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Um Himmels Willen: Hannas Entführung
*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
Wo steckt Felicitas?
Das weiß der liebe Gott allein. Wir schaffen das auch zu dritt.
Was machen wir, wenn Frau Winter wieder auftaucht?
Jetzt, wo wir alles so schön machen.
Ich glaube nicht, dass das Kloster sie noch interessiert.
Diese Bunkeranlage wird nicht gebaut.
Aber das Kloster gehört ihr. Zumindest dieser Immobilienfirma.
Entschuldigen Sie. - Grüß Gott. Wir haben noch zu.
Ich suche nach Schwester Hanna. Das bin ich.
Ich besitze ein Einrichtungshaus
und sollte für Herrn Wöller einen Stuhl besorgen.
Eine Art Thronsessel, über tausend Jahre alt.
Einen Thronsessel. Was ist denn jetzt in ihn gefahren?
Leider ist er unter ihm zusammengebrochen.
Es war eine Fälschung.
Aber ich schwöre Ihnen, ich wusste davon nichts.
Der Anbieter galt als äußerst seriös.
Und... was sagt dieser Anbieter dazu?
Die Website ist nicht zu erreichen.
Die Bewertungen waren erfunden.
Sie sind einem Betrüger aufgesessen.
Ich habe mich vom Preis locken lassen.
Das war mein Fehler.
Aber jetzt hat Herr Wöller sämtliche Aufträge storniert.
Dabei ist die Ware zum Teil schon geliefert.
Weil Herr Wöller Sie für den Betrüger hält.
Meine Frau ist schwer krank.
Unser Möbelhaus ist total verschuldet.
So einen Verlust kann ich mir nicht leisten.
Wir brauchen jeden Cent.
Verbinden Sie mich mit Frau Jenny Winter,
Vetus Immobilien.
Das gibt's doch nicht.
Schauen Sie genau nach.
Was heißt, die existiert nicht bei Ihnen?
Ja, ich kenne die Frau Winter persönlich.
Dann holen Sie jemanden ans Telefon,
der im Gegensatz zu Ihnen Ahnung davon hat.
Aufgelegt. Versuchen Sie bitte, die Winter zu erreichen.
Guten Morgen. Guten Morgen.
Ich dachte, die Dame ist tabu?
Was wollen Sie denn von ihr?
Sie sprechen.
Übrigens, Herr Lehmann freut sich auf Sie.
Ah ja.
Lehmännchen, was verschafft mir die Ehre?
Hast du sie noch alle? Was ist denn jetzt schon wieder?
Ich hab gehört, du zertrümmerst Stühle.
Die Konsequenzen aus diesem Desaster
werden bereits gezogen.
Was treibst du denn da?
Ich schone meinen Steiß. Ah, tut das gut.
Du willst das Kloster kaufen? Sagt wer?
Ja oder nein? Was hast du für ein Problem?
Wir brauchen kein Kloster!
So machen wir pleite. Die Finanzierung steht.
Hast du eine Bank überfallen? Auingen hat genug Geld.
Es muss dir erst gelingen,
dass Auingen von Kaltenthal eingemeindet wird.
Deswegen das Kloster.
Der große Blick auf das Ganze war noch nie deine Stärke.
Du brauchst die Mehrheit im Gemeinderat.
Das ist eine meiner leichtesten Übungen,
das solltest du wissen.
Dann beruf eine Sitzung ein. Ja! Wenn's weiter nichts ist.
Tut mir leid, dass ich Sie darum bitte.
Ich bin verzweifelt.
Ich melde mich, sobald ich bei Herrn Wöller war.
Danke. Wir schaffen das.
Guten Morgen, Schwester Hanna. Herr Meier! Neue Uniform? Schick!
Kaltenthal hat als eine der letzten Gemeinden
die neue Uniform erhalten.
Leider. Wieso leider?
Sie sehen toll aus. Blau steht Ihnen.
Wenn Sie das sagen. Aber deswegen sind Sie nicht hier.
Nein, ich...
Mein Sohn Kevin hat letzte Woche
auf dem Dachboden seiner Oma nach alten Sachen gesucht.
Will er auf einen Flohmarkt? Schlimmer.
Er hat uns im Fernsehen angemeldet. Na super.
Wenn man vor laufenden Kameras keine Panik bekommt...
Ich befürchte, dass mir genau das passiert.
Wenn Sie uns begleiten könnten? Ich?
Meine Frau macht mich noch nervöser. Also gut.
Ich begleite Sie, wenn ich Zeit habe.
Dafür müssen Sie mir auch einen Gefallen tun.
Jeden.
Herr Stolpe. - Ich sage nur...
Sie sagen nichts. Sie fuchteln rum.
Neuer Versuch.
Sie wollen Dirigent werden? - Nein.
Eine Zahl? - Richtig.
Herr Stolpe, ich hab viel zu tun.
Agent... Schriftstellerin...
Die Vorauszahlung für Ihren neuen Roman...
Zwei, Null, Null, Null, Null...
Ich weiß immer noch nicht die Zahl!
Aber sie muss sehr hoch sein.
Extrem. - Nur mit Zustimmung der Oberin.
