All language subtitles for Um Himmels Willen - S19E07 - Loslassen.deu

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Original subtitles

Um Himmels willen: Loslassen

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

*Heitere Musik*

*Motorbrummen*

Gelobt sei Jesus... Wo sind denn alle?

Felicitas ist in der Kapelle, Claudia übergibt sich

und Agnes umarmt ihren Baum.

Sie sorgt sich wegen der Landkammer. - Wieso?

Er war nicht glücklich über unsere Veranstaltung.

Sogar die Mutter Oberin fragt sich,

welche Konsequenzen das für uns haben könnte.

Wenn ihr mir alle mal zuhören würdet,

müsste hier niemand mehr Angst haben.

Kommt mal bitte her.

Wir bekommen nämlich so viele Anfragen von jungen Frauen,

die wissen wollen, wie das Leben als Nonne so ist.

Die wirken echt interessiert.

Aber ob die wirklich Nonne werden? - Das ist ja erst der Anfang.

Bin ich die Einzige, die positiv in die Zukunft guckt?

Sina, du weißt inzwischen, wie es ist,

ein Leben im Kloster zu leben.

Von denen werden nicht viele übrig bleiben.

Allein das Interesse von so vielen jungen Frauen könnte uns helfen.

Wo ist sie denn jetzt wieder hin?

Hi, ich bin Sina, und du? - Hi, äh, Barbara, ich...

Willkommen im Kloster Kaltenthal.

Du hast ja Piercings und Tattoos.

Kein Problem. Du kannst trotzdem Nonne werden.

Nein, ich... - Schön, dass du Schwarz trägst.

Aber du musst nachher so was tragen, einen Habit.

Barbara? Ach, Hanna. Gott sei Dank.

Sina, Barbara ist Modedesignerin und hat einen Freund.

Sie will keine Nonne werden.

Ciao. - Ciao.

Alles in Ordnung? (verneinend) Mh-mh.

Hanna, ich bin so... Ich bin so verzweifelt.

Bei mir steht grad echt alles so auf der Kippe.

Ich weiß nicht, was ich machen soll. Ich brauche deine Hilfe.

Was ist denn los? Cornelia, Rubens Mutter, ist los.

*Nachdenkliche Musik*

Frau Laban, stehen Sie nicht da wie eine Sprungfeder.

Machen Sie Kaffee.

(Frauenstimme) "Für einen Liter Wasser sollte man

60 Gramm Kaffee verwenden."

Ich war das nicht.

Es sind noch Modifizierungen nötig.

Aber das ist die Zukunft. Klara ersetzt einen Mitarbeiter.

Kann das Ding auch Kaffee kochen? D... D... Das nicht.

Aber, ich meine... Glück gehabt, Frau Laban, ne?

Mein Büro ist schon ein UFO.

Ja. Reicht das nicht?

Wo ist mein Kaffee? Der Weihbischof will Sie sprechen.

Wann? Wenn es geht, sofort.

*Muntere Musik*

Oh, Entschuldigung.

Moin moin. - Morgen.

War das Bürgermeister Wöller? - Ja.

Um was geht es denn?

Ich bin Friedhelm Breitner.

Machen Sie mir bitte einen Termin mit ihm.

Ich logiere im Ochsen. Ich bin sein Bruder.

(leise) Hä?

Vor einer Woche habe ich das Angebot bekommen,

für einen Berliner Designer zu arbeiten.

Was? Ja.

Das ist meine Chance. Gratuliere.

Danke.

Ruben freut sich und will mitkommen. Ja.

Als Anwalt findet er schnell eine neue Stelle.

Aber er kann Cornelia nicht sagen, dass wir wegziehen.

Ich habe die Stelle schon zugesagt.

Wenn der nicht mitkommt...

Ich habe einfach so Angst um unsere Beziehung.

Rubens Mutter kann ihn nicht loslassen?

Rubens Eltern bekamen ihn spät. Er ist Einzelkind.

Seit Rubens Vater tot ist, ist Cornelia auf ihn fixiert.

Das ist auch der Grund, warum sie nichts von mir hält.

Du bist eine wunderbare junge Frau. Du hast Ziele.

Ihr beide liebt euch. Das ist ihr egal.

Meinen Traumjob Modedesignerin findet sie völlig lächerlich.

Was?

Für sie bin ich eine untalentierte Schneiderin,

die in ihrer Boutique gut aufgehoben ist.

Die nimmt dich nicht ernst? Weil ich eine Bedrohung bin.

Ich ziehe Rubens Aufmerksamkeit ab. Aber ich habe nichts gegen sie.

Was sagt denn Ruben dazu? Bei dem Thema blockt er total.

Er sagt, ich bilde mir das nur ein.

Es sei überhaupt nicht so schlimm.

Für mich hört sich das anders an.

Vor zwei Tagen zog er bei ihr ein.

Was? Ja, weil sie jetzt immer öfter Schwächeanfälle hat.

Die macht richtig Ernst, um uns auseinanderzubringen.

Ich kenne dich so lange. Du bist keine Bedrohung für sie.

Weißt du, was?

Ich fahre mal bei ihr vorbei. Ich versuche, mit ihr zu reden, hm?

Ich habe gehofft, dass du das sagst.

Vielleicht hilft es ja, wenn jemand wie du mit ihr spricht.

Ja, ja.

