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Um Himmels Willen: Zweite Chance
*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
(Agnes) Ich hab's immer gesagt.
Erst schlug der Blitz hier ein, dann hat die Erde wirklich gebebt.
Was ihr mir auch nie glauben wolltet.
Ich weiß halt nicht, was der liebe Gott mit all dem uns sagen will.
Vielleicht ist er das ewige Gezerre um unser Kloster leid.
Oder er will uns gar nichts sagen, und es sind nur Naturphänomene.
Der Statiker fand in Hauptbau und Seitentrakt keine Einsturzgefahr.
Wir können hier wohnen bleiben. Gott sei Dank.
Sagte Herr Wöller, wann der Turm repariert wird?
Der ist gerade nicht ansprechbar.
Seinen Festplatz hier gab der Statiker nicht frei.
Das dauert auch noch.
So lange gibt's keine öffentlichen Veranstaltungen.
Das heißt: Sein Traum von der Tausend-Jahr-Feier ist geplatzt.
Die Kita-Eltern sagen, Auingen will mit der 800-Jahr-Feier auftrumpfen.
Heißt das, dass Auingen die Gemeindereform gewinnen wird?
Davon solltet ihr ausgehen. - Wieso sagst du "ihr"?
Ich meine natürlich "wir".
*Es klingelt.* Oh.
Ich geh schon.
(Felicitas) Ob Plan B oder C, es funktioniert doch sowieso nicht,
wenn der Wöller nicht mal Ritterspiele hinbekommt.
Siggi, guten Morgen. Guten Morgen.
Entschuldigen Sie bitte die Störung.
Hätten Sie einen Moment für mich? Natürlich.
Kommen Sie, setzen wir uns.
Wie geht's Ihnen denn? Ganz gut, ganz gut.
Es geht auch gar nicht um mich.
Sondern um jemanden im Obdachlosenheim:
Tobias Müller. Tobias Müller.
Nein, der Name sagt mir nichts.
Der ist erst sechs Monate obdachlos.
Schickt er Sie zu mir?
Er weiß nicht, dass ich hier bin.
Der gehört da nicht hin. Er nimmt anderen den Platz weg.
Warum das denn?
Der kann mehr. Der will bloß nicht.
Er hat einen Sohn, der ist neun und fragt nach ihm.
Selbst da kriegt er den Arsch nicht hoch. 'tschuldigung, ist aber so.
Ich versuche, mit ihm zu reden.
Nicht versuchen.
Lesen sie ihm die Leviten. Ich bete so lange.
*Wuchtige Musik*
He, hallo, Entschuldigung.
Reservierter Parkplatz. - Herr Wachtmeister, hallo.
Wir kennen uns noch nicht.
Hubert Ederer, Auinger Bürgermeister und bald auch Ihr Chef.
Und Sie sind?
Polizeihauptmeister Anton Meier. - Passen Sie auf.
Ich bin round about 30 Minuten in der Gemeinderatssitzung.
Wenn Sie derweil ein Auge auf diese Karosse werfen könnten?
You got me?
(murmelt) Jesus, Maria und Josef.
Das kann ja nichts werden mit Kaltenthal.
Auingen ist älter als wir
und liegt in allen anderen Punkten auch weit vorn.
Es gibt keinen Freizeitpark.
Da es ohne Wunder bald kein Kaltenthal mehr gibt.
*Klopfen* Grüß Gott, die Herrschaften.
Lassen Sie sich nicht stören. Sie stören.
Was machen Sie denn hier? Besuche meine zukünftige Gemeinde.
Das hier ist eine... ...Gemeinderatssitzung, genau.
Wer mich noch nicht kennt:
Hubert Ederer, Auinger Bürgermeister.
Demnächst bald auch Ihr Commander.
Aber don't worry, Herr Wöller,
performen Sie ruhig weiter, ich bin ganz Ohr.
Ich hab alles schon gesagt.
Pulver schon verschossen? Macht nichts.
Wir haben noch ausgiebig Gelegenheit, uns zu beschnüffeln.
Entschuldigen Sie, darf ich? - Gern.
Ja, also, das kann ich Ihnen gleich sagen:
Hand-outs aus Papier gibt's bei mir nicht.
Da sag ich: "Goodbye, Steinzeit."
Wir machen das so, wie wir das für richtig halten.
Schauen Sie.
In Auingen sind wir seit Jahren komplett digitalisiert.
Das hab ich schon vor vier, ach was, vor fünf Jahren etabliert.
Auch da hieß es immer, brauchen wir nicht, machen wir wie immer.
Heute sind alle komplett begeistert.
Wegen dem Benefit, ne?
Falls Sie da Interesse haben... - Ich wär schon interessiert.
Franz, ich bitte dich. - Wieso?
Doch, ich hätte auch Interesse. Rosemarie...
Vorgemerkt. Rosemarie und Sie auch, Franz.
Schicken Sie mir doch bitte ein kurzes Memo, per Mail.
Schauen Sie mal her.
Für Sie auch.
Jetzt muss ich wieder weiter.
Mein Assistent hat mich dermaßen heavy getaktet.
Servus.
So, dann sag ich mal See you.
Und bin 'naus bei der Tür.
(perplex) Ts!
Hey, Tobi.