Bei den Summen? Wer will denn da Nein sagen?
Frau Winter ist wie vom Erdboden verschluckt.
Die Zukunft des Klosters bleibt ungewiss.
Es wird keine Luxusbunkeranlage für Superreiche geben.
Das ist in jedem Fall positiv. - Ja, das stimmt.
Aber Frau Winter hat gedroht, das Kloster zu verklagen.
Über welche Summe sprechen wir?
Vier Millionen Euro. - Oh.
Es heißt, Wöller sei an einem Kauf interessiert.
Im Moment ist Herr Wöller unsere letzte Hoffnung,
den Orden vor dem Ruin zu bewahren.
Ah, Schwester Hanna. Herr Lehmann.
Wissen Sie schon, dass Wöller das Kloster kaufen will?
Ich hab's befürchtet.
Und wissen Sie schon, was er diesmal geplant hat?
Er macht ein Geheimnis daraus, aber ich werde es verhindern.
Ich rechne mit Ihnen.
Zwei Herzen schlagen in meiner Brust.
Warum denn?
Diese Frau Winter droht,
den Orden auf Schadensersatz zu verklagen.
Das würde den Orden ruinieren.
Es sei denn, die Gemeinde kauft das Kloster.
Er ist verrückt. Was soll ich sagen?
Ich halte ihn selber auf. Wiedersehen.
Wiedersehen. *Sie seufzt.*
Verbinden Sie mich mit einem Mitarbeiter.
Hallo, Frau La...
Irgendjemand muss doch erreichbar sein.
Nein, ich versuche auf andere Weise, Frau Winter zu erreichen. Danke.
Erreichen Sie sie auch nicht? Nein.
Ich vermute, sie ist in der Karibik,
während wir uns fragen, wie es weitergeht.
Warum sollte sie das tun?
Um alle Beteiligten weichzukochen. Und was sagt er dazu?
Na, fragen Sie ihn. Er sitzt in seinem Büro.
Er thront auf einem Kissen. Oh Gott.
*Es klopft.* *Er stöhnt.*
Ich leide schon genug,
da brauche ich jetzt nicht auch noch Sie dazu.
Wenn Sie sagen, was Sie mit dem Kloster vorhaben,
könnte ich Sie erlösen.
Ihre Hilfe endet immer damit, dass ich zum Schluss der Depp bin.
Also verschonen Sie mich. Wozu brauchen Sie den Thronsessel?
Was spielt das für eine Rolle? Sie sehen ja diesen Schrotthaufen.
Der Herr Seibold ist bereit, das Geld zurückzuzahlen.
Ich denke, der ist pleite? Weil Sie alles storniert haben.
Jetzt erwarten Sie von mir Mitleid?
Herrn Seibolds Frau ist schwer krank.
Das rechtfertigt nicht, die Gemeinde zu betrügen.
Was da hätte passieren können! Ihr Hintern ist gut gepolstert.
Moment, über intime Details rede ich nicht mit einer Nonne.
(seufzt) Herr Seibold gibt seinen Fehler auch zu.
Wachtmeister Meier kümmert sich darum.
Gut, dann warten wir ab.
Die Stühle für den Sitzungssaal stehen im Lager.
Der braucht das Geld! Das ist nicht mein Problem.
Wir haben bereits woanders bestellt.
Was? Ja.
Wie kann man so herzlos sein? Herzlos...
Ich versuche gerade alles, um den Orden vor dem Ruin zu bewahren!
Etwas mehr Zurückhaltung. *Sie seufzt.*
Bischof Rossbauer? - Schwester Lela.
Ich, ähm... - Kommen Sie zur Beichte?
Ja, aber ich dachte nicht... - Dass ich sie heute abnehme?
Ja. - Ist das ein Problem?
Nein, ich... - Vor dem Herrn sind alle gleich.
Im Namen des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes.
Meine letzte Beichte war vor vier Wochen.
Jetzt bekenne ich in Reue meine Sünden.
Ich habe meine Mitschwester Claudia belogen.
Warum?
Sie war in Gefahr, ihre Liebe zu Gott zu verlieren.
Für einen Mann, Herrn Lehner. Ich musste sie beschützen.
Deswegen habe ich dafür gesorgt, dass sie sich nicht mehr sehen.
Hast du Angst, Schwester Claudia zu verlieren?
Ich habe Angst, dass sie ihren Glauben verliert.
Es wäre nicht das erste Mal,
dass eine Novizin, die dir ans Herz gewachsen ist,
das Kloster wieder verlässt.
Bist du sicher, dass du mit dieser Lüge
wirklich Schwester Claudia beschützen wolltest
und nicht dich?
Nein, ich...
Ich weiß es nicht.
Bete ein Vaterunser für deine Sünden.
Das ist alles?
Ich möchte, dass du die Zeit nutzt,
um den wahren Grund für deine Lüge
in deinem Herzen zu ergründen.
Deine Sünden sind dir vergeben.
Gehe hin in Frieden.
In Ewigkeit, Amen.
*Hühner gackern.*
Felicitas?
Felicitas!
Was ist denn?
Geht's dir nicht gut?