Hanna, Telefon! Hildegard. Es ist dringend.

*Muntere Musik*

Hildegard, was gibt's? Ich bin auf dem Sprung.

Schlechte Nachrichten. Sibelius hat mich angerufen.

Weihbischof Landkammer bat um einen Termin mit Herrn Wöller.

Sie treffen sich in Kürze.

Da geht's sicher um uns. Ich sage der Mutter Oberin Bescheid.

Und ich versuche, den Herrn Wöller aufzuhalten.

Wir müssen mit dem Schlimmsten rechnen.

Wir fahren nach Kaltenthal,

und wir besprechen vor Ort...

Mutter Oberin!

Was ist los? - Mir ist nur ein bisschen...

Setzen Sie sich. Sie sind ganz blass.

...ein bisschen schummrig.

So, ich hole Agnes' Kräuterschnaps. Der hilft gegen alles.

*Klopfen* (Laban) Guten Morgen, Herr Meier.

Frau Laban, was gibt's denn so Wichtiges?

Tja, wenn ich das so genau wüsste.

Es war vorhin ein Mann hier, ein Herr Breitner.

Er behauptete, Herrn Wöllers Bruder zu sein.

Was sagt Herr Wöller dazu? - Der weiß noch nichts davon.

Aber Sie glauben, da stimmt was nicht?

Es ist nur so ein Gefühl. Man hört immer von dem Enkeltrick.

Ich dachte Bruder.

Na ja, das meine ich nur im übertragenen Sinn.

Also, vielleicht könnten Sie...

Ein Mann mit Ihrer Erfahrung.

Gott zum Gruße. (Sibelius) Herr Wöller.

Das ging schnell.

Der Weihbischof ruft, und Wöller eilt.

Nehmen Sie doch bitte Platz. Ginge das nicht etwas schneller?

Wo wir gerade so schön in Schwung sind?

Ich sage Bescheid.

Ach ja.

Ich meine, es war der Weihbischof, der es so eilig hatte, ne? Ja.

*Dynamische Musik*

Gott, lass mich rechtzeitig im Ordinariat ankommen.

*Reifen quietschen.*

Grüß Gott, Grüß Gott.

*Unverständlich* Grüß Gott.

Guten Tag.

Äh, Herr Wöller? Ja?

Kann ich helfen? Nee, nee.

Ich vertrete mir nur die Beine, schaue mir die Räumlichkeiten an.

Weihbischof Landkammer ist... Ja, das habe ich vers...

Sibelius, diese Notizen hier sind verwirrend.

Herr Wöller, Sie sind bereits hier? Ja.

Schon seit geraumer Zeit, Exzellenz.

Ich dachte, Sie wollten nicht gestört werden,

während Sie die Bilanzen des Magdalenen-Ordens durchgehen.

Ich erinnere mich nicht, etwas Derartiges gesagt zu haben.

Herr Wöller. Ja, danke, Exzellenz.

Hallo, Sibelius. Sie sind zu spät, Schwester Hanna.

Das hier ist der Geschäftsbericht des Magdalenen-Ordens.

Und nach Studium der Unterlagen bin ich zu dem Entschluss gekommen,

dass eine weitere finanzielle Zuwendung

der Ordensgemeinschaft guttun würde.

Sie haben Interesse am Kloster gezeigt.

Daran hat sich nichts geändert.

An welche Kaufsumme fürs Kloster haben Sie gedacht?

*Verschmitzte Musik*

Das würde Ihnen der Weihbischof nie verzeihen,

und mir auch nicht.

Und er darf nicht erfahren,

dass ich Schwester Hildegard angerufen habe.

Er hat bereits einen Verdacht.

Danke.

Ich melde mich später bei Ihnen, Exzellenz.

Schwester Hanna. Herr Wöller?

Darf ich fragen, was Sie hier tun? Äh...

Ich habe gehofft, kurzfristig einen Termin zu bekommen,

um noch mal über das Konzert in unserem Kloster

mit Ihnen zu reden.

Da wünsche ich Ihnen Glück dafür, Schwester Hanna.

Exzellenz, habe die Ehre.

Herr Wöller. Ja.

Und was das Konzert betrifft, Schwester Hanna...

Ja? Ich denke, dazu ist alles gesagt.

Ja. Und jetzt habe ich zu tun.

Es tut mir leid...

Gelobt sei Jesus Christus und... Huch.

...danke.

(hallend) Herr Wöller?

Das ging aber fix, Schwester Hanna.

Was hatten Sie beide zu besprechen? Die Wahrheit?

Spätestens jetzt weiß ich, Sie lügen.

Falsche Vermutung. Ich war zur Beichte.

Herr Wöller, warum wollen Sie schon wieder unser Kloster kaufen?

Wer sagt, ich will das? Mein gesunder Menschenverstand.

Ja, dann fragen sie doch den, wie es weitergeht.

Guten Morgen. - (Meier) Erika.

Bei euch soll sich ein Herr Breitner ein Zimmer gemietet haben.

Ja, der sitzt dahinten am Tisch.

Herr Breitner? Mein Name ist Anton Meier.

Tag. - Darf ich?

Natürlich. Was kann ich für Sie tun?

Ähm ... ich wusste nicht, dass Herr Wöller einen Bruder hat.

Halbbruder.

Äh, hat Herr Wöller Sie in Marsch gesetzt?

