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Um Himmels Willen: Liebe geht durch den Magen
*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Fröhliche Musik*
Auf dem Hof geht's zu wie im Zirkuszelt.
Wenn ich noch mein Smartphone hätte,
dann könnte ich tolle Fotos machen.
Um noch süchtiger nach dem Handy zu werden,
als du es eh schon bist.
Ich hatte das unter Kontrolle.
Was schaut ihr denn so?
Wir lieben dich. Auch deine Schwächen.
Frau Prechtl, Herr Prechtl! Sie sind auch hier!
Grüß Gott, Schwester.
Herr Wöller hat eine Versammlung zum Projekt Ritterspiele einberufen.
Ah, wie umtriebig unser Bürgermeister ist.
Allerdings.
Das ganze Team bekommt genaue Instruktionen.
Wir dürfen das Catering machen.
Ach, gratuliere. Danke. Wir brauchen jeden Auftrag.
Vielleicht bekommen wir den Zuschlag für den Freizeitpark.
(reserviert) Ach ja. Der Freizeitpark...
Des einen Freud ist des anderen Leid.
Grüß Gott. - Schwester Agnes.
Tut mir leid, dass Sie das Kloster verlassen müssen.
Dafür können Sie ja nichts. Na ja...
Aber wenn Sie den Zuschlag bekommen,
dann wär es eine Riesenchance für Ihre junge Firma, oder?
Aber es gibt ein Problem. - Unsere Hilfskraft ist ausgefallen.
Wir sind dringend auf sie angewiesen.
Wir fragten uns, ob wir uns Schwester Agnes ausleihen dürften.
Falls Sie einverstanden sind. - (überrascht) Mich?
Also, ich weiß nicht.
Sie haben uns die Zubereitung mittelalterlicher Speisen gezeigt.
Sie wären unsere Rettung. - Was meinst du, Hanna?
Ich wüsste nicht, was dem entgegensteht.
Ja, also...
Ja, gerne.
Ja, soll ich gleich mit ins Rathaus kommen?
Das wäre großartig. Danke.
Danke.
Tja. Ich könnte nachkommen und helfen!
Gerne, danke.
Du kannst doch gar nicht kochen.
Aber Kartoffeln und Zwiebeln schälen.
Wie geht es denn Herrn und Frau Prechtl überhaupt?
Ich denke, ganz gut.
Die beiden haben sich in einer Entzugsklinik kennengelernt.
Die kämpfen hart um die Existenz ihrer Catering-Firma.
Wenn sie den Zuschlag für das Großprojekt bekommen würden,
wären sie finanziell auf der sicheren Seite.
*Sie lacht grimmig.* Und wir im Mittelalter.
Felicitas, das sind wir doch schon.
*Sie seufzt.*
Morgen, Herr Wöller! Meier, Morgen.
Passt jetzt die Uniform? Perfekt. Ein wahres Wunder.
Sie sind mir einen Gefallen schuldig.
Ich wollte Sie um noch einen Gefallen bitten.
Noch einen?
Wegen des Geldes aus der Trödelshow. Und?
Kevin soll mal nach Harvard. Mit 30 000 kommen Sie nicht weit.
Genau das ist das Problem.
Das Geld muss sich vermehren. Aber ich weiß nicht, wie.
Ich bin Bürgermeister, kein Bänker.
Sie kennen den Vorstand der Landesbank.
Gut, ich lass mir das durch den Kopf gehen.
Aber jetzt muss ich mich um das Überleben
meiner Gemeinde kümmern. Okay.
Frau Laban!
Jetzt sitzen Sie nicht da wie... Nee, ich lass es.
Machen Sie mir einen Kaffee. Auch Ihnen einen guten Morgen.
Extra stark. Das Mittelalter wartet nicht.
Dafür Herr Huber. Ah ja.
Ist das schön, wieder hier zu arbeiten.
Hermännchen, ich habe heute wenig Zeit,
also lass uns gleich loslegen.
Vielleicht erklärst du mir mal, was am frühen Morgen so wichtig ist.
Hätte das nicht Zeit gehabt?
Ich weiß nicht, was der Ederer plant,
aber ich möchte vorbereitet sein.
Ich weiß auch nicht, was er plant.
Der ist sauer, dass du ihm das Kloster weggeschnappt hast.
Ich möchte die Urkunde sehen,
wo das Alter von Auingen verbrieft ist.
Ederer rückt die Urkunde nie raus.
Genieß mal das Leben in seiner Schönheit und Fülle.
Mit Schönheit und Fülle bist du nah dran.
Aber um an die Urkunde zu kommen,
gibt es nur einen Weg.
Und den kannst nur du bestreiten. Ich?
Ja, du. Du machst mir Angst.
Isolde Manz. Wer ist das?
Die Leiterin vom Auinger Stadtarchiv.
Treptow hat über die Dame recherchiert.
Hat er rausgekriegt, dass sie schön und füllig ist?
Das weiß ich nicht aufs Gramm, aber Frau Manz ist Autonärrin.
Sie war bayerische Tourenwagen-Meisterin.
Eine Frau mit Benzin im Blut?
Ihr Traum ist der Große Preis von Monaco.
Soll ich ihr eine Rennstrecke bauen?
Du musst sie kennenlernen, bezirzen.
Wie soll ich das machen? Hermännchen...
Muss ich dir jetzt erklären, wie das geht mit den Bienchen?
Hast du alles verlernt?
Das sagt grad der Richtige.
Treptow hat sie auf einem Online-Dating-Portal entdeckt.
Die Dame ist paarungswillig.
Ich soll den Schwerenöter mimen?
Das bist du mir und der Gemeinde schuldig.
