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Wenn alles kaputtgeht,
bleibt jedem einzelnen Teilchen
nur noch die Drehung um sich selbst.
Um sich selbst... Um sich selbst...
Was?
Ja, tut mir leid, gibt's nicht mehr.
Für immer?
Für immer. Erst mal.
Wir verabschieden uns von allen Fahrgästen, die hier aus- und umsteigen,
sagen tschüss und auf Wiedersehen...
Der Polizist liebte seine weißen Mezcalero-Stiefel.
Eine Sonderanfertigung aus Pferdeleder
und in gewisser Weise Ausdruck seiner freien Persönlichkeit.
Aber wer, in Gottes Namen,
stiehlt schon Schuhe?
In einem Land wie diesem.
Hey, stopp! Komm mal her.
Hast du meine Schuhe versteckt? Kann das sein?
Kannst du Deutsch? Verstehst du mich?
Ja. - Ja?
Gibst du sie mir wieder? Ich muss aussteigen.
I don't understand you.
Oh, you're speaking English.
Willst du den Ball?
Nimm ihn, nimm den Ball.
So, Mogli, gib mir meine Schuhe wieder!
- Mama! - Hallo?
Meine Schuhe will ich.
Können Sie mir sagen, was Sie von meinem Sohn wollen?
Ihr Sohn hat meine Schuhe versteckt.
Das war am Anfang vielleicht lustig. Jetzt aber nicht mehr.
Flo, hast du die Schuhe von dem Mann versteckt?
- Hä? - Nein.
Er lügt. - Mein Kind lügt nicht.
Sag, wo du sie versteckt hast, sonst rappelt es in der Kiste.
Wagen Sie es jetzt noch ein Mal, meinen Sohn anzufassen!
Arschloch! - Hör zu, kleiner Bimbo.
Die rassistischen Sprüche können Sie sich sparen.
Sie sind nicht ganz dicht. - Aus Pferdeleder!
Das kannst du dir gar nicht leisten, du Affenmutti.
Piss-Nazi-Arschloch!
Arschloch-Mann!
Bitte denken Sie daran, alle persönlichen Sachen,
Koffer und Kleidung mitzunehmen.
Hey, Carla!
Ich bin's, Thomas.
Thomas Stern.
Ja. Hör mal, ich hab 'ne ganz große Bitte, ähm...
Könntest du mir bitte netterweise was besorgen?
Johannes, bitte.
Allmächtiger, ewiger Gott.
In Stunden wie diesen,
lehre uns Demut und erinnere uns an die eigenen Grenzen.
Dein Wille geschehe,
auch hier in unserer Mitte.
Amen.
Das Wort Gottes sagt:
"Menschen, die ihre Verfehlungen verheimlichen, haben keinen Erfolg,
aber alle, die ihr Unrecht bekennen,
finden Gottes Erbarmen."
Lieber Bruder,
wir hören.
Ich liebe ein Mädchen aus meiner Klasse.
Swentja.
Vor zwei Wochen waren wir zusammen auf einer Geburtstagsparty.
Auf der es auch Alkohol gab.
Noch nie vorher habe ich Alkohol getrunken. Ich...
Und?
Ja, und dann?
Und dann, als es später wurde, ähm...
da hab ich Swentja angefasst.
Wo... genau?
Ähm. Unten.
Hast du ihren Geburtsweg berührt?
Nein...
Ja.
Es tut mir leid.
Sexualität ist vom Schöpfer wofür gedacht?
Na?
Dass der Mann mit seiner ihm anvertrauten Frau Kinder zeugt.
Und warum?
Weil Gott wollte, dass jedes Kind sowohl Vater als auch Mutter haben sollte.
Die die volle Verantwortung übernehmen.
Und es gemeinsam aufziehen.
Und deshalb...
sind Geschlechtsbeziehungen den Verheirateten
und somit von Gott gesegneten Paaren vorbehalten.
Der Weg, den du da eingeschlagen hast, Johannes,
der führt
nirgendwo hin.
Hey! Cool.
Ey, danke schön.
Mann, dir passieren ja immer Sachen.
Unglaublich, oder?
Oh, das ist echt lieb von dir.
Oh, sind ja genial.
Ich hatte ja Zeit.
Heute wieder Spätschicht?
Ganz allein?
Einzige Frau?
Ja.
Stimmt so, danke. - Deswegen muss ich auch los.
Warte mal.
Ist doch alles andere als selbstverständlich mit den Schuhen.
Ich würd mich gern revanchieren. Mit einem Essen... irgendwann.
Du, nee, ich hab das wirklich gern gemacht.
Ey, toll, dass du da bist. - Mhm.
Ich hätte gar nicht gewusst, wen ich anrufen soll, wenn du...
Was isst du gerne, hm?
Du, ich hab's grad generell nicht so mit Essen und so.
Okay.
Ich will nur, dass du weißt, äh,
ich helf dir gern.
Ich glaub, Angsttraining tut dir gut...
Thomas, ja, ja, es hat mir wirklich gut getan und...
Aber ehrlich gesagt, ich...
ich bin da drüber hinweg, glaub ich. Also...
Ich schaff das jetzt alleine.
Vielen Dank.
Ach ja? Alleine?
Schaffst du das alles alleine? - Ich denke ja.
'tschuldigung. Junger Mann. - Was fasst du mich an?
Ich will nichts Böses. Stellen Sie sich bitte kurz hierher.
Meine Freundin braucht Hilfe.
Süße Freundin. - Gut.
Dann zeigt mir mal, dass du das jetzt alleine schaffst.
Guck ihn dir an!
Ein potenzieller IS-Kanacke,
der dich nur als ein Loch ansieht. - Hey!
Sag ihm, du hast keine Angst.
Hast du mich gemeint? - Zeig mir, dass du mich nicht brauchst.
Wir leben in einem freien Land, Meister.
Da kann jeder seine Meinung sagen. Außer er hat Angst.
Wegen 'ner Fotze fühlst du dich wie ein Mann?
'tschuldigung? 'tschuldigung? Hallo?
Warum bin ich eine Fotze? Warum, hm?
Weil ich blond bin? Weil ich deutsch bin? - Atmen.
Weil du deshalb denkst, dass du mich ficken kannst.
Atmen.
Ich trag keine Burka.
Ich lass mich nicht beschneiden von dir, du kranker Wichser!
Hat dir wer...
Lass unsere Frauen in Ruhe!
Fisch. Ich ess am liebsten Fisch.
Hey!
Hallo! - Hey, hallo!
- Hallo. - Hallo.
Die endlosen kleinen Niederlagen,
die sich immer zahlreicher um ihn versammelten,
zogen dem ehemaligen Lehrer langsam aber sicher
den Boden unter den Füßen weg.
Ein Boden voller Risse
seit dem Moment mit dieser Schülerin damals,
die ihn zerschmettert hatte wie eine billige Porzellanfigur.
Miststück.
Kleines Miststück.
Und? Wird's heute noch was?
Wieso ausgerechnet ich?
Herr Al-Saiud, bitte!
Ja.
Hey, geht's noch?
Gib mal deinen Gipsarm.
Herr Al-Saiud? - Jaha.
Bis heute Abend.
Ja?
Tschö.
Danke, Meister.
Kannste nich abwarten, hä? - Rein da.
Hi!
Ey, du hast keine Ahnung, was mir grad passiert ist.
Ja.
Nee, ich hab 'n Angebot bekommen von so 'nem Arab.
Der will mich 'ne Stunde lang lecken. Nein, Mann, für hundert Euro!
Gib dir das mal!
Pfennig, Swentja, Colles-Fraktur der rechten Speiche,
Einheilung nach Fixation von fünf Wochen positiv,
aber noch knapp unzureichend.
So, Anfang nächster Woche kommt der Gips ab. Sicher.
Schöne Haare.
Okay? - Mhm.
Noch Fragen?
Ja? - Hi, hier ist Swentja.
Ah, hast du's dir überlegt?
Ähm... wie stellst du dir das eigentlich vor?
Wie stell ich mir was vor?
Wenn ich auf dein Angebot eingeh.
Keine Ahnung, hast du überhaupt hundert Euro?
Ich soll dich lecken, ja?
Nö, du DARFST mich lecken.
Also ich meine, vielleicht.
Okay.
Wir treffen uns heute Abend im Park.
Du setzt dich auf 'ne Parkbank, ich leck dich.
Kohle gibt's nachher.
Ist doch arschkalt draußen.
Und dann warten da deine Arab-Kumpels, und ihr vergewaltigt mich. Bessere Idee?
