Afrikaans
Akan
Albanian
Amharic
Arabic
Armenian
Azerbaijani
Basque
Belarusian
Bemba
Bengali
Bihari
Bosnian
Breton
Bulgarian
Cambodian
Catalan
Cebuano
Cherokee
Chichewa
Chinese (Simplified)
Chinese (Traditional)
Corsican
Croatian
Czech
Danish
Dutch
English
Esperanto
Estonian
Ewe
Faroese
Filipino
Finnish
Frisian
Ga
Galician
Georgian
German
Greek
Guarani
Gujarati
Haitian Creole
Hausa
Hawaiian
Hebrew
Hindi
Hmong
Hungarian
Icelandic
Igbo
Indonesian
Interlingua
Irish
Japanese
Javanese
Kannada
Kazakh
Kinyarwanda
Kirundi
Kongo
Korean
Krio (Sierra Leone)
Kurdish
Kurdish (Soranî)
Kyrgyz
Laothian
Latin
Latvian
Lingala
Lithuanian
Lozi
Luganda
Luo
Luxembourgish
Macedonian
Malagasy
Malay
Malayalam
Maltese
Maori
Marathi
Mauritian Creole
Moldavian
Mongolian
Myanmar (Burmese)
Montenegrin
Nepali
Nigerian Pidgin
Northern Sotho
Norwegian
Norwegian (Nynorsk)
Occitan
Oriya
Oromo
Pashto
Persian
Polish
Portuguese (Brazil)
Portuguese (Portugal)
Punjabi
Quechua
Romanian
Romansh
Runyakitara
Russian
Samoan
Scots Gaelic
Serbian
Serbo-Croatian
Sesotho
Setswana
Seychellois Creole
Shona
Sindhi
Sinhalese
Slovak
Slovenian
Somali
Spanish
Spanish (Latin American)
Sundanese
Swahili
Swedish
Tajik
Tamil
Tatar
Telugu
Thai
Tigrinya
Tonga
Tshiluba
Tumbuka
Turkish
Turkmen
Twi
Uighur
Ukrainian
Urdu
Uzbek
Vietnamese
Welsh
Wolof
Xhosa
Yiddish
Yoruba
Zulu
(Mädchen flüstert) Alter, du weckst ihn noch!
Ich trau mich nicht. Mach du. - Du weckst ihn.
(Blonde) Igitt! Wie das mit den Haaren aussieht.
Ist das grässlich. Guck mal, wie mini der ist.
(kichernd) Ja, mach vorne so ein... - Reicht, reicht.
(Mann) Ey! - (Mädchen kreischen.)
(Mädchen als Sprecherin) Es ist heiß.
In Berlin ist der Sommer 2018 der wärmste seit Beginn der Aufzeichnungen.
Die Bäume sind so trocken, dass wir sie mit Eimern gießen.
Und unsere Haut ist so verbrannt, dass sie sich abpellt.
Wir häuten uns,
flüchten ins Freibad und werden schrumpelig vom Chlorwasser.
Bei uns am Kottbusser Tor
ist es jetzt noch lauter, stinkender und klebriger als sonst.
Wir sind wie Fische im Aquarium.
Wir schwimmen immer im Kreis.
Von der einen Seite des Kottis zur anderen und zurück.
So lange, bis wir irgendwann aus dem Becken springen.
(Kreischen und Lachen auf dem Video)
(Entspannte elektronische Musik)
(Rufe von unten)
(Hupen)
(Dunkelhaarige) Alter, ich sehe voll fett aus.
Aylin, du bist so fett, wenn Greenpeace dich am Strand findet,
packen sie dich zurück ins Meer.
Und wenn du hochspringst, halten Forscher dich für einen neuen Planeten.
Bitch. - Spermarutsche.
(Elektronisches Piepsen) - Hast du es echt gelöscht?
Nora hat von unten gefilmt. Ich seh fett aus.
Das war voll das gute Video.
Bedank dich bei deiner kleinen Schwester.
Willst du?
(Tauben gurren.)
(Verkehrslärm tönt von unten herauf.)
KOKON
Hier, schluck.
Boah, wie eklig, ey. Wann wart ihr denn das letzte Mal einkaufen?
Lutsch meinen Schwanz. - Jule, du bist blöd.
Der ist noch gut. - (Aylin) Da ist Schimmel drauf, Nora.
(Jule) Das ist Schimmelkäse, der soll so. - Quatsch.
Das ist türkischer Frischkäse. - Weil du so gut Türkisch kannst.
(Aylin) Wetten?
Hier: Frischkäse.
(elektronische Stimme) "Täze Cökelek".
Bäh. - (Aylin) Habt ihr O-Saft?
Das hat null Kalorien, weil du es genau so wieder auskackst.
Machen auch voll viele Models.
(Aylin) Hier.
(Jule) Los, Nora, du auch.
Mach.
Komm, los. Schluck, schluck. - Mann, Nora, Mund auf.
Da, mach.
(Jule) Schluck, oder ich mach an.
Schluck! - Los.
Boah, sag mal, spinnt ihr? - (Jule) Jetzt schluck!
