All language subtitles for Liam Gallagher - Knebworth 22 (2022) (Paramount+)

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Original subtitles

Für mich ist Rock 'n' Roll abgeschlossen.

Er ist vollkommen.

Wer daran rumpfuscht, tut das auf eigene Gefahr.

Ich bin nicht blöd,

ich brauche keine Jazz-Fusion oder so was.

Das überlasse ich den Vollidioten.

Ich bin wild auf die Bühne, als wäre ich ein eingesperrtes Tier.

Ich will meine ganze Energie aufsparen

und dann auf der Bühne einfach nur abgehen.

Ich kann sehr arrogant sein, aber ich bin nicht blöd.

Manchmal wirke ich vielleicht so, aber ich bin es nicht.

Nein, so ein Konzert habe ich nicht mehr für möglich gehalten.

Ich versuche, mich von allen fernzuhalten.

"Oh, du siehst gut aus." Halt dein Maul.

"Oh, du trägst das?" Verpiss dich.

Meine Kinder fragen, wie es mir geht. Das wisst ihr doch, Mann.

Macht ihr Witze?

Ein Boxer will auch keine Massage vor dem Kampf.

Er will in den Ring und dem Gegner den Kopf abreißen.

Das mag unhöflich wirken,

aber ich labere nicht eine Stunde vor dem Konzert herum,

denn meine Stimme ist kostbar.

Das sind doch alles Komiker.

Die muss man sich anhören, bevor man da rausgeht.

Nach dem zweiten Auftritt denkt man:

"Okay, ihr Besserwisser.

Ihr fragt, was los ist? Zieht euch das rein."

- Bonjour. - Bonjour, mein Freund.

Alter, hör zu, ich rufe dich nicht ohne Grund an.

Es gibt da ein gewaltiges Gerücht,

dass es noch heute Morgen eine Ankündigung geben wird.

- Okay. - Also frage ich die Legende selbst.

Kannst du mir sagen, was da dahintersteckt?

Was dahintersteckt:

Nächstes Jahr trete ich in Knebworth auf.

Wir schreiben zum zweiten Mal Geschichte.

Das wird mega.

Für einen Musik-Fan ist Knebworth einfach nach wie vor...

E Street, Led Zeppelin, Pink Floyd, Oasis.

Mick Jagger könnte das nicht alleine. Bono auch nicht.

Selbst Robert Plant nicht.

Freddie Mercury vielleicht, wenn er hier wäre.

Liam Gallagher, Knebworth.

Ich verstehe es nicht, Mann.

Seine Stimme ist zu schwach für Knebworth.

Ich war zunächst etwas skeptisch.

Es war ganz schön gewagt. Er hätte floppen können.

Dieser Abend damals war sein absoluter Höhepunkt.

Und dieser Auftritt jetzt kommt nach einer Zeit,

die uns alle verunsichert hat.

Es war kacke, als ich kein Geld hatte.

Jetzt mit etwas Kohle sehe ich mich so um,

und es ist immer noch kacke.

Ich glaube, ein Konzert wie Knebworth erfüllt ganz viele Funktionen.

Wir haben seltsame, beschissene Zeiten durchgemacht.

Hier kommen Leute zusammen. Das ist das Wichtigste.

80.000 Leute werden auf einem Feld bei Knebworth stehen

und komplett abgehen und ausrasten.

Natürlich hatte ich Glück, aber was ich tue, nehme ich ernst.

Ich habe dem Rock 'n' Roll treu gedient.

Und die Leute wollten es.

Also gebe ich es ihnen. Ganz einfach.

LIAMS FANS SOLLTEN TEIL DER DOKUMENTATION SEIN

KNEBWORTH 2022 FILM-PROJEKT

TAUSENDE AUF DER GANZEN WELT SCHICKTEN VIDEOS

Ich bin ein Rock-'n'-Roll-Star aus Japan.

Unser ganzes Leben dreht sich um Liam und Oasis.

Ihre Musik hallt in mir wider

und spricht mir aus der Seele.

Deswegen liebe ich sie. Sie geben mir Hoffnung.

Nichts anderes im Leben gibt mir dieses Gefühl.

Es geht mir einfach sofort besser.

Ihre Musik hat mir sehr geholfen.

Sie haben mir das Leben gerettet.

Als schwuler Junge

konnte ich dank Oasis in der Schule Anschluss finden.

Er bleibt seinem Sound treu

und sagt: "Lass mich, du bestimmst mein Leben nicht."

Ich bin ein Jahr trocken, dafür möchte ich Liam danken.

Mein Sternzeichen ist auch Jungfrau. Wir haben es schwer.

Ich habe ihn 8-mal gesehen. Einmal traf mich eine Flasche.

Ich bin Pfarrer in einer Kirche in York.

Sein Poster hängt an meiner Wand. Direkt neben den Bibeln.

Ich habe "Live Forever" auf meiner Schulter tätowiert.

Mein Oasis-Tattoo.

Das ist Liam auf meinem Bein.

Knebworth 1996. Das ist das Ticket.

Ich habe für Knebworth meine Flitterwochen gecancelt.

Ich gehe auf den Strich, um an ein Ticket zu kommen.

Dafür habe ich mein ganzes Erspartes ausgegeben.

Mein Chef wird vielleicht wütend:

"Er hat sich vergnügt, statt zu arbeiten."

Der kann mich mal.

Ich platze gleich vor geistigem Enthusiasmus.

Es ist ein Traum, bei so etwas Großem dabei zu sein.

- Riesenfan und stolz drauf. - Rock 'n' Roll.

Rock 'n' Roll.

"C'mon you know".

- Wir schreiben Geschichte. - Geschichte.

Sehr schön.

7 TAGE BIS KNEBWORTH

Daran erinnere ich mich gar nicht.

Oh, Knebworth Lane, super.

Kann man da einfach hin? Ist das offen für alle?

Ist das tatsächlich sein Haus? Wohnt da jemand?

- Weißt du das? - Erinnerst du dich nicht?

Leider nicht, nein.

Ich habe das noch nie in meinem Leben gesehen.

- Schade, dass du da nicht schläfst. - Ja.

Das Haus, in dem ich übernachte, ist größer.

Ich wäre hier nie aufgetreten. Es ist riesig hier.

Die Fans wollten es.

Eigentlich mit Oasis, aber er will natürlich nicht.

Dann müssen sie sich halt mit mir begnügen.

Und ich werde es ihnen zeigen.

Das wird genial.

Ich hoffe, das Wetter bleibt so schön.

Aber nicht zu heiß.

Sonst kriegen alle Sonnenbrand.

Solange die Sonne scheint, ist alles gut.

Knebworth ist wohl als Heimat des Rock bekannt.

Hier finden schon seit den 1960ern Veranstaltungen statt.

Dieser Ort hat Kultstatus erlangt und ist sehr geschichtsträchtig.

Ein solcher Ort ist reserviert für die Größten der Größten.

Dort aufzutreten, bedeutet enorm viel.

Das passiert nur aller Jubeljahre.

1976 waren die Rolling Stones für ein Wochenende hier.

1980 dann die Beach Boys am Geburtstag meines Bruders.

Das gehört zu Knebworth, das macht uns aus.

Das gehört genauso zum Erbe von Knebworth

wie die Besuche von Charles Dickens vor 150 Jahren.

