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* angespannte Klänge *
* eilige Schritte *
* unverständliches Fluchen *
(flüsternd:) Da oben.
* spannungsvolle Klänge *
(Mann:) Scheiße.
*
Sie lebt.
Paul?
Und?
Schwacher Puls.
Kirchner. Wir haben eine Verletzte. Ich brauche 'nen RTW.
Alles klar.
* angespannte Klänge *
*
*
* Vera stöhnt. *
* getragene Klänge *
Vera Lanz
Paul Böhmer
Korbinian Kirchner
* bedrückende Klänge *
Ich hoffe, Sie haben was für mich.
In seiner Villa war wenig, was uns hilft.
Mal schauen, was ich beitragen kann.
Günther Meier, 72.
Viele oberflächliche Verletzungen,
die schmerzhaft, aber nicht tödlich waren.
Und die Tatwaffe war sein Küchenmesser?
Laut KTU gibt's einen Fingerabdruck am Griff.
Die Datenbank liefert aber keinen Treffer.
Die meisten dieser Stiche waren nicht tief.
Folter?
Durchaus möglich. Der letzte Schnitt hat eine Arterie getroffen.
Todesursache ist Verbluten.
Eher langsam. Den Zeitraum schätze ich auf ein, zwei Stunden.
Da waren die Täter wohl schon weg. Warum musste er überhaupt sterben?
Alle Wertsachen sind weg. Er hat den Tätern wohl alles verraten.
Sie haben ihm sogar die Uhr ...
und den Ring abgenommen.
Hm.
Laut Kollegen vom Wohnungseinbruchsdiebstahl
läuft die Einbruchserie seit einem halben Jahr mit sechs Taten.
Sie brechen ein, wenn die Bewohner schlafen.
Sie fesseln die Opfer und schüchtern sie ein mit dem Ziel,
dass sie die Verstecke für Schmuck, Gold und so weiter verraten,
Safekombinationen natürlich und PINs für die Karten.
Der da holt immer das Geld vom Automaten.
Die anderen beiden sind beim Opfer.
Neben Bargeld, Gold und Schmuck holen sie auch alles,
was an Kunst und Antiquitäten wertvoll ist, aus dem Haus.
Sie wissen also, was sie tun,
und haben die Kontakte, um das Zeug zu verkaufen.
Man kann's nur so sagen: Sie sind wirklich gut.
Und gehen viel Risiko ein. - Scheint sich zu lohnen.
Bisher betrug die Beute
pro Einbruch zwischen 60.000 und 230.000 Euro.
Und weil sie von Einschüchterung zu Folter übergegangen sind
und diese Nummer schiefgelaufen ist,
ist es jetzt unsere Show.
Das war's erst mal. Auf geht's.
Irgendwelche Fragen? - Nee.
Warum hat Einschüchterung nicht gereicht,
um den Widerstand zu brechen?
Bei Meier muss es schwierig gewesen sein.
Aber sie haben trotzdem, was sie wollten. Danke.
Frau Lanz. Wie weit sind Sie?
Wir haben einen Überblick. - Wie geht's weiter?
Voraussetzung für jeden großen Einbruch sind Informationen.
Deren Quelle führt uns zu den Tätern.
Haben das die Kollegen nicht schon längst rausgefunden?
Es gibt bisher keine Ergebnisse.
Vielleicht wurde was übersehen. - Fangen wir also noch mal neu an.
Wir haben viel Zeit verloren und ich will keine weiteren Todesopfer!
Wir auch nicht.
Wir müssen alle Querverbindungen zwischen den Opfern neu prüfen.
Handwerker, Gärtner, Reinigungsdienste ...
Sein Neffe hat Meiers Leiche gefunden.
Scheint auch der einzige Angehörige zu sein. Lassen wir ihn herholen.
* angespannte Klänge *
(Mann:) Ich bin ...
Ich war seine ganze Familie. Onkel Günther hatte niemanden mehr.
Ihn da so liegen zu sehen, das ...
war schwierig zu verarbeiten.
Sie waren verabredet?
Nein. Ich bin manchmal in der Gegend und schaue nach ihm.
Erzählen Sie mir von ihm.
Seine Freunde, Feinde, Geschäfte, in die er involviert war.
Haben Sie einen Verdacht? - Soll ich jetzt Ihre Arbeit machen?
In solchen Fällen haben die Täter immer eine Quelle,
die weiß, was es zu holen gibt.
Ja. Aber sicherlich niemanden, den Onkel Günther gekannt hat.
Glauben Sie's oder nicht:
Er hat in anderen Kreisen verkehrt - gehobenere.
Ich muss los. Den Rest hab ich zu Protokoll gegeben.
Hab zu tun. Meine Klienten nehmen keine Rücksicht auf Trauerfälle.
Herr Hellmich?
Setzen Sie sich wieder. Wir sind noch nicht fertig.
Ihr Geschäft: Anlageberatung, richtig?
Das ist korrekt. Vermögensoptimierung.
Falls Sie Bedarf haben ...
Ich denk mal drüber nach.
Wie hoch ist das Vermögen Ihres Onkels gewesen?
Sie haben sicher 'nen Überblick.
Nee, leider nicht.
Das verstehe ich nicht.
Sein einziger und auch noch qualifizierter Verwandter
kümmert sich nicht um sein Vermögen?
Ja. Ist manchmal so.
Finanzberater? Das ist so was wie Designer oder Wissenschaftler.
