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*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Friedliche Musik*
In Ewigkeit. Amen. (alle) Amen.
Dass die Mutter Oberin nicht zur Morgenandacht kommt...
Das ist gar nicht ihre Art. - Ich mache mir Sorgen.
Ich werd gleich nach ihr schauen. Ja.
Ronnie. Ronnie!
Und Sina, was ist mit dir?
(stammelnd) Ach, nichts... ich...
Ich raff nicht, dass die Mädels alle abgesagt haben.
Niederlagen gehören zum Leben.
Aber die waren alle so begeistert. Drängen wir uns nicht auf.
Können wir nicht noch mal nachhaken?
Also gut, in Gottes Namen, du gibst ja sonst doch keine Ruhe.
(überrascht) Laura.
Was ist?
Grüß Gott, Schwester. Ich wollte Sie was fragen, wenn ich darf.
Tut mir leid, dass ich einschlief. - Macht nichts.
Felicitas hätte ihre heiligen Sprüche abgelassen,
da wär uns alles vergangen.
Ich geh in den Garten, zum Umgraben. - Ja, gut.
Ich hoffe, Felicitas kommt zurecht als Mutter Oberin.
Ich sorge mich eher um Hildegard.
Felicitas bringt sicher Chaos ins Mutterhaus.
Die Mutter Oberin soll wieder gesund werden,
damit alles wieder so wird, wie es mal war.
Vermisst du Felicitas? - Ja. Obwohl sie mich irre macht.
Und jetzt hast du Angst, dass deine Eltern sich trennen?
Weißt du, Eltern streiten sich manchmal, das kommt vor.
Papa hat Emilie geküsst.
Und wer ist Emilie? Unsere Babysitterin.
Mhm.
Und da bist du ganz sicher?
Ich bin früher von der Schule nach Hause und hab sie gesehen.
Und weiß dein Papa, dass du ihn und Emilie gesehen hast?
Und deine Mama? Sag ich ihr das, wird sie traurig.
Aber sag ich ihr nichts, lüge ich sie an, das will ich auch nicht.
Können Sie meinem Papa sagen, dass er das nicht mehr tun darf?
Mhm. Danke.
Mensch, Wolfgang. Ich hätte doch geholfen.
Was hätte ich denn sagen sollen?
"Heute räumt das Frühstück sich ausnahmsweise nicht selbst auf"?
Du denkst noch, ich sagte Jenny, das Kloster ist nicht zum Verkauf?
Das haben wir doch geklärt. Du hast gesagt: "Ich war's nicht."
Und ich glaub dir, aus. Das Gefühl hab ich nicht.
Gehst du wieder golfen? Ja, mit Jenny.
Ihr unternehmt ziemlich viel in der letzten Zeit.
Ich glaube, ich bin verliebt bis über beide Ohren.
Aha. Geht es Frau Winter genauso? - Das hoffe ich doch sehr.
Geh golfen mit ihr und lass mich allein.
Ist da mehr zwischen Jenny und dir als eine geschäftliche Beziehung?
Quatsch. Und warum der Blick?
Ich muss mich jetzt um einen neuen Investor kümmern. Das ist alles.
War das nicht gerade Laura Bernauer? Kennst du sie?
Die war bei uns im Kindergarten. Ihre kleine Schwester kommt auch.
Dann kennst du auch die Eltern?
Den Vater. Der kümmert sich um Kinder und Haushalt.
Sehr sympathisch. Fand die Babysitterin wohl auch.
Wie? Laura hat sie gesehen. Ihre Mutter weiß nichts davon.
Oje. Und jetzt?
Laura bat mich um Hilfe. Aber im Moment weiß ich nicht, wie.
Hat die Mutter Oberin sich blicken lassen?
Nee, bislang noch nicht. Ich mach ihr mal einen Tee.
*Sie singt.* Wie ein zu schnell verlorener Traum.
*Es klopft.* Oh, oh... Ja?
Oh, oh, oh, oh.
Hab ich die Morgenandacht verpasst? Und das Frühstück. Bitte.
Das ist mir ja noch nie passiert. Geht's Ihnen besser?
Ich hab's gewusst. - Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit. Amen. - Was denn?
Die Absagen fürs Noviziat sind eine Intrige.
Von wem? Susie sagte aus Liebe zu Alex ab.
Ich telefonierte grad mit Silke.
Sie kriegte das EU-Praktikum in Brüssel über Alex' Onkel.
Immer mit der Ruhe, Sina. - Sie wurden in Versuchung geführt.
Das ganze Leben besteht aus Versuchungen.
Und knicken sie bei der ersten Gelegenheit ein,
ist ein Leben im Orden nichts für sie.
Aber richtig ist das trotzdem nicht. Nein. Ich knöpfe ihn mir vor.
Und den Alex bitte auch. Ja.
Herr Wöller müsste jeden Augenblick da sein.
Vielen Dank, Frau Laban. - Gern.
Mir auch einen, Frau Laban. Gerne.
Frau Bernauer. Guten Morgen.
Entschuldigen Sie bitte die Verspätung.
Steht die Planung? Im Prinzip steht alles.
Okay. Die Location wird gerichtet. Heute ist Presse-Pre-Briefing.
Ja. Die Einladungen sind fast alle bestätigt.
Kopfschmerzen machen mir technische Details, aber das kriege ich hin.
Ich wollte Ihnen den überarbeiteten Ablaufplan vorlegen.
Aha. Das komplette Paket ist auch auf dem Server.
Toll, wie immer, Frau Bernauer.
Wie lang ist die Eröffnungsrede?