Nein, Frau Laban, seine Mitarbeiterin,

hat mich geschickt.

Sie glaubt, ich bin ein Betrüger?

Es ist einfach überraschend, wenn plötzlich ein Bruder auftaucht.

Halbbruder.

Meine Mutter hat mir nie erzählt, wer mein leiblicher Vater ist.

Mittlerweile weiß ich aber, dass er Ferdinand Wöller heißt.

Hieß, er lebt ja nicht mehr.

Und Ferdinand ist Herr Wöllers Vater, behaupten Sie?

So. Und nun erzählen Sie mir mal etwas über meinen Halbbruder,

diesen Herrn Wöller.

Eine Hand wäscht die andere, nicht wahr?

Herr Wöller ist eine Mischung aus Napoleon und Don Quijote,

und seine Windmühlen sind ein Kloster.

*Türklingel*

(Frau) Ah. Frau Schuler?

Ja. Ich bin Schwester Hanna...

Ich weiß, wer Sie sind. Sie haben einen gewissen Ruf.

Kommen Sie herein. Sie brauchen sicher Geld.

Gegen eine Spende für die Bedürftigen

habe ich nichts einzuwenden.

Ja. Aber eigentlich bin ich aus einem anderen Grunde hier.

Ja? Na gut, aber hier, bitte. Oh.

Das ist wirklich großzügig.

Wollen Sie das Geld oder nicht?

Ich muss wieder in die Küche. Mein Sohn kommt zum Essen.

Ich bin wegen Barbara hier, der Freundin Ihres Sohnes.

Ha.

Das wird sie nicht mehr lange sein.

Wenn mein Sohn endlich merkt, dass diese Frau ihn nur manipuliert.

Aber... Diese Frau liebt meinen Sohn nicht.

Er hat sich verändert, seit er mit ihr zusammen ist.

Ich erkenne meinen Ruben kaum noch.

Also, ich kenne Barbara schon sehr lange,

und sie ist alles andere als manipulativ.

Sie liebt Ruben.

Mit Sicherheit genauso sehr, wie Sie Ihren Sohn lieben.

Wollen Sie sagen, dass ich mir das alles nur einbilde?

Das ist eine Unverschämtheit.

Wir kennen uns nicht.

Sie wissen nicht, was Ruben für mich bedeutet.

Ich wollte nie...

Dann lassen Sie uns das Gespräch auf der Stelle beenden.

0Ich muss, wie gesagt, kochen.

Sie sind Pianistin?

War ich mal, aber das lange Sitzen macht mir Hüftprobleme.

Bitte schön. Ja.

Ähm, unsere Schwester Agnes hat eine Wundersalbe.

Ich bringe Ihnen die vorbei, wenn ich darf.

Gut.

Wenn Sie versprechen, dass Sie den Namen dieser Person

nie wieder erwähnen, warum nicht?

Bitte.

Rufen Sie Rechtsanwalt Mertens an. Ich will ihn sehen.

Und sagen Sie Notar Gübel Bescheid.

Ich brauche ihn auf Stand-by, für alle Fälle.

Hanna. Agnes.

Seit wann ist die Mutter Oberin da? Gerade angekommen.

Mutter Oberin, gelobt sei Jesus Christus.

In Ewigkeit, Amen.

Konnten Sie mit Herrn Wöller und Weihbischof Landkammer sprechen?

Nicht wirklich, aber es besteht kein Zweifel,

dass der Weihbischof das Kloster verkaufen will.

Er ist sauer wegen des Konzerts.

(Felicitas) "Ein Mann Gottes sollte nicht auf der Basis

niederer Motive wie Rache oder Ärger handeln."

Was den Weihbischof nicht davon abhält, das zu tun.

Könnten Sie mit ihm reden? Auf jeden Fall.

Aber er raubt einem jede Kraft und nimmt einem alle Zuversicht.

In seiner Nähe verliert man den Glauben.

Sie sehen müde aus. Ich bin auch müde.

Begleiten Sie mich in den Wald, Mutter Oberin, zu meinem Baum.

Zu deinem Baum?

Ja, das ist ein ganz besonderer Baum.

Ich komme gerne mit. - Wirklich?

*Klopfen*

(Laban) Herr Meier. - Frau Laban.

Ist er da? - Ja.

Haben Sie mit Breitner gesprochen? - Ja.

Also, dann auf in die Höhle des Löwen.

Ja, ich erwarte meinen Anwalt, nicht die Polizei.

Wachtmeister Meier hat Ihnen eine wichtige Mitteilung zu machen.

Ah ja? Wieso ich? Das können doch auch Sie.

Sie haben die neuen Informationen. Ja, was jetzt?

Einigen Sie sich draußen und sagen Sie mir Bescheid.

Sie... Ja?

...haben einen Bruder, Herr Wöller.

Einen Halbbruder, um genau zu sein. Also, eventuell.

Und die Erde ist eine Scheibe. Er heißt Friedhelm Breitner.

Verhaften Sie den Mann. Von mir haben Sie grünes Licht.

Versuchen Sie es erst mit Reden.

Ich soll meine Lebenszeit mit Gaunern verbringen?

Da rufe ich lieber Schwester Hanna an.

Und das will was heißen.

Man sollte in solchen Fällen immer vorsichtig sein.

Aber ich habe seine Angaben überprüft.

