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*Titelmusik*
Schwester Hanna
Wolfgang Wöller
*Schritte im Kies, fröhliches Gespräch*
(Lela) Hanna, Frau Weidner ist da!
Ah ja.
Hallo, Frau Weidner.
Du musst Noemi sein. Grüß dich.
Die Lela hat schon viel von dir erzählt.
Wollen wir zwei mal gucken, ob Schwester Agnes Schokomuffins hat?
Au ja, Schoko! - Ja?
Achten Sie darauf, dass sie keine... - ...Erdnüsse isst, na klar.
Lela. Ja. Komm, du Schokomaus.
Erzählen Sie mir draußen alles. Gerne.
Danke für Ihre Zeit. Selbstverständlich.
Inwieweit hat Lela Sie informiert?
Die Kita war mit Noemis Lebensmittelallergie überfordert.
Sie hatte schwere Asthmaanfälle, weil sie genascht hat.
So schlimm gleich? Man legte mir einen Kitawechsel nah.
Damit mehr Zeit für Noemis Bedürfnisse da ist.
Aber nirgendwo ist was frei.
Ich schau mich nach einem Kitaplatz um.
Das wär super, allerdings wollte ich Sie bitten,
ein Wort beim Bürgermeister einzulegen.
Nicht für mich. Für einen sehr guten...
(herumdrucksend) ...ja, Freund, Matthias heißt er, Strobl.
Wir lernten uns in der Buchhandlung kennen, er ist wie ich Lesefreak.
Und etwas mehr als nur ein Freund?
Von meiner Seite aus auf jeden Fall, ich...
Ich denke, ich bin verliebt, etwas.
Er würde gerne... Er ist schwierig, wissen Sie?
Der zurückhaltendste Mensch der Welt. Und gnadenlos ehrlich.
Aber das ist eine Tugend. Ja.
Man kann sagen, übertrieben ehrlich. Wie das?
Herr Wöller sei ein eiskaltes Monster,
ohne Mitgefühl und menschliche Züge.
Okay, das ist sehr ehrlich, ja. Tja. Aber klug war es nicht.
Was hat Herr Wöller ihm denn getan? Nichts. Ich war der Grund.
Ich hab, da ich wegen Noemi nicht arbeiten gehe,
Sozialhilfe beantragt, die wurde abgelehnt.
Das brachte ihn auf 180. Da rannte er gleich ins Rathaus?
Er arbeitet da in der EDV-Abteilung, hatte es also nicht weit.
Und jetzt haben sie ihn rausgeschmissen.
Weil er zu Herrn Wöller direkt war?
Und zu Frau Albrecht, Leiterin des Sozialreferats.
Ähnlich deutlich. Oje.
Und jetzt hat er seinen Job verloren. Wegen mir, und so sinnlos.
Sie haben mir jetzt doch Sozialhilfe bewilligt.
Ich soll Herrn Wöller überreden, die Kündigung zurückzuziehen?
Oder mir einen Termin bei ihm besorgen.
Nein, ich rede schon mit ihm.
Das wär wirklich großartig.
Was ergab Ihre Internetrecherche?
Gibt's einen Makler fürs Bunkerprojekt?
Und ob. Ich sage nur:
Jenny Winter. Jenny wer?
Frau Winter ist die erste Adresse bei Immobilien.
(ehrfürchtig) Und das, bitte... das ist sie.
(stammelnd) Na ja, nur gut aussehen bringt noch nichts.
Ihre Referenzen sind erstklassig.
Ihre Kundenliste liest sich wie das Who-is-who der High Society.
Machen Sie mir fix einen Termin. Das habe ich schon versucht.
Für Kulturreferenten ist da leider kein Durchkommen.
Haben Sie ihr gesagt, ich bin Bürgermeister?
Selbstverständlich.
Und trotzdem? Sie ist sehr erfolgreich.
Schreiben Sie eine Rolle für mich. Für Sie eine Rolle?
Einen Charakter, den diese Immobiliendame treffen will.
Und an was haben Sie da gedacht?
Als Kulturreferent fällt Ihnen schon was ein.
Jawohl. Und wie steht's für morgen?
Die Bezirksausschüsse? "Ochse" steht?
Natürlich. Sehr gut.
Zur Partei-Tombola kommen alle.
Denken Sie dran, der Herbrechter muss den 1. Preis gewinnen.
Ja.
Er sitzt schließlich im Finanzministerium am Geldhahn.
Und wenn da irgendetwas schiefläuft,
dreht der den Geldhahn zu.
Schwester Hildegard?
Störe ich Sie bei einem Mord?
Ich recherchiere nur für meinen neuen Krimi.
Sie können mich jederzeit fragen.
Ja, sehr gerne.
Und wie kann ich Ihnen helfen?
(stammelnd) Ja, ich... Das ist mir etwas peinlich.
Ich rede vor Schülern von meiner Arbeit.
Da dachte ich, wenn ich ihnen Krimis schenke, signiert von der Autorin,
starren sie vielleicht nicht nur aufs Handy, sondern lesen.
Dazu wollen Sie meine Bücher nehmen? - Ich bin Ihr Fan.
Was soll ich schreiben? - Was Sie wollen.
*Die Mutter Oberin singt "99 Luftballons".*
Nena? - Gerade eben war es noch Abba.
