All language subtitles for Astrid.Lindgrens.Weihnachten.2023.German.DL.EAC3.1080p.WEB.H265-BUTTERCUP

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Original subtitles

*Kuh muht*

*Weihnachtliche Musik setzt ein*

"Mitternacht, die Lichter sind erloschen...

Alle schlafen überall herrscht Stille,

in den Häusern.

*Unverständliche Gespräche* *Eine Frau lacht*

*Junge quietscht an Scheibe*

*Musik klingt aus*

Guck mal, Gunilla, Sie bauen einen Schneemann.

Ich glaube, ich liege jetzt schon 100 Jahre nur da.

Und ich bin durstig.

Ich hoffe, die kommen bald!

Mama, Papa? Wie viel Uhr ist es?

-(Gunilla)Gunnar hat Durst. -Himmel.

Sehen wir mal nach.

*Tür knarzt*

Hey, wie fühlt ihr euch?

Könnt ihr was vorlesen?

Ja, später vielleicht.

Los, kleiner Mann, Mund auf.

*Gunnar unverständlich* *Vater lacht*

-Wie bitte? -Er fragt, ob er Fieber hat.

Fall nicht runter.

Mir ist langweilig. Und mein Bett ist voller Krümel.

Du hast immer noch etwas Fieber.

Jetzt ist später.

-Jetzt kannst du vorlesen. -Nein.

Du musst noch länger warten.

Schlaf jetzt, damit du gesund wirst.

Mann. *Gunilla seufzt*

*Tür knarzt*

Wir werden auch noch krank.

Nichts wird fertig. Weihnachtskarten...

-Backen. -Geschenke kaufen.

Ah! Ich habe eine Idee.

*Tür knarzt*

Überraschung!

Was ist das?

-Ein vorgezogenes Geschenk. -Nur für kranke Kinder.

Seht euch das an!

-Ist das eine Uhr? -Viel mehr als eine Uhr.

Eine Kuckucksuhr.

Ein Vögelchen kommt jede Stunde und ruft Kuckuck!

Dann bringen wir euch Saft zu trinken.

-Wir spielen was. -Oder lesen was vor.

-Sollen wir sie dahin hängen. -Ja.

Beim fünften Kuckucksruf sind wir zurück.

Ja.

*Kuckucksuhr tickt*

Bis dann.

Ob da wirklich ein Vogel in der Uhr ist?

Bestimmt kein echter. *Vogel ruft Kuckuck*

*Uhr tickt* Ein süßer Vogel.

Woher weiß er, wie oft er kommen muss?

Vielleicht liegt das am Mechanismus.

*Uhr tickt rhythmisch weiter*

*Lustige Musik setzt ein*

Mechanismus, ein Mechanismus?

Ich habe ein grundsätzliches Mathematikverständnis.

Das heißt, ich kann rechnen.

Das solltet ihr mir glauben.

Du kannst sprechen?

Natürlich kann ich sprechen.

Das hört ihr doch.

Denkt ihr, ich kann nur singen?

Wer bist du eigentlich?

*Vogel räuspert sich* Vor euch steht der lustige Kuckuck.

Ich bin ein höflicher und begabter Ruckzuck. Ich meine, Kuckuck!

Ich spreche mehr Sprachen, als es Länder gibt auf dieser Welt.

Wenn ich will, dann bin ich auch ein Meister in Gesang.

*Vogel hustet* Ist das staubig hier.

Kannst du andere Sachen?

Kannst du noch andere Sachen?

Gut. *Vogel jauchzt vor Freude*

Hier fliegt der lustige Kuckuck,

der in allen Lüften anmutigste Ruckzuck.

Ich meine, Kuckuck bricht jetzt einen Weltrekord.

Einmal um die Erde in bloß acht Sekunden.

*Vogel jauchzt vergnügt*

Er hat es getan.

Gut gelaunt, Gunnar.

Seht euch mal das.

*Vogel jault* *Schmerzlaut beim Aufprall*

*Mechanische Geräusche*

Es war so finster hier. Also habe ich die Lampe angemacht.

Kannst du auch lesen?

Was für eine Frage.

Aber, es ist das Beste, wenn wir jetzt ins Bett gehen.

Ich darf nicht verschlafen. Ich muss einmal pro Stunde "kuckuck" rufen.

Ich brauche einen Wecker und muss sofort schlafen.

(Gunilla)Er kann sicher verrückte Sachen, aber nicht lesen.

