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*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Lockere Musik*
Sie müssen etwas essen, Mutter Oberin.
Im Krankenhaus werden wir warten müssen.
Ich hab keinen Appetit.
Wollen Sie was anderes? - Es liegt nicht am Essen.
Sie dürfen jetzt nicht verzweifeln.
Entschuldigen Sie mich bitte. Kind, ist gut.
Agnes? Haben wir noch weiße Bettlaken? Ich finde keine.
Kannst du mir mal die Butter geben?
Wozu denn? - Halloween.
Die Kinder basteln Gespensterkostüme.
Ich glaube, die sind auf dem Dachboden. Zwischen den Schränken.
Guten Morgen, Aylin Gerber, ich suche Schwester Hanna.
Kommen Sie. Setzen wir uns. Danke für Ihre Zeit.
Wie kann ich Ihnen helfen?
Mein Sohn Benni ist Azubi zum Landwirt.
Auf dem Hof von Herrn Wiesheu. Schön.
Ich war so voller Hoffnung.
Aber ganz plötzlich hat er seinen Ausbildungsplatz verloren.
Was ist passiert? Ich weiß es nicht.
Ich habe solche Angst, dass Benni wieder Drogen nimmt.
Benni war sehr gut in der Schule.
Aber im letzten Jahr brachen ihm die Noten weg.
Irgendwann merkte ich, er raucht Haschisch.
Er fing schon morgens an. Er saß dann nur noch bekifft herum.
Er schaffte knapp die Schule und stürzte völlig ab.
Aber ich brachte ihn zum Entzug, und den hat er geschafft.
Dann fing er die Ausbildung an. Es war alles gut.
Aber irgendetwas muss passiert sein, dass man ihm gekündigt hat.
Hat er gar nichts erzählt? Als ich ihn fragte, ging er einfach.
Ich würde Ihnen ja gern helfen... Er ist wohl wieder zu diesem Jakob.
Mit dem fing alles an. Die lernten sich im Jugendzentrum kennen.
Da arbeitet Schwester Claudia.
Die erteilte beiden damals Hausverbot, weil sie Gras hatten.
Es wäre wichtig, dass die Ausbildung weitergeht.
Das hatte ihm so gut getan. Er brauchte die Drogen nicht mehr.
Sprachen Sie mit Herrn Wiesheu darüber?
Ja klar, aber beim ersten Versuch legte er direkt auf
und nahm dann gar nicht mehr ab. *Hanna seufzt.*
Sprechen Sie mit ihm? Sie glauben, er hört mir zu?
Er ist wohl gläubiger Katholik. Mhm.
So. Du bist sicher, dass du den Bus nehmen willst?
Mit dem ganzen Gepäck und so? Ganz sicher.
Friedhelm, noch mal eins: Du musst nicht gehen.
Wolfgang, ich muss mal wieder ans Wasser.
Kieler Luft schnuppern.
Gäbst du das Auto nicht zurück, nähmst du jetzt nicht den Bus.
Ach, du hast schon so viel für mich getan und das Auto...
Ein Geschenk. Ich schenk es dir zurück.
*Er seufzt.*
Ich bin so froh, dass wir uns wiedergefunden haben.
Ich auch.
(zögernd) Sag mal, das mit der Jenny Winter...
Da... hast du dir doch irgendwas erhofft, oder? Ja?
Du aber auch. Ja, ja...
Ich hab das falsch eingeschätzt.
Die ist längst weitergezogen
und träumt vom nächsten großartigen Geschäft.
Ob sie das Kloster nicht mehr will?
Davon geh ich aus. Dann sind wir wieder im Reinen?
Wir sind wieder im Reinen. Ich danke dir.
Sei bei mir, Herr, in der schweren Stunde des Zweifelns und der Angst.
Ich bin ganz ehrlich zu dir:
Ich würde alles tun, um dir weiter hier auf Erden dienen zu dürfen.
Wenn ich keinen Tumor habe...
Ich würde sogar bei der Benefiz-Gala auftreten, Gitarre spielen, singen.
Und glaube mir, Herr,
das wäre ein großes Opfer.
Ich hoffe, Sie haben den Weihbischof endlich dran.
Wofür... ... bezahle ich Sie eigentlich?
Sind Sie Hellseherin? Woher wussten Sie, dass ich da bin?
Nein, aus dem Fenster sehe ich, wann Sie eintreten.
Und ich kenne Ihr Timing. Schlau.
Ich kann Landkammer wohl heute telefonisch nicht erreichen,
aber ich weiß, wo er sich aufhält.
Machen Sie es nicht so spannend.
Bei der Einsegnung der St.-Bonifaz-Kirche.
Die in Auingen? Aber dafür kann die Kirche nichts.
Sie können hinfahren und mit ihm reden.
Sie denken mit, Chapeau.
Soll ich Frau Winter wieder Lilien schicken?
Ja, bis sie ans Telefon geht. Ich gebe da nicht auf.
Ist der Rauscher da? Er wartet.
Guten Morgen, Wolfgang.
Guten Morgen, Alex.
So, und?
Was hat der Landeskonservator zu unserer Madonna gesagt?
Wir fanden wohl eine Reliquie. Geht das auch genauer?
