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Zulu
*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Friedliche Musik*
*Sie atmet laut.*
Hallo, Christian. Schwester Hanna.
Wie schön, dich zu sehen. Wie siehst du denn aus?
Wo ist dein schwarzes Kleid? Ich will wieder mehr Sport machen.
Und beim Laufen stört so ein Kleid.
Ist alles in Ordnung? Ich mache mir Sorgen.
Weißt du, was? Ich ziehe mich schnell um.
Und dann reden wir. Ist das okay? Ich koche Tee.
Wer schwitzt, braucht Flüssigkeit. Stimmt.
(Huber) Das hat doch keinen Zweck. Es ist zu finster.
Wir brauchen einen Scheinwerfer. Als ob!
Lade die Nonnen doch gleich ein. Sollen die alles mitbekommen?
Dass wir den goldenen Ritter suchen? Die lassen uns gleich einweisen.
Schön, Schwester Agnes ist ein bisschen plemplem.
Aber sie sagt, sie hat eine alte Ritterburg gefunden. Ja...
Wo willst du hin? Das könnte was sein.
Da, was hab ich gesagt? Das sind die Reste der alten Burg.
Wir haben nichts weiter als ein Stück alte Mauer.
Was heißt hier "nichts weiter"?
Hermann, das ist der Beginn von etwas ganz Großem.
Du und ich, wir schreiben die Geschichte von Kaltenthal neu.
Hallo?
(lauter) Hallo?
(überrascht) Herr Huber.
Was machen Sie da unten? (stammelt) Bausubstanz überprüfen.
(seufzt) Herr Wöller? Der Wolfi ist nicht da.
Würd ich gern glauben, aber ich hab seinen Wagen gesehen. Kommen Sie.
Herr Wöller?
(leise) Das glaub ich nicht. (ungeduldig) Herr Wöller.
*Sie seufzt.* Suchen Sie mich irgendwo auf der Welt nicht heim?
Sagen Sie, wo. Ich fahre da hin. Mach ich, aber was tun Sie hier?
Ich hab Hermann einen Rat gegeben.
In Sachen Bausubstanz? Nein.
Wie er Ihnen beibringt, dass die Sanierungskosten des Turms steigen.
Darum die Klettertour? Der Unfall.
Die arme Schwester Agnes.
Ab jetzt heißt es "Safety First", und das kostet.
Sie nutzen das nur als Ausrede.
Soll lieber das Bauamt vor Ort die Sicherheit prüfen?
Die machen Ihnen den Laden dicht. Sie sollten mir dankbar sein.
Wäre ich, wenn Sie meinen Antrag für den Kultursommer prüfen würden.
Ansonsten glaub ich Ihnen kein Wort.
Da tut man, und zum Dank wird man der Lüge bezichtigt.
Ich find schon raus, was Sie hier vorhaben.
Guter Tee.
Wie gefällt dir deine Arbeit im "Ochsen"?
Hannes sagt, ich bin der beste ...
(stockend) ... Spüler ... den er je hatte.
Super. Und was hast du jetzt für Probleme?
Rebecca, meine Freundin.
Ach. Die hat aber ein hübsches Lächeln.
Ich habe sie sehr lieb.
Wir wollen gemeinsam in eine Wohnung ziehen.
Du willst aus deiner WG ausziehen? Glaubst du, du schaffst das?
Du bist zuverlässig und bleibst dran, wenn du was willst.
Ich glaube, du kriegst das hin.
Die Vermieter wollen mich nicht.
Die denken, ich bin dumm.
(zögernd) Und ... außerdem verdiene ich auch viel zu wenig Geld.
Weißt du, was? Ich kenne den Bürgermeister ganz gut.
Ich frage nach einer Sozialwohnung. Die sind nicht teuer.
Was sagen Rebeccas Eltern dazu, dass ihr zusammenziehen wollt?
Sie möchte, dass wir sie überraschen.
Ist es nicht besser, wenn ihr vorher mit ihnen redet?
Nein, das entscheiden wir. *Hanna seufzt.*
Du hast Angst, sie sind dagegen. Helfen Sie uns?
*Sie seufzt.*
Also, Christian, ich weiß nicht... Bitte.
Wir reißen das Kloster ab und bauen die alte Burg dort wieder auf.
Steht es denn auch auf dem alten Fundament?
Kannst du eigentlich nur noch rumstänkern?
Du bist zu viel bei Tussnelda. (mahnend) Isolde.
Die zieht dich runter. Nein. Die macht mich sehr glücklich.
Ach ja? Ja. Und sobald das Auto fertig ist, geht's nach Monte Carlo.
Ich seh uns schon am Mittelmeer die Serpentinen entlangfahren.
Und dann geht die blutrote Sonne am Abend am Horizont unter.
Das ist nichts gegen die Touristen, die wie in alten Jahrhunderten
mit den Händen die alte Burg wiederaufbauen.
Und die Würdigung der Gemeinde, die ewig dankbar sein wird.
Und die Nonnen, die dich fortjagen, weil es ihr Kloster ist.
Denkst du, wenn es um das Glück der Gemeinde geht, bin ich aufzuhalten?
Isolde und Monte Carlo sind mir grade wichtiger,
als dich wieder stürzen zu sehen.
