All language subtitles for Um Himmels Willen - S18E11 - Doppelg+Ąngerin.deu

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Original subtitles

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

(Felicitas) Ja, fein macht ihr das. Sehr gut, sehr gut, sehr gut.

Ja, gut, dass wir das geübt haben vorher, nicht?

Ja, also...

Und jetzt noch mal lächeln. Ja.

Herr Hund!

(Nonnen singen) #...und bewundern deine Werke.

Wie du warst vor aller Zeit,

so bleibst du in Ewigkeit.#

(Agnes) Wo warst du denn? - (Felicitas) Hm.

Beschäftigt. - Und womit?

Herr Wöller will aus unserem Kloster

einen Mittelalter-Freizeitpark bauen.

Das beschäftigt einen doch.

Ich hoffe, wir haben noch Platz für den Gemüsegarten,

wenn er den Freizeitpark baut.

Ich denke, hier existiert dann gar nichts mehr.

Wir sind doch dann nur lebendes Inventar, wie in Disneyland.

Darum tun wir alles,

um seinen neuesten Wahnsinn zu verhindern.

Herr Hund! Wie schaust du denn aus?

Wer macht denn so was? Wie absurd.

Also, ich finde es schön.

*Nachdenkliche Musik*

Also, ab, ab. Du darfst hier nicht sein.

(Felicitas) Wo bist du? - (Frau) Hallo?

Grüß Gott. - Andrea Gruber.

Ich suche Schwester Hanna.

Hanna? Das bin ich.

Hallo, Andrea Gruber. Hallo.

Mir wurde gesagt, dass Sie früher Tänzerin waren.

Das ist lange her, aber es ist noch meine Leidenschaft.

Dann sind Sie meine Rettung.

Wenn es ums Tanzen geht, helfe ich gern.

Kommen Sie. Gern.

Claudia, hast du Lust mir zu helfen, Chorlieder auszusuchen?

Für die Tausendjahrfeier?

Herr Wöller möchte mittelalterliche Choräle hören.

Eigentlich sehr gerne, aber heute bin ich eingeladen.

Eingeladen?

Von wem? - Oskar hat Geburtstag.

Ich weiß, ich wollte mich fernhalten von seinem Vater

und mir über meine Gefühle klar werden,

aber Oskar wollte es.

Er wäre enttäuscht, wenn ich fehle. - Du musst wissen, was du tust.

Ich leite die hiesige Trachtentanzgruppe.

Ich bin Buchhalterin in einem Architekturbüro.

Tanzen ist nur ein Hobby.

Aber ich liebe es. Oh ja.

(Felicitas) Kitty! Und was soll ich tun?

Wir sollen beim Mittelalterfest tanzen.

Aber wie tanzte man im Mittelalter? Ach so, hm. Na ja.

Während meines Ballettstudiums wurde historischer Tanz gelehrt.

Gott, das ist schon so lange her. Ich kann mir das gerne anschauen.

*Handy piepst.* Super.

Wir haben heute Nachmittag um 15 Uhr Probe...

Entschuldigung. Ja.

Jedenfalls würden wir uns freuen. Schlechte Nachrichten?

Ich habe erfahren,

dass ich eine neue Übernachtungsmöglichkeit brauche.

Verloren Sie Ihre Wohnung?

Ich bin vor Kurzem zu meinem Freund Michael gezogen,

aber er trennte sich von mir und bat mich, zu gehen.

Ich kam bei einer Freundin unter,

aber die bekommt Besuch von ihrer Schwiegermutter.

Was ist passiert?

Micha und ich lernten uns über eine Dating-App kennen.

Und er denkt, ich bin dort wieder aktiv und betrüge ihn.

Und ist das so?

Nein, ich liebe Micha.

Ich löschte das Profil, als wir zusammen waren.

Wie kommt er dann auf die Idee?

Er hat einen Arbeitskollegen, Lars.

Der hat sich in...

Der hat ihm von einem Chat erzählt,

bei dem er sich auch verliebt hat.

Und dann?

Lars zeigte Micha Bilder von dieser Frau.

Das waren Bilder von mir. Von Ihnen?

Ja. Aber Lars kennt Sie gar nicht?

Nein, wir haben uns noch nie gesehen.

Haben Sie Lars mal gefragt?

Vielleicht kann der irgendwelche Hinweise geben.

Kriegt Micha das mit,

denkt er erst recht, ich betrüge ihn.

Hm. Soll ich mal mit Lars reden?

Würden Sie das für mich tun? Ich kann es versuchen.

Danke, Schwester.

Kitty.

Wo steckst du denn?

Ah, da bist du ja.

Ganz ruhig, Kitty, ja.

Ich nehme dir ja bloß den Schleier ab.

Wenn Hanna dich so sieht,

dann kriege ich richtig Ärger.

Felicitas? Was hast du denn da?

Äh, nichts.

Warum stehst du denn mitten im Gemüsebeet?

Du machst alles kaputt. - Ich suche Bohnen.

Bohnen? Die sind doch dahinten.

Hilfst du mir beim Ernten? - Äh, jetzt?

Ich dachte, deswegen bist du hier. - Äh, ähm, also...

Ich hatte nur die Absicht, nach den Bohnen zu sehen,

aber nicht gleich, sie zu ernten.

*Muntere Musik aus dem Autoradio*

*Musik endet.*

Schwester Hanna, ist das nicht ein herrlicher Tag?