Dafür stehen wir einfach.

Knebworth ist ein bisschen wie eine Schale.

Da finden enorm viele Leute Platz, ohne dass es eng wird.

Jeder hat eine sehr gute Sicht auf die Bühne.

Die Bäume im Hintergrund und der Ort im Allgemeinen,

zusammen mit diesem Kultstatus des Anwesens,

machen Knebworth zum perfekten Veranstaltungsort.

Hat es genau hier das letzte Mal stattgefunden?

Die Bühne steht an derselben Stelle, aber der Rest ist anders.

Seht euch die Zelte da drüben an. Die sind ja riesig.

Das ist der Hammer. Seht euch das an. Ja, Mann.

Ich war nicht mehr hier, seit... Wann auch immer das war.

Und ich erinnere mich so gut wie gar nicht daran.

Ich weiß noch, wie ich im Helikopter saß und dachte:

"Da ist noch ganz schön viel Platz.

Da hätten sicher noch ein paar mehr Leute reingepasst.

Ein noch größeres Publikum."

Damals waren es so 125.000.

Aber ich war gierig und dachte mir:

"Kommt schon, da hätten doch noch ein paar hingepasst,

und da auch."

Aber ich war zufrieden, es war mega.

Von Mini-Gigs zu ausverkauften Stadien in Europa:

Oasis sind die Erfolgsgeschichte der 90er-Jahre.

Keiner kann richtig einschätzen,

wie viel Oasis und Liam

den Menschen Ende 30, Anfang 40 bedeuten.

Sie bestimmten eine Ära.

Und Knebworth 1996 war der Höhepunkt dieser Ära.

250.000 Rockfans erwarten ungeduldig den Auftritt der Gallagher-Brüder.

2 Millionen Menschen standen Schlange

für eines der größten Open-Air-Konzerte.

Eines bleibt trotz des großen Hypes unsicher: das Wetter.

Aber wer diese Spitzenmusiker verehrt,

hat damit sicher kein Problem.

Alles klar, Mum?

In den 90ern waren die Menschen optimistisch.

Thatcher war raus, Blair war an der Macht.

Es lag Hoffnung in der Luft, dass wirklich alles passieren könnte.

"Stecken wir etwas Geld in die Lösung einiger Probleme im Land."

Man nahm an, Ende der 90er würde die Welt enden.

Aber sie dreht sich immer weiter.

Gute Musik.

In den 90ern gab es viele tolle Bands und viele schlechte.

Viele Bands waren aufrichtig.

Besonders Bands wie The Stone Roses.

Und Labels wie Creation Records, das von Oasis.

Da hatten Musiker noch Freiheiten,

die Musikindustrie gab nicht alles vor.

Die Mode war nicht besonders toll,

aber sie erfüllte ihren Zweck und passte zur Musik.

Alles war unbeschwert.

Ihr seid toll.

Die Leuten trafen sich, feierten in Parks,

auf kleinen Festivals und Konzerten.

Wir taten genau das, was wir versprochen haben.

Wir gaben alles, das hat uns aufgeputscht.

Ich denke an den Bohnenpreis in Jugoslawien und so ein Zeug.

Wir hatten einfach Spaß.

Das war die letzte Ära,

in der man ungeschoren mit solchen Dingen davon kam.

Was ist modisch für dich ein Flop? Wer war mal schrecklich angezogen?

- Du. - Du Arsch.

Tut man so was heutzutage, wird man zu Tode gesteinigt.

Es stimmt, dass Liam in den 90ern groß war und jetzt auch,

aber mehr Parallelen gibt's da nicht.

Wir werden von ein und derselben Partei regiert,

und das seit 12, 13, 14 Jahren.

Es fehlt ihnen an neuen Ideen und an Begeisterung für ihr Land.

Die Leute sind verunsichert darüber, wo das Großbritannien hinführt.

Wir haben uns von der Welt abgekapselt.

Wir sind jetzt eine abgeschottete Insel.

Echt schade.

Die Leute fühlen sich entmachtet in diesem politischen System.

Zumindest fühle ich mich so.

Die Menschen wollen beruhigt werden. Sie brauchen ein Ablassventil.

Und 50 Pfund in der Tasche, um auf ein Konzert zu gehen.

Seien es 1.000 Menschen oder 80.000.

Sie wollen rausgehen, andere Leute treffen und Spaß haben.

Ich rede ständig darüber, das langweilt die Leute.

"Du warst in Knebworth?" "Ja, war ich."

Jetzt denken sie anders darüber und fragen:

"Warst du da?" "Ja, war ich."

"Bei welchem Auftritt?

2022 oder 1996?"

REDDITCH, WORCESTERSHIRE 6 TAGE BIS KNEBWORTH

Neulich trat ich 2-mal in einer Woche auf.

Danach probte ich etwas im Studio.

Ich will nicht so viel proben,

sondern meine Höchstleistung live abliefern.

Das Konzert wird hier in Redditch an eine große Bühne angepasst.

Hier bekommen wir einen Eindruck von der Größe der Bühne.

Es ist keine Probe für die Band in dem Sinne.

Es wird nur die superteure Belichtung und die Videoübertragung getestet.

Wie wäre es, wenn diese großen Bildschirme runterkämen?

Würde dich das erschrecken?

- Wie ist es denn so ohne Koffein? - Sehr schwierig.

- Kein Koffein? - Sie gibt den Mist auf.

- Wirklich? - Ja.

- Ich habe das Haschisch aufgemotzt. - Das passt ja bestens zusammen.

Ich tue alles, um nicht die zweite Geige zu spielen.

Wir setzen uns auch durch und tun das Beste für die Band.

Wir sind ja nicht in Bruce Springsteens Band.

Von daher ist alles über 1,5 Stunden für uns schon ziemlich lang.

Deshalb haben wir das jeden Tag geübt.

Vielleicht 20 Tage lang oder so. Ziemlich lange auf jeden Fall.

Beim Auftritt mental durchzuhalten, ist das Wichtigste.

Das ist wahrscheinlich schon die halbe Miete.

Und dann dämmert einem allmählich, dass man sich für Knebworth wappnet.

Man versucht, ruhig zu bleiben und alles zu seiner Zeit zu tun.

Es gibt ja immer noch was auszubügeln.

Aber an dem Punkt ist es schon ziemlich unerträglich.

Man fragt sich so was wie:

"Rutscht mir beim Rausgehen die Hose runter?"

Aber wenn ich erst mal da sitze, wird schon alles passen.

Ein Hosenpatzer pro Auftritt wäre noch Glück im Unglück.

Die Routine macht das.

Aber wenn du mit dir selbst haderst,

dann könnte das böse enden.

Dann hast du jetzt, was du brauchst und kannst bei "Alibi" weitermachen.

Ab dieser Zeile.

Das passt jetzt, ja? Okay.

Das Interessante an der Sache ist,

dass die Band und die Crew immer dieselben geblieben sind.

Und in dieser Zeit sind alle zusammengewachsen.

Das ist wohl das Ergebnis

der verschiedenen Dinge, die wir ausprobiert haben,

und der von Liam zusammengestellten Setlists.

Das alles kommt jetzt zusammen.

Es fühlt sich nicht nur wie ein großer Auftritt an,

sondern wie ein echter Höhepunkt in Liams 5-jähriger Solokarriere.

