All language subtitles for 2014_Sechse kommen durch die ganze Welt.deu

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Original subtitles

.

Musik: Violinen-Klänge

Musik verstummt

Personen und ihre Farben:

Grün für König Wilbur

Blau für den Musikus Jasper Gelb für Prinzessin Ella

Weiß für alle anderen Personen

Was tust du hier Fremder?

Ich?

Ich bringe dem Vogel da oben ein Lied bei.

Ich habe es für meine Liebste komponiert.

Er soll es für sie singen.

Dieser Park gehört meinem Vater, dem König.

Ich könnte dich einsperren lassen.

Ja? Aber dann würdest du nicht hören, wie mein Lied weitergeht.

Na gut ... Spiel weiter!

Erzähl mir von deiner Liebsten! Ist sie hübsch?

Hübsch?

Nein.

Was?!

Ella ist ... wunder-wunderschön.

Sie ist klug und sie liebt Musik.

Aber am meisten mag ich, dass sie immer hält, was sie verspricht.

Wir träumen davon, gemeinsam die Welt kennenzulernen. - Jasper.

Gefällt dir dein Lied? Ja.

Sehr. Das ist eine Überraschung.

Die Überraschung ist etwas Anderes.

Prinzessin Ella!

Würdest du mich, Jasper,...

... zu deinem rechtmäßigen ...? Jaaaa! Ja, ja, ja, ja, ja!

Springer C6 ...

... auf B4.

Schach!

Uaaah! - Oooops.

Och. - Hoppala.

(beide) Das hat weh getan.

Aaaua!

Aua.

Ich fürchte, Eure Königliche Hoheit gewinnen wieder.

Vater?

Ich muss dich sprechen.

Spatzi, muss das jetzt sein? Ich spiele gerade. - Ach so.

Dann erzähle ich dir eben später, wen ich heirate. - Hm.

Heira...? Ella!

Alle raus hier, hopp, hopp, hopp!

Raus, raus, raus! Hopp, hopp!

Jeder merkt sich, wo er stand.

Hopp, hopp, hopp.

Heiraten? Wer ist es? Jasper.

Wer? Jasper!

Jasper? Wer?

Der Musikus. (beide) Nein!!

Och, du willst den Lautenschläger heiraten?

Ach! Ich wette, das ist ein Witz! Ach so, ja.

Nein. Ich liebe ihn. (beide) Nöööööööö!!!

Und er liebt mich. Kindchen, er ist ein Niemand.

Weniger ...

Genau! Du bist bald Königin. Das kommt nicht infrage.

Du willst immer, dass ich glücklich bin.

Aber nicht so!

Wenn ich Jasper nicht heiraten darf, werde ich nicht glücklich.

Kindchen, du bist mir wichtiger als alles andere.

Aber du bist noch so jung. Warum willst du schon heiraten?

Ich spüre, dass es richtig ist.

Hier drin.

Kann denn nicht alles so bleiben, wie es ist?

Es ist doch schön so. Ja!

Wer gewinnt, hat einen Wunsch frei.

(flüstert) Stein.

Gong

(beide) Schnick, schnack, schnuck!

Ah! Das war Stein!

Vielen Dank.

Na gut, ich werde mit ihm sprechen. Alleine.

Danke. Danke, danke, danke, danke.

Muss ich irgendwas beachten?

Unbedingt: Wenn mein Vater dir den Kopf abreißt, solltest du lächeln.

Das kriege ich hin. Ich könnte auch noch singen.

Das würde sicher helfen.

Wenn er dich zu einem Spiel auffordert, lass ihn gewinnen.

Er hasst es zu verlieren.

Sei einfach du selbst!

Mein Vater tut manchmal streng.

Die Einen sagen so, die Andern ...

Du musst ja nicht ihn heiraten, sondern mich.

Ich muss nicht. Ich will. Mehr als alles andere auf der Welt.

Und ich erst.

Jetzt los.

Viel Glück.

Ich warte in meinem Zimmer auf dich.

Superb!

Ach so.

Nun zum Musikus.

Wie ich höre, hast du die Absicht, mein Schwiegersohn zu werden?

Ich möchte Eure Tochter heiraten. Aber das kommt aufs selbe raus.

Oh, auf den Mund gefallen ist er nicht. - Das gefällt uns.

Man will keinen maulfaulen Dummkopf in der königlichen Familie haben.