Die Eröffnungsrede, schwer zu sagen.
20 Minuten, fünf? Kommt drauf an.
Worauf? Mein Bauchgefühl. Ich red aus dem Bauch.
Wie, ohne Skript? Ja.
Wie soll ich das denn planen?
Geht das gut? Das schaffen Sie.
Ich verlass mich auf Sie.
Herr Bürgermeister. Kein Aber.
Hallo. Schwester.
Ist er da? Die Frau Bernauer ist noch drin.
Die? Kaffee?
Gerne.
Ja, wegen des Treffens der Partnerstädte.
Für Ideen zur Klima- und Nachhaltigkeitspolitik.
Das organisiert Frau Bernauer? Ja.
Ja, als Referentin für Marketing und Tourismus.
Schwester Hanna? Mhm.
Was halten Sie von Herrn Wöllers Halbbruder?
Herrn Breitner?
Sympathisch. Und Wöller tut es gut, dass er nicht mehr alleine ist.
Und wenn ich Ihnen sag, Herr Wöllers Halbbruder ist vorbestraft?
Weswegen? Brachte eine reiche Witwe ums Geld.
Was sagt Herr Wöller dazu? Der weiß nichts davon.
Warum nicht? Ich weiß nicht, ob ich es ihm sagen soll.
Wie Sie sagten: Er ist glücklich.
Und Herr Breitner saß die Strafe ab.
Guten Morgen. Guten Morgen.
Ich bin Schwester Hanna... Tut mir leid, ich habe keine Zeit.
Ich habe in zwei Minuten den nächsten Termin.
Tschüss, schönen Tag noch.
Schwester Hanna, ich hab auch keine Zeit!
Sie wissen doch noch gar nicht, was ich zu sagen habe.
Oh, wie freundlich.
Bitte. Danke.
Trotzdem. Hat Ihnen mal jemand gesagt, dass sie aufdringlich sind?
Und hat Ihnen jemand gesagt,
dass man junge Frauen nicht mit großen Versprechungen verführt?
Nein. Sie sind die Erste.
Alex Rauscher kaufte die Frauen,
die sich für ein Leben im Kloster interessierten.
Ich trau ihm ja viel zu, aber so was nicht.
Er tat es auf Ihren Wunsch hin.
Wie soll ich das vollbracht haben?
Mit einem Praktikumsplatz, dem Versprechen auf Liebe und mehr.
Ich kenn die doch gar nicht. Sie fanden alles über sie raus.
Sehen Sie, und da wird das Eis ganz schnell ganz dünn.
"Irgendwie" ist keine Antwort auf "wie". (seufzend) Gut.
Fragen wir Herrn Rauscher. Der ist beschäftigt.
Ich werde das schon noch rausfinden.
Ja, dann viel Glück. Ist sonst noch was,
oder darf ich mich wieder den realen Dingen des Lebens widmen?
Bitte. Wiedersehen. Gott zum Gruße.
Oder so.
Sehen wir uns heute? - Gern, wenn du willst.
Wann hast du denn Zeit? - Wenn ich hier rauskomme.
Bei Herrn Wöller weiß man nie, aber um acht spätestens.
Worauf hast du Lust? - Ich weiß nicht.
Vielleicht ein bisschen spazieren gehen und quatschen?
Klingt gut. Du, ich muss Schluss machen.
Wir reden gleich noch mal. Tschüss.
Ist da jemand verliebt? - Vielleicht.
Ein bisschen.
Dann wäre da noch die Mittagsruhe.
Ja, von zwölf bis drei. Ich habe das Memo gelesen.
Das was? - Den Zettel, den du hingelegt hast.
(deutlich) Mutter Oberin. So viel Zeit muss sein.
Wenn, dann stellvertretende Mutter Oberin.
Aber bei allem Respekt, drei Stunden holt man bis Tagesende nicht auf.
Wer will das denn? - Dein Terminkalender, Feli...
Mutter Oberin. Stellvertretende.
Ich bin nur einem verpflichtet, dem lieben Gott.
Alles andere: "Wenn der Wind darüber geht, so ist sie nimmer da.
Und ihre Stätte kennt sie nicht mehr."
Die Pflicht.
Äh, Altes Testament? - Psalm 103, Vers 16.
Ich kann nicht die Bibel auswendig lernen.
Es ist schlimm genug, dass du sie noch immer nicht auswendig kennst.
(Weihbischof) Omnibus glorificetur deus.
Damit in allem Gott verherrlicht werde.
Weihbischof Landkammer. Hildegard, lass uns bitte allein.
Sie werden sich nach dem Grund meines Besuches fragen.
Es war der Wille des Herrn. - Fürwahr.
Und wir sollten die Zeit,
in der Sie die Ordensleitung innehaben, Mutter Oberin,
im Sinne des Herrn nutzen.
(sehr deutlich) "Des Herrn Furcht
ist der Anfang der Erkenntnis.
Die Ruchlosen verachten Weisheit und Zucht."
Sie sprechen mir aus der Seele.
Höchste Zeit, den Magdalenen-Orden
seiner ursprünglichen Bestimmung zuzuführen.
Sie haben Gott und mich an Ihrer Seite,
Weihbischof Landkammer.
Jeden Psalm, jeden Vers.
Da kommen wir zu nichts mehr, außer in der Bibel zu lesen.
Hildegard, ich möchte Ihren Namen singen.
Ach, Herr Stolpe, Sie haben mir gerade noch gefehlt.
Schauen Sie sich das an.
Wie mir die Inspiration kommt? Das zeige ich Ihnen.
