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Wie l�uft's?
Alles bestens.
Ich bin jetzt Kranf�hrer, sitze im Warmen...
Rauche mein Gras,
und die Leute da unten sind alle ganz klein.
Der Wind weht, und alles schaukelt.
Das muss irre sein, mit dem Wind.
Ja, dann kracht es �berall, das ist cool.
Das w�re mir zu hoch.
Mir reicht ein Joint. - Ja, aber beides zusammen...
Ja, ja.
Du kommst nicht zuf�llig...
... in der Odinstra�e vorbei? - Doch.
Kannst du die Joints bei Thresti abgeben?
Er schafft es nicht mehr her, seitdem er Abgeordneter ist.
Ja, klar kann ich das machen.
Der �rmste. Steht echt unter Druck.
Das kann man wohl sagen.
Das Einzige, wor�ber ein Abgeordneter entscheiden kann,
sind seine Di�ten.
Sonst nichts.
Das ist alles nicht so einfach.
Er muss auf seinen Ruf achten.
Ich rolle ihm seine Joints
wie eine kubanische Arbeiterin die Zigarren.
Ein Vollzeitjob.
Ja, sozusagen.
Nimm die beiden hier. - Sind die f�r mich?
Ja, nimm.
F�r den Kran. - In luftiger H�he.
"Ich sagte den T�rstehern, ich sei nicht Aschenputtel
und ich wolle meinen Schuh holen.
Ich trat die Scheibe mit meiner nackten Ferse ein,
was niemandem gefiel."
BIN GLEICH ZUR�CK
Zum M�dels abschleppen taugt die Kiste aber nicht, Bruderherz.
Auweia.
Puh!
Das stinkt ja widerlich. Hast du 'ne Leiche hier drin?
Ist das mal wieder eine deiner Spinnereien?
Nein danke, ich hab aufgeh�rt.
Trinkst du wieder?
Na ja, das eine schlie�t das andere ja nicht aus.
Das ist ein Nichtraucherauto seit heute.
Wenn du rauchen willst, tu das woanders.
Hier drin muss man rauchen, um den Gestank zu �berdecken.
Da kannst du lange auf Gesellschaft warten.
Das sagt die Richtige!
Du stinkst derma�en nach Gras, dass man davon high wird.
Genau. Und du musst nicht mal daf�r bezahlen.
Mann, kannst du nicht 'n bisschen schneller fahren?
Ich sterb noch an Altersschw�che, bevor wir da sind.
Du k�nntest dich ruhig mal bei mir bedanken.
Ich bin doch nicht dein Chauffeur! Ich hab auch andere Sachen zu tun.
Du f�hrst falsch! - Ich kenn mich hier ja wohl aus.
Nicht nach da! - Wer hat denn hier den F�hrerschein?
"Nein, heute weigere ich mich, so �beraus dramatisch zu sein,
wie eine getrocknete Rose,
mit der Bl�te nach unten an einem Faden h�ngend.
Nein,
ich werde die Figur am Bug eines Piratenschiffs sein,
allen Gefahren trotzend,
mit nackten und salzigen Br�sten."
Gut gesagt, meine liebe Anna.
Eine Million. - Mach dich nicht l�cherlich.
Anderthalb. Das ist echt geschenkt.
Du wei�t ja, du h�ttest 300 Kunden pro Tag.
Mindestens.
1,2 Millionen. - Anderthalb.
Es geht hier immerhin um halb Reykjavik.
Die rauchen alle. Und machen keinen �rger.
Kein Ecstasy, kein Koks, kein Speed.
Alles nur friedliche Kiffer.
Anderthalb Millionen sind echt ein Spottpreis.
Das ist eine Gans, die goldene Eier legt!
Schau, es klingelt.
Pausenlos.
Anderthalb Millionen, Sch�tzchen.
Hallo. Ja, Toggi.
Ich komme in 'ner halben Stunde.
Drei Joints, kein Problem.
Ich hab da schon zwei Interessenten,
einen aus dem Osten der Stadt und einen aus dem Westen.
Die sind bereit, diese Summe zu zahlen.
Ich will dich nicht linken.
Ich w�rde die Chance nutzen.
Anderthalb Millionen.
Woher soll ich die nehmen? - Sei kreativ.
Morgen Abend, selber Ort, selbe Zeit. - Okay.
Einverstanden.
Ich hab das Handy verkauft! - Ist doch super.
Das war gar nicht leicht.
Er hat versucht zu handeln.
"1 Million, 1,2 Millionen..."
Bl�der Wichser...
Anna, deine Geschichten interessieren mich nicht!
Sollten sie aber. Du h�ttest auch was davon.
Seit Ewigkeiten verspreche ich den Jungs,
sie aus diesem Alcatraz des Nordens rauszuholen.
Keine Ahnung, womit die Wikinger das verdient haben,
hier zu enden.
Ich habe so derma�en die Nase voll von Skype,
den verdammten Jeeps, den Pelzm�nteln!
Da musst du aber weit weg. - Sicher.
Dahin, wo man diese d�mlichen blonden, blau�ugigen Leute
nicht mehr sehen muss.
Du gehst doch eh nicht weg.
Immer dieselbe Leier. Ich kann's nicht mehr h�ren.
Du gehst nicht weg, du redest blo� davon.
H�r auf, mich anzul�gen.
H�r auf, alle zu bel�gen, deine Familie, deine S�hne...
Lass meine S�hne aus dem Spiel. - Ich kann sagen, was mir passt!
Wenigstens interessiere ich mich f�r die Familie.
Du warst nicht mal bei Papas Beerdigung.
Ich hab kein einziges Mal mit ihm gefr�hst�ckt,
was soll ich dann auf seiner Beerdigung?
