All language subtitles for Um Himmels Willen - S19E01 (235) Hochzeitswahn.deu

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Original subtitles

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

*Streichmusik*

Guten Tag, ich wollte mich mal vorstellen.

Ich bin Schwester Hanna.

Es ist uns eine große Ehre, Sie hier im Kloster zu haben.

Vielen, vielen Dank. Ja? Entschuldigung.

Die Mutter Oberin und der Bischof müssen jeden Moment auftauchen.

Felicitas ist verschwunden, und die Braut ist noch nicht da.

Felicitas habe ich eben in die Kapelle gehen sehen, und...

die Braut schwebt im siebten Himmel!

Ich weiß, dass ich es versprochen habe, lieber Gott...

dass ich das Handy zurückgebe.

Was machst du denn?

Ich bete.

Jetzt komm! Es geht gleich los.

Mutter Oberin? - Ich muss noch telefonieren.

Gelobt sei Jesus Christus, Exzellenz.

Die Feierlichkeiten scheinen diesmal

besonders groß zu sein.

Ja, die Braut nutzt ihre Hochzeit,

um für die Firma ihres Vaters in den sozialen Medien zu werben.

Woher weißt du das?

Wo ist denn die Mutter Oberin? Die telefoniert mit Lotte.

Apropos: Ist der neue Businessplan für Kloster und Hofladen fertig?

Äh...

Die Mutter Oberin wird dich das fragen.

Wir brauchen das Geld dringend.

Ich bin dran, Hildegard, aber...

wenn das mit dem Kultursommer im Kloster kappt,

bin ich sicher, dass das finanziell ein sehr gutes Jahr wird.

Der Einzige, der uns aufhält, ist Herr Wöller.

*Triumphierende Musik*

Du hast echt verrückte Ideen, Eva.

Wir müssen nachher nur aufpassen, ja?

Nicht, dass dein Kleid Feuer fängt, das wär schade drum.

Vor allem um die wunderschöne Braut, die drinsteckt.

Eva? Wir müssen die Ballonfahrt wohl absagen.

Wieso? - Es war alles zu viel für ihn.

Es geht ihm echt nicht gut. - Papa? Was ist denn?

(Er atmet schwer.) Nichts, alles gut.

Ich schaff das. - Bleib sitzen, Ernst.

Wir können doch auch mit der Kutsche fahren.

Was nicht geht, geht nicht. - Du musst nicht...

Die Kutschfahrt ist genauso schön.

Außerdem hat Philipp Höhenangst

und ist froh, wenn er da nicht rein muss, stimmt's?

Ja.

Alles gut, Papa.

*Beschwingte Musik*

Katja! Ist alles in Ordnung?

Mir ist echt peinlich, was meine Schwester macht.

*Beschwingte Musik* *Applaus*

*Applaus* *Die Menge jubelt.*

*Hochzeitsmarsch von F. Mendelssohn-Bartholdy*

Papa! *Er röchelt.*

Papa!

Ist hier ein Arzt?

Ein Arzt?

(Lela) Ich rufe einen.

Und die Hochzeit?

Sonst interessiert dich nichts? - Ich...

Lela, kommt ein Arzt?

Willst du Wasser?

Soll ich mitkommen? (Sanitäter) Nur eine Begleitperson.

Bleib du lieber bei Eva. - Ich komme sofort nach.

Hast du dein Handy? - Ja.

Ich kümmere mich um die Gäste.

Wie komme ich ins Krankenhaus? Ich fahre Sie. Kommen Sie!

Vorsicht.

*Schwermütige Musik*

Liebe Gäste...

liebe Freunde, liebe Familie...

Evas Vater ist leider unterwegs ins Krankenhaus, und...

wir müssen die Hochzeit absagen.

Es tut uns sehr leid.

*Bedauerndes Gemurmel*

Was hat er denn? Ist hoffentlich nur der Kreislauf.

Ich kümmer mich jetzt um die Gemeinderatsmitglieder.

Die gehen schon. Vergiss doch mal die Politik.

Komm mit aufs Oldtimertreffen.

Man muss das Leben genießen, solang es geht.

Wir beide? Dein alter Parteifreund Rauscher ist auch da.

Den kannst du in der Pfeife rauchen.

Darum hat er sich ins EU-Parlament wählen lassen.

Da sitzt er jetzt an den Fördertöpfen.

(Isolde:) Ah, hier bist du.

Hermann, wir müssen jetzt los.

Ja, äh... Es gibt übrigens Freibier.

Wer kann da noch Nein sagen?

Ja. Äh... Der Wolfi kommt auch mit, Isolde.

Das ist nicht dein Ernst.

Wer sitzt hinten?

Papa?

Haben die Ärzte schon was gesagt?

Wollen Sie nicht mit ihr reden? Worüber?

Warum sie unserem Vater das alles angetan hat?

Ach, Frau Angermeier. Guten Tag.

Wie geht's ihm? - Er hatte einen Infarkt.

