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.
*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Sie atmet schwer.*
*Die Nonnen singen.*
*Gesang setzt sich fort.*
Ich mach mir wirklich große Sorgen um Hanna.
Sie war heute Morgen nicht auf ihrem Zimmer.
Und jetzt kam sie nicht zur Morgenandacht.
Das passiert sonst nie.
Legt mir der eigene Weihbischof nahe, meinen Orden zu verlassen,
wüsste ich nicht, was tun.
Die Mutter Oberin muss Hanna und uns helfen,
den Weihbischof Landkammer umzustimmen.
Also, wenn ich noch die Mutter Oberin wäre
und das Sagen hätte, dann würde das einzig und allein Gott richten.
Also, ich bete noch für Hanna. Und für uns.
Hanna, da bist du ja. Wo warst du denn?
Ich konnte nicht schlafen, da ging ich joggen.
Ich musste mich abreagieren. Bist du darum in zivil?
Solange ich nicht weiß, ob ich im Kloster bleibe oder nicht,
leg ich den Habit nicht an.
Du darfst nicht gehen, Hanna.
Nicht wegen des Weihbischofs. Wir brauchen dich.
Denkt nicht an mich, denkt ans Kloster.
Bürgermeister Wöller hat noch nicht aufgegeben.
Fänden wir doch diese Reliquie, die Madonna der Heiligen Magdalena.
Aber wir haben doch überall nach ihr gesucht.
Wir fangen noch mal von vorn an. - (alle) Ja.
(Agnes) Ich muss in den Hofladen.
Hanna, kann ich kurz noch mit dir sprechen? Ja, klar.
Es gibt Probleme im Kindergarten. Mit der Schülerpraktikantin Luisa.
Als ich zufällig ins Büro kam, wollte sie in die Kasse greifen.
Bist du sicher? Letzte Woche fehlte auch schon Geld.
Was soll ich nur machen?
Ohne stichhaltige Beweise kannst du nichts machen.
Das ist aber noch nicht alles: Luisa wird immer dünner.
Ich hab oft gehört, wie sie sich übergibt. Du denkst an Bulimie?
Für mich wirkt sie wie auf dem besten Weg in die Magersucht.
Sprich mit ihr. Konfrontier sie damit und schau, wie sie reagiert.
Das ist die einzige Möglichkeit. Ich will sie nicht anzeigen.
Herr Meier. Grüß Gott. - Schwester Agnes.
Ich brauche einen Rat.
Einen Rat? - Ich möchte ab jetzt vegan leben.
Nie wieder Fleisch.
Also, kein Fleisch ist ja in Ordnung, aber gleich vegan...
Wenn, dann richtig. Stellen Sie mir was zusammen?
Kreuz und quer durchs Beet, rauf und runter.
Gern. An wie viel haben Sie denn gedacht?
(stammelt) Keine Ahnung. Zehn... oder 20 Kilo?
So viel?
Dann komm ich seltener und brauche keinen Sprit.
Ja, aber wenn das Gemüse faulig wird
und Sie die Hälfte wegschmeißen,
das wäre auch nicht so toll.
Stimmt.
(Mutter Oberin singt) Heut...
(singt) geb ich dir mein...
(schmettert) Wort!
Gott zum Gruße, Mutter Oberin.
Ach, Herr Wöller. Bitte.
Seit wann so musikalisch?
Ich zupf doch nur herum. Sehr gut gezupft.
Charmant wie eh und je. Warum dieser unangemeldete Besuch?
Ja, also, nachdem Sie Ihre Gesundheit wiedererlangt haben,
fällt es mir leichter,
Sie in Herrn Hubers Namen daran zu erinnern,
dass Ihr Orden
dem Bauunternehmer Huber noch etwas Geld schuldet.
Sind Sie Herrn Hubers Inkassobüro? Aber nein.
Er hat nur erfahren, dass ich Sie besuche.
Und ich soll Ihnen entgegenkommen mit fünf Prozent Nachlass.
Hätten Sie 50 gesagt, kämen wir ins Geschäft. Acht Prozent?
Wir wissen beide, die Rechnung ist überzogen.
Es ist an der Zeit, das den Anwälten zu übergeben.
Zehn Prozent, letztes Wort? Wir sehen uns vor Gericht.
Allerletzte Option: 300.000 glatt.
Na gut, dann machen wir das über die Anwälte.
Schönen Tag noch. Einverstanden.
Was? Einverstanden.
Hab's gehört. Es geht noch heute raus.
Ich glaube, Scheck wär ihm lieber. *Sie seufzt.*
Herr Wöller? Ja?
Da wir uns grade so gut verstehen... Ja, kann man so sagen.
Sagen Sie mir, was Sie dieses Mal mit dem Kloster vorhaben?
Also, wenn Ihr Büro ein Beichtstuhl
und Sie die Päpstin persönlich wären, Mutter Oberin,
vielleicht, aber nur vielleicht.
Bitte sehr.
(leise) 300.000.
Danke.
(zögerlich) Auch im Namen des Herrn Huber.
Schönen Tag noch, Mutter Oberin.
Wiedersehn, Schwester Hildegard. Auf Wiedersehen.
Schwester Hanna! Herr Wöller.
Hallo, Hildegard. Hallo. Die Mutter erwartet dich.
Gut, Danke. Wieso in zivil?
Herr Wöller, das Gespräch führen wir ein andermal.
Okay.
Ist sie ausgetreten? Das erklärt sie Ihnen ein andermal.
Aha.
(beide) Guten Morgen. - Guten Morgen.