Da kann ich euch beruhigen. Ah, das ist gut.

Du musst wissen:

Ella ist ein ganz, ganz, ganz besonderes Mädchen.

Sie verdient einen ganz, ganz, ganz besonderen Mann.

Das finde ich auch.

So, du hältst dich also für einen ganz, ganz, ganz besonderen Mann?

No!

Ich halte Ella für klug genug, um die richtige Wahl zu treffen.

Sie ist Eure Tochter.

Hm. Hmm.

Ich liebe sie mehr als alles andere in der Welt.

Genau wie ich.

Kommen wir nun zum offiziellen Teil.

Ja.

Bitte.

König Wilbur, Eure Königliche Hoheit!

Ich möchte Euch um die Hand Eurer Tochter bitten.

Also, wenn er so lieb bittet.

Doch bevor ich meine einzige Tochter

einem dahergelaufenen Musikus zur Frau gebe,

gefriert die Hölle.

Aaaaahh!

Huih. - Oh! - Hoppala, das hat sicher weh getan.

(schreit) Aaaahhhh!

(Mann) Ist er tot?

(Frau) Nein.

Das gibt's doch nicht!

Er hat mich reingelegt.

(schreit) Das wirst du mir büßen! Hörst du?

Er klopft laut.

(Frau) Was hast du ausgefressen?

Im Spiel gewonnen? Das mag er gar nicht.

Nein. Ich will nur seine Tochter heiraten.

Oh, "nur". Na dann.

Hast du etwas zu essen dabei?

Ich habe solchen Hunger.

Der hat immer Hunger. Ein paar Nüsse.

Ooh, lecker!

Es knackt laut.

Du bist sehr stark.

Ja, ja.

Leider.

Das kannst du vergessen.

Wisst ihr, wo Jasper ist? Nein!

Hast du Jasper gesehen?

Nein, Eure Hoheit.

Du?

Weshalb seid ihr hier? Wilbur hält mich für eine Hexe.

Fliegst du mit 'nem Besen? Nein.

Ich wohne alleine im Wald, habe rote Haare

und verstehe mich mit Pflanzen besser als mit Menschen.

Und du?

Ich hab' ein Haus kaputt gemacht.

Eigentlich habe ich nur an die Tür geklopft, aber ...

... danach stand da kein Haus mehr. So stark bist du?

Im Moment fühle ich mich eher schwach.

Ich habe nämlich wieder Hunger.

Also ...

Ich bilde mir ein, ...

dass von draußen der Geruch von ...

... gebratenem Hühnchen reinkommt.

Im Ernst?

Es könnte auch Gans sein. Oooh ...

Er atmet tief ein.

Ich rieche nichts. Schließ die Augen!

Knusprige Keule.

Dazu Rotkohl mit ein wenig Zimt.

Zimt?

Ich liebe Zimt!

(König und Kanzler) Hopp, hopp, hopp!

Na los! Komm, komm!

Wunderbar, Theodor! Ganz großer Sport! Und?

Neue Bestzeit. Es gibt keinen schnelleren Läufer.

Das hoffe ich. Mein Reich hatte immer den schnellsten Läufer.

Ab mit ihm ins Eisbad, dann Massagen.

Eisbad und Massagen! Die anderen ...

Jasper ist weg! Hm?

Jasper ist weg! Wer?

Jasper!

Jasper ist weg? Ach!

Er hat mir geschrieben. Was hast du gesagt?

Er soll auf dich aufpassen. Du hast die Hochzeit erlaubt?

Schweren Herzens, ja.

Ich will dem Glück meiner Tochter nicht im Wege stehen.

Aber wieso will er plötzlich auf Wanderschaft gehen?

Darf ich? Mir scheint, der junge Mann hat nasse Füße bekommen.

Äh, Muffensausen. Das kommt leider mal vor.

(liest) "Liebe Ella, verzeih, ich fühle mich noch zu jung, ..."

"... um mich auf ewig zu binden. Ich ziehe hinaus in die Welt."

"Leb wohl! Jasper"

Ja, klarer Fall von Muffensausen. So ein Feigling!

Aber er hat gesagt, dass er mich liebt.

Och Mäuselchen!

Das tut mir wirklich leid.

Jasper ist kein Feigling.

Das weiß ich.

Hier ist kein Essen! Nein, aber wir sind frei!

Du kannst dir eine Gans braten, wenn du möch... Ah!

Äh, was machst du da?

