habe keine andere Wahl.

Ihre Tochter ist verreist.

Und die Frau braucht ihre Spritze. Ja, gut, dann komm.

Tschüss. Ciao.

Der Tee muss noch kurz ziehen.

(zögernd) Ist alles in Ordnung?

Der Weihbischof schlug mich als Leiterin der Kongregation vor.

In Rom? - Ich frage mich, warum er das tut.

Vielleicht will er mich nur loswerden.

Sicher erhofft er sich Ihre Gunst bei der Bischofsamt-Neubesetzung.

Möglich.

Bischof Rossbauer sagt, es gibt Konkurrenz.

(stockend) Wollen Sie denn überhaupt?

Die Aufgabe würde mich schon reizen.

Ich muss wohl persönlich nach Rom. Wo ist der Tee?

(Frau) "Ja, bitte?" Frau Huong?

Schwester Hanna. Ich würde gerne mit Joy sprechen.

(Mutter) Wenn es nicht besser wird, muss ich sie in die Klinik bringen.

Wenigstens kann ich mich jetzt ständig um sie kümmern.

Haben Sie Urlaub? Ich habe gekündigt.

Eine Kollegin wollte sich die Arbeit teilen,

aber unsere Abteilungsleiterin meint, das sei nicht effektiv.

Joy belastet das sehr, sie gibt sich die Schuld dafür.

Sie wissen nicht, warum sie alles hinschmeiût?

Sie redet mit mir nicht darüber.

Sie sind eine ihrer Lieblingslehrerinnen.

Ist sie auf ihrem Zimmer?

Hallo, Joy. Darf ich reinkommen?

Wieso?

Lukas war bei mir.

Magst du mir sagen, was mit dir los ist?

Also, wenn du nicht willst, ist es auch in Ordnung.

Aber manchmal tut es gut, wenn... Wozu?

Mir kann eh keiner helfen. *Hanna seufzt.*

Kommen Sie mir nicht mit Jesus.

Lukas sagt, du hast deine Rolle sehr gut gespielt.

Wie soll ein Freak mit Glatze ein Mädchen spielen,

in das sich Jungs verlieben?

Miriam sah ein Haarbüschel in meiner Hand.

Sie dachte, ich merke es nicht, als sie darüber ablästerte.

Du hast Lukas. Und deine Freunde.

Miriam hat es Robin gesagt.

Das ist euer Regisseur?

Dem bin ich auch nur noch peinlich. Hat er das gesagt?

Ich ging lieber freiwillig, bevor er mich rauswirft.

Was ist denn mit einer Perücke?

Ja, klar. Ich renne mit 'nem Plastikteil auf dem Kopf rum.

Aber... Es gibt doch diese Echthaarperücken.

Wissen Sie, wie viel so was kostet?

Meine Mutter hat wegen mir keine Arbeit mehr.

Ich ruiniere sie jetzt nicht noch.

Ist auch egal. Der Scheiûkrebs gewinnt am Ende eh.

(leise) Ach... Joy. Nein.

*Zarte Musik*

(gedehnt) "Cher... S."

S wie Stolpe.

"Cher St..."

"Noch nie ist mir ein Brief so schwergefallen.

Aber es wird Zeit, dass Sie erfahren,

was ich wirklich für Sie fühle.

(mit erstickter Stimme) Jede Nacht liege ich wach...

im Bett."

Cher Stolpe...

Sie haben Hausverbot!

Warten Sie schon lange auf mich?

Auf diesen Moment schon eine halbe Ewigkeit.

Geht es Ihnen gut? - Selten so gut wie gerade.

Aha. Was ist das? *Er schluchzt.*

Brasilianischer Guavendünger für Kakteen.

Ich hab doch gar keinen Kaktus. - Eben.

(kehlig) Au revoir... Hildegard.

*Tür wird geöffnet.* Hermännchen! Gott zum Gruûe.

Wenn du mich nachts herbestellst ... "Nachts"!

...ja, nachts, und von Weltuntergang faselst, dann sei doch pünktlich.

Ein Mann in meiner Position ist an allen Ecken und Enden gefragt.

Was willst du?

*Er seufzt.*

Ich mach mir Sorgen um dich. Das ist dringend?

Ich weiû, wie dich das Treffen mit Isolde und Wanninger beschäftigt.