Was sagst du da? Ich kann nicht lesen, Fräulein?

*Flug Geräusch*

Das ist eine böse Unterstellung.

Aber Geschichten lese ich nicht, denn ich bin eine Geschichte.

Dann kannst du bestimmt viel erzählen.

Ich kenne eine von einem Bürschen, der so frech war wie ihr.

*Fröhliche Musik setzt ein*

*Pferde wiehern* *Weihnachtliches Klingeln*

*Pferdetrampeln*

-Hallo. -Achtung, wir kommen.

*Pferde wiehern*

Ja. *Junge lacht*

-Alfred, Sie kommen endlich. -Ja.

Michel!

Man sollte dich in den Schuppen sperren, das steht fest.

*Vogelgeräusche*

Das wird ein Riesenspaß.

*Vater kommt herein* Hoffentlich, es ist sehr teuer.

Das lässt sich nur nicht ändern.

Wir werden sonst immer eingeladen, jetzt sind wir dran.

-Guck, da kommt die Lehrerin. *Lehrerin lacht*

(Michel)Und der Pfarrer kommt auch.

(Vater)Der Pfarrer und viele andere wichtige Gäste.

Lass dich bloß nicht zu irgendwelchen Streichen hinreißen.

Auf Festen werden keine Frechheiten gemacht.

*Lustige Musik* *Kinderlachen*

SCHNEEBALLSCHLACHT IN KATTHULT

*Fröhliches Durcheinander*

*Musik endet*

Vielen Dank, dass du uns alle eingeladen hast.

Ja. *Lachen im Hintergrund*

-Entschuldigung. -Ich komme.

*Vater lacht*

Dem schmeckt es.

Ich fürchte, der Pfarrer hat Durst.

-Oh ja. Ja. -Lina, der Pfarrer.

Oh, sieh nur, wie hübsch du heute bist.

*Geigenmusik* (Frau)Das schmeckt köstlich.

*Kinder langweilen sich*

*Junge lacht* *Fragelaut vom Mädchen*

-Noch etwas Kaffee? -Sehr gerne.

*Fröhliche Stimmung im Hintergrund*

*Junge macht Schlürflaute* *Mädchen lacht*

*Erschreckter Laut* Nein, Michel.

Keine Streiche habe ich gesagt.

*Fröhliche Stimmung im Hintergrund*

Natürlich.

*Klopfen an Tasse* Alle mal herhören.

Bis das Essen fertig ist, könnten wir doch raus gehen,

für eine Schneeballschlacht. *Alle lachen*

Schneeballschlacht?

-Was für ein Unsinn. -Ja.

*Alle Kinder lachen*

Ja, sehr gut. Kommt alle raus, Kinder.

Ist keiner von den Eltern mit dabei? *Vater lacht*

Wir sind doch nicht verrückt.

Schneeballschlacht. Das klingt gut.

*Schnelle fröhliche Musik setzt ein* *Kinder lachen vor Freude*

*Wurfgeräusche von Schneebällen*

*Zwei Jungs lachen*

Hier Michel.

*Junge lacht* Noch einer.

*Lustige Geräusche beim Wegfliegen der Karotte*

*Pferd wiehert*

*Fröhliches Durcheinander*

*Kinder lachen und spielen*

*Schnelle Musik endet und langsame Musik setzt ein*

(Pfarrer)Diese Kekse schmecken sehr gut.

Versuchen Sie die Ingwer-Plätzchen.

Wo ist Lina? Sie müsste Kaffee servieren.

Sie war doch hier. *Dumpfer Knall*

*Allgemeines Erschrecken*

*Erstaunte Laute* *Fröhliche Musik setzt ein*

Ja. *Lina lacht*

Was für das für ein Irrsinn? Eine Blamage vor dem Pfarrer.

Nicht doch. Halt! Stopp! Nein! Nicht!

Nicht auf mich, werft bitte auf andere.

*Heiteres Durcheinander*

Ihr kriegt Ärger.

*Erschreckter Laut*

Jetzt kriege ich dich.

*Totale Ruhe* *Ungläubiger Laut*

Michel! *Michel lacht*

*Fröhliches Gelächter*

Was für eine Freude, dass Vater Anton auch mitmacht.

Fang mich doch.

*Lehrerin lacht* *Kinder lachen*

*Vater unverständlich*

Dass Anton mitmacht, überrascht mich wirklich.