*Stolpe lacht gefällig.*
Was macht sie da? - Das ist ein Kopfstand.
Das sehe ich, aber warum macht diese Frau,
die mir angeblich ähnlich sieht, das?
Um zu zeigen, wie ihr die Ideen kamen.
Ach, ihr? - Entschuldigung. Ihnen natürlich.
Aber die Frau ist doch einfach fantastisch, oder?
Mir wird das unheimlich. Ihre Begeisterung für sie sowieso.
Für mich ist das beglückend: Sie in doppelter Ausführung.
Es reicht. Ich bin ich, es gibt keine doppelte Ausführung.
Aber... - Lassen Sie mich ausreden.
Ich bin dieser Dame, die mich imitiert, sehr dankbar,
aber damit ist jetzt Schluss.
Wie, "damit ist jetzt Schluss"? - Es gibt keine weiteren Auftritte.
Die Lesungen sind alle ausverkauft. - Ja, sagen Sie sie ab.
Das wird aber die Verkaufszahlen stürzen.
So sei es. Jetzt müssen Sie gehen. Weihbischof Landkammer ist hier.
Schwester, was steht zwischen uns? - (mahnend) Herr Stolpe. Hm?
*Tastatur klickt.*
*Sanfte Musik*
*Türklingel*
Hallo, Herr Bernauer. Kennen Sie mich?
Schwester Hanna. Lauras Religionslehrerin. Genau.
Ist etwas mit Laura? Darf ich kurz reinkommen?
Sicher. Ich hab aber noch nicht aufgeräumt.
Ja, kein Problem. *Kind brabbelt.*
Hallo. Nein, du darfst nicht mitspielen.
*Sie lacht.* - Ja?
Ja. Laura war heute Morgen bei uns im Kloster.
Sie sagt, sie macht sich große Sorgen.
Um Sie und Ihre Frau. Sorge? Was denn für 'ne Sorge?
Dass Sie beide sich trennen. Wie kommt sie denn auf den Unsinn?
Danke, dass Sie sich die Mühe gemacht haben...
Laura bat mich, mit Ihnen zu reden, weil sie sich selber nicht traut.
*Er schluckt.* Ich versteh nicht.
(stockend) Sie war irritiert, weil sie gesehen hat, dass Sie...
eine andere Frau geküsst haben.
Sie hat was? Ihre Babysitterin.
*Zischen*
Fuck. Ach Gott.
Dann haben wir Kuchen gebacken und sind Rollschuh gefahren.
Du auch, Oskar? - Sogar schon rückwärts.
Super.
Holt ihr euch einen Kakao? - Mhm.
Guck mal. - Komm, Oskar.
Ich hoffe, es ist dir nicht zu viel.
Gar nicht. Die beiden sind wunderbar.
Ich weiß nicht, was ich ohne dich machen würde.
Musst du doch auch nicht.
Ich bin ja da.
*Telefon klingelt.* Ja?
(Laban) Der Herr Weihbischof für Sie. Danke.
Weihbischof Landkammer, Gott zum Gruße.
Na, gibt es gute Nachrichten aus Rom?
Treten Sie die Nachfolge von Bischof Rossbauer an?
Der Entscheidungsprozess läuft.
Sicher wird Rom Ihre Qualitäten erkennen.
Schön, dass Sie mich in dem Lichte sehen. Aber ich hab zu tun...
Ich mache es kurz: Ich wollte nur mein Bedauern ausdrücken.
Ich weiß ja, wie sehr Sie an Kloster Kaltenthal hängen.
Und jetzt das. Was?
Der Beginn war ja so verheißungsvoll.
Und jetzt ist von diesen jungen Novizinnen in spe keine mehr übrig.
Keine der jungen Damen will Teil des klösterlichen Lebens werden?
Ich dachte, Sie wussten das.
(seufzend) Ich weiß es jetzt.
Sicher teilen Sie mir das nicht aus reiner Nächstenliebe mit.
Ob Sie's glauben oder nicht, aber genau darum.
Herr Wöller. Wie ich erfahren habe,
ist die Rechnung von Bauunternehmer Huber trotz Mahnung noch offen.
Novizinnen hätten den finanziellen Kraftakt sicher gerechtfertigt,
aber unter diesen Umständen...
Ich kümmere mich mit Schwester Felicitas darum.
Ich danke Ihnen, dass Sie mir das... Wieso Schwester Felicitas?
Sie vertritt die Mutter Oberin bis zu deren Genesung im Mutterhaus.
Das ist für Sie ja belanglos.
Verkaufsverhandlungen stehen ja derzeit nicht an.
Meine Tür steht immer offen, ja? (sarkastisch) Ich weiß.
Nachdem Sie meine Unerfahrenheit in Immobilienfragen
und meinen Glauben an das Gute schamlos ausnutzen wollten.
Ich? Herr Wöller.
Das Kloster ist mindestens dreieinhalb bis vier Millionen wert.
Nicht zwei. Wenn es in tadellosem Zustand wäre.
(deutlich) Mindestens drei Millionen, Herr Wöller.
Sollte ich jemals wieder einen Verkauf erwägen.
Auf Wiederhören. Äh...
*Es klopft.*
Nicht jetzt, Frau Laban. Morgen ist es vielleicht zu spät.
*Er seufzt.* Was gibt es denn?
Es geht um Ihren Bruder. Und?
Er ist vorbestraft wegen Betrugs.
Wenn das wieder eine Ihrer Intrigen sein...
Ich spinne doch keine Intrigen gegen Sie.
