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*
*
Katrin Wiedemann Frank Wiedemann
Saskia Wiedemann Philipp Esch
* Ein Schwein grunzt. *
Perlmuster?
Doppeltes. - H�bsch.
Danke.
* Der Mann schnarcht. *
Endlich frei.
Katrin Wiedemann?
Sie k�nnen gehen. - Ach. Ich hab's gar nicht eilig.
Nehmen Sie ruhig jemand anders dran.
Ihr Vernehmungsprotokoll ist fertig!
Das braucht au�er uns doch niemand zu wissen.
Drau�en wartet meine Patchwork-Familie.
Wussten Sie, dass der Begriff im Englischen gar nicht existiert?
In Amerika ist Patchwork nur eine Bettdecke.
Wahrscheinlich die,
unter der man nicht mehr miteinander stecken m�chte.
Wenn es bei deinem Vater so toll ist,
dann zieh doch zu ihm!
Hat sie's gemacht?
Ja!
Ich sag dir ...
Fr�her waren meine Tochter und ich so ...
Sch�ne Schei�e.
Wie hei�t du noch mal?
Sabine. - Wei�t du, Sabine, ...
.. jetzt w�nscht sie sich so ein richtiges Familienfest.
Mein Eltern kommen,
die Schwiegermutter von meinem Ex, mein Ex, seine neue Frau,
die Kinder, mein neuer Freund,
und jetzt wohnt ja auch noch dieser Sohn von ihm bei uns.
Ich sag dir,
das ist ein verzogenes Monster. Seine Mutter ...
.. die muss ein richtiges Psychoproblem haben.
Du bist eine echte Heldin, dass du das auf dich nimmst.
Auf dich.
Ich habe vergessen, wie du hei�t ...
Katrin. - Katrin!
Auf dich, Katrin.
So hei�t die neue Schnalle von meinem Ex.
Das kannst du mir nicht vorwerfen.
Du hei�t auch wie die Ex von meinem neuen Freund.
Philipp?
Woher wei�t du das?
Ich weigerte mich immer, Philipps Fotoalben anzuschauen.
Ich wollte nicht wissen, wie seine Ex-Frau aussieht.
Die ganzen Krisen, Dramen und schweren Kr�nkungen.
Bitte nicht.
Wie man's macht, macht man's verkehrt.
Sabine, komm doch auch zur Konfirmation.
Das wird sicher lustig.
* Katrin st�hnt. *
Philipp? - Habe ich dich geweckt?
Auf wann ist der gestellt?
Auf neun.
Dann um neun.
Verr�ckt, dass du f�nf Jahre keinen Sex mit Sabine hattest.
Das habe ich nie gesagt.
Das warst du gar nicht ...
Ich hatte viel zu lange keinen Sex mehr mit dir.
Um neun und keine Sekunde fr�her, bitte.
Und sag deinem Sohn,
er soll das Chaos in Saskias Zimmer aufr�umen.
Mache ich.
Sag es ihm so, dass er's auch macht.
Das Chaos ist ein Zeichen, dass er sich hier zu Hause f�hlt.
Ach ... ich schlafe.
Finn ...
Ist das dein Freund?
Nein! - (Julia:) Saskia?
Dein Vater und ich fahren jetzt in die Klinik, ja?
Ella, mein Spatz. Das ist zur Kontrolle,
ob es dem Baby im Bauch auch gut geht.
Saskia, ich habe Vorwehen.
Sechs Wochen zu fr�h. Ich bin seit vier Uhr wach.
Braxton-Hicks-Kontraktion.
Wie bitte? - �bungen f�r die Geburt. Harmlos.
Ich passte schon gestern auf Ella auf, w�hrend du shoppen warst.
Sie ist deine Schwester. - Wohnt Finn in Finnland?
Halbschwester!
Saskia, ich freue mich, dass du hier bist, aber ...
Wir funktionieren als Team ...
Immer muss ich den Babysitter spielen.
Wenn es hier so schrecklich ist, zieh' doch zur�ck zu deiner Mutter.
H�ttest du wohl gerne. - Bist du fertig?
Ich rufe an, wenn's l�nger dauert, ja?
Mama kommt dann wegen meinem Kleid.
Ich sage doch, ich rufe dich an. Saskia!
Ella, Bella, Kinderteller.
Ich verlasse mich auf dich, ja?
(Julia:) Danke, Saskia! Bis sp�ter!
(Ella:) Finn? Ist das dein Freund?
Schau einen Film.
Wie geht die Schrift weg? Und die Herzchen?
* Sendeton erklingt. *
Nein!
* Ein lauter Schrei ert�nt. *
Mama!
Yannik liegt bekifft in der Badewanne.
Und nach dem Kacken hat er nicht gesp�lt.
Wo ist denn Philipp? - Wei� nicht. Weg.
Wie weg? - Wann kommt Papa?
Keine Ahnung. Heute Nachmittag. Ich wei� es nicht, mein Schatz.
Meine Tochter ist schon zu ihrem Vater gezogen.
Sie hielt es nicht aus,
dass Philipp hier mit seinem Sohn einzog.
Leo? F�r deine Lieblingssemmeln
bin ich bis in die S�dvorstadt geradelt.
Hab schon gefr�hst�ckt!
Philipp w�re gern ein erstklassiger Ersatzvater,
so dass Leo zu seinem eigenen noch einen zweiten hat.
Umso mehr desto besser. Kinder sehen das andersrum.
Ich sagte doch, ich hole Br�tchen.
Warum bist du nicht im Bett?
Was riecht hier so komisch?
Meinst du, er ist bis heute Nachmittag pr�sentabel?
Katrin, es ist Wochenende.
Was haben wir denn in dem Alter gemacht?
Wir ...?
* Yannik g�hnt. * Sind das Schokocroissants?
Ja, freilich.
Ich fragte Saskia nicht, ob es okay ist,
dass Yannik eine Weile bei ihr wohnt.
Ich hoffte, sie bekommt das gar nicht mit.
Philipp?
Guck mal!
Ups.
Ups?
Mit den Pl�schtieren spielt sie nicht mehr, oder?
Das ist doch gar nicht der Punkt!
Okay. Ich wei�, das ist superschei�e.
Trotzdem ... Bei seiner Mutter sa� er immer nur vorm Computer.
In gewisse Weise sehe ich es als Fortschritt,
dass er mal was Handwerkliches macht. Etwas Kreatives.
Was Kreatives.
Und die Wand?
Hallo? Ein grammatikalisch und orthographisch korrekter Satz.
Sogar auf Englisch.
Kinder brauchen unsere Liebe am meisten,
wenn sie sie am wenigsten verdienen. Deine Worte.
