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Original subtitles

.

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

Mit Untertiteln aus Deutschland

*Ruhige Musik*

(die Nonnen singen) # O Maria hilf,

Maria hilf uns allen

aus unserer tiefen Not. #

Moment!

Lasst uns noch "Laus tibi, Christe", "Groûer Gott, wir loben dich"

und "Jesus dulcis memoria" singen.

Felicitas, ich kann nicht mehr.

Ich bin heiser. Morgen, Felicitas.

Herr Meissner! - Schwester Felicitas.

Geht's Ihrem Arm schlechter? - Dem geht's so weit gut.

Guten Tag. Guten Tag.

Herr Meissner ist einer meiner Patienten.

Er hat sich ganz schrecklich an einer Säge verletzt.

Sind Sie Schwester Hanna? Mhm.

Darf ich kurz mit Ihnen reden?

Ähm... Wir wollten gerade zum Arzt.

Ich falle nicht sofort um.

Also gut.

Wie genau ist das passiert?

Abgerutscht. Beim Baumschneiden.

Ich arbeite für die Gemeinde als Gärtner.

Ich brauch den Minijob, um die Rente aufzubessern.

Sonst reicht's nicht. Ist nur 'ne Schramme.

Und Ihr Unfall war nur ein Versehen?

Ja.

Manchmal vergesse ich irgendetwas. Namen oder so.

Als Boxer bekommt man oft einen auf die Birne, aber...

für Gärtnerarbeiten bin ich noch total da.

Abgerutscht mit einer Kettensäge. Hätte schlimmer ausgehen können.

Hat mein Chef auch gesagt und hat mir gekündigt.

In meinem Alter kriegt man schwer was anderes.

Und was kann ich für Sie tun?

Vielleicht könnten Sie...

oder wir mit dem obersten Chef reden?

Und wer ist das? Na, der Bürgermeister.

Schwester Felicitas sagte, Sie beide kennen sich ziemlich gut.

Schwester, Sie sind meine letzte Hoffnung.

Bei mir kommt es auf jeden Cent an,

wenn ich nicht auf der Straûe enden soll.

Also gut.

Ich kann es versuchen, aber versprechen kann ich nichts.

Ich melde mich, wenn ich mit Herrn Wöller gesprochen habe.

Danke.

Schauen Sie bei Schwester Felicitas noch mal vorbei, wegen Ihrem Arm.

Claudia, wir können los.

Noch mal danke, Schwester! Gerne.

(überschwänglich) Hanna!

Es gibt gei... äh, schöne News.

Unsere Band hat eine halbe Million Klicks.

Fein. Das wird ein megafettes Event!

Bloû nicht. Uns reicht ein kleines, feines Konzert.

Ich hab versprochen, dass wir es nicht zu wild treiben.

Ja, ja, ja.

Ich erzähle es Lela. Die wird so abgehen an dem Abend.

Das wird einfach so geil. Das wird so... so mega...

...schön. ...schön, ja!

Claudia? Hanna?

Ah!

Frau Laban, verbinden Sie mich mit Weihbischof Landkammer.

Ich bin in einer Minute oben.

Kann er nicht ein Mal selber?

*Sie seufzt.*

Hallo. Mein Name ist Laban, Rathaus Kaltenthal.

Der Bürgermeister möchte Weihbischof Landkammer sprechen.

Ah, gut. Ich richte es Herrn Wöller aus.

Ja. Auf Wiederhören.

Was ist? Er ist auf dem Weg ins Kloster Kaltenthal.

Hat er gesagt, warum? Nein, er steckt in irgendeinem Funkloch.

Ich hatte einen Mitarbeiter am Apparat.

Halt! Wo gehen Sie hin? Ich folge dem Weihbischof auf dem Fuû.

Gleich ist die Besprechung mit dem Unterbezirksausschuss.

Es geht um Wichtigeres: die Zukunft von Kaltenthal.

Sie haben schon zwei Mal abgesagt. Aller guten Dingen sind drei.

(Trainer) Genau.

*Elektronische Musik*

(Trainer) Mit der Linken. Locker.

*Leise Unterhaltung*

Siehst du, was ich sehe? Ist das etwa...

...Weihbischof Landkammer. Ich glaube, ja.

Schwester, ich stelle vor:

Seine Exzellenz, Weihbischof Landkammer.

Ähm... *Sie räuspert sich.*

Gelobt sei Jesus Christus, Exzellenz.

Ähm... Es ist uns eine... Freude, Sie kennenzulernen.

Ich bin Schwester Hanna, das ist Schwester Claudia.

Ich hoffe, ich störe nicht bei der Arbeit im Namen Gottes.

Sie wollten gerade fahren? Ja, äh... Nein.

Also, wir hatten Sie nicht erwartet.

Wie auch?

Darf ich fragen, was Sie hier...

Ich möchte mir persönlich ein Bild vom Zustand Ihres Klosters machen.

Jetzt? Heute?

Ja, ich bin sicherlich nicht hier, um einen Termin zu vereinbaren.

Bitten Sie Ihre Mitschwestern ins Refektorium.