*Pfarrer lacht*

*Ärgerliche Laute vom Vater* *Michel lacht*

Papa, was machst du denn hier?

*Unverständlich*

Was ist mit dir? Bist du krank?

*Vater unverständlich*

Was habe ich jetzt wieder gemacht?

*Tür knallt zu*

*Vater unverständlich* *Spannende Musik setzt ein*

*Fröhliches Durcheinander*

*Vater unverständlich*

*Poltergeräusche vom Vater* *Mutter summt*

*Mutter schreit*

*Vater unverständlich* *Mutter lacht*

Du bist ein alberner Kerl.

Machst eine Schneeballschlacht. Ich dachte, du wärst vernünftiger.

*Vater aufgeregt*

*Wasser blubbert aus Kessel*

*Ruhige, entspannte Musik* *Ruf einer Eule*

*Fröhliche Gespräche*

*Vorfreude auf das Essen*

Lasst es euch Schmecken. Es gibt noch viel mehr.

-(Pfarrer) Das sieht lecker aus. -Nicht wahr? Alles ganz frisch.

Der mag alles. *Kinderlachen*

*Schritte im Schnee*

*Wind pfeift*

Komm es gibt Essen, Michel.

*Fröhliches Durcheinander*

Michel, ich habe dich doch in den Schuppen gesperrt.

(Lehrerin)Da ist Michel.

Wir fragten uns, wo du bist.

Weihnachten war noch nie so lustig.

*Freudige Bestätigung*

Du warst brillant, Anton. Du hast so toll mit den Kindern gespielt.

Er war eine super Zielscheibe.

(Pfarrer)Du hast recht, Michel.

*Alle lachen*

Wer weiß, wie viele Figuren Michel schon geschnitzt hat.

Vermutlich weniger, als er verdient.

Aber ihr erwartet sicher einen Mann mit Bart. Wegen Weihnachten.

-Den Weihnachtsmann gibt es nicht. -Doch.

Aber ihr müsst dafür Augen und Ohren öffnen. Sonst geht es nicht.

Nur dann seht ihr Elfen tanzen im Park, in einer Frühlingsnacht.

Oder hört Wichtel bei der Arbeit in der Werkstatt.

-Zeig uns wie man sie sieht. -Nein, nein, nein.

Ihr müsst sie selbst finden. Jetzt kommt noch eine magische Geschichte.

*Schwermütige Klaviermusik* DER KLEINE DÄUMLING

*Entferntes Zugrattern*

*Schrittgeräusche* *Die Tür knarrt*

(Junge)Mama! Papa!

-Bertil. -Nein, nein, nein!

-Bitte sei vorsichtig. -Kann ich nicht heute mitgehen?

Ich will nicht alleine sein.

Das geht leider nicht.

Die Fabrik ist zu gefährlich.

Aber ich schwöre, ich bin auch ganz still.

Wir sind schnell zurück.

Dann machen wir was Lustiges.

(Mutter)Mein Liebling.

Wiedersehen.

*Tür knarrt*

*Weiterhin schwermütige Klaviermusik*

*Etwas schnüffelt und quietscht*

*Rhythmische Geigen*

Nein, das ist mein Brot!

*Ängstliches Piepen*

*Klettergeräusche*

*Ängstliches Piepen*

*Schwermütige Musik*

*Das Bett knarrt*

*Trippelschritte* *Rhythmische Musik*

*Das Bett knarrt*

*Trippelschritte*

Na, wie geht es?

Hey. Woher kommst du?

Und wieso bist du unter meinem Bett?

Ich heiße Nils Karlsson Däumling. Ich lebe hier.

Also nicht unter deinem Bett, aber eine Etage tiefer.

Lebst du hier schon lange?

Erst ein paar Tage. Vorher habe ich unter einer Wurzel im Wald gelebt.

Aber jetzt, ist es zu kalt geworden.

Ich hatte Glück, dass mir eine Maus das hier vermietet hat.

Es ist kalt bei mir. Aber bei dir ist es auch nicht wärmer.

Ja, das stimmt. Mir ist auch eiskalt.

*Mysteriös Musik*

Allein sein ist schlimm, oder?

Komm doch mit zu mir.

Ja, ist echt nicht so schön. Aber,

*Junge lacht*

glaubst du ehrlich, dass ich durch das Loch passe?

*Niels lacht* Das ist ganz einfach.