Wir besprechen gerade, wie wir weiter vorgehen:

einen Stent setzen oder einen Bypass legen?

Danke.

Verzeihen Sie.

Du und dein Hochzeitswahn! - Papa war einverstanden.

Natürlich. Er kann seinem Liebling nichts abschlagen,

selbst wenn es ihn physisch wie finanziell überfordert.

Ich?

Du bist doch sein Liebling und übernimmst die Firma.

Welche Firma? Wir stehen kurz vor dem Ruin.

Und du ziehst so eine Show ab! -Show?

Deine Online-Kampagne hat Papa einen Herzinfarkt beschert.

Weißt du, warum du sein Liebling bist?

Das sagt grade die, für die Papa immer alles tut.

Aus schlechtem Gewissen. - Was du nicht sagst.

Weil du gar nicht seine Tochter bist.

Das reicht! Spinnst du jetzt total?

Ich hab's beim Suchen nach meiner Geburtsurkunde rausgefunden.

Liegt alles in meinem Zimmer.

*Sie singen.*

*Queen: "We are the champions"*

*Hupen*

Was war das denn?

Ich glaube, das war Herr Wöller.

Wer auch sonst?

Da vorne ist rechts eine Marienkapelle.

Ich würde dort gern einen kurzen Halt einlegen.

Gute Idee.

Da können wir für Herrn Angermeiers Genesung beten.

Und Sie sind sicher,

dass Ihr Vater nicht Katjas leiblicher Vater ist?

Und das mussten Sie ihr ausgerechnet heute sagen?

Sie hat mich wütend gemacht. Die Sache mit Papa,

die Hochzeit...

Ich hätte trotzdem die Klappe halten sollen.

Stimmt.

Und jetzt?

(seufzend) Jetzt warten wir ab, wie es Ihrem Vater geht.

Dann sehen wir weiter.

Ich hab immer von einer Märchenhochzeit geträumt.

Ein Mal Prinzessin sein.

Dann wollte ich die Hochzeit als Promotion für die Firma nutzen.

Für mein neues Konzept.

Unser Vertrieb war begeistert.

Die Reaktionen des Einzelhandels waren super.

Die Sache wurde immer größer und größer...

Und was ist das für ein Konzept?

Fantasietorten für jeden Anlass. Hauptsache schrill und bunt.

(seufzend) Katja hält das für Unsinn.

Warum? Keine Ahnung.

Wir waren schon immer Konkurrentinnen. Besonders bei Papa.

Wir konnten seinen Zustand stabilisieren.

Wir besprechen jetzt, wie wir weiter verfahren.

Kann ich zu ihm? - Nein.

Wie gesagt: Momentan ist er stabil, und ich halte Sie auf dem Laufenden.

Danke, Herr Professor. Gerne.

Ich schlage vor, Sie bleiben hier,

und ich versuche, mit Ihrer Schwester zu reden.

Wenn Papa das nicht überlebt... Ich...

Ich bin bald zurück.

Entschuldigung.

*Beschwingte Musik*

Herr Meier. - Grüß Gott.

Führerschein und Papiere bitte. - Wieso denn?

Laut Radarmessung lagen Sie 43 km/h über der Höchstgeschwindigkeit.

(Isolde) Und das heißt?

Ab 41 km/h gibt's vier Wochen Führerscheinentzug.

Sie wollen mir den Führerschein wegnehmen wegen 2 km/h?

Das ist nicht Ihr Ernst! - Ich hab die Gesetze nicht gemacht.

Wolfi, sag du doch mal was. Was soll ich denn sagen?

Isolde ohne Führerschein... Die dreht durch.

Dann halt dich halt fern von ihr.

Das hab ich gehört.

Ich versuch ja nur, das Pflänzchen der Liebe zu bewahren.

Wolfi, sag dem Meier, das läuft nicht so.

Lass dir was einfallen.

Bestich ihn. Mir wurscht.

Dafür bin ich gut genug, oder was?

(beide) Ja!

*Er seufzt.*

*Beschwingte Musik*

*Wöller räuspert sich.*

Ich weiß, was jetzt kommt. Ich soll ein Auge zudrücken,

sonst regele ich den Verkehr am Nordpol.

Wer sagt denn so was?

Beruhigen Sie... Nein, nein.

Halten Sie sich streng an die Vorschriften.

Ernsthaft?

Ja. Tun Sie mal so, als ob Sie sich über mich aufregen.

(Meier) Hä? Ich verstehe nicht.

Als hätte ich Sie um was gebeten, und Sie weigern sich.

Aber ich denke...

Sie werden nicht fürs Denken bezahlt, sondern fürs Handeln.

Seit mein Freund mit dieser Frau liiert ist,

ist er nicht mehr Herr seiner Sinne.

Ja? Also: alles streng nach Vorschrift, okay?

Okay.

*Beschwingte Musik*

Mein Kollege hat vergessen, die Toleranz abzuziehen.