Die Sache mit Isolde ist durch für mich.

Bist du dir da sicher? Ja.

Wie du sagst, sie liebte mich nie, nur den Oldtimer. Das stimmt.

Höre einfach nur auf dein Herz.

Bumm, bumm. Bumm, bumm. Was sagt es?

Bumm, bumm? Ja.

Ja, geht's dir noch gut? Sie will mit dir über alles reden!

Von wem weiût du das? Von ihr selbst.

(stotternd) Wann? Auf der Gartenparty.

Wieso redet sie mit dir und du sagst mir nichts?

Ich wusste nicht, wie du reagierst.

Du wolltest keinen Kontakt. Weil die mein Unglück ist.

Aber tief im Herzen... Hör mit dem Herz-Kram auf.

Ich hab versprochen, nichts zu sagen.

Aber mit dir kann man ja nicht vernünftig reden.

Es geht nicht nur um Isolde. Es geht auch um ihre Mutter.

Auch noch um die? Ja, der geht's nicht gut.

Und ihr letzter Wunsch ist:

Sie möchte, dass du und Isolde

euch noch mal hinsetzt und über alles redet.

Du verzapfst doch Blödsinn. Du kannst nur gewinnen.

Du machst eine alte Dame glücklich und schlieût mit Isolde Frieden.

Den hatte ich eigentlich schon.

Isolde ist heute Nachmittag um 16 Uhr im Cafe Hummel.

Hör auf mich. Geh hin und rede mit ihr.

Sag nicht, dass du über ihre Mutter Bescheid weiût.

Gut. Du gibst eh keine Ruhe, bis du deinen Willen hast.

Du wirst es nicht bereuen.

*Er seufzt.*

Sie sind vielgefragt.

Ach, Herr Wöller... Ein Problem im Rathaus. Ich muss da hin...

Dann keine weiteren Präliminarien. - Präli... was?

Wir wollen Sie als Kandidat fürs Bürgermeisteramt.

Mich? Aber war...

Sie sind frisch, dynamisch, kreativ,

aber wissen trotzdem um unsere Werte.

Die Leute mögen Sie, jung und alt.

Ansteckendes Lachen, gutaussehend.

Heute ist die Optik oft wichtiger als der Inhalt.

(zögernd) Zudem haben Sie beste Kontakte zur EU.

Und verstehen es, Ihre Ideen an den Mann zu bringen.

Aber ausschlaggebend war Ihr Vorschlag, ein E-Akku-Werk zu bauen.

(stammelnd) Na ja, also, wir... Herr Wöller und ich...

Herr Rauscher, als es um die Fabrik ging, schwadronierte er nur.

Das Gehirn dahinter sind Sie.

Das denke ich nicht... - Vertrauen Sie mir.

*Er stöhnt.* Sie schaffen das.

Hallo. Schwester.

Ist er da? Er möchte nicht gestört werden.

Ach, will er doch nie. Ich bin weg und weiû von nichts.

Herr Wöller?

Sagte meine Vorzimmerdame, ich will nicht gestört werden?

Das hat sie. Aber es hat Sie nicht gestört.

Es ist wirklich wichtig. Egal was.

Es hat Zeit bis heute zur Feier.

Wenn ich mein Problem bis heute Abend ohne Ihre Hilfe löse,

könnte ich beim Fürsten vielleicht pünktlich sein.

Sie haben doch versprochen, mich zu begleiten.

Frau Huong arbeitete bis vor Kurzem für Sie.

Sie kündigte auf eigenen Wunsch, nicht wegen mir.

Sie kündigte, um sich um ihre krebskranke Tochter zu kümmern.

Tragisch, aber kein Grund, mich zu versetzen.

Sie wollte halbtags arbeiten,

aber Ihre Abteilungsleiterin lehnte ab.

Aha. Daher weht der Wind. Ja.

Frau Huong ist finanziell derart am Boden,

sie kann sich nicht mal eine Echthaarperücke leisten.

Ja, aber ich kann meinen Mitarbeitern nicht sagen,

was sie zu tun haben, tut mir leid.

Dann muss ich mich jetzt sofort auf die Suche machen.

Frau Huong braucht dringend eine neue Arbeitsstelle.

Und das kann dauern. Moment, Schwester Hanna.