Sie haben doch ein Refektorium?

Ja, selbstverständlich.

Aber tatsächlich haben Claudia und ich jetzt einen Termin.

Gott, in seiner unendlichen Weisheit,

hat, was seine Vertretung auf Erden betrifft,

strenge Hierarchien geschaffen.

Wir verstehen uns?

Ich versuche, den Termin zu verschieben.

Zu freundlich.

Seit meinem Amtsantritt habe ich mich sehr intensiv

mit der Arbeit Ihres Ordens auseinandergesetzt,

und dabei entstand der Eindruck,

dass das spirituelle Sein,

wie Demut und Glaube,

durch die weltlichen Aufgaben... nun...

maûlos überlagert wird.

Es ist stets Gott, der uns leitet, Exzellenz.

Genau das will ich herausfinden, Schwester,

ob dem tatsächlich noch so ist.

Erzählen Sie mir doch mal, wie Ihr Tagesablauf aussieht.

Also, ich gehe oft in den Wald.

Ich sammle Kräuter,

und ich backe Kekse für Bischof Rossbauer.

Natürlich treffen wir uns, sooft es unsere Zeit erlaubt,

in der Kapelle, um das Stundengebet zu feiern.

Der Termin ist verschoben.

Sind Sie noch im Timetable? - Ja, wir schaffen das. Danke.

Sind Sie Nonne oder Managerin?

Also, wir beginnen morgens um sechs mit dem Laudes.

Um acht folgt in der Regel die Eucharistiefeier... In der Regel?

Es gibt also Ausnahmen?

Nur, wenn dringende...

also, seelsorgerische oder wohltätige Aufgaben anstehen.

Ihre einzige Aufgabe ist das immerwährende Bekenntnis

Ihrer allumfassenden und uneingeschränkten Liebe zu Gott.

Das hilft denen, die uns brauchen, wenig, ne?

Ähm, was Schwester Sina damit sagen will, ist...

...dass ein Rockkonzert mehr bewegt als unser Glaube?

Das ist es doch, was Schwester Sina sagen will.

Also, ich weiû nicht, Weihbischof Landkammer...

Leugnen Sie, dass in diesem Hause Gottes so etwas geplant ist?

Gott zum Gruûe, werte Nonnen.

Ah, Exzellenz!

(lacht leise) Mit Ihnen habe ich so gar nicht gerechnet.

Störe ich? Nein!

Ich wollte mit Schwester Hanna über die hohen Renovierungskosten

des Klosters sprechen. Nicht wahr?

Was wurde renoviert? - Unser Klosterturm.

Ja, leider, bedauerlicherweise ein finanzielles Fass ohne Boden,

wenn ich das bemerken darf.

Das stimmt doch so nicht. Wie dann?

Darf ich mir den Turm ansehen? Selbstverständlich. Bitte.

Ja, und was genau war jetzt das Problem?

Er musste nach einem Blitzeinschlag und einem Erdbeben saniert werden.

Ach! Dieses Kloster scheint ja

turbulenten Gegebenheiten ausgesetzt zu sein.

Es waren einmalige Ereignisse. Aber mit schwerwiegenden Folgen.

Der Turm musste kernsaniert werden wegen Gefahr für Leib und Leben.

Denken Sie an Schwester Agnes.

Ihr geht es gut. Sie hat sich fast das Genick gebrochen.

Dieses Kloster ist marode.

Der Turm ist nur die Spitze des Eisbergs.

Hören Sie auf damit! Ja, gut.

Wenn eine neutrale Perspektive nicht gefragt ist, schweige ich.

Über welche Summe reden wir?

Darüber ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. Bah...

Da! Schon wieder. Was? Ich hab nichts gesagt.

Ich habe nur körpersprachlich meine Zweifel geäuûert,

ob das Kloster diese Summe stemmen kann.

Herr Wöller hat uns versprochen,

sich dafür einzusetzen, die Kosten gering zu halten. Nicht?

Nicht versprochen. Gesagt.

Aber zum Wohle des Klosters

werde ich den Kampf gegen die Windmühlen antreten.

Wer hat denn den Schaden am Turm begutachtet?

Gibt's Gutachten? Kostenvoranschläge?

Detaillierte Auflistungen der Sanierungsmaûnahmen?

Ich bitte darum, dass man mir das alles vorlegt.

Sehr gerne, Exzellenz.

*Ruhige Musik*

*Sie räuspert sich.*

Exzellenz? - Ich freue mich, Sie zu sehen.

Ich freue mich auch.

Ich vermisse Sie, Bischof Rossbauer.

Mich oder meine Art, Sie Ihre Entscheidungen treffen zu lassen?

Beides.

Ja, ich habe Probleme

mit dem Führungsstil von Weihbischof Landkammer.

Ja, ich hörte, dass er sehr autoritär auftritt.

Allerdings.

Und recht rückwärtsgewandt, wenn Sie verstehen, was ich meine.

Und das sind Sie nicht gewohnt.

Ich habe meinen eigenen Kopf.

Und einen sehr klugen noch dazu.

Haben Sie in Erwägung gezogen, dass Landkammer nur unsicher ist?