*Sie singen "99 Luftballons".*
Ich mach erst mal aus. *Musik endet.*
Es gibt noch Drafi Deutscher, "Marmor, Stein und Eisen bricht".
Moment, Sina, Moment. - Oder Abba...
Ich muss noch etwas arbeiten. - Lassen Sie sich nicht stören.
Sie? Ist was passiert? - Nein, nein, alles ruhig.
Alles gut. Schwester Hildegard signiert mir ein paar Bücher.
Ich hörte Gesang. - Und trauten sich rein?
Es gibt Castingshows, da klingt es schlimmer.
*Die Mutter Oberin räuspert sich.* Ich hole mir Bücher.
Obwohl ich Lesen nicht so geil finde.
An ihrer Ausdrucksweise arbeiten wir noch.
Besteht keine Gefahr für Sina? - Nicht direkt.
Aber? - Wir bereden das grade intern.
Ich fände es sicherer, Sina woanders hinzubringen.
Der Orden ist ein sicherer Platz, deswegen ist sie hier,
aber besser wäre aus der Stadt raus.
Ja, Herr Stolpe hat Verdacht geschöpft, aber...
Stolpe ist harmlos. Die anderen womöglich nicht.
Agnes?
Hier. Wo?
Offenbar hast du dem Herrn vom Bauamt mehr erzählt als mir.
Gelobt sei Jesus Christus. Ja, Amen.
Was hast du dem denn erzählt? Warum?
Weil sich das Bauamt auf dich beruft.
Du musst das Kloster in den düstersten Farben gemalt haben.
Was hätte ich denn sagen sollen?
Agnes, wir müssen das alles hier bezahlen.
Wäre die Planung des Hofladens nicht sinnvoller?
Wir brauchen zuallererst einen Schlafraum für den Katastrophenfall.
Hier unten schützen die dicken Mauern
und Tonnen von Erdreich uns einigermaßen.
Wir müssen den Turm sanieren. Der Hofladen ist wichtiger.
Denn mit dem verdienen wir etwas Geld.
Wichtiger? Wir sind beim Sturm fast gestorben!
Aber der Blitz wird ja wohl nicht noch mal hier einschlagen.
Das weißt du nicht! Es könnten Erdbeben kommen.
Oder Überschwemmungen, Waldbrände. Das weißt du nicht.
Wir sind in Bayern. Ich sagte ja auch "könnte".
Ich muss bald zum Trödelmarkt
und billige Matratzen und Stockbetten suchen.
Aber vor allem schaust du nach Regalen für den Hofladen.
Ja, natürlich.
Also, weißt du, manchmal tust du wirklich so,
als würde ich in einer Traumwelt leben.
Es hat funktioniert. Ja?
Ja. Um 15 Uhr ist Ihr Termin.
Frau Winter freut sich schon sehr. Und wen werde ich mimen?
Einen Selfmade-Millionär aus Texas. *Tür öffnet sich.*
Herr Treptow, habe ich denn gerade "Herein" gesagt?
Das haben Sie nicht. Es dauert nicht lange.
Ein Schreiben vom Bauamt. Was hab ich damit zu tun?
Unser Turm ist nicht einsturzgefährdet.
Das wissen Sie. Sie sind Ingenieurin?
Ich gehe wieder an die Arbeit.
Wiedersehen. Wiedersehen.
Es braucht nicht viel, um zu sehen, dass das Kloster marode ist.
Ohne verbrannte Erde sind Sie nicht glücklich.
Doch. Und warum Herrn Strobls Entlassung?
Was hat der Strobl damit zu tun? Und das nur,
weil er sich kritisch äußerte.
Wer verbal so um sich schlägt, schlägt auch mal zu.
Er verlor einmal die Nerven, weil er seine Freundin schützte.
Das spielt doch keine Rolle.
Seelenlos soll ich sein, nur auf meine Vorteile bedacht.
Das ist starker Tobak. Sie haben ihm also darum gekündigt.
Ich ertrage seit Jahren Ihre Einmischungen und Beleidigungen.
Da perlt so ein Angriff einfach an mir ab.
Dann geben Sie ihm eine Chance.
Die Frau Albrecht ist ja auch davon betroffen.
Ich stellte Strobl nur für seine Parteifreundin-Mutter ein.
Ach.
*Tür knallt.* Das hab ich gehört.
Ja? Entschuldigung?
Ich hab keine Sprechstunde. Es dauert nicht lang.
Ich bin Schwester Hanna und ich bin wegen Herrn Strobl hier.
Ich verstehe nicht ganz. Darf ich?
Danke schön.
Herr Strobl verhielt sich zu Ihnen nicht nett.
"Nicht nett" ist eine absurde Untertreibung.
Er beleidigte mich aufs Übelste. Um Gottes willen.
Was hat er denn gesagt? Das wiederhole ich lieber nicht.
Er ist normalerweise ein sehr zurückhaltender Mensch.
Er hat mich einen fleischgewordenen Amtsschimmel
mit 1-a dazu passendem A... genannt.
Ich erwäge eine Anzeige wegen Beamtenbeleidigung.
Das hätte Herr Strobl nicht sagen dürfen.
Aber wenn er sich persönlich entschuldigt...
Das würde nichts ändern.
Sicher tut es ihm herzlich leid. Hätte er früher bedenken müssen.