Ich spreche mit der Abteilungsleiterin.

Wenn Sie mir diesmal ohne Wenn und Aber versprechen,

dass Sie mich heute Abend nicht im Stich lassen.

Gut. Okay.

Gut.

"Wie Sie sehen, ist es hochwertiger Feinripp mit eingewebtem Elasthan."

"Das gute Stück ist nicht nur formschön,

sondern auch dehnbar und eignet sich für jede Dame,

ganz gleich welche Körbchengröûe."

"Worauf warten Sie noch, meine Damen?"

"Greifen Sie zu, ich sehe gerade..."

Das ist ein schöner Mann, der Herr Salm.

Wenn ich 20 Jahre jünger wäre...

Wären Sie immer noch zu alt für ihn. - Vielleicht mag er Alte.

Machen Sie mal den Bauch frei.

(Salm) "In exakt zwei Minuten ..." - Fertig.

"... zu unseren Saugrobotern, und das ist eine kleine Sensation."

"Denn heute, und nur heute,

bieten wir Ihnen den 'Petri Turbo 1 Saugmagier'

für sage und schreibe 499 Euro..."

Was ist das, so ein Saugroboter?

Der saugt Ihnen das ganze Kloster, ohne dass Sie was tun müssen.

Einfach so? - Meine Tochter kaufte mir einen.

Aber der war um einiges teurer. Der ist ein echtes Schnäppchen.

"Schauen Sie, was der kleine Teufelskerl alles kann."

"Nur, schauen Sie nicht zu lange..." - So einen bräuchten wir auch.

Dann schlagen Sie zu, ist doch ganz einfach. Gucken Sie hier.

Das ist die App zum Shoppingkanal.

Und morgen schon saugt Ihnen der "Petri Turbo 1" Kloster und Kapelle.

Donnerwetter.

Alex. Frau Laban versucht seit heute Morgen, Sie zu erreichen.

(stammelnd) Ich ... war beim Arzt.

So ein junger Mann beim Arzt? Sind Sie Hypochonder?

Nicht, dass ich wüsste. Dann vergessen Sie die Ärzte.

Ich brauche Sie mit voller Konzentration für meine Wiederwahl.

Okidoki? Mhm.

Warum essen Sie heute nicht im "Ochsen"?

Damit man sieht, ich bin ein Mann des Volkes.

Ich hab nachgedacht, wie wir Ihren Glamourfaktor erhöhen könnten.

Also? Mit einer eigenen Website.

Darum hab ich mich längst gekümmert.

Sie haben eine eigene Website? Nein, das nicht.

Aber bald einen Adelstitel.

Ab morgen bin ich Wolfgang Fürst von Mühlenbach-Holz.

Wie geht das? Ich werde adoptiert.

Bringt meine Parteifreunde auf Trab, und die Zeitungen berichten.

Ist es Ihnen wichtig, weiter Kaltenthals Bürgermeister zu sein?

Es geht darum, was das Beste für Kaltenthal ist.

Deswegen mache ich Sie, hören Sie gut zu, zum Wahlkampfleiter. Mich?

Ja. Also, ich weiû nicht...

Ich hab sogar eine erste Aufgabe für Sie:

Laden Sie Ihre Freundin heute ins Cafe Hummel ein. 16 Uhr.

Ich soll Susie einladen? Ja.

Was tut das Ihrem Wahlkampf? Regel Nummer eins:

Wahlkampfleiter fragen nicht, sondern tun einfach.

Ich meine ja nur. Da kümmern Sie sich um Huber.

Der wird einer Dame, Isolde Manz ...

Isolde Manz. ... versuchen, näher zu kommen.

Wenn es da Probleme gibt, muss ich das sofort wissen.

Und warum? Alex.

*Lockere Musik*

*Musik endet.* *Er seufzt.*

Das ist absolut scheiûe.

*Sie seufzt.* Sorry, Robin, ich...

Entschuldigt, könnt ihr mal kurz 'ne Pause machen?

Schwester Hanna. Was soll das?

Ich wollte nur schnell was klären.

Joy hörte gestern nach dem Duschen, was ihr über ihr Aussehen sagtet.

Wie kann man einer Mitschülerin, die um ihr Leben kämpft,

nur so wehtun? Wir...