Jeder darf sich so nennen. Ist ungeschützt.
Anlagebetrug, Veruntreuung, Verstoß gegen Paragraf 34f.
Klienten haben ihn verklagt. Er ist praktisch insolvent.
Das Motiv sind wohl Drogen. Allein im letzten Jahr drei BTM-Delikte.
Kleine Koksnase. Das Erbe seines Onkels hätte ihn gerettet.
Nein. Sein Onkel hat ihn enterbt. Das Geld geht an ein Tierheim.
Ich besorg 'nen Beschluss für 'ne Hausdurchsuchung.
Vielleicht finden wir da was.
Falls nicht, hab ich noch 'ne andere Idee.
* spannungsvolle Klänge *
* Er schnieft. *
Herr Hellmich, mein Name ist Vera Lanz.
Ja, endlich.
Sie sind festgenommen.
Das können Sie nicht tun.
Den schweren Einbruch mit Todesfolge
haben entweder Sie selbst oder jemand für Sie ausgeführt.
Ihr Motiv war Habgier, weil Sie drogensüchtig sind.
Wir können die Sache abkürzen, indem Sie Ihre Komplizen nennen.
Ich weiß nicht, wer das war, und werde gehen.
Hm, sehr gerne - in den Vernehmungsraum, bitte.
Ich werde eine Hausdurchsuchung bei Ihnen veranlassen.
* spannungsvolle Klänge *
Ich kann Ihnen einen Arzt rufen.
Rufen Sie sich doch selber einen.
Wie's so schön heißt: Folge dem Geld - oder hier dem Diebesgut.
Ach, wirklich?
Ich zeig dir jetzt Münchens Epizentrum der Edelhehlerei.
Hier? - Gerade hier.
Dem Preis der Beute entsprechend. - Da bin ich gespannt.
Weißt du mehr als das Einbruchdezernat?
Die Kollegen waren schon da, aber nun gibt's 'nen Mord.
Jetzt ist Schluss mit Höflichkeit.
Aber nicht hier. Den Laden kenne ich.
Die verkaufen nichts Illegales. - Du musst noch viel lernen.
Ja, auf geht's!
Ich hab keins dieser Stücke jemals gesehen.
Lassen Sie sich Zeit.
Schauen Sie sich alles an.
Oder zum Kauf angeboten bekommen.
Hm, das können wir doch besser. Was, Tara?
Immer noch Frau Moser für Sie - Herr Böhmer.
All diese Stücke sind von denselben Tätern gestohlen worden.
Die müssen inzwischen auf dem Markt sein
und der Markt für solche hochklassigen Teile, Frau Moser,
das sind Sie.
Ich würde wirklich gerne helfen, aber das ist leider nicht möglich.
Doch, das ist es.
Und das möchten Sie auch ganz dringend.
Bisher hatten Sie mit den Kollegen von den Eigentumsdelikten zu tun,
aber jetzt ist hier die Mordkommission.
Und jetzt ... sollten Sie besser den Mund aufmachen.
Sie verlassen jetzt mein Geschäft. Beide.
Ich glaube, Sie verkennen die Situation.
Gute Frau, wenn Sie jetzt nicht ... - Das reicht, ja?
Wir haben nichts in der Hand.
Statt 'nem Hinweis kriegst du eher 'ne Dienstaufsichtsbeschwerde.
Ohne mich.
Ab jetzt ist hier Schluss mit Ruhe und Verkäufen unterm Ladentisch.
Ab jetzt ist hier jeden Tag die Polizei.
Auf Wiedersehen.
Was sollte das da drin? - Wollte ich dich auch fragen.
Was genau liegt gegen sie vor? - Einiges, ja?
Aber alle Verfahren gegen sie wurden eingestellt.
Alles sauber. - Wieso dann der Auftritt?
Ich weiß, was da los ist.
Und sie weiß das. - Was? Dass sie Hehlerei betreibt?
Sie besorgt sich natürlich Papiere -
zwar gefälscht, aber so steht sie immer als Opfer da.
Sie könnte auch eins sein. - Ja, ganz sicher.
Wegen so was sitzen auch nur Unschuldige im Gefängnis.
Die wird schon sehen, wie ich ihr den Tag versauen kann.
Du berufst dich auf unbewiesene Anschuldigungen und Misogynie.
Frauenfeindlich? Ich? Jetz hör aber auf!
Weißt du was? Fahr vor. Ich hab noch was zu erledigen.
Was hat der denn?
* angespannte Klänge *
Wir waren in Ihrer Wohnung. Danke für die Kooperation.
Sie können mich hier nicht ewig festhalten.
Das sind meine Sachen.
Dem Monogramm nach zu urteilen, würde ich sagen:
"GM" steht für Günther Meier. - Das war 'n Geschenk.
* Er räuspert sich. *
Er hat diese Sachen gestern Abend noch getragen.
Ich war's nicht! Ich hab ihn nicht umgebracht!
Sehen Sie: Ihnen fehlt 'n Alibi und mir die Namen Ihrer Komplizen.
Ich war unterwegs mit paar Leuten. Ich war komplett zugeknallt!
Ich war in 'ner Bar! Sie können da ...
Rufen Sie an in der Bar! - Das werden wir.
Erklären Sie mir den Anruf um 22.56 Uhr.
Das war mein Onkel, Günther.
Und Sie sind nicht rangegangen.
Ich hab die Mailbox abgehört. Da waren nur Geräusche.
Ein paar Sekunden lang. Und dann ... war's still.
Das war sein letzter Hilferuf.
Und Sie sind am nächsten Morgen erst zu ihm gefahren?
Ja, als ich wieder nüchtern war.
Es ... Es war schon zu spät. Er lag da ... und war ganz kalt.
Da waren auch keine Sachen mehr. Das ...
Er hätte es doch auch so gewollt.
Bestimmt.
Sie wissen nicht, wie das ist.
Mit 'ner Suchterkrankung.
Wann wolltest du es mir sagen?
Heute Abend? Beim Essen?
* Sie stöhnt. *
Ich kann das erklären.
Und was ist mit dir, Schatz?
Vielleicht ist Herr Kirchner jetzt besser.
Mach jetzt nicht auf Dramaqueen.
Böhmer hat übertrieben.
Ihr kennt euch, ja?
Vom Sehen.
Es tut mir leid, Herr Kirchner.
In Ordnung so?
Was tut dir leid? Dass du nicht gesagt hast, wie kriminell du bist?
Trotz des Wissens, dass es mich den Kopf kosten kann?
Ist doch nichts passiert.
* schwermütige Klänge *
Ist schön, dass dir das leidtut.
Na, dann leg mal los.
Ich will deine Hilfe, Tara.
Ich kenne die Leute nicht, die ihr sucht.
Aber? - Was soll das jetzt werden?
Dann sag mir ins Gesicht: "Ich kann nichts für dich tun."
Und ich versuche dir zu glauben. - Ich will nichts für dich tun.
Weil du gerade genau der Bulle bist,
wegen dem ich nichts über mich erzählt hab.
Dass du Mörder deckst, damit kann ich nicht umgehen.
Es tut mir leid.
Korbinian ...
Ich will auch nicht, dass solche Leute draußen rumlaufen.
Wir sind auf derselben Seite.
Das ist hart: Du rufst in Todesangst deinen Verwandten an,
aber der ist gerade auf Drogen.
Etwa so muss es passiert sein.
Der Anruf grenzt aber die Tatzeit weiter ein.
Glauben wir ihm,
dass er erst am nächsten Tag dort war und die Leiche bestohlen hat?
Momentan spricht nichts dagegen.
Sein Alibi wurde größtenteils bestätigt.
Dann ist er raus.
So gut wie.
Außer wir können Kontakt mit den Einbrechern nachweisen.
Ich hätte schon gerne deren Namen gewusst.
Vielleicht kann sie uns helfen.
Das ist Frau Lanz, unsere Chefin.
Guten Tag. - Tag.
Herr Böhmer.
Hätten wir das zweite Mal auch hinter uns gebracht.
Ich bin Tara Moser, ich habe ein Antiquitätengeschäft.
Ich kann vielleicht helfen.
Bitte.
Ihr ist Diebesgut angeboten worden.
Es ist gängige Praxis,
dass Verkäufer erst Bilder oder Beschreibungen verschicken,
damit Angebot und Nachfrage sich decken.
Wir checken die Adresse des Messengerdienstes.
Vielleicht finden wir den Absender. - Halt!
Vorhin noch haben sie das Diebesgut nicht erkannt.
Erstens: Mir ist keines der Stücke je angeboten worden.
Zweitens: Ich kaufe keine Hehlerware.
Sie sagten, Sie können uns helfen? - Natürlich.
Ich hab in letzter Zeit eine Reihe von Anfragen bekommen.
Und dieser Fall hier ist sehr speziell.
Das Außergewöhnliche daran ist die Qualität und der Wert.
Das hier sind sehr, sehr exklusive Stücke.
Äh, aber ... Leider passt keins davon zu unseren Einbrüchen.
Sie wurden noch nicht gestohlen - sie gehören zu einer Ausstellung.
Diese wird morgen in einem Kunstmuseum eröffnet.
Vielen Dank. - Gerne.
Auf Wiedersehen.
Wiederschauen.
Demnach müssen die Täter heute Nacht zuschlagen.
Ich gebe den Kollegen Bescheid. - Sehr gut.
* spannungsvolle Klänge *
*
* angespannte Klänge *
*
* dramatische Klänge *
* Sie keucht. *
*
* Sie stöhnt. *
Wir sind schon bei deiner letzten Chance angekommen.
Sag den beschissenen Code! Bitte.
Das war doch jetzt freundlich, oder?
Das geht auch unfreundlich.
Meine Fresse ...
Gut.
Hopp!
Komm!
* spannungsvolle Klänge *
Auf geht's.
Los.
* Sie schreit. *
Nach oben.
Abhauen! Die Bullen sind da!
* dramatische Klänge *
Scheiße!
Sie lebt.
* angespannte Klänge *
* dramatische Musik *
* schicksalhafte Klänge *
Die sind beim Notausgang rein und dann wieder raus.
Ziemlich professionell.
Nichts? Keine Spur von denen?
Nee. Wie geht's den Angestellten?
Den Umständen entsprechend gut. Der Wachmann ist noch bewusstlos.
Verstehe. Frau Lanz?
Alles okay?
Ist nur 'ne Beule. Was ist mit der Fahndung?
Die Kollegen richten Straßensperrungen ein.
Ich schau mal, wie weit die sind. - Danke.
Vera? - Hm?
Wie geht's dir wirklich?
Es ist alles okay.
Hast du gerade 'nen Geist gesehen?
Krieg du mal eine übern Schädel.