HEPTINSTALLS ZUFLUCHTSORT IM CORONA-LOCKDOWN 2020

In meinem Garten steht die "Champagne Supernobar".

Das ist eine Art Zufluchtsort.

Wir bauten sie im Lockdown für die Kids und als Bar.

Sie sollte eigentlich immer eine Bar sein.

Weltberühmt ist sie noch nicht, aber da kommen wir auch noch hin.

Die Deko ist sehr vielfältig.

Da ist Liam in Militär-Aufmachung.

Meine Schwägerin macht Liam-Männchen, die sind online erhältlich.

Ich habe ein paar dieser Schnapsgläser.

Da drüben hängt Heinrich der Achte, weil meine Frau ein Tudor-Fan ist.

Ich finde, der große Heinrich ist auch ein kleiner Rock-Star.

Hatte er 7 oder 8 Frauen? Ich weiß es nicht mehr.

Die ließ er köpfen. So krass war er drauf.

Ich lebe schon immer in Halifax und bin als Oasis-Fan bekannt.

Ich kriege ständig Kommentare.

Auf Briefen überschreibt der Postbote meinen Namen mit Liam Gallagher.

Lauter solche dummen Sachen.

Andere Rockstars gibt es nicht für mich, Liam ist der einzige.

Er hat eine gottähnliche Präsenz.

Wir schauen zu ihm auf wie zu dem Messias.

Wenn man jung ist, will man wissen, wer man ist.

Er war meine Ikone.

Ich imitierte seinen Kleidungsstil, seine Frisur, nahm seinen Gang an.

Ab und zu prügelte ich mich mit jemandem.

Aber das ist die Realität, wenn man im Norden Englands lebt.

Auch wenn die Musik nicht läuft,

kann ich sie hören

und die Liedtexte beinahe mitsprechen.

Oasis und Liam sind ein Lebensstil, eine Art Einstellung.

Das definiert dich als Menschen, wie du den Menschen hilfst.

Wir sind schon fast ihre Markenbotschafter.

Wir unterstützen sie.

Den Wunsch, ein Liam-Gallagher-Festival

mit 80.000 anderen Fans zu besuchen,

hatte ich schon mit 13, 14.

Das ist wie Schicksal oder... wie nach Mekka zu reisen.

Eine unbedingt notwendige Wallfahrt.

Wir haben keine Wahl, wir müssen es tun.

Alle werden Parkas und dieselbe Frisur tragen.

Das ganze Programm. Wir werden bereit sein.

Wir, das sind meine Frau, meine 2 Kinder

und meine Schwiegereltern.

3 Generationen, alle gehen aus demselben Grund hin.

Und ich werde stolz sein, den Moment mit ihnen zu teilen.

4 TAGE BIS KNEBWORTH

Mann, das ist riesig, Debbie. Willst du, dass ich sterbe?

Und der "C'mon You Know"-Schriftzug.

Der ist so was von riesig.

Wo würdest du dich als Zuschauer hinstellen?

Ich wäre an der Bar, würde mich zulaufen lassen und sagen:

"Sieh dir dieses Schwanzgesicht an".

Manche sagen, Knebworth macht man nicht 2-mal.

Vorbei ist vorbei.

Aber ich mache es trotzdem, ihr Arschlöcher.

Und einige sagen, ich hätte es gar nicht tun sollen.

Die wissen, wen ich meine.

Klar ist es toll, aber ich will nicht zu viel drüber nachdenken,

sonst weiß man am Ende nicht mehr, wo man steht.

Zurückzukommen, war kein Problem.

Die Leuten wollen es, ich bin zur Stelle.

"C'mon you know", da sollte noch "Fucking" stehen.

Ich bin ganz aufgeregt, Mann.

Bevor einer fragt, ob ich nervös bin, das bin ich kein bisschen.

Ich will nur auf die Bühne und meine Songs singen.

Ich habe kein Auto und kaufe keine Rolex und so Zeug.

Privatjets habe ich auch nicht, noch nicht.

Ich hole mir meinen Kick auf der Bühne, wenn ich auftrete.

Man will ja gute Gigs abliefern. Manchmal klappt's, manchmal nicht.

Man hat mal schlechte Tage. Aber jetzt bin ich älter.

Ich halte mich bedeckt, versuche, mich gesund zu ernähren.

Ich probe, mache Gesangsübungen und gebe alles.

Unser letzter Auftritt hier gehörte zur Tour mit Oasis.

Und die Woche zuvor hatten wir schon viele Gigs,

bei denen wir besser spielten, als bei dem hier, was schade war.

In Jugoslawien kamen vielleicht 2.000 Leute zum Konzert, was gut war.

Dann kamen wir hierher, und es war okay,

aber die Woche zuvor waren wir viel besser.

Besser wurden wir nicht, wir ließen es vor sich hin laufen.

Wir schrieben ein paar gute Alben, aber unser Höhepunkt lag hinter uns.

So spielt das Leben. Da geht immer mal was schief.

Privat oder beruflich. So ist das nun mal.

Wir sind keine Roboter, die alles perfekt können.

Deshalb lieben die Leute Musik, weil sie echt ist.

Gigs in Knebworth oder einer Arena hielt ich nicht mehr für möglich.

Wir tingelten nur noch durch Theater und solche Läden.

Und irgendwann sagte ich:

"Wisst ihr, was? Das reicht mir einfach nicht mehr."

Was hätte ich dann getan?

Womöglich das Handtuch geworfen und wäre abgetaucht.

Keine Ahnung. Wer mal groß war, will das doch irgendwie bleiben.

Die Trennung von Oasis war schlimm für treue Anhänger wie mich.

Er macht sein Ding, wir unseres. Ich wünsche ihm alles Gute.

Aber veröffentliche nicht am selben Tag wie wir.

Wir dachten, das war's. Wäre Liam solo erfolgreich?

Der Typ, den man einst in Knebworth auf der Bühne stehen sah,

war völlig in Vergessenheit geraten.

Liam wurde aufs Abstellgleis gestellt,

und die Welt drehte sich ohne ihn weiter.

Man hörte einige Jahre nichts von ihm und fragte sich, was passiert.

Er sagte selbst, es war keine tolle Zeit für ihn.

Genau wie gute Stürmer

müssen solche Spieler in guter Verfassung sein.

Finden solche Spieler kein ansprechendes Umfeld vor,

dann blühen sie nicht auf.

Ich sah Liams Auftritt

bei einem Charity-Konzert für krebskranke Teenager.

Und ich dachte bloß: "Wow, der Typ ist unglaublich."

Seine Energie und alles an seinem Auftritt

fühlte sich besonders, gefährlich und aufregend an.

Liam musste sich beweisen.

In der richtigen Umgebung ist der Typ nicht zu toppen.

In so einem bescheidenen Studio...

AUFNAHME VON "AS YOU WERE"

...in das er 15 oder 20 Jahre lang keinen Fuß gesetzt hätte,

wollte er was erreichen.

Klingt irgendeine meiner Gitarren kacke...

Das war zu Beginn einer intensiven 6-wöchigen Probe.

So viel hatte ich noch nie für irgendwas geprobt.

Obwohl Liam es irgendwie überspielte, war er sicher nervös.

Bei den Vorbereitungen für Knebworth war es ganz ähnlich.