Er war unser Vater! - Nennt man so einen Typen,
der eine Frau schw�ngert und einfach abhaut?
Hallo?
Gr�� dich.
Ja, ich bin unterwegs.
Ja!
Ja, ich komme.
Der hat's aber echt n�tig.
Was machst du da? - Wonach sieht's denn aus?
Jetzt reicht's! Das ist ein Nichtraucherauto.
Beruhig dich, Tomas. - Du rauchst nicht in meinem Auto!
Mann, bist du 'ne Spa�bremse! Ich feiere mein neues Leben.
Feiere doch mit, hol dir von mir aus einen runter.
Ich rauche jetzt diese T�te
in deinem verdammten Nichtraucherauto, mein Schatz!
Unglaublich!
Hallo, Kjartan. - Hallo, Marta.
Toller Kampf! - Du warst da?
Toller Kampf! Ich hab verloren.
Ja, schon. Aber wenigstens mit Stil.
Danke.
Was der Boxsport braucht, ist diese Anmut...
diese Anmut einer T�nzerin, die du hast.
Ich h�tte mehr t�nzerische Elemente einbauen,
sie umkreisen und besser zuschlagen sollen.
N�chstes Mal mache ich sie fertig. - Ja, hoffentlich.
Wie geht's deinem Magen? - Schon ein bisschen besser.
M�chtest du einen Tee? - Einen Hanftee?
Hier gibt es sicher Gras, aber ich wei� nicht wo.
Hallo, wie geht's?
Gut. - Haben Sie Feuer?
Nein, ich rauche nicht.
Rauchen ist ungesund. - Ich wei�. Danke trotzdem.
Und es ist dumm. - Ich wei�.
Mein Vater ist gerade gestorben.
An Krebs.
Tut mir leid. - An Kehlkopfkrebs.
Das tut mir leid. - Er war Raucher.
Er ist zum Arzt gegangen,
weil er Halsschmerzen hatte.
Es stellte sich heraus, dass er Krebs hatte.
Da war ein Krebsgeschw�r in seinem Rachen.
Tut mir leid. - Er machte eine Chemotherapie.
Und die Chemotherapie hat das Geschw�r zerst�rt.
Aber sie mussten ihm alles rausschneiden,
den Adamsapfel, die Stimmb�nder, alles.
Am Ende hatte er da ein gro�es Loch.
Genau da. - Ich wei�.
Und... - Das tut mir leid.
Und danach musste er zur Bestrahlung.
Die Strahlen griffen seinen Rachen so an,
dass er nicht mehr schlucken konnte.
Dann steckten sie ihm einen Schlauch in den Hals.
Wie er da auf dem Bett lag, das war furchtbar.
Tut mir leid.
Entschuldigen Sie... - Schon gut.
Das war dumm, tut mir leid.
Also...
Woher kommen Sie? - Aus Irland.
Sie sind der Erste, dem ich hier begegne.
Ich war l�ngere Zeit allein unterwegs.
Klasse.
Ich... - Wie...
Ich will zu dem Gef�ngnis hier in der N�he.
Ich muss dort jemanden besuchen.
Billy.
Ein Freund von Ihnen?
Ja, er ist mein Freund.
Aha.
In Reykjavik wird angeblich mehr getrunken als in Dublin,
da wollte er unbedingt herkommen.
Er hat ein g�nstiges Angebot im Internet gefunden,
f�r ein Wochenende in den Blue-Lagoon-Thermen.
Und dann hat er sich abgeschossen.
Abgeschossen?
Er hat sich furchtbar betrunken. - Ach so.
Und am Ende ist er in eine Messerstecherei geraten.
In eine Messerstecherei? - Ja. Muss schlimm gewesen sein.
Keine Ahnung, was mit ihm los war. Er war noch nie gewaltt�tig.
Kennst du meinen Lieblingsfilm? - Nein.
"Over the Top".
Los, mach schon. - Verzeihung.
Bin ich hier richtig bei Anna Hallgrimsdottir, der Dichterin?
Die Schuhe. Du musst sie ausziehen.
Ich seh schon, du bist nicht von hier.
In diesem Land...
ziehen wir unsere Schuhe aus.
Aber davon abgesehen bist du hier richtig.
Was ist?
Ich hab einen weiten Weg gehabt. Ich bin verabredet.
Ja, wir sind alle verabredet.
"Ich bin hier wegen meiner drei Gramm.
Weil Anna nicht kommt, ist mein Bier schon warm.
Aber ich bleibe trotzdem entspannt,
Anna kommt sicher gleich angerannt.
Das Gras ist anderswo gr�ner? Da irrst du dich!
Denn hier ist das Gras au�erordentlich.
Hey Anna, roll mir drei T�ten, sch�n rund und prall.
Du kapierst nicht, was geht? Dann schie� dich ins All.
Brauche kein Prozac, keinen Tabak, nur Gras.
Ich nehm einen Zug und schon tut sich was.
Anna schneidet das Paket entzwei und wir lachen uns tot dabei.
Wir brauchen keinen Benz, wir haben unseren eigenen Lenz.
Ich beginne zu schweben,
fliehe nicht vor Depressionen, sondern vor dem Spie�erleben.
Vor dem Treibsand aus dem Ikea-Katalog.
Vor Neureichen mit Seidenschal, die blind sind f�r jede Moral.
Ihr Lottogewinn war nur Betrug.
Eine Villa am Stadtrand, Familienfotos an der Wand.
War es das, was du wolltest?
Zinsen f�r den Dispokredit, Geb�hren f�r Konto�berzug,
dein zitterndes Gerippe steht auf der Kippe.
Was ist das Ziel?
Ein Sechser im Lotto? Geld haben wie Heu?
Wir pfeifen drauf, Hauptsache, Anna bleibt uns treu."