Name, Wohnadresse,... Das scheint alles in Ordnung zu sein.

Wie kommt der Mann auf diese Idee? War der betrunken?

Er sagt, dass Ihr Vater... Es ist natürlich nichts bewiesen.

Ja, was jetzt? *Meier räuspert sich.*

Dass Ihr Vater mit seiner Mutter... Was?

...mit der Mutter von Herrn Breitner, dass die...

eine Affäre hatten.

In Kiel.

Wenn es einen Beweis gebraucht hat, dass dieser Kerl ein Gauner ist,

dann hat er den frei Haus geliefert.

Ein Wöller hat keine Affären.

Wenn Anwalt Mertens anruft, sagen Sie ihm einen Gruß.

Ich bin im "Ochsen". Äh, Herr Wöller...

Ich halte das für eine gute Idee. Sie?

Das ist das erste Mal. Sie haben eine Pause verdient.

Sie sagen es überdeutlich.

Was, wenn Herr Wöller dort auf Herrn Breitner trifft?

Ich sitze nur in meinem Büro.

Entschuldige, ich bin wieder da. Ja, ich war bei ihr.

Und? Weißt du...

Irgendwie hatte ich den Eindruck,

dass du nicht der Grund bist, warum sie so klammert.

Ich habe bei ihr im Wohnzimmer einen Konzertflügel gesehen.

Weißt du da mehr?

Ja, Cornelia war mal eine relativ erfolgreiche Pianistin.

Als Rubens Vater noch lebte, kamen immer viele Leute zu denen.

Die Sommerfeste waren das große Ereignis.

Sogar Herr Wöller ging dahin. Ach nee.

Seit die alleine ist, ist Schluss. Sie dachte, keiner will ihr zuhören.

Sie hat große Angst vor Einsamkeit.

Ruben ist der Einzige, der ihr zuhört.

Das kann er ja. Ich verbiete ihm nicht den Kontakt.

Also, weißt du, was?

Ich habe jetzt noch was vor,

aber nachher fahre ich sowieso noch mal zu ihr.

Ich muss ihr eine Salbe für ihre Hüfte bringen.

Nee. Dann versuche ich es noch mal.

Hanna, das bringt nichts.

Ich rede Tacheles mit den beiden. Ich hab viel zu lang damit gewartet.

Kevin. Entschuldigung für die Verspätung.

Bist du bereit? Ich gebe mein Bestes.

Da ist er. - Er scheint alt zu sein.

Ja, Sie spüren seine Kraft sofort, wenn Sie ihn umarmen.

Gehen wir zurück. Der Spaziergang hat mir gutgetan.

Versuchen Sie es, Mutter Oberin. Vertrauen Sie mir.

Ich verrate es auch niemandem. Ich schwöre es.

Bei der heiligen Maria, Mutter Gottes.

Nur Mut.

*Oberin seufzt.* Spüren Sie schon was?

*Verträumte Musik*

(Agnes) Mutter Oberin?

*Sphärische Klänge*

*Glockenspiel*

Erika. (Erika) Wolfgang.

Deine bessere Hälfte ist noch nicht da. Aha.

Aber der Herr da sucht dich.

*Beschwingte Musik*

Moin moin.

Wolfgang, ich habe kaum damit gerechnet,

dass du hier noch auftauchen würdest.

Das mit dem Wolfgang lassen wir mal.

Und das mit dem Du auch.

Sie behaupten, mein Halbbruder zu sein?

Ich behaupte es nicht nur, ich bin es, nachgewiesenermaßen.

Wenn ich Ihnen einen Rat geben darf,

dann satteln Sie Ihr Pferd

und reiten so schnell wie möglich raus aus meiner Stadt.

Ich logiere hier noch eine Nacht im "Ochsen".

Du kannst ja eine Nacht drüber schlafen.

Sie.

Wer war das denn? Irgend so ein Spinner.

Er behauptet, mein Halbbruder zu sein.

Im Ernst? Ja.

Und den lässt du einfach gehen? Schau uns doch mal an.

Wir Wöllers sind eine markante Dynastie.

Alleine die Kinnpartie.

Deine Kinnpartie ist maximal durchschnittlich.

Was glaubst du, wie viele davon träumen, ein Wöller zu sein?

Ja? Weiß ich nicht.

Wenn er es nicht ist, ist er ein Gauner.

Was soll's?

Aber wenn er es ist,

verpasst du die Chance auf einen Bruder.

Ich habe keinen Bruder.

Erika? Eine Flasche Schampus, ja?

Ich lenke die Aufmerksamkeit auf das Wesentliche.

Und das wäre?

Der Weihbischof verkauft mir das Kloster.

Ach. - Huch! Sorry.

*Türklingel*

Ich gehe ganz schnell ran.

Hi. - Hey.

Du, können wir reden? - Wir sind gerade beim Essen.

Mama hat gekocht, und ich muss gleich in die Kanzlei.

Willst du dich entschuldigen, dass du mir die Nonne

auf den Hals gehetzt hast?

Was? Schwester Hanna war hier? - Ja.

Ich dachte, das wäre gut.

Dass eine Nonne mich überzeugt,

dass eine Hobby-Schneiderin gut für Ruben ist.

Würdest du das lassen? - Ehrlichkeit?

Hast du Hunger? Es ist genug da. - (Barbara) Ja, gerne.