(Lela) Du schaffst das schon.
Du hättest auch Angst, so was zu besprechen.
Sicher, aber wenn du das mit Jens noch länger verheimlichst,
dann wird alles nur schlimmer. Komm.
*Sie seufzt.*
Mutter Oberin. Gelobt sei Jesus Christus.
In Ewigkeit, Amen.
Ja, ich weiß, das ist ein ungewohnter Anblick.
Wo ist denn Schwester Hildegard? - In meinem Büro.
Ich hab es ihr geliehen,
weil sie heute ihr Buch der Presse vorstellt.
*Telefon klingelt.* Entschuldigung.
Magdalenen-Orden, Schwester Theodora.
Der Termin für die Einsegnung in Landsberg?
Warten Sie, da muss ich mal kurz im Kalender...
Entschuldigen Sie, könnten Sie später anrufen?
Das wäre sehr nett, ja. Danke schön.
Auf Wiederhören.
So...
Was ich Ihnen sagen möchte, fällt mir nicht leicht.
Deswegen hat Schwester... *Telefon klingelt.*
Moment.
Magdalenen-Orden, Schwester Theodora.
Äh...
Die Einladung für das Treffen der altkatholischen Landfrauen...
Das habe ich, glaube ich, heute schon mal gesehen...
Entschuldigung, könnten Sie später anrufen?
Das ist sehr nett, vielen Dank. Danke schön.
*Sie stöhnt laut.* Ich gebe auf.
Sind noch weitere Romane geplant?
(Hildegard) Also, ich... denke schon...
Seien Sie ganz getrost.
Hildegard Hähnlein ist ein ewig sprudelnder Quell.
Wird schon über eine Verfilmung nachgedacht?
Nun ja... Der Roman ist ja gerade erst erschienen.
Wenn Hollywood anklopft, dann machen wir sicher die Tür auf.
*Theodora räuspert sich.* Mutter Oberin?
Ähm...
Schwester Hildegard, es gibt einen Grund,
weswegen ich hier sitze und Sie da draußen.
Ich mache das später. - Das ist die Mutter Oberin.
Eine der wichtigsten Förderinnen der Autorin.
Ja...
Schwester Hildegard, jetzt!
Herr Stolpe, es tut mir leid. *Theodora räuspert sich laut.*
Mutter Oberin, was ist das für ein Gefühl,
mit einer so berühmten Nonne zu leben?
Äh...
Die Romane sind sehr erfolgreich. Es geht sogar um eine Verfilmung.
Richtig, das... - Aha...
Das ist eine Option.
Das freut mich natürlich sehr für Schwester Hildegard
und für den Magdalenen-Orden.
Welche Schauspielerin sollte Sie spielen?
Mich?
(mit deutschem Akzent) Julia Roberts oder Angelika Jolie.
"Angelika Jolie"! Was soll denn das? - Dann Julia Roberts?
Das hab ich nicht gesagt. - Aber nicht widersprochen.
(Stolpe) Richtig. - War das jetzt nötig, Herr Stolpe?
Bitte entschuldigen Sie mich. - Nächste Frage. Bitte.
*Lebhafte Musik*
Die Zimthuhnpasteten müssen in den Saal!
Hopp, hopp, hopp! Komm!
Rena, hast du die Ochsenfetzen im Blick?
Mist. Die müssen raus, sofort. - Nein!
Nur ausstellen, zehn Minuten ruhen lassen und dann raus.
Die Suppe mit Wollwürstchen ist fertig.
Wollen Sie probieren? - Ja.
Achtung, es ist heiß! - Ja, ja.
(genüsslich) Mm! Perfekt! - Ja?
Dann füll ich jetzt die Ritter-Kunibert-Pastinakenküchlein
mit roter Grütze und Apfelmus.
Und dann bitte zehn mit Zwiebelfleisch.
Ja, wird gemacht.
Auf geht's.
*Düstere Klänge*
Herzlich willkommen.
Es begegnen sich heute zwei Welten:
das Mittelalter und die Neuzeit.
Aber lassen Sie sich dadurch nicht irritieren.
Es gibt eines, was uns verbindet.
"Es trinkt der Mensch,
es säuft das Pferd,
bei uns ist's heute umgekehrt."
Zum Wohl. (alle) Prost!
(Huber) Auf deine Dichtkunst.
Und gute Nachricht hab ich: Das Buffet ist eröffnet.
Ach! Agnes, das sieht ja lecker aus.
Was ist das? Ritter-Kunibert-Pastinakenküchlein.
Und das ist Truchsess-Pudding
mit Datteln, Feigen, Kardamom und Nelken.
Ein Rezept aus dem 14. Jahrhundert. Toll.
Kann ich helfen? Alles fertig.
Du darfst am Buffet herausfinden, was wir gezaubert haben.
Mach ich. Eins noch.
Ja?
Ich hab da was beobachtet, also...
Ich glaube,
Frau Prechtl hat heimlich einen Schluck Brandy genommen.
Das kann nicht sein. Sie ist trockene Alkoholikerin.
Deswegen sage ich es dir ja.
Hallo, Frau Prechtl. Hallo.
*Scheppern*
(erschrocken) Oh Gott!
Alles gut? Rena! Reiß dich doch mal zusammen!
(Rena) Ja... - Ich nehme es schon.
Geht's?
*Melancholische Cellomusik*
*Leise Dudelsack- und Trommelklänge*
Hallo, Frau Laban. Ach, Schwester Hanna!
Die Wollwurstsuppe soll besonders gut sein.
Die probiere ich. Können Sie noch was empfehlen?
Es soll alles sehr lecker sein. Haben Sie noch nichts gegessen?
Wenn ich in mein Kostüm passen will,
dann muss ich ein paar Pfund abnehmen.
Ach! Oder Kilos.
Kasteien Sie sich nicht. Sie werden toll aussehen.
Ich bin froh, wenn dieses Spektakel vorüber ist.
Das ist der totale Probenwahnsinn. Ich hab keine ruhige Minute mehr.
Und er dreht natürlich am meisten von allen am Rad.
Was hat er denn für ein Problem? Eins? Tausend!
Das größte ist, eine Gemahlin für den Fürsten von Wöllern zu finden.
Mich hat er auch schon gefragt.
Aber nach dem Geschacher ums Kloster habe ich abgelehnt.
Jetzt können wir in Ruhe reden.
Was für ein Tohuwabohu!
Was liegt Ihnen auf der Seele?
Bitte, nehmen Sie Platz. - Danke.
Ich habe in letzter Zeit öfter babygesittet.
Hauptsächlich bei einem jungen Witwer.
Seine Kinder Pia und Oskar. - Ja, ich weiß.
Die beiden sind mir ans Herz gewachsen
und ich verbringe gerne Zeit mit ihnen.
Dagegen ist nichts einzuwenden.
Nein, aber...
Ich hab auch viel Zeit mit ihrem Vater verbracht, Jens Lehner.
Wir haben in letzter Zeit viel gemeinsam unternommen.
Und?
Wir haben uns sehr gut verstanden.
Man muss wohl sagen: zu gut.
Haben Sie sich in Herrn Lehner verliebt?
*Gefühlvolle Klavierklänge*
Ja. Das habe ich.
Verstehe.
Es ist einfach passiert.
Wenn Sie Herrn Lehner lieben,
dann müssen Sie aus dem Orden austreten.
Aber ich liebe Gott auch.
Auszutreten bedeutet nicht, dass Sie Gott nicht mehr lieben.
Sie können weiterhin für den Orden tätig sein.
Ich würde Sie unterstützen. Aber nur, wenn Sie sich sicher sind.
Eigentlich bin ich das, ja.
Wir vier, das fühlt sich an wie eine Familie.
Es geht nicht um vier Menschen. Es geht um zwei.
Sie und Herrn Lehner.
Das verstehe ich nicht ganz.
Wen lieben Sie mehr,
den Vater oder die Kinder?
Es ist mir eine große Freude,
am heutigen Tag zum wiederholten Male
auf Kaltenthal aufmerksam zu machen.
Vor allem die Vorrangstellung unter den Gemeinden.
Dank meines unermüdlichen Einsatzes ist es mir gelungen...
(Mann) Ist mir schlecht.
...eine Tausend-Jahr-Feier auf historischem Boden zu veranstalten,
wo auch die Ritterspiele...
*Leises Ächzen und Stöhnen* ...veranstaltet werden.
Treptow, was ist los? Ich weiß es nicht.
Wo bin ich stehen geblieben? Kaltenthal.
Die Vorrangstellung von Kaltenthal weit vor Auingen...
*Martinshorn*
Was redet Herr Wöller denn für Unsinn? Ich weiß nicht.
Und was ist da los?
Es klingt wie ein Krankenwagen.
Ja, also, noch mal... *Stöhnen und Würgen*
Um meine Vision zu verdeutlichen... Ich sehe das Siegertreppchen,
wo Kaltenthal und ich ganz oben auf sind...
Und unten wälzt sich der Ederer
in diesem feuerroten Aschenstaub von Auingen...
*Wöller würgt.* Wolfi, was hast du?
Agnes, mir ist plötzlich auch schlecht.
Was ist denn? Merkst du nichts?
Nein. Mir geht's prächtig, Hanna.
Bringst du mich an die Luft? Natürlich. Was ist los?
Hanna? Was ist passiert?
Verdacht auf Salmonellenvergiftung. - Nein! Ich hab ganz sauber gekocht.
Wir fahren Sie in die Klinik.
Ich komme mit. Nein.
Fahr ins Kloster. Ich schaff das.
(Laban) Das ist eine Katastrophe!
*Hanna stöhnt leise.* Schwester Hanna, Sie Arme...
Wie können denn so viele Leute auf einmal krank werden?
Ich hab was von einer Salmonellenvergiftung gehört.
Oh Gott. Daran ist meine Tante gestorben.
Waren diese Viecher im Buffet? - Nein! Auf keinen Fall!
Gut, dass ich nichts angerührt habe! - Es muss am Essen liegen.
Ich versteh das nicht. Wir kochen nur mit frischen Zutaten.
Du warst für den Einkauf zuständig. Kann da was nicht gut gewesen sein?
Nein! Nein, ausgeschlossen.
Wenn Sie vorläufig damit vorliebnehmen möchten?
Danke. Mir ist alles recht.
Hauptsache, ich kann mich hinlegen. Danke.
*Sie stöhnt.* So...
Olaf, wohin mit dem Patienten?
Stell ihn einfach neben sie in die Ecke.
Ich bin Privatpatient!
Ich hab Anspruch auf ein Einzelzimmer!
Geht nicht.
Für so einen Notfall sind wir nicht eingerichtet.
Ich bestehe drauf. Wo ist der Chefarzt?
Beim Mittag. Ich werde mich beschweren!
Hören Sie auf. Sie bekommen keine Extrawurst.
(gequält) Oh Gott, Wurst! Sie haben mir gerade noch gefehlt.
Danke.
*Sie atmet angestrengt.* *Er rülpst.*
Das kann nicht am Essen liegen. Es muss von was anderem kommen.
Um das herauszufinden, bin ich heute hier.
