All language subtitles for Im Tal des Schweigens 1x04 Der zweite Fr+-hling.deu

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Original subtitles

*

*

Anna Christeiner Johannes Wallner

mit Untertiteln aus Deutschland

Markus Wallner

Sabine von Auen Bürgermeister Stadlhuber

Du bist ein Braver. Der Sturm hat dir gar nichts ausgemacht.

Geh! So ist's brav.

Du hattest recht, Mama. Das Hopserle hatte beim Sturm keine Angst.

Hat es dir das gesagt? - Vielleicht hat es geschwindelt.

Beim Hopserle weiß man nie. Hol deine Schulsachen!

Es wird Zeit. - Gut.

Guten Morgen, Elli! - Fährst du mich zum Schulbus?

Gern. Aber beeil dich. - So gehst du mir nicht aus dem Haus!

Die Genossenschaft braucht einen Gutachter für ihren Silo,kein Model.

Auch ein Ingenieur muss gut aussehen.

Dann kriegst du den Auftrag eher.

Grüß euch!

Grüß euch! - Grüß dich, Zensi!

Mama? - Was denn?

Ach!

Hat euch der Sturm erwischt? - Ziemlich schlimm.

Deshalb kann ich nicht lange bleiben. Hast du den Käse vorbereitet?

Sonst hättest du nicht kommen müssen. - Gut. Ich wasche mir die Hände.

Mach das.

Markus, wie viel ist bei euch auf dem Hof kaputt?

Ich brauche Abdeckfolie fürs Dach. - Kannst du haben.

Danke. - Ich muss jetzt los.

Muss Liebe schön sein! - Viel Glück.

Nur kein Neid, Bruderherz!

Kommst du, Elli? - Tschüs, Oma.

Tschüs, Markus Papa. - Hallo, Elli.

Viel Spaß in der Schule.

Na klar.

Am Hochkogel liegen die Bäume auf der Straße.

Hilfst du mir beim Wegräumen?

Ich muss das Dach abdichten. - Ich habe nur dich zum Helfen.

Ich helfe dir auch beim Dach. - Gut.

Vertragt euch, ihr zwei!

Passt auf Christian auf! - Sag tschüs zur Mama!

Sag mir lieber, wo der Käse ist. Oder soll ich Christian fragen?

Hättest du Augen im Kopf, müsstest du nicht fragen.

So, jetzt gehen wir ins Bett! - Ah, da ist ja der Käse.

Der Winter hat ein ziemliches Loch in unsere Kasse gerissen.

Der war zu lau. Nicht mal Klangholz für Instrumente konnte ich schlagen.

Und jetzt noch das Dach. Die blöde Bank gibt mir keinen Kredit mehr.

Hast du den Steurer gefragt? - Wozu denn?

Fragen kostet doch nichts.

Ich würde dir ja gern was geben, aber wir haben selbst nicht viel.

Danke, Anna. Aber ich würde es nicht annehmen.

Wenn Johannes den Auftrag kriegt, kann ich dir bestimmt was leihen.

Wenn er ihn kriegt. - Ich glaube fest an ihn.

Auf zwei. - Eins, zwei!

Da hilft nur noch beten, Steurer.

Das Einkaufszentrum in Hohenfels wäre die Lösung. Und wo ist dein Investor?

Der ist halt abgesprungen.

Und ich habe 300.000 Euro Schulden. Was mache ich jetzt mit der Wiese?

Verkauf sie wieder, Bürgermeister. - An wen denn?

Es war ausgemacht, dass ich die Wiese kaufe und du den Investor findest.

Die Pacht hätten wir uns geteilt. Und jetzt?

Lass dir was einfallen, Steurer. Bring einen neuen Investor her.

Ich bade das nicht allein aus.

Den Stellvertreterposten im Schützenverein kannst du vergessen!

* Lärm von Motorsägen. *

Anna, das schaffen wir nicht.

Wir brauchen Hilfe. - Die können wir uns nicht leisten.

Was ist mit deinem Ingenieur.

Der braucht die Hände für seine Pläne.

Ah!

Ist was passiert? - Nein.

Wie siehst du denn aus?

Das trocknet wieder. Aber wo kommt das Wasser her?

Das ist ja eine Quelle! Du hast eine Quelle auf deinem Grund.

Wo kommt die denn auf einmal her?

Ich weiß auch nicht.

Die Wurzeln haben sie blockiert.

Vielleicht hat sich nur Regenwasser gestaut.

Nein. Guck doch, wie lange das schon rinnt!

Wahnsinn! Wenn das eine richtige Quelle wäre!

Dann müsstest du kein Wasser mehr von der Gemeinde kaufen.

Das wäre ein Glück! - Das kannst du laut sagen.

Wenn die Quelle da drüben wäre, wäre es auf meinem Grund gewesen.

Das ist doch Sabine von Auen.

Was macht die auf deiner Wiese? - Keine Ahnung.

Willst du's nicht wissen? Geh hin und frag sie doch.

Na gut.

Mach die doch nicht so dick!

Ich weiß, wie dick ein Ziegenkäse sein muss.

Leg sie nicht übereinander. Sonst ist die Rinde später voller Wasser.

Ist gut, Frau Gescheit. - Ich kenne mich halt aus.

Hallo, Johannes! Wie war's?

Was hat er denn?

Frag lieber, was er nicht hat. - Den Auftrag.

Daraus mache ich die beste Bärlauch-Soße der Welt.

Aus dem Vieh-Futter? - Deine Kühe wissen, was gut ist.

Wissen das deine Gäste auch? - Es hat sich noch keiner beschwert.

Und wenn's einer tut, schiebe ich's auf den Koch.

Dass du dich mit so was auskennst!

Im Hotelgewerbe lernt man so einiges.

Ich bin auch in einem Dorf aufgewachsen.

Das hast du nie erzählt. - Du hast mich nie gefragt.

Da ... Anna und ich, wir haben übrigens eine Quelle gefunden.

Darf ich die sehen?

Klar.

Das ist offenbar eine Arteserquelle. - Aha. Und was heißt das?

Das Wasser steigt durch Überdruck von allein auf.

Woher weißt du das? - Mein Vater war bei einer Brauerei.

Da drehte sich alles um Quellwasser. - Das war wohl hoch im Norden.

Ja, bei Bremen.

Was hätte dein Vater mit so einer Quelle gemacht?

Er hätte uns mit den drei Grundvoraussetzungen gequält.

Die eine ist ohne die andere nichts. - Und welche sind das?

Kapazität, Qualität und Lage.

Ist eine schlecht, kannst du die Quelle vergessen.

Stimmen alle drei, hast du ungeahnte Möglichkeiten.

Oje, das wird nicht billig.

Billig ist schon zu viel.

Na ja, ich habe ein bisschen was gespart.

Natürlich nicht viel bei der Rente.

Aber wenn du's brauchst. - Danke, Willi.

Das kann ich nicht annehmen. Schulden bei der Bank sind schlimm genug.

Aber bei dir, das möchte ich nicht.

Dann muss uns halt was anderes einfallen.

Uns?

Wir haben schon ganz andere Krisen bewältigt. Da ist das gar nichts.

Man braucht nur eine gute Idee. - Die kommt beim Essen.

Ich habe ein Geröstel in der Pfanne. - Gern.

Das hast du aber nicht extra für mich gekocht, oder?

Nein, natürlich nicht. - Das weiß man nie bei dir.

Warum hat die Gemeinde dein Angebot abgelehnt?

Sie haben kein Geld mehr. Sturmschäden gehen vor.

Das war's dann mit dem Auftrag.

Es hat vielleicht auch was Gutes. - So ein Spruch fehlt mir gerade.

Johannes, ich habe eine Quelle am Hochkogel entdeckt.

Vielleicht kann man die nutzen. Markus meint das auch.

Wenn Markus das meint.

Nicht alles was er sagt, ist schlecht.

Meinst du, man könnte sie einfassen? - Mit dem nötigen Kleingeld.

Du kannst einen Plan machen. Überleg doch: Quellwasser auf unserem Grund!

Das ist wie pures Gold für uns und die ganze Region.

Was glaubst du eigentlich, was das ganze Gebiet zu erschließen kostet?

Da kommen ein paar 100.000 zusammen. Das ist eine Nummer zu groß für uns.

Das sehen wir dann. Du gibst uns ja nicht mal eine Chance.

Ich habe keinen Hunger. Gute Nacht. - Gute Nacht.

Gute Nacht.

Komm her. Komm her. - Ich gebe ihm ungern recht.

Gegen das Geldverdienen ist ja nichts zu sagen.

Aber du verrennst dich da. - Weil ich noch Träume habe?

Muss ich zufrieden sein, jeden Morgen um 5 Uhr im Stall zu stehen?

Tagsüber Holz zu schlagen und abends die Pensionswirtin zu spielen?

So machen wir's seit Generationen. Was soll daran falsch sein?

Nichts.

Ganz bestimmt nicht. Aber mit der Quelle habe ich Möglichkeiten, Mama.

Und ich weiß, dass ich die nutzen kann.

Du willst mein Stellvertreter im Schützenverein werden?

Ich lege ein gutes Wort für dich ein. - Dein Stellvertreter?

Ja, das wäre schon was.

Aber du willst doch was von mir. Wir zwei waren immer ein gutes Team.

Weißt du nicht einen Investor für mein Grundstück?

Da wäre ich dir sehr verbunden.

Steurer hat dich ganz schön reingeritten.

Lange halte ich das nicht mehr durch.

Irgendjemand muss auf meiner Wiese bauen oder sie mir abkaufen.

Waren die Herren zufrieden? - Ihre Grüne Soße ist exquisit.

Das ist Bärlauch von Markus' Weide.

Ich schlage ihm vor, mehr anzubauen. - Da müsste er doch wässern.

Das kostet Unsummen auf dem Berg. - Nicht, wenn man eine Quelle hat.

Anna hat heute eine gefunden. Das sieht vielversprechend aus.

Vielversprechend?

Ginge es mir nur ums Geld, würde ich mich beteiligen.

Geld stinkt nicht, Frau von Auen.

Wir wissen beide, wie sehr Geld stinken kann.

Als Hotelier bin ich empfindlich, wenn die Natur verschandelt wird.

Eine Quelle verschandelt die Natur? - Wenn man sie rigoros ausbeutet.

Wäre das bei Annas Quelle rentabel? - Das muss sich erst zeigen.

Noch ein Bier? - Gern.

Wenn die Quelle Mineralwasser- Qualität hat, ist sie eine Goldgrube.

Wen rufst du an? - Einen Spezi.

Der kauft für einen Großkonzern Wasserrechte.

Du willst mit Anna ins Geschäft kommen Genau!

Das war gut, Leni.

Du bist wirklich die beste Köchin, die ich kenne.

Ach was. - Grüß euch.

Grüß dich, Markus. Wo warst du?

Nirgends. - Aha.

Es ist noch was vom Geröstel da. - Ich brauche erst ein Bier.

Ich habe schon gegessen.

Ist viel umgefallen im Wald oben? - Ja, schon.

Aber stellt euch vor: Der Sturm hat eine Quelle freigelegt.

Mit der könnte Anna viel Geld machen, wenn sie's klug anpackt.

Eine Quelle am Hochkogel? - Ja.

Von so einer hat meine Großmutter immer erzählt.

Glaubst du immer noch an den Unsinn mit dem Jungbrunnen?

Warum nicht. Meine Oma war eine weise Frau. Sie hat's aufgeschrieben.

Was ist los mit dir? - Nichts.

Hast du was? - Nein.

Der knickrige Steurer gibt mir keinen Kredit mehr.

Ich weiß nicht, wie ich das Material fürs Dach bezahlen soll.

Ein paar Meter weiter und die Quelle wäre auf meinem Grund.

Dann könnte man abkassieren.

Meine Oma schrieb immer ins Kräuterbuch. Wollt ihr's hören?

Nein, Mama. Bitte nicht.

Was hat er denn? - Nichts. Komm, lies vor!

Warte mal. Da!

Voriges Jahr gingen 15.000 Existenzgründer im 1. Jahr pleite.

Meist aus mangelnder Sachkenntnis oder wegen zu wenig Startkapital.

Ich habe noch nie darauf gehört, was in der Zeitung steht.

Ich höre auf meinen Bauch.

Ich will ja nur eine kleine Abfüllanlage bauen.

Was willst du da oben mit einer Abfüllanlage?

Wer soll sich darum kümmern? - Nicht da oben. Hier auf dem Hof!

Wie bitte? Hier auf dem Hof? - Ja. Und du machst den Plan dazu.

Ja, das könnte gehen.

Eigentlich wollte ich was Eigenes aufbauen, um für euch zu sorgen.

Das tust du doch damit auch.

Dann haben wir's geschafft.

Ja, schön wär's.

Man kann doch auch mal was Neues angehen.

Anna, das kann gefährlich werden.

Du kennst dich in dem Geschäft nicht aus.

Aber ich kann's lernen. - Du schaffst es jetzt schon kaum.

Hilf mir halt! Wenn nicht für mich, dann für unsere Kinder.

Was redest du da? Natürlich will ich dir helfen.

Wirklich?

Wirklich.

Dann kann uns nichts mehr stoppen.

Den hohen Kredit kann ich dir ohne Sicherheiten nicht bewilligen.

Blieb ich dir jemals was schuldig?

Ich will die Quelle erschließen und auf dem Hof eine Abfüllanlage bauen.

Dafür brauche ich einen Kredit. - Nicht nur.

Du brauchst ein Gutachten, einen Bebauungsplan.

Einverständniserklärungen von Anrainern,

eine Rentabilitätsvorschau.

Deine Idee ist ja nicht schlecht.

Aber du solltest das unternehmerische Risiko verteilen.

Denk an Investoren. - Die reden mir dann alle rein. Nein!

Such dir einen starken Partner. Dann reden wir über den Kredit.

Nimm die Gemeinde mit ins Boot. - Den Stadlhuber als Partner?

Das wäre ja so, als würden meine Hühner den Fuchs zum Essen einladen.

Vielleicht musst du Leitungen über Gemeindegrund bauen.

Dann kommst du am Bürgermeister eh nicht vorbei.

Das ist Gemeinderatssache. Überleg's dir. Und jetzt entschuldige mich.

Ich überleg's mir. Tschüs. - Wiedersehen.

Stadlhuber! Du hattest recht.

Anna Wallner war hier. Sie wollte einen Kredit.

Ich wette, sie ist auf dem Weg zu dir.

"Bei Vollmond um Mitternacht rufe an die Mutter Erde."

"Und bringe ihr das Feueropfer dar."

Aha! So eine war deine Großmutter. Das erklärt einiges.

"Benetze mit dem Wasser der heiligen Quelle Stirn, Wange und Kinn."

"Wiederhole dies dreimal und sprich dabei:"

"Ich werde erblühen, ich werde erblühen, ich werde erblühen."

"Ich werde erblühen!"

Und wenn du's 100 Mal sagst, das ist Blödsinn.

Willst du's hören oder nicht?

"Die heiligen Wasser spülen fort die Spuren der Jahre. Doch merke:"

"Du musst reinen Herzens sein und der Mutter Erde wohl gefallen."

"Nur dann erhältst du die ewige Jugend."

Na bitte, daran scheitert's doch schon: am reinen Herzen.

Bei dir vielleicht. Aber ich versuch's heute Nacht.

Du heute Nacht allein im Wald?

Ich fürchte mich nicht. Es ist ja Vollmond. Kommst du mit?

Sicher nicht.

Wenn meine Großmutter recht hat, ist das eine Zauberquelle.

Hoffentlich mehr eine Einnahmequelle.

Pass auf: Du probierst es aus.

Ich kann's mir bei dir zwar nicht vorstellen.

Aber wenn's wirkt, fülle ich das Wasser in Flaschen.

Und verkaufe es den Touristen. - Mein Zauberwasser?

Dein Zauberwasser kommt aus unserer Quelle.

Aber vielleicht beteilige ich dich, wenn du mir hilfst.

Komm mit heute Nacht! Dann siehst du, ob's hilft.

Das sehe ich morgen auch.

Grüß dich, Anna!

Fesch siehst du aus. Wo warst du? - Beim Steurer, dem sturen Hund.

Er gibt mir keinen Kredit. Ich soll den Stadlhuber mit ins Boot holen.

Was ist schlecht daran? - Geschäfte mit dem Stadlhuber?

Das ist nicht dein Ernst. - Ich würd's mir überlegen.

Ist doch egal, wen du ins Boot holst. Es bleibt deine Quelle.

Du hast das Sagen. - Ich weiß nicht.

Zum Arbeiten fährst du aber nicht. - Nein. Zu Sabine.

Und was bringst du ihr mit? - Schokolade. Pralinen.

Die sieht aber nicht aus, als ob sie eine "Süße" wäre.

Nein? - Der Bärlauch ist ihr lieber.

Viehfutter?

Ach so ...

Warum machst du das?

Die Probe schicken wir an die Universität in Innsbruck.

Die zerlegen das Wasser in seine Bestandteile.

Dann wissen wir, welche Qualität es hat.

Wozu wollen wir das wissen?

Wenn du Wasser trinkst, willst du doch auch wissen, ob's giftig ist.

Und wenn's super Mineralwasser ist, können wir's verkaufen.

Wird man davon reich? - Na ja, nur nicht gleich am Anfang.

Warum fragst du?

Beim Schulwettbewerb gibt's ein Rad zu gewinnen.

Das könnte ich mir dann selbst kaufen.

Was für ein Wettbewerb?

Wer das schönste Modell seines Hauses bastelt.

Das dauert ewig, wenn ich's alleine mache. Hilfst du mir?

Dann ist es nicht mehr deine Arbeit. - Das stimmt nicht.

Ich kann dir ja als persönlicher Berater zur Seite stehen.

Das ist gut. So machen wir's.

Nein, vor der übernächsten Woche hat er keinen Termin frei.

Tut mir leid. Wiederhören.

Ich möchte mit dem Bürgermeister reden. Aber ich habe keinen Termin.

Geh ruhig rein. Für dich hat er immer Zeit.

Danke.

Ich habe schon von der Quelle gehört. Gratuliere.

Und was willst du mit ihr anfangen? - Mir schwebt was Kleines vor.

Eine Christeiner-Quelle mit einer Abfüllanlage auf unserem Hof.

An die Wirte in der Gegend,

die Touristen und die Gemeinde verkaufen.

Wenn das eine Trinkwasserquelle ist,

machen wir daraus die Hohenfelsquelle.

Bekannt in ganz Tirol. Und die Gemeinde steigt mit ein.

Da reicht eine kleine Abfüllanlage nicht. Wir brauchen eine Fabrik.

Eine Fabrik? - Nicht kleckern. Klotzen!

Mit gutem Wasser verdient man gutes Geld. Und das wollen wir doch alle.

Schon, aber ich will keine Fabrik. - Also gut, Anna. Ich verstehe dich.

Also eine Abfüllanlage am Hof. - Ja.

Was sagt denn die Bank dazu? - Ja. Steurer gibt mir keinen Kredit.

Das verstehe ich nicht.

Weißt du was? Ich gebe dir einen Kredit.

Privat. Den zahlst du zurück, wenn du kannst.

Sind wir wieder so weit?

Was hast du davon, wenn du mir meine Abfüllanlage finanzierst?

Umsonst ist der Tod. Und der kostet das Leben.

Ich bekomme 20 Prozent vom Gewinn, 80 Prozent behältst du.

Und falls du doch einmal einer Fabrik zustimmst, sind wir Partner.

Ich will keine Fabrik. - Sag niemals nie.

Du brauchst doch Sicherheiten für deinen Kredit.

Auch wenn ich dir vertraue, ja. Aber es ist ja genug da.

Du meinst meinen Hof. - Alles wird vertraglich geregelt.

Ich habe hier einen kleinen Vorvertrag. Sieh's dir mal an.

Bürgermeister, wo ist der Haken?

Kein Haken. - Das wäre das erste Mal.

Wir waren nicht immer einer Meinung.

Aber wir sollten alte Vorurteile sein lassen.

Ich jedenfalls bin bereit dazu.

Meine Bedingung ist, dass Johannes die Abfüllanlage plant.

Selbstverständlich. - Und dass es meine Quelle bleibt.

Dann kommt Johannes morgen vorbei. - Ich freue mich drauf.

Einen kleinen Schnaps?

Wir sollten auch bald mit dem Gemeinderat reden.

Wegen der Nutzungsrechte. Diese Chance müssen wir beim Schopf packen.

Wir machen gleich Nägel mit Köpfen.

Auf unser Projekt! - Auf unser Projekt!

Bitte, Willi. Komm heute Nacht mit.

Frag doch die Zensi.

Die fürchtet sich im Dunkeln. Du konntest sie wohl nicht überzeugen.

Nein. Die wittert gleich ein Geschäft dahinter.

Willi, im Buch meiner Großmutter steht noch mehr.

Der Zauber funktioniert nur, wenn 2 Herzen im Gleichklang sich küssen.

Grüß Gott. - Guten Tag.

Ist Frau von Auen da? - Sie ist in einer Besprechung.

Kann ich was ausrichten? - Geben Sie ihr bitte das Grünzeug.

Mit einem Gruß von mir. - Wunderbar! So machen wir's.

Markus! - Wir telefonieren.

Ich hoffe, du bist meinetwegen hier. - Nein, nein. - Doch! Sicher.

Freilich. Hier! Für dich.

Was für schöne Blumen! Danke für den Bärlauch.

Hast du Zeit für einen Drink? Ich wollte dich was fragen.

Möchtest du nicht mein Bärlauch-Lieferant werden?

Bärlauch-Lieferant? - Exklusiv, versteht sich.

Anna! - Wo kommst denn du jetzt her?

Ich war mit Elli an der Quelle.

Ich habe eine Wasserprobe nach Innsbruck geschickt.

Damit wir's genau wissen. - Gut. Danke.

Nicht so gut ist, was ich von dir und Stadlhuber höre.

Was hörst du denn? - Er wird dein Geschäftspartner?

Es stimmt also.

Diesmal ist es anders. Der Privatkredit ...

Du machst Verträge ohne mein Wissen?

Wie zahlst du den Kredit zurück, wenn die Anlage nicht funktioniert?

Sie wird sich rentieren, Johannes.

Wenn ich nicht fest dran glauben würde, hätte ich es nie gemacht.

Du kannst Haus und Hof verlieren. - Du machst das Gutachten.

Das war meine Bedingung. Stadlhuber ist einverstanden.

Johannes! Du hast gesagt, du hilfst mir.

Ja, aber nicht so.

Jetzt guck nicht so.

Ich habe dir für morgen einen Termin bei Stadlhuber vereinbart.

Johannes! Kommst du?

Ja, Spatzl. Dein Berater kommt gleich.

Berater? Wofür? - Ich muss für die Schule was basteln.

Du brauchst einen Gutachter, und sie braucht einen Berater.

Ich hoffe, es wird alles gut.

Mach weiter, Leni!

Bevor uns jemand sieht. Das wäre ja peinlich.

So, das war das Opfer. Was kommt jetzt?

Ach ja!

Ich werde erblühen.

Ich werde erblühen.

Ich werde erblühen.

Gehen wir, Willi! Ich bin fertig.

Hast du nicht was vergessen?

Vollmond, Opfer, Wasser. Nein, ich habe alles.

Und die gleichklingenden Herzen?

Ach, der Kuss!

Jesses! Fast hätte ich das Wichtigste vergessen.

* Ein Ast knackt. * Herrschaftszeiten! Wer ist da?

Der Geist von Hohenfels!

Was machst du denn hier?

Der Leni traue ich ja vieles zu. Aber dass du bei so was mitmachst!

Der Kuss der gleichklingenden Herzen!

Das hast du mir nicht vorgelesen.

Ich finde, der Zauber hat schon gewirkt.

In dem Licht sehe ich auch wie Greta Garbo aus.

Ihr spinnt ja alle zwei!

Wir haben im Büro alles besprochen. Wieso zeigst du mir die Wiese?

Ich vertraue dir. Was ich dir jetzt sage, sollte unter uns bleiben.

Ich könnte für Hohenfels ein Riesenprojekt an Land ziehen.

Ein Großinvestor hat Interesse an Annas Quelle.

Das hat sich ja rasch rumgesprochen. - Es geht um eine Fabrik genau hier.

Das bedeutet Arbeit, Zukunft und Wohlstand für die Gemeinde.

Johannes, ich brauche 2 Gutachten und einen Entwurf für die Fabrik.

Du sollst das machen. - Hinter Annas Rücken?

Anna ist emotional. Erfüllen wir ihr den Traum von ihrer kleinen Anlage!

Viel verdienen wird sie damit nicht. Aber du kannst zeigen, was du kannst.

Du kriegst den Planungsauftrag für die Fabrik.

Vielleicht lässt sich Anna ja überreden,

doch noch größer zu denken.

Du meinst, wenn sie beide Gutachten kennt ...

Meine Frau muss man auch immer zu ihrem Glück zwingen.

Lies dir diese Informationen in Ruhe durch und mach dich an die Arbeit!

Das hätten wir erst mal! - Danke für die Hilfe.

Das war doch ausgemacht, dass wir einander helfen.

Schon. Sabine hat übrigens Bedenken wegen deiner Abfüllanlage.

Wieso?

Sie meint, für die Leitung zum Hof musst du viele Bäume abholzen.

Das sehen wir dann. Johannes macht erst mal einen Plan.

Und ich muss abwarten, ob der Gemeinderat überhaupt zustimmt.

Ich kann dir nicht versprechen, dass ich zustimme.

Wegen der Sabine? Ist sie jetzt dein ökologisches Gewissen?

Das glaube ich jetzt aber nicht.

Ich hätte nie gedacht, dass so viele das Zauberwasser kaufen.

Ich war eben die beste Werbung. - Es war mein Verkaufstalent.

Wo kommt ihr her?

Wir haben das Jungbrunnen-Elixier verkauft.

So viel Geld habe ich in einer Stunde noch nie verdient.

Keine einzige Flasche ist mehr da. - 4 Euro! Spinnt ihr?

Was heißt "Jungbrunnen-Elixier"? - Das ist nicht verboten.

Doch! Wir wissen noch nicht, was in dem Wasser drin ist.

Mit eurer Dummheit stehen wir als Betrüger da. Ihr zwei spinnt total!

Johannes! - Elli. Du hast mich erschreckt.

Ich komme mit meinem Modell nicht weiter.

Später, Elli. Ich bin mitten in der Arbeit. Nicht böse sein.

Mama, hilfst du mir?

Später, Elli-Schatz. Ich muss erst mit Johannes reden.

Gehst du auf dein Zimmer?

Ist was?

Wäre die Quelle nur nie freigelegt worden!

Was ist denn passiert?

Alle drehen durch.

Mama und Leni verkaufen das Wasser als Jungbrunnen-Elixier.

Stadlhuber stürzt sich wie ein Geier auf mich. Und Markus ist dagegen.

Was? - Das ganze Dorf spielt verrückt.

Alle reden vom ganz großen Geld.

Dabei will ich nur eine kleine Abfüllanlage auf dem Hof.

Das soll allen zugute kommen. Was soll ich denn machen?

Erst mal ruhig bleiben. Lass dir von keinem was dreinreden.

Ich habe ja nicht mal die Pläne fertig.

Wie weit bist du denn schon?

Baupläne ...

Eine Fabrik ...

Wir wollten doch ... Was ist das, Johannes?

Sag schon.

Stadlhuber bat mich, eine Fabrik zu entwerfen.

Als größere Lösung. Das hat nichts zu sagen.

Du arbeitest an einer größeren Lösung

und das hat nichts zu bedeuten?

Das ist ganz normal.

Oft werden Pläne gemacht, die nie realisiert werden.

Und der Entwurf bringt Geld für uns.

Du arbeitest gegen mich, ohne dass ich das weiß!

Du bürgst auch ohne mein Wissen. - Ich habe einen Vertrag.

Stadlhuber wartet nur darauf, dass du dich übernimmst!

Ich denke halt weiter.

Nennst du das Vertrauen?

Ich muss uns absichern, wenn du dich verrennst.

Johannes wird nach meiner Pfeife tanzen.

Dann wird er Anna überzeugen. - Und wenn nicht?

Geld stinkt nicht, und die brauchen es.

Wie hast du dir das mit dem Großinvestor gedacht?

Anna kriegt von mir den Kredit, ich kriege als Sicherheit ihren Hof.

Irgendwann kann sie die Raten nicht mehr zahlen. Dann ist sie fällig.

Dann verkaufe ich die Quelle mit einem kleinen Profit an den Konzern.

Und damit löst du deine Schulden bei der Bank ab. Genial!

Ich weiß.

Diese Sturmschäden! Was glaubst du, was bei mir im Geschäft los ist.

Soll ich dir jetzt gratulieren? - Nein. Es hat uns alle getroffen.

Aber wir Hohenfelser halten zusammen. Ich mache dir ein Angebot:

Ich bringe dir das Baumaterial und mache dir einen Superpreis.

Du zahlst, wenn du kannst. - Was willst du dafür?

Deine Stimme im Gemeinderat für den Quellenausbau.

So. - Denk darüber nach.

Du schläfst ja immer noch nicht. - Ich will es noch fertig machen.

Das wird heute nichts mehr. Du gehörst ins Bett.

Alle Eltern helfen ihren Kindern. Nur ich muss alles allein machen.

Anna und Johannes sind gerade etwas überlastet.

Bald haben sie mehr Zeit für dich.

Du schaffst das schon. - Mama!

Ich wollte dir noch gute Nacht sagen.

Wann hilfst du mir beim Basteln?

Du hast doch einen Berater. - Der hat auch nie Zeit für mich.

Wir schauen mal, wann ich Zeit habe.

Ich habe dich lieb.

Ich dich auch. - Gute Nacht, Spatz.

Stell's hierhin. Das passt schon. - Was wird das denn?

Servus, Markus. Morgen habe ich keine Zeit, das Material zu liefern.

Deswegen bringe ich es heute schon. - Aha.

Wegen der Gemeinderatssitzung heute? - Markus, du kennst mich doch.

Eben. - Da ist die Rechnung.

Leck mich! Das kann ich nie zahlen.

Zahle, wenn du kannst. Es eilt nicht.

Aber das Zauberwasser deiner Mutter bringt wohl kaum genug Geld ins Haus.

Wir verstehen uns doch. - Stell die zweite Palette hierhin!

Grüß dich, Anna.

Johannes! Wie schaut's aus? - Grüß dich.

Das hörst du gleich. - Anna macht doch keine Probleme?

In diesem Ordner sind alle Informationen zur Quelle.

Die wichtigste Information zuerst:

Die Laboranalyse zeigt,

dass die Quelle beste Trinkwasserqualität hat.

Sie hat hervorragende Werte im Heilwasser-Bereich.

Und die Kapazität lässt alle Möglichkeiten offen.

Sowohl eine kleine als auch eine große Nutzung sind möglich.

Jeder objektive Gutachter würde aber zu einer großen Lösung raten.

Wie meinst du das? - Eine kleine Anlage ist unrentabel.

Das zeigt die Kosten-Nutzen-Rechnung.

Ich empfehle die industrielle Nutzung mit Mineralwasser-Fabrik.

Sollen wir jetzt tatsächlich über eine Mineralwasserfabrik abstimmen?

Davon war keine Rede. Das war auch nicht dein Auftrag!

Wir stimmen über die Nutzungsrechte am Gemeindegrund ab.

Die brauche ich.

Ich weiß. Aufgrund der Ergebnisse musste ich alle Optionen aufzeigen.

Es tut mir leid. Eine kleine Anlage kostet mehr, als sie einbringt.

Eine große erfordert Investitionen, Zufahrtsstraßen und Rohrsysteme.

Leitungen von der Quelle zur Fabrik. - Rohrleitungen durch unseren Berg?

Das kann man umweltgerecht planen.

Auch deine kleine Nutzung braucht Rohre von der Quelle zu deinem Hof.

Mir soll es recht sein, aber es liegt am Gemeinderat.

Ob der nach dem Stand der Dinge

einer Verlegung über Gemeindegrund zustimmt?

Was? - Wir können abstimmen.

Das könnt ihr euch sparen. Ich will keine der beiden Lösungen.

Wir haben einen Vorvertrag! - Steck ihn dir sonst wohin.

Und deinen Privatkredit auch! * Sie schlägt die Tür zu. *

Anna!

Anna, warte mal! - Was denn?

Ich bin sehr stolz auf dich. - Warum?

Weil ich deinen wunderbaren Auftrag torpediert habe?

Ja, auch deswegen. - Ich habe es unterschätzt.

Ich habe unterschätzt, wie sehr die Gier die Menschen verändert.

Vielleicht war ich selbst auf dem Weg dahin.

Ich muss den Kopf frei kriegen. Fährst du mich nach Hause?

Wir hätten es wissen können. Anna ist unberechenbar.

Ich brauche die Quelle!

Wenn ich an diese verdammte Wiese denke, wird mir schlecht.

Ich gebe nicht so schnell auf. Ich habe einen Vertrag mit ihr.

Der nützt dir nichts, wenn sie den Kredit nicht annimmt.

Du kannst Anna nicht enteignen. - Das ist es!

Was?

Kommt der Prophet nicht zum Berg, muss der Berg zum Propheten.

Ist der Penzinger schon weg? - Ja.

Bleib da, ich brauche dich noch.

Na endlich! Ich komme mit dem Basteln nicht weiter.

Tut mir leid, Spatzl. Ein andermal.

Hilfst du mir? - Bitte nicht jetzt, Elli.

Bist du mir nicht mehr böse? - Nein, du machst ja alles wieder gut.

Das ist der Wagen vom Stadlhuber.

Grüß euch.

Grüß dich, Leni. Es tut mir leid, dass ich so grob war.

Schon gut.

Ich verstehe nur nicht ganz, warum du plötzlich gegen die Quelle bist.

Nicht gegen die Quelle. Gegen die Gier!

Schau, wir haben Flaschen mitgebracht für euer Zauberwasser.

Heißt das, wir dürfen deine Quelle trotzdem nutzen?

Aber natürlich.

Anna! Wenn man vom Teufel spricht... - Was sprichst du über mich?

Die Sachlage hat sich verändert.

Laut Grundbuch bist du wohl nicht Eigentümerin der Quelle.

Was?

Dein Vater weigerte sich damals,

die Flurbereinigung durchführen zu lassen.

Deshalb gelten zwischen eurem und dem Wallnerhof noch die alten Grenzen.

Ein Grenzstein markiert den genauen Grenzverlauf zwischen euren Höfen.

So steht es im Grundbuch. Bitte sehr.

Da kann man nichts erkennen. - Deshalb suchen wir den Grenzstein.

Das könnte euch passen. Ich komme mit.

Aber gern.

Er muss weiter da drüben sein.

Das gibt's nicht! Da irgendwo muss es sein.

Ich habe ihn! Das ist er ja.

Nein!

Das kann nicht sein. Ich weiß, was mein Land ist und was nicht.

Der Grenzstein beweist das Gegenteil. Die Quelle gehört zum Wallner-Grund.

Dann ist es jetzt meine. - Du entscheidest, was du damit machst.

Unser Vertrag ist damit hinfällig.

Wie soll das gehen mit deiner Jungbrunnen-Bar?

Du hast keine Ahnung von dem Geschäft. Man kann alles lernen.

Wenn's im Kleinen geht, geht's im Großen auch.

Darauf trinken wir einen. - Nichts da, das ist meine letzte!

Lass mich. Immerhin kommt das Wasser aus unserer Quelle.

Beim nächsten Vollmond kannst du wieder eine haben. Gib her!

Komm, jetzt lass mich los!

Seid ihr völlig übergeschnappt? - Sie hat angefangen.

Wie die kleinen Kinder! Du kannst so viel Wasser haben, wie du willst.

Die Quelle gehört angeblich euch. Komm, Mama.

Was? Du lässt dir von denen unsere Quelle wegnehmen?

Fang du nicht auch noch an, Mama. - Hochmut kommt vor dem Fall!

Gell, Zensi. Mit dir bin ich noch nicht fertig!

Wenn du so weitermachst, wirst du mir das Wasser abkaufen müssen!

Abkaufen! - Einen Dreck werde ich tun!

Dir werf ich kein Geld in den Rachen. - Hör auf und steig ein, Mama.

Du blöde Kuh! - Steig jetzt ein!

Wir fahren. - Du hast keine andere Wahl.

Du musst mir das Wasser abkaufen.

Jetzt hör auf, Mama!

Du kriegst kein Geld von mir! Du blöde, alte Kuh!

Elli?

Das ist eine solche Unverschämtheit von der Leni.

Steh! Mama, beruhige dich.

Ich soll mich beruhigen? - Mama, bitte.

Was glaubst du, wie die jetzt mit uns umspringen. Aber mit mir nicht!

Sonst lernen die mich anders kennen. - Spinnst du jetzt total?

So redest du nicht mit mir! Du kannst gleich gehen!

Du kannst gleich zu deiner Wallner-Bagage gehen!

Was ist denn passiert?

Es ist wegen der verdammten Quelle.

Das wird das beste Geschäft für die Gemeinde seit langem.

Ich stelle euch die Fabrik hin. Das wird ein Schmuckstück.

Die Finanzierung ist in 1-2 Wochen gesichert.

Problemlos! Sei beruhigt, Markus. - Alles in Ordnung, die Herren?

Und ob. Ihr ehemaliger Mitstreiter wird jetzt erfolgreicher Unternehmer.

Ich gratuliere, Markus. - Sie verlieren wohl nie die Fassung.

Sie sind doch gegen unser Projekt. - Wir leben in einem freien Land.

Ich freue mich für dich. - Danke.

Weiterhin viel Vergnügen, die Herren.

Heißes Fahrgestell. Respekt, Markus.

Ab jetzt kann er sich eine so kostspielige Geliebte leisten.

Haltet einfach das Maul! * Gelächter *

Wofür habe ich 2 Söhne?

Jetzt kann mein Geschäft richtig losgehen, und keiner ist da.

Die Zensi kann bleiben, wo der Pfeffer wächst. Und die Anna...

Was ist mit der Anna? Alles eins, das Christeiner-Gesindel.

Hör auf, Leni. - Wieso? Hilft mir einer beim Umbau?

Jetzt warte doch erst mal ab. Das ist doch alles viel zu frisch.

Glaubst du, deine Buben fühlen sich wohl dabei?

Das mit dem Stadlhuber und seiner Fabrik stinkt doch zum Himmel.

Ach ja? Auf welcher Seite stehst du eigentlich?

Wenn du es nicht weißt,

musst du nicht mehr kommen. Ich schaffe es allein.

Es war am Tag, als wir die Quelle fanden.

Da hat Markus hier das Grundbuch eingesehen.

Das ist doch kein Zufall.

Das weiß ich nicht. Aber ich weiß, dass Markus kein Betrüger ist.

* Telefon * Ja, Wallner. Servus, Franz.

Und was heißt das jetzt? Ich verstehe. Danke, servus.

Das war der Anwalt. Er meint, wir können auf Gewohnheitsrecht klagen.

Aber das wäre ein langer Prozess und ob wir gewinnen, ist unsicher.

Das ist klar. * Schüsse *

Das hätte ich ganz vergessen.

Ich hab keine Lust aufs Schützenfest.

Wir müssen aber hin. Wir können dem Stadlhuber nicht alles überlassen.

Den Triumph gönne ich ihm nicht.

* Blasmusik *

Da kommen unsere Beinahe-Millionäre.

Hoffentlich bleibt dir das Lachen nicht im Hals stecken,Bürgermeister.

Wir haben alles im Griff, Anna. - Dann ist es ja gut.

Kommt der Herr Ingenieur auch zum Wettschießen?

Oder misst er sich nicht mit Siegern? - Mit Siegern schon.

Ich sehe bloß keine.

Verschwenden wir keine Zeit. Der Schießstand wartet.

Markus, ich muss mit dir reden. - Jetzt nicht, Anna. Lass gut sein.

Kommst du, Markus?

Lass mich allein mit ihm reden.

Setz dich zu Willi, ich komme gleich.

Grüß dich, Willi. - Grüß dich. Wo ist die Zensi?

Die hatte nach all dem keine Lust. - Das kann ich verstehen.

Komm, Elli. Wir holen Getränke. Was magst du haben?

Für mich bitte ein Wasser. - Ist gut.

Fass mich nicht an. - Was soll das Ganze?

Glaubst du, ich mache jeden Scheiß mit?

Dann bleibt von dir nichts übrig. - Das möchte ich sehen!

Bitte. - Danke. Elli, trinkst du nichts?

Wir gehen zum Hof. Ich möchte Elli beim Basteln helfen.

Bitte, Mama! - Das ist lieb von dir, Willi.

Es tut mir leid, dass es so zugeht bei uns.

Ist schon recht.

Christeiner, Wallner! Du weißt nicht mehr, auf welcher Seite du stehst!

Von mir weiß ich es. Aber bei dir bin ich mir nicht sicher!

Willst du mich fertig machen? - Hört auf zu streiten! Nicht hier!

Nimm ihn in Schutz, das braucht er. Er ist ja nicht Manns genug.

Du kannst keine Familie versorgen,

und um Elli kümmerst du dich auch nicht!

Adoption allein reicht nicht. - Pass auf, was du sagst!

Hör auf, das ist sinnlos. Wir gehen. - So sprichst du nicht mit mir!

Du hast längst verspielt, Herr Ingenieur!

Nicht so viele Emotionen, Herr Unternehmer.

Komm, Markus! Zeig, was du kannst.

Lassen wir sie schlafen. Wir haben alle genug für heute.

Anna! - Grüß dich, Willi.

Da runter. So ist's recht.

Danke noch mal für gestern. - Keine Ursache.

Seid ihr fertig geworden? - Elli ist ein geschicktes Mädchen.

Ich habe diese Streiterei so satt.

Vielleicht ist es gut, dass mir die Quelle nicht mehr gehört.

Gut? Willst du nichts dagegen unternehmen?

Wenn das Land Markus gehört, soll es so bleiben.

Wenn es sein Land ist. - Fängst du jetzt auch noch an?

Es hat damals eine Flurbereinigung gegeben. Ich war dabei.

Stadlhuber sagt nicht die Wahrheit. - Wer?

Wir müssen uns das noch mal anschauen. Da stimmt was nicht.

Da vorne ist er.

Ein paar Meter weiter, und es wäre wieder Frieden.

Der Stein gehört da nicht hin. - Wie?

Das Wettermoos ist auf der falschen Seite.

Wir haben hier Nordostwetter, nicht Südwest. Du kannst es am Baum sehen.

Das gibt's ja nicht!

Wer hat dir gesagt, dass du die Scheune ausräumen sollst?

Das ist immer noch mein Hof. Bald wimmelt es hier vor Touristen.

Lächerlich! Du kannst das Wasser nicht als Wundermittel verkaufen.

Das kostet im Supermarkt die Hälfte. - Das hat aber keinen Zauber.

Mein Wasser wirkt. Schau mich an. - Als Model gehst du nicht durch.

Markus! Glaubst du, du musst nur den Grenzstein versetzen?

Damit dir das Land gehört? - Was redest du?

Du hast den Stein versetzt, damit die Quelle auf deinem Grund ist.

Das stimmt nicht! - Du warst auf dem Grundbuchamt.

Am Tag, als ich die Quelle fand.

Ich brauchte eine beglaubigte Kopie.

Um eine neue Hypothek aufzunehmen. Das hattest du mir doch geraten!

Das soll ich dir glauben? - Was schaust du jetzt so?

"Ein paar Meter weiter, und die Quelle würde mir gehören."

Das hast du in der Küche gesagt. - Spinnt ihr jetzt alle?

Mit dir bin ich fertig!

Da bist du ja endlich. Wir müssen. - Gar nichts müssen wir!

Was ist jetzt wieder passiert? - Jetzt beruhige dich mal, Anna!

Ich habe den Stein nicht angefasst.

Ist er von allein 50 m weit gehüpft?

Wovon redet ihr? - Er hat den Grenzstein ausgegraben.

Damit die Quelle auf seinem Land ist. - Das glaubst du selbst nicht.

Glaubst du ihm mehr als mir? - Ich war das nicht!

Verschwinde von meinem Hof! - Hört auf, alle beide. Wir fahren.

Wohin denn? - Zu Elli in die Schule.

Um Gottes willen, die Elli!

Sei nicht traurig. - Nicht jeder kann gewinnen.

* Sie schluchzt. *

Keine Sorge, sie ist bestimmt schon zu Hause.

Dann wäre sie uns begegnet.

Da stimmt was nicht.

Ich fahre nach Hause und schaue nach.

Ich gehe rauf zu Willi. Markus, schau bei euch auf dem Hof.

Ja. Ruf an, wenn du etwas weißt.

* Elli schreit. *

Elli!

Au! Mama! Mama!

Elli!

Elli! - Elli!

Elli! - Die ist doch in der Schule.

Nein, sie ist verschwunden. - Was? Um Gottes willen.

Ruf mich an, wenn du etwas hörst. - Freilich.

Mama! Hilfe!

Mama!

Mama, hast du Elli gesehen? - Nein.

Ruf mich an, wenn du sie siehst. - Was ist denn?

Sie ist verschwunden.

Jesus, Maria und Josef!

Elli!

Elli!

Elli!

Mama! Hier bin ich!

Elli!

Elli-Schatz, ist dir was passiert? - Ja, die Schulter tut so weh.

Warte, ich hole dich raus.

Ich bin gleich wieder da. - Mama!

Johannes, ich habe sie. Sie liegt oberhalb der Quelle in einer Spalte.

Nein, nicht schlimm. Kommt...

Keine Angst, Elli! Ich bin da.

Kannst du das greifen? - Nein, meine Schulter.

Anna! - Hier sind wir!

Johannes ist auch gleich da.

Ganz ruhig, Elli, wir holen dich raus. Ich gehe runter.

Ich gehe. Ich kann euch nicht halten. - Gut.

Pass auf, Elli. Ich komme runter. - Ja!

Seil nachlassen! - Etwas weiter rechts.

Au! - Ich bin gleich da, Schatz.

Mama! - Geht's?

Gleich hast du's. - Lass nach!

Ist gut. - Mama, meine Schulter!

Ja. Es ist gleich vorbei.

Es ist gleich vorbei.

Geht's? Komm hoch.

Ich ziehe euch hoch! - Achtung.

Du darfst nie wieder weglaufen! Hörst du?

Ich wollte doch nur zu Willi.

Jetzt bleiben wir zusammen. Das verspreche ich dir.

Wir bleiben zusammen.

Wenn es morgen nicht besser ist, gehen wir zum Arzt.

Passt schon. Du machst das gut.

Danke.

Es tut mir leid, was ich im Zorn gesagt habe.

Ich war auch nicht besser. - Ich war das nicht mit dem Stein.

Du musst mir glauben.Ich schwöre es. - Natürlich glaube ich dir.

Aber wer hat den Stein versetzt? - Wer mag einen Beruhigungstee?

Der tut uns allen gut.

Jetzt! - Da passt er gleich viel besser.

Ich mag es, wenn alles an seinem Platz ist.

Leni müssen wir noch zurechtrücken.

Die hat es am meisten erwischt mit ihrem "Zauberwasser".

Meinst du nicht, das wird wieder? - Sie hat mich vom Hof gejagt.

Weil ich nicht gleich begeistert war. - Ach was!

Schau mal. Wem gehört der Anstecker? - Das ist ein Jagdabzeichen.

Für den besten Schützen. - Und wer war das 1992?

Mama, was ist? Warum bist du nicht fertig?

Geht nur allein. - Nichts da, du kommst mit.

Ich habe nichts zu feiern. - Was redest du?

Alles ist wieder gut.

Ich weiß nicht, was da gut sein soll.

Schatzerl!

Ich weiß nicht, was das ist mit den Wallners und den Christeiners.

Seit ich denken kann, findet immer jemand einen Grund für Streit.

Wir beide sind keine Ausnahme. - Wundert dich das?

Ja. Wir haben nie darüber nachgedacht.

Wir glauben, das gehört sich so.

Wer hat denn damit angefangen?

Irgendwann ist es nicht mehr wichtig, wer angefangen hat.

Wichtig ist, wer damit aufhört.

Das sagt sich so leicht.

Zensi, wir hatten es beide nicht leicht.

Keine redet leicht daher. - Das stimmt!

Uns wurde nichts geschenkt. - Außer der Quelle.

Und die trieb uns auch gleich wieder auseinander.

Weil wir es nicht anders gelernt haben.

Und du meinst, wir lernen es noch?

Ich weiß es nicht. Aber wir können es probieren.

Probieren!

Gut, gut. Wir probieren es.

Geht aufs Fest, ich bleibe mit Christian hier.

Ich bleibe bei dir. - Nein!

Ich will nicht auch noch mit Willi streiten.

Willst du wirklich nicht mitfahren? - Nein, geht nur.

Vielleicht ist es auch besser für Christian.

Wir bleiben nicht lange. - Ist schon recht.

* Blasmusik *

Die Wallners und die Christeiners friedlich vereint. Wie schön!

Du enttäuschst mich, Johannes. Ich dachte, du hättest Einfluss daheim.

Lass! Nicht mal der Stadlhuber schafft es,

uns auseinanderzubringen.

Bevor ich's vergesse: Die habe ich gerade gefunden.

Gehört die einem von euch? - Meine ist das nicht.

Die gehört mir. Ich habe sie schon gesucht.

Ein Jagdanstecker ist eine feine Sache. Stimmt's, Penzinger?

Bloß dumm, wenn man ihn beim Grenzstein-Verschieben verliert.

Was redest du? - Ich habe ihn an der Quelle gefunden.

Da sind meine Zeugen. - Was hast du gemacht?

Still. Und tu nicht so ahnungslos. - Was unterstellst du mir?

Für dich mache ich nicht den Stellvertreter im Schützenverein.

Dir hat er es auch angeboten? Du bist wirklich das Letzte.

Gehen wir, Penzinger. An diesem Tisch stinkt's.

Dir kann man vermutlich nichts nachweisen, Bürgermeister.

Aber die nächste Wahl steht vor der Tür. Und da wird's eng für dich.

Das garantiere ich dir.

Mit dem Geschacher ist jetzt Schluss hier in Hohenfels!

Die Quelle werden die Christeiners und die Wallners gemeinsam nutzen.

Eine Fabrik wird es bei mir nicht geben.

Ich habe gelernt in den vergangenen Tagen. Auch wenn es wehgetan hat.

Hier ist der schönste Platz auf Erden. Denn hier ist meine Heimat.

Die lasse ich mir nicht durch Gier kaputtmachen.

Da halten wir zusammen.

Wer meint, dass er das Jungbrunnen- Elixier braucht,

kann mit Leni reden.

Und mit meiner Mama. So, jetzt wird gefeiert!

Viel Spaß.

Wollen wir auch tanzen, Sabine?

Meine Karriere als Quellenbesitzer ist ja schon wieder vorbei.

Nein. Erkläre mir erst, was das eine mit dem anderen zu tun hatte.

Na ja, es ist so, dass die... - Egal.

Komm, erklär's mir später.

Das stimmt nicht, Leni. Ich war nie böse auf dich.

Du hast mich vom Hof gejagt. - Ich?

Weißt du das nicht mehr? - Nein.

Ich auch nicht. - Gehen wir tanzen.

Und ihr tanzt mit. - Dürfen wir?

Ja. Aber der nächste Tanz gehört mir. - Ganz bestimmt.

Und was ist mit mir? - Mit dir tanze ich, bevor wir gehen.

Das Beste kommt immer am Schluss. - Elli-Schatz!

Untertitel: Raimund Mehrwald / Peter Endres

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