Ich gehe hier nicht raus.

Warum nicht?

Ich mache immer alles kaputt.

Deine Kraft ist eine Gabe. Du musst lernen, sie zu beherrschen.

Das tust du nicht im Kerker.

Komm mit mir!

Draußen wartet eine ganze Welt auf dich.

Und du willst hier rumhocken und dein Leben vertrödeln?

Mit knurrendem Magen?

Na gut.

Ich komme mit.

Nehmt ihr mich mit?

Klar.

Die Feinde von König Wilbur sind meine Freunde. Hexen? Umso besser.

Ich heiße Flora.

Lukas.

Jasper.

Aaah!

Entschuldigung.

(Lukas) Diese Pilzdinger machen nicht satt.

(Flora) Diese Pilzdinger heißen Goldblattknollen.

Gut, dass ich das jetzt auch weiß.

Sie machen sehr wohl satt.

Dich vielleicht. Ich hab' noch Hunger.

Leg dich hin und schlaf!

Der Vogel piepst.

Er piepst wieder.

Flieg zu Ella und sing für sie!

Der Vogel piepst.

Der Vogel zwitschert die Melodie.

Hat Jasper dich geschickt?

Er piepst.

Einer schnarcht.

(Lukas) Was habt ihr denn?

Finden wir es heraus.

Können wir nicht erst mal frühstücken?

Oh, da!

Ein Wirbelsturm?

(herannahend) Hilfe!

Habt ihr je einen Wirbelsturm gesehen, der um Hilfe ruft?

Wir müssen ihn anhalten.

(schreit anhaltend) Hey! Hilfe!

Er soll da rüber laufen.

(Lukas) Warum denn? Frag nicht, mach!

(schreit anhaltend) Oooooohhhhhh!

Oh Gott! Ooh! Oh Gott, oh Gott!

Huaaah!

Ich hab' dich!

Ich brauche meinen Rucksack! Ich hab' ihn an der Weide verloren.

Ich hole ihn.

Ich kenne niemanden, der so rennt.

Ohne Rucksack kann ich die Beine nicht steuern.

Ich kenne auch keinen, der sich so mit Pflanzen versteht.

Es wäre gut, wenn er sich beeilt! Lukas!

Achtung!

Was ist da drin?

Ein Anker. Und ein Amboss.

(angestrengt) Oh. - Ah!

(genüsslich) Och!

Mmmmm!

Danke!

Ihr habt mich gerettet.

Ach so, ich bin übrigens Markus.

Oah!

(Frau im Hintergrund) Da links sind noch mehr.

(lacht) Links von dir.

Wer bist du?

Lisa.

Ohne meinen Rucksack mit dem Amboss rennen meine Beine los.

Das ist wie ein Fluch.

Ein Fluch oder eine Gabe.

Und was machst du hier?

Ich lebe hier im Wald.

Alleine? - Ja.

Ich bringe nur Unglück.

Es ist besser, ich bin nicht unter Menschen.

Dir geht es wie mir. - Wie?

Aber bei meinen Freunden ist es anders.

Diebe haben mir mal die Riemen zerschnitten.

Ich bin eine Stunde auf dem Marktplatz herumgerannt

und habe über fünfzig Stände mit Waren umgerannt.

Das klingt eher nach Fluch.

König Wilbur wollte mich in den Kerker werfen lassen.

Aber ich war schneller als seine Wachen.

Seitdem ziehe ich ziellos umher.

Mahlzeit, Freunde!

Das ist Lisa.

Sie bringt Unglück, sagt sie.

Deshalb ließ Wilbur sie aus seinem Reich verbannen.

Wieso denkst du, dass du Unglück bringst?

Ich kann etwas, was keiner will. Was ist das?

Das sage ich nicht.

(Lukas) Uns bringst du kein Unglück, sondern einen vollen Magen.

Schließ dich uns an! Und du auch.

Ihr könnt mir helfen, dem König eine Lektion zu erteilen

und meine Ella wiederzubekommen.

Jaspers Melodie erklingt zaghaft auf dem Cembalo.

Hmm?

Oh Mann, ich kann es nicht ertragen, wenn mein Mausebär traurig ist.

Sei fröhlich!

Ich verstehe nicht, wie er mir das antun konnte.

Ach, du wirst ihn vergessen.

Außerdem hat dich dieser Pfff doch gar nicht verdient.

Ich werde ihn nie vergessen.