Du hast Besuch. Schwester Hanna aus Kaltenthal.
Tobias Müller, hallo.
Ich kann nichts spenden, ich bin grad ein bisschen knapp bei Kasse.
Sie will dir helfen. - Ich brauch keine Hilfe.
Du wirfst dein Leben weg bei uns.
Ich bin wegen Ihrem Sohn hier. Du hast der Nonne von ihm erzählt?
Ich hab das mit der E-Mail mitgekriegt.
Herr Müller, Ihre Familie... Ich hab keine Familie.
Du hast 'nen Sohn. - Er denkt, ich bin sonst wer.
Mit 'nem Job und 'nem Haufen Kohle.
Weil das nicht so ist, treffen Sie ihn lieber gar nicht?
Wie hat er Sie denn gefunden? Hat er nicht.
Er hat mir 'ne E-Mail geschrieben.
Ich hab sie im Heim gelesen, da war die schon zwei Monate alt.
Aber die Mail hat Sie erreicht. Zufall.
Oder Schicksal. Kommen Sie mir nicht so, ja?
Warum haben Sie so 'ne Angst, sich helfen zu lassen?
Wie wollen Sie mir helfen? Ich hätte da eine Idee.
Wie die Auto fahren kann, das ist eine fließende Bewegung.
Wie elegant sie die Kurve nimmt... Jetzt nicht schwach werden.
Organisier die Urkunde und verlieb dich nicht in eine Auingerin.
Wo die Liebe hinfällt.
Besorg mir die Urkunde, und ich steh eurer Liebe nicht im Weg.
Das darf Isolde nie erfahren. Halt dich an die Pläne.
Und Ederers Ende ist besiegelt. Du und deine Pläne.
Hallo. Schwester Hanna.
Falls Sie ihn suchen, Kaltenthals König ist nicht da.
Immer noch die Gemeinderatssitzung? Die ist schon vorbei, aber...
Es ist nicht gut gelaufen? Der Rat lehnte den Freizeitpark ab.
Dann müssen wir vielleicht erst mal nicht aus dem Kloster ausziehen.
Die Stadtschreiberwohnung, wissen Sie, ob die belegt ist?
Offiziell steht sie seit dem Frühjahr,
als Wöller den Kulturetat zusammenstrich, leer,
aber inoffiziell gebraucht er sie gelegentlich für andere Zwecke.
Äh?
Wenn er mal einem Spezl einen Gefallen tun will.
Oh. Verstehe.
Hi, Mutter Oberin.
Gloria. Wo ist Hildegard?
Die hat doch heute Autogrammstunde.
Da hat sie mich gefragt, ob ich das Telefon bedienen kann.
Wann kommt sie zurück? - Die wollte längst wieder da sein.
Aber alles cool, kein Problem. Ich hatte eh nichts zu tun.
Und hier kann man gut nachdenken. - Das ist nie verkehrt.
Darf ich Sie mal was fragen?
Natürlich. - Gibt es bei Nonnen 'ne Probezeit?
Sie wollen mir nicht allen Ernstes erzählen, Sie wollen Nonne werden?
Äh, doch. Ja, vielleicht, also...
Wir reden später darüber.
Mutter Oberin, Sie sind schon wieder zurück.
Gloria, danke fürs Helfen. Entschuldigung, es dauerte länger.
Gar kein Problem. Wie war's denn?
Die Menschen sind verrückt nach ihr. Und nicht nur die.
Wer noch? - Hören Sie:
Der Bayerische Rundfunk will ein Porträt machen.
Cool. - Wenn Sie nichts dagegen haben.
Die Redakteurin würde heute mit ganz kleinem Team hier drehen wollen.
Mit allem Pipapo: Tonmann, Kameramann und...
Mit einem kleinen Team. - Kleiner Kameramann.
Ausnahmsweise. - Ja! Danke.
Lassen Sie sich halt porträtieren.
Aber ich kann nicht einfach so...
Wie soll ich erklären, dass ich da auftauche?
Ganz einfach.
Du sagst, du warst zufällig in der Nähe.
Spontan dachtest du, sie am Arbeitsplatz zu besuchen.
Ja, und dann?
Dann kommt dir spontan die Idee
von der alten Urkunde vom Auinger Gründungsdatum.
Dann fragst du, ob du einen Blick drauf werfen kannst.
Ja, und dann?
Merkst du dir, wo die Urkunde aufbewahrt wird.
Und machst ein Handy-Foto.
Herr Wöller? Herr Huber? Ja?
Schwester Hanna. Sie fehlten mir noch.
Ich will ein Geschäft vorschlagen. Was für ein Geschäft?
Ich helfe Ihnen, Ihre Position im Gemeinderat wieder zu stärken.
Und Sie geben mir einen Tag die Stadtschreiberwohnung.
Wie wollen Sie meine Position verbessern?
Mit einer Demonstration.
Kaltenthal will kein neues Auingen werden.
Sie glauben, die Entscheider dieser Gemeindereform
können beeinflusst werden?
Stehen Nonnen mit Ihnen in der ersten Reihe
und die Presse berichtet drüber...
Aber die Stadtschreiberwohnung... Selbst wenn der Wöller wollte,
die ist einzig für künstlerische Zwecke bestimmt.