Ich meinte meine Kinder. Nicht seine.
Saskia bringt mich um, wenn sie das sieht.
Bis nachmittags haben wir noch ewig Zeit.
Nur die Ruhe putzt die Schuhe.
Und wer putzt Saskias Zimmer?
* Das Telefon klingelt. *
Wiedemann.
Katrin? Wir nahmen den fr�hen Bus.
Was? - Wir sind ... 12:15 Uhr da.
Papa, das passt mir gar nicht.
K�nnt ihr nicht noch ... Shoppen gehen oder so?
Papa? Hallo? - Hallo ...?
Funkloch.
Papa? Hallo?
* Das Besetztzeichen ert�nt. *
* Das Telefon klingelt. *
Ich sagte euch Tausend Mal, es reicht v�llig,
wenn ihr nachmittags hier seid.
Saskia wollte ausdr�cklich kein gro�es Brimborium.
Au�erdem ist das Fest doch erst morgen.
Ich bin auch stolz,
dass sie sich von dem Konsumrausch nicht anstecken l�sst.
Frank?
Wei�t du noch, sie w�nschte vom Christkind,
dass es das Ozonloch wieder heile macht.
Was redest du da?
Ich musste mit Julia in die Klinik.
Kannst du meine Mutter abholen?
N�.
Katrin, bitte.
Nein. Deine Mutter ist nicht mehr mein Problem.
Oh doch. Dieses Wochenende schon.
Hast du Lust auf ihre Laune bei Saskias Konfirmation?
Sie soll sich ein Taxi nehmen.
Du kennst sie doch. Rausgeschmissenes Geld.
Sie nimmt den Bus und l�sst uns drei Tage daf�r b��en.
Uns?
Der Oberarzt kommt, ich muss aufh�ren.
Holst du daf�r Saskias Geschenk ab?
Das habe ich versprochen.
Kann ich mich darauf verlassen?
H�r auf mit deinem Misstrauen, ja?
Moment! Wann kommt deine Mutter an?
Frank?
Arschloch.
Oh, shit!
Kati wird sich freuen, wenn wir mit anpacken.
Sie ist ja so ... unpraktisch.
Die Neue von Frank r�hrt wieder keinen Finger.
St�ndig schwanger. Wie die Karnickel.
Hallo, Diana!
Gut angekommen? - Ja.
Hast du letzte Nacht gesoffen? - Wie kommst du darauf?
Viele Geschiedene fangen an zu trinken.
Jetzt ist klar, warum Saskia nicht bei dir bleiben wollte.
Das war eine Entscheidung von Saskia und mir ...
Frank sagt aber was anderes. - .. und soll nicht von Dauer sein.
Die kommt nicht wieder. Mach dir keine Hoffnung.
Ich mach mir auch keine Hoffnungen, dass sie tot umf�llt,
aber man wird es sich ja wohl w�nschen d�rfen.
Sie musste zu fr�h erwachsen werden.
Sie ist die einzige in ihrer Klasse,
die noch keinen BH braucht.
Sie hat auch noch all ihre Kuscheltiere.
Wie sie wohl reagiert, wenn sie erf�hrt,
dass sie einem durchgeknallten Psychopathen zum Opfer fielen.
Verdammt! Herr Wachtmeister, gibt es ein Problem?
Hab ich gar nicht gesehen. - Wie, nicht gesehen?
Bist du noch betrunken? - Sei jetzt still!
Haben Sie Alkohol getrunken?
Darf ich Ihren F�hrerschein sehen?
Ihr jungen Frauen rennt alle
einem falschen Beziehungsideal hinterher.
Wir sind nicht in jeder Hinsicht f�reinander geschaffen.
Akzeptiert man das, ist die Ehe gl�cklich.
Interessanter Gedanke.
Weil deine Ehe so gl�cklich war? Offene Ehe.
Offen auf einer Seite.
Meine Ehe war stabil und keines meiner Kinder zog mit 14 aus.
F�hrte dein Sohn deswegen eine 2-j�hrige Parallelbeziehung?
Mit einer J�ngeren? - Sie schlauer Fuchs.
15 Jahre j�nger als ich. Aber das Alter spielt keine Rolle.
Es war Seelenverwandtschaft.
Frank fiel die Entscheidung nicht leicht.
Das kann man sagen. - Dazu geh�ren immer zwei.
Drei, in dem Fall.
Also ...
Wollen wir nicht p�pstlicher sein als der Papst.
Ich habe auch so eine Schwiegermutter.
Ex-Schwiegermutter. - Gl�ck gehabt, Frau Wiedemann.
Sch�nes Wochenende. - Danke.
Was f�r ein Arschloch!
Ganz wichtig in einer Patchwork-Familie:
Konflikt-Priorit�ten setzen. Nur um die Probleme k�mmern,
die einem zuerst um die Ohren fliegen.
Tut mir leid, dass ich zu sp�t bin.
Die �nderungsschneiderei hat jetzt zu!
Ich probierte x-mal dich anzurufen.
Aber dein Schei�handy war aus. Da brauche ich dich einmal ...
Wieso schlie�en die so fr�h? - Jugendweihe.
Jugendweihe? - Das nicht religi�se Fest,
bei dem man den �bergang ins Erwachsenenleben feiert.
Bekannt aus DDR-Zeiten, immer noch hei� geliebt,
wegen des system-immanenten Geldregens.
Kommts langsam wieder? - Haha.
Sicher, dass das auch dieses Wochenende ist?
Die Tussi ist in meiner Klasse. Nur ich wurde nicht eingeladen.
Sie wei�, dass du nicht kannst. - Das glaubst auch nur du.
Saskia! Mein Liebling!
Sch�n, dass du da bist, Omi.
Nicht weinen.
Wo ist der Restalkohol, wenn man ihn braucht?
Wenn wir uns beeilen, ist vielleicht noch jemand da.
Ella, Schichtwechsel. Omi ist hier.
Guten Tag, liebe Omi! Wie geht es dir?
Hallo?
Das gibt's doch nicht. Hallo? Ist da jemand?
Dann ziehe ich noch mal das an, was ich zu Ellas Taufe trug.
Nee, das kommt nicht infrage.
So was?
Und das?
Ist ein Rock.
Dazu kann man doch ein Oberteil tragen.
Du k�nntest auch einen Trenchcoat dr�ber ziehen.
Die meisten haben ihre Jugendweihekleider l�ngst gekauft.
So viel habe ich nicht mehr da. - Keine Jugendweihe!
Sie wird konfirmiert.
Geht das irgendwen was an? - Vom Kleid her ist es egal.
Sie ist ja recht schmal.