Niemals. - Hmm.

Warum schaust du nicht zu, wie unsere Läufer trainieren?

Das hat dir früher so viel Spaß gemacht. Das lenkt dich ab.

Also dieser Theodor ... Der ist gut!

Der ist der Schnellste, den wir jemals hatten.

Ich wette, er ist schneller als ein Pferd.

Schwörst du mir, dass du nichts mit Jaspers Verschwinden zu tun hast?

Du weißt, dass unser Hof schon zu Zeiten deines Urururururgroßvaters

immer den schnellsten Läufer hatte.

Das ist bei uns sozusagen eine eilige Tradition.

Schwörst du? Ach so, ja, ja, ja, ich schwöre.

Und jetzt lass uns wetten.

Ich hab' keine Lust.

Ich möchte alleine sein. (ärgerlich) Hm!

(bittend) Hm?

(enttäuscht) Hm.

Die Tür schließt.

entferntes Vogelgezwitscher

Ich kann nicht mehr.

So lange bin ich noch nie an einem Stück gelaufen.

Du Kraftprotz, so weit laufe ich schon zum Frühstück,

wenn ich meinen Rucksack nicht aufhabe.

(Lukas) Mir tun die Füße weh.

(Flora) Du bist nur am Jammern!

"Oh, ich hab' solchen Hunger."

"Oh, mir tun die Füße weh."

Was kommt dann? Sonnenbrand?

Hey!

Jeder von euch ist wichtig.

Es knallt. Deckung!

(Flora) Sind das die Wachen des Königs?

Hey du! Fremder! Warum schießt du auf uns?

Ich schieße nicht auf euch. Ich schieße nie daneben.

Gestatten: Benjamin. Der größte Schütze der Welt.

Mindestens.

Dafür, dass du der größte Schütze der Welt bist,

bist du aber ziemlich klein.

Pass auf, Langer! Ich bin nicht klein!

Ich hasse es, wenn man mich so nennt!

Hey, hey, ganz ruhig.

Gib uns eine Kostprobe deines Könnens!

Ja. Ich treffe alles.

Ich kann einen Tautropfen von einem Grashalm schießen.

Sein Mundwerk ist ziemlich groß.

Ah, ja ... Da hinten ... die Sonnenblume.

Treffer!

Mmh, seht ihr 'ne Sonnenblume?

Jetzt natürlich nicht mehr.

Ah ja.

Ihr glaubt mir nicht?

Gut.

Das alte Vogelnest bei der Eiche da hinten.

Treffer!

Einer lacht kurz.

Vogelnest? Ich sehe nicht mal eine Eiche.

Na da. Es soll ja schwierig sein. Sonst könnt's ja jeder.

Kommt, lasst uns gehen. Der Kleine spinnt.

Nenn mich noch einmal "Kleiner"!

Ich schieße auf die Glocke des Kirchturms.

Die Kirche ist einen halben Tagesmarsch entfernt.

Das stimmt.

Mach dir nichts draus!

Auf die Entfernung trifft niemand.

Pssst!

einzelner Glockenschlag

Ich schon.

Du solltest ihn nicht mehr "Kleiner" nennen.

Jemand mit deinen Fähigkeiten passt gut zu uns. - Zu euch?

Mit dir können wir die Welt aus den Angeln heben.

Hatschi!

Und? Wollt ihr die Welt aus den Angeln heben?

Was meint ihr? Wollen wir? Ja klar.

Wenn's weiter nichts ist. - Den Mond noch dazu! - Allerdings!

Na gut!

Ich habe nichts vor. Ich bin auf Wanderschaft. Ich komme mit.

Ich hab' das Gefühl, dass wir Sechs es weit bringen werden.

(alle) Ooooh, juih!

Geflohen?

Alle?! - Ich fürchte ...

Ich fürchte ... ja!

Das ist nicht gut.

blecherner Gong Au!

Kein Wort darüber. Wenn der König davon erfährt, dann rollen Köpfe.

Womöglich unsere, Waldi.

Hut!

blecherner Gong

(Markus) Kirschen. Mmh.

Markus!

Hey!

Kommst du? Na los, komm!

Ich weiß, wie wir Wilbur drankriegen und ich meine Ella wieder bekomme.

Lass hören!

Wir wetten mit dem König!

(ruft) Ich wette, ...

ich habe den schnellsten Läufer ...

... der ganzen Welt!

Der König lacht.