* angespannte, bedrückende Klänge *
* Sie stöhnt. *
Ich bin diensttauglich.
Das entscheidet ein Arzt. - Wir haben wirklich viel zu tun.
Die Täter haben doch vorher Bilder der Beute,
die sie ja nicht gemacht haben, verschickt.
Aber die Absenderadresse konnte nicht ermittelt werden.
Der Wachmann scheint die Täter nicht gesehen zu haben -
Lucia Hönning zum Glück schon.
Was heißt das?
Ein Kollege bringt sie heim.
Sie hat wohl einen Täter ohne Maske gesehen.
Klingt besser als das, was wir haben. Halt!
Ich mach das! Das ist mein Fall! - Wie Sie wollen.
Mir gefällt das nicht.
Kann man nix machen.
* angespannte Klänge *
Ich hab gerade letzte Zuordnungen für die Vitrinen gemacht.
Sie waren also zu der Zeit allein im oberen Gebäudeteil
und hatten Zugang zum Safe, ja?
Ja.
Die müssen das gewusst haben.
Ja, kann sein.
Frau Hönning, das sind Straftäter,
die schon mal wegen ähnlicher Delikte verurteilt wurden.
Einer oder mehrere der Täter von gestern könnten dabei sein.
Ich weiß nicht, ob ich das kann.
Ich verstehe, dass das schwerfällt, aber es wäre wirklich wichtig.
Können Sie jetzt bitte gehen?
Sie müssen uns helfen. Nur so kriegen wir die dran.
Bitte.
Die Opfer hatten weder dieselbe Reinigungsfirma noch Dachdecker.
Ich sehe zwei Treffer beim Yoga. - Ja, big deal!
Ich weiß, klingt schwach.
Zwei der Opfer hatten denselben Landschaftsgärtner.
Und zum Museum passt gar nichts bislang.
* Frau Hönning stöhnt. *
Nee, es ... tut mir leid.
Ich kann mich ans Gesicht erinnern. Das macht mir Angst.
Das verstehe ich sehr gut.
Vielleicht könnten Sie ihn uns aber beschreiben.
Okay.
(am Telefon:) "Paul, ich bin's." - Ja, Vera?
"Wir brauchen hier jemanden vom Erkennungsdienst."
Ich sag Bescheid.
Hönning macht 'n Phantombild. Hoffentlich hilft das weiter.
Und ich hab die Verbindung zwischen den Opfern:
Bingo Catering.
'n Partyservice?
Geburtstage, Feiern und so. Beim Museum war's 'n Gala-Abend.
Was war bei Günther Meier? - Äh ...
'ne Cocktailparty mit Mikromagiezauberer.
Nicht schlecht. Aber wenn sowieso der Partyservice bei Meier war,
hat niemand den Drogineffen gebraucht.
Suchtkrank. Und ja, vermutlich nicht.
So oder so müssen wir ihn gehen lassen. Ich sag Hartmann Bescheid.
* Böhmer stöhnt. *
Das ergibt Sinn:
Während die feinen Herren feiern,
spionieren die Kellner aus, was es zu holen gibt.
Ist besetzt.
Jetzt müssen wir nur die Cateringmitarbeiter finden,
die hinter den Einbrüchen stecken.
Hast du 'ne Nummer von denen? - Ja.
Hier.
Können Sie die Stimmen beschreiben? Die Wortwahl?
(Hönning:) Nur einer hat geredet. Die Stimme war ziemlich tief.
Sonst nichts weiter.
Kein Akzent, wenn Sie das meinen. - Zum Beispiel.
Ja, und dann wollte er den Code vom Safe haben.
In so 'ner Situation sollten Sie kooperieren und sich schützen.
Ja. Ich ... Ich hab die Zahlen vergessen.
Ich war wie gelähmt vor Angst.
Ist die Nase so richtig?
Äh ... ja.
Haben Sie eine Idee, warum einer der Täter keine Maske getragen hat?
Ja. Einer hat mich festgehalten, einer kam mit 'ner Tüte.
Da hab ich gedacht: Das war's!
Sie haben die Maske runtergerissen?
Ja, ich war das.
Der Haaransatz - höher oder tiefer?
Höher. Also, etwas höher.
Und dann ...
Und? Ist er das?
* aufwühlende Klänge *
Ja.
Ja.
Kindergeburtstag mit 'nem halben Zirkus -
muss schön sein, wenn man reich ist.
Ja, dafür wurde bei uns nicht eingebrochen.
Und wo ist diese Frau Juma? - Die wird irgendwo sein.
Die Anzahl der Jahre, die das Kind alt wird,
ist also auch die Anzahl der Gäste?
So die Faustregel, ja. Wie alt ist er denn?
Zwei.
Da müssen Sie noch mehr Kinder einladen.
Plus Eltern und Verwandte - wo liegen wir denn dann in etwa?
Haben Sie 'ne Karte? Ich leite das weiter und Sie kriegen ein Angebot.
Kontaktieren Sie die Firma meines Mannes. Leinweber.
Okay. Kein Problem.
Jetzt schau dir das mal an.
Wahnsinn.
Ich bekam zum Geburtstag immer eine geklebt.
Mein Geburtstag wurde immer vergessen.
Hey.
Hm! Äh, entschuldigen Sie? Frau Juma?
Ja? - Böhmer. Wir haben telefoniert.
Der Kollege Kirchner.
Bitte beeilen Sie sich. Es geht gleich richtig los.