So nennen Sie das, was sich da abspielt?
Ich find die Demo nicht schlecht. Wozu brauchen Sie die Wohnung?
Ich möchte Herrn Müller, einem unserer Obdachlosen,
helfen, wieder auf die Beine zu kommen. Dafür.
Jens?
Schön, dass du gekommen bist.
Ich war nicht sicher, nachdem du meinen Antrag abgelehnt hast.
Ich hab gesagt, du hast mich damit überrumpelt.
Wollen wir ein paar Schritte gehen?
Wie geht's dir denn? - Ich bin noch recht durcheinander.
Das mit dir, mit uns, das...
hat alles auf den Kopf gestellt, was mir im Leben Sicherheit gab.
Claudia, mir geht das genauso.
Das zwischen uns ist so intensiv, ich kann das nicht ignorieren.
Ja, aber... das ist nicht gut.
Für uns beide nicht.
Du musst mich doch verstehen. Ich kann nicht mehr klar denken.
Ich muss zu mir finden, zur Ruhe.
Damit ich was entscheiden kann. - Was heißt das?
Dass ich den Orden und Kaltenthal für eine Weile verlassen werde.
Und mich.
Wenn du das so sehen willst, ja, dann auch dich.
Es ist dein Leben, deine Entscheidung.
Ich hoffe, du kannst mich verstehen.
Hab ich 'ne Wahl?
Ich wünsch dir viel Glück.
*Sie atmet tief durch.*
Wöller überlässt mir die Wohnung? Wie haben Sie das gemacht?
Selbst ein Herr Wöller hat manchmal ein Herz.
Schreiben Sie Ihrem Sohn, dass Sie ihn treffen wollen.
Das können Sie von unserem Computer aus.
(stammelt) Ja... Aber...
Kein Aber. Tun Sie Ihrem Sohn den Gefallen. Und sich selbst.
Okay.
Die Veranstaltungen der letzten Jahre sind zwar schwer zu toppen,
doch wir sollten noch eine Schippe drauflegen.
Damit diese Gala etwas ganz Besonderes wird.
Aber lieber Herr Wöller. Ja.
Dafür ist doch bereits gesorgt. Ach so. Inwiefern?
Stellen Sie sich vor:
Der neue Bürgermeister brachte es doch fertig,
dass die Zillertaler Finken mit ihm auftreten.
Welcher neue Bürgermeister? Der Herr Ederer.
Der legt sich schon ziemlich ins Zeug. Das gab's noch nie.
Aber wenn Sie und Schwester Hanna trotzdem auftreten möchten,
hat Herr Ederer bestimmt nichts dagegen.
Noch bin ich hier Bürgermeister, liebe Frau Dornfelder.
Ja, aber das weiß ich doch. Dann noch Folgendes:
Ich als Bürgermeister kann auf die Brotkrumen,
die ein Ederer übrig lässt, verzichten.
Deswegen hab ich jetzt auch zu tun, Frau Dornfelder. Guten Tag.
Es wäre super, wenn wir alle mithelfen,
dass die erste Begegnung von Herrn Müller
und seinem Sohn schön wird.
(stöhnend) Oh. Oh. Herr Müller?
Ich, äh... Alles in Ordnung?
Ich glaub, mein Sohn war grad online,
als ich die Mail schrieb. Der antwortete gleich.
Die wollen morgen kommen, also, morgen. Was machen wir nun?
Wir legen einen Gang zu. Schaffen wir.
Sie haben ihn noch nie gesehen?
Nein. - Und er ist jetzt neun?
Dann brauchen wir Spielsachen.
Ja. Und wir müssen die Wohnung schmücken. Mit Blumen.
Das macht es warm und gemütlich. Sie brauchen Kleidung.
Ich würd auch gern duschen oder was mit meinen Haaren machen.
Das übernehme ich. Im Haarstyling bin ich gut.
Wenn Sie mir bitte folgen wollen, Herr Müller?
(Hermann) Hallo?
Hallo?
Hermann. - Ach, Isolde.
Was machst du denn hier? - Ich war zufällig in der Gegend.
Da dachte ich, ich schau mal, wo du so arbeitest.
Das ist aber nett.
Ja, also, hier arbeite ich.
Willkommen im Auinger Archiv. - Ach.
Gott, all diese alten Bücher. Beeindruckend.
Du bist beeindruckend. - Oh...
Alter Schmeichler. *Sie kichert.*
Im Übrigen bin ich nicht halb so beeindruckend
wie unsere wirklich alten Schriften.
Ach. - Ja.
Es gibt einen handschriftlichen Brief von Ludwig dem Bärtigen.
Nein. - Ja.
(stammelt) Habt ihr auch die Gründungsurkunde von Auingen hier?
Theoretisch schon. - Was meinst du damit?
*Sie seufzt.* Hermann?
Kannst du ein Geheimnis behalten? - Ich kann schweigen.
Dann bleibt das, was ich dir jetzt sage, unter uns?
Wie finden Sie Ihr neues Zuhause?
Schön.
Das wird schon.
Bitte.
Wow. Schön. Ich hatte schon ganz vergessen, wie es sich anfühlt.
Damit es sich noch besser anfühlt, machen wir alles noch etwas schöner.
Wir machen alles wie abgesprochen. Ja. Ich schlaf hier heute.