Herr Huber, Sie sehen aber gut aus. Wird unser Turm endlich saniert?

Der Turm? Ja.

Nein. Was dann?

Äh, hat ihnen der Wolfi nichts erzählt?

Nein.

Wir müssen mit den Baumaßnahmen für die Tausendjahrfeier beginnen.

Gott zum Gruße, Schwester Hanna. Herr Wöller!

Es gibt keine Baumaßnahmen, außer Sie sanieren unseren Turm.

Ist das die Begrüßung... Darf ich? Ja.

...nachdem ich das Kloster aus den Klauen der Winter befreite?

Sie haben es nicht befreit. Es gehört immer noch Frau Winter.

Und mit Ihnen wird es nur schlimmer.

Bauen wir jetzt? Selbstverständlich.

Moment, hier wird nichts gebaut.

Es ist ja zum Wohle von Kaltenthal.

Da hätte ich mir ein bisschen mehr Solidarität erhofft.

Und ich dachte, dass Sie uns ein Mal helfen wollen.

Ich zeige mal, wo die Tribüne hinkommt. Herr Huber!

Ich zeige es ihnen nur. Sonst nichts.

Ich weiß nicht, was Sie gegen eine kleine Feier haben.

Man muss auch gönnen können.

Nicht gegen die Feier, gegen den Freizeitpark.

Seien Sie doch froh. Das andere wäre noch schlimmer.

Was könnte da noch schlimmer sein?

Wird Kaltenthal von Auingen eingemeindet,

kriegt Bürgermeister Ederer das Kloster.

Schlimmer als Sie kann der nicht sein.

Da, wo ich ein Herz habe, hat der eine Mördergrube.

Sie wollten den Leuten nur zeigen, wo die Tribüne hinsoll, ja?

Die legen nur etwas Baumaterial ab.

Ja.

Sie wissen, dass Ihnen eine Million für den Kauf fehlt?

Der Gemeinderat bewilligte nur drei Millionen.

Ich wäre für ein kleines Entgegenkommen dankbar.

Ein Anruf bei der Mutter Oberin. Warum sollte ich das tun?

Weil ich im Moment Ihre beste Option bin.

Ja, Spatz in der Hand, Taube auf dem Dach.

Ihre Entscheidung. Also gut.

Im Moment ist wirklich alles besser als Frau Winter. Eben.

*Fröhliche Musik*

Herr Meier! Guten Morgen, Schwester Hanna.

Glückwunsch zum Trödelkönig.

Trude meinte, ich war sehr telegen. Oh ja.

Herr Meier, kann ich Sie was fragen?

Wenn mir jemand im Internet die Identität stiehlt,

so Fotos, Namen und alles, was dazugehört...

Wie finde ich da den Schuldigen? Das ist nicht so einfach.

Für eine Anzeige brauchen Sie einen begründeten Verdacht und Beweise.

Das ist wie eine Hausdurchsuchung.

Mein Berater wartet. Ich lege meinen Gewinn für Kevin an.

Ich muss auch rein. Oh, bitte.

Auf Wiedersehen, Herr Meier. Tschüs.

Alles Gute. Viel Glück.

Guten Tag, ich bin auf der Suche nach...

Herr Werner, Sie suche ich. Schwester Hanna.

Es geht um Andrea Gruber und Michael Keil.

Kann ich Sie einen Moment sprechen? Kannst du mich kurz vertreten?

Na klar. - Super, gehen wir raus.

Mhm.

Michael ist krankgeschrieben. Es tut mir alles so leid.

Hat sie Ihnen davon erzählt? Ja, hat sie.

Und Frau Gruber ist völlig verzweifelt.

Ich wusste nicht, dass sie Michas Freundin ist.

Sie war es ja auch nicht. Jemand stahl ihre Identität.

Ich öffnete dieser Frau mein Herz. Sie wirkte total nett.

Warum macht jemand so was? Das weiß ich nicht.

Aber wir finden es vielleicht heraus.

Immerhin haben Sie ein schönes Hotelzimmer.

Hey, ich vermiss das Kloster total.

Jetzt hab ich Aufpasser vor der Tür, und das rund um die Uhr.

Gloria, die Verbrecher, die Sie verfolgen,

werden erst aufgeben, wenn Sie Ihre Aussage gemacht haben.

Ich muss los, Mutter Oberin. Ich muss ins Gericht.

Aber danke für Ihren Anruf. Das bedeutet mir sehr, sehr viel.

*Sie seufzt.*

Guten Tag, werte, werte Schwester... Schwester...

...Hildegard.

Ich müsste dringend die Mutter Oberin sprechen.

Herr Ederer, sie telefoniert. Und Sie haben keinen Termin.

Ja, es geht um die Zukunft vom Kloster Kaltenthal.

Da wird sie mir doch sicher ein bisschen Zeit schenken.

Ein kleines Give-away meiner Gemeinde.

Extra für Sie. Hm? Echtes Nougat.

Herr Ederer, ich bin nicht bestechlich.

Aber ich werde sie trotzdem fragen, ob sie für Sie Zeit hat.

Mutter Oberin, haben Sie Zeit...

Liebste Mutter Oberin,

ich muss Ihnen mein neustes Projekt vorstellen,

und ich weiß, Sie werden begeistert sein.

Ich schwöre. Eine todsichere Sache.

(Oberin) Mhm.