Wir nehmen nicht nur Proben vom Essen,
sondern von der gesamten Kantinenküche.
Rena!
Das ist doch nicht dein Ernst!
Es war nur ein Schluck.
Du weißt doch, dass das völlig egal ist.
Ich weiß. Es tut mir leid. Ehrlich. - Seit wann geht das schon?
Es war nur ein Schluck. - Schau mich mal an.
Schau mich an!
Du bist angetrunken. - Vielleicht waren es zwei Schlucke.
Du warst besoffen und hast Mist gekauft!
Oder den Kühlraum nicht zugemacht!
Und jetzt sitzen wir im Schlamassel! - Nein!
Aber du ruinierst nicht nur dich, sondern auch mich.
*Schicksalsschwangere Klänge*
*Er seufzt.*
Wann werden Sie ein Ergebnis haben?
Ich beeile mich.
Aber ein bisschen Zeit nimmt das in Anspruch.
Wie lange dauert es, bis ich mein Einzelzimmer kriege?
Sie sind nicht der Einzige hier.
Ich würd auch lieber woanders liegen.
Sie haben nichts anderes verdient.
Wenn jemand die Gemeinde im Stich lässt und mich verrät...
Wie lange werfen Sie mir das noch vor?
Vermutlich stecken Sie ja dahinter,
dass ich mich jetzt vor Schmerzen krümme...
Ich? Wer denn sonst?
Sie haben Schwester Agnes in die Küche geschmuggelt.
Was hat Ihnen eigentlich der Ederer dafür geboten?
Sie sind im Delirium.
Ja, das war ein Anschlag auf mich.
Der Ederer weiß, dass Auingen die Felle davonschwimmen.
Herr Wöller. Ja?
Ich liege auch hier. Ja.
Alles Teil des perfiden Plans.
Mag sein, die Prechtls sind nicht schuld. Wer sonst?
So eine Vergiftung kann viele Ursachen haben.
Die Prechtls haben uns verdorbenes Essen angeboten.
Daran besteht kein Zweifel.
Das ist eine Vorverurteilung ohne jeden Beweis.
Anderes bin ich von Ihnen nicht gewohnt. Na gut.
Wir brauchen nicht miteinander zu reden.
Der Rest ist Schweigen. Ja.
*Sie seufzt.* Ach Gott.
Du bist so still.
Ich dachte, dass ich mich entschieden hätte.
Jetzt weiß ich nicht mehr, was ich will.
Was hat die Mutter denn gesagt?
Ob ich mir sicher bin, wen ich liebe:
Jens als Mann oder als Familienvater...
Oder ob es die Kinder sind.
Und meinst du, dass sie damit recht hat?
Keine Ahnung.
Endlich kann ich nach Ihnen sehen.
Wie fühlen Sie sich? Schlecht.
Und die Dame neben mir verbessert diesen Zustand nicht.
Im Gegenteil.
Was hab ich getan? Sie ignorieren mich doch.
Allein, zu wissen,
dass da der Teufel im Gewand einer Nonne liegt,
erzeugt Schüttelfrost.
Weswegen ich Sie noch hierbehalte. Wegen Schwester Hanna?
Ihrem Schüttelfrost. Danke für Ihre Fürsorge.
Aber ich muss ins Rathaus.
Da wir die Ursache noch nicht wissen, rate ich davon ab.
Dann gehe ich auf eigene Gefahr. Das ist Ihre Entscheidung.
*Er stöhnt laut.*
Ich habe Sie überall gesucht. Herr Prechtl?
Ich möchte mich entschuldigen.
Dafür, dass Ihr Mordversuch fehlschlug?
Herr Wöller!
Ich hab keine Ahnung, wie es dazu kommen konnte.
Das klären die Gerichte.
Was... Gerichte? Aber ich... Ja!
Die Gemeinde Kaltenthal wird Sie verklagen.
Es tut mir wirklich wahnsinnig leid. Ich hoffe, Sie erholen sich schnell.
Wiedersehen, Herr Prechtl.
Also wirklich, Herr Wöller.
Dafür, dass Sie nicht mit mir reden,
treiben Sie mich zur Weißglut.
Ich leg mich jetzt hin zum Sterben
und danach fahre ich ins Rathaus.
*Sie stöhnt.*
(Erika) Wohl bekomm's! - Danke.
Trinkst du schon in der Öffentlichkeit?
Das ist alkoholfrei.
Das darfst du auch nicht trinken, das weißt du.
Setz dich, Ludwig. Wir müssen reden.
Ja. Ich bin gefährdet.
Der Wunsch zu trinken ist stark. - Aber wieso?
Unsere Firma kommt ins Rollen und wir brauchen alle Kräfte.
Genau deshalb. Ich komme mit dem Stress nicht klar.
Ganz ehrlich?
Ich hasse Catering.
Das ist unsere Existenz.
Ich wollte kein Catering-Unternehmen.
Du hast mich überredet. - Aha.
Und das sagst du mir jetzt, wo es sowieso vorbei ist.
Ich hab nichts falsch gemacht!
Deinetwegen kriege ich als Koch nie wieder einen Job.
Du hast uns ruiniert.
*Sie seufzt.*
(verzückt) Oh, holde Fürstin von Wöllern!
(entgeistert) Was?
Welche Freude,
dass Sie mich zu meinen Ritterspielen begleitet haben!
Euer Liebreiz...
und Anmut...
Ihre Weisheit...
Ihr Großmut...
Oh!
Er hat ein Beruhigungsmittel bekommen.
Es war vielleicht etwas viel.
Kann ihm da was passieren?
Na ja, außer, dass er komische Dinge sagt, nee.