Man soll Ihnen nur nicht wehtun.
*Er seufzt.* Der Friedhelm... ein Betrüger?
Es tut mir wirklich leid.
Aber ich denke, die Wahrheit ist das Beste.
(seufzend) Das klingt für Sie sicher nach einer Ausrede.
Aber ich bin in das mit Emilie irgendwie reingeschlittert.
Sie babysittet, wenn ich mal kurzfristig was programmieren muss.
Ich fühlte mich irgendwie geschmeichelt.
Sie ist 20, sie ist witzig,
bewundert mich, findet mich toll.
Hört mir zu.
Für Sabina bin ich nur Hausmann und Versager, der nie was geschafft hat.
Und trotzdem, ich...
Ich liebe meine Frau.
Das alles war 'ne Riesendummheit.
Dann sollten sie ihr das sagen.
Ihre Tochter ist in einer schweren Situation, ist Ihnen das klar?
Sie will Sie nicht verraten und ihre Mutter nicht belügen.
Ein schlimmes Dilemma für ein Kind.
Sie müssen das klären.
*Er seufzt.*
Susie. Hi. - Was willst du?
Ich wollte mich entschuldigen, und dann mit dir reden.
Willst du mich überzeugen, Nonne... - Nur reden.
Okay.
Das wegen Alex hab ich gesagt, weil dir nicht wehgetan werden soll.
Fängst du schon wieder damit an? - *Sie seufzt.*
Alex hat alle interessierten Mädels mit Versprechungen weggelockt:
Silke mit einem Praktikum.
Ruth bekam den WG-Platz der katholischen Studenten.
Und dich hat er mit sich selbst weggelockt.
Das sagst du doch nur so. - Nein.
Ich bin vielleicht etwas schrill und rede viel und bin manchmal laut.
Aber ich lüge nicht. - Lass mich allein.
Susie, ich... - Bitte.
Es tut mir leid. *Susie atmet zittrig.*
*Poltern*
Hallo?
Hallo, ist da jemand?
Ach, Ronnie? Was machen Sie denn hier?
(stammelt) Ähm... ich...
Ich suche nur was. - Wieder Kontaktlinsen?
Ja, genau. - Warten Sie, ich helfe Ihnen.
Nee, das ist nicht nötig. - Unsinn, natürlich ist es das.
Wirklich zu blöd, dass die Ihnen immer so aus den Augen rausfallen.
Was... was haben Sie hier unten denn eigentlich gesucht?
Ich hatte plötzlich großen Hunger. - Hunger?
Warum sagen Sie mir nichts?
Sie können gern mit uns mitessen. Das ist in Ordnung. Wirklich.
Sie sind so unfassbar nett zu mir, und ich...
Ja? - Ah, da ist sie ja.
Ach, sehr gut.
Und babysitten?
Auch nicht mehr? - Versteh mich bitte, Emilie.
Ich hab Familie.
Ich bin alt. - Ja. Und du bist ein Arsch.
Emilie... - Lass es!
Hallo, Emilie.
Was hat sie denn?
War sie heute babysitten? - Nein.
Hast du Schluss? - Schön wär's.
Ich hab heute früh dummerweise die Akten der Haustechnik vergessen.
(stockend) Sabina, ich muss mit dir reden.
Wenn der Städtetag vorbei ist. Ich hab vorher keinen Kopf.
Ich hatte heute kein Mittagessen.
Sabina, ich...
Ich hatte was mit Emilie. - Wie bitte?
Ich hatte ein Verhältnis mit ihr.
Das ist ein Scherz.
So ein bescheuertes Klischee, das glaube ich nicht.
Es tut mir wahnsinnig leid.
*Sie seufzt.*
War sie deswegen da?
Ich hab ihr gesagt, es ist aus, auch das Babysitten.
Du hast mir ihr Schluss gemacht?
Du hattest eine Beziehung mit ihr?
Ihr habt miteinander geschlafen?
Und warum erzählst du mir das jetzt?
Wegen Laura.
Wie?
Sag nicht, Laura hat das mitbekommen.
*Sie stöhnt.* (kehlig) Bitte verlass dieses Haus.
Ich... - Mach, dass du wegkommst.
Sabina... - Hau ab!
Ja.
*Er lacht unbeschwert.*
Moin, Moin, schön dich zu sehen.
Hast du meine Annäherung gesehen? Ja.
Ich weiß ja, dass du Golf spielen kannst.
Aber lassen wir die Kirche im Dorf: Wo ist Frau Winter?
Frau Winter hat geschäftliche Termine.
Spielen wir 'ne Runde? Ich bin nicht zum Spielen hier.
Aha.
Ich habe Jenny nichts vom Kloster erzählt, wenn du verstehst.
Du hast mir auch nicht erzählt, dass du vorbestraft bist.
Und wenn ich mir das so überlege, hast du wohl wegen des Klosters
und wegen Jenny mich die ganze Zeit getäuscht.
Du liebst sie. Lenk nicht ab.
Glaub mir, Bruderherz. "Bruderherz".
Ich bin wahrlich nicht stolz auf das, was ich gemacht habe.
Aber mir stand das Wasser bis zum Hals, glaube es mir.
Es traf auch nicht gerade eine arme Frau.
Ich habe die Strafen verbüßt und gelernt.
Nicht allzu viel. Du machst ja immer wieder dieselbe Masche.
Das ist nicht dein Ernst?
Du unterstellst mir, dich gesucht zu haben...