Quasi eine Win-win-Situation...

für Sie und für mich.

Geht es zufällig um Kloster Kaltenthal?

Ja, aber selbstverständlich. Und weit darüber hinaus.

Wissen Sie, es geht mir um Schönheit, um Tradition.

Das heißt, ich will das Kloster erhalten.

Sie arbeiteten doch mit Frau Winter zusammen.

Woher weht der neue Wind? - Frau Winter hat mich getäuscht.

Wie alle. Aber ich habe meine Lektion gelernt.

Interessant. Und was haben Sie gelernt?

In meiner künftigen Großgemeinde Auingen-Kaltenthal

ist ein Kloster unverzichtbar.

Sie verstehen sicher, dass ich skeptisch bin.

Aber bitte, ich höre.

Ich unterstütze den Orden beim Rückkauf des Klosters.

Mit sagenhaften drei Millionen Euro.

Sie steuern nur eine Million bei.

Das bedeutet, der Magdalenen-Orden wäre Mitbesitzer?

Absolutely.

Zusammen mit Auingen. Auf Augenhöhe.

Ich meine, Sie wollen doch auch, dass das Kloster Kloster bleibt.

Absolutely.

Guten Morgen.

Guten Morgen. Können wir rein?

Ja, es ist kurzfristig.

Der Herr Ederer ist bei ihr. Der Ederer ist da drin?

Ja. Was will er denn?

Das weiß ich nicht. Hat er das mitgebracht?

Ja. Der Teufel brachte Pralinen.

Also, Sie melden sich, Mutter Oberin.

Ah, der Herr Wöller.

Ah, der Herr Ederer.

Was verschafft uns die Ehre? Uns? Oh, da träumt aber jemand.

Denn so close

sind Sie und der Magdalenen-Orden auch wieder nicht.

Es war mir eine Ehre, Schwester Oberin.

*Sie räuspert sich.* Mutter Oberin.

Herr Ederer.

Sie machen Business mit dem Ederer? Im Ernst?

Herr Wöller. Ja?

Sie haben keine Exklusivrechte am Orden.

Das steht wohl außer Frage. Freilich.

Ich will Sie alleine sprechen.

Danach höre ich mir Ihr Anliegen an.

Okay. Herr Wöller.

Möchten Sie vielleicht ein Nougat zum Trost?

Nein. Das ist Teufelszeug.

Kittylein. Wo bist du?

Kitty?

Kurt. - Kitty!

Kurt! - (Mädchen 1) Kurt!

Wo sind sie? - (Mädchen 2) Wo seid ihr? Kitty?

Kurt! - (Mädchen 1) Kitty!

Kurt!

Oh, Felicitas, gut, dass du da bist. Ich brauche deine Hilfe.

Probier mal.

Das ist eine Klosterspeise aus dem zwölften Jahrhundert.

Biber in schwarzer Biersoße. - Biber? Igittigitt.

*Handy piepst.*

Ich hab natürlich stattdessen Huhn genommen.

In der Fastenzeit war nur Fisch erlaubt.

Da haben die Mönche und Nonnen...

*Türglocke schellt.* ...den Biber...

Hallo? Jemand da?

...den Fisch durch Biber ersetzt und...

Grüß Gott.

Hallo. - Sind Sie Ambrosia?

Ambrosia? Nein.

Wir wollen zu Kitty und Kurt. Die haben geheiratet.

Hier findet keine Hochzeit statt. Ich kenne die nicht.

Die sind so süß!

Wir möchten ein Selfie. Mit allen dreien.

Ob Ambrosia sich fotografieren lässt?

Sie ist ja nie auf den Fotos.

Ich verstehe kein Wort, ganz ehrlich, von dem, was ihr sagt.

Aber das ist...

Das ist ja Herr Hund und unsere Katze.

Felicitas?

Danke. Felicitas!

Wir haben sie gefunden. - Aber...

Selbst wenn Ederer drei Millionen zahlt,

muss der Orden eine Million aufbringen.

Schwester Hildegard bekam eine Garantiezahlung vom Verlag.

Für ihren neuen Roman. Ah, das ist ja wunderbar.

Es reicht nicht, aber es ist ein Anfang.

Dass Herr Ederer plötzlich ein Herz für christliche Tradition hat,

das ist schwer zu glauben.

Ich setze einen hieb- und stichfesten Vertrag auf.

So was wie mit Frau Winter passiert mir nicht noch mal.

Ederer will nur, dass Kaltenthal von Auingen eingemeindet wird.

Sicher. Den Retter der Kirche nahm ich ihm keinen Moment ab.

Nur was danach kommt, wissen wir nicht.

Bei Wöller wissen wir es haargenau: ein mittelalterlicher Freizeitpark.

Soll ich Herrn Wöller jetzt zu Ihnen hereinschicken?

Ja.

Er wird nicht begeistert sein, wenn er erfährt,

dass er das Kloster an Herrn Ederer verloren hat.

*Sie räuspert sich.*

Felicitas?

Mach sofort auf.

Ich weiß doch, dass du da drin bist.

Mach auf!

Du störst. Ich meditiere.

Ich hab ein Foto gesehen mit Herrn Hund und der Katze.

Herr Hund trug einen Zylinder.

Und was hat das mit mir zu tun? - Die Katze trug einen Schleier.

Dann wollten die beiden wohl heiraten.

Ich sah so einen Schleier in deiner Hand.