(stammelnd) Wir dachten nicht, dass sie uns hören kann.

Und du, wenn ich das sagen darf, bist auch keine groûe Hilfe.

Im Gegenteil. Es tut mir leid, was Joy durchmacht.

Aber meine Hauptrolle kann kein Mädchen sein, dem die Haare fehlen.

Du bist hier nur der Regisseur, nicht Gott.

Es war Joys Entscheidung. Wir müssen jetzt weiterproben.

Jedenfalls wisst ihr nun, warum Joy ausgestiegen ist.

Vielleicht denkt ihr mal darüber nach.

(Susie) Jetzt sag endlich.

Was ist passiert, dass du mich treffen musstest?

Man bot mir die Bürgermeister-Kandidatur an.

Er weiû nichts. Ich wollte es dir sagen.

Bürgermeister, du?

Ja. Ich verdanke ihm viel, aber ich will nicht ewig Assistent bleiben.

Ist das nicht noch etwas zu groû für dich?

Du traust mir das nicht zu? - Deine Entscheidung.

Aber rede mit ihm. So hinten rum liegt dir nicht.

Er wird ausrasten. Er rechnet fest mit seiner Wiederwahl.

Isolde. - Hermann.

Ich dachte nicht, dass du noch kommst.

Darf ich? - Ja, sicher.

Herr Greifwald. Vielen Dank, dass Sie gekommen sind.

Ich wollte mich eigentlich nur optimal vorbereiten.

Bitte sehr, nehmen Sie Platz. Danke.

Ich stehe lieber. Ah so, gut.

Ich war 40 Jahre lang Kammerdiener für höchste Kreise.

Zeigen Sie mir bitte, wie Sie den Fürsten begrüûen.

Fürst Bertram. Sehr gut.

Sie verbeugen sich nur leicht mit dem Kopf.

Aber sprechen Sie ihn mit vollem Titel an.

Sie können auch "Ihre Durchlaucht" verwenden.

Was wissen Sie über sein Geschlecht?

Ja... er ist männlich.

"Von Mühlenbach-Holz"

ist der Name eines thüringischen Uradelsgeschlechts

aus mansfeldisch- merseburgisch-querfurtischem Raum,

auch im Schwarzburgischen ansässig.

Das gleichnamige Stammhaus, Schloss Mühlenbach,

liegt bei Bösleben-Wüllersleben, an der Ilm.

Bitte, merken Sie sich das.

Selbstverständlich.

Soviel ich weiû, legt der Fürst auf Benimmregeln Wert.

(zögernd) Was wären jetzt so die schlimmsten Fauxpas?

Womit schneidet man die Kartoffel auf dem Teller?

Gar nicht. Ich zerteile mit Gabel. Richtig.

Und denjenigen, der das nicht weiû,

hält man direkt für einen, der's a bissl schwer hat.

Verstehe.

Ich bin so froh, dass wir uns treffen.

Es war wunderschön, dich wiederzusehen.

(stammelnd) Musst du schon los?

Ja, leider.

Ich würde allzu gerne noch bleiben.

Aber ich habe einen wichtigen Besuch zu machen.

Das versteh ich. Man weiû ja nie, wann die Stunde schlägt.

Lass uns doch wiedersehen.

Morgen vielleicht. - Ja. Ich ruf dich an.

Prima.

Sehr süû.

Aber nicht für deine Mutter. - Nicht doch.

Nicht, dass wir noch zu spät kommen.

Ich will den Fürst nicht warten lassen. So.

Ist das Cape das richtige? - Ja.

Okay, bitte schön.

Mit wem warst du eigentlich im "Hummel"?

Mit 'ner alten Freundin.

Die mich zu Pflaumenkuchen überredet hat.

Und ich vertrag ja überhaupt kein Kernobst.

Was ist? Ist dir nicht gut? - Es geht schon los.

Isolde, bitte tu mir das nicht an. - Mir ist aber ganz komisch.

Oh, ich glaub, ich muss gleich... (stöhnend) Oh Gott.

Es tut mir leid. Fahr mich bitte sofort nach Hause.

Aber... - Was aber?

Ist dir das wichtiger als mein Wohl? - Natürlich nicht.

Und fahr bitte an einer Apotheke vorbei.

*Sie stöhnt.*

Also, bevor es losgeht, ein paar kleine Details.