Wir suchen Zeugen in 'nem Eigentumsdelikt.
Aha. Und?
Wir müssen mal Ihre Dienstpläne anschauen.
Wer wann gearbeitet hat in letzter Zeit.
In welchem Zeitraum?
Sechs Monate dürften reichen.
Abgesehen von Küche und Service arbeiten wir mit Freien.
Da kommen über 100 Leute zusammen. Was wollen Sie von denen?
Vielleicht wurde jemand Zeuge eines Verbrechens.
Nur 'n paar Fragen.
Sie und Ihre Firma kommen viel rum und kriegen da 'ne Menge mit.
Gut, ich kümmere mich darum.
Danke schön.
Danke.
* angespannte Klänge *
Die Dienstpläne sind da.
Dann gleichen wir die Mitarbeiter mit den Tatorten ab.
Die haben übrigens nichts, was es nicht gibt.
Magier, Schlangentänzer, Clowns, Artisten - das kann dauern.
Mhm.
Wo ist Kirchner?
Der hatte noch was zu erledigen. Halb dienstlich, halb privat.
Tara Moser?
Weißt du, was da läuft? Mir sagt er ja nix.
Mir auch nicht, aber ich hab Augen im Kopf. Fang an!
Das ist keiner meiner Geschäftspartner.
Was mich auch gewundert hätte,
denn die Art, wie die Bande vorgeht, überschreitet alle Grenzen.
Interessant, wie du das definierst.
Den Schaden, den ein Profi anrichtet,
kann jede Versicherung in Ordnung bringen,
ohne dass jemand einen Kratzer abbekommt.
Dann hätte ich nicht kommen müssen.
Du hast ja nur mit Ehrenmännern zu tun.
Was macht dich eigentlich so viel besser als mich?
Ich bin immer ehrlich gewesen. - Und warum?
Weil du mir wichtig warst.
Warum hab ich dir dann einen Teil über mich verschwiegen?
Hast du dich das mal gefragt?
Weil das der strafbare Teil ist.
Weil du mir wichtig bist.
Und ich Angst hatte, dich deshalb zu verlieren.
* schwermütige Klänge *
So!
Da ist er.
Johannes Geiger.
Hat bei allen Opfern gearbeitet - als Barmixer.
Wenn er an allen Tatorten war, ist er ziemlich sicher beteiligt.
Äh, Sekunde.
Und aktenkundig ist er auch.
Hier.
Der sieht ja dermaßen gespuckt aus wie ...
Trompeter.
Ist das der Kollege, der erschossen wurde?
Ja.
Geiger hat kleinere Vorstrafen - Diebstahl und Scheckbetrug.
Kein Einbruch, bei dem er erwischt wurde, aber das ist unser Mann.
Lass ihn sofort herbringen.
Ja.
Ich sende den Kontakt. - Danke.
Das ist erstaunlich. Der Typ hat 'nen Master in Soziologie und ...
Sie machen keinen Alleingang.
Ich mache keinen Alleingang.
* schicksalhafte Klänge *
... mixt Drinks und steigt in fremde Häuser ein.
Da fragt man sich, was da passiert ist.
Ist alles okay?
Ja.
Die Kollegen bringen ihn her.
Falls er da ist. - Hm.
* Handy *
Oh, sorry.
Äh, ja?
Ja, das Bild, das Sie mir gezeigt haben, der Impressionist -
wären Sie an einem weiteren Werk des Künstlers interessiert?
Gut. Dann lege ich Ihnen dieses Stück zurück, ja?
Sehr gerne.
Wenn Sie jetzt für jedes Stück den passenden Abnehmer anrufen,
wird das ein langer Abend. - Nein, das war nur 'n Stammkunde.
Gut, dann gehen wir das einzeln noch mal durch?
Machen wir 'nen Paketpreis. Hab's eilig.
Sicher? Ist für mich natürlich profitabler als für Sie.
Hab ich einkalkuliert. - Ihre Entscheidung.
Eilig meint: Ich hab wenig Zeit.
Bei Ihrem Verhalten frage ich mich, wie groß hier mein Risiko ist.
Und ich mich, mit wem Sie wirklich telefoniert haben.
* spannungsvolle Klänge *
Ich hab gehört, Sie wären verlässlicher.
Und Ihr Telefon hätte ich gerne noch.
* dramatische Klänge *
* Sirene *
Wir gehen rein.
Hallo? Ist jemand da?
Tara, ich bin's.
Wow.
Ganz langsam.
Stehen bleiben.
Herr Geiger, richtig?
Ja. - Sie sind festgenommen.
Tara, nimm die Waffe runter.
Wir übernehmen das.
Ich hab ihn.
Oh.
Die Tasche mit der Beute steht hier.
Bist du okay?
Das war ziemlich unvernünftig.
Und jetzt? Ist die Stadt groß genug für uns beide?
Erwische ich dich in Zukunft bei 'ner Straftat,
setze ich dich trotzdem fest.
Ich freu mich drauf.
* schwermütige Klänge *
*
Mein Name ist Vera Lanz.
Frau Lanz.
Herr ... Geiger, Ihnen wird bandenmäßiger Einbruchdiebstahl
samt Körperverletzung mit Todesfolge vorgeworfen.
Das muss ein Missverständnis sein. Ich bin Barmann.
Ich wurde von Ihnen niedergeschlagen.
Was? Auf keinen Fall.
Ich hab Ihr Gesicht gesehen.
