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Scheiße! Da unten wächst mir ein Urwald.
Wenn er mir den Rock hochschiebt und die ganzen Haare sieht...
Du gehst wieder mit dem aus?
Gib mir mal die Pinzette, Fati.
Du gehst wieder mit dem aus?
Wo ist das Problem?
Weil ich dich Schlaubergerin danach wieder verarzten muss.
Das ist ein Mal passiert.
Ich würd nie mit 'nem Schläger ausgehen.
Nein, du küsst den Nonnen lieber den Arsch.
Gib mir die Pinzette.
Ich hab nur drei Stunden Ausgang.
Ich halt mich nur an ihre Regeln.
Hab ich doch gesagt, du küsst ihnen den Arsch.
Dann viel Glück.
Kannst du mir Geld leihen? -Ich hab nichts.
Bitte, wir sind Freundinnen.
Du schuldest mir eh noch Geld.
Komm schon, Fati! Ich hab keine Kippen mehr.
Komm schon, bitte!
Du gehst doch eh nie weg.
Bitte, Fati, ich liebe dich.
Aber nächste Woche krieg ich's zurück. -Danke!
Gib mal her! -Nein!
Zeig doch mal, was du hast!
Was machst du hier, verdammt?
Ich hab dich was gefragt! Was machst du hier?
Warum machst du keinen Mittagsschlaf? -Ich will bei dir sein.
Nina, bleib gefälligst im Kindergarten!
Raus mit dir, Nina, oder ich werd richtig böse.
Mittagsschlaf ist langweilig.
Lass die Finger von meinen Sachen! Du machst alles kaputt!
Hier, nimm mal. Gib mir das T-Shirt.
Das T-Shirt!
Wir sind glücklich, dich auf dieser letzten Etappe zu begleiten.
Der Weg zum ewigen Gelübde ist schwierig,
aber schön,
weil es ein Weg der Wahrheit ist.
Sei herzlich willkommen in unserem Haus. -Danke, Mutter Oberin.
Schwester Bruna begleitet dich.
Hallo. -Hallo.
Das ist Schwester Paola, aus Italien.
Sie sieht nicht wie eine Nonne aus. -Sie ist schön.
Sehr schön.
Ich muss los. Bis später, Fati. Entschuldigung.
Nina bleibt bei Fati.
Weißt du, wohin sie geht? -Nein.
Wohin ist Lu gegangen? -Weiß nicht.
Sie hat sich Deo in die Unterhose gesprüht. -Warum? -Weiß nicht.
Fátima, du hilfst Schwester Paola morgen mit den Spenden.
Danke. -Gern geschehen.
WER GOTT HAT, HAT ALLES
Irgendwann schmeißen sie dich raus.
So spät zurückzukommen.
Die Nonnen sind megawütend.
Ich weiß. Die bescheuerte Schwester Bruna hat mich reingelassen.
Verdammte Scheiße...
Du hast Nina die ganze Zeit bei mir geparkt. Das war das letzte Mal.
Hat sich die Kleine nicht benommen?
Sie benimmt sich besser als du. Darum geht's nicht.
Wir haben am Bahnhof gefickt.
Er ist so toll.
Er sagt, ich mache ihn verrückt.
Wird er jetzt romantisch?
Interessant...
Du kennst ihn nicht.
Schlaf jetzt.
Heilige Jungfrau Maria... -Bitte für uns!
Heilige Mutter Gottes... -Bitte für uns!
Heilige Jungfrau über allen Jungfrauen... -Bitte für uns!
Heiliger Michael, Gabriel, Raphael... -Bittet für uns!
NICO, ICH LIEBE DICH!
Mama, aufstehen!
Mama?
Ich komme.
Hallo, mein Baby. Hallo, mein Baby.
Hier, iss.
Gib mir mal den Matetee. -Was?
Mate! Bist du taub?
Schlampe! Schlampe! Schlampe!
So viel Zeug!
Was ist los?
Lu, was ist los?
Zwei Wochen Hausarrest...
das ist los.
Wie viel? -Zwei Wochen.
Das ist krass!
"Luciana, deine Tochter hat gesehen, wie du dein Deodorant unsachgemäß benutzt hast."