Ja gut, dann muss ich halt zusehen,
wie jemand anderer die Zufahrtsstraßen und Bungalows baut.
Was für Bungalows? Die Burg ist ja nur der Anfang.
Na ja, die Leute müssen untergebracht werden.
Und die Parkhäuser. Die sind ganz wichtig.
Mein Gott, du weißt genau, wie gern ich einmal ein Parkhaus bauen würde.
Tja ... Entweder Isolde oder Parkhäuser.
Ich spüle, wer trocknet ab? - Ich.
Du musst dich schonen. Felicitas?
Ich kann nicht. - Wie immer, wenn's Arbeit gibt.
Gelobt sei Jesus Christus. (alle) In Ewigkeit, Amen.
Ich habe heute Herrn Wöller und Herrn Huber im Turmkeller erwischt.
Ja, er sucht den goldenen Ritter. Oh, der sucht was ganz anderes.
Der sollte lieber unseren Förderantrag bewilligen.
Mhm. Wir sollten Tatsachen schaffen.
Ja, und wie? Wir machen unser eigenes Ding, ohne Geld.
Was denn, zum Beispiel? Ich denke da an ein kleines Konzert.
Für 60 bis 100 Leute, so ganz easy.
Ich mach die Verpflegung. (betont) Das Catering.
*Sina kichert.* Und was für ein Konzert?
Du könntest doch singen, Lela. Nee, ich möchte nicht.
Doch, wir schreiben einen Song. - Ich weiß nicht.
"Die Hymne des Kultursommers". Hab ich früher immer gemacht.
Da hab ich Songs geschrieben, und, ähm ...
Texte komponiert... - (Felicitas) Ja.
Das ist 'ne ganz wundervolle Idee, Sina.
*Ruhige Musik*
Wunderschönen guten Morgen.
Von Herzen, herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag.
(stammelt) Ach ... aber ... das wäre doch nicht nötig gewesen.
Woher wissen Sie denn das?
Wir arbeiten zusammen, sind ein Team. Da weiß man das.
Herr Wöller weiß nicht, dass ich überhaupt Geburtstag habe.
Das ist ein Scherz. - Wetten, er vergisst es?
Sie halten den Laden zusammen. Ich würde Sie auf Händen tragen.
Für Herrn Wöller bin ich Inventar.
Sie müssen sich täuschen.
Also gut, ich wette mit Ihnen, er denkt an Ihren Geburtstag.
Gilt. Der Verlierer lädt den Sieger zum Essen ein.
Heute noch. Ich feiere nämlich erst Samstag mit Freunden.
Morgen, Frau Laban. Sitzen Sie nicht da wie ein Überraschungsei.
Machen Sie mir starken Kaffee.
Guten Morgen, Herr Bürgermeister. Morgen. Was führt Sie her?
Ich bespreche gerade mit Frau Laban,
wie man die Mitarbeiter besser motivieren könnte.
Mit neuen Möbeln. Und Blumen, die von der Arbeit abhalten.
Ist die Idee auch von Ihnen? Die haben einen besonderen Grund.
*Sie räuspert sich.*
In einer stilvollen Umgebung
arbeitet man nachgewiesenermaßen effizienter.
Schmeckt's?
Ausgezeichnet.
Mitkommen. Und Sie, Frau Laban...
Ich mache Ihnen einen neuen Kaffee? Erraten.
Ich möchte, dass Sie sämtliche Sehenswürdigkeiten Kaltenthals
zusammenfassend auflisten.
Fangen Sie mit Kloster Kaltenthal an.
Die oberste Aufgabe eines Lokalpolitikers ist:
Genau. Danke schön.
Was soll ich mit dem Kloster machen?
Äh... Was haben Sie schon wieder mit Kloster Kaltenthal vor?
Gar nichts, Frau Laban, auf Wiedersehen, machen Sie die Tür zu.
Und kein Ohr an der Tür, Frau Laban.
Regel Nummer eins, wenn's ums Kloster geht:
kein Wort zu ihr. Die sitzt den Nonnen auf dem Schoß.
Was ist denn so geheim? Nichts, aber sicher ist sicher.
Soll ich nur "Kloster Kaltenthal" auf einen Zettel schreiben?
Stand auf dem Gelände mal eine Burg?
Und falls ja, wovon ich ausgehe, bitte schriftliche Beweise.
Okay.
Eine Frage: Hat Frau Laban einen Verehrer?
Die Laban? Wegen der Blumen. Oder gibt's noch einen Grund?
Keine Ahnung. Hätte mich einfach interessiert.
Sie haben sich doch nicht in Frau Laban verguckt?
Ich? Na, heutzutage weiß man nie.
*Lockere Musik*
Schwester Hildegard, Entspannungsübungen gemacht?
Vor und nach der Morgenandacht. - Es kann doch nicht so schwer sein.
Soll ich mal? - (unwirsch) Ja. Gerne.
*Schwester Theodora seufzt.*
*Schelmische Musik*
Sie müssen einfach nur lostippen.
(seufzend) Mir fällt nichts ein.
Was fehlt denn noch?
Der Täter, ein Motiv, Anfang, Ende und die Mitte.
Das ist ja alles. - Ja.
Herr Stolpe. - Was tun Sie denn hier?
Ich lasse meine Autorin doch nicht im Stich.
Sieht der Weihbischof Sie, muss ich es erklären.
