All language subtitles for Der Bockerer - 1981 - HD 1920x1080p - Østr. film om 1938 AH-3deu

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Original subtitles

UT: Monika Wittmann, ORF 1990

(Hitler:) "Ich verkünde nun für dieses Land seine neue Aufgabe!"

"Einst kamen die Deutschen aus allen Teilen des Reiches hierher."

Die älteste Ostmark des Deutschen Volkes...

.. soll nun Bollwerk des Deutschen Reiches werden!

(Jubel)

Jungs! Schaut euch das an!

Guten Tag! - Heil Hitler!

Heil Hitler, Kamerad!

Eine Bockwurst!

Meinen Sie Knackwurst?

Nein!

Wollen Sie eine Bratwurst, Kamerad?

Nein.

Nehmen Sie einen Leberkäs!

Ein bisserl Geduld!

Bisserl! Leberkäs! Ihr seid ulkig, ihr Österreicher!

Ostmärker! Der Führer hat uns heimgeholt.

Warum lachen Sie?!

Uns haben sie gesagt: Ihr müsst um jeden Meter kämpfen.

So viel 'Heil Hitler' wie hier hab ich noch nie gehört!!

Wie grüßt man in Berlin?

Guten Tag.

Guten Tag!

Der Herr aus Berlin will Leberkäs.

Ich zahle! Er hat uns befreit!

Wovon hat er uns befreit?!

Wenn ich das wüsste!!

Haben Sie zu viel Geld, Herr Schebesta?

Was geht Sie das an?

Abwiegen!

Gratis! Nicht, weil Sie uns befreit haben, sondern weil Sie nett sind.

Herr Bockerer, Sie brauchen sich um mich keine Sorgen machen.

Es kommen goldene Zeiten!

Hansi, trag den Leberkäs zur Frau Hofrat!

Das musst du selber machen!

Was?! Gar nichts muss ich!

Hansi, du bist bei der SA?

Ja, bei der SA.

Schon lange.

Jetzt geh ich zum Dienst.

Heil Hitler!

Warum bist du schon im Geschäft?

Weil der Hitler da ist.

Was, bei uns im Cafe Tosca?!

Ich muss mit euch reden!

Gestern kam eine Anzeige, weil Sie einen Juden gespielt haben.

Einen Juden? Ich? Ja, was denn?

'Orpheus in der Unterwelt'.

Woher soll er wissen, dass Orpheus ein Jude war?

Misch dich nicht ein!

Ändern Sie die Stücke ein bisschen.

Dann können Sie sagen, dass Sie sie arisiert haben.

Es gibt keinen französischen Champagner mehr!

Oje! Schad!

Wir servieren das gleiche. Aber es heißt 'deutscher Sekt'.

Und alles andere bleibt gleich?

Was andere?

Na... Oder macht das die deutsche Frau auch nicht?

Daran wird auch unser geliebter Führer nichts ändern.

Heil Hitler.

Heil Hitler, Herr Hatzinger!

Gleichfalls, Herr Inspektor!

Aha, Donnerstag: Tarock beim Bockerer.

Ja. Wieso?

Noch immer? 14 Tage nach der Befreiung?

Ist Tarock jetzt verboten?

Nein. Aber: Wer sind die Partner? Heil Hitler!

Karli, hast du schon den Kopf des Führers in die Auslage gegeben?

Wozu? Wir haben den Schweinskopf in der Auslage.

(Türklingel)

Mach dem Rosenblatt auf!

Ich glaub nicht, dass Rosenblatt heute kommt!

Glaubst du, dass sich der Herr Rechtsanwalt zu gut ist?

Dann soll er es bleiben lassen!

Ich hab 4,36 Schilling an ihn verloren.

Damit 'kaufe' ich einen neuen Partner!

Das wirst du müssen!

Was? Gar nichts muss ich!

Denk an die Nürnberger Gesetze.

Geh! Wir sind in der Garbergasse und nicht in Nürnberg! Mach auf!

Einem Juden NICHT.

Heil... ah! Grüß dich, Karl!

Du bist spät dran!

Der Rosenblatt fehlt auch noch.

Es wäre besser, er käme nie mehr.

Wieso? Besser für wen?

Für uns und für ihn.

(SA-Burschen:) Dreck-Juden! Ihr dreckigen Juden!

Ich gratuliere Ihnen, Mister Rosenblatt,...

.. zu Ihrer Einreise-Erlaubnis.

Es tut mir leid! Wir öffnen morgen Früh wieder.

Wir warten.

Die Nürnberger Gesetze verbieten den Kontakt...

.. zwischen Ariern und rassenfremden Elementen.

Aha. Und deswegen kommt Rosenblatt nicht mehr zum Tarock.

Jawohl, deswegen!

Einer, der seit 5 Jahren jeden Donnerstag kommt,...

.. kommt nun nicht, weil wir rassenfremde Elemente sind!

Seit wann bin ich ein Element!?!

Nicht du! Rosenblatt ist voll-blütiger Jude.

Die Nürnberger Gesetze schützen uns vor ihm.

Mich braucht kein Gesetz vor Rosenblatt schützen!

Rosenblatt kennt sich mit den Strafgesetzen aus!

Er kann alle auswendig!

Nürnberg hin - Nürnberg her! Jud hin - Jud her!

Solange er ein Arier ist,...

.. fühle ich mich als rassenfremdes Element geehrt,...

.. von ihm besiegt zu werden!!

Küss die Hand, Frau Binerl!

Herr von Hatzinger! Servus, Bockerer!

Servus, Herr Doktor! Komm setz dich, wir fangen an.

Was habt ihr denn?

Sieht man mir die betrübliche Neuigkeit schon an?

Was heißt 'betrüblich'?

Herr von Bockerer, Sie sagen heute zum letzten Mal:

Ihr Blatt, Herr Rosenblatt!

Na, was hab ich gesagt?!

Ja, warum denn, Herr Doktor?

Deswegen!

Das ist ein amerikanisches Visum. Ich darf nun meine geliebte Heimat...

.. oder besser 'die gleichgeschaltete Ostmark'...

.. mit dem Land der Freiheit vertauschen.

Und darauf wollen wir trinken!

Herr Doktor, ich habe eine Frage wegen dem Arier-Nachweis.

Was will sie?

Sie hat gesagt: Ariernachweis.

Hast du auch einen?

Und Sie?

Ich brauch keinen.

Wozu braucht die Binerl einen?

Nürnberger Gesetze, lieber Freund!

Karli, dein Stammbaum ist rein!

Bin ich jetzt ein Nürnberger?!

Der vom Hansi ist auch rein. Aber schauen Sie, hier:

Fällt Ihnen bei meinem Großvater aus Oberhollabrunn etwas auf?

Vladimir Nepomuk Krcz.

Wenn ich gewusst hätte, dass dein Großvater Krcz heißt!

Halt den Mund! Hier, hinter dem Wort 'getauft'!

Da ist ein Fragezeichen.

Was, ein Fragezeichen?!

Was bedeutet das, Herr Doktor?

Das bedeutet: Es ist nicht sicher, ob er getauft ist.

In der Monarchie gab es viele Völker: Zigeuner, Kalmücken, Huzulen...

Also: Ein Zulukaffa aus Oberhollabrunn!

Ein Wahnsinn! Ich lasse aus mir keinen Neger machen!

Was sagen Sie dazu, Herr Hatzinger?

Es könnte auch '8.' sein. Vielleicht ist er mit 8 Jahren getauft worden.

Oder 8 Mal! Mir ist egal, ob Jude oder Christ!

Jesus! - Der war auch ein Jud!

Gratuliere, dass Sie keinen Arier- Nachweis brauchen.

Aber sie hat einen Großvater, der Krcz heißt!

Gib das Zeug weg! Fangen wir an!

Ihr Blatt, Herr Rosenblatt!

Seit die Fanny bei diesen Weibern...

BDM - Bund Deutscher Mädchen, Mama.

Dort macht sie mehr Dienst als bei uns. Wenn dein Papa noch lebte!

Die Zeiten ändern sich.

Der große Aschenbecher ist für den General.

Sissi, du hast dich auch verändert.

Ich? Wieso?!

(Türklingel)

Dein netter junger Mann mit dem Leberkäs ist noch nicht da!

Er kommt nicht.

Wieso?

Die Zeiten haben sich geändert.

Bewegung! Ihr Pack!

Das Arbeiten fällt euch schwer, was?!

Dir geschieht recht, du Saujud!!

(Lachen, Beifall)

Was ist da los?

Die Juden haben unser Wien verschmutzt!

Der Führer hat gesagt: Wien ist eine Perle.

Jetzt müssen sie die Perle säubern. - Das ist richtig!

Hans, lass den da Hund spielen!

Da, nimm's Fetzerl! Na, nimm's!

Willst nicht folgen? Nimm's Fetzerl!!

Komm, bei Fuß! Brav.

Komm, schneller! Sei ein braves Wuffi!

(Lachen, Klatschen)

Den kenn ich! Das ist der Gerstenberger vom Volkstheater.

Ich habe immer über ihn gelacht!

Gefällt er Ihnen? Mitputzen!

Ich? Wieso ich?!

Sie sind verdächtig. Was ist das?

Mein toter Kater. Ich will ihn begraben.

Der Park ist kein Katzen-Friedhof.

Guten Tag. - Heil Hitler!

Prima war das, Hans!

Schluss! Die Saujuden in die Fleischmarkthalle!

Warum?

Ich weiß einen größeren Spaß!

Was ist da los? Wieder so ein depperter Aufmarsch?!

Was sagen Sie?!

Ich sag, was ich will!

Ist Ihnen schlecht? Sind Sie verletzt?

Ach so, ein Juden-Knecht! Herr Inspektor!

Soll ich die Rettung rufen? - Nein, bitte nicht!

Was ist hier los?

Dem Herrn ist etwas passiert.

Was denn?!

Nichts. Nichts!

Warum regen Sie sich auf?!

ICH?

Gehen Sie! Oder ich verhafte Sie!

Mich... Aber dem Herrn...

Welcher Herr?

Der Fleischhauer war noch nicht da.

In großen Zeiten gibt es immer Haushalts-Probleme.

Sie glauben an eine große Zeit?

Es steht in der Zeitung.

Groß ist nicht immer angenehm.

Groß ist nie angenehm.

(Türklingel)

Hoffentlich ist das der Leberkäs!

Grüß Gott, Sissi, ah... Fräulein Elisabeth!

Warum so förmlich?

Herr Bockerer, na endlich!

Entschuldigen Sie, es war ein Aufmarsch.

Komm, Sissi, hilf mir!

Warum förmlich?

Weil es mit Hans aus ist.

Ach so. Ich habe es mir gedacht.

Die Tochter von einem Hofrat und der Bub von einem Fleischhacker...

Irrtum! Mich hat das nicht gestört.

Warum haben Sie Schluss gemacht?

Ich nicht.

Das versteh ich nicht.

Es wird das Beste sein, wir reden miteinander.

Vielleicht nächste Woche im Kaffeehaus,...

.. wenn ich den Leberkäs bring?

Aufschlecken! Saujuden! Alles Aufschlecken!

Blut von den Schweinen - leider nicht koscher!

Nächstes Mal bekommt ihr Mazzes! Mazzes-Scheißer! Scheiß-Juden!

Schlecken!

Das ist ein Riesen-Spaß, was?!

War eine gute Idee von dir, Hansi!

Wenn ich Blut sehe...

Vertrauen Sie mir. Ich habe Beziehungen.

Herr Schebesta, ich hab gehört, dass die Juden nicht wegkommen.

Sie kommen weg, mit Ihrer Gattin und früher, als Sie denken!

Was muss ich tun?

Verkaufen Sie alles!

Geld und Schmuck behalten Sie. Alles andere mache ich!

Ich weiß nicht, wie ich Ihnen danken soll!

Ich bitte Sie! Es ist nur Menschlichkeit.

Heil Hitler!

Grüß Gott, Herr Doktor! Sind Sie Straßenkehrer?

Ich? Als Jude?

Wozu haben Sie Kübel und Besen?

Vorsichts-Maßnahme.

Mich fordert kein SA-Mann zum Waschen auf. Jeder glaubt, ich wasche schon.

Damit gehen Sie überall hin?

Ja, nicht mehr lang.

Ich habe mir ein belgisches Durchreise-Visum geholt.

Mit dem Besen und dem Kübel?

25., 20.13 Uhr, Westbahnhof.

Da heißt es: Ade, mein lieb Heimatland!

Sie wollen wirklich fahren, Herr Doktor?

Müssen! Müssen.

Ja, ich muss auch. Servus, Herr Doktor!

Lieber nicht. Ich weiß, wie Sie es meinen.

Grüß Gott. Ich bin ein bisserl spät.

Der Hansi war auch oft zu spät. Das hat er von Ihnen!

Wir Bockerer sind ein bisschen langsam!

Aber bei den Nazis war er schnell!

Eine Schale Gold!

Haben Sie gewusst, dass er bei den Illegalen war?

Ja, aber ich habe geglaubt, bei einer anderen verbotenen Partei!

Sie meinen die Sozialisten.

Das wäre mir lieber.

Mir auch. Aber leider!

Darf ich rauchen?

Seid ihr deswegen getrennt?

Wir haben nicht viel über Politik gesprochen.

Wir haben uns... Ich habe ihn sehr gern gehabt.

Ich will wissen, was mit ihm los ist!

Ich würd ihm am liebsten eine...

Ich muss leider gehen.

Vergessen Sie nicht den Leberkäs!

Das ist für Sie!

Ein neuer Hansi! Ihrer ist weggeflogen.

Aber, Fräulein Elisabeth!

Denken Sie nach. Übermorgen!

Übermorgen?! Was ist übermorgen?

Beeil dich, Mama!

Mein Abzeichen!

Jeder weiß, dass du dabei bist.

Ob er bemerkt, dass wir weg sind?

Ist mir egal!

Ich hab die Blumen für den Gauleiter vergessen!

Der bekommt genug Blumen!

(Wecker)

Binerl, aufstehen!

Sie ist schon auf?

Binerl!

Binerl?!

Ja, wo ist sie denn?

20. April? Was war denn da?

Irgend etwas war am 20.April!

Ich bin ein Trottel! Das ist mein Geburtstag!!

Binerl hat mir Blumen gebracht!