Was soll ich sonst denken? Du lässt dich von mir aushalten,
und wenn du alles hast, mein Geld, Geschäfte, Würde,
setzt du dich mit Frau Winter in den nächsten Flieger.
Das ist doch nicht dein Ernst.
Wenn du das glaubst, ist es besser, ich fahre wieder zurück nach Kiel.
Reisende soll man nicht aufhalten.
Da hast du recht.
Alles deins.
Nicht, dass es noch heißt, ich hätte dich ausgenommen.
*Er seufzt.*
Spatz. - Was machst du da?
Ich pack nur ein paar Sachen. - Warum?
Mama und ich brauchen etwas Abstand, verstehst du?
Darum warst du bei Schwester Hanna. - Darum gehst du jetzt weg?
Nein. Oder ja. Irgendwie schon.
Es ist kompliziert.
Laura, komm noch mal zurück. Laura, ich...
Der Weihbischof hält große Stücke auf Felicitas.
Dabei kann sie nur eins: befehlen und stundenlang beten.
Zumindest nicht das, was eine Mutter Oberin können muss.
Kann ich mir gut vorstellen.
Sie ist auch so schrecklich leicht bei ihrer Eitelkeit zu packen.
Wie diese Jenny Winter sie um den Finger gewickelt hat...
Frau Winter war im Mutterhaus? Wann?
Vor ungefähr einer Woche.
Ich habe alles schlimmer gemacht.
Wenn meine Eltern sich scheiden lassen, bin ich schuld.
Äh, Hildegard, ich ruf dich später zurück, ich muss Schluss machen.
Was ist denn passiert? Ich bin an allem schuld.
Und, schmeckt's? - Mmm, fantastisch.
Wie sehr ich mich danach gesehnt habe!
Fleisch ist was Wunderbares. - Wunderbar.
Ihr könnt hier nicht reinkommen und Zettel verteilen.
Was steht da überhaupt drauf?
*Sie liest die Überschrift laut.*
Ja, das glaube ich.
Und Klimaerwärmung, Regenwaldzerstörung, Wassermangel?
Bitte, geht jetzt.
Ich glaub es nicht, Papa!
Kevin. Betty.
Haben Sie denn eine Vorstellung, was Sie dem Klima mit dem da antun?
Nein.
Echt, Papa... Betty, warte.
Erika, nimmst du die bitte wieder mit?
Danke. - Selber schuld.
(Huber) Welch seltener Gast.
Heute nicht, Hermännchen. *Er stöhnt.*
Ich leide schon genug. Was ist los?
Du bist der Einzige, dem ich noch vertrauen kann.
Alle anderen hintergehen mich. Selbst mein Bruder.
Man denkt nichts Schlimmes, und was kommt?
Keine Sorge, Sie sind ausnahmsweise nicht mein Problem.
Ist Ihnen eine Laus über die Leber gelaufen? Herr Huber?
Solange nicht jede Rechnungsposition
Ihrer Sanierung des Klosterturms überprüft und belegt ist,
wird unser Orden keinen Cent Ihrer astronomischen Forderung zahlen.
Das nimmt mein Anwalt zur Kenntnis. *Sie seufzt.*
Glauben Sie nur nicht, ich merke nicht, was Sie wieder treiben.
Wenn Sie glauben, dass Sie so unser Kloster... Herr Wöller?
Sind Sie fertig? Sie sehen doch, wie ich leide.
Von einer Nonne Barmherzigkeit zu erfahren, ist wohl ein Traum.
Es ist wegen seines Bruders.
Sie wussten Bescheid und haben nichts gesagt.
Nein. Als ich davon erfuhr, sagte ich Frau Laban wohl meine Meinung.
Meiner Mata Hari, nicht mir. Es tut mir ehrlich aufrichtig leid.
Aus tiefstem Herzen, ja?
Ah, Herr Bernauer. Zu Ihnen wollte ich gerade.
Ihre Tochter war vorhin wieder bei mir, völlig aufgelöst.
Ich weiß, aber was soll ich denn tun?
Offenbar mache ich im Moment alles falsch.
Entschuldigung, aber Ihr Selbstmitleid ist unangebracht.
Laura gibt sich die Schuld, dass Sie sich trennen. Quatsch.
Sagten Sie ihr nicht, es hat nichts mit ihr zu tun?
Ich? Das müssen schon Sie tun.
Laura braucht ihre Eltern jetzt dringender denn je.
Schwester Hanna. Herr Breitner.
Was für ein Zufall. Ähm, mein Bruder, da drin?
Ja, der sitzt da am Stammtisch. Mit Herrn Huber.
Hm. Gibt es einen Weg, ins Hotel zu kommen,
ohne durch den Gastraum gehen zu müssen?
Hier um die Ecke. Ich zeig's Ihnen. Das ist nett, danke.
Sie scheinen nicht überrascht. Dann wissen Sie Bescheid?
(gedehnt) Ja. Aha.
Natürlich wird mir niemand glauben,
dass ich die ganze Zeit nur meinen Bruder habe finden wollen.
Sie hätten ihm die Wahrheit sagen sollen.
Ja, das hätte ich wohl machen sollen. Aber ich hatte Angst.
Und jetzt hab ich's vermasselt.
Da hinein. Danke.
*Er stöhnt.*
Leiten Sie mir das gleich weiter? *Es klingelt.*
Ich schaff's nicht mehr ins Büro.
Ich bin mit den Kindern allein, aber ständig erreichbar.
Hallo, Sabina. - Kann ich gleich zurückrufen?
Was willst du? - Ich würd gern mit Laura sprechen.
Laura ist auf ihrem Zimmer. - Darf ich reinkommen?
