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(Musik)
Edler Prinz, der König schickt uns,
Euch an der Grenze des Reiches zu begrüßen.
Seid willkommen als Freier unserer schönen Prinzessin.
(Fanfare)
(Musik)
Glaubt Ihr, dass er der Prinzessin gefällt?
Wir werden ja sehen.
(Musik)
Ehrwürdiger König, von weit her bin ich gekommen,
um Eure wunderschöne Tochter zu sehen.
Erlaubt mir, um ihre Hand zu bitten.
Gewiss, gewiss. Eure Werbung ehrt mich sehr.
Doch sprecht selbst mit der Prinzessin und freit um sie.
Schönste Prinzessin, nehmt dieses...
(Erstauntes Raunen)
Jeder Tölpel kann mir solche Perlen schenken, wenn er Geld genug hat.
Ich verlange mehr von einem Freier.
Was wünscht Ihr Euch denn?
Ich will...
Ich will...
Das singende, klingende Bäumchen will ich haben.
Bringt es mir, dann könnt Ihr um mich freien.
Wo es wohl wächst?
Das will ich auch gerne wissen.
Das singende, klingende Bäumchen will sie haben.
Jetzt will sie das singende, klingende Bäumchen haben.
Jetzt will sie das Wunderbäumchen auch noch haben.
Niemand weiß, wo es zu finden ist.
Das Wunderbäumchen, das von allem Unglück erlösen soll.
Das wird er nie finden.
Gleich wird er gehen, der arme Prinz.
Aber gewiss nicht, um das Bäumchen für die Prinzessin zu suchen.
Ich werde das Bäumchen suchen. Und ich werde es auch finden.
Und wenn ich bis ans Ende der Welt gehen sollte.
(Musik)
He, Gärtner, weißt du, wo das singende, klingende Bäumchen wächst?
Bei mir nicht.
Aber reitet zum Meer, dort wohnt ein alter Bauer,
der weiß in solchen Dingen Bescheid. - Danke.
(Musik)
He, Bauer.
Du kennst doch das singende, klingende Bäumchen?
- Ja. - Weißt du, wo ich es finden kann?
Nein, das weiß ich nicht.
Aber in den Bergen, da wohnt ein Kräuterweib, vielleicht weiß die es.
(Musik)
He.
He, Kräuterweib, he.
Ich habe gehört, du weißt,
wo ich das singende, klingende Bäumchen finden kann.
Das weiß keiner. Such, wo du willst, du Narr.
Lass mich in Ruh.
(Musik)
Ho, ho.
Komm, sei brav.
Hab keine Angst.
Ich muss sehen, was da ist. Komm.
(Musik)
(Musik)
(Musik)
Was suchst du hier?
Wer bist du?
Ich bin der Herrscher dieses Reiches, in das du eingedrungen bist.
Du bist mein Gefangener.
Ich wollte nichts Böses.
Ich bin auf der Suche nach dem singenden, klingenden Bäumchen.
- Was willst du damit? - Um die schöne Prinzessin freien.
Ich kann dir das Bäumchen geben.
- Wirklich? - Ja.
(Musik)
Hier ist es.
Es singt aber nicht.
Es wird singen und klingen, wenn die Prinzessin dich wahrhaft liebt.
Ich will dich mit Gold und Edelsteinen reich belohnen.
- Gib es mir. - So leicht geb ich es nicht her.
Fordere von mir, was du willst.
Ich fordere dich selbst,
wenn bis zum Sonnenuntergang das Bäumchen nicht singt.
Darum ist mir nicht bange.
Wenn die Prinzessin das Bäumchen bekommt,
wird sie meine Werbung annehmen.
Sie wird mich lieben, und das Bäumchen wird singen.
Ich will ein Bär sein, wenn mir das nicht gelingt.
Du hast es gehört: bis die Sonne untergeht.
Ja, ja. Sonst muss ich zu dir zurück.
Aber bis dahin hab ich längst mein Glück gemacht.
Ja, ja.
(Musik)
Ach, wie freu ich mich, dass Ihr noch am Leben seid.
- Was sehe ich? - Das singende, klingende Bäumchen.
Wo ist die Prinzessin?
Sieh nur, mein Kind,
der Prinz hat dir das singende, klingende Bäumchen gebracht.
Ich höre nichts.
Das liegt an Euch.
- An mir? - Ja.
Mit dem Wunderbäumchen hat es eine besondere Bewandtnis.