So wirkt er ganz und gar nicht.

Es ist für ihn ein neues Amt.

Es kommt einiges auf den Bruder zu.

Und er kann sich nicht sicher sein,

dass er wirklich vom Papst zum Bischof ernannt wird.

Das stimmt.

Das hilft uns allerdings momentan überhaupt nicht.

Möchten Sie meinen Rat hören?

Gehen Sie nicht allzu sehr auf Konfrontation.

Und haben Sie...

ein besonderes Auge

auf Kloster Kaltenthal.

Danke, Exzellenz.

*Unverständliche Unterhaltung*

Wiedersehen.

Ich bin im dritten Monat.

Hanna, ich bin wirklich schwanger.

Und wie geht's dir damit?

Es ist ein Wunder!

Dabei habe ich mich gerade erst für ein Leben als Nonne entschieden.

Was ist mit Jens?

Ich liebe ihn nicht genug, um... um mit ihm zusammenzuleben.

Aber...

ich bin Novizin. Wo soll ich denn leben? Und wie?

Und...

Wo soll mein Kind zur Welt kommen?

Ohne Vater aufzuwachsen ist auch nicht richtig.

Die Mutter Oberin kann nicht dulden, dass ich bleibe.

Ihr seid meine Familie.

*Schwester Claudia weint.*

Ach...

*Sie seufzt.*

"Ein bleicher Vollmond schien auf Prehns zerwühltes Bett

und verwandelte es in eine zerklüftete Berglandschaft."

Ach, das ist doch alles Unsinn!

Sie wissen, dass morgen Abgabetermin ist?

Löschen Sie nicht alles, was Sie schreiben.

Aber es ist nicht gut! Mir fällt keine originelle Auflösung ein!

Machen Sie einen Kopfstand. Das hat schon mal funktioniert.

Suchen Sie was Bestimmtes?

Der Weihbischof möchte unsere Buchhaltung kontrollieren.

Äh... Zweiter Ordner von links unten.

Er weiû, dass wir nicht auf Rosen gebettet sind.

Aber er weiû nicht, wie schlimm es um den Orden steht.

Im Moment hält uns nur der Vorschuss für Ihr Buch über Wasser.

Was will er denn machen?

Er kann doch den Orden nicht einfach in Luft auflösen!

Doch, Schwester Hildegard.

Genau das kann er.

Und das wird er.

Übt er wieder? - Als hätte er sonst nichts zu tun.

Das sind hier keine Driving-Ranchen. - "Ranges".

Was die Renovierung angeht,

haben Sie schon eine Idee für die Kunst?

Wann und wie würden die Renovierungsmaûnahmen

Herrn Wöller am wenigsten stören?

*Knall und Klirren*

Was zum Teufel...

Haben Sie das gesehen? Ja.

(empört) Boah!

Wachtmeister Meier, was verschafft uns die Ehre?

Dieser Ball hat meinen Seitenspiegel zerschmettert. Aha.

Damit kann man jemanden umbringen! Was habe ich damit zu tun?

Ernsthaft? Ja, worum geht es eigentlich?

Um groben Unfug und Gefährdung der öffentlichen Sicherheit.

Dann sammeln Sie Beweise. Das Übliche.

Vor allem: Finden Sie den Übeltäter.

Sie wollten zu mir, Schwester Hanna?

Um eine Anzeige kommen Sie nicht herum. Ah ja?

Mein Referent, der Herr Rauscher, wird Sie nach drauûen begleiten.

Frau Laban, ein Glaser wäre der nächste logische Schritt.

Ja...

Wo drückt Ihr Schuh, Schwester Hanna?

Äh...

Wie konnten Sie uns derart in den Rücken fallen

und dem Weihbischof vom Rockkonzert erzählen?

Im Gegensatz zu Ihnen war ich ehrlich mit ihm.

Und das halten Sie mir vor?

Warum wollen Sie das Kloster? Sie waren froh, es los zu sein.

Ich wurde zum Verkauf genötigt.

Und Sie wollen sich dafür rächen?

Rache ist ein Fremdwort für mich.

Was?

Wenn man Ihnen so zuhört, sollten Sie einen Heiligenschein tragen.

Sie sollten den Weihbischof verstehen.

Er macht sich zu Recht Sorgen um die Zukunft vom Magdalenen-Orden.

Dem muss man beistehen.

Wenn es um die Zukunft des Klosters geht,

überzeugen Sie Ihren Freund Huber, uns faire Rechnungen zu stellen.

Sonst bleibt uns nichts anderes übrig, als zu klagen.

Wenn Sie die Zeit, die Nerven und vor allem das Geld haben, los!

Oh, gut.

Dann bin ich gespannt, was der Weihbischof sagt,

wenn er erfährt, dass Sie und Ihr Freund

die Rechnungen für die Sanierung des Turms

künstlich in die Höhe getrieben haben.

Ihre neue Freundschaft mit ihm besteht dann nicht mehr lange.

Schwester Hanna, warten Sie. *Sie seufzt.*

Zwischen Weihbischof Landkammer und mir passt kein Blatt Papier.