Sie liegen unter 41 km/h. Mo... Moment.

Das heißt?

Sie müssen mit 120 Euro und einem Punkt rechnen.

Das heißt aber nicht, dass Sie weiter rasen sollen.

Sie sind ein Engelchen.

Wirklich... Du bist der Größte, Wolfi!

Ja...

*Spannende Musik*

*Sie seufzt.*

Frau Angermeier?

*Katja schnieft.*

Katja?

Hier sind Sie.

*Hanna seufzt.*

Die Ärzte konnten den Zustand Ihres Vaters stabilisieren.

Eva ist im Krankenhaus.

Professor Rosenthal informiert Sie über alle weiteren Schritte.

Geburtsurkunden, Adoptionsanträge, Briefe...

Mein Vater ist nicht mein leiblicher Vater!

*Melancholische Musik*

Zumindest versteh ich jetzt so einiges.

Warum er Eva immer bevorzugt hat. Und ich zu funktionieren hatte.

Ihre Schwester empfindet das genaue Gegenteil.

Weil Eva mit nichts zufrieden war.

Sie brauchte immer seine ungeteilte Aufmerksamkeit.

Sie müssen mit Ihrem Vater darüber reden, wenn es ihm besser geht.

Ich vertraue ihm nicht mehr.

Ihr Vater wird gute Gründe gehabt haben, warum er nichts gesagt hat.

Er hat mich all die Jahre belogen!

Sogar nach Mamas Tod. Reden Sie miteinander.

Kein Hinweis darauf, wer mein leiblicher Vater ist.

Ich denke, es ist für alle Beteiligten das Beste,

wenn ich die Firma und Kaltenthal verlasse.

Tun Sie das nicht.

Ich suche jetzt erst mal meinen leiblichen Vater.

Damit ich wieder Boden unter den Füßen bekomme.

*Beschwingte Musik*

*Motorengedröhn*

(Huber) Auf unseren Bürgermeister,

der für uns das Unmögliche möglich macht.

Dass grade du mir hilfst, hätt ich nicht gedacht. Danke.

Hermanns Freunde sind auch meine Freunde.

Wir müssen zum Start. Dann noch viel Spaß allein.

Man sieht sich. Ja, man sieht sich.

Ja, ja.

Einsam sind die Tapferen und Guten.

Ich werde in den Ruhestand treten.

Es wird Zeit.

*Melancholische Musik*

Es klingt, als sei das schon entschieden.

Ich habe dem Papst meinen Rücktritt angeboten.

Er hat ihn akzeptiert.

Ohne vorher mit mir zu sprechen?

Entschuldigung.

Ich weiß, es steht mir nicht zu.

Aber wir haben so viel zusammen durchgemacht...

Genau deshalb habe ich nichts gesagt

Ich dachte, Sie würden mich umstimmen.

Der Wöller!

*Wöller lacht.* Der Rauscher!

Was sitzt du denn so allein da, ganz einsam?

Wo ist denn dein Freund Huber?

Auf den Wogen der Liebe davon...

Schlecht. Und: Hast du was dagegen? Nein, überhaupt nicht.

Sag mal: Wie lebt es sich in Brüssel?

Gut. Viel Freud', viel Ehr', viel Arbeit.

Du machst ja jetzt in Subventionen. Ja, ja. Und in Fördergeldern.

Ich kann dir sofort die Kontonummer der Gemeinde geben.

Hab schon gehört, dass du dich da mit dem Kloster vergaloppiert hast.

Kaltenthal ist jetzt in den roten Zahlen.

Was willst du, Otto?

Ich will nur ein Bier mit meinem alten Parteifreund trinken.

Und dich um einen kleinen Gefallen bitten.

Mein Neffe, der Alex,

der will gerne in die Politik.

Ah, ja? Ja, der hat durchaus Talent.

Aber damit er wirklich ein ganz Großer wird,

muss er halt das Handwerk

von der Pike auf lernen. Klar.

Am besten beim Besten, wenn es um Lokalpolitik geht.

Welche Ehre. Und ich soll ihn unter die Fittiche nehmen?

Na ja. Eine Hand wäscht die andere.

Schau, die EU plant eine Ausschreibung

für die schönste und nachhaltigste Stadt Europas.

Da liegt viel Fördergeld drinnen.

Also, Kaltenthal benötigt ein Leuchtturmprojekt,

also etwas, was Eindruck macht.

In Frankreich bauen die eine Burg,

genau so, wie im 13. Jahrhundert gebaut wurde.

Ich kann mir keine Burg backen.

Du musst sie ja nur bauen. Ja.

Am besten dort, wo früher eine stand.

Und dir werden Millionen geschenkt,

damit du Millionen dann später verdienst.

Wann will dein Neffe anfangen?

Na, gestern schon. Ich verstehe.

*Heitere Musik*

Eva? Konnten Sie mit Ihrem Vater sprechen?

Nein. Was hat Katja gesagt?

Sie will weggehen und nach ihrem leiblichen Vater suchen.

Spinnt sie?

Wir werden einen Stent setzen,

und ich hab die Operation für morgen früh angesetzt.

Ihr Vater schläft.

Und sein Zustand ist stabil. Danke, Herr Professor.

Kommen Sie. Sie müssen erst mal aus dem Kleid raus.

Reden Sie mit Ihrer Schwester. Um was zu sagen?

Sie sind immer noch eine Familie.

Ich muss erst mal mit Philipp reden.

Die Hochzeit, Papa, Katja, das...

Das wächst Ihnen jetzt alles über den Kopf.

Wo ist Philipp jetzt? Soweit ich weiß, noch im Kloster.

Soll ich Sie mitnehmen?

Gerne. Na, dann.

*Hanna seufzt.*

Hermann? Hörst du mir mal zu? Was ist denn?

Ich hab mit dem Rauscher gesprochen.

Der öffnet für uns die Subventionsschleusen.

Aber ich brauch deine Hilfe. Was, jetzt?

Heute? Ja.

Tanzen wir lieber.

Äh... Ich habe zwei linke Beine.

Und nicht die längsten.

Hermann? Die Pflicht ruft. Hermann!

Was soll ich machen? Frag dein Gewissen.

*Rustikale Musik*

*Fahrradklingel*

Mutter Oberin?

Bischof Rossbauer geht in den Ruhestand.

Er steht uns weiter mit Rat und Tat zur Seite,

aber wir bekommen einen neuen Bischof.

*Melancholische Musik*

Weiß man schon, wer das sein wird?

*Die Mutter Oberin seufzt.*

Bis der Papst den Nachfolger bestimmt,

wird Weihbischof Landkammer die bischöflichen Geschäfte führen

und für unseren Orden verantwortlich sein.

Der Name sagt mir nichts.

Er kommt uns morgen besuchen. Dann wissen wir mehr.

*Leise Musik*

Verdeck kaputt.

Bitte pusten, bis es aufhört. Ich bin stocknüchtern.

Ich kann auch den Kollegen bitten.

Na, geben Sie her.

*Tröten*

*Piepsen*

Ich sehe nicht, was ich gerade sehe,

und Sie lassen Ihren Wagen sofort stehen.

Darf ich mal sehen?

Es ist knapp drüber...

*Telefonläuten.* Fahren Sie mich bitte heim

und holen mich morgen wieder ab. Moment.

Moment. Gut.

*Telefon klingelt weiter.*

Erwin! In der Stadt will einer vom Dach springen. Los!

Ja, was ist mit mir?

Bitten Sie doch Herrn Huber, Sie abzuholen.

Erwin, komm jetzt!

Wenn ich mit Ihnen fertig bin,

dann regeln Sie nicht mal mehr den Kreisverkehr am Nordpol...

Auch nicht am Südpol!

*Polizeisirene*

*Beschwingte Musik*

Papa schafft das. Wenn er wieder gesund ist,

planen wir die Hochzeit neu.

Eva, das... - Am besten fangen wir gleich an.

Papa kommt bald aus dem Krankenhaus.

Eva, bitte mach mal kurz einen Punkt.

Warum feiern wir nicht im kleinen Rahmen?

Das hier kostet ein Vermögen.

Nach allem, was mit deinem Vater passiert ist:

einfach nur wir zwei.

Meine Familie, dein Vater, Katja...

Da, wo wir uns das erste Mal geküsst haben.

Das Marketingkonzept steht und fällt mit der Hochzeit.

Es ist wichtig!

Projekt, ja? - Du weißt, wie ich das meine.

Nee, weiß ich nicht. Ich weiß gar nichts mehr.

Sag bitte Ja, und mach deine Prinzessin glücklich.

Ich brauch das, nach allem, was passiert ist.

Es ging bei uns auch mal um Liebe

und nicht um Ballons, Marketing und Torten.

Das ist dir wichtiger als das, was zwischen uns ist.

Philipp... - Ich kann das so nicht!

Irgendwo zwischen weißen Tauben und Hochzeitskutsche

haben wir verloren, worauf es ankommt.

Philipp! - Nee.

*Traurige Musik*

*Telefon klingelt.*

*Telefon klingelt.* Ja, ja.

Kloster Kaltenthal, Schwester Hanna.

Herr Wöller!

Mein Abendessen wartet.

Wenn es nicht um Leben und Tod geht... Es geht um mehr als das.

Was ist los? Sie müssen mich abholen.

Wenn Sie zu betrunken sind, um vom "Ochsen" heimzulaufen...

Ich wurde überfallen und ausgesetzt.

Um Himmels willen! Von wem?

Von Wachtmeister Meier. Herr Wöller.

Das erkläre ich Ihnen beim Abholen. Beeilen Sie sich.

Ich würde Sie liebend gern aus dieser misslichen Lage befreien...

Aber? Aber...

unser Autoschlüssel ist dummerweise unter einem Stapel Akten versteckt.