GEF�NGNIS VON KVIABRYGGJA
Danke. - Wiedersehen.
Viel Gl�ck.
Verdammt, wo sind wir hier?
Am Gef�ngnis von Kviabryggja.
Was ist los?! - Du bist eingeschlafen.
Ich musste nach Arnarstapi, um Fisch zu holen.
Arnarstapi? Aber das ist doch ganz am anderen Ende!
Ich hab eine irische Tramperin mitgenommen.
Sie wollte unbedingt hierher. - Wieso denn das?
Um jemanden zu besuchen.
Und ich? Ich komme zu sp�t zur Arbeit!
Meine Kunden warten. Was soll das alles?
Deine Kunden k�nnen warten.
Ein bisschen frische Luft wird ihnen gut tun.
Jetzt gib schon Gas, du Idiot. Schei�e...
Rauchst du etwa? Verdammte Schei�e!
Bleib mal h�flich, du Bl�dmann.
Hey, warte! Jetzt warte doch mal!
Verdammt, nicht in meinem Auto!
Du d�mlicher Schwachkopf!
Arschloch!
Verdammte Schei�e!
Gottverdammte Schei�e!
Wie hei�t du? - Raphael.
Raphael... Du willst also zu Anna?
Ja, ich will sie schon lange besuchen.
Ich schreibe meine Diplomarbeit �ber sie.
Diplomarbeit...
Eigentlich sollte es eine Arbeit �ber isl�ndische Sagen werden,
aber jetzt schreibe ich �ber skandinavische Dichterinnen.
Ich habe so eine Art Schwenk zu den Frauen gemacht.
Und da ist Anna eine echte Gr��e. - Oh ja.
Ich habe im Internet billige Fl�ge gefunden,
dieses Blue-Lagoon-Angebot.
Da bin ich hergeflogen.
So geht man dem R�tsel des Dichters am besten auf den Grund.
Aha. - So ein Depp.
Halt die Klappe.
Das sieht gut aus. Das ist Franz�sisch, oder?
"Wilde Begierde und ein paar schl�pfrige Festnahmen".
Wie s��.
"Ich m�chte gern gestreichelt werden,
wie eine Katze, mit der niemand schmust.
Gestreichelt und gedr�ckt,
auf das M�ulchen gek�sst.
Liebkost,
bis hinauf zum Hals.
Liebkost...
Oh, ich m�chte so gern gestreichelt werden.
Am R�cken entlang.
Und an einem...
... einem meiner Ohren,
an einem meiner Ohren..."
Hallo.
Nett, dass Sie gewartet haben. - Schon gut.
Ist Ihr Bruder schon weg? - Ja.
Man merkt...
dass er ein guter Kerl ist.
Sicher.
Jedenfalls...
will Billy mich nicht mehr sehen.
Er...
Er sagt, er liebt mich nicht mehr.
Ich habe gefragt, ob er eine andere hat, aber er meinte, nein.
W�re auch komisch, hier sind ja nur M�nner.
Ja, das stimmt.
Ich...
Ich wei� nicht, was ich falsch gemacht hab.
Wir haben uns so gut verstanden.
Er braucht mich wohl nicht mehr.
Wie hei�en Sie? - Anna.
Und Sie? - Joy.
Schei�e.
Nein, danke.
Seit Inga Lisa weg ist, geht's deinem Cousin echt schlecht.
Siggi war schon immer so.
Er war schon deprimiert, als er geboren wurde.
Aber jetzt ist es schlimmer. Er f�hlt sich einsam.
Nenn die Dinge doch einfach beim Namen:
Manisch-depressive St�rung mit Rapid-Cycling-Verlauf.
Wie ein Hamster im Laufrad
drehst du dich immer im Kreis.
Es gibt Medikamente wie Lithium, aber er wollte nie welche nehmen.
Wobei Lithium au�ergew�hnliche Nebenwirkungen hat.
Damit kann man tolle Sandwiches machen.
Ich mag Siggi sehr.
Du solltest ihn ab und zu mal besuchen.
Er lebt ganz allein in diesem Loch.
Hier ist es doch auch nicht schlecht, so "im Loch".
Du meinst, weil es hier im Heim so gem�tlich ist?
Ja, das stimmt. - Danke.
Hier gibt es nur 15 Gefangene,
da hat man Zeit, jeden richtig kennenzulernen.
Den Menschen hinter dem Kriminellen zu entdecken, wei�t du?
Aha.
Steckt nicht in jedem von uns ein Krimineller?
Dir hat's im Leben jedenfalls nicht an Waffeln gemangelt.
Ich bin hier, seitdem ich zwei Jahre alt war.
Nett, oder?
Umgeben von M�rdern aufzuwachsen.
L�dst du sie zu deinem Geburtstag ein?
Nein, das nicht.
Wasch die Pilze ordentlich ab.
Keine Sorge, ich mach das nicht zum ersten Mal.
Ich habe schon Milchshakes mit Pilzen gemacht,
Weihnachtsgeb�ck mit Pilzen,
Pizza mit Pilzen, Pilzsuppe und Pilzkuchen.
Das geh�rt alles zu meinem Repertoire.
Und ich geb dir noch einen professionellen Rat:
Vermisch sie gut.
Du musst sie klein schneiden und ordentlich vermengen,
damit sie sch�n verteilt sind.
Nicht, dass in einem St�ck 50 Pilze sind,
und jemand, zum Beispiel du, r�ckw�rts die Treppe hochrennt,
sich einschei�t, gr�nes Zeug auskotzt und schreit,
wie Linda Blair in "Der Exorzist": "Fick mich, Jesus!"
Ulfur, ist zu Hause alles klar?
Ich kann noch nicht kommen. Es gab ein kleines Problem.
