All language subtitles for Um Himmels Willen - S18E07 - Zeichen der Zeit

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Original subtitles

*Titelmusik*

Schwester Hanna

Wolfgang Wöller

(seufzend) Herr, wir danken dir. (alle) Amen.

Was wird jetzt aus dem Kloster? - Was sagt die Mutter Oberin?

Wie kann sie unser Kloster an wildfremde Leute verkaufen?

Wär dir Wöller lieber? - Sie hätte mit uns sprechen müssen.

Ich rufe sie an, und wir finden heraus, was eigentlich los ist.

Vielleicht hilft ja Herr Wöller. - Ausgerechnet Herr Wöller?

Er hat versprochen, zu helfen.

Aber ich weiß nicht, in welchem seelischen Zustand er gerade ist.

Warum will er uns denn helfen? Er wurde überrumpelt wie wir.

Warum hat die Mutter Oberin das bloß getan?

Sie weiß doch, dass das Kloster unser Zuhause ist.

Also, ich weiß auch nicht.

Die Probleme mit dem Turm... Sie hatte sicher keinen anderen Ausweg.

Ich bin drin!

Hä, was? - Im Chat.

Guten Morgen, Schwestern. Ich wusste nicht, dass Sie kommen.

Eine Dichtung ist kaputt, aber hab ich Sie bestellt?

Nein. Äh...

Ich bin privat hier.

Aber wenn ich schon mal da bin... Welche ist es denn?

Wunderschönen guten Morgen.

Frau Laban, Gott sei Dank. - Um Himmels willen.

Was ist denn hier passiert? - Ich sollte Sie vertreten.

(stotternd) Explizit gegen meinen Willen.

Und wo ist der Chef, der das Chaos zu verantworten hat?

Ja, er hat momentan eine kleine Sinnkrise.

Warum das denn? - Das Kloster wurde verkauft.

Da fährt man einmal in Urlaub, und schon geht die Welt unter.

Wie willst du deine Eier, Wolfi?

Ich möcht mich hinlegen und nicht mehr aufstehen.

Da weißt du ja, wie ich mich fühle.

Vergleich deinen Weltschmerz nicht mit meinen Problemen.

Jenny hatte nicht die Idee, mir das Kloster wegzuschnappen.

Aber sie hat's gekauft. Aber treibende Kraft ist Ederer.

Der Möchtegern-Bürgermeister. Jenny könnte das nicht.

Aber warum hat sie's getan? Weil Ederer sie erpresst.

Das ist die einzige Erklärung. Das ist doch Unsinn.

Ich weiß nicht mehr, was ich glauben soll.

Hm, schon besser.

Worum geht's denn? Um eine Freundin, Manuela Schaller.

Ihr Vermieter meldet Eigenbedarf an.

Nun braucht sie eine neue Wohnung. Aber die Mieten heute...

Seit zwei Jahren ist sie Witwe und alleinerziehend.

Ist das nicht eher was für einen Rechtsanwalt?

Danke. Gerne.

Als alleinerziehende Mutter hat man doch als Mieter auch Rechte.

Wenn man sich 'nen Anwalt leisten kann,

dann auch 'ne Miete.

Das stimmt. Und was hat Herr Wöller damit zu tun?

Die Gemeinde vergibt doch günstige Wohnungen. Wenn da was frei wird...

Also, ich weiß sonst keinen anderen Rat.

*Telefon klingelt.*

Hallo? Ach, Frau Laban.

Wie war die Kreuzfahrt?

Als ich reinkam, wünschte ich,

wir wären auf einer Insel gestrandet.

Wo ist Herr Wöller? - Auf dem Weg nach Auingen.

Was will er dort?

Er denkt, der Bürgermeister hat das Kloster gekauft.

Und Sie lassen ihn gehen? Also, Herr Huber.

Das kann nur böse enden. - Ich hab's versucht.

*Sie stöhnt auf.* - Tja.

Ich rede mit Herrn Wöller und gebe ihr Bescheid.

Sagen Sie es lieber mir. Manuela weiß nichts hiervon.

Warum nicht?

Sie möchte mit mir nichts mehr zu tun haben.

Ich dachte, wir wären zusammen. Also... ein Paar.

Das ist nicht einfach. Ihr Sohn Jonas hing an seinem Vater.

Tja, es braucht eben alles seine Zeit.

Das weiß ich doch.

Ich bin der Letzte, der was überstürzt oder Druck macht.

Manuela regt die Kündigung sehr auf.

Und ich hab doch das Haus meiner Eltern geerbt.

Da haben Sie angeboten, dass sie zu Ihnen zieht?

Sie war zuerst auch ganz angetan.

Aber dann stand sie bei mir auf der Baustelle.

Hatte ihre Meinung geändert. Hat sie gesagt, warum?

Sie meinte nur, es wäre das Beste, wenn wir uns nicht mehr sehen.

Hanna? Ja?

Frau Laban ist am Telefon, dringend.

Ich komme. Nun gut, wir machen es so:

Ich rede zuerst mit Frau Schaller. Ist sie einverstanden,

versuch ich mit Herrn Wöller mein Glück.

Vielen Dank. Auf Wiedersehen.

Oh, schmutzig. Macht nichts.

Wiedersehen. Und vielen Dank.

Frau Winter. Sie wünschen?

Ich will die Mutter Oberin sprechen.

Haben Sie einen Termin? - Nein.

Als Vertretung der Eigentümer von Kloster Kaltenthal

wird sie doch eine Minute für mich erübrigen können?

Guten Tag. Das ist der unterzeichnete Kaufvertrag.

Danke sehr. Darum hätten Sie sich nicht herbemühen müssen. Bitte.

Müssen nicht, aber der neue Eigentümer von Kloster Kaltenthal

hat mich gebeten, bei Ihnen persönlich vorstellig zu werden.

Um bei der Gelegenheit zu betonen: Es erfüllt ihn mit Stolz und Freude,

so eine traditionsreiche Immobilie mit neuem Leben füllen zu dürfen.

Etwas bedrückt Sie.

Wenn ich helfen kann? - Danke. Das muss ich allein regeln.

Geht es dabei um Herrn Wöller?

Sie betreffend hat er Andeutungen gemacht.

Bitte glauben Sie ihm nicht.

Ganz gleich, welche Märchen er auftischt.

Märchen? - Ich kann ja auch nur spekulieren.

Herr Wöller hat...

Es ist mir unangenehm, das zu sagen.

...tiefere Gefühle für mich, die ich nicht erwidere.

Sicher fühlt er sich jetzt hintergangen und glaubt,

dass ich sein utopisches Projekt allein vorantreibe, was absurd ist.

Welches Projekt?

Er möchte eine zivile Bunkeranlage aus dem Zweiten Weltkrieg,

die unter dem Klosterwald liegt,

in Luxusbunker für Superreiche umwandeln.

Ja, da schau her.

Kaltenthals Atommüllkönig gibt sich die Ehre.

Kann Auingens Lügenbaron nicht mit offenem Visier kämpfen?

Mein Visier ist strahlend hell und immer offen.

Also: Don't worry, Auingen kümmert sich um Ihre Gemeinde.

Zumindest um den kläglichen Rest, der übrig ist.

Meine Gemeinde gibt's nur über meine Leiche.

Aber sagen Sie Frau Winter,

die Schlacht ist nicht vorbei.

Welche Frau Winter? Die Sie zu diesem Betrug erpressen.

Sagt mir nichts, aber wer Sie hintergeht, ist mein Freund.

Sie haben doch keine Freunde. Das von Ihnen.

Er ist eine Schande für unseren Beruf.

Was es auch ist, er sollte in Behandlung gehen.

Also, Schluss jetzt. Sie beide benehmen sich wie kleine Kinder.

Herr Wöller, ich kenne keine Frau Winter.

Und ich brauche keine Frau Winter. Sind Sie sicher?

Jenny Winter, Immobilienmaklerin?

Nie gehört. Never ever.

Das gibt's doch nicht. Jenny würde mich nicht grundlos hintergehen.

Es muss einen Grund geben für den schändlichen Betrug.

Herr Wöller, wo ist denn Ihr Kampfgeist geblieben, hm?

Wo ein Wöller, da...

Dieser Wöller will gar nicht mehr. Was?

Wollen Sie sich entgehen lassen, wie wir mal an einem Strang ziehen?

Genug gelitten. Sie fahren zurück, ich erledige was und hol Sie ab.

In der Zwischenzeit helfen Sie Frau Laban...

Frau Laban ist zurück? Warum sonst bin ich hier?

Also. Worauf warten Sie?

Na ja, ich mein... Bin ja immer noch Bürgermeister.

Das bleiben Sie auch, wenn Sie auf Frau Laban und mich hören.

So weit kommt's noch.

*Heitere Musik*

Schwester Hanna, wollen Sie zur Ausstellung?

Nein, zu Ihnen. Haben Sie Zeit?

Natürlich. Gerda?

Ja? - Wir sind kurz unten im Hof.

Vertrittst du mich an der Kasse? - Ja, mach ich.

(seufzend) Warten Sie.

Danke schön.

Ich sah grad, dass es morgen im "Ochsen" ein Konzert gibt.

Ihr Sohn spielt in der Band? Ja.

Sein erster öffentlicher Auftritt. Wow.

Sprechen Sie ihn besser nicht drauf an. Er leidet ziemlich.

Er spielt auf seinem Kindersaxophon. Ach Gott.

Aber deswegen sind Sie nicht hier, oder?

Nein, ähm... Herr Jenfelder war heute Morgen bei mir.

Er hat mir von der Kündigung wegen Eigenbedarfs erzählt.

Wie kommt Klaus dazu, darüber zu sprechen?

Er macht sich Sorgen, will Ihnen helfen.

Sollen Sie mir raten, bei ihm einzuziehen?

