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Original subtitles

BÉNI SAF, ALGERIEN

Geld hat für mich nie eine Rolle gespielt.

Ich dachte, ich wäre frei, aber das ist Bullshit.

Es durchdringt alles.

Es hat uns infiziert, abhängig gemacht.

Geld bestimmt jede Sekunde unseres Lebens.

Obwohl es nicht mehr als bedrucktes Papier ist,

glauben wir daran, dass es was wert ist.

Wir müssen daran glauben.

Tun wir es nicht, bricht alles zusammen.

Charité bin ich durch.

Also, wenn du noch was hast? Sonst komm ich rein.

Ja, komm erst mal rein.

- Hey, John. Alles Gute, Junge. - Seid ihr schon am Vorglühen?

- Auf jeden Fall. - Kommt ihr später?

Moinsen.

- Na? Speedy Gonzales! - Na?

- Na, wie geht's? - Gut.

Wie war es in der Charité?

Seit wann interessiert dich das?

Wie er so tut, Alter.

Die Ärztin, der du die Proben gebracht hast, war die süß?

Ich habe mich in ihre Stimme verliebt.

Kennst du das, wenn du denkst, das ist deine Traumfrau?

Ah ja, sie hat nach deiner Nummer gefragt.

- Echt? - Ja.

Habe ihr meine gegeben.

Hier, kannst gleich wieder los.

Danke.

- Spandau? Willst du mich verarschen? - Hat nach dir gefragt.

- Wer? - Irgend so ein Typ.

Es gibt fettes Trinkgeld. Mach mal, bitte.

Danke.

Hat jemand mal 'ne Kippe?

Sorry, Mann. Nicht heute.

Ich muss noch die ganze Scheiße für heute Abend besorgen.

Alles klar. Aber bring bitte Crushed Ice mit.

- Für die Caipis. - Noch ein paar Schirmchen?

Ja, warum nicht? Ciao.

- John Pohlmann? - Ja.

War Ihnen Spandau zu weit?

Karasch. Ich bin Erbenermittler.

Ich habe den Auftrag erhalten,

mögliche Erben für einen Nachlass zu ermitteln.

Dafür bräuchte ich bitte

auf dieser Einverständniserklärung Ihre Unterschrift.

Und dann noch eine Speichelprobe

für einen DNA-Abgleich.

Es gibt niemanden, der mir etwas vererben könnte.

Mein Auftraggeber wird Ihnen eine Aufwandsentschädigung zahlen.

Wer ist denn Ihr Auftraggeber?

Ich bin nicht befugt, Ihnen das mitzuteilen.

2.000. Zählen Sie gerne nach.

- Für eine DNA-Probe? - Ja.

Und dafür, dass Sie, solange Ihr Anspruch geklärt wird,

nicht als Kurier arbeiten.

- Das heißt, wie lange? - Maximal 48 Stunden.

Fürs Doppelte?

Fürs Doppelte...

Oh, Scheiße, die Stadtwerke?

- Hallo. - Guten Tag.

Ja.

Ich melde mich dann bei Ihnen.

- Tschüssi. - Tschüss.

Gruselig. Das war verdammt gruselig, Bro.

Wer war das?

Der Weihnachtsmann.

Wie? Warum?

Warum hat er dir das gegeben?

- Warum hat er dir so viel gegeben? - Es reicht für die Stromrechnung.

Hast du schon mal so viel Geld gesehen, Mann?

Happy Birthday to you!

Happy Birthday to you!

Happy Birthday, lieber John!

Happy Birthday to you!

John! John! John!

Oh my God, he's 25!

Hey!

- Hey. Happy Birthday, Kleiner. - Danke. Komm rein. Wo ist Deyna?

- Babysitter fallen nicht vom Himmel. - Ach.

- Lino! - Marvin.

- Schön siehst du aus. - Na?

- Geht's dir gut? - Ja.

Hier, für dich.

Ist das meine erste Krawatte?

Die ist mit Kompass und Höhenmesser.

Alter, bist du bescheuert?

Heute Abend machen wir beide erst mal richtig einen drauf.

Johnny!

Was?

- Hast du noch was in der Wundertüte? - Para.

Ich bin gleich wieder da, ja?

- Stimmt so. - Wow. Danke.

Mach's gut, mein Lieber. Leute, es gibt Pizza!

Eins, zwei, drei...

Vier, fünf...

Du hast dem aber jetzt nichts unterschrieben, oder?

Doch, die Einverständniserklärung.

Alter, du Idiot.

Ich musste mit Blut unterschreiben. Ist das ein schlechtes Zeichen?

Du kannst nicht was unterschreiben, was du nicht gelesen hast.

Das ist richtig dumm, Bruder.

Das ist richtig dumm, Mann.

Lino, entspann dich. Das war ein Spinner.

Von wem sollen wir was erben?

Hey.

Hey.

Das ist meins.

Hallo?

Schmeißen Sie alle raus und packen Sie.

Kannst du nicht woanders telefonieren?

- Moment mal, ja? - Gut.

Was?

Schmeißen Sie alle raus und packen Sie. Ja?

Einen Scheißdreck mache ich.

Außer Sie haben noch mehr Umschläge.

Um Geld brauchen Sie sich gar keine Sorgen mehr zu machen.

Ich hole Sie in einer Stunde ab.

Take it or leave it.

Take it or leave it.

Leute! Aufwachen, raus hier.

Digger, du kennst diese komischen Leute nicht.

Du hast keine Ahnung, wo die hinwollen.

Was, wenn das so ein Erbetrick ist?

Die ziehen dir einen Sack übern Kopf, bringen dich nach Guantanamo

und machen Waterboarding.

Das sind Psychos, Alter. Kein Mensch schenkt einem einfach Geld.

Bis die checken, dass ich der Falsche bin, springt vielleicht mehr raus.

- Wäre doch geil, oder? - Ja, aber...

Also, chill mal.

Ich sage dir Bescheid, wie die Lage ist.

Auf geht's.

Auf geht's.

Guck dir den mal an, Mann.

So.

- Jetzt fliegen wir mit dem Teil? - Nicht wir. Sie.

Sie kommen nicht mit?

Ich habe meine Arbeit erledigt.

Na gut, dann tschüssi, was?

Willkommen, Mr. Pohlmann. Wie geht's Ihnen?

Mir geht's gut, danke.

Kommen Sie an Bord.

Entschuldigung, wohin fliegen wir überhaupt?

Nach Florenz.

Buongiorno, Signor Pohlmann.

- Mein Name ist Marco Benetti. - John.

Das sind meine Kollegen Salvatore Totti und Michela Bengilli.

Ciao.

Wir werden Sie zum Anwesen begleiten.

Anwesen? Wo fahren wir denn hin?

Das erfahren Sie alles vor Ort.

Signore.

Ich fahre bei ihr mit.

Benvenuto a Villa Vacchi.

Wenn Sie mir bitte folgen, Signor Pohlmann.

Bitte warten Sie hier.

Ich gebe Signor Vacchi Bescheid, dass Sie da sind.

Signor Pohlmann.

Wenn Sie mir bitte folgen würden.

Hier entlang.

- Guten Tag. - Hallo.

Farnese, Sie können gehen. Danke.

Das ist mein Großvater, Cristoforo Vacchi.

Buongiorno, Signor Pohlmann.

Ich hoffe, Sie hatten eine angenehme Reise.

Bitte setzen Sie sich.

Ich heiße Franca Vacchi.

Unsere Familie lebt seit mehreren Jahrhunderten in Florenz.

Wir arbeiten als Anwälte und Vermögensverwalter,

wie diese Dokumente belegen.

Bevor wir hier weiterreden, möchte ich etwas sagen.

Ich weiß nicht, was ich hier soll.

Hören Sie, meine Mutter ist tot.

Unser Vater hat uns verlassen. Ich kenne ihn nicht.

Mein Bruder und ich, wir sind Waisen.

Ich will ja nicht sagen, dass das hier nicht cool wäre.

Der Privatjet, die Limousine und das alles.

Das ist schon echt cool.

Aber wir werden nichts erben.

Ich glaube,

das alles hier

ist ein Missverständnis.

Tut mir leid.

Nein. Das ist es nicht.

Ihr Name ist Giovanni Pohlmann. Ist das korrekt?

John, bitte.

Also... John.

Sie sind der Erbe

eines beachtlichen Vermögens.

Wir haben Sie hierher eingeladen, um Sie über den Betrag

und die Bedingungen der Erbschaft zu informieren.

Und um, für den Fall, dass Sie sie annehmen...

Die nötigen Schritte für die Übertragung des Eigentums

mit Ihnen zu besprechen.

Nicht so schnell, bitte.

Ich verstehe gar nichts.

Ich meine... Wer ist denn gestorben?

Kommen Sie, John.

Wir möchten Ihnen etwas zeigen.

Okay.

Seit 1525 archivieren wir hier

alle Nachkommen von Giacomo Fontanelli.

Die Emigrationswellen im 19. und 20. Jahrhundert

haben uns vor enorme Herausforderungen gestellt.

Zugegebenermaßen, die größte davon war der Zweite Weltkrieg,

wie Sie dem Originalstammbaum entnehmen können.

Aber in den letzten zwei Jahren haben wir mit modernsten Mitteln

alle Erblinien ausfindig gemacht,

die über die Jahrhunderte verloren gegangen waren.

Einschließlich Ihrer.

Ich zeige es Ihnen.

In der Familiengruft der Fontanellis

konnten wir mitochondriale DNA sichern,

die uns dabei half, die fehlenden Linien zu ergänzen.

Sie haben mich ausspioniert?

Ja.

Geht's noch?

Wir haben alle potenziellen Erben überwacht.

Warum bin ich dann der Einzige hier?

Was ist zum Beispiel mit...

Kenji Takahashi?

- Er ist drei Tage älter als Sie. - Ja, und?

Folgen Sie mir.

"Ich, Giacomo Fontanelli, verfüge beim Heil meiner Seele,

dass wer auch immer mein jüngster männlicher Nachkomme ist,

und zwar im Jahr unseres Herrn 2023, am 23. September,

ex lege aetas legitima,

all meine irdischen Besitztümer erben soll."

"Ex lege" was?

Ex lege aetas legitima. Das ist Latein.

Das bezieht sich auf das Alter der Volljährigkeit im Mittelalter.

Das war damals 25. So alt sind Sie jetzt.

Wo ist der Haken?

Es gibt keinen Haken. Aber es gibt eine wichtige Ergänzung.

War ja klar. Und die wäre?

Giacomo Fontanelli hatte einen Traum,

der so strahlend und kraftvoll war,

dass der Rest seines Leben davon bestimmt war.

In diesem Traum sah er in eine Zeit D annis futuris voraus.

Das bedeutet, 500 Jahre in der Zukunft.

Er beschrieb es als ein Zeitalter des schreienden Elends

und der großen Angst,

aus dem niemand einen Ausweg sah.

Nec usquam spes erat.

"Nirgendwo gab es Hoffnung."

Er hat auch Gott in seinem Traum gesehen.

Es war Gottes Wille, dass er sein gesamtes Vermögen

seinem jüngsten männlichen Nachkommen

zum 500. Jahrestag seines Traums vermachen sollte.

Dieser Erbe soll den Menschen ihre verlorene Zukunft zurückgeben.

Und das soll ich sein?

Ich bitte Sie.

Sie machen Witze, oder?

Der ursprüngliche Betrag war nach heutigem Maßstab nicht viel.

Nicht einmal 10.000 Euro.

Jedoch hatte Ihr Vorfahre einen starken Verbündeten:

Zeit.

Durch den Zinseszins ist das Erbe zu einer Summe angewachsen,

deren Höhe den Erben mit Sicherheit in die Lage versetzt,

das Weltgeschehen zu beeinflussen.

Und wie groß ist der Fang?

Über wie viel reden wir?

Gehen wir zurück in den Konferenzraum.

Nun spucken Sie es aus. Wie viel ist es?

Fünf Millionen, zehn Millionen? 20?

Eine Billion.

1.000 Milliarden Dollar.

Hat er da gerade gesagt,

eine Billion Dollar?

Exakt.

Sobald das Testament vollstreckt ist,

gehört das Geld Ihnen.

Tun Sie damit, was Sie wollen.

Aber wovon hat dieser...

Wovon hat dieser Giacomo geträumt? Was soll der Erbe tun?

Der Erbe sollte das Richtige tun.

Was soll das sein, das Richtige?

Das, was der Menschheit ihre verlorene Zukunft zurückgibt.

John.

Ich muss Sie fragen,

sind Sie gewillt, das Erbe anzunehmen?

Darf ich...

Entschuldigung, ich muss an die frische Lust.

Eine fucking Billion Dollar.

Fuck!

Ich nehme das Erbe an.

Dann erlauben Sie, dass ich Ihnen gratuliere.

Sie werden der reichste Mensch der Welt sein.

Kommen Sie.

Die Testamentseröffnung findet in fünf Tagen statt.

So lange werden Sie hier übernachten.

Okay, cool.

Gibt's hier auch einen Pool?

Es gibt eine Menge zu tun.

Farnese kennen Sie schon. Er ist rund um die Uhr für Sie da.

Uns ist klar, dass Sie Ihren Freunden von dem Erbe erzählen wollen werden.

Aber das geht leider erst nach der Testamentseröffnung.

Es gibt Tausende von Nachkommen auf der ganzen Welt.

Sollte die billionenschwere Erbschaft bekannt werden,

würden jede Menge Prozesse losgetreten.

Signora?

Hier werden Sie für die nächsten Tage wohnen.

Wow. Und darauf werde ich schlafen?

Hier entlang.

Ihr Vorfahre hat Regeln aufgestellt,

wie wir als Vermögensverwalter zu entlohnen sind.

Wir haben sämtliche Belege dokumentiert.

Sie können sie in aller Ruhe prüfen.

Bei der Testamentseröffnung müssen Sie dem Gericht bescheinigen,

dass das Vermögen von uns ordnungsgemäß verwaltet wurde.

- Ist das für mich? - Ja.

Wir haben morgen einen Termin im belizischen Konsulat in Florenz.

Sie brauchen eine neue Staatsangehörigkeit,

um die Erbschaftssteuer zu vermeiden.

Woher wissen Sie meine Größe?

John, hören Sie mir zu?

Klar. Farnese ist Ihr Privatsekretär.

Er wird sich um mich kümmern,

aber eigentlich soll er dafür sorgen, dass ich niemandem etwas erzähle.

Ich soll vor Gericht ein Wort für Ihre Familie einlegen

und die Staatsbürgerschaft von Belize annehmen.

Aber was ich nicht ganz verstehe, ist das mit den Steuern.

Gehört es nicht zu einer besseren Zukunft, wenn alle Steuern zahlen?

Wir sind verpflichtet,

dem Erben eine möglichst hohe Summe zukommen zu lassen.

Wenn Sie danach die Hälfte an den Staat geben wollen,

hindern wir Sie nicht daran.

- Die Hälfte? - 50 Prozent.

Deutsche Staatsbürger unterliegen der unbeschränkten Steuerpflicht.

Steuerklasse 3, 50 Prozent.

500 Milliarden Dollar.

Falls Sie weitere Fragen haben...

- Wende ich mich an Farnese. - Genau.

Fuck.

John, wieso zur Hölle sollten die dir Geld geben?

Keine Ahnung. Weil die verrückt sind.

Aha, und das ist keine Verarsche?

Ich glaube nicht. Schau dir das mal an.

Sieht das für dich nach Verarsche aus?

- Alter, wo bist du da? - Das ist ein fucking Schloss.

Okay, wie viel Geld ist es?

Das darf ich dir nicht sagen.

Blödsinn, stell dich nicht so an.

Ich melde mich morgen. Alles easy.

- Bist du Millionär oder was? - Ciao.

Ha, ha, ha, sehr witzig.

Die Schuhe haben nicht gepasst.

Salve.

Bitte tragen Sie das.

"Giovanni Fontanelli"?

Sie hätten mich ruhig vorher fragen können.

Ihre Mutter war eine gebürtige Fontanelli.

Meine Mutter ist tot.

Es ist Teil der Vereinbarung, dass Sie den Familiennamen annehmen.

Ein belizischer Reisepass gewährt visafreie Einreise in 156 Länder,

darunter natürlich auch der Schengen-Raum.

Wir erheben keine Erbschafts- oder Kapitalertragsteuer.

Bienvenido.

Gracias.

Und was machen wir als Nächstes?

Wir fahren zurück.

Ich würde gern irgendwo was essen. Ich habe Hunger.

Ich war noch nie in Florenz. Gibt es hier ein Lokal?

Bitte steigen Sie ein. Ihre Sicherheit ist das Wichtigste.

Als reichster Mensch der Welt sind Sie eine lukrative Geisel.

Noch bin ich nicht der reichste Mensch der Welt.

Darum werde ich jetzt etwas essen gehen.

Ich setze mich nicht wieder ins Auto. Kommen Sie mit?

- Na los. Wo ist Ihr Lieblingslokal? - Folgen Sie ihm.

Danke.

Eine Pizzeria hätte es auch getan.

Sie werden sich an solche Orte gewöhnen.

Können Sie irgendetwas empfehlen?

Sie sind bekannt für ihre Pasta Carbonara.

- Danke. - 36 Euro für Pasta?

Tun die da Bourbon rein oder so?

Klingt gut. Die nehme ich.

Als Hauptgericht?

Überraschen Sie mich.

Für mich einmal das Risotto, bitte,

und für den Signore die Pasta Carbonara.

Und als Hauptgericht

das Rinderfilet, bitte.

- Für mich den Fisch des Tages. - Grazie mille.

Prost.

Man hält den Stiel, nicht das Glas, sonst wird der Wein warm.

Was wissen Sie über mich?

Die Fotos im Archiv.

Finden Sie das fair?

Ich weiß gar nichts über Sie, und Sie wissen wohl alles über mich.

Gleiche Bedingungen für alle.

Ich darf Ihnen drei Fragen stellen,

und Sie müssen ehrlich antworten.

Zwei.

Na gut, von mir aus. Zwei.

Erste Frage:

Ihre Familie hat das Vermögen jahrhundertelang verwaltet,

ohne dass jemand davon wusste.

Warum haben Sie das Geld nicht behalten?

Niemand hätte je davon erfahren.

Gott schon.

Okay, das ist echt schräg.

Zweite Frage.

Wie oft waren Sie schon hier?

Noch nie.

Ich hab's gewusst!

Wirklich, ich hab's gewusst.

Dieses Restaurant passt gar nicht zu Ihnen.

Sie wollten mir imponieren, stimmt's?

Das ist eine dritte Frage.

Danke.

Verstehe ich das richtig? Das Geld ist nicht für mich.

Ich soll damit die Welt retten, Hunger und Kriege beenden.

Solche Dinge, richtig?

Ich glaube, ich behalte einfach ein paar Millionen

und spende den Rest an die Armen.

- Das wäre eine Möglichkeit, ja. - Aber?

Aber?

Was verstehen Sie unter Armut?

Menschen, die hungern.

Nach Angaben der WHO betrifft das 800 Millionen Menschen.

Und wenn Sie eine Billion durch 800 Millionen teilen,

erhält jeder Mensch 1.250 Dollar.

Glauben Sie, dass Sie so etwas ändern?

Okay, verstehe schon.

Wir sind 500 Jahre weiter.

Also, was würden Sie mit dem Geld tun?

Stimmt irgendwas nicht?

Wir gehen jetzt besser.

Ich sollte mich nicht einmischen. Wir müssen neutral bleiben.

Es ist egal, was ich damit machen würde.

Ich bin nicht die Erbin. Tut mir leid.

- Aber wir haben noch nicht gegessen. - Sollen wir?

Warum habt ihr so lange gebraucht?

Er wollte etwas essen gehen. Er hatte Hunger.

Warum bist du nicht mitgekommen? Bei Lorenzo warst du dabei.

Ich habe immer geglaubt, dass ich das nur einmal tun müsste.

Er ist ein...

sehr gewöhnlicher Mensch.

Susanna macht die besten Ricotta-Mezzelune.

Bessere bekommt man nirgendwo.

Und,

wie fühlt man sich so als der reichste Mensch der Welt?

Hungrig.

Darf ich...

Ja, aber sicher. Nur zu.

Jahrgang 2013.

Ein vollendeter Morellino di Scansano.

Aus dem Keller meines Vaters.

Gregorio Vacchi, Francas Onkel.

- John. - Ich weiß.

Der Mann, auf den wir 500 Jahre lang gewartet haben.

Ich hoffe, ich enttäusche Sie nicht.

Vergessen Sie das.

Nach 500 Jahren sind die Erwartungen so groß,

dass niemand ihnen gerecht wird.

Aber das Warten hat ein Ende.

Jetzt sind Sie da. Und Sie sehen blendend aus.

Und jetzt?

Was haben Sie vor?

Sie meinen, wie ich die Welt retten werde?

Nein, ich meine morgen. Was haben Sie morgen vor?

Ein Schneider kommt, um bei mir Maß zu nehmen.

Die Schneidermeister Marchesi.

Er ist der Schneider meines Vaters.

Ich vermute ja, er war schon der Schneider meines Großvaters.

Das genügt.

Wir machen morgen einen Ausflug.

Wohin?

Nach Florenz.

Zu meinem Schneider.

Buona notte , Sir.

Es hat mich gefreut.

- Andrea. - Gregorio.

- Wie geht's dir? - Gut, und dir?

Ich habe dich gestern beim Golfturnier gesehen.

Das war ein Spaß. Danke.

Gratuliere.

Eine echte Schönheit, nicht wahr?

Würde mir auch stehen, oder?

Es wäre mehr als angemessen für den reichsten Mann der Welt.

Wie viel kostet so was? Eine halbe Million?

Eher eine Million.

So was kann man nicht einfach kaufen. Nur Stammkunden bekommen so ein Auto.

Oder Familie und Freunde.

Andreas Vater war mit Piero Ferrari auf der Schule.

Ja, so sieht es aus.

Aber für den doppelten Preis überlegt er es sich vielleicht.

Wer?

Andrea.

Ich kann mit ihm sprechen.

Abgefahren.

Für das Geld bekommt man in Berlin einen ganzen Palast.

Mein Freund, für die Auswahl des Anzugstoffs und Schnitts

haben wir ungefähr zwei Stunden benötigt, richtig?

Wissen Sie, um wie viel Ihr Vermögen in der Zeit angewachsen ist?

Um neun Millionen.

Sie müssen lernen, in anderen Dimensionen zu denken.

Weißt du, John.

Geld macht keinen anderen Menschen aus dir.

Und auch keinen besseren.

Aber was man mit seinem Geld macht,

zeigt, wer man wirklich ist.

Hey, Jungs, wo wart ihr? Wir haben euch gesucht.

Was soll der Mist?

Scherz beiseite. Hier ist alles gut.

Sieh an, Sie haben es geschafft.

Diese Leute belügen Sie. Sie sind in Gefahr.

Was?

Es gab einen Unfall weiter oben auf der Straße.

Nicht hinsehen.

Hey, John.

Dort treffen wir uns morgen früh um sechs.

Los, wir fahren weiter.

Was gibt's denn?

Verzeihen Sie.

Es geht um Signor John. Wir können ihn nicht finden.

Was?

Was zur Hölle hat er angestellt?

Er ist verschwunden.

- Wohin verschwunden? - Ein Fahrrad ist fort.

Such ihn. Geht ihn suchen.

Was ist hier passiert?

- Die überwachen dich. - Was?

Wir haben keine Zeit. Sie sind schon auf dem Weg hierher.

Komm mit.

Moment. Wer zum Teufel ist Lorenzo Fontanelli?

Sollte er das Geld vor mir erben?

Er ist tot, stimmt's?

Verdammt!

Die sagen, dass es ein Unfall war, aber das ist gelogen.

Lorenzo war mein Bruder.

Wer sind Sie?

Ich bin Polizistin in Friaul.

Nach Enzos Tod habe ich mich freistellen lassen.

Die Vacchis kennen mich nicht.

Ich habe mich unter falschem Namen für deren Security beworben.

Ich muss beweisen, dass jemand die Erben tötet,

um das Vermögen und die damit verbundene Macht zu kontrollieren.

Fürchten sie diese Macht?

Wenn ich weiß, wer nach Enzo und dir kommt,

finde ich vielleicht seinen Mörder.

Es muss einer der Erben sein.

Ich muss zurück. Benetti darf mich hier nicht sehen.

Bitte, John.

Hilf mir.

Ich kenne nur einen Namen.

Kenji Takahashi aus Osaka.

- Er ist nur drei Tage älter als ich. - Und danach?

- Irgend so ein Typ aus Paris. - Paris.

Wie heißt er?

Keine Ahnung.

Danke. Wir müssen von hier weg.

Was...

Ja, ich weiß den nächsten Namen.

Ja, er ist hier bei mir.

JEDER TAG IST "TAG DER ERDE"

Ich habe dir gesagt, dass du für etwas Besonderes bestimmt bist.

Aber zuerst

musst du verstehen, wer du bist

und woher du kommst.

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