Du berührst nur den Nagel und sagst "Killevippen".

Dann wirst du so klein wie ich.

*Kriechlaute*

Aber kann ich auch wieder groß werden?

Für meine Eltern später.

Du musst nur den Nagel berühren und "Killevippen" sagen.

Killevippen.

*Lustige Kreiselgeräusche*

Oh, Mann.

Das kitzelt echt ganz doll im Bauch.

*Nils lacht*

Ja.

Wow.

*Entspannte Musik setzt ein*

-Wie gesagt, ich heiße Nils. -Und ich heiße Bertil.

Komm. Ich zeige dir, wo ich wohne.

Pass auf mit der Treppe. Eine Stufe ist nämlich kaputt.

*Holz knarrt* *Bertil macht ängstliche Geräusche*

Komm.

*Tür quietscht*

Ist leer hier drin. Ich miete lieber unmöbliert.

Möbel sind besser. Aber so ist es billiger.

Aber wo schläfst du denn dann, wenn du kein Bett hast?

Ich schlafe auf dem Boden vor dem Ofen.

-Und ist dir da nicht kalt? -Doch, kannst du mir glauben.

Ich stehe jede Stunde auf und renne, damit ich nicht erfriere.

Oh, ich Dummkopf.

-Ich kann dir Feuerholz bringen. -Kannst du das wirklich tun?

*Schnelle Musik setzt ein*

Was muss ich noch mal sagen?

(Nils)Sag Killevippen!

Sag Killevippen!

(Nils)Sag nur Killevippen!

*Maus quietscht*

Sag nur Killevippen!

(Nils)Nein.

(Nils)Du sagst nur Killevippen.

Richtig.

*Ängstliches Geräusch*

Killevippen.

*Schnelle Musik endet*

*Ruhige Musik setzt ein*

*Türe quietscht*

Wunderbar, Feuerholz.

Brennbares Feuerholz?

Ja, aber das Problem ist, ich darf damit kein Feuer machen.

Nur keine Sorge, dass kann ich machen.

Wow.

So warm war mir seit dem Sommer nicht mehr.

(Bertil)Nils. Komm, hilf mir.

Nein. Unmengen von Essen.

Ja.

Los, fass an!

So! Erst mal den Fleischklops.

Wir essen von beiden Seiten. Ich bin zuerst in der Mitte.

Ja.

*Schmatzen*

-Isst du keinen Käse? -Ja doch, aber es hilft nichts.

Ich muss der Maus Käse geben, für die Miete.

Sonst schmeißt sie mich raus.

Mit der Maus, dass kriegen wir schon hin. Jetzt iss erstmal.

Ich glaube, ich war noch nie so voll,

so gewärmt und so schön müde und schläfrig.

Ich habe eine Idee.

Ich habe eine Idee, die ist wunderbar.

So weich.

Ich dachte, Moos ist schon weich. Das hier ist so viel weicher.

Schlaf gut. Ja.

Ich komme dich morgen besuchen.

Hey, mein Schatz. Willst du nicht aufstehen?

Ist gut, wenn er schläft, dann sind die Tage kürzer.

Ruh dich aus.

-Bis später, mein Sohn. -Bis dann.

*Ruhige Musik endet* *Schnelle fröhliche Musik setzt ein*

-Jetzt darfst du gucken. -Ich glaub es nicht.

(Nils)Kannst du zaubern? *Bertil kichert*

Könnte ich doch immer hier wohnen.

Du kannst hier wohnen. Es ist deins.

Dann müssen wir nicht alleine sein.

Ja, ich wünschte das ginge.

Aber ich habe die Wohnung nur, bis zum Ende des Winters.

Nein.

Weißt du wo die Maus wohnt? Dann lass uns mit ihr sprechen.

*Fröhliche Musik endet* *Unheimliche Musik setzt ein*

*Schrittgeräusche* *Flamme knistert*

*Wassertropfen* *Schritte auf den Wasserrohren*

*Musik endet* Tür öffnet sich mit einem Knall*

Hallo, Herr Mäuserich. Das ist Bertil! Nein, beruhigen Sie sich.

Wir wollen nur reden. Ich würde gern den Raum länger mieten.

Bertil sagt, dass ich von ihm Käse kriege wenn...

Herr Mäuserich. Entschuldigen Sie, dass ich Sie geschlagen habe.

Ich entferne auch sofort alle Fallen, die Papa aufgestellt hat.