Nein. Er bat mich, mit Herrn Wöller wegen Sozialwohnungen zu reden.

Aber zuvor möchte ich wissen, dass Sie das auch wollen.

Ich verdien nicht viel, bin aber kein Sozialfall.

Es ist doch keine Schande, Hilfe anzunehmen.

Ich möchte mich nicht verteidigen müssen.

Ich muss jetzt wieder zur Arbeit.

Soll ich denn mit Herrn Wöller reden?

Ich wäre Ihnen dankbar.

Schwester Hanna, einen Moment. Morgen, Herr Meier.

Aber... Bitte.

Ist doch in Ordnung, oder? Was? Ja...

Frau Laban und meine Frau sind seit gestern zurück.

Mhm. Und ich frage mich:

Was ist auf dem Schiff passiert? Wie meinen Sie das?

Einen Mann von Welt will sie aus mir machen.

Tanzen soll ich lernen, wir essen nicht mehr normal zu Abend.

Es muss gleich ein französisches Dinner sein.

Für mich klingt das, als ob sie frischen Wind in Ihre Ehe bringt.

Gegen frischen Wind hab ich nichts, aber das ist ein Orkan.

Vielleicht hat sie jemanden kennengelernt.

Aber Herr Meier... Können Sie mit Frau Laban...

Wenn... Nein, Herr Meier, also...

Ich werde ganz sicher nicht Frau Laban über Ihre Frau ausfragen.

Wollen Sie etwas über Ihre Frau wissen, fragen Sie sie direkt.

Sie schaffen das.

Hallo, Frau Laban. Hallo, Schwester.

Gut, dass Sie zurück sind. Ich hole Herrn Wöller ab.

Wir wollen ins Mutterhaus.

Er hat seinen Kampfgeist doch nicht wieder verloren?

Leider nein. Er ist wieder ganz der Alte.

Beleidigt mich, will seinen Kaffee, vergräbt sich im Büro.

Haben Sie nicht genau das vermisst? Ich sehne mich an Bord zurück.

Trude und ich haben uns prächtig amüsiert.

Wir haben so nette Herren kennengelernt, wahre Gentlemen.

Gebildet und witzig. Danke.

Freut mich, dass Sie 'ne schöne Zeit hatten.

Das Problem ist nur, der Direktor des Schiffs bot mir einen Job an.

Als Chef-Hostess. Wirklich?

Dafür bezahlt werden, dass man reist...

Schon ein verlockendes Angebot. Frau Laban?

Schwester Hanna, na endlich.

Ich hatte schon eine Krise befürchtet.

Aber wenn ich Sie so sehe... Für mich ein Fremdwort.

Auf gen München. Das Trio Infernale für die Gerechtigkeit.

Trio? Schwester Hanna, ich und Gott.

Bitte, nach Ihnen. Auf in den Kampf, ne?

Hallo, Mama. - Hallo, Schatz.

Na, was gefunden? - Mhm.

Zwei Zimmer, Küche, Diele, Bad, 500 Euro.

Warm oder kalt? - Kalt.

Und die?

Die hat 66 Quadratmeter, drei Zimmer für 620 Euro.

Warm. Hab dem Vermieter schon geschrieben.

Was würde ich ohne dich machen? Komm mal her.

Du, aber...

Kriegen wir die auch nicht, müssen wir noch mal über Plan B nachdenken.

Du hast gesagt, wir ziehen nicht zu ihm.

Er will uns doch nur helfen.

Ich liebe Papa nicht weniger, weil ich Klaus auch mag.

Ziehen wir zu ihm, verrate ich alles.

Jonas.

*Sie seufzt.*

Die Gemeinde besitzt doch Wohnungen für sozial Schwache in Kaltenthal.

Retten Sie wieder die Welt? Frau Schaller ist Witwe.

Sie hat einen Sohn, und jetzt wurde ihr wegen Eigenbedarfs gekündigt.

Sie braucht dringend eine Wohnung, die sie sich leisten kann.

Glauben Sie, sie ist die einzige Alleinerziehende, die gerade sucht?

Ich weiß, viele suchen so etwas. Ich vollbringe keine Wunder.

*Mysteriöse Musik*

Herr Stolpe, verraten Sie mir, was Sie hier machen?

Kommen Sie, schnell. - Was... Lassen Sie mich los.

Gewisse Situationen

erfordern besondere Maßnahmen.

Das Auto, Berliner Kennzeichen.

Zu auffällig. Das könnte die Mafia sein.

Jetzt kommen sie auf uns zu.

Ja? - Wir suchen ein Trachtengeschäft.

Ich komm aus Berlin, meine Frau will ein Dirndl.

Sie meinen sicher das Geschäft die Straße runter.

Auf der linken Seite, nicht zu verfehlen.

Danke, Schwester. - Der Herr sei mit Ihnen.

Jetzt sind die gewarnt und kennen uns.

Schwester Hanna, Wöller, drei Uhr. - Hanna.

Übertreiben Sie nicht, versprechen Sie mir das.