Es singt nur, wenn Ihr wahrhaft liebt.
Was fällt Euch ein?
Mir solch ein garstiges Ding als Wunderbäumchen anzubieten?
Dann wagt Ihr auch noch, Bedingungen zu stellen?
Mir, der Prinzessin.
Vater, er ist ein Lügner. Er will uns betrügen.
Wirf ihn in den Turm, diesen Spitzbuben.
Aber Kind, wie kannst du so etwas sagen?
Du nimmst ihn auch noch in Schutz?
Dann werde ich ihn selbst hinauswerfen.
(Schritte entfernen sich)
(Musik)
Nun wirst du das Bäumchen wohl nie mehr bekommen.
Und einen so schönen Prinzen auch nicht.
Ich will nichts mehr davon hören.
Er ist für dich um die halbe Welt gezogen,
um das Bäumchen zu finden.
Er hat es nicht verdient, so davongejagt zu werden.
Er hat sich ja gar nicht davonjagen lassen wie die anderen Freier.
Hast du nicht gesehen, wie stolz er weggegangen ist?
Gerade deshalb glaube ich,
dass er das singende, klingende Bäumchen hatte.
Wenn du glaubst, dass es das Bäumchen war,
dann hol es mir zurück.
Mein Kind, du hast ihn beleidigt.
Ich will das Bäumchen haben. Hol es mir.
Jetzt wird ers dir nicht mehr geben wollen.
Ich will es aber. Ich will.
Was soll ich denn nun tun?
Oh, weine nicht.
Wenn du mich lieb hast, reite ihm nach.
Ja, ich tu alles, was du willst. Ich geh ja schon.
Eile dich.
Ruf ein paar Reiter zusammen, die dich begleiten.
Ja, ja.
Ich will das Bäumchen haben.
(Musik)
Warum bedrohst du mich?
Ich bin nicht schuld, dass das Bäumchen nicht gesungen hat.
Du hättest wissen müssen,
dass die Prinzessin launisch und hochmütig ist.
Du Elender hast mich überlistet.
Du hast den Handel gewollt.
Hast du nicht gesagt, dass du ein Bär sein willst,
wenn die Prinzessin ihr Wort nicht hält?
Jetzt kannst du als Bär um sie freien.
Da hast du sicher mehr Glück.
Du sollst das Bäumchen behalten.
Damit dus singen hörst, wenn sie dich liebt.
Verspotte mich nicht. Was soll mir das Bäumchen nützen?
Sage das nicht. Es ist ein Wunderbäumchen.
Wenn es im Zauberreich singt und klingt, kannst du erlöst werden.
Es hat mehr Zauberkraft als ich.
Kein Wort mehr von diesem unseligen Bäumchen.
(Wiehern)
(Musik)
(Hufgetrappel)
(Musik)
Das Bäumchen.
König, was willst du hier?
Du kannst sprechen?
Sage mir, was du hier suchst.
Ich suche...
Sprich!
Ich suche das singende, klingende Bäumchen.
Für die Prinzessin?
Ja. Sie will es unbedingt haben.
Lass mich am Leben. Ich gebe dir alles, was du willst.
Mein ganzes Königreich...
Nein, ich will dein Königreich nicht.
Ich will nur das,
was dir bei deiner Rückkehr auf dein Schloss zuerst begegnet.
Und du sollst das singende, klingende Bäumchen dafür haben.
- Schlag ein. - Du hast mein Wort.
Merk es dir!
Das Erste, was dir begegnet, gehört mir.
Ich hol es mir um Mitternacht an der Grenze des Reiches.
Dass du mich ja nicht wieder einschlafen lässt.
Ich will nicht umsonst auf den höchsten Turm gestiegen sein.
Schon von Weitem will ich sehen, ob mein Vater das Bäumchen bringt.
(kreischt)
Wirf sie hinaus, die Biester.
(kreischt)
- Sind sie fort? - Ja.
- Alle? - Ja.
Halt den Mund!
Gib Acht, dass die Kerze nicht erlischt.
Ich fürchte mich in der Dunkelheit.
(Bellen)
Er kommt. Der König kommt.
Halt den Mund.
- Was? - Der König kommt.
Er hat das Bäumchen.
Er hat das Bäumchen.
(Musik)
(Bellen)
(Musik)
Geh weg. Geh weg, du dummes Tier.
Mach, dass du fort kommst.