Ich fahre mit Eysa, dem Sohn des Gef�ngnisdirektors.
Er wird mich bei Siggi absetzen,
dem Mann von Gogo...
Papas Schwester.
Ich muss nur kurz da vorbei, danach komme ich nach Hause.
Das Problem ist nur, ich sollte schon beim Abwaschen sein.
Kannst du hingehen und schon mal anfangen?
Ich l�se dich ab, sobald ich da bin.
Kein Problem.
Okay, bis dann.
Deine Mutter? - Ja.
Ist sie unterwegs? - Ja, sie kommt gleich.
Wie viele L�ffel sind es noch?
Ich bin fertig.
Ulfur!
Ulfur!
Da will jemand zu dir. Er kannte dich schon als Kind.
M�chtest du dich setzen?
Ich w�rde gern mit dir reden.
Wer ist denn das? - Mein kleiner Bruder.
Willst du sie aufsetzen?
Na, los.
Ich hatte schon vergessen, wie sch�n Reykjavik ist.
Alles ist moderner als damals, als ich zuletzt hier war.
Ich bin beruflich viel unterwegs, schlafe oft im Hotel.
Gerade wohne ich im Nordica. Ein tolles Hotel.
F�r welche Firma arbeiten Sie?
American Airlines.
Und welche... - A320.
Ein Airbus. Magst du Flugzeuge? - Nicht unbedingt.
Ich bleibe noch anderthalb Tage.
Und ich w�rde dir gern etwas zeigen.
Wei�t du...
Ich wollte dich schon lange besuchen.
Dieses hier gef�llt mir sehr.
Du siehst genau wie mein Vater aus.
Dein Gro�vater.
Einmal wartete ich auf den Bus und h�rte pl�tzlich eine Stimme.
Das klingt verr�ckt, aber es war so.
Ich dachte, Gott w�rde zu mir sprechen.
Wisst ihr...
Er hat mir... einen Auftrag erteilt.
Ich sollte jemanden retten. Es konnte irgendjemand sein.
Und in diesem Moment kam Billy aus einem Pub getorkelt,
sturzbetrunken.
Da wusste ich: Er ist es. Ich ging zu ihm
und half ihm sofort.
Beeindruckend. Wie h�rte sich die Stimme an?
Sie war ziemlich rau, aber auch irgendwie sanft und liebevoll.
Eine sehr... einladende Stimme.
Hast du sie mehrmals geh�rt? - Nein, nur das eine Mal.
Aber sie begleitet mich auf all meinen Wegen.
Das nennt man wohl "Glauben". - Es ist egal, wie man es nennt.
Was z�hlt, ist die innere Ruhe, die du gefunden hast.
Wir alle suchen nach ihr. Oder etwas �hnlichem.
Ja. - Wei�t du, ich beneide dich:
Du bist so jung und so voller Frieden. Danach sehnt sich jeder.
Danke.
Auch du wirst Frieden finden. - Ja?
Ja, sicher. Wenn du deinem Engel begegnest.
Ich habe eine Ranch in Arizona. Komm schon.
Wir haben kein Geld f�r den Flug. - Darum k�mmere ich mich schon.
Komm einfach, wenn du bereit daf�r bist.
Nur mit meiner Familie. Wir sind ein Team.
Ihr k�nnt alle drei kommen, das ist kein Problem.
Deine Mutter liebt doch Pferde.
Falsch. Meine Mutter liebt Kr�hen.
Und kratzige Steine.
Okay... Ich habe etwas f�r dich.
Wenn Sie nichts f�r ihn haben, will ich es nicht.
Willst du nicht wissen, was es ist?
Ich dachte, ein iPod w�re...
Ich will ihn nicht.
Hey, willst du noch ein Eis? Ja?
Dann kriegst du jetzt eine richtig gro�e Portion.
Hallo.
Ich sitze da mit den beiden Jungs.
K�nnen Sie dem Kleinen ein richtig sch�nes Eis bringen?
Okay. - Wie hei�en Sie?
Ragnheidur.
K�nnten Sie nach Feierabend kurz zu meinem Tisch kommen?
Okay. - Aber nicht vergessen.
Margret, du bist ein Genie.
M�chtest du ein St�ck?
Ich hab zuletzt im Flieger gegessen.
Ist das okay auf leeren Magen? - Klar, das ist wie Champagner.
Nur ohne Kohlens�ure.
Und trockener.
Immer mit der Ruhe, Margret.
Hier.
Ich wei� noch, wie es beim ersten Mal war.
Ich war in der Stadt
und da lief eine alte Frau auf dem Gehweg.
Und ich h�rte Stimmen, die sagten:
"Achtung an der Bahnsteigkante..."
"Achtung an der Bahnsteigkante..."
Und auf einmal war da ein Loch im Boden.
"... Gro� und Klein auf der Erde.
Selbst das Gras sticht mich.
Die Welt ist falsch und alles ist am Untergehen,
Gro� und Klein auf der Erde.
Selbst das Gras sticht mich..."
Tsch�ss. - Danke.
Bist du sicher, dass ich nicht warten soll?
Nein, Siggi wird uns fahren.
�brigens... du solltest mal duschen.
Du riechst wirklich... verboten.
Du mich auch!
Du brauchst keine Angst vor denen zu haben, die sind dumm.
Siggi!
Jemand zu Hause?
Siggi!
Siggi!
Oh...
Siggi!
Oh, nein!
Normalerweise bringen sich die Leute nicht im Fr�hsommer um.
Siggi!
Was bist du blo� f�r ein Dummkopf!
Was glaubst du, wie viele Leben du hast?
So ein Idiot.
K�nnen Sie mich h�ren? Wie hei�t er?
Siggi.
Siggi, h�ren Sie mich?
Verdammt, ist der schwer. - Er muss aufwachen und laufen.