Das ist doch kein Zufall. Lass mich jetzt sofort rein.

Herr Hund!

Herr Hund, warte!

So hilf mir doch! Bevor Hanna ihn so sieht.

(Agnes) Herr Hund!

*Ruhige Musik*

Seit Sie aus dem Büro der Mutter Oberin kamen,

schweigen Sie.

Reden Sie nicht mehr mit mir? Ja, was soll ich denn sagen?

Wie sehr mich Ihr Verrat schmerzt, nach allem, was war?

Ich habe zu Ihnen gehalten.

Aber das Angebot von Herrn Ederer war einfach besser.

Das sagen Sie, ohne rot zu werden?

Okay, wenn ich Sie nicht interessiere

und mein Schicksal nicht,

hätte ich aber erwartet, dass Kaltenthal es tut.

Das tut es.

Ich überlasse dem Ederer meine Gemeinde nicht.

Mit Ihnen oder ohne Sie an meiner Seite.

Niemals! Ja.

Was wollen Sie eigentlich hier? Tanzen.

Kaltenthal geht zugrunde, und Sie tanzen.

Mich wundert nichts mehr.

Was soll ich denn machen, Herr Wöller?

Schwester Hanna!

Danke für die Übernachtung im Kloster.

Ich wüsste sonst nicht wohin. Kein Problem.

Haben Sie mit Lars sprechen können? Also...

Wer sich für Sie ausgab, kannte Ihre Vorlieben gut.

Was mache ich jetzt?

Wer könnte Ihnen denn Böses wollen

oder will Sie und Michael auseinanderbringen?

Es gibt da schon jemanden. Katja Vollmer, eine Kollegin.

Sie war eifersüchtig, wenn es um Micha ging.

Sind Sie sicher?

Sie sah demonstrativ weg oder verließ sogar den Raum.

Und könnte diese Katja Lars kennen?

Sie ist Kundin in der Bank der beiden.

Sie muss gewusst haben, dass sie befreundet sind,

und hat Lars benutzt, um uns zu trennen.

Sie sollten dringend noch mal mit Michael reden.

Ich fahre nach der Probe zu ihm.

Die anderen fragen, wann es weitergeht.

Lene Baal, das ist Schwester Hanna. - Hallo.

Ich sollte gehen. Ich halte euch auf.

Du schaffst das schon. - Ich habe kein Rhythmusgefühl.

Und mit meinen dicken Stampfern... - "Dicke Stampfer"?

Also, den Tanz kann jeder lernen. Kommen Sie einfach mit.

Kommen Sie.

Ihr Lieben, das ist Schwester Hanna, von der ich euch erzählt habe.

Hallo zusammen. (alle) Hallo.

Sie verwandelt unseren Trachtentanz in einen historischen Tanz.

Ja, gern. Also, Minnetänze sind ja meistens Gruppentänze.

Haben Sie Musik? Ja.

Wir fassen uns bei den Händen, bilden einen Kreis

und gehen aufeinander zu.

*Musik erklingt.*

Und eins, zwei. Und wieder auseinander.

Eins, zwei, drei, vier. Paarweise umeinander rum.

Lene, kommen Sie doch. Und wieder zurück.

Und wieder aufeinander zu.

"Vom Trödelkönig Anton Meier für Emilia".

Jetzt hat jeder eins? - (Emilia) Ja.

Ja. - Gut, tschüs, Kinder.

Ah, Herr Wöller! Ja, ja.

Ich bräuchte einen Rat. Von mir?

Was will denn der Trödelmeister vom Bürgermeister?

Trödelkönig. Oder so.

Ich war bei der Bank, um den Gewinn anzulegen.

Aber das Gespräch war ernüchternd. Hätten Sie einen Tipp?

Wenn Sie eine Million haben, können Sie sie mir geben.

Ganz so viel ist es dann doch nicht.

Dann hätte ich nur noch einen Rat:

Ruhm ist vergänglich.

*Verschmitzte Musik*

Langsam gefällt mir die Aussicht auf Ritterspiele.

Ich könnte glatt als Fürstin durchgehen.

Kleider machen Leute, aber keine Fürstin.

Tun Sie nicht wie die Jungfrau, die auf den Ritter wartet.

Machen Sie mir lieber Kaffee. Sie werden reizend darin aussehen.

Reizend hin oder her.

Ohne ein Wunder können Sie das Kleid gleich verbrennen.

Weil es keine Ritterspiele geben wird.

Kommen Sie mit in mein Büro, los. Auf geht's.

Was haben Sie wegen Frau Winter rausgefunden?

Ach, die Recherche. Ja.

Ich fürchte, ich habe leider nichts gefunden.

Die Jahre vor ihrer Immobilienfirma sind immer noch ein schwarzer Fleck.

Entweder ist Frau Winter eine Außerirdische,

oder sie hat eine Leiche im Keller.

Ich vermute Letzteres.

Es muss doch irgendwas zu finden sein.

Das gibt's doch gar nicht.

*Kinder johlen.*

So, die letzten Kinder werden gleich abgeholt.

Dann haben wir eine Pause verdient. - Es war eine schöne Feier.

*Sanfte Klaviermusik*

Ich muss zurück ins Kloster.

Ich hab mich noch gar nicht bedankt, dass du geholfen hast.

Ich, äh...

Äh, was machen wir denn mit der Pizza?

Kühlschrank? - Lecker.

(Pia) Aua, Papa! - Pia?

