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Original subtitles

Ihr seid zwei sonderbare Kreaturen!

- Was verlangst du von uns? - Nichts für mich.

- Für wen dann? - Für euch. Ihr seid doch Frauen, oder?

- Was meinst du damit? - Dann handelt wie Frauen!

Seht die Liebe wie ein Spiel. Gute Gelegenheiten solltet ihr nicht versäumen.

Es gibt Zeiten für Launen und andere für Treue.

Kokettiert mit Anmut, doch erwartet Ungnade von den Männern.

Esst die Feigen, doch verschmäht die Äpfel nicht.

Das kannst du tun, wenn du willst.

Schon geschehen. Zum Ruhm des schönen Geschlechts solltet ihr es auch tun.

Eure Helden zogen in den Krieg? Werdet auch Soldaten!

- Geht und rekrutiert! - Der Himmel bewahre uns davor!

Wir sind auf Erden, nicht im Himmel!

Glaubt mir. Wenn die Fremden euch lieben, lasst es geschehen.

Sie sind reich, gut aussehend, edel und großzügig, sagt Don Alfonso.

Sie hatten den Mut, für euch den Tod zu suchen... das ist keine Kleinigkeit!

Jung und schön, könnt ihr ohne Liebe leben, doch nicht ohne Liebhaber.

- Sie beißen an! - Das sind gar gute Ratschläge!

Glaubst du, wir wollen dem Klatsch Vorschub leisten?

Glaubst du, wir würden unsere Liebsten verletzen?

Wer sagt, ihr würdet sie verletzen?

Wäre es nicht Kummer genug, erführen sie, dass wir andere Männer trafen?

Ich habe eine gute Idee. Ich erzähle herum, dass sie mir den Hof machen.

- Wer würde das schon glauben? - Danke! Eine Zofe hat keine Verehrer?

Die Fremden sind uns zu dreist. Sie wollten sogar geküsst werden!

Ich bin sicher, dass es sich um die Nachwirkung des Giftes handelte.

Krämpfe, Delirium, Wahn, Fantasien. Jetzt sind sie wieder ganz sanft.

- Empfangt sie doch! - Und dann?

Dann...meine Güte! Das ergibt sich von selbst.

Ich wusste es!

- Was sollen wir tun? - Was immer euch gefällt.

Seid ihr nicht aus Fleisch und Blut?

Erreicht sie das 15. Lebensjahr, muss jede Frau mit Männern umgehen können.

Wo der Teufel herumlungert, sollte sie wissen... was gut ist, was schlecht...

Sollte wissen, wie man sie anlockt, so dass sie ins Netz gehen...

...falsches Lachen und unechte Tränen einsetzen und listige Entschuldigungen.

Sollte gleichzeitig mit hundert Männern flirten können.

Sollte allen Hoffnungen machen, ob ansehnlich oder unscheinbar.

Sollte schamlos lügen können, ohne rot zu werden.

Wie eine Königin auf ihrem Thron sie mit einem Wort zu Gehorsam zwingen.

Sie beißen an!

Auf Despina! Sie kennt ihr Geschäft!

Sollte gleichzeitig mit hundert Männern flirten können.

Sollte allen Hoffnungen machen, ob ansehnlich oder unscheinbar.

Sollte schamlos lügen können, ohne rot zu werden.

Wie eine Königin auf ihrem Thron sie mit einem Wort zu Gehorsam zwingen.

Wie eine Königin auf ihrem Thron sie mit einem Wort zu Gehorsam zwingen.

Ja, sie sollte sie mit einem Wort zu Gehorsam zwingen können.

Sie beißen an!

Auf Despina! Sie kennt ihr Geschäft!

Was sagst du dazu?

Ihr böser Geist macht mich sprachlos.

Glaub mir, sie ist toll.

Meinst du, wir sollen ihrem Rat folgen?

Ja, doch nimm ihn leicht!

Nein, ich muss sie ernst nehmen.

Glaubst du, es ist falsch, wenn zwei verlobte Mädchen solche Dinge tun?

