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Wer ist Hannah? Du fĂ€hrst morgen zurĂŒck nach Köln!
Gute Besserung.
Soll ich ihre Eltern finden? Warum ist das Ding so rostig?
Der RattenfÀnger ernÀhrt sich von Schuld. Er schafft Trugbilder.
SlĂąp. *Melanie schreit.*
Auch du, verdammte Hexe, wirst deinem Schicksal nicht entfliehen.
Er ist doch auch dein Sohn.
Und das ist die ganze Wahrheit, Papa?
Kommt drauf an, was passiert ist.
Finja Roth
Sam Mannheimer
Ruben Zastrow
*Rauschendes Wasser*
*Spannungsvolle KlÀnge*
*Leises Stöhnen*
(Hannah) Ich hab mir das so gewĂŒnscht.
Ernsthaft?
Und dann?
Ich hab versucht, die Situation zu glÀtten.
Das Ganze war ein Fehler. Das weiĂt du so gut wie ich.
Du brauchst jemanden mit Distanz.
Ich geb dir Telefonnummern von Kollegen. Besser von Kolleginnen.
Jetzt versteh ich.
Solang du mich ficken konntest, war ich gut genug.
Aber jetzt, wo's ernst wird, passe ich nicht in deine heile Welt?
Dr. Sandra Stettenkamp.
Oder war es Sylvia? Ich gucke gleich nach.
Bitte. Ich hab's nicht so gemeint,
aber wenn du mich wegschickst ...
Was dann?
Mann, ich weiĂ, ich ...
Ich bin manchmal so dumm, aber ich ...
Ich liebe dich.
Versuch doch, mich auch ein bisschen zu lieben.
Tut mir leid. Du musst gehen.
Sofort.
*Seufzer*
Hast du sie noch mal gesehen?
Einmal.
*DĂŒstere KlĂ€nge*
Da bin ich in Panik geraten.
Suizid in meinem Garten, das wÀre ...
Das wÀre beruflich das Ende gewesen.
Was hast du mit ihr gemacht?
Jahrelang lag sie hier in deinem Garten begraben.
Wenn man sie eines Tages findet,
bist du dran.
*SphÀrische KlÀnge*
Das heiĂt, es bleibt unter uns?
Deine Sache erfÀhrt keiner von mir.
Da kannst du dir sicher sein.
*Schneidende KlÀnge*
Hast du eine Ahnung, wo Sam hinwollte?
Nein. Er will nur nicht, dass uns was passiert.
Sag's nicht. Es stimmt auch nicht.
*Bedrohliche KlÀnge*
Jannik?
Bleib stehen!
Hey, hörst du mich? Bleib stehen!
*Stimmengewirr und GelÀchter*
*Bedrohliche KlÀnge*
*Die TĂŒr quietscht.*
Hallo, Bruno.
Entschuldige, ich war lange nicht mehr hier.
(flĂŒsternd) Hallo.
Ich weiĂ nicht, wie viele NĂ€chte ich durchgeheult habe.
Aber ich wusste, ich muss durchhalten. Wegen der Jungs.
Und jetzt sind sie erwachsen, und ich bin einfach nur ...
leer und ĂŒberarbeitet.
Ich seh sogar Gespenster im Keller. *Sie lacht nervös.*
Ich muss wieder leben.
Neun Jahre sind ...
eine verdammt lange Zeit und jetzt ...
Jetzt hab ich jemanden kennengelernt.
Er heiĂt AndrĂ©. Ein GeschĂ€ftsmann.
Ich liebe ihn.
Wir wollen heiraten.
Ich liebe dich immer noch, Bruno.
Und wenn's da drin noch irgendwas gibt, das mich hören kann,
dann glaube ich,
dass es mich versteht. Dass du mich verstehst.
*Mystischer Gesang*
*Gesang schwillt an.*
*HaustĂŒr wird geöffnet.*
(Romy) Mama? Bist du da?
Dein Amulett hat uns gerettet.
(Jamila) Es wird euch gegen den RattenfÀnger nicht helfen.
(Romy) Aber er muss doch irgendwie zu besiegen sein.
Du und deine Freunde, seid ihr wirklich bereit zu kÀmpfen?
Was bleibt uns anderes ĂŒbrig?
Ich weià jetzt, wie man ihn töten kann.
Der RattenfÀnger besiegelte seinen Pakt mit Blut. - Ein Blutschwur.