Die sollten Sie sich merken. Die Familie Mühlenbach-Holz stammt

aus dem mansfeldisch-merseburgisch- querfurtischen Raum.

Das sollten Sie sich merken. Das geht nicht.

Ich kann's auch. Warum ist der Fürst so wichtig?

Zum Wohle der Gemeinde schon mal. *Handy piepst.*

Herr Wöller.

Passen Sie auf. Das ist wichtig.

Dann nehme ich das Handy. Auf keinen Fall.

Legen Sie es weg oder ich geh.

Ja, viel Spaû, wir fahren 100. Sehr witzig.

Guten Abend, Fürst Mühlenbach-Holz.

Ah, Herr Wöller. Es freut mich, dass Sie beide den Weg zu uns fanden.

Das ist Ihre bezaubernde Frau Gemahlin?

Ich... Darf ich vorstellen. Hanna Jakobi.

Ach. Na ja, man kann ja heutzutage den Familiennamen behalten.

Oder steht die Hochzeit noch an? Wir sind in einer Art ...

... Findungsphase. Wie auch immer.

Friedrich! Herzlich willkommen zu unserer kleinen Soiree.

*Leise Klaviermusik*

*Gedämpfte Unterhaltungen*

Tja... Noch ein Momentchen Geduld für die beiden Herrschaften.

Was haben Sie dem Fürsten erzählt? Nur, was nötig war.

Und das wäre?

Offensichtlich sind wir jetzt doch vollzählig.

Wie ich soeben erfahre, Frau Manz ist indisponiert,

weswegen Herr Wanninger absagen musste.

Da stecken doch Sie dahinter. Hanna. Schatzi.

(Fürst) Haben wir noch Cumberland-Sauce?

(Fürst) Natürlich gingen Mutzi und Pong an die Decke.

Was die uns da in St. Moritz als Pastete verkauft haben,

das geht bei uns nicht mal als Leberwurst durch.

Mutzi?

Lach doch auch mal, Schatzi.

Sie haben mich unter falschen Angaben hergelockt.

Denken Sie es sich als Verkleidung. Und das kostet noch ein Vermögen.

Warst du nie Kind?

Du bist es wohl immer noch.

Lassen Sie uns doch bitte teilhaben. Ja.

Es ist nicht so oft, dass wir ein frisch verliebtes Paar hier haben.

Wir sagten gerade, wie sehr wir uns bei Ihnen wohlfühlen.

Na... Frau Jakobi, stimmt das auch?

Oh ja. Also, der Wolfgang hat mich heute wirklich mehr als überrascht.

Er kann sicher sein, dass ich ihm heute dafür noch danke.

Da freu ich mich drauf.

Liebling. Oh. Mach dich auf was gefasst.

Liebling. Ist das nicht entzückend, Kinder?

Wie sie miteinander umgehen. Ganz reizend.

Sie wollen die Bildersammlung sehen? Ja.

Liebend gern. Dann entschuldigt uns einen Moment.

Er ist im Gegensatz zu euch Banausen sehr kunstsinnig.

Bitte.

Also, eine Million...

So teuer sieht das gar nicht aus.

Es geht ... um innere Werte.

Ah ja. Sehen Sie...

Einen Adelstitel, den trägt man ja auch nicht plakativ nach auûen,

sondern mit einer gewissen Würde.

Und so was kostet eine Million Euro?

Mir ist das Bild sehr ans Herz gewachsen.

Ich kann mich nur schwer davon trennen.

Aber ist Ihnen die Summe zu hoch... Nein, nein.

Gar nicht. Ich bin ja auch an inneren Werten interessiert.

Aber ich bin ja nicht der einzige Interessent.

Sie sprechen von Herrn Wanninger? Genau.

(seufzend) Ja. Er wollte mir heute den Vorschuss auf das Bild bringen.

Daran soll's nicht liegen.

Was ist das?

Ich würde mich freuen, an Herrn Wanningers Stelle zu treten.

Bitte.

Ich danke dir, mein lieber Wolfgang. Gerne, lieber Bertram.

Wenn man's genau nimmt, kannst du jetzt "Vater" zu mir sagen.

*Wöller lacht kurz.*

Tchin-tchin.

Es tut mir leid, ich bin zu spät. - Herr Wanninger.