Morgen kommt dann die Stunde der Wahrheit.
Genau. Hat Ihr Sohn erst Vertrauen gefasst, wird er verstehen.
Kinder verstehen mehr, als man ihnen zutraut.
Viel Glück.
*Schwermütige Musik*
(Lela) Claudia, wir...
*Claudia seufzt.*
Es tut mir leid, Lela.
Ich muss euch für eine Zeit verlassen.
Ich muss für mich alleine sein.
*Sie schluchzen.*
Ich werd dich so vermissen.
Hmm. Mit dieser Pasta della Sorella Agnese
hast du dich selbst übertroffen.
Danke. Ich hoffe, sie schmeckt dem Sohn von Herrn Müller auch so gut.
Sicher.
Claudia. Wie läufst du denn herum?
Ich muss euch was sagen.
Die eine oder andere von euch weiß,
dass mich in letzter Zeit gewisse Zweifel plagen.
Ich habe mit mir gekämpft und gebetet.
Es fällt mir gar nicht leicht, das müsst ihr mir glauben.
Aber die Entscheidung, die ich treffen muss...
die kann ich nicht hier im Kloster treffen.
Deswegen werde ich das Kloster für einige Zeit verlassen.
(flüstert) Was?
*Sie seufzt.* Entschuldigt bitte, aber...
Ich versteh kein Wort. Kann mir jemand erklären, was los ist?
Das würde mich allerdings auch interessieren.
Das ist eine längere Geschichte.
Jetzt spann mich nicht länger auf die Folter und zeig mir das Foto.
Ich hab kein Foto.
Ich hab doch gesagt, lass dir die Urkunde zeigen, und mach ein Foto.
Ja, aber Isolde schickte die Urkunde nach München zur Restauration.
Aber der Ederer... Der weiß nichts davon.
Ach. Wieso nicht?
Der reagierte unwirsch, als sie den Vorschlag mal machte.
Dabei ist es beim Landeskonservatorium gratis.
Ich wusste das, dass der Ederer da was getürkt hat.
Darum zeigte er das Ding nie. Ich weiß nicht.
Doch, doch, glaub mir.
Also, wenn mein Plan funktioniert,
und meine Pläne funktionieren immer,... ...seltener.
...dann werde ich als Bürgermeister von Kaltenthal
das Schicksal noch mal rumreißen.
Viel Glück. Kann ich gebrauchen.
(stockend) Liebe Claudia.
Ich spare mir die Abschiedsrede, weil ich hoffe und glaube,
es ist kein Abschied für immer.
Deshalb: Der Herr sei mit dir.
Und von mir ist dieser kleine Stein.
Der hat sich beim Erdbeben aus der Kapelle gelöst.
Er soll dich immer an uns erinnern, ja? Komm.
Danke, Hanna.
Danke euch allen, für alles.
Und bevor ich weine: Ich komme so schnell und so bald es geht zurück.
Versprochen.
*Sie atmet schwer.*
*Beschwingte Musik*
Meier.
Wenn der Ederer sein Auto das nächste Mal hier parkt...
Hören Sie mir überhaupt zu?
Was ist das?
Der Kurs meiner Krypto-Währung. Ja, und?
Na, er fällt. Ins Bodenlose.
Sagen Sie bloß, Sie haben in die Fantasiewährung investiert.
Ich will das Beste für meinen Sohn.
Warum nicht gleich ein Mondgrundstück?
In der Hoffnung, dass dort die Immobilienpreise steigen.
Meinen ganzen Gewinn der Trödelshow. Na ja. Wie gewonnen, so zerronnen.
Guten Morgen, Frau Laban. Guten Morgen.
Frau Laban, eine Frage.
Wissen Sie, wie man Rufnummern unterdrückt?
Ja, warum?
Und wissen Sie, wie Ederers Sekretärin heißt?
Henriette Zischler, warum?
Sie rufen als Frau Zischler beim Landeskonservator in München an.
Und zwar mit unterdrückter Nummer. Warum?
Um ihn hinterher mit Bürgermeister Ederer zu verbinden,
und das bin in dem Fall ich.
Ja aber, warum denn nun?
So bleibt Kaltenthal Kaltenthal, Sie behalten Ihren Job.
Das ist doch Grund genug. Aber doch Betrug.
Ich schäme mich auch. Bei Gelegenheit.
Herr Moser für Sie, Bürgermeister Ederer.
Stellen Sie durch.
Herr Moser, Ederer hier.
Meine Assistentin hat mich heute so heavy getaktet,
deshalb mach ich's kurz:
Die Urkunde, die meine Frau Manz Ihnen geschickt hat,
dafür bräuchte ich eine Expertise, das Alter betreffend.
As soon as possible.
Ja, spätestens heute Nachmittag.
Kriegen Sie das performt?
Ja, bestens. Ja, dann sag ich See you.
Und Thank you.
*Er lacht künstlich.*
*Er stöhnt.*
*Ruhige Klänge*
Ah, guck mal, da ist es.
Hm, bist du aufgeregt?
Na, komm schon, hm?
*Sie seufzt.* *Es klingelt.*
Na, komm.
Hallo, Niki.
Hallo, Ines. - Hallo, Tobias.
Hi.