Ich werde häufig verwechselt.
Es gibt eine weitere Augenzeugin. - Sorry.
Das zu behaupten, das ist völlig verrückt.
Sie haben recht.
Ich hätte zur Polizei gehen sollen, als ich die Tasche gefunden habe.
Das war 'n Fehler. - Gefunden?
Ja. An einer Friedhofsmauer.
Muss wohl jemand weggeworfen haben.
Wird nicht öfter mal Beute aus 'nem Auto geworfen?
Was das angeht, da bekenne ich mich schuldig.
Das hätte ich nicht aufheben dürfen. Aber ich bin etwas knapp bei Kasse.
Ja?
Die KTU hat den Bericht geschickt.
Und?
Geigers Abdrücke sind nicht die vom Messer. Er hat nicht zugestochen.
Du hast Geigers Abdrücke auch mit Trompeters abgleichen lassen.
Ernsthaft? - Ich musste mir sicher sein.
Obwohl du einen Täter erkannt hast,
hast du auf das Phantombild einer anderen Zeugin gewartet?
Weil da klar war, dass ich nicht verrückt bin.
Paul ...
Kannst du da drin weitermachen? Bitte.
* Er stöhnt. *
Ich weiß, das ist unprofessionell, aber ich kann das auch nicht.
Das Gesicht ... der sieht aus wie Trompeters Zwillingsbruder.
Da läuft's mir eiskalt den Rücken runter.
Wir brauchen 'ne andere Lösung.
Die Beweislage ist sehr gut.
Uns fehlt der Beschluss für die Hausdurchsuchung.
Mhm, von mir aus.
So, wir kennen uns ja bereits.
Mein Name ist Korbinian Kirchner. Ich werde Sie weiter vernehmen.
Aber ich will, dass die Zeugin Hönning kommt.
Das geht nicht. - Er muss identifiziert werden.
(Geiger:) Ich hab alles gefunden.
Wir werden Ihnen die Tatbeteiligung nachweisen.
Wo wollen Sie hin?
Die Gegenüberstellung wird's geben, keine Sorge.
Sehe ich etwa besorgt aus?
Ja.
Ja.
Wer sagte, dass das meine Tasche ist?
Die KTU.
Sie ist von oben bis unten und außen nach innen
mit Ihrer DNA überzogen.
Einbruchdiebstahl -
dafür gibt es ohnehin eine empfindliche Haftstrafe.
Nur die Preisgabe Ihrer Komplizen hilft jetzt noch.
Gibt keine. - Nein?
Nein. - Gut, dann waren nur Sie vor Ort.
Wir hängen Ihnen also auch noch Angriff auf eine Polizeibeamtin an.
Was springt für mich raus, wenn ich Namen nenne?
Dass Sie halbwegs gut aus der Sache rauskommen.
Mildernde Umstände, auch wenn Sie's nicht verdienen.
Ich muss Sie bitten, den Täter noch mal eindeutig zu identifizieren.
Okay.
"Ich würde sagen, dass es eine Form von Gerechtigkeit sein kann,
wenn das Geld von wenigen zum Geld von vielen wird."
"Robin Hood, ja?" - "Sozialismus."
Ja, ganz sicher. Er war's. - Sehr gut.
Danke, Frau Hönning. Wir sind einen großen Schritt weiter.
Wir brauchen alles, was wertvoll aussieht.
Und ansonsten das Übliche: Papiere, Dokumente, Computer.
Das kommt alles zu mir ins Büro.
Äh, nur mal so aus Interesse: Wie wohnt der Geiger eigentlich so?
Nicht mal 30 Quadratmeter?
Dann geht die Durchsuchung ja fix. Bis dann.
Unterwäsche von 'ner Frau?
Und Klamotten auch?
Die will ich auch haben.
Freundin?
Freundin. Frag ihn mal danach.
Gut, also packt einfach alles ein,
wo das Labor DNA, Faserspuren, Fingerabdrücke und so finden kann.
Muss ich jetzt alles zum dritten Mal erzählen?
Langweilt Sie die Ermittlung? - Sie langweilen mich.
Lucia Hönning hat ihn eindeutig identifiziert.
Ihre Freundin, reden wir doch mal über die.
Die hat damit nichts zu tun. - Weiß die, was Sie machen?
Ich sagte, halten Sie sie da raus.
Ist sie sogar dabei? - Ich sag's nicht noch mal.
Sie ist ein Teil von Ihrer Gruppe, richtig?
Daher nehmen Sie alles auf sich. - Fick dich.
Finger weg. - Sorry. Ficken Sie sich.
Was soll das? Was machst du? Was willst du machen?
Ich übernehme ab hier.
Danke, Herr Kirchner.
Die Chefin ... - Hm.
Was sollte das da gerade eben, hm?
Kollegen anzugreifen macht Ihre Situation nicht besser.
Tut mir leid.
Die Tatbeteiligung können wir Ihnen anhand der Beute nachweisen.
Wir wissen, wo und wie Sie über Ihren Job beim Partyservice
die Häuser ausspioniert haben.
Und wir haben Sie in flagranti beim Verkauf der Beute erwischt.
Ja, Hartmann, Staatsanwaltschaft München hier.
Wissen Sie, wo ich schon überall gearbeitet habe?
Wollen Sie mir alles anhängen, was da je geklaut wurde?
(Hartmann:) Ich möchte eine Info
über die Verbringung eines Ex-Kollegen in den Zeugenschutz.