Na, Hansi, gratulierst du mir auch?

Jetzt weiß ich, was die Elisabeth gemeint hat mit übermorgen!

Aber, Herr Bockerer! Sie wollen heute aufsperren?!

Warum nicht?

Heute ist ein Festtag!

Ich freue mich, dass Sie als Inspektor das sagen.

Es ist meine Pflicht!

Ich lege keinen Wert auf Festtage. Ich sperre auf.

Sie MÜSSEN darauf Wert legen!

Was MUSS ich?

Das Geschäft zusperren! Vorschrift!

Moment! Ich höre nur VORSCHRIFT!

Es handelt sich um den Geburtstag!

An MEINEM Geburtstag mach ich, was ich will!!

An IHREM schon, aber...

Aber heute ist MEIN Geburtstag!!

Heute ist der Geburtstag unseres Führers!

Daher müssen alle Geschäfte geschlossen bleiben.

Diesen Tag streicht man sich rot an im Kalender!

Und ich hab geglaubt, sie hat meinen Geburtstag rot angestrichen.

Feiern Sie diesen Tag!

Wenn man meinen Geburtstag vergisst, vergess ich den vom Schickelgruber!

Wissen Sie, was mich der Reichskanzler kann ...!

Ihr Glück, dass Sie mir das nicht ins Gesicht gesagt haben!

Ich müsste Sie verhaften. Heil Hitler!

Sind Sie der Hausmeister?

Nein. Ich bin ein Trottel. Ich hab geglaubt, ich hab eine Familie!

Vorsicht meine Herren! Kein Aufsehen! Hier wohnt der Blau.

Siehst, Hansi, alles nimmt mir der Führer weg:

Meinen Buben, meine Frau und meinen Geburtstag!

Ein feiner Geburtstag! Im engsten Familienkreis. Enger gehts nicht!

Servus, Karli!

(Marschmusik)

Ah! Binerl und Hansi haben die Geburtstags-Überraschung geholt!

Na, ist das eine Geburtstags-Überraschung?!

Ich erleb eine nach der anderen!

Freust du dich, Karli?

Gratuliere!

Das müssen Sie unterschreiben.

Damit erklären Sie, dass jetzt alles mir gehört.

Sie brauchen es nicht mehr.

Herr Schebesta war so freundlich und hat organisiert,...

.. dass wir hinauskommen.

Kommen wir hinaus?

Natürlich! Unterschreiben Sie!

Karli, jetzt stoßen wir auf dein Geburtsjahr an!

Welche Nummer?

1889.

Auf diesen Jahrgang stoß ich nicht an!

Was hast du dagegen?

Das ist auch... SEIN Jahrgang.

Es reicht!

Jetzt mischt sich diese aufdringliche Person...

.. auch in die Jahrgänge ein!

Damals sind mehrere Österreicher zur Welt gekommen, in Wien, in Braunau...

.. und in Stinkenbrunn.

Mir genügt der aus Braunau.

Der macht die Welt deppert! Alle sind verrückt!

Wart ein bisserl!

Und jetzt das Geld und den Schmuck!

Wieso?

Den brauchen Sie nicht mehr. Also, bitte!

Ich weiß von nichts.

Ich hab doch gesagt, Sie sollen alles vorbereiten!

Es gibt kein Geld und keinen Schmuck!

Kusch! Judensau!

Kamerad, pass auf meine Möbel auf!

Ich bin ein ganz normaler Fleisch- hauer. Aber eine Nase, die hab ich!

Natürlich!

Wenn ich in der Früh zum Schlachthof fahre,...

.. rieche ich am Rennweg, wo man noch nichts sieht,...

Was riechst du?

.. schon am Rennweg rieche ich das Blut.

Ich sag dir was: Wir sind jetzt am Rennweg.

Moment, Karli! Ich versteh dich nicht.

Ich rieche Blut.

Sie haben gesagt, wir fahren weg!

Na, da steht das Auto!

Wohin? - Vielleicht in die Schweiz!

♪ Die Fahnen hoch, die Reihen dicht geschlossen.

♪ Die SA marschiert, mit ruhigem, festem Schritt.

Da blickt der Steffel!

♪ Da blickt der Steffel lächelnd auf unser Wien.

♪ Und er denkt sich still...

(Die SA überschreit Hatzinger.)

(Hatzinger und Bockerer singen sehr laut.) (Aber man hört nur die SA.)

Gib's auf, die sind stärker!

Noch lauter!!

Entschuldigung! Ich suche den Bahnsteig vom Arlberg-Express.

Sie meinen den Emigranten-Express! Bahnsteig 1.

Servus, Hermann!

Ich bin schmutzig.

Wir haben uns schon ewig nicht mehr gesehen!

Viele sehen sich nicht mehr.

Gehst du noch immer zum Heurigen ins Kahlenberger Dörfl?

Ja, am Donnerstag um 5 Uhr.

Gut. Ich komme. Servus!

Rosenblatt!! Ja, Rosenblatt..

Herr Bockerer?! Sie?!

Das ist nur ein Zufall.

Jetzt einen Wein, und Sie sagen: Ihr Blatt, Herr Rosenblatt!

Und Sie gewinnen das Spiel!

(Lautsprecher:) "Abfahrt Arlberg-Express von Gleis 1"

Ich muss gehen. Ich weiß nicht, wie ich mich bedanken soll.

Wofür denn?

Es ist nicht viel, aber es kommt vom Herzen!

Rosenblatt, schreiben Sie mir!

Verwandter? Jude?

Warum fragen Sie mich aus?!

Weil Sie so laut...

Was wollen Sie?!

Sie haben 'Rosenblatt' gebrüllt. Das ist jüdisch.

Das ist ein schöner Name!

Rosenberg heißt ein Freund vom Führer.

Ist -BERG arisch und -BLATT jüdisch?! Wo ist der Unterschied?!!

Kennen Sie 'Mein Kampf'?

Ihren Kampf? Ich kenne Sie nicht!

Ich meine das Buch vom Führer!

Er schreibt auch? Ich hab glaubt, er redet nur.

Wie heißen Sie?

Bockerer. Und Sie? - Pfalzner. Warum?

Wenn ich mich vorstelle, müssen Sie das auch.

'Pfalzner', unmöglich, kann man nicht rufen!! Wiedersehen.

Lass ihn! Das ist ein unbeschreiblicher Trottel!

Organisieren kann er, der Herr Hitler.

Er schickt uns Gulasch,...

.. obwohl es bei uns mehr zu Essen gibt als in Deutschland.

Ja, aber der Arbeits-Dienst, das ist doch eine gute Sache.

Weg mit den Arbeitslosen von der Straße!

Ja, auch die allgemeine Wehrpflicht ist gut organisiert.

Das klingt so, als würdigten Sie Hitlers Leistungen!!

Nein, aber er hat immerhin die 'Roten' verboten!

Was ist heute los?

Ständig kommen SA-Leute. Ich glaube, sie suchen etwas.

Dann bleibe ich heraußen.

Beeil dich! Wir werden erwartet!

Du triffst jemanden? Ich will nicht stören.

Sei nicht dumm! Ich treff den Hermann.

Den Hermann?! Mir ist kalt.

Ich setz mich hinein.

Servus, Hermann!

Freundschaft!