Nur, weil ich meine Muschi damit eingesprüht hab.
Irgendwer muss es den Kleinen ja zeigen.
Lu!
Super!
Lu!
Gefällt's dir?
Die Party!
Zu klein. -Hör auf.
Hör auf, sonst cancelt die alte Kuh unsere Party.
Der Nonne würd's gut stehen. -Scheißnonne.
Schaut mal, damit bin ich der Megastar.
Die Typen werden Schlange stehen. -Vergiss es.
Ich sag's nicht noch mal. -Ihr seid so was von bescheuert.
Was hast du gesagt?
Ihr bemalt eure T-Shirts, damit ein Prinz kommt, der euch rettet.
Das glaubt ihr doch selbst nicht. -Willst du das etwa nicht?
Wach auf! Wer will schon eine mit vier Gören?
He, ich hab nur zwei!
Egal. Mit dem nächsten Idioten passiert dir dasselbe.
Du wirst schwanger und kommst hierher zurück.
Ihr seid solche Idioten. -Wer ist hier 'n Idiot?
Sag das noch mal! Los! -Hau ab.
Ich stech dich mit 'ner Schere ab, du blöde Schlampe!
Hau ab. -Geh mir nicht auf den Sack. Pass auf, was du sagst.
Nächstes Mal schlag ich dir den Schädel ein.
Für wen hältst du dich, Scheißkuh?!
Du brauchst mal 'nen guten Fick.
Sie fühlt sich überlegen, weil sie 20 ist.
Warum ist sie dann noch hier? -Sie hat 'nen dicken Bauch.
Sie ist einfach fett. -He, Fati...
Das T-Shirt ist für dich, nicht für deinen Bruder...
Wieso, was ist damit? Mir gefällt's.
Das würd der Nonne gut stehen.
Du musst damit aufhören, Fati!
Du bist nicht die Einzige, der das passiert ist. -Halt den Mund!
Hör auf damit. -Halt den Mund!
Ich leih dir meins, sieh dir mal den Ausschnitt an!
Du hast einen schönen Körper, zeig ihn.
Sie werden alle über dich herfallen.
Kommst du mit, eine rauchen?
Nein. Wohin denn?
Ich weiß wohin. -Es ist spät.
Nur kurz. -Nein.
Ich brauch dich, Fati.
Und wenn sie aufwachen? -Sie schlafen tief und fest.
Ist das schön hier.
Was treibt dieses Arschloch bloß?
Ich hab schon 32 Mal angerufen, kannst du dir das vorstellen?
Wetten, dass seine Scheiß-Ex ihn zurückwill.
'ne echte Blondine mit großen Titten...
Typen interessieren sich doch nicht für ihre Ex.
Sie wollen Neuware.
Wenn du wüsstest, was das für 'ne Schlampe ist...
Danke für die "Neuware", jetzt geht's mir besser.
Wenn diese alten Schnepfen mich nur rauslassen würden...
Damit müssen wir leben, Lu.
Wir haben keine andere Wahl.
Das Problem ist, es ist ihr Zuhause.
Es ist auch mein Zuhause. -Nein, es ist nicht unser Zuhause.
Vielleicht haben wir irgendwann eins.
Vielleicht sogar zusammen.
Ich will mit meinem Kerl zusammenleben.
Ich geh wieder rein.
Er sagt, Gott ist mein Vater.
Das stimmt, mein Kind, er ist dein richtiger Vater.
Erleichtert umarmte Jesus ihn.
Und jetzt stelle ich euch Josef vor,
den Adoptivpapa von Jesus.
Also...
wisst ihr, was "adoptiv" bedeutet?
Was ist das?
Es bedeutet,
Gott hat Josef ausgewählt, damit er Jesus' Papa auf der Erde ist.
Das ist Josef und alle zusammen?
Die Heilige Familie! -Sehr gut.
Papa, Mama... -...Kind.
Das ist das Modell der christlichen Familie.
Wollt ihr sie zeichnen? -Ja!
Gut, gebt der Jungfrau einen Kuss,
dann könnt ihr zeichnen.
Gibst du ihnen bitte Papier?
Gib der Jungfrau ein Küsschen.
Ja, sehr gut!
Habt ihr heute mit Tempera gemalt? -Nein, wir haben die Heilige Familie gezeichnet.
Schön.
Und du, Nina?
Was hast du gemacht?
Wie schön!
Wer ist das? -Die Modelfamilie.
Und wer ist das?
Maria, ich und Josef.
Aber das ist nicht deine Familie.
Es ist die Modelfamilie.
Modellfamilie. -Model.
Schwester Pia hat gesagt "Modellfamilie".
Josef ist Jesus' Vater, nicht deiner.
Er ist auch meiner, ich hab ihn gezeichnet.
Okay, ich hab meinen Großvater.
Großvater? Sag ihm endlich die Wahrheit!
Du sollst den Mund halten! Spinnst du total?
Nina, komm her.
Wir machen Seifenblasen.
Pass auf, mach's nicht kaputt.
Sei vorsichtig, du kleine Kröte.
Ich hab was ins Auge bekommen. Pustest du?
Puste.
Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Kannst du bitte weiterbeten?
Gegrüßet seist du, Maria,
voll der Gnade, der Herr ist mit dir.
Du bist gebenedeit unter den Frauen und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.
Heilige Maria, Mutter Gottes, bitte für uns Sünder,
jetzt und in der Stunde unseres Todes. Amen.
Hübsch, oder? Schwester Paola hat es für mich gemacht.
Scheißfarbe.
Gab's keine andere?
Egal...
worüber hast du mit der Nonne geredet?
Über nichts. Sie hat mir zugehört.
Ich hör dir auch zu.
Pass kurz auf sie auf.
Sie sind ganz ruhig, ich bin gleich zurück.
Nina, was machst du da?
Ich hab gesagt, du sollst die Finger davon lassen. -Ich will aber auch.
Wenn du älter bist.
Jetzt nicht.
Lass die Finger davon, klar?
Ich mach dir welchen drauf, aber das ist das letzte Mal, okay?
Zeig her...
Du hast ihn fast leer gemacht. Ich hab nur den.
Die andere Hand.
Steht dir gut.
Nur eine Rolle?
Du solltest doch mehr mitbringen! Das reicht nicht!
Vier, fünf, sechs Rollen, nicht nur eine!
Wenn die Dicke schläft, nimm dir welche. Die merkt's gar nicht.
Eine reicht nicht.
Soll ich dir auch die Beine enthaaren?
Nein.
Komm schon, für die Party.
Nein danke.
Gut gemacht, mein Schatz.
Fester drücken, sonst gehen die Haare nicht raus.
Du musst so drücken...
Komm her.
Und jetzt tanz! Lass es krachen! Zeig mir die Schritte.
Ich will auch tanzen. -Dann komm, Michael.
Startklar?
Beweg die Hüften, Nina. Runter.
Los, Nina!
Weiter, weiter, Nina, los!
Weiter!
Gott sah den Menschen im Garten Eden an und sprach:
"Es ist nicht gut, dass du allein bist."
Aus einer Rippe Adams
formte er eine Frau und brachte sie zu ihm.
Gott hat sie aus dem Garten Eden vertrieben.
Was soll der Scheiß? -Ich will auf mein Zimmer gehen.
Jetzt nicht, die Nonnen sitzen draußen. Tanz einfach.
Ich tanz nicht wie 'ne Schlampe. -Was hast du gesagt?
Okay, tanzt wie Schlampen, aber beklagt euch später nicht.
Ich will raus aus diesem Puff.
Ich bring dich um, du Fotze. -Was machst du da, du Schlampe?
Los, geh dich waschen, du Dreckssau!
Schlampe.
Jetzt sind sie draußen.
Zeig mal.
Hallo.
Ich wollte es nur mal ausprobieren.
Ungewöhnliche Methode, ich kannte sie nicht.
Natürlich nicht, ich hab sie ja erfunden.
Lu, wenn du willst,
kann ich Schwester Pia um Klebeband bitten.
Dann musst du Nina nicht schicken.
Wer hätte das gedacht!
Ich dachte immer, Nonnen mögen's haarig...
Tja, die moderne Nonne.
Ich bin weg.
Ist das abgefuckt!
Ich kann nicht mehr...
Drei verdammte Wochen!