(Jule und Aylin singen) ... scheiß auf dein' Chef
Wir gehen feiern Brauchen kein Cash
Gib mir 'ne Kippe Gib mir 'nen Bier
Die Nacht ist jung Denn es ist grad mal um vier
Ich geh heut' Mit meinen Fotzen in' Klub
Wir kommen rein Und jedes Opfer hier guckt
Dieser Scheiß Fickt deine Boxen kaputt
Denn ich bin heut' Mit meinen Fotzen im Klub"
(Junge) Oh, was geht, Alter? Was ist das denn?
He, läuft bei dir!
(mehrere)... fünf, sechs, sieben, acht. - (Junge) Nehmt euch 'n Zimmer!
(alle)... zwei, drei, vier, fünf, sechs. - Gib auf!
(Junge) Der entspannt noch dabei. - Ja. Pussi-Kussi.
(Junge) Jetzt genießt er richtig!
Drei, drei, drei, drei.
Ja. - Tut's weh?
Ja. - Es waren fünf.
Nein, drei. - (Aylin) Nein, vier.
Ah! Noch einer. Ja.
Los, komm. - (Junge) Rasier sie mal richtig.
Nicht so doll, sie ist ein Mädchen.
(Aylin) Gentleman. - Klar.
Hier herrscht Gleichberechtigung!
(alle)... drei, vier, fünf, sechs, sieben...
Übertreib doch, Junge. - Gib auf.
Okay, okay. Stopp. - (Junge) Du hast übertrieben.
(Mädchen) Ich schwöre, es reicht. - Küss, Baby, küss.
(Blonder) Oh, das genieße ich.
(alle) Oh! - Darauf stehe ich. Darauf stehe ich.
(Junge) Junkie! - (anderer Junge) Er gibt es sich richtig.
Los geht's, du Mann.
Wallah, die Scheiße mache ich nicht.
Ich bin doch keine Schwuchtel! - (alle)... sieben, acht, neun, zehn.
(Dunkelhaariger) Lutschst du meinen Schwanz?
Nein! Bleib sitzen, du Wichser.
(Dunkelhaariger) Jetzt bei Nora. Hand auf den Tisch.
(Jule) Übertreib nicht, okay.
Neun.
(alle)... fünf, sechs, sieben, acht. - (Blonder) Zieh durch!
Hau rein, Junge, komm!
... vier, fünf, sechs, sieben, acht... - Keine Gnade!
... neun, zehn, elf, zwölf. - Ah!
(Blonder) Alter, was machst du? Sie ist noch klein, noch ein Kind!
Nora, guck mich an. Verarschst du uns? - Bist du behindert?
Verarschst du uns? - Das war aus Versehen. Tut mir leid.
(Jule) Atme ein und aus. - (Nora) Es tut weh.
Es ist alles gut.
(schreit) Ihr sollt Eis holen! - (Junge) Er holt doch schon.
Alles gut. Sch...
Meine Hand. - Alles gut, ich bin da. Es ist alles gut.
(Junge) Ihr habt mitgemacht! - (Alle reden durcheinander.)
Nein, ich will nicht hin.
(Jule) Sch.
Ey, Nora, guck mal.
(Handykamera klickt.)
(Ballon quietscht.) - (Jule) Mann!
(Freizeichen ertönt.)
(Mailbox) "Der gewünschte Gesprächspartner..."
Scheiße!
Du musst ja nicht gleich dein Handy zerschmettern.
(Jule) Das ist eh Panzerglas.
Es ist so krass, dass sie nie rangeht, wenn man sie ein Mal braucht.
Kannst du mir mal Klopapier geben?
Alle.
Mach's wie die Inder. Eine Hand hast du noch.
Haha.
Hier, schluck. - Nora, das ist eklig.
(Toilettenspülung)
(Jule) Nora!
Eine von deinen Raupen ist unter meinem Bett.
Eine richtig fette.
Die legt da bestimmt Eier. Dann träume ich davon.
(Nora) Als wir früher mit Mama Raupen züchteten,
fandst du sie nie eklig.
Ja und? Als Kind findet man viel nicht eklig, was man jetzt eklig findet.
Du hast immer in die Wanne gepinkelt. Oder tust du das immer noch?
Du hast deine Popel gegessen. - Genau. Das warst du selber.
Wenn noch mal eins von deinen Viechern abhaut,
dann kill ich die.
(flüstert) Jule? - Mhm?
Ich kann nicht schlafen.
Ich habe Hunger. - Ich auch.
Die Scheiß-Watte macht überhaupt nicht satt.
Die armen Models, ey.
(Entspannte elektronische Musik)
(Gelächter und Stimmengewirr)
Ach, guck mal einer an. - Hey.
Meine hübschen Töchter.
(lachend) Im Schlafanzug! (Sie küsst Jule.)
Hallo.
Das ist aber schön. Komm.
Na, und du? Ich habe Gläser für deine Raupen.
Mama. - Ja, mein Schatz.
Wir haben Hunger. - Was?
Der Kühlschrank war leer und wir mussten Watte essen.
Das klingt, als kämt ihr aus einem Entwicklungsland.
(Barfrau) Bitte schön.
Also, könnt ihr euch nicht was machen?
Also bitte. Hast du auch Hunger? - Stopp!
Hey.
Meine Süße! Was ist das denn? Wie ist das denn passiert?
Beim Fingerkloppe spielen.
Fingerkloppe?
Das ist so ein Spiel. - Spiel?
(Barfrau) Ganz gebrochen? Ach, Mädchen.
Was ist denn jetzt mit deiner Klassenfahrt?