Ich guck mal in der Kinderabteilung.
Zeig mal. Ist doch gar nicht so schlecht?
Spinnst du?
Also diese Farbe ...
Kotz-Beige? Oder eher D�nnschiss-Ocker?
D�nnschiss-Ocker ...
Tut mir leid, ich bin neben der Spur wegen deiner lieben Omi.
Das hat sie echt drauf.
Hilfst du mir mit dem Rei�verschluss?
Klar!
Komm mal raus.
Soll das hier so?
* Das Handy klingelt. *
Mach dir keine Sorgen.
In deinem Alter war ich auch flach wie ein Brett.
Papa? - Der Bus kam super durch.
Wir sind in einer Viertelstunde da. Holst du uns ab?
Saskia ... - Saskia?
Wieso nicht du mit dem Auto? - Papa ...
Das sind Kinderkleider, die etwas gr��er ausfallen.
Da ist bestimmt was dabei!
Ich h�re nur irgendwelche Stimmen.
Nehmt euch doch einfach ein Taxi.
Kann ich helfen? - Mich interessiert,
wurden Sie wegen sadistischen
oder voyeuristischen Neigungen Verk�uferin?
Das war aber frech! - Tsch�ss, Papa, ja?
Wir sollen ein Taxi nehmen! Das sind ja ganz neue T�ne.
Wir kommen alleine klar, danke. - Also ...
Saski?
"Philipp, hallo. Nachricht hinterlassen."
Warum gehst du nicht ran? Ich bin's.
Meine Eltern stehen gleich bei uns vor der T�r.
Bl�d, wenn einer sein Handy nicht h�rt.
Ich sagte doch, es tut mir leid.
Ich finde das neue Kleid sogar besser.
Warum sagst du nicht, dass das alte schei�e war?
Ich fand es auch gut! Hier, mach mal.
Mama, das ist verboten. - Das ist ein Notfall.
"Philipp, hallo. Nachricht hinterlassen."
Philipp?
Ich bin's noch mal. Geh ran. Ich drehe noch durch!
* Laute Rapmusik l�uft. *
Gibst du mir bitte mal ein paar N�gel?
Danke. - Sollten wir nicht aufr�umen?
Yannik hat versprochen, dass er's allein hinkriegt.
Willst du nicht fertig werden?
Hey ...
Wir sind doch ein Super-Team!
Philipp, geh bitte ans Telefon. Ruf mich an. Mach irgendwas!
Erz�hl ihnen irgendwas �ber Wien. Sie lieben Wien. Oder Mozart!
Wor�ber soll der �si sonst reden?
Kerker im Keller f�r unartige Kinder?
Superidee. - Bis sp�ter.
Positive Erlebnisse st�rken die Eltern-Kind-Beziehung.
Na, wieder falscher Alarm, oder?
Ist ja erst das vierte Mal. Man kann sich ja noch steigern.
Nicht so unversch�mt!
Saskia! Dein Kleid!
Ich bin ja so froh, dass es dir und dem Baby gut geht.
Du bist ja s��!
Hi! Wie geht's? - Gott sei Dank alles in Ordnung.
Ich soll Wehenhemmer nehmen und mich schonen.
Dann bleiben wir auch noch ein wenig verschont.
In dieser Phase macht einen jedes Ziepen nerv�s.
Magst du noch mit reinkommen?
Julias gef�hrlichste Waffe: schamlose Herzlichkeit.
Niemandes Schuld, dass wir Familie auf Ruinen spielen.
Danke. Ich kann nicht in Ruhe Kaffeetrinken,
solange f�r Saskias gro�en Tag nicht alles perfekt ist.
Wie soll das gehen mit dieser Notl�sung?
Vielleicht gef�llt dir eins von meinen Kleidern?
Ich muss jetzt los.
Meine Tasche, Frank.
Au!
Hallo?
Toll.
Shit!
Au!
* Katrin schreit auf. *
Gott sei Dank! Ich dachte, ich komm nicht mehr raus.
Was machen Sie hier?
Ich hole das Konfirmationskleid meiner Tochter ab.
Es war oben zu weit und der Saum wurde gek�rzt.
Es war zu, aber zum Gl�ck war das Fenster offen.
Das nennt man Diebstahl, Frau Wiedemann.
Sie �bertreiben.
Ich h�tte Sie nie weiterfahren lassen sollen.
Haben Sie eine Tochter?
Vier.
Vier?
Wollen Sie Anzeige erstatten?
Danke! Und stimmt so, ja?
Sie sagten drei�ig. Das hier sind vierzig.
Ihre Autoschl�ssel, bitte. - Was? Wieso?
Ich fahre Sie nach Hause. Versprechen Sie mir,
dass wir uns nicht so bald wiederbegegnen.
Sind das die Letzten? - Ja.
Wobei ... H�lt auch so.
Hoffe ich wenigstens.
Ich bin so gespannt auf ihren Philipp.
Ja. - Hoffentlich meint er's ernst.
Aber gutes Zeichen, dass er bei ihr eingezogen ist.
Ja ... Er hat Saskia vergrault. Am Ende ist er p�dophil.
Horst! Es ist ihr Lieblingskollege. Das hat sie immer gesagt.
Berufsschullehrer. H�tte sie mal Medizin studiert.
Dann h�tte sie ganz andere Kaliber zur Auswahl gehabt.
Wenn sie nun mal kein Blut sehen kann.
Wart's ab. Schlie�lich ist er �sterreicher.
Wie der Niki Lauda.
Was hat der jetzt damit zu tun?
Gie�t die denn keiner? - Offensichtlich nicht.
* Aus dem Haus dr�hnt laute Rapmusik. *
Ist doch jemand da. Ich h�r doch Musik!
* Es klingelt an der T�r. *
Hat's gerade geklingelt?
Ich habe nichts geh�rt.
Katrin hat ja einen Schl�ssel.
Blindenhilfe? Rotes Kreuz?
Nee, ich hab's. Zeugen Jehovas!
Wir wollen zu Katrin Wiedemann.
Wir sind die Eltern.
Oma und Opa! - Ja.
Ja, ich bin ein bisschen ...
Frau Wiedemann.
Sie haben da was verloren.
Wenn die Bullen kommen, wir die Party richtig gut!
Ist das dein neuer Lebensgef�hrte?
Der?
Das ist Yannik ...
Hallo. - Sch�n dich zu sehen.
Der wohnt vor�bergehend bei uns.
Ist gerade in einer schwierigen ... In der Pubert�t. Ihr kennt das ja.
Zum Gl�ck nicht.
Ach, Horst.
Nimmst du jetzt auch noch deine Problemsch�ler bei dir auf?