Du siehst aus, als würdest du was suchen.
Unsinn!
Ich sehe nur nach den Radieschen.
Wir haben dieses Jahr doch gar keine Radieschen gepflanzt.
Dann kann ich ja lange suchen.
Tschüss!
Tschüss.
(leise) Da bist du ja...
Ja, meine Süße...
Kittylein.
Kann ich Ihnen helfen? Nein, danke.
Auch an schlechten Tagen möchte ich das schaffen.
Jedenfalls, so lange es geht.
Seit wann leiden Sie an Multipler Sklerose?
Seit acht Jahren.
Aber in letzter Zeit werden die Schübe stärker
und die Abstände kürzer.
Wahrscheinlich brauche ich bald dauerhaft Pflege.
Können Sie Markus helfen, das mit der Gemeinde zu klären?
Ich versuche es.
Ah, da kommt er. Markus!
Schwester Hanna. Hallo.
Hallo.
Wie geht's dir, mein Schatz?
Es geht schon.
Ich mache uns einen Kaffee. Kommen Sie doch mit.
Ich wollte vorsichtshalber alleine mit Ihnen sprechen.
Herr Wöller bleibt leider bei seiner Entscheidung. Bis jetzt.
Hat Wachtmeister Meier mit Ihnen geredet?
Er hat mir wenig Hoffnung gemacht.
Ich werde mein Geld wohl nicht wiedersehen.
Das tut mir leid.
Tja, davon kann ich mir nichts kaufen.
Ich kann Ihre Wut und Ihre Verzweiflung verstehen.
Nein, das können Sie nicht. Sie haben keine Ahnung.
Es spricht sich herum,
dass die Gemeinde alle Aufträge bei mir storniert.
Andere springen nun auch ab. Aber warum denn?
Fragen Sie Herrn Wöller. Er schimpft über mich.
Das überlebe ich finanziell nicht. Unser Haus gehört eh schon der Bank.
Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben.
Meine Frau hat Schmerzen, und niemand will uns helfen.
Bürgermeister Wöller wirft uns noch Knüppel zwischen die Beine.
Und Sie reden von Hoffnung.
Siehst du...
Genau das machen wir auch.
Das heißt, du machst das.
Und ich filme dich dabei.
Hast du gehört? Ja? Guck mal!
Hier! Mach du mal... So ist's schön, warte.
(Lela) Eine nach der anderen.
Sehr gut.
Jetzt möchte ich runter. - Warte einen Moment.
Oskar?
Die anderen vermissen dich.
Wir wollen doch alle zusammen spielen.
Was ist denn? - Claudia kommt nicht mehr zu uns.
Dafür passt doch Julia auf euch auf.
Die ist doof.
Du vermisst Claudia?
Das tut mir leid, Oskar.
Es tut mir alles so leid.
Mit einem Stuhl, der Kaltenthals tausendjährige Geschichte beweist,
können wir ja nicht mehr punkten.
Ich hatte von Anfang an die Befürchtung,
dass der Schwindel auffliegt.
Da wäre gar nichts aufgeflogen.
Ich hatte ja eine Geschichte, da hätte niemand bezweifelt,
dass der Stuhl seit tausend Jahren im Besitz der Gemeinde ist.
Ja, und jetzt? Plan B.
Sie sorgen dafür,
dass der Gemeinderat während der Sitzung
eine Vorstellung davon bekommt, was die Ritterspiele bedeuten.
Und ich kümmere mich um unsere Wackelkandidaten.
Wie soll das gehen? Ritterspiele im Sitzungssaal?
Sind Sie Leiter der Kulturabteilung oder ich?
Kinder, kommt ihr rein? Es gibt Mittagessen.
(Kinder) Mittagessen! - Rein mit euch!
Ach, Pia, wo ist denn dein Bruder? - Ich weiß es nicht.
Hat jemand von euch Oskar gesehen? - (Kind) Nee!
Oskar?
Oskar!
Ich habe Herrn Seibold schon gesagt, dass es kaum Chancen gibt.
Wenn wir beweisen können, dass Herr Seibold unschuldig ist,
können wir Herrn Wöller umstimmen.
Glauben Sie, da ist was von Wert dabei?
Also, ich kenne mich damit wirklich nicht aus, Herr Meier.
Man blamiert sich doch, wenn nichts dabei ist.
Betrachten Sie es als Abenteuer für Ihren Sohn.
*Telefon klingelt.* Entschuldigung.
Polizeidienststelle Kaltenthal.
Schwester Lela!
Seit wann?
Ich komme gleich vorbei. Was ist passiert?
Ein Kind ist verschwunden. Ich komme mit!
Frau Laban? Jetzt sitzen Sie nicht da
wie ein Teebeutel nach missglücktem Weitwurf!
Besorgen Sie zwei Karten fürs Beethoven-Musical.
Mozart. Wieso Mozart?
Das neue Musical handelt von Mozart.
Von mir aus. Hauptsache Musical.
Sie gehen freiwillig in ein Musical? Und vor allem: Mit wem?
Leider nicht mit Ihnen. Die Karten sind nicht billig.
Die Gemeinde bezahlt. Ich opfere mich ja für Kaltenthal.