(Im Lokal:)

"Hoch lebe Deutschland und die Armee! Hipp hipp hurra!"

Die haben wir gebraucht!

Endlich verstehst du, dass man etwas tun muss!

Was soll man tun, wenn die ganze Welt nichts tut!

Sie schließen den 'Münchener Frieden',...

.. obwohl noch gar kein Krieg war.

Wenn keiner etwas tut, wird sich nichts ändern!

Ich hab sie nicht gerufen!

Pssst!

Nur schimpfen nützt nichts!

Was soll ich machen? Alle sind gegen mich!

Du bist nicht allein!

Hunderte, Tausende sind wie du! Sie müssen nur zusammenfinden.

Die Wiener finden nie zusammen!

Sie MÜSSEN aber!

Du willst doch wieder einmal hier sitzen bei einem Viertel,...

.. ohne DIE im Rücken!

Und deswegen muss JEDER etwas dagegen tun!

Alle!

Man muss sein Leben dafür riskieren!

Ich riskiere jetzt einen Wein! Das viele Reden macht durstig.

♪ Von der Gemütlichkeit keine Spur, wo man hinschaut,...

♪ ...sieht man nur fremde Gesichter, andere Leut.

♪ Grüß dich Gott, du alte Zeit!

Diese Wiener-Lieder hält man nicht aus!

Spielen wir 'Salamander reiben'?

Dazu braucht man Bier. Hier gibt es kein Bier!

Sie können Kren reiben!

Euch brauchen wir nur zum Kren-Reiben!

Hatzinger, komm hinaus!

Karl, mein Rheuma! Heut spür ich es wieder.

Jetzt zeigen wir den Ostmärkern, was Lieder sind. 1, 2, 3.

♪ Oh, du schöner Westerwald, Himmel, Arsch und Zwirn!

♪ Über dir pfeift der Wind so kalt,...

♪ ...doch auch der kleinste Sonnenschein,...

♪ ...dringt tief ins Herz hinein.

Die machen einen deppert!

In diesem Puff stinkt es fürchterlich!

Wo es stinkt, da lass dich nieder. Alte Socken stinken immer wieder!

Was ist das für eine Lacke?

Lieber Herr Altreicher!

Das ist keine Lacke. Das ist die Donau!

Ein österreichischer Strom!

Die Donau ist ein deutscher Strom!

In Deutschland ist die Donau ein Bach.

Aber bei uns ist sie ein Strom, der durch alle Länder fließt:

Trabrennplatz, Gänsehäufel, Preßburg bis ins Schwarze Meer,...

.. wo die Türken zu Hause sind.

Und dazu sagen Sie 'Lacke'!

In diesen Ländern wird es bald nur mehr einen Herrn geben: UNS!

Das ist der 'Drang nach Osten'!

Sie haben doch erst den...

'Tausendjährigen Münchener Frieden' gefeiert!

Verstehst du nicht?!

Wer einen Drang hat, explodiert! Nach Ost oder West ist dann egal!!

Mit dem Drang hat er recht!

Was sind das für volksfremde Ansichten?

Bezweifeln Sie das politische Genie des Führers?

Drecksau!!

Na, hören Sie mal!

In Österreich gibt es Klos!

Wie sprechen Sie über den Führer?!

Dir werd ich's zeigen!!

Hilfe! Überfall!

(Alle schreien durcheinander.)

Das ist ein kommunistischer Überfall!

Halt! Hände hoch!

Keine Angst, Parteigenossen! Wir kennen diese Leute!

Das ist Kommunisten-Gesindel! Es muss etwas geschehen!

Wir machen ein sauberes Protokoll!

Du passt auf die 'Roten' auf!

Du! Du schlägst deinen Vater?

Ich habe nur meine Pflicht erfüllt.

Pflicht?! Du Totschläger!

Wer hat Sie angegriffen?

Der, der geschimpft hat.

Der dort kennt ihn.

Sie kennen den da draußen?

Nicht gut, bitte.

Wie heißt er?

Karl.

Wie noch?

Bock... Bockerer.

Papa, lauf weg!

Greif mich nicht an! Und er?

Er bleibt da.

Du willst Onkel Hermann verhaften? Dann bleib ich auch da!

Pssst!

Lauft weg! Schnell!

(Schüsse)

Was ist? - Weggelaufen sind sie!

Na so etwas! Wie kann dir so etwas passieren?

Oder waren es Bekannte?

Ich kenne keine Kommunisten. - Auch nicht deinen Vater?

Und wer ist der andere?

Hermann heißt er. Er ist Eisenbahner.

So bist du brav!

Komm, gehen wir etwas trinken!

Warum machst du dir Sorgen? Hermann ist schon lange verdächtig.

Setz dich!

Nein, ich geh!

Ich hab Dienst.

Ich habe nicht gemeldet, dass du 2 Verdächtige hast laufen lassen.

Ich hab nicht... - Doch, du hast.

Du, ein ausgebildeter Schütze, hast daneben geschossen.

Wenn ich dich verrate, wirst du verhaftet.

Also, bleib da!

Nein!

Das schadet deinem Vater.

Habe die Ehre!

Sie wollten mich sprechen. Aber schnell. Die Kunden warten.

Grüßen Sie zuerst anständig!

Wie bitte?

Sie sollen die rechte Hand zum Deutschen Gruß erheben!

Das ist unmöglich. Hier, bitte.

Was ist das?

Vom Arzt. Ich habe einen innerlichen Bluterguss.

Ich kann nicht einmal Fleisch schneiden!

Mit links geht es. Aber, wie sieht das aus?!

Wissen Sie überhaupt, wo Sie sind?

Bei der GESTAPO!

Aha. Ja, die kenn ich. Man redet darüber. Aber leise.

Setzen!

Sie beantworten nur meine Fragen!

Haben Sie jetzt gefragt?

Wer war der Mann, mit dem Sie beim Heurigen waren?

Da waren viele Männer, hauptsächlich Piefke,...

.. ich meine Neureiche aus dem Altreich.

Ich meine den Mann auf der Terrasse.

Das war der... ich kenn ihn nicht.

Sie reden mit unbekannten Männern?

Das ist bei uns in Wien so.

Gehen Sie mit mir zum Heurigen! Sie werden viele kennenlernen.

Der große Unbekannte!

No ja, groß war er nicht.

Es gibt Methoden, bei denen man sich sogar an Namen...

.. von Unbekannten erinnern kann.

Wir wissen mehr über Sie, als Sie glauben, Herr Bockerer.

Sagt Ihnen 'Westbahnhof' etwas?

Sie wurden dort mit einem gewissen Rosenblatt gesehen.

Jö, Sie kennen auch den Rosenblatt!

Ich hab von ihm eine Karte aus Paris bekommen.

Sie sind bei der GESTAPO!

Melde: Alle Mitglieder der Schutzbund-Gruppe Meidling verhaftet.

Und nun zu Ihnen, Herr Bockerer.

Was macht die GESTAPO mit meinem Vater?

Dr. von Lamm verhört ihn.

Wenn ihm was passiert... - Was ist dann?

Ob ihm was passiert, hängt von dir ab.

Ich kenne von Lamm gut. Er ist einer von uns.

Ich könnte mit ihm reden.

Du bleibst doch?

Ja... Von wem?

Ich verstehe. Das hat sich erledigt.

Ja, man könnte das machen.

Gut. Servus!

Ja, was machen wir mit Ihnen?

Erregung öffentlichen Ärgernisses, Judenfreund, Meckerer...

Verzeihung! Bockerer.

Wissen Sie, wie Dr.Göbbels solche Leute wie Sie nennt?

Volks-Schädlinge.

Krankheits-Erreger.

Göbbels, das ist der mit dem schlechten Fuß.

Man sollte Sie an der Vermehrung hindern.

Hab mich schon vermehrt. Leider. Mein Sohn,...

Bockerer, ich warne Sie! Wenn Sie so weitermachen, werden Sie sterilisiert!

Was werd ich?!

Kleine Operation, an der Genitalextremität.

Durchtrennung der Samenstränge.

Mein Genital strangulieren?

Sie wollen mich beschneiden?

Sie wollen aus mir einen Juden machen?!

Lassen Sie diesen Trottel laufen!

Es gibt Wichtigeres! Aufpassen!

In der Nacht vom... Datum einsetzen,...

.. richtet sich der Volkszorn gegen Geschäfte der Juden.

Schöne Grüße von deiner Frau.

Wir haben schon ein neues Versteck für dich.

(Klirren)

Nicht schießen!

Mein Hund verträgt kein Fett.

Was sind Sie eigentlich für ein Doktor?

Philosophie und historische Soziologie.

Ich schreibe jetzt Kultur-Geschichte:

Wie Mozart von den Juden ermordet wurde.

Heil Hitler!

Heil Hitler!

Unglaublich! Der Doktor wohnt jetzt in Blaus Wohnung. Wo sind die Blaus?

Ausgewandert! Wo ist denn Herr Bockerer?

Auf der Post. Geld aufgeben.

Grüß Sie, Frau Annerl!

Ich bin von der GESTAPO verhört worden. Ich hab Angst gehabt!

Auch wegen Hermann. Sie wissen eh. Aber jetzt geht es ihm gut, nicht?

Jetzt, ja.

Ist er im Dienst?

Er macht keinen Dienst mehr.

Warum nicht?

Sterbe-Urkunde?

Konzentrations-Lager Dachau.

Arbeits-Unfall am Einlieferungs-Tag.

Gerichtskassa.

Kostenrechnung.

Kosten für Totenschein, Urne und Transport nach Wien: 123,65 Mark.

Wenn Sie nicht bezahlen, bekommen Sie nicht die Urne von Hermann?

Herr Bockerer, ich kenn den Zettel auswendig.

Endsumme: 123,65 Mark.

Nach Erlag des obigen Betrag, erfolgt die Zustellung...

Wenn ich den Hermann zurückhaben will.

Das müssen Sie noch bezahlen?

Wenn ich es hätte, ja.

Aber, was geht Sie das an, Herr Bockerer.

Warum sagen Sie immer, Herr Bockerer, zu mir?

Im Protokoll steht:

Der Flüchtige konnte durch Aussage von Bockerer erkannt werden.

Glauben Sie, dass ich einen Freund anzeig?!

Heut gibt es keine Freunde mehr.

Ich bin von der GESTAPO verhört worden. Aber ich habe NICHTS gesagt!

Ich versteh das mit dem Protokoll nicht!

Das war der Hansi.

Ich will nichts geschenkt!

Aber ich will, dass Hermann nach Hause kommt!

(Wochenschau-Sprecher:)

"Es beginnt die größte Heer-Schau des 3.Reiches."

"4 1/2 Stunden ziehen Soldaten aller Waffen-Gruppen...

.. an ihrem obersten Befehlshaber vorüber."

(Marsch-Musik, Jubel)

Du gehörst dazu, willst Karriere machen. Alles ist neu.

Deswegen hast du mich nicht mehr gebraucht?

Ich weiß nicht, wie alles begonnen hat.

Bei der SA gibt es nur Männerfreunde.

Willst du wieder herauskommen?

JA!

Liesl, hilf mir. Bitte!

(Marsch-Musik, Jubel)

Vater sagt: Es gibt Krieg.

Der Führer garantiert den Frieden.

Der Vater sagt: Ich spüre es im Fuß.

Wo ist der Hans?

Er hat Dienst.

Ich weiß, welchen Dienst er macht!

Hast du das Geld aufgegeben?

Nein! Ich hab's gebraucht!

Ach so! Ich weiß nie, wo du bist.

Hältst du eine Freundin aus?!

Ich halt nur dich aus!

Aber nicht mehr lang!!

Ich will wissen, wo das Geld ist! 150 Mark!!!

Fahrt-Kosten, damit mein Freund Hermann heimkommt!

In einer kleinen Dose!

Bist du verrückt?!

Ich nicht! Aber die anderen!!

Wo ist der Hans?!

Regen Sie sich nicht auf.

Ich weiß, wo der Hans ist.

Wo?

Die von der SA sind im Cafe Tosca.

(beschwingte Tanzmusik)

Der Obersturmband-Führer bekommt, was er will.

Oder du gehst wieder auf den Strich.

Was ist, wenn er keinen Sekt trinkt?!

Zahlen muss er! Geh in Stellung!

Wenn zwei von der SA in einer Loge an Hitler denken,...

.. und ihnen dabei so warm ums Herz wird,...

.. dass sie von euch nichts wissen wollen...

.. darf man sie dabei nicht stören.

Komm, trink mit mir einen Sekt!

Interessant. Du gibst mir den Laufpass!

Wer hat was aus dir gemacht?

Die Partei.

Die Partei scheißt auf dich!

Hast du einen anderen?

Oder eine Frau?

Das ist der Dank, dass ich deinen Vater herausgeholt habe.

Reden wir wie Männer miteinander.

Du redest wie ein Weib: Es muss aus sein! Vorbei!

Hallo, Onkel! Kennen wir uns?

Vielleicht aus dem Geschäft.

Ich bleib nicht so lang.

Ich such jemanden.

Mollig oder schlank?

Ich such einen von der SA!

Auch das finden Sie hier!

Eine Flasche Sekt für den Sir!

Ich bin kein Sir. Ich bin Fleischhacker.

Wir werden Sie zufrieden-stellen.

Hau ab! Du undankbarer Scheißkerl!

Aber ich vergess das nicht.

Du wirst noch an mich denken!

Papa, DU!

Ich bin nicht dein Papa!

Ich bin nicht der Vater von einem Falott, der einen Freund verrät!

Ich?

Was glaubst du wieso ich hier bin?

Ich richte dir Grüße vom Onkel Hermann aus!

Mir? Das verstehst du nicht!

Was? Sie haben Hermann im KZ erschlagen!

Du gehörst ins Geschäft,...

.. stattdessen treibst dich mit diesen Saukerlen herum!

DAS versteh ich nicht!

Und wenn man ein nettes Mädchen stehen lässt...

.. wegen so einer Schlampe hier.

Spielen! Weiterspielen!

Du Totschläger!

Ohne mich hätten sie dich auch erschlagen!

Ja, natürlich! Ihr seid ja alle Totschläger!

Das stimmt nicht!

Was stimmt nicht?! Du hast Hermann auf dem Gewissen!

Komm nie mehr nach Hause! Ich hau dich auf die Straße!