Als Privatdetektiv lernte ich, mit dem Umfeld zu verschmelzen.
Mich interessiert nicht, wie,
sondern nur, dass Sie den Roman zu Ende schreiben.
*Sie grummelt.* -Schwester...
Die Ursache einer Schreibblockade ist meist eine körperliche Blockade.
Stellen Sie sich mal hin. Aufstehen.
So. *Er räuspert sich.*
Der Ideenfluss soll wieder in Gang kommen.
Wir reparieren die Verbindung von Kopf, Nacken, Händen.
Beugen Sie sich vor, so wie ich. So.
Genau. Und jetzt machen Sie einen Ton.
Ein A. Oder... Doch, A ist gut. - (kraftlos) A.
Gehen Sie in den Schmerz. Aaa... - (lauter) Aaaa...
Tönen Sie, tönen.
Aaaaa... Ja. - Aaaaa...
Hallo, Frau Laban. Schwester.
Alles Liebe und Gute zum Geburtstag.
Von uns allen. Danke, das ist aber lieb.
Mmh, Kekse von Schwester Agnes? Und Tee.
Sagen Sie bloß, die Blumen sind von Herrn Wöller. Schwester.
Er und Blumen an meinem Geburtstag? Nein.
Die sind vom neuen Referenten Rauscher.
Ach. Ein sehr höflicher junger Mann.
Und der weiß, was sich gehört.
Herr Wöller hat Ihren Tag wieder vergessen.
Die Welt dreht sich halt nur um ihn. Und ab und zu um die Gemeinde.
Kann ich zu ihm? Ja, aber kein Wort vom Geburtstag.
Sonst tut er wieder so, als hätte er es gewusst.
Schwester Hanna, wenn es um Ihren Förderantrag
für den Kaltenthaler Kultursommer geht ... Ja?
Da bring ich Sie schon noch zur Vernunft. Aber darum geht's nicht.
Na dann.
Herr Wöller? Ich brauche Ihr gutes Herz.
Ich denke, ich hab nicht mal eins. Doch. Und es lässt sich erweichen.
Wofür wollen Sie denn diesmal meine Güte ausnutzen?
Sie kennen doch Rebecca. Tue ich das?
Petersen. Ah ja, stimmt.
Also. Rebecca möchte gern mit ihrem Freund zusammenziehen.
Christian Müller, auch mit Down-Syndrom.
Eine Wohnung zu finden, ist sehr schwer, ihr Gehalt reicht nicht.
Und Sie wollen die Kinder zusammen in eine Wohnung ziehen lassen?
Christian ist sehr verantwortungsvoll.
Sie brauchen eine Sozialwohnung, die können sie sich leisten.
Was sagen denn Rebeccas Eltern dazu?
Die beiden sind ja wohl alt genug.
Sie denken ernsthaft, die Gemeinde spielt bei diesem Experiment mit?
Wie oft lassen Sie mich noch ins offene Messer laufen?
Was soll das denn jetzt wieder heißen?
Sie hätten mir von Bischof Rossbauers Rente erzählen können.
Bischof Rossbauer geht in Rente? Ja.
Davon wusste ich nichts.
(betroffen) Ähm, was wollten Sie denn von ihm?
Na ja, spielt ja jetzt keine Rolle mehr.
*Sie seufzt.* Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
Ich erkundige mich, was da los ist,
und Sie suchen solange nach einer Sozialwohnung
für Rebecca und Christian, ja?
*Handy klingelt.*
Alex. Ich hab eine Idee für Ihre Burg.
Moment. Ist noch was? Ich warte auf Antwort.
Ein wichtiger Anruf, ja? Ich hab Zeit.
Sind Sie schon, Sie wissen wo? "Ich verstehe nicht."
Na, dort. Ach so, Sie meinen das Archiv.
"Darum rufe ich doch an." Reden Sie einfach los, ich hör zu.
"Ich bin auf dem Weg zum Kloster."
"Ich frage direkt nach." Auf keinen Fall.
Vertrauen Sie mir, ich mach das.
Muss ich die Sicherheit rufen? Haben Sie doch gar nicht.
*Tuten* Ha... Hallo!
Gut, ich kümmere mich um die Wohnung, ja?
Oh. Gelobt sei Jesus Christus.
Versprechen Sie Ihrem Chef nichts, tue ich auch nicht.
Mhm.
Grüß Gott. - Alex Rauscher, Bürgermeister-Referent.
Von Herrn Wöller? - Mhm.
Sind Sie wegen des goldenen Ritters hier?
Äh, tut mir leid, aber Ritter sind nicht mein Metier.
Er war unten im Keller. Unter unserem Klosterturm.
(ehrfürchtig) Er war ganz aus Gold.
Aus Gold. - Ja.
Schön für den Herrn Ritter. - Ja.
Aber ich bin hier, weil die EU mich schickt.
Um Gottes willen, was die denn von uns?
Ich liste alle Sehenswürdigkeiten Kaltenthals auf, auch das Kloster.
In diesem Fall sollten Sie unbedingt den Ort sehen,
wo ich den goldenen Ritter sah.
Sie haben es ja mit dem Ritter.
Sie werden es nicht bereuen.
*Leises Stimmengewirr*
Hallo. (Christian) Schwester Hanna?
Ach.