Was macht das Foto da?
Wie oft hab ich dir gesagt, schmeiß es weg?
Warum behältst du es? -Weil ich sie liebe. Basta!
Aber sie liebt dich nicht.
Kapierst du das nicht?
Eine liebende Mutter beschützt ihr Kind.
Die Schlampe hat zu ihrem Freund gehalten, und du behältst ihr Foto?
So war es nicht. Du hast keine Ahnung. -Ach nein?
Immer wenn du zu Hause bist, kommt er...
Du bist gemein.
Wer als Erster da ist!
Komm, wir hängen die Luftballons ans Bett.
Hier, das kann man gut nähen. -Ja, das kann ich machen.
Mama, kannst du mir helfen?
Hilfst du mir? -Ja.
Mama, kannst du den Ballon an meinem Bett festmachen?
So wie bei Michael.
Mama!
Nein!
Mein Ballon!
Beruhig dich, alles gut.
Was hast du in meinem Zimmer zu suchen?
Wieso verpisst du dich nicht? Hau wieder ab in dein Land!
Ich schwöre, ich hab nichts gehört. Als ich aufgewacht bin, war sie weg.
Fátima, wir müssen die Wahrheit wissen, um ihr helfen zu können.
Wenn du Luciana beschützen willst,
musst du uns sagen, was du weißt.
Und was haben Sie Nina gesagt?
Dass Luciana Arbeit gefunden hat.
Michael, komm her!
Tati, sag Tomi, er soll aufhören.
Kümmer dich um deinen Sohn, Mensch! Er haut ihn die ganze Zeit.
Das bringt Michael vielleicht mal in Schwung.
Er ist so 'n Muttersöhnchen, ein paar Schläge schaden dem nicht.
Wann kommt Mama wieder?
Nina, du hast ja gar nichts gegessen.
Ein Zahn, Scheiße!
Ein Zahn... Dein Sohn hat ihm 'nen Zahn ausgeschlagen!
Ich kann nichts dafür. Du warst doch hier. -Schlampe!
Du hängst die ganze Zeit am Handy, kümmerst dich nicht um dein Kind.
Du kümmerst dich doch auch nicht!
Ich passe immer auf ihn auf. -Aber du gibst ihm nie einen Kuss!
Tomi, wir gehen.
Mama?
Mami...
Bist du dadrin?
Dein Sohn ist wunderbar.
Und deine Tochter wird es auch sein.
Komm her.
Ruh dich aus.
Hattest du Angst? -Nein.
Ich hab dich aufgehoben, Mami.
Bin ich nicht zu schwer? -Nein, ich bin doch stark.
Mach dir keine Sorgen, ich beschütze dich.
Mach dir keine Sorgen, Mami.
Wo ist Lu hin?
Arbeiten.
Ja, aber wohin?
Sie muss Geld verdienen, weil ich zu viele Geschenke wollte.
Du hast ins Bett gepinkelt. -Das ist kein Pipi, du lügst.
Doch, das ist Pipi. -Nein!
Ich weiß nicht...
Nein, Michael.
Das ist Wasser, mir ist eine Flasche umgekippt.
Nina...
Fati hat gesagt, dass du Haare waschen musst.
Wenn du möchtest, spielen wir Friseur nach dem Kindergarten.
Heute bekommst du schöne Haargummis,
gestern hat Schwester Pia dir Stifte geschenkt.
Alle kümmern sich um dich.
Darf ich bei dir schlafen?
Ich weiß nicht...
Willst du deine Ente? -Ja.
Hier, Nina.
Fati hat gesagt, du brauchst die zum Schlafen.
Schwester Paola, du siehst schön aus mit offenen Haaren.
Danke.
Kannst du sie nicht immer so tragen?
Nein.
Das kann ich nicht.
Wie schade!
Was machst du da im Bidet?
Komm her.
Für dich...
und für mich.
Schnell. Schnell.
Schneller.
Hältst du mal?
Wo bist du?
"Bringt das Mastkalb her und schlachtet es!
Wir wollen essen und fröhlich sein, denn mein Sohn war tot und lebt wieder.
Er war verloren und ist wiedergefunden worden."
Und sie begannen, ein Fest zu feiern.