Du hast dich nie um etwas gekümmert! Nur geschrien!

Was? Ich hab mich nie um dich gekümmert?!

Wer hat dir geholfen, als du besoffen warst?!

Aber jetzt helf ich dir nie mehr!

"Am 1.9.1939 verkündet Hitler den Angriff auf Polen."

"Der 2.Weltkrieg hat begonnen."

(Hitler:) "Ich habe mich entschlossen,...

.. mit Polen in der gleichen Sprache zu reden!"

Heute müsste es doch Fleisch geben!

Der Führer stand auf dem Eiffelturm.

Das ist Weltgeschichte! Und Sie sorgen sich um Fleisch!

Weltgeschichte!

Aber Fleisch sollte es schon geben!

Das muss ein Gefühl für den Führer gewesen sein...

Wie Kalbsgulasch!

Sie sind sehr fleischlich eingestellt.

Schämen Sie sich!

Ich esse kein Fleisch.

Warum stehen Sie dann da?

Für meinen Hund. Ich bin Vegetarier, wie ER.

Ihr Hund ist Vegetarier?

Nein, der Führer!

Sie haben doch keinen Hund!

Stimmt. Aber der Führer will, dass wir Fleisch kaufen.

Also kaufe ich Fleisch.

Der Führer kümmert sich um alles!

Wir haben nichts mehr! Leider!

Wozu steht der Führer dann auf dem Eiffelturm!

Vielleicht hat er geschaut, wie viel Fleisch es in Paris gibt!

Womit sollen wir den Sieg feiern?

Das holländische und norwegische Fleisch haben wir schon gegessen.

Die Franzosen haben ihres aufgegessen.

Vielleicht bekommen Sie einen Fisch!

Weltgeschichte!

Das ist ein Skandal! Skandalös ist das!!

Keine Schimpfwörter!

Lesen Sie das!

Wer hat das geschrieben?

Ich? Warum?

Ich weiß nicht, ob man 'Haken' mit 'ck' schreibt oder nicht.

Wieso verkaufen Sie die Fahne?!

1. Habe ich die vorschrifts-mäßige Fahne beim Klo-Fenster hängen.

Und 2. ist diese Fahne, die meine Frau gekauft hat, viel zu lang.

Was hat die neue Fahne gekostet?

27 Mark! - 27 Mark.

Warum soll ich das Zeug nicht verkaufen dürfen?

Das ist kein Zeug, sondern ein Mythos!

Das dürfen Sie nicht verkaufen!

Das ist Schachern und Wuchern! - Sehr richtig!

Und was ist mit dem Geschäft, das meiner Frau die Fahne verkauft hat?!

Die dürfen Schachern und Wuchern?

27 Mark. Sie nehmen sie nicht zurück!

Lassen Sie die Fahne hissen!

Ich brauche von Ihnen keine Befehle!

Regen Sie sich nicht auf!

Sie waren Monarchist, dann Sozialist, dann Schwarzer, und jetzt...

Ich bin ein Idealist!

Dazu braucht man Idealismus!

Wenn ich wiederkomme, hängt hier die neue Fahne!

Ich kenne dich besser, als du glaubst.

Das hast du davon, du Dickschädel!

Weil du den Hansi hinausgeworfen hast.

Kein Mensch hilft dir!

Aber du hilfst mir!

Ich geh und sag dir nicht, wohin!

Der dumme Bub ist schon wieder mit dem arroganten Hofrats-Töchterl zamm!

Er lebt mit der blöden Gans!

Ich schau mir im Kino die Schlacht um Paris an!

Was machst du? Ich wäre fast gestolpert!

Viele werden noch stolpern!

Das geht doch nicht! Die Fahne im Dreck!

Ich hab dem Inspektor gesagt, dass sie zu lang ist.

Hast du eine Idee?

Ich weiß was! Nimm's unten!

Zieh an!

Mach keinen Blödsinn! Knapp vor dem Endsieg!

Als sie den Münchner Frieden gemacht haben, hat der Krieg begonnen.

Jetzt beginnt der Weltkrieg!

Du, das ist jetzt...

Das ist unerhört!

Jetzt liegt sie nicht am Boden!

Runter damit!

Hinauf! Hinunter!

Au!

"Das Ziel heißt Paris."

"Unsere Truppen verfolgen den zurück-weichenden Feind."

"Über dem Schloss von Versailles weht nun die Hakenkreuzflagge."

"Paris, das heiß ersehnte Ziel, ist erreicht."

"Das Herz Frankreichs liegt damit unter deutscher Ordnung."

"Der Triumph-Bogen."

"Das Oberkommando der Wehrmacht meldet:

"In Russland wird der geschlagene Gegner weiter verfolgt."

"Die Hauptstadt der Krim wurde eingenommen."

(Klopfen)

Das wurde für Sie abgegeben.

Was ist das?

Meine Einberufung.

Das war der Gstettner.

Es ist schwer, einen guten Tee zu bekommen.

Heute ist nichts mehr gut.

Auch der Leberkäs ist nicht mehr gut!

Aber wir siegen!

WIR?!

Mein Gott! Wir gehören auch zum Tausendjährigen Reich.

Im Namen Gottes bestimmt nicht!

Wie gehts unserer lieben Sissi?

Seit sie ausgezogen ist, sehe ich sie kaum.

Gehen wir noch nicht zum Zug!

Der Abschied wird dadurch nicht besser.

Mir ist jede Minute wichtig! Komm, gehen wir etwas trinken.

In Russland wird es lustig!

Ich freu mich nicht auf die Partisanen!

Die gibt es nicht mehr lang!

Alle verdächtigen Elemente, peng! Weg.

Alle einfangen. Alle in einen LKW. Und dann den Motor laufen lassen.

Wenn der Motor läuft, bläst er Gas in das Wagen-Innere.

Nach 20 Minuten sind alle tot.

Außer den Frauen. Die sind zäh!

Die Aktion heißt 'Umsiedeln'.

Die Trottel glauben, sie übersiedeln mit den LKW.

Ist hier frei?

Ich hole etwas zum Trinken.

(Gstettner:) Wertgegenstände und Kleider abnehmen,...

.. Ringe und Gold- Zähne ans Finanzamt schicken.

Es wird bestimmt in Russland lustig!

Wann fährst du?

Um 12.10 Uhr.

Papa, du?

Fahrst mit denen?

Nein. Ich gehör nicht mehr zu denen.

Weißt, ich wollte...

Hansi, ich weiß.

Du schaust jetzt aus wie damals,...

.. als wir in der Nacht über den Döblinger Friedhof gegangen sind.

Du hast mich bei der Hand genommen.

Meine Hand ist noch für dich da.

Aber kannst du mich nach Hause bringen?

Aber Hansi!

Na so ein Zufall!

Der Zufall heißt Elisabeth Ebeseder.

Nach meinem ersten Fronturlaub heißt der Zufall Elisabeth Bockerer!

Darauf trinken wir! Prost!

Fein, dass ich dich seh!

Ich hab dir gesagt, dass du an mich denken wirst!

"Eisiger Sturm weht über das Land."

"Straßen sind in kurzer Zeit zugeschneit."

"Trotzdem müssen alle Transporte planmäßig durchgeführt werden."