*Klassische Musik* Also, noch mal.

Also, stell dich auf.

Eine schöne Hand. So, Fuß gestreckt.

So, und noch mal.

Und temps leve, passe, temps leve und pas de chat.

Versuch's mal alleine.

Und temps leve, passe, te...

Stopp. *Musik bricht ab.*

Ah, ah. *Herr Hund knurrt.*

Komm, Kevin.

Sicher, dass du das willst? War ich so schlecht?

Schau mal, du bist so ein kluger junger Mann.

Du interessierst dich doch mehr für Physik und Mathematik, hm?

Es ist das Mädchen, stimmt's? Betty.

Wie lange tanzt sie schon? Schon seit Jahren.

Ich dachte einfach, wenn ich auch tanze,

dann schafft das eine gemeinsame Kommunikationsbasis.

Und wir kommen uns auf fachlicher Ebene näher.

Warum lässt du das nicht mit dieser fachlichen Ebene

und lädst sie auf ein Eis ein?

Einfach so? Einfach so.

Ja, und dann? Ja, dann bestellt ihr euch ein Eis.

Und redet über alles, was euch einfällt.

Und das Ballett?

Lieber Eis essen. Okay.

Ich habe das einmalige Angebot bekommen,

für einen bekannten Modedesigner zu arbeiten, in Berlin.

Du ziehst nach Berlin? Da gratuliere ich herzlich.

Und Ruben kommt mit.

Ähm.

Was... Was... Was heißt das?

Ich werde mit Barbara nach Berlin ziehen, Mama.

Und wirfst alles weg, was du dir hier aufgebaut hast?

Bist du irrsinnig?

Ich finde bestimmt in Berlin eine Stelle in einer Kanzlei

oder einem großen Konzern.

Das ist eine Riesenchance. - Hältst du mal den Mund?

Danke.

Dein Vater war ein anerkannter Anwalt in Kaltenthal.

Er wurde von allen respektiert.

Du bist auf dem besten Weg, es ihm gleichzutun.

Mama, ich will mit Barbara nach Berlin ziehen.

(Cornelia) Okay.

Okay.

Warte, ich helfe dir. - Ich brauche keine Hilfe.

In Zukunft werde ich auch allein zurechtkommen.

Komm, Mama, jetzt... - Lasst mich jetzt bitte allein.

Beide.

Komm.

Sibelius, was gibt es?

Der Weihbischof bittet darum,

die Unterschrift des Vorvertrags auf nachmittags zu schieben.

Was für ein Vorvertrag? - Für den Verkauf des Klosters.

Herr Wöller möchte das Kloster kaufen?

Geben Sie Herrn Wöller Bescheid? - Weiß Schwester Hildegard das?

Ich wäre Ihnen sehr dankbar,

wenn Sie die Verschiebung baldmöglichst bestätigen.

Ich vermute, Sie können nicht frei sprechen.

Richtig. Ich verlasse mich auf Sie.

Das können Sie.

Herr Wöller war nicht da, aber Frau Laban meldet sich,

sobald die Terminverschiebung bestätigt wurde.

Ist Rechtsanwalt Mertens da? In Ihrem Büro.

Machen Sie uns einen Kaffee, bitte, ja?

Mhm. Kann das nicht Klara übernehmen?

Ganz dünnes Eis, Frau Laban.

Sie wussten, dass mein sogenannter Halbbruder im "Ochsen" wohnt.

Sprachen Sie mit ihm? Ich musste ja.

Und? Kein Und. Ende.

Sind Sie sicher?

Meine Mutter und mein Vater

waren glücklich verheiratet, bis der Tod sie geschieden hat.

Und der sagt, mein Vater hatte was mit einer anderen.

Und das darf nicht sein.

Meine Mutter würde sich im Grab umdrehen,

wenn da etwas dran wäre.

Ende der Durchsage.

Ah, Herr Mertens. Herr Wöller.

So. So.

Einmal hier, bitte. Ah, der Vorvertrag.

*Türklingel*

(Cornelia) Ja?

Hier ist Schwester Hanna. Ich habe die versprochene Salbe.

Ich spreche nicht mit Ihnen! Sie sind mit schuld...

*Krachen, Cornelia schreit.*

Frau Schuler?

Oh Gott.

*Unruhige Musik*

Frau Schuler? (Cornelia, stöhnend) Ja.

Frau Schuler. Oh Gott, was ist passiert?

Mir wurde schwindelig, und ich bin gestürzt.

Können Sie aufstehen? Nein, nein, nein.

Kreisl... Kreislauf.

Ich hole einen Notarzt. Ja.

(Mann) Vorsicht.

Hanna. Das ist Ruben.

Hallo. Was ist passiert?

Doktor Brendel? Machen Sie das bitte, ja?

Das ist Frau Schulers Sohn. Was hat sie?

(Brendel) Schmerzen in der Brust.

Es könnte sich um Herzprobleme handeln.

Es gibt aber noch keine abschließende Diagnose.

Okay. - Das heißt?

Herzprobleme können auch psychischen Ursprungs sein.

Sie bildet sich das also ein und macht uns was vor.

So einfach lässt sich das nicht sagen.

Warum sollte sie uns was vormachen? - Fragst du das im Ernst?

Kann ich zu ihr? - Sicher, Zimmer 411.