Aber er hielt ihn nicht ein, denn drei Seelen konnten entkommen.
Finja, Jannik und Ruben. - Sie sind der SchlĂŒssel, um ihn zu töten.
Deine Freunde mĂŒssen hierin ihr Blut mischen.
Dann tauchen sie ein Messer oder einen Speer ein und töten ihn.
Gut, ich mach das. - Das kann nur einer von den dreien.
Wie können wir dann helfen?
Es wird schwer, an den RattenfÀnger heranzukommen.
Er ist umringt von den Geistern der Kinder. Wir mĂŒssen sie ablenken.
Wir?
Du bist die Nachfahrin eines Witch Doctors.
Nimm dein Amulett. Sprich mir nach.
(afrikanische Sprache) Machoni mwako,
tutapata ngao.
Tutembee ... - Das ist nicht dein Ernst, oder?
*Sie atmet schwer.*
*Handyton*
*Handyton*
*DĂŒstere KlĂ€nge*
(RattenfÀnger) Bruno hat dich sehr geliebt.
Er wĂŒrde dir alles verzeihen.
Ich ... verzeihe nichts.
*Rufton*
Mama? Mama!
Mama! Die Geisterkinder haben uns fast ...
(Ansage auf Englisch) Your call has been forwarded ...
(Jamila) Machoni mwako.
Machoni mwako. - Tutapata ngao. - Tutapata ngao.
Tutembee kwa usalama.
Tutembee kwa usalama.
*SchlaggerÀusch*
*Jamila stöhnt.*
(Romy) Was ...
(RattenfÀnger) Du hast ihm das Herz gebrochen.
Und seinen Willen.
*DĂŒstere KlĂ€nge*
*Leises bösartiges Lachen*
*Schreckenslaut*
*Schrei* Mama?
Mama, halt durch!
Mama!
Hilfe!
*Jamila stöhnt.*
(afrikanische Sprache) Baraka za afya.
Tukufu na thabiti. - Mama. - Hol deine Freunde.
Schnell!
*Regina schreit.* *Der RattenfÀnger lacht laut.*
Mama!
Mama!
*Sie schreit.* Mama!
*Er knurrt.*
*Sam stöhnt angestrengt.*
Mama!
*Schrei*
*Schriller Schrei*
*Ein schriller Flötenton vermengt sich mit ihrem Schrei.*
Sam?
Jannik?
*Jamila stöhnt.*
Los, lauf schnell weg, HasenfuĂ.
Mama!
*Traurige Musik*
*Er schreit.*
(Jamila) Hört gut zu. Ich hab nur wenig Zeit zu reden.
Ich weià jetzt, warum der RattenfÀnger so lange gewartet hat.
Er war gefangen im Körper eines sehr tapferen und mutigen Mannes.
Dein Vater.
*Mystischer Gesang*
Er hielt den RattenfÀnger jahrelang in Schach, so gut es ging.
Aber sein Wille wurde gebrochen.
Der RattenfÀnger ist jetzt stÀrker als je zuvor.
Er wird die Kinder wie eine Armee aufstellen und euch jagen.
Ihr mĂŒsst ihn noch heute Nacht stoppen.
Sonst wird er unsterblich und bringt Tod ĂŒber ganz Hameln.
Du kannst nichts mehr fĂŒr ihn tun.
*Bedrohliche KlÀnge*
*Jamila stöhnt.*
*Dramatische Musik*
(Romy) Nein!
(Romy) Nein, nein, nein ...
Hey, hey. Hey, Mama.
Nein ...
Hey ...
*Sie weint laut.*
*Sam schluchzt.*
*Traurige Musik*
Ihr habt gehört, was sie gesagt hat.
*Finja schluchzt.*
Wir haben nicht viel Zeit.
*Regen prasselt leise.*
*Peter stöhnt angestrengt.*
(Alina) Ich hab nicht mehr gewusst, wohin.
Alina, wo kommst du denn her?
Ich hab's zu Hause nicht mehr ausgehalten.
Ich begreif so langsam, dass meine Mama nicht mehr zurĂŒckkommt.
Okay, lass uns ins Haus gehen, ja?
Komm.
*Unheimlicher Kindergesang*
Wie geht's denn deinem Vater?
Er arbeitet immer.
Ich seh ihn nur abends.
Ja, das ist seine Art, damit umzugehen.
Er baut sich einen Schutzwall auf.
Vorsicht, heiĂ.