- Sie sagt, es ist nichts Schlimmes. - Mittelpunkt des Klatsches ist arg.

Wie wär's, wenn wir sagen, sie machen Despina den Hof?

Du bist zu aufgeschlossen. Was würden unsere Verlobten sagen?

Nichts, wenn sie nichts davon wissen. Basta.

Doch finden sie etwas heraus, sagen wir, sie machen Despina den Hof.

- Und unsere Herzen? - Bleiben unverändert.

Etwas Spaß haben und nicht an Langeweile leiden ist kein Treuebruch.

Das ist wahr...also, du entscheidest. Gibt es Ärger, bin ich nicht schuld.

Welchen Ärger könnte es geben, wenn wir uns vorsehen?

So lass uns einen Plan machen. Welchen Narcissus wählst du?

- Du zuerst, Schwesterchen. - Ich habe mich schon entschieden!

Ich nehme den in Schwarz... er scheint mir geistreicher.

Und ich lache und spaße herum mit dem anderen.

Auf seine süßen Worte gehe ich scherzend ein.

Und ich will zum Spaß das Seufzer-Echo des Meinen sein.

Er sagt: "Geliebte, ich sterbe!"

Er sagt: "Mein schöner Schatz!"

Wir vergnügen uns!

Welch Spaß für uns!

- Ich nehme den in Schwarz... - Ich lache und spaße mit dem anderen.

Ich gehe scherzend ein auf seine süßen Worte.

Ich bin das Echo fürjeden Seufzer.

Er weint: "Geliebte, ich sterbe!"

Er sagt: "Mein schöner Schatz!"

Wir vergnügen uns!

Welch Spaß für uns!

Schnell in den Garten, liebe Damen!

Welche Heiterkeit! Musik und Gesang!

Welch entzückendes Spiel! Geschwind!

- Beim Teufel, was könnte das sein? - Das werdet ihr gleich sehen.

Begünstigt mich, sanfte Winde! Lächelt über mein Sehnen!

Tragt meine Seufzer zu der Göttin meines Herzens!

Schon oft lauschtet ihr meinen Seufzern und Klagen.

Wiederholt für meine Geliebte alles, was ihr hörtet!

Sanfte Winde! Begünstigt das Verlangen solch guter Herzen.

Was bedeutet diese Maskerade?

Habt nur Mut! Ihr seid doch sonst nicht auf den Mund gefallen.

Ich zittre von Kopf bis Fuß.

Die Liebe lähmt oft den Liebenden.

Ermutigt sie doch!

Sagt etwas!

Sagt offen, was ihr wünscht.

- Mein Fräulein... - Nein, meine Damen...

- Sprich du. - Nein, sprich du.

Zum Teufel mit den altmodischen Formalitäten!

Despina, genug mit den Konventionen. Du ermunterst die eine, ich die andere.

Gib mir deine Hand und kommt mit.

Fehlt es dir an Worten, spreche ich für dich.

"Dieser bebende Sklave bittet um Vergebung."

"Er weiß, er hat euch beleidigt, doch nur für einen kurzen Augenblick."

"Jetzt leidet er im Stillen..."

Im Stillen!

"Doch er lässt euch in Frieden..."

In Frieden!

"Wenn er nicht bekommt, was er will, nimmt er, was er kriegen kann."

Also los, antwortet doch! Ihr schaut sie an...

...und lacht?

Ich antworte für Euch.

Geschehn ist geschehn. Nichts von vergangenem.

Lasst die Vergangenheit vergangen sein als Zeichen guten Willens.

Reicht mir die Hand.

Und jetzt keine Seufzer mehr.

Gehen wir hinaus und beobachten, was sie tun!

Wenn sie sich jetzt nicht verlieben, sind sie stärker als Satan selbst.

- Ein schöner Tag. - Mir ist es etwas zu warm.

- Die Bäume sind sehr schön! - Ja...mehr Blätter als Früchte.

Die Pfade sind reizend. Wollen wir spazieren gehen?

Euer Wunsch ist mir Befehl.

(Die Stunde der Entscheidung ist da!)

Ich sagte: "Bitte kümmere dich um sie."