Soll ich mitkommen? - Fragst du das im Ernst?

Ich war bei den beiden und hab die Katze aus dem Sack gelassen.

Ah ja.

Es tut mir leid, aber ich will ihn nicht verlieren.

Es tut mir leid, dass ich dir so einen Kummer bereite.

Nein, nein, das muss dir doch nicht leidtun.

Du hast Probleme mit dem Herzen? - Du kennst doch die Ärzte.

Was genau ist eigentlich passiert?

Plötzlich hatte ich Druck auf der Brust.

Mir wurde schwindelig.

Ich habe nicht aufgepasst und bin gestürzt.

Ruben.

Ich war auf dem besten Weg,

eine große Konzertpianistin zu werden,

und ich habe wegen dir darauf verzichtet.

Ich weiß, das hast du mir schon oft genug erzählt.

Dieses Gefühl, wenn einem die Luft wegbleibt

und der Brustkorb zugeschnürt wird...

*Bedrückte Musik*

Ich hatte Todesangst, wirklich.

Mama, ich bin doch nicht aus der Welt.

Berlin.

Lass mich bitte nicht allein, Ruben.

Was hat sie gesagt?

Sie braucht meine Hilfe. - Was heißt das?

Ich werde hierbleiben. - Aber, Ruben, ich habe...

Pass auf, du fährst vor,

ziehst schon mal in die Wohnung ein...

Ruben, ich gehe nicht ohne dich nach Berlin.

Doch, das ist deine große Chance. - Merkst du nicht, was hier läuft?

Bitte, ich komme so schnell wie möglich nach.

Deine Mutter manipuliert dich.

Diese ganze Herznummer ist doch nur Show.

Schwester Hanna kommt zu Besuch, und genau dann passiert was?

Alle zerren immer an mir rum. Ich kann nicht mehr.

Deine Mutter ist die Einzige, die zerrt.

Ihr beide tut das! - Die hat dich total im Griff!

Ach was.

Euch ist schon klar, dass das so nichts bringt.

Ja, ich weiß das. Aber er nicht.

Wenn du das sagst. Hanna, ich bin so wütend.

Die macht mir alles kaputt, ja? Uns.

Jetzt pass mal auf.

Bleib heute Nacht bei uns im Kloster.

Dann können sich die Gemüter beruhigen, ja?

Ja?

Ja. Komm.

*Ruhige Musik, Vogelzwitschern*

Ich wollte fragen, wie es dir geht. - Alles okay.

Den Eindruck habe ich nicht.

Du verkriechst dich ständig auf deinem Zimmer,

redest kaum noch mit uns.

Was ist los? - Vielleicht war es ein Fehler.

Was?

Das mit Jens. Ihn so auszugrenzen.

Es ist doch auch sein Kind, das ich bekomme.

Ich denke, du hast das Richtige getan.

Du hast entschieden, im Kloster zu bleiben.

Zusammen mit deinem Kind.

Wenn du Jens da mit einbeziehst, machst du ihm falsche Hoffnungen.

Du denkst, er liebt mich noch? - Ja, das denke ich.

Und du weißt es.

*Motorbrummen*

Hanna ist zurück.

Sina. Ja?

Was macht Frau Laban hier? Keine Ahnung, die ist in der Küche.

Kümmerst du dich um Barbara? (Sina) Mhm.

Sie bleibt heute Nacht hier, ja? (Sina) Na?

Willst du doch nicht heiraten, sondern Nonne werden?

Hört sich gerade nach einer guten Idee an.

Frau Laban. Ich konnte Sie nicht erreichen.

Deshalb bin ich gleich hierher. Was ist denn?

Wöller kauft das Kloster. Hab ich es mir doch gedacht.

Für zwei Millionen Euro.

Morgen gibt es den Vorvertrag. - Was?

Das kann er doch nicht machen.

Der Weihbischof hat den Termin um einige Stunden verschoben.

Welcher Termin? Unterzeichnung des Vorvertrags.

Vielleicht hilft Ihnen das, und Sie können es noch irgendwie aufhalten.

Wissen Sie, was er mit dem Kloster vorhat?

Nein, noch nicht. - (Agnes) Also doch.

Unser Kloster wird verkauft. - (Sina) Was? Nee.

Echt jetzt, oder was? Nein.

Noch gehört unser Kloster dem Orden.

Wie willst du das denn jetzt noch verhindern?

Ich weiß es nicht, Agnes. Ich schon.

Die Frauen, die Nonne werden wollen, kommen morgen.

Aha, und warum wissen wir alle nichts davon?

Weil man hier ja zu gar nichts mehr kommt.

Sieht der Weihbischof die ganzen neuen Novizinnen,

kann er das Kloster nicht mehr verkaufen.

Das sind keine neuen Novizinnen.

Und wie und wo soll er sie denn sehen?

Wir könnten versuchen, den Termin ins Kloster zu verlegen.

Richtig.

*Grillenzirpen*

*Schwungvolle Musik*

Erika. Wolfgang.

Ich suche Herrn Breitner. Oh, der ist schon abgereist.

Ja, wieso sagt mir das niemand?

Du hast ihn doch rausgeschmissen.

Ist er mit dem Wagen unterwegs? Zu Fuß?

Er wollte den Bus nehmen. Nach München.

Bis jetzt läuft alles nach Plan.

Der Weihbischof macht den Termin im Kloster.