Denkst du, ich nehm mir ein Hotelzimmer für dich?
Das wär stilvoll.
Vergiss es.
So nötig hab ich's auch nicht.
Wart mal, wart mal.
Hey! Eine Idee hab ich noch:
Aquarium.
Mein Alter putzt da im Aquarium.
Aquarium?
Ja, super, oder?
Leck mich doch gleich im Fischgeschäft, du Wichser.
Dann nicht.
Arschloch.
Ja? - Ich noch mal.
Meine Eltern sind unterwegs. Komm heut Abend vorbei.
Okay. - Du kommst um 8 und gehst um 9.
Adresse text ich dir rüber.
Okay. Ciao, Prinzessin.
Schon bald wirst du selber Königin sein.
Siehst du? Dann musst du alles tun, was ich sage.
Guck mal, ich hab mir schon eine Krone gekauft.
Der Familienvater kam sich völlig überflüssig vor,
so wie ein Bienendrohn.
Der einzige Zweck seines Lebens
besteht im Zeugen der Brut.
Er hat noch nicht einmal einen Stachel
und kann sich nicht wehren.
Denn nachdem er seine Pflicht erfüllt hat,
wird er gestochen
und einfach aus dem Bienenstock gestoßen.
Was für ein sinnloses Ende.
Ein sinnloses... sinnloses...
Hi. - Hallo.
So, Schluss damit. Jetzt ist aber wirklich genug.
Aber die Kleine will noch zu Ende gucken. Nicht, Kleine?
"Ja, ich möchte zu Ende gucken."
Zeig der Kleinen dein Puppenhaus. Da gab's 'n Erdbeben.
Hast du immer noch den Gips. - Wehe, da ist was kaputt.
Magst kosten?
Und?
Rat mal, was das ist.
Ja, fast wie richtiger Käse, oder?
Sogar besser, find ich.
Unsere Yogalehrer leben alle konsequent vegan
und die schauen super aus, glaub's mir.
Und was sagt Papa dazu? - Der ist traurig.
Und wieso?
Wegen seinem Honig. Der ist ja auch von Tieren gemacht.
Die Bienen werden ja total ausgenutzt.
Der ganze mühsam gesammelte Proviant wird ihnen einfach weggenommen.
Und die Königin... Hörst du mir bitte zu?
Hallo? - Was?
Also, die Königinnen, die werden qualvoll künstlich befruchtet.
Ich bin so froh, dass wir in der neuen Wohnung keinen Balkon haben.
Wann seid ihr eigentlich später weg?
Meine Schicht beginnt um 7,
und der Papa muss kurz vor 8 los.
Der geht ja noch zu dieser Frau.
Nee, nee, nee, das hab ich mir anders überlegt.
Hä, wieso? Ich meine...
Ich weiß... - Das klang doch interessant.
Was? Ich weiß... - Du kannst doch dahin gehen.
Ich weiß gar nicht, was die will. Und ich hab Kopfschmerzen.
Kein Wunder, wenn du die ganze Zeit im Rauch stehst und Tiere quälst.
Soll ich 'ne Aspirin holen?
Na klar, Chemie.
Ja, Chemie.
Und runter mit diesem grauseligen Zeugs. - Der bleibt.
Jetzt mach doch mal was Vernünftiges. - Sowieso der letzte.
Sport, zum Beispiel.
Weißt du, was ich mir wünsche?
Dass du EIN MAL die Welt mit meinen Augen sehen könntest.
Hallo? Hallo?
Schade, Pech gehabt.
Versuch's später noch mal. Du kannst mich...
Der Sohn war fest entschlossen, seinen Weg zu Ende zu gehen.
Keine Gemeindekommission,
kein Gott sollte ihn davon abhalten, zu lieben.
Nur warum?
Warum erhörte seine Swentja offenbar keinen seiner Anrufe?
Hallo? Hallo?
Schade, Pech gehabt.
Versuch's später noch mal. Du kannst mich grad nicht erreichen.
...erreichen... erreichen.
Worauf willst du hinaus, Takumi?
Ich... ich liebe dich.
Was, wirklich?
Ja.
Sakurajan, ich... ich muss dir was sagen.
Was willst du mir denn sagen, Takumi Sempai?
Willst du mich heiraten, Sakura Amane?
Ja, ich will.
Wer is 'n das?
Wieso schläfst du nicht?
Kann nicht schlafen.
Wer is 'n das? - Geht dich nix an. Geh pennen!
Ich dachte, du bist alleine?
Das sag ich aber Mama.
Mann, gar nix sagst du.
Doch, die Kleine hat's auch gesehen.
Nicht, Kleine?
"Ja, ich hab's auch gesehen."
Lass mich rein.
Was will der denn?
Tut mir leid, aber wir sind nicht interessiert. - Hä?
Wir abonnieren keine Zeitungen, schon gar nicht an der Haustür.
Was ist damit?
Mann, tut mir leid.
Was flüstert ihr da?
Bist du sicher? - Wir holen das nach.
War nur der Zeitungsjunge. Der wollte was verkaufen.
Wieso hatte der Geld am Kopf?
Ist so ein Lockangebot.
Na komm, jetzt ab ins Bett.
Es kam der Künstlerin zunächst ordinär vor,
sich Sex über eine dieser Dating-Seiten zu suchen.
Aber dann hat ein gewisser "Brandbeschleuniger XL"
doch ihr Interesse geweckt.
Darum galt es nun, nichts dem Zufall zu überlassen.
Gleichzeitig griff in einem anderen Leben
wieder diese quälende Unsicherheit um sich.
"Be with someone who makes you happy."
'tschuldigung, das Atelier von Janine...
Den Gang entlang.
Äh, danke, ja.
Ja?
Hallo? Ah...
Hey. Schön, dass du da bist.
Schau, hier findet das gleich statt.
Also ganz ehrlich, ich hab so was noch nie gemacht.
Ich hab keine Ahnung, ob ich dafür der Richtige bin.
Brauchst dir keine Sorgen zu machen.
Ich hab ja genau dich angesprochen. Ich wollte dich. - Aha.
Hier! Das Badezimmer.
Und den Rest sehen wir gleich. Okay?
Mhm.
Also, ich soll das jetzt ausziehen und den Schlafanzug anziehen, ja?
Genau.
Gut. Ja.
Still halten. - Kitzelt.
Sag mal...
Sprichst du deine Modelle immer einfach so im Baumarkt an?
Nee, überall.
Darf ich ehrlich sein?
Mhm.
Du hast so wahnsinnig traurig ausgesehen,
wie du da so durch die Gänge gelaufen bist mit deinen Farbeimern.
Was war denn los?
Gar nichts.
Wir ziehen um. - Mhm?
Meine Frau sagt immer, ich hätte keine Struktur mehr.
Keine Struktur.
"Du hast keine Struktur."
Dabei hab ich im Ausland gearbeitet.
Ich war Bauleiter.
Ich hab drei Frauen zu Hause.
Aber außer meinen Bienen braucht mich keiner.
Und ausgerechnet die ziehen nicht mit um.
Und bei dir?
Ich bin allein.
Zum Glück.
Nein, ich... gern allein.
# Mach dich bereit
# fürs Paradies,
# für alle Freuden, die Gott uns verhieß.
# Sie sind viel mehr
# als Träumerei.
# Ein Leben glücklich, in Frieden und frei.
# Vom Bösen keine Spur zu seh'n.
# Durch Gottes Hände kann Gutes gescheh'n.
# Ewiges Leben dann jeder genießt,
# wenn Demut und Liebe
# in uns'ren Adern fließt.
# Wir sind schon jetzt im Paradies,
# weil alles wahr wird, was man uns verhieß.
# Kein Anblick mehr, der uns entsetzt,
# kein Fremder, der noch in Angst uns versetzt.
# Denn alle Menschen sind bestellt,
# um lobzupreisen die neue Welt.
# Wo alles Leben verbunden darf sein,
# dort ist dann endlich niemand mehr allein.
Ja. Ja!
Ja! Ja!
Danke, lieber Gott, danke!
Ich dachte, du bist tot.
Aber du lebst. - Was willst du?
Ich hab versucht, dich anzurufen. Was war los?
Es ist aus zwischen uns.
Was?
Ja, was? Was checkst du daran nicht?
Is egal. Jetzt ist's vorbei. Sieh's ein.
Swentja, warte mal.
Ich liebe dich.
Ich liebe dich von ganzem Herzen.
Und Jesus liebt dich auch.
Dein Jesus geht mir am Arsch vorbei.