Das ist Unsinn. Niemand hat einen schnelleren Läufer als ich.

Graf ... äh ... Rubliw.

Wie? Rub-liw.

Rubliw, aha.

Ach wirklich? Seid Ihr Euch da sicher?

Absolut!

Wir treten jedes Jahr

gegen die schnellsten Läufer der Welt an und ...

Wir gewinnen immer. Er lacht.

Wenn das so ist, dann können wir auch wetten.

Man erzählt sich landauf, landab von Eurer großen Wettleidenschaft.

Dann wisst Ihr aber auch, dass ich meine Wetten immer gewinne.

Es ist erstaunlich, wie viele Gemeinsamkeiten wir haben.

Also ...

Gemeinsamkeiten? Wir? Aber ja!

Auch ich pflege meine Wetten immer zu gewinnen.

Sag mal, ich kenne dich irgendwo her. Wer bist du?

Sind wir uns schon begegnet? Gewackelt!

Ich bedauere, wir hatten noch nicht das Vergnügen.

Ich bin eigens von weit her angereist, um mit Euch zu wetten.

Aber vielleicht habe ich Euch auch überschätzt. ... Gewackelt.

Quatsch! Ja!

Sag mal, wie redest du eigentlich mit mir?

Es scheint, als würdet Ihr Ausflüchte suchen,

nicht gegen meinen Läufer verlieren zu müssen.

Du denkst wohl, ich merke nicht, dass du mich provozierst?

Da könnte mich jeder herausfordern.

Ach Mann! Ich weiß, ich hab' gewackelt!

Ich bin aber nicht jeder.

Mal angenommen:

Ich wette 100 Goldtaler darauf, dass mein Läufer den deinen besiegt.

Hättest du überhaupt so viel Geld?

Wer sagt dass ich um Geld wetten möchte?

Ich wette um mein Leben, dass mein Läufer schneller ist als Eurer.

Hoh! Er pfeift.

Hoija. Um dein Le... also ...?

Das nenne ich mal einen interessanten Einsatz.

Euer Einsatz sollte auch interessant sein.

Mein Leben gegen die Hand der Prinzessin.

Was fällt Euch ein?

Ihr seid Euch doch sicher, dass Euer Läufer schneller ist als meiner.

Ihr habt nichts zu verlieren.

Na gut, das soll mir der Spaß wert sein.

Doch es wird nicht nur um dein Leben gehen.

Es geht auch um das Leben deines Läufers. Einverstanden?

Willst du wirklich antreten, obwohl es um dein Leben geht?

Du hast mir geholfen, jetzt helfe ich dir.

Und wenn ich dabei König Wilbur eins auswischen kann: umso besser.

Denk immer daran: Der Kopf ist das dritte Bein!

Nebenbei gesagt: Dieser Theodor ist echt kein Gegner für mich.

(leise) Danke.

Vater!

Was ist denn, Schnecki?

Stimmt es, dass ich dein Einsatz bin? - Stimmt das?

Ja. - Ja.

Ich soll diese Vogelscheuche heiraten, wenn Theodor verliert?

Aber er verliert nicht. Und wenn doch?

Ich werde nie einen anderen als Jasper heiraten.

Theodor! Du gewinnst doch, oder? Klar!

Klar! - Klar!

Das ist so ... - Was?

Was hat sie denn? Was hat sie denn?

(Benjamin) Jasper!

Das ist also deine Ella, ja? (Lisa) Sie ist wunderschön.

(Flora) Kommt wohl nach der Mutter. (Lukas) Mir wäre sie zu dünn.

Der Amboss ist raus.

Jeder Läufer hat einen Krug. Damit läuft er zum Teich.

Dort füllt er ihn mit Wasser und kommt wieder her.

Huch! Mein Fehler.

Was ist los? Der Anker ist nicht fest.

Beeilt euch! - Jasper!

Auf die Plätze, fertig ... So, los!

Die Freunde jubeln. Viel Glück, mein Freund!

Aaah!

Oah ... Kirschen!

Ist das schön hier!

Nur ein paar Minuten.

Warum sprichst du nicht mit ihm?

Mit wem? Benjamin.

Du magst ihn doch, oder? Was? Nein!

Ich sehe, wie du ihn anschaust. Wie denn?

(hauchend) Ooh, Benjamin!

Hör auf! Wenn er dich hört!

Warum kannst du keinen Jungen küssen?