Muss das jetzt sein? - Sabina, bitte.
Das mit Emilie war eine Dummheit.
Es hatte keine Bedeutung.
Du hast Bedeutung für mich. Und die Kinder.
Aber so wie bisher geht's nicht weiter.
Wir sehen uns kaum noch, reden nicht miteinander.
Gibst du mir jetzt die Schuld? - Nein, das sage ich nicht.
Es war natürlich mein Fehler.
Ich hab mit meinem Chef telefoniert. Ich könnte wieder im Büro anfangen.
Halbe Stelle, flexible Zeiten. Nicht nur ab und an von zu Hause.
Hättest du auch eine halbe Stelle,
kämen wir finanziell über die Runden.
Meinen Job gibt's nicht in halb. - Dann nimmst du dir 'nen anderen.
Nein. Ich liebe meinen Beruf.
Mehr als uns alle. - So ein Quatsch.
Wieso kann ich keine ganze Stelle haben und die Familie lieben?
Männern steht das ja auch schon immer zu.
Darum geht's nicht. - Natürlich.
Hallo, Papa.
Streitet ihr wieder? - Nein, wir diskutieren.
Laura, Spatz, wie fändest du's, wenn Mama mehr zu Hause wär?
Das wäre toll.
Gehst du wieder rauf? - Warum?
Laura, bitte. - (seufzend) Ja, Mama.
Das war echt mies. Laura zu benutzen, um mich zu erpressen.
Noch lauter? Damit sie sich wieder die Schuld gibt?
Du instrumentalisierst unsere Tochter, um mich zu erpressen.
Wiedersehen. - Tschüss.
Hallo.
Ist alles okay? - Sag du's mir.
Was meinst du? - Bist du wegen mir hier?
Oder verlangt der Bürgermeister das? - Wer behauptet denn so was?
Sag mir die Wahrheit, das bist du mir schuldig.
Einfach die Wahrheit.
Alles klar. Lass mich. - Susie, bitte.
Hör bitte zu. - Wozu, um weitere Lügen zu hören?
Ich hab dich echt gerngehabt.
Susie, bitte, ich...
Ich geb zu, ich hab dich angelogen.
Ich sprach dich an, weil mein Chef das wollte.
Aber dann... der Abend, dieser Tag im "Ochsen".
Das war nicht gespielt. Das war echt. Dass ich jetzt hier bin, auch.
Ich mag dich wirklich.
Bitte sag nicht, dass ich es vermasselt hab.
Ich glaube dir nicht mehr. Bitte geh.
Susie, ich... - Bitte!
*Tür schließt.*
*Vögel zwitschern.*
(Sabina) Ja, schade, aber da kann man nichts machen.
Du kennst nicht zufällig jemanden? Nicht?
Okay. - Mama!
Trotzdem Danke. Ich komm gleich.
Alles okay, Mama? - Julia kann auch nicht babysitten.
Heute ist die Großveranstaltung im Rathaus und ich müsste längst los.
Fällt dir jemand ein, mein Schatz? - Eigentlich nicht.
Du kannst ja Schwester Hanna fragen. - Schwester Hanna? Na ja.
Fragen kann man ja mal.
Okay.
Guten Morgen. Nicht so laut, Frau Laban.
Etwas gegen Kopfschmerzen? Kaffee und Wurstsemmel?
Genau in der Reihenfolge.
Zu tief ins Glas geguckt gestern?
Sie sind der Grund.
Weil ich Ihnen die Wahrheit gesagt habe? Nicht so laut, bitte.
Ist Frau Bernauer schon da? Noch nicht.
Was? Dann rufen Sie sie an. Und fragen, wo sie bleibt.
Und ich mach mir Gedanken um seine zarte Seele...
*Sie seufzt.*
Schwester Hanna, meine Lebensretterin.
Schön, dass Sie da sind. Kommen Sie rein.
*Handy klingelt.* Oh, Frau Laban.
Ich habe leider nicht viel Zeit.
Also, was müssen Sie wissen? Mira ist vorhin grad eingeschlafen.
Aufgeräumt ist nicht, aber im Kühlschrank...
Ich kann nicht lange. Ich muss nach München.
Nehmen Sie doch Mira einfach mit. Der Kindersitz ist in der Garage.
Konnten Sie mit Ihrem Mann reden? Ja, und das war gar keine gute Idee.
Mein Mann stellt die Situation so hin, danke,
als ob ich schuld wäre, dass er mir fremdging.
Weil ich so viel arbeite, blieb ihm quasi nichts anderes übrig.
Aber Frau Bernauer, hier geht es nicht um Schuld.
Wissen Sie...
Meinen Sie, ich mag es, 60 Stunden die Woche im Büro zu sein
und die Kinder nur abends zu sehen?
Wir haben das damals so entschieden, gemeinsam.
Lieblingstier. Ganz wichtig.
Aber Entscheidungen kann man überdenken.
Es gibt andere Arbeitszeitmodelle. Für mich nicht.
Herr Wöller hat klar gesagt, er sucht einen Ansprechpartner,
der entweder 150-prozentig da ist
oder gar nicht.
Er macht gern markige Sprüche, aber man kann mit ihm reden.
*Handy klingelt.*
Frau Laban. Die will wohl wissen, wo ich bin.
(seufzend) Es tut mir total leid, aber ich hab gar keine Zeit.
Laura, hast du die Zähne geputzt?
Beeil dich. Du kommst zu spät zur Schule.
Also, Mira liegt oben, im Zimmer rechts.