Zurück, mein Kind.
Nun hab ich das Bäumchen.
Welch ein Unglück, dass gerade du mir zuerst begegnet bist.
Weshalb soll das ein Unglück sein?
Schloss-Hauptmann. Verstärkt die Wachen an allen Toren.
Sofort.
Wachen verstärken! Alle an den Toren!
Was ist denn?
Es ist etwas Furchtbares geschehen. Du bist in Gefahr.
Komm, mein Kind.
Aus Angst um mein Leben und weil ich dachte,
dass mein Hund mich zuerst begrüßen würde,
ging ich auf seine Bedingungen ein.
Und den Prinzen hast du nirgends gesehen?
Den Prinzen? Nein, weit und breit nicht.
Du sagst, ein richtiger Bär hat dir das Bäumchen gegeben?
Ja, ein großes, mächtiges Tier.
Mit spitzen Krallen und scharfen Zähnen.
Ich weiß nicht, was ich tun soll.
- Aber ich. - Ja?
Du schickst den Schloss-Hauptmann.
- Aber... - Er ist mutig und stark.
- Er soll den bösen Bären töten. - Meinst du?
Willst du etwa, dass ich hingehe?
Um Himmels willen, nein, mein Kind.
Also. Wann will der Bär seinen Preis?
Heute.
Um Mitternacht. An der Grenze des Reiches.
(Musik)
Ah, Hilfe.
Was wolltest du hier?
Sprich, wenn dir dein Leben lieb ist.
Solltest du mich töten?
Gib Antwort!
Der König hat es mir befohlen.
Dich will ich lehren.
Nein, Hilfe.
Lass mich doch runter.
Nun sage mir, wer ist dem König bei seiner Rückkehr zuerst begegnet?
- Die Prinzessin. - Aha.
Hilfe, Hilfe, Hilfe!
(Musik)
(Scheppern)
Guten Morgen, Prinzessin.
Hast du aufgepasst? Hat das Bäumchen gesungen?
Ich habe nichts gehört.
Wenn es heute nicht singt, werde ich es verbrennen.
Vielleicht braucht es Sonne.
Sonne?
Das weiß ich selbst.
Bade mich und kleide mich an. Wir gehen in den Garten.
Aber der König hat es doch verboten.
Du sollst keinen Schritt aus dem Schloss tun.
Wegen des Bären.
Und ich werde trotzdem in meinen Garten gehen.
Hier hinein werden wir das Bäumchen setzen.
Und was wird aus den Fischlein?
Die langweiligen Fische kann ich nicht mehr sehen.
Das Wasser wird abgelassen.
Hol die Fische heraus, und wirf sie in das Regenloch.
Na, los!
Nun sing aber,
wenn du schon den schönsten Platz in meinem Garten hast.
Sing endlich, du garstiges Gewächs!
Ich will es. Ich will, dass du singst. Sofort.
Sonst lass ich dich verbrennen.
(schreit)
Hilfe!
(schreit)
(Stimmengewirr)
Vater. Zu Hilfe!
Wie schrecklich, der Bär.
Vater, zu Hilfe!
Gib Acht auf mein Kind.
Nicht werfen! Gebt Acht auf die Prinzessin.
Hilfe. So helft mir doch!
Hilfe!
Vater, Hilfe!
Hilfe! Hauptmann, zu Hilfe bitte!
- Hilfe! - Hilfe!
Hilfe!
Bring mich sofort zu meinem Vater zurück.
Du bist ein abscheuliches, böses Tier.
(Musik)
(Musik)
Bring mich sofort ins Schloss zurück.
Ich befehle es dir.
Guten Morgen.
Ich will meine silberne Badewanne zubereitet haben.
Wenn du deine Morgenwäsche verrichten willst,
das Wasser hier ist klar und frisch.
In diesem Tümpel soll ich mich waschen?
Was fällt dir ein? Ich bin eine Prinzessin.
(Lachen)
(Musik)
Ich will mein Essen auf meinen goldenen Tellern aufgetragen haben.
Wenn du ein Mittagsmahl halten willst,
hier wachsen wohlschmeckende Beeren.
Ich soll Beeren sammeln? Was fällt dir ein?
Ich bin eine Prinzessin.
(Lachen)
(Musik)
Ich will mein Himmelbett mit den seidenen Federkissen haben.
Wenn du ein Nachtlager haben willst,
hier im Tal findest du weiches Moos dafür.