Kommt rein.
Tut mir leid, dass wir dich so kurzfristig überfallen.
Aber als du endlich antwortetest, gab er keine Ruhe mehr.
Nein, das ist okay, ich...
Habt ihr gut hergefunden? - Ja.
Hast uns ja den Weg gut beschrieben. - Setzt euch doch.
(flüstert) Den Kuchen.
(leise) Hab ich gemacht. - Oh. Danke.
Wollt ihr was trinken? - Wasser.
Und du, Niki? - Äh, ich nichts, danke.
Ach.
Hast du die gemacht? - Ja.
Guck mal hier, Niki, schön, oder?
Ein Chinchilla.
Leben die nicht in Südamerika? Danke.
In Feuerland hab ich viele gesehen.
Ach, ja, stimmt. Mit dem Motorrad, ne?
Wie lange ist das noch mal her? - Bestimmt schon sechs Jahre.
Ach. Mhm.
Wie war das noch mal mit diesem Simulatorflug mit dem Jet?
Mama, das war doch kein Jet. Das war ein Airbus.
Ach... Ja, natürlich.
War das der 320er? - Der 380er.
Cool. War das fixed-base? - Oh, wow. Ja.
Ja, Niki weiß alles darüber, seit ich ihm davon erzählt habe.
Würdest du das noch mal machen? - Wenn, dann sag ich dir Bescheid.
Echt? - (Ines) Ja...
Aber das kann auch noch 'ne Weile dauern.
Der Tobias muss sehr viel arbeiten, Niki.
Er hat nicht viel Zeit für solche Sachen. Stimmt?
Na ja, das war ja mal ganz extrem.
Aber seitdem hat sich auch einiges verändert.
Darf ich mal aufs Klo? - Klar. Die Treppe runter.
Puh. Krass. - Ja, aber es läuft doch ganz gut.
Niki wird in der Schule oft gehänselt,
weil er ohne Vater aufwächst.
So war es ihm sehr wichtig, dich kennenzulernen.
Aber was wolltest du gerade sagen? - Nichts.
Du meintest, es hat sich so viel verändert.
Ach so, ja. Nee, schon gut. Willst du noch ein Wasser?
Nein danke.
*Heitere Musik*
Kevin.
Was machst du denn hier? - Ich bitte um Asyl.
Darf ich fragen, warum? - Aus humanitären Gründen.
Aha.
Vater ist sauer und verlangt, dass ich für meinen Anlagetipp hafte
und Hausarbeit mache, bis die 30.000 refinanziert sind.
Das klingt... - Unmenschlich, sagen Sie es ruhig.
Ich hab das mal ausgerechnet:
Selbst mit dem Mindestlohn von derzeit 8,84 Euro
komme ich bei 40 Stunden im Monat, ich bin ja schulpflichtig,
auf eine Summe von 353,60 Euro im Monat.
Das ergibt 4200,34 Euro im Jahr, was bedeutet,
die nächsten sieben Jahre arbeite ich für meinen Vater.
Dabei wollte ich ein Jahr ins Ausland.
Sieben Jahre? Das ist sehr viel. - Sie sagen es, Schwester Agnes.
Denn ich hab meinen Vater davor gewarnt,
das Geld komplett auf eine Währung zu setzen.
(stammelt) Aber dein Vater schlug deine Warnung in den Wind?
Ja. Dann darf er mich doch nicht dafür verantwortlich machen.
Oder was denken Sie?
Ich mache Ihnen erst mal einen heißen Kakao...
Dir, natürlich, ja? Ja.
Boah, die Nudeln waren lecker.
Wirklich ein Gedicht. - Das freut mich.
Wisst ihr was? Als Nachtisch spendiere ich uns ein Eis.
Ja? Na dann, los geht's. - Ja.
*Türöffnen* - Da kommt jemand.
Oh, äh... Sorry.
Wolfgang meinte, hier wär heut frei.
Gehen wir woanders hin, Süße.
Servus. - Tschüss.
*Frau kichert.* - (Mann) Ich hab schon eine Idee.
Wer war das?
Keine Ahnung.
(stammelt) Tobias, was ist hier los?
Ich wollte es euch die ganze Zeit sagen, aber ich...
Es war so... schön... mit euch, so harmonisch.
Ich wohn hier nicht.
W... wie bitte?
Ich bin auch kein erfolgreicher Investmentbanker. Nicht mehr.
Ich bin eigentlich gar nichts.
Was soll das heißen?
Dass ich... obdachlos bin.
Obdachlos. - Du bist 'n Penner?
(empört) Das alles hier und alles, was du erzählt hast,
das war erlogen?
Ja.
Niki, jetzt... *Sie seufzt schwer.*
*Tür fällt zu.*
Jetzt beruhig dich, Reinhard.
Das war ein Versehen. Was?
Das Hotelzimmer soll ich bezahlen? Sonst noch was?
(Laban) Herr Wöller. Ja?
Wir wollten Herrn Moser noch mal anrufen.
Rufen Sie an, stellen durch.
*Wöller räuspert sich.* Ederer?
Ede... Ederer?
Herr Moser, Herr Ederer will Sie noch mal sprechen.
Ja, ich verbinde. *Telefon klingelt.*
Ederer? Herr Moser, und? Haben Sie was rausgefunden?