Vielen, vielen Dank, ja? Und tschüss.
*Sie stöhnt leise.*
"Wer heute von Stadtluft spricht,
meint vermutlich Feinstaub und CO2-Emmissionen.
Aber die wenigsten wissen, was ursprünglich damit gemeint war.
Das stammt nämlich aus dem Mittelalter.
Wir als..." Ich sagte doch, ich will nicht gestört werden.
Wolfi? Der Jonas möchte dir nur ganz schnell was zeigen.
Aber ich halte gleich die wohl wichtigste Rede meines Lebens.
Jonas, jetzt mach schon.
Tut mir leid, ich hab mir nichts dabei gedacht.
Hermännchen, die Uhr tickt, ja? Hier!
Diese Madonnenfigur
hat er bei der Renovierung des Klosterturms entdeckt
und mitgenommen.
Ich dachte, sie gehört keinem. Sie lag unter Steinen.
Da hab ich sie mitgenommen.
Wieso kommst du erst jetzt damit? Meine Mutter fand die Figur.
Ich soll sie zurückbringen.
Er hat Angst vor den Nonnen. Kümmerst du dich drum?
Also, mein Gott, das hast du goldrichtig gemacht. Vielen Dank.
Um den Rest kümmere ich mich schon. Also... ich dachte...
Vielleicht... Was?
Finderlohn?
Kannst du das machen? Ich?
Ich hab ja meine Rede hier.
Immer wenn's ums Geld geht, hast du keine Zeit.
Bist du etwa ein Erbsenzähler? *Er grummelt.*
Ist das alles?
Bisschen was drauflegen. Hier. Jetzt ist's aber genug.
Mein Gott. Und?
Was sagst du? Ist die wertvoll?
Eine Madonnenfigur, verschüttet unter jahrhundertealten Steinen.
Unterm Kloster. Ja.
Also, wenn die nichts wert ist, fall ich vom Glauben ab.
Das ist mal 'ne gute Neuigkeit. Das kannst du laut sagen.
Hallo. Hallo.
Ich muss dringend zu Felicitas. Ich versuch's.
Aber sie will nicht gestört werden.
Wen hast du denn da? Das ist Mira. Betet Felicitas denn?
Nein, sie schaut Serien auf ihrem Laptop und denkt, ich merke nichts.
Du weißt, Felicitas ist suchtgefährdet.
Ja. Aber so schadet sie dem Orden am wenigsten.
Ich muss da Prioritäten setzen, Hanna.
Äh... - (Felicitas) Ich hab doch gesagt...
Entschuldigen Sie die Störung, Mutter Oberin.
Schwester Hanna will dich sprechen. - Wenn es sein muss.
Passt du kurz auf Mira auf? Ja, klar.
Hallo, du süßer, kleiner Engel.
Felicitas.
(erfreut) Hanna.
Gelobt sei Jesus Christus. In Ewigkeit. Amen.
Danke. Und, wie geht's dir so als Interims-Mutter-Oberin?
*Felicitas stöhnt.*
Es ist schrecklich viel Arbeit.
Ich weiß manchmal nicht, wo mir der Kopf steht.
Deshalb habe ich leider nicht viel Zeit für dich.
Dann will ich gleich zur Sache kommen.
Hast du Jenny Winter erzählt,
dass der Weihbischof nicht mehr verkaufen will?
Ja. Aber warum?
Sie kann uns gefährlicher werden als Herr Wöller.
Menschen ändern sich, Hanna.
Sieh mich an. Ich bin jetzt Mutter Oberin.
Stellvertretende. Was hat das damit zu tun?
Frau Winter war mir gegenüber eine sehr angenehme Person,
die mich mit sehr viel Hochachtung behandelt hat.
Was man nicht von vielen sagen kann.
Aber sprich doch die Dinge, die unser Kloster angehen, mit mir ab.
Das ist nicht nötig, Hanna. Erstens bin ich jetzt die Mutter Oberin.
Und zweitens, wenn es etwas zu besprechen gibt,
dann mach ich das mit Weihbischof Landkammer.
Wie du meinst, Felicitas. Mutter Oberin.
So viel Zeit muss sein.
*Hanna seufzt.*
Gut, dann will ich dich nicht länger stören, Mutter Oberin.
*Hanna schnaubt.*
Hm. Oh.
(Alex) So, das sollte reichen.
Gut. Jetzt zeigen Sie die Fotos sofort unserem Landeskonservator.
Er soll eine Einschätzung abgeben. Ist gut.
Sagen Sie nicht, wie wir da rangekommen sind.
Okay. Wenn Sie die Figur rausschaffen,
dann so, dass die Mata Hari im Vorzimmer das nicht mitbekommt.
Okay.
Alex? Ist alles in Ordnung?
Ist die Welt untergegangen, ohne dass ich es gemerkt hab?
So ähnlich.
Susie hat Schluss gemacht. Die aus der Buchhandlung?
Will sie doch Novizin werden?
Nein. Wo ist das Problem?
Ich bin in sie verliebt. - *Wöller seufzt.*
So richtig?
Volles Programm.
Sie weiß, dass ich ihr was vorgemacht hab.
Anfangs. Auf Ihren Wunsch hin.
Bitte lassen Sie mich raus. Aber ist doch so.
Es ist erst zu Ende, wenn die fette Dame gesungen hat.
Aber Susie ist nicht fett. Ich will damit sagen:
In der Liebe gibt es Rückschläge.
Da heißt es aufstehen, Krone zurechtrücken und weiterkämpfen.
Herr Breitner. Schwester Hanna.