Hat dir das deine komische Stimme gesagt?
Ich bin gelernte Krankenschwester. - Echt?
Laufen wird der wohl kaum.
Er muss.
Mann, gib dir doch mal M�he, Siggi!
Er ist nicht nur depressiv, sondern auch total schwer.
Vorsicht.
Mach den Kofferraum auf.
Nicht so leicht wie es...
Tut mir leid. - Wir m�ssen ihn da reinkriegen.
Ja, ja, ja.
Siggi!
Rein da!
Die Beine auch.
Okay, das war's. - Okay.
Ich schw�r dir, der ist depressiv.
Er f�hlt sich einsam, der Arme.
Wo ist der Franzose?
Bei der Statue. - Ah ja.
Ich bekam ihn nicht wach, da hat ihn jemand dorthin gebracht.
Nicht, dass ihn mein Lied erledigt hat.
Nein, der war schon vorher angeschlagen.
Das ist das Heimweh.
Ich hab ihm sofort angesehen, dass er Heimweh hat.
Es gibt solche Leute, die einfach ihr Gl�ck nicht finden.
Sie finden es nicht, weil niemand ihnen den Weg weist.
Wissen Sie, jeder Schatz hat seine Karte.
Haben Sie hier ein kleines rotes Handy mit Fl�geln drauf gefunden?
Nein. - Ein ziemlich altes.
Ist das hier die einzige Abgabestelle f�r Fundsachen?
Sie k�nnen dieses hier benutzen.
Das bringt nichts, ich brauche mein eigenes Telefon.
Ist Ihnen meins nicht gut genug?
Doch, aber es ist nichts meins!
Nein...
Oh, nein!
Schei�e!
Nein!
So eine Schei�e!
Und vergib uns unsere Schuld.
Maria voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Unser t�glich Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld.
Bitte gib acht auf ihn.
Maria voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Unser t�glich Brot gib uns heute
und vergib uns unsere Schuld. - Joy!
Komm jetzt, ich hab mein Handy bei ihm verloren.
Nein, ich muss hierbleiben.
Wieso? - Er braucht jemanden, wenn er aufwacht.
Meinst du? - Ja, ich glaube, das ist wichtig.
Ich warte hier auf dich.
Okay, wie du meinst.
Ach, du Schei�e!
Verdammt noch mal, wer bist du?
"Hallgrimsdottir, Anna...
Wilde Begierde und ein paar schl�pfrige Festnahmen."
"Verzehr mich lebendig,
verzehr mich, wenn ich vor Verlangen anschwelle.
Verzehr mich gefroren in einer hei�en Sauce.
Verzehr mich lauwarm.
Verzehr mich ganz und gar von innen,
verzehr mich ganz und gar von au�en."
Guten Appetit.
Pass auf dich auf, wer immer du bist.
Wo ist blo� dieses verdammte Telefon?
W�re das Handy doch nur an einem Haus befestigt!
Anna ist unterwegs. Wir wissen nicht, f�r wie lange.
Irgendwann muss sie ja zur�ckkommen.
Wir sind auf einer Insel.
Da verschwindet man nicht einfach so.
Sonst wartet sie immer auf uns.
Jetzt sind wir mal mit Warten dran.
Wo ist Anna?
Ich hab's total eilig und erreiche sie nicht.
Guck mal.
Super. Wer hat das gemacht? - Robert Crumb.
Nein! Er h�chstpers�nlich? - Ja.
Das hat mir meine Mama zum 14. geschenkt.
Ich hab es gezeichnet.
Das ist meine Eidechse. Es ist ein echtes Tattoo.
Ich k�nnte mir hier ein Tattoo von dir stechen lassen.
W�re das okay f�r dich? Ich finde n�mlich...
Was? - Du hast ein sch�nes Gesicht.
Und was machst du im richtigen Leben?
Ich hab viel mit M�ll zu tun.
Bist du obdachlos? - Nein, bei der Stadtreinigung.
Bei der M�llabfuhr.
Das ist 'n harter Job.
Du bist eine M�llfrau? - Genau.
Werd jetzt nicht respektlos. - Nein!
Wie hei�t dein Papa? - Mein Papa?
Er hei�t Forest. - Was bedeutet das?
Forest? Das bedeutet "Wald".
Auf Englisch.
Er ist Amerikaner.
Fehlt dir dein Papa?
Nein, nicht besonders.
Ich kenne ihn ja kaum. Daher vermisse ich auch nichts.
Mein Papa fehlt mir nicht.
Ich habe ihn noch nie gesehen. Er wohnt so weit weg.
Ich bin ihm einmal begegnet, als ich in Mamas Bauch war.
Wei�t du...
Dieser Mann da...
Er hat uns auf seine Ranch eingeladen.
Das ist so eine Art Bauernhof.
Mit vielen Pferden, K�hen und anderen Tieren.
W�rdest du da gern hin?
Ja.
Und du?
Ich?
Wei� noch nicht so genau...
Als der Ministerpr�sident live ein McDonald's eingeweiht hat,
a� er einen Hamburger! - Was ist daran so schlimm?
Was?! Das ist ein Riesenproblem!
Unter gesundheitlichen Aspekten ist es fragw�rdig,
wenn ein f�hrender Politiker sein Land in die Fettsucht treibt.
McDonald's ist doch das Unges�ndeste, was es gibt.
Alles in Alu verpackt,
dieses Schei�zeug aus der R�stungsindustrie,
das man nicht mal recyceln kann.
"... zog wie blauroter Nebel gen Westen,
w�hrend noch ein F�nkchen von der Sonne zu sehen war,
bevor sie hinter den Bergen versank.
Ihr Abschiedsgru� legte sich in sanften Farben �ber die Welt.