Ja, der Name ist Jan Trompeter.
Ihnen fehlt jedes Alibi.
Sehen Sie: Günther Meier ist tot. Sein Mörder muss hinter Gitter.
Das war ich nicht.
Wir haben aber nur Sie. Also bekommen Sie die Anklage.
Garantiert nichts? Keine neue Identität?
Nee, kann ich jetzt nicht erklären.
Ich bin nicht überarbeitet.
Und im Urlaub war ich gerade. Danke für nichts.
Es ist so einfach ...
etwas wegzunehmen, wo so viel Überfluss herrscht.
Wo's egal ist, ob etwas Gold oder Silber fehlt.
Ich werte das als Teilgeständnis.
Ja.
Ich bin ein Dieb - aber kein Mörder.
Ich hatte nur keine Lust mehr,
besoffenen Millionären ihre Drinks zu mixen
oder die verzogenen Bälger zu bespaßen.
Ich wollte das Leben, um das ich beschissen wurde.
Ich will die Namen der Komplizen! - Sag ich nicht.
Dann haben Sie 'ne Mordanklage. - Die falsch ist.
Und vor der ich deshalb keine Angst habe.
Ich bin nur ein Dieb. Das ist die Wahrheit.
Mir geht's um den Tod von Meier, den Sie zu verantworten haben!
Trauen Sie mir das zu?
Ja, die Beule da hätten Sie nicht ohne mich.
Aber ich bin kein Mörder. Das können Sie mir nicht anhängen.
* angespannte Klänge *
Er spielt mit uns!
Obwohl er weiß, dass er nichts mehr tun kann!
Wusstest du, dass jeder Mensch irgendwo 'nen Doppelgänger hat?
Hab ich mal gelesen. - Ach, ist das so?
Ja, das siehst du doch.
Kannst du weitermachen? Oder soll doch ich?
Es kann auch er weitermachen.
Ich war nicht sein Kollege, auch nicht sein Freund,
aber ich weiß, was passiert ist, und sehe die Ähnlichkeit.
Muss verwirrend sein. - Ist es auch.
Aber das ist nur 'n Zufall.
Also, machen wir jetzt unsere Arbeit vernünftig?
Vorsicht, Kollege! Der Ton ... - Trompeter liegt auf dem Friedhof.
Hier sitzt ein Verdächtiger. - Sie haben recht.
Ja, sorry. Tut mir leid, dass ich so was sage.
Aber ich bin halt draußen.
'tschuldigung. Ich hab die Ergebnisse aus dem Labor.
Und?
Die Abdrücke der Frau aus Geigers Wohnung und die auf der Tatwaffe
stimmen überein.
Das ist das Zeug aus Geigers Wohnung.
Die Freundin arbeitet auch beim Partyservice.
Fehlt nur noch ihr Name.
Mhm. Der dritte Täter stammt wohl auch aus dem Umfeld.
Wir haben die Dienstpläne gecheckt.
Nur Geigers Name ist überall aufgetaucht.
Wie verlässlich sind die Infos von Bingo?
Soll ich mir die Pläne noch mal schicken lassen?
Ist schon passiert. Hier.
Ich hab noch 'nen anderen Mitarbeiter kontaktiert.
Und diese Pläne sehen anders aus als die,
die wir von Frau Juma bekommen haben.
Diana Juma hat uns manipulierte Papiere geschickt.
Hier: Zwei Namen hat sie extra für uns gelöscht.
* spannungsvolle Klänge *
Ihre ... Freundin ... - Hat damit nichts zu tun.
Sie und Ihr Kumpel haben Sie fallengelassen.
Sie wollen denen helfen und einen Vorsprung verschaffen.
Das ist nett, aber ziemlich dumm.
Ich weiß überhaupt nicht, wovon Sie reden.
Sie wissen nicht, warum Sie hier sind, oder?
Das hab ich dieser Hehlerin zu verdanken.
Nein.
Wir haben Sie über den Partyservice gefunden.
Ihre Chefin, Diana Juma, hat uns eine Liste gegeben.
Auf der Liste stimmt nur ein Name mit allen Tatorten überein: Ihrer.
Frau Juma selbst und ein Koch, Henk Schirmer, wurden gelöscht -
Ihre Mittäter, die beschlossen haben:
Einer muss über die Klinge springen - Sie.
Soll das 'n Trick sein? Muss ich jetzt weinen?
Danach wird Ihnen in Haft noch oft genug sein.
Immerhin sind Sie ein schöner Mann.
Überlegen Sie sich jetzt lieber,
ob Sie Menschen helfen, die Sie ausliefern.
Und warum sie Sie ausliefern.
Ich mach 'ne Aussage.
Ergänzend.
Das ging schnell.
Die Gewalt und der Tod von dem Alten,
der übrigens nicht geplant war ... ging von Diana aus.
Sie hat also Günther Meier mit dem Messer getötet?
Ja.
Und noch was: Dieser Stuhl hier ...
Der ist so unbequem. Ich möchte bequemer sitzen. Und ich hab Durst.
Und Hunger auch. - Ja, danke.
Man wird sich in der U-Haft um Sie kümmern.
Sie wollen doch wissen,
wo meine Komplizen sind und was sie vorhaben, hm?
Lassen Sie uns dahin gehen, wo's gemütlicher ist, und ich rede.
Keine Chance.
Ich habe etwas, das Sie ganz dringend wollen.
Viel dringender als Sie jetzt noch denken.