Gut, dass ich Sie erwische. Was gibt's? Ich reise ab.
Ich bitte Sie, das nicht zu tun.
Ich glaub, ich kann was aufklären zwischen Ihnen und Ihrem Bruder.
Aufklären? Ja, es geht um Jenny Winter.
Ich muss fix Windeln wechseln. Warten Sie?
Mein Bus fährt eh erst nachmittags. Gehen wir rein.
Ja. Ja... Komm, Mira.
Eine Stadt bot im Mittelalter ihren Bewohnern Schutz.
Sie bedeutete auch Fortschritt und Freiheit
für die damals stark geprägte Herrschaftsstruktur.
Und die Stadt bot damals wie heute eine Mobilität und Dynamik, die...
Eine Gesellschaft, die sich den Anforderungen...
ich meine, der Moderne stehlen... ich meine natürlich stellen wird.
Und die sie auch dringend braucht, wir alle sind ja Stadt.
Also lassen Sie uns für diese Stadt, für uns arbeiten.
Frau Bernauer. - Alles gut. Mir war nur schwindlig.
Was ist mit dir? - Alles in Ordnung, Schatz.
Ich brauchte nur 'ne Pause. Keine Sorge.
Kann ich dein Handy haben?
Bleiben Sie erst mal sitzen und atmen und trinken, ja?
Und nehmen Sie meine Jacke, Sie frieren ja. Alex.
Geht's wieder? Ja. Ja, alles gut.
Und wo ist die Mama jetzt?
Okay. Du, ich komm sofort, ja? Tschüss.
Entschuldigung, ich hab Ihr Telefonat verfolgt.
Schwester Hanna wickelt ihre Tochter gerade.
Da ist sie schon. Sehen Sie?
Meine Frau hat Ihnen unsere Tochter aufgedrückt?
Es war eine Notsituation. Deshalb ist sie zusammengebrochen.
Was? Irgendwas mit dem Kreislauf.
Ich fahr zum Rathaus und nehme Mira mit.
Gut. Wir kommen nach. Ich bringe den Kinderwagen, gehen Sie nur.
Vielen Dank. Es geht schon wieder.
*Sven seufzt.* Mann.
Was machst du nur? - Was machst du hier?
Ich hab Papa angerufen, Mama.
Das hast du richtig gemacht, mein Schatz.
Du musst besser auf dich aufpassen.
Holst du mir noch ein Wasser?
Ich muss besser auf mich aufpassen? Wegen wem bin ich denn da umgekippt?
Ich weiß, dass vor allem ich schuld bin an der Situation.
Aber lass mich dir helfen. Du arbeitest zu viel.
Unsinn. Ich hab einfach zu wenig getrunken.
Du verlangst zu viel von dir, willst perfekt sein.
Was soll daran falsch sein?
Dass es dir nicht gut geht dabei.
Und ob du es glaubst oder nicht, mir ist das wichtig.
Weil...
ich dich liebe.
Sehr sogar.
Mach dir doch nicht so viel Stress.
*Sie seufzt.*
(Lehmann) Und unser Leuchtturmprojekt?
Ach, auf einmal ist es unser Leuchtturm?
Du schwingst große Reden, aber ich höre, du kriegst das Kloster nicht.
Okay, wo ein Wöller, da ein Weg. Den Spruch kenne ich.
Wir blamieren uns bis auf die Knochen, wenn du's verbockst.
Wenn hier einer alles verbockt, bist du das mit deiner Opposition.
Na. Ja.
Herr Wöller?
Sie sind sich für nichts zu schade, um mir das Leben zu erschweren, ja?
Ich will ein Missverständnis aufklären. Ah ja?
Hat mein Bruder jetzt Sie um den Finger gewickelt?
Dass das Kloster nicht zum Verkauf steht,
weiß Frau Winter von Felicitas.
Was? Mhm.
Ich habe dich nicht verraten. Das würde ich nie tun.
Frau Winter wollte zur Oberin, die ist krank. Felicitas vertritt sie.
Ich meine, davon hab ich gehört, aber...
Wollen Sie Ihrem Bruder was sagen? Ich wüsste nicht, was.
Er ist immer noch vorbestraft, was er mir gegenüber verschwiegen hat.
Nach wie vor. Ich habe dir erklärt, warum.
Es... tut mir leid.
Ich nehme deine Entschuldigung an.
Jetzt sind Sie mir was schuldig. Nein, Sie mir.
Ab jetzt muss ich ihn ja weiter ertragen.
Ja, also...
Wenn er verlegen ist, dann grummelt er wie unser Vater.
Mhm. Danke.
Herr Wöller? Ich möchte nicht stören. Bitte.
Lieber das, als dass Sie mir noch mal einen Schrecken einjagen.
Geht's Ihnen besser? Schon.
Aber es hat gezeigt, ich kann so nicht mehr.
Ich will mehr bei meiner Familie sein
und nicht mehr so viel arbeiten.
Sie wissen ja, wie ich zu diesem Thema stehe.
Aber was interessiert mich mein Geschwätz von gestern?
Sie kommen morgen in mein Büro.
Dann klären wir das Ganze. Okay? Danke, Herr Wöller.
So. Sind wir jetzt quitt?
Fürs Erste vielleicht.
Aber ich weiß, dass Sie etwas im Schilde führen.
Das weiß ich ja noch gar nicht. Herr Wöller, was immer es ist.
Ich werde es zu verhindern wissen.
Das werden wir ja sehen. Ja. Das werden wir.
Untertitel im Auftrag der ARD, 2020
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