Ich habe Angst, dass ich ihn in einen Eiszapfen verwandele.

Er hechelt.

Huuh!

Und?

Wo bleibt er?

(Flora) Da!

Ja! Das ist unser Mann! Es ist Theodor!

Ich gewinne! Hahaha!

Da stimmt was nicht.

Benjamin, schau mal, ob du Markus findest. - Na klar.

Er liegt da und glotzt in den Kirschbaum.

Ah, das ist nicht gut. Dafür hat er eine Schwäche.

Kannst du eine Kirsche treffen? Na klar!

Er ist wach! Und?

Mist!

Er ist am Teich.

Das schafft er nicht. Doch.

(Flora) Was macht dich so sicher? Das ist ein Gewinner, wie ihr.

Du bist gleich im Ziel! Komm!

Er verliert.

Schande! Hast du nicht gehört, was Jasper gesagt hat?

(Lukas) Was denn? (Flora) Wir sind keine Verlierer.

Uuuu!

(alle) Komm, komm, komm!

Steh auf, du lahme Nulpe!

Willst du ein Mittagsschläfchen machen?

Die Freunde jubeln.

Juchuh, ich hab's geschafft!

Also ... ähm ...

Ich gratuliere!

Das gebietet der Anstand.

Ich schenke dir und deinem Läufer das Leben.

Als Geschenk bezeichne ich das nicht.

Wohl eher als Gewinn.

Genauso wie die Hand Eurer Tochter. Wäre Euch die Hochzeit morgen recht?

Wir wollen nichts überstürzen, ja?

Diese Nacht bist du und deine Freunde ...

Ihr seid meine Gäste. Morgen gucken wir weiter. Tschüss!

Du sorgst dafür, dass der Kerl mit den haarigen Filzbürsten

die Nacht nicht überlebt.

Selbstverständlich, Eure Hoheit.

Ich dachte, Theodor verliert nicht.

Och mein Bärchen! Du hast mich verwettet!

Das kann ein Fehler gewesen sein. Es tut mir leid.

Es tut dir leid? Ich muss diesen Kerl heiraten!

Nein, musst du nicht. Ich kümmere mich drum. - Wie denn?

Mach dir keine Sorgen, Engelchen! Alles wird gut.

(brüllt) Kanzler!

Pssst. Leise! Du bist in Gefahr, Fremder.

Gefahr! Pssst.

Aus dem Bett! Los! Schnell!

Keinen Mucks!

Au!

Du bist so dämlich!

Er wetzt die Messer.

Eins, zwei, drei ...

Gut. ... Pssst!

Wieso "pssst"? Der ist tot, du Idiot. Reimt sich sogar.

Er lacht.

Ah! ... Au, mein Kopf! Ist alles in Ordnung?

Er wehrt heftig ab.

Das war das Werk meines Vaters.

Du hast mir das Leben gerettet.

Ella! Wag nicht, mich anzufassen, Fremder!

Weil ich dein Leben gerettet hab', werde ich dich heiraten müssen.

Aber mein Herz gehört einem Anderen.

Wie ist er denn so, der Andere?

Jasper ist der wunderbarste Mensch der Welt.

Er bringt mich immer zum Lachen und ...

... träumt von den gleichen Abenteuern wie ich.

Er macht so schöne Musik für mich.

Er spielt sein Lied.

Jasper?

(laut) Jasper!

Wieso hast du mir diesen Brief geschrieben und bist abgehauen?

Ich hab' dir keinen Brief geschrieben.

Dein Vater hat mich in den Kerker geworfen.

Was?

Aber er hat mir geschworen, dass ...

Jetzt reicht's! Warte, warte!

Wäre es nicht besser, wenn dein Vater glaubt,

dass ich der Fremde bin, der die Hand seiner Tochter gewonnen hat?

Und der sonderbarerweise diese Nacht überlebt hat.

Du willst was? Ich heirate den Fremden.

Was? Wen? - Warum?

Nein! Doch! (alle drei) Nein!

Doch! (alle drei) Nöööö!

Spielschulden sind Ehrenschulden.

Das sagst du doch immer.

Ich opfere mich.

Liebelein, das ehrt dich. Aber ...

Das geht nicht mehr.

Heute Nacht gab es leider einen bedauernswerten Unfall.

Unser junger ... Guten Morgen!

Wie schön.

Die Familie in trauter Eintracht.

Gong

Wir können gleich die Formalitäten klären.