Die Frau Denzer vom Gemeinderat liebt Musicals.
Und sie ist gegen den Kauf des Klosters.
Schön für sie. Das nennt man Bestechung.
Ich nenne es Politik.
Ich ruf die Kollegen.
Es ist alles meine Schuld. Dich trifft keine Schuld.
Oskar ist sicher bald zurück.
Gott straft meine Sünden.
Was ist denn los?
Die Kollegen sind auf dem Weg.
Erika, sag mal... Ist er wieder einigermaßen normal?
Zumindest trinkt er wieder Bier. Gott sei Dank.
Für alles andere übernehme ich keine Garantie.
Aber ist mit dir alles in Ordnung?
Ja, das hier ist nur ein notwendiges Übel.
So, Hermännchen... Wolfi.
Ja...
So, bitte sehr.
Der Käpt'n dankt.
Wie gesagt, keine Garantie. Ich seh's.
Na, wie sehe ich aus?
Ich kann doch auf dem Traumschiff anfangen.
Du hast das richtige Mützengesicht. Hast du noch Schmerzen?
Meinst du, ich trage aus Spaß diesen Gesundheitsreifen herum?
(ächzt) Das ging aber schnell.
Ich kann dich aufheitern.
Weißt du, woher du die Winter kennst?
Das nicht. Dann denk drüber nach.
Ich muss endlich wissen, mit wem ich es zu tun habe.
Vergiss die Winter. Hier, guck dir das mal an.
Was denn? Die Mütze war geschenkt.
Was sagst du? Geschenkt?
Wir beide an Bord dieses Schiffes, mit Bier und Angelrute...
Bis wir mit dieser Nussschale einen Eisberg rammen.
Du bist hoffnungslos. Ganz im Gegenteil.
Weißt du, was einer wie du braucht?
Ein richtiges Schiff, doppelt so groß.
Das kostet auch doppelt so viel. Halt dich an mich.
Ich kaufe das Kloster, Auingen wird eingemeindet
und ich mach dich zum reichsten Kapitän.
Was hast du wieder vor?
Wir lassen Kaltenthals tausendjährige Geschichte aufleben.
Kaum kommt der Ederer mit 800, kommst du mit 1000.
Ich kann es beweisen. Der Ederer auch.
Seine Beweise sind gefälscht. Unsere nicht.
Ich weiß nicht... Ich bin gerade so gut drauf...
Hör mal auf mit dem Dolce-Vita-Denken.
Denk an Stahl und Beton.
Wenn meine Pläne richtig reif sind,
brauchen wir Straßen, Hotels und was weiß ich.
Was kostet mich das? Einen Gefallen, weiter nichts.
Ich komm dann auch an Bord.
Und dann fahren wir bis ans Ende der Welt,
aber du setzt deine Mütze auf, okay?
Ahoi.
*Melancholische Klavierklänge*
Hey, alles okay bei dir? Wonach suchst du denn?
Die Claudia. - Ist das deine Mama?
Und wie heißt du? - Oskar.
Wo sind denn deine Mama und dein Papa?
Im Himmel und bei der Arbeit. - Oh...
Und wo soll diese Claudia sein?
Hier.
Im Kloster? Soll ich dir zeigen, wo das ist?
Ja, bitte. - Lass uns gehen, komm!
Zügeln Sie Ihren Blick, Frau Laban.
Die Blumen sind leider nicht für Sie.
Das hab ich auch nicht erwartet.
Sie können sie aber gerne in eine Vase stellen.
Hallo. Ich fürchte, wir haben da ein Problem.
Herr Seibold, was soll das? Ich hab die Stühle geliefert.
Treptow, rufen Sie den Wachtmeister Meier.
Das habe ich schon versucht. Er ist verhindert.
Dann sagen Sie ihm, wenn er nicht sofort auftaucht,
dann kann er ab jetzt den Kreisverkehr regeln.
Bitte, er sucht einen Jungen, der verschwunden ist.
Unterschreiben Sie, dass ich geliefert habe und bezahlt werde.
Sie werden die Stühle wieder mitnehmen.
Ich bin kein Betrüger. Hören Sie auf, das zu behaupten.
Das spielt keine Rolle.
Sie können nicht auftauchen
und mir die Pistole auf die Brust setzen.
Aber drohen Sie ruhig weiter.
Das kommt alles bei der Klage zur Sprache.
Welche Klage? Wegen Körperverletzung.
Dank Ihnen ist mein Steißbein völlig ruiniert.
Unterschreiben Sie. Das werde ich nicht.
Machen Sie es nicht schlimmer, als es schon ist,
Herr Seibold!
*Unheilvolle Klänge*
Wiedersehen.
Claudia!
Oskar!
Was machst du denn hier? - Er war mutterseelenallein.
Vielen Dank. - Gern.
Warum bist du nicht im Kindergarten? - Für dich.
Hast du das gemalt? - Damit du wieder zu uns kommst.
*Gefühlvolle Musik*
Danke. Over und aus.
Oskar geht es gut. Gott sei Dank.
Er wollte ins Kloster. Eine Frau hat ihn entdeckt.
Danke, Herr Meier. Gelobt sei Jesus Christus.
Moment, Schwester Hanna!
Viel konnte ich in der Sache Seibold nicht herausfinden,
aber es gibt einige Fälle mit demselben Muster.
Die Kollegen in München übernehmen.
Vielleicht reicht das,
damit Herr Wöller Herrn Seibold wieder Aufträge erteilt.
Danke. Wir sehen uns morgen früh?
Ich hole Sie ab.
Ja. Wiedersehen. Wiedersehen.
Frau Laban, wo sind die Blumen?
Wie gewünscht in der Vase. Sehr gut.
Und wo sind meine Musical-Karten? Zwei Karten, Loge Mitte links.
Ja. Und Häppchen in der Pause. Ist alles erledigt.
Am Ende bereue ich es nicht, Sie zurückgenommen zu haben.
(seufzend) Ich lasse Sie in dem Glauben,
dass Sie es gewesen sind.
Hallo, Frau Laban! Ach, perfektes Timing.
Ja, nicht für Sie, nur für mich. Warten Sie mal.
Die Vorstellung geht los. Welche?
Herr Wöller lädt Frau Denzer in ein Musical ein.
Ich vermute, um sie zu bestechen. Was eine Unterstellung ist.
Herr Wöller? Ja.
Es geht um den Fall. Was für ein Fall?
Nicht nur Herr Seibold wurde betrogen.
Der Seibold hat noch mehr auf dem Kerbholz:
Hausfriedensbruch und Erpressung. Was ist passiert?
Frau Laban, walten Sie Ihres Amtes. Sie verraten ihr ja eh alles.
Ich muss los. Schönen Tag noch.
Und auf Wiedersehen, habe die Erika.
Herr Seibold war hier und hat Herrn Wöller erpresst.
Nur ein kleines Kunststück... Das kann doch nicht schwer sein.
Ja...
Mach ein Männchen!
Kitty, Kitty, ein Männchen.
Guck mal, wer da kommt.
Oskar! - Papa!
Du kannst doch nicht so abhauen.
Das machen wir nicht mehr. - Ja.
Gut.
Hi. - Hi.
*Gefühlvolle Musik*
Er wollte mich besuchen.
Das tut mir leid. Kommt nicht wieder vor.
Alles gut.
Die Kinder vermissen dich.
Ich sie auch.
Ich verstehe deine Entscheidung...
dass du jeden Kontakt abgebrochen hast...
Es ging zu weit. Es hätte nicht passieren dürfen.
Wer sagt, dass ich den Kontakt abgebrochen habe?
Schwester Lela.
Lela?
Ja, warum fragst du?
Ich bin einfach überrascht.
Guten Tag, ich möchte zu Herrn Seibold.
Im Lager. Sie können durchgehen. Danke.
Herr Seibold?
Herr Seibold...
Ist alles in Ordnung?
Alles bestens.
Ich lande im Gefängnis und meine Frau im Pflegeheim.
Oder sonst wo.
Na ja... Ich habe gehört von dem Vorfall.
Ich bin ruiniert, Schwester Hanna.
Es wurde noch ein Auftrag storniert.
Dazu noch seine Klage wegen Schadensersatz. Ende und aus.
Dabei ist Herr Wöller der Betrüger.
Der Stuhl, den er wollte... Der über 1000 Jahre alt sein soll?
Niemand sollte etwas davon erfahren. Hat er gesagt, was er damit vorhat?
Er will Ritterspiele veranstalten.
Ritterspiele? Aber wo denn?
Ich weiß es nicht, und es ist mir auch egal.
Sie dürfen die Hoffnung nicht aufgeben!
Herr Wöller zwingt mich dazu.
*Unheilvolle Musik*
Es sei denn, ich zwinge ihn dazu aufzugeben.
Ich weiß nicht, was Sie vorhaben, aber es ist ein Fehler.
Ich hab nichts zu verlieren.
Herr Wöller muss mir geben, was ich will.
Was soll das sein? Genug Geld für eine Pflegekraft.
Sie beruhigen sich jetzt und wir vergessen das Ganze.
Und morgen... Sie bleiben hier!
*Dramatische Klänge*
Darf's ein Gläschen Champagner sein?
Ja, danke. Gerne.
Ich kann's nicht glauben. Erst die Blumen, jetzt das hier...
Ihr unermüdlicher Einsatz zum Wohle der Gemeinde
muss endlich die Wertschätzung finden,
die Sie verdient haben.
Herr Wöller... Doch, doch.
Für mich ist es ja eine Freude und Ehre zugleich,
dass ich derjenige bin, der mit Ihnen den Abend verbringen darf.
Zum Wohl. Zum Wohl.
Seien Sie doch vernünftig. Es tut mir leid.
Sie können Herrn Wöller nicht um 200.000 Euro erpressen.
Sie landen im Gefängnis. Er weiß nicht, wer anruft.
Der Einzige, der das weiß, sind Sie.
Dann müssten Sie mich ja ein Leben lang festhalten.
Herr Wöller wird die Polizei rufen. Herr Seibold!
(leise) Oh Gott...