Wirklich?

Laut Sibelius denkt er, er erspart sich dadurch einen Weg.

Man könne gleich Tatsachen schaffen. O-Ton.

Unser Kloster verkaufen und uns gleich noch mitteilen,

dass wir leider woanders unterkommen müssen.

Ein Mann Gottes. Danke, Frau Laban.

Das Kloster soll verkauft werden?

Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Magst du einen Kaffee? Gern.

Na komm.

Ich habe die ganze Nacht nachgedacht.

Über diesen Streit und über Berlin und über seine Mutter.

Milch? Ja, gern.

Und?

Ich werde nach Berlin gehen.

Auch wenn es bedeutet, dass...

Das ist alles so ein Albtraum.

Jetzt gib doch nicht so schnell auf.

Wir werden eine Lösung finden.

Wunder sind nicht so mein Ding.

Und aufgeben ist nicht mein Ding.

*Hupen, muntere Musik*

Bruder, steig schon aus.

Ich kann den Bus nicht ewig aufhalten.

Soll ich meinen Bruder gewaltsam rauszerren?

Halbbruder. Kommt's jetzt darauf an, oder was?

Wenn du nicht zur Vernunft kommst...

Dieser Bus bleibt hier stehen

bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag.

Ich regle lieber den Kreisverkehr am Nordpol,

ehe ich meinen Job verliere.

(Fahrer) Also, ich fahr jetzt los. Dann schmeiß ich mich vorn Bus.

(Meier) Schwester Hanna.

Herr Meier. Was ist denn hier los?

Wöller will sich vor den Bus werfen. Was?

Hör schon auf, so stur zu sein.

Was machen Sie denn da? Mein Bruder will nicht aussteigen.

Halbbruder. Und warum?

Keine Ahnung. Mhm.

Gut, es fiel meinerseits ein unglückliches Wort.

Überzeuge ich ihn, auszusteigen, schulden Sie mir was.

Es würde mich ja wundern, wenn Sie als Nonne mal etwas

aus reiner Barmherzigkeit tun würden.

*Fröhliche Musik*

Herr Breitner?

Sind Sie Herr Breitner?

Woher der plötzliche Sinneswandel, Herr Wöller?

Auf einmal bin ich gut genug?

Herr Breitner. Ja.

Ich bin Schwester Hanna vom Kloster Kaltenthal.

Ich kenne Herrn Wöller eine kleine Ewigkeit.

Mein Beileid, Schwester.

Sie sollten ihm eine Chance geben.

Wollte ich. Er hat mich verjagt.

Gab es einen Grund,

warum Sie diesen Weg auf sich genommen haben?

Ja, also...

Meine Kinder sehe ich,

wenn überhaupt, nur an den Feiertagen.

Meine Ex-Frau meldet sich schon überhaupt nicht mehr.

Da macht man sich halt auf die Suche,

ob da draußen noch einer ist.

Ja.

Glauben Sie mir,

der Herr Wöller ist genauso einsam wie Sie.

Sagen Sie ihm, dass ich noch sturer sein kann

als er und unser Vater zusammen.

*Hanna lächelt.*

Und die Leute wollen irgendwann weiterfahren.

Er war ein Hallodri.

Herr Wöller. Ah, Schwester Hanna, ja.

Meine Hölle auf Erden hast du bereits kennengelernt.

Sie wollten mir helfen. Ich habe nicht gesagt, wann.

Jetzt. Jetzt?

Es geht um Cornelia Schuler. Die Pianistin.

Deswegen Hölle auf Erden.

Egal, was man sagt, die hört nie auf.

Ich finde Schwester Hanna ganz nett. Echt?

Das lässt mich an unseren Genen zweifeln.

Also gut, was soll ich tun?

Überzeugen Sie Frau Schuler, wieder Klavier zu spielen.

Sie hat früher für Sie und andere gespielt,

auf den großen Sommerfesten.

Ja. Warum das? Sie braucht dringend eine Aufgabe.

Menschen um sich herum, die sie bewundern,

die ihr das Gefühl geben, nicht alleine zu sein.

Sie würden auch die Liebe zweier Menschen retten.

Herr Wöller? Ja?

Sie treffen sich heute mit dem Weihbischof,

um das Kloster zu kaufen.

Sagt wer? Der Termin ist im Kloster.

Wir treffen uns dort zu einer gemeinsamen Andacht...

Ja, ja, ja. Also, passen Sie auf.

Wenn Sie mir helfen, werde ich schweigend danebenstehen,

während Sie den Kaufvertrag unterzeichnen.

Echt? Mhm.

Das heißt, Sie sind mit dem Verkauf einverstanden?

Nein, aber ich persönlich werde nichts unternehmen,

um den Kauf zu verhindern.

Ja, gut, dann hält uns nichts mehr auf.

Moment, was ist mit mir?

Du kannst, so lange du willst, bei mir wohnen.

Im Ernst? Ja, natürlich.

Dank Schwester Hanna sind wir nicht zum Reden gekommen.

Entschuldigung.

Ja, Bruderherz. Mein Bruder.

Können wir reden? - Komm rein.

Geht's dir besser? - (Cornelia) Es geht.

Danke, der Nachfrage.

Ja, ich störe auch nicht lang.

Ich habe im Kloster übernachtet und mir über alles Gedanken gemacht.