Ich soll mir ein Nachtlager aufschütten?
Was fällt dir ein? Ich bin eine Prinzessin.
(Lachen)
(Gurren)
(Gurren)
Fliegt sofort da runter, und fresst die Beeren.
Aber schnell.
Wollt ihr wohl sofort zu mir fliegen?
Warum fliegen die Vögel nicht auch zu mir?
Warum flüchten die anderen Tiere, wenn sie mich sehen?
- Du hast es ihnen befohlen. - Nein.
Die Tiere lieben dich nicht.
Sie schauen nicht wie die Menschen auf dein schönes Gesicht.
Sie fühlen genau, wie trotzig, lieblos und hochmütig du bist.
Und wahrhaftig.
Wenn du so aussehen würdest, wie du dich benimmst,
müsste deine Nase vor Hochmut in die Luft ragen.
Du hättest lieblose Augen, einen trotzigen Mund,
und das Gold deiner Haare würde verschimmeln.
Wenn das wahr ist, will ich genauso aussehen wie du sagst.
Hüte dich, einen so frevelhaften Wunsch auszusprechen.
Ich bin die Schönste im ganzen Land.
Schau mich doch an, du dummer Bär.
(Musik)
Nein, nein, nein. Das bin ich nicht.
Nein, ich bin nicht hässlich.
Nein, das ist nicht wahr. Ich bin nicht hässlich.
Nein, nein, nein, nein!
Ich bin... Ich bin...
Ich bin doch schön.
(weint)
Guten... Morgen.
Guten Morgen, Bär.
Guten Morgen.
Schau mich nicht an. Ich bin so hässlich.
Du hast recht gehabt.
Heule nicht.
Hilf mir lieber, die Höhle bauen.
Für wen?
Für mich.
Wenn du mir dabei hilfst,
kannst du auch darin wohnen.
Aber das wirst du ja nicht wollen.
Du bist ja eine Prinzessin.
Wenn du 1.000 Mal so viel Steine von hier fortschaffst,
wird die Behausung fertig sein.
(Musik)
Das hast du aber schön gemacht.
Kannst du nicht etwas tun, damit die Tiere auch zu mir kommen?
Nein, das kann ich nicht.
Aber du kannst ihre Zuneigung gewinnen.
Wenn du lieb zu ihnen bist.
Aber du liebst ja niemanden.
Ich geh zur Beerenwiese und hol ein Mittagsmahl für uns.
(Musik)
(Windrauschen)
Ich glaube, es hat sich den Flügel gebrochen.
Oh. Komm schnell herein.
Wir werden einen Verband anlegen.
Ja.
So. Bald wird das Tierchen wieder gesund sein.
(Gurren)
Ich weiß, warum ihr immer vor mir weggeflogen seid.
Wegen der Tauben im Schlossturm.
Ich werde es nie wieder tun.
(Musik)
(Knirschen)
Warte noch ein wenig. Ich komme dir zu Hilfe.
(Musik)
Ich weiß, warum du immer vor mir weggeschwommen bist.
Wegen der Goldfische in meinem Garten.
Es tut mir leid. Ich werde es nie wieder tun.
(Musik)
Was ist geschehen?
Der Fisch ist plötzlich eingefroren.
Ich hab ihn befreit.
Du siehst nicht mehr so hässlich aus.
Wie kommt das?
Weil du lieb zu dem Tier gewesen bist.
Hör mir gut zu.
Eine gute Tat ist immer mächtiger als ein böser Zauber.
Merk es dir gut.
(Musik)
(Lachen)
(Musik)
Warte ein wenig. Ich hole den Bären zu Hilfe.
Bär.
Bär.
Zu Hilfe. Komm mit ins Moos-Tal.
Sieh nur.
(Musik)
Ich weiß, warum du immer vor mir davongelaufen bist.
Wegen des Hundes im Schloss.
Es tut mir leid. Ich werde es nie wieder tun.
(Musik)
Siehst du nun, dass man die Zuneigung der Tiere gewinnen kann,
wenn man lieb zu ihnen ist?
Ja, du hast recht, lieber Bär.
Hast du...
Hast du "lieber Bär" gesagt?
Ja.
Geh in unser Haus zurück, du frierst.
Ich werde ihn befreien.
- Weine nicht, liebes Mädchen. - Wer bist du?
Woher kommst du?
Ich bin der Herrscher dieses Reiches.