*Er stöhnt.*
Herr Wöller, Sie fantasieren!
(entzückt) Oh... (genervt) Oh!
Wie kann ich Euer Durchlaucht jemals danken?
*Er schnarcht laut.*
Da wird mir schon was einfallen. Keine Sorge.
*Er schnarcht weiter.*
(genervt) Oh!
Für mich ist das ja nichts.
Lass uns lieber wieder reingehen. - Moment!
Hanna kommt zurück!
Hallo.
Geht's wieder? Ja, ja. Die Übelkeit ist weg.
Ein bisschen wackelig bin ich noch.
Was war's denn nun? Wirklich Salmonellen?
Das weiß man nicht. Die Laborergebnisse sind bald da.
Gestern hat der arme Herr Prechtl angerufen und gefragt,
ob seine Frau bei uns im Kloster sei.
Rena? Wieso?
Sie ist nicht nach Hause gekommen.
Meinst du, sie hat getrunken?
Ich hoffe nicht. Ich kümmere mich drum.
Guten Morgen. Guten Morgen, Herr Wöller.
Wie geht's Ihnen? Ach...
Ich hab die Hölle gesehen, Frau Laban.
Ach Gott.
Ich brauch jetzt dringend einen Kaffee.
Ist denn das gut für Ihren Magen?
Es ist gut für meine geschundene Seele.
Lieber Herr Wöller! Schön, Sie wieder wohlauf zu sehen.
Was ist los mit Ihnen, Treptow?
Wie meinen Sie das?
Wenn Sie den devoten Mitarbeiter mimen,
bedeutet das selten was Gutes.
Die vorläufigen Ergebnisse der Untersuchung sind da.
Und? Woher kamen die Salmonellen? Es waren keine Salmonellen.
Es waren Kolibakterien.
Wie kommen die Prechtls zu Kolibakterien?
Das wird recherchiert.
Es kann sein, dass die Prechtls nicht die Ursache waren.
Wer soll es denn gewesen sein?
Wir. Wer, "wir"?
Das Rathaus.
Die Wasserleitungen.
*Er stöhnt.*
*Er seufzt.*
Ja... Wer weiß das noch?
Im Moment Sie, ich
und ein Mitarbeiter des Gesundheitsamtes.
Und das bleibt auch so. Niemand erfährt etwas.
Ja, aber... Kein Aber.
Sie kümmern sich diskret um die Wasserleitungen.
Nur für den Fall der Fälle. Ich mach den Rest.
Aber die Familie Prechtl? Schwester Hanna gibt keine Ruhe.
Überlassen Sie das mir.
(lachend) Ein Triumph, Schwester Hildegard!
Es ist überwältigend! - Was denn?
Sie! "Die Bestseller-Nonne"...
Die Presse überschlägt sich! Sehen Sie mal.
"Die Altmeisterin des Krimis ist zurück!"
Da sehe ich komisch aus. - Ach was!
Oder hier: "Nonne trifft ins Schwarze".
Ach, es geht so weiter.
"Starautorin Schwester Hildegard schlägt wieder zu."
Das ist doch übertrieben, oder? - Nein!
"Ein herrlich raffinierter Kriminalplot,
grandiose Charaktere, Spannung pur."
Und hier: "Besser geht's nicht."
Das ist sehr freundlich von der Presse.
Und ein Vergleich mit Dürrenmatt! Der hat den Nobelpreis bekommen.
In Ewigkeit, Amen. - Guten Morgen.
Nobelpreis? - Vielleicht bekommt sie den.
Das ist aber jetzt übertrieben. - Ach... Hier.
Ich habe in ganz Deutschland Lesungen organisiert.
Ach ja? - Ja.
Aha. Ein bisschen viel Getöse, oder?
Heute Abend ist in München ein Literaturfest.
Da müssen Sie sich sehen lassen! - Oh ja, gerne.
Wenn Sie nichts dagegen haben. - Da könnte ich Sie ja begleiten.
Tut mir leid, ich habe nur zwei Karten.
Da müssen wir hin. - Ach.
Aber Sie werden auch erwähnt. In irgendeinem Nebensatz...
Aber... jetzt ist er weg.
(Theodora) Ich auch.
Entschuldigen Sie den Überfall,
aber ich hab gehört, dass Sie Ihre Frau gesucht haben.
Ich hab sie gefunden. Im "Ochsen".
Bei einem Bier.
Das ist nicht gut. Die Sucht verzeiht keine Fehler.
Rena hat mir gesagt, dass sie das Catering hasst.
Und unsere Firma gar nicht will.
Nur, allein schaff ich das nicht. Eins nach dem anderen.
Priorität hat, dass Rena nicht rückfällig wird.
Das ist sie längst.
Auch wenn sie behauptet, gestern war das erste Mal.
Aber vielleicht stimmt das ja.
Wichtig ist, ihr den Rücken zu stärken.
Das funktioniert nur mit Vertrauen. Vertrauen...
Während die Firma den Bach runtergeht.
Kochen ist mein Leben.
Vielleicht wird das ja was mit dem Freizeitpark.
Oder Sie finden eine Alternative, sobald feststeht,
dass Sie keine Schuld haben an der Vergiftung.
Sonst finde ich nie wieder Arbeit. Das hat Wöller angedroht.
Herr Wöller droht viel. Machen Sie sich keine Sorgen.
Ich frag mal im Rathaus,
ob die Laborergebnisse schon vorliegen, ja?
Danke.
Wo ist Ihre Frau denn jetzt? Ich vermute, im "Ochsen".
Sie hat sich da ein Zimmer genommen nach unserm Streit.
*Gefühlvolle Musik*
*Theodora schreit auf.* *Gloria lacht.*
Gloria!
Was für eine Überraschung!
Ich habe oft an Sie gedacht. - Ich auch.
Wie geht es Ihnen? - Ganz okay.
Ein bisschen durch den Wind. - Der Prozess war aufreibend?
Ja. - Sie müssen mir alles erzählen.
Ach, Frau Prechtl, zu Ihnen wollte ich.
Schickt Sie der Ludwig?
Er macht sich große Sorgen um Sie. Wollen wir ein Stück gehen?
Ja.
Hat er gedacht, dass ich betrunken in der Ecke liege?
Er hat Angst, dass er Sie wieder an die Sucht verliert.
Er will das nicht, weil Ihr Mann Sie liebt.
Ja, als die Leute krank wurden, habe ich einen Schluck getrunken.
Vielleicht zwei.
Ich hatte Panik, dass ich einen Fehler gemacht habe.
Und davor?
Auch einen.
Weil mir das alles über den Kopf wächst.
Aber vor allem hat mich verletzt,
dass Ludwig mir nicht geglaubt und mich beschuldigt hat.
Der Druck beim Catering setzt Ihnen zu, oder?
Lebensmittel sind nicht mein Ding. Am liebsten würde ich aussteigen.
Das hab ich ihm auch gesagt,
obwohl ich wusste, wie weh ich ihm damit tue.
Tja, jetzt ist es raus, und es tut mir leid.
Was würden Sie denn stattdessen gerne machen?
In meinen alten Job zurück. Ich bin Floristin.
Für mich ist es viel leichter,
mich mit Pflanzen zu umgeben.
Das Wichtigste ist, dass Sie nicht rückfällig werden.
Man findet für jeden Schluck eine Rechtfertigung.
Irgendwann für eine ganze Flasche. Ja, ich weiß.
Genau davor habe ich Angst.
Wenn wir den Auftrag bekommen, dann verdienen wir viel Geld.
Das bedeutet auch mehr Stress
und ich weiß nicht, ob ich den aushalten kann.
Und will.
Reden Sie mit Ihrem Mann. Ein Schritt nach dem anderen.
Hallo Frau... Frau Laban! Schwester Hanna! Wie geht's Ihnen?
Ach, noch ein wenig müde, aber ansonsten einigermaßen fit.
Mit Vergiftungen ist nicht zu spaßen.
Deswegen bin ich hier.
Die Laborergebnisse müssten vorliegen.
Treptow behauptet, nein.
Aber er kam mir seltsam vor. Seltsam?
Wenn er so übertrieben lächelt, dann stimmt was nicht.
Mhm.
*Es klopft.* Ja?
(überrascht) Schwester Hanna!
Bekommen Sie trotz unserer gemeinsamen Nacht
nicht genug von mir?
Sehr witzig.
Ich möchte Ihnen einen Vorschlag machen.
Es reicht, dass ich ausnahmsweise mit Ihnen rede.
Also... Zusammenziehen tun wir nicht.
Aber ich bin bereit, Ihre Gemahlin zu werden.
Bitte? Gemahlin des Fürsten zu Wöllern!
Ich an Ihrer Seite bei Ihrem Spektakel.
Und woher dieser plötzliche Sinneswandel?
Sie haben mich letzte Nacht gebeten.
Ich? Mhm.
Davon weiß ich nichts.
Unter Beruhigungsmitteln. Bisher haben Sie sich ja geweigert.
Ich hab meine Meinung geändert. Und das macht mich stutzig.
Möchten Sie jetzt, dass ich die Fürstin bin?
Ja, möchten schon. Aber was kostet mich das?
Sie rehabilitieren Herrn Prechtls Cateringfirma.
Wenn sich herausstellt, dass sie unschuldig sind.
Und Sie geben ihnen den Auftrag für die Feier.
Theoretisch sofort.
Aber mir sind die Hände gebunden, bis die Ergebnisse vorliegen.
Und wie lange kann das dauern? So was kann schon Wochen dauern.
Dann sind die Ritterspiele vorbei und der Auftrag hat sich erledigt.
So ein Labor arbeitet eben gründlich.
Ja, aber Ihnen muss doch daran gelegen sein,
die Ursache herauszufinden.
Ja, sowieso.
Könnte es sein,
dass Sie die Ergebnisse hinauszögern?
Schwester Hanna, schauen Sie.
Ich bin dem Tod von der Schippe gesprungen.
Glauben Sie nicht, dass auch ich erfahren will,
wo und was die Quelle allen Übels ist?
Schade. Wieso?
Dann huldigt der Fürst ohne Fürstin seinen Untertanen.
Sie können keinen Rückzieher machen!
Wir waren uns doch einig! Das waren wir.
Ich als Gemahlin an Ihrer Seite
und im Gegenzug die Laborergebnisse in meinen Händen.
Schwester Hanna, Sie glauben nicht, was ich gerade erfahren habe.
Herr Wöller hat Herrn Wenger Sonderurlaub spendiert.
Ab sofort! Wer ist Herr Wenger?
Der Leiter der Lebensmittelbehörde.
Während der laufenden Untersuchungen?
Das stinkt doch zum Himmel!
Sie haben nicht zufällig seine Privatadresse?
Leider nein, aber geben Sie mir eine Minute.
Mhm...
Wenn ich in den Zeugenstand musste,
wär ich am liebsten schreiend rausgerannt.
Sie waren sehr mutig, Gloria.
Wissen Sie, was das Allerverrückteste ist?
Ich hab das Kloster so vermisst.
Ich, die mit dem ganzen Gedöns nichts am Hut hat.
Ich verstehe, was Sie meinen.
Wie geht es denn jetzt weiter mit Ihnen?
Was haben Sie vor?
Keine Ahnung. Ich hab überhaupt keinen Plan.
Deswegen bin ich hier. Ich brauche jemanden zum Reden.
Ich bin immer für Sie da, das wissen Sie.
Ich will herausfinden, was das Leben noch zu bieten hat.
Dieses Auflegen, Party...
Da hab ich keine Lust mehr drauf.
Das fühlt sich so falsch an.
Lebensprioritäten ändern sich.
Wichtig ist, dass man das erkennt.
Und das tun Sie gerade.
Vielleicht erinnert mich das aber auch alles an meinen Bruder.
Möchtest du, dass ich einen Alkoholtest mache?
Solltest du denn? - Nein!
Ich hab einen Termin bei meinem Therapeuten in der Klinik.
Ich nehm das nicht auf die leichte Schulter.
Das weiß ich doch.
Dann hör auf, mich so anzusehen.
Es tut mir leid.
Ich höre mit dem Catering auf.
Aber warum?
Weil mir das alles zu viel wird. So gehe ich kaputt.
Dann... war's das wohl.
Herr Wenger? Ja?
Gut, dass ich Sie antreffe. Ich bin Schwester Hanna.
Geht's ab in den Urlaub? Sie fahren golfen?
Woher wissen Sie vom Urlaub?
Ach, ich hörte im Rathaus von Herrn Wöllers Großzügigkeit.
Ach so. Für mich kam das auch überraschend.
Herr Wöller hat mir ein paar Tage Golfhotel spendiert.
Weil Sie festgestellt haben, woher die Vergiftung kam.
Das konnte ich eben nicht.
Ach so?
Und können Sie sagen,
ob das Essen der Cateringfirma schuld war?
Vermutlich nicht.
Warum vermutlich?
Ach, Sie dürfen nichts sagen. Sagen wir mal so:
Ich war überrascht, dass Kolibakterien die Ursache sind.
Keine Salmonellen? Nein. Definitiv nicht.
Und können Sie mir sagen, woher diese Bakterien kamen?
Vermutlich aus den Wasserleitungen der Rathauskantine.
Ich habe noch Untersuchungen in Auftrag gegeben.
Weiß Herr Wöller... ...von den Untersuchungen?
Nein.
Sonst hätte ich keinen Sonderurlaub. Er will die Sache vertuschen.
Das zu beantworten übersteigt meine Gehaltsklasse.
Darum muss ich weg, bevor Herr Wöller dahinterkommt.
Ich wünsche Ihnen einen schönen Urlaub.
Danke. Ha!
Ja...
Danke für deinen Anruf.
Schön, dass du Zeit für mich hast.
Ich möchte was mit dir besprechen.
Ich hab mir den Nachmittag freigenommen.
Ich hab auch was vorbereitet. Komm rein.
*Verheißungsvolle Klänge*
Äh...
Sind die Kinder nicht da?
Die sind mit meiner Assistentin im Zoo und Eis essen.
(stockend) Gibt es was zu feiern?
Ja. Ich denke, schon.
Ich muss noch was in der Küche erledigen und dann...
Können wir erst miteinander reden? - Na klar.
Ich hab dir auch was zu sagen. Setz dich.
Gerne.
Soll ich anfangen, oder möchtest du?
Wollen wir erst mal was trinken? - Vielen Dank, das ist mir zu früh.
Später vielleicht. - Okay.
Aber ich brauch einen Schluck, ich bin etwas nervös.
Jens, was ist eigentlich los?
Du machst mir ein bisschen Angst. - Ähm...
Ich hab über uns nachgedacht, relativ viel...
Ja, ich auch.
Bitte, lass mich ausreden, sonst verlier ich den Mut.
*Er seufzt.*
Claudia...
Ich liebe dich, und ich...
Deswegen möchte ich dich fragen, ob du meine Frau wirst.
Ob ich deine Frau werde? - Ja.
Du bist Novizin,
du denkst darüber nach, Nonne zu werden.
Aber ich spüre doch, dass wir uns lieben.
Und ich hoffe, dass die Liebe stark genug ist,
dass du das genauso siehst...
Willst du mich heiraten?
Ich weiß nicht, was ich sagen soll.
"Ja"? - Nein.
Nein?
Nein, ich meine, es ist einfach zu früh.
Aber wieso ist es zu früh?
Die Kinder vergöttern dich. Ich liebe dich. Worauf warten?
Jens, bitte...
Sei mir nicht böse, aber das alles hier...
Du, diese...
Du überrumpelst mich.
Ich bin einfach nicht so weit.
Was für ein Auto! Ich bin hingerissen!
Ja, ich auch.
Äh...
Sie können eine Probefahrt machen. - Wirklich? Sehr gerne.
Wolfi, darf ich vorstellen? Das ist Frau Isolde Manz.
Das ist Wolfgang Wöller, unser Bürgermeister.
Es ist mir ein Vergnügen. Danke.
Mit Ihnen als Beifahrerin
wirkt dieses Auto noch schöner.
(lachend) Danke. Gerne.
Kennen Sie Herrn Huber schon lange? Nein.
Das ist unsere erste Verabredung. - Aber nicht die letzte.
Hoffentlich nicht. Du hast ein Glück!
Wo lernt man denn solche Frauen kennen?
Ja... Darf ich fragen, woher Sie kommen?
Aus Auingen. Ach, Sie Ärmste.
Haben Sie schon mal über einen Umzug
ins schöne Kaltenthal nachgedacht?
Bisher noch nicht.
Aha. Ich leite das Stadtarchiv.
Sicher eine interessante Aufgabe. Ja.
Darf ich Sie auf ein Getränk einladen? Mögen Sie Met?
Ja, sehr gern.
Alles auf Anfang! Wir wollen mit der Probe beginnen.
Schade, schade. Bitte nehmen Sie Ihre Plätze ein.
Wir müssen leider das Anstoßen verschieben.
Die brauchen mich da. Wobei?
Bei den Ritterspielen gibt Wolfgang den Fürsten
und ich den Baumeister.
Wir proben die Eröffnung, aber ich hab eine Idee.
Wollen Sie uns nicht begleiten? In die Ehrenloge?
Ja, sehr gern. Bitte sehr.
Danke. Ist alles okay.
(Treptow) Ja. Wir sind vollzählig.
Auf mein Zeichen hin...
geht ihr los.
Im Takt der Musik.
Festzug!
Bitte losgehen!
*Fanfarenklänge*
An den Tribünen vorbei und dann in den Hof Nummer drei.
Bitte vor der Ehrenloge ganz tief verbeugen.
*Schräge Dudelsacktöne*
Wenn die Zauberer dann hinterher das Feuerwerk zünden,
dann wirkt das natürlich noch imposanter!
Aber nur, wenn sie uns nicht abfackeln.
Tief verbeugen!
Stopp, stopp!
*Musik stoppt.* Sie haben die Probe ruiniert.
Entschuldigung, aber können Sie sie weiter unterbrechen?
Ich habe eine Nachricht für den Bürgermeister.
Während meiner Proben ist er kein Bürgermeister, sondern ein Fürst.
Dann eben für den.
Das ist ein Befehl Ihrer Fürstin!
So, jetzt bitte alle noch mal auf Anfang!
Herr Wöller, auf ein Wort.
Wollen Sie doch meine Gemahlin spielen?
Herr Wöller. Ja.
Sie wissen, dass Familie Prechtl unschuldig ist.
Ich bin zwar manchmal ein Genie, aber ich bin ja kein Hellseher.
Ich habe gehört, dass es Kolibakterien waren.
Hat die Frau Laban wieder ihr Ohr an meine Türe gelehnt?
Und der Leiter der Lebensmittelabteilung
hat Sonderurlaub.
Zählen wir eins und eins zusammen und gehen damit zur Presse.
Das ist doch nicht nötig. Ich hab alles geklärt.
Sie riskieren die Existenz der Prechtls,
um das unter den Tisch zu kehren.
Damit nichts Ihre Tausend-Jahr-Feier stört.
Zum Wohle der Gemeinde.
So! Und jetzt noch mal rauskommen!
Das wird die Gemeinde Kaltenthal ertragen müssen.
Dafür hat der Bürgermeister auch eine Fürstin von Wöllern.
Sobald Sie die Ergebnisse veröffentlichen.
Das kommt nicht infrage. Oh doch.
Oh nein.
In diesem Fall sehe ich mich gezwungen,
selber die Presse zu informieren.
Das ist Nötigung. Das ist Bürgerpflicht.
Herr Fürst von Wöllern, Sie müssen majestätischer winken.
Das dürfte Ihnen nicht schwerfallen. Das ist die Rolle Ihres Lebens.
Geben Sie jetzt den Prechtls den Auftrag für das Catering?
Mir bleibt ja nichts anderes übrig. Ich wüsste nicht, was.
Aber dann eröffnen Sie mit mir mein Ritterspektakel, ja?
Ich halte mein Versprechen.
Gut, dass Sie da sind. Grüß Gott.
Herr Wöller. Her Wöller hat eine gute Nachricht.
Die teilt er Ihnen gerne mit.
Es deutet vieles darauf hin,
dass Ihre Firma vermutlich nichts mit der Vergiftung zu tun hat.
Mit Betonung auf "vermutlich". Vergessen Sie das "vermutlich".
Ich hab's dir gesagt! - Gott sei Dank.
Mir fällt ein Stein vom Herzen. Das ist noch nicht alles.
Herr Wöller?
Ja... Also, ich... Das Essen war ja gut...
Sehr gut. Ja.
Sie bekommen den Auftrag für das Catering.
Das ist sehr freundlich, Herr Wöller, aber...
Aber danke nein.
Ich arbeite wieder als Floristin.
Ich kann ein kleines Bistro in der Altstadt übernehmen.
Das ist sicher eine gute Lösung.
Ich wünsche Ihnen ganz viel Glück. Vielen Dank für alles.
Danke.
Kann es sein, dass Ihre Intrigen diesmal nicht funktioniert haben?
Keineswegs, die Prechtls sind ja entlastet.
*Unheilschwangere Klänge*
Oh!
*Erschrockene Schreie*
*Dramatische Musik*
Ja, was war das denn?
Ein Erdbeben? In Kaltenthal?
*Sphärische Klänge*
Oh Gott, unserer schöner Klosterturm.
Das darf doch nicht wahr sein!
Meine Tribüne! Die Ritterspiele!
Ich fürchte, das war's mit den Ritterspielen.
Warum kann Ihr Chef da oben nicht ein Mal nett zu mir sein?
Muss er mir immer Knüppel zwischen die Beine werfen?
Es ist eine Katastrophe für uns alle.
Aber ich geb nicht auf. Der Ederer darf nicht gewinnen.
Ich lass mir was einfallen. Das ist richtig.
Ja. Ich will nicht zu Auingen gehören.
Treptow! Hermann! Ja, zu mir ins Büro!
Wo seid ihr? Krisensitzung!
Herr Wöller?
Nach den Spielen ist vor den Spielen.
Ja...
Untertitel im Auftrag der ARD, 2019
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