Also, ich gehe in jedem Fall nach Berlin.

Gut, dann... Gut, dann werden wir zusammen...

Wenn mit Mama alles... - Ruben.

Machen wir uns nichts vor. Du verlässt deine Mutter nicht.

Solange es ihr nicht gut geht.

Was meinst du mit nichts vormachen?

Machst du gerade Schluss mit mir?

Wie soll das funktionieren? Du hier, ich dort, auf Dauer?

A... Ich... Aber ich liebe dich.

Ich dich auch, und deswegen geht's auch nicht.

Wir würden uns über Monate quälen. *Türklingel*

Am Ende wäre alles kaputt. - Warte, wir klären das.

Ich kann das nicht zulassen.

Ich komme gleich wieder. - Was soll das?

Was soll was? - Du willst Ruben erpressen.

Das überlasse ich dir. Ich will, dass Ruben glücklich ist.

*Tür geht auf.*

Schwester Hanna.

Wir möchten mit Ihrer Mutter sprechen.

Hallo, Frau Schuler, Barbara.

Frau Schuler, meine Verehrung. Herr Wöller.

Ja.

(lacht) Sie habe ich lange nicht gesehen.

Ja, leider. Wie geht es Ihnen, Frau Schuler?

Ja, mein Sohn kümmert sich um mich.

Frau Schuler,

wissen Sie, was mich...

äh, zeitlos so jung hält?

Ich habe eine Aufgabe, die ich liebe.

Und die haben Sie auch. Mit dem Klavier ist es vorbei.

Vorbei ist etwas, wenn es zu Ende ist.

Aber das Klavier steht ja noch da.

Ich finde, es wird höchste Zeit, dass Sie Ihren Kunst-Salon

und die Sommerfeste wieder zum Leben erwecken.

Also, ich werde kommen.

Herr Wöller will, dass Sie beim Kultursommer spielen.

Sofern er stattfindet. Verlassen Sie sich drauf.

Sie haben so vielen Menschen eine Freude gemacht.

Das kann doch nicht so enden. Im Nichts.

Ich habe schon seit Ewigkeiten nicht mehr gespielt.

Frau Schuler, eine Pianistin wie Sie.

*Sie kichert.*

Herr Wöller.

Darf ich?

*Sie spielt eine ruhige Melodie.*

*Melodie bricht ab.*

Geht nach Berlin.

Werdet glücklich.

Hanna, Danke.

Melde dich, wenn du in Berlin bist. Na klar.

Herr Wöller, vielen Dank.

*Ferne Klaviermusik*

Ja.

Äh.

Darf ich Sie an Ihr Versprechen erinnern?

Sie dürfen.

*Vogelzwitschern*

Gelobt sei Jesus Christus.

In Ewigkeit, amen.

Perfekt, das ist schon mal die halbe Miete.

(Landkammer) Darf ich fragen, was hier los ist?

Weihbischof. Gelobt sei Jesus Christus.

(Frauen) In Ewigkeit, Amen. - In Ewigkeit...

...Amen. - Sage ich doch.

Möchten Sie einen Keks, Exzellenz?

Ich esse keine Kekse. Nochmals: Was ist hier los?

Die jungen Frauen sind hier,

weil sie überlegen, dem Magdalenen-Orden beizutreten.

Die Kirche, die Kardinäle, der Papst...

Die werden allesamt begeistert sein.

Oder haben Sie etwa ein Problem damit,

dass das Kloster zum Hort dieser vielen Novizinnen wird?

Und woher kommen diese Damen auf einmal?

Das Konzert war die beste Werbung für die Kirche und das Kloster.

Ich weiß, das wird auch nie wieder vorkommen,

aber am Ende zählt doch das Ergebnis.

Wollen Sie nicht, weil Sie gerade da sind,

ein Wort an diese vielen jungen Frauen richten,

wie es so ist, das Leben als Nonne im Kloster?

Nun ja. - Bitte.

In Gottes Namen.

*Muntere Musik*

(Sina) Ja? - Meine jungen Schwestern.

Ich, äh, ja.

Ja? - Ja?

*Autos fahren vor.*

Herr Wöller? Wir haben eine Abmachung.

Ab jetzt gilt Ihr Schweigegelübde.

Ist der Weihbischof Landkammer drin?

(Sibelius) Er erwartet Sie.

Schwester Hanna, all die jungen Frauen dort.

Sollte der Termin deswegen hier stattfinden?

Oh, oh.

Ich hoffe, Sie mussten nicht warten.

Es ist alles vorbereitet.

Herr Wöller. Ja?

Ich bedaure sehr, aber angesichts der aktuellen Umstände...

Die Kirche ist zu diesem Zeitpunkt

leider nicht in der Lage, das Kloster zu veräußern.

Was für Umstände?

Wie gesagt, es tut mir leid.

Das ist doch sicher wieder ein perfider Trick von Hanna.

Ich hoffe nicht, Sie unterstellen der Kirche,

auf Tricks einer Nonne hereinzufallen.

(Frau) Wiedersehen.

Ich habe kein Wort gesagt.

Sie haben mich sehenden Auges ins offene Messer laufen lassen.

Aber es ist noch nicht vorbei, Schwester Hanna.

Genau das wollte ich auch sagen, Herr Wöller.

*Titelmelodie*

Untertitel im Auftrag der ARD, 2020

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