Was ist passiert?

Ich bin gegen den Tisch geknallt. - Zeig mal, ich bin vorsichtig.

(Claudia) Ihr müsst ins Krankenhaus. - Meinst du?

Ich komme mit Oskar nach, wenn alle weg sind.

Okay, komm her. Wir rufen aus dem Krankenhaus an.

*Türklingel summt.*

Hi.

Was willst du?

Wie geht's dir?

Im Ernst? - Ich will nur kurz mit dir reden.

Ich will dich nicht sehen. - Ich bin unschuldig.

Ich glaube, ich weiß, wer es war: Katja.

Das glaube ich jetzt nicht. Das ist deine Entschuldigung?

Katja Vollmer?

An deinen Lügen musst du noch arbeiten.

Micha, ich...

Ich habe dich nicht betrogen, Micha!

Micha!

Ich musste nicht genäht werden, Claudia.

Sehr gut. - Wir hatten Glück.

Weiter oben wäre übel gewesen.

Na, du kleine große Heldin?

Danke, was hätte ich heute ohne dich nur gemacht?

Magst du noch zum Essen mitkommen? - Bitte, Claudia.

(Oskar) Bitte.

Das tut mir ganz leid, aber ich muss wirklich zurück ins Kloster.

Okay. - Bis bald, okay?

Tschüs.

Komm doch bitte mit. Ist doch mein Geburtstag.

Na gut. Aber nur ganz kurz.

Cool, juhu! - Juhu!

Das als Biber verkleidete Huhn hatte ich mir schlimmer vorgestellt.

Die Soße ist wunderbar.

Danke. Schade, dass Claudia nicht da ist.

Sie hat angerufen. Pia hatte einen Unfall.

Nichts Schlimmes. Sie musste verarztet werden.

Sie kommt später.

Du musst es Hanna sagen.

Mach ich ja. - Wann?

Was hat die Mutter Oberin gesagt? Ederer hat ihr ein Angebot gemacht.

Er stellt drei Millionen Euro für das Kloster zur Verfügung,

wenn der Orden eine Million beisteuert.

Bürgermeister Ederer wird Mitbesitzer des Klosters? Ja.

Ich bezweifle, dass Ederer eine Verbesserung ist.

Er will das Kloster wohl erhalten. Aber ob der sein Wort hält?

Wisst ihr, wer Kitty und Kurt sind?

Kitty und Kurt? Wie kommst du denn jetzt darauf?

Das sind Herr Hund und unsere Katze.

Als Brautpaar verkleidet. Mit Zylinder und Schleier.

Ich verstehe kein Wort.

Es gibt jemanden, der macht Bilder

von Herrn Hund und der Katze und verkleidet sie.

Jemand? - Ja, Ambrosia.

Ambrosia?

Hast du vielleicht wieder eine deiner Erscheinungen?

Nein, ich schwöre es.

Heute waren Kinder da und haben nach Ambrosia gefragt.

Aber niemand hat sie gefunden, und niemand weiß, wer das ist.

Oder weißt du das, Felicitas?

Mich darfst du nicht fragen.

Also, dein falscher Biber, Agnes,

in Biersoße, der war wirklich gut heute.

Kitty und Kurt haben ganz viele Likes.

Was auch immer das bedeutet. Die Kinder sagen, es ist was Gutes.

Ah, Frau Gruber, setzen Sie sich doch.

Wollen Sie auch was essen? Es gibt heute Biber in Biersoße.

Nein danke, ich wollt mir eigentlich nur ein Glas Wasser holen.

Haben Sie mit Ihrem Freund geredet?

Ex-Freund. Und dabei bleibt es wohl auch.

Ambrosia?

Ja, Ambrosia.

Frau Gruber?

Wer tut mir das an, Schwester Hanna?

Was hab ich getan, dass er mein Leben zerstört?

Wollen wir uns da hinsetzen?

Wie hat Micha denn auf den Verdacht reagiert?

Als ich Katja sagte, war das für ihn der endgültige Beweis,

dass ich lüge.

Keine Ahnung warum.

Das Schlimme ist, dass ich...

Dass ich... ...dass Sie ihn immer noch lieben?

Ja.

Obwohl er mich aus der Wohnung geschmissen hat, mir nicht vertraut,

mich für eine Lügnerin hält.

Ganz schön naiv von mir. Wenn man liebt, erträgt man viel.

Ich will Micha nicht verlieren.

Vor allem will ich nicht, dass er so von mir denkt.

Dann müssen Sie mit dieser Katja Vollmer reden.

Würden Sie mich begleiten?

Ich hätte gern eine Zeugin, falls sie etwas Belastendes sagt.

Mhm, das kann ich gerne tun. Morgen früh?

Wir dürfen uns nur nicht verrennen. Wir wissen nicht, ob es Katja war.

Also wirklich. Ein super, super Boot.

Warum ist das keins mit Dach?

Dann hätten wir jetzt losfahren können.

Entspann dich doch mal.

Bei dir ist das Glas immer halb leer.

Nein, völlig leer. Staubtrocken.

Ich brauche doch eine Million,

um das Kloster zu kaufen, ehe Ederer das tut.

Ohne Kloster keine Ritterspiele, ohne Ritterspiele kein Freizeitpark

und ohne Freizeitpark kein Kaltenthal mehr.

Ein Leben auf so einem Boot. Das wär's doch, oder?