Das ist ... Philipps ... Sohn.
Hallo. Freut mich.
Gut. Reicht jetzt.
Leo?
Der ist f�r dich.
Wenn du sofort verschwindest und erst wiederkommst,
wenn alles vorbei ist.
Danke, du bist echt super.
Yannik!
Er wohnt eigentlich bei seiner Mutter.
Kein guter Umgang f�r Leo. Wo steckt der �berhaupt?
Und dein neuer Freund?
Keine Ahnung.
Du hast den Laden ja voll im Griff.
Was hast du mit der Polizei zu tun?
Nichts! Ich mach uns erst mal einen Kaffee.
Oh ... Das haben wir gleich.
Wei�t du ...
* Philipp schreit laut auf. *
Steht der auch unter Drogen?
Bist du blind?
Ich dachte, da ist ein Nagel.
War das Absicht?
Ich dachte, da ist ein Nagel!
Leo sagte, sein Vater hat das Baumhaus nie fertig gebaut.
So ist das heutzutage.
Man f�ngt irgendwo an und macht dann woanders weiter.
Tut er sicher noch.
Wir haben's ja fast geschafft.
Papa ist Tischlermeister. Der kann das viel besser.
Ja? Und warum hat er es dann nicht l�ngst gemacht?
Sie sind also P�dagoge.
Genau.
Und Sie haben Ihren Sohn
hier unbeaufsichtigt schalten und walten lassen?
Er hat mir versichert, er schafft das alleine.
Ich finde es wichtig, solchen Aussagen zu vertrauen.
Ein sehr interessanter Junge.
So ganz ohne Hemmungen ...
Also ...
Wo ist er eigentlich? - Keine Ahnung.
Musste pl�tzlich weg. Kann wohl sp�t werden.
Ich sagte ihm extra, dass wir heute alle zusammen essen.
Er geh�rt doch zur Familie.
Er f�hlt sich so schnell ausgeschlossen.
* Katrin prustet. * Tja. Was soll man tun?
Seine Entscheidung. Schade.
Treffer, versenkt.
Oh, sorry. - Na ja.
Kleine St�cke habe ich gesagt, Kati.
Nicht so eine Schlamperei!
Soll ich dir mal unser Geschenk f�r Saskia zeigen?
Geschenk? Wir waren uns doch einig,
ihr gebt was zur Amerikareise dazu?
Ja, ich wei�. Damit konnten wir uns nicht so anfreunden.
Wir fanden das viel zu unpers�nlich.
Guck.
Das glaub ich jetzt nicht. - Oma Ilses Uhr.
Du wolltest die ja damals nicht haben.
300 Euro. Jetzt l�uft sie wieder. - 300 Euro?
Frank und ich schenken ihr doch eine Uhr.
Von der Schmuckdesignerin, die sie so toll findet.
Das erz�hlte ich dir doch? - Das ist doch kein Vergleich.
Kein Vergleich?
Oma Ilses Uhr ist ein Familienerbst�ck.
Aber so was bedeutet dir ja nichts.
Gut genug f�r Saskia?
Wir k�nnen ihr doch sowieso nichts recht machen.
Du Mutter. Sie pubert�r. Was erwartest du?
Das wird schon. Der Abstand tut euch gut.
Wieso?
Ihr streitet weniger. - Weil wir uns kaum noch sehen.
Kannst du noch lesen, was da steht?
Profi-Job. - Danke sch�n.
* Es klingelt an der T�r. *
Kindermund tut Wahrheit kund. Hallo, ihr Lieben!
Und jetzt: losheucheln. Eins, zwei ...
Hallo! - Hattet ihr eine sch�ne Reise?
Na, Philipp?
Kommt rein!
Komm mal kurz mit!
Hey, na mein Gro�er? Alles klar?
Ja, und bei euch?
Es strampelt schon ganz doll. Willst du mal f�hlen?
Gro�er Bruder! Ja.
Es strampelt.
Augen zu!
Tada!
Wie hast du das denn angestellt?
Freust du dich gar nicht?
Ich h�tte dir nie verziehen,
wenn ich das nicht h�tte tragen k�nnen.
Lena, er hat sich nicht gemeldet. Er muss die Message gesehen haben.
Was mache ich jetzt?
Das ist der schlimmste Tag meines Lebens.
Bitte hilf mir!
H�tte ich diese Nachricht nur nicht geschrieben.
* Saskia st��t einen Schrei aus. *
Ich f�hle mich vergewaltigt. - Das w�r schon etwas anderes ...
Wenn du dich so f�hlst, ist das doch v�llig okay, Saskia.
Was du immer f�r einen Bl�dsinn redest, Julia.
Katrin hat v�llig recht. - Sieh an!
Ich war nur die Aufw�rm�bung f�r die liebe Omama.
Saskia, so leid es mir tut, was passiert ist.
Es ist ein Zeichen, dass wir klare Verh�ltnisse schaffen m�ssen.
Was f�r klare Verh�ltnisse?
Wer wohnt in dem Zimmer? Saskia oder Yannik?
H�tte sie ihre Sachen rausger�umt, w�re das nicht passiert.
Yannik braucht seinen eigenen Platz.
Ja, und der ist bei seiner Mutter.
Deswegen konnte ich nicht hierbleiben.
Hilfst du mir mal kurz in der K�che?
Ist alles fertig, Kati. - Hilfst du mir bitte trotzdem?
Und meine Kl��e sollen kalt werden?
So was musst du bitte mit mir absprechen.
Entschuldige, aber sonst kann ich nie mit Saskia reden.
Yannik ist abgehauen, weil er denkt, er geh�rt nicht dazu.
Quatsch, der hatte keinen Bock auf Familienfest.
Hallo? Du Vater, er Pubert�t? - Er ist nicht so cool, wie er tut.
Wir haben echt viel nachzuholen.
Und Saskia und ich?
Es tut mir leid. Hey!
Leo!
Du bist in meinem Team.
Katrin? - Nein, die brauche ich.
Wer noch? Der Opa?
Sie sind bei uns.
Renate, du bist bei uns. Na komm.
Geh nach vorne, Mama.
Ach komm ...
Hey! - Hier, ich bin frei!
(Renate:) Kati!
Pass besser auf! - Ich?
Papa, nicht mit den F��en!
Richtig freispielen, und dann rein!
Ich bin der Ballr�uber!
Gib sofort den Ball zur�ck, verdammte Schei�e!
Moment mal!
H�rt nicht und h�lt sich an keine Regeln.
Jetzt reicht's, fahr uns sofort nach Hause, Frank.
Klar, wenn man sagt, wie es ist, gibt es Theater.
Sofort, Frank.
Musste das sein? - Ja.
Vor allen anderen. Eine einzigartige Gelegenheit.
Wie du nach ihrer Pfeife tanzt! Das ist nicht auszuhalten!
H�, hott, Pferdchen, spring!
Frank!
Du bleibst aber noch, oder?
Es reicht, wir fahren. Alle. Du auch, Mutter.
Ich? Wieso?
Weil du f�hrst, ich habe zu viel getrunken.
Ich auch.
Eine einzige Pleite! - Nicht so laut, Horst!
Hallo, sch�ne Frau.
Auch zum ersten Mal hier?
Kennen wir uns?
So! Jetzt trink' ich noch einen mit euch!
Ganz ohne Zickentheater im Hintergrund.
Patchwork f�r Unverfrorene:
Nervt dich die neue Familie, niste dich einfach bei der alten ein.
Du st�rst.
* Franks Handy piepst. *
Jetzt sei doch nicht so.
Habt ihr noch was von dem leckeren Blauburgunder? Ich darf doch?
Bla bla Burgunder.
Wir werden weiterziehen, in die Smaragdstadt, erwiderte Elli,
drei sehnliche W�nsche m�ssen erf�llt werden,
damit ich in die Heimat zur�ckkehre.
Weiter!
Mein Mund ist schon ganz trocken.
Hey!
Papa?
Was ist los?
Wird es ein Junge oder ein M�dchen?
Du wei�t doch, wir sagen es erst, wenn's da ist.
Aber nur, wenn du's keinem weitersagst. Nicht mal Mama.
Ein Junge.
Aha.
Darf ich jetzt?
Meinetwegen.
Ist doch super. Endlich ein Bruder nach den ganzen M�dels, was?
Ja ... Voll super.
Was denn? F�r ihn wirst du immer der Obercoolste sein.
Der wird denken, ich bin sein Onkel bei dem Altersabstand.
Das ist doch Quatsch! - Oh Mann, mein Buch!
Entschuldigung, das war keine Absicht!
Absicht ist es bei dir ja nie!
Er freut sich auf das Baby. Das merke ich doch.
Er zieht sich gerade total in sich selbst zur�ck.
Sagt seine Klassenlehrerin auch. - Das ist das Alter.
Da darf man nicht zu viel hineininterpretieren.
Ist der �fter so lange hier und s�uft hier?
Weil seine Mutter zu Besuch ist.
Ich glaube, das hat mit Katrin zu tun.
Warum schmei�t sie ihn nicht raus?
Kleine Bes�ufnisse erhalten die Freundschaft.
Die Freundschaft?
Finden Sie das gut? - Nat�rlich finde ich das gut.
Wir sind doch alle erwachsen.
Du bist ja gut dabei.
Setz dich doch mal. Na komm.
Gut. - Du ...
Ich wei�, ich m�sste dich mit Leo mehr unterst�tzen.
Ich habe zu viele Auftr�ge angenommen,
muss st�ndig Liefertermine verschieben.
Und Julia will, dass wir beide Elternzeit nehmen.
Wie bl�d. Kannst du das nicht irgendwie abbiegen?
Wei�t du, wie schnell man als Unternehmer weg vom Fenster ist?
Was sagt ihr wohl, wenn ich pl�tzlich pleite gehe?
Aber ich wei� ja, dass du sehr viel auff�ngst. Gerade mit Leo.
Echt super, wie du das alles hinkriegst.
Du hast das immer super hingekriegt! Von Anfang an.
Du sagtest immer, ich bin eine klammernde Superglucke.
Nur weil ich eifers�chtig war.
Weil du den Draht zu den Kindern hattest.
Deswegen wohnt Saskia jetzt auch bei dir.
Ich konnte dir nie das Wasser reichen. Entschuldige.
Gekonnt h�ttest du schon ...
Heute w�rde ich alles ganz anders machen, wei�t du?
Jetzt bekommt er wieder seine pr�natale Depression.
Wird anscheinend bei jedem Kind schlimmer.
Manchmal denke ich,
du bist der einzige Mensch, der mich wirklich kennt.
Deswegen habe ich mich auch von dir scheiden lassen.
Biest ... - Hoppla. Schon so sp�t?
Soll ich dir ein Taxi rufen?
Kannst du nicht schlafen?
Und selber?
Sein Handy ist immer noch aus.
Ich habe ihm die ganze Mailbox vollgesprochen.
Ob ihm was passiert ist?
Du machst dir zu viele Sorgen.
Wenn man nichts h�rt, ist doch meistens alles in Ordnung.
Der haut einfach ab, verpasst das Essen, ist nicht zu erreichen ...
Habe ich ihm irgendwas getan?
Ich werde einfach nicht schlau aus ihm.
Was mache ich falsch?
Du denkst nat�rlich, ich setze ihm zu wenige Grenzen.
Aber ich bin sicher, dass wir erstmals Vertrauen aufbauen m�ssen.
Ich kann nicht st�ndig autorit�r sein.
Ich lie� ihn zu oft h�ngen,
weil ich keinen Bock auf Stress mit Sabine hatte.
Das wei� er genau.
Muss ich mich deswegen st�ndig vor dir verteidigen?
Ich habe keine Lust, mich um diese Zeit mit dir zu streiten.
Diese Vorw�rfe! Ich kann es nicht mehr h�ren!
* Katrin schnarcht. *
Katrin?
Du wei�t doch, wie sehr mich das stresst mit deiner Mutter.
F�r das Baby ist das auch nicht gut.
Ich brauchte einfach eine Pause.
Wovon brauchst du eine Pause?
Du h�ltst dich doch aus allem raus?
Du h�rst dich schon an wie Katrin.
Wie bitte?
Vier Frauen, zwei Kinder. Quatsch ... umgekehrt.
Das ist Stress.
Und was das alles kostet ...
Toll! Klingt, als h�ttest du das Baby gar nicht gewollt?
Ich wollt schon das erste nicht.
Na und?
Wenn sie erstmals da sind, dann kriegen sie einen.
Manchmal denke ich, du bereust es, Katrin verlassen zu haben.
Es ist jetzt, wie es ist.
Komm endlich ins Bett.
Kann nicht schlafen.
Sag ich doch. Die kriegen einen.
Was ist mit ihr los? - Gar nichts, Schatz.
Papa, du stinkst!
Tschuldigung.
* Julia schluchzt. *
Man soll Kinder ja nicht vergleichen.
Aber mal ganz objektiv betrachtet,
spielt meine Tochter doch in einer ganz anderen Liga.
Saskia!
L�chele mal!
Saskia!