- Lasst uns auch spazieren gehen. - Wie Ihr wünscht.

- Was ist denn los? - Ich fühle mich krank, könnte sterben.

(Damit kommt er nicht weit!) Es muss eine Nachwirkung des Giftes sein.

In dem feurigen Vulkan der Liebe findet sich ein viel stärkeres Gift.

Das muss ein heißes Gift sein. Kühlt Euch etwas ab!

Ihr macht Scherze, während ich sterbe! (Wo, zum Teufel, sind sie?)

- Verschont mich! - Ich sterbe, und Ihr verspottet mich?

Ich verspotte Euch?

Zeigt mir doch etwas Mitleid.

Aber natürlich. Sagt, was Ihr erwartet.

(Scherzt sie, oder meint sie's ernst?)

Akzeptiert dieses kleine Geschenk.

- Ein Herz? - Symbol für meins und brennt für Euch.

- Ein kostbares Geschenk! - Bitte, nehmt es an!

Ihr wollt ein treues Herz verführen?

(Der Fels wankt schon!)

(Meine Soldatenehre steht auf dem Spiel!) Ich bete Euch an!

- Ewig der Eure...erhört mich, Liebste! - Ihr bringt mich noch um!

Dann sterben wir zusammen!

Ihr nehmt es an?

(Armer Ferrando.) Welche Wonne!

Ich schenke Euch mein Herz, Liebste, aber ich will Eures als Gegengabe.

Ich akzeptiere, vergelte aber nicht. Mein Herz ist schon vergeben.

Hast du es nicht mehr, was schlägt denn dann hier?

Gabst du mir deines, was pocht denn hier?

Warum höre ich Pochen?

Was schlägt hier?

Es ist meines, aber es gehört mir nicht mehr. Es ist jetzt bei dir.

Deswegen schlägt es so laut!

Hier bringe ich es an.

Die Stelle ist besetzt.

Ich verstehe, du Lose!

Was tust du?

Schau nicht her!

- Ein Vulkan bebt in meiner Brust! -(Armer Ferrando! Wie kann das sein?)

Jetzt wende die Augen her.

Wohin denn?

Schau...sieht das nicht besser aus?

Ein glücklicher Tausch von Herzen und Zuneigung!

Neue Wonne, süßes Sehnen!

O, welch neue Wonne, welch süßes Sehnen!

Ein glücklicher Tausch von Herzen und Zuneigung!

Neue Wonne, süßes Sehnen!

O, welch neue Wonne, welch süßes Sehnen!

Grausame, warum fliehst du?

Ich sehe die Schlange, die Hydra, den Basilisk!

Genug, ich verstehe.

All diese wilden Wüstenungeheuer siehst du in mir.

Das ist richtig...

Du raubst mir den Frieden.

Nur um dich glücklich zu machen!

Genug der Qual.

Ich bitte um einen flüchtigen Blick.

Geh fort!

Nicht, bevor deine Augen sanfter auf mir ruhen.

O Himmel! Deine Blicke sind mit Seufzern verbunden.

Ich sehe, dein schöner Geist kann meinen Tränen nicht widerstehen.

Du kannst mein freundliches Werben nicht abweisen.

Deine Augen, deine lieben Seufzer erwärmen mir das Herz.

Ich erkenne schon deine Antwort, gib dich doch meiner sanften Liebe hin.

Ich erkenne schon deine Antwort, gib dich nur meiner sanften Liebe hin.

Ich sehe, dein schöner Geist kann meinen Tränen nicht widerstehen.

Deine Augen, deine lieben Seufzer erwärmen mir das Herz.

Doch du fliehst in mitleidlosem Schweigen. Soll ich vergeblich sterben?

Aus und vorbei! Falsche Hoffnungen! Diese Grausame gibt mir den Tod!

Aus und vorbei! Falsche Hoffnungen! Diese Grausame gibt mir den Tod!

Er ist fort...hör...ach nein!

Mag er nur gehen.

Das glücklose Objekt meiner Schwäche bleibe mir fern.