Wiedersehen, Schwester Hanna.
*Sie schrickt auf.*
Haben Sie sich entschieden? - Was?
Drafi Deutscher oder Abba... - Sina...
Leider können Sie nicht hierbleiben.
War er deswegen hier? - Nein.
Er bat mich, Sie außerhalb der Stadt unterzubringen.
Hauptkommissar Hommert hat recht.
Ich bringe Sie also nach Kaltenthal. - Kalt... Was? Was ist das?
Eine kleine Gemeinde außerhalb Münchens.
(stammelnd) Aber... Sie, ich... - Ich komme Sie oft besuchen.
Wissen Sie, wie gern ich jetzt so richtig losfluchen würde?
Das weiß ich.
Weil es mir genauso geht. *Sina schnieft.*
Warum wollen Sie Matthias sprechen? Ähm...
Ich hab gehört, dass er im Rathaus für Aufregung gesorgt hat.
Ehrlich gesagt mache ich mir große Sorgen. Der Job bedeutet ihm viel.
Ihr Sohn ist noch jung, und EDV-Spezialisten sind gefragt.
Mit zehn wurde bei ihm Asperger diagnostiziert. Sie kennen das?
(zögernd) Ja, eine Art Entwicklungsstörung.
Eine minderschwere Form von Autismus.
Er braucht deshalb auch diese stabilen Verhältnisse.
Unser Matthias hat bis jetzt ein beinah normales Leben gehabt.
Hätte er nicht diese Lucia Weidner getroffen, wäre das nicht passiert.
Frau Weidner kann doch nichts dafür.
Nur wegen ihr hat er sich mit Frau Albrecht und Wolfgang angelegt.
Ich meine, natürlich hat sie ihn dazu getrieben.
Frau Strobl, da irren Sie. Lucia wollte das nicht.
Sie macht sich so große Sorgen um ihn wie Sie.
Sie kennen diese Frau? Ja.
Ja, die kann Ihnen viel erzählen.
Ich glaube, ich spreche besser mit Ihrem Sohn persönlich.
Wissen Sie, wo ich ihn finden kann? Ja, in der Buchhandlung Wolf.
*Ruhige Country-Musik*
Ah, guten Tag, Mister... Waller?
Wulfgang Waller. Nice to meet you.
Nice to meet you, too.
Frau Winter empfängt Sie gleich. Etwas zu trinken?
Vielleicht ein Gläschen Champagner? Yes. Please.
Grüß Gott. - Grüß Gott.
(mit bayrischem Akzent) Kann ich helfen?
Ich möchte einen Keller so einrichten,
dass wir Schwestern notfalls ein paar Wochen dort aushalten.
Ah, verstehe. - (leise) Ja.
Der Klimawandel. - Ja.
Unberechenbare politische Entwicklungen.
Sie... Sie haben natürlich völlig recht.
Ah ja? Wirklich?
Ich glaube, ich hab da genau das Richtige für Sie.
Mr. Wulfgang Waller aus Texas.
Guten Tag. Sorry, ich hab Sie warten lassen.
Kein Problem. Nice to meet you.
Folgen Sie mir bitte. May I?
Bitte.
Wow...
What a view. Awesome.
Schicke Stiefel. Schlange?
Of course. Sie kommen also direkt aus Texas?
Frisch von "the ranch"? Yes. So to say. Also, ja.
Sie haben's durchschaut. Ich google potenzielle Klienten.
Es gibt in ganz Texas keinen Rindermillionär Ihres Namens.
Wöller. Bürgermeister vom wunderschönen Kaltenthal.
Sie geben mir eine Chance?
Die hätte ich Ihnen auch ohne Ihre schauspielerische Bemühung gegeben.
Aber jetzt sagen Sie mir doch: Wie kann ich helfen?
Ja, also, ich meine, in unsicheren Zeiten wie diesen
ist natürlich das Bedürfnis nach Sicherheit existentiell.
Da erzählen Sie mir nichts Neues.
So viele bestehen auf einen Panic Room in ihrer Immobilie!
Jetzt denken wir mal groß, richtig groß.
Was wäre denn, wenn eine komplette Luxusimmobilie
ein einziger Panik-Raum wäre?
Erstmal denke ich, das ist unbezahlbar.
Nicht für den letzten Visionär unserer Zeit.
Sie sprechen von sich. Selbstredend.
Wie sieht Ihre Vision aus? Ich baue einen Luxusbunker.
Aber was heißt einen? Also, ein riesengroßes Anwesen,
das allerhöchsten Ansprüchen gerecht wird.
Und das dementsprechende Gelände? Hab ich quasi in der Tasche.
Ich brauche jemanden, der dieses Projekt vermarktet.
Erzählen Sie mir mehr.
*Ruhige Musik*
Herr Strobl?
Ich bin Schwester Hanna. Ihre Mutter sagte, ich finde Sie hier.
Ich lese gerade.
Hm.
*Sie seufzt.*
Ich möchte über den Vorfall im Rathaus reden.
Warum?
Weil Ihre Freundin Lucia sich Sorgen um Sie macht.
Ist sie hier? Nein.
Sie mögen Lucia gern, oder?
Fühlen sich verantwortlich.
Ja.
Deshalb haben Sie Herrn Wöller und Frau Albrecht beleidigt?