Wer mit mir an einem Strang zieht,
steht auf der sonnigen Seite der Straße.
Solange Sie kein Kloster kaufen, bin ich bei Ihnen.
Aha, ja. *Handy klingelt.*
Sie werden mir wegen der Arbeit untreu?
Das Musical fängt doch gleich an. Welche Arbeit?
Für uns gibt's nur Vergnügen und Freizeit.
Schön. Zum Wohl. Zum Wohl.
Claudia, hast du Hanna gesehen?
Felicitas benimmt sich den ganzen Tag schon komisch.
Leider nein. Aber hast du vielleicht Lela gesehen?
Ja, die ist in der Kapelle.
Stör uns bitte nicht.
Hä?
(Lela) Lieber Gott...
Ich danke dir, dass Oskar nichts passiert ist.
Und ich...
Warum hast du das gemacht?
Jens denkt, ich habe den Kontakt abgebrochen.
Und mir sagst du, er will nie mehr was mit mir zu tun haben!
Lela!
Ich hab den Kuss gesehen.
Und du denkst, du musst Schicksal spielen?
Zuerst dachte ich...
ich müsste dich vor einem großen Fehler bewahren.
Dass das, was ich da mache, richtig ist.
In Wahrheit habe ich Angst, dich zu verlieren. Es tut mir leid, Claudia.
Wirklich.
Es tut mir wirklich leid.
Es tut mir leid, dass ich es dir nicht gesagt habe.
Liebst du Herrn Lehner?
Mehr als Gott?
Ich weiß es nicht.
Was für ein tolles Musical. Finden Sie nicht?
Wie? Ja...
Wenn man sich vorstellen würde,
wir hätten so eine Aufführung, im Kloster zum Beispiel...
Wenn es der Gemeinde gehört.
Sie starren so auf Ihr Handy.
Ich habe vier Anrufe bekommen. Rufen Sie zurück.
Unbekannt.
Anonym... Jetzt läutet's.
Hallo?
Ich habe Schwester Hanna. 200.000 Euro und keine Polizei.
Was? Wer ist da? Hören Sie mir zu.
200.000 Euro oder... Das ist wohl ein schlechter Scherz!
Hallo?
Unglaublich.
War es wichtig? Ach...
Äh... Wo waren wir stehen geblieben?
Haben Sie Herrn Wöller erreicht?
Er hat einfach aufgelegt. Was?
Haben Sie ihm gesagt, dass ich entführt wurde?
Es hat ihn nicht interessiert. Das gibt's doch nicht.
Was mach ich denn jetzt?
*Sie seufzt.*
Nehmen Sie Ihr Handy.
Der kann doch nicht einfach auflegen!
Ich verstehe nicht. Sie fotografieren mich.
Wenn er sich immer noch weigert, Lösegeld zu bezahlen...
dann zwinge ich ihn persönlich dazu!
Machen Sie. Kommen Sie, machen Sie!
*Sie prustet empört.*
Herrschaft...
Kleinen Moment, ich komme gleich.
Um Himmels willen! Herr Wöller, kommen Sie.
Es tut mir leid, ich muss weg. 'tschuldigung!
Herr Wöller!
Wollt ihr noch einen Tee?
Was ist denn hier los? Wieso seid ihr nicht im Bett?
Erklär lieber, was du hier noch machst.
Ich konnte nicht schlafen.
Hanna ist verschwunden. - Verschwunden?
Sie ist nicht hier. - Wir sorgen uns seit Stunden.
Bekommst du überhaupt noch irgendetwas mit?
*Tür geht auf.* Ach, das wird sie sein.
Herr Wöller? Gott zum Gruße.
Ist die Schwester Hanna da? Nein.
Sie ist verschwunden.
Ich vermute, dass sie Opfer einer Entführung wurde.
Was? - Um Himmels willen!
Wie kommen Sie darauf? Ich hab ein Foto bekommen.
Ich rufe Wachtmeister Meier. Nein!
Der Entführer war total entschlossen.
Keine Polizei.
Wer soll denn Hanna entführen? Das ergibt doch gar keinen Sinn.
Jemand, der weiß, dass ein Wöller seine Gemeinde
und vor allem die Menschen hier nie im Stich lässt.
Nie.
Das stimmt.
Finden Sie nicht, Sie könnten mich wieder losbinden?
Warum haben Sie das vorhin getan? Was?
Das mit dem Foto.
Weil ich mich geärgert habe, dass der einfach aufgelegt hat.
Sie sind schon ein komisches Paar. Ja...
Ich hätte lieber einen Bürgermeister,
der weniger stur ist.
Sie glauben, ich mache das nicht. Ich hoffe, Sie kommen zur Vernunft.
Ich hab nichts zu verlieren. Sie haben Gott und Wöller.
Und Sie haben Ihre Frau, die Sie lieben.
*Melodiöse Klavierklänge*
Danke. *Handy klingelt.*
Karin? Was ist? Ich arbeite noch.
Ich komme sofort!
Was ist? Meine Frau... Es geht ihr nicht gut.
Bitte binden Sie mich los.
Tut mir leid. Wir brauchen das Geld.
Herr Seibold!