Welche Qual hat er verursacht! Eine gerechte Belohnung für meine Missetat.

In einem solchen Augenblick soll ich mich einem neuen Liebhaber zuwenden?

Kann ich mich freuen, wenn ein anderes Herz leidet?

Amor, du sendest gerechte Strafe.

Meine Liebe ist nicht tugendhaft.

Sie ist geboren aus Wut, Angst, Reue, Lebhaftigkeit, Bosheit...

...und Verrat!

Vergib mir, Geliebter.

Vergib den Vergehen einer Liebenden.

Möge es auf immer verborgen sein, o Gott, in diesen schattigen Bäumen.

Das gemeine Verlangen wird unterdrückt durch meinen Mut und meine Treue.

Diese Erinnerung muss ausgelöscht werden. Sie beschämt und entsetzt mich.

Hab Mitleid, Geliebter.

Vergib dem Vergehen einer Liebenden.

Möge es auf immer verborgen sein...

...in diesen schattigen Bäumen.

Wen betrog dieses eitle, undankbare Herz?

Deine Reinheit, Geliebter, verdiente besseren Lohn.

Vergib mir, Geliebter. Vergib dem Vergehen einer Liebenden.

Das gemeine Verlangen wird unterdrückt durch meinen Mut und meine Treue.

Diese Erinnerung muss ausgelöscht werden. Sie beschämt und entsetzt mich.

Wen betrog dieses eitle, undankbare Herz?

Deine Reinheit, Geliebter, verdiente besseren Lohn.

Wen betrog dieses eitle, undankbare Herz?

Deine Reinheit, Geliebter, verdiente besseren Lohn.

- Freund, wir haben gewonnen! - Zweifach oder dreifach?

Vierfach! Fiordiligi ist die Keuschheit selbst.

"Ich halte mich rein wie ein Taube für meinen lieben Guglielmo", sagte sie.

Sie stieß mich fort, floh und bewies, dass sie eine Frau ohne Fehl ist.

Heil dir, mir und meiner Penelope!

Dank dir für solche Nachricht, du treuer Bote!

Und Dorabella?

Ich würde nie an ihrer feinfühligen Seele zweifeln.

Unter uns gesagt, ein kleiner Zweifel wäre nicht schlecht.

Könnte ich es ihm doch versüßen.

Vielleicht war sie überwältigt von deinen Schmeicheleien?

Doch nein, du treibst Spaß mit mir. Sie liebt nur mich!

Sicher! Und zum Beweis ihrer Liebe gab sie mir dieses feine Porträt.

Mein Bildnis? Verräterin!

Wo willst du hin?

Ich reiße ihr das falsche Herz aus der Brust, um den Verrat zu rächen.

- Halt! - Nein, lass mich gehen!

Wahnsinniger! Du wütest eines nichtswürdigen Weibes wegen?

Er darf nichts Unvernünftiges begehen.

Die Versprechen, Tränen, Seufzer... sie vergaß sie so schnell?

Wenn ich das nur wüsste!

Was soll ich nun beginnen?

Hab Mitleid mit mir...gib mir einen Rat.

Ich weiß nicht, was ich dir raten soll.

Grausames, undankbares Weib! An einem Tag...in nur wenigen Stunden.

Dies ist mit Sicherheit eine verwirrende Situation.

Liebe Damen, so treibt ihr's mit zu vielen Männern.

Wenn verliebte Männer sich beklagen, kann ich nur zustimmen.

Dass ich vernarrt bin in das schöne Geschlecht, weiß jeder.

Das beweise ich jeden Tag... ich schenke euch Freundschaft.

Doch wie ihr es mit uns treibt, stimmt mich bedenklich.

Tausend Mal zog ich den Degen, um eure Ehre zu verteidigen.

Tausend Mal verteidigte ich euch mit meinen Worten und meinem Herzen.

Doch wie ihr die Männer behandelt, das ist ein verdrießliches Laster!

Ihr seid bezaubernd und liebenswert.

Der Himmel versah euch mit vielen Reizen. Anmut...von Kopf bis Fuß.