Sie haben eine formidable Pastete verpasst.

Wie heiût es doch? Das Beste kommt am Schluss.

Oder, Bertl? - Da wär ich mir nicht so sicher.

Herbert, geht's der werten Isolde besser?

Was machst denn du hier? - Ich lud den lieben Wolfgang ein.

Aber ich muss dich leider so langsam verlassen.

Was? Die Herren sind schon beim Du?

Du weiût ja gar nicht, wie weit wir schon sind.

Schönen Abend noch, Herbert.

Hier bist du, Schatz.

Entschuldigt mich bitte. Ja.

Was läuft mit Herrn Wanninger?

Jetzt machen Sie sich mal keine Gedanken, Schwester Hanna.

Sie sind von Ihrer Aufgabe erlöst. Ach. Ich nehme noch einen Kaffee.

Warum tun Sie mir das an?

Gut, dass mich der Fürst ohne Habit nicht erkennt.

Ja. Auch Wanninger darf das nicht. Deswegen müssen wir los.

Und die Genehmigung für unser Hofladen-Cafe?

Ja gut, das ist morgen mein erster Punkt.

Wie letzte Woche. Versprochen.

Gut. Und was ist mit der Halbtagsstelle für Frau Huong?

Auch darum kümmere ich mich. Aber jetzt nichts wie weg.

Guten Morgen. Wir wollen zu Schwester Hanna.

Geht rein, sie ist drinnen.

Danke schön.

Felicitas? Was machst du denn da drauûen? Hallo.

Auf die Post warten. - Wieso?

Wenn du dich nicht beeilst, kommst du noch zu spät in den Kindergarten.

Also los, geh. Husch.

14... 15...

Morgen. Wir suchen Schwester Hanna. - (unwirsch) Moment.

(seufzend) 16...

17... Miriam. Lukas. Was ist?

Es tut mir alles so leid, Schwester Hanna, das mit Joy.

Ich war eifersüchtig wegen der Rolle. Aber das wollte ich nicht.

Sie will Roxanne nicht mehr spielen.

Ich wollte mit Joy sprechen, aber sie lässt mich nicht.

Könnten Sie noch mal mit ihr reden?

Ja, ja, ich wollte heute eh zu Frau Huong.

Sagen Sie ihr, wie leid es mir tut? Ja.

Oh mein Gott!

Was ist denn jetzt passiert? Was machst du denn da?

Ich hab mich irgendwie verzählt. Vorsicht, weg. Weg, weg.

(sanft) Hallo, mein Kleiner.

Willkommen in deinem neuen Zuhause.

Ja, los geht's. *Sie summt leise.*

*Piepen* Na, nun mach mal.

*Staubsauger rauscht.*

Fein, fein, fein. *Es klopft.*

Felicitas? *Rauschen geht weiter.*

Moment bitte noch! - Hast du einen Patienten?

(Alex) Ihr Angebot hat mich sehr gefreut

und meine politischen Ambitionen bestätigt.

Die nächste Kandidatur bieten wir nicht jedem an.

Darf ich der Partei mitteilen, dass Sie annehmen?

Ich entschied mich nach dem Gespräch für eine Kandidatur.

Ja dann, meine Gratulation.

Aber... *Er seufzt.*

Ich fühle mich für die Position noch nicht reif genug,

Frau Denzer, und ich möchte das Herrn Wöller nicht antun.

So bin ich nicht. - Es ist eine einmalige Chance.

Ich bin jung und habe noch viel zu lernen.

Aber ich weiû, was falsch ist: Herrn Wöller so zu hintergehen.

Ich hoffe sehr, dass Herr Wöller auch so loyal zu Ihnen ist.

Ich kann nichts versprechen,

aber ich bin sicher, dass Herr Wöller etwas für Sie tun wird.

Danke. Das ist wenigstens ein Lichtblick.

Wie geht's Joy denn heute? Unverändert.

Vielleicht hab ich auch 'ne gute Nachricht für sie, ja?

*Es klopft.*

Hallo, Joy.

Sie schon wieder.

Miriam war heute bei mir. Sie bittet dich um Verzeihung.

Und sie spielt die Roxanne nicht.

Freut dich das gar nicht? Ich weiû. Robin hat mir gemailt.