Ja, ja, hoch und heilig.

Tut mir leid, dass Sie die Nachricht nicht von mir erhielten.

Darum sind wir hier. Noch können wir einen großen Fehler verhindern.

Der Verkauf des Klosters ist eher eine bedauerliche Notwendigkeit.

Er machte bereits Erfahrungen mit Frau Winter.

Von Ihrem angespannten Verhältnis hörte ich bereits.

Tja, die geht über Leichen. Doch Sie verloren Ihr Herz an sie.

Er ist ein emotionaler Mensch, der sein Herz schnell mal verliert.

Aber ich würde ihm trotzdem zuhören.

Ich bin jetzt wieder bei klarem Verstand.

Und der möchte mir was mitteilen?

Dass die Seniorenresidenz eine Lüge ist.

Frau Winter und der Neueigentümer

möchten eine Luxusbunkeranlage errichten.

Eine was? Luxusbunkeranlage.

Das war doch Ihr Plan.

Von Gerüchten ums Atommüllendlager mal abgesehen.

Das ist auch eine Lüge. Mir scheint, alles ist es.

Sie sprachen mit Frau Winter. Sie warnte mich.

Was hab ich gesagt? Sie ist eine gnadenlose Intrigantin.

Da nützt kein Weihwasser. Mutter Oberin, ich glaube ihm.

Sicher, Sie möchten das Kloster auch behalten.

Aber bei sachlicher Betrachtung erkennen auch Sie,

was tatsächliche und alternative Fakten sind.

Frau Winter meldet sich bald und wir besprechen die Zukunft des Klosters.

Die wird düster, Mutter Oberin.

Das kann ich Ihnen versprechen.

Halt, halt. Stopp, ihr beiden! - Bis heute Abend, ihr Süßen.

Und benehmt euch.

Keine Sorge, ich hab 'ne Nahkampfausbildung.

Tschüss. - Los.

Herr Lehner? Schwester Hanna.

Schwester Claudia ist gerade los. Ja, ja.

Sie soll heut noch mal babysitten. Deswegen bin ich nicht hier.

Ich brauche Ihre Hilfe. Worum geht's?

Erika, 'n Bier und 'n Schnaps, und dann das Gleiche noch mal.

Welche Laus ist dir über die Leber gelaufen? Keine.

Eine Wölfin im Schafspelz.

Ach, Hermann. Wie lief's?

Da, bitte sehr.

*Er stöhnt.*

Ich mach dir gleich den nächsten. - Sag nichts.

Gehen wir fischen. Nur das bleibt mir noch.

Ich geh nicht mehr fischen. Treptow.

Gehen Sie mit mir fischen heute?

Ich kann eine Kuh nicht von einem Köder unterscheiden.

Außerdem gibt es Dringlicheres.

Rufen Sie Ederer an, der regiert eh bald.

In Auingen wurde eine Urkunde entdeckt, in der steht,

dass Auingen länger existiert als Kaltenthal.

Uns gibt es hier seit 750 Jahren.

Ja, aber in der Urkunde steht,

dass Auingen 50 Jahre vor Kaltenthal gegründet wurde.

Also, dieser Kotzbrocken von einem Bürgermeister...

Der verbreitet ja nur Lügen über uns.

Aber das, Herr Treptow, geht zu weit.

Schwester Hanna. Hallo.

Gibt's was Neues?

Je nachdem. Herr Wöller kooperiert leider nicht.

Aber ich sprach mit einem Anwalt. Mit einem Anwalt?

Den kann ich mir nicht leisten. Das kostet Sie nichts.

Jetzt geht's nur darum, dass Herr Lehner die Fakten kennt

und Ihnen sagen kann, was in Ihrem Fall zu tun ist.

Er gab mir dieses Formular für Sie.

Wenn Sie das wollen. Füllen Sie es doch aus.

Ich nehm's gleich wieder mit. Nee, ich mach das in Ruhe.

Ich bring's ihm selbst. Ich bin ja da.

Ich muss jetzt kochen. Ich warte gern.

Ich sagte doch, ich muss jetzt kochen.

(stammelt) Entschuldigen Sie.

Also dann, auf Wiedersehen. Ich meld mich, wenn ich was weiß.

Danke.

Jedenfalls meint die Mutter Oberin, Frau Winter sagt die Wahrheit.

Wir können hier bleiben? Das sieht ganz so aus.

Aber Herr Wöller sagt, sie lügt und wirft uns raus.

Ich glaub der Mutter Oberin, Herr Wöller log so oft.

Was meinst du, Felicitas? - Hm?

Was du meinst? - Ich bin ganz eurer Meinung.

Felicitas?

Felicitas? - Ja?

Ich mach mir langsam Sorgen. - Nicht doch, der Akku ist geladen.

*Telefon klingelt.* - Ich geh schon.

Das heißt, der Genossenschaftsgarten und unser Hofladen bleiben bestehen?

Ich weiß es nicht, ich weiß im Moment einfach nicht,

wem ich glauben soll und wem nicht.