Er ist gespannt wie ein Flitzebogen, aber weiß nicht, wie es laufen wird.

Und wenn man sich an einer der besten Bands aller Zeiten misst,

darf man nicht so streng mit sich sein.

Aber ich weiß nicht, ob er das nicht doch war.

Machen wir noch ein paar Runden.

Das erste Solo-Album lief gut.

Kurz darauf traten wir im Ritz auf.

Samstagnacht in Manchester, dem Zentrum des gesamten Universums.

Besonders, wenn Manchester City 8:0 gewinnt.

Solche kleineren Auftritte waren sehr ernüchternd für Liam.

Aber der Gig war großartig.

Die Hallen wurden immer größer,

bis wir in Brixton in London landeten.

Von da an war es schon recht groß.

Na, was haben wir denn hier, meine Brüder und Schwestern?

Noch ein Nummer-1-Album.

Immer wenn es noch eine Nummer größer wurde,

war alles sofort ausverkauft.

Und eine Vergrößerung schien nie ein Problem zu sein.

Liam hat seinen Rückzug genutzt,

um sein Leben wieder in den Griff zu bekommen.

Er war die ganze Zeit nur am Rennen, schrieb Songs.

Dafür dann Bestätigung zu bekommen, muss großartig für ihn gewesen sein.

Für uns war es das auf jeden Fall.

Liam wollte unbedingt wieder in Knebworth auftreten.

Als Debbie uns vom Programm für den Sommer erzählte,

sagte er sofort: "Und dann spielen wir in Knebworth."

Und ich dachte: "Wow."

Sich mit seiner alten Band zu messen, erschien damals lächerlich.

Es gab Tickets für einen Abend.

Ein Konzert war angesetzt.

Er hat auf seine Fans gehört und gemerkt,

dass die jungen Leute das wollten

und dass auch die ältere Generation dabei wäre,

weil wir das einfach müssen.

Er war sicher überrascht, dass 2 Konzerte ausgebucht waren.

So wie sich eine tolle Welle für einen Surfer anfühlt,

so war dieser Moment für uns, etwas Außergewöhnliches, ehrlich.

Als schüttelt man eine Flasche Sekt und lässt den Korken knallen.

Wie ein Schnellkochtopf.

Die Leute mussten einfach mal Dampf ablassen.

Er symbolisiert Rock 'n' Roll.

Und Rock 'n' Roll stirbt nie.

Er hat nichts von seiner Aura und seiner Magie verloren.

Wenn er einen Raum betritt, bleibt die Zeit noch immer stehen.

Seine Story ist jetzt sogar noch besser.

Sie ist die beste, krasseste Story überhaupt.

Danke.

Ich habe meine eigene Theorie über den hypothetischen Planeten X.

Eris ist ein Zwergplanet

und besitzt eine sehr lange Umlaufbahn.

Aber etwas ist verdächtig.

Der hypothetische Planet sollte keine lange Umlaufbahn haben.

Da gibt es ein ganz kleines Schwarzes Loch,

das den hypothetischen Planeten X zu sich zieht.

Daher auch die ovale Umlaufbahn, die er nicht haben sollte.

Das Schwarze Loch hat nicht die Kraft,

den Planeten aufzusaugen und zu zerstören.

Es kann ihn nur an sich heranziehen.

Du hast recht.

Sie wollte wissen, ob das stimmt, aber ich habe keine Ahnung.

Echt keinen Schimmer.

- Fertig? - Ja.

Schon als sie noch ganz klein war, tanzte und sang sie sehr gern.

Sie war als Kleinkind immer in Bewegung.

Hier versuche ich mit meinem Dad Songs zu schreiben.

Er hat dieses CD-Cover nach meinen Anweisungen gefertigt.

Das waren nicht seine Ideen.

Ich mag McFly zwar jetzt noch, aber früher noch mehr.

Ich hatte gehört, dass Danny Jones, einer der Mitglieder von McFly,

Oasis total mag.

Also habe ich deren Musik ausprobiert und fand sie toll.

Dann erfuhr ich von Liam Gallaghers Solokarriere.

Ich weiß nicht genau, aber ich glaube, er ist cool.

Weil er sich selbst immer treu geblieben ist.

Es hat ihn nie wirklich gekümmert, was andere von ihm denken.

Bei vielen Veranstaltungen

dürfen Kinder in ihrem Alter und ihrer Größe

keinen Stehplatz haben.

Knebworth ist einer der Orte, wo sie das darf,

also gehen wir dahin.

- Ja. - Du freust dich drauf.

Ja.

Bei Audrina wurde 2018 Neuroblastom festgestellt.

Also vor jetzt knapp 4 Jahren.

Sie war deswegen 18 Monate in Behandlung.

Das war echt heftig und erschöpfend.

Ihre Genesung dauerte sehr lange.

Sie musste wieder laufen lernen.

Als du die Nase voll hattest vom Krankenhaus

und wieder Ukulele spielen konntest,

was hat das mit dir gemacht?

Da fühlte ich mich glücklich.

Das hat dir geholfen, oder? Du hast sie überall gespielt.

Du hast den Schwestern was vorgespielt.

Auch mit einem Katheter an der Hand.

Ich spiele einfach nur so, wie es mir gerade in den Sinn kommt.

- Das macht mich glücklich. - Es ruft auch Erinnerungen hervor.

Wenn man bestimmte Melodien oder Songs hört,

erinnert man sich an einen Moment in der Vergangenheit

und kann ihn sich bildhaft vorstellen.

Jetzt ist der Krebs weg, und es geht dir richtig gut.

Du kämpfst noch mit den Nebenwirkungen der Behandlung,

nicht mehr mit dem Krebs selbst.

Aber sonst versuchst du, das Leben zu genießen, oder?

Ja, ich freue mich auf Knebworth.

3 TAGE BIS KNEBWORTH

Hi, wie geht's?

- Gut. Schön, dich zu sehen. - Finde ich auch.

Solche Gigs heutzutage zu machen, die ganze Vorbereitung und so,

das kostet viel Geld, im Vergleich zu einem Stadion-Gig.

Was die Zeit nach der COVID-Pandemie betrifft,

hat uns das alles, ehrlich gesagt, etwas überrascht.

Normalerweise gehen Musiker abwechselnd auf Tour.

Dann hält man die Zeit für 2 Jahre an,

und plötzlich gehen alle gleichzeitig auf Tour.

Und man fragt sich, wo sind all die Bühnen geblieben?

Also ehrlich, wo sind sie denn hin?

Man musste Bühnen aus Südafrika, Saudi-Arabien und sonst woher holen.

Absperrungen, Duschen, Dixi-Klos.

Tourbusse. Wo sind die ganzen Tourbusse hin?

Personalmangel gestaltete das Ganze sehr schwierig.

Viele haben gesagt: "Klar, mache ich."

Dann lasst euren Worten auch Taten folgen.

Hört auf, nur zu reden.

Denkt nicht mal dran, es sei denn, ihr macht es wirklich.

Ein Auftritt vor 100 Leuten ist genauso wichtig

wie einer vor 1.000 oder 80.000 Leuten oder...

einer Million Leuten.

Das soll auch für mich der beste Gig sein.

Erst dann bin ich zufrieden.

Da kommen so viele Leute.

Wir haben echt Glück, auch mit dem Thronjubiläum der Queen.