Na dann. Nun sagen Sie, worum geht es denn?

Es geht um Herrn Meissner. Und?

Anton Meissner. Jetzt dämmert's.

Er war mal Bayerischer Meister im Mittelgewicht.

Sozusagen der Rocky von Kaltenthal.

Und sein Enkel, Leon, hat dasselbe Talent.

Der tritt morgen in Kaltenthal

zu den niederbayerischen Meisterschaften an.

Ein Grund mehr, ihm zu helfen. Das tun wir doch bereits.

Er kriegt seine Arbeit wieder? Wir schützen ihn vor sich selber.

Das ist keine Hilfe, sondern der Weg in die Obdachlosigkeit.

Mir sind die Hände gebunden.

Wozu gibt's Sicherheitsvorschriften zum Schutz der Bürger?

Sagt der, der mit Golfbällen auf Leute schieût.

Gönnen wir ihm den Ruhestand. Er kann sich an seinen Sohn wenden.

Merken Sie? Mein Heiligenschein?

Grüû Gott, Schwester Hanna. Hallo, Herr Lehmann.

Wieder mal Wöller-geschädigt?

Grüû Gott. Guten Tag. Sagen Sie...

Könnte es sein, dass Herr Wöller wieder unser Kloster kaufen will?

Er will jedenfalls nur einen Entwicklungsetat

von 300.000 Euro.

Und Sie glauben ihm? Wöller was glauben? Ich bitte Sie.

Könnten Sie sich mit dem Herrn Rauscher unterhalten?

Ich soll den neuen Referenten für Sie aushorchen?

Nö, das hab ich so nicht gesagt, aber... für uns vielleicht?

Na, schon gut, Schwester Hanna.

Ich hör mich mal um. Danke, Herr Lehmann.

Wiedersehen. Wiedersehen.

*Sie klopft.*

Schwester Hanna.

Ich komme von Herrn Wöller.

Kriege ich meine Arbeit wieder? Na ja, so einfach ist das nicht.

Aber Herr Wöller meint, Sie könnten sich an Ihren Sohn wenden.

Mit dem hab ich keinen Kontakt mehr.

Darf ich fragen, warum?

Wollen Sie sich setzen? Ja.

Geht's? Ja, geht schon. Danke.

Wissen Sie, ich war nicht das, was man einen guten Vater nennt.

Was ist passiert?

Scheidung, Geldsorgen, Alkoholprobleme.

Ich hab mich nicht um ihn gekümmert.

Und er hat nie Kontakt mit Ihnen aufgenommen?

Sie waren ein groûer Boxer,

da ist ein kleiner Junge stolz auf seinen Papa.

Doch, doch.

Aber ich war dauernd unterwegs und bin meiner Karriere nachgezogen.

Ich bin erst vor einem Jahr heimgekommen nach Kaltenthal.

Er kennt mich gar nicht. Für ihn bin ich ein Fremder.

Und wenn ich mit Ihrem Sohn rede?

*Er lacht leise.*

Wenn er hört, wie's mir geht, finanziell und so...

Der kann eins und eins zusammenzählen.

Das ist keine Versöhnung. Das ist ein Knock-out.

Ach, das wissen Sie doch gar nicht.

Ich könnte ihm Grüûe von Ihnen ausrichten,

dann sehen wir, wie er reagiert.

Vielleicht will er ja auch Kontakt zu Ihnen.

Na gut.

Gut.

Da bist du ja endlich! Erika, ein zweites Bier.

Nein. Wir gehen gleich. Du bist gerade erst gekommen.

Ich hab die Warterei satt.

Wir holen mein Cabrio aus deiner Werkstatt!

Das ist noch nicht fertig. Ich brauche es jetzt!

Isolde verlässt mich.

Sie liebt das Auto mehr als dich. Lass dir das gesagt sein.

Ich habe bis ins Unendliche die Renovierungsarbeiten ausgeweitet

und deinetwegen die Rechnung extrem überhöht.

Du machst mich zum Gauner. Jetzt bist du dran.

Entweder das, oder ich schenke den Nonnen reinen Wein ein.

So was schimpft sich Freund.

Du lässt mich im Stich, nicht ich dich.

Isolde sitzt den ganzen Tag in diesem Archiv in Auingen.

Die braucht Cabriofahren, sonst wird sie verrückt.

Brotbeck? Ja, Wöller hier.

Äh, das Cabrio von Herrn Huber muss heute fertig werden.

Der Wagen ist doch seit Wochen fertig!

Egal, wie Sie es möglich machen.

Es war nur eine Kleinigkeit, das wissen Sie.

Der Wagen ist heute fertig,

oder Sie sind entlassen. Entlassen?

Zufrieden? Ja.

Sie wundern sich vielleicht, was ich hier will.

Bitte. Danke.

Sie sammeln für den Kirchenbasar?

Ich bin wegen Ihrem Vater hier.

Ich hab keinen Kontakt zu meinem Vater.

Ich soll Ihnen Grüûe ausrichten.

Er braucht Geld, oder?

Und er kommt nicht selbst. Der Champ schickt eine Nonne.