Bis wir den gefunden haben...

Ihr Förderantrag kommt ganz oben auf den Stapel. Versprochen.

Sie geben mir Ihr Wort?

Ein Wöller ein Wort. Wo stecken Sie?

*Traurige Musik*

Eva!

Was ist?

Wo ist Philipp?

Weg. Er...

Er hat sich von mir getrennt.

Nein. So schnell trennt man sich nicht,

wenn man so verliebt ist wie Sie zwei.

Er sieht das anders. - Ah.

Wissen Sie, was? Sie bleiben heute Nacht im Kloster,

und morgen überlegen wir in Ruhe,

wie wir alles wieder hinbekommen, ja?

Na, komm.

*Motorgeräusche*

*Wöller brummelt.* Herr Wöller?

*Wöller brummelt.*

Herr Wöller!

Was? Wo? *Er stöhnt.*

Sie sind zu Hause.

*Er ächzt.*

Sie erinnern sich noch an Ihr Versprechen?

Nein. Der Förderantrag.

Früher kannten die Nonnen nur Nächstenliebe, ja?

Jetzt stellen sie nur Forderungen

und treiben eine Gemeinde in den Ruin. Unglaublich!

Sie wollten das Kloster unbedingt haben.

Und dann wieder loswerden.

Ich wollte meiner Gemeinde zu Wohlstand verhelfen, ja? Aber gut.

Sie können mir lauter Knüppel zwischen die Beine werfen.

Ich sage nur: Leuchtturm.

Sie wollen nicht hier einen Leuchtturm bauen?

*Er kichert.*

Besser, Schwester Hanna. Viel besser.

*Beschwingte Musik*

Für wen schmierst du denn die ganzen Brote?

Für all die Handwerker, die unseren Turm reparieren.

Bei deinen leckeren Broten werden die nie fertig.

Die bleiben ewig hier.

Gelobt sei Jesus Christus. In Ewigkeit Amen.

Hast du Felicitas gesehen?

Die ist nach der Morgenandacht gleich auf ihr Zimmer.

Aha. Und was macht sie da? - Beten.

Wir kommen doch gerade von der Andacht,

und Felicitas ist alles, nur kein Fan vom Beten.

Seit Kurzem schon.

Ich geh mal nach ihr sehen. *Hanna seufzt.*

Bist du sicher? Ja.

Müssen wir uns Sorgen machen?

Guten Morgen. Gut ist der Morgen leider nicht.

Ist was mit Ihrem Vater? Ich habe noch nichts gehört.

Was ist dann?

Ich habe mit unserem Prokuristen gesprochen. Katja hatte Recht.

Wir sind fast pleite. Die Hochzeit war zu teuer.

Er sagt, eine solche zweite Hochzeit überlebt die Firma nicht.

Warum sagt mir das keiner?

Hätten Sie denn zugehört?

Ich hab gedacht, das ist eine gute Idee.

Ich kriege meine Märchenhochzeit,

und gleichzeitig vermarkte ich unsere neuen Torten.

Ich halte es immer noch für eine gute Idee.

Was sagt Philipp dazu?

Er hat das alles nur mir zuliebe getan.

Papa hat einen Herzinfarkt, Katja verlässt Kaltenthal,

und jetzt will Philipp mich nicht mehr heiraten.

Hab ich ja richtig gut hingekriegt.

Also, passen Sie auf.

Sie fahren jetzt zu Ihrem Vater.

Ich muss noch mal zu Herrn Wöller,

dann komm ich nach, ja?

Vielleicht weiß er was über Katjas Vater.

Der Herr Wöller? Er ist Katjas Patenonkel.

Mama und er haben sich gut verstanden.

Papa war sogar eifersüchtig.

Ich werde ihn fragen.

Das heißt aber nicht, dass er ihr Vater ist, oder?

Na ja, gehen wir jetzt mal nicht vom Schlimmsten aus.

Wie siehst du denn aus? Ausgeschlafen.

Falls du mich wegen des Autos teeren und federn lassen willst ...

Ich will nur den Schlüssel. Wachtmeister Meier...

Schwester Hanna musste mich heimfahren.

Dann war dein Abend also nicht so romantisch wie meiner?

Wir mussten ein Hotelzimmer nehmen, weil du weg warst.

Bitte keine Details.

Candlelight Dinner, kleines Schaumbad zu zweit...

Hermann, ja? Wir fahren gleich ins Rathaus.

Wir müssen einiges besprechen.

Das geht nicht. Wieso?

Ich fahr mit Isolde an den Tegernsee.

Nenn mir eine Frau in deinem Leben,

die dich nicht ins Unglück stürzte.

Mit Isolde ist das anders.

Oh Gott. Pass auf.

Ich hol mir selber bei Meier den Schlüssel,

dann treff ich dich und fahr erst danach los.

Dir sind wohl die Dimensionen gar nicht klar. Bis später.

Du wirst noch von mir hören: "Ich hab's dir gesagt."

Mutter Oberin? Ich habe eine Überraschung für Sie.

Sie haben Ihr erstes Kapitel fertig? - Das leider nicht.

(überrascht) Gloria! Das ist ja wirklich eine Überraschung.

Wo hast du gesteckt?

Ich hab ewig nichts von dir gehört.

Ich bin von Santiago de Compostela bis hierher gewandert.

Man macht diese Pilgerreise eigentlich in die andere Richtung.

Kommt auf den Wallfahrtsort an. Meiner ist das Kloster.

Aha... - Ich möchte Nonne werden.

*Bewegende Musik*

Frau Laban.

Machen Sie mir bitte einen starken Kaffee.

Dann schaffen Sie den Treptow ran.

Treptow ist seit gestern in seinem Sabbatical.

Sabbatical? Was ist das denn?

Sie haben den Antrag selber unterschrieben.

Unterschrieben? Ich? Ja.

Deswegen haben Sie für Ersatz gesorgt.

Ersatz? Ich? Ja.

Alles hier ist unter meinem Niveau,

aber was tut man nicht für seinen Onkel?

Wir sehen uns in München? Das ist ein Wort.

Alexander Rauscher. Sie müssen Wolfgang sein.

Ist doch in Ordnung, wenn wir uns duzen? Alex.

Ich bevorzuge die Bezeichnung "Bürgermeister".

Und der Stuhl hinter meinem Schreibtisch

ist mein Stuhl.

Hui. Heute mit dem falschen Fuß aufgestanden, das tut mir leid.

Kaffee, den brauch ich, danke.

*Heitere Musik*

Onkel Otto hat mich avisiert?

Der EU-Rauscher. Schon vergessen?

Ich vergesse nie etwas. Da bin ich wie ein Elefant.

Keine Seite? - Nicht ein Wort.

Haben Sie Ihre Übungen gemacht?

Augen schließen, tief Luft holen und dann Arme kreisen lassen.

Nacken kreisen.

Ich versteh das nicht. Bei den letzten Romanen

fiel mir so viel ein.

Und jetzt... *Stolpe seufzt.*

Ich verlier die Zuversicht. -Lassen Sie sich nach hinten fallen.

Herr Stolpe...

Das funktioniert nur, wenn Sie mir vertrauen.

*Stolpe ächzt.*

Ich habe Sie.

Nie wieder. Haben Sie mich verstanden?

Ich hoffe, ich störe nicht?

Weihbischof Landkammer, nehme ich an?

Herr Stolpe...

Gelobt sei Jesus Christus.

Mein Agent. - Agent?

Literaturagent. Schwester Hildegard schreibt Kriminalromane.

Davon habe ich gehört. -Ah!

Dachte jedoch, das sei ein Scherz.

Drei Mal auf der Bestsellerliste! - Herr Stolpe.

Die Mutter Oberin?

Sie ist beschäftigt.

Warten Sie hier, ich melde Sie an. - Das ist nicht nötig.

Es ist aber, glaube ich, doch besser.

Ich bin immer für eine Überraschung gut.

Gewöhnen Sie sich daran.

*Sie seufzt.*

Was ist denn?

Da drin sitzt Gloria alleine,

und die Mutter Oberin schmiert Brote in der Küche.

*Popmusik*

Grüß Gott!

*Musik endet.* Äh... Hallo.

Wer sind Sie? - Sina.

Wer? - Schwester Sina.

Was sind Sie? - Novizin: Und Sie?

*Spannende Klänge*

*Heitere Musik*

Hallo? Ist da jemand?

Ich habe belegte Brote mitgebracht.

*Rumpeln* Hallo?

*Schaben*

Seid ihr da unten?

*Agnes schreit.*

So... Na endlich.

Danke. Und einen Schweinsbraten.

Das ist ja ganz was Neues. - Für mich nichts.

Wieso? Der Mensch muss doch was essen.

Vor allem, wenn er Großes vorhat. Isolde wartet.

Ich weiß eh nicht, wie man eine mittelalterliche Burg baut.

Musst du nicht. Das machen die Touristen.

Und die zahlen noch dafür. Du machst nur die Planung.

Such dir wen anders für dein Projekt.

Sag mal, hast du nur noch diese Frau im Kopf?

Was ist denn los? Ich muss mal wohin.

*Heitere Musik*

*Ploppen* *Wöller kichert.*

Oh! Schwester Hanna.

Ich frag lieber nicht, was Sie da treiben.

(stammelnd) Was Sie da treiben ist Fördergelder-Stalking.

Ich brauche Ihre Hilfe.

Ich hab keine Zeit und die Gemeinde kein Geld.

Ich begleite Sie in den "Ochsen"

und erzähle Herrn Huber, dass Sie sein Auto repariert haben.

Welche Kohlen soll ich dieses Mal für Sie aus dem Feuer holen?

Vorher hab ich eine Frage:

Sind Sie Katja Angermeiers Vater? Was?