Aber es ist doch eine schöne Farbe. Blau steht dir gut.
(Zarte elektronische Musik)
(Frau) Hallo, Frau Novak.
Das ist Nora.
Sie kann nicht mit auf Kanufahrt und wollte zu ihrer Schwester in die Klasse.
Komm mal her.
Das ist Nora. Das ist Jules kleine Schwester.
Sie kann mit ihrem Arm nicht mit auf Kanufahrt und ist zwei Wochen bei uns.
Jule, kümmere dich um deine Schwester. - Mhm.
Da hinten ist ein freier Platz.
(Jule) Warum bist du jetzt ausgerechnet hier?
Mach mir keine Schande, okay?
(Frau Novak) So, es geht weiter.
Was seht ihr hier?
(Junge) Ein Bild. - Ein bisschen mehr als das vielleicht.
Guck mal, das ist das schlimmste.
Du hast 'ne starke Meinung. - (Blonder) Ehrlich.
Die sehen alle aus wie Fotzen, äh, wie Vaginas.
Seht ihr, das ist genau das, was ich meine.
Alex ist Teil des Kunstwerks.
Er beschäftigt sich besonders viel mit dem Thema Sexualität.
Darum sieht er überall nur Vaginas.
Das bin doch nicht nur ich. Das sind doch wir alle. Kommt schon.
Für die Stunde vor den Ferien
bereitet ihr alle eine Präsentation zum Thema Abstraktion vor.
(Murren)
Ich will, dass ihr abstrakt darstellt, wie ihr euch fühlt.
Mit einem Bild, Text, egal. Fühlt euch frei.
Die 10a hat dieselbe Aufgabe bekommen.
Wir führen das in der Aula vor.
(Schulklingel ertönt.) - Also strengt euch an.
Okay, auf die Plätze, fertig, los!
(Unverständlich)
Gib her!
Lass los!
Punkt für Aylin. Ball... kommt.
Ich hab ihn als erstes gefangen! Gib her!
Mach sie fertig, komm!
Hier.
(Jule) Fertig, los!
(Lachen und unverständliche Rufe)
(Verspielte elektronische Musik)
(Aylin) Ah, Scheiße, mein BH.
Ah, Scheiße! - (Jule) Mach halt zu.
(Die Verriegelung schnappt zu.)
(Nora) Heute sind es fast 37 Grad.
Draußen ist es genauso warm wie in meinem Körper.
Zerfließe ich, wenn ich mich nicht abkühle?
(Jule) Happy Birthday!
(Nora) Happy Birthday, Mama.
Mach bitte wieder zu. Ich habe Kopfweh.
Guck mal, dein Geschenk. Das haben wir aus deinem alten Fahrrad gemacht.
Schön.
Ich bin extra früher aufgestanden.
Wir haben Geburtstagsfrühstück gemacht. - Lass stehen.
Ich esse es später.
(Sie seufzt.)
(Straßenlärm)
(Eine Taube gurrt.)
(Jule) Lies mal vor.
"Meine liebste Freundin Vivienne,
erinnerst du dich an unsere Zeit damals auf der Insel?
Ich glaube, wir haben den ganzen Sommer keine Schuhe getragen.
Das Leben um uns mag sich verändert haben,
aber unsere Gedanken bleiben stark und frei!
Happy Birthday! Deine Twiggy."
Toll.
Mit der feiert sie, mit uns kann sie nicht mal frühstücken.
Ich bin auch traurig.
(Jule) Da hinten kommt Sarah.
Halt drauf. - (Jule) Bei der wackelt alles voll krass.
Ich habe in der Umkleide ihre Wachstumsstreifen an den Titten gesehen.
Die lässt sich so gehen. - Nicht jeder sieht so gut aus wie ihr.
Ey, mach mal so einen Zeitlupenfilter drüber.
Guck mal. - Boah!
(alle) Igitt! - (Aylin) Wabbel, wabbel.
Wir müssen los.
(Sportlehrerin) Jetzt gebt noch mal alle Gas.
(Stimmengewirr)
Gib mir die Hand. - Ich habe Angst zu fallen.
Super. - Ich kann nicht balancieren.
(Lehrerin) Nicht runtergucken! - (Alex) Prinzessin auf dem Balken.
Ich hab's geschafft! - (Lehrerin) Jule.
(Schüler) Schaffst du. - (Lehrerin) Super.
(Alex) Mehr Hüfte. Heiß!
(Lehrerin) Yunus? - Das sieht schwul aus. Ich mach es nicht.
Sie kriegen mich da nicht hoch. - (Jule) Yunus, komm jetzt.
Ich mach das nicht. Das sieht schwul aus. - Jetzt mach!
(Alex) Yunus, stimmt, sieht voll schwul aus.
Oh nee!
Komm, Nora, du auch. Ich halte dich fest, dann kann dir nichts passieren.
(Unverständlich)
Vorsichtig.
(Schülerin) Igitt! - Das machst du ganz toll. Keine Angst.
(Schülerin) Oh Gott! - (Lehrerin) Ich halte dich.
Kann sie sich keinen Tampon reinstecken? - Oh Scheiße.
(Schüler) Fleck auf der Hose. - (Lehrerin) Sieh nach vorn!
(Alex) Was ist das? - Oh mein Gott.
(Alex) Guck mal, Ahmad hat ein Video gemacht.
(Entfernte Tür wird geöffnet.)