Angeschrien? Ich sagte nur die Wahrheit.
Na ja, das liegt im Auge des Betrachters.
Aber es gibt auch eine gute Nachricht:
Frau Albrecht bewilligte den Sozialhilfebescheid doch.
Von wegen! Diese Verwalterin von menschlichen Schicksalen!
Ich verstehe nicht. Die Netzwerke sind nicht so sicher.
Ich bewilligte Lucia Sozialhilfe. Durch einen neuen Bescheid.
Wa... Ging nur mit vorherigem Widerspruch.
Lucia muss kriegen, was ihr zusteht. Den Computer von Frau Albrecht...
den Computer vom Sozialamt...
den haben Sie manipuliert?
Herr Strobl...
Das ist eine Straftat. Aber Lucia ist geholfen.
Aber nein, Sie müssen die Wahrheit sagen.
Unter Umständen macht sich auch Lucia strafbar. Wollen Sie das?
Wir müssen das aufklären. Sofort, auf der Stelle.
Eine Toilette?
Chemietoilette. Halten Sie mal.
Das absolute Muss für den Katastrophenfall.
Chemie? Aber...
Ich meine, eine normale Toilette tut's doch auch. Oder?
Ja, und was ist mit der... Spülung?
Bei Wasserverseuchung?
Oder eine Trockenepidemie verbraucht landesweit alle Wasserressourcen?
In so einem Fall ist so eine Chemietoilette
eine Frage des nackten Überlebens.
Ehrlich?
Ich könnte Ihnen genau so eine besorgen.
Allerdings bräuchte ich dafür eine Anzahlung.
Ich hab sogar Geld dabei.
Allerdings ist das für den Hofladen.
Nein, Sie haben recht. Eine Toilette ist wichtiger.
Würden... Würden 100 Euro als Anzahlung reichen?
Ich bräuchte schon die ganzen 300.
Dafür könnte ich aber schon morgen liefern.
Dann bekäme ich die restlichen 700.
Was? Das Klo kostet 1000 Euro?
Ja, normal kostet so was das Doppelte.
Aber für 'ne Braut Christi...
Da kann ich schon mal 'ne Ausnahme machen.
*Spannende Western-Musik*
Hallo, Fremder. Bourbon oder Kautabak?
(mit Akzent) Eine Bier tut's auch. Hello, Partner.
Ist schon Fasching? Was?
Wieso Fasching? Ich hab auch so Spaß am Leben.
Du siehst albern aus. Und du wie das Regenwetter selbst.
Darum endlich der Termin bei der Wohlschlegel.
Wozu? Damit du wieder normal wirst.
Was rauskommt, wenn man zu der geht, sieht man an dir:
Möchtegerncowboy in Plastikstiefeln. Schlangenleder.
So, bitte sehr. Danke.
Aufgemuntert hast du den Hermann nicht.
Komm, lass ihn Trübsal blasen.
Er vertreibt Gäste mit seiner Laune. - Hey, hey, hey.
Ich hab heute eine unglaublich tolle Frau kennengelernt.
Dann bist du bald so drauf wie ich.
Schön, erfolgreich, klug. Eine Göttin.
Ist sie dir im Traum erschienen? In ihrem Maklerbüro.
Für den Luxusbunker. Und das Kloster?
Das Kaltenthaler Bauamt stellte fest:
Das Kloster muss kernsaniert werden.
Das bricht dem Kloster das Genick. Die müssen nun verkaufen.
Noch eine Leiche in deinem Keller.
Jenny, ich und du,
wir sind das Trio Infernale in Sachen Luxusbunker.
Ihr duzt euch schon? Das ist alles eine Frage der Zeit.
Ganz schön alter Kasten hier. - 18. Jahrhundert.
Reparaturen kosten ein Vermögen. - Hat der Orden denn Geld?
Nein. Aber bisher haben wir es immer irgendwie geschafft.
Die Schwestern planen einen Hofladen, um Geld zu verdienen.
Vielleicht kannst du die eine oder andere Idee beisteuern.
Gern. Das würde mir Spaß machen. - Sina?
Sie denken dran... - Ich bin die Tochter von Freunden.
Eine kreuzbrave Novizin.
Und ich werde nicht mit fremden bösen Onkeln reden.
*Die Mutter Oberin räuspert sich.*
Ich möchte Ihnen ganz offiziell Sina Bergmann vorstellen.
Sie soll das Leben auf dem Land kennenlernen.
Sie hat bisher nur in der Stadt gewohnt.
Ich hoffe, ich kann mich... nützlich machen bei euch.
Zum Beispiel beim Hofladen-Projekt? Gern. Wir sind für Hilfe dankbar.
Wo sollen wir sie unterbringen?
Im Gästezimmer, Schwester Felicitas.
Wo ich letztes Jahr gewohnt habe.
Eine hervorragende Idee, Mutter Oberin.
Wir richten das Zimmer schnell her. Kommst du?
Gelobt sei Jesus Christus. - In Ewigkeit. Amen.
Ähm, Mutter Oberin?
Ich möchte Ihnen gerne etwas zeigen. Kommen Sie?
Für wen koche ich hier eigentlich? - Für mich, Agnes.
Das ist nicht gut. Die geforderte Instandsetzung verschlingt Unsummen.