Ich schlage vor, wir bringen das hinter uns.

Am besten, wir heiraten heute noch. Einverstanden.

Moment! Das muss vorbereitet werden. Das braucht Zeit.

Keine Umstände, Schwiegerpapa. Doch, ich bestehe darauf.

Wir brauchen ja einen ... (beide) Geistlichen?

... einen Geistlichen. Wir brauchen Gäste, Musik ...

Ihr hattet doch mal einen Musikus. Man erzählt nur das Beste von ihm.

So doll war er nicht. Außerdem ist er verhindert.

Gebt mir ein etwas Zeit, ja?

Du lässt dir ein Hochzeitskleid anpassen.

Dich und deine Freunde lade ich zu einem Festmahl ein. Hier.

Es wird euch an nichts fehlen.

(Jasper und Ella) Einverstanden! Einverstanden!

Einverstanden! - Einverstanden!

blecherner Gong

Bis später, Papa.

Zeit für die Hölle.

(Lukas) Ich bin im Paradies!

(Flora) So was habe ich noch nie gesehen. - Silbernes Besteck!

Ich esse trotzdem mit den Fingern.

Überfriss dich nicht!

(Benjamin) Wo möchtest du sitzen? (Lisa) Neben dir?

Greift zu, Freunde! Ihr habt es verdient.

Ihr ja. Aber habe nichts gemacht.

Aber Unglück hast du uns auch nicht gebracht. - Das stimmt.

(flüstert) Feuer!

Klopfzeichen von oben

Ja, ja.

Ja.

(Flora) Auf das Brautpaar!

Möge eure Liebe wachsen wie Efeu, zäh sein wie Löwenzahn

und schön wie die Orchideen.

(alle) Auf uns!

(alle) Prost!

Lasst's euch schmecken!

Sehr warm, oder?

Ja. Was riecht hier so angebrannt?

(Markus) Auuu! Dabei bin ich gar nicht gelaufen.

Der Boden glüht. (Flora) Man kann ihn nicht betreten.

Das ist Wilburs Werk.

(Benjamin) Ich schieße auf's Fenster.

Die sind kugelsicher!

Schieß auf die Tür!

Die ist zu dick.

(Lukas) Es ist zu heiß, Leute.

Sie schreien.

Es tut mir leid. Ich habe euch in diese Situation gebracht.

König Wilbur kann man nicht trauen.

Wenigsten sterbe ich nicht mit leerem Magen. - Und nicht alleine.

Es war mir eine Ehre. - Mir auch.

Wir müssen nicht sterben.

Häh? - Was?

Wenn du eine Idee hast, solltest du uns diese verraten, Lisa.

Macht etwas Platz!

Zieht euch lieber etwas über!

Diesmal darf nichts schiefgehen. Natürlich nicht, Königliche Hoheit.

Auf Lisa, das Mädchen, das uns allen Glück bringt!

Die Gläser erklingen.

(Benjamin) So was habe ich noch nie gesehen.

Das war unglaublich.

Was ist jetzt wieder los?

Tja, es sieht aus, als wäre die Hölle gefroren.

Jasper? Jasper?

(beide) Jasper! Wachen!

Überrascht, Schwiegerpapa?

Ach! Ella wusste, wer du bist und hat deshalb der Hochzeit zugestimmt.

Es sieht so aus, als würdest du mich nicht los.

Hör zu! Lass uns das vernünftig regeln. Ein für allemal.

Es gibt nichts zu regeln. Ich heirate Ella jetzt.

Nein, bitte! Du darfst sie mir nicht wegnehmen.

Ich biete dir Gold, Geschmeide, Edelsteine,

so viel ein Mann tragen kann.

Du kannst Liebe nicht in Gold aufwiegen. - Nein?

Jasper?

(leise) Dein Vater wollte uns alle verbrennen. - Was?

Du bist voller Eis. Das erzähle ich dir später.

Sssst!

Ich heirate die tollste Frau der Welt.

Mein Schwiegervater lässt keine Chance ungenutzt, mich umzubringen.

Hey!

Geh auf sein Angebot ein! Was?

Wir müssen ihn da treffen, wo es ihm wehtut.

Deinem Vater tut es nicht weh, ein bisschen Gold abzugeben.

Ein bisschen nicht.

Aber wenn dein Freund Lukas wirklich so stark ist ...

Aah!

Dein Hochzeitskleid steht dir hervorragend.