Ich bin weder gegen noch für die Monarchie.

Wir, die Leute von der Straße, machen unser Ding.

Die Arbeiterklasse und so.

Solange man sich vorbereitet,

wird alles gut.

Man kann nur sein Bestes tun.

BRÜSSEL, BELGIEN

Die kostbarste Platte von allen ist die hier.

Also, aus meiner ganzen Sammlung.

"As You Were" von Liam. Die ist wunderschön.

Liam ist irgendwie mein Retter, denn bei ihm bin ich nur ich selbst.

Gerede gibt es sowieso immer.

Geben wir den Leuten doch eine gute Story.

Sobald ich Liam singen höre, kann ich besser loslassen.

Manchmal schaue ich den ganzen Tag lang,

wenn ich mich traurig oder wertlos fühle,

Interviews mit Liam an.

"Tut, was ihr wollt, wann ihr es wollt."

Und meiner Mutter gefällt das gar nicht.

Meine Mutter ist Liam nicht gerade dankbar.

Ich habe mit 16 angefangen zu arbeiten.

Das war der Beginn meiner Plattensammlung.

Ich will einfach nur rocken. Und bald beende ich mein Studium.

Nicht dieses Jahr,

da die Prüfung am 3. Juni wäre, aber da ist Knebworth,

und da bin ich nicht in Belgien.

Bei einem Konzert von Liam lebt man sich aus, schreit, tanzt.

Da fühle ich mich pudelwohl.

Und es macht mir nichts aus, allein dahinzugehen.

Ich weiß, dort werden Leute jeden Alters sein.

Und in 2 Tagen werde ich ewig nicht aufs Klo gehen,

um in der ersten Reihe zu stehen.

Manche meiner Freunde sagen:

"Du siehst Liam doch eh schon 5-mal diesen Sommer."

Aber soll ich das allerbeste Konzert wegen einer Prüfung verpassen?

Vergesst es. Mein Rock 'n' Roll tut mir gut.

Was ist letzte Woche denn sonst noch so passiert?

Gestern und vorgestern waren ziemlich wichtig.

Stimmt, ich war beim Friseur.

Und Manchester City hat vor Liverpool die Premier League gewonnen.

Das war genial. Jetzt ist alles gut.

Du hast auch dein drittes Album veröffentlicht.

Stimmt, schon vergessen.

Ja, wann kam das nochmal raus, Liz? Am Freitag.

Das Album wurde letztes Jahr im November aufgenommen.

Das hat ganz schön lange im Regal gestanden.

Mit der Zeit fragt man sich:

"Ist das überhaupt gut? Sind wir womöglich zu weit gegangen?"

Aber dann wollte ich es nur noch rausbringen und auftreten.

Ich zwinge niemanden, unsere Platte zu kaufen,

und erst recht nicht, mich zu interviewen.

Hört sie euch an oder nicht. Mir doch egal.

Wer sie kauft und ganz vorn steht, der hat Geschmack.

Diese Leute wollen wir beeindrucken,

nicht so einen kleinen pickeligen Kerl namens Eugene.

Von dem gab's nie eine schöne Reise.

Der Moment gehört nicht nur mir, sondern auch meiner Band.

Und natürlich den Fans.

Ich bin nur da, um sie zu unterhalten.

Das ist ihr Abend. Sie kommen ja zum Konzert.

Als Teenager habe ich Musikmagazine wie "Q" und "Select" gesammelt.

Und alles, wo Oasis oder Liam drauf waren, auch Bücher.

Das ist das Heft zum "Be Here Now"-Konzert im Earls Court.

Mit The Verve als Support-Act.

Hier waren die beiden dabei, in Amerika groß rauszukommen.

Und Konzerttickets.

Liam in der Albert Hall,

in der O2-Arena, kurz vor Corona.

Und dann natürlich der Heilige Gral,

der Sticker von Knebworth 1996.

Mein Dad starb, als ich 3 war.

Also war mein großer Bruder so was wie ein Vater für mich.

Er ist 14 Jahre älter als ich.

Er mag The Smiths, Sex Pistols. Das war so seine Szene.

Er hatte einen Crew-Haarschnitt. Er war halt der coole ältere Bruder.

Er hat mich immer mitgenommen. Er hatte einen alten Ford Fiesta.

So einen kleinen roten, mit Kassettendeck.

Einmal waren wir unterwegs,

und er hatte diese Kassette eingelegt.

Und ich fragte: "Wow, wer ist das?"

Und er: "So eine neue Band aus Manchester, namens Oasis."

Ihre Musik war so ungeschönt und ganz anders als das,

was zu der Zeit sonst so lief.

Er ist die Stimme einer Generation,

und unsere Stimme, die der Arbeiterklasse.

Und das ist das Tolle an Liam:

Er vermittelt einem ein tolles Gefühl.

Von da an war ich ein eingefleischter Fan.

Kurz vor der Veröffentlichung von Liams erstem Soloalbum,

also in dem Jahr davor,

starb meine Schwester im Februar

an einem Gehirntumor.

Und dann starb meine Mum im November auch an Krebs.

Sie hatte 8 Jahre Chemotherapie hinter sich.

Der Krebs ging zurück, und sie war genesen.

Das waren schlimme Zeiten für mich.

In vielen Momenten wollte ich nicht mehr wirklich hier sein.

Glücklicherweise hatte ich Alf.

Er war der Einzige, der mich am Leben hielt.

Das klingt zwar etwas platt, aber Liams Rückkehr war etwas,

worauf ich mich freuen und woran ich mich festhalten konnte.

So habe ich das überstanden.

Man klammert sich an Dingen fest, wenn sie einem etwas bedeuten.

Das muss nicht unbedingt dieselbe Bedeutung sein,

man nimmt daraus mit, was man will.

Musik macht wundervolle Dinge mit Menschen, auf einzigartige Weise.

Mein Sohn Alf verehrt Liam.

Ich war 15, als ich 1996 in Knebworth war.

Er wird dieses Jahr im Juni 15.

Wir beide erleben diesen Moment also im selben Alter.

Es sind verschiedene Generationen,

und sie alle zusammenzubringen, ist unglaublich.

SOUNDCHECK EIN TAG VOR KNEBWORTH

Eigentlich sollte ich 4 Wochen vor dem Auftritt nichts trinken.

Aber der Fußball hat's mir versaut.

Das mit Manchester City hat mich voll gestresst.

Also habe ich am Sonntag nach dem Sieg einen gehoben.

Es war noch im Rahmen, aber getrunken habe ich schon was.

Wie gesagt, ich halte mich zurück

und überstehe diese 2 Konzerte hoffentlich gut.

Und Samstagabend will ich dann einfach nur runterkommen,

mit einer Zigarette und einem Guinness.

Und mich dann allmählich vergessen...

Mal sehen, vielleicht liege ich nach 2 Bier schon im Bett.

Ich werde ja auch älter.

Man kann sich nicht auf Open-Air-Konzerte vorbereiten,

auf die Energie so vieler Leute.

Die lässt einen nicht kalt.

Es ist einfach unwirklich,

und ab einer bestimmten Anzahl von Leuten wird es irre.

Man versucht, gelassen und unbeeindruckt zu bleiben,

um nicht total bekloppt zu werden.

Ich springe nicht rum und rede nicht viel.

Je nachdem, wie die Band drauf ist.