Ach, Herr!
Bitte lass den Herrn Seibold zur Vernunft kommen!
Oder zeig mir einen Weg, wie ich hier wieder rauskomme.
*Sie stöhnt.*
Agnes?
Was machst du denn da?
Ich wollte Wachtmeister Meier anrufen.
Aber du hast Herrn Wöller doch gehört.
Aber was ist, wenn Hanna was passiert?
Wir müssen einfach Herrn Wöller vertrauen.
Einem Wöller vertrauen? Seit wann das denn?
Seit wir keine andere Wahl haben. - Wo ist Herr Wöller überhaupt?
Lieber Gott, kannst du mir helfen,
dass Schwester Hanna aus dieser misslichen Lage...
dass sie sich befreien kann?
Vielleicht ein paar Vorschläge?
Außer Schweigen? Dann zumindest ein Wunder.
Dass die Schwester heil zurückkommt.
Um den Rest kümmere ich mich dann.
Auch um Geld, wenn's sein muss.
Und ich verspreche dir, ein besserer Mensch zu werden.
Über den Rest können wir uns ja dann noch unterhalten.
Also...
Ich verlass mich auf dich.
Amen.
Möchten Sie einen Kaffee? Ja, bitte.
*Türklingel* Ich hab doch gesagt, keine Polizei!
Wachtmeister Meier? Herr Wöller?
Was gibt's? Wir holen Schwester Hanna.
Tut mir leid, die ist unterwegs. Wo ist sie denn?
Hab ich doch gesagt.
Sie wollte uns zur Trödelshow begleiten.
Nichts für ungut,
aber Schwester Hanna hat für so einen Unsinn im Moment keine Zeit.
*Handy klingelt.*
Egal, was Sie verlangen und womit Sie drohen,
Sie kommen damit nicht durch! Lassen Sie Schwester Hanna frei!
Was sollte das denn? Taktik.
Spinnt der?
Aber Sie wollten Hanna helfen. Ich versuch's doch!
So? - Mehr habe ich auch nicht erwartet.
*Handy klingelt.*
Ah! Nein! - Weggedrückt.
Das war nicht ich.
Das gibt's doch nicht!
*Handy klingelt.* Moment, Moment!
Jetzt geh ich dran, damit nicht wieder was schiefläuft.
Hallo? Herr Wöller!
Schwester Hanna? Sie müssen mich abholen, bitte.
Ja, geht's Ihnen gut? Geht schon. Bitte beeilen Sie sich.
Langsam, langsam. Es hieß, Sie sind entführt worden?
Ja... Nein... Das ist eine lange Geschichte.
Herr Seibold hat mich...
Ja, was hab ich gesagt? Aber niemand hört auf mich.
Ich rufe jetzt die Polizei,
damit dieser Kerl ein Leben lang hinter Gittern verbüßt!
Nein. Bitte keine Polizei.
Kommen Sie in Herrn Seibolds Lager und holen Sie mich ab.
Typisch.
Ist er endlich aufgetaucht? - Nein. Noch nicht.
Haben Sie angerufen? - Ja, mehrmals.
Mich hat er gestern Abend einfach sitzen lassen.
Verehrte Gemeindemitglieder, Herr Lehmann,
ich glaube diesem Mann kein Wort mehr.
Wie ihr alle bereits wisst oder ahnt,
möchte er wieder mal das Kloster kaufen.
*Genervtes Gemurmel*
Jetzt kann ich den Antrag kaum verhindern,
aber ich kann in seiner Abwesenheit
einen Wunsch äußern, also selber einen Antrag stellen.
Wir sollten auf Herrn Wöller warten.
Sie sind jetzt einfach mal still, Herr Treptow.
Ein einziges Mal soll dieser Gemeinderat
in Ruhe eine Entscheidung treffen.
*Sie klopft.*
Ich beantrage, ganz gleich, was uns Herr Wöller erzählt
und welche Pläne er uns wieder auftischt:
Der Gemeinderat stellt nicht mehr als drei Millionen Euro
für ein Projekt jedweder Art zur Verfügung.
Wer ist dafür? - Ich!
Der Beschluss ist angenommen.
Schwester Hanna? Herr Wöller!
Ich bin hier!
Na endlich! Ja, na endlich. Gott sei Dank!
Da ruft ein Kidnapper bei Ihnen an und Sie legen einfach auf.
Ich dachte, es wäre ein Scherz. Ach was!
Fragen Sie Gott oder Jesus. Das sind meine Zeugen.
Lassen Sie Gott aus dem Spiel. Wir müssen los.
Wir müssen zu Herrn Seibolds Frau. Wieso denn?
Herr Seibold war verzweifelt, dank Ihnen.
Bin ich jetzt an allem schuld? Jetzt kommen Sie!
Ich packe deine Sachen und komme nach, ja?
Ja.
*Melancholische Klänge*
Herr Seibold?
Wie geht's Ihrer Frau?
Die Ärzte konnten sie stabilisieren.
Ja.
Aber ich verstehe nicht... Was ich hier mache?
Ich mache mir Sorgen um Ihre Frau. Wie Herr Wöller.
Aber ich hab Sie entführt und ihn erpresst...