*Die Glocken läuten.*

Möchten Sie einen Tee?

Kekse? - Ich esse keine Kekse.

Unser gemeinsamer Start war ein wenig...

...turbulent.

Gelinde ausgedrückt.

In Ihrem Büro tanzt eine junge Frau, die sich als Novizin ausgibt.

Ihre Mitschwester aus dem Vorzimmer...

Schwester Hildegard.

...schreibt tatsächlich Kriminalromane.

Und hat ein etwas fragwürdiges Verhältnis

mit ihrem... Agenten.

Da kann ich Sie beruhigen.

Es wird Ihnen kaum gelingen, mich...

angesichts der Dinge, die ich hier gerade erleben musste,

noch in irgendeiner Hinsicht zu beruhigen.

Ich leite diesen Orden,

und ich weiß sehr genau, was ich tue.

Ich bin stolz auf meine Mitschwestern.

Vielleicht kann Sie das ein wenig...

...beruhigen.

Die Kirche braucht wieder

ein schärferes Profil.

Durch ihren Glauben und ihre Taten.

Der Heilige Vater hat mich persönlich darum gebeten,

alle Klöster und Diözesen,

auf die strikte Einhaltung der Ordensregeln

und ihre Wirtschaftlichkeit hin zu überprüfen.

Und was Sie anbelangt, Mutter Oberin,

habe ich das Gefühl, direkter vorgehen zu müssen,

als ich das eigentlich vorhatte.

Ich erwarte, dass Schwester Hildegard

ihre Tätigkeit als Romanautorin

auf der Stelle beendet.

Und was diesen... diesen Herr Stolpe angeht,

den möchte ich in Ihrem Mutterhause nicht mehr sehen.

Sie können mir nicht vorschreiben,

wie ich meinen Orden zu leiten habe.

Ich kann. Und ich werde.

Ach, du Scheiße. Schwester Agnes?

Schwester Agnes, hallo?

Können Sie mich hören?

Hören Sie mich?

*Wuchtige Musik*

(hallend) Schwester Agnes.

Ist alles in Ordnung?

(matt) Ja.

Geht es Ihnen gut?

*Sphärenklänge*

Ich hol Sie hier raus.

Vorsicht.

Erst zerren Sie mich aus dem "Ochsen",

dann behaupten Sie, ich sei Vater,

und jetzt noch Einbruch.

Ein Patenonkel darf ja wohl seine Patentochter besuchen.

Ja, ja. Frau Angermeier?

Sag jetzt bitte nicht, dass du mein leiblicher Vater bist.

Warum denkt denn ein jeder nur, dass ich dein Vater bin?

Du warst mit Mama gut befreundet. Ja.

Ihr habt euch irre gut verstanden. Und?

Ich hätte es nie gedacht, aber... Er ist es nicht.

Und ich glaube ihm. Ausnahmsweise.

*Sie seufzt.* Wer ist es dann?

Als Ernst deine Mutter kennenlernte,

war sie bereits schwanger.

Ihr Ex-Freund hatte sie verlassen.

Du wusstest das?

Du hast es all die Jahre nicht gesagt?

Was hätte ich denn sagen können? Die Wahrheit!

Die Wahrheit...

Deinen Vater hat es nicht gestört,

dass du nicht seine leibliche Tochter bist.

Im Gegenteil.

Bei deiner Taufe weinte er vor Glück.

Deine Mutter hatte Sorge,

du würdest ins Taufbecken fallen.

Weißt du, wer mein Vater ist?

Der ist drei Jahre nach deiner Geburt

bei einem Motorradunfall ums Leben gekommen.

Wenn du mehr wissen willst, dann musst du deinen Vater fragen.

Welchen Vater? Er hat mich mein Leben lang belogen.

Moment. Dein Vater hat dich ein ganzes Leben lang

so geliebt, als wärst du seine eigene Tochter.

*Katja seufzt.*

Stimmt.

Außerdem...

Die Gemeinde braucht Arbeitsplätze.

Hä? Ja.

Kaltenthal kann auf dieses Unternehmen nicht verzichten.

*Hanna kichert.* Katjalein.

So ist es. *Er lacht.*

-Katja! - Ich bin da, Papa.

Ich dachte...

Das haben die beiden verhindert.

(Ernst) Deine Mama und ich, wir haben uns immer gefragt,

wie wir es dir sagen sollen.

Dann ist sie gestorben.

Und ich wusste einfach nicht, was ich tun sollte.

*Ernst atmet schwer.*

Ich habe euch immer beide geliebt.

Du...

bist die Vernünftigere.

Kannst mit Zahlen umgehen.

Und du, Eva, du bist die Kreative.

Und du bist risikobereiter.

Ich wollte immer, dass ihr miteinander

und nicht gegeneinander arbeitet.

Und nur das kann unsere Firma noch retten.

Okay.

Ich liebe dich, Schwester. - Ich dich auch.