Bitte lassen Sie Nils noch länger hier wohnen.

-Was? -Er ist weg.

*Maus quietscht*

Was wirklich?

Er sagt, ich kann bleiben. Aber nur, wenn wir unser Wort halten.

Ich verspreche es Ihnen.

Und Sie kriegen zu Ostern und Weihnachten eine extra Portion.

-Wir haben es geschafft. -Ja.

*Fröhliche Musik*

Jetzt kannst du bleiben, solange du willst.

Tut mir leid.

*Bertil kichert*

Sollen wir baden?

*Wasserhahn quietscht*

*Teekessel klappert*

*Der Gashahn quietscht*

*Heißer Teekessel klappert*

Komm, hier herein. Ja, stopp!

Stell es ein etwas nach links.

Nein, Nein! Nicht dein links, mein links.

Ja, genau. Sehr gut.

*Blase ploppt*

Das wird so toll. Ich bin so aufgeregt.

Ich habe noch nie gebadet.

Also, hier ist Seife. Reib dich damit ein.

Aber du musst mir helfen, mein Rücken zu schrubben.

Hast du dir wehgetan?

*Nils kichert*

-Nein. So geht das aber nicht. -Doch.

Das macht riesigen Spaß.

Nein, Vorsicht!

*Wasser platscht*

*Lachen*

Ach so, Das hast du gewollt.

Ich schlucke Wasser, lass das. Hey, nicht.

Ich kriege fast keine Luft mehr.

*Nils und Bertil kichern* *Entspanntes Seufzen*

Du, Niels! Du bist mein bester Freund.

Und du bist auch meiner.

*Schlürfgeräusche* *Besteck klimpert*

-Hier willst du? -Danke.

Himmel! Was ist das denn?

-Wieso sind deine Haare nass? -Ich habe gebadet.

*Vater lacht*

Gebadet? Wo hast du gebadet?

In der Tasse.

*Eltern lachen*

Ich freue mich, dass du dich besser fühlst.

Mein Liebling. Es ist schlimm, dass du den ganzen Tag allein sein musst.

Ist nicht so schlimm, Mama.

Ich habe viel Spaß, wenn ich den ganzen Tag alleine bin.

-Na sowas. Das ist gut. -Ach Schatz.

*Nils ruft "psstt"*

Gute Nacht.

Gute Nacht.

*Nils gähnt* *Musik läuft langsam aus*

-Siehst du irgendwas? -Nicht mal ein Mäusehaar.

-Wir könnten dich ja mal besuchen. -Mich?

In der Uhr.

-Nein, das geht nicht. -Bist du denn nicht einsam,

-wenn du völlig alleine wohnst? -Nein.

Ich bin frei wie ein Vogel. Ich kann machen, was ich will.

Wann ich will. Ich kann mit mir selbst verstecken spielen.

Wo ist er? Wo ist er? Ja, da! Gefunden!

Aber jetzt,

erzähle ich euch eine Geschichte über einen ungebetenen Gast.

*Mysteriöse Musik*

(Kuckuck)Der Fuchs lebt im Wald.

Wenn die Nacht anbricht, kommt er aus seinem Bau.

*Fuchs schnüffelt*

Wo findet ein hungriger Fuchs etwas zu fressen?

*Schnüffelt* *Schritte im Schnee*

*Magenknurren*

*Etwas raschelt*

*Musik wird schneller* *Mäuse quietschen*

*Mäuse knabbern und quietschen*

*Fuchs knurrt*

*Musik wird noch schneller* *Mäuse quietschen*

*Jagdgeräusche*

*Mäuse quietschen*

*Schnelle Musik endet* *Ruhige Musik setzt ein*

*Pfoten im Schnee*

*Schnüffelgeräusche*

*Katzenschnurren*

*Matze miaut*

*Scheibe quietscht beim Ablecken*

*Eine Kuh muht*

*Holz quietscht*

*Schnaufen und Muhen*

*Fuchs knurrt* *Kuh muht*

*Knall bei dem Aufprall* *Unruhe im Stall*

*Alle Kühe muhen*

*Stampfen der Kühe*

*Kühe muhen weiterhin*

*Knallgeräusch beim Aufprall*

*Hühner gackern* *Spannende Musik*

*Hühner gackern*

*Hühner gackern wild rum*

*Schleifgeräusche*

*Stampfen im Schnee*

*Fuchs hechelt*

Also, das warst du. Du hast deine hungrige Nase

in das Hühnerhaus gesteckt während ich auf meinen Brei gewartet habe.