Bist du Rebecca? Hallo. Hast du eine Wohnung für uns?
Äh, nein, noch nicht. Aber der Herr Wöller...
Das ist der Bürgermeister. Genau.
Der hat versprochen, er wird sich für euch umschauen.
Aber er fragt, ob deine Eltern es wissen.
Ich will sie überraschen, wenn wir die Wohnung haben.
Aber wäre vorher nicht besser? Sie könnten sich übergangen fühlen.
Die verbieten das sonst. Die sorgen sich immer.
(nachdrücklich) Hab keine Angst.
Tut es. Vielleicht überzeugt ihr sie.
Okay, aber es ist immer besser, mit Menschen zu reden.
Auch, wenn es schwierig ist.
Und wenn sie Nein sagen?
Dann klappt das nie. Das will ich nicht.
Wohnst du alleine?
*Sie verneint.* Mit deinem Liebsten?
Ja. Siehst du.
Gute Nachrichten, Chef. - Grüß Gott, Herr Wöller.
Fast hätten wir den goldenen Ritter gesehen, Ihr neuer Referent und ich.
Wirklich? Wie schön.
Ich fand Burg-Überreste. Es ist ein Kloster.
Ich vermute, hier stand früher eine Burg, unter dem Kloster.
Eine Burg unter dem Kloster? Das wüsste ich.
Aber Sie sagten was von einer Burg...
Entschuldigen Sie, Schwester Agnes, das ist was Geschäftliches.
Ja, und der goldene Ritter? Um den kümmern wir uns später.
Was hatte ich Ihnen gesagt? (stottert) Die Sehenswürdigkeiten.
Die Burg ist plötzlich unwichtig?
Ich sagte, suchen Sie im Archiv nach Hinweisen,
nicht unterm Kloster.
Der Erfolg gibt mir recht: Da sind Burgreste.
Politik hat aber nichts mit richtig oder falsch zu tun.
Damit gewinnt man keine Wahl. Wie dann?
Indem man seine Trümpfe behält,
bis sie einem zum Vorteil dienen. Zum eigenen.
Sie wussten von der Burg.
Warum hat Sie Ihr Onkel wohl zu mir geschickt?
(stammelt) Äh, weil... Sie lernen vom Besten das Beste.
Mutter Oberin, gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit. Amen.
Ist es wahr, dass Bischof Rossbauer geht?
Ja.
*Sie seufzt.*
Ich bin so erschüttert wie Sie.
Ist sein Nachfolger schon bekannt?
Aktuell leitet Weihbischof Landkammer die Diözese-Geschäfte.
Schwester Hanna?
Ich fürchte, es kommen schwere Zeiten.
Der Weihbischof ist ein, nun ja, eher konservativer Gottesdiener
und wird einiges dahingehend verändern wollen.
Rückwärtsgewandt?
Unter anderem gab er mir unmissverständlich zu verstehen,
dass er gegen jedwede Verschwendung vorgeht.
Der gesamte Magdalenen-Orden steht auf dem Prüfstand.
Also, wir tun wirklich alles, um unsere Einnahmen zu erhöhen.
Und der Kultursommer... Bevor es Verluste statt Gewinne gibt.
Es wird einen Gewinn geben. Kulturell in jedem Fall.
Damit überzeugen wir den Weihbischof nicht.
Wie wäre zuerst ein Testlauf?
Kleinere Veranstaltung, weniger Gäste.
Dann sehen wir, was übrig bleibt.
Das könnte die Rettung sein.
*Es klopft.*
Herzlichen Glückwunsch.
Trude weiß ja von Ihrer gemeinsamen Kreuzfahrt,
was Sie gerne essen und trinken.
Das ist aber nett, Herr Meier. Vielen Dank an Trude.
Gern geschehen. Hat Herr Wöller diesmal... Ausnahmsweise?
Bitte erinnern Sie ihn nicht. Er muss selbst drauf kommen.
Guten Tag. - (ausrufend) Ha! Wow.
Das ist ja ein toller Präsentkorb.
Was niemanden was angeht.
(neckisch) Haben Sie Geheimnisse?
Vielleicht haben wir zwei eins?
Bitte nicht noch intimer. Ich will nichts wissen.
Wieso denn "intim"?
Keine Details! (Alex) Wie gesagt, da ist nichts.
Was? Zwischen uns?
Herr Wöller! Sagen Sie doch auch mal was.
Hab ich doch. - Ich sage: Auf Wiedersehen.
Äh ... Wiedersehen.
Toll hinbekommen. In 30 Minuten weiß Kaltenthal Bescheid.
Worüber?
Dass unser neuer Referent Sie mit Geschenken überhäuft.
Sie können sich denken, was das heißt.
Wirklich... Bevor der Abschied zu schwerfällt,
tun Sie im Archiv endlich, was Sie sollen.
Ich brauche Ergebnisse.
Ja. Ich schwöre Ihnen, wirklich...
Ja. Bei allem, was mir heilig ist.
Herr Wöller. Also wirklich.
*Handy klingelt.* Gott zum Gruß, Schwester Hildegard.
Die Mutter Oberin meldet sich bei mir? Welch Überraschung.
Sie müssen mit mir Vorlieb nehmen. Schwester Hanna.
Bischof Rossbauer hat sich zurückgezogen.