Was machst du denn hier? - Wo warst du?
Ich habe kein Auge zugetan! - Bei Mama.
Hey Saskia! Ich h�tte dich fast nicht wiedererkannt.
Ich dich daf�r sofort, Arschloch!
Yo, bitch.
Alles okay? - Ja, ich habe den besten Blick.
Geiles Kleid!
Yannik, wir sind hier in einer Kirche!
* Feierliche Orgelmusik erklingt. *
Saskia Wiedemann.
Ihr Konfirmationsspruch lautet:
Lasst uns nicht lieben mit Worten, sondern mit Tat und Wahrheit.
Gott Vater, Sohn und heiliger Geist, schenke dir seine Gnade ...
* Yannik rappt laut. * Swing low, sweet chariot ...
Swing low sweet chariot. Come on, pick me up.
Let's get the motherfuckers. Blow them up ...
Schutz und Schirm vor allem B�sen,
St�rke und Hilfe zu allem Guten, dass du bewahrt wirst im Glauben.
Friede sei mit dir. - Friede sei mit dir.
Und mit dem Sohn deines Lebensgef�hrten. Amen.
Saskia!
Und, hast du mein Geschenk bekommen?
Welches Geschenk?
Hast du's nicht gesehen? Friedhof der Kuscheltiere.
Das sollte ein Geschenk sein?
Ich dachte, du stehst auf moderne Kunst?
Du hast sie doch nicht mehr alle.
Wenn du's nicht willst, ich hab ein Bild davon im Webshop.
Du hast einen Webshop? - Ja, ich mache so was �fter.
Junk Modellations, Installations und so.
Hab aber noch nichts verkauft. - Echt nicht?
Komisch.
Heute Fr�h bot mir einer 500 Tacken f�r den Friedhof der Kuscheltiere.
Such's dir aus. Kunst oder Kohle.
Schon okay Schlie�lich schlafe ich seit Wochen in deinem Bett.
Ich konnte mir das nicht angucken. Hab alles weggeschmissen.
Okay. Krass.
Meine Frau und ich waren uns mit der Erziehung nie einig.
Das war schwierig f�r Yannik. Ich bin eher Laissez-faire.
Verstehen Sie? - Darauf w�re ich nie gekommen.
Meine Ex-Frau glaubt, er landet auf der Stra�e,
wenn sie nicht bei allem den Daumen drauf hat.
Er muss erst lernen, ohne Fu�fessel zu laufen.
Er muss �berhaupt erst mal laufen lernen.
Horst, bitte! - Findest du so was akzeptabel?
Wie hat euch allen denn die Predigt gefallen?
Ich fand die Rede des Pfarrers richtig sch�n.
* Horst lacht laut. *
Kann ich dir was helfen, Renate?
Nein, danke.
Was hat sie denn?
Ach, einfach ignorieren.
Ihr Lieben. Vor allem: liebe Saskia!
Wir sind heute hier, um dich zu feiern
und dass du eine junge Frau wirst.
Du findest, das klingt bescheuert. Ich wei�, aber ...
Erwachsenwerden ist nicht so leicht.
Besonders f�r die Eltern.
Alles, woran man sich festhalten kann, ist die Hoffnung,
dass man sich irgendwann wiederfindet.
Auf Augenh�he.
In Liebe und in Freundschaft.
Egal, wo du bist, Saskia ...
Du bist immer in meinem Herzen.
Und meine T�r wird immer,
immer f�r dich offen stehen.
Das war jetzt ganz gut.
Da bist du ja endlich.
Alle mal herh�ren, bitte.
Danke, Frank.
Sch�n, dass ihr alle da seid. Saskia.
Meine kleine Prinzessin. - (Ella:) Das bin doch ich!
Ja, aber bevor du auf der Welt warst, nannte ich Saskia so.
Ihr Lieben ... - Nicht zu fassen,
wie schnell du gro� geworden bist. Zu schnell, meine ich.
Das gibt's doch nicht.
Braucht man ihn nicht, ist auf Frank Verlass.
Ich bin so unglaublich stolz auf dich.
Als du klein warst, sagtest du immer,
ich bin der beste Papa auf der Welt.
Ich wei�, das war ich nicht immer. Leider.
Aber egal, wo du bist auf der Welt:
Du bist immer ganz fest in meinem Herzen.
Und meine T�r wird immer f�r dich offen stehen.
Was hab ich denn jetzt gesagt? - Ach, nichts.
Ist das nicht Lena?
Lena ist Saskias beste Freundin.
Oh nein. Und Finn. - Finn?
Finn mit den Herzchen. - Was denn f�r Herzchen?
Ich muss mal. - Ich gehe mit dir,
bevor hier noch geknutscht wird.
Also ich ...
Ich wollte dir nur sagen ...
Wieso wei� ich nicht, dass sie einen Freund hat?
. dass ich jetzt mit ihr zusammen bin.
Was war das denn jetzt?
Saskia?
Was ist denn los?
Saskia, was ist denn passiert?
Sag mal, Lena!
Hast du sie noch alle? Heute ist ihre Konfirmation!
Du bist doch ihre beste Freundin?
Deshalb musste sie es ja endlich wissen.
Die war ja v�llig durch. - Hab ich gar nicht mitgekriegt!
Wir m�ssen jetzt noch zu einer Jugendweihe.
Sagen Sie Saskia, ich rufe sie an?
Ich glaube nicht, dass sie mit dir noch was zu tun haben will!
Was regen Sie sich so auf? Wir sind wenigstens ehrlich.
Sie ist wenigstens ehrlich! - Lass es, du bist so peinlich!
Die schmei�t sich an ihren Typen ran und ich bin peinlich?
Ciao, S��e! - Ciao, S��e? Verschwinde!
Saskia!
Saskia? - Nein!
Saskia?
Die sind weg. Du kannst runterkommen.
Saskia!
Ist alles okay?
(leise:) Komm wir geben ihr die Armbanduhr.
Die Uhr ...! - Danach essen wir.
Die Uhr, ich ...
Du hast sie nicht abgeholt? - Doch, nat�rlich habe ich das ...
.. vergessen. - Da bitte ich dich einmal ...
Es war so viel los!
Du hast es hoch und heilig versprochen!
Ich hatte die Feier am Hals, hole deine bl�de Mutter ab
und meine Kinder werden sofort wieder hinten angestellt?
Unsere Kinder!
Mit meinen Vorwehen war ich allein!
Hab ich es leicht?
Ich habe eine Schwangere und eine Pubertierende zu Hause.
Das wolltest du doch! - Einen Schei�dreck wollte ich!
(Julia:) Ach ja? - Wie Weihnachten 2007.