Hey Claudia, alles okay bei dir? - Ja, so weit.
Wir vermissen dich.
Wann kommst du endlich wieder?
Du weißt, was der Weihbischof von der Schwangerschaft hält.
Denk bitte noch mal drüber nach.
Wie geht's Jens? - Der wird heute entlassen.
Das ist doch toll. - Ja, aber so muss ich da ausziehen.
Ich weiß nicht, wohin. - Du hast immer einen Platz bei uns.
Vergiss das nicht.
Mach dir keine Sorgen. Es wird alles gut.
Tschüss. - *Handy klingelt.*
Luisa? - Ja?
Hast du 'ne Sekunde? - Ich wollt heut früher gehen.
Es dauert nicht lange.
Ich mach mir Sorgen um dich. - Warum das denn?
Du wirst immer dünner. - Schlank sein find ich gut.
Ich hab gehört, wie du dich übergeben hast.
In meiner Familie haben alle einen nervösen Magen.
Du kannst mir vertrauen, ich... - Ich muss los, sorry.
Luisa! Jetzt lauf nicht weg.
Ich verstehe doch Ihren Zweifel.
Aber den Habit abzulegen ist der falsche Weg.
Der Magdalenen-Orden, das Kloster,
Ihre Mitschwestern, das ist Ihr Leben.
Irgendwann werde auch ich müde.
Die ständigen Kämpfe mit Bürgermeister Wöller.
Und jetzt noch der Weihbischof. Ja, schwierige Zeiten.
Ich hab als Nonne des Ordens Gehorsam geschworen.
Aber ich kann dem Weihbischof nicht gehorchen, will es auch nicht.
Ich habe morgen einen Termin bei ihm.
Es geht um Schwester Hildegards Lesungen und...
Ich rate mal: Claudias Baby. Ja.
Ich spreche Weihbischof Landkammer auch auf die Reliquie an.
Und warne ihn vor einem voreiligen Verkauf des Klosters.
Ich bete zu Gott, dass Sie Erfolg haben werden.
Und ich, dass Gott Sie die richtige Entscheidung treffen lässt.
Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit. Amen.
Ich fasse nicht, dass diese Frau
weiter Lesungen in meinem Namen hält.
Wie gesagt, ich hatte keine Ahnung. - Hätte ich nicht auf Sie gehört!
Diese Doppelgängerin, das war eine Schnapsidee.
Die macht das ja auf eigene Faust. - Und?
Der Weihbischof will mich nach Brasilien strafversetzen.
Ich begleite Sie. - Herr Stolpe.
Wo Sie hingehen, folge ich. - Besser, wir gehen beide nicht weg.
Ich bieg das grade. Und wenn es das Letzte ist, was ich tue.
Lieber nicht, sonst muss ich noch zum Nordpol.
Frau Laban, wie immer: Kaffee, Wurstsemmel.
Und dann müsste ich mit dem Rauscher sprechen.
"Guten Tag, Frau Laban. Wie geht's Ihnen heute?"
Danke, ganz gut. Alex wartet in Ihrem Büro.
Geht doch, Frau Laban.
Ich hab was gefunden. Ja?
Sie hatten recht. Jeder hat seinen dunklen Fleck.
Ich musste lange suchen, aber ich habe den Lehmann.
Und was? Betrug, Bestechung, Korruption?
Entzug. Was? Drogen, der Lehmann?
Einen ganzen Monat lang. Ja, was? Kokain? LSD?
Führerscheinentzug. Vier Wochen.
Sie bringen mich noch ins Grab.
Der Moralapostel fährt zu schnell.
Das interessiert doch niemanden. Sagen wir, es war eine Spielstraße.
Da lacht der uns aus.
Mehr dunkle Flecken gibt es aber nicht.
Wir streichen Lehmann. Und die Million.
Dann müssen wir auch das Kloster streichen. Jeder andere vielleicht.
Ich nicht.
300.000 Euro. Ja.
Fehlen noch 700.000. Falls wir den Preis drücken können.
Das mach ich, wenn es so weit ist.
Und die Madonna? Die Madonna?
Wenn die wirklich so wertvoll ist...
Der Verkauf einer Reliquie ist eine heikle Angelegenheit.
Ein Fehler, und wir sind sie los.
Ich höre mich um, wer Interesse hat.
Setzen Sie es doch gleich in die Zeitung.
Nee, nee, das muss ganz diskret ablaufen.
Genau... Sie haben jemanden, richtig?
Einen Käufer?
Eric Masters. Der will nur das Kloster kaufen.
Er will es in Amerika wieder aufbauen.
Aber was ist ein Kloster ohne Reliquie?
Weniger wert als eins mit.
Hallo, Frau Bertram. - Hallo.
Schwester Lela vom Kindergarten.
Wo ist Luisa? Kommt die nicht zum Essen heim?
Ach, ich hatte gehofft, sie ist hier.
Sie hat ihr Handy bei uns vergessen.
Merkwürdig. Aber wo Sie schon hier sind, kommen Sie kurz rein?
Ich würde gern mit Ihnen reden.
Sicher.
Ich würd Sie gern mal was über Luisa fragen.
Was haben Sie denn für ein Gefühl? - Warum fragen Sie?
Sie hat sich so verändert, und ich würd einfach gern wissen,
ob das nur die Sorgen einer überprotektiven Mutter sind.
Nee. Ich hab das auch bemerkt.
Sie will unbedingt diesen Wettbewerb gewinnen.
Haben Sie mal was von Katy gehört? - Nee.
Das ist eine Bloggerin, und Luisa ist ein totaler Fan.
Was ist das für ein Wettbewerb? - Vom Sportpark Stark.
Der Kaltenthaler Teenager,
der selber das kreativste Fitness-Video produziert,
bekommt ein Shooting mit Katy und gewinnt außerdem 2000 Euro.
Jetzt versteh ich auch besser. - Wieso? Was meinen Sie?
Mir fiel auf, dass Luisa immer dünner wird
und es ihr nicht gut dabei geht.
Diese Katy ist sicher spindeldürr? - Ja. Und so überschminkt.
Luisa braucht ständig Geld für Make-up und Markenklamotten.
Das seh ich nicht ein. - Können Sie das nicht verbieten?
Nee. Da komm ich nicht an sie ran.
Jetzt ist sie sicher auch auf dem Sportplatz.
So viel Reden macht die Damen vielleicht durstig?
Wow, Maxi. Du wirst noch weit kommen.
Brüssel würde mir schon reichen.
Maxis Wunsch ist es, zum Atomium zu fahren
und belgische Fritten zu futtern.
(Lela) Mmh, lecker.
Fritten gehen klar. Atomium muss noch etwas warten.
Ich weiß, Mama. Das Leben ist leider kein Wellnessurlaub.
Bitte sehr. - Danke schön.
Wiederschauen. - Wiedersehen.
Papa! Endlich.
Na? Bin fast wieder hergestellt.
Wie geht's euch? - Gut.
Hey. Schön, dass du da bist. - Danke schön.
Es gibt dein Lieblingsessen, Spaghetti Bolognese.
Ach?
Hervorragend, dass es auch ihr Lieblingsessen ist.
Setz dich doch erst mal.
Suchen Sie jemanden? Elena Sartorius unterrichtet hier?
Ja, die ist im ersten Stock. Danke.
Gerne.
Bleib gerade, Paul, du bist nicht der Glöckner von Notre Dame.
Klara, die Hüfte immer parallel zum Boden.
Und ins Grand Plie. Und immer schön auswärts bleiben.
Hanna?
Entschuldige, dass ich hier so reinplatze.
Aber ich war gerade in München und hatte Sehnsucht nach früher.
Ich freu mich total. Kinder, hört mal.
Das ist meine Freundin Hanna Jakobi.
Wir standen in Berlin gemeinsam auf der Bühne. Hallo.
(alle) Hallo.
Bleibst du? Ich dachte, wir könnten was essen?
Super. Hol mich um sechs hier ab. Mach ich.
Oder willst du einfach hierbleiben? Ja, gern.
Okay, ab an die Stange. (stammelt) Ich schau lieber zu.
Okay, wir machen weiter. Und eins.
Ohne viel zu verraten, aber es geht nicht um irgendeine Reliquie.
Sondern eine Madonnenfigur,
die schon seit Jahrzehnten als verschollen gilt.
Wer garantiert, dass sie echt ist? Ich.
Mit meinem Namen und mit meiner Ehre.
Eine Expertise wäre mir lieber.
Auch das. Wie viel?
Äh... Langsam, langsam.
Mr. Masters, Herr Wöller ist ein Meister darin,
ungelegte Eier als Spiegeleier zu verkaufen.
Ich meine, ich biete Ihnen etwas an,
was Kloster Kaltenthal zu etwas Einzigartigem in der Welt macht.
Und Sie sprechen von Spiegeleiern?
Wir werden noch so oft miteinander sprechen,
wenn wir auf Kreuzfahrt sind. Ja.
Aber dazu brauchen wir einen gültigen Vertrag.
Was glauben Sie, wieso ich so viel Elan aufbringe?
Ich bin interessiert. Aber sie hat recht.
Zuerst muss die Echtheit gesichert sein.
Und dann möchte ich mein Kloster. Really?
Mr. Masters reist Dienstag wieder zurück in die Staaten.
Deadline. Umso wichtiger ist es,
dass wir uns so schnell wie möglich einigen.
Vorausgesetzt, die Madonna ist echt, wie viel wollen Sie?
Ich würde mich mit 700.000 zufriedengeben.
500.000.
Sonst verhandeln wir noch weitere zwei Monate.
Treffen wir uns in der Mitte?
Gut. 500.000. Sie können ja nicht rechnen.
Und so eine Frau verlangt eine Verbindungstür zwischen Kabinen?
Dienst ist Dienst, Herr Wöller. Und 500.000
sind 500.000. Deal.
Deal. Das Geld gibt's bei Übergabe.
Thank you.
Herr Huber, was machen Sie denn hier?
Ich muss die Mutter Oberin sprechen. Sie wissen, warum.
Ist was mit dem Scheck? - Scheck?
Ich will über die leidige Rechnung reden.
Sicher kann man sich gütig einigen.
Aber die Mutter Oberin hat doch bezahlt.
Wie bitte?
Herr Wöller war da und hat das Geld für Sie kassiert.
Das ist nicht wahr. - Doch.
Vielen Dank.
Wenn du beim Wettbewerb auch so lahm bist,
wirst du wohl kaum gewinnen.
Gott, bist du unbegabt.
Luisa? - Schwester Lela?
Du hast dein Handy vergessen. - Super, Danke.
Ich geb's dir erst, wenn du die Wahrheit sagst.
Hast du letzte Woche 50 Euro genommen?
Das Handy gehört mir.
Du kriegst es auch zurück. Ich will's nur wissen.
Und gestern wolltest du wieder Geld aus der Kasse nehmen.
Es ist nur geliehen, ich zahl's zurück.
Warum hast du das gemacht? - Ich muss den Wettbewerb gewinnen.
Den vom Sportpark Stark? - Ja, mit Katy.
Der Siegerclip wird sicher viral gehen.
Die Gewinnerin wird auch berühmt. Und Influencerin.
Warum wollt ihr alle Influencerin sein?
Dann reißen sich alle coolen Firmen um einen.
Man bekommt alles umsonst.
Und man reist um die Welt: London, New York, Tokyo.
Dein Bruder will nur nach Brüssel.
Die bekommt er von mir geschenkt. Wenn ich's erst mal geschafft habe.
Das ehrt dich ja, aber... - Es wird eh nichts.
Morgen ist Abgabe, und ich bin nicht fertig.
Eigentlich wollte mir meine beste Freundin Vicky helfen.
Aber die will nun selbst gewinnen.
Allein geht das nicht? - Wie soll ich mich filmen?
Ich hab mich auf Vicky verlassen. Die ließ mich auflaufen.
Rede mal mit Sina. Dann könnte dein Clip noch was werden.
Sina?
Sina war 'ne sehr berühmte DJane in allen angesagten Clubs.
Echt? Und woher kennen Sie so jemand Berühmten?
Das Leben ist voller Überraschungen.
Danke.
Ich hab ewig keinen so guten Wein getrunken.
Dabei haben wir früher unsere Gage in teure Weine gesteckt.
Ja, das stimmt.
Wie geht's denn Jochen? Ähm, sehr gut.
Glaub ich. Ich hab ihn seit zwei Jahren nicht gesehen.
Wir sind geschieden. *Hanna seufzt.*
Das tut mir leid. Mir nicht.
Ich hatte kein Talent zur Ehe.
Und Jochen nicht zur Monogamie.
Und du? Lebst du in einer Beziehung?
(lacht) Äh, ja, das kann man so sagen.
Aber... im Moment ist es etwas schwierig.
Was hat der Mistkerl dir angetan? Gar nichts.
Dieser "Mistkerl" ist Gott.
Er hält sich für Gott? Das tun die meisten.
Das ist halt so. Du verstehst nicht.
Ich bin Nonne geworden. Schon vor vielen Jahren.
Nonne? Du?
Also, so richtig mit Kloster und Keuschheit?
(leise) Oh Gott. Also, so schlimm ist es nun auch nicht.
Aber... du trägst keinen Habit.
Ja, ich...
Ich durchlebe im Moment eine Art Glaubenskrise, fürchte ich.
Halleluja. Oder Amen.
Erzähl mir davon, wenn du magst.
Frau Laban, noch hier?
Sie sollten Feierabend machen und das Leben genießen.
Jesus Maria, was ist denn passiert?
Ja, ich hab das auch nicht mehr für möglich gehalten,
aber es scheint ihn doch zu geben.
Den lieben Gott.
Dann sind Sie ja gewappnet für Herrn Huber.
Ah, Hermann. Er wartet in Ihrem Büro, aber...
er scheint nicht gut gelaunt. Was hat er denn?
Ich habe nicht zu fragen gewagt.
Hermännchen! Schluss damit.
Was ist dir über die Leber gelaufen?
Ich sag's dir: Bei Betrug hört die Freundschaft auf.
Ganz genau. Dann gib mir den Scheck.
Welchen? Ach so, den. Ich war auf dem Weg.
Jetzt hör doch auf. Ich wurde aufgehalten.
Gib mir meine 300.000.
Könntest du mich mal loben? Dass ich den Scheck überhaupt habe.
Die hätte ich berechnet, hättest du mich nicht zum Wucherer gemacht.
Dafür soll ich dankbar sein? Könntest du mir kurz zuhören?
Du wirst mir dankbar sein. Wenn's so anfängt, wird's teuer.
Ich habe es gewinnbringend investiert.
Du hast was? Mit Betonung auf gewinnbringend.
Was ist mit meinem Geld?
(betonend) Dir... wird ein Teil des Klosters gehören.
Ich hab's gewusst. Ich komme gerade von Eric Masters.
Der will das Kloster samt unserer Madonna kaufen, im Gesamtpaket.
Du hast überhaupt kein Kloster.
Ja, aber so gut wie, Hermännchen. So gut wie.
Danke für den schönen Empfang.
Ich bin so froh, dass du bald wieder gesund bist.
Muss ich auch bis zum Umzug. Da kommt was auf mich zu.
Du freust dich doch auf den neuen Job und Düsseldorf?
Doch, ähm... Ja, sicher.
Aber?
Für Pia und Oskar wird es schwer. Die fremde Stadt...
Sie werden dich vermissen.
Sie gewöhnen sich schnell ein. - Sie wollen hierbleiben.
Und kommt unser Kleines zur Welt... - Ach, Jens.
Du bist der Vater des Kindes und kannst es immer sehen.
Aber ein Leben mit dir ist keine Option.
Das haben wir besprochen.
Es tut mir leid.
Wirst du im Kloster bleiben?
Weiß ich noch nicht. - Macht dir das keine Angst?
Also, ich würde alles stehen und liegen lassen...
Du weißt, du sollst es nicht.
Ich muss jetzt wirklich los. *Sie seufzt.*
Und du bringst mich nicht zur Tür. - Okay.
Wir hören voneinander, okay?
*Kuss*
Ich bin immer für dich da.
Oh, ich kann mich nicht entscheiden.
Probier doch mal den Takatuka... den...
Tiki Puka Puka. (lachend) Genau.
Das ist eine Spezialität. Ja?
Den nehm ich übrigens auch. Nein, lieber einen Mai Tai.
Mit zwei Maraschinokirschen. Sehr gern.
Langweilig. Ich liebe Maraschinokirschen.
Guck mal, der Typ da. Der kuckt ständig zu uns rüber.
Ach nein. Das ist so ein Klischee, zwei Frauen alleine an der Bar.
Den kenn ich. Den habe ich irgendwo schon mal gesehen.
Wie ein Priester wirkt er nicht.
Ich begegne auch weltlichen Männern.
Danke. Achtung, der kommt.
Keine Sorge, den wimmle ich ab. Warte mal.
(mit Akzent) Guten Abend. Ich bin Eric Masters.
Wenn ich Sie nur im Entferntesten störe, bin ich sofort wieder weg.
Sie stören überhaupt nicht. Dann leiste ich Ihnen Gesellschaft.
Alleine trinken ist so deprimierend.
Setzen Sie sich doch. Thank you very much.
Ich heiße Johanna Jakobi. Pleasure to meet you.
Elena Sartorius. - Angenehm.
Und woher kommen Sie? - Minnesota, Amerika.
Aber in Bezug auf Kunst, Kultur und Architektur
bin ich großer Europafan.
Dann schauen Sie sich hier Museen, Kirchen und Theater an?
Nein, ich bin in erster Linie geschäftlich hier.
Öl finden Sie bei uns nicht.
*Er lacht.*
Very good. Nicht jeder Amerikaner sucht nach Öl.
Nein, ich bin eher an einem Kloster interessiert.
Meine Freundin hier, die ist Expertin für Klöster.
Was tun Sie? Ach, sie redet gern Unsinn.
Schade. Ich dachte, Sie kennen das Kloster.
Wie heißt's denn? Kloster Kaltenthal.
Das hab ich mal gehört. Und wie kommen Sie darauf?
Ich möchte es kaufen, Stein für Stein abbauen
und in Minnesota wieder originalgetreu aufbauen lassen.
Samt Kapelle und Madonnenfigur.
Good idea, hm? Cheers.
(leise) Cheers.
Ja. - Good.
Ich komme gleich, ja? Ja.
*Sie seufzt.*
*Verspielte Musik*
Schwester Hanna. Was ist los? Es ist Nacht.
Es ist mir so was von egal, wie spät es ist.
Ich bin so wütend, Herr Wöller. Ich könnt Sie...
...mal wieder auf den Mond schießen? Auf den Mars.
Ans Ende des Universums, ja.
Haben Sie getrunken? Nein, gar nicht.
Ja, ein bisschen vielleicht. Kommen Sie rein?
Was ich wissen will, können Sie mir hier sagen.
Ich will erst wissen, was los ist. Ich mach mir Sorgen um Sie.
Ja, ich. Ich sprach vorhin mit Eric Masters.
Ihrem angeblichen Kunstfreund, den Sie ins Kloster geschleppt haben.
Der will unser Kloster kaufen und nach Amerika abtransportieren.
*Sie lacht irre.* Ich glaube, König Alkohol
hat Ihnen einen Streich gespielt.
Zusammen mit einer Madonnenfigur, die seit Jahren verschollen ist.
Besser, Sie schlafen jetzt Ihren Schwips aus, ja? Gute Nacht.
*Sie stößt die Luft aus.*
*Reifen knirschen.*
*Sanfte Musik*
Claudia...
Hanna.
Wie schön, dass du wieder hier bist.
Es ist erst mal nur für heute und morgen.
Aber was ist mit dir? Wo ist dein Habit?
Ein kleiner Ausflug in mein altes Leben.
Und, wie war's?
Ich musste feststellen, dass mein altes Leben und ich,
dass wir uns entfernt haben.
Aber du? Warum willst du nur so kurz bleiben?
Ich bring euch doch in Teufels Küche.
Die Mutter Oberin entschied, du darfst bleiben.
Allerdings ohne Habit.
Aber das kann sie nicht entscheiden, nur der Weihbischof.
Vielleicht kann sie ihn umstimmen. Meinst du?
Das erfahren wir morgen.
*Sie seufzt.*
Hanna. Das ist mal ein Statement, wie ich's mag.
Ich hab mich entschlossen, im Orden zu bleiben.
Gott sei Dank. Mir fällt ein Stein vom Herzen.
Das ist die beste Nachricht. - Danke, lieber Gott.
Aber... was ist mit dem Weihbischof?
Wenn der hofft, ich gehe freiwillig,
kann der lange warten.
Entweder, der schließt mich aus, oder der kommt mit mir klar.
Wäre ich noch die Mutter Oberin, dann...
...würdest du staunen, was ich noch erfahren habe.
Ich habe gestern Eric Masters getroffen.
Der reiche Ami, bei dem Wöller sich einschleimt? Genau.
Der hat erzählt, er will das Kloster kaufen,
und zwar mit Madonna.
Wie geht das denn? Ich denke, sie war hier versteckt.
Jemand hat sie gefunden und mitgenommen.
Der goldene Ritter. - Wer?
Ja, natürlich. Erinnert ihr euch nicht,
wie ich im Turm von der Leiter runtergestürzt bin,
in dieses geheime Verlies?
Da hab ich den goldenen Ritter gesehen.
Vielleicht nahm er die Madonna mit. - Ach, Agnes.
Verschone uns mit deinem goldenen Ritter.
Außerdem haben wir da unten auch alles abgesucht. Da war nichts.
Wart mal, Felicitas. Wer hat dich damals noch mal gefunden?
Na, dieser Junge. Jonas. Mein Retter.
Und war der nicht Lehrling von Herrn Huber?
Ja. Und von dem ist der Weg zu Herrn Wöller nicht weit.
Ah, super, dass du da bist.
Das ist Luisa, Schülerpraktikantin aus dem Kindergarten.
Meine Mitschwestern. Und das ist Sina.
Luisa braucht heute einen Videoclip.
Ich dachte, du hilfst ihr dabei?
Klar. Was hast du im Koffer?
Nichts. Nur das Nötigste: Klamotten, Schminke.
Die Mutter Oberin willigt sicher ein...
Aber sie wird nicht gern bedrängt. - Ja, ja.
Mutter Oberin. - Mutter Oberin.
Ist irgendwas? - *Stolpe druckst herum.*
Also... Ich fürchte, ich muss Sie um einen freien Tag bitten.
Ja. Und das Auto.
Ja, genau. Den Wagen, bitte. - Ja, und wofür?
Wir wissen, dass Schwester Hildegard in Niederbayern liest.
Also, die Doppelgängerin. Wir wollen sie ertappen.
Weil ich nicht nach Brasilien möchte.
So schnell geht das nicht. - Aber es steht im Raum.
Ich denke, wir sollten doch handeln.
Dann nehmen Sie das Auto. - Danke.
*Telefon klingelt.*
Mutter Oberin. Schwester Hanna, es ist dringend.
Danke.
Ja? Was?
Was hat Herr Wöller mit dem Kloster vor?
(überrascht) Oho, äh...
Du hast dich ja aufgebrezelt. - Gefällt es dir nicht?
Wäre nicht weniger ein bisschen mehr?
Das ist gerade angesagt.
Ist natürlicher auszusehen nicht besser als auszusehen wie alle?
Nein. Ich will aussehen wie Katy.
Sonst können wir es gleich lassen.
Okay, dann gib mir mal dein Handy.
Am besten filmst du mich im Sprung.
Da fliegen die Haare, das sieht cool aus.
Okay. Dann stell dich mal da drauf und...
Okay.
Das müssen wir noch mal machen.
Ja.
Ja, war doch gut. - Nein, das wird nichts.
Luisa?
Hallo. Luisa, hallo.
Das in den ersten Stock...
Herr Huber? Hallo. Schwester Hanna, hallo.
Ich möchte Jonas sprechen, Ihren Azubi.
Der ist nicht da, warum?
Der war doch bei uns, bei der Renovierung.
Und befreite Schwester Agnes aus ihrer misslichen Lage. Und?
Ich hätte Fragen an ihn. Kann ich die nicht beantworten?
Das würde ich ihn gern selber fragen.
Es ist wirklich wichtig. Hm.
Der ist in der Berufsschule. Danke.
Wiedersehen. Wiedersehen.
Wolfi? Ja, ich bin's.
Äm... Schwester Hanna war gerade bei mir.
Ich denke, die will Jonas wegen unserer Madonna befragen.
Was? Wo ist sie jetzt? Die will ihn an der Schule abfangen.
Hast du ihr gesagt, dass er da ist?
Sie hat mich überrumpelt. Was soll ich da machen?
Aber der Junge hält den Mund.
Glaubst du, dein Azubi hält bei Schwester Hanna dicht?
Weiß nicht. Da ist auch noch die Mutter.
Die fand den Rucksack mit der Madonna. Wo arbeitet die?
Ja, ich denke, im Sportpark Stark.
Also, pass mal auf: Wir machen Folgendes...
Hungert die seit Wochen, um perfekt auszusehen!
Krass, was Mädchen in dem Alter für Ideale haben.
Total.
Luisa.
EKG und Blut sind gut, aber ich bleibe noch zur Beobachtung hier.
Wir sagen es deiner Mutter. - Und das Video?
Du springst heute nicht mehr. - Nein, aber...
Was "aber"?
Wenn ich die Clips hätte, die Vicky geschnitten hat,
bevor wir uns gestritten haben...
*Lela seufzt.*
Danke.
*Es klopft.*
Die Mutter Oberin, Exzellenz.
Gelobt sei Jesus Christus.
Schön, dass es Ihnen wieder besser geht. Bitte sehr.
Danke sehr. Ganz ausgezeichnet.
Da Ihre Zeit sehr kostbar ist, gehen wir doch sofort in medias res.
Ich denke, ich habe meine Meinung... - Verzeihen Sie die Unterbrechung.
Ihre Meinung ist mehr als deutlich, doch noch nicht meine.
Ich höre. - Punkt eins: Schwester Claudia.
Sie bleibt im Kloster wohnen.
Als Apostolischer Administrator kann und darf ich das nicht dulden.
Gut. Dann sollten wir dieses Thema in noch höherer Instanz erörtern.
Sie wollen das in Rom ansprechen?
Die Presse soll wissen, was wir unter Nächstenliebe verstehen.
Kommt raus, dass wir werdende Mütter rauswerfen,
da könnte der Vatikan eine große Hilfe sein.
Ich vermute, es gibt auch noch einen Punkt zwei.
Ihretwegen hätten wir fast
eine unserer besten und treuesten Schwestern verloren.
Schwester Hanna.
Der Orden besteht seit Jahrhunderten.
Und er wird noch bestehen, wenn es uns beide nicht mehr gibt.
Aber er bleibt nur bestehen mit Nonnen wie Schwester Hanna.
Es lag nicht in meiner... - Doch.
Das lag es. Und ich werde es nicht zulassen.
Punkt drei: Schwester Hildegard.
Ihre Verfehlungen sind nicht zu entschuldigen.
Da wird selbst Rom mit mir konform gehen.
Und das wissen Sie auch.
Noch was?
Kommen wir zum Verkauf von Kloster Kaltenthal.
Ohne Novizinnen steht einem Verkauf an Herrn Wöller nichts im Weg.
Natürlich nicht für zwei Millionen Euro.
Auch nicht für vier oder fünf. - Ja, mit Verlaub.
So eine Summe schaffen selbst Sie nicht.
Das Kloster wird Stein für Stein ab-,
und in den USA wieder aufgebaut.
Tja. Verkauf bedeutet loszulassen.
Der plötzliche Wert des Klosters
liegt an der Madonnenfigur der Heiligen Magdalena.
Aber ich bitte Sie.
Die ist seit Jahrhunderten verschollen.
Später hieß es, sie sei wieder aufgetaucht,
aber noch vor der Überprüfung wurde sie wieder gestohlen.
Das ist doch ein Mythos, wenn Sie mich fragen.
Sie ist im Besitz Bürgermeister Wöllers
und ist Teil des Verkaufs. - Wie bitte?
Was für ein Trick ist das wieder? - Die Wahrheit.
Das Kloster jetzt zu verkaufen,
wäre das Dümmste, was Sie tun könnten.
Zeigen Sie mir die Madonna. Beweisen Sie mir ihre Existenz.
Sonst wird das Kloster verkauft.
Ich gebe Ihnen eine Woche Zeit.
Jonas? Steig ein.
Jetzt gib schon Gas. Jonas!
Dringender Einsatz, tut mir leid.
Das ist ja wohl der Gipfel.
Perfekt, gute Fahrt. - Danke.
Herr Meier! Schwester Hanna.
Ich habe Jonas Metzler knapp verpasst.
Ich muss ihn sprechen. Wo wohnt der?
Der die Lehre bei Herrn Huber macht? Genau der.
Wohnt der nicht zu Hause?
Ich spreche besser erst mit der Mutter.
Die ist arbeiten, im Sportpark Stark.
Ah, danke, Herr Meier. Bitte. Wa...
Im Krankenhaus? Echt?
Kreislaufkollaps. - Tut mir leid.
Tust du ihr einen Gefallen? Sie sagt, du hast noch Aufnahmen.
Die für den Videoclip? - Mhm.
Nee, sorry. Die hab ich gelöscht.
Ich hab sie auf dem Sportplatz auch noch so blöd angemacht.
Was soll ich tun?
Bitte sie um Verzeihung.
Sobald es sich ergibt.
Ja.
Vielleicht hab ich noch 'ne bessere Idee.
Aber Sie müssen helfen. Und Sie müssen jetzt los.
(Frau) ...durch die Ritzen der grob gezimmerten Holzwände
den Schatten ihres Widersachers entlanggleiten.
Ihr Herz klopfte so laut...
bumm-bumm, bumm-bumm,
bumm-bumm!
...dass sie fürchtete, er könnte es bis draußen hören.
Was geschieht... - Ich sage es Ihnen, Frau Kuhn.
Anzeige wegen Urheberrechtsverletzung.
Mein Name ist Klaus Stolpe, ich darf vorstellen:
Das ist die echte Schwester Hildegard.
Gelobt sei Jesus Christus. - Amen.
Ach, Wolfgang, was machst du hier? Ja.
Bist du auch Fan von Katy? Wer ist das denn?
Nee. Kannst du mir helfen? Ich suche Frau Metzler.
Frau Metzler steht hier an der Bar. Ah ja.
Ich brauch deine Hilfe. Ich kann grad nicht.
Du schuldest mir was. Meine Stimme für deinen Antrag.
Für mehr Kundenparkplätze. Das gab den Unterschied, ja?
Ich weiß, aber... Meinst du nicht,
Frau Metzler hat 'ne Gehaltserhöhung verdient?
Äh, nein, das hat sie nicht.
Was hast du mit ihr zu tun? Ich sag dir, sie braucht mehr Geld.
Frag nicht, warum. Ich hab auch nicht gefragt mit den Parkplätzen.
Es ist zum Wohle der Gemeinde, ja?
Gut. Eine kleine Erhöhung.
Frau Metzler? Ja?
Ja.
Ich habe großartige Neuigkeiten für Sie.
Ich konnte gerade Herrn Stark eine Gehaltserhöhung für Sie abtrotzen.
Ja, das macht Sie sprachlos? Ja, das bin ich.
Warum? Fragen Sie nicht, freuen Sie sich.
Tun Sie mir einen Gefallen? Ja.
Die Madonna, die Ihr Sohn im Kloster fand.
Es wär ganz wichtig für die Gemeinde,
dass darüber nichts nach außen dringt.
Ich dachte, dass die Nonnen...
Die dürfen darüber überhaupt nichts erfahren.
Aus Datenschutzgründen, Denkmalschutzgründen.
Wir wollen ja nicht, dass Ihr Sohn... Jonas heißt er? Ja.
...dass er Ärger bekommt oder so. Ärger, was für Ärger?
Ich regle das. Solange ich mich auf Sie verlassen kann.
Ja, natürlich. Gut, gut.
Herr Wöller. Ja.
Warum überrascht mich das nicht?
Schwester Hanna, die Katy tritt ja gleich auf.
Schauen wir uns die Veranstaltung gemeinsam an?
Darf ich Sie zu was einladen? Vielen Dank.
Frau Metzler? Sprach er gerade mit Ihnen
über eine Madonnenfigur?
Eine Madonna? Nein, sagt mir leider gar nichts.
Ihr Sohn hat sie bei uns im Kloster gefunden.
Ich...
Ich... kann ihn fragen, aber er soll keinen Ärger bekommen.
Das wird er nicht.
Diebstahl einer wertvollen Figur? Herr Wöller übertreibt gern.
Bitte, tun Sie mir doch den Gefallen.
*Hanna seufzt.*
Womit haben Sie der armen Frau gedroht?
Warum immer dieses Misstrauen?
Ist es nicht Aufgabe einer Nonne, an das Gute im Menschen zu glauben?
Schwester Hildegard, rufen Sie bitte nicht die Polizei.
Ich wollte nur wieder vor Publikum.
Ich glaube nicht, dass sie auf eine Anzeige verzichtet.
Sie haben ihr mit Ihrem Verhalten schwer geschadet.
Ich bitte Sie, Schwester Hildegard, zeigen Sie mich nicht an.
Aber nur, wenn Sie ein vollständiges Geständnis vorm Weihbischof ablegen.
Das mach ich. Versprochen. Danke.
Hallo, Herr Stark. Wir müssen dringend mit Katy sprechen.
Das geht nicht. Die bereitet sich vor. Tut mir leid.
Hallo. Bitte, es ist furchtbar wichtig.
Nein. Keine Störungen. Anastasia, komm.
Aber...
Luisa ist immer noch im Krankenhaus.
Aber Vicky hat 'ne tolle Idee, wie wir ihr 'ne Freude machen.
Auch wenn das Video nichts wird. Finden wir sie. Warte.
Für die Künstlergarderobe? - Ja.
Ist es eiskalt? - Ja, natürlich.
Folgt ihr, und wenn sie weg ist, geht ihr rein.
Herr Stark? Ja?
Ach, das ist ein tolles Event. War das Ihre Idee?
Ja. Sie wissen, was junge Leute wollen.
Im Marketing war ich immer gut.
Ist noch was, sagen Sie Bescheid. - Voll lieb, danke.
Ja? - 'tschuldigung.
Wir stören nicht lange.
Wir haben nur 'ne große Bitte. - Ich trete gleich auf.
Es geht um ein junges Mädchen, ein riesengroßer Fan von Ihnen.
Die liegt jetzt leider im Krankenhaus.
Und? - Das hat auch mit Ihnen zu tun.
Wieso? Ich kenne sie doch gar nicht.
Wenn man mit 15 so sein will wie Sie, also, so schlank...
(Lela) ...und so schön. - (Sina) Ja.
...und immer das Neueste, das kann schiefgehen.
Das tut mir leid, aber ich zwinge niemanden, mich nachzuahmen.
Wenn Ihnen das leidtut, könnten Sie uns den Gefallen ja tun.
Ja?
Mäuschen, was machst du für Sachen?
Mir geht's schon wieder okay, Mom.
Ich hätte dich zwingen müssen, mehr zu essen.
Ich glaube, das hätte nicht geklappt. Du kennst doch Luisa.
Ich hab's vielleicht etwas übertrieben.
Sorry, Mom, ehrlich.
Den Wettbewerb kann ich vergessen. Und die Siegerprämie.
Dabei wollte ich dir die Reise bezahlen.
Hallo. - (Mutter) Hallo.
Was machst du denn hier? - 'tschuldige, dass ich so blöd war.
Und dass du jetzt hier liegst. - Du bist nicht bei Katys Auftritt?
Du bist mir wichtiger.
Sind wir bitte wieder Freundinnen?
Wir könnten uns doch Katys Video anschauen.
Ist doch super. Ich würd's gern sehen.
Okay.
Hi, liebe Leute, hier ist eure Katy. - *Jubel*
Heute aus Kaltenthal, wo ich den Sieger des Video-Wettbewerbs küre.
Davor will ich noch was sagen.
Ich hab 'nen krassen Style, ja. Aber das bin ich.
Ich lauf nicht immer so rum.
Ihr seid auch schön, wenn ihr mehr wiegt
oder mal natürlich ausseht.
Ohne Extensions, False Lashes, einfach mal natürlich, oder?
Ich grüße noch ein spezielles Mädchen: Luisa.
Luisa, du bist leider nicht bei uns.
Aber ich habe eine Überraschung für dich:
Wir fliegen mit deiner Familie nach Brüssel.
Das Video der Reise geht online. - *Jubel*
Aber nur unter einer Bedingung:
Die Lashes, das Make-up und die High Heels lassen wir weg.
Ja? Du hörst von mir.
Oh Gott. Ich glaub's nicht. Wie krass ist das denn?
Geil, wir fahren zum Atomium.
Cool.
Überraschung gelungen.
Was macht jetzt eigentlich so eine Influencerin?
Wie der Name sagt: Sie beeinflusst Leute.
So wie Sie jeden Tag. Ich mach's zum Wohle der Gemeinde.
Gehört Diebstahl von Madonnenfiguren auch dazu?
Schwester Hanna? Sie waren betrunken.
Erinnern Sie mich nicht. Es gibt keine Madonna.
Eric Masters gabelt Sie betrunken an der Bar auf.
Herr Wöller. Er wollte imponieren.
Dann imponiere ich Ihnen jetzt. Ja.
Ich sorge dafür, dass Sie weder unser Kloster kaufen
noch unsere Madonna verkaufen.
Mhm. Und damit wollen Sie mir imponieren?
So wahr mir Gott helfe.
Na ja.
Untertitel im Auftrag der ARD, 2020
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