Nein. Ihr Vater hat mich gebeten, Sie nicht aufzusuchen.

Warum tun Sie's dann doch?

Wenn er keine Unterstützung bekommt, wird er obdachlos.

Erwarten Sie ernsthaft, dass ich ihm helfe?

Glauben Sie, der hat jemals was für mich getan?

Ihr Vater ist sich seiner vielen Fehler durchaus bewusst.

Und noch erinnert er sich an Sie.

Er sagt, er beginnt, die Dinge zu vergessen.

*Er seufzt.* Mein Sohn Leon boxt auch.

Ich sag ihm jeden Tag, wie gefährlich das ist.

Dass das Folgen hat, wenn einem ständig auf den Kopf gehauen wird.

Er stellt seinen Groûvater auf ein Podest.

Die Boxlegende von Kaltenthal.

Er hat keine Ahnung, was Boxen aus einem Menschen machen kann.

Was es aus meinem Vater gemacht hat.

Damit meine ich nicht nur, dass er alles zu vergessen beginnt.

Weiû Ihr Sohn, dass Ihr Vater wieder hier lebt?

Nein. Ich... hoffe nicht.

Ich werde ihm jeglichen Kontakt verbieten. Er hat Talent.

Leon hat kaum einen Kampf verloren. 18 K.-o.-Siege.

Ich hoffe, die Jugendmeisterschaft wird sein letzter Kampf sein

und er konzentriert sich aufs Abitur.

Er soll nicht in die Fuûstapfen Ihres Vaters treten.

Richtig.

Was macht Boxen aus Menschen? Was hat es meinem Vater gebracht?

Er ist um die ganze Welt getingelt.

Aber ich sah meinen Vater nur auf Fotos in der Zeitung.

Für ihn gab's immer nur den nächsten Kampf.

Er hat ständig Schmerzmittel geschluckt. Dann kam der Alkohol.

Und jetzt?

Jetzt ist er bald obdachlos. Und vergisst's gleich.

Denken Sie, ich will,

dass das die Zukunft meines Sohnes ist?

Nein. Boxen ist wie eine Droge.

Und die gewinnt am Ende immer, durch K. o.

Schwester? Das sagt man doch so, oder?

Ja. Schwester Hanna.

Leon. Hallo.

Ich wüsste so gern, wo mein Groûvater ist,

aber im Internet finde ich nichts Aktuelles.

Könnten Sie ihm was ausrichten?

Ohne dass mein Vater davon erfährt?

Sagen Sie ihm, dass ich heute ab vier Training habe.

Ist gut. Mache ich. Da wird er sich freuen.

Danke.

Wiedersehen. Tschau.

*Motor springt an.* Ah!

Schnurrt wie ein Kätzchen. So wie Isolde, hoffentlich.

Ich hol sie von der Arbeit ab und wir fahren an den Gardasee.

Spritztour! Spritztour! Steig ein!

Ich lass dich am Rathaus raus, okay? Okay.

Gib Gas. Ja.

*Motor brummt laut.*

Ah, übrigens...

Hier. Hab dir natürlich einen Freundschaftspreis gemacht.

9.000 Euro?

Was berechnest du deinen Feinden? Eine Kamelherde?

Für so ein Prachtstück ist es noch geschenkt.

Was tut man nicht alles für die Liebe.

Warte mal. Was ist das hier?

Der Kratzer, ist der serienmäûig, oder was?

Was für ein Kratzer? Na, da.

Da ist kein Kratzer. Da ist keiner?

Ich sehe einen. Sag mal...

Hey! Sag mal, war das nicht gerade Isolde?

(ruft) Isolde? Isolde?

Die hat ihn geküsst! Äh, das war nicht Isolde.

Es war eine andere Frau. Nee, nee. Hör auf.

Jetzt weiû ich, warum ich die nicht erreiche.

Ich brauch den Wagen nicht mehr. Ich schenk ihn dir zurück.

*Mehrere Autos hupen.*

In fünf Minuten bin ich wieder da. - (kichernd) Ja, gut. Fein!

Viel unterwegs heute.

Gerade noch in Kaltenthal, jetzt schon wieder in Auingen.

Woher weiût du denn das?

Ein Wöller weiû alles, sieht alles.

Und leider weiû es Hermann auch.

Ich hätte mit ihm sprechen müssen. Ja.

Das ist allein deine Schuld.

Ah ja? Du gehst fremd, und ich bin schuld? Bravo!

Der Hermann... das ist so ein Lieber.

Ja, wem sagst du das? Ja, aber es hat eben nicht gepasst.

Sag's ihm doch und lass ihn nicht hängen.

Jetzt hast du doch, was du wolltest. Was?

Den Hermann wieder ganz für dich alleine.

Ich stand eurem Glück nicht im Wege.

Also wirklich, Wolfgang.

Mich kannst du nicht belügen. Nur dich selbst.

*Ruhige Musik*

Kombo. Jab. - (auûer Atem) Bin gleich wieder da.

Hey. Ich bin Leon. - Ich heiûe Anton.