Das Gras wurde zu Gold und das graue Moos,
das die Lava bedeckte, begann zu brennen."
So beeinflusst die Kultur den Menschen.
W�rden wir Wale t�ten, wenn Bubbi sie nicht besungen h�tte?
Was meinst du? - Ich frage euch.
Ich glaube, man muss sie t�ten.
Das zu vermarkten...
Ich esse jedenfalls lieber Burger als Walfleisch.
"Isl�ndischer Wal mit Pommes"...
Das k�nnte sich verkaufen.
In Alu verpackt, dann h�lt es sich l�nger.
Das w�rden die Touristen nicht wollen.
Aber die k�nnten das recyceln. - Das w�re die Kunst.
"Der Kreislauf des Lebens." - Ein rentables Gesch�ft.
Wenn die Bandmitglieder von Sigur Ros live Walfleisch essen w�rden,
k�nnte das Arbeitspl�tze schaffen.
Und dazu rauchen sie isl�ndisches Gras. - Mit G�tesiegel.
Wo bleibt denn Anna?
Ihr seid aber h�bsch.
Sehr t�chtig, gleich zwei auf einmal.
Machen aber auch doppelt Arbeit.
Ihr wollt leben.
Aber Siggi...
der macht nicht den Eindruck.
Dabei ist er doch euer Hirte.
Und was will blo� dieser Typ auf dem Sofa?
Ich w�re so gern bei meinen S�hnen.
Du musst allein aufstehen, Schatz. Das nimmt dir keiner ab.
Das sind deine Beinchen.
Benutze sie.
Trau dich.
"An der Schwelle, auf den Stufen liegend,
fleht mein ertrunkenes Leben, dem Ende nahe, mit offenem Mund:
'Ich will nicht mehr.'"
Hast du mein rotes Handy gesehen? - Nein.
Bist du sicher? - Ja.
Wirklich nicht? Es ist ein ganz kleines.
Nein. Ganz sicher nicht.
Sie k�nnen meins benutzen.
Okay, danke. Das muss ich wohl.
Hallo, Ulfur.
Sch�n, dich zu h�ren. Wie lief's gestern bei der Arbeit?
Alles wie immer?
Ich bin unterwegs.
Wie immer.
Bei Siggi ist was passiert, ich erz�hl dir nachher alles.
Aber euch beiden geht's gut, ja?
Und die anderen?
Okay.
Was w�rde ich nur ohne dich machen, mein Schatz.
Also, dann. Bis nachher.
Ja, okay.
Mama kommt bald.
Bis nachher. Ciao.
Was genau verstehen Sie unter einem Gedicht?
Und haben Sie schon immer geschrieben?
Ich wei� nur...
dass ich mich zu erinnern versuche,
was ich mit meinem Handy gemacht habe.
Ich hatte es doch bei mir.
Im Auto, als wir die Jesus-Tante mitgenommen haben. Und...
Und ich hatte es bei Benni,
als wir Waffeln gegessen haben.
Ich...
Ich hatte es, als wir Siggi hier gefunden haben.
Ich hatte es in der Schubkarre.
Ich wei� nicht, ob es im Krankenhaus noch da war.
Ich kann mich an nichts erinnern.
Gestern Abend, als Sie bei mir waren,
hatten Sie dieses blaue Kleid an.
Erinnern Sie sich?
Moment!
Welche ist es?
Nein.
Klingel weiter!
Die ist es. Nein!
Die ist es.
Die ist es! - Ja!
Ja! Ja!
Hallo!
Wer ist das?
Ich wei� es nicht.
Aber sie hat die ganze Nacht f�r Sie gebetet.
Ich bin nicht gl�ubig.
Und trotzdem sind Sie noch da.
Wem ist das wohl zu verdanken?
Ich hatte eine wichtige Besprechung.
Sag Hafstein, er soll mit dem Grabstein anfangen.
"Steingrimur Petursson" soll draufstehen.
Kommst du noch mal vorbei? - Ja. Und du?
Ich versuch's.
Ich hab zwei Stunden Unterricht, aber nur zwei 1. Klassen.
Ich muss eine H�fte operieren, aber das dauert nicht lang.
Dann komme ich wieder.
Los Stebbi, wir fahren.
Also, bis bald. - Gehen wir 'n Bier trinken.
Tsch�ss.
Wenn man in einen Apfel bei�t, ist das Ger�usch immer anders.
All diese kleinen Dinge...
Die machen das Leben erst lebenswert.
Das Leben ist nicht beschissen, es ist toll.
Das vergessen die Leute immer.
Eine Freundin nach langer Zeit wiederzusehen
und zu merken, dass sie sich nicht ver�ndert hat.
Die Klischees sind sowieso am besten.
Der Sonnenuntergang hier ist Wahnsinn.
Total sch�n.
Oder ein Sonntagnachmittag mit einem leckeren Essen,
Chinesisch oder so, wenn man total verkatert ist.
Und dann vollgestopft auf dem Sofa l�mmeln,
eine DVD gucken oder fernsehen.
Es sind diese kleinen, belanglosen Dinge,
die das Leben so sch�n machen.
Oder Anna zum Lachen zu bringen. Sie ist so m�rrisch!
Wenn sie nur l�chelt, ist das schon ein Erfolg.
Ich meine, Sie haben drei Kinder.
Drei, das ist...
Okay, Ihre Frau hat Sie verlassen
und die Kinder mitgenommen, das hat Sie umgehauen.
Aber Sie haben drei Kinder, und Sie werden sie wiedersehen.
Aber nur, wenn Sie keinen Bl�dsinn machen.
Der G�rtel ist echt sch�n.
Ein Geschenk meiner Frau zum ersten Hochzeitstag.
Aus Kopenhagen.
Ich trage ihn immer.