Sicher steckt Herr Wöller dahinter. Wir müssen aber Folge leisten.
Mutter Oberin, Herr Wöller ersuchte Sie um einen Termin.
Schwester Hanna. Schwester Hildegard hält ihn mir gut vom Leib.
Aber vielleicht wäre es gar nicht schlecht.
Wir könnten sein Vorhaben herausfinden und reagieren.
So.
Du wolltest mir was Wichtiges sagen.
Es gibt da etwas, was du nicht weißt.
Weswegen ich mich manchmal... so sonderbar benehme.
Ja?
Jetzt sag's mir, Matthias.
Ich hab Asperger.
(stockend) Bist du deswegen immer so zurückhaltend?
Ich verstehe vieles falsch.
Ich hab eine andere Wahrnehmung als andere.
Manchmal kommt es mir so vor, als ob ihr eine Fremdsprache sprecht.
Dann versteh ich nichts von dem, was andere sagen oder tun.
Das... Das tut mir leid, Matthias.
Schon okay. Ich komme zurecht.
Normalerweise. Aber eben nicht immer.
Da verhalte ich mich dann falsch.
Unangemessen, sagt man wohl. Unhöflich. Manchmal auch grob.
Das merke ich selbst nicht. - So wie neulich im Rathaus?
Frau Albrechts Verweigerung war falsch.
Sie gab ihren Fehler nicht zu.
Also hab ich ihren Fehler korrigiert.
Du? *Sie lacht nervös.*
Was meinst du damit?
Ich kenne ihr Passwort.
Ich verfasste zum Widerspruch einen positiven Bescheid.
Deshalb hast du die Zusage bekommen. - Du machst Witze.
Nein.
Nie, also... - Du brichst in einen Computer ein?
Ich dachte nicht weiter darüber nach,
bis mich Schwester Hanna darauf hinwies.
Sie meinte, ich muss es dir sagen. - Super gemacht!
Du findest es doch gut? - Nein! Das geht gar nicht!
Das ist Betrug. Ach Gott...
Was soll ich denn jetzt machen?
Sorry, ich muss erst mal überlegen, wie ich das wieder hinbiege.
Bleib doch bitte.
*Sie stöhnt genervt.* Lucia?
Lucia?
Sina wird sich gut bei uns einleben. - Das denke ich auch.
Danke für das gute Essen, Agnes. - (leise) Oh, danke.
Gelobt sei Jesus Christus. - (alle) In Ewigkeit. Amen.
Na, dann komm. Sina.
Agnes, machst du allen einen Tee? Ja. Um Gottes willen...
*Vogelgezwitscher*
Sina.
Gelobt sei Jesus Christus. - Von mir aus.
Äh, ich meine... In Ewigkeit. Amen.
Was liest du denn da?
Pflanzenkunde? - Hab ich aus der Bibliothek.
Alt, aber Pflanzen bleiben Pflanzen. - Ja, das stimmt.
Wär nicht schlecht: Pflücksalate für den Hofladen.
Schlecht geschlafen?
Ich lag in der ersten Nacht auch lange wach.
Ganz schön still hier, oder? - Mhm, das auch.
*Motorenlärm*
(Agnes) Hanna, Felicitas!
Lela, Sina, Claudia, kommt schnell!
Grüß Gott. - Ja.
Hallo. - Hallo.
Ah... Servus, die Damen. - Da guckt ihr, was?
Damit ist unser Überlebenskeller perfekt ausgerüstet.
Ein Klo.
Deine Weltuntergangsphobie geht zu weit.
Was sollen wir mit so einem Ding?
Das ist kein Ding, das ist ein 1-a-Chemieklo.
Aus zweit... Aus dritter Hand.
Egal, abladen ist gar nicht nötig. (Agnes) Aber Hanna...
Ich zahlte Herrn Bändel 300 Euro an. - (alle) Was?
Ja. - Wir brauchen alles für den Laden.
Und du kaufst so was?
Herr Bändel, das geben Sie bitte zurück.
Nein. Geschäft ist Geschäft.
Da muss ich Ihre Anzahlung leider einbehalten.
Schon für den Anlieferungsaufwand. - Also hören Sie mal.
Es ist unnötig und für uns zu teuer.
Entweder Sie geben mir das restliche Geld,
oder ich nehme das stille Örtchen wieder mit.
Was wollen Sie... - Punkt. Aus.
Was will er im Ganzen dafür haben? - 950 Euro.
Was? - Aber normalerweise
kostet so ein Chemieklo das Doppelte, hat er gesagt.
Kommt nicht infrage.
Wie Sie wollen. Dann fahre ich eben jetzt wieder.
Moment... Im Namen des Herrn.
Das geht so nicht. Sie müssen uns unser Geld wiedergeben.
*Motor heult auf.* *Sie schreien auf.*
Halt! Stehen bleiben!
Damit kommt er nicht durch. Ich kenne einen Anwalt.
Der half schon in der Kita. Können wir uns nicht leisten.
Der ist sehr sozial, lass mich machen.
Da hast du uns ein dickes Ei gelegt.
Ein Anwalt. Womöglicherweise ein Prozess.
Von den Gerichtskosten ganz zu schweigen. Agnes...
(Felicitas) Agnes...
Ich hab das doch nur gut gemeint.
Jetzt hackt ihr wieder alle auf mir herum.