*Huhn gackert* *Fuchs seufzt*

Aber der alte Tomte weiß, dass ein Fuchs auch manchmal Hunger hat.

Aber die Hühner sind verboten, auch wenn du Hunger hast.

Das musst du verstehen.

Solange ich hier aufpasse, sitzen die lieben Hühner sicher

-in ihrem Haus. -(Mädchen)Tomte.

Da ist sie ja schon.

Komm, Mickel. Komm mit, dann kriegst du etwas Brei, mein Freund.

Jeden Abend stellt das Mädchen eine Schüssel Brei für mich raus.

Gesehen hat sie mich noch nie. Aber sie weiß, dass es mich gibt.

*Tomte lacht freudig*

Du wartest hier und ich hole den Brei für uns.

*Hühner gackern*

*Spannende Musik setzt ein*

*Hühner gackern*

*Tomte pfeift eine Melodie*

*Hühner gackern* *Dramatische Musik*

Nein, Nein! Mickel!

*Dramatische Musik endet*

*Sanfte Musik setzt ein*

*Tomte lacht*

*Tür quietscht*

Schmeckt dir das? Ja, iss nur Mickel.

Gerne teile ich meinen Brei mit dir.

Jeden Abend kannst du Brei haben. Aber, Pfoten weg von den Hühnern.

*Schmatzen*

*Tomte seufzt zufrieden*

Was denn?

*Tomte lacht und seufzt zufrieden*

*Vogelzwitschern kündigt den neuen Tag an*

*Schritte im Schnee**

*Mäuse quietschen ängstlich*

(Kuckuck)Was für eine klare Nacht, eine kalte Nacht.

(Kuckuck)Es ist die Nacht von Tomte und dem Fuchs.

(Kuckuck)Die Menschen schlafen zwar noch,

aber über den Wipfeln des Waldes zeigt sich bereits der Morgenstern.

Zum Glück hat er den Brei gerne gegessen.

So köstlich. Ja, ich freue mich so auf den Weihnachtsbrei.

Wisst ihr was? Ihr seht mir gar nicht mehr so krank aus.

-Habe ich fast vergessen. -Wo sind Mama und Papa?

Nicht, dass sie jetzt krank sind.

-Dann kümmern wir uns um alles. -Ja.

-Nein, das geht doch nicht. -Selbstverständlich.

Ich weiß von einem Mädchen, dass das bereits mit sechs Jahren getan hat.

POLLY HILFT DER GROSSMUTTER *Weihnachtliche Musik setzt ein*

*Fensterscheibe quietscht*

Es geht ein Engel durch das Land. Zwei goldene Lichter in der Hand.

In seiner Hand hält er ein Buch. Hat der Engel etwa drei Hände?

Nein, drei Hände? Das denke ich nicht.

Aber wie trägt er zwei Lichter und ein Buch?

-Ich will diesen Engel mal sehen. -Du musst jetzt schlafen, Schatz.

Wir müssen früh aufstehen und Zuckerstangen verkaufen.

Es ist so aufregend, ich kann nicht schlafen.

Der Weihnachtsmarkt und der große Baum, können wir vielleicht

in den Spielzeugladen, mit der schönen Puppe?

-Schlaf gut, mein Liebling. -Gute Nacht, Großmutter.

Es ist Weihnachtsmarkt. Es ist Weihnachtsmarkt.

Pass auf, sonst schmeißt du alles um.

Es ist Weihnachtsmarkt.

Lass uns in das Spielzeuggeschäft nur zum gucken.

*Lacht*Ja, richtig. Ich brauche die Geldkassette noch.

Es ist Weihnachtsmarkt.

Wir müssen was verkaufen, sonst wird das nichts mit Weihnachten.

*Großmutter schreit*

Großmutter! Großmutter!

-Großmutter! -Mein Bein. Mein Bein.

Es darf nicht gebrochen sein.

*Schmerzlaute der Großmutter*

Ich brauche Hilfe.

Lauf schnell und hol Frau Larsson.

*Türe wird geöffnet vom Mädchen*

Du musst vorsichtiger sein, Mathilde.

Das weißt du doch. Du musst auf jeden Fall ins Krankenhaus.

Ja, aber irgendwer muss doch für Polly sorgen.

Kann sie über Weihnachten bei euch bleiben?