Schön, dass Sie da sind. - Sag "du" zu mir.

Waren Sie... Warst du schon mal hier?

Ab und zu. Im Hintergrund.

Waren ein paar gute Kombinationen dabei.

Danke.

Achte auf deine Deckung, du lässt die Linke zu tief sinken.

Sagt mein Trainer auch.

Haben Sie ihn angeschleppt? Herr Meissner!

Du hast mir ja verschwiegen, dass er wieder hier ist.

Halt dich einfach fern von ihm.

Das entscheide ich allein.

Sag ihm, was du für ein Mensch bist.

Was für ein ignoranter Lump du bist! - Papa! Papa!

Wenn du glaubst, dass du mir so Geld abschwatzen kannst, vergiss es!

Ich habe Ihren Vater gebeten, hierherzukommen,

weil Leon das so wollte.

Niemand will hier irgendjemanden hintergehen.

War das Ihre gute Tat für heute? Hören Sie mal, ja?

Das Training ist öffentlich. Ihr Vater hat das Recht...

Recht? Wir wollen nichts mehr mit ihm zu tun haben.

Komm mit. - Es tut mir leid, Frank.

(Frank) Na los. Raus.

Lassen Sie sich von seiner harschen Art nicht entmutigen.

Sicher tut es ihm schon leid, was er gesagt hat.

Ich kann ihn ja verstehen.

Ich hatte meine Chance, und ich habe versagt.

Wurden Sie in Ihrer Karriere auch mal besiegt?

Hm! Mehr als ein Mal. Sind Sie auch k. o. gegangen?

Mhm. Und was haben Sie dann gemacht?

Ich bin aufgestanden und hab weitergeboxt.

Dann stehen Sie jetzt auch wieder auf, Herr Meissner.

Gehen Sie zu Leons Kampf. Ich denke, er braucht Sie.

Nein.

Aber was wird denn dann jetzt aus Ihnen?

Irgendwann verliere ich meine Wohnung.

Dann geht's wieder auf Wanderschaft. Irgendwo komme ich unter.

Danke, Schwester Hanna.

Sie wissen schon.

Für alles. Ach...

(singt) # Oh, oh, siehst du den Mond dort scheinen?

Oh, oh, kannst du ihn sehen von hier?

Oh, oh, kein Grund zum Weinen... #

Apropos, was ist nach der Ansage vom Weihbischof mit unserem Konzert?

Wir haben alles angeleiert. Ich will das Konzert nicht absagen.

Ich habe noch eine Idee, wie wir Nachschub ins Kloster bringen.

Lass mich raten.

Ein Hochglanz-Fotokalender

mit den schönsten Nonnen Bayerns.

Mit dir als Cover-Girl, Felicitas. *Sie lachen.*

Jetzt mal ernsthaft, ich denke an einen Blog oder so was,

damit die, die Bock haben... und je mehr Nonne werden wollen...

...umso weniger Argumente hat der Weihbischof.

Der sagt noch, sechs Nonnen seien zu wenig.

Vielleicht sind es bald nur noch fünf.

Wieso sagst du das jetzt?

Ist es was Schlimmes?

Nein, eigentlich... ist es was Schönes,

was ich euch sagen muss.

Ich bin schwanger, im dritten Monat.

Heilige Mutter Gottes. Ich krieg die Krise.

Und wer ist der Vater?

Jens.

Du hast doch immer die Kinder gehütet.

Wie kann denn dann so was passieren?

Agnes, echt jetzt? - Wieso?

Also... wenn ich vorläufig

als Novizin im Kloster bleiben würde,

wäre... das vorstellbar für euch?

Auf keinen Fall!

Eine schwangere Nonne?

Das geht gar nicht. - Novizin, Felicitas.

Egal, das geht nicht!

Möchtest du, dass ich gehe?

Das kannst du doch nicht wollen, Felicitas!

Möchtest du, dass ich gehe?

*Felicitas stockt.* Claudia ist hier zu Hause.

Wo soll sie denn hin?

Ich möchte, dass du bleibst. - Zieht sie halt ihr Habit aus

und lebt in Zivil hier.

Also, ich werde mit der Mutter Oberin sprechen.

Aber bis dahin darf niemand etwas davon erfahren.

Schon gar nicht der Weihbischof. - Versprichst du das?

Ich verspreche es.

Der Herr wird mir beistehen.

Das tut mir so leid, Hermann. Aber du kennst mich.

Ja, andere Männer haben auch schöne Autos, ne?

Weiût du, wenn die Reparatur nicht so lange gedauert hätte,

vielleicht... aber...

jetzt ist es passiert.

Ja, das... werde ich dem Wolfi nie verzeihen.

Doch, das wirst du.

Ich werde nie begreifen, warum, aber er ist dein bester Freund.

*Er seufzt.*

Ha... Hattest du mich denn wenigstens... ein bisschen gern?

Hermann.

Du bist so ein feiner Kerl.

Ich hab so gern meine Zeit mit dir verbracht.

Aber...

für so 'ne... gemeinsame Zukunft...

Tja, da kann man wohl nichts machen.

Bleiben wir Freunde?