Kann ich verstehen, er ist was Besonderes.
Sehr sch�n.
Er ist eingeschlafen.
Wie traurig.
Nein. Nicht unbedingt.
Wahrscheinlich ist er jetzt bei den Menschen, die er liebt.
Sie werden sich um ihn k�mmern. - Geh�ren Sie zur Familie?
Er war ein Weiser, ein Dichter
und ein guter Freund.
Mein Beileid. - Danke.
Mein Beileid.
Danke.
Mein Beileid. - Danke.
Meine arme kleine Ingibj�rg.
Es ist so traurig, dass er nicht mehr da ist.
Du bist der Mann.
Du hast die Ehre.
Los.
Anna, ich bewundere Sie sehr.
F�r mich sind Sie eine der gr��ten Dichterinnen.
Ich liebe Ihre Gedichte, Anna. Wirklich.
Ich setze alles daran,
dass so viele Menschen wie m�glich sie kennenlernen.
Ich kann Lesungen organisieren, in Frankreich,
in Liechtenstein und Luxemburg. Ich habe Freunde dort.
Sie k�nnen Ihre Gedichte vorlesen und viele Fans gewinnen.
Aber eine Gans t�ten...
Nicht, dass ich...
Ich kann das nicht. - Du bist doch Franzose.
Ihr macht Pastete aus allem, sogar aus Fr�schen.
Verdammt!
Halt sie fest.
"So schlecht ich auch werde, so gut ich auch sei,
ich w�nsche dir, dass eine Blaubeere
auf der Zunge deines wonnigen Mundes zerplatzt,
erst voll, dann leer, wie beim allerersten Mal.
Dass der Schein der Glut
mit magischem Schimmer die Dunkelheit durchdringt.
Gen�ssliches Z�gern, einen Augenblick lang,
Kreis und Strich, Punkt und Spitze.
Dass der verschwundene Ursprung, das vollbrachte Wunder
sich vor deinen Augen enth�llen, die Wurzeln ersterben,
gebettet auf schwimmenden Liedern,
geschenkt und angenommen von allen und niemandem."
Schei�e, ich kann das nicht! Verdammt!
Sie geht nicht ran.
Sie verschwindet einfach und ist nicht mehr erreichbar.
Das ist ihre andere Seite.
Die Unerreichbare.
Die Gesetzlose.
Besch�ftigt euch mit irgendwas.
Da ist die H�ftprothese.
Wir m�ssen sie etwas verkleinern, dann wird das Gelenk beweglicher.
Diese Aluprothesen sind Wahnsinn.
Ich glaube, die Inspiration f�r meine Gedichte...
... sind Bruchst�cke aus dem Leben anderer Leute
und aus meinem eigenen Leben.
Ich hole sie aus den Bergen, von der Stra�e, von �berall.
Wie altes Blut.
Ich versuche...
auf meine Art, die Wahrheit auszusprechen.
Aber auf eine sehr ruhige Art.
Als eine Art Erl�sung.
Ich bin nicht sicher, ob ich das verstehe.
Ich kann es nicht besser erkl�ren.
Ihre Gedichte sind sehr erotisch.
Ja, so erotisch wie das Liebesleben deiner Eltern.
Wieder das Handy.
Hallo. - Hallo. Ist Forest da?
Ja.
Ich bin...
Er ist mein Vater. Sozusagen. - Aha.
Soll ich ihn wecken? - Nein, das ist nicht n�tig.
K�nnen Sie ihm das hier geben?
Klar.
Was soll ich ihm sagen?
Sagen Sie ihm...
sie passt mir nicht.
Okay. - Und diese...
Diese Fotos geh�ren auch ihm.
Darf ich? - Ja.
Nur dieses hier w�rde ich gern behalten.
Wie alt sind Sie denn? - 16.
Dieses Geschenk war eigentlich f�r mich.
Ja...
Danke.
"Sogar im Hintern war er zu klein.
Kein Gef�hl stellte sich ein.
Und in der Muschi noch weniger."
Ich mag den Klang und die Melodie Ihrer Gedichte.
K�nnen Sie das �bersetzen? - Nat�rlich.
"Sogar im Hintern war er zu klein.
Kein Gef�hl stellte sich ein.
Und in der Muschi noch weniger."
Dichter sagen oft, dass sie ihre eigene Stimme h�ren,
die ihnen die Gedichte diktiert.
Rimbaud, der franz�sische Dichter,
schrieb seiner Schwester Isabelle...
Ich finde, die Franzosen sollten weniger labern und mehr ficken.
Ehrlich! Stimmen im Kopf, was f�r ein Schwachsinn!
Das ist ja unglaublich!
Das ist der Fl�gel.
Und da ist Ihr Telefon.
Kann man ihr Abf�hrmittel geben oder es herausoperieren?
Das w�re m�glich. Funktioniert das Handy?
Es klingelt auf jeden Fall.
Wenn das Handy funktioniert,
kann man ihr nat�rlich ein Abf�hrmittel geben oder operieren.
Aber dann k�nnten die Verdauungs- s�fte das Ger�t besch�digen.
Am Besten w�re es, der Natur freien Lauf zu lassen.
Du bist aber s��. Hast du ein Telefon verschluckt?
Ich hab keine Zeit, um auf die Natur zu warten.
Was sagt er? - Sie muss das Handy rauskacken.
Wie lange dauert das?
Zwei Tage, vielleicht weniger.
So viel Zeit habe ich nicht. Schei�e.
Wie ist das passiert?
Ist 'ne lange Geschichte.
Ein Haufen �rger... mit Federn.
Mist. - Ein sch�nes Tier.
Wollen sie das behalten? Es ist witzig.
Ja, ich behalte es, danke.
Nehmen Sie es.
Ist er Pole? - Nein, Franzose.