Falls ich wirklich ins Krankenhaus muss?

Ich denke, das geht. Wenn es nicht zu lange ist.

Werde gesund, sonst muss sie in das Waisenhaus.

Niemals in das Waisenhaus.

Ich schwor ihr, sie nie allein zu lassen,

seit sie als Baby vor meiner Tür lag.

Mit gebrochenem Bein kannst du ja nicht mal für dich sorgen, Matilda.

Ich hole den Doktor und komme in ein paar Tagen, um die Kleine abzuholen.

-Ich danke dir für deine Hilfe. -Das war das Mindeste.

Bis dann. Auf Wiedersehen.

*Tür öffnet und schließt sich*

Nein, danke.

Ich gehe an Weihnachten weder zu ihr, noch ins Waisenhaus.

-Ich geh hier nicht weg, Großmutter. -Das geht nicht, Kleines.

Wer kocht denn das Weihnachtsessen und putzt das Haus?

-Ich kann das. -Nein, nein.

-Das kannst du noch nicht, Polly. -Wieso denn nicht?

Weil du sowas bisher noch nie allein gemacht hast.

Sauber machen? Gar nicht schwer.

Du stellst die Möbel überall hin und machst alles ungemütlich.

Dann stellst du sie zurück, und dann ist Weihnachten. Ich schaffe das.

Hey, Kleines warte.

*Lustige Musik* *Stampfen*

(Polly)Blöder Besen!

*Getrampel* *Möbel quietschen*

*Scheibe quietscht*

*Teppichklopfen* Los, nimm das.

*Brille quietscht* *Großmutter schnarcht*

Ja!

*Möbel knarren*

Gut, aber etwas kalt.

Hallo? Ein bisschen Feuer hätte ich gern.

*Feuer knistert* *Ofen quietscht*

Na also.

*Schnarchen*

Großmutter, aufwachen. Guck wie schön alles ist.

*Himmlische Musik setzt ein*

Grundgütiger Gott. Es ist sauberer, als es jemals war.

Zeit für unser Abendessen.

*Großmutter lacht*

Das ist aber eine lustige Suppe.

-Ist alles, was ich finden konnte. -Natürlich.

Ich hätte die Zuckerstangen verkaufen müssen.

Das kann ich doch tun. Ich verkaufe sie.

Das geht doch nicht. Nein. Es ist so kalt da draußen.

Du musst wechseln können.

Ich kenne 50 Cent Stücke. Alle zahlen einfach mit 50 Cent.

Ja.

Das könnte gehen.

Ich kann sie abwiegen.

Und jedes Tütchen kostet 50 Cent.

Perfekt.

Ein sehr kluger Gedanke, kleine Polly.

*Glücklicher Laut*

*Großmutter lacht*

Hast du meinen Mantel angezogen, Polly?

Es ist kalt draußen, da muss ich mich doch warm anziehen.

*Beide lachen*

Ja, richtig.

In der Stadt gibst du diese Liste

Fräulein Söderlund im Einkaufsladen.

*Stampfen im Schnee*

*Verträumter Laut*

*Die Türklingel läutet*

*Zufriedene Laute*

Polly!

Was tust du denn da? Ich hätte dich fast nicht erkannt.

Aber bist du ganz alleine hier? Wo ist Großmama?

Sie hat sich das Bein gebrochen, also verkaufe ich heute.

Nein, was für eine schreckliche Nachricht.

Sie bat mich, Ihnen das zu geben.

-Sie wird wieder gesund. -Dann wünsche ich dir viel Erfolg.

Danke, Fräulein Söderlund. Und fröhliche Weihnachten.

*Heitere Gespräche* *Weihnachtliche Musik setzt ein*

Nein, Matilda muss jetzt wirklich verrückt geworden sein.

Lässt sie Polly die Zuckerstangen jetzt ganz allein verkaufen?

Ja. Lässt sie.

*Beide Frauen lachen*

Ja, sieht ganz so aus.

Da kommt der Bürgermeister.

-Viele Leckereien, wie ich sehe. -Ja, Bürgermeister.

Möchten Sie probieren? Ich habe die weltbesten Zuckerstangen.

-Dann müssen sie echt gut sein. -Nein.

-Die besten Zuckerstangen habe ich. -Die besten?

-Nein. -Hände weg von meinem Teller.

-Probiere meine. -Nein, meine.

-Bei mir war er zuerst! -Hör auf zu schubsen.