Ihr kennt das Gleichnis von dem Hirten, der seine 99 Schafe zurücklässt,
um das eine verlorene Schaf zu suchen.
In dem Gleichnis vom verlorenen Sohn geschieht etwas Ähnliches.
Heute beten wir gemeinsam für Luciana,
unsere verlorene Tochter, unser verlorenes Schaf,
damit sie auf Gottes Weg zurückfindet, die Büßerin.
Alles in Ordnung? -Ja, alles in Ordnung.
Setz dich.
Jetzt, wo wir zu dritt sind,
sind wir die Modellfamilie.
"Es war einmal
eine Entenfamilie
mit vielen neugeborenen Entlein.
Aber eins von ihnen
war nicht so schön wie die anderen,
es war grau und hässlich."
Wie heißt es? -Das hässliche Entlein.
Genau...
"Eines Tages kam es an einen Teich
voller wunderschöner Schwäne.
Als es sein Spiegelbild im Wasser sah,
entdeckte es zu seiner großen Überraschung,
dass es zu einem wunderschönen Schwan geworden war.
Da wurde ihm klar,
es war zwar in einem Entennest geboren, aber geschlüpft war es aus einem Schwanenei.
Und es begriff, es war nie hässlich gewesen,
sondern nur...
anders."
Nina, komm raus.
Nina, komm raus.
Nina, komm aus dem Badezimmer.
Ist der Rock zu kurz? -Nein, der ist gut so.
Es ist mir etwas peinlich. -Der sieht gut aus.
Habt ihr das heute gemacht? -Ja, für die Mamas.
Das ist wirklich schön. Danke, Michael.
Du bist schön.
Und was steht hier? -Ich liebe dich, Mama.
Hast du das geschrieben?
Was machst du da?
Hier.
Noch ein Stück.
Lass mich...
Danke, Michael.
Hier...
Gleich haben wir's. Gut.
Fertig. -Sehr gut.
Hier, Nina.
Für mich?
Die sind für Lu.
Bewahr sie für sie auf.
Die sind für Schwester Paola.
Ich will mein Kaninchen und meine Ente mitnehmen. -Los, Nina.
Na los, Nina.
Paola, vielleicht solltest du das lieber nicht tun.
Aber Nina braucht mich.
Du kannst nicht alles mitnehmen.
Komm.
Gott ist groß und barmherzig
und kümmert sich besonders um die jungen Seelen.
Wie die unserer Schwester Paola.
Sie hat die Orientierung verloren auf einem nicht leicht zu bewältigenden Weg,
als sie der kleinen Nina helfen musste.
Ein unbekannter Weg,
auf dem man leicht auf einen Irrweg geraten kann.
Dennoch
hat unsere Schwester Paola
diese neue Prüfung, die ihr Gott auferlegt hat, bestanden.
Großzügig schenkte sie Nina diese besondere Liebe,
die wir Schwestern anderen Menschen geben können.
Die Liebe einer spirituellen Mutter.
Deshalb sind wir zu dem Entschluss gekommen,
dass sie zur Weihe bereit ist.
Bereitet euch auf ein großes Fest vor,
um das ewige Gelübde zu feiern.
Ilda, du fängst an.
Schwester Paola, ich möchte bei dir schlafen.
Du kannst nicht...
Du kannst nicht hierbleiben.
Komm her.
In die Augen!
In die Augen!
Willkommen zurück.
Hast du noch andere Verletzungen?
Gut.
Dann kannst du auf dein Zimmer gehen.
Ich möchte dich später in meinem Büro sehen.
Ich geb ihn dir zurück. -Nein, behalt ihn.
Er steht dir besser als mir.
Wie ist Jessi herausgekommen?
Sie heißt Isabella.
Nur 'ne Kleinigkeit. Ich hab diesem Loser Kohle geklaut.
Er ist so eine Null.
Danke.
Wo ist das Kaninchen?
In Schwester Paolas Zimmer.
In Schwester Paolas Zimmer?
Nina schläft manchmal dort.
Hab ich dir gesagt, dass ich dich liebe?
Ja.
Wenn du Geld wolltest.
Im Ernst, ich liebe dich. Du bist meine einzige Freundin.
Schmeißen sie mich raus?
Hilf mir, Fati. Bitte!
Ich bin am Arsch.
Bitte, ich flehe dich an.
Rede mit den Nonnen, sie hören auf dich.
Nein, Lu.
Ich kann nicht.
Und wenn wir zusammenziehen?
So wie du es wolltest.
Nein, Lu.
Du bleibst lieber bei den Nonnen?
Ich bleibe lieber bei meinen Kindern.
Und? Du kannst sie mitnehmen.
Ich wäre nicht in der Lage, für sie zu sorgen.
Weißt du, ich beneide dich wirklich.
Ich wäre gerne so wie du.
Aber ich kann nicht...
Ich weiß nicht, warum.
Ich war schon immer so.
Schon als Kind. Auch mit den Jungs.
Ich mache immer alles kaputt.
Ich schwöre, ich mach's nicht mit Absicht.
Es tut mir leid...
Ich kann dir nicht mehr helfen.
Luciana, was du getan hast, hat einen Namen in der Gesetzgebung unseres Landes.
Man nennt das Kindesvernachlässigung.
In einem Fall wie deinem
kann der Richter entscheiden, dir das Sorgerecht für Gianina zu entziehen.
Ich hab 'nen Fehler gemacht. Helft mir.
Ich will nicht, dass man mir Nina wegnimmt. Sie ist alles, was ich habe.
Dann solltest du dich um sie kümmern. -Ich hab 'nen Fehler gemacht. Bitte helft mir!
Gott ist groß und barmherzig.
Er wird dir helfen, aus deinen Fehlern zu lernen.
Gott ist groß und barmherzig. -Scheiß auf Gott!
Kommt er runter und hilft mir? -Luciana, sei nicht so respektlos.
Die Geschichte von dem verlorenen Schaf war also nur heiße Luft?
Das Problem ist, du zeigst uns nicht,
dass du Nina großziehen kannst.
Was wisst ihr schon? Was wisst ihr über meine Liebe zu Nina?
Ihr habt ja nicht mal Kinder.
Wir wissen genug, um zu verstehen,
dass du mit der Verantwortung, Mutter zu sein, nicht umgehen kannst.
Ich weiß genug, um Mutter zu sein.
Für dich ist also alles in Ordnung? Tut es dir gar nicht leid, was du getan hast?
Es tut mir so was von leid! Was denkt ihr denn?
Ihr habt kein Herz!
Wir haben kein Herz? -Nein, habt ihr nicht.
Wer hat sich um deine Tochter gekümmert? -Sie mir wegzunehmen ist herzlos!
Wer hat sich um deine Tochter gekümmert? Nicht du, sondern andere!
Ja, ich hab 'nen Fehler gemacht.
Habt ihr nie 'nen Fehler gemacht? -Es reicht!
Das Gespräch ist beendet.
Der Richter wird entscheiden, was mit dir und Gianina geschehen soll.
Okay, okay.
Geh jetzt und pack deine Sachen. -Okay, ich gehe.
Heute schläfst du im Gästehaus. -Und dann?
Dann ein anderes Heim. -Und dann?
Gewöhne dich an den Gedanken... -Was?
Dass man dir Gianina wegnimmt.
Niemand nimmt sie mir weg! Klar?!
Niemand anders wird sich um sie kümmern, ich bin ihre Mutter!
Niemand wird meinen Platz einnehmen.
Das entscheidet der Richter. Und vielleicht muss Nina in ein anderes Heim.
Nina bleibt bei mir! Ist das angekommen?!
Sie geht nirgendwo ohne mich hin.
Das ist nicht mehr unser Problem.
Pack jetzt deine Sachen.
Musst du weg von hier?
Und wenn du dich versteckst?
Los, versteck dich.
Nina, los, sie schläft.
Wo ist Mama?
Sie ist weg.
Schlaf jetzt.
Was ist? -Hast du Nina gesehen?
Nein.
Ich kann sie nicht finden.
Ich habe sie nicht gefunden.
Sie schläft immer ein.
Sie will nie Mittagsschlaf machen.
Trägst du sie raus?
Ist besser.
Untertitelung: SUBS Hamburg Katja Büssemeier
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