Weihbischof Landkammer vertritt ihn derzeit.
Mein Part ist erfüllt. Wissen Rebeccas Eltern Bescheid?
Äh ... so gut wie...
Schwester Hanna... Haben Sie eine Wohnung?
So gut wie, Schwester Hanna.
Meinst du, das hilft? Gegen deine ... Schreibblockade.
Na, beten hilft jedenfalls nicht.
Frau Laban, bitte.
Einen Termin beim Weihbischof. Das wird schwer.
Das wissen Sie ohne Anruf?
Frau Lohmeier hat sich tagelang bemüht.
Die Vorsitzende der Katholischen Landfrauen!
Was heißt "hat"? Ja, morgen um elf.
Aber wenn ich jetzt für Sie anrufe,
dürfte das drei bis vier Wochen dauern.
Frau Lohmeier braucht doch eine Baugenehmigung? Kann sein.
Finden Sie heraus, ob die Gemeinde noch freie Sozialwohnungen hat.
(leise) Gut. Ähm, Herr Wöller? Ja?
Wegen der vielen Geschenke...
Das hat einen anderen Grund, als Sie denken.
Und was Sie denken, ist sowieso völlig absurd.
Ich höre.
Das, ähm... Das darf ich nicht sagen.
Warum nicht? Weil ich ...
es unserem Referenten versprochen habe.
Dachten Sie schon mal an den Altersunterschied?
Wisst ihr, wo Felicitas ist? Sie wollte mir helfen, Nüsse zu knacken.
Für die Bratlinge. - Die ist fett.
Felicitas ist doch nicht fett. - Fast ein bisschen viel, oder?
Da kann noch Bums rein. - Wir sollen nicht übertreiben.
*Stille*
*Klingen* - Full House!
*Felicitas und Agnes schreien auf.*
(wimmernd) Grundgütiger...
Felicitas. Was ist passiert?
Ich hol die Feuerwehr. - Nein, nein.
Ich muss wohl nicht fragen, woher du das Handy hast.
Das ist kein Handy.
(Sina) Was denn sonst? - Ein Zeichen Gottes.
Das war nur ein heftiger Kurzschluss.
Das war kein Kurzschluss.
(betont) Das war ... die Strafe ... für meine Sünden.
Übertreibst du nicht etwas?
Du hättest es zurückgeben müssen, aber so schlimm ist die Sünde nicht.
Lela...
Ich habe mit dem Handy Online-Poker gespielt.
Und mit dem Gewinn habe ich die Raten
für das Handy bezahlt.
Hinter eurem Rücken. Sünde.
Sünde, Sünde.
Ich kündige dann mal den Vertrag, okay?
Wöller... Wöller hier.
Frau Lohmeier, ich möchte über Ihren Bauantrag sprechen.
Ich möchte ihn zur Chefsache machen.
Aber jetzt... Ihr Termin beim neuen Weihbischof.
Meinen Sie... der ist ja morgen... dass Sie mir den überlassen können?
Echt? Äh ... Das ist sehr entgegenkommend.
Sagen Sie, und wem soll ich jetzt gratulieren zum Geburtstag?
Ah, der Frau Laban.
Aha. Hm.
Hallo, Wolfgang. Ah.
(stammelnd) Ähm, hallo, Max.
Falls Schwester Hanna Versprechungen machte,
wegen der Wohnung, oder so...
Versprechungen? Für deine Tochter und ihren Freund.
Christian, oder so? Unsere Tochter will zusammenziehen?
Ja. Nimmst du mich auf den Arm?
Sie bat mich, eine Sozialwohnung für die beiden zu besorgen.
Was mischt Schwester Hanna sich ein? Das ist eine ihrer Spezialitäten.
Danke, dass du mich gewarnt hast.
(Agnes) Guten Appetit.
Wo ist eigentlich Felicitas? In der Kapelle.
Ich möchte wissen, was sie sich dabei gedacht hat. Online-Poker!
Wisst ihr, wer heute hier war? - Nein.
Der neue Referent von Herrn Wöller.
Ein sehr netter junger Mann.
Alex Rauscher. Ach ja?
Ja. Und was wollte der hier?
Die Gemeinde Kaltenthal muss für die EU
eine Liste aller Sehenswürdigkeiten erstellen.
Und da habe ich ihm natürlich unser Kloster gezeigt.
Den Keller des Turms... - (alle) Wegen des goldenen Ritters.
Ja. - *Sina stöhnt.*
Später kam Herr Wöller sogar noch persönlich vorbei.
Um Alex abzuholen.
Also doch.
Der heckt was aus, so sicher wie das Amen in der Kirche.
So, und die zwei Schweinsbraten.
(Huber) Ich habe doch keine Zeit. Iss.
Bist du noch mit im Boot, oder nicht?
Du willst echt Touristen eine Burg bauen lassen wie im Mittelalter?
Das dauert Jahre. Ich hoffe, Jahrzehnte.
Ich weiß nicht.
Also, die Isolde meint, dass mir das nicht guttut.
Ewige Hektik, Hin und Her, Aufregung. Ich glaub, sie hat recht.
Mit Verlaub, ich glaube, deine Isolde redet in dem Fall Unsinn.
Ach, tut sie das?
Schatz, was tust du hier? - Was ich tue?
Im "Ochsen" sollte es nur kurz dauern.