(Schritte nähern sich.)
(Es klopft.)
Besetzt.
Mach mal auf, hier ist Romy.
Gib mal deine Hose. Ich wasche die aus.
Hast du Schmerzen? - Bisschen.
Das hilft bei mir immer.
Danke.
(Entfernte Tür fällt ins Schloss.)
(Schülerin) Was suchst du? - (andere Schülerin) Mein Deo.
(leise) Danke, Nora. Voll die Blamage.
Komm.
(Handy) Es gibt Tampons in vier Größen und mit Einführungshilfe.
Da müsst ihr die Finger nicht in die Scheide stecken.
Die nehmen viel Flüssigkeit auf. Ihr könnt euch sicher fühlen.
Kommen wir dann zur zweiten Alternative: Das sind Binden.
Ich hatte nachts ein Problem mit Binden, wenn ich geschlafen habe.
Die verrutschen häufiger.
Ich erinnere mich noch an eine Nacht, da war ich 14.
Und alles war voller Blut. Ich war so erschrocken... (Stimme bricht ab.)
(leise) Au.
Au.
Du kannst so eine große Portion Salat essen
oder so einen kleinen Teller Pasta, damit ihr es versteht.
Ich dachte, du hättest sie schon längst, du kleiner Spätzünder.
Hast du irgendwelche Fragen oder so?
Ich habe mir schon Tutorials angeschaut.
Ach so.
Okay.
(Laptop) Ich habe mir eine Zwischenmahlzeit gemacht,
mit Frischkäse, einer Portion Lachs, das ist Sushi-Lachs.
Sehr gesund und sehr lecker, kann man roh essen.
Und einen Salat.
(Nora) Es ist der 27. Juli 2018.
Am Himmel über mir schiebt sich die Erde zwischen Sonne und Mond
und färbt ihn rot.
Es ist die längste Mondfinsternis des 21. Jahrhunderts.
Der Mond am Himmel heißt 103 Minuten lang 'Blutmond'.
Jule schläft.
Und ich habe Bauchweh.
Soll ich dir helfen?
Creme mir mal den Rücken ein, Jule.
Nora, mach du. - Sie hat einen Gipsarm. Schon vergessen?
(Jule) Na und?
(Elektronisches Piepsen)
(langsam und deutlich) Wie geht es dir?
(Piepsen)
(Handystimme) Nasilsin? - (stockend) Nasilsin?
(Handystimme) Nasilsin? - Nas... Nasilsin.
(Piepsen) - Danke, mir geht es gut.
Tesekkürler, ben iyiyim.
(stockend) Tesekkürler, iyiyim.
Tesekkürler, ben iyiyim. - Tesekkürler, ben iyiyim.
Keinen Bock, ich mache das mit Yunus.
(leise) Da ist David.
(Man versteht sie nicht.)
(Aylin) Was will er denn mit der?
Wer ist denn das? - Die Neue aus der Nachbarklasse.
Die heißt Romy oder so.
Zweimal sitzen geblieben.
(Unverständlich)
Boah, voll eklig, wie die im Müll rumkramt.
(Jule) Nora!
Starr da nicht so hin. Das ist voll peinlich.
Hier Chef, dein Ball.
Mein Gott, der ist so süß, ich sterbe.
Verlieb dich besser in Türken oder Araber.
Die sind solidarischer als die deutschen. - Genau.
Darum hat dein Vater auch deine Mutter verlassen.
Die hat ihn verlassen. Das bereut sie jetzt aber voll.
(Jemand spielt auf einer Gitarre.)
(David spielt entspannte Musik.)
(Handy) Woran ihr Mädchen merkt,
dass ein Typ auf euch steht:
Der Punkt, der, glaube ich, jedem bekannt ist:
dass der Junge einfach immer Blickkontakt sucht.
Entweder nur er starrt euch an oder er versucht sogar, euren Blick...
Jule?
Mhm.
Bist du glücklich, wenn Aylin deine Hand nimmt?
Was?
Na ja, findest du es schön, wenn ihr Hand in Hand geht?
Klar, wir sind doch BFFs.
Und was willst du dann noch von David?
Hä? Das ist doch was ganz anderes.
Ihr schreibt doch immer auf Insta, wie doll ihr euch liebt.
Und dass ihr nur euch beide braucht.
Nora, das ist trotzdem was ganz anderes.
Kann ich jetzt schlafen?
(Draußen fährt quietschend eine S-Bahn vorbei.)
(Weinen.) - Der Kopf.
Bäh, Karotte.
(Lehrerin) Das klingt besser: Pflaume-Birne.
(Puppe weint wie ein Baby.)
Hallo. - (Aylin) Du traumatisierst es voll, Jule.
Eine Frage an die Mädchen:
Was wäre, wenn ihr jetzt schwanger würdet?
Ich finde es unverantwortlich, mit 15 oder 16 ein Baby zu bekommen.
Wir sind doch selber noch Kinder.
Ich würde auf jeden Fall abtreiben. - Das ist mein Mädchen.
In anderen Kulturen ist es normal, in unserem Alter ein Kind zu kriegen.
Hat auch Vorteile. - Welche denn?
Denk doch nach.
Kriegst du jetzt ein Kind, ist es in der Schule, wenn du Mitte 20 bist.
Das ist nice für die Karriere. - Businesswoman und so, ja?
Ohne Witz, was mache ich bis Mitte 20?