Man denkt, es wäre einfach für ihn, nur dazustehen und zu singen.

Aber das ist es nicht.

Das Ausmaß des Konzerts macht sehr viel aus.

Einige Leute auf der Bühne werden sich mitreißen lassen.

Das weiß ich. Sie werden bestraft, wenn sie tanzen.

Mit den Füßen zu wippen, ist okay.

So ganz leicht mit den Füßen wippen, das ist in Ordnung,

Aber alles, was darüber hinausgeht,

das muss danach bequatscht werden.

Auch wenn man ein doppelt so lautes Gitarrensolo spielt,

schauen alle nur auf ihn.

Ich sehe keine Gesichter, nur Wangen, wenn ich ins Publikum schaue.

Habt einfach Spaß und seid bloß nett zueinander.

Betrinkt euch, geht ab, verliebt euch, das habt ihr verdient.

Wir alle verdienen das.

Diese Wolken sollen sich verziehen.

Es soll nicht regnen.

Als Mod-Anhänger erzog mein Dad mich

nach dem Vorbild der französischen Kultur.

Daher mag ich Chansons aus den 1960ern wirklich sehr.

Im Netz hatte ich gelesen, man kann Brigitte Bardot schreiben,

und sie antwortet.

So kam ich an eine Autogrammkarte von Brigitte Bardot.

"Mein schottischer Geliebter" als Widmung war unerwartet,

aber ich sehe es als Kompliment, auch wenn sie 87 ist.

Auf der Highschool teilte niemand meine Vorlieben.

Bis vor einem Jahr kannte ich niemanden,

der My Bloody Valentine mag.

Und weil ich bis dahin keinen kannte, fühlte ich mich etwas ausgegrenzt.

Wer auch diese Musik mag, wusste schon bei der Bekanntgabe,

dass er zum Knebworth gehen würde, egal, wo auf der Welt er war.

Das ist so ein gigantisches und geschichtsträchtiges Konzert.

Hoffentlich erzeugt er dieselbe Energie wie beim ersten Mal

und gibt der Menge ein ähnliches Gefühl.

Denn alle werden für den Rest ihres Lebens davon reden.

Ich möchte diese Erfahrung auch machen.

Mein 18. Geburtstag ist am 5. Juni, also einen Tag nach Knebworth.

Ich werde also gleich mit meiner Familie feiern,

wenn ich vom Bahnhof komme.

Das werden 2 lange Tage.

Das verleiht Knebworth einen Extrakick.

Ich kaufe mir ein paar Bier für die Zugfahrt.

Mir gefallen besonders Künstler,

deren Situation meiner ähnelt, wie in einer Sozialwohnung zu leben.

Mit "Bring It On Down" kann ich mich am meisten identifizieren.

Die Zeile "Du bist der Ausgestoßene, die Unterklasse"

ist echt markant.

Die Leute sind verärgert.

Und gerade in Schottland extrem verärgert.

Der letzte große Lockdown war nach Weihnachten.

Der muss viele schlimm getroffen haben, so wie mich.

Es war schwer, nur herumzusitzen, nicht auf Konzerte gehen zu können.

Und überhaupt gar nichts machen zu können.

Eine Platte aufzulegen, war, wie einen Freund zu besuchen.

Das war schon tröstlich in der Zeit.

Das war natürlich schlimm für alle Familien.

Ich sah meine Mum eine Weile nicht, die Kinder auch nicht.

Aber andere Leute hat es viel schlimmer getroffen als mich.

Es gab finstere Zeiten, an denen man dachte:

"Wenn geimpft wird, hält das 3 oder 4 Jahre an?

Und wird jeder das hier noch machen können?

Brexit machte viele Leute glücklich.

Ich gehöre nicht zu den Leuten, die das glücklich machte.

Es fühlt sich aber nicht wirklich wie die freudig erwartete Wende an.

Die Menschen mussten sich zwischen Menschenrechten entscheiden:

Die Kinder ernähren oder das Haus beheizen?

Solange ich mich erinnern kann, war immer alles kacke.

Das ist es immer noch.

Egal, ob ich Geld habe.

Meine Cousins, Tanten und so haben keins.

Die Lebenshaltungskosten sind zu hoch.

Zu viel Mist von allen Seiten.

Und die Regierung hört einfach nicht zu.

Es gibt Krieg in Europa, der erste seit sehr langer Zeit.

Ich glaube, ein Konzert wie Knebworth erfüllt ganz viele Funktionen.

Da entkommt man definitiv dieser ziemlich schlimmen Realität,

in der wir uns gerade befinden.

Während der Pandemie waren wir wie brave Kinder.

Wir trugen Masken, hielten Abstand.

Und jetzt dürfen wir wieder unartig sein.

Jetzt sind wir wieder alle beisammen, küssen und umarmen uns.

Und sind glücklich.

Scheinbar gibt es eine Generation Männer

in meinem Alter und älter,

die nicht wirklich was mit Gefühlen anzufangen wissen.

Bei solchen Konzerten können sie sich mal umarmen

und etwas gemeinsam erleben,

ohne sich zu sagen, dass sie sich lieb haben.

Das ist ein sicherer Rahmen dafür.

80.000 Leute werden auf einem Feld in Knebworth total abgehen.

Gäbe es ein Dach, würde es hochgehen.

Und die Kühe werden über die Felder fliegen.

So abgefahren wird es werden.

Vom ersten bis zum letzten Song wird's ultrakrass.

Die Menschen brauchen das irgendwie, um sich daran zu erinnern,

dass alles möglich ist.

Und obwohl wir eine beschissene und seltsame Zeit durchgemacht haben,

bringen wir die Menschen zusammen,

und genau das zählt.

Wir werden alle einige Songs singen, und dann wird uns wieder klar:

"Ja, das wird schon wieder."

Wir müssen in eine schönere und bessere Zukunft blicken.

Und die Zeiten werden besser.

Viel schlimmer kann's ja nicht werden als in den letzten 2 Jahren.

Das bringt die Welt hoffentlich wieder ordentlich auf Trab.

AM TAG DES KNEBWORTH-KONZERTS

Dad fährt heute mit uns zum Konzert nach Knebworth.

Dad und ich übernachten im Hotel, und Mummy draußen im Wurfzelt.

Das Konzert ist morgen, und wir sind noch unterwegs,

zur Vorbereitung, sozusagen.

Das wird der beste Tag meines Lebens. Manche sind heute nicht so fit.

Kein Schlaf, wie vor Weihnachten.

Ich bin zu aufgedreht zum Schlafen, gleich geht's nach Knebworth.

Wir sind bereit, das Auto ist vollgepackt.

Ich fahre gleich los, ich bin so aufgeregt.

Am Freitag fahren meine Frau, ich und die Kinder die Autobahn runter.

Die Schwiegereltern auch.

Wir fahren am Freitag mit dem Auto hin.

Mein Sohn Alf, meine Verlobte Demi und ich.

Ich fahre mit dem Zug hin.

Die Fahrt dauert so 5 Stunden.

Dann gebe ich mein Gepäck ab und fahre mit dem Taxi direkt hin.

Begrüßen wir unseren Jungen wieder in Knebworth.

Wie es sich gehört.

"C'mon you know."

"C'mon you know."

Liam, wir sind bereit für den großen Tag.