Die Urkunde hat was?
Eine gefälschte Jahreszahl?
Das heißt, dass Auingen nicht vor 800 Jahren,
sondern vor 700 Jahren gegründet worden ist?
I don't believe it.
Herr Moser, behalten Sie die Info für sich.
I call Sie dann back. *Legt auf.*
Das gibt's doch nicht.
Machen Sie mir einen Termin mit dem Ederer.
Sehr wohl, Herr Wöller.
Der Verlag hat mir sogar einen hohen Vorschuss angeboten.
Hm. - Der Verlag findet es fahrlässig,
den Hype um Schwester Hildegard jetzt nicht auszunutzen.
Noch mehr Rummel.
Aber eine Starautorin im Vorzimmer zu haben,
das ist doch eine große Ehre. *Sie räuspert sich.*
So hab ich keine Sekretärin mehr, nur Journalisten.
Aber das viele zusätzliche Geld.
Wir könnten das Kloster zurückkaufen.
Ihre Großzügigkeit in Ehren, aber ich fürchte, das reicht nicht.
Es wird Unsummen kosten.
Und wir müssen die Abstimmung im Landtag abwarten.
*Schwester Hildegard und Stolpe seufzen.*
Hallo, Schwester Hanna. (überrascht) Herr Müller.
Ich wollte den Schlüssel zurückgeben.
Und Danke sagen, für alles, was Sie getan haben.
Es ist nicht so gut gelaufen?
Ich sah meinen Sohn wohl das letzte Mal.
Er weiß, sein Vater ist ein Penner. So hat er mich genannt.
Herr Müller, Ihr Sohn ist neun.
Er könnte doch überfordert sein
und Zeit brauchen, mit der Situation zurechtzukommen?
Wo sind denn Niki und Ines jetzt?
Im "Ochsen". Da wollten sie übernachten.
(behutsam) Herr Müller. Moment.
Wir sind jetzt schon so weit gegangen.
Jetzt aufzugeben, wär nicht richtig.
Wenn Sie wollen, rede ich mit Ines. Wär Ihnen das recht?
Klar. Wenn Sie wirklich nichts Besseres zu tun haben.
Wir schaffen das.
Das wär schön.
Und dann komme ich mit der Zwischenmoderation.
Dann Sie. Gehen Sie gemeinsam mit den Zillertaler Finken...
Nein, nein, passen Sie auf.
Die kommen vorher rauf und stellen sich an ihre Pulte.
Dann kündigen Sie mich als das Highlight des Abends an.
Der Verfolger übernimmt mich hinter der Bühne, der Vorhang geht auf.
Und da steht der Star des Abends... - Herr Wöller?
Ich müsste ganz kurz mit Herrn Ederer reden.
Herr Wöller, sorry, aber... Falsche Reaktion.
Herr Ederer, apropos falsch:
Wenn schon fälschen, dann richtig. Wie bitte?
Urkundenfälschung ist was für einen Profi.
Ich weiß nicht, wovon Sie reden.
Es geistige Umnachtung zu nennen, ist eine Möglichkeit.
Aber Ihre politische Karriere
wird wohl zu Ende sein, wenn das herauskommt.
Macht doch mal das Licht aus. Wie Sie das lösen, ist mir gleich.
Was mir nicht gleich ist, ist meine Gemeinde.
Und deswegen werden Sie hier auch nicht auftreten.
Wir verstehen uns?
Sie haben jetzt vielleicht gewonnen, Wöller.
Aber wir sehen uns wieder.
Ja, und? *Wöller lacht triumphierend.*
Wer ist der größte Bürgermeister im ganzen Land?
Jetzt erzähl schon. Wie lief's? Also...
Herr Wöller, Herr Huber.
Ach, Erika, ich bin auf der Suche nach einer Frau Ines Kranz.
Die wohnt bei uns. Die sitzt grad im Biergarten.
Danke. Also gut, du...
Frau Dornfelder. Was ist passiert?
Kein Hubert Ederer,
also keine Zillertaler Finken... Kein gar nichts.
Wie bitte? Ja, das habe ich auch gefragt.
Alles lief gut, wir hatten Generalprobe.
Da kommt Herr Wöller, redet mit Herrn Ederer...
Und der macht einen Rückzieher.
Was haben Sie da wieder gemacht? Nichts.
Auf den Ederer ist einfach kein Verlass.
(flehend) Herr Wöller...
Könnten Sie vielleicht doch heute mit Schwester Hanna...
Ach, auf einmal bin ich wieder gut genug?
So hab ich das nicht gemeint. Er ziert sich nur.
Natürlich springen wir ein.
Tun wir? Werbung für die Demo, nicht?
Rufen Sie gleich Frau Schächterle an zum kurzfristigen Probetermin.
Ich? Wer sonst. Ich komme nach.
Alles wird gut, Frau Dornfelder.
Danke, Schwester Hanna.
Sicher, dass du nicht noch was essen möchtest?
Hm? Nicht wenigstens 'ne Kleinigkeit?
Ich will nach Hause, Mama.
Frau Kranz? Ja?
Schwester Hanna aus Kaltenthal, hätten sie einen Moment für mich?
Es geht um Herrn Müller.