Ich weiû noch nicht.

Vergeben Sie mir unser kleines Missverständnis.

Ich... Ich möchte mich für meine Fehler entschuldigen.

Lassen Sie uns über was anderes reden.

Nein, nein, nein. Sie sollen wissen, wie es dazu überhaupt kommen konnte.

Ich hab Sie bewundert.

Und ich bewundere Sie noch.

Mich? Ja. Deswegen war ich so verbissen.

Ich wollte beweisen, dass ich Ihnen ebenbürtig bin.

Was ich nicht bin. Ich bitte Sie, ich meine...

Es hatte schon einen gewissen Stil, wie Sie mich reinlegen wollten.

Und am Ende waren Sie mir trotzdem einen Schritt voraus.

Ich... möchte meinen Fehler wiedergutmachen.

Wie?

Wenn es ein Projekt gibt, bei dem ich Ihnen helfen kann...

Ein Wort genügt. Tja, ich...

Ich plane tatsächlich ein neues Projekt,

das seinesgleichen in Deutschland sucht.

Das klingt nach was Groûem. Ja. Ich baue eine Burg.

Also, nicht ich, ich lasse bauen.

Und die Gemeinde Kaltenthal. verdient noch Geld damit.

Was, eine Burg? Ja, ja.

Also, nach mittelalterlichen Methoden

und mit entsprechenden Werkzeugen.

So wie in Guedelon. Genau.

Stellen Sie sich vor, da pilgern ja über 300.000 Leute hin.

Sie werden Investoren brauchen.

Ich möchte mich nicht aufdrängen.

Ich verstehe auch, wenn Sie mir nach alldem nicht mehr trauen,

aber...

denken Sie darüber nach.

*Er seufzt.*

Wo gehst du hin? - Siehst du doch. Laufen.

Hey, Leon. - Überwachst du mich?

Checkst du, ob ich mich heimlich mit Opa treffe?

Ich hab Angst um dich, verdammt!

Jedes Mal, wenn du in den Ring steigst!

Ich hab gesehen, was Boxen anrichten kann.

Ja, Opa hat Fehler gemacht.

Das weiû er. Und dazu steht er auch.

Aber das gilt doch nicht für jeden Boxer.

Ich weiû, du bist nicht wie er, ja.

Trotzdem habe ich Angst.

Die Nonne sagt, er fängt an, Dinge zu vergessen.

Boxen ist extrem gefährlich!

Aber ich liebe es und werde weiterboxen.

Du bist minderjährig. Die Schule...

Ich hab hart trainiert, um so weit zu kommen, und entscheide selbst!

Der Verlag hat mir ein Ultimatum gestellt.

Wenn ich heute nicht das fertige Manuskript abliefere,

nehmen Sie meinen Roman aus dem Verlagsprogramm.

Gut, dann...

müssen Sie dem Verlag die Wahrheit sagen

und ich wohl oder übel dem Weihbischof.

Ich fürchte, so ist es.

Darf ich kurz stören?

Sie haben Hausverbot. - Ja, aber es geht um den Roman.

Ich hab mir erlaubt, eine neue Auflösung zu schreiben, und...

dachte, Schwester Hildegard möchte mal 'nen Blick drauf werfen.

Prehn ist gar nicht im Bett ermordet worden.

Und Katharina kommt über die defekte Glühbirne in der Leselampe darauf,

dass die Haushälterin...

Wenn es Ihnen nicht gefällt, verstehe ich das. Es ist Ihr Roman.

Nicht gefällt? Das hier ist gut.

Das ist mehr als gut! - Herr Stolpe.

Herr Stolpe.

Danke.

Ich habe einen Deal mit der Opposition geschlossen.

"Kreisverkehr Gartensiedlung Nord"?

Der blöde Kreisel darf begrünt werden,

und dafür geben die uns das Go zum Kauf des Klosters.

Sie sprachen mit dem Lehmann über den Kauf des Klosters?

Alles in trockenen Tüchern. Na, bravo.

Kommt überraschend, was?

Der Lehmann... hat Sie reingelegt.

Rein... ...gelegt.

Was hab ich Ihnen beigebracht?

In der Politik lügt jeder jeden an. Keine Freunde, keine Solidarität.

Aber... Alles, was ich aufgebaut habe,

mühsam, reiûen Sie wieder ein!

Chef, ich... Kein Wort mehr!

Ich rette, was zu retten ist. Frau Laban!

(laut) Ja? Wo steckt der Lehmann?

Beim Boxen! Beim Boxen...

*Jubel, Pfiffe und Beifall*

(Mann) Auf ihn! Na los!

Ja, komm!

*Laute Rufe*

*Glockenschlag*

Ist wohl nicht mein Tag. Unsinn, Leon.

Du bist so talentiert, du kannst noch besser werden

als dein Groûvater. Ist er hier?

Ich hab ihn nicht gesehen.

Wahrscheinlich interessiert es ihn auch nicht so.

Ich muss nach hinten.

Dem Jungen fehlt heute der Biss, der Siegerwille.

Vielleicht aber auch nur der Groûvater.