Du hast angedeutet,
dass der Tod deiner Mutter was in dir ausgelöst hat.
Ja.
Vorsicht, er ...
HeiĂ?
Ich weiĂ.
*DĂŒstere KlĂ€nge*
Das mit dem Tod meiner Mutter ...
Ich hab so ... irgendwie so einen ...
inneren Frieden gespĂŒrt.
Du bist nicht gekommen, um mir das zu sagen.
Doch.
*Harter Schlag*
*DĂŒstere KlĂ€nge*
So was hab ich noch nie gesehen, Erik.
Sieht aus wie ein ritueller Selbstmord.
*Kamera klickt.*
Das war kein Selbstmord.
*Handy vibriert.*
*Schneidende KlÀnge*
Die TĂŒr ist offen.
Papa?
Ich bin wieder da!
Papa?
*Spannungsvolle KlÀnge*
Bleib du mal hier, ich schau oben nach.
Okay. Ich hol meinen Bogen aus dem Schuppen.
Ja.
*Spannungsvolle KlÀnge schwellen an.*
Fuck!
Finja ...
*DĂŒstere KlĂ€nge*
Finja!
*Schneidende KlÀnge*
*Schreckenslaut*
*Sie schluchzt.*
Papa!
Nein!
Nein!
Papa! Nein! Finger weg.
Nein, Papa, nein!
*Finja schluchzt verzweifelt.*
Du kannst ruhig nÀherkommen.
Wir haben einen kleinen Exorzismus abgehalten.
Jetzt bin ich wieder ganz der Alte.
Ruben, die Mutter deiner Freundin ...
Diese Ărztin ... Sie ist tot.
Und Romy? Wurde am Tatort gesehen.
Wie deine anderen Freunde.
Jetzt denkst du natĂŒrlich, dass sie was damit zu tun haben. Nein.
*SchlĂŒssel dreht sich im Schloss.*
Gerade kam eine Meldung rein.
Mein alter Freund Peter Roth ist ...
erhÀngt aufgefunden worden.
Und deine Freundin Romy hatte recht.
Ich hab was zu verbergen.
Wie schlimm ist es?
Das nÀchste Mal musst du mich im GefÀngnis besuchen.
*GefĂŒhlvolle Musik*
Mach diesen ScheiĂkerl fertig.
*Ruben schluchzt.*
Wie geht es Sam?
Hey, wir dĂŒrfen jetzt nicht aufgeben.
Wir haben alle unsere Eltern verloren.
Aber ihr Tod soll nicht umsonst gewesen sein.
Ich will mir spÀter nicht vorwerfen, dass wir's nicht versucht haben.
*TĂŒrklingel*
Ich geh schon.
Ruben.
*Schmerzenslaut*
(Romy) Meine Mutter sagte, wir sollen euer Blut hier drin mischen.
Nur damit können wir ihn besiegen.
Wow.
Ich mach das.
Okay, du kannst schieĂen. Aber was, wenn du gar nicht dazu kommst?
Da sind noch 130 Geisterkinder, die können sehr aufdringlich werden.
Ein guter General bestimmt Zeit und Ort des Kampfes.
Das hat Sunzi gesagt.
Zeit und Ort ...
Das klingt gut.
(Romy) Okay, das hier ist also das Portal in eine andere Dimension.
Ja. Warte mal ab, bis wir das Ding zum Laufen kriegen.
Wir hatten das GefĂŒhl, der RattenfĂ€nger wollte hierher.
Er kam aus dem Wald und wollte durchs Portal. Und die Kinder?
Die meisten waren hinter ihm. Okay, das ist gut.
Wir mĂŒssen ihn rauslocken und das Tor schlieĂen, sodass er allein ist.
Wie lange braucht ihr?
(Melanie) "Mord?" - (Erik) Ja.
"Erik, weiĂt du, was das bedeutet?" - Ja. LebenslĂ€nglich.
Aber ich muss ein GestÀndnis ablegen.
"Kannst du mir einen Gefallen tun?"
Ein bisschen nach Alina schauen? - "Ja."
"Sie ist jetzt ganz allein."
"NatĂŒrlich, gern." - Danke. - "Erik ..."
*Er schnieft.*
*Schritte*
Hey ... Alina, mein Schatz.
Was machst du hier?
Das darfst du nicht machen.
Was darf ich nicht machen?
Ihnen alles erzÀhlen.
Alina, ich hab wirklich ...