Da muss die Familie mithelfen. Das stärkt auch den Zusammenhalt.
Meine Mutter hat mich mit 16 bekommen. Sie hatte voll viel Stress.
Und mein Vater ist in der Türkei. Aber wenn's mich nicht gäbe...
Das wäre eine Katastrophe für die Menschheit.
Sei leise. Für mich wäre das eine große Katastrophe.
Ich bin gegen Abtreibung.
Ich auch. - Zahra, dann fick nicht rum.
(alle) Buh! - Du bist nicht witzig, du Missgeburt.
Ja, ja.
Okay, wer möchte das mal für ein paar Tage ausprobieren?
Komm. - Mutter oder Vater auf Probe zu sein?
Ich. - (Schülerin) Hier nimm.
(Alex) Da bin ich gespannt. - (Gelächter)
(Lehrerin) Noch jemand? - Ja.
(Lehrerin) Jule, sehr schön.
(Aylin) Du hast nicht mal einen Freund. - Fresse.
Sorry, was nicht ist, kann ja noch werden.
(Lehrerin) Und vielleicht noch ein Junge?
Ich. - Tarek, du willst nur Jule beeindrucken.
Ach... - (Alex) Keine Verantwortung.
Hier, dein Kind. - (Tarek) Pass auf, das ist ein Baby.
Viel Spaß.
Hast du dich jetzt von Zahra beeinflussen lassen?
Bei der geht es vielleicht. Die hat Familie, die ihr helfen würde.
Bei uns hilft dir keiner.
Hör doch mal auf, unsere Familie schlechtzumachen.
Mama liebt Babys.
(Jule) "Um weitere Unannehmlichkeiten zu vermeiden,
bitte ich die jungen Bewohnerinnen,
auf dem gesamten Gelände keine provozierende Kleidung zu tragen."
Der denkt, der Exhibitionist kommt, weil Mädchen zu enge Röcke tragen.
Dass Frauen immer gesagt wird, sie wären selber schuld!
Aber manche übertreiben es.
Wir ziehen uns ja auch so an, wenn wir auf Partys gehen.
Ja, auf Partys vielleicht. Da gehört das halt dazu, damit man sich anders fühlt.
Ist schon komisch, dass anders immer gleich sexy sein muss.
Am Ende sehen trotzdem alle gleich aus.
Ich habe früher voll übertrieben.
Ich ging als Einhorn, von oben bis unten geschminkt und voll Glitzer.
Bam! - Cool.
Kannst du auch machen. Ich habe das Kostüm noch im Schrank.
Ich hab was mitgebracht.
Das hier ist ein Baby-Simulator.
Um die Puppe muss man sich kümmern, wie um ein echtes Baby.
Willst du jetzt ein Baby? Bist du nicht ein bisschen jung?
Wieso nicht? Ich schaff das. Ihr könnt mir ja helfen.
Das würdet ihr doch auch, wenn es ein echtes Baby wäre, oder?
Ja, das würden wir.
Das ist jetzt also meine Enkeltochter.
Hallo. Oder ist das ein Junge?
Nein. Es ist natürlich ein Mädchen.
Unsere Familie kann nur Mädchen. - (Weinen)
Sie will nicht zu Oma.
(Puppe verstummt und beginnt zu nuckeln.) - (flüstert) Ja.
Hallo.
(Die Puppe fängt an zu weinen.)
Sch.
(sanft) Hey. Sch.
(Puppe verstummt.)
(flüstert) Wir machen das gut.
(Ansage) Görlitzer Bahnhof.
Wegen Bauarbeiten hält dieser Zug nicht am Bahnhof Kottbusser Tor.
Due to improvement work this train will not stop at Kottbusser Tor.
(Sanfte Elektronische Musik)
Zurückbleiben bitte.
(Piepsen)
(Elektronische Musik)
(Hund bellt.)
Ey, Krümpi.
Krümpi, pst.
Das ist Krümpi. Die bellt, aber beißt nicht.
Willst du auch mal Spitzen schneiden?
Pogo schneidet heute Haare.
(Krümpi winselt.)
Komm.
(Pogo) So, fertig.
Danke.
(Zärtliche elektronische Musik)
Deine Schwester hat ja eine Puppe mit nach Hause genommen.
Hast du dich auch um das Baby gekümmert? - Nicht so richtig.
Kein Interesse an Babys? Nein.
Ich will euch alle einzeln sehen,
weil es vielleicht Fragen gibt, die nicht die ganze Klasse hören soll.
Hast du eine Frage?
Ich finde andere Mädchen manchmal so schön.
Ja, es gibt viele hübsche Mädchen an eurer Schule.
Aber ich glaube, dass ich sie irgendwie anders anschaue.
Mehr so, wie ein Junge sie vielleicht anschauen würde.
Wie schaut denn ein Junge?
Weiß nicht. Anders halt.
Also ich finde Frauen auch schöner als Männer.
Ich finde es auch schön,
wenn ich den Körper eines anderen Mädchen spüre.
So beim Rumbalgen oder so.
Wenn du einen anderen Körper nah spürst,
kann es schon mal sein, dass sich das gut anfühlt.
Du bist 14, Nora.
Da hat man so viele unterschiedliche Gefühle.
Das ist in ein paar Monaten vielleicht ganz anders.
Okay.
Danke.