Felicitas, Felicitas.
Lass sie. Lass sie in Frieden. Frau Weidner kommt.
Noemi! (seufzend) Ja, gut.
Dann reden wir über die Sache später.
Und du nimmst schon mal Kontakt mit dem Anwalt auf.
Hallo, Frau Weidner, kommen Sie rein.
(beide) Hallo. (gequält) Ja...
Ich sprach mit Matthias.
Er erzählte mir, er hat Asperger. Wie soll ich damit umgehen?
Das gibt es in verschiedensten Ausprägungen.
Laut Matthias' Mutter kommt er gut damit zurecht. Bisher.
Er hat Frau Albrechts Computer gehackt.
Das war keine schlaue Idee.
Damit stehe ich als Sozialhilfebetrügerin da,
die ganz sicher davon wusste.
Es gab ja noch kein Geld.
Es ist noch Zeit, die Sache auszubügeln.
Ich... Ich kann das alles nicht, glaube ich. Ich muss...
Ich will ihn nicht mehr sehen.
Gustl, alter Freund und Kupferstecher, komm rein.
Freilich. Keine Störung.
Keinen Kaffee? Nein.
Bei aller Liebe, was du nach dem Sturm an Schäden aufgelistet hast,
geht entschieden zu weit.
Das war kein Sturm. Das war ein Orkan.
Bei der Entschädigungssumme
bleibt in Kaltenthal kein Stein auf dem anderen.
Und was soll das Gerede von Schäden an einer Bunkeranlage?
Ja, Geschichte.
Die Gemeinde trägt sich mit dem Gedanken,
aus dem Bunker ein Museum zu machen.
Und der Sturm, vielmehr der Orkan, richtete auch da Schäden an.
Am Bunker? Ja.
Unter der Erde? Ja. Da siehst du, was hier los war.
Wir sind in derselben Partei... Denk dran:
Wer boxte dich bei der letzten Wahl in den Vorstand?
Jaja, jaja.
Aber, nur... Unsummen auszugeben
für einen Bunker aus dem Zweiten Weltkrieg...
Eine Hand wäscht die andere:
die Tombola heute Abend.
Wer weiß, was da geschieht?
Was hat die damit zu tun? Erster Preis: Luxuskreuzfahrt.
Soweit ich mich erinnere, wollte deine Frau das schon immer mal.
Wohin? Karibik.
Alles inklusive: Essen, Getränke, Flug.
Du meinst, ich hab Chancen auf die Reise?
Ich fahre ins Kloster Kaltenthal, nichts Böses ahnend,
da zeigt mir Schwester Hanna einen Brief vom Bauamt.
Turm und Steigleitungen brauchen umfassende Sanierungen.
Mutter Oberin, Kaltenthal und seine baulichen Unzulänglichkeiten
beackern Sie doch schon seit Jahren.
Aber diesmal sitzt uns der Freistaat Bayern im Nacken, es ist amtlich.
Der Orden befindet sich also mal wieder in einer prekären Lage?
Das ist ein Euphemismus, Exzellenz.
Wir gehen bald pleite.
Bei Kloster Kaltenthal kann ich behilflich sein.
Ein Bauunternehmer fühlt sich unserer Kirche sehr verpflichtet.
Soll ich den mal für Sie kontaktieren?
Das wäre sehr nett, Exzellenz.
Aber ich denke darüber nach, das Kloster zu verkaufen,
sollten die Sanierungskosten so explodieren.
Warten Sie doch die Einschätzung ab,
bevor Sie sich entscheiden.
*Es klopft.*
Hallo, Frau Laban. Schwester.
Ist er da? Bis eben war Herbrechter bei ihm.
Herbrechter?
Einer seiner Parteifreunde. Sie mauscheln gern.
Ein hohes Tier beim Finanzministerium.
Ich verstand nicht alles, aber es ging um die Tombola.
Tombola! Und einen Bunker.
Einen Bunker? Er weiß, dass ich lausche.
Daher ist er vorsichtig bei der Stimmlage.
Kann er krumme Dinger drehen, fühlt er sich wohl. Vielleicht hilft das.
Grüß Gott, und auf Wiederehen.
Ihre Parteifreunde gedulden sich sicher etwas.
Keinesfalls. Dann wissen die alle noch nichts?
Herbrechter, die Tombola?
Hatte meine Vorzimmer-Mata-Hari wieder ihr Ohr an der Tür?
Reden wir über Herrn Strobl.
Besuchen Sie ihn gern im Gefängnis. Sie können ihn doch nicht anzeigen.
Okay, okay. Also, Sie vergessen, was die Mata-Hari gehört hat,
und ich denke drüber nach.
Der Herr Strobl, der leidet am Asperger-Syndrom.
Was ist das? (deutlich) Das Asperger-Syndrom.
Heute leidet ja jeder an irgendwas, weil es schick ist.
Die halbe Welt hat Laktose- oder Gluten-Unverträglichkeit.
Und wenn nichts mehr nützt, hat man einen Burnout.
Asperger ist keine Modeerscheinung.
Das ist eine Entwicklungsstörung. Ach so.
Herr Strobl ist unfähig, seine Gefühle zu äußern,
manchmal kann er sie nicht kontrollieren.
Tja, das hab ich bemerkt.
Ja, und jetzt begegnet so ein Mensch seiner großen Liebe.