Franzose...
Ich kenne Leute, die auf Ecstasy ins Cafe gehen.
Hallo, zusammen.
Da bist du ja! Mit einer Gans? - Die hat echt noch gefehlt.
Kann ich sie mal halten?
So bleibt sie ruhig. Ich komme gleich wieder.
Sch�nes Tier.
Sie hat deine Augen.
Das brauch ich im Moment gar nicht,
Unterhaltszahlungen f�r eine Gans.
Ganz ruhig. - Ist vielleicht eine Art Ventilator.
Keiner tut dir was.
Wir sind alle ganz nett. - Ganz liebe Leute.
Guck mal, wie sie den Kopf bewegt.
Sie sucht uns. - Da ist irgendwas.
Alles ist gut.
Hier sind nur nette Leute. - H�rst du das?
Ist das dein Handy? - Es kommt aus der Gans.
Was hat ein Handy in der Gans zu suchen?
In diesem Haus ist alles m�glich.
Stimmt.
Es sei denn, es ist...
... eine musikalische Gans.
Wer das Handy da rausbekommt, bekommt das hier.
Wer will?
Ich verstehe: Das Handy muss da raus
und jemand kriegt daf�r das ganze Gras.
Aber wenn ich dem Tier nicht in die Augen schauen kann,
wenn ich es t�te, kann ich es nicht.
Ich auch nicht.
Das ist krank. Nur weil wir in dieses Rattenloch kommen,
sind wir noch lange keine M�rder!
Sie k�nnte die Reinkarnation meines Vaters sein.
Ich kann ihm das nicht antun.
Als ich klein war, hatte ich einen Wellensittich.
Ich habe ihn in der T�r eingeklemmt und fast zerteilt.
Da waren �berall Federn und Blut.
Ich finde das auch zu brutal.
Chirurgie ist zwar mein Fachgebiet,
aber f�r eine solche Anatomie bin ich nicht ausgebildet.
Ich hab ja schon gesagt, dass ich es nicht kann.
"Anna, mein Schatz,
ich bin nicht perfekt,
aber ich kann keiner Fliege etwas zuleide tun.
Wir alle m�ssen uns die Aussicht
auf ein kleines St�ck vom Paradies bewahren."
Ich habe 1.000 Papageientaucher get�tet,
aber die ist einfach zu gro�.
Ich bin lesbisch, ich kann nicht t�ten. Bald ist die Gay Pride.
Es geht um ein P�ckchen Gras.
G�be es ein zweites, w�rde ich vielleicht...
Hier bist du verabredet?
Ja, sie hat gesagt, bei den Schw�nen.
Kennen Sie Helga?
Fl�chtig. - Kennen Sie Helga?
Nur fl�chtig.
Sie kenne ich besser.
Helgas Gedichte sind ganz anders als Ihre.
Das hoffe ich. Ich hoffe es wirklich.
Ich schicke sie Ihnen bald. - Was?
Meine Diplomarbeit.
Alles klar. Mach das ruhig.
Gut.
Wiedersehen, Anna. - Warte mal kurz.
Das hier...
ist ein Geschenk von Anna an Raphael.
Ich habe es sogar signiert. Hier.
Unser kleines Abenteuer.
Danke.
Ich habe Ihnen das nie gesagt, aber ich liebe Ihren Namen.
Er klingt so erhaben: "Anna Hallgrimsdottir".
Erhaben und wundersch�n.
Ja, das stimmt.
Er bedeutet: "Tochter des verborgenen Steins".
Wow, fantastisch. - Ja.
Darf ich?
In Ordnung, du darfst.
Danke. - Keine Ursache.
Was soll das denn werden?
Ich hasse Tiere! Vor allem gefiederte!
Nicht in meinem Auto! - �berleg dir das gut!
Wie bitte? Was soll der Schwachsinn?
Was machst du da? - Was ich mache?
H�r auf! - Gib mir das Geld.
Erst das Handy! - Das Geld, dann bist du mich los.
Erst das Handy!
Okay, hier ist es.
Hier. - Lass mal sehen.
Das Handy.
Gib mir das Handy!
Es ist in der Gans.
H�r mal, ich hab nicht ewig Zeit. Gib mir das verdammte Handy!
Es ist in der Gans! Ruf doch an!
Lass mich z�hlen. Du st�rst mich bei der Arbeit!
Ich hoffe f�r dich, dass...
Ruf an! - Mach ich doch schon!
Reiz sie nicht, sonst greift sie an.
Da sind je 500 drin?
Siehst du? Entweder du wartest, bis sie kackt,
oder du musst sie schlachten.
Viel Gl�ck! - So war das aber nicht abgemacht!
Was glotzt du mich so an? Guck woandershin.
Nein, halt!
Das ist... das ist Leder!
Verdammt!
Schei�e!
Ich schenk dir die Welt. Mach den Stecker rein.
Da ist keine Birne drin.
Holst du mal eine?
Ich bin gerade wach geworden. - Wir alle wachen irgendwann auf.
Hofft man jedenfalls.
Woher hast du das Geld? - Das erz�hl ich dir sp�ter.
Wie viel kostet eine Gl�hbirne?
150 Kronen.
Du kannst den Rest behalten, wenn du dich beeilst.
Sicher? - Los, bevor ich's mir anders �berlege.
Ich hab 'ne tolle �berraschung f�r dich, Krummi.
Jetzt machen wir, was wir wollen.
Bitte sehr. - Danke.
Es funktioniert! 1, 2, 3!
Jamaika! - Jamaika!
Ja! Seid ihr dabei?
Genial!
�bersetzung und Untertitel Sigrun Magnusdottir, Melanie Molnar - CAT R. Kolmer GmbH -
Redaktion ARTE Birgit K�mper
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