Man spürt die Aufregung hier im Auto.

Was für ein Tag, oder?

Was man so braucht.

Heute ist der beste Tag unseres Lebens.

Alle stehen unter Strom. Los geht's!

Die Queen feiert Thronjubiläum.

Das feiern viele mit ihr, wir gehen zum König von Knebworth.

"C'mon you know."

"C'mon you know."

So sehe ich das.

Knebworth.

4 Uhr morgens, ohne Mist.

Wir parkten vor der Einfahrt zum Parkplatz

und gingen schlafen.

Als wir aus unserer Stadt rausfuhren, war es dunkel.

Es sah aus wie 2 Uhr morgens.

Jemand fragte, was wir hier tun würden.

Einlass wäre erst in 4 oder 5 Stunden.

Und ich so: "Wir wollen vorn stehen."

Der Einlass ist eine Art Belohnung

für die ganze Planung und Arbeit,

um dem Fan den Künstler näher zu bringen.

Das ist pures Glück für mich.

Der Höhepunkt eines jeden Konzerts ist für mich der Einlass.

Ich bin seit 9 Uhr hier, aber ich stand da drüben.

Meine Londoner Kumpel kommen von dieser Seite.

Der Sprint hierher hat mich ausgepowert,

aber hier bin ich.

Schon merkwürdig,

durch die gleiche Schleuse wie vor 25 Jahren zu gehen.

Ich weiß nicht mehr wahnsinnig viel von 1996.

Aber dann sieht man das Gelände und wo die Bühne steht.

Mit Alf hier zu sein, ist so schön, daran werde ich mich erinnern.

Das ist Mollys Opa, mein Schwiegervater.

Wir sind alle aus Halifax angereist.

Der Grad an Durchgeknalltsein nimmt von da nach hier allmählich ab.

Aber mal sehen, wie es in 2 Stunden aussieht.

Ich bin allein hergekommen, was erstaunlich glattlief.

Von Midlothian nach Edinburgh, Stevenage, Royston und dann hierher.

Und nichts ging schief.

Na schön, Knebworth, es geht los.

Ich will all eure Hände in der Luft sehen.

Bis ganz hinten.

Leute, streckt eure Hände gen Himmel.

Hinten auch.

Ganz hoch.

Wenn es losgeht, rasten wir total aus.

1, 2, 3...

So viele Leute, Alter.

Man sieht die in den ersten Reihen, und der Rest verschmilzt einfach.

Einfach irre.

Das muss wahnsinnig erleichternd für das Publikum und die Band sein.

Einem wird klar, wie sehr man Menschenansammlungen vermisst hat.

Und laute Musik bei Open-Air-Konzerten.

Das ist unser bisher größtes Publikum.

Beim Anblick der Menge denkt man:

"Cool, so ist das also, für Oasis zu spielen."

Viele Fischerhüte.

Hätte ich doch bloß rechtzeitig in eine Fischerhut-Firma investiert.

"Dicks Fischerhüte und Sonnenschutz".

Konzerte, ade. Davon könnte ich mir ein Haus kaufen.

So viele Gesichter zu sehen, fühlt sich unwirklich an.

Ich muss das noch verarbeiten.

Wir sehen zum ersten Mal so viele Menschen an einem Ort.

Auch ohne Musik habe ich noch nie so viele Leute auf einmal gesehen.

Eine Frau, die Musik macht, musste sich immer anhören:

"Komm in unsere Band, aber du musst singen

oder Bass spielen, aber nicht Gitarre."

Das gab einem ständig das Gefühl, nicht gut genug zu sein.

Das ist natürlich Quatsch, und das weiß ich jetzt auch.

Ich denke mir immer: "Ich bin ein Rockstar."

Wie kräftig kann ich auf die Trommel hauen?

Ich kenne mich hier nicht aus.

- Das ist... - Liam Gallaghers Knebworth.

Das ist seine Welt, wir sind nur Touristen hier.

Wenn das auch nur etwas beim Publikum ankäme,

wäre ich überrascht.

Hört, hört.

Alles außer völliger Starre wäre toll.

Manche verehren sie.

Und andere verachten sie.

Das macht Erfolg für mich aus.

Deshalb wollte ich sie dabeihaben, weil sie die Leute kirre machen.

Wir werden einen Oasis-Song covern.

Wenn das die Menge nicht überzeugt, dann ist nichts zu machen.

Ach, die können mich mal.

Wir können uns immer noch ausziehen, mal sehen, was dann passiert.

Im Lockdown wohnten wir zusammen.

Nach jeder Party, bei Sonnenaufgang, sahen wir uns die Oasis-Doku an.

Bevor wir schlafen gingen.

- Das haben wir oft gemacht. - Das war beunruhigend.

Seltsamerweise inspiriert es eine Rock-'n'-Roll-Band,

einen wie ihn zum Vorbild zu haben.

Denn ihm ist ja alles egal.

Ich will sehen, wie Liam Gallagher sich richtig abschießt.

Wir drücken die Daumen.

Aber er tritt morgen auf.

Er hat sogar eine Polizeieskorte,

damit so was nicht passiert.

Aber...

- Wir kümmern uns darum. - Die Polizei macht nie ihren Job.

Genau.

Als ich jünger war, hörte meine Familie viel Oasis.

Bei anderen Künstlern war das nicht der Fall,

was schon verblüffend ist.

Ihre Songs sind halt einfach toll.

Und sie sind noch immer angesagt.

Sie haben sich bei vielen eingeprägt

und scheinen bei vielen Leuten Anklang zu finden.

Besonders bei der Arbeiterklasse.

Nicht viele Bands vereinen die Menschen derart

und lösen einen so großen Kult aus.

Keine Ahnung, ob es viele Bands gibt, die das geschafft haben.

Wir sind backstage, was ziemlich unglaublich ist.

Einfach großartig.

Es ist jetzt 17 oder 18 Uhr, und die Leute sind total gut drauf.

Da ist eine kleine Lücke zwischen der Anlage und der Bühne.

Ich sehe immer da durch, und es wird immer voller.

Das ist echt unglaublich und auch bewegend.

Liam kommt mit seiner Mum und Debbie her.

Er bringt seine Mum Peggy mit,

die beim letzten Knebworth nicht dabei war.

Das wird bestimmt ein ganz besonderer Moment für ihn.

Noch ist er zu Hause.

Aber Debbie hat mir schon geschrieben,

und sie denken, sie verpassen was.

Nach dem Motto: "Schick mal Fotos, was so abgeht."

Ich glaube, sie freuen sich schon, hierherzukommen.

Setz dich ruhig da hin, ich klettere dann rüber.

Wenn wir gelandet sind,

mache ich alles aus

und öffne euch die Tür.

- Danke. - Super, danke.

- Schönen Abend. - Danke, Kumpel.

GOTTGLEICH

Knebworth, ich bin er, ihr seid er.

Ihr seid ich, und wir sind alle zusammen.

Seit ich The Stone Roses sah, wollte ich in einer Band sein.

Die waren nicht so schrill wie andere vor ihnen.

Die waren cool.

Ich dachte: "Was der kann, kann ich auch.

Das weiß ich ganz genau, und cool aussehen auch.

Und das, ohne mir groß Mühe zu geben.

Aber jetzt gebe ich mir so viel Mühe, weil es mir ernst ist.