Eine Reliquie der Heiligen Magdalena.
Diese Figur gilt seit Langem als verschollen.
Und sie gehört uns. Genauer: den Nonnen.
Die davon überhaupt nichts wissen.
Gehen sie an die Öffentlichkeit... ...dann gehört sie dem Kloster.
Eben. Den Nonnen.
Wenn den Nonnen das Kloster dann noch gehört.
Und bis das Kloster der Gemeinde gehört,
halten wir die Madonna unter Verschluss.
Herr Wiesheu? (angestrengt) Ja?
Grüß Gott. Guten Tag. Schwester Hanna.
Was gibt's? Ich bin wegen Benni hier.
Aha. Er ist sehr unglücklich,
keine Ausbildung mehr zu haben.
Er hat mich hintergangen, Schwester. Nahm er wieder Drogen?
Nein. Er hat mich hinterrücks angezeigt.
Anstatt mit mir zu reden, behauptet er,
ich würde illegal Unkraut bekämpfen.
Und haben Sie? Natürlich nicht.
Man kriegt heutzutage arge Schwierigkeiten,
wenn man was Illegales spritzt.
Da ist man ruiniert hinterher. Wie kommt er dann darauf?
Das weiß Ihr lieber Gott. Vielleicht ärgerte er sich über was,
wollte sich rächen, nur nicht reden.
Herr Wiesheu, Sie sind verärgert, aber Benni ist noch sehr jung.
Geben Sie ihm noch eine Chance.
Ich habe ihn eingestellt, trotz Vorgeschichte.
Das tut nicht jeder. Und er dankt es mir mit einer Anzeige.
Danke, nein. Bitte überlegen Sie es sich doch.
Ich muss weitermachen. So ein Hof führt sich nicht allein.
Benni hat eine Aussprache verdient. Ja, ja...
*Sie seufzt.*
Bis morgen zum nächsten Strauß. - Okay, bis morgen.
Moin, Moin, Jenny. - Guten Morgen.
Ich hab einen wichtigen Termin. - Ich will mich verabschieden.
Das ist aber lieb von dir.
Wer schenkt dir denn Lilien? - Dein Bruder.
Ach.
Jenny... Wolfgang leidet.
Das hoffe ich. Er hat mich hintergangen.
Das würde er nie tun. - Es geht dabei weniger um mich.
Er will meinen amerikanischen Investor behalten.
Der Klosterverkauf wird stattfinden.
Da hat er nicht gelogen.
Aber er würde dich niemals verraten.
Schön, dass noch jemand an Herrn Wöllers Unschuld glaubt.
Gut. Vielleicht überlege ich mir's noch mal.
Sag mal, hast du hier irgendwo 'ne Vase?
*Geballer*
Felicitas?
(deutlich) Mutter Oberin?
Was ist denn? - Die Akten werden nicht weniger.
Das sehe ich. - Was gedenkst du zu tun?
Und bevor du was sagst, Beten hilft in dem Fall sicher nicht.
Ich bin auch nur ein Mensch.
Auch, wenn ich die Mutter Oberin bin.
Wenn die Mutter Oberin zurückkommt, was wir alle hoffen,
wird sie von diesen Akten ja nahezu erschlagen.
Willst du das verantworten?
(drängend) Versuch es wenigstens.
*Schwester Hildegard stöhnt.*
*Geziertes Stöhnen*
Sieht doch super aus.
Hier ist der Kopf,
hier das Herz...
und hier die Wirbelsäule.
Wollen Sie wissen, was es ist? - Ich lasse mich überraschen.
Bitte ins Wartezimmer Eins. - Vielen Dank.
Hallo, Claudia. - (stammelt) Susie... da...
Schwester Claudia...
Sie haben das auch gesehen, oder? Eine schwangere Nonne.
Wo warst du die ganze Nacht? - Ist doch egal.
Ich bin kein Kind mehr. - Das geht so nicht weiter.
Sorry, ich hab noch keinen neuen Platz. Sind ja schon zwei Wochen.
Ich mache mir Sorgen. Sag mir doch, wo du hingehst.
Fang bitte wieder an zu arbeiten.
Nimm dir wegen mir keinen Urlaub. - Benni...
*Es klingelt an der Tür.*
Hallo. Hallo.
Wie ist es gelaufen? Leider nicht so gut.
Aber der Ausbildungsplatz ist nicht weg, weil er Drogen nahm.
Kommen Sie doch rein. Danke.
Das erzählte Benni natürlich nicht, dass er ihn angezeigt hat.
(ruft) Benni, komm mal bitte.
Wieso sollte er sich so eine Geschichte ausdenken?
Servus. Was macht die Kirche bei uns im Wohnzimmer?
Die Schwester war bei Herrn Wiesheu. - Warum das denn?
Ich wollte versuchen, deinen Ausbildungsplatz zurückzuholen.
Wieso? Weil deine Mutter mir erzählt hat,
dass die Arbeit als Landwirt dir immer Spaß gemacht hat.
Aber Herr Wiesheu hat mir von dieser Anzeige erzählt.
Und Sie glauben ihm? Ich verstehe es nicht:
Warum setzt du deine Ausbildung aufs Spiel, die dir gefällt?
(zögernd) Es war so: Ich sollte den Anhänger aus der Scheune holen.
Da sah ich die leeren Kanister, von illegalen Pestiziden.
Bist du ganz sicher? Ja. Ich hab gelesen, was da stand.
Ich hab recherchiert. Das Zeug ist Gift für die Umwelt.
Und verboten seit Jahresanfang.
Warum sprichst du nicht mit ihm? - Hab ich.
Ich hätte mich geirrt. Dann gab er mir eine Aufgabe auf dem Feld.
Als ich zurück war, waren die Kanister einfach weg.
Das ist ja ein Ding. Dann hast du Anzeige erstattet?
Weil er mich einfach angelogen hat.
Aber die Beweise waren eh weg. Hätte ich die Polizei sofort geholt!
Ja, so stand Aussage gegen Aussage. Und Sie wissen ja, wem man glaubte.
Dann schlug sich Herr Wöller auf seine Seite.
Was hat der damit zu tun? Keine Ahnung.
Aber er hat mir den Rest gegeben.
Wir finden einen anderen Ausbildungsplatz für dich.
Ich hab's doch schon bei anderen Bauern versucht.
Aber die halten alle zusammen. Das ist ziemlich ungerecht.
Dass Herr Wöller seine Finger da mit im Spiel hat,
lassen wir nicht durchgehen.
Ich fahre ins Rathaus und hake nach.
Ja, würden Sie das machen?
Ich will wissen, was da los ist.
Und?
Eine Lungenentzündung. *Sina jubelt.*
Der Herr hat meine Gebete erhört.
Das hat er. Ich muss mich natürlich noch schonen.
Willst du nicht im Kloster bleiben, solange du noch nicht gesund bist?
Ich lasse es ruhig angehen. Entschuldige.
*Telefon klingelt.* Magdalenen-Orden, Hildegard.
Schwester Hildegard, es ist kein Tumor.
"Nur eine Lungenentzündung." - Gott sei Dank.
Hildegard!
Meine Internetverbindung geht nicht mehr.
Gleich. - Hildegard?
Mutter Oberin... - Nicht gleich, sondern sofort.
Ich muss wissen, ob die beiden sich küssen.
Wer küsst sich im Mutterhaus? - Niemand, Mutter Oberin.
Aber sicher werden sie sich küssen.
Oder meinst du, Jacques funkt noch dazwischen?
Jacques? - Nicht so wichtig.
Wie läuft es mit Schwester Felicitas?
Wir suchen einen gemeinsamen Rhythmus, eine gemeinsame Sprache.
Hildegard, morgen früh bin ich wieder da. Halten Sie durch.
Susie, ich... hoffe so, dass du mir glaubst, was ich für dich empfinde.
Und dass das nichts mit Herrn Wöller und seinen Plänen zu tun hat.
Lass uns einfach reden.
Wie war dein Tag?
Ich war beim Arzt. - Bist du krank?
Frauenarzt. - Bist du schwanger?
Ich? Nein, übertreib nicht.
Aber ich hab Schwester Claudia da getroffen.
Das war echt komisch. - Wieso? Nonnen müssen auch dahin.
Aber sie bekam ein Babyfoto. - Was für ein Foto?
So ein Ultraschallfoto. Das war ihr total unangenehm.
Eine schwangere Nonne? - Das bleibt aber unter uns.
(stammelt) Was? Susie, ich muss... - Bitte, Alex.
Zweimal Rindsroulade mit extra viel Soße.
Das sieht toll aus. Danke. Herrlich.
Bei deinem Referenten und der Susie hat es ja ordentlich gefunkt.
Das verdanken sie mir. Ach?
Du setzt ihn auf sie an, damit sie nicht Nonne wird.
Was zählt, ist das Ergebnis.
Der Weihbischof spricht ja nicht mehr mit dir.
Er weiht die Bonifaz-Kirche ein. Da werde ich da sein.
Dann schnapp dir das Kloster. Ja.
Allein, es fehlen mir aktuell eine Million.
Wieso?
Mittlerweile kennt er den wahren Wert des Klosters.
Ich versuch, ihn auf drei zu drücken, aber er träumt von vier.
Ich sitze also hier mit dir, weil dir 'ne Million fehlt?
Ich bitte dich. Weil dein Bruder weg ist?
Weil ich dich liebe. Jetzt hör auf.
Oh, Alex? Hallo.
Setzen Sie sich. Ich muss...
Ich hab gesagt, setzen Sie sich. Bitte.
Zwischen Ihnen und der Susie läuft es ja sehr gut, habe ich gehört?
Ja. Ich glaube, sie vertraut mir.
Sehr gut. Und was hat sie gesagt? Nichts.
Nichts? Ich schwöre es.
Wieso sind Sie so nervös? - Ich bin nicht nervös.
Geht es ums Kloster?
(stammelt) Ja, aber ich... darf es nicht sagen.
Was denn?
Herr Rauscher, was man am Stammtisch redet, ist wie ein Beichtstuhl.
Das bleibt am Stammtisch.
Susie verzeiht mir das nie.
Herr Rauscher...
Also... Schwester Claudia ist schwanger.
Jetzt muss ich aber wirklich los.
Eine schwangere Nonne.