"Der Führer sagte: In Mittel- und Ost-Europa...

.. gab es seit 140 Jahren keinen solch schweren Winter."

"Unsere Soldaten wurden in den letzten 4 Monaten...

.. hart auf ihre inneren Werte geprüft."

"Sie haben diese harte Prüfung bestanden."

"Soldaten und Panzer haben alles gut vorbereitet."

"Die wenigen noch kampffähigen Widerstands-Gruppen...

.. werden schnell besiegt."

(Trauer-Musik)

Elisabeth!

Wir sind beim Müller-Wirt. Komm hinüber!

Schön hat der Pfarrer über unseren Hansi geredet.

Wir haben ja dafür gezahlt!

'In stolzer Trauer'. Das war schön gesagt.

Das hat mir nicht gefallen!

Für Führer und Vaterland!

Nach Stalingrad hat ihn der Führer geführt!

Das Vaterland hat er verteidigt.

Gegen wen?! - Gegen die Russen!

Wollen uns die Russen was wegnehmen?!

Umgekehrt, meine Liebe!

Unser Vaterland ist Österreich!

Haben wir es gegen Hitler verteidigt? Nein!

Lass dem armen Hansi den Heldentod!

Gib mir 10 Groschen! - Das heißt 10 Pfennige!

Schad, dass es den Heurigen am Kahlenberg nicht mehr gibt.

Dort hat dich der Hansi geschlagen.

Bist du deppert?

Das hätte der Hansi nie gemacht!

Reg dich nicht auf!

Na ja. Es ist wahr.

Jetzt findet eine Friedens-Verhandlung statt.

Friedens-Verhandlungen?

Irgendwann müssen sie Frieden schließen!

Wer?

Das Binerl und die Elisabeth!

Pssst!

Karli, du hast unrecht!

Der Führer ist nicht schuld am Tod von unserem Hansi!

Wer ist schuld?

Na, Sie, dieses blöde Hofrats-Töchterl!

Ohne sie wäre Hansi noch bei der SA!

Du, Karl!

Lass sie reden!

Er wäre nie nach Stalingrad gekommen!

Du,...

Lass sie reden!

Kein SA-Mann hat einen Heldentod gemacht!

Bist fertig? Jetzt sag ich dir was:

Brauchst du nicht mehr. Die Friedens- Verhandlungen sind gescheitert.

Warum sitzen wir in der Küche?

Hier können die Nachbarn nichts hören.

Bei uns am Attersee hören alle BBC (Englisches Radio).

Sogar die Nachbarn zeigen einem an!

Den Arnsteins ist folgendes passiert:

Sie sitzen in der Küche und hören BBC.

Plötzlich läutet es. Es war der Blockwart mit der Polizei.

Die haben Geräte, mit denen man jeden findet, der BBC hört.

Das ist entsetzlich!

(Klopfen)

Wenn man erwischt wird, wird man verhaftet.

"Hier ist BBC mit Nachrichten in Deutsch."

"Auch heute flogen britische Bomber über Köln, Düsseldorf und Berlin."

"Alle Ziele wurden erreicht."

(Türklingel)

(laut:) "Viele Leute müssen nach Österreich umgesiedelt werden."

(Türklingel)

(Radio ist ausgeschaltet)

Elisabeth!!

Du?

Kann ich... dürfen wir bei dir wohnen, Mama?

Wir wurden ausgebombt. Unser schönes Haus...

Seien Sie endlich still! Ihr Jammern geht mir auf die Nerven.

Jetzt ist das Kind aufgewacht!

Jede Nacht dasselbe!

Die armen Leute kommen aus den ausgebombten Gebieten.

Dein Führer ist daran schuld!

Ich kann nie richtig schlafen!

Ohne Hitler wäre es dir erspart geblieben!

Einmal muss ein Ende sein!

Das ist erst der Anfang! Es kommen immer mehr Leute!

Und wo gehen wir hin?

Wenn Wien bombardiert wird?!

Aber doch nicht Österreich!

Ostmark heißt das!

Pst, sei still!

Wo gehen wir hin?

Am Balkan warten die Russen und in Italien die Amerikaner!

Wir sind eingekreist!

Das verdanken wir nur DEINEM Herrn Führer! Ich geh aufs Klo!

Licht aus!

Ja, ich weiß!

Überall stolpert man!

Besetzt!

Jetzt ist mein Klo auch schon besetzt!

Entschuldigung.

Guten Abend!

Knabe, mein Name, Herr Bockerer!

Ich kenne nicht jeden Mitbewohner. Leider.

Gott sei Dank!

Wieso?

Es gibt nicht viele ehrliche Menschen!

Sie kennen mich nicht, Herr...

Knabe.

Im Lager bekommt man dafür eine Nase.

In welchem Lager waren Sie?

Im Lager Oranienburg.

Wieso waren Sie im Lager?

Ich habe zu laut gedacht!

Ich wollte einen Protest organisieren.

Ich wurde verraten.

Wenn Sie reden, erinnern Sie mich an Hermann.

Den Göring?

Nein! Setzen wir uns!

Hermann war ein Freund von mir. Sie haben ihn im KZ Dachau umgebracht.

Wollen Sie eine Zigarette? Selbstgedreht.

Dufte!

Duften nicht gut.

Sie sind dufte, Bockerer!

Sie sind mir auch sympathisch.

Ich hab immer geglaubt,...

.. dass ihr Deutschen schuld an dem Unglück seid!

Und wir dachten die Österreicher!

Wir, nie!

Aber Hitler war Österreicher!

Na ja. Aber wir haben ihn nicht zum Führer gemacht. Das wart ihr!

Das war die Rüstungs-Industrie!

Die haben einen Krieg gebraucht. Sie haben alles finanziert.

Rüstungs-Firmen aus Deutschland, Holland, Frankreich usw.

Was ist da los! Eine Katastrophe!

Wer hat das Tor offen gelassen?

Aber Herr Schebesta!

Totale Verdunkelung ist befohlen!

Ein einziger Lichtschein lockt feindliche Flieger an!

Die Feinde lassen sich nicht von einem offenen Tor abhalten!

Wer ist das?!

Das ist der ausgebombte Herr Knabe aus Berlin.

Prima Flugwetter.

Was sagte er über die Rüstungs-Firmen?

Hören Sie nichts?

Ich hör nichts.

(Sirenen)

Aber jetzt hören Sie es!

Das ist eine Übung!

Nein, das kenne ich. Jetzt kommen sie!

(Bomben explodieren, Sirenen)

(Schebesta:) Hunderttausend Fensterscheiben und kein Glas!

Hunderttausend Fensterscheiben und kein Glas!

Den Schebesta hat es erwischt!

Der gehört ins Irrenhaus.

Unser Haus ist eingestürzt!

Das ist ums Eck!

Karli, wir hatten Glück!

Das war das Haus vom Hatzinger!

Haben wir alle Bewohner?

Ja. Nein! Der Herr Hatzinger aus dem 2.Stock. Ein lieber Mensch!

Das ist die Frau Leiner vom Lotto-Büro.

Das ist furchtbar! Ein Krach, und wir fallen aus dem Bett!

Ich hatte eine geschäftliche Besprechung mit dem Herrn. Komm!

Mitten drin fallen wir aus dem Bett!

Ist schon gut!

Meine Kleider sind verbrannt!

Was machen Sie da?

Ich bin Historiker. Ich schreib alles über...

.. diesen Verfall.

Verfall? Kommen Sie mit!

Haben Sie den Hatzinger gesehen!

Da ist einer drinnen!

Halt! Es stürzt gleich ein!

Ich muss in den 2.Stock!

Der stürzt ein!

Mein einziger Freund ist oben! Ich muss ihn retten!

Das ist Ihr Tod!

Heut kann man überall sterben. Lassen Sie mich hinein! Hatzinger!

Welchen Verfall haben Sie gemeint?

Wir verfallen alle. Z.B. diese Dame.

Sie verfallen, Sie Gemüse-Esser!

Entschuldigung!

Hatzinger!

Ich bin verwirrt. Ich renne herum und komme immer zu diesem Schutthaufen.

Ich finde mein Haus nicht mehr.

Hatzinger! Servus!

Pass auf! Du machst mich dreckig!

Du, Karl! Ich habe wieder einen Wein,...

.. und letzte Nacht haben wir Tarock gespielt!

Die Tarock-Partie war großartig.

Und du bist mein Freund?

Ich such dich überall, und du gehst saufen und Tarock spielen!

Schäm dich!

Ein Pensionist schläft in der Nacht!

Er hat mit Fremden Tarock gespielt!

Ich such dich nie mehr! Auch wenn ganz Wien einstürzt.

Wir sind keine Freunde mehr!

Was hat er denn?

"Und dann sahen wir die Rechnung für den Kampf vom Herrn Hitler."

"Er hat gesagt: Mein Kampf!"

"Aber wir mussten kämpfen."

"Er hat gesagt: Wien ist eine Perle. Und wie sieht die Perle jetzt aus?"

"Wir hätten uns den Weg nach Stalingrad ersparen können."

"Die Russen kommen nun zu uns."

"Überall in Wien sind Russen. Überall!"

"Wir sind wieder einmal 'befreit' worden."

"Und viele, die bisher hart blieben, werden nun weich."

(Frau Bockerer:) Karli, was hast du? Du wirst doch jetzt nicht krank.

Wir haben jetzt eine neue Regierung.

Eine österreichische Regierung mit Herrn Renner!

Jetzt freu dich doch!

Karli, du hast immer gesagt,...

.. dass dein glücklichster Tag sein wird... Karli!

Karli!

Hallo!

Gibt es wieder Ihren wunderbaren Leberkäs?

Nein. Mein Mann ist krank.

Woher wissen Sie das vom Leberkäs?

Ich kannte Ihren Sohn.

Ach ja?

Ich bin Fahrer bei einem französischen General.

Ich versprach ihm den Leberkäs. Macht nichts!

Den kenne ich.

Was sagt der Doktor?

Er hat noch immer Fieber.

Der Karl!

Den Hitler hat er ausgehalten und den Krieg und die Bomben.

Und jetzt ist er krank!

Der Doktor hat ihm eine Spritze gegeben.

Ein neu-modisches Medikament. Angeblich sinkt dann das Fieber.

Hoffentlich.

Wer war denn das?

Ein Verrückter.

Ich glaube, den kenn ich auch!

Ich komm morgen wieder. Hoffentlich wirkt die Spritze!

Wiedersehen.

Volksgenosse! Die Zeit drängt.

Wundere dich nicht, einfacher, ehrlicher, ostmärkischer Arbeiter.

Dein Führer lebt!

Er... lebt.

Hier werde ich Ruhe finden.

Hier warte ich auf die Siegesstunde, die dem Deutschen Volke schlägt.

Bei mir willst du warten?

Ich bleibe hier 100 Tage!

Hundert Tage!

Dein deutsches Arbeiter-Gesicht zeigt mir,...

.. dass du auch unter dieser Knechtschaft der Juden leidest!

Wir werden siegen! Mit deiner Hilfe.

Dir soll ich helfen?

Du hast meinen Buben so verhetzt, dass er mich geschlagen hat!

Du hast ihn nach Stalingrad in den Tod geschickt.

Und den Hermann hast du in Dachau umgebracht!

Ich habe Göring nicht nach Dachau geschickt!

Wer redet den von deinem?

Ich meine den Eisenbahner Hermann!

Ich kenne keinen Hermann Eisenbahner.

Du kennst keinen von den Millionen, die du umgebracht hast!

Du Massenmörder!

Man soll dich aufhängen! Auf dem Eiffel-Turm.

Dann siehst du das zerstörte Europa. Du Gemüse-Fresser!

Himmler! Verhaften Sie diesen Volksverräter!

Raus aus meiner Wohnung!

Himmler!

Himmler!

Himmler! Alle haben mich verlassen.

Da ist er! Ihr Mantel, mein Führer.

Danke. Ich ernenne Sie zum General-Feldmarschall.

Der wollte sich bei mir verstecken.

Wer? - Hitler! - Das ist Schebesta.

Er ist aus dem Irrenhaus ausgebrochen.

Ja, natürlich, der Schebesta, der ist ja verrückt geworden.

Sie müssen wieder ins Bett.

Nein. Im Bett sterben die Leute.

Aber, in Ihrem Alter.

Ja ja, die Polizei, dein Freund und Helfer!

Das stimmt.

Ein Polizist bleibt ein Polizist, egal in welcher Regierung.

Grüß Gott!

Wir suchen den Herrn Bockerer.

Der ist krank.

Aha.

Na ja. Aha. Von Zornbiegel ist mein Name.

Ich arbeite ehrenamtlich im Amt für Familien-Zusammenführung.

Wir geben nichts! Diese ewige Sammlerei muss aufhören.

Ich will nichts von Ihnen. Es handelt sich um den kleinen Buben.

Sein Vater ist im Krieg gefallen.

Und seine Mutter starb beim letzten Bomben-Angriff.

Sinnlose Tode in diesem sinnlosen Krieg.

Traurig. Was geht uns das an?

Vielleicht doch.

Darf ich Ihnen den jungen Mann vorstellen?

Er heißt Bockerer.

Karl Bockerer.

Wie der Großvater!

Siehst du, was der Opa kann?

Wie geht es dem Karl?

Gut! Seit der kleine Karli bei uns ist.

Und nun geben wir ein Dacherl darauf.

Den kenn ich ja auch!

Jessas!

Der Rosenblatt!

Küss die Hand, Frau Binerl! Herr von Hatzinger!

Herr Dr. Rosenblatt!

Irrtum! Sergeant Montgomery Royce, General Headquarters.

Was hat er gesagt?

Der Karli wird sich freuen!

Pst! Wir überraschen ihn!

Was hat er?

Jetzt ist er übergeschnappt!

Servus, Herr Rosenblatt!

Ich habe gewusst, auf Sie ist Verlass!

Aber, Gott sei Dank, brauchen wir das nicht mehr!

Dann passen wir auf, dass wir es nie wieder brauchen.

Ist heute nicht Donnerstag?

Natürlich! Setzen Sie sich, Herr Doktor.

Die Karten sind schon da.

So Karli, jetzt hebst du zum ersten Mal in deinem Leben ab.

Schön abheben.

Ihr Blatt, Herr Rosenblatt!

Untertitel: Monika Wittmann

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