Sina, Telefon für dich.

Die Mutter Oberin.

Was sie wohl ständig mit Sina zu besprechen hat?

Tja...

Gute Nacht, Mama.

Zähne geputzt? - Ja. Was hast du da?

Nichts. Nicht wichtig.

Schlafenszeit, mein Süßer. Träum was Schönes, ja?

*Bedächtige Musik*

*Sie atmet zittrig.*

(Claudia liest) "'Da lachen ja die Hühner', kicherte die Ente

und lief zu ihren Geschwistern, die aber alle schon schliefen.

Weil Abenteuer wie diese

sie immer ganz schrecklich müde machen."

*Sanfte Musik*

(flüstert) Die beiden Teufel waren nicht zu wild?

Überhaupt nicht, sie waren die reinsten Engel.

Darf ich noch mal versuchen, Sie auf ein Glas Wein einzuladen?

Bei so viel Beharrlichkeit sag ich nicht Nein.

Rot oder weiß? - Was Sie offen haben.

'n Pfälzer Weißwein aus meiner Heimat.

Wo kommen Sie eigentlich her? - Einem kleinen Kaff im Schwarzwald.

In der Nähe von Bühl.

Bühl, da gibt's doch diese alte Burgruine, oder?

Der geheime Treffpunkt für verliebte Pärchen.

Ich war auch nicht immer Nonne.

Zum Wohl.

*Es klopft.* - Ja?

(unsicher) Hi...

Kann ich dich kurz sprechen?

Na sicher, komm rein.

Was gibt's denn?

(zögerlich) Ich hab irgendwie so den Eindruck, dass du...

Ähm... Hast du was gegen mich?

Nein, ich hab nichts gegen dich.

Es ist nur, ich werd nicht schlau aus dir.

Du tust, als willst du dich einfügen,

aber ich hab nie das Gefühl, dass du mit dem Herzen dabei bist.

Jeder hat anfangs Schwierigkeiten.

Das Leben als Novizin ist neu für mich.

Du kennst die Mutter Oberin gut, da kennst du das Leben im Orden doch.

Ihr habt ein enges Verhältnis, so oft, wie ihr telefoniert.

Sie erkundigt sich nach mir,

sie hat meinen Eltern versprochen, sich zu kümmern.

Das nervt mich auch.

Oh, Pyjama-Party?

Was ist mir dir? - Bist du betrunken?

Nein. Allerhöchstens ein klein wenig beschwipst.

Du warst doch babysitten. - War ich ja auch.

Danach habe ich noch ein Glas Wein mit Jens getrunken.

Mit Jens? - Der ist aber auch ein Süßer, hm?

*Ruhige Musik*

Ach...

(alle) Guten Morgen. - Guten Morgen.

Na, hast du deinen Rausch ausgeschlafen?

War ich so schlimm? - Hab schon andere Sachen erlebt.

Was? Wie? *Gemurmel*

Entschuldigung? Huch!

Ach, Frau Schaller. Entschuldigen Sie bitte.

Kein Problem. Was können wir tun? Könnte ich kurz mit Ihnen sprechen?

Ich hab in Herrn Lehners Kanzlei das Formular abgegeben.

Gut. Und mein Verhalten gestern...

Sie bemühen sich so, mir zu helfen...

Ich möchte mich bei Ihnen entschuldigen.

Sie stehen momentan sehr unter Druck.

(seufzend) Ja...

Das steh ich wirklich.

*Sie atmet mühsam ein und aus.*

Es fällt mir schwer, darüber zu sprechen.

Worüber?

Ich habe große Schwierigkeiten.

Beim Lesen... und Schreiben.

Ah...

Setzen Sie sich doch.

Wie kommen Sie im Alltag zurecht?

Als mein Mann noch gelebt hat, hat er sich um alles gekümmert.

Als er dann gestorben ist, hat das Jonas übernommen.

Auf die Dauer ist das keine Lösung.

Denken Sie, ich wüsste das nicht?

Aber sobald ich ein Klassenzimmer von innen sehe, bekomme ich Panik.

Wie konnte es überhaupt dazu kommen?

Bis zur siebten Klasse habe ich mich durchgemogelt.

Hab mich vor den Klassenarbeiten krankgemeldet.

Und dann in der achten...

Da hielt ich es nicht mehr aus und ging nicht mehr zur Schule.

(Luft ausstoßend) Und Ihre Eltern?

Meine Eltern.

Die waren einfach mit sich beschäftigt.

Das hat niemanden interessiert, die Sache mit dem Lesen.

Das ist ein Brief von Herrn Jenfelder an Sie? Ja.

Und ich wollte Sie bitten...

Also, könnten Sie mir vorlesen, was da drin steht?

Aber natürlich.

"Liebes."

Soll ich den Brief wirklich lesen? (haucht) Ja.

"Liebes, ich habe kein Auge zugetan seit unserem Streit gestern

und kann an nichts anderes denken.