Das sind Neuigkeiten.
Fragt sich nur, was man damit anfängt. Herr Wöller?
Frau Laban sagte, dass ich Sie hier finde.
Aber das hätte ich mir auch denken können.
So, ich muss leider weg. Was?
Ihr habt bestimmt viel Spaß bei eurer Unterhaltung.
Was hat er damit gemeint? Hermännchen, der redet manchmal.
Hauptsache, dass was geredet ist. Was haben Sie auf dem Herzen?
Was ist denn mit Ihnen los? Ich bin immer so.
Sie kriegen's meist nur nicht mit. Na ja.
Also, es geht um Bauer Wiesheu und Benni Gerber.
Benni Gerber, der seinen Lehrmeister anzeigte?
Sie halten Benni für einen Lügner? Sowieso.
Sie sind dem Bauernverband verbunden,
in dem der Herr Wiesheu Mitglied ist?
Ich bin Mitglied im Verein Gesunder Menschenverstand,
mehr hab ich nicht dazu zu sagen.
Danke. Bitte.
*Verspielte Musik*
Ronnie? Was machen Sie denn da?
Hände hochhalten! Hände hoch!
(Probst) Exzellenz, ist es nicht unfassbar?
Sind Sie sicher? - Sie bekam ein Ultraschallbild.
Es war eine der Nonnen des Klosters Kaltenthal. Schwester Claudia.
Kann es nicht sein, dass sie es für jemand abgeholt hat?
Nein, das war eindeutig ihr Foto von ihrem Baby.
Es war ein Schock, Herr Weihbischof. - Aber das ist doch nicht möglich.
Danke, Frau Probst, fürs Gespräch. Gelobt sei Jesus Christus.
Ah, Herr Wöller. Exzellenz. Ich danke Ihnen sehr.
So...
Sagen Sie, Herr Wöller... Ja?
Wissen Sie von einer schwangeren Nonne im Kloster Kaltenthal?
Nein.
Glauben Sie, die Nonnen würden so weit gehen,
um Nachwuchs für den Orden zu rekrutieren?
Aber gut, da wir schon mal über das Thema Kloster reden:
Ich würde gerne mal, das heißt, noch mal
über den etwaigen Verkauf mich unterhalten.
Jenseits der zwei Millionen. Herr Wöller.
Wir segnen die Kirche St. Bonifaz.
Ein Ort der Einkehr, nicht der Geschäftemacherei.
Natürlich. Aber manchmal muss man über seinen Schatten springen.
Wenn Sie mein Angebot hören...
Was machte Christus mit den Händlern im Tempel?
Ich will doch nur das Allerbeste für Ihre und meine Gemeinde.
Sibelius gibt Ihnen einen Termin. Echt?
*Handy klingelt.* 'tschuldigung.
Herr Wöller. Ja, ja.
Wöller. Jenny Winter hier.
Frau Winter. Das passt aber gut. Wie meinen Sie das?
"Wenn Sie anrufen, haben Sie mir verziehen."
Das ist perfekt, weil ich eine sehr gute Nachricht habe.
"Wann können wir uns sehen?"
Sie verlieren wirklich keine Zeit.
Tja, wir könnten uns im Golfclub treffen.
Aber gern. Sagen wir, in einer Stunde?
Ja. Gut, bis dann.
Ja, bis dann.
Jawoll!
Entschuldigung.
Es ist kein Tumor, nur eine Lungenentzündung.
Ja? Ich bin so froh. Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit. Amen.
Und das? Wurde eine Kirche ausgeraubt?
Ronnie sagt, er hat das "gefunden". - Ja.
Was wollten Sie auf dem Dachboden?
Aufräumen, mich nützlich machen.
Sie wollten wegrennen. Das sah nicht wie Aufräumen aus.
Ronnie ist immer sehr flink gewesen.
Vielleicht sah das nur so aus als ob.
(zögernd) Ronnie kann keiner Fliege was zuleide tun.
Oder?
Die anderen haben recht.
Es tut mir leid. - Was?
Ich war im Gefängnis wegen eines Bruchs.
Mein Zellengenosse, Rudi, sitzt noch.
Er erzählte mir von einem Raubzug in Italien.
Und die haben Kirchen ausgeraubt?
Er sagte, ein Teil der Beute ist hier versteckt.
Und Sie dachten, die Nonnen im Kloster sind so naiv,
da kann man die Beute mitnehmen?
Das hätte ich Ihnen nie zugetraut.
Sie haben mich angelogen.
Ich habe Ihnen vertraut.
Es war schön. Ich habe viel von Ihnen gelernt.
Aha. Und was? Klauen?
Zeigen Sie mich an?
Ich will nicht zurück ins Gefängnis.
Und das mit der Kindheit war nicht gelogen.
Ich finde...
Ronnie hat eine zweite Chance verdient.
Tja.
Also, ich bringe den Schatz zu Wachtmeister Meier,
und wir sagen...
Lela hat ihn gefunden.
Danke, vielen Dank.
Ein Teil soll noch hier versteckt sein. Der soll viel wert sein.
Was?
Ich hab eine Frage: Waren es jetzt die Lilien
oder ihr scharfer Geschäftssinn, dem ich den tollen Termin verdanke?