Es tut mir so leid, ich... Herr Seibold.
Sie waren verzweifelt.
Da tut man manchmal Dinge, die man bereut.
Herr Wöller weiß das.
Ihm rutscht auch manchmal was raus. Bei aller Liebe, das geht zu weit.
Der Mann bedroht mich, entführt Sie,
und ich werde in Sippenhaft genommen.
Herr Seibold hat zugegeben, dass das nicht richtig war.
Ich möchte nur, dass Sie keine Anzeige erstatten.
Nennen Sie mir einen Grund.
Er verrät nicht, dass Sie Auingen betrügen wollten.
Betrügen... Ein bisschen austricksen.
Ach, Herr Wöller! Ja?
Sie behaupten, dass Kaltenthal älter ist als Auingen.
Und Sie planen Ritterspiele. Woher wissen Sie das schon wieder?
Da passt es wunderbar,
dass ein tausendjähriger Stuhl gefunden wird,
auf dem Sie dann thronen können.
Das war Ihr Plan. Wollen Sie mich auch erpressen?
Ich nenne es einen Appell
an die Menschlichkeit, oder die Vernunft.
Heißt das, keine Polizei? Genau.
Tja, ich muss jetzt gehen. Der Gemeinderat wartet.
Gelobt sei Jesus Christus.
Auf Wiedersehen.
Meine Damen und Herren, der Nächste,
der uns jetzt mit seinen Funden überrascht...
Frau Laban... Hab ich viel verpasst?
Sie kommen gerade richtig.
So, herzlich willkommen.
Schauen wir mal, was ihr da habt.
Ah, da bist du ja endlich! Ja...
Wenn ich dir erzähle, was ich erlebt habe,
glaubst du es sowieso nicht.
Ich jedenfalls nicht, Herr Wöller.
Guten Tag. Guten Tag.
Halten wir uns nicht mit Kleinigkeiten auf.
Es geht um die Zukunft von Kaltenthal.
Vor genau tausend Jahren
fanden in Kaltenthal die ersten Ritterspiele statt.
Und zwar auf dem Gelände von dem Kaltenthaler Kloster.
Deswegen willst du es kaufen? Für wie viel?
Vier Millionen. Bitte?
Vier Millionen. Das wird auf keinen Fall passieren.
Wir haben abgestimmt,
und mehr als drei Millionen gibt es nicht.
Sagt wer? Sie haben uns ewig warten lassen.
Da wurde der Beschluss gefasst. Denkt doch nicht so kleinlich.
Dank der Ritterspiele zwingen wir Auingen in die Knie
und es kommen Millionen von Leuten.
Niemand will das Kloster. Nicht für vier Millionen.
Dann für drei, in Gottes Namen.
Den Rest bringe ich schon auf.
Und wie soll dieses Wunder geschehen?
Wir veranstalten nicht nur Ritterspiele,
wir lassen die ganze Zeit von damals aufleben.
Im Kaltenthaler Ritterpark! Nicht im Ernst!
Und ob! Die Leute lieben das Mittelalter.
Wer das nicht glaubt... Ich kann es euch beweisen.
Treptow! Jawohl!
Und bitte!
*Trommelklänge und Dudelsackmusik*
*Lautes Johlen*
Lasst uns Auingen besiegen
und Kaltenthal die Krone aufsetzen!
Wer ist dafür?
*Jubel*
Hiermit wurde der Antrag mehrstimmig angenommen!
*Jubel*
(Moderator) Da haben wir ein...
Was ist das eigentlich? - Zwiebackröster.
Ein Zwiebackröster.
Ich dachte, ein Vogelfutterspender.
Dieser Zwiebackröster ist... - Nee...
... nichts wert.
Hier haben wir jetzt eine Handtasche mit Stickarbeiten.
Was sagt die Expertin?
Nichts wert!
Der arme Herr Meier, nichts ist was wert.
Der olympische Gedanke zählt. Dabei sein ist alles.
(Moderator) Jetzt könnte unsere Expertin auf etwas stoßen.
Briefe und Briefmarken, meine Damen und Herren.
Allein, mir fehlt der Glaube und die Hoffnung.
Haben Sie noch Hoffnung, Herr Meier?
Ja... Ich, ja...
Nein... Ich weiß... Also...
Wie Herr Wöller. Eine Kamera, und die Panik beginnt.
Ja. Ich höre gerade...
Diese Briefmarke
wird auf sage und schreibe 30.000 Euro geschätzt.
30.000 Euro!
Bravo!
Damit steht der Trödelkönig fest!
Anton Meier und sein Sohn Kevin!
*Publikum applaudiert.*
*Laute Dudelsackklänge*
Gewöhnen Sie sich dran, Schwester Hanna.
Das wird der neue Alltag im Kloster.
Das werden wir ja sehen.
Die Mutter Oberin überlässt mir das Kloster mit Kusshand.
Der Gemeinderat hat es eben abgesegnet.
Was in aller Welt sollte mich davon abhalten können?
Außer Frau Winter?
Ein Mal dürfen Sie raten.
Ach!
Untertitel im Auftrag der ARD, 2019
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