Okay.
Sagen Sie, was Sie zu sagen haben.
Nicht hier.
Mann, sind Sie anstrengend! Los!
* düstere Klänge *
Wow.
Designermöbel.
Tja, nehme ich den.
* Er seufzt zufrieden. * Bequem?
Viel besser.
Nüsschen.
Mh!
Machen wir 'ne kleine Fantasiereise, würde ich sagen.
Stellen Sie sich vor:
eine nette Familie - Mutter, Vater, Kind.
Eine schöne Villa.
Und eine größere Menge Bargeld im Safe.
So viel ...
dass man damit ganz bequem aus Deutschland fliehen könnte.
Lecker!
Etwas genauer, bitte.
Sie verstehen nicht.
Der Einbruch findet statt - jetzt gerade.
Wir wissen, wo sie drei gearbeitet haben.
Wir können jederzeit Wagen senden. - Die Adresse fehlt auf der Liste.
Manchmal bekommt man 'nen guten Tipp einfach so zwischendurch.
Was wäre ich für einer, wenn ich Ihnen 'ne bekannte Adresse nenne?
Gibt's noch welche? - Nein.
Wir machen's so: Sie sagen mir, was Sie wissen,
ich protokolliere ihre Kooperation.
Wir machen's so: Ich komm mit.
Was? - Ich möchte Dianas Gesicht sehen,
wenn sie diese Dinger angelegt bekommt und weiß,
dass ich das gemacht habe.
Das ist meine Rache.
Das ist meine Bedingung. - Sind Sie übergeschnappt?
Diana und Henk sind gerade in dem Haus.
Wenn Sie nicht tun, was ich Ihnen gerade vorschlage,
dann ... tja, dann müssen Sie die Verantwortung tragen.
* angespannte Klänge *
* Eine Frau schreit auf. *
Das Geld aus dem Safe!
Da ist nichts! Paar hundert Euro vielleicht.
Nehmen Sie mein ... - Tun Sie, was wir sagen!
Auch wenn er die Wahrheit sagt: nein!
Aber spielen wir nicht mit, riskieren wir ein weiteres Opfer.
Und nun soll ich die Verantwortung übernehmen,
wenn er das zur Flucht nutzt? - Ja.
Den Kindermädchenteil, den übernehmen wir schon.
Sie müssen nur unterzeichnen. - Und das möglichst schnell.
* Die Frau winselt. *
Wo ist der Safe?
Bitte, lassen Sie das Kind!
(singend:) Eine Autofahrt ist lustig.
Eine Autofahrt ist schön, ja.
Das Objekt ist uns quasi in den Schoß gefallen.
So Sterntaler-mäßig.
Ich sollte verraten, wo es hingeht, oder?
Soll ich's der Chefin sagen?
Grünwalder Straße Nummer drei.
Villa Leinweber. Kennen Sie den?
Autohändler.
Er hat immer 'n paar 100.000 im Safe.
Die Kombination für den Safe! - Ich weiß sie nicht.
Das macht immer mein Mann. - Gib uns die scheiß Kombination!
* Sie stöhnt. *
(Geiger:) Darüber redet seine Frau sehr gerne auf ihren Partys.
Und was für 'ne Angst sie hat,
dass jemand kommt und alles wegnimmt.
Ironie des Schicksals, oder?
Ich weiß es wirklich nicht.
Das dauert zu lange!
* Weinen eines Babys. *
* Geschrei eines Babys. *
* angespannte Klänge *
So, raus hier!
Danke schön.
Das Paket hier geht wieder zurück in U-Haft.
Nee, nee. Das Paket hat 'nen Deal mit dir.
Mir hat von Anfang an schon nicht gefallen,
dass du uns sagen willst, wie so 'n Deal läuft.
Abmarsch.
Okay.
Okay.
* spannungsvolle Klänge *
Ich hol dein Kind und du redest!
Nicht das Kind! Bitte nicht das Kind! Bitte nicht!
Lass das Kind in Ruhe! - Was ist dein Vorschlag?
(Duma:) Was sollen wir jetzt tun?
Du fasst das Kind nicht an!
* Zischen eines Bohrers *
Scheiße!
Polizei!
Bleibt zurück, sonst töte ich sie! - Nein!
Messer weg!
Verpisst euch!
Lassen Sie sie los!
Stehen bleiben! Polizei! - Auf den Boden!
Bleibt zurück!
Loslassen! Jetzt!
* Die Frau schreit auf. *
Sind Sie verletzt?
Frau Juma, Sie sind festgenommen.
Herr Schirmer, Sie sind festgenommen.
* bedrückende Klänge *
Böhmer. Ich bräuchte den Kontakt vom Kollegen,
der den Verdächtigen fährt. Ich hab 'n Foto für ihn.
Danke.
* angespannte Klänge *
* schwermütige Klänge *
(Polizist über Funk:) "Fahndung nach dem Flüchtigen läuft."
"Den Kollegen geht's soweit gut. Isar 3, Ende."
Geiger hat uns echt sauber verarscht.
Wer sich für so schlau hält, kommt nie weit.
Ist 'ne Frage der Zeit, bis wir den kriegen.
Komm mit.
Ist nicht dein Ernst.
Ich hab ihn gekauft.
Trompeters Auto.
Oh, Mann.
* sanfte Musik *
*
Auf Trompeter.
Den einzigen, den wahren Trompeter.
ORF 2023 untertitel@orf.at
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