Du verlierst hier jedes Zeitgefühl.
Nur kurz, deinem Freund zuliebe. *Huber stammelt.*
Nicht doch, ich will nur beides unter einen Hut bringen.
Ist denn wenigstens das Cabrio fertig?
Ich kann nur sagen, meine besten Leute arbeiten daran Tag und Nacht.
(seufzend) Es tut mir leid, Hermann.
Dass ich eben so wütend war.
Bitte, Wolfgang, du musst das verstehen.
Ich freu mich so sehr auf diese Fahrt mit ihm. Hör doch zu.
Ich höre. Ich denke an nichts anderes mehr.
Wenn er gerade frisch aus der Werkstatt kommt,
alles wieder perfekt funktioniert, der Motor leise schnurrt...
Ja, natürlich ist so eine Fahrt mit dem Cabrio nur schön,
wenn du dabei bist, mein Schatz.
Notfalls bringen wir ihn in eine andere Werkstatt.
Vielleicht sind ja andere Werkstätten einfach mehr
auf rassige Oldtimer spezialisiert.
Hab doch noch etwas Geduld, Schatz.
Vertraue ihm einfach.
Geduld ist nicht meine Stärke.
Claudia.
Was machst du denn hier?
Ach, dieses Messer, das ist so stumpf.
Claudia!
Wo kommst du denn her?
Warum hast du nicht angerufen? - Gib her.
Wir hätten dich vom Bahnhof abgeholt. Setz dich.
Hast du Hunger? - Danke. Aber es riecht köstlich.
Oder möchtest du einen Tee? - Nein.
Es riecht vorzüglich.
Es ist so schön, euch zu sehen.
Danke.
Guck mal, Hanna.
Den hast du mir gegeben, als ich weggegangen bin.
Der ließ mich meine Zuversicht behalten und erinnerte mich an euch.
Jetzt weiß ich wieder, wo ich hingehöre.
Wohin denn? - Na, hierher!
Ach so. Schön!
Ich möchte zurück zu Orden und Kloster.
Aber natürlich nur, wenn ihr wollt. - (neckend) Nein!
Aber natürlich.
Sie wollen ernsthaft, dass wir zusammen essen gehen?
Ja, Sie haben die Wette verloren.
Ist der Ruf mal ruiniert, lebt es sich ganz ungeniert.
Du musst dich verhört haben.
Schwester Hanna bat Wolfgang um eine Wohnung für die beiden.
Was gibt's da falsch zu verstehen?
Rebecca, noch nicht anfangen.
Du naschst.
Ja, ich habe genascht. - Das sollst du doch nicht.
Nur zwei. Ich nehme dann weniger.
Nicht so viel. - Ja, ja.
Du, Süße? - Was?
Papa hat da was gehört. - Was hat Papa gehört?
Du willst mit Christian zusammenziehen?
Ihr sucht eine Wohnung?
Wer hat es euch gesagt? - Wir wissen es halt.
Das geht nicht, Süße, wirklich nicht.
Aber ihr sagt immer, ihr mögt den Christian.
Ja, sogar sehr, aber wir werden das nicht erlauben können.
Alle dürfen das, wenn sie sich lieben.
Du und Papa, Oma und Opa, Tante Moni und Onkel Paul.
Ihr beide habt das Down-Syndrom.
Darum müssen wir besonders gut auf euch aufpassen.
Ich hab's mir nicht ausgesucht.
Ich will es nicht haben. Ich will mit Christian wohnen!
*Grillen zirpen.*
Felicitas? *Felicitas schnarcht.*
*Sie schrickt auf.*
Was ist? Du bist eingeschlafen.
Ich habe was gesehen.
Im Traum. Der Herr hat mit mir gesprochen.
Durch seinen Erzengel Gabriel.
Ich bekomme noch eine Chance.
Kommst du bitte vorher ins Bett? Mhm.
Herr.
Ich werde wieder eine treue Dienerin. *Hanna seufzt.*
Aber bitte übertreibe es nicht wieder.
Hm.
Morgen. - Morgen.
Hallo, ihr zwei.
Hast du meinen Eltern erzählt, dass wir zusammenziehen wollen?
Nein, ich kenne sie gar nicht.
Nein. Du hast Diabetes.
Menno. Stimmt.
Du hast Diabetes?
Musst du da nicht regelmäßig Medikamente nehmen?
Ja, man stellt eine Uhr, die piepst. Dann nehm ich das Insulin.
Wir haben alles überlegt. Und sag mal ...
Deine Eltern wussten es plötzlich? Ja, es gab Streit.
Wir haben es ja gewusst.
Sie erlauben uns nicht, zusammenzuziehen.
Meine Eltern sollen nicht über mich entscheiden.
Kannst du mit ihnen reden?
Das ist doch unser großer Traum. Gut.
Und ich glaube, ich weiß auch, wer da geplaudert hat.
Grüß Gott. Mein Name ist Wöller.
Ich hab einen Termin.
Sie? Jetzt? Ja.
Wir erwarten eine Frau Lohmeier vom Katholischen Landfrauenbund.
Die Frau Lohmeier ist ganz böse an einer Magen-Darm-Grippe erkrankt.
Ich als ihr Bürgermeister springe für sie ein.
Aber... Sie können gerne anrufen.