Weder noch.
Ihr Bruder hat ein gutes Wort für Sie eingelegt.
Ach, der Friedhelm war bei Ihnen.
Kommen wir zum Thema. Ja.
Ihr Essen kommt. Danke.
Ich hab einen Termin beim Weihbischof wegen des Klosterkaufs.
Ein Termin ist noch kein Kauf. Wir haben über den Kauf gesprochen.
Und er hat mir sofort einen Termin eingeräumt.
Aha. Ja.
Ich bringe Eric Masters sicher wieder dazu, Investor zu werden.
Echt? Er hat immer noch großes Interesse.
Na dann. Na dann.
*Sie lachen.*
Was für ein Tag!
Erst die Diagnose, und jetzt ein Kirchenschatz.
Nur die Madonna fehlt.
Die hat so einen türkisen Mantel mit Gold und 'nen weißen Schleier.
Wie die Reliquie der Schutzheiligen des Magdalenen-Ordens.
Die ist spurlos verschwunden. Sicher, dass sie dabei ist?
Ja. Mein Kumpel beschrieb sie genau so.
Das wäre Gottes Fügung, wenn sie hier ist.
Der Weihbischof könnte das Kloster dann nicht verkaufen. - Warum?
Ein Reliquienfund, hier! Kloster Kaltenthal wäre ein geweihter Ort.
Dafür kämpfe ich in Rom. Wir müssen sie finden.
Wenn sie wirklich hier ist, könnte ich meinen Baum fragen.
Ich empfange nämlich Schwingungen von ihm.
Sehr gute Idee, aber durchsuchen wir morgen das gesamte Kloster.
Ich danke Ihnen allen sehr. Wenn jemand was braucht, ich helfe gerne.
Danke.
Sie können mir wirklich helfen. Sagen Sie nur.
Wo kann man Kanister mit illegalen Pestiziden entsorgen?
Ein Bauer hat sie vielleicht benutzt und will das vertuschen.
Ich höre mich direkt um. Danke, Ronnie.
Verraten Sie mir Ihr Geheimnis? Welches?
Was tun Sie mit dem Geld,
wenn das Geschäft erfolgreich abgeschlossen ist?
Ach, ich denke da an eine Kreuzfahrt. Karibik, Sonne,
Palmen, Sandstrand, ewiger Sommer. Amira Bianca.
Ist Friedhelm seefest? Ich reise so ungern alleine.
Unter uns, ich fürchte, dass sein Budget für eine derartige Reise
nicht ganz ausreicht.
Im Gegensatz zu Ihrem Budget, oder?
Eine Reise zu zweit. Rein platonisch natürlich. Ja, ja.
Ich meine, als Belohnung für all die Mühen, die ich mir mache.
Ich hake mich unter und Sie geleiten mich zum Kapitänsdinner.
Haben Sie sich das so vorgestellt? Ein Traum.
Damit dieser Traum in Erfüllung geht,
muss in den nächsten Tagen alles dingfest sein.
Wo ein Wöller... ... da ein Weg, ich weiß.
Ich kümmere mich um die Tickets, wenn Sie wollen.
Zwei Kabinen. (rauchig) Selbstverständlich.
Dann beeilen Sie sich mit dem Kauf. Ja.
Schmeckt's? (tadelnd) Herr Meier.
Schwester Hanna. Gott sei Dank. Dachten Sie, Kevin kommt rein?
Er trägt mir die Schweinshaxen-Affäre nach.
Aber seit es zu Hause nur noch Salat und Gemüseauflauf gibt,
bekomme ich immer einen derartigen Heißhunger auf Fleisch.
Ist das der angekündigte Schatz? (seufzt) Ja.
Dass ein Kirchenschatz abgegeben wird! Danke.
Sonja? - Ja?
Bringst du den Koffer in die KTU? - Mach ich.
Danke.
Wissen Sie von dem Sit-in, den die Schüler machen wollen?
Vor dem Rathaus? Gegen den Klimawandel?
Kevin hat den mitorganisiert.
Die blockieren alles vor dem Rathaus.
Vielleicht muss ich meinen Sohn wegtragen!
Man kann nicht mehr mit ihm reden, seit er auf dem Klimaschutztrip ist.
Toll, dass Kevin sich engagiert. Seien Sie stolz.
Ach? Mhm.
*Sie murmelt leise vor sich hin.*
*Es schellt.*
*Er schellt erneut.*
Herr Wöller? Ja, Schwester.
Ist was? Wollen Sie reinkommen? Nein, nein.
Mein Gewissen führte mich her. Ihr Gewissen?
Streichen Sie mal die Skepsis. Was ist denn?
*Er seufzt.* Der Weihbischof Landkammer weiß,
dass Schwester Claudia ein Kind erwartet.
Was? Ja.
Um Himmels willen. Und woher weiß er...
Haben Sie... Woher wissen Sie das? Er weiß es nicht von mir.
Das soll ich glauben? Es tut mir leid,
dass ich schlechte Nachrichten bringe.
Aber ich hoffe, Sie kriegen nicht zu viel Ärger mit dem Weihbischof.
Also, gute Nacht. Schlafen Sie gut.
Gute Nacht. Okay.
Es tut mir leid. Danke. Ja.