*Schmerzenslaute*
*DĂŒstere KlĂ€nge*
(Romy) Nicht schlecht. Ja, aber er wird sich bewegen.
Und es könnten Geisterkinder dazwischenkommen. Keine Sorge.
Die rÀum ich dir aus dem Weg.
Jungs, wie kommt ihr voran?
Es lÀuft. Jannik hat die BauplÀne gefunden.
(Romy) Bleib ruhig und fokussiert. Egal, was passiert.
Wir haben nur diese eine Chance.
*Spannungsvolle Musik*
Wieder Brust. Nicht schlecht.
Verdammt, er wird immer stÀrker.
Ruben?
Ihr mĂŒsst euch beeilen. Es geht los. Er sammelt seine Armee.
Schneller.
*Schrille KlÀnge*
*Melodiöses Flötenspiel*
*Flötenspiel wird schriller.*
*Flötenspiel stoppt.*
*Er stöhnt.*
*Leise pulsierende Musik*
(Romy) Wie weit seid ihr?
Fast fertig.
*Erik stöhnt vor Schmerz.*
ScheiĂe. Wann ist das Ding endlich fertig?
Wisst ihr, was ihr zu tun habt?
Wir beide halten die Kinder von Finja fern.
Und ich ĂŒbernehm den Rest. Gut.
Lasst uns dieses Arschloch erledigen.
Dann mal los.
(Polizist) Oh Gott, Erik!
Ich ruf gleich den RTW. - Kein Krankenwagen!
Jetzt!
*Quietschen und Rattern*
*SphÀrische KlÀnge*
*Grollendes Blubbern*
*SphÀrische KlÀnge dauern an.*
*FlötenklÀnge*
*Grollendes Blubbern*
*Schriller Flötenton*
Ruben!
*Fauchen*
*Kinderstimmen*
*Schrei*
*Der RattenfÀnger lacht.*
*Schrei*
*Finja schreit.*
*Lachen*
*Schrei*
*Schrille FlötenklÀnge*
(afrikanische Sprache) Tutembee kwa usalama!
Machoni mwako, tutapata ngao!
Tutembee kwa usalama.
Machoni mwako, tutapata ngao.
Machoni mwako. Tutembee ...
*Schriller Flötenton*
*Melodisches Flötenspiel*
*Finja schreit.*
Hey, du Pfeife!
Was tust du?
*SphÀrische KlÀnge*
*Finja stöhnt.*
*Schriller Flötenton*
*FlötenklÀnge* *Finja schreit.*
Ich hab lange auf dich gewartet.
*FlötenklÀnge*
*FlötenklÀnge verstummen.*
*Schrille Flötentöne*
*Flöte verstummt.*
*Spitzer Schrei*
*Spannungsvolle Musik*
*Gurgelnde Laute*
*Sie hustet.*
*Dramatische Musik*
(Romy) Er will seine KrÀfte wieder aufladen!
(Christian) Sam, wach auf.
Deine Freunde brauchen unsere Hilfe.
*Grollen*
*Knurren*
Jannik!
*Langgezogener Schrei*
*Schrei*
*Schrei*
*Finja schreit.*
*Der RattenfÀnger stöhnt.*
*Dumpfer Schlag*
*Zischen*
*SphÀrische KlÀnge*
*GefĂŒhlvolle Musik*
(Christian, mit Echo) Leb wohl, Finja.
Verdient hat er's nicht, so spÀt, wie er gekommen ist.
Aber ich gönn's ihm trotzdem.
(Alina, schluchzend) Papa!
Papa ...
Hey, Spatz. Es ist vorbei.
Es ist endlich vorbei.
Okay. Nichts wie raus hier.
Im Jahr 1284 litt Hameln unter einer schlimmen Rattenplage.
Eines Tages tauchte ein dĂŒsterer Fremder auf
und versprach, die Stadt zu retten.
Mit seinem Flötenspiel fĂŒhrte er die Ratten in die Weser,
wo sie ertranken.
Doch die StadtvÀter verweigerten ihm den versprochenen Lohn.
(Jannik)
Sie verschwanden spurlos in einem Berg,
den man Poppenberg nannte.
Nur die Blinde, der Lahme und der Taube blieben zurĂŒck.
*DĂŒstere KlĂ€nge*
*Die Ratten quieken.*
*Schneidende KlÀnge*
Untertitel im Auftrag des ZDF, 2024
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