Bitte. Ich geh aufs Zimmer.
Ich hab eh keinen Hunger.
Ja. Bitte.
Darf ich fragen, was Sie mit Tobias zu tun haben?
(seufzend) Sagen wir so:
Ich bin eigentlich dafür verantwortlich,
dass das heute so gelaufen ist.
Und es tut mir wirklich sehr leid.
Das ganze Lügengebäude stammt von Ihnen?
(kleinlaut) Ja.
Man würde meinen, dass jemand wie Sie ehrlichere Wege wählt.
Das mit der Wohnung war meine Idee.
Weil ich der festen Überzeugung war,
die erste Begegnung sollte in einer Umgebung stattfinden,
in der Niki sich wohlfühlt.
Wo die beiden Vertrauen aufbauen können.
Das ging nach hinten los. Ja.
Aber Herr Müller hatte sich vorgenommen,
Ihnen beim Treffen die Wahrheit über sich zu sagen.
Aber als er gehört hat, warum Niki ihn kennenlernen wollte, da...
da hat er's nicht übers Herz gebracht.
Mein Sohn hielt seinen Vater für Supermann.
Ja, er wollte ein wenig damit angeben in seiner Klasse.
Aber er ist ein Kind. Ihm deshalb die Schuld zu geben...
Niemand gibt Ihrem Sohn die Schuld. Doch, das tun Sie.
Sie trauen ihm nicht zu, mit der Wahrheit zurechtzukommen.
Niki braucht keinen Superhelden.
Er braucht einen Vater, auf den er zählen kann.
Tobias hat seine Chance gehabt.
Ich will nichts mehr mit ihm zu tun haben.
Und was ist mit Niki? Was soll mit ihm sein?
Frau Kranz, wollen Sie wirklich,
dass es Nikis erste und letzte Begegnung mit seinem Vater war?
*Sie seufzt.*
(mit vollem Mund) Hmm... Für Schwester Agnes' Kekse
könnt ich beinah eine Sünde begehen.
Exzellenz, erweisen Sie uns etwa der Kekse wegen die Ehre Ihres Besuches?
Nein, es gibt dazu einen anderen Grund.
Es gibt nämlich geradezu sensationelle Neuigkeiten.
Ich traf soeben
ein der katholischen Kirche sehr nahestehendes Landtagsmitglied.
Spannen Sie uns nicht länger auf die Folter.
Der teilte mir im Vertrauen mit,
man hat sich nach Prüfung der Kreis- und Gemeindereform entschlossen,
darauf zu verzichten. - Warum das denn?
Letztendlich ist das Ganze politisch nicht durchzusetzen.
Aber wenn es keine Gemeindereform gibt...
...wird der Herr Wöller das Kloster möglicherweise
gern wieder loswerden.
# Wir zanken gern, das merket ihr, Letztendlich zählet doch,
Dass wir gemeinsam aufstehen Gegen das Auinger Joch.
Ein Wunder wäre angebracht. Wir hoffen bis zuletzt.
Bis dahin wünschen wir euch all'n Ein wundervolles Fest. #
Ach, Herr Wöller. Ja?
Etwas mehr Konzentration. Ich bin konzentriert. Ist ja neu für mich.
Noch mal? Noch mal.
*Beschwingte Musik*
*Leises Pochen, Rückkoppelung* Check, Check...
Papa, ich hab dir mehrfach gemailt, bin ich im Spam gelandet?
Was hast du denn geschrieben?
Ich biete dir eine Alternative an.
Und welche, bitte schön?
Ich hab das Geld von meinem Sparbuch umgeschichtet.
Umgeschichtet? - Auf dein Depot. Etwas riskant, ja.
Aber der Gewinn von 28.923 Euro stünde sofort bereit.
28.923 Euro?
Die restlichen 1077 Euro arbeite ich in den nächsten Wochen ab.
(leiser) Du hast dein gesamtes Erspartes riskiert?
Gefährlich! - Immerhin hab ich's versucht.
Eigentlich bin ich sauer auf mich, weil ich all deine Warnungen abtat.
Du sollst keine Nebenjobs machen,
weil du denkst, ich muss nach Harvard.
Aber du bist so klug.
Darum ist es egal, wo ich meine akademische Laufbahn starte.
Ich mach schon meinen Weg.
Herr Meier, machen wir jetzt bitte den Soundcheck
für meine Zwischenmoderation? - Ja, ja, ja.
*Tobias räuspert sich.* Was macht ihr denn hier?
(unsicher) Was wir hier machen?
Du wolltest doch mit uns reden. - (stammelt) Niki, setz dich.
Ja, ich... *Er stammelt herum.*
(sich räuspernd) Niki, ich wollte wirklich die Wahrheit sagen.
Und warum hast du es nicht?
Ich war total nervös. Ich weiß gar nicht, wie sich ein Vater verhält.
Ich wollt dich nicht enttäuschen nach deiner Mail.
Ich wollt's auf keinen Fall vermasseln.
Ich hab's vermasselt, oder?
Ja.
Stimmt denn irgendwas von dem, was du erzählt hast?
Ja... Das mit dem Airbus stimmt schon.
Ich war auch in Feuerland mit dem Motorrad.
Nur ist das alles schon lange her. Seitdem ist viel passiert.
Was denn?
Weißt du... Niki...
Es gab mal 'ne Zeit bei mir, da lebte ich nur für die Arbeit.
Kein Wochenende, kein Urlaub.
Ich hab nur an meine Karriere gedacht.
Da ging auch unsere Beziehung kaputt.
Da warst du noch in ihrem Bauch.
Erst dachte ich, das macht nichts, dann fing ich an, Sachen zu nehmen.
Was für Sachen? - (sich räuspernd) Dummes Zeug.
Drogen oder was? - Ja, Drogen und Alkohol.
Na ja, von den ganzen Sachen und der Arbeit bin ich krank geworden.
Ich hab meinen Job verloren, dann meine Wohnung.
Und jetzt bin ich hier.
Nun nimmst du keine Drogen mehr? - Nee. Lang nicht mehr.
Und warum arbeitest du dann nicht?
Meine Arbeit... Weißt du, die tut mir gar nicht richtig gut.
Und... was anderes kann ich leider nicht.
Du schnitzt doch ziemlich gut.
Findest du? - Du hast doch was von deinem Vater.
Tobias' Vater war Tischler, mit eigener Werkstatt.
Dann werd doch Tischler. - Noch 'ne Ausbildung?
Warum nicht?
Auf die Idee bin ich noch gar nicht gekommen.
Bei uns in der Straße ist 'ne Tischlerei.
Da könntest du arbeiten, oder, Mama?
Ja, aber, Niki, wir leben doch in Regensburg
und Tobias hier in Kaltenthal.
Na ja, ich könnt mir schon vorstellen,
das hier alles aufzugeben und umzuziehen.
Aber wenn ich in Regensburg lebe, würden wir uns auch öfter sehen.
Fändest du das gut? - Ja, schon.
Ich bin froh, dass ihr gekommen seid. Danke.
*Applaus*
(Dornfelder) Das war Rosis Pudelballett.
Und bitte...
begrüßen Sie jetzt mit mir mit einem donnernden Applaus das Duo,
das uns alle seit so vielen Jahren mit seinem Können begeistert hat:
Schwester Hanna und unseren lieben Bürgermeister Wolfgang Wöller.
*Mittelalterliche Musik*
(singt) # Die Schlacht vorbei, das Land befreit.
Der Sieg war unser Glück.
O holdes Weib, wo seid Ihr nur? Bin unbeschad't zurück. #
# Verehrter Fürst, o mein Gemahl, Sehr wohl bin ich beseelet,
Dass unversehret Ihr zu Haus Und Angst mein Herz nimmer quälet.
Verdient habt Ihr euch Speis' und Trank.
Seht, hier ist Euer Mahl:
Ein Stück vom Schweine, etwas Met, Hoffentlich nicht schal. #
# Soll das ein Siegermahle sein? Erhofft hab ich mir mehr.
Da kehret man vom Krieg nach Haus, Der Teller ist halb leer. #
# Könnt Ihr denn nur garstig sein? Seid froh, dass Ihr lebet.
Warum müsst dauernd kämpfen Ihr? Was, wenn man mal drüber redet? #
# O holdes Weib, was denkt Ihr bloß Wie soll es anders gehn?
Durch Worte wird kein Heer besiegt, Ihr solltet's doch verstehn. #
# Wir zanken gern, das merket ihr, Letztendlich zählet doch,
Dass wir gemeinsam aufstehen Gegen das Auinger Joch.
Ein Wunder wäre angebracht. Wir hoffen bis zuletzt.
Bis dahin wünschen wir euch all'n Ein wundervolles Fest. #
*Musik verklingt.* *Applaus*
*Jubel*
Bravo! Bravo!
Schwester Hanna, Herr Wöller.
Herzlichen Glückwunsch, sehr gelungen.
Danke. Vielen Dank.
Verblüffend, was die Politik für Volten schlägt.
Was für Volten? Sie wissen es noch nicht?
Was weiß ich nicht? Es wird keine Gemeindereform geben.
Wiederholen Sie das noch mal. Ja.
Es wird keine Gemeindereform geben.
Das beschloss der Landtag heute.
Da müh ich mich seit Monaten,
damit die Gemeinde die Kriterien trifft. Mach alles.
Haben Sie 'ne Idee, was das gekostet hat?
Ich kaufe das Kloster zurück, sagen wir für...
...vier Millionen?
Also, angesichts des maroden Zustandes
und der notwendigen Reparaturmaßnahmen
ist es mir leider nicht möglich, mehr als 1,5 Millionen zu bieten.
Sie nutzen meine Notlage aus. Zwei.
Zweieinhalb, und ich kümmere mich um die Renovierungsarbeiten.
Sie kaufen dann ein Kloster, ja, das im alten Glanz erblüht.
Zwei Millionen. Ich sichere Ihnen zu, der Auftrag geht an Herrn Huber.
Ihnen noch einen angenehmen Abend. Ihnen auch.
Was machen Sie denn für ein Gesicht?
Ein nachdenkliches. Seien Sie doch froh.
Sie bleiben uns als Bürgermeister erhalten.
Freuen Sie sich denn auch?
'n bisschen? Herr Wöller.
Auch eine Nonne braucht ein kleines Geheimnis.
Untertitel im Auftrag der ARD, 2019
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