Das ist ein Unterrock. Du kannst alles tragen.

Einverstanden! Ich nehme das Angebot an. So viel wie einer tragen kann.

Das ist gut. Das ist gut. Das ist gut.

Das ist gut. Das ist gut.

Das ist weise. Bis später!

Geh da weg!

Ob das weise ist, weiß ich nicht. Ich versteh's auch nicht.

Vertraut ihm! Er weiß, was er tut.

Also: Wir brauchen Stoff. Dann nähen wir einen großen Sack.

Einen sehr großen.

Lukas! Meinst du, du schaffst das?

Klar. Ja?

Das mache ich mit links.

(Lisa) Und wenn ich dich in einen Eisklotz verwandele?

(Benjamin) Das riskiere ich.

Und?

Mir ist eher heiß als kalt.

Findest du mich zu klein?

Du bist gar nicht klein.

Aber ich ...

Vielleicht bist du ja gewachsen.

Bäh!

Oh Gott.

Huch!

Das ... ist ja so viel ...

So furchtbar viel.

Ist noch was in der Schatzkammer?

Fast nichts mehr. - Das ist nicht gut.

Mein Gold, mein Geschmeide, mein Gold, mein Ge....

Ich bin ruiniert!

Dein Musiker hat mich übers Ohr gehauen.

Du hast Schlimmeres getan, Papa. Ich wollte dich nicht verlieren.

Ich kann nicht verlieren. Alle haben dich gewinnen lassen.

Nein, ich habe gewonnen, weil ich gut bin. Gut, gut. - Nein.

Nein? - Nein!

Weil sie Angst vor dir haben, hast du gewonnen.

Oder weil sie einen Vorteil davon haben.

Ich bin die einzige, die ehrlich mit dir gespielt hat.

Sag "Ja" zu unserer Hochzeit!

(kleinlaut) Ja.

Hm?

Ja-ha. Keine Tricks diesmal?

Nein.

Es hieß: "So viel, wie einer tragen kann."

Genau. - Genau.

Genau.

Das kann aber kein Mann tragen. Genau?

Lukas? - Genau.

Lukas stöhnt angestrengt.

Ganz genau.

Na dann. Lebt wohl! Vielen Dank für alles. - Schluss jetzt!

Weiß der König davon?

Der König ist kein König mehr, wenn die mit dem Geld verschwinden.

Rate mal, was dann mit uns passiert, Waldi?

So, Sack runter! Ihr verschwindet jetzt!

Soll ich sie verhauen? - Ich kann Lianen um ihren Hals schwingen.

Ich mache sie zu Schnee. - Ich schieße die Lanzen weg.

Ich kann sie umrennen.

Nein. Ella hat gesagt, sie klärt das.

Sie hält immer, was sie verspricht.

Gut. ... Eins, ...

..., zwei, ...

Nehmt die Piekser hoch!

Wer gab den Befehl?

Nein.

Vielleicht.

Aah ...

Wag es nicht noch einmal,

meinen zukünftigen Schwiegersohn und seine Freunde zu bedrohen.

Sie stehen unter meinem Schutz.

Ich glaube, den brauchen sie nicht, Papa.

Du da, hör mal zu!

Also, wenn mein Täubchen das unbedingt will,

gebe ich dir die Hand meiner Tochter.

Und ich bitte um Vergebung für meine Versuche,

eurer Liebe im Wege zu stehen.

Ich habe euch unterschätzt, euch alle.

Wir wollen erst mal durch die Welt ziehen.

Wir alle gemeinsam.

Du gehst mit ihnen mit?

Ja. Aber wir kommen wieder.

So hast du Zeit, die Hochzeit vorzubereiten, Schwiegerpapa.

Na gut, pass mir aber gut auf mein Schnäuzelchen auf!

Ella braucht keinen Aufpasser. Aber sieh dir diese Leute an!

Wäre sie irgendwo besser aufgehoben als bei uns?

Kein Geld!

Kein König!

Das ist das Ende.

Ich bin doch noch da.

Der Vogel piepst.

Die ganze Welt wartet auf uns.

Die ganze Welt.

Dieser Sack ist ganz schön schwer.

(Flora) Jammer, jammer, jammer.

Dann wirf ihn in den See!

Wir können ihn ja auf dem Rückweg wieder raufholen.

(Lukas) So ist das viel besser.

Untertitel: rbbtext Birte Morling

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