Doch wie ihr es mit den Männern treibt, das ist unglaublich!

Dass ich vernarrt bin in das schöne Geschlecht, weiß jeder.

Tausend Mal zog ich den Degen, um eure Ehre zu verteidigen.

Tausend Mal verteidigte ich euch mit meinen Worten und meinem Herzen.

Doch wie ihr die Männer behandelt, das ist ein verdrießliches Laster!

Wenn verliebte Männer sich beklagen, haben sie sicher gute Gründe.

Sie haben mit Sicherheit gute Gründe!

Widersprüchliche Gedanken und Gefühle toben in mir!

Unbegreiflich ist die Situation. Niemand kann mir raten.

Alfonso, ich höre schon deinen Spott über meine Einfalt!

Doch ich werde mich rächen!

Ich will die Verräterin aus meinem Herzen verbannen.

Sie auslöschen? Mein Herz schlägt immer noch für sie allein!

Betrogen...verspottet...von einem verräterischen Herzen!

Und doch, ich bete sie an mit ganzer Seele, höre nur die Stimme der Liebe.

Betrogen...verspottet...von einem verräterischen Herzen!

Und doch, ich bete sie an mit ganzer Seele, höre nur die Stimme der Liebe.

- Das nenne ich Treue! - Fort! Euretwegen bin ich elend!

Wenn du mich lässt, gebe ich dir deinen Frieden zurück. Hör gut zu!

Fiordiligi war Guglielmo treu, und Dorabella zeigte Untreue gegen dich.

- Zu meiner Schande. - Das ist ein großer Unterschied.

Welche Frau könnte einen Guglielmo betrügen?

Machen wir den Vergleich...

Ich will mir nicht selbst schmeicheln... aber ich verdiene die Treue einer Frau weit mehr.

Ihr schuldet mir fünfzig Goldstücke.

Mit Vergnügen. Doch erst wollen wir noch etwas ausprobieren.

Bis morgen habt ihr mir Gehorsam versprochen.

Ich lehre euch, den Tag nicht vor dem Abend zu loben.

Jetzt seid ihr eine Dame von Welt!

Ich widerstand der Versuchung nicht.

Er war so bezaubernd, dass er Steine hätte schmelzen können!

Das nenn ich vernünftig gesprochen!

Wir Mädchen bekommen nur selten offene Zuneigung und sollten das nutzen!

Schau nur, Fiordiligi. Welche Miene!

Alles ist deine Schuld.

- Was ist denn geschehen? - Was hast du denn, Schwesterchen?

Der Teufel hole mich, dich, sie, Alfonso, die Fremden und alle Welt.

- Hast du den Verstand verloren? - Schlimmer! Es ist schreckenerregend!

Ich bin verliebt...und nicht nur in Guglielmo!

Du liebst also den galanten Fremden?

- Leider ja! - Großartig

Der Blonde ist deiner, der Dunkle ist meiner. Wir werden heiraten!

Hast du schon die Armen vergessen, die uns erst heute Morgen verließen?

Hast du ihre Tränen, ihre Treueschwüre schon vergessen?

Woher kommen nur diese gefühllosen Ideen? Du hast dich sehr verändert!

Hör mich an...

Bist du so sicher, dass sie nicht auf dem Schlachtfeld fallen?

Dann blieben wir beide mit nichts zurück.

Etwas ist immer noch besser als gar nichts.

- Und sollten sie zurückkehren? - Sind wir verheiratet und weit weg.

Wie änderst du dich so an einem Tag?

Dumme Frage...wir sind Frauen!

- Ich habe mich unter Kontrolle! - Das glaube ich kaum!

- Du wirst schon sehen! - Glaub mir, nachgeben ist besser!

Amor ist ein kleiner Dieb, listig wie eine Schlange.

Er gibt den Herzen Frieden und raubt ihn wieder, wenn es ihm gefällt.

Erst macht er den Weg frei von den Augen zum Herzen.

Dann legt er die Seele in Ketten und stiehlt dir den Frieden.

Amor ist ein kleiner Dieb, listig wie eine Schlange.