Bitte glaub mir doch, dass ich dich nicht und niemals zu etwas drängen,

sondern dir nur helfen möchte.

Alles, was ich möchte, ist, dass es dir gutgeht.

Wenn es bedeutet, dass du dich eine Weile von mir zurückziehen musst,

weil das alles zu schnell geht, dann akzeptiere ich das.

Liebes, ich kann warten, ich kann geduldig sein.

Ich kann alles ertragen. Aber bitte schließ mich nicht einfach so aus.

Gib mir, gib uns doch bitte eine Chance.

In Liebe, Klaus."

Dürfte ich Sie... um einen weiteren Gefallen bitten?

Aber natürlich.

Wer stört? Wer war zuerst da?

Der Auinger oder der Kaltenthaler?

Kaltenthal. So hab ich das gelernt. Na sehen Sie.

Zum ersten Mal stimmen wir überein. Warum ist Ihnen das wichtig?

Weil der Ederer keinen Funken Ehre im Leib hat.

*Es klopft.* Treptow. Mal einer, der's versteht.

Haben Sie Sachverständige, die bestätigen,

dass das Auinger Original eine Fälschung ist?

Dazu müsste man das Original sehen.

Das brauch ich doch nicht, wenn jeder weiß, es ist eine Fälschung.

Was sind das für Wissenschaftler? Die besten ihres Fachs.

Dann besorgen Sie das Original. Ich? Bitte... wie?

Entführen Sie Ederer, verlangen Sie als Lösegeld das Original.

Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

(drängend) Treptow. Ja. Jawohl.

Danke, dass Sie den extra hergebracht haben.

Ich muss mal wieder an die Arbeit. Herr Jenfelder?

Geben Sie nicht auf. Der Brief war leider eindeutig.

Schauen Sie, das eine sind Worte.

Manchmal entdeckt man zwischen den Zeilen noch mehr.

Ich versteh nicht, was Sie meinen.

Wussten Sie, dass Jonas Saxophon spielt?

Die Schülerband tritt heut Abend auf.

Aber der Musiklehrer ist krank, nun fällt das wahrscheinlich flach.

Wenn sich kein Ersatz findet. Ich hör mich um, aber so knapp...

Sie spielen doch in einer Band. Schon, aber...

Das ist keine gute Idee. Die monatelangen Proben.

Jetzt soll das alles ausfallen? Das steht zwischen den Zeilen?

Schauen Sie, Liebe verschwindet nicht einfach.

Dafür gibt es immer einen Grund.

Und manchmal hilft eben auch ein Schülerkonzert.

*Sie spricht Arabisch.*

Gelobt sei Jesus Christus. - Ah, danke schön.

Was ist denn das für ein Gegacker? - Das sind unsere Hühner.

*Sie spricht Arabisch.*

Die müssen weg.

Wie, weg? - Ja, die Herrschaften wollen Ruhe.

Entschuldigen Sie, aber wer sind Sie überhaupt?

Winter, ich vertrete die Eigentümer.

Und Sie? - Schwester Agnes.

Willkommen im Kloster Kaltenthal. - Sie verstehen kein Deutsch.

Wir würden uns gern das Objekt ansehen. Führen Sie uns wohl herum?

(Agnes) Äh, warten Sie doch.

Das hier ist unser Refektorium. - Ah ja.

Das könnt ich mir sehr gut als Büro vorstellen.

Als Büro?

Aber das ist der größte Raum im Kloster.

Ich dachte, eine Seniorenresidenz braucht einen Speisesaal.

Ja, ja, aber nicht die Art von Residenz, die wir planen.

Felicitas, jetzt hilf mir doch mal.

*Stuhl schabt laut.*

Wieso hilft mir denn keiner?

Aus. Finito. Es muss Schluss sein mit dem Durchwöllern.

Auingen sitzt uns im Nacken.

Auingen hat eine rote Linie überschritten.

Das nehme ich als Bürgermeister nicht hin.

Dazu brauchen wir frischen Wind.

Ist was dran am Gerücht, dass Auingen älter ist...

Kein Gerücht, eine Lüge. Das ist ein Unterschied.

Legst du uns keinen konkreten Plan vor,

der Kaltenthal vor der Eingemeindung bewahrt,

entziehen wir dir das Vertrauen. Du?

Das Vertrauen? Mir?

Ja. Wir alle hier im Saal. Mhm.

Wer ist dafür? Ihr stoßt mich vom Thron?

Ja, nur zu. Moment, bin noch nicht fertig.

Also, wer von euch legt sich mit Ederer an, frage ich?

Wer opfert seine Gesundheit zum Wohle der Gemeinde?

Ein Spaziergang wird das nämlich nicht. Niemand?

Und wer hat genug Leichen im Keller,

um unsere Parteifreunde in München auf Linie zu halten?

Ja, da gibt's nur einen. Und der heißt Wöller.

Kaltenthal bleibt Kaltenthal.

Alles andere...

Nur über meine Leiche.