Er schien ihm gestern beweisen zu wollen, was er kann.

Bloû, der ist nicht hier. Wann ist der nächste Kampf?

In einer halben Stunde.

Das könnten wir doch noch schaffen.

Heute geht es doch einzig und allein darum,

dass Ihr Enkel den Sieg für uns holt.

Sie sind sein groûes Idol. Genau.

Der Junge will, dass sein Opa, die Boxlegende,

stolz auf ihn ist. Alles.

Idol? Legende? Ja.

*Er stöhnt.*

Alt, ohne Arbeit,

ohne Geld, ohne Zukunft.

Wer behauptet denn, dass Sie alt sind?

Mein Ex-Chef, und der hat das Sagen im Gartenbauamt.

Das Sagen hab immer noch ich,

und ich sage, Sie bekommen Ihren Job wieder.

Heute Abend geht es doch nur darum, dass Sie anwesend sind

und dass der Leon den Kampf gewinnt.

Sag bloû, du spürst schon was. - Das wäre wirklich ein Wunder.

Ich bin doch erst in der zwölften Woche.

Fühlst du dich besser?

Ich hab weniger Angst.

Egal, was kommt...

er wird mich irgendwie beschützen.

*Bravo-Rufe, Pfiffe, Beifall*

Hey. Du bist doch noch gekommen.

Ich werde doch deinen groûen Kampf nicht verpassen.

Hab ich dir mitgebracht. Schenke ich dir.

Mit denen holte ich den bayerischen Titel im Mittelgewicht.

Vielleicht bringen sie dir Glück. - Danke.

Ja... Aber Glück allein ist nicht alles.

Lehn dich nie zurück.

Wende den Blick nicht ab, wenn du geschlagen wirst.

Setz deinen Raum fest. Verteidige ihn um jeden Preis!

Du bist verloren, wenn du nicht auch im Kopf kämpfst. Und noch was:

Warte nie darauf, dass der Gegner aufhört zu schlagen.

Unterbrich seine Kombos. Vertrau deinem Instinkt.

Mach ich.

Na komm. Du gewinnst.

Hau ab. - Wird gemacht.

Heinz, du kennst mich doch.

Ja, leider. Wir sind Freunde und vertrauen uns.

Das Kloster kaufen ist gegen die Abmachung.

Niemand will es kaufen. Dieser Rauscher verzapft einen Schmarrn.

Ich will das schriftlich, dass du es nie wieder kaufst.

Gut, bekommst du schriftlich.

Bist du dann beruhigt?

Wenn es um dich und das Kloster geht, bin ich nie beruhigt.

*Anfeuernde Rufe* *Glockenschlag*

Los!

Eins, zwo,

drei, vier,

fünf, sechs,

sieben, acht,

neun, aus!

*Jubel*

Was hat dir der Herr Wöller angeboten, dass du kommst?

Ich hab meine alte Arbeit wiederbekommen.

Na dann.

Ich möchte dein Vater sein dürfen.

Ich...

*Er stammelt.*

Ich brauche Zeit, ich...

Sei für Leon da. Coach ihn ein paar Stunden die Woche.

Willst du, dass er weiter boxt? - Nein!

Aber Leon liebt das Boxen, es ist sein Leben.

Und als sein Vater tue ich alles, damit er das unbeschadet übersteht.

Hat dir Schwester Hanna gesagt, was los ist?

Dass du dein Gedächtnis verlierst. - Noch reicht's.

Aber wer weiû, irgendwann...

Erzähl ihm alles, woran du dich erinnerst.

Und... sei ehrlich.

Bring ihm bei, was du kannst und wovon er die Finger lassen soll.

Mach ich. Ich passe auf ihn auf.

Ich versprech's dir.

Der erste Boxtitel seit drei Jahrzehnten in Kaltenthal!

Das geht in die Geschichte ein.

Sagen Sie mir noch, worum es mit Herrn Lehmann ging,

dann sind wir alle glücklich.

Was bespricht man mit der Opposition? Dies und das, Pipapo.

Ach, Pipapo. Herr Lehmann!

Äh, muss das sein? (bejahend) Mhm.

Ich verlass mich auf dich, Heinzi. Kannst du.

Zu 100 Prozent. Gut.

Herr Wöller hat geplant, das Kloster zurückzukaufen.

Ich wusste es. Das ist ein Missverständnis.

Und du bist ein Verräter.

Die schriftliche Zusage, dass du es nicht kaufst, ist das eine.

Aber Schwester Hanna auf meiner Seite zu haben ist noch mehr wert.

Glauben Sie ihm kein Wort. Opposition.

Ja, ja.

"Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit mit eurem Nächsten."

Kommen Sie mir jetzt mit der Bibel?

In meinen eigenen Worten: Sie bekommen unser Kloster nicht.

Handelt es sich hier um eine Kampfansage?

Worauf Sie wetten können.

Schwester Hanna, Sie sind nicht mal annähernd meine Gewichtsklasse.

Bildlich gesprochen.

Wir werden sehen, wer zuerst zu Boden geht, Herr Wöller.

Bildlich gesprochen.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2020

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