Er findet es arm und unprofessionell,

dass ich ihm mit 'ner Nonne Stress mache.

Was?

Sie hätten sich nicht einmischen dürfen.

Damit haben Sie alles nur noch schlimmer gemacht.

Lehmännchen, ich weiû, die Bürgermeisterwahlen stehen an.

Aber du wirst auch diesmal nicht auf diesem Stuhl sitzen.

Du aber auch nicht mehr lange.

Während du hier den Sonnenkönig spielst,

wählte deine Partei hinter deinem Rücken einen anderen Kandidaten aus.

Wer soll das sein? Dein Referent.

Was? Alex Rauscher nahm eben die Kandidatur an.

Das kann nicht sein, das muss ein Irrtum sein.

Der Alex würde so was nie machen.

Du hast ihm Politik beigebracht.

Jetzt erntest du, was du gesät hast.

Ob du es mir glaubst oder nicht: Dass es so endet, tut mir sehr leid.

Wenn man vom Teufel spricht.

Morgen, Chef. Bekamen Sie die Fotos von Herrn Huber und Frau Manz?

Unsere Zusammenarbeit ist mit sofortiger Wirkung beendet.

(stammelnd) Wie... Wieso das denn?

Verlassen Sie sofort mein Büro.

Ich verstehe nicht...

Sie waren wie ein Sohn für mich.

Und Sie kandidieren hinter meinem Rücken für mein Amt, mein Leben.

Das ist nicht wahr, ich hab Nein... Gehen Sie, Alex!

Bevor ich mich vergesse.

*Wöller seufzt.*

Du kannst auch gehen, aber schnell.

"Ich bin überzeugt, dass Frauen endlich Zugang

zu allen Ämtern in der Kirche erhalten sollten."

"Auch für das Priesteramt." Danke, ich hab genug gehört.

Wenn das Weihbischof Landkammer hört.

Davon können wir ausgehen. "... unsere katholische Kirche

das Vertrauen..." *Podcast endet.*

Bonjour, Hildegard. - Herr Stolpe.

(mit Akzent) Ich bringe ein Baguette. Noch warm.

(seufzend) Oh, das duftet aber lecker.

Oui. - Äh...

Also gut. Aber nur zehn Minuten. - Oui.

Ich mache uns einen Kaffee.

Und ich sorg für den Fromage.

(Weihbischof) Sibelius?

(ungeduldig) Sibelius! Sib...

Was ist so wichtig, dass Sie die Arbeit vernachlässigen?

(stammelnd) Nichts, nichts. Nur ein Podcast.

Seit wann hören Sie sich so etwas an? Geben Sie her.

Na, geben Sie her.

Ich will alles hören. Schicken Sie mir den Link.

Du kannst nicht am Tag der Premiere anrufen und absagen.

Ich bin der Regisseur. - Joy soll die Roxanne spielen.

Und aussieht wie ein gerupftes Huhn. - Du bist so ein Arschloch!

Wir könnten uns doch alle die Haare abrasieren.

So schämt sich Joy nicht mehr. - Geht's noch?

Ich hab Schere und Rasierapparat mitgebracht.

*Surren* Entweder wir machen, was ich sage,

oder das findet ohne mich statt, ihr habt die Wahl.

Gut, dann macht euren Scheiû doch allein.

*Hanna stammelt.* Huch.

Was ist denn los? Robin hat gerade hingeschmissen.

Ich hatte vorgeschlagen, wir machen uns alle 'ne Glatze,

damit Joy sich sicher fühlt.

Also... Ja, Solidarität ist was Wunderbares, aber ...

ich glaube nicht, dass Joy das erwartet.

Wie sollen wir jetzt ohne Joy und Robin die Premiere hinkriegen?

Nicht mal die Eröffnung sitzt. Dabei könnte ich euch helfen.

Wirklich? Ja. Alles andere findet sich.

(alle) Danke schön. Gut, dann ab auf die Bühne.

Was Süûes hilft immer. Also, mir.

*Er seufzt.*

Sein Gesicht! Ich wäre wie sein Sohn gewesen. Dann schmiss er mich raus.

Er merkt schon, dass es keinen Besseren gibt.

Lass mich nur machen. - Wirklich?

Jetzt geh du nach Hause und überlass den Rest mir.

Danke.