*Frau Winter spricht Englisch.*

Grüß Gott.

(verwundert) Frau Winter.

Äh, Schwester... Hanna.

Ah, richtig. Ich erlaube mir, einen Überblick übers Gebäude zu bekommen.

Aha. Hanna, stell dir vor:

Sie meint, alle Hühner müssen weg.

Die Kruzifixe sollen auch alle ab.

Wie bitte? Nicht alle Kunden sind Christen.

Über Weiteres informier ich Sie schriftlich.

Guten Tag, Schwester Hanna.

Guten Tag. - Guten Tag.

Das geht nicht. Wir müssen was tun. (verdutzt) Mhm...

*Angespannte Musik*

*Spannende Musik*

*Telefon klingelt.*

Schwester Hildegard, ich bin's.

Herr Stolpe. - Gehen Sie ans Fenster.

Als ob Sie was wischen. Schauen Sie unauffällig raus.

Nicht schon wieder, Sie sehen Gespenster.

Diesmal nicht: Gegenüber steht jemand,

der beobachtet Ihr Büro, schauen Sie.

Das werde ich sicher nicht tun. Guten Tag, Herr Stolpe.

Das ist kein Zufall, dass der den ganzen Tag da unten ist.

Die Nonnen wissen, wo Gloria ist. Jede Wette.

Okay, bereite alles vor.

Ich verstehe, Sie mussten verkaufen.

Aber Sie machen es für uns schwierig.

Wir überschauen nicht mehr, wer sich im Kloster bewegen darf.

Also, falls es Sie etwas beruhigt:

Frau Winter versicherte mir, die Arbeiten dort bleiben überschaubar.

Leider habe ich nicht Ihren Gottesglauben. Sonst ist alles gut?

Schwester Hildegard schreibt einen erstaunlich realitätsnahen Roman.

Wenn jemand das Manuskript kriegt... - Das wird nicht passieren.

Hallo, zusammen. - (alle) Hi.

Mein Name ist Klaus Jenfelder. Also, Klaus reicht völlig.

Ich mach seit über 20 Jahren Musik.

Ich spiel Klavier und Saxophon. - Ein Installateur,

der uns Musik beibringen will.

Nun, ich werd auf jeden Fall mein Bestes geben.

Und am besten fangen wir gleich an.

Jonas.

Hier, versuch das. - Ich lass mich nicht kaufen.

Ich will dir das Saxophon auch nicht schenken.

Ich will's auch nicht geliehen. - Gut. Wie du willst.

Dann mach dich für die Probe bereit. Niemand will dir was Böses.

Was mischen Sie sich jetzt ein?

Mensch, Jonas, hör auf.

Wir wollen endlich proben. - (alle) Ja, genau!

Aber ohne mich.

*Kinder murmeln leise.*

*Sie atmet tief durch.*

Frau Laban.

Eine Frage: Gibt es irgendeinen Menschen auf dieser Welt,

der meine Mühen für Kaltenthal schätzt?

Oder bin ich der Einzige, der Wöller nicht hängen lässt?

Hm, das weiß ich nicht.

Darf ich? Bitte.

Ich hab mir gedacht, dass ich Sie hier finde.

Vielleicht ist es auch besser so, wenn wir hier... Also, ich...

Ich habe ein Angebot erhalten.

Da würde ich sofort zuschlagen.

In Ihrem Alter sind heiratslustige Männer ja eher spärlich gesät.

Ein Angebot, keinen Antrag.

(behutsam) Für eine neue Stelle. Pardon?

Der Direktor des Kreuzfahrtschiffs wollte mich als Gästebetreuerin.

Als Chef-Hostess. Und?

Ich würde den Antrag gern annehmen, es sei denn, Sie sagen...

Alles Gute.

Wie bitte? Was soll ich sonst sagen?

Mast- und Schotbruch, das ist in Ihrer neuen Branche so üblich.

Ist das alles, was Sie nach all den Jahren dazu sagen?

Ich wurde jüngst betrogen, belogen, ausgenützt, im Stich gelassen.

Mich schockiert gar nichts mehr, auch das nicht.

Ja... Wenn das so ist, dann...

werd ich meinen Resturlaub nehmen und...

bin dann ab nächster Woche weg.

Ist das wirklich Ihr Ernst?

Die Titanic geht unter.

Und wenn ich am Ende als Einziger in der Kapelle spiele,

dann auch das.

*Sie atmet schwer.*

Was hast du gegen Herrn Jenfelder?

Ich kann Schleimer nicht ausstehen.

Du meinst, darum hat er dir sein Saxophon angeboten?

Weshalb sonst?

Er will so wieder an meine Mutter rankommen.

Manchmal ist es wichtig, die Dinge voneinander zu trennen.

Du magst nicht jeden Lehrer, und trotzdem gehst du zur Schule.

Oder? M-hm, schon.

Dann vergiss doch mal, dass Herr Jenfelder deine Mutter mag.

Er ist Musiker, du bist Musiker. Deswegen seid ihr jetzt hier.