Ich habe gefragt, was gegen Muschi-Pickel hilft, nach dem Rasieren.
(Aylin) Was meinte die? - Weiß sie nicht. Sie rasiert sich nicht.
Boah, ist die eklig.
Was hast du gefragt?
Igitt, Nora, der stinkt voll. Nimm den mal weg.
Jetzt sag mal. Was hast du gefragt? - Nichts.
Hey, als ob. - Wieso? Ich habe auch nichts gefragt.
Ich dachte, man muss was fragen.
Nein, nicht!
Boah, hier ist schon wieder so eine Hero-Spritze.
Vorsichtig, Nora, die kann infiziert sein.
(rappt) Ein großes Ding Klappmesser zieh'n
Welcome to Berlin
Lemon, Haze, Silver Schwarz-weiße Bilder
Ob kalt oder heiß Ihr Outfit ist nice
Ich gebe ihr gleich Du weißt, was ich meine
Scheine Große oder kleine
Ficke meine Feinde mit 9 mm Ich war der Täter
Ich fick deine Tochter Bald bin ich Rockstar
Vollkontakt Ich komme in der Nacht
All the way up Schieße mit der Glock
Kalt wie ein Block Ticken mein Job
Ficke die Cops Und bringe den Stoff
(Jubel)
Was war daran abstrakt, bitte?
Was sagt ihr? War das abstrakt?
Nein. - (Frau Novak) Warum nicht?
Keine Ahnung, er hat so direkt geredet.
Keine Ahnung, also... - Konkret.
Konkret, genau. Danke, mein Schatz. - (Frau Novak) Ja.
Was Yunus meint, ist, dass das zwar kreativ war,
aber nicht wirklich abstrakt.
Deine Bilder sagen genau das aus, was du meinst.
Es ist also kein assoziativer Ersatz.
Yunus, wie sieht es aus? Hast du etwas Abstraktes vorbereitet?
(Schüler) Yallah, Yunus. - (anderer) Komm, Junge, du schaffst das.
Gib ihm, gib ihm.
Rasier! - (Yunus) Salam, Jungs.
Und Mädchen, Aylin, mein Schatz.
Das ist mein Lieblingsschuh.
Man kann den ganz fest zubinden. So.
Und genau so fühle ich mich hier auf der Bühne, wenn ich euch was vortragen muss,
um eine gute Note zu kriegen.
(Yunus) Aber... man kann die Schnalle auch ganz locker lassen. So.
So fühle ich mich, wenn ich mit meinen Jungs chille und relaxe.
Danke.
Gut gemacht, Bruder. - Riech mal.
Noch zwei Mädchen? Linda? - Ich habe nichts vorbereitet.
Nora?
(Nora) "Der Falter" von Isabel Tuengerthal.
"Wenn der Falter fliegt, denkt er dann,
sobald das Licht ihn trifft, an Untergang?
Oder fühlt er neuen Lebensmut?
Durchs Licht die Liebe und stürzt sich freudig in die Glut?
Wenn der Falter glüht,
ist er dann seinem Traum ganz nah oder ist ihm bang?
Verflucht er seine Leidenschaft
und stemmt die Flügel gegen's Licht mit allerletzter Kraft?"
"Wenn der Falter stirbt,
fühlt er dann sein Herz, wie es nicht mehr schlägt
und weiß er dann, dass dieses Licht ihn mit Unendlichkeit belohnt?
Dass mit dem Licht sein ganzes Leben sich gelohnt?"
Das war's. - (Verhaltener Applaus)
Eine noch.
(Schüler) Noch eine, ja.
(Romy) Drückt mal "Play".
("Space Oddity" von David Bowie erklingt.)
(Lied) Ground Control To Major Tom
Ground Control to Major Tom
Take your protein pills And put your helmet on
Ground Control to Major Tom
Commencing countdown Engines on
Check ignition and may God's love be with you
(Schulklingel ertönt.)
(Getöse)
(Lied) This is Ground Control To Mayor Tom
You've really made the grade
And the papers want to know Whose shirts you wear
Now it's time To leave the capsule if you dare.
Hast du das Baby auch zurückgegeben? - Nein.
Meine Mama passt darauf auf.
Ich fand es zu krass.
Zu zweit versorgen wäre was anderes. Aber allein?
Das ist zu schwer. - Ja.
Man muss zusammenhalten als Familie mit einem Baby.
Ja.
(Handy piepst.)
(Jule) Warum hast du ein Kinderbuch dabei?
(Aylin) Das ist Yunus' Geschenk an meinem Bruder.
Ich gebe es aber zurück, es ist erst ab sechs.
Ein dummes Geschenk!
Musst halt lesen lernen. Okay, Alter, chill mal.
Oh nein. Was machst du? Hör auf! Hör auf!
Igitt, bist du eklig, Mann!
Fick dich.
Voll schön. Das hat Mama uns früher immer vorgelesen.
Habt ihr irgendwas verstanden, so wie die lallt?
Bist du blöd? Ich erzähl dir nichts mehr. - Was?
(Weinen der Babypuppe dringt durch die Tür.)
(Puppe weint weiter.)
(Verzweifeltes Weinen)
(Gedämpftes Weinen)
(Jule schluchzt auf.)
Hast du echt geglaubt, Mama zieht es durch?
(Die Puppe weint weiter.)
Ich dachte, mit einem Enkelkind trinkt sie mal weniger.