Oder will der 'n Dreier machen? Ha?
Swentja! Swentja!
Mann!
Pack mich nicht an!
Was hab ich denn falsch gemacht?
Was mach ich denn falsch?
Du...
Du bist... du.
Außerdem hab ich 'n Neuen.
Wen?
Swentja, wen?
Swentja!
Und... aus! Das war's, Ende Gelände. Raus mit euch. Zack, zack!
Geht's noch, du Spast?
Faisal?
Was?
Ich bin in ein jüngeres Mädchen verliebt.
Was soll ich tun?
Besser, du bist überhaupt nicht verliebt.
Mach kein Scheiß, Mahmud.
Du weißt schon. - Du solltest zu einer echten Nutte gehen.
Zu einer gefallenen Frau.
Ein Mal.
Dann hast du es hinter dir.
Woher weißt du das, kleiner Bruder?
Allah weiß um die Nöte der Männer.
Ich möchte den Geschäftsführer sprechen.
Kann ich helfen? Ich bin der Marktleiter.
Sind Sie auch zuständig, was für ein Sortiment bestellt wird? - Ja.
Worum geht's denn?
Ich möchte nur mal wissen,
ich war... vor zwei Monaten war ich in London.
Ich war selber dort.
Da gab's die neuen Kettle Chips-Sorten
Yogurt and Caribbean Spicy Hot Chilli Pepper
bereits in jedem Laden.
Jetzt frag ich mich, äh, warum komm ich heute zu Ihnen?
Das waren die besten Chips, die ich je hatte.
Und in Ihrem armseligen Sortiment finde ich die Sorten nicht.
Sagen Sie mir das bitte.
Royal Kettel bringt die wohl erst in England auf den Markt.
Irgendwann gibt's die auch bei uns. - Ach ja? Ist das so?
Aber beim Kaufhof hab ich sie schon gesehen.
Bin im Kundengespräch.
Herr König, da liegen die neuen Sorten im Regal, fein gestapelt.
Und warum haben Sie die nicht dort gekauft?
Ja, warum eigentlich nicht?
Warum kauf ich überhaupt hier?
Warum kauf ich in Ihrem verschissenen Laden irgendetwas, ja?
Warum tue ich das?
Weil ich Lokalpatriot bin.
Weil ich Sie so sehr liebe, Herr König!
Nein, weil die aufgerüschte Feinkostabteilung der Galeria Kaufhof
immer noch 70 Cent draufschlägt pro Tüte.
Wenn Sie hören wollen, dass 70 Cent für mich 'ne Rolle spielen.
Ich mache Ihnen einen Vorschlag.
Sie geben mir Ihre E-Mailadresse und ich informiere Sie, wenn sie da sind.
Ich hab keine Mailadresse. Wollten Sie das hören?
Dass ich virtuell obdachlos bin - mailzustellungsunfähig.
Geht es Ihnen jetzt besser?
Wir bedauern, dass wir Ihren Wünschen nicht entsprechen.
Tun WIR das, ja? Bedauern WIR uns, ja?
Sind wir Plurales Majestatis? Benutzen wir das jetzt?
Hört mir zu, ihr tausend Arschlöcher!
Wenn nächste Woche keine Yogurt Caribbean Hot Chilli Scheißchips
in diesem verschissenen Regal gegen Bezahlung angeboten werden, dann...
kauf ich mir 'ne Knarre, du Lutscher,
und schieb sie dir in den Mund, du!
Ich knall dich ab! - Security, TK-Bereich, schnell!
...Kotzfotzen, die hier einkaufen!
Na, nu kommt doch!
Der einzige Sinn deines Lebens besteht darin, Kettle Chips vorrätig zu haben.
Kommen Sie! - Deshalb hat dich der Kosmos auf diesen Platz beraumt, du!
Scheiß König, du!
Fasst mich nicht an, ihr Faschistenpack!
Heute für Sie im Angebot:
frische französische Maispoladenbrust,
100 Gramm nur 1,39.
Komm, zieh dich aus.
Thomas, das da am Bahnhof, das hat mir richtig gut getan.
Ich weiß.
Seitdem fühl ich mich echt...
anders. Also das...
das hat mich richtig... befreit.
Ich war ja dabei. Ich war stolz auf dich.
Ich brauch keinen, der stolz auf mich ist. Ich hab das für mich getan.
Das hier, nee, sorry...
Carla, lass dich drauf ein, okay?
Thomas, ich brauch das hier nicht!
Okay.
Etwas vorschnell, wenn du mich fragst, aber...
"Angst"
ist ein Begriff aus dem Indogermanischen.
Von "ango".
Das bedeutet so viel wie...
"beengt" oder "in die Enge getrieben".
Und darum geht es hier.
Mach dich frei davon.
Du willst mich doch einfach nur nackt sehen.
Genau DAS mein ich.
Verstehst du denn eigentlich nicht, was ich sage?
Carla, du hast Angst.
Du bist angstkrank. Und ich helfe dir.
Weshalb sind wir hier?
Sei nackt, und du bist angreifbar.
Aber stell dir vor: Es passiert dir nichts.
Ich bin bei dir.
Hab wieder Vertrauen in das Leben, Carla.
Egal, was dir angetan wurde. - Aber guckst du?
Nein, natürlich nicht.
Es geht hier um Wichtigeres.
Es geht um dein Trauma.
Trauma?
Du hast das so genannt. - Das nennt man so.
Wer ist jetzt "man"? - Die Polizei.
Guten Tag, wie immer?
Was mir im Flüchtlingsheim passiert ist... - Umdrehen.
...das war nicht schön.
Vielleicht hätte der Typ nichts gemacht.
Vielleicht war er traumatisiert von der Überfahrt
über das ach so kalte Mittelmeer. - Du bist manchmal so krass!
Der Mann im Heim wollte dich vergewaltigen.
Die Berührung hätte Zufall sein können.
Deswegen war er auch nackt.
Der hat sich umgezogen. - Vorm Frauenklo.
Im Heim gibt's nicht viele Plätze...
Greif ich nach 'ner Dose, will ich die aufreißen.
Aber hat er doch nicht.
Weil du Glück gehabt hast. Mensch, Carla!
Du sprichst wie das typische Opfer, verzeih mir.
Du willst einen schrecklichen Sachverhalt nicht wahrhaben.
Mund zu, Auge zu.
Ich als Bulle hab jeden Tag damit zu tun.
Mit Menschen, die vor Angst nicht mehr leben können.
So, hier! Welche Color wünsch?
Mund zu, Auge zu!
Acht Minuten trocknen, dann anziehen.
Schön Abend noch.
Mhm.
Mann, anklopfen!
Entschuldige.
Du, wir müssen was bereden.
Bin beschäftigt.
Ist aber wichtig.
Pass auf.
Fällt dir was auf zwischen dem Papa und mir?
Ja, ich mein...
Du merkst das doch auch, dass...
Dass da bissl die Luft raus ist?
Und?
Na ja, ich hab da 'ne Idee, und...
Ich wollt dich fragen, ob du mir hilfst.
Womit?
Der muss wieder in Schwung kommen.
Da hab ich mir gedacht, bissl Eifersucht? Kann nicht schaden, oder?
Was hab ich damit zu tun?
Dir vertraut er. Schau...
Du müsstest ihm nur stecken, dass du glaubst, dass ich einen Lover hab.
Ernsthaft?
Danke.
Und jetzt mach nicht mehr so lang rum, ja?
Vergiss nicht, deine Bücher auszusortieren.
Nacht!
Wir haben nicht mehr so viel Platz.
Auch du, mein Fräulein. Schlaf gut.
Tür zu! - 'tschuldige.
Auch an anderer Stelle machte sich jetzt Vorfreude breit.
Denn seitdem seine Frau ausgezogen war,
hatte der Marktleiter sich noch mit keiner anderen getroffen.
Brandbeschleuniger XL?
Nixe74?
Ich bin Janine.
Hallo. - Hey.
Du siehst entzückend aus, Janine.
Ich bin Uwe.
Ich dachte, das passt zu deinem Nickname, so als erstes Date.
Ja dann...
Wollen wir rein? - Ja.
Ist doch cool hier, oder?
Auf deinem Profilbild sahst du irgendwie anders aus.
Echt?
Und jetzt bist du enttäuscht?
Ich erzähl was von mir. - Lass mich raten.
Bipolar.
Nee.
Laktoseintolerant. - Nein.
Quatsch.
Die Bilder sind vielleicht nicht mehr ganz so aktuell,
aber hier, guck mal.
