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Original subtitles

SUMY, UKRAINE

19. MÄRZ 2022

Ruhm der Ukraine! Guten Abend!

Danke fürs Kommen!

Ich freue mich, dass ihr alle gesund seid.

Ist es für euch in Ordnung, wenn hier ab und zu geflucht wird?

Humor ist dieser Tage ein seltenes Gut.

Die Leute lachen schon, wenn ich nur "fluchen" sage.

Versteht ihr, wo ihr seid?

In einer Comedyshow mitten im Krieg.

Eine bessere Kombination gibt es nicht.

Ich bitte jetzt unseren ersten Komiker auf die Bühne.

Seid ihr bereit?

Einen großen Applaus für Ilya Gluschtschenko!

Ein weiterer Mythos wird vor unseren Augen zerstört.

Der Mythos, dass die russische Armee die zweitmächtigste der Welt ist.

Im Internet nennt man sie "Orks", aber das passt nicht so ganz.

Orks sind furchterregend.

Die russischen Soldaten wirken eher wie Oompa Loompas auf Badesalz...

Wenn's hochkommt.

Die russische Armee

hat bereits 14.000 Bewerbungen für den Darwin-Preis eingereicht.

Wer ihn nicht kennt: Das ist der Preis für die dümmste Art zu sterben.

Diese Leute haben solche Angst davor, frei zu sein, dass sie,

anstatt sich selbst zu befreien, uns befreien wollen.

Nicht von den sogenannten Nazis,

sondern von unserem Eigentum, unseren Häusern, unseren Leben.

Niemals in der Geschichte haben Sklaven freie Menschen befreit.

Wir werden gewinnen. Ruhm der Ukraine!

Ruhm den Helden!

Gelegen zwischen Europa, Asien und dem Nahen Osten

hat die Ukraine die ideale Lage, um der Brotkorb der Region zu sein.

Die Identität der Ukraine entstand vor zwölfhundert Jahren,

als sich der mittelalterliche Staat der Kiewer Rus um Kiew herum bildete.

Die Kiewer Rus war wesentlich, um Batu Khan und die Goldene Horde

aufzuhalten und die Invasion Europas vor 1.000 Jahren zu stoppen.

Vor 700 Jahren versammelten sich in der Ukraine kosakische Gruppen,

die von den Prinzipien der Freiheit und freien Wahlen angezogen wurden.

Diese ukrainischen Kosaken waren zunächst mit Moskau verbündet.

Aber um das 17. Jahrhundert herum mussten sie die Ukraine

gegen Moskau verteidigen.

100 Jahre später

wurde dieses reiche Land zwischen Russland und Österreich-Ungarn aufgeteilt.

Aber die ukrainische Kultur hatte sich durchgesetzt.

Während der russischen Revolution 1917

wird die Ukrainische Volksrepublik gegründet.

Aber sie kann sich nicht gegen die Bolschewiken verteidigen.

1922 wird die Ukraine also Teil der UdSSR.

Die Sowjets tun alles, um die Ukrainer ihrer Identität zu berauben.

Die Ukrainer erlebten Schreckliches,

wie die sowjetisch gewollte Hungersnot von 1932 und 1933,

auch Holodomor genannt,

die sowjetische Annexion der Westukraine 1939

und die Deportation der Krimtartaren 1944.

Während des Zweiten Weltkriegs

kämpften die Ukrainer an der Seite der Anti-Hitler-Kräfte gegen die Nazis.

Die Nazis töteten im Babyn-Jar-Tal bei Kiew Tausende Juden.

Nach dem Krieg war die Ukraine eine der Mitbegründerinnen der UN.

Während der Perestroika gewinnt die nationale Bewegung an Schwung

und die Ukraine erklärt 1991, während des Zerfalls der Sowjetunion,

ihr Unabhängigkeit.

Seither kämpft die Ukraine

für ihre Unabhängigkeit und gegen den Druck und Einfluss aus Russland.

Ich weiß noch, mein Handy klingelte...

und fiel unter das Bett. Ich bin durch das Summen aufgewacht.

Dann hörte ich die Explosionen draußen vor dem Fenster.

Draußen irgendwo sehr weit weg

und mir wurde klar: Es ist Krieg!

Verdammt!

Noch ein Flugzeug.

Hast du das gesehen?

Sie fliegen direkt über die Häuser, diese Arschlöcher.

Sie fliegen in Richtung Flughafen.

So schießen diese Bastarde auf Zivilisten.

Das ist es, was unser "Bruder", der russische Aggressor, macht.

Bastarde.

Wozu? Wozu?

In den letzten 24 Stunden wurde sehr deutlich,

dass die Ukrainer den Russen waffentechnisch unterlegen sind.

Wir wussten das, wir erwarteten einen gewissen Widerstand,

aber die Russen stoßen schnell vor.

Sie bombardieren uns.

Es war sehr laut. Wir haben die Nachrichten gesehen.

Es hieß, die Lage in Butscha sei sehr ernst.

Die russischen Soldaten rücken zwischen den Häusern vor.

Das Schwierigste für mich ist, meinen Vater zurückzulassen.

Wir hoffen, dass alles gut wird.

Rada, sag ihnen, dass alles gut wird.

Alles wird gut.

Etwas lauter.

Alles wird gut.

Du meine Güte.

Ich bin aus Russland und lebe seit einigen Jahren in Kiew.

Ich habe noch meinen russischen Pass.

Als ich aufwachte, war es nicht MEIN Land, das in der Ukraine eingefallen ist,

sondern es war MEIN Land, das von Russland überfallen wurde.

Für mich stellt das

keinen Loyalitätskonflikt dar.

Ich verstehe sehr gut, was hier weiß und was schwarz ist.

Zur Zeit meiner Großeltern

gab es ein Lied, das jeder kannte, der in der Sowjetunion aufgewachsen ist:

"Am 22. Juni um Punkt 4 Uhr

fielen die Bomben auf Kiew Es wurde uns mitgeteilt, es ist Krieg."

Am 22. Juni

um Punkt 4 Uhr

fielen Bomben auf Kiew Es wurde uns mitgeteilt,

Es ist Krieg.

Ich weiß nicht, ob es Absicht war,

aber es war genau um diese Zeit.

Die Luftangriffe fingen an,

die Russen begannen, uns zu bombardieren, ihre Truppen überquerten die Grenzen

und wir wachten in einer anderen Welt auf.

Es ist einfach furchtbar.

Wir suchen unsere Tante.

Sie war hier Freiwillige.

Wir finden sie nirgendwo.

Wir waren in der Leichenhalle, haben alle Krankenhäuser angerufen.

keine Eile da drüben

Mach die Augen zu.

- Gibt es Verletzte? - Ich weiß nicht.

Alles ist abgebrannt. Ich glaube, Vika konnte sich retten.

Seht, was diese Faschisten getan haben! Dieser idiotische Mann!

Kann ihn denn niemand auf der Welt aufhalten?

Diese Idioten, der eine sitzt in Belarus, der andere in Russland.

Kann niemand sie aufhalten?

Ich habe beschlossen, eine Spezialoperation durchzuführen.

Wir zielen auf die Demilitarisierung und Entnazifizierung der Ukraine ab.

Präsident Putin hat den Beginn einer Spezialoperation bekanntgegeben,

um die Ukraine als Teil Europas zu demilitarisieren und zu entnazifizieren.

Die historischen Erfahrungen lehren uns,

dass die Entnazifizierung nur mit Gewalt

und nur von außen durchgeführt werden kann.

Das ist es, was nun begonnen hat.

Russland nimmt sich dieser Aufgabe an,

Europa erneut vom Nazismus zu befreien.

Wir werden das ukrainische Volk befreien.

Der Nazi-Abschaum muss zur Vernunft gebracht werden.

Was die Propaganda betrifft,

geht das schon lange so.

Putin startete seine Kampagne zur Unterdrückung

sämtlicher Massenmedien, bis auf seine eigenen, vor allem das Fernsehen.

Zu Beginn des Krieges

wurden alle Medien in Russland verboten, einschließlich Internet und Zeitungen.

Man sieht keine russischen Reporter oder russischen Zeitungen,

die den Krieg nicht unterstützen.

Wir werden unsere Waffen nicht niederlegen.

Wir werden unseren Staat verteidigen.

Unsere Waffen sind unsere Wahrheit.

Unsere Wahrheit ist, dass das hier unser Land ist,

es sind unsere Kinder, und wir werden das alles verteidigen.

Ich war gerade auf Heimaturlaub von der Front im Donbass.

Das war sechs Tage, bevor das alles anfing.

Ich hatte keine Möglichkeit, meine Vorgesetzten zu kontaktieren

oder zurück an die Front zu gehen.

Also schloss ich mich der Territorialverteidigung an.

Ich wollte etwas Nützliches tun, anstatt zu Hause zu sitzen

und zu überlegen, was ich tun könnte.

Ich habe schon 2014-2015 gekämpft.

Das Wichtige ist, dass wir den Willen haben, sie zu besiegen.

Unser Wille ist stark.

Da brennen sie, die Bastarde.

Russische Panzer auf unserem Land.

So werden sie überall brennen,

in jeder Ecke der Ukraine.

Ruhm der Ukraine.

Russen sind in Charkiw nicht willkommen.

Der plakativste Moment, als der Krieg anfing,

war, als die Ukrainer...

Ich war besorgt, dass sie den Besatzer einfach akzeptieren würden.

Besatzer!

Ich glaube, viele Menschen waren so schockiert,

dass ihnen nicht klar war, dass sie Angst haben sollten.

Stattdessen waren sie wütend.

Der Mensch, der sich vor den Panzer des Besatzers wirft, ist sehr wütend.

Das ist berechtigte Wut.

Und was außer Wut gibt es noch? Ein moralisches Recht, es zu tun!

"Das ist mein Land! Du kommst mit deinem stinkenden Panzer in mein Land?

Nein."

Geht nach Hause! Geht nach Hause! Geht nach Hause!

Wahrer Mut ist, wenn man Angst hat und trotzdem handelt.

Ich finde es toll, dass die Menschen diese Stärke hatten.

Berdiansk ist ukrainisch! Berdiansk ist ukrainisch!

Der Buchstabe "V", verdammt.

Sie kommen mit "V" und "Z" hierher. Hurensöhne.

Vladyslav Valentinovich Minchenko

aus Butscha, Maler und Tattookünstler.

Sie richteten im Zentrum von Butscha einen Kontrollpunkt ein.

Eine weitere Kolonne mit dem Buchstaben "V" kam von dieser Seite.

Sie fuhren lange Zeit umher.

Sie fuhren Runde um Runde, dann hielten sie an.

Ich flippte aus und warf von meinem Balkon aus zwei Molotow-Cocktails auf sie.

Ich bereitete sie in diesem Moment vor!

Ich habe sogar ein Video davon.

Als ich die Cocktails mixte, hörte ich Schüsse.

Danach hörte ich auf zu filmen.

Verdammter Ruhm der Ukraine! Tod den Feinden! Das ist der einzige Weg.

Ich mixte sie gerade, als... Schüsse! Also warf ich sie von meinem Balkon.

Die "Russische Welt" in Flammen.

Das alles ist Butscha.

Streitkräfte der Ukraine, gut gemacht!

Das Gefühl von gemeinschaftlicher Hilfe ist wirklich inspirierend.

Allein zu Hause

hast du das Gefühl, die ganze Welt bricht zusammen.

Aber wenn du hierherkommst und gemeinsam anpackst,

ändert sich alles.

Mein Sohn ist 19 Jahre alt, er ist bei der Territorialverteidigung.

Für Jungs wie ihn müssen wir jetzt diese gepanzerten Westen nähen.

Der Junge hat noch nichts von der Welt gesehen,

bekommt aber ein Maschinengewehr in die Hand gedrückt.

Er hat Angst, aber er sagte zu mir:

"Mama, mein Onkel ist dort, und ich werde auch hingehen.

Wer, wenn nicht wir Männer, soll euch beschützen?"

Es ist sehr beängstigend. Wirklich sehr beängstigend.

Bevor dieser Krieg begonnen hat, gab es den Krieg für mich

nur in Filmen, in den Nachrichten.

Es schien, als wäre Krieg etwas, das mir niemals widerfahren würde...

Ich konnte es mir nicht vorstellen: ein Krieg im Herzen Europas.

Hier ist unsere Sortieranlage.

Hier wohnen Menschen.

Hier lagern wir unser medizinisches Material.

Wir versorgen große Krankenhäuser oder auch Studentenheime.

Gerade kam eine Anfrage

für 120 Menschen, die sich in einem Keller verstecken und nicht herauskönnen.

Darunter sind auch Schwerverletzte.

Ich bin unglaublich stolz darauf, wie geeint wir sind.

Wie schnell wir reagiert haben.

Wie talentiert und fähig jeder einzelne ist.

Ich bin sehr stolz darauf, Ukrainer zu sein.

Der Krieg hat uns keine Wahl gelassen.

Wir sind alle im Krieg, wir sind alle davon betroffen.

Es besteht die Gefahr von Raketenangriffen im ganzen Land,

Man kann sich nirgendwo verstecken.

Los!

Wir rennen zu einem Keller.

Wo ist er? Wo ist dieser Keller?

Wo, wo?

Was ist der Unterschied zwischen denen, die für den Krieg bereit und fähig sind,

und denen, die es nicht sind?

Ich weiß, dass ich meine Arbeit tun muss.

Wir müssen schnell runter in den Keller.

Für mich war es leichter als für viele andere.

Ich wusste, was ich tun musste.

Ich muss die Nachrichten bringen.

Guten Abend.

Wir sind da.

Gutes Timing, was?

Man geht in die U-Bahn

und es gibt Menschen, die zu einem hinlaufen und sagen:

"Danke, dass ihr hier seid!

Dass ihr uns nicht verlassen habt!"

Wir haben Kennzeichen, die für Stabilität stehen.

Wenn es Brot gibt, ist alles in Ordnung.

Wenn es Kraftstoff gibt, ist alles in Ordnung.

Wenn die Nachrichten erscheinen, ist alles in Ordnung.

Ich bin verantwortlich für: "Wenn es Nachrichten gibt, ist alles in Ordnung."

Ich arbeite in der Nähe, hier habe ich Brot und Tomaten gekauft.

Auch wenn etwas zerstört wurde, das uns am Herzen liegt,

glaube ich, dass alles hier wieder aufgebaut werden kann

und dass hier eines Tages wieder Menschen leben.

Auch schlechte Nachrichten, die niemand hören möchte,

müssen erzählt werden.

Wir bleiben bei euch, wir gehen nicht weg.

Das ist ein großes Verbrechen der Russen an der Ukraine.

Das vierte Verbrechen

nach den drei menschengemachten Hungersnöten, den Holodomoren.

Zuerst stehlen sie unser Getreide,

dann verbrennen sie unser Getreide, dann hindern sie uns daran, es zu ernten,

und jetzt zerstören sie die Orte, an denen wir unser Getreide lagern.

Verdammt...

Ist das der Ausgang?

Los!

Unter die Brücke!

Unter die Brücke, schnell!

Oma, du musst am Leben bleiben. Alle müssen am Leben bleiben.

Wir alle müssen am Leben bleiben.

Passt auf euch auf. Ich helfe jetzt der nächsten Gruppe.

Beschuss!

Auf den Boden!

Wir müssen rennen.

Schneller, Leute, schneller!

Sie schießen! Schneller!

Schneller, schneller, bitte!

Wir haben die Kinder, Toten und Zivilisten entfernt.

Scheiße! Scheiße!

Scheiße!

Wir müssen ein Stück rennen.

Sie beschießen uns!

Ganz ruhig, Kosake, alles wird gut.

Hey!

Wir treffen uns an einem guten Ort.

- Ich bin froh, dich zu sehen! - Ich auch.

- Wir werden es den Russen zeigen. - Auf jeden Fall!

Alles wird gut.

Wir kamen in einem Evakuierungszug, der Menschen aus Kiew hierherbrachte.

Wir sahen, dass der Zug nach Polen fuhr, also stiegen wir ein.

Dort wird viel bombardiert.

Wir dachten, es würde bald aufhören,

aber es wurde immer schlimmer.

Wir brauchen Hilfe.

Wir konnten fliehen, aber dort sind kleine Kinder und alte Menschen,

die nicht fliehen können. Alle sind unter Bombardement geblieben.

Ich bin etwas schockiert.

Schockiert.

Die Menschen in Russland denken, es ist okay!

Sie verstehen nicht, dass wir getötet werden.

Sie verstehen nicht, dass wir vernichtet werden.

Sie unterstützen Putin.

Wie 2014,

als die Ukraine mit der europäischen Integration begann. Damals begann alles.

Er will nicht, dass die Menschen... Alle sollen Leibeigene werden.

Russische Leibeigene. Und das wollen wir nicht!

Wir wollen Teil Europas sein. Wir wollen in einer Demokratie leben.

Ich habe eine Oma, sie ist 97 Jahre alt.

Sie hat den Zweiten Weltkrieg und den Holodomor erlebt.

Mein Vater sagt ihr nicht, dass wieder Krieg herrscht.

Das würde sie nicht überleben.

Sie hat das überlebt, als sie jung war.

Jetzt hat sie Enkel, Kinder.

Sie wird die Tatsache nicht überleben, dass wieder Krieg ist,

dass Russland wieder einen Krieg begonnen hat.

Es ist sehr schmerzhaft.

Ich vermisse sie sehr.

Es war bereits Nacht und wir sollten um 22 Uhr eine Live-Sendung drehen.

Auf dieser Station liegen Tetyana und Kateryna Vlasenko.

Wie durch ein Wunder überlebten sie die Flucht aus Vorzel.

Ich kam beinahe zu spät zur Live-Sendung,

weil wir nicht aufhören konnten, mit ihnen zu sprechen.

Ich lebe in Vorzel, aber ich wurde auf der Krim geboren.

2014 zogen wir

wegen der Situation auf der Krim um.

Wir wollten keine russischen Staatsbürger werden und kamen hierher.

Wir zogen in die friedliche Stadt Vorzel. Sehr friedlich.

Dort gibt es nichts, das Putin braucht.

Ich dachte, dort würden sie nie hinkommen.

Wir blieben in unserem Haus, bis es zu spät war.

Eines Tages begannen die Russen, Vorzel schwer zu bombardieren.

Eine Granate flog in unseren Hinterhof und zerstörte alle hinteren Fenster.

Eines Tages überprüfte meine Mutter die Lage im Ort.

Niemand war draußen, keine Panzer, keine Soldaten.

Wir stiegen ins Auto:

Mein kleiner Bruder, er war acht, ich, sechszehn,

Papa und Mama. Und die Katze war bei uns. Wir wollten gemeinsam fort.

Als wir unsere Straße verließen,

wurde unsere Windschutzscheibe zweimal getroffen. Zwei Schüsse.

Papa hielt sofort an. Niemand war verletzt.

Er sagte: "Nicht schießen! Hier sind Kinder!"

Ein russischer Soldat winkte und sagte: "Okay, ihr könnt fahren."

Papa fuhr weiter

und sofort fielen Schüsse von allen Seiten, Gewehrsalven.

Meine Lunge wurde getroffen, vier Rippen sind gebrochen.

Mein ganzer Rücken war verunstaltet, alles zerfetzt, mein Knie hier...

Igor, mein jüngerer Bruder, war unverletzt.

Ich weiß nicht wie,

ich habe ihn wohl mit meinem Körper bedeckt.

Einer von ihnen begann, mit uns zu sprechen, wahrscheinlich der Befehlshaber.

Er sagte: "Sie verstehen nicht, wir hatten den Befehl,

auf alles zu schießen, das sich bewegt. Was, wenn ihr Nazis seid?

Nazis, die uns mit Bomben bewerfen?"

Ich sagte: "Sehen Sie sich meine Kinder an. Sehen sie wie Nazis aus?

Sehen Sie mich an, wer von uns sieht wie ein Nazi aus?"

Der kleine Igor fing an, die Russen zu beschimpfen,

sodass sie Angst bekamen.

Ein kleiner achtjähriger Junge schrie sie an:

"Ihr Russen, ich hasse euch alle, warum tötet ihr meine Schwester?"

Er ist ein kleines Kind.

Er hätte das nicht fühlen

oder sagen sollen, er hätte das nicht sehen sollen.

Er sah mich praktisch vor seinen Augen sterben.

Er sah es... Er saß... Natürlich hatte er Angst.

Irgendwie drangen wir zu dem Soldaten durch

und er sagte: "Okay, ich werde euch helfen, ihr könnt weiterfahren."

Ein echter Krieg ist, wenn...

Wie bei der Familie Vlasenko, wenn ein kleiner Junge

den Besatzer anschreit und ihm sagt, dass er ihn hasst.

Es ist das eine, wenn du nicht weiß, wer schießt.

Aber wenn ein kleines Kind dich hasst und es dir sagt...

Du bist ein großer Mann mit Gewehr,

mit einem Maschinengewehr, mit einem Panzer, das alles,

aber ein Kind, das du im Nu mit eigenen Händen töten kannst,

es hasst dich! Dieses kleine ukrainische Kind!

Das ist echter Krieg!

Vor dem Krieg arbeitete ich als Fotojournalist.

In der Nacht vom 23. auf den 24. Februar fuhren wir gerade nach Mariupol.

Es war klar, dass Mariupol auf dem Landweg zur Krim lag.

Wenn es Krieg geben sollte, würde Mariupol als Erstes getroffen.

Es ist der zehnte Tag des Kriegs in der Ukraine.

Mariupol ist besetzt, aber das ukrainische Militär

wird die Stadt nicht verlassen und sie bis zum Ende verteidigen.

Wir brauchen einen Fluchtkorridor.

Das liegt nicht an uns. Ich kann euch das nicht versprechen...

Das war ein Treffer!

Keine Evakuierung?

Ja, wir wollten euch warnen, damit ihr nicht unter Beschuss gerät.

Hört ihr es nicht?

Alle sind so freundlich. Was können wir noch tun?

Eine Blockade Mariupols.

Niemand hat eine Evakuierung angekündigt.

Trotzdem versammeln sich täglich Menschen in der Nähe der Stadtverwaltung.

Es gibt hier sowieso nichts zu tun.

Deshalb wollen alle nur noch weg.

Wir haben kein Wasser, kein Gas, kein Licht, keinen Strom.

Natürlich keine Heizung und keinen Mobilfunk.

Das sind unsere Jungs. Nein, doch nicht... Ich erkenne keinen Unterschied mehr.

Wir haben uns Wasser aus einer Pfütze geholt.

Kochen kann man nur noch draußen. In den Wohnungen ist es saukalt.

So hilft Russland uns.

Flugzeug!

Verdammt! Streubomben!

Papa, bist du drin?

Ja.

Hat Petya es geschafft?

Papa, ich ertrage es nicht mehr.

Sie begannen mit gezieltem Beschuss, Wohnblock für Wohnblock.

Wir konnten vom Fenster aus sehen, wie ein Wohnblock zerstört wurde,

der nur einen halben Kilometer entfernt lag.

Dann der nächste Wohnblock. Dann das Wohnhaus gegenüber.

Die Granate schlug direkt in unser Haus ein.

Nicht ein einziger Splitter hat meine Mutter getroffen.

Alle Splitter wurden von der Mauer abgefangen.

Die Schockwelle warf meine Mutter gegen meine kleine Schwester.

Ich bin Makar.

Komm her, sie schießen.

Ich bin Makar. Heute bin ich 7 Jahre alt.

Das ist mein Zuhause.

Das ist mein Zuhause.

Vielen Dank hierfür an die Retter aus Russland!

Von jenem Tag an wohnten wir im Keller.

Die Granate traf die Wohnung nebenan. Dort lebten drei Erwachsene.

Die Menschen sitzen in Luftschutzbunkern

und halten die Köpfe unten, damit sie nicht sterben.

#IJe länger die Absätze, #Idesto kürzer der Rock

#IRoter Lippenstift hinterlässt #IAbdrücke auf dem Glas (Ah!)

#IRosa Pullover, weiße Schuhe

#IIch bin kein einfaches Mädchen, #Isondern ein Model

#IIn der Schule sagen sie, #Iich muss schlauer werden (Hä?)

#IIch schaue gerne Ballett im Fernsehen #I(Ha!)

#IUnd ich weiß, wie man Dollar tauscht

#IMehr muss ich #Iauch nicht wissen (Aha!)

#IPapas Pistole in der Tasche, #IFellmantel, Stiefel, Regenjacke

#IDas ist mein Erbe, #Iich bin eine Prinzessin aus der Taiga

#IHerr Chruschtschow #Ihat diese Hütte für mich gebaut

#IDamit deine mitgiftlose Braut #Idich vermisst

Die Ukraine hat nicht aufgegeben.

Sie gibt nicht auf.

Sie wird nicht aufgeben.

Wir suchen nach einer diplomatischen Lösung, aber bis dahin

werden wir uns selbst opfern, um unser Land und unser Volk

gegen den russischen Aggression zu verteidigen.

Mama, alles ist in Ordnung.

Wehe, du bewegst dich. Ich bitte dich!

Du bist das Wichtigste für mich.

Wir versuchten, die Patienten so aufzustellen,

dass es möglichst sicher für sie war,

wir ihnen jedoch gleichzeitig helfen konnten.

Wir versuchten, die Betten so nah wie möglich an der Wand

und so weit weg wie möglich von den Fenstern und Geräten aufzustellen.

Wir waren im Grunde nicht vorbereitet.

Die Ressourcen, die wir hatten,

waren für die Hilfe in Friedenszeiten gedacht.

Ich sah Menschen, die sehr schnell rannten,

und hörte in der Nähe einen sehr lauten Knall.

Ich drehte mich um und sagte: "Das verheißt nichts Gutes."

Wir fuhren in einen Hinterhof und parkten den Wagen.

Ich sagte: "Überall scheint es zu brennen.

Gehen wir hin und schauen uns an, was passiert."

Wir kamen nicht weit,

denn wir hörten einen Kampfjet und ein paar Explosionen in unserer Nähe.

Es gab einen Luftangriff direkt in der Nähe der Entbindungsklinik Nr. 3.

Schickt alle Krankenwagen, die ihr habt!

Das ist Artilleriebeschuss.

Es ist ein Geburtskrankenhaus.

Sie hat gestern entbunden.

Alles wird gut.

Geht es dir gut? Arme, Beine, alles okay?

Mir geht's gut. Aber meine Mutter... Mama!

Was ist mit deiner Mama?

Geh rein. Geh rein!

Beruhigt euch! Keine Panik!

Vorsichtig.

Die Menschen rannten raus, schockiert von der Zerstörung.

Sie trugen verletzte Menschen aus dem Gebäude.

Es gab eine Frau, die so schwer verletzt war, dass sie sie tragen mussten.

Wo bringen wir sie hin?

Wir erfuhren, dass die Frau auf der Trage, die wir gefilmt hatten,

später verstorben ist.

Leute, passt auf, wo ihr hintretet.

Vorsicht!

Wir leben angeblich im 21. Jahrhundert, aber wir kämpfen wie im Mittelalter.

Warum?

Ruhm den Helden!

Ukraine, steh auf! Fordere Europa!

Für mich ging es auf dem Maidan von Anfang an um Gerechtigkeit.

"Die Ukraine ist Europa!"

Die Idee der Gerechtigkeit stellte eine echte Bedrohung für das Regime dar,

das mit der Unterstützung Russlands existierte

und die Interessen der Russischen Föderation in der Ukraine priorisierte

anstelle der des ukrainischen Volkes in der Ukraine.

Ruhm der Ukraine! Ruhm den Helden!

Ich bin nicht auf dem Maidan herumspaziert und habe: "Tötet die Russen!" gerufen.

Das einzige, was wir gerufen haben, war: "Lasst uns in Frieden leben!"

Ich weiß noch... das war übrigens ein sehr cooler Moment des Maidans...

als wir verstanden, dass der Maidan nie enden wird,

dass der Maidan nie endet.

Nachdem Janukowitsch geflohen war, fielen all diese prorussischen Parteien

und der prorussische Teil der Regierung auseinander.

Wir dachten: "Zum Glück, es ist vorbei."

Aber nein, es war nur der Anfang.

Ich bin keine Politikerin und ich bin keine Expertin,

aber mir kam es so vor, als hätten die Abwesenheit

einer russischen Marionettenregierung in der Ukraine

und die Erkenntnis, dass die Ukraine sich von Russland distanziert,

Putin dazu gebracht, alles auf eine Karte zu setzen.

Es erscheint mir, dass der Maidan...

ein Punkt war, an dem es kein Zurück mehr gab.

Die Krim ist nicht Russland! Die Krim ist nicht Russland!

Die größte Macht Russlands auf der Krim war die Regierung,

die komplett prorussisch war.

Ebenso die Exekutivbehörden und die Strafverfolgungsbehörden.

Das sind Menschen, die den Zugriff auf Ressourcen

und die Entscheidungsgewalt haben.

Das manifestiert sich entsprechend auf der Ebene der Bürokratie.

Die jungen Menschen

waren nicht proukrainisch, es waren einfach junge Ukrainer,

keine jungen Russen oder sonst jemand.

Russland! Russland!

Warum unterstützten einige Menschen auf der Krim Russland?

Nun, es ist hauptsächlich die ältere Generation.

Sie denken, Russland sei immer noch wie die Sowjetunion, als sie jung waren.

Aber das war nicht gut, weil es die Sowjetunion war,

sondern weil sie jung waren.

Es gab so viele prorussische Verräter im Parlament der Krim.

Sie begannen sofort, ein Referendum abzuhalten,

um so schnell wie möglich Russland beizutreten.

Das ist unser Territorium, das sind russische Menschen.

Die Krim und Sewastopol gehören wieder zu Russland.

Der historischen Gerechtigkeit wurde Genüge getan.

Tatsächlich begann der Krieg 2014.

Damals schaltet die Propaganda einen Gang höher.

Innerhalb Russlands wurde der Hass auf die Ukraine ganz offen geschürt.

Und jetzt zur Ukraine.

Rufe nach einem Verbot der russischen Sprache werden laut.

Sie töten Frauen und Männer.

Sie lassen Kinder als Waisen zurück.

Sie töten ihre eigenen Leute.

Es ist ein wahrer Genozid.

Die russische Propaganda war ein ernsthafter Katalysator,

Beschleuniger der Ereignisse.

Sie mussten die Ukrainer spalten.

Sie mussten Mechanismen finden, die sie spalten würden.

Zunächst finanzierte Russland die anti-ukrainische Stimmungsmache

in der dicht besiedelten und industrialisierten Ostukraine.

Später lieferten sie Waffen

und militärisches Personal an die separatistische Bewegung

in den Regionen Donetsk und Luhansk.

Nein zum Krieg! Nein zum Krieg!

Nein zum Krieg! Nein zum Krieg!

Freiheit für die Ukraine!

Wisst ihr, wir müssen sagen: "Nein zum Krieg!"

Wir müssen sagen: "Genug von diesem Wahnsinn!"

Wir müssen sagen: "Russland und die Ukraine ohne Putin!"

Russland und die Ukraine ohne Putin!

Das hier ist ein Antikriegsmarsch und eine Antikriegsdemonstration.

Das hier ist eine Demonstration gegen Putins Wahnsinn.

Eine Demonstration für unsere nachbarschaftlichen Beziehungen

mit den verwandten Völkern der Ukraine.

Meiner Meinung nach ist das, was er tut, ein Desaster für Russland

und alle Bürger unseres Landes.

Seht euch das an!

Die russische staatliche Nachrichtenagentur verkündet gerade,

dass der bekannte russische Oppositionsführer Boris Nemzow

von einem unbekannten Täter erschossen wurde und starb.

"Wer ist als Nächstes dran?"

Der Krieg in der Ukraine war nie vorbei, das ist eine wichtige Tatsache.

Er war nur auf die Gebiete im Osten begrenzt.

Die Krim, die uns gewaltsam genommen wurde...

Aber der Krieg war nie vorbei,

er war nur ein kleiner Teil unseres Staates, unseres Landes.

Ich kam im Juni 2014 an die Front.

Ich erinnere, dass wir morgens,

wenn es sonnig war,

in einen der zerstörten Hangars gingen,

solange es ruhig war.

Ein Hangar, der von Splittern von Geschossen völlig durchlöchert war.

Und wenn die Sonne im dunklen Hangar unterging,

war es, als würde man die Sterne in einem Planetarium sehen.

Sterne durch die Löcher der Splittern von Geschossen zu sehen,

das ist es, was es heißt, menschlich zu bleiben.

Das ist im Krieg die wichtigste Kunst.

In einigen Minuten wird das Feuer dichter und schwerer.

Der Feind ist nah.

Nach unseren Informationen haben sie einen Spähtrupp in der Nähe.

Wir werden sie herzlich willkommen heißen.

An der Front ist nicht für alle Platz.

Wenn sie nach der Schlacht frei sind gehen sie in den Unterschlupf.

Das ist das Paradoxe am Krieg.

Alles kann passieren, aber die Show muss weitergehen.

Es ist schwer zu verstehen, was Krieg bedeutet.

Er ist kein Teil der Welt,

in der wir leben möchten.

Ich verstehe, dass, obwohl es uns alle betrifft,

der Krieg für den größten Teil der Ukraine unverständlich bleibt.

Und es ergibt Sinn,

denn man kann sich verbrannte, völlig zerstörte Städte nicht vorstellen.

Ich zum Beispiel kam nach Mariupol, um das Leben zu genießen!

Letztes Jahr war Mariupol die Kulturhauptstadt der Ukraine.

Es ist eine Stadt am Meer, an einem sehr warmen Meer.

Eine lebenswerte Stadt.

Als die Stadt fast völlig zerstört war,

gab es nur einen Ort in Mariupol, der nicht besetzt war.

Das war das Asovstal-Werk.

Mein Mann und ich kommen aus Mariupol das ganze Leben da gelebt.

Er arbeitete seit etwa drei Monaten bei Asovstal.

Davor war er bei der Marine, er war im Krieg von 2014 dabei

und auch auf dem Maidan.

Als unser Sohn geboren wurde, wollte er den Beruf wechseln,

um mehr Zeit bei der Familie zu sein.

Aus diesem Grund hatte er angefangen, bei Asovstal zu arbeiten.

Asovstal ist eine Stadt in der Stadt.

Es ist ein System aus Bunkern, ein System aus Kellern.

Wie andere Unternehmen in der Sowjetunion

wurde es während des Kalten Kriegs gebaut.

Es gab einen ganzen Vorrat an Lebensmitteln und Wasser,

der mehrere Wochen ausreichen würde.

Am 25. Februar begannen Bomben in der Nähe unseres Hauses zu fallen.

Uns wurde klar, dass es keine andere Option gab.

An diesem Abend holten wir meine Eltern ab und fuhren nach Asovstal.

Mein Mann schloss sich dem Asov-Regiment an, um Asovstal zu verteidigen.

Das Militär hielt ihren Aufenthaltsort geheim.

Zivilisten versteckten sich in anderen Bunkern.

Wir wurden ständig bombardiert.

Flugzeuge flogen vorbei, dann beschossen sie uns von Schiffen aus.

Wenn die Schiffe aufhörten, begann die Artillerie zu schießen.

Wenn die Artillerie aufhörte, begann der Nahkampf...

Maschinengewehrsalven.

Wir brachten etwas Essen für die Kinder.

Hallo!

Hey, wir haben Geschenke.

Hallo!

KINDER

Hallo! Hey!

Hallo!

Hallo!

Hallo, wir haben Geschenke für euch.

Können wir das hierhin legen?

Rufen Sie die Kinder.

Kommt her, wir haben einige Leckereien mitgebracht.

Die Männer versuchten, uns jede Woche Essen, Wasser zu bringen

sowie Informationen darüber, was oben passierte.

Wir haben ein paar Süßigkeiten und andere Dinge gesammelt.

Hallo! Wie geht es euch?

Findest du nicht, dass er wie dein Patenonkel aussieht?

Wir mussten zwölf Stunden lang an einem kalten, dunklen Ort schlafen.

In den ersten Wochen wurden wir alle sehr krank.

Wir begannen zu husten.

Es gab keine Medikamente. Wir mussten improvisieren.

Für mich war es doppelt schlimm.

Mit einem so kleinen Kind, ohne Medikamente,

wusste ich, dass dort zu sein, seinen sicheren Tod bedeuten würde.

Ich sparte am Brei.

Statt sechs Löffeln gab ich ihm drei Löffel.

Ich wusste ja nicht, wie viele Monate

wir in diesem Bunker leben müssen.

Wir dürfen am Handy spielen, aber wir möchten nach Hause

und die Sonne sehen.

Mit so einer Katze!

Eine coole Katze!

Hallo! Ich sah Sie hereinkommen.

Ich würde gerne etwas sagen.

Wir möchten wirklich gerne nach Hause, lebend, unsere Eltern sehen,

nicht Eltern... Verwandte!

Wir vermissen sie!

Ihr seid hier Freunde geworden.

Bald werdet ihr hier rauskommen und weiterhin Freunde sein, richtig?

Ja!

Es ist gut, dass diese Videos von Dima Kozatsky veröffentlicht wurden.

Er hat Mariupol der Welt gezeigt.

Als er begann, Mariupol der Welt zu zeigen,

hat die Welt gesehen:

"Was meint ihr damit, dort sind Kinder? Wieso sind dort Kinder?"

Wir reden davon, dass es dort Luftangriffe gibt

und dort sind Kinder, die deshalb nicht raus können?

Sie können dort nicht raus!

Ich bitte jeden, der dieses Video sieht, dabei zu helfen, einen grünen Korridor

zu schaffen, damit wir hier alle

sicher und lebend rauskommen, Zivilisten, das Militär, alle.

Und allen, die das hier zu verantworten haben, die uns den Krieg gebracht haben,

wünsche ich, dass sie diesen Schmerz für sich selbst und ihre Kinder fühlen.

Während eines weiteren Angriffs wurde unser Kollege getötet,

der Leiter der Abteilung für infektiöse Kinderkrankheiten,

Anatoly Kazantsev.

Das hat uns gezeigt...

Sagen wir einfach, dass sich unsere Effizienz jede Sekunde verringerte

und die Chance zu sterben jede Sekunde stieg.

Die Häuser der Menschen waren niedergebrannt.

Die Häuser der Menschen wurden von Explosionen zerstört.

Sie wussten nicht mehr wohin.

Sie sahen das letzte große Gebäude in ihrem Bezirk, das noch stand,

und gingen dorthin.

Zum Theater und nach Asovstal.

Am 11. März, als der Beschuss immer stärker wurde,

rannten wir von zu Hause weg, praktisch unter Beschuss,

Richtung Theater.

Wir fragten herum,

die Soldaten schlugen vor, dass wir in den Bunker im Theater gehen.

Wir kamen am 11. März dorthin,

ich, mein Mann, mein Sohn, seine Frau und ihre beiden Kinder.

Wir wurden in einen Raum im 1. Stock untergebracht.

Der Raum war klein, alle schliefen auf dem Boden.

Am 16. März kam mein Sohn zu uns und sagte:

"Ihr solltet aus dem 1. Stock in den Keller ziehen."

Ein russisches Flugzeug warf eine Bombe auf ein Theater,

das als Luftschutzbunker genutzt wurde.

Die verzweifelte Suche nach Überlebenden

dieses schrecklichen Angriffs auf das Theater dauert an,

in dem vermutlich Tausende aus Mariupol Schutz gesucht hatten.

Die Fenster begannen plötzlich zu wackeln, dann gab es eine Explosion.

Meine Freundin schrie, ich war leise,

dann, als die Explosion vorbei war,

versuchten wir herauszukommen, ich versuchte, mein Bein zu befreien.

Ich hörte, wie Karolina röchelte.

Die Explosion hatte uns begraben, ich und mein Mann konnten uns befreien.

Der Nachbar schrie: "Ira, im ersten Stock sind Kinder!"

Wir rannten nach oben und der Raum...

Der 2. Stock war auf sie gefallen.

Ich schrie: "Karolina!"

"Meine kleine Schwester..."

Wofür? Wofür?

Sie kamen, um uns zu befreien. Wovon?

Sie haben uns von unserem Leben, unseren Häusern,

unserer Arbeit befreit - von allem.

Sie, die Russen,

greifen auf eine Technik zurück, die sie 1994-2002 in Grosny verwendeten.

Sie verwendeten sie in Syrien, in Aleppo.

Und sie verwenden diese Technik auch in der Ukraine.

Wir haben Tausende von Beweisen dafür,

wie unmenschlich und barbarisch sich das russische Militär verhält.

Der Angriff auf die Geburtsklinik in Mariupol ist ein solcher Beweis.

Die ganze Welt hat gesehen, wie sechszehn Frauen in den Wehen

gezwungen waren, von dort evakuiert zu werden.

Gestern sah die ganze Welt, wie sie das Theater in Mariupol bombardierten.

Trotz der speziellen Aufschrift für Flugzeuge: "Kinder."

Die ganze Welt hat gesehen,

dass sie Monster sind, Monster.

Sie nehmen die Zivilbevölkerung als Geiseln.

Sie töten nicht nur Erwachsene,

sondern haben bis heute 106 Kinder getötet.

Ich weiß nicht wohin.

Wer wird uns die Kinder zurückbringen, wer?

Krieg... er beginnt mit jedem Toten erneut.

Mit jedem Akt des Genozids.

Für Russland ist die Zahl dieser Menschen nicht wichtig,

die Zahl der Häuser, die leer bleiben werden, ist nicht wichtig...

Nach dem, was ich sehe, denke ich,

dass sie sich vorgenommen haben die Ukraine als Nation zu zerstören.

Diese Geburtsklinik war vor langer Zeit vom Asow-Regiment

und anderen Radikalen besetzt worden.

Alle Frauen in den Wehen, das Personal, alle wurde vertrieben.

Es war die Basis des ultrarechten Asow-Regiments.

Lawrow hat in letzter Zeit unglaublich abgebaut.

Eine Klinik wurde bombardiert und sie behaupten, es wäre ein Militärgebäude.

Vielleicht glauben sie ja tatsächlich, was sie sagen.

Anstatt die Probleme friedlich zu lösen,

schürten sie das Feuer und den Krieg auf jede erdenkliche Art und Weise.

Ich sehe das Außenministerium

als Beispiel der moralischen Katastrophe, in der sich unsere Gesellschaft befindet.

Als ich mit meinem Verwandten sprach,

er ist mein Großneffe väterlicherseits,

stellte ich ihm eine Frage.

Es war irgendwann Anfang März, ich weiß es nicht mehr genau.

Ich stellte ihm eine Frage:

"Wofür sind 109 Kinder gestorben?"

Er gab mir keine Antwort. Von diesem Augenblick an

hatte ich in Russland keine Verwandte mehr.

Das sind komplette Zombies.

All die Propaganda.

Natürlich möchte ich fluchen.

Aber das werde ich nicht tun. Ich bin ein kultivierter Mensch.

Das sind unsere Jungs, sie "spielen".

Guten Morgen, Jungs.

Es ist Schmerz, permanenter Schmerz.

Es ist wohl wie eine Krankheit.

Es wird vorbeigehen, aber jetzt ist es schwer, sehr schwer.

Es ist moralisch schwer.

Es ist schwer, seine Freude zu begraben.

Ihre Frauen anzurufen.

Auf die Kinder zu schauen.

Wir warten auf Euch alle, dass Ihr lebend nach Hause kommt.

Wir haben für jeden...

Wir warten auf Euch alle, dass Ihr lebend nach Hause kommt

- Natalia, nicht weinen. - Ich kann nicht anders.

Alles wird die Ukraine sein. Wir werden gewinnen.

Denkt immer daran,

jeder von euch wird zu Hause sehnsüchtig erwartet.

Passt auf euch auf, passt auf unser Land auf

und ewiger Ruhm allen, die im Kampf dafür starben.

Der Krieg hat begonnen.

Aber um ehrlich zu sein, verstehe ich nicht warum.

Als ich an Krieg dachte,

stellte ich mir vor, sie würden uns mit Panzern angreifen.

Ich hatte keine Ahnung, dass sie die Städte bombardieren würden.

Am Anfang dachte ich, es würde beängstigend sein, wenn sie kommen.

Aber sie kommen nicht.

Unsere Truppen kämpfen gut, und das ist schön.

Aber das Bombardement der Städte ist schlecht.

Sie haben den Saltivka-Bezirk vollständig zerstört.

Meine Schule und mein Zuhause sind dort. Es ist abgebrannt.

Meine Katze ist auch verbrannt.

Mama sagt, ich soll während der Angriffe nicht in der Nähe des Eingangs sitzen.

Wegen der Schockwelle.

Sie kann direkt hier durchgehen.

Das war's dann.

Ich schlafe hier und meine Mama schläft hier.

Wir gehen gegen 20:30 Uhr ins Bett,

denn wir müssen morgens früh aufstehen, um die Katzen zu füttern.

Das hier ist Angela.

- Sie ist etwas scheu. - Die Schwarze hat keine Angst.

Angela, komm her.

Nun, zu Beginn der ersten Woche...

nein, in den ersten drei Tagen, blieben meine Mama und ich zu Hause.

Wir verbrachten die meiste Zeit im Flur.

Aber als die Bombenangriffe näher kamen und der Beschuss intensiver wurde,

kamen wir hierher.

Ich hab genug Trockenfutter. Falls wir einer neuen Katze begegnen,

reicht es aus.

Komm her, Miezi.

Hab keine Angst.

Geh weg!

Der hat schon gegessen.

Er hat bereits gegessen.

Er hat keinen Hunger, er ist nur gierig.

Mit meinen Stiften male ich etwas

und schneide die Bilder dann aus.

Damit es hier nicht so trist aussieht.

Alles dreht sich immer um den Krieg.

Aber wir brauchen auch etwas Lustiges, Schönes, Freundliches.

Ich glaube, Krieg ist,

wenn zwei Anführer verschiedener Städte oder Länder

sich bei etwas nicht einigen können und viele Menschen deswegen sterben müssen.

Ich verstehe nicht, warum können wir nicht alle in Frieden leben?

Es ist so einfach.

Sehen Sie. Dort ist ein Haus. Sie kamen, stellten alle in einer Reihe auf,

durchsuchten sie, nahmen ihnen ihre Schlüssel, Autos, Handys weg.

Sie trennten alle Männer.

Als sie wieder gehen wollten,

schlugen sie den Männern wehrpflichtigen Alters vor,

in der russischen Armee zu dienen.

Jeder, der ablehnte, wurde erschossen.

Sie wurden mit verbundenen Augen erschossen.

Das mobile Krematorium traf hier ein.

Sie sammelten alle Leichen ein und verbrannten sie.

Ich glaube, sie verbrannten nur die Leichen, die entstellt waren.

Da drüben liegt eine Hand, falls es Sie interessiert, können Sie sie aufzeichnen.

Das hier ist die Flagge meiner Enkelin, aus dem Keller.

Etwas zerrissen.

Aber so sieht sie eben aus, nicht ich habe sie angerissen.

Es gab immer noch einige, die nicht wussten wohin.

Ich sagte zu ihnen, sie sollen zusammen fortgehen.

"Lasst mich alten Mann hier allein. Niemand braucht diesen alten Hurensohn."

Der Krieg hat die ganze Fäule gezeigt, die wir in uns tragen.

Seht diese "Schönheit"!

Hinten ist es noch interessanter.

In einer anderen Straße schoss ein alter Mann mit einem Gewehr auf einen Panzer.

Der Panzer schoss daraufhin auf das Haus, nicht auf den alten Mann.

Das war eine Komödie.

Die Leute gaben ihm die Schuld.

Ich weiß nicht, ob dieser Opa noch lebt oder nicht. Vermutlich nicht.

Das ist mein Auto.

Ich habe es für 1500 $ gekauft. Genauer gesagt für 1550 $.

Hier könnten Leichen liegen, aber ich rieche keinen Gestank.

Junge Burschen aus Borodyanka haben sich sehr heldenhaft verhalten.

Mit bloßen Händen...

Zum Beispiel Sasha Kudinov.

Er hat einige Menschen gerettet, indem er die Trümmer beseitigte.

Wenn ich etwas Leckeres finde, bringe ich es Ihnen.

Barsik. Das ist mein Hund. Sie brauchen keine Angst haben.

Sehen Sie hier. Machen Sie ein Foto.

Hier saßen zwei Frauen,

jede mit zwei Kindern, als die Bombe das Gebäude traf.

Die jüngste Tochter war sechs Monate alt.

Ich lag hier.

Wie ich überlebt habe?

Schwer zu sagen.

Die Explosion hat etwas Interessantes gemacht.

Irgendwie ist der Schrank zerbrochen und fiel auf mich drauf.

Vor lauter Schreck war ich verwirrt.

Vielleicht geschah es auch nach der zweiten Explosion. Vermutlich.

Hier war es.

Alle leben noch.

Natürlich.

Die Propagandisten wollen uns erzählen, dass die ukrainische Armee das getan hat.

Aber wer würde ihnen glauben?

Hat jemand Katzen oder Hunde? Ja.

Hier, nehmen Sie das. Hier ist eine Auswahl.

Natürlich habe ich Ihnen Brot gegeben. Wie könnte ich das nicht tun?

- Bleiben Sie stark! - Ich hatte solche Angst!

Das hier waren alles Zivilisten, die in einem Konvoi fuhren,

der alle Anzeichen dafür hatte, dass es sich um eine Evakuierungskolonne handelte.

Sie versuchten zu fliehen

und stellten für die russische Armee keine Bedrohung dar.

Hier sehen Sie, gegen wen sie kämpfen.

Sie kämpften mit Zivilisten.

Anschließend töteten sie sie mit automatischen Waffen.

Hier starben fünf Menschen, einschließlich einem zweijährigen Kind.

Ich möchte daran erinnern,

dass wir bereits über 500 Leichen zu gerichtsmedizinischen Einrichtungen

in der Region Kiew geschickt haben,

die durch die Hände und Waffen der russischen Armee gestorben sind.

Verstehen Sie? Sie haben Ukrainer aus reinem Vergnügen getötet.

Ich hörte, wie sie versuchten, meine Tür aufzubrechen.

Ich kam zur Tür und sagte: "Ich mache die Tür auf."

Sie sagten: "Nicht nötig, geh zur Seite!"

Sie brachen sie auf.

Der Burjate war einer der Soldaten hier.

Er erinnerte sich an mich, er hatte uns überprüft.

Er fragte: "Cargo 200 [Leichentransport]? Sie können fahren?"

Ich sagte: "Ja."

Er fragte: "Waren Sie in Vorzel und Hostomel? Ist Ihre Armee dort?

Ich sagte: "Nein, wir waren nicht in Vorzel, Hostomel oder Irpin."

Ich sagte: "Nein, wir fahren nur in Butscha herum."

Nur eure Armee. Nur Russen haben hier getötet."

Er sagte: "Es ist nur eure Armee, die schießt."

Sie dachten, dass die Ukrainer sich gegenseitig umbringen.

Können Sie sich vorstellen, was für einen Schwachsinn die denken?

Sie denken, wir sind Faschisten und bringen uns gegenseitig um.

Am Anfang hatten wir keine Säcke.

Am Anfang sammelten wir sie einfach so ein.

Wir hatten einen Isuzu-Bus, und sammelten sie...

Entschuldigen Sie die Details, aber Sie sollten das wissen.

Wir sammelten einzelne Arme und Beine ein, die einfach so herumlagen.

Können Sie sich das vorstellen?

Wir legten die Leichen in den Bus,

das Maximum waren 38. 38 Leichen. In dem Bus.

Einige sagten, ich solle ihnen nicht in die Augen sehen.

Nun, sie sind tot... Wie kann ich sie nicht ansehen?

Du versuchst, dich wegzudrehen, aber du sieht es trotzdem.

Herr Fedoruk, der Bürgermeister,

sprach mit Pater Andrii.

Er willigte ein, dass wir die Leichen auf dem Kirchhof begraben durften.

Die Frage ist kompliziert, die Antwort ist kompliziert.

Ich kann nicht sagen, was mich getrieben hat.

Jemand musste es tun... Wir haben es getan.

Ich kann Ihnen nicht sagen, was mich bewegt hat, irgendetwas in mir.

Es musste getan werden. Wer sonst?

Keine Sorge. Wir werden alle finden.

Hier können Sie mit den Ärzten sprechen.

Sie nehmen Ihre Verwandten mit und begraben sie anständig.

Als wir mit der Exhumierung begannen, verstanden wir, dass es 67 bis 70 sind.

Wir erwarten ungefähr 67 Menschen.

Heute Morgen habe ich geweint.

Ich ging mit meinen Hund spazieren, auf das Kirchengelände.

Ich fragte mich... Dort stand ein neues Schild.

Ich war mit meinem Hund spazieren und sah das Kreuz.

Ich begann zu weinen. Ich konnte nicht mehr aufhören.

Leute, verdammt, natürlich weine ich.

Natürlich fühle ich das alles, es ist alles in mir.

Ich versuche zu lächeln, ich bin Optimist.

Wenn die Leute aus den Häusern kommen, sind sie misstrauisch.

Sie verstehen nicht, wer gerade kämpft oder was passiert.

Wenn sie merken, dass wir es sind, sind sie sehr glücklich.

Sie sagen: "Wir haben lange auf euch gewartet.

Bitte geht nicht weg."

Das gibt einem einen enormen Energieschub.

Das sind unsere Jungs aus Tschernihiw!

Unsere lieben Jungs!

Ihr seid so wunderschön, es ist unglaublich!

- Darf ich Sie umarmen? - Natürlich!

Wir sind froh, dass ihr hier seid!

Ich bin Sohn eines Militäroffiziers, eines Militärarztes,

Wir lebten in der Sowjetunion.

Ich wurde in Russland geboren, in Kaliningrad.

Ich wurde mit dem Grundsatz erzogen, dass Ehre sehr wichtig ist.

Nicht nur für einen Offizier, für jeden Menschen.

Ich konnte mir nicht vorstellen, dass die sogenannte "russische Armee"

über die Bedeutung von Ehre spricht,

aber all diese Verbrechen begeht, zu denen nicht einmal ein Psychopath fähig wäre.

Als wir nach Irpin, nach Butscha kamen,

dachte ich, ich wäre bereit zu sehen, was dort passiert ist.

Aber es war schockierend. Es war schockierend.

Das war's. Es gibt kein Zurück mehr.

Schon davor war ich nicht der Meinung, dass wir verwandte Nationen sind.

Aber jetzt ist es einfach...

Es ist völlig unmöglich.

Wenn ich die Ereignisse in Butscha, Irpin, Mariupol, Charkiw

und Tausenden von ukrainischen Städten und Dörfern analysiere,

an die wir uns jetzt nicht erinnern...

Zunächst einmal ist das Ausmaß an Grausamkeit absolut schockierend.

Wie kann ein Mensch zu Beginn des 21. Jahrhunderts

zu solch einer primitiven, brutalen und banalen Grausamkeit fähig sein?

Es ist ein Mensch, ein normaler Mensch, der die Entscheidung trifft.

Du kannst immer entscheiden, daneben zu schießen,

wenn du jemanden töten musst.

Die Erkenntnis, dass ich frei bin,

erlaubt es mir zu verstehen, dass ich so oder so handeln kann.

Wenn uns unsere Freiheit nicht bewusst ist,

ist alles, was dem Menschen bleibt, eine autoritäre Gesellschaft,

es ist die Notwendigkeit, dass seine Handlungen

den Erwartungen eines Vorgesetzten entsprechen.

Wenn du den Befehl "gefangennehmen" erhältst, war's das.

Kiew tut derweil alles, um unsere Armee zu diskreditieren.

Männer aus meinem Bataillon schickten mir ein Video über Butscha das ich auf Facebook postete.

Es wurde zur Zielscheibe der russischen Propaganda.

Ein Freund filmte es.

Er war einer der ersten, die in die Stadt fuhren.

Sie haben es gesehen, später gab es viele weitere.

Aber dieses war eines der ersten,

auf dem das Fahrzeug die Straße entlang fährt

und alle 10 Meter eine Leiche auf dem Boden liegt.

Das ukrainische Verteidigungsministerium hat den westlichen Medien Aufnahmen

aus Butscha zugespielt.

Sie behaupten, das Video

wäre ein Beweis dafür, dass die russische Armee Zivilisten tötet.

Aber wenn Sie genauer hinsehen,

wird offensichtlich, dass das Video ein Fake ist.

Wir sehen, wie einer der angeblich Ermordeten die Hand hebt.

Ein anderer steht auf, nachdem ein Auto vorbeigefahren ist.

Die russische Propaganda

behauptete sofort, dieses Video wäre ein Fake.

Es ist eine amüsante Geschichte, ein Paradebeispiel für ihre Methoden.

Wenn man ein Video auf Facebook hochlädt, wird es komprimiert,

damit die Datei kleiner wird, aber die Qualität leidet.

Die russische Propaganda sagte:

"An zwei Stellen des Videos bewegen sich Leichen."

Sogar in der komprimierten Version sieht man, dass das nicht stimmt.

Nur mit viel Fantasie

und weil man es unbedingt glauben möchte, kann man so etwas behaupten.

Später wurden noch Hunderte ähnlicher Videos gepostet,

sowohl von internationalen Reportern

als auch von Zivilisten mit Smartphones.

Dieser Krieg ist der erste,

der durch die Kameralinse eines Smartphones stattfindet.

Das hier ist zwischen den Straßen Kirov und Sadovaya.

Wie seltsam es auch klingen mag: Putin ist nicht allein verantwortlich.

Man ließ zu, dass er der wurde, der er heute ist.

Man ließ zu, dass Russland zu einer Nation von Menschen wurde,

die tötet, zusieht und ihren Söhnen zu ihren "Siegen" in Butscha,

Irpin und Hostomel gratuliert.

Wir müssen gewinnen wie unsere Großeltern.

Dieser Nazismus muss überall auf der Welt ausgelöscht werden.

Das russische Volk unterstützt die Politik seines Präsidenten

und unsere ruhmreiche russische Rote Armee mit jeder Faser seines Körpers.

Wir werden zweifelsohne siegen.

Verstehen Sie? Wir reden über eine Krankheit,

die menschliche Zivilisation infiziert hat.

Wir haben den Moment verpasst, als es passiert ist.

Wissen Sie, was der Grund ist, warum das alles passiert?

Die Menschen haben aufgehört, nach der Wahrheit zu suchen.

Die Menschen glauben, man kann die Wahrheit erschaffen.

Die offizielle Stellungnahme des russischen Verteidigungsministeriums:

"Wir haben in Butscha niemanden angerührt."

Wörtlich lautet die Stellungnahme:

"Die Streitkräfte der Russischen Föderation

haben keinem einzigen Zivilisten etwas angetan."

Das ist nicht nur

ein Verhöhnen der Wahrheit.

Hier wird die Welt verdreht und behauptet, es wäre so.

Aber so eine Welt

kann nicht lange existieren.

Verzerrte Realität kann nicht existieren.

Ich bin in Charkiw geboren und aufgewachsen.

Ich liebe diese Stadt.

Der Krieg bringt schreckliche Dinge.

Meiner geliebten Stadt brachte er Zerstörung.

Deshalb werde ich versuchen, Kunstwerke zu schaffen.

Vielleicht wird es zwei Bilder nebeneinander geben.

Eines aus Friedenszeiten

und daneben hängt ein Bild von, Gott bewahre,

sollten diese Orte zerstört werden... Das sind die Folgen des Kriegs.

Für mich ist es so,

dass ich die Künstlerin in mir im Moment nicht finden kann.

Ich kann es nicht.

Ich habe Angst, etwas zu erschaffen, das angsteinflößend und hässlich ist,

Ich habe den Eindruck,

sobald man beginnt, es darzustellen,

erweckt man es zum Leben.

Deshalb kann ich mir diese Erlaubnis zurzeit nicht geben.

Wir versuchen, unser Zuhause, unser Leben, unsere Kinder zu erhalten...

Makar und ich wohnen hier seit Beginn des Kriegs.

Vanya kam später dazu.

Stimmt's?

- Ja... - Ja...

Der Krieg fing am Donnerstag an.

Am selben Tag bekam ich übrigens Lily geschenkt.

Mit Lily meine ich...

Sein T-Rex-Spielzeug, einen Dinosaurier.

Das ist schon cool.

Willst Du?

Ich habe den Bunker zwei Wochen lang nicht verlassen.

Als ich unser Haus besuchte, sah ich überall Blumen.

Es ist unvorstellbar. Es fühlte sich wie ein anderer Planet an.

Es ist so einfach.

Wir kamen an riesigen Ruinen vorbei.

Es war sehr unheimlich, aber Papa wollte spazieren gehen.

Dort war Rauch!

Ja, dort war ein Feuer.

Es sah ganz frisch aus, es rauchte noch.

Wir sahen, wie Menschen von dort wegrannten.

Als wir an ihnen vorbeikamen, ich weiß nicht, was es war...

Dort lag eine Leiche.

Ich habe im Grunde nichts gegen die Menschen in Russland.

Ich habe in St. Petersburg studiert, ich war dort Praktikant.

Diese Menschen besitzen einflussreiche Traditionen

in der Kunst, Literatur und Musik.

Es überrascht mich, wie dieses ganze intelligente Potenzial...

Mach du weiter...

Irgendwohin zu gehen und so etwas zu erlauben... und zu hassen...

Für mich ist das absolut... bestürzt...

Warum? Wozu?

Das ist nicht einmal wichtig. Wie kann man so viel Hass zulassen,

etwas innerlich verwelken lassen?

Vielleicht... Ich höre oft, wie die Leute sagen:

"Unsere Rache wird kommen."

Ich weiß nicht. Vielleicht riskiere ich, dafür gesteinigt zu werden, aber...

Bei Größe geht es wahrscheinlich nicht um Rache,

sondern um etwas anderes.

Wir werden sehr lange daran arbeiten müssen.

Jetzt gerade sind wir so zerbrechlich wie die Menschen, die von dort kamen.

Sie sind kaputt.

Wir sollten versuchen, unser Bestes zu tun,

um nicht auch kaputt zu gehen,

mental kaputt.

Verstehen Sie?

Ich wünschte mir, dass Putin...

dass sie morgen in den Nachrichten verkünden,

dass der Krieg vorbei ist und Putin tot.

Minus ein Putin.

Sie erwarten uns.

Die Kinder stehen bereits Schlange und warten auf mich.

Der Vater eines 6 Monate alten Jungen möchte, dass ich sein Pate werde.

Das sollte man niemals ablehnen.

Hallo! Wartet ihr hier auf mich?

Kinder, gehen wir!

Los, los! Heute gibt es viele Leckereien!

Hallo, allerseits. Kinder, gehen wir!

Los, los! Heute gibt es Osterkuchen!

Wen haben wir denn da? Mein Freund!

Gebt mir die Zeichnungen!

Wow! Habt ihr noch mehr?

Es fallen Bomben, wir werden beschossen, aber wir kochen weiterhin.

Wir geben ihnen zu essen, weil wir uns verantwortlich fühlen.

Ich sage nicht, sie würden verhungern, wenn wir es nicht täten.

- Hallo! Wie geht's? - Alles gut. Danke!

- Nimmst du einen für deine Freundin mit? - Sie hat ihrs schon!

Ah, okay.

- Einen für meinen Bruder? Er schläft.

- Natürlich!

Du möchtest auch helfen?

Alles klar! Nimm einen Osterkuchen und verteile ihn.

Bitte sehr.

Nimm das, später gebe ich dir die Orangen.

Ja, fünf Orangen für Rostik, zähl mal...

- Wie sagt man? - Danke.

Wenn man die Kinder sieht, ist es...

Alle wissen, wohin ich gehe.

Sie bitten mich, den Soldaten Geschenke zu übergeben, also mache ich es.

Die Kinder zeichnen, hier ist ein Beispiel.

Kinderzeichnungen, die nehme ich für die Jungs mit.

An unsere Streitkräfte:

Ich wünsche euch eine unendliche Menge Lebensmittel

und dass ihnen jemand etwas gibt,

das sie zu so großen Riesen macht!

Großer als dieses Gebäude,

damit sie alle russischen Soldaten kaputtschlagen können.

Und ich wünsche ihnen ein sehr, sehr langes glückliches Leben.

Dass sie niemals sterben werden und unsterblich sind.

Ich wünsche ihnen, dass sie unbesiegbar sind!

Unser Militär.

Und einen riesigen vegetarischen Puertosaurus,

der 30 bis 40 Meter hoch ist!

Ich wünsche ihnen, dass sie die Energie der Sonne in ihren Händen haben,

damit sie sie so halten können

und sie auf die russischen Soldaten und Putin werfen,

damit alle sterben. Nur die Ukraine bleibt übrig.

Und die USA! Und einige unserer anderen Verbündeten.

Oh! Und Japan! Die machen Sushi!

Und Dinosaurierroboter!

Ich glaube, sie beschießen unsere Frontstellungen.

Die sind vor uns, wie Sie sehen können.

Das passiert hier Tag und Nacht.

Der Feind ist gegen uns.

Das haben wir bereits um Kiew und Mariupol gesehen.

Der Feind verwendet in diesem Krieg Methoden,

die man vor zweitausend Jahren verstanden hätte,

als die Menschen einander aus Gründen eroberten und opferten,

die sie nicht verstanden.

Aber jetzt sollten die Menschen ins Weltall und gen Himmel blicken.

Auf diesem Planeten ist Platz für alle.

An unsere Geschichte wird man sich noch lange erinnern.

Sie wird Generationen überleben,

auch wenn es uns nicht mehr gibt.

Die heutige Situation wird in die Geschichte eingehen.

Obwohl wir uns im Kampf befinden,

tun wir es mit einem Lächeln, mit Positivität und Liedern.

Alle singen. Alle bringen positive Energie mit.

Wir sind nicht deprimiert.

Wir begrüßen jeden mit Umarmungen und Küssen.

Wir heißen Menschen und Gäste immer willkommen.

Aber diejenigen, die mit dem Schwert zu uns kommen, sind nicht willkommen

und haben in unserem Land nichts zu suchen.

Wenn man Ende Februar in die Augen der Menschen gesehen hat,

dann war da nicht einmal Angst, da war Unsicherheit.

Sie wussten nichts, sie verstanden einfach nicht.

Wenn man die Menschen jetzt ansieht, haben sie Feuer in den Augen.

Ich glaube, wir sind so eine Nation.

Wenn es brenzlig wird,

wachsen wir zusammen und konzentrieren uns auf die Hauptsache.

Acht Jahre lang haben wir gelernt zu kämpfen,

gelernt, eine Armee zu sein.

Jetzt sehen wir die Ergebnisse. Unsere Armee hat sich sehr verändert.

Der erste Kontakt war 2014.

Mein Bataillon war in Kämpfe in der Nähe von Donetsk involviert.

Später erfuhren wir,

dass wir zum Flughafen in Donetsk fahren sollten.

Ich war nicht erpicht darauf.

Ein Flughafen. Na gut, Befehl ist Befehl,

wenn nicht, gibt es andere Aufgaben.

Wir taten einfach unsere Arbeit, man erhält den Befehl, man führt ihn aus,

man denkt an nichts anderes.

Unsere Feinde werden sterben wie der Tau im Sonnenschein.

Den Separatisten wurde klar, dass wir heranrückten.

Sie begannen zu schießen.

Sie konnten den Flughafen nicht stürmen,

also beschlossen sie, ihn zu bombardieren.

Er brach zusammen wie ein Kartenhaus.

Das war nicht schwer, vor allem angesichts der Struktur des Gebäudes.

Es gab einige Stützmauern an den Außenseiten und im Inneren,

aber hauptsächlich war es Trockenbau.

Man musste nur die Stützmauern sprengen, damit das ganze Ding einstürzt.

Ich hatte Glück, ich war im Epizentrum der Explosion,

die Schockwelle schleuderte mich nach oben.

Ich fand mich in der Nähe der Spitze des Trümmerhaufens wieder.

Ich weiß nicht mehr, wie lange ich dort lag.

Ich weiß nur noch, dass beide Beine zertrümmert waren.

Es gab keine Schmerzmittel.

Ich erlangte mein Bewusstsein erst wieder, nachdem mein Bein amputiert war.

Zum Glück konnten sie das andere retten.

Wir warteten seit dem Morgen,

um unsere verwundeten Soldaten aus dem Flughafen zu bergen.

Dort sah ich, dass es zwanzig Jahre alte Jungs gab, die keine Beine hatten.

Ein junger Mann ohne Bein,

er war noch so jung.

Ich dachte: "Gott, wie wird er nur weiterleben?"

Aber Stas ist toll, er lässt nicht zu, dass jemand sein Leben ruiniert!

Das ist unsere wichtigste Aufgabe in diesem Krieg.

Egal, wie sehr sie uns schaden

oder versuchen, uns das Bein auszureißen, wir müssen weiterleben.

Wir müssen durchhalten, egal, was passiert.

Ein wahrer Kämpfer ist jemand, der den Krieg bereits gesehen hat.

Er sah und verstand es am Flughafen in Donetsk.

Es hat ihn stark gemacht.

Im Flughafen in Donetsk

erfüllte die ukrainische Armee ihre Pflicht bis zum Ende,

obwohl ihre Chance zu überleben minimal war.

#IStefania Mama! Mama Stefania!

#IDie Wiese blüht und sie wird grau

#ISing mir ein Gute-Nacht-Lied, Mama

#IIch möchte deine muttersprachlichen Worte hören

Jeden Tag wurde es schwieriger und schwieriger.

Die Aufgabe zu überleben, wurde immer schwieriger.

Sag: "Hallo Papa! Alles ist okay, es geht uns gut!"

Jeden Tag wachst du auf und verstehst:

Das ist mein Leben.

Mir wurde klar: "Ich habe mein Leben

und es ist nicht sicher, ob es weitergeht, ob wir hier irgendwann

herauskommen werden."

Jeden Tag wurde das Gefühl der Hoffnungslosigkeit stärker.

Der Krieg macht die Menschen kaputt.

Egal, wie stark man ist, wie sehr man versucht,

sich nicht zu erinnern...

Der Krieg zerstört einen für immer.

Selbst diejenigen Männer, die stark wirken,

mit starkem Charakter - ihre Nerven versagten.

Wenn sie das Baby sahen, sein Lächeln,

gab es ihnen die Motivation zu sagen: "Wir müssen aus dem Bunker raus."

Die ukrainischen Soldaten besuchten uns, sie nahmen das Baby auf den Arm...

Für sie war es ein kleiner Teil des normalen Lebens.

Dank kleiner Engel wie ihm

gewinnt man etwas von dem Glauben an die Menschheit zurück.

Es war für mich so schwer gewesen, mein Baby zu bekommen,

und das Gefühl, dass eine Bombe ihn mir jederzeit wieder wegnehmen könnte,

war das schlimmste aller Gefühle.

Als es wirklich schlimm wurde, als die Angriffe stärker wurden,

saß ich da und überlegte,

welches der schmerzfreieste Weg wäre, mit ihm zu sterben.

Mein Mann war Mitte März verwundet worden.

Er lag etwa anderthalb Monate lang in einem Behelfskrankenhaus in Asovstal.

Die Asov-Soldaten kamen zu unserem Bunker und sagten:

"Anya, dein Mann ist verwundet worden."

Ich fragte, ob ich ihn im Krankenhaus besuchen darf.

An dem Tag, als ich beschloss, ihn endlich zu besuchen,

wurden wir von einer bunkerbrechenden Bombe getroffen.

Ukrainische Soldaten kamen

um uns auszugraben, und sagten, im Fall einer Evakuierung

wäre unser Bunker der erste auf der Liste.

Denn bei einer weiteren Bombe könnten sie uns nicht mehr ausgraben.

Am 30. April stimmte Russland zu, uns an das rote Kreuz und die UN zu übergeben.

Aber zuerst müssten wir durch ein Filtrationslager.

Ukrainische Soldaten kamen

und sagten, wir hätten 10 Minuten, um unsere Sachen zu packen.

Dann brachten uns ukrainische Soldaten zum Meer

und übergaben uns an die Vertreter der Kirche,

des Roten Kreuzes und der UN.

Nach zwei Monaten im Bunker auf einem freien Geländer zu sein,

mit dem Wissen, dass uns jederzeit eine Bombe treffen könnte...

Ich hatte das Gefühl, als würde man uns zu unserer eigenen Hinrichtung führen.

Wir kamen um Mitternacht im Filtrationslager an.

Dann wurden wir aufgeteilt - Männer und Frauen wurden getrennt.

Wir mussten uns ausziehen.

Wir wurden verhört.

Sie behandelten uns wie Kriminelle.

Dann kamen die russischen Medien und begannen, uns zu filmen.

Diejenigen, die den humanitären Korridor nutzen konnten,

organisiert vom russischen Militär, werden in Bussen aus Mariupol gebracht:

Frauen mit Kindern, alte einsame Menschen.

In Russland erzählten sie:

"Mutter mit Kind aus den Bunkern in Asovstal

wurde von Russland gerettet." So wurde es dargestellt.

Ich wäre "eine Gefangene des Asow-Regiments" gewesen.

Sie wollten Aufnahmen machen,

die sie als "höfliche Menschen" zeigen,

die zeigten, dass sie uns nicht misshandelten, sondern retteten.

Das war interessant,

denn davor haben sie uns 65 Tage lang bombardiert.

Sie kamen in unser Land, nahmen mir Freunde, Familie, mein Zuhause weg.

Nach zwei Tagen

kam eine zweite Gruppe aus dem Bunker zu uns.

Wir wurden nach Saporischschja gebracht.

Hier ist eine Mutter, die 2 Monate in den Katakomben von Asovstal wohnte.

Ohne Essen, ohne Wasser, ohne Hoffnung und jegliche Chance.

Zum Glück kam sie raus,

aber es sind immer noch Menschen dort.

Es herrschten die härtesten Bedingungen, wir schafften Mögliches und Unmögliches.

Vielen Dank an die Soldaten, denn sie halfen mit der Säuglingsnahrung.

Als uns die Säuglingsnahrung ausging, wir Grieß und versuchten es zu kochen.

Wir kochten das Wasser mithilfe von Kerzen.

Wir mussten unter Beschuss Wasser aus anderen Werkhallen holen.

In Mariupol wurden Tausende Menschen einfach so getötet.

Im Krieg ist es schwer, sich selbst treu zu bleiben.

Aber wir versuchen es!

Wir kämpfen mit all unserer Macht!

Man kann sich kaum vorstellen, wie schwierig es ist, mit einem Säugling

mehrere Monate lang in den Gewölben von Asovstal zu überleben.

Ihr könnt ihn filmen.

Stell uns vor.

Das hier ist Sviatoslav. Er ist 6 Monate alt. Er ist unser kleiner Held.

Er weiß, wie es ist, wenn das Bett

wegen der Schockwelle wackelt.

Er wacht nicht einmal davon auf.

Er denkt, es ist...

Er denkt wahrscheinlich, es ist das Meer.

Das hier ist Staub von Asovstal, oder?

Ja, ja.

Wenn russische Bürger und russische Soldaten das hier sehen,

werden sie sehen, gegen wen sie kämpfen. Gegen kleine Babys.

Kleine, zarte Babys.

Als wir rauskamen, sagte ich: "Sviatik, das ist der Himmel.

Das ist das Gras und du siehst es zum ersten Mal in deinem Leben."

Denn als er geboren wurde, war es noch nicht grün.

Alles war kalt, verwelkt.

Hast du dich schon daran gewöhnt, oder nicht wirklich?

Nein, noch nicht.

Sieh, wie schön es ist.

Sieh, wie viele Gebäude es hier gibt, wie hoch sie sind.

Sieh, wie klar der Himmel ist.

Wenn es nur in der ganzen Ukraine so friedlich sein könnte.

Das wäre für uns das größte Geschenk.

Am 16. Mai erhielten die letzten ukrainischen Soldaten in Asovstal

den Befehl, sich zu ergeben,

und wurden zu Kriegsgefangenen.

Anyas Mann war einer von ihnen.

Er zeigte, dass er bereit war, sein Leben für uns zu opfern.

Ich werde alles in meiner Macht Stehende tun, um ihn zurückzuholen,

ihn lebend zurückzuholen.

Heute zahlt die ukranische Armee, Tag für Tag und Schritt für Schritt,

einen sehr hohen Preis beim Versuch ukrainische Dörfer und Städte

von russsichen Okkupanten zu befreien.

Die Russen begehen weiterhin Kriegsverbrechen,

sie haben weiterhin die Zivilbevölkerung im Visier.

Sie bombardieren weiterhin unsere Schulen,

Geschäfte,

unsere Kindergärten,

Theater,

Kirchen.

Wir müssen uns nur

an die Zahl der zivilen Opfer erinnern

und an die Gebiete, die nach der Sprengung des Kachowka-Staudamms völlig überschwemmt wurden.

Sie haben keine Moral.

Wir sind auf unserem Land. Wir haben immer hohe Moralvorstellungen.

Sie verstehen nicht, was sie hier tun.

Für sie ist dies ein Krieg, den sie nicht begreifen.

Ich denke, wir werden den Kampf niemals aufgeben.

Denn das Wichtigste für uns ist es, frei zu leben, auf unserem eigenen Land.

IM JAHRE 2022, HIELT DAS UKRAINISCHE VOLK

DER ANLASSLOSEN INVASION STAND, ALLEN WIDRIGKEITEN ZUM TROTZ.

SEITDEM WEHREN SIE SICH WEITER,

UM IHR SOUVERÄNES STAATSGEBIET ZU BEFREIEN.

GEWIDMET ALLEN JOURNALISTEN, FILMEMACHERN

UND PRESSEVERTRETERN,

DIE GETÖTET WURDEN UND DENEN, DIE TÄGLICH IHR LEBEN RISKIEREN,

UM GESCHICHTEN UND BILDER VERSCHIEDENER KONFLIKTE

FÜR DIE WELTÖFFENTLICHKEIT SICHTBAR ZU MACHEN.

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