Ich schiebe uns jetzt eine Pizza rein, mit extra Käse.
Und am Montag geben wir die Puppe ab.
(Nora) Die Wälder um Berlin brennen
und die Blätter fallen erschöpft von den Bäumen.
Alles sieht aus, als wäre es schon Herbst,
obwohl die Hitze immer noch drückend über der Stadt liegt.
Aber heute weht der Wind.
(Sanfte elektronische Musik)
(Schritte nähern sich.)
Hey.
(Junge) Ey, komm! - (Tor klappert.)
Hey.
Hi.
Komm.
(Die Jungs juchzen.)
(Jubel und fröhliches Lachen)
(Entspannte elektronische Musik)
(Romy) Los, schnell rein.
(Juchzen)
(Romy) Nora, komm rein.
(Junge) Alter! - (Romy) Komm.
(Kreischen) - (Romy) Ja!
(Lebhafte elektronische Musik)
(Romys Stimme gedämpft) Nora! Nora, komm!
Nora, komm!
Nora! Los!
Komm! - (Wächter) Hey, bleib stehen!
Komm!
(Unverständlich)
(Romy) Hier rüber.
(Musik verklingt.)
Ich hätte auch gerne mein eigenes Zimmer.
Ich würde meines viel lieber teilen. Ist doch viel witziger.
Dann müsstest du aber aufräumen. - Wieso?
(Es klopft.)
Ach, du hast noch Besuch. - War spontan.
Du siehst aus wie eine Heilige, Mama. - Ja, ich habe morgen Frühschicht.
Macht bitte nicht mehr so viel Krach in eurem Saustall.
Entschuldigen Sie bitte. - Seit wann hast du so höfliche Freunde?
(flüstert) Ist deine Mutter Ärztin?
Sie hat mal in einer Kanzlei gearbeitet.
Dann ist was passiert und sie hat Rettungssanitäterin gelernt.
Was denn? - Das erzähle ich dir ein andermal.
Ich schlafe immer nackt.
(Nora) Soll ich die Lampe ausmachen?
Ich lasse sie immer an.
Okay, ich erzähle es dir.
Aber du musst versprechen, dass du nichts dazu sagst.
Danach musst du mir was von dir erzählen.
Okay.
(leise) Ich hatte mal eine Schwester,
die hat sich zu Tode gehungert.
Die hat sich aufgelöst.
Und meine Mutter hat dann Rettungssanitäterin gelernt,
um sich jeden Tag mit so schlimmen Dingen zu konfrontieren.
Papa wollte sich gar nicht konfrontieren. Ist nach Brasilien gegangen.
Jetzt du.
Ich weiß nicht, was ich erzählen soll.
Doch.
Als ich vorhin geschwommen bin,
da habe ich was im Wasser gesehen.
Das sah wunderschön aus.
Ganz so vollgepumpt mit Licht und Wasser.
Als ich es dann hochgeholt habe,
da war es nur eine einfache Plastiktüte.
Stell dir mal vor, so ist es mit allem Schönen:
Erst ist es da und dann ist es einfach wieder weg.
Das glaube ich nicht.
Das kann ich mir nicht vorstellen.
(Sanfte elektronische Musik)
Wo warst du denn gestern?
Bei Romy.
Die Neue? - Mhm.
Die mit David chillt?
Hängst du jetzt mit der ab oder was?
Warum hast du nicht Bescheid gesagt?
Du sagst mir ja auch nicht Bescheid, wenn du bei Aylin pennst.
Und war David dabei? - Nur am Anfang.
Schwör auf Koran, du sagst mir nächstes Mal, wenn er dabei ist.
Ich schwöre. - Und jetzt komm rein.
(Kreischen)
(Insekten summen.)
(Ein Frosch quakt.)
(Wellen plätschern.)
(Glückliches Lachen)
(Sanfte Musik)
(Romy pustet zart.)
(Stimmungsvolle Musik)
Ta tara!
(Bellen) - Krümpi. Krümpi, komm her.
Willst du auch was?
Kopf nach vorne.
Gib mir mal die Farbe.
(Handy piepst.)
(Jule) Hallo, ihr Lieben. - Zeig mal.
Wir sind mal kurz in die Karibik gejettet.
Spaß, wir sind im Tropical Island. - Megageil.
Es ist wie in der Karibik. - Außer dass hier so viele Weißbrote sind.
Hier ist sogar ein Weißbrot, ne, Jule?
Wir gehen jetzt was Megageiles machen. - Rutschen.
(Kreischen)
(Verträumt-entspannte Musik)
Nicht aus der Hand lesen.
(lacht) Wieso denn nicht?
Weil meine Lebenslinie nur bis hier geht.
Jule sagt, dass das heißt, dass man dann früher stirbt.
Also für mich sieht das wie ein Neuanfang aus.
Aylin macht eine Party heute Abend.
Cool.
Ich glaube, Jule würde sich wünschen, dass du David mitbringst.
Kann ich machen.
("She" von Alice Phoebe Lou erklingt.)
(Lied) She...
She...
She...
She...
She cut a hole in the fence And she ran
She left Her troublesome prison behind
She didn't wanna fuel the fire
She didn't wanna lose Her desire
She...
She...
She...
She...
She looked out to the horizon
She didn't have Much left to see
Greed had taken the trees away
Greed had taken the bees away
(Lied) She said I wanna go to Mars
And this, this planet It ain't ours
She said I wanna go to Mars
(Technomusik wummert.)
