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Meine Dorabella würde nie andren Männern hinterherlaufen!
Der Himmel schuf sie so treu, wie schön.
Meine Fiordiligi könnte mich nicht betrügen.
Ihre Loyalität kommt ihrer Schönheit gleich.
Mein graues Haar macht mich hier zur Autorität.
Beenden wir jetzt diesen Streit.
Ihr habt ihnen Unbeständigkeit vorgeworfen. Beweist es uns.
- Vorsicht, wenn ihr etwas verlangt. - Wir bestehen darauf...
...oder unsere Degen beenden die Freundschaft.
- Eine törichte Idee! - Du hast einen wunden Punkt getroffen!
Wer ein Wörtchen gegen sie sagt, verwundet mich.
Ich will euch nicht eine Lehre erteilen, die ihr bereuen könntet.
Zieht Euren Degen! Kämpft mit einem von uns.
Ich bin ein friedliebender Mensch. Meine Duelle geschehen nur bei Tische.
Kämpft oder erklärt, wessen Ihr unsere Schönen anklagt.
O heilige Einfalt!
Genug der Belustigung, oder ich schwöre beim Himmel...
Ich schwöre bei der Erde, dies ist kein Scherz!
Doch sagt, welcher Sorte von Wesen eure Liebsten angehören.
Sind sie aus Fleisch und Blut? Essen sie wie wir?
Sind sie Göttinnen oder Weiber?
Sie sind Weiber...doch was für welche!
Und was erwartet ihr von den Frauen? Ich bin von eurer Naivität gerührt!
Die Treue der Frauen ist wie Phönix. Alle sagen, sie existiert...
...doch wo ist sie?
Das weiß niemand!
- Der Phönix ist Dorabella! - Der Phönix ist Fiordiligi!
Weder die eine noch die andere! Das gab es nie und wird es nie geben!
Weibertreue ist wie der Phönix.
- Der Phönix ist Dorabella! - Der Phönix ist Fiordiligi!
Es wird behauptet, Weibertreue existiere, doch wo?
Das weiß niemand!
- Poetischer Unsinn! - Seniles Hirngespinst!
Hört, doch ohne in Wut zu geraten!
Welche Beweise habt ihr, dass eure Schönen wirklich treu sind?
Was macht euch so sicher, dass ihre Herzen niemals wanken?
- Unsere lange Bekanntschaft. - Ihre edle Erziehung.
Hohe Gesinnung...Charakterfestigkeit. Versprechen...Gelübde...Eide...
Tränen, Seufzer, Liebkosungen, Ohnmachtsanfälle!
- Da muss ich lachen! - Seid Ihr fertig?
Wollt ihr konkrete Beweise, dass sie wie alle Weiber sind?
- Das kann nicht sein! - Wetten wir.
- Wieviel? - Hundert Goldstücke.
- Tausend, wenn ihr wollt. - Abgemacht.
Nun schwört...nicht ein Wort davon zu euren Penelopes.
- Wir schwören. - Auf Ehrenwort?
- Ihr tut alles, was ich vorschlage? -Alles!
Herrlich, lieber Don Alfonso! Wir lachen zuletzt auf Eure Kosten.
Und was machen wir erst mit all den Goldstücken?
Ich organisiere für meine Göttin eine Serenade...
...eine Ballade für meine Geliebte.
Zu Ehren von Venus gebe ich ein prachtvolles Freudenmahl.
Bin ich eingeladen?
Natürlich.
Und wir trinken auf den Gott der Liebe!
Wir stoßen immer wieder an auf den Gott der Liebe!
Auf den Gott der Liebe!
Schau dir dieses Porträt an, liebe Schwester!
Sag...
...gibt es einen schöneren Mund, ein edleres Aussehen?
Schau einen Moment hierher.
Die Augen sind so feurig! Es scheint, sie versprühen Flammen oder Pfeile.
Er sieht aus wie ein Krieger...
...und ein Liebender.
Seine Züge sind ansprechend...
...und sie beeindrucken.
Wir haben so viel Glück!
Sollte mein Herz sich je von dem Teuren abwenden...
...o Liebe...
...dann strafe mich Amor mit Elend!
Sollte mein Herz sich je von dem Teuren abwenden...
...dann strafe mich Amