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WHITE MIRROR FILM COMPANY
PARADISE PRODUKTIONSZENTRUM
MIT FINANZIELLER UNTERSTÜTZUNG DES
KULTUSMINISTERIUMS DER RUSSISCHEN FÖDERATION
PRÄSENTIEREN
"Er erlebte nicht mehr, wer als Sieger hervorging..." Flann O'Brien
Eins, zwei, drei, das Böse wird mir nichts anhaben...
Was willst du?
- Was ist denn nun? - Ich bin Matvei, Olyas Freund.
- Was? - Ich bin Olyas Freund!
Ja, und?
Wir sollten uns treffen. Sie muss vergessen haben, es Ihnen zu sagen.
Klappe jetzt!
Olya ist nicht da.
Dann kommt sie wohl später.
Hallo.
- Das ist Matvei, Olyas Freund. - Freut mich sehr.
Ich bin Natasha, Olyas Mutter. Wo ist Olya denn?
- Verspätet sich. - Oh, Sie hätten mich vorwarnen müssen.
Ich habe ihr gesagt, ich fahre aufs Land.
Wie dumm von ihr. Gut, dass ich noch nicht los bin.
Nun stehen Sie nicht da, kommen Sie doch her.
- Tee oder Kaffee? - K-Kaffee.
Hättest besser Tee nehmen sollen. Der Kaffee dauert ewig.
Jetzt setz dich schon hin.
Trägst du den immer mit dir herum?
Ein Freund wollte ihn sich leihen.
Wie lange kennst du denn Olya schon, Matvei?
Hat sie erwähnt, dass ich bei der Polizei bin?
Ich bin Detektiv.
Vielleicht liegt es einfach an meiner Arbeit,
dass ich mir die Freunde meiner Tochter ganz genau anschaue.
Aber gut, ich schätze, dass das alle Väter tun.
Erzähl mir von deinem Freund.
Seid ihr gleich alt?
Ich schätze mal 25?
Er ist 25 und hat immer noch keinen eigenen Hammer.
Nun, er hat mit
Computern zu tun.
Mit Computern? Matvei, du musst mit der Zeit gehen.
Sieh dich um, jeder hat heutzutage mit Computern zu tun,
auf die eine oder andere Weise.
Was machst du denn?
Basierend auf deinen Händen und dem Hammer,
hast du nichts mit Computern zu tun.
Egal was ein Mann tut, wichtig ist, dass er es ernst meint, richtig?
Magst du sie denn sehr?
Ja, sehr.
Und der Sex, macht der Spaß?
Was?
Ich habe dich gefragt, ob es dir Spaß macht, meine Tochter zu ficken?
Was...was ist denn los?
- Entspann dich, Matvei, das war ein Witz. - Und wofür ist der Hammer?
Den kriegt ein Freund. Natasha, geh ins Schlafzimmer.
- Ich gehe jetzt besser. - Bleib sitzen.
Du sollst dich hinsetzen!
Andrei, was ist hier los?
Geh ins Schlafzimmer und bleib dort.
Zucker.
Deinem Kaffee fehlt noch Zucker.
Bleib sitzen, ich hole ihn.
Stehenbleiben!
Dreh dich um.
Wer bist du? Warum bist du hier?
Ich sagte: Warum bist du hier?
- Andrei? - Verschwinde!
Nein, nein, nein!
WHY DON'T YOU JUST DIE!
MATVEI
Was machst du da?
Oh, hör auf.
Ich will, dass du einen Mann für mich tötest.
Kannst du das?
Lass den Unsinn.
Ich will, dass du meinen Vater tötest.
Warum?
Er hat mich vergewaltigt.
Dein Vater?
Ob du's glaubst oder nicht.
Manchen gefällt es, die eigene Tochter zu ficken.
Wann war das?
Ich war 12.
Aber ist das irgendwie wichtig?
Jeden Tag
der letzten 15 Jahre,
während er das Leben genossen hat,
gegessen, geschlafen, meine Mutter gefickt hat -
oder wen auch sonst,
habe ich immerzu daran gedacht
und ihn gespürt,
bei jeder einzelnen Berührung, jedem einzelnen Blick.
Er wuchert immer mehr in mir,
wie ein krebsartiger Tumor, der alles vergiftet.
Ich kann so nicht weitermachen.
Er muss verschwinden.
Du wirst mir doch helfen, oder?
Natasha, wie blöd bist du denn?
Verbrenn alles.
Verdammt.
Eigentlich ist es ganz einfach.
Da gibt's dieses verdammte, kleine Dings, diese verfluchte Sperre.
Wenn du versuchst, sie einfach zu öffnen, vergiss es.
Aber nicht gleich einnässen. Wir können's mit einer Gabel probieren,
doch das ist voll nervig, die verbiegt sich nicht ums Verrecken.
Deswegen greifen wir auf eine gängigere Methode zurück,
eine ganz normale Haarklammer.
Verbieg sie, steck sie rein und versuch, diese scheiß Sperre zur Seite zu schieben.
Einfach so und...das war's!
Wir haben unser Ziel erreicht: die so scheiß lang ersehnte Freiheit.
Aber so einfach ist es nicht.
Die Sache ist, da gibt's jetzt was Neues aus dem verfickten Ausland.
Das ist ein Import,
und diese Wichser haben hier 'ne Doppelverriegelung eingebaut.
Da gibt es ein weiteres Loch, und jetzt sieh mal, was passiert.
Die Sperre wir so arretiert. Hier, das war's, damit ist es verriegelt.
Mit diesem Teil ist die verdammte Sperre
so gut wie lahmgelegt.
Wenn wir Handschellen mit dieser verfickten Konstruktion erwischen,
sind wir am Arsch, Bruder. Dann können wir uns unsere Freiheitsträume abschminken.
EIN IMPORT
- Du Trottel. - Arschloch.
Matvei,
ist das dein richtiger Name?
Wer bist du und warum bist du hier?
Woher kennst du meine Tochter?
Hat dich jemand geschickt?
Wer?
Sag mir, wer dich geschickt hat! Rede! Verdammt, du sollst reden!
Hör zu,
du...du lässt mir keine Wahl.
Kommen Sie mal ran,
dann sag ich's Ihnen.
Also, Matvei, versuchen wir's noch mal.
Überleg's dir gut.
Du hast die Chance, das hier und jetzt zu beenden.
Ich nehme dir dann die Handschellen ab und du kommst in einem Stück raus.
Ich kenne dich nicht, hab dich noch nie gesehen,
werde dich nie wieder sehen. Aber...
dafür musst du mir alles erzählen, okay?
Also, warum zur Hölle bist du in meine Wohnung gekommen?
Man darf...sich nie an Kindern vergehen.
Was?
Man darf sich nie an Kindern vergehen.
Welche Kinder? Was soll der Scheiß?
Was wird das hier?
Sag mal, spielst du mir was vor?
Okay, dann spielen wir jetzt.
Verdammt, verschwinde hier!
- Und, noch mal drüber nachgedacht? - Nicht wirklich...
Oha, jetzt Moment mal, warten Sie.
Okay, okay...
Sagst du mir jetzt endlich, warum du hergekommen bist?
Hast...
hast du ihn getötet?
Gott sei Dank.
Er meinte, ich habe mich an Olya vergangen, als sie ein Kind war.
Und das wollte er nun rächen.
Aber...das hast du nicht. Oder...doch?
Nein, wo denkst du hin?! Bist du völlig verrückt?
Ich versteh's nicht. Ich dachte,
das wäre geschäftlich, dass wir jemanden zu hart angegangen sind.
Dafür kämen viele in Frage, aber das, das hier ist völliger Unsinn.
Hast du...schon mit Olya darüber gesprochen?
Was soll ich ihr sagen?
Lass ihn laufen.
Mach dir die Hände nicht schmutzig, bevor es zu spät ist.
Geht's noch? Warum sollte ich ihn gehen lassen? Das ist ein Verbrecher!
Dann ruf deine Leute an, d-die sollen ihn ins Gefängnis stecken.
Sein Bein ist ein Sieb, wie soll ich das erklären?
Und das Geld... Ach Scheiße!
Na gut, ich rufe Evgenich an. Er wird mir helfen.
Mach keine Dummheiten.
Weg mit der Idiotin.
Ich habe sie nie angefasst. Ich habe mich nie an meiner Tochter vergangen.
Das wollte ich dir nur sagen, Natasha kann's bestätigen.
Wir sollten uns mit Olya zusammensetzen und darüber reden.
Das ist alles ein Missverständnis.
Hör zu, es tut mir leid, ja? Tut mir leid wegen des Beins, okay?
Ich bin einfach nervös geworden. Als Detektiv habe ich viele Feinde.
Und...und du wolltest nicht reden.
Ich bezahle dir alle Arztkosten. Du hast ja gesehen, ich habe Geld.
Geld...
Ich leg auch noch was drauf, für die Unannehmlichkeiten sozusagen.
Du... Na ja, anscheinend gehörst du ja zur Familie.
- Und wo bleibt die Gerechtigkeit? - Gerechtigkeit, das will ich doch auch!
Da war nichts, überhaupt nichts, so glaub mir doch!
Ruf sie an.
Natasha, bring mir das Telefon.
Los jetzt, hol es mir.
Stell's auf laut.
- Hallo? - Hi, Olya, hi.
- Papa? - Hey, Olya,
hör zu, dein Freund ist gerade hier...
Die Situation ist alles andere als angenehm.
K-Kannst du mal bitte was aufklären?
- Welcher Freund? - Matvei.
Ich kenne keinen Matvei.
Wie meinst du das? Ein großer Typ mit 'nem Bürstenschnitt.
So jemanden kenne ich nicht.
Ist bei euch alles okay?
Ich rufe dich zurück.
Soviel zu Gerechtigkeit.
- Nein, nicht... - Geh weg.
- Bitte nicht! - Ich sagte, geh weg!
Jetzt hör schon auf!
Evgenich.
EVGENICH
Schatz, ich...
ich kann jetzt nicht reden, ist ganz schlecht gerade.
Kann ich dich zurückrufen?
Was ist denn?
Natürlich liebe ich dich. Ich liebe dich sehr.
Du machst mein Leben lebenswert. Ohne dich bin ich n-nichts und niemand.
Sag das doch nicht, okay? Lass es.
Wir werden das Geld auftreiben. Ich werde es auftreiben.
Tut mir leid, Schatz, ich muss jetzt aufhören.
Gut, tschüss. Ich liebe dich sehr.
Sei geküsst.
Musste das gerade jetzt raus?
Sie ist wunderschön.
Nicht mein Typ.
Sieht ein bisschen aus wie meine Olya.
Könnt ihr mal heller machen? Ich habe Kopfweh.
Ich f-finde keinen Lichtschalter.
Und so was nennt sich Polizist. Wie auch immer,
hier liegt ein Cuttermesser, damit wurde sie wohl bearbeitet.
Nicht dein Ernst.
Ein Beutel mit weißem Pulver, sieht sehr nach Koks aus,
und ein paar Pillen. Alles was man für eine Party braucht.
Das Seil und der Knebel sind getränkt in Blut.
Ein Haufen 1.000-Rubel-Scheine, zusammen genau 90.000.
Und die Schlüssel für einen Infiniti.
Die scheiß verwöhnte Jugend. Bringt ihn jetzt raus.
Wir warten auf die Spurensicherung.
Gib mir die Kamera, ich mache noch ein paar Fotos.
Ich habe schon alles f-fotografiert.
Jetzt gib sie mir schon.
Kriegst sie ja zurück, verdammt!
- Das ist meine Chance. - Was meinst du damit?
Ich brauche Geld, dringend. Du weißt doch, die Operation kostet ein Vermögen.
- Worauf willst du hinaus? - Er ist reich.
Wenn seine Eltern was springen lassen, kommt er frei.
Sieh dich um, wie willst du ihn freibekommen?
Keine Ahnung, ich denk mir was aus.
Er hat ein Mädchen mit einem Cuttermesser zerstückelt.
Was gibt's da noch zu denken?
Okay, er wurde reingelegt. Da war noch jemand da,
der hat ihm was in den Wein getan.
Und als die beiden dann k.o. waren, hat er das Mädchen zerstückelt.
Klingt völlig unglaubwürdig.
Komm schon, das klappt.
Wir verteilen Geld, schmieren die richtigen Leute.
- Wäre nicht das erste Mal. - Nein, das nicht.
Aber das war bisher einfach, verglichen mit diesem Blutbad hier.
Ich mache das nicht für mich.
Das ist für Klava.
Wir haben gleich gesehen,
er ist ein guter Junge - der nur vom Weg abgekommen ist.
Deshalb möchten wir helfen. Aufgrund der Schwere des Falls
können wir für nichts garantieren.
Sie deponieren das Geld in einem Schließfach am Bahnhof.
Wenn alles klappt und er freigelassen wird, holen wir es uns.
Eins muss Ihnen aber klar sein: Ist das Schließfach nach seiner Freilassung leer,
werden sowohl Sie als auch Ihr Sohn massive Probleme bekommen.
RUSSLAND
Na los, gehen wir.
- Ich wollte dir noch danken. - Für was?
Dass du das mitgemacht hast, mir geholfen hast.
Dieses...dieses Geld ist
unsere letzte...
unsere letzte Hoffnung.
Ihr Gesundheitszustand hat sich stark verschlechtert.
Okay, ist ja gut. Reiß dich mal zusammen,
hör auf damit. Du würdest das auch für mich tun.
Gestern Abend
hat sie mich nicht mal erkannt. Sie wusste nicht, wer ich bin.
Ich stand direkt vor ihr und sie...sie...
Bleib hier und komm mal runter. Ich hole das Geld.
Und wo ist...
Das Schließfach war leer.
Was?
Das Schließfach war leer.
Diese nichtsnutzigen Ratten! Diese Drecksäcke! Abschaum!
Arschlöcher! Abschaum!
Hör auf zu heulen. Ist auch so schon schlimm genug.
Andrei,
was du da mit seinem Bein gemacht hast,
ist schon echt krank.
Natasha, könntest du einen Tee kochen?
- Tee? - Ja, aber ohne Zucker.
Ohne Zucker, okay.
Also,
wer ist das?
Kennst du ihn?
Ich weiß gar nicht, was schlimmer ist.
Entweder weiß sie wirklich nicht, wer er ist...
...oder...
Wenn er nicht ihr Freund ist, wer ist er dann?
Und du...
du hast sie wirklich nie angefasst?
Bist du völlig verrückt? Sie ist meine Tochter!
Ich habe sie nie angefasst! Dreht ihr jetzt alle durch?
Nicht so laut! Ich versuch's nur zu verstehen.
Wenn das, was er gesagt hat, stimmt und er Olya wirklich kennt -
was ich glaube, denn mit so einem Bein vergeht einem das Lügen,
dann
verstehe ich nicht, warum sie ihm das gesagt hat,
wenn...wenn es doch niemals passiert ist.
Und es ist nie passiert! Da war nichts!
Ich glaube dir ja, aber sieh doch mal,
- was soll das dann alles? - Ich habe keine Ahnung.
Vielleicht wusste sie einfach, dass er genug Gangster ist,
- um darauf einzugehen, dich zu töten. - Warum sollte sie so etwas verlangen?
Sag du's mir, sie ist deine Tochter.
Ah, danke. Vielen Dank.
Andrei, lass ihn uns erst mal ins Badezimmer bringen.
Natasha, leg dich hin und ruh dich etwas aus.
Wir beide bringen das schon in Ordnung, okay?
- Geh nur. - Gut.
Komm, pack mit an.
Sie soll mal herkommen.
Was?
Olya soll herkommen und ihn sich ansehen.
Mal abwarten, wie sie reagiert.
Du willst also deiner Tochter eine von dir zugerichtete Leiche zeigen,
die höchstwahrscheinlich einmal ihr Freund war?
Ich muss es wissen.
Denn sollte es wirklich sie sein, die dahinter steckt...
- Sie wird bald hier sein. - Dann lass uns ihn hier rausschaffen.
DIE 2.000ER
Da ist er wieder.
- Alles okay? - Ja.
Wie viele Finger?
- Du bist dran. - Das traust du dich nicht.
Wartet's nur mal ab.
Sieh nur, er lacht.
Schlag ein!
HERZSTILLSTAND: 12 MINUTEN
HERZSTILLSTAND: 17 MINUTEN
Hey, warte!
Er atmet.
WELTBESTER VATER
Hast du irgendetwas gesehen?
Gibt es da etwas nach dem Tod?
Ja, da ist etwas.
- Da ist etwas... - Aber was, weiß ich nicht mehr.
- Andrei, da ist etwas. - Dieses etwas kann mich mal.
Und hör nicht auf ihn, seine Birne ist Matsch.
Wieso gibst du ihm Wasser? Er ist erledigt.
Andrei, wir wollten auf Olya warten. Bleib cool, okay?
Du würdest anders reden, wenn dir der Hammer entgegengekommen wäre.
- Okay, trink aus. - Was zur Hölle soll das?
- Hör auf damit. - Du sollst hier mir helfen, nicht ihm!
Ich versuche, allen zu helfen. Reiß dich jetzt zusammen.
Wenn du die Bullen gerufen hättest, statt einen auf Gestapo zu machen,
- gäb's jetzt kein Problem. - Er konnte die Bullen nicht rufen.
Was?
Was soll der Scheiß? Klappe!
Was meinst du damit?
- Ich habe das Geld gesehen. - Halt dein verdammtes Maul
- oder ich bring dich unter die Erde! - Andrei!
- Wieso hörst du auf den Wichser? - Ruhe jetzt, Andrei!
Sei ruhig.
Welches Geld?
Im Schrank.
Wo kommt dieses Geld her?
Wo kommt dieses Geld her?
Das weißt du ganz genau.
Du weißt ganz genau, wo es herkommt.
Andrei, wie konntest du nur?
Wir...wir hätten es schaffen können.
Meine Frau, Klava, könnte noch am Leben sein.
Sie wäre so und so gestorben, auch mit 10-mal so viel Geld.
Andrei, nicht.
Sie hatte schon lange aufgegeben und das weißt du auch.
Dir hat sie das Leben ausgesaugt.
Sieh dich nur an, wegen ihr hast du dich völlig gehen lassen.
Ich war schon soweit, sie zu erwürgen,
nur damit du nicht mehr jammerst.
Ich habe dich befreit.
Sieh nur. Sieh dir das Geld an.
Die Hälfte davon gehört dir, nur dir.
Keine Infusionen mehr, Tabletten und Operationen.
Schluss mit dem Gejammer und dem ganzen Leid.
Ab jetzt gibt es fürstliches Essen und traumhaft schöne Huren.
All das wartet auf dich, Evgenich.
- Das hättest du nicht tun sollen, Andrei. - Komm schon, wach auf!
Eines Tages wirst du mir danken.
Meine Frau ist wegen dir gestorben.
Nein, sie ist an Krebs gestorben. Runter mit der scheiß Waffe!
- Olya, Liebes. - Vergib mir.
Mama.
Jetzt habe ich's geschafft, mein Tod steht bevor.
Letzte Nacht habe ich von meiner Frau geträumt.
- Zum ersten Mal seit der Beerdigung. - Evgenich.
Klava, so wunderschön.
Wunderschön... Sie trug ein weißes Kleid, wie auf unserer Hochzeit, weißt du noch?
Ich fing an zu weinen
und Klava...drückte mich
an ihre Brust.
Und ich wurde ganz ruhig.
Sei still, du solltest jetzt nicht reden.
OLYA
"Sie trugen ihn auf der Bahre bloß,
Leider, ach leider!
Und manche Trän fiel in Grabes Schoß.
Fahr wohl, meine Taube!
Er ist tot, o weh! In dein Todesbett geh,
Er kommt ja nimmer zurück."
"O, ich sterbe."
Oleg sucht dich.
- Spar dir deine Erklärung. - Aber ich bin jetzt bereit.
Du bist eine Stunde zu spät.
Das Stück hat später angefangen. Ich komme morgen früher.
- Du arbeitest hier nicht mehr. - Warum?
Weil du gefeuert bist.
Zieh das aus und geh.
Weil ich einmal zu spät komme?
Also erstens, das ist nicht das erste Mal, und das weißt du.
Und zweitens...
kannst du nicht im Team arbeiten.
Oleg, bitte. Ich kann es mir nicht leisten, diesen Job zu verlieren.
Mit meinen Theaterauftritten finde ich keine andere Arbeit.
Von dem bisschen Geld kann ich nicht leben.
Momentan schlafe ich vier Stunden pro Tag.
Du gehörst doch auch zum Team
und wir hatten nie Probleme.
Richtig?
Ich...ich bessere mich. Ich arbeite die Stunde nach.
Bitte, lieber Oleg, hilf mir.
Bitte.
Kannst du mir einen Handjob geben?
Du weißt schon, mir einen runterholen.
Nein, ich meine... Das hat bisher Oksana gemacht.
Aber seit sie mit dem Barkeeper zusammen ist,
e-erscheint mir das irgendwie nicht mehr richtig, sie zu fragen.
Und du brauchst meine Hilfe, das ist quasi Dienstleistung gegen Dienstleistung.
Vielleicht gebe ich dir
sogar einen Bonus, bei der nächsten Gehaltszahlung.
Was ist los?
Wo ist Mama?
Ich weiß nicht. Meistens ja im Ferienhaus.
- Hörst du mir zu? - Was willst du von mir?
Deine Hilfe.
Warum sollte ich?
- Vielleicht weil du mein Vater bist? - Du bist fast 30.
Nur genug, um mich über Wasser zu halten.
Such dir einen guten Job.
Ich habe schon einen guten Job.
Nur Geld gibt's halt nicht.
Ich gehe duschen. Schließ hinter dir ab.
- Kennst du ihn? - Lass sie los, bitte!
Ich frage jetzt zum letzten Mal: Kennst du ihn?
- Sie ist deine Tochter! - Halt die Klappe
oder ich blase ihr den Kopf weg!
Ja, ich kenne ihn, ich kenne ihn.
Geht's hier um Geld?
Du hast das Geld gesehen und ihn dann losgeschickt?
Geht's hier um Geld?
Ja.
Sie würde ihren eigenen Vater für 'nen Stapel Kohle töten.
Sieh nur, Mutter,
wie wohlgeraten unsere Tochter doch ist.
Wie kannst du dich selbst noch im Spiegel anschauen?
Was siehst du mich so an?
Ja, ich brauche Geld.
Nein, er hat mich nicht vergewaltigt. Aber das ändert gar nichts.
- Er hat trotzdem mein Leben ruiniert. - So ein Quatsch, du kleine Schlampe.
Ich habe dich fast nie nüchtern erlebt, du hast uns nur herumgeschubst.
Ich habe davon geträumt, dich zu töten, seit ich fünf bin.
Endlich ist die Familie vereint.
Meine Lieben, meine Liebsten.
Andrei, Liebster, biete unseren Gästen doch bitte Tee an.
Ich werde...mich mal umziehen. Ich bin etwas...
Ich bin einfach...
Irgendwo sind glaube ich noch Kekse.
Weißt du, wo sie sind?
Mama...
Wegen dir
habe ich meinen Freund getötet.
Meinen einzigen Freund.
Wir waren Freunde seit unserer Kindheit.
Du bist immer noch meine Tochter.
Was ihn angeht, du weißt, da müssen wir...
Ja, natürlich.
Leiste deiner Mutter Gesellschaft. Ich muss hier saubermachen.
Olya... Wenn du das nochmal versuchst oder irgendwem von dem Geld erzählst,
- vergesse ich, dass ich eine Tochter habe. - Okay, Papa.
Oh nein, nein, Mama!
- Scheiße! Wehe, du bewegst dich. - Papa!
Wo gehst du hin?
Papa!
Schnell!
Mama.
Mama.
Mama.
Sie atmet nicht.
Sie atmet nicht.
Sie hat eine Nachricht hinterlassen.
Oh, nein.
Ist nur ein Blatt Papier.
Hilfe!
Olya, sieh mal nach, wer das ist.
Olya.
Olya, verdammte Scheiße!
Olya.
Keinen Mucks.
Ganz ruhig, ganz ruhig... Entspann dich, bald ist es vorbei.
- Hallo. - Guten Tag. Hat ja ganz schon gedauert.
Echt? Ich...habe Sie nicht gehört.
Kein Wunder. Die Nachbarn haben sich über den ständigen Lärm beschwert.
Oh...
Das tut mir sehr leid.
Schätze mal, der Fernseher war zu laut.
Geht es Ihnen gut?
- Fräulein? - Ja?
Sind Sie alleine?
Ja.
Die Fenster sind nur offen.
Da zieht's dann.
Ist das Ihre Wohnung?
Nein.
Die von meinen Eltern.
Sie sind gerade auf dem Land.
Können wir mal Ihren Ausweis sehen?
- Hey, was ist das? - Warte.
Irgendwie kamen Sie mir bekannt vor.
Olya Likhovskaya?
Sind Sie etwa Andreis Tochter?
Das bin ich.
Warum haben Sie das nicht gleich gesagt?
- Auf dem Revier ist er eine Legende. - Ich bin wohl etwas schüchtern.
Meine Periode hat plötzlich eingesetzt.
Schlechtes Timing.
Tut mir leid für die Störung.
Nein, mir tut es leid.
Oh, und der Anruf kam von Wohnung acht.
Echt? Diese Bastarde.
Grüßen Sie Ihren Vater von uns, mit den besten Wünschen.
Mache ich.
Wiedersehen.
Woher nimmt er diese Kraft?
Was willst du jetzt tun?
Folgende Idee:
Natasha traf sich hinter meinem Rücken mit Evgenich.
Ich war im Ferienhaus, da hat sie ihn eingeladen.
Er kam dann, aber nicht alleine, mit dem hier.
Sie betranken sich und fingen an zu streiten, was in einen Kampf ausartete.
Evgenich hat ihm den Messerstich verpasst und sein Bein zerstört.
Dieser Wichser hat ihn dann mit der Schrotflinte erwischt
und ist auf der Couch gestorben.
Und Mama?
Wurde bei dem Kampf versehentlich getroffen.
Wir legen sie hierhin, da hat sie dann ihren Kopf aufgeschlagen.
Nicht sehr glaubwürdig, besonders weil mich diese Bullen gesehen haben.
Das ist eine Formalität, es wird keine Ermittlungen geben.
Warum?
Ich war nicht umsonst mein Leben lang Polizist.
- So, jetzt wirst du definitiv sterben. - Hast du mal 'ne Zigarette?
Gehen wir.
Ist es dir denn völlig egal, dass Mama tot ist?
Hab's noch gar nicht realisiert.
Der Tod deines Freundes hat dich direkt getroffen.
Arschloch.
Was machst du mich jetzt an? Das ist dein Schlamassel.
Weil du so verdammt gierig bist.
Wie sehr du auch versucht hast, meine Kindheit zu versauen,
damals konnte ich wenigstens noch
Schwarz von Weiß trennen.
Ich wusste, was falsch war.
Wenn ich Scheiße gebaut habe,
war mir das sofort klar.
Und ich habe mich geschämt.
Und dann,
im Verlauf der Zeit,
macht man mal einen Kompromiss und dann noch einen.
Und plötzlich ist es gar nicht mehr so schlimm, Scheiße zu bauen.
Das wird dann ganz normal.
Und es überrascht einen,
wie man alles Böse irgendwie rechtfertigen kann.
Es wird akzeptabel.
Menschen passen sich an.
Aber du bist allen noch mal voraus.
Als Kind warst du...ziemlich dumm.
Schon erstaunlich, dass das immer noch so ist.
Bist du immer noch am Leben?
Ich wollte nicht, dass es so endet.
Ich sterbe.
Ja.
Es tut mir leid.
Ist schon okay.
Das Böse wird mir nichts anhaben.
EIN FILM VON KIRILL SOKOLOV
PRODUZIERT VON SOFIKO KIKNAVELIDZE
ALEKSANDR KUZNETSOV
VITALIY KHAEV
EVGENIYA KREGZHDE
MIKHAIL GOREVOY
ELENA SHEVCHENKO
KAMERA: DMITRIY ULYUKAEV
PRODUKTIONSDESIGN: VIKTOR ZUDIN
KOSTÜME: NATALYA BELOUSOVA
MAKE-UP: NATALYA FYODOROVA
TON: ALEKSANDR KOPEYKIN
MUSIK: VADIM QP - SERGEY SOLOVYOV
AUSFÜHRENDE PRODUZENTIN: ELENA BYKOVA
SCHNITT: KIRILL SOKOLOV
© WHITE MIRROR FILM COMPANY LLC, PARADISE PRODUCTION CENTER LLC, 2018
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