*Es klopft.* - (Mutter Oberin) Ja?
Guten Morgen, Mutter Oberin. Schwester Hanna.
Bitte. Danke schön.
Ich habe leider schlechte Nachrichten.
Ich höre. (zögernd) Weihbischof Landkammer
weiß von Claudias Schwangerschaft.
Das ist allerdings eine Katastrophe. Ja.
Woher weiß er das? Tja.
Herr Wöller weiß es, aber er schwört, er war es nicht.
Wie dem auch sei, jetzt ist es raus.
Es wäre besser, Landkammer hätte es von uns erfahren.
*Sie seufzt.* Ja.
Ich hab heute einen Termin bei ihm. Übernehmen Sie die Höhle des Löwen.
*Spannende Musik*
*Musik setzt sich fort.*
Guten Morgen. (beide) Guten Morgen.
Und? Na ja, Sie wissen ja:
Ich hab das Kloster durchkämmt.
Die Madonna ist nicht hier. Das Gelände ist einfach zu groß.
Die Einbrecher könnten sie vergraben haben.
Nichts. - (Lela) Ich fand Wöllers Handy.
Komisch, oder? Ach, nee.
Gar nicht. Herr Wöller war gestern Abend noch hier.
Darauf muss er verzichten. (Aylin) Schwester Hanna?
Ja?
Morgen, Frau Gerber. Ist was passiert?
Benni kam nicht heim. Ich hab alle Freunde angerufen. Keiner weiß was.
Aber er wirkte gestern doch so zuversichtlich.
Wie lief's beim Bürgermeister? Der glaubt dem Bauern.
Der wollte mir gar nicht zuhören.
Und jetzt? Vielleicht ist er bei Jakob. Ich weiß nicht, wo der ist.
Frau Gerber, ich muss jetzt leider nach München.
Aber ich frage Schwester Claudia. Vielleicht weiß sie, wo Jakob ist.
Ich weiß gar nicht, wie ich Ihnen danken soll.
Ich melde mich, ja?
Wunderschönen guten Morgen, Frau Laban.
Machen Sie mir einen Kaffee, bitte. Heute sind Sie aber gut gelaunt.
Ja, ich habe gestern Abend etwas begriffen.
Dass man nett zur Sekretärin sein soll?
Ja, das sowieso. Erwarten Sie nie Dankbarkeit von einer Nonne.
Also Schwester Hanna? Kennen Sie noch eine undankbare?
Kein Kommentar. Der Gemeinderat... Dann buchen Sie mir zwei Tickets.
Auf die Amira Bianca in die Karibik für den zehnten dieses Monats.
Mit Schwester Hanna auf Kreuzfahrt? Ich bitte Sie, Frau Laban.
Für Frau Winter und mich.
Jenny. Sie wollen mit Frau Winter in den Urlaub?
Was trägt man zum Kapitänsdinner? Smoking.
Moment. Ja.
Der Gemeinderat beruft eine Sondersitzung ein. Jetzt.
Warum sagen Sie das nicht? Sie hätten anrufen...
Ich hab's versucht. Sie sind nicht rangegangen.
Das hab ich verloren. Im Golfclub, fragen Sie dort nach, ja?
Und noch eins: Diese Tickets haben absolute Priorität.
Ein Leuchtturmprojekt gibt es nicht gratis.
Aber neunmalkluge Referenten schon. - Ich appelliere an Sie als Ihr...
Morgen, Herr Bürgermeister. Guten Morgen.
Schön, dass du auch mal kommst.
Deinen Referenten zu schicken, wird zur Gewohnheit.
Womit hält mich die Opposition auf? Du willst eine Million mehr.
Kein Wunder. Wenn ich mich nicht ständig hier rechtfertigen müsste,
hätten wir den Kauf des Klosters längst unter Vertrag.
Keine weitere Million, Wolfgang. Gut. Einverstanden.
Kaltenthal wird nicht die schönste und nachhaltigste Gemeinde Europas.
Dabei sind wir so nah dran. Was sage ich? So nah!
Du manipulierst uns alle. Kein Wort mehr von mir.
Verabschieden wir uns von unserem Traum. Wer ist dafür?
Antrag einstimmig angenommen. Welcher Antrag?
Wir verabschieden uns nicht davon und investieren eine Million.
Dem hat niemand zugestimmt. - Doch. Gerade eben.
So nicht, Wolfgang, so nicht.
Wer ist dagegen, für den Klosterkauf noch eine Million zu bewilligen?
Mutter Oberin.
Wie schön, dass Sie wieder da sind. Ich hab später damit gerechnet.
Schwester Hanna hat mich gefahren.
Es tut gut, wieder hier zu sein.
Muten Sie sich aber nicht zu viel zu.
Eine Lungenentzündung ist... - ...kein Spaziergang. Ich weiß.
Ich löse Schwester Felicitas ab.
Soll ich Tee bringen, und Kekse? - Sehr gerne.
Mutter Oberin?
Ich bin sehr, sehr froh, dass Sie wieder da sind.
(leise) Ich auch.
Schwester Felicitas?
Schwester Felicitas. Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit. Amen.
Und? Wie ist es gelaufen?
Ach, gut.
Aber ich verstehe jetzt, warum Sie krank geworden sind.
Man ist ja Tag und Nacht beschäftigt.
Ich danke Ihnen sehr für Ihren Einsatz.
Schwester Hildegard fährt Sie.
Sie müssen Sehnsucht nach Kloster Kaltenthal haben.
Sie müssen sich doch noch schonen. - Ich habe mich genug geschont.
Ich fänd's besser, wenn Weihbischof Landkammer mich entlässt.
Schließlich hat er mich auf den Platz gesetzt.
Schwester Hanna ist auf dem Weg zum Bischofssitz.
Sie wird ihm sicher von meiner Genesung erzählen.
Das war genial. Und dann so eine Blutgrätsche.
Ich gebe nicht auf. Da täuscht sich der Lehmann, wenn er das denkt.
Es gibt nur noch zwei Kabinen Premium Plus.
Danke. Sie müssen sich rasch entscheiden: die oder nur Premium.
Plus. Aber nur reservieren, nicht buchen.
Es gab ein paar unerwartete Wendungen.
Aber das gilt nur 24 Stunden. Alles klar, danke.
Was tun wir jetzt? Finden Sie was,
womit wir Lehmann unter Druck setzen.
Aber der ist so brav und harmlos, was soll ich da...
Ein jeder hat einen dunklen Fleck. Ein jeder.
Schwester Hanna, Exzellenz.
Gelobt sei Jesus Christus.
Ich bin mir im Moment nicht sicher,
ob diese Worte für Sie noch einen Wert haben.
Sie wissen von der Schwangerschaft. Ein Skandal.
Die Situation ist sehr schwierig. Das ist sie nicht.
Sie ist schlicht untragbar.
Eine Katastrophe.
Genau genommen ist ein kleines Kind keine Katastrophe.
Heißen wir Kinder willkommen, egal woher.
Das ist nicht Ihr Ernst. *Sie seufzt.*
Schwester Claudia braucht unseren Beistand.
Sie hätte sofort den Orden verlassen müssen.
Unsere Kirche hat Notleidende nicht auszustoßen, sondern zu umarmen.
Ach, dann können Sie mir sicher auch erklären,
wie notleidend Schwester Hildegard war,
als sie, entgegen meiner strikten Anweisung,
eine Lesereise ihres neuen Krimis abhielt.
Den sie gar nicht hätte schreiben dürfen.
Meine Anweisungen werden allesamt missachtet.
Sie untergraben meine Autorität. Und die der katholischen Kirche.
Nun weiß es das halbe Bistum.
Eine Gläubige hat mir von der Schwangerschaft erzählt.
(stammelt) Das wusste ich nicht. Ich dachte, dass Herr Wöller...
Schwester Claudia muss den Orden verlassen.
Sie muss eine Entscheidung treffen. Das reicht nicht.
Und Ihnen...
Ihnen rate ich, mit ihr den Orden zu verlassen.
Wissen Sie, was?
Ich glaube, es tut unserer Kirche sehr gut,
dass die Frauen endlich aufstehen und nicht mehr das Haupt neigen.
Und was Schwester Claudia angeht:
Das entscheidet die Mutter Oberin und nicht Sie.
Gelobt sei Jesus Christus.
Ronnie. - Ist Schwester Hanna da?
Sie ist unterwegs.
Die sind von einer Müllhalde. Keine illegale.
Sind das die Kanister, wo die Pestizide drin waren?
Ich sprach mit dem Betreiber.
Der bekam von Bauer Wiesheu einen Fuffi fürs Entsorgen.
Ich musste auch zahlen, sonst hätte er nicht geredet.
Das tut mir leid. Wo Sie selber so wenig Geld haben.
Ach was. Sagen Sie es Schwester Hanna.
Ja, das mache ich.
Entschuldigen Sie, dass ich Sie angelogen hab.
Ach, vergeben und vergessen.
Danke.
*Sie seufzt zittrig.*
Hätte ich schweigen sollen?
Der Weihbischof will eine Schwangere verstoßen,
das kann nicht in deinem Sinn sein.
Ist mein Leben als Nonne
jetzt zu Ende?
*Sie schluchzt leise.*
Wie geht es Jens? Besser. Sicher kommt er bald heim.
Gut.
Alles gut? *Hanna seufzt.*
Ich war bei Weihbischof Landkammer. Er weiß von deiner Schwangerschaft.
Was?
Was hat er gesagt? *Sie stößt Luft aus.*
Verständnisvoll war er nicht.
Es tut mir so leid, dass du den ganzen Ärger abbekommst.
Ich hab uns alle in Schwierigkeiten gebracht.
Wir finden einen Weg, wie du mit Kind bei uns bleiben kannst.
Glaubst du, du kannst ihn umstimmen? Na ja.
Als Novizin kannst du nicht bei uns bleiben.
Ich weiß. Wir finden eine Lösung.
Danke.
Ach, Agnes hat vorhin angerufen.
Ronnie hat die Kanister gefunden.
Es gibt wohl einen Zeugen, der den Bauern beim Entsorgen sah.
Wirklich? Ja.
(stammelt) Kennst du einen Jakob Weiß?
Ich erteilte ihm Hausverbot im Jugendzentrum.