Hörst du überhaupt zu? Ja.

Ich bin sicher, die Winter hat eine Leiche im Keller.

Ich habe dafür einen Riecher. Wie für Wurst.

Die Würstchen sind verbrannt!

Pass auf, Wolfi. Ja.

Ich kann 300.000 lockermachen. Mehr ist momentan nicht drin.

Ich danke dir für dein Angebot, aber es fehlen immer noch 700.000.

Wir hätten reich werden können, all unsere Träume erfüllen können.

Träume? Du willst nur Bürgermeister sein.

Ja, und du? Na ja.

Ich will in Spanien im Hafen liegen und sanft hin- und herschaukeln.

Hätten mich die Immobilienbetrüger nur nicht über den Tisch gezogen.

Hey, jetzt weiß ich's.

Das war eine Betrügerin.

Und die hieß nicht Winter, die hieß damals Elvira Mendez.

Und die hatte blonde Haare. Ja, wovon in aller Welt redest du?

Ich wollte mir eine Immobilie in Spanien zulegen.

Da kam Frau Mendez auf mich zu

und sagte, sie wäre Maklerin aus Sevilla oder so.

Ich leistete ihr eine Anzahlung,

weil ich mir das Ding sichern wollte.

Das war eine Superlage und günstig.

Lass mich raten:

Ein paar Tage später

hat sich Frau Mendez mit deinem Geld in Luft aufgelöst?

Genau. Ja.

Hast du die dann angezeigt? Na klar.

Aber ich habe nie wieder was gehört.

Trotzdem, Hermännchen, das ist die beste Nachricht seit Langem.

Jetzt wird der Traum vom spanischen Hafen Wirklichkeit.

Ole! Ole!

*Ruhige Musik*

Musst du wirklich schon los? - Ja, ich muss gehen.

Okay.

Ja, vielen Dank.

Ich weiß nicht, was ich ohne dich gemacht hätte.

*Nachdenkliche Musik*

*Sie seufzt.* (flüstert) Oh Mann!

Guten Morgen. Guten Morgen.

Du bist gestern spät nach Hause gekommen.

Alles in Ordnung?

Ich muss mit dir reden, Hanna.

Na, komm.

Jens und ich, wir sind uns wieder nähergekommen.

Gestern, nach Oskars Geburtstag.

"Näher"?

Es ist deine Entscheidung, Claudia.

Ich muss ununterbrochen an ihn denken.

Aber ich kann dir auch nicht sagen, dass meine Zeit hier vorbei ist.

Was, wenn ich mich irre, Hanna?

Diese Entscheidung ist so schwer.

Aber denk auch an Jens. Und an die Kinder.

Denen entgeht sicher nicht, dass ihr Gefühle füreinander habt.

Je länger du wartest, desto mehr Menschen verletzt du.

Hanna, hilf mir bitte.

Wenn du Jens ernsthaft liebst,

dann musst du aus dem Orden austreten.

Beides geht nicht.

Du solltest mit der Mutter Oberin reden.

Sie hat sich Elvira Mendez genannt.

Ob das der richtige Name war, keine Ahnung.

Dann mache ich am besten eine Anfrage über Interpol.

Aber es dauert, bis die antworten.

Ich besorge Ihnen einen Schneider. Der macht die Uniform auf Maß.

Dann zwickt nichts mehr. Wirklich?

Ja, wenn Sie mir heute noch die Information besorgen.

*Ruhige Musik*

Wollen Sie mich nicht beim Vornamen nennen?

Sie sind der einzige Mensch, der mir beisteht.

Gerne. Wir schaffen das.

Guten Morgen.

Morgen, Schwester Hanna. Morgen.

Möchten Sie einen Kaffee? Gerne, mit Milch.

Gut.

Darf ich kurz stören?

Wer sind Sie? Entschuldigung.

Schwester Hanna, ich unterstütze Andrea.

Okay.

Man benutzte meine Identität. Bei einer Dating-Website.

Danke. Und was hat das mit mir zu tun?

Micha glaubt mir nicht. Er denkt, ich flirte online.

Er hat sich von mir getrennt. - Das tut mir leid.

Aber ich weiß immer noch nicht, was du willst.

Könnte es sein, dass Sie das waren? (Katja) Ich?

Nein, warum auch? - Aus Eifersucht?

Eifersüchtig auf wen?

Weil Michael mich liebte und nicht dich.

Unsinn. Ähm.

Ich hänge das nur nicht an die große Glocke,

aber ich stehe auf Frauen, okay?

Ich bin gleich wieder da.

Das tut mir wirklich leid.

Nein, es tut mir leid.

Lene? Ist alles in Ordnung?

Ich bin da irgendwie immer weiter reingerutscht.

Was meinen Sie?

Sie haben die Fotos von Andrea benutzt?

Denken Sie nicht schlecht von mir.

Warum sollte ich?

Meine Oberschenkel sind zu dick,

meine Brüste zu klein, die Nase zu groß.

Ich bin hässlich.

Andrea ist beliebt und selbstbewusst und hübsch.

Sie sind nicht hässlich. Selbst wenn Sie das so sehen...

Das rechtfertigt nicht, Andreas Fotos zu benutzen.

Wissen Sie, was Sie angerichtet haben?

Das wollte ich nicht.

Sie müssen die Wahrheit sagen und das in Ordnung bringen.

Und was soll ich sagen?

"Tut mir leid, dass ich deine Beziehung zerstörte?"

Ja. Aber es ist besser,

erst mit Michael zu reden, dann mit Andrea.

Okay.

Der Prozess ist gut gelaufen?

Gloria hat bei ihrer Aussage

kein Mal den Blick gesenkt oder gezögert.

Sie hat wirklich Mumm. - Ich bin sehr stolz auf sie.

Bis zur Urteilsverkündung bleibt sie in Berlin.

Aber dann ist sie frei.

Ich hoffe, sie kann dann ein normales Leben führen.

So, wie sie sich das wünscht. - Ja.

Das wünsche ich ihr auch. Ich bin gespannt.

Die Zeit bei Ihnen hat Gloria sehr verändert.

Inwiefern? - Sie las in der Hotelbibel.

Tja, dann noch mal vielen Dank für alles, Schwester Theodora.

Das vergesse ich nie. - Sehr gerne.

Auf bald.

Auch Ihnen vielen Dank.

Ich habe zu danken.

Ohne Sie hätte ich mit dem Schreiben nicht wieder begonnen.

Gloria ist jetzt in Sicherheit. Ihr Buch kann endlich erscheinen.

Wann kann ich es lesen? - Ich schicke Ihnen ein Exemplar.

Ich bin schon gespannt. Alles Gute. - Danke.

(Lene) Das ist Michael. Herr Keil?

Ja?

Ich bin Schwester Hanna, und das ist Lene Baal.

Wir wollten Ihnen sagen,

dass Frau Baal die Fotos von Andrea benutzt hat.

Ich verstehe nicht. Was?

Lene stahl die Identität von Andrea.

Dann hat Andrea gar nicht gelogen?

Nein, ich bin an allem schuld.

Und ich werfe Andrea raus, weil ich denke, sie geht fremd.

Ich glaube, sie wartet nur auf ein Wort von Ihnen.

Sie liebt Sie sehr.

Wenn ich irgendwas tun kann... - Ich will nur die Beziehung retten.

*Klopfen*

Ja. Interpol hat geantwortet.

Und? Frau Winter hieß in der Tat einmal Elvira Mendez.

Sie war in Spanien im Gefängnis. Wegen Immobilienbetruges.

Frau Laban, rufen Sie die Vetus an

und finden Sie heraus, wo sich die Frau Winter derzeit aufhält.

Und rufen Sie den Herrenschneider Jordan an.

Er soll sich die Uniform vom Meier anschauen.

Denn die zwickt ihn überall. Gut, danke.

Ich hoffe, er kann ein Wunder vollbringen.

So. Frau Winter ist auf dem Weg ins Mutterhaus.

Danke. Jetzt geht es um alles oder nichts.

Herr Jordan erwartet Sie. - Danke, Gott sei Dank.

Michael.

*Bedrückte Musik*

Was ich getan hab, ist unverzeihlich.

Das... Das weiß ich.

Ich habe dir nicht vertraut.

Es tut mir so leid. - Dann glaubst du mir jetzt?

Ja, Lene war bei mir und hat mir alles erzählt.

Lene?

Ich kann es nicht ungeschehen machen.

Ich kann nur sagen, wie leid es mir tut und...

wie sehr ich dich liebe.

*Lene räuspert sich.*

Hallo, Andrea.

Ich hab mich für dich ausgegeben. - Was?

Das war ein Riesenfehler. Ich bereue es.

Ich glaube das grade alles nicht.

Das tut mir furchtbar leid.

*Muntere Musik*

Gott zum Gruße. Herr Wöller!

Das geht nicht! Warten Sie!

Gott zum Gruße, Mutter Oberin. Herr Wöller.

Ja. Ich wusste nicht, dass ich Sie geladen hatte.

Ich auch nicht. Er lief einfach vorbei.

Nur eine Minute mit Frau Winter, bitte.

Ich werde mit Ihnen weder privat sprechen noch verhandeln.

Dann vielleicht eine Frau Elvira Mendez?

*Verschmitzte Klänge*

Also gut.

Bevor das zur Farce wird... Wir wollen ja weiterkommen.

Ich gebe Ihnen eine Minute. - (Ederer) Reine Zeitverschwendung.

Ich bin sofort wieder zurück. Bitte sehr.

So.

Was soll das? Ich kenne keine Frau Elvira Mendez.

Interpol ist anderer Meinung.

Sie saßen wegen Betrug in einem spanischen Gefängnis.

Frau Winter, können wir weitermachen?

Ja, ja, sofort.

Ich glaube, ich habe Sie ein wenig unterschätzt, Herr Wöller.

Was wollen Sie? Ich will das Kloster.

Dafür ist es leider zu spät.

Ich glaube, Sie wollen nicht,

dass Ihre betuchten Kunden etwas über Ihr Vorleben erfahren.

Sie würden in der Immobilienbranche nie mehr Fuß fassen.

Sie erpressen mich? Nennen Sie das, wie Sie wollen.

Hauptsache ich bekomme das Kloster.

Sie haben sicher eine Vereinbarung vorbereitet.

Ja, Sie sind Hellseherin. Habe ich.

So, bitte sehr.

Sie verkaufen mir das Kloster für drei Millionen.

Drei Millionen? Ja, letzte Seite.

Und ich bewahre Stillschweigen. Moment.

Was ist das? Was machen Sie da überhaupt?

Das würde mich jetzt auch interessieren.