Weine nicht. Ich weiß wohl, dass dieser Bär grausam und böse ist.
- Der Bär? - Ja. Er hat dieses Haus zerstört.
Während du das arme Tier aus dem Schnee befreit hast.
Ich habe es selbst gesehen. Ich kann es bezeugen.
Aber er war doch immer gut zu mir.
Ach, gut. Nur zum Schein.
Er hat dir das schöne Leben im Schloss nicht gegönnt.
- Nein, das... - Komm. Ich will dir helfen.
Komm. Komm, schnell.
Wenn er uns hier findet, tötet er uns beide.
Komm, ich führ dich hinaus.
Schnell, eile dich.
Was bleibst du stehen?
Ist das auch wirklich wahr, was du mir da sagst?
Hast du nicht selbst gesehen, dass er die schöne Wohnung zerstört hat?
Ich kann das nicht glauben, dass er böse ist.
Er sprach wie ein Mensch.
Und er aß wie ein Mensch.
- Und zu den Tieren war er auch gut. - Ach, was geht dich der Bär an?
Bedenke doch, wie schön du es in deinem Schloss haben kannst.
Schau her.
Willst du nicht dein Himmelbett wiederhaben?
Deine silberne Badewanne. Deine goldenen Teller.
Oh.
Dann brauchst du nicht mehr zu hungern.
Nicht mehr zu frieren.
Nicht mehr zu arbeiten.
Höre doch. Ich habe Nachricht von deinem Vater.
Mein Vater?
Ach, dein armer Vater. Er liegt im Sterben.
Er verlangt nach dir.
Ist das wirklich wahr?
Du wirst sehen, dass ich die Wahrheit sage.
Beeile dich, ehe es zu spät ist.
Folge am Tage der Sonne, in der Nacht dem Mond,
und du kannst nicht fehlgehen.
(Musik)
(weint)
Wer bist du?
Erkennst du mich denn nicht?
Nein, ich kenne dich nicht.
Was tust du hier?
Ich hab den Auftrag,
jedermann kundzutun, dass unser ganzes Land Trauer halten soll.
- Dies befiehlt der König. - Der König?
Ja. Weil ein böser Bär unsere schöne Prinzessin geraubt hat.
Wo ist der König?
Er ist mit seinen Getreuen fortgeritten,
um die Prinzessin zu suchen.
Ein ganzes Jahr ist er schon fort.
Dann hat der Zwerg gelogen.
Und was er von dem Bären gesagt hat, das ist dann auch nicht wahr.
(Musik)
(Bäumchen klingt)
Dann bist du doch das Wunderbäumchen.
Aber du singst doch nur,
wenn ich den Prinzen wahrhaft liebe.
Und der Bär?
Liebes Bäumchen, bitte sag mir, wer ist der Bär?
Ist er ein richtiger Bär, oder...
Oder ist er gar der Prinz?
Oh, der schöne Prinz.
Ob der böse Zwerg...?
Gewiss hat er ihn verzaubert.
Ich bringe dich ins Zauberreich.
Er muss dich hören.
Der liebe, arme Bär.
(Musik)
(Musik)
(Musik)
Schnell, bring mich ins Zauberreich zu unserem Bären.
(Musik)
Lauf weg. Bring dich in Sicherheit.
Schnell, bring mich ins Zauberreich.
(Musik)
Du elender Lügner!
Ich durchschaue dein falsches Spiel.
Das Bäumchen hat es mir verraten.
(lacht)
Hilfe!
Hilfe!
Hilfe!
(Gurren)
Oh.
(Musik)
Fliegt schneller. Ich muss dem Bären Hilfe bringen.
Du böses Ungeheuer.
Fort mit dem Bäumchen, ich warne dich.
Geh weg mit dem Bäumchen, geh weg.
Du hast dein Spiel verloren.
Ich fürchte dich nicht.
Weg mit dem Bäumchen. Fort aus dem Zauberreich damit.
Nein.
Du Dieb. Du elender, gemeiner Dieb.
(lacht)
(Bäumchen klingt)
(Musik)
(schreit)
(Donnergrollen)
(Musik)
(Musik)
(Bäumchen klingt)
Nehmen wir das Bäumchen mit ins Schloss?
Nein, wir lassen es hier stehen.
Und wenn es jemand findet, wird es ihm Glück bringen.
Ja.
(Musik)
(Bäumchen klingt)
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