Exzellenz, ein Herr Wöller aus Kaltenthal.
Frau Lohmeier ist leider verhindert.
Es ist mir eine Ehre, dass Sie mich empfangen.
Als Bürgermeister... 'tschuldigung. *Handy klingelt.*
Hermann, ich kann jetzt nicht.
Klar wird dein gottverdammtes Cabrio fertig.
Entschuldigung.
Aber Sie kennen das, die Untertanen lassen einen nie in Ruhe.
Fassen Sie sich kurz. Ich hab mich erkundigt.
Über Sie hört man nur Gutes.
Sie sind dem Stil der Genügsamkeit sehr verbunden,
der Nachfolge Christi.
Damit bringen Sie ja mal richtig frischen Wind in die Diözese.
Ich vermute, dass Sie die Klöster ein wenig unter die Lupe nehmen?
Wenn Sie bitte zum Punkt Ihres Anliegens kommen.
Ja... äh...
(stockend) Gibt es denn noch andere Prämissen,
wie zum Beispiel Gelübde einhalten, Gehorsam üben, zum Beispiel?
Ich gehe grundsätzlich davon aus,
dass jedes Kloster die Glaubensregeln genau befolgt.
Aha. Ich meine, das freut mich natürlich.
Denn dazu gehören ja auch kulturelle Veranstaltungen.
Also, Wein, Weib, Gesang im Kloster.
Was für Veranstaltungen?
Kultursommer im Kloster, wussten Sie das nicht?
(gedehnt) Wenn Sie sich über mich erkundigt haben, wissen Sie genau,
dass ich von derartigen kulturellen Veranstaltungen nichts halte.
Es sei denn, sie dienen dazu,
Gott näherzukommen.
Und den Blick auf die eigene Demut zu schärfen.
Aha, also, was das betrifft,
sei Skepsis bei den Schwestern im Kloster durchaus erlaubt.
Darf ich Sie fragen, warum Ihnen so gelegen daran ist,
das Kloster in einem möglichst schlechten Licht darzustellen?
Was heißt denn "schlechtes Licht"?
Ich meine, das Kloster gehört ja zur Gemeinde.
So wie Sie bin ich auch stets ums Wohl meiner Schäflein bemüht.
Aber eigentlich wäre es besser,
wenn das Kloster der Gemeinde gehören würde.
Denn wer weiß, was die Nonnen noch so alles im Schilde führen?
Noch sehe ich keinerlei Anlass, irgendetwas zu ändern.
Ja, aber ich meine, jetzt wissen Sie, im Falle des Falles,
an wen Sie sich wenden können.
An mich.
(Petersen) Wie können Sie hinterrücks
Wolfgang um eine Wohnung bitten?
Die beiden haben mich darum gebeten.
Wir sind nicht zu streng mit Rebecca. Wir lieben unsere Tochter.
Das bezweifele ich nicht.
Rebecca ist eine tolle junge Frau. Das wäre sie ja nicht ohne Sie.
Sie braucht mehrmals täglich Insulin.
Nicht auszudenken, wenn sie es vergisst.
Den beiden ist das Problem bewusst.
Erleben Sie Rebecca jeden Tag? Haben Sie sie großgezogen?
Max. So kommen wir nicht weiter.
Christian ist sehr verantwortungsvoll.
Er könnte Rebecca mitziehen, positiv beeinflussen.
Und wenn es andersherum ist? Sie müssen es beweisen dürfen.
Natürlich. Aber es geht nicht. Sie verhält sich noch oft wie ein Kind.
Darum haben wir die Vormundschaft.
Die Rebecca nächstes Jahr mit 25 aufheben lassen kann.
Ja, aber davon weiß sie nichts.
*Sie seufzt.*
Aber ist es nicht besser, Rebecca über ihre Rechte aufzuklären
und gemeinsam zu überlegen, wie Sie damit umgehen?
Sie gehen jetzt besser.
Wir leben mit Rebecca und dem Handicap seit 24 Jahren.
Wir brauchen keine Vorschläge. *Sie seufzt.*
Nein. Auf Wiedersehen.
Hallo, Frau Laban. Schwester.
Ist er da? Ein Termin bei Weihbischof Landkammer.
Es war ihm sehr wichtig. So schnell?
Wie er das wieder gedeichselt hat...
Und was will er vom Weihbischof?
Er sagt mir doch nie was, aber ich bin dran.
Was anderes: Wissen Sie etwas von einer Liste
mit allen Sehenswürdigkeiten?
Nein.
Ah. Herr Wöller... Moment, Schwester.
Sie glauben, der Nabel der Welt zu sein,
aber manchmal sind Sie es dann doch nicht.
Alles Gute zum Geburtstag.
Sie haben tatsächlich dran gedacht.
Ein Wöller vergisst nie.
Die Geschenke und Blumen gestern...
Ich dachte, das wär vom liebestollen Verehrer.
Herr Wöller. Der halbe "Ochsen" hat über uns getuschelt.
Was machen Sie im "Ochsen"?
Na, Abendessen. Rauscher und Sie?
Ja. Sag ich doch.
Jetzt fängt er schon wieder an.
Um Missverständnissen vorzubeugen:
Sagen Sie mir doch lieber, was Sie vom Weihbischof wollten.
Da gratuliert man jemandem zum Geburtstag,
und als Dank wird man an eine Nonne verraten.