Können Sie sich vorstellen, wie schrecklich das für ihn sein muss,
damit umzugehen, den Gefühlen, die plötzlich hereinbrechen?
Er ist eine Gefahr.
Und das manipulierte EDV-System?
Das war falsch, ist gar keine Frage.
Aber wenn wir ihm alle helfen,
bekommt er sein Problem in den Griff.
Es geht um eine ganz große, ungewöhnliche Liebe.
Dafür lohnt sich der Kampf, egal wie aussichtslos.
Wem sagen Sie das? Dann verstehen Sie mich?
Nur zu gut. Was die Liebe anbelangt.
Ah ja? Ja.
Dann helfen Sie mir?
Ich bitte zum Dank Schwester Hildegard
um einen Termin bei der Mutter Oberin.
Gut, ich sollte im Namen der Liebe dem Strobl noch eine Chance geben.
Ja. Im Grunde hab ich ein großes Herz.
Das wird nur meistens verkannt,
trotzdem ist es existent, hier drin.
Deshalb komme ich ja zu Ihnen.
Gut.
Strobl und seine Herzensdame sollen heute zur Tombola-Party kommen
und mir ihre große, unglaubliche Liebe beweisen.
Wie soll das denn gehen? Ist Strobls Liebe wirklich so groß?
Dann wird ihm was einfallen, um mich zu überzeugen.
Und wenn es ihm gelingt? Ähm...
Dann zerreiße ich die Kündigung und bitte Frau Albrecht,
von ihrer Anzeige abzusehen.
Und die Manipulation der EDV?
Die gilt ja nur, wenn die Gemeinde die Anzeige erstattet.
Und... ich bin die Gemeinde.
Und ich weiß nicht, ob ich dann für so was auch noch Zeit habe.
*Friedliche Musik*
Hallo, Herr Strobl. Sie?
Nein. (stammelnd) Herr Strobl?
Herr Strobl, bitte. Darf ich hereinkommen?
Ich befolgte Ihren Rat und sagte Lucia die Wahrheit.
Jetzt will sie nichts mehr mit mir zu tun haben.
Warum ich hier bin...
Herr Wöller gibt Ihnen eine zweite Chance.
Er stellt mich wieder ein?
Möglicherweise. Er stellt eine Bedingung.
Ich übernehme alle Überstunden. Und entschuldige mich in aller Form.
So einfach macht er es Ihnen leider nicht.
Herr Strobl?
Wie wichtig ist Ihnen Lucia?
Was hat das damit zu tun?
Ich glaube, dass Ihre Gefühle für Lucia der Grund sind,
warum Sie sich so respektlos im Rathaus verhalten haben.
Und Herr Wöller möchte einen Beweis dafür.
Verstehe ich nicht.
Er lädt Sie in den "Ochsen" ein. Sie beide.
Wozu?
Um zu sehen, ob Sie sich wirklich lieben.
Nein. Nein, das geht nicht.
Herr Strobl, Sie schaffen das. Nein...
Es ist auch eine Chance, Lucia zu überzeugen,
dass Sie zusammen glücklich werden können.
Wie soll ich das denn machen?
Wunderbar, Ihre Rede eben, Kollege Ostermayr.
Sie sollten Rhetorikkurse geben.
Ja...
Haben Sie unsere zukünftige Immobilien-Prinzessin gesehen?
(Treptow, stammelnd) Bis jetzt nicht.
Schauen Sie, der Herbrechter, der steppt schon vor Vorfreude.
(Treptow) Ja... Ja, also, ich schau mal nach dem Rechten.
So ein Almauftrieb. Muss ich hier sein?
Ja. Ist mal gut, dass du unter Leute kommst.
Die gute Frau Albrecht.
Jesus, Maria... Jetzt geh nicht nur aufs Äußere.
Sie ist eine echte Frohnatur. Dann soll sie mir fern bleiben.
Herr Wöller, danke für die Einladung.
Selbstverständlich. Seine guten Mitarbeiter muss man pflegen.
Wollen Sie irgendwo Platz nehmen? Oh...
Halt. Darf ich Sie meinem besten Freund vorstellen?
Hermann Huber, Frau Albrecht.
Der Name ist mir bekannt.
Freut mich sehr, Sie mal persönlich kennenzulernen.
Wissen Sie, ich bin nämlich sehr an Architektur interessiert.
Ich... Ich bin Bauunternehmer.
Ja, eben.
Wolfi...
Frau Winter.
Herr Wöller. Welch Glanz in dieser Hütte.
Es tut mir so leid, dass ich so spät dran bin.
Man glaubt nicht, wie sehr sich alles verändert,
kaum ist man aus München raus.
Heute ist jedes Los
ein Geschenk.
Die... 25.
Wer hat die 25? - Ich.
Ich bin 25. *Sie lacht.*
Ja... Wofür darf man Ihnen gratulieren?
Ach. Eine Flasche Riesling aus Rheinhessen.
Halbtrocken. *Applaus*
Ja. Danke schön.
Ja, dann zum Wohl.
*Lauter Trommelwirbel*
Die Kaltenthaler Getränkeauswahl...
Ja? ...überzeugt mich noch nicht.
Du, Hasl, ich muss mal kurz verschwinden.
Aber du kommst wieder? - Ich komm gleich wieder, ja.