Jeder Schritt wird gezählt.
11.000 ist mein Tagesziel.
Fast acht Kilometer.
Ich bin topfit.
Du, ähm... Hauptsache, das XL stimmt.
Die Frau des Marktleiters
versuchte alles, um ihren neuen Freiraum zu genießen,
obwohl er ihr viel zu leer vorkam.
Sie suchte Ablenkung, um die verschwendete Zeit mit ihrem Mann
und seinen endlosen langweiligen Vorträgen endlich zu vergessen.
Gin ist ja nicht gleich Gin, ne?
Ich hab zu Hause acht extrem verschiedene Sorten.
Von floral bis sehr würzig,
und dazu drei bis vier unterschiedliche Tonic Water.
Und die Kombination macht's. Verstehst du?
Ups.
Ja, guten Abend. Julia König.
Ja, genau.
Ja, find ich auch.
Ähm...
Sagen Sie mal, haben Sie nicht mal
was Alternatives?
Ich brauch mal was anderes.
Nee...
wie immer.
Keine Dildos, kein Schnickschnack.
Beschnitten, so dick wie möglich.
Nein, nicht der Typ, sein Penis!
Ja, lustig. Dienstleister sollten keine Witze machen.
Das jetzt hier heißt 1742.
Weißt du warum? - M-m.
Die Botanicals für dieses Tonic werden in den Anden auf 1742 Me...
Dein Leben ist eher langweilig, oder?
Ach, quatsch! Ich hab doch mit Menschen zu tun, täglich.
Da wird's nie langweilig.
Heute zum Beispiel wollte ein Kunde irgendeine Sorte von Chips haben.
Der ist ausgeflippt, weil die nicht vorrätig waren.
Wir mussten den vor die Tür setzen lassen - leider.
Und weißt du, was das Verrückte ist?
Die Sorte gibt es nicht. Das hatte der erfunden.
Crazy, oder?
Was war denn das für 'ne Sorte? - Egal, darum geht's gar nicht.
Mich hat der Mensch dahinter interessiert.
Was passiert in so 'nem Menschen?
Ich hab mich bei meinen Mitarbeitern erkundigt, und die kannten den.
Der hat immer Wurstabschnitte bei uns gekauft.
Die gibt's jetzt aber nicht mehr. Daher wohl die Wut.
Mir ist die Verzweiflung von dem Typen total ans Herz gegangen.
Und dann hab ich nicht lange gefackelt. - Mhm.
Jeder kann die Welt verändern.
Scheiß auf Vorschriften. Zack, bumm!
Jetzt gibt's die wieder. - Wen?
Wurstabschnitte.
Tanzen?
Weiter! Weiter! Komm, komm, komm!
War das jetzt Lust oder Mitleid?
War doch nett.
Hallo? Können Sie mal aufmachen? - Na denn.
Ich muss dringend.
Sag mal. Bist du behindert, oder was?
Wollt ihr mich verarschen?
Ich muss hier rein. Ich kann nur hier pissen.
Traumphase: 73 Minuten,
Tiefschlaf: 120 Minuten.
Wachphasen: 5.
Qualitätsquotient: auf 4,2 gesteigert.
Pronto?
Ja klar.
Ja.
Ich geb... mein Bestes.
Hallo?
Hallo, ich bin Vincent.
Coole Wohnung. Toller Blick.
Auflockerung nicht nötig.
Was zu trinken?
Nicht nötig, danke. - Wie Sie wollen.
Hat Ihnen die Agentur gesagt, was ich bevorzuge?
Nicht genau.
Ich hab jetzt auch nicht so ausgefallene Wünsche.
Beschnitten? - Ja.
Kann ich mal sehen? - Mhm.
Prima.
Ich möchte...
zuerst geleckt werden. - Mhm.
Und dann, wenn ich gekommen bin,
tun Sie so, als würden Sie es nicht mehr aushalten und ficken mich.
Egal was ich sage, ich sag nämlich gern beim Sex mal nein.
Aber in dem Fall heißt das nicht nein. Verstanden? - Mhm.
Also, Sie nehmen mich von hinten, vaginal,
bis ich erneut komme.
Bevor Sie kommen, ziehen Sie ihn raus,
stecken ihn mir in den Mund und lassen ihn da bis zum Schluss.
Alles klar?
Ist mir 'ne Ehre. Willst du 'n bisschen Dirty Talk?
Nein, ganz bestimmt nicht.
Und ich möchte nicht geduzt werden. Das kann ich nicht ausstehen. - Okay.
Sie können mit Maßen Macht über mich ausüben,
als würden Sie mich zu was zwingen.
Ah ja: "Scheiße".
"Scheiße" ist das Codewort.
Wenn ich Scheiße sage, dann lassen Sie von mir ab. Sofort.
Ist das eindeutig?
Ja, einfach reinkommen.
Hi.
Hey.
Vivian. - Hi.
Super. Genau so hatte ich Sie mir vorgestellt.
Prima. Kannst aber du sagen. - Ja, 'tschuldige.
Normalerweise rufen mich nie Frauen an.
Kann ich dich was fragen?
Klar, alles.
Weißt du, was... Wurstabschnitte sind?
Wurst... was?
Abschnitte.
Ähm...
Das sind die Enden von Würsten,
die der Metzger abschneidet, weil sie kacke aussehen? Warum?
Nur so.
Okay.
Noch 'n bisschen quatschen oder...
willst du mich langsam auspacken?
Nicht vergessen:
Treuepunkte sammeln lohnt sich bei jedem Einkauf.
Tolle Prämien stehen für Sie bereit.
Aktuell zum Beispiel:
ein sechsteiliges Steakmesser-Set aus dem Hause Wolff
für bereits 120 Treuepunkte.
Herr König?
Was steht denn da?
Wurstabschnitte auf Anfrage.
Sie scheinen Ihren Namen etwas zu ernst zu nehmen.
Der Verkauf von Abschnitten der Fleischwarenkette an Endverbraucher
ist nicht nur ästhetisch ein fragwürdiges Unterfangen,
sondern auch in unseren LMKVs klar geregelt.
Was ist das?
Das war ein Kundenwusch.
Und diese Wurstabschnitte sind ja quasi Wurst. Nur nicht so schön.
Ich verstehe, dass Sie sich der Nachhaltigkeit verpflichtet fühlen,
aber wenn Sie in einer Welt ohne Regeln leben wollen,
müssen Sie sich einen künstlerischen Job suchen.
Hm? Na los.
Haben wir uns verstanden? - Ja.
Laut und deutlich. - Ja! Verdammt noch mal!
Nein.
Nein.
Und, wie lange machst du es schon?
Was denn genau?
Na ja, ich meine, so als...
als... als...
Fast drei Jahre.
Ich hab viel erlebt, aber das noch nicht.
Mein Freund wird's nicht glauben. - Du hast 'n Freund? - Mhm.
Und... weiß der davon? - Mhm.
Und was sagt der dazu?
Nichts, der macht das Gleiche.
Och, Scheiße. Was ist los?
Entschuldigung?
Komm in meinen Mund, Mann!
Entschuldigung.
Ich spritz nie ab, sorry.
Was? Willst du mich auf den Arm nehmen? Was soll der Scheiß?
Mein Job ist es, immer zu können,
und ich kann immer, weil ich dabei nie komme.
Ich will es auch nicht, das hab ich meiner Freundin versprochen.
Wie bitte?
Ich weiß, meine Kollegen handhaben das anders. Tut mir sehr leid.
Also...
Ähm...
Das ist Betrug. Also, genauer gesagt,
ist das Vertragsbruch.
Das war so nie abgesprochen.
Was?
Ey, ich hab gesagt... - Was ist denn hier mit den Vögeln?
Egal. Ich hab gesagt: bis zum Schluss.
Da muss ich doch das Abspritzen nicht noch extra erwähnen!
Deine Freundin muss es ja nicht mitkriegen.
Also gut, ich sage der Agentur, dass ein Missverständnis vorliegt.
Ihr Geld können Sie behalten.
Ich hätte nichts dagegen, unter normalen Umständen in Sie zu kommen,
aber meine Freundin vertraut mir
und ich möchte unsere Vereinbarungen nicht brechen.
"Vereinbarungen"?
Gleich mehrere, aha!
Und was gibt's da noch?
Wie lange dauert das noch?
100 sind für 'ne Stunde. Hast du ja auf meiner Site gesehen.
Ob Sex, Quatschen oder Kunst, ist ja egal.
Du, kein Ding. Ich zahl dir gern 'ne halbe Stunde länger.
Es dauert nur noch 'n Moment,
und...
das Bild machen geht dann ganz schnell.
Was denn für 'n Bild?
Na ja, das eigentliche Werk ist ja am Ende das Foto.
Das geht nicht. Davon hast du nichts gesagt.
Mein Freund und ich haben 'nen Deal, beim Job keine Fotos. Das ist Gesetz.
Okay, das versteh ich,
dass du dich nicht von 'nem ekligen Typen fotografieren lassen willst,
der das als Wichsvorlage benutzen will, aber...
darum geht's hier nicht. Ist was ganz anderes. - Findest du?
Hältst du dich für was Besseres, du vertrottelte Kunstlesbe?
Fuck!
Hau bloß ab!
Wärmer...
Wärmer...
Heiß.
Eigentlich müsste ich sauer sein auf dich.
Du? Auf mich? Wieso?
Du hast geschrieben, es gibt Hübschere als mich.
Und du hast mich als "Leck-Arab" eingespeichert.
Hast ja Recht.
Es gibt hübschere Mädchen als mich.
Weil, es gibt sehr viele Mädchen auf der Welt, so mein ich das.
Wenn's SO viele hübsche Mädchen gibt, wieso hast du dann mich gefragt?
Ich hab den Mut gehabt, bei dir zu fragen.
Du meinst, weil ich hässlich bin. - Nein, so mein ich das nicht.
Aber...
Was soll's, egal.
Wollen wir loslegen?
Kann ich helfen?
Nee, danke. - Wir überlegen noch.
Lasst euch Zeit.
Komm schon.
Hast du das Geld?
Ich hab Kohle, aber nicht so viel.
Komm schon, du willst es doch auch.
Wie kommst du da drauf?
Ich spür das doch.
Ich hab's aber nie gesagt.
Ich mein, du hast eh schon einen Sonderpreis bekommen.
Mir klar.
Wie viel hast du denn?
'n Zwanni. - 'n Zwanni?
Ja.
Ey, bist du behindert, Mann? Ist das dein Ernst?
Ey, nee, vergiss es.
So nicht.
Okay.
Notgeiles Arschloch. - Ach, leck mich doch.
Scheiße!
Scheiße!
Und jetzt auf dich zukommen lassen und wegtreten.
Lass die Angst auf dich zukommen und tritt sie weg.
Und tritt sie weg!
Schrei: weg! - Weg.
Ich bewundere Leute, die so mutig und angstfrei sind wie du.
Echt.
Na ja...
Angstfrei ist ein großes Wort. Wer kann das schon von sich behaupten?
Gab's mal einen Moment, in dem du Angst hattest?
Nein, ich denke nicht.
- Also, nicht wirklich. - Wollen wir?
Oh Mann, ich hab so 'ne Sehnsucht nach dieser Freiheit.
Na ja, vielleicht ist es ja gar nicht mehr so weit bis dahin.
Dank dir.
Nach all dem, was dir passiert ist,
ist es selbstverständlich, dass du alleine noch nicht so weit bist.
Mach dir keinen Druck. Ja?
Ich bin bei dir.
Versprochen.
Ich krieg grad wieder 'n bisschen Appetit aufs Leben.
Ich weiß ja nicht, wie du es siehst,
aber der leckerste Fisch ist der, den man selber kocht. - Mmh.
Kann sein.
Ich mach am liebsten Loup de mer. - Ich krieg richtig Hunger.
Magst du den?
Hallo? Hallo?
Junger osmanischer Mann.
Hallo? - Hallo.
Ähm...
Toll, dass Sie so äh...
gut gebaut und bestückt sind.
Nee, echt! Nee, ich find, ähm, lecker.
Ich mag das.
Ich liebe Männer, die so breitbeinig und selbstverliebt im Dampfbad sitzen.
Ich lieb ihre widerlichen Blicke auf meinen Titten.
Ich sag dir jetzt mal was, du Affe.
Hörst du mir zu?
Du kannst mich nicht beeindrucken oder mir Angst machen.
Weißt du auch warum? Weißt du warum?
Warum denn?
Ich lass es nicht mehr zu, dass ihr Kanaken mich einschüchtert.
Was glaubst du... - Kapierst du's in deinem Spatzenhirn?
Ja, ich bin weiß, mhm.
Aber ich bin frei.
Und jetzt glotz mich nicht so an, du ekelhafter Wichser.
- Sag mal... - Fettschwanz-Kanake!
Gehört die zu dir?
Ja.
Die Gedanken des ehemaligen Lehrers
kreisten mittlerweile nur noch um dieses Miststück,
das ihn so in die Enge getrieben hatte
und schuld daran war, dass er nicht mehr unterrichten durfte.
Es war an der Zeit, endlich ein Ventil für seine Wut zu finden.
Was ist los, Bruder? - Was?
Von was willst du ablenken?
Pass auf.
Kannst du sie finden?
Klar, wir gehen ins gleiche Studio. - Gut.
Die Rache ist eine Suppe, die man lieber kalt auslöffelt.
Rache...
Ich kann das nicht. Es...
Es ist genau wie damals.
Wie die schon guckt.
Nicht reden. Geht einfach mit eurer Bewegung.
Du hast mein Leben ruiniert. Ist dir das eigentlich klar?
Ich war dein Lehrer,
du mieses... - Stopp!
kleines, verlogenes... - Aufhören!
Eckhardt. - ...Miststück.
Komm mal her, bitte.
'tschuldigung.
'tschuldigung.
Dann geht mal bitte ein Stellvertreter für Eckhardt rein.
Ja, danke. - 'tschuldigung.
Tut... tut mir leid.
So, und du beruhigst dich jetzt mal.
Wenn du dir das von hier aus anschaust, was fehlt da noch, hm?
Die Eltern. Mit denen hat's ja angefangen.
Gut, dann noch zwei Stellvertreter
für Vater und Mutter von Eckhardts Schülerin.
Du und Irene. - Diese Mutter!
Den Vater kenn ich nicht, der war im Ausland, aber...
die Mutter ist sofort zum Rektor gerannt. - Eckhardt, halt.
Riesenalarm wegen dieser scheiß Lüge. - Pscht, stopp!
Schau dir das jetzt mal in Ruhe an, hm?
Na, schau hin.
Eckhardt, du musst...
Manchmal muss man die Dinge selbst in die Hand nehmen.
Aber wie, Sakura-Amane?
Erinnerst du dich, Takumi?
Als der gemeine Sensei mich damals durchfallen lassen wollte?
Da ist mir doch auch was eingefallen.
Das war ein schwerer Vorwurf, ja? Und total ungerechtfertigt.
Sexuelle Belästigung. Da musste der Rektor mich rausschmeißen.
"Auch in Ihrem Interesse, dass es nicht weiterverfolgt wird", hat er gesagt.
Natürlich war es NICHT in meinem Interesse.
Die Wahrheit wäre in meinem Interesse gewesen.
Stattdessen konnte die Ratte ihre Kacke immer weiter behaupten.
Das hatten wir doch schon. - Das weiß ich.
Das weiß ich, das weiß ich!
Nur weil ich sie einmal durchfallen lassen hab.
Dabei war sie schlecht und faul! Die Fünf war gerechtfertigt.
Ich muss Zensuren geben als Lehrer, bin dazu verpflichtet.
Eckhardt, du drehst dich wieder im Kreis.
Wie geht es dem Beruf dahinten?
Ich bin raus.
Und wie geht es der Schülerin?
Keine Ahnung. Die gehen mir ziemlich am Arsch vorbei.
Habt ihr das gehört? Ich muss mir nicht alles gefallen lassen.
Die Grenze der Toleranz ist erreicht.
Bitte noch einen Stellvertreter für die Toleranz.
Okay, Barbara, dann mach du das.
Die Toleranz geht mir am Arsch vorbei.
Geh weg, du Toleranz. - Eckhard!
Diese Swentja ist schuld. Die hat mich fertiggemacht.
Und hier, Papilein und Mamilein.
Die haben das Miststück in die Welt gesetzt mit ihrer freudlosen Fickerei.
So...
Jetzt bin ich wieder schwanger.
Mit Sicherheit nicht.
Du weißt ja, ich kann das spüren.
Mhm.
Der Familienvater
hatte nämlich ein wohlgehütetes Geheimnis.
Ich spür das...
Bei einem seiner zahllosen Auslandsaufenthalte
hatte er sich sterilisieren lassen - heimlich.
Und zwar schon Jahre vor der Geburt der jüngsten Tochter.
Noch ein Kind würde er sich ganz sicher nicht anhängen lassen.
Tach.
Tach.
Ich wollt mich mal erkundigen, was hier so... abgeht.
Kein Problem. Sie haben die Wahl zwischen 20 und 40 Minuten.
Mit diesen Instrumente werden die meisten schon nach 20 Minuten fertig.
Sie können die Musik aussuchen.
Auf Wunsch stell ich Ihnen ein Video von der Aktion her.
Die Ambientes. Sehr beliebt ist die Bürowelt.
Die meisten bringen ihren eigenen Drucker mit.
Aber Sie haben ja was anderes dabei.
Wiege.
Meine Frau sagt immer, ich hätte keine Struktur mehr.
Keine Struktur.
# Ich lebe nur noch für dich.
# Du bist alles,
- # was ich habe auf der Welt. - Die Zeit läuft.
Ja. # Du bist alles, was ich will.
# Du...
# Du allein kannst mich versteh'n.
# Du...
# Du wirst nie mehr von mir geh'n.
# Seit ich dich kenne,
# ist mein Leben bunt und schön.
# Und es ist schön nur durch dich.
# Was auch gescheh'n mag,
# ich bleibe bei dir.
# Ich lass dich nie mehr im Stich.
# Du bist alles, was ich habe auf der Welt.
Ja!
# Du bist alles, was ich will.
# Du...
# Du allein kannst mich versteh'n.
# Du...
Ich bin fertig.
Und, wie geht's?
Na, sehr gut, danke.
Das waren ja nur acht Minuten.
Die Hälfte vom Ambiente ist praktisch noch intakt.
Wissen Sie was?
Ich geb Ihnen 30% beim nächsten Besuch.
Das nennt man wohl Kundenbindung? - Ist mir egal. Ich arbeite nur hier.
Verklemmt? - Mhm.
Ich bin eigentlich Lehrer.
Sogar ein sehr guter. Geschichte,
Latein
und Ethik.
Brand?
Ja.
Robert.
Ecki.
Morgen, Frau Doktor.
Morgen.
All right, people.
You didn't come here for a party. You came here to be tortured.
Alright, let's put it on 16
and let's get up that hill.
Come on! Movement, let's get everything going.
Macht Spaß, ne? - Ja.
Bewegung ist der beste Hebel gegen die Angst.
Yeah!
Du hast keine Angst mehr. Du radelst ihr davon.
Hey! - Sie hat keine Chance. Sie holt dich nicht mehr ein. Ja!
Shut the fuck up, you idiots!
Was? - Keep it moving!
Was war das? - Five, four...
three, two...
Okay, pass mal auf, du Drill Sergeant.
Mir egal, dass du nicht des Deutschen mächtig bist,
aber ich möchte nicht, dass du meine Freundin anmachst.
Kann sein, dass es bei euch anders läuft, Karamba Karacho.
Hier reden wir mit unseren Frauen auf Augenhöhe.
Hast du das capito? - Sit! Go back to your place!
Leben hier auf Stütze und beleidigen unsere Freundinnen.
Wir sind Vollzahler.
Ohne uns gäb's kein Begrüßungsgeld!
Jetzt ist gut! - Was hast du denn jetzt?
Wie können Sie es wagen, so mit Renata zu reden?
Renata, I'm really sorry.
You're very welcome.
Ich bin auch Vollzahler.
Und ich hab Renata und Spinning gebucht
und nicht Ihr Gemotze.
Wagt man es, mit den Flüchtlingen ein offenes Wort zu reden,
kommt ihr Bio-Deu...
Wegen Leuten wie Ihnen wird mir schlecht, wenn ich an Deutschland denke.
Lass meine Freundin aus dem Spiel, du Bio-Fotze!
Fick dich!
Du ungefickte...
- einsame... - Oh Mann, ey.
Bio-Scheide. - Geht's noch?
Come on, people!
Sprint! Run, run, run, run, run, run, run!
Hat dir gefallen?
Es gibt ja auch Cocktails ohne Alkohol.
Sind meistens die besten. Trink ich auch gern.
Allahu akbar!
Achtung! Da ist 'ne Bombe!
Thomas!
Allahu akbar!
Thomas, geht's wieder?
Oh Gott...
Ich weiß es nicht.
Fahrt, abwärts.
Du hattest einfach 'n kleinen Aussetzer.
Mensch! Thomas, alles ist gut, ja?
Ganz tief einatmen.
Hier, Fokus!
Komm...
Lass mich los. Ich möchte das nicht!
Lass uns endlich diesen verdammten Fisch essen.
Ich liebe dich.
Sorry, aber wenn ich daran denke, will ich nur noch kotzen.
Tut mir leid, Thomas.
# Du bist alles,
# was ich habe, auf der Welt.
# Du bist alles, was ich will.
# Du...
# Du allein kannst mich versteh'n.
# Du...
# Du darfst nie mehr von mir...
Mit dem Vorwurf, einsam zu sein, konnte die Frau des Marktleiters leben.
Aber ungefickt?
Ihre Lösung war, vollkommene sexuelle Selbstbestimmung anzustreben.
Dem ehemaligen Lehrer war jegliche Erlösung ferner denn je.
Diese kleine Lügnerin
führte weiterhin ein unbeschwertes Leben.
Während er tagein, tagaus
die Trümmer anderer Leute wegräumen musste.
Wie unfair das Leben doch sein konnte.
Also, ich höre.
Es geht noch mal um unsere Nebenkostenabrechnung.
Theoretisch müssten wir das ja bis Mitte letzten Monats teilen. - Pff!
Ich hab das ausgerechnet
und find, das ist ein ziemlich fairer Vorschlag.
Sag mal, hast du mit Rebecca über uns geredet?
Ja, klar.
Das ist immer noch hauptsächlich meine Freundin, ja?
Kennen wir uns nicht?
Äh...
Wir haben neulich gevögelt, glaub ich. - Ich kann mich erinnern.
Was ist?
Ich will nicht weiter stören, wenn du schon Nachschub hast.
Das ist kein Nachschub. - Willst du uns nicht bekannt machen?
Also... - Hallo.
Das ist Julia, meine Frau.
Bald wird's meine Exfrau sein. - Genau.
Und das ist, äh... - Janine.
Janine ist Künstlerin. Wir kennen uns aus dem Internet.
Du lernst Künstlerinnen im Internet kennen?
Ach, seid ihr jetzt zusammen?
Ach, du, das, ähm,
das wird man sehen.
Ich hab wahnsinnig viel zu tun.
Ich hab bald meine erste große Einzelausstellung, bin im Endspurt und...
Sag mal, aber...
sehen wir uns mal wieder, Brandbeschleuniger XL?
Ja, klar.
Gerne, ich geh dann mal.
Ich meld mich dann.
Du nennst dich Brandbeschleuniger XL im Internet? Pff!
Hast du irgendjemand Neues? - Äh, nee.
Keine Zeit. Keinen Nerv.
Keinen Sex?
Doch.
Immer sonntags.
Janine ist Künstlerin. Wir kennen uns aus dem Internet.
Du ungefickte...
einsame...
Bio-Fotze!
Au! Ah!
Scheiße!
Ich spritz nie ab, sorry.
Ach, und ich dachte, bei euch ist immer was los.
Je nachdem.
Das ist ja die Scheiße. Entweder bist du jung und schön
und vögelst höher, schneller, weiter, hast ein Sixpack wie Ronaldo,
oder du bist alt, hässlich und alleine.
Ich dachte, bei euch Männern wär das viel unkomplizierter.
Aber in welchem Alter? Da sitzt ein Trauerklops neben dem anderen.
Fertig. - In den Korb bitte, Brille und Overall.
Ja, wie immer. - Und, wie geht's?
Gut.
Finde mal einen aktiven Single als reifer Boy in meinem Alter.
Kannst du vergessen. Alles fette Robben, die machen lassen.
So alt bist du doch noch gar nicht.
Guck mal hier. Hier ist nix mehr.
Die meisten Haare... - Tschüss.
Die meisten Haare, auf denen sitze ich.
Ist doch egal.
Mir nicht. Einer mit so 'nem Gestrüpp kann gleich wieder...
Bisschen Frisur kann man erwarten, oder?
Ich mach mal klar Schiff.
Warte, ich helf dir.
Hey, das ging ja schnell. Jetzt bin ich gespannt.
Kannst du auch. Ist 'ne Hammer Idee.
Grad auch, weil du Künstlerin bist.
Wir lassen eine Statue von uns machen.
In 3D und Farbe. Müssen wir doch für die Ewigkeit festhalten.
Zusammen? - Na klar. Komm!
Allahu akbar!
Achtung. Das ist 'ne Bombe!
Thomas!
- So, oder? - Ja, das ist gut.
Okay? - Ja, so machen wir's.
So, jetzt kann's losgehen.
Was machen Sie denn da? - Was denn?
Auseinander. Sofort!
Das geht nicht.
Wir haben bezahlt.
Jetzt drücken Sie auf den scheiß Auslöser.
Ja, zack! Das Ding hält nicht ewig.
Hallo?
Mann!
Jetzt still halten! - Los.
Hallo? - Sekunde.
Sag mal, was willst du eigentlich von mir?
Was willst du denn? - Dich kennenlernen.
Ich hab dir von mir erzählt.
Von Gin und Tonic und diesen scheiß Wurstzipfeln.
Pose!
Also,
wo kommst du ursprünglich her?
Achtung! - Was machen deine Eltern?
Das ist echt der Hit.
Fertig.
Und... deine Arbeit?
Wo ist denn deine Ausstellung?
Die Ausstellung ist in Halle 14,
ich komm aus Bielefeld, Eltern Studienräte,
und ich wollte dich einfach nur ficken, okay?
Mit ihren klaren Verabredungen
hatte sich das Paar eine Menge Stress erspart.
Aber schwierig wurde es für die beiden immer dann,
wenn sie zusammen gebucht wurden.
In solchen Situationen taten sie alles,
um voreinander nicht mehr sie selbst zu sein.
Nicht mehr sie selbst zu sein.
Du muss irgendwas machen.
Machen, machen, machen!
Mach den Schrank, verdammt noch mal.
Meinst du, ich find das toll?
Was?
Na, umziehen.
Die Bienen aufgeben
und das alles hier, Schränke schrauben...
Selber schuld.
Ist deine Lethargie, die uns aus dem Haus treibt.
Sag mal, was ist da dran, dass du meine Tochter beauftragt hast,
mir so 'ne Scheiße zu erzählen, du hättest 'ne Affäre?
Wie bitte?
Bist du noch dicht?
Hast du, oder...?
Swentja?
Weißt du, was am Buddha einzigartig war? - Swentja!
Was? - Kommst du mal, bitte?
Der hat sein ganzes Leben nur versucht, EINEN Menschen glücklich zu machen.
Und weißt du wen?
Sich selbst? - Genau.
Was ist?
Na endlich, bitte.
Stimmt das, dass deine Mutter dich beauftragt hat...
Dein Vater hat wieder mal eine abstruse Verschwörungstheorie.
Der glaubt, ich hätte dich beauftragt, ihm was von einem Geliebten zu erzählen.
Ich wollt euch schon immer mal was fragen. - Ja?
Wie ham sich eigentlich so zwei wie ihr kennengelernt?
Na ja.
Wir waren in Frankfurt auf den gleichen Flug gebucht.
Nach Goa. - Ja, das ist in...
Indien. - Richtig.
Hab da mein erstes Kraftwerk hochgezogen.
Dann wurde der Flug annulliert.
Ich kam grad aus Wien, wollt nur umsteigen, und dann so was.
Ich war völlig durch 'n Wind. Ich dachte, ich komm da nie an.
Sie war völlig bekifft.
Und Robert, na ja...
Der hat mir dann gezeigt, wie man die Zeit doch sinnvoll nutzen kann.
Und wann war das?
Na ja, vor 14 Jahren.
Ja, das stimmt.
Ich war echt vollkommen dicht.
Also, sag mal! - Ach, naaa!
Sonja, spinnst du?
Die ist nicht ausgelastet. Sag ich doch.
Swentja, geh bitte mit ihr auf den Spielplatz.
Sag mal, was hat Swentja jetzt damit zu tun?
Lass sie mal in Ruhe!
Ja, eh klar.
Ihr beiden wieder. Keine Struktur mehr.
Ist gut. Ich kann eh 'ne Pause gebrauchen. - Keine Struktur.
Spätestens in diesem Moment
wurde dem Familienvater endgültig klar,
dass er in nur sieben Minuten auf einer Flughafentoilette
sein komplettes Leben ruiniert hat.
Das...
konnte doch nicht alles gewesen sein.
Auch der ehemalige Lehrer wollte wieder nach vorne blicken,
ganz unbeschwert.
Doch bevor er sich auf den Mann seiner Zukunft einlassen konnte,
musste er noch seinen eigenen Trümmerhaufen beseitigen.
Wie auch immer.
Den Ursprung ihres Lebens hatte sich die Schülerin
in der Tat etwas romantischer vorgestellt.
Aber die banalen Umstände ihrer Zeugung zeigten ihr,
dass aus reinem Zufall doch Großes entstehen konnte.
Und?
Hast du ihr jetzt abgeschworen? - Mhm.
Die Mutter, bitte.
Du wartest hier.
Swentja!
Swentja!
Swentja!
Swentja!
Hörst du mich? - Ja. Sag mal...
Ich brauch dich!
Musst du hier so rumgrölen? Swentja ist auf dem Spielplatz.
Okay, danke.
Nächste Station: Südpark.
Krasse Nummer.
Jep. Wenn ich Pech hab, darf meine eigene Mutter mich nicht mehr grüßen.
Im Ernst?
Ja.
Aber das ist mir egal.
Aber als ich da saß, konnte ich nicht bereuen, was ich gemacht hab.
Kannst du mich mal anschauen, bitte? - Wieso?
Weil ich dir was sagen will.
Weil ich dir sagen will, dass ich dich liebe.
Ich liebe dich. Ich liebe dich. Ich liebe dich.
Swentja, ich liebe dich so sehr. - Johnny...
Ich brauch dich. - Johnny, beruhig dich, okay?
Mann...
Es tut mir echt leid, aber...
du hast einfach keine Ahnung.
Auch von Sex und so.
Verstehst du?
Okay?
Okay.
Okay, ja. Ich werd mich ändern. Du wirst mich nicht wiedererkennen.
Belästigt dich der Typ? - Hau ab!
Hau du ab, du Spast!
Die ist mein Mädchen!
Das ist der Neue?
Das ist dein Neuer! Du Wichser.
- Du Opfer! - Sonja?
Sonja?
Hört auf ihr beiden. - Lass mich!
Ey, ihr beiden, hört auf! Mann!
Macht euch mal nützlich und sucht meine Schwester.
Sonja! - Sonja!
Sonja!
Sonja.
Sonja!
Was?
Das gibt's ja nicht.
Tut uns leid. Niemand hat Ihre Tochter gesehen.
Das kann doch nicht wahr sein.
Warum hast du nicht besser auf deine Schwester aufgepasst?
Sagen Sie, junge Dame, Frage:
Wann haben Sie die Verletzt... die Vermisste zuletzt gesehen?
Da auf... auf dem Spielplatz halt.
Also, ich war halt abgelenkt,
weil da waren zwei... zwei Jungs und...
zwei Freunde von mir...
Keine Ahnung. - Frage: Wo genau...?
Kannst du nicht genug kriegen?
Was bist du eigentlich mit 14?
Eine kleine Nutte? Gibt's ja nicht.
Wo ist denn Papa?
Hallo.
Was willst du denn?
Ach, ich dachte, du freust dich vielleicht.
Äh, hier.
Lass mal. Mir geht's nicht gut.
Was hast du denn? - Nichts. Morgen geht's schon wieder.
Hast du Besuch? Schon jemand da?
Das kannst du doch sagen.
Ist nur der Fernseher.
Tut mir leid. Wir sehen uns bald, versprochen.
Hallo. - Hallo.
Hallo.
Danke...
Tschüss.
Tschüss.
- Hey, Baby. - Hey, mein Engel.
Komm. Komm mit!
Was denn?
Komm schon.
- Geh da rüber. - Miststück.
Setz dich da hin. Bleib hier sitzen.
Versprich mir, dass du sie auflässt. - Okay.
Du Miststück.
Du Miststück.
Warum sagt der Vogel das immer? - Ruhe jetzt!
Wir machen jetzt einen Spaziergang.
Los...
Mach mich nicht fertig. Hier, schluck das.
Ich weiß aus dem Fernsehen,
dass bei Kindesentführungen die ersten 72 Stunden entscheidend sind.
Dann sinkt die Wahrscheinlichkeit, das Kind zu finden, ganz rapide.
Stimmt nicht. Das kann so sein, muss aber nicht...
Doch. Sie ist jetzt schon über drei Stunden weg.
Ja, ähm...
Ich stell mir das schrecklich vor.
Es geht nicht um Ihre Vorstellungen. Es geht um Fakten.
Was hat die Polizei in den letzten Stunden gemacht?
Wir machen das, was wir immer tun.
Für jeden. Ganz egal, ob er aus Deutschland kommt oder nicht.
Bitte! Bitte!
Mein Kind ist tot. Ich spür das.
Schauen Sie doch, die Sonja ist tot.
Gute Frau, Sie gehen jetzt nach Hause.
Ihre Tochter ist nicht tot.
Die steht wahrscheinlich vor der Haustür und klingelt.
Mein Mann ist daheim und wartet!
Wo ist denn dann Ihr scheiß Problem?
Sie sind das Problem! Sie!
Die Polizei ist das Problem.
Sie hören mir nicht mal zu!
Was tippen Sie die ganze Zeit herum? Haben Sie Kinder?
Ich arbeite gerade dran.
Du hast keine Ahnung.
Auch von Sex und so.
"Wer seine Rute schont, der hasst seinen Sohn.
Wer ihn aber lieb hat, der züchtigt ihn bei Zeiten."
So steht's in der Bibel. Ich hab das nicht erfunden.
Nachdem dein Vater abgehauen ist,
bist du herzlich eingeladen, das allein zu erledigen.
Gute Nacht, Johannes.
Und mach das Gerät bitte bald aus.
Nacht, Mama.
Irgendwo draußen ist jetzt mein Kind,
in der Hand eines perversen Verbrechers. - Mascha...
Hör auf.
Ich dreh durch.
Es gibt einfach keine Erklärungen mehr.
Sonja ist alt genug,
kann ihren Namen sagen, ihren Wohnort.
Sie ist auch nicht schüchtern.
Gibt nur noch eine Erklärung:
Irgendjemand...
hat die Sonja in seine Gewalt gebracht.
Und alles, weil du wieder nicht da warst. Du bist nie da, wenn wir dich brauchen.
Wenn's Schwierigkeiten gibt, bist du nie da!
Ich kann doch wirklich nichts dafür.
Und weißt du, was das Schlimmste ist?
Dieser Perverse,
der stellt jetzt in dem Moment die entsetzlichsten Sachen mit ihr an.
Sexualität ist vom Schöpfer wofür gedacht?
Der Weg, den du da eingeschlagen hast, Johannes,
der führt
nirgendwo hin.
Stopp! Stopp!
Sonja?
Sonja, warte!
Ey, langsam.
Lass meine Tochter los!
'tschuldigung.
Sonja?
Danke, himmlischer Vater.
Hallo? Hallo?
Mascha...
Mascha, schau!
Mascha.
Mascha.
Mascha.
Sie lebt.
Ja, Süße.
Süße.
Danke! Danke!
Alles wird gut.
Jetzt bist du wieder da. - Mama.
Miststück.
Nachdem der Trubel sich gelegt hatte,
kehrten die Gedanken des Familienvaters zu dem Mann zurück,
dem er sein letztes Glas Honig geschenkt hatte.
Es waren trübe Gedanken,
denn dieser Mann, der seine Zukunft hätte sein können,
interessierte sich offenbar auch nicht für ihn.
Nix.
Nix. Wieder nix.
Hallo?
Robert? - Ja?
Pardon wegen gestern.
Jetzt bin ich wieder voll da und...
nur für den Fall, dass es dich interessiert...
Ja, was denn?
Dein Honig ist übrigens der Hammer.
Echt? - Ja.
Und gestern...
Warum bist du da eigentlich wirklich gekommen?
Mir geht's wieder besser. Ich hoffe...
wir sehen uns ganz bald. Ja?
Gern.
Vielleicht... in 'ner Stunde? Bei dir?
Nix.
Gut, ich freu mich. - Ich freu mich auch.
Ja!
Hallo?
Äh, hallo. Ist Mahmud da?
Bist du die Deutsche?
Ja...
Aha.
Ich muss den unbedingt sprechen.
Kann ich hochkommen, oder er runter?
Ich muss was in Ordnung bringen. Ehrlich.
Ey!
Was geht?
Hi. - Du willst doch nichts mit mir!
Wieso rufst du nicht einfach an?
Oder schreibst einfach?
Es...
Keine Ahnung.
Ist wichtig.
Ich wollt dich lieber sehen.
Weißte?
Jallah!
Hallo?
Ja? - Versprich mir, dass du ihm nicht noch mal so weh tust.
Seine Seele ist zart und zerbrechlich.
Versprochen.
Gut.
Hallo.
Und jetzt?
Bis später.
Hi. - Hallo.
Du hast angerufen, richtig? - Ja.
Wie heißt du denn? - Ich bin Johannes.
Wie bitte? - Ich bin Johannes.
Okay.
Und worauf stehst du so? - Das weiß ich noch nicht.
Aber das Geld hast du dabei, oder? - Ja.
Setz dich doch.
Aufs Bett?
Ja, klar.
Hast du so was schon mal gemacht? - Nein.
Ist mein erstes Mal.
Möchtest du was Spezielles ausprobieren?
Oder soll ich einfach machen?
So...
Mit 'm Mund.
Ah, okay.
Da bist du bei mir genau richtig.
Dürft ich noch mal auf Toilette gehen?
Ja, klar.
Ganz hinten, am Ende vom Gang. - Danke schön.
Ecki?
Ecki?
Hier bin ich. Hier hinten.
Hallo, mein Lieber. - Hallo.
Da bist du ja.
Komm mal, ich will dir was zeigen. - Ja.
Und wenn die uns erwischen?
Passiert schon nichts, Rapunzel. Da lang.
Bist du sicher, das hier keiner mehr ist?
Klar, vertrau mir.
Ganz ehrlich, ich bin ganz schön aufgeregt.
Ganz ehrlich, ich auch.
Und, ich mein, was ist jetzt mit uns?
Es geht weiter, oder?
Also...
ich hätte kein Problem damit.
Na komm.
Das Beste kommt ja noch.
In so einem Schwarm halten sich alle Individuen an vier Regeln.
1. Bewege dich auf das Zentrum der anderen zu.
2. Bewege dich immer in dieselbe Richtung wie dein Nachbar.
3. Bleibe immer in Bewegung.
Und 4.
Pass auf, dass dir niemand zu nahe kommt.
Darf ich dich mal was fragen? Ganz ehrlich?
Klar.
In deinem Papierkorb, da... da... die... die gelbe Krake,
also, ähm, ist das deine?
Keine Sorge, ich hab keine Kinder. - Nee, aber meine Tochter hat die gleiche.
Ach.
Erzähl mal von deinen Kinder. Zwei haste?
Ja, zwei Töchter.
Sonja und Swentja.
Swentja ist die ältere, die liebt mich.
Swentja? Sonja und Swentja heißen deine Töchter? - Ja.
Ich bin ihr ein und alles.
Johannes. - Freundchen, sperr die Tür auf!
Hey!
Johannes, Alter! - Bist du okay?
Mach die Tür auf! - Hallo?
Du kleiner Wichser, ich tret sie ein und hol dich raus!
Johannes!
Hey! Komm raus!
In diesem Moment begriff der Sohn,
dass jeder, der eine rechte Hand besaß,
ein Mensch von Rang sein musste.
Vielleicht sogar ein Gott auf Erden.
Von nun an kümmerte sich auch der letzte im Bunde
nur noch um sich selbst.
Um sich selbst...
# Seit ich mich kenne,
# ist mein Leben bunt und schön.
# Und es ist nur schön durch mich.
# Was auch gescheh'n mag,
# ich bleibe bei mir.
# Ich lass mich nie mehr im Stich.
# Ich bin alles,
# was ich habe auf der Welt.
# Ich bin alles, was ich will.
# Ich...
# Ich allein kann mich versteh'n.
# Ich...
# Ich werd nie mehr von mir gehen.
# Wo ich auch bin,
# was ich auch tu,
# ich hab ein Ziel,
# und dieses Ziel
# bin ich,
# bin ich,
# bin ich.
# Ich...
# kann nicht sagen, was ich
# für mich bin.
# Sag,
# dass ich mich nie verlier.
# Ohne mich leben,
# das kann ich nicht mehr.
# Nichts kann mich trennen von mir.
# Mir! Mir!
# Ich bin alles,
# was ich habe
# auf der Welt.
# Ich
# bin alles, was ich will.
# Ich...
# Ich allein kann mich versteh'n.
# Ich...
# Ich werd nie mehr von mir geh'n.
Untertitel: www.subtext-berlin.com
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