Damals ist durch den Streit die sch�ne Gans verkohlt.
Kollateralschaden. Das interessiert sie ja nicht.
"Meine Prinzessin!" Alles nur Gerede.
Keine Sorge, Saskia kann jederzeit wieder bei mir wohnen!
Das will sie gar nicht! Kein Wunder,
wenn du die halbe Sippschaft deines Neuen da einquartierst!
Heirate ihn doch gleich!
Das musst du gerade sagen!
Katrin? - Hallo.
Ich dachte ...
Ich fand es so nett, dass du mich eingeladen hast.
F�r dich. - Was machst du hier?
Danke! - Hallo.
Konfirmation feiern. Wo ist Yannik?
Sie sind die Mutter?
Der war eben noch hier.
Und deine Tochter? Ist nur ein kleiner Schein, aber ...
Das w�re doch nicht n�tig gewesen.
Geh�rt doch dazu, oder?
Das ist mein Leben! - Und das von meinem Sohn!
Ich habe sie doch eingeladen.
Wieso? Woher kennt ihr euch?
Du musst doch wissen, wo Yannik ist?
Er ist 16! Ich bin doch kein Gef�ngnisw�rter!
Ich habe vollstes Vertrauen in ihn!
Du bist nur zu feige, ihn zu konfrontieren!
Die �sterreichische L�ssigkeit, nicht so verbissen deutsch ...
Schmarrn!
Feige und faul ist er. Das ist alles.
Oh Gott. H�re ich mich in f�nf Jahren auch so an?
Saskia und Yannik sind weg. - Was?
Er sagte, er hat f�r 50 Euro erstklassiges Dope in der Tasche.
Drogen?
Selber schuld, wenn sie's nicht probiert.
Kommst du mal? Ella hat D�nnschiss.
Woher hat er so viel Geld?
Bei mir hat er Taschengeldsperre! Philipp?
Setz dich. M�chtest du was trinken?
Es gibt Wein, Prosecco, Wasser ...
Prosecco gerne.
Wie geht's dir? Komm, auf unsere Kinder!
* Lied: "Guaranteed" von Eddie Vedder *
Der Akku ist leer!
Nein! Mann, Mama!
* Lied: "Guaranteed" von Eddie Vedder *
Mama!
Was?
Gleich!
Aber nicht mehr.
* Lied: "Guaranteed" von Eddie Vedder *
Papa? Wann geht euer Bus?
Es w�re sch�n, wenn wir die Konfirmandin vorher noch mal sehen.
Wir m�ssen ja noch Oma Ilses Uhr �berreichen.
Du hattest genug. Setzt dich da hin!
Ja, das stimmt.
Ich muss ja noch Bus fahren.
Na und?
Die Toiletten in diesen Bussen sind grauenhaft.
Hast du deine Inkontinenzeinlagen?
Papa!
F�r Sie besser auch keinen Wein mehr.
Ich reise auch immer mit Inkontinenzeinlagen.
Das erspart einem einiges. * Renate lacht. *
Bei Ihnen wundert mich nichts, Sie windelweicher Waschlappen.
Komm, wir brechen auf.
Wir haben noch Zeit! - Wir sind wegen Saskia hier
und die ist ... nicht da.
Yannik! Wo wart ihr?
Im Wald.
(lallend:) Baumhaus. Hausbaum Baushaum.
Schneller! - Baumhaus. Hausbaum. Bumshaun.
Saski! - Baumhaus. Hausbaum, Bumshausen.
Bumshausen!
Baumhaus, Hausbaus, Baumshausen ...
Saski!
Das ist f�r dich ... * Renate hickst. *
Zur Konfirmation.
Herzlichen Gl�ckwunsch, meine S��e!
Stellen wir in den Webshop. Dann kriegen wir das Geld wieder,
was wir durch deinen Wegwerfwahn verloren haben.
Horst! Das ist Saskias Uhr!
Also euer Sohn wohnt ab sofort wieder bei dir.
Das k�nnen wir nicht ohne ihn entscheiden!
Ich wollte, dass du hier einziehst und nicht er.
Warum habt ihr ihm das nicht klar gemacht?
Weil ...
Philipp sollte endlich mal sehen, wie das ist, verdammt!
Sind immer die Eltern schuld, bei denen die Kinder sind!
Aber jetzt bin ich es, die es ausbaden muss.
Ja, das ...
Meinst du, f�r mich ist das so toll mit deinen Kindern?
Leo, dessen Papa alles besser kann, und Saskia, die kotzt,
wenn sie mich nur sieht?
Da denkt man, dass man beim 2. Anlauf alles besser hinkriegt,
dabei streitet man sich mit dem Neuen genauso herum!
Vielleicht sollten wir es einfach ganz lassen.
So siehst du das?
Es ist schon zu sp�t f�r unseren Bus.
Wir bleiben bis morgen und helfen, diesen Burschen rauszuschmei�en.
Sie verkn�chertes Arschloch! - Windbeutel!
Habt ihr sie noch alle? Auseinander! Papa!
Du kriegst den Bus, wir m�ssen nur ... schnell sein.
Schnell sein bedeutet in diesem Fall
die vor�bergehende Missachtung der Stra�enverkehrsordnung.
Katrin, das ist eine Einbahnstra�e!
Hab ich nicht gesehen. - Aber ich! Katrin!
Ich muss mich konzentrieren! - Das ist strafbar!
Hat doch keiner gemerkt, und wir sind gleich da!
Nimmt Saskia eigentlich die Pille?
Wie? - Mit dem Kerl im Dunkeln,
unter Drogen.
Du liest zu viele Schundromane.
Beschwer dich hinterher nicht bei mir.
Zu sp�t ist zu sp�t.
Schei�e!
Verdammt!
* Eine Polizeisirene ert�nt. *
Hoffentlich nehmen sie dir den F�hrerschein ab.
Oh nein.
Schei�e!
Wann lernen Sie endlich,
dass sich Probleme nicht mit Alkohol l�sen lassen?
Steigen Sie aus. Atemkontrolle.
Ich war noch nie so n�chtern. Ich schw�re.
Fragen Sie meine Eltern. Aber nicht jetzt.
Ihren F�hrerschein, bitte.
Haben Sie das nicht langsam mal im Computer?
Das ist Fahrerflucht! Bist du wahnsinnig?
Ich kenn den Mann, der tut nichts.
Kollegen, ich hab' da was f�r euch.
Was ist aus dir geworden? Dein Leben ist ein einziges Chaos!
Deine armen Kinder. Man sollte das Jugendamt informieren!
Das ist deine Erziehung! - Und wo warst du?