Sie könnten mir ruhig danken, Schwester Hanna.

Ein paar herzliche Worte genügen, es muss kein Kniefall sein.

Das werde ich. Ach ja?

Wenn Sie sich den Dank verdient haben.

*Leise Musik* *Vogelgezwitscher*

*Agnes ächzt leise.*

Sitzt.

*Felicitas seufzt schwer.*

Er war da, Felicitas. Das musst du mir glauben.

Ein Ritter. Mit einer goldenen Rüstung?

Ja! Umgeben von einem hellen, goldigen Licht.

Agnes...

Du bist ausgerutscht,

hast dir den Kopf gestoßen.

Das bildest du dir alles nur ein.

Nein, Felicitas, nein!

Da waren so... Steinquader.

Wie in einem Verlies,

wie in einem Burg.

Ich habe Stimmen gehört. Das musst du mir glauben!

Jetzt auch noch Stimmen. -Es war schrecklich.

Weißt du, wie wenn Menschen da unten in diesem Verlies

gefoltert werden, so... *Sie stößt einen Laut aus.*

Agnes...

Spätestens jetzt...

solltest auch du merken,

dass du dir das alles nur einbildest.

Sina!

(seufzend) Jetzt auch noch Sina!

Wird die auch vom goldenen Ritter gefoltert?

Na, dem würd ich ja was erzählen.

Sina!

*Sie lachen.*

Du bist zurück? -Ja.

Ich bin den ganzen Weg hierher gelaufen.

Wie geht's dir? Wie lange kannst du bleiben?

Ich hab ganz viel gekocht, hast du Hunger?

Agnes, pass auf deinen Hals auf! -Was hast du gemacht?

(Agnes) Ach, ja...

Ich bin gestürzt.

Aber ein Ritter in einer goldenen Rüstung

hat mich gerettet.

Jetzt weiß ich, was ich die ganze Zeit vermisst habe.

*Sie lachen.*

Wolfi, ich bin's. Stell dir vor:

Der Wagen blieb stehen und raucht.

Jetzt ist dein Wolfi also wieder gut genug?

Ich lass dich doch auch nicht im Stich.

Wenn du ein Schloss bauen willst, bau ich's dir.

Ich sag im Autohaus Bescheid. Die schicken 'nen Abschleppwagen.

Danke. - Die sollen sich beeilen.

Wir wollen weiter.

Ich dachte, dein Vater braucht 'n paar Sachen.

Klamotten, Unterwäsche, seine Bücher...

Danke.

Die Hochzeit war ein Fehler.

Okay... Dann ist ja alles gesagt.

Nein! Was ich damit meine, ist, du hast recht.

Ich hab aus unserer Hochzeit eine Marketingveranstaltung gemacht.

Damit hab ich fast die Firma ruiniert und...

die Liebe meines Lebens.

*Romantische Musik*

Von mir aus heiraten wir in Jeans und T-Shirt in 'ner Frittenbude!

(lachend) Du in einer Frittenbude?

Ohne weiße Tauben, Hochzeitskutsche und ohne Torten.

Ganz sicher?

Tausend Prozent.

Habe ich alles richtig vorbereitet?

Es ist perfekt, Agnes. Danke.

Siehst du alles, Papa? -Ja.

Gut, dann gehen wir es an.

Feiert schön.

Wir besuchen dich später. Moment, die Kamerafrau kommt noch.

Ich frage dich, Philipp Mattner, ist es dein freier Wille,

mit der hier anwesenden Eva Angermeier die Ehe anzugehen?

So beantworte die Frage mit Ja.

Ja, ich will.

Und ich frage dich, Eva Angermeier,

ist es dein freier Wille, mit dem hier anwesenden

Philipp Mattner die Ehe einzugehen?

So beantworte die Frage mit Ja.

Ja, ich will.

Nachdem ihr beide

mit Ja geantwortet habt, erkläre ich euch nunmehr kraft Gesetzes

zu rechtmäßig verbundenen Eheleuten.

*Applaus*

*Jubeln*

*Eva und Philipp jubeln.*

*Heitere Musik*

*Alle reden durcheinander und lachen.*

(Eva) Vorsicht, Agnes' Kuchen macht süchtig.

Ein Ritter in einer goldenen Rüstung?

Ja! Und da unten sieht es aus wie in einem Verlies

von einer alten Burg.

Burg?

Ja, man hört Stimmen und...

*Sphärenklänge*

Herr Wöller!

Kaltenthal steuert auf einen finanziellen Eisberg zu.

Ich versuche auszuweichen, und Sie halten mich auf.

Der Förderantrag für unseren Kultursommer liegt ganz oben

auf Ihrem Stapel. Was haben Sie entschieden?

Ja, er liegt oben. Aber man muss ihn erst mal lesen.

Ach, und Sie denken, Sie halten mich auf?

Ich halte Sie nicht auf. Ich lass Sie ins Leere laufen.

*Hanna seufzt.* *Wöller kichert.*

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