Haben Sie wenigstens eine Sozialwohnung?
Schlimmer als ein Kurschatten.
Ich sprach mit Rebeccas Vater. Die Eltern sind dagegen.
Sie fallen den beiden in den Rücken.
Nicht doch. Die Eltern haben die Vormundschaft.
Die darf sie in einem Jahr aufkündigen.
Soll das im Streit geschehen? Das ist in einem Jahr.
Wer weiß, was dann ist?
Rebecca hat jetzt schon das Recht auf Selbstbestimmung.
Überzeugen Sie die Eltern, dass die beiden dazu in der Lage sind.
Dann kann ich vielleicht etwas tun.
Vorher nicht. *Sie seufzt.*
Sina, klapp mal den Laptop zu, wir wollen abendessen.
Ich mach doch grade diese Story mit Lela auf meinem Blog.
Unsere Ankündigung hat schon 987 Likes.
Schon 987? Ist doch super für die Sponsorenakquise.
Sponsorenaktive? Ich verstehe kein Wort.
Akquise. - (Sina) Akquise.
Mit Herrn Wöllers Hilfe und Fördergeldern ist nicht zu rechnen.
Wir müssen das alles selber machen.
Habt ihr schon angefangen? Du kommst grad richtig. Setzt euch.
(genüsslich) Hmm... (seufzend) Mach zu.
Wir beten. Segne, Vater, diese Speise,
uns zum Wohl und dir zum Preise...
... dass der uns das Brot dieser Erde schenkte... Felicitas.
Komm, Herr... Felicitas!
Sind Rebecca und Christian hier? - Grüß Gott.
Nein. Was ist passiert? Rebecca.
Sie kam nicht heim. Wir hofften, sie sind hier.
Erreicht haben Sie sie nicht? Keiner von beiden geht ans Handy.
Was sollen wir machen? - Sie hat ihr Insulin nicht dabei.
Ja, dann ist es am besten, wir rufen Wachtmeister Meier an.
Einen Tee? - Nein, danke.
Ich möchte nicht mehr zu meinen Eltern zurück.
Wir kämpfen für unser Glück.
Wir bleiben hier.
Bis wir eine Wohnung haben. - Wie lange?
*Telefon klingelt.*
Rathaus Kaltenthal, Laban. - Christian Müller.
Ich will den Bürgermeister sprechen. - Der ist schon nach Hause.
Ich möchte aber den Bürgermeister sprechen.
Es ist dringend.
(gedehnt) Es geht um Leben und Tod.
Moment, bitte.
*Er seufzt genüsslich.*
*Handy klingelt.*
Was machen Sie denn noch im Büro? Überstunden.
Ich hab einen Anrufer in der Leitung,
der sagt, es sei sehr dringend.
Wer... Frau Laban? *Tuten in der Leitung*
Hach, Gott.
Christian Müller. Rebecca und ich verstecken uns.
Ja... Wieso rufen Sie mich da an?
Wir warten hier, bis es eine Wohnung gibt.
Und vorher kommen wir nicht mehr nach Hause.
Ja, Moment mal... Wo seid ihr denn?
(schnalzt) Gibt's doch nicht.
(Rebecca) Sehr gut. Komm her.
Max, ich bin's, Wolfgang. Pass mal auf.
Der Freund deiner Tochter rief grade an.
Wir sind im Kloster. Dann komm ich da hin.
(Rebecca) Schön.
*Piepton*
Rebecca? Ich hab's piepen gehört.
Nicht jetzt, Christian, es ist so spannend.
Willst du etwa, dass dir schlecht wird?
Oh nein.
Was ist denn? - Ich hab mein Insulin vergessen.
Mist.
*Er stöhnt auf.*
Wachtmeister Meier, guten Abend. Wir suchen zwei junge Leute.
Genau. Zwei junge Leute mit Down-Syndrom.
Sind bei Ihnen abgestiegen?
Könnten Sie mich durchstellen, bitte?
Wie, sie sind...
Kann ich eine Nachricht hinterlassen?
Sie sollen sich sofort auf dem Revier melden, wenn sie zurück sind.
*Fahrrad klingelt.*
Rebecca! Mein Gott.
Ha! Bin ich froh, dass ihr wieder da seid.
Du hast mir einen Schrecken eingejagt.
Seht ihr ein, dass diese Erpressung nicht ganz fair war?
Nö, es war schön. Wir wären gerne länger geblieben.
Ja, Rebecca hat ihr Insulin vergessen.
Wir dachten, Schwester Hanna könnte es uns besorgen.
Deshalb seid ihr gekommen. - Ja.
Da kann man nichts dran machen.
Die Gesundheit geht vor.
Dass ihr ... an das Insulin denkt, hätte ich euch nicht zugetraut.
Ich liebe ihn. Und ich will mit ihm zusammen sein.
Gut. - (Frau Petersen) Einverstanden.
Vielleicht gibt's eine Wohnung in unserer Nähe.
Wolfgang? Ihr kriegt eure Wohnung, okay?
*Unverständliche Unterhaltung*
Sie haben ja doch ein Herz, Herr Wöller.
Wollen Sie mich ärgern? In so einem Moment?
Aber nein.
Gut. Alles andere verschieben wir auf morgen.
Mhm.
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