(Treptow) Wieder wird es spannend...
Grüß Gott, Frau Herbrechter. - Frau Laban.
Wir haben uns ja ewig nicht gesehen.
Die 17.
17. Wer hat die 17? - Ich guck mal.
Ich!
Ich hab die 17.
Sie?
Sind Sie sicher? - Ganz sicher.
Na dann... *Er keucht leicht.*
Danke schön. *Rascheln*
Das glaub ich jetzt nicht.
Eine zehntägige Kreuzfahrt. *Applaus*
Was hab ich Ihnen gesagt?
Ich kann doch nicht wissen, dass Herr Herbrechter dann aufs Klo geht.
Man muss mit allem rechnen!
Ohne Plan B wäre ich auch nicht so weit gekommen.
Heißt das, die ganze Tombola war ein abgekartetes Spiel?
Und ich komme extra her, um mich zu bedanken.
Für den schönen Gewinn. - Bitte...
Falls Sie die Reise nicht antreten wollten...
...könnten wir sie neu verlosen. Massive Seekrankheit?
Sie nutzen mich für Ihre Spielchen! Die Gemeinde wird es Ihnen danken.
Ich sag Ihnen was, Herr Wöller. Ja?
Ich trete diese Kreuzfahrt an.
Weil das Schicksal es so wollte, nicht, weil Sie sich was ausdachten.
Das ist ein Ärgernis ohne Ende. Ich hab keine Lust mehr.
Gustl, warte mal. Geh mal weiter, komm.
Meine Frau ist so sauer. Wegen meiner Blase keine Kreuzfahrt.
Wir finden einen anderen Weg. Damit ihr zwei Ahoi sagen könnt.
Hör mir doch auf. Du bist eh nicht mehr lang Bürgermeister.
Ich bin der Fels in der Kaltenthaler Brandung.
Ein Fels weicht nicht. Außer, er wird gesprengt.
Auingen und Kaltenthal werden zusammengelegt.
Eins sage ich dir: Ich stimme für Auingen als Namensgeber. Ahoi.
Frau Weidner. Wie gut, dass Sie gekommen sind.
Auch wenn ich mich frage, was ich hier soll.
Geht's um Matthias? Mhm.
Ich sagte doch, ich bin damit durch. Ich weiß.
Gehen Sie doch schon mal in den Festsaal.
Ich komme gleich. Was soll ich denn da?
Amüsieren Sie sich etwas. Bis gleich.
*Er seufzt.* Herr Wöller.
Ich suche Sie überall. Jetzt nicht, Schwester Hanna.
Ist was passiert?
Warum macht er das? Wer?
Ihr Freund da oben.
Warum wirft er mir immer Knüppel in den Weg?
Ich weiß zwar nicht, was los ist, und sorge mich, Sie so zu sehen.
Aber wir beide müssen uns jetzt um Herrn Strobl da drin kümmern.
*Schlagzeug endet.*
Wunderbar. Danke.
Tja. Somit...
kommen wir zum sportlichen Teil des Festes. Es...
Entschuldigung!
*Musik spielt.* Wenn Sie sich...
*Musik endet.*
Bitte gedulden Sie sich noch.
Ich möchte etwas sagen.
Einige von Ihnen kennen mich wohl.
Ich bin Matthias Strobl.
Und meine Mutter Regina Strobl sitzt da vorne.
Liebe Anwesende. *Er schluckt schwer.*
Liebe Mama.
Ich hab mich in eine wunderbare Frau verliebt.
Aber anstatt sie für mich zu gewinnen...
Ich hab alles falsch gemacht.
Wem sagst du das?
*Er räuspert sich.* Das tut mir leid.
Dabei verletzte ich auch andere.
Und tat verbotene Dinge.
Auch das tut mir schrecklich leid.
Ich hoffe, es ist noch nicht zu spät, Lucia,
wenn ich dir jetzt sage,
vor all den Leuten hier,
dass ich dich liebe.
Es ist nicht zu spät.
Entschuldigung. *Sie kichert.*
(leise) Ich liebe dich auch.
*Applaus*
*Trommelwirbel*
(Treptow) Ja, wo die Liebe hinfällt. *Tanzmusik*
Zum Tanz.
Sind die beiden nun füreinander bestimmt?
Die beiden mögen sich wirklich. Lieben sich. Er kriegt eine Chance!
Herr Wöller. Haben Sie einen Moment? Ja.
Meinen Sie, man kann Herrn Strobls Kündigung rückgängig machen?
Herr Wöller fragte mich gerade dazu um meine Meinung.
Nicht ganz.
Also gut. Die Gemeinde nimmt die Kündigung zurück, Herr Strobl.
Danke. Danke Ihnen allen sehr. Dann viel Glück Ihnen beiden.
Äh, wäre nur noch das Schreiben vom Bauamt.
Verzeihung, ich werde gewünscht. Gehen Sie nur tanzen. Aber...
Ich höre? Ab morgen trete ich Ihnen wieder auf die Füße.
Gott sei Dank nicht heute.
In Sachen Bauamt und Kloster.
Sind Sie eigentlich nie zufrieden mit dem, was Sie haben?
Nein. Nicht, solange Sie den Takt angeben.
Takt. Mhm.
Untertitel im Auftrag der ARD, 2019
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