Aber ja, seit ich sie gesehen habe, wollte ich in einer Band sein.

Und wenn nicht, hätte es Ärger gegeben.

Vielen wird vorgeschrieben, was sie spielen sollen. So ein Rotz.

Wenn ich was nicht gern singe, wird das nicht gespielt.

Mir doch egal, ob es eine neue Single ist

oder das Schlagzeug 45.000 Pfund gekostet hat

oder Frank Zappa den Song mitgeschrieben hat.

Scheißegal.

Macht es keinen Spaß, spiele ich es nicht.

Danke, jetzt kommt "Better Days".

Ich nehme mich nicht so wichtig wie viele andere Leute.

Viele denken, sie können Krebs heilen.

Und man denkt: "Ach, so ein Quatsch.

Du bist nicht so gut wie Nina Simone."

Ich wusste schon früh, wer ich bin, nämlich ein Rotzbengel.

Jemand, der gern Scherze macht, und klar bin ich manchmal fies,

aber tief in mir drin bin ich ein guter Mensch.

Das wusste ich schon mit 3, 4 oder 5 und wollte nie davor wegrennen.

Ich bin ja kein Arsch.

Echt wunderschön.

Danke schön.

Es ist zauberhaft, von Musik umgeben zu sein,

sie zu verstehen und sie machen zu können.

Und sie Menschen vorzusingen, die in einer anderen Welt leben

oder in einem Land mit einer anderen Sprache.

Sie mit deiner Stimme zu berühren.

Das war für mich nie was Selbstverständliches.

Japaner sprechen eine andere Sprache.

Sie hören meine Stimme oder Songs und finden sie toll.

Und sie kommen zu unseren Auftritten. Das ist nicht selbstverständlich.

Vielen Dank.

Danke!

Es ist schwer zu erklären, es ist, als würde man...

nur noch sein Ding machen und in eine Art Trance übergehen.

Als würde man, wenn ich so sagen darf,

ein wenig die Schallmauer durchbrechen.

Und manchmal kann man so Momente haben.

Spiritueller oder sonst einer Art oder worauf auch immer man abfährt.

Es ist mega, die vielen Leute und ihre Gesichter zu sehen.

Ihre Freude und Tränen. Das ist so ein Glücksgefühl.

Selbst das Wort "biblisch" wird dem nicht gerecht.

Das treffende Wort muss erst noch erfunden werden.

Man kann sich dabei aber auch ein wenig verlieren.

Man muss sich zusammenreißen.

Das verbindet uns, weil wir alle gleich sind.

Und das ist wunderschön.

Danke, habt einen schönen Abend, passt auf euch auf.

Das war super.

Ohne euch wäre das hier nicht möglich.

Wir machen sonst nur Schrott.

Das war krass! Einfach nur genial.

Das klang gar nicht so übel. Die Band war großartig.

Alle scheinen sich amüsiert zu haben.

Als ich noch bei Oasis war,

musste ich ständig was mit den Händen machen.

Wie so ein Dummkopf vom Broadway.

Jetzt kann ich mich zurückhalten, darauf bin ich stolz.

Auch wenn ich schief sang, ließ ich die Hände in den Taschen.

Und das Publikum war das Beste an dem ganzen Auftritt.

Auf jeden.

- Das war Nervenkitzel pur. - Nicht von dieser Welt.

Das hat 26 Jahre gedauert,

und wir sind erst seit 21 davon auf der Welt.

- Unglaublich. - Das war sein bisher bester Gig.

- Ja. - Absolut.

Ein Gig war gut,

wenn man sich am Ende umsieht und sich erst mal sammeln muss.

- Oder? - Ja.

Da muss man einfach die Augen schließen.

Es war unglaublich.

Für mich war es der perfekte Moment, um ihr einen Antrag zu machen.

Wir sind seit 8 Jahren zusammen und haben 2 kleine Mädchen.

Also habe ich sie gefragt, und sie hat Ja gesagt.

- Alles gut, oder? - Alles gut.

Es war toll, Liam Gallagher hier in Knebworth zu sehen.

Aber sich hier zu verloben, ist einfach nur genial.

Ich fühle mich, als würde ich schweben.

Als wäre es nicht echt.

Es ist, als würde ich noch immer da vor der Bühne schreien.

Morgen bin ich sicher todmüde, aber heute ist der große Tag.

Ich fühle mich großartig, so lebendig.

Echt lebendig.

Ich hätte 3 vegane Burger anzubieten.

- Die esse ich nicht mehr. - Das ist nett, aber nein, danke.

- Kein Problem. - Vielen Dank.

Ich mag Liam Gallagher schon sehr lange.

Der heutige Abend war echt fantastisch.

- Ich muss gerade weinen. - Echt?

- Das ist unglaublich. - Ja.

- Du weinst... - Ja.

Ich habe mir dieses Knebworth-Konzert einfach als tollen Abend vorgestellt.

Aber dann habe ich Liam Gallaghers Tamburin bekommen.

Das hat mich so glücklich gemacht, das kam so unerwartet.

Im Großen und Ganzen war es ganz gut.

Man hat richtige Höhenflüge, und dann singt man völlig schief.

Dann denke ich mir: "Alter, bist du bescheuert?"

Und dann geht das wieder vorbei.

Solche Momente gab es natürlich, wie bei jedem Gig.

Aber darum geht es doch, oder? Leute zusammenzubringen.

Das haben wir nach dieser Pandemie gebraucht.

Dass alle gekommen sind und dabei sein wollten, ist genial.

Alle auf diesem Feld zu versammeln und eine tolle Zeit zu verbringen.

Man kann sich Platten oder Musik auf dem Handy anhören,

aber Musik live zu hören und diese Leidenschaft zu spüren,

das ist unvergleichlich, das ist das beste Gefühl überhaupt.

Zum Teil meint man, da allein zu sein, auch ohne vorn zu stehen.

Das ist schon ein magisches Erlebnis.

So einen Gig mit anderen Leuten zu erleben,

hat eine eigene Atmosphäre und Leidenschaft.

Sobald der Musiker auftritt, bist du wie elektrisiert,

dein Blut gerät in Wallung, der Schweiß tropft dir vom Gesicht.

Wenn man mit Kumpel auf ein Live-Konzert geht,

steht man Arm in Arm da,

singt mit, trinkt ein Bierchen, entspannt sich

und vergisst, was einen deprimiert, traurig macht oder bekümmert.

Das ist was Einzigartiges.

Ich hatte 4 Wochen lang Knebworth-Blues.

Da fragte ich mich: "Mist, und was machen wir jetzt?"

Die Menge sprühte nur so vor Energie, und man hat alles gegeben.

Nach dem Konzert fühlt man sich dann etwas leer.

Ich werde schon 50 sein, wenn das hier rauskommt.

Ich werde schön Urlaub machen, mich entspannen,

versuchen, fit zu bleiben, und weiter Musik machen.

Darüber darf man nicht zu viel nachdenken.

Ich fand den Gig großartig.

Klar braucht man dafür viele Leute,

aber ich könnte das noch mal machen, in 20 Jahren oder so.

Ich habe keine großen Hoffnungen, die Welt zu verändern.

Ich will nur unbeschwert darin leben und mein Ding machen.

Toll, wenn das die Menschen inspiriert.

Wenn nicht... auch egal.

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