Warum bist denn du in der Band?

Weil ich Saxophon spiele. Und warum tust du's nicht?

Sondern sitzt jetzt hier rum?

Na komm.

*Ruhige Musik*

Geh schon mal vor.

Frau Laban. Was ist denn passiert?

Ich ahne es, wenn ich Sie so sehe.

Wie kann ein einzelner Mensch nur so gemein sein?

Herr Wöller hat es im Moment sehr schwer, beruflich wie privat.

Sie zeigen immer für alles und jeden Verständnis.

Das kann ich nicht und will ich nicht.

Ich bin froh, wenn ich das herzlose Ungeheuer bald los bin.

*Sie seufzt.*

Wirklich, manchmal könnt ich Sie... Nur zu.

Heute ist mir alles egal. Das hab ich gemerkt.

Dank Ihnen ist Frau Laban völlig aufgelöst. In Tränen.

Ja, Kaltenthal steht vor der schwersten Bewährungsprobe.

Da brauche ich Mitarbeiter,

die fest zu mir stehen, keine Fähnchen im Wind.

Wenn jemand immer treu an Ihrer Seite stand, dann sie.

Mit dem Ohr an meiner Tür, um Ihnen zu berichten.

Nun lassen Sie das Selbstmitleid. Frau Winter ist das Problem.

Ich kann den Namen nicht mehr hören.

Das wird sich nicht vermeiden lassen.

Frau Winter hat heute bei uns im Kloster ihr wahres Gesicht gezeigt.

Ja, mir glaubt ja niemand. Ich glaube Ihnen.

Und ich hätte eine Idee, wie wir dieser... Dame das Handwerk legen.

Wie denn? Ich bin ganz Ohr.

Vorher versprechen Sie, Frau Schaller mit der Wohnung zu helfen.

Sind wir ein Team oder nicht? Helfen Sie mir oder nicht?

Ich werd mir was einfallen lassen. Also, raus mit der Sprache.

Ich werde Leo, den Mann meiner Mutter, bitten, uns zu helfen.

Er ist ein vermögender Unternehmer.

Er wäre als potenzieller Kunde für Frau Winter sicher interessant.

Schwester Hanna, mit ein bisschen Glück

können wir diesen Teufel im Gewand einer Frau tatsächlich besiegen.

*Volkstümliche Orchestermusik*

Danke schön. Vielen Dank.

Die Band macht eine Pause, wir sehen uns in 15 Minuten wieder.

Ihr geht was trinken, frische Luft schnappen.

Achtung mit den Instrumenten.

Du hast toll gespielt. - War ganz okay.

Aber woher hast du denn das Saxophon?

Das hat dir Klaus geliehen? - Ja.

Ist das okay für dich? - Denk schon.

Oh, Mama!

Ich weiß, ich bin dir peinlich. - Ich hab dich lieb.

Ich hab deinen Brief bekommen.

Schwester Hanna hat ihn mir...

Ich hab deinen Brief...

auch gelesen. - Dann weißt du, was ich empfinde.

Es stimmt nicht. - Verstehe ich nicht.

Ich hab den Brief nicht gelesen.

Und der Brief an dich, der war auch nicht von mir.

Den hat Schwester Hanna geschrieben, also... für mich.

Weil ich nicht schreiben kann.

Verstehe.

Und ich kann... auch nicht lesen.

Du solltest wissen, warum das mit uns nicht geht.

Und dann auch noch Jonas.

Das ist zu viel.

Ich kann nicht schwimmen.

Was hat das damit zu tun?

Jeder kann etwas besonders gut und etwas weniger gut.

Oder gar nicht. - Ja, aber...

Es geht um Lesen und Schreiben.

Du hast ein Problem damit, ich nicht.

Das stimmt. Ich hab das Problem.

Und das, dass ich dich liebe.

Dann gib uns 'ne Chance.

Vielleicht gibt uns Jonas auch eine. - Ja.

Herr Jenfelder? Oh, Entschuldigung.

Ich komme.

Ich... warte hier auf euch.

Frau Schaller? Die Gemeinde hat jetzt eine Wohnung für Sie.

Wirklich? Mhm. Also...

Nicht die Gemeinde direkt.

Ein Parteifreund von Herrn Wöller ist bereit,

eine Wohnung günstig zur Verfügung zu stellen.

Sie können in etwa drei Wochen einziehen.

Das ist großartig.

Vielen Dank, Schwester Hanna. Gerne.

Sagten Sie Frau Schaller, dass ich extra für Sie eine Leiche ausgrub?

Nur, dass sie eine neue bezahlbare Wohnung hat.

Frau Winter, das sag ich Ihnen, die muss sich warm anziehen.

Immerhin kämpfen wir gemeinsam, Seite an Seite.

Was ganz Neues. Keine Angst.

Frau Winter besiegen wir, versprochen.

Und dann ist alles... ...wieder beim Alten.

Ja. Genau.

Untertitel im Auftrag der ARD, 2019

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