*Ergreifende Musik*

*Schwungvolle Musik*

Und jetzt die Drehung.

Und hoch die Arme.

Ja. Und steht! *Musik verklingt.*

Super, klasse. *Handy klingelt.*

Erster freier Durchlauf. Genauso macht ihr das heute Abend.

Probenende. Sehr gut. *Handy klingelt weiter.*

Das ist Joys Mutter. Oh.

Frau Huong?

Ja... Was?

Ja, natürlich.

Joy ist verschwunden.

Hast du 'ne Ahnung, wo sie sein könnte?

Oder ihr vielleicht? (alle, murmelnd) Nein.

Ich glaube, ja.

Ich habe gleich eine Testamentseröffnung.

Ich versuche ja alles, den Fürsten zu erreichen.

Aber es geht nur die Mailbox dran.

Hier lang.

*Zarte Musik*

*Flattern*

Joy?

Joy.

(Joy) Lass mich in Ruhe.

Komm schon, Joy.

Wir brauchen dich. Ohne dich wird es heute mit der Premiere nichts.

Ich kann nicht.

Hey, schau mal, Robin ist raus.

Wir haben mit Schwester Hanna geprobt. Es sitzt alles.

Uns fehlt die Hauptdarstellerin. Niemand kann es so wie du.

Bitte, Joy. Du kannst uns nicht so hängen lassen.

Ich gehe so nicht auf die Bühne.

Ich werd nicht da oben als Einzige mit Fast-Glatze stehen.

Du wirst nicht die Einzige sein.

Was?

*Surren*

*Surren endet.* - Lass mich auch mal.

*Surren setzt wieder ein.*

*Gefühlvolle Musik*

*Wöller seufzt.* Ja, ja, ja.

Jetzt stehen Sie... sitzen Sie... Egal, was Sie machen.

Dass Sie sich nicht schämen, Herr Wöller.

Nur zu, Frau Laban.

Ich hab meine Seele geopfert und verkauft für diese Gemeinde.

Und werde vorm Notar stehengelassen.

Was haben Sie beim Notar gemacht? Auf Fürst Mühlenbach-Holz gewartet.

Da reicht eine Stunde nicht. Wieso?

Ich rechne eher mit einigen Jahren. Was?

Er wurde verhaftet wegen Steuerhinterziehung.

*Er seufzt.*

Herr... Was machst du mit mir?

Es gab das Gerücht, dass er pleite ist und Geld braucht.

Aber so dringend, dass er gleich kriminell wird...

Leb wohl, Wolfgang von Mühlenbach-Holz.

Ja, zu Grabe getragen, bevor du geboren warst.

Frau Laban, ich möchte heute nicht mehr gestört werden. Ja?

Sie versprachen, ins Gymnasium zur Musicalaufführung zu gehen.

Dann sage ich ab. Es ist Wahljahr.

Und die Stimmen der Eltern? Die Konkurrenz schläft nicht.

Stoûen Sie mir nur den Dolch in den Rücken. Bravo, nur zu.

(Joy, singend) # Wenn manche dir auch sagen #

(Lukas) # Lass dir nicht sagen Du bist hässlich, dich will keiner #

# Solltest du es trotzdem wagen #

# Solltest du es trotzdem wagen #

(beide) # Deiner Liebe zu vertrauen #

# Deinen Weg zu zweit zu gehen #

# Nicht alleine abseits stehen #

*Musik verklingt.*

Toll.

*Jubelrufe*

*Jubelrufe setzen sich fort.*

Herr Wöller! Sie heute nicht auch noch.

Aber nein. Ich wollte mich nur bei Ihnen bedanken.

Dafür, dass Sie bei Frau Huong Wort gehalten haben.

Tue ich immer, im Gegensatz zu vielen anderen.

Was ist los? Gestern beim Fürsten waren Sie noch allerbester Dinge.

So ist es immer. Das Schicksal lässt mich die Sonne sehen...

Batsch, kommt ein Gewitter. Ich verstehe kein Wort.

Aber ich weiû, Sie stehen immer wieder auf.

Sobald unser Hofladen-Cafe genehmigt ist ... Hofladen-Cafe?

... meint das Schicksal es wieder gut.

Sie sind mein Schicksal. Ich bin Ihre Sonne.

Und mein Gewitter.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2021

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