Weißt du, wo der wohnt? Zumindest, wo er immer rumhängt.
Felicitas, da bist du ja.
Wie erging es dir als Mutter Oberin?
Also... - Sie hat wenig Schlaf bekommen.
Ja, was Felicitas macht, das macht sie richtig.
Also, Agnes, ich finde es unverantwortlich,
dass die Mutter Oberin wieder arbeiten will.
Ich hatte gerade alles so gut...
...im Blick, weniger im Griff, falls du das sagen wolltest.
Vielleicht kann Hanna noch mal mit der Mutter Oberin reden.
Du wirst hier gebraucht, Felicitas. Ich würde es dabei belassen.
Komm erst mal rein. Ich hab dir einen Kuchen gebacken.
Ich mach mich wieder auf den Weg.
Ja, tschüss. - Das ist so lieb von dir.
Hey.
Benni? - Wer kommt uns da besuchen, Jungs?
Ich will nur mit Benni reden.
Du bist aber nicht willkommen. Nonnen geben Hausverbote.
Und geben bei keiner Seele die Hoffnung auf.
Ich möchte nur mit Benni reden.
Verpiss dich. - Lass mich bitte zu ihm.
Verpiss...
Ich war bei der Bundeswehr, also reiß dich zusammen.
Es war ja nur Spaß. - Gut.
Benni?
Deine Mutter sorgt sich, bitte komm nach Hause.
Schwester Hanna fand Beweise für deine Unschuld.
Also komm.
*Laute Protestrufe* *Handy klingelt.*
Hallo? Hallo, hier ist Hanna.
Agnes, du musst lauter reden.
Hanna, die Claudia hat angerufen.
Der Benni ist auf dem Weg zu seiner Mutter.
Ist gut. Danke, Agnes.
Hallo, Frau Laban. Schwester Hanna.
Vorsicht, er hat ganz schlechte Laune.
Eigentlich darf niemand zu ihm.
Auch nicht, wenn ich sein Handy habe?
Schwester Hanna.
Womit beschuldigen Sie mich heute zu Unrecht?
Tut mir leid, dass ich an Ihnen gezweifelt habe.
Einfach so? Freiwillig?
Ich war bei Weihbischof Landkammer.
Sie sagten ihm nichts von der Schwangerschaft.
Wofür ich sehr dankbar bin.
Ja. Ich hoffe, Sie merken sich das für die Zukunft.
Weil ihr uns die Zukunft klaut!
Ach, hier.
Das haben Sie bei uns verloren.
Das hab ich sehr vermisst. Vielen, vielen Dank.
Tun Sie mir noch einen Gefallen? Der wäre?
Hier für Ruhe zu sorgen.
When do we want it? - Now!
Die jungen Leute tun genau das Richtige.
Sonst begreifen wir nie, was wir der Erde antun.
So wenig wie Herr Wiesheu.
Der Hans ist ein Ökobauer, wie er im Buche steht.
Die Kanister mit den Pestiziden wurden gefunden.
Das beweist nicht, dass es seine waren. Gab es Namensschildchen?
Es gibt einen Zeugen.
Das ist allerdings heftig. Die Politiker handeln nicht!
Die werden es nicht mögen, dass ihr Bürgermeister Umweltsünder deckt.
Das tue ich nicht. Ich bin wütend auf Hans.
Herr Wöller tut zu wenig für die Umwelt!
*Jubel* Herr Wöller, es reicht uns!
Sie verspielen unsere Zukunft.
Am besten, wir nehmen den Hinterausgang. Nach Ihnen.
Hallo, Herr Wiesheu. Grüß Gott.
Servus, Wolfgang. Servus, Hans.
Was gibt's Neues?
Wir fanden die Kanister mit den Pestiziden.
Und einen Zeugen, der die Kanister für Sie entsorgen sollte.
Und ich dachte, ich kann dir vertrauen.
Es ging um meinen Hof, ich hatte keine Wahl.
Aber den Jungen rauszuwerfen und dafür zu sorgen,
dass niemand ihn nimmt, war nicht die feine Art.
Servus.
Benni machte nichts falsch, er folgte nur seinem Gewissen.
Du hättest mit mir reden können, statt mich anzuzeigen.
Hans, es tut mir ja leid. Aber du warst wie ein Vorbild für mich.
Ich wollte ein Landwirt werden wie du.
Ich mache das ja sonst nicht, illegale Pestizide spritzen.
Aber das Wetter letztes Jahr, die Dürre,
die ganzen Schädlinge, ich hab so Angst gekriegt um meinen Hof.
Dann waren noch die Kanister oben auf dem Speicher, von früher.
Ja.
Aber egal.
Ich trage die vollen Konsequenzen, was es auch kostet.
Und... Benni...
Ich würde mich wirklich sehr freuen,
wenn du mir und dem Hof dabei hilfst, das Ganze zu überstehen.
Das machen wir so. - Dann kommt mal.
Zufrieden?
Danke.
Wie war denn das Gespräch mit dem Weihbischof?
*Sie seufzt.* Ich würde sagen,
meine Tage als Ihr Dorn im Fuß
sind gezählt.
Was reden Sie denn da?
Warten wir es ab.
Untertitel im Auftrag der ARD, 2020
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