Du und deine Nachsichtigkeit! - Papa!
H�tte sie Medizin studiert ... - Rede nicht so einen M�ll!
Ich h�tte eure Unterst�tzung am Wochenende gebraucht!
Daf�r seid ihr doch gekommen? - Dein Leben ist ein Desaster!
Was gibt's da zu unterst�tzen?
(schreiend:) Raus!
Mama, ihr m�sst euch beeilen!
Ich fahre nicht mehr mit. - Was?
Mein Leben ist ein viel gr��eres Desaster als deins.
Jetzt spinn nicht! Steig aus! - Nein!
Mama, das kannst du doch nicht machen!
Das wird schon wieder! - Ich will auch so einen Philipp!
Werde erstmals wieder n�chtern.
Ich mach dir mal einen Kaffee.
Ich hole mir 'nen Wodka!
Wo ist denn dein Philipp?
* Jemand schnarcht laut. *
* Geh�mmer ert�nt. *
Und wer k�mmert sich jetzt um ihn?
Ich sag dir, einen Mann wie Horst schnappt dir ganz schnell eine weg.
Na dann bedien dich doch! - Wie bitte?
Gib mir auch so einen.
(fl�sternd:) Sabine? Kann ich dich mal kurz was fragen?
Du bist doch Apothekerin?
Wie oder wo komme ich an die Pille danach?
In deinem Alter solltest du das Thema aber im Griff haben.
Doch nicht f�r mich! F�r Saskia!
Ah so ... Was?
Ja, in meiner Apotheke!
Kann ich mit? - Tut mir leid.
Bei dir ist es f�r die Pille danach etwas zu sp�t.
Ich brauche meine Wehenhemmer.
Frank?
Frank? - Kommst du?
Es geht nichts �ber eine anst�ndige PDA.
* Julia schreit auf. *
Alles okay, Julia? - Bitte nicht hier!
Ich rufe den Krankenwagen. - Du musst die Wehe wegatmen.
* Julia hechelt schnell. *
Doch nicht so!
Muss ich jetzt echt Franks viertem Kind auf die Welt helfen?
Das ist keine Wehe.
Ich habe mir den Ischias eingeklemmt.
Ah so. - Ich brauch ein W�rmepflaster.
Du kannst dich doch nicht aus allem raushalten.
Platzte die Fruchtblase? - Nein! Es ist mein R�cken.
Ah so. - Ach, Frank.
Was macht die Polizei da? Wo ist Yannik?
Wir wollten sie wegschicken,
aber sie meinten, es besteht Fluchtgefahr.
Ich packe es nicht, wenn Yannik ins Gef�ngnis muss.
Keine Sorge. Die sind meinetwegen hier.
Lange nicht gesehen. - Ich hab sie auch schon vermisst.
Das ist Frau Wiedemann.
(Beamter:) Katrin Wiedemann?
Sie k�nnen gehen.
Wenigstens die eine Nacht h�tten die mich hierbehalten k�nnen.
Wof�r zahle ich sonst Steuern?
Hey.
Hey.
Hat ja ganz sch�n gedauert.
Dachte schon, die lassen dich nicht mehr raus.
Ja ... Es wird leider nicht billig.
Schei�e.
Sabine hat Yannik mit nach Hause genommen.
Wir finden eine andere L�sung.
Wirklich? - Wirklich.
Gut?
Und wir?
Ja ...
Tut mir leid, dass es f�r dich so anstrengend ist
mit Leo und Saskia.
Und mit dir ...
Ja. Und mit mir.
Katrin ...
Er liebt mich.
Er kann sich ein Leben ohne mich nicht vorstellen.
Wir sind f�reinander geschaffen.
Ich will nicht noch mal von vorne anfangen.
Du bist ja sehr romantisch.
Aber ich will auch nicht noch mal von vorne anfangen.
Hallo.
Morgen, Schatz. - Gut geschlafen?
Ach Saskia, ich hab doch Tausend Mal gesagt, bitte ...
Kannst du dir bitte ein Glas nehmen?
Setzt du dich mal kurz?
Spinnst du?
Glaubst du, ich h�tte ...
Selbst wenn. Ich h�tte mich selbst um Verh�tung gek�mmert.
Das ...
Du w�rst wahrscheinlich am liebsten noch dabei, zum H�ndchenhalten.
Kannst du dir in den Arsch stecken!
Na toll. Jetzt hasst sie mich noch mehr als vorher.
Aber daf�r werden Philipp und ich keine Gro�eltern!
Saskia warte mal. Es tut mir leid.
Dass das ganze Fest nicht so war, wie du es dir gew�nscht hast.
Ich habe echt alles gegeben.
Wenigstens habe ich mein Zimmer wieder.
Wie meinst du das?
Ich komme wieder nach Hause. - Nach Hause?
Meinst du, ich bleib da, wenn Julia zwei Blagen hat?
Dann kann ich ja nur noch Babysitten.
Nicht heulen!
Mit wem redest du da eigentlich st�ndig?
Ich? Mit niemandem!
Ich bin ber�hmt f�r meine Spiegeleier mit Speck.
Ach ja? Das h�re ich zum ersten Mal.
Sie sind so gut zu mir.
Sollen wir nicht du sagen?
Ja! Ich bin die Renate. - Philipp.
Mama? Nach dem Fr�hst�ck rufst du Papa an und entschuldigst dich.
Auf keinen Fall! - Doch!
Ich habe dir schon einen Bus rausgesucht.
Ich gehe nicht zur�ck!
Wohin willst du dann? - Wohin wohl!
Du sagtest, du brauchst dringend Unterst�tzung.
Ich bin ber�hmt f�r meine K�nigsberger Klopse.
Nee, das geht nicht! - Nat�rlich geht das, Schatz!
In ein paar Monaten fragst du dich, wie du nur je ohne mich auskamst.
Du brauchst wirklich jemanden, der in deinem Leben aufr�umt.
Stimmt's, Philipp?
Mama!?
Also abgemacht? Wie sch�n! Ich freue mich.
Gibt's Kaffee? - Oh ja, f�r mich auch, bitte.
Was machst du hier? - Kleine Krise zu Hause.
Ich muss ein paar Tage bei euch unterkommen.
Gibt's jetzt Kaffee?
Hey!
Hallo!
(laut:) Huhu! Hallo!
* Eine Polizeisirene ert�nt. *
Frau Wiedemann.
Hallo.
(st�hnend:) Ich kann nicht mehr ...
Aber erst nach Weihnachten wieder aufmachen.
Versprochen!
Frau Wiedemann, Frau Wiedemann ...
Untertitel:
Jana Wand, Synchronics Sprachen & Kommunikation
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