Er gibt den Herzen Frieden, und er raubt ihn, wenn es ihm gefällt.

Er bringt Zärtlichkeit und Wonne, wenn du ihn gewähren lässt.

Doch füllt er dich mit Abscheu, wenn du ihn ablehnst.

Er bringt Zärtlichkeit und Wonne, wenn du ihn gewähren lässt.

Doch füllt er dich mit Abscheu, wenn du ihn ablehnst.

Amor ist ein kleiner Dieb, listig wie eine Schlange.

Er gibt den Herzen Frieden, und er raubt ihn, wenn es ihm gefällt.

Wenn er fest im Herzen eingenistet ist und es zwickt...

...folge ihm ungefragt, so wie ich es jetzt tue.

Wenn er fest im Herzen eingenistet ist und es zwickt...

...folge ihm ungefragt, so wie ich es jetzt tue.

Folge ihm ungefragt...so wie ich es jetzt tue.

Mein Herz einem anderen schenken? Nein, lieber sterben als nachgeben.

Ich hätte meiner Schwester und Despina meine Gefühle nicht enthüllen sollen.

Ich habe eine Idee.

Guglielmo und Ferrando ließen Uniformen in unserem Haus.

Despina!

Geh in die Garderobe und hole zwei Degen, zwei Hüte und zwei Uniformen.

- Was wollt ihr damit? - Geh schnell! Keine langen Reden!

Kurz angebunden heute, Fräulein Hochmut!

Ich hoffe, Dorabella folgt meinem Beispiel.

Auf ins Schlachtfeld! Unsere Ehre muss gerettet werden.

(Ich habe alles gehört. Geh nur und mach dir keine Sorgen.)

Geh zur Post und halte sechs Pferde bereit. Ich spreche mit Dorabella.

Gut! (Sie hat den Verstand verloren!)

Ferrandos Uniform passt mir. Dorabella kann Guglielmos anziehn.

Wie anders ich aussehe! Ich kann mich kaum selbst erkennen.

Bald schon fühle ich die Arme meines treuen Verlobten.

Mit diesen Kleidern angetan, suche ich ihn auf dem Schlachtfeld auf.

Wie wird er sich freuen, wenn er mich so wiedersieht!

Indessen werde ich Armer bald vor Kummer sterben.

Was entdecke ich? Ich bin betrogen! Fort von hier!

Nein, Geliebte! Mit dieser Klinge ende mein Leiden.

Fehlt dir die Kraft, führe ich dir die Hand.

Still! Ich leide und bin unglücklich genug.

Mit solchen Blicken und solchen Worten...

...schmilzt die Treue dahin.

- Genug! - Du bittest vergeblich!

Um des Mitleids willen, was willst du?

Dein Herz oder den Tod!

- Meine Kraft verlässt mich! - Gib nach, Geliebte!

Helft mir, Götter!

Wende deine herzensguten Augen zu mir.

In mir allein findest du Ehemann, Geliebten und mehr, wenn du das begehrst.

Geliebte, zögere nicht länger!

Himmel, grausamer Mann!

Geliebte...

Ich ergebe mich!

Endlich!

Ich ergebe mich.

Komm in meine Arme, Liebste.

Wonne und Entzücken seien Lohn für unseren Schmerz.

Wonne und Entzücken seien Lohn für unseren Schmerz.

Ach ich Armer! Was musste ich sehen, was hören?

Sei ruhig!

Ich reiße mir den Bart aus, zerfleische die Haut, zerschlage meine Hörner!

Fiordiligi, meine Penelope!

Du Falsche! Mörderin! Diebin! Verräterin!

Lasst ihn sich austoben!

Wo ist deine Fiordiligi?

Mag der Teufel uns beide holen!

Vergleichen wir. Ich verdiene die Treue einer Frau weit mehr.

Hör auf, mich zu quälen! Finden wir lieber einen Weg, sie zu bestrafen!

Ich habe eine Idee!

- Sie heiraten! - Lieber heirate ich Charons Boot!

- Ein Vulkan! - Das Höllentor!

Dann geht eben als Junggesellen ins Grab.

Gibt es denn keine Frauen für Männer wie uns?

Mehr als genug. Doch wenn euch diese betrogen, tun die anderen es ebenso.

Im Grunde eures Herzens liebt ihr doch diese beiden Ungetreuen.

Leider!

Dann nehmt sie, wie sie sind.

Die Natur konnte doch für euch keine einzigartigen Ausnahmewesen kreieren.

Seht es von philosophischer Seite! Wie fangen wir die Sache am besten an?

Noch heute Abend feiern wir eine Doppelhochzeit.

Inzwischen hört noch folgenden Spruch. Am besten lernt ihr ihn auswendig.

Jedermann außer mir tadelt den Wankelmut der Frauenherzen.

Ob Laster oder schlechte Angewohnheit genannt, so sind sie halt.

Ein getäuschter Liebhaber sollte nur allein sich selbst tadeln.

Ob jung oder alt, hübsch oder unscheinbar...sprecht mir nach:

"So sind die Frauen."

"So sind die Frauen!"

Victoria, meine Herren! Die Damen stimmen der Hochzeit zu.

Sie versprachen, dass ihr alle in drei Tagen die Stadt verlasst.

Ich muss nun schnell einen Notar finden, der den Vertrag aufsetzt.

Sie warten auf ihrem Zimmer.

Seid ihr auch zufrieden?

Ja!

Wenn Despina mitspielt, wird niemand enttäuscht.

Beeilt euch, Freunde, zündet die Kerzen an. Festlich richtet die Tafel.

Die Hochzeit ist arrangiert. Auf eure Posten, wenn die Paare ankommen.

Beeilt euch, Freunde, zündet die Kerzen an.

Festlich richtet die Tafel.

Hervorragend! Ein aufwendiges Fest! Sie geben sicher einen guten Lohn.

Die beiden Paare nahen. Begrüßt sie mit Applaus.

Fröhlicher Gesang und heitere Musik erfülle die Luft mit Fröhlichkeit.

Eine bessere Komödie hat es nie gegeben!

Glück und Segen den Bräutigamen und den bezaubernden Bräuten.

Möge der Himmel ihnen stets gnädig sein.

Möge aus ihrem Bunde neues Leben uns erblühn!

Fried' und Freude werde eurem Bunde zuteil!

Mit Sicherheit ist dies allein Despinas Verdienst.

Mit Sicherheit ist dies allein Despinas Verdienst.

Fahrt fort mit der heiteren Musik. Wiederholt die süßen Lieder.

Wir wollen uns setzen und das Fest genießen.

Glück und Segen den Bräutigamen und den bezaubernden Bräuten.

Möge der Himmel ihnen stets gnädig sein.

Möge aus ihrem Bunde neues Leben uns erblühn!

Ich fühl in dieser Stunde höher mich erglühen!

Ich fühl in dieser Stunde das Glück durch meine Adern rinnen!

Du bist so anmutig!

Du bist so bezaubernd!

Welch schöne Augen!

Welch verlockende Lippen!

Trinken wir auf unseren Bund.

In dein Glas und das meine versenken wir alle Sorgen.

Keine Erinnerung an Vergangenes trübe unsere Herzen.

In dein Glas und das meine versenken wir alle Sorgen.

(Gift sollten sie beide trinken!)

(Diese betrügerischen Füchsinnen!)

Alles ist bereit! Der Notar bringt den Ehevertrag.

Lasst ihn sogleich kommen.

Ich rufe ihn. Da ist er.

Heil und Segen wünscht Notar Beccavivi und bietet seine Notardienste an.

Dieser Vertrag ist nach juristischen Standardregeln aufgesetzt.

Nach Husten...und Niedersetzen werde ich ihn klar verlesen.

Bravo, gut so!

Dieser Ehevertrag vereinigt Fiordiligi und Sempronio...

...und Tizio und Dorabella, ihre leibliche Schwester.

Erstere, Damen aus Ferrara. Letztere, Edelleute aus Albanien.

Als Mitgift und Morgengabe-

Ist schon gut!

So kann es bleiben. Wir unterschreiben. Schnell her damit.

Bravo! Gut so!

Auf das Soldatenleben!

Jeder Tag ein anderer Ort... heute schwelgen, morgen darben.

Manchmal an Land und dann auf See.

Was bedeutet der Lärm?

Still. Ich schaue nach.

O weh, wie schrecklich! Ich zittre! Es sind eure Verlobten!

Sie kommen in diesem Moment zurück! Sie haben schon angelegt!

Was höre ich? Grausames Schicksal! Was sollen wir tun?

- Verschwindet, nur schnell! - Und wenn sie uns sehen?

Versteckt euch sogleich, um des Himmels willen!

Hilfe, Götter, helft uns! Wer rettet uns aus der Gefahr?

Vertraut auf mich. Seid voller Zuversicht.

Tausend Gedanken quälen mein Herz!

Was wird aus uns, wenn sie die Täuschung entdecken?

Wohlbehalten kehren wir zurück in die Arme unserer treuen Geliebten...

...freudig wollen wir ihre Treue belohnen.

Himmel! Guglielmo, Ferrando! Wie kommt ihr hierher? Seit wann seid ihr da?

Ein königlicher Gegenbefehl brachte uns glücklich zurück.

Zurück zu unseren liebenden Bräuten und zu eurer Freundschaft.

Warum seid ihr so blass und still?

Warum bis du so traurig, Liebste?

Die Freude macht sie stumm.

Die Sprache verlässt uns. Sterben wirjetzt nicht, ist es ein Wunder!

Darf ich dies aus dem Weg räumen?

Was? Ein Notar versteckt sich hier? Was will der denn?

Nein, Herr, ich bin kein Notar, nur die verkleidete Despina!

Ich habe dieses Kostüm noch von einem Maskenball!

- Wer ist geschickter als Despina? - Despina? Ich verstehe das nicht!

(Den Vertrag habe ich fallen lassen... heb ihn ohne Aufsehen auf.)

Was sind das für Papiere?

Ein Ehevertrag.

Ein Ehevertrag?

Himmel! Und ihr habt ihn unterschrieben. Leugnet nicht!

Welch Betrug! Welch Skandal.

Ströme, Flüsse, Ozeane von Blut werden fließen!

Ja, ich bin schuldig und habe den Tod verdient.

Viel zu spät erkenne ich meinen Irrtum!

Mit dem Degen durchbohrt mir die Brust. Ich verdiene keine Gnade.

- Was ist geschehen? - Die Schurken sollen für uns sprechen.

Eure Beschuldigungen sind wahr, die Beweise sind dort verschlossen.

Ich erstarre vor Angst! Er verrät sie!

Auf den Knien vor Euch, reizende Dame, liegt der Kavalier aus Albanien!

Dieses Bildnis gebe ich fürjenes Herz, ein fairer Tausch.

Der magnetische pfiffige Doktor verdient Preis, Ehre und Dank.

- Was ist das? - Sie sind sprachlos.

- Wir sind verzweifelt. - Sie sind dem Wahnsinn nah!

Er ist das Ungeheuer, das uns verführte!

Ich habe euch getäuscht, aber mein Betrug setzte eure Liebsten frei.

Von jetzt an sind sie weiser und schenken meinen Worten Beachtung.

Gebt euch die Hand als Braut und Bräutigam und seid versöhnt.

Und dann lacht, ich hatte meinen Spaß schon.

Geliebter, wenn dies wahr ist...

...schwöre ich dir erneut Treue und Liebe.

Ich bete dich an auf immer.

Wir glauben euch, doch wir wollen euch nicht mehr testen.

Träume ich? Ich bin verwirrt, bin beschämt!

Heute wurde ich von meiner eigenen Schlauheit hinter's Licht geführt.

Glücklich ist, wer alles von der besten Seite sieht.

Bei allen Schicksalsstürmen lasst Vernunft walten.

Was andere zum Weinen bringt, ist ihm ein Grund zum Lachen.

Mitten in den Bedrängnissen der Welt...

...wahrt er heitre Ruhe.

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