(Stimmengewirr, Musik)
(Junge) Yeah.
(anderer Junge) Ich gebe mir heute die Kante. Kippe?
Wow, cool siehst du aus. - Danke.
Ist Romy schon da?
Keine Ahnung. Vielleicht.
Ich muss dir was zeigen. Komm mit.
Das musst du sehen. Da ist ein Fuchs.
Guck mal da.
Magst du mich nicht?
Doch.
Aber ich bin schon verliebt.
Okay.
In wen denn?
In Romy.
Wirklich?
(ungläubig) In Romy?
Glaubst du, ich bin jetzt lesbisch deswegen?
Keine Ahnung.
Kann sein.
Also, ich finde es irgendwie cool.
Ja? - Ja.
(Flasche zerschellt, jemand ruft etwas.)
Bis gleich.
(Rap-Musik und Stimmengewirr)
Ey, die machen rum. Oh mein Gott!
(Mädchen) Also ey, Leute, holt man die Fixer raus.
(Jubel.)
(lallend) Nora, du musst zu Jule. Hab sie im Klo eingesperrt.
Ich habe was genommen.
Pass du auf sie auf. Ich kann das nicht machen.
Ich sagte doch, deutsche Jungs sind Opfer.
Sie chillt da jetzt mit Wodka,
weil David mit deiner Schlampenfreundin rummacht.
Jule?
Jule?
Jule!
Komm. Komm her. - (Jule stöhnt.)
Komm her.
Komm, trink mal was.
Du wirst sehen, das bringt dich wieder auf Trab.
Ich schwöre auf Koran, ich trinke nie wieder.
Seit wann schwörst du auf den Koran?
Das sagt man jetzt so.
Aha.
Wieder was gelernt.
Aua, nicht so am... Au.
(Atmosphärische Musik)
(Grollen)
(Laptop) Wir sind zum Essen eingeladen. Wir gehen ins Restaurant.
Und zwar in ein Grillhaus. Da gibt es zwei Hürden...
Geht es dir besser? - Mhm.
(Aylin) Gott sei Dank ist Jule gestern nichts passiert, ey.
Gut, dass ich dir Bescheid gesagt habe, sonst wärst du gegangen.
Wir wollen wissen, ob du zu uns hältst. - Was?
Wenn du weiter mit der Bitch rumhängen willst,
kannst du uns vergessen.
Vielleicht wusste sie ja gar nicht, dass Jule auf David steht.
Du kennst ihn ja auch kaum.
Es würde mich verletzen, wenn du weiter mit ihr chillst.
Hältst du zu uns?
(Laptop) Bei einem Liter Wein habe ich die volle Kontrolle darüber,
wie viel ich trinke von dieser Flasche...
(rappt) Komm ich wieder frei Bin ich wieder achtlos
Check, check Lieber weg
Straßendealer-Cash Wir rennen so wie Flash
Konsum als Reflex Willkommen in 36
Ich mach die Augen zu Und denke kurz bei Nacht
Wie schön wäre es Wenn ich einen Benz habe
Der Tag und Nacht Vor meiner Einfahrt steht
Noch ist es Fake Aber bald Realität
Inschallah Ehrlich gesagt geht's mir nicht gut
Zu viel Augenwasser Fühlt sich an wie ein Fluch
THC im Blut Augen sind tot-rot
Komm nach Hause Mama sagt: Wo warst du, mein Sohn?
Ich kann doch nicht sagen Ich war kurz Kilos holen
So ist das Leben Jeder Schritt ist Risiko
Du redest viel Kriegst du Schläge
Ich liebe Kotti Kreuzberg, Das ist meine Welt
030, ja Wir ficken jetzt deine Gang
Deine Gang Deine Gang, deine Gang
Wir ficken jetzt deine Gang Deine Gang, deine Gang
Deine Gang, 030 Ja, wir ficken jetzt deine Gang
Deine Gang Deine Gang, deine Gang
(Gedämpfter Rap)
(Man versteht nicht, was er sagt.)
(Sehnsuchtsvolle elektronische Musik)
(Eine Taube gurrt.)
(Sie seufzt.)
(Sie atmet laut.)
(Ihr Atem beschleunigt sich.)
(Spannungsvolle Musik)
(Verheißungsvolle Musik)
(Gluckern)
Keine Quallen.
Ich habe alles abgetaucht.
Ohne dich ist hier nur Müll im Wasser.
Hasst du mich jetzt?
Du siehst viel zu gut aus mit deinen kurzen Haaren.
(Verheißungsvolle Musik)
Komm her.
(Intro von "She" von Alice Phoebe Lou erklingt.)
(Nora) "Obwohl Schmetterlinge sich im Kokon vollständig auflösen,
erinnern sie sich an ihr Leben als Raupe.
Daran, wie sie durch die Gegend krochen
und alles von der Erde aus wahrnehmen mussten,
was jetzt in der Luft ganz anders aussieht.
Die Erinnerung ist alles,
was dem Schmetterling von seinem Leben als Raupe bleibt.
Und mir von diesem Sommer."
(Lied: "She" von Alice Phoebe Lou)
BABELFISCH TRANSLATIONS Nanna Gorbach
Can't find what you're looking for?
Get subtitles in any language from opensubtitles.com, and translate them here.