-Ist keiner da? -Doch. Ja, hier.

Ich bin nur etwas klein.

*Bürgermeister lacht*

Du bist die winzigste Verkäuferin, die ich kenne.

Und deine feinen Sachen hier. Wie gut sind die?

Das sind Großmutters beste Zuckerstangen.

Ich weiß, dass niemand hier so gute Zuckerstangen macht wie sie.

Weißt du was? Das gefällt mir.

-Zwei Mal Zuckerstangen, bitte. -Nein.

Eine Tüte kostet 50 Cent.

Also brauche ich jetzt genau zwei 50 Cent Stücke.

Na dann. *Bürgermeister lacht*

Dann bezahle ich das mit zwei 50 Cent Stücken.

-Frohe Weihnachten, Kleine. -Frohe Weihnachten.

Das schmeckt gut.

Deine Großmutter ist eine Meisterin der Zuckerstangen.

*Unmutiges Grummeln*

*Stampfen im Schnee* *Klingel läutet*

Hey, warte. Ich habe noch etwas für euch. Nimm die Kiste hier mit.

Das ist ja wirklich viel. *Fräulein Söderlund lacht*

Aber sei vorsichtig, dass die Kiste nicht runterfällt.

Gute Besserung deiner Großmutter und ein frohes Fest!

-Richte ich aus, frohe Weihnachten. -Das wünsche ich dir auch, Polly.

*Polly seufzt*

*Weihnachtliche Musik setzt ein*

Großmutter, weißt du was?

Ich hab wirklich alle...

Was? Zuckerstangen verkauft.

*Frau Larson lacht*

Polly, Kleines. So fürchterlich bin ich doch gar nicht.

Großmutter sagte, wie gut du warst.

Ich kann kaum glauben, wie sauber es ist.

Ich denke, du und Großmutter, ihr kommt gut

alleine zurecht.

Ich wünsche euch einen wundervollen Heiligabend.

Frohes Fest.

*Tür geht zu*

Großmutter.

Achtung, das Bein.

Der Doktor war hier, und jetzt habe ich eine Krücke.

Von Frau Larson haben wir einen Weihnachtsbaum.

Bereiten wir uns jetzt für das Fest vor.

Das war ein wundervolles Essen.

Du, Kleines.

Hast du dir alles aus der Kiste angesehen?

Alles aus der Kiste? Nein.

Dann sieh doch mal schnell nach.

Für wen ist das denn?

*Großmutter lacht*

-Das ist für dich, kleiner Engel. -Für mich?

*Polly atmet überrascht ein*

Aber Großmutter, wie?

Deine Großmutter sorgt immer noch für Überraschungen.

-Sogar wenn ihr Bein gebrochen ist. -Ich habe auch noch etwas für dich.

*Großmutter macht freudige Geräusche*

*Weihnachtliche Musik setzt ein*

*Überraschter Laut*

Sieh doch, Großmutter!

Englein!

(Großmutter)Ja, du hast recht.

Unsere ganze Stadt ist voll von Engeln.

*Musik klingt langsam aus*

*Vater rekelt sich*

So ruhig war es schon lange nicht mehr. Ruhig und friedlich.

Ist schon fast verdächtig. Wie viel Uhr ist es?

Es ist gleich acht.

-8 Uhr? -Die Kinder.

Still! Was ist das? Sie kommen.

Sagt auf keinen Fall ein Wort über den lustigen Kuckuck.

*Kuckucksuhren-Geräusch*

-Kinder! -Lebt ihr noch?

-Ja. -Ja.

-Du bist gar nicht mehr heiß. -Zeig mal!

(Vater)Und du auch nicht mehr.

Ich glaube, ihr seid zu Weihnachten wieder gesund.

So ein Glück.

Dann schmücken wir den Baum zusammen.

Können wir vielleicht Zuckerstangen machen und sie verkaufen?

Ja, können wir.

Können wir Brei für den Weihnachtsmann

machen, damit der Fuchs auch fressen kann?

-Können wir machen. -Wo habt ihr diese Ideen her?

-Vom lustigen Kuckuck. -Lustiger Kuckuck?

Gunnar und Gunilla, frohe Weihnachten.

*Weihnachtliche Musik setzt ein*

*Erstes Lied endet langsam* *Gitarrenmelodie fängt an*

*Frau singt ein Lied zu der Gitarrenmelodie*

*Lied blendet aus*

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