Sie... Sie werden doch nicht...

Frau Winter!

Zu Herrn Wöllers Angebot konnte ich leider nicht Nein sagen.

Was für eins?

Wir kaufen das Kloster für drei Millionen.

So, Frau Winter,

die Gemeinde und ihr Bürgermeister bedanken sich.

Herr Wöller, was haben Sie gegen sie in der Hand?

Niemand verzichtet freiwillig auf eine Million.

Ich bin vielleicht ein guter Kaufmann und Bürgermeister.

Ja, damit wäre das Kapitel Kloster für mich beendet.

Ich darf mich entschuldigen. Einen schönen Tag, Frau Winter.

*Er lacht boshaft.*

Herr Wöller? Ja, ich höre.

Dass Sie das Mutterhaus als Bühne für Ihre Erpressung missbrauchen,

das verzeihe ich Ihnen nicht.

Sie ließen mir keine andere Wahl.

Sie wissen, wo die Tür ist. Ja, die Minute ist auch vorüber.

Ederer, Sie machen 'ne tolle Figur.

Respekt! So.

Hmm, kochst du wieder was aus deinem alten Kochbuch?

Ja, junge Saubohnen in Milch gekocht.

Oh.

Felicitas möchte dir etwas sagen. Ja?

Möchte sie eigentlich nicht.

(flüsternd) Du!

Also gut.

Ich habe ein Smartphone.

Aha.

Hast du dir das heimlich besorgt?

Es tut mir leid, aber mittlerweile lesen so viele Leute,

was ich verschicke, und die Fotos und all das.

Hanna, ich kann einfach nicht mehr damit aufhören.

Genau darum geht's, Felicitas.

Sie hat die Fotos von Herrn Hund und der Katze gemacht.

"Kitty und Kurt".

Ach, du bist Ambrosia? Ja.

Ambrosius ist der Schutzheilige der Tiere.

Du musst das Handy zurückbringen, Felicitas.

Aber warum denn?

Also, ich mache doch auch Werbung für uns

und für das Kloster.

Ich habe 14.000 Follower,

die gut finden, was ich mache.

Bring es zurück, Felicitas.

Du kennst die Ordensregeln. Hast du die vergessen?

Versprich es.

Ja, ich... ich verspreche es.

(Lars) Ich hole dich um zehn ab.

Hallo, Erika. Hallo, Herr Huber. Hallo, Schwester Hanna.

Wir feiern gerade, dass ich mich mit Andrea wieder versöhnt habe.

Ja. Schön, dass Sie das aufklärten.

(Micha) Wollen Sie was trinken? Ja, einen Kaffee.

Könntest du ihn bitte bestellen? - Ja, klar.

Andrea und Lene kommen gleich.

Er weiß von nichts. Ah.

Gott zum Gruße, Schwester Hanna!

Sie haben ja so gute Laune.

Ja, ich folge dem Ratschlag meines alten Freundes Hermann

und genieße das Leben.

Zwei Bierchen und zwei Schnäpse. Der Wolfi ist der Größte.

(Lars) Der Kaffee kommt gleich.

(Lene) Lars?

Kennen wir uns? - Ja.

Ich bin die Frau aus dem Internet.

Ich verstehe nicht. Was?

Und... was ich geschrieben habe, das war ich.

Das war echt.

Nur...

Die Fotos... Das war Andrea.

Lars, es tut mir furchtbar leid.

Ich wollte dich nicht belügen.

Jetzt sag schon was. - Was soll ich denn sagen?

Du kommst her und denkst... Was denkst du eigentlich?

Dass ich ein gutmütiger Idiot bin?

Ich wünschte, wir hätten uns anders getroffen.

Hätte ich ein Mal den Mut gehabt, ich zu sein.

Aber den hatte ich nicht.

Lene ist wirklich ein ganz wunderbarer Mensch, Lars.

Du bist nicht wütend auf sie?

Doch, das war ich.

Aber Lene hat sich entschuldigt. - Und du heißt Lene?

Ja.

Setz dich doch. Ja.

Ich lasse euch dann mal allein, ja?

Lene Baal. - Lars Werner.

Schön, dich kennenzulernen.

Schön, dich kennenzulernen.

Sie sind ja beide so fröhlich. Gibt es was zu feiern?

Ja, der Verkauf des Klosters wurde vollzogen.

Sollten Sie nicht Trübsal blasen? Warum?

Weil Ederer und die Mutter Oberin...

Bitte. Danke.

*Verschmitzte Musik*

Was ist passiert?

Frau Winter hat es sich anders überlegt

und meiner Gemeinde und mir den Vorzug gegeben.

Sie hat Ihnen das Kloster verkauft? Ja.

Ja, und was ist mit der Million Euro?

Wolfi bekam das Kloster für drei Millionen.

Ja, und wo ein Wöller... ...da ein Weg.

Keine Ahnung, wie Sie das hinbekamen,

aber das ging doch nicht mit rechten Dingen zu.

Hauptsache der Vertrag ist gültig. Und das ist er.

Heißt das, die Ritterspiele kommen?

Schwester Hanna,

würden Sie bei den Ritterspielen an meiner Seite meine Fürstin sein?

Ich lehne dankend ab. Aber warum denn?

Weil ich alles tun werde, um genau das zu verhindern.

Meine Fürstin zu sein?

Sie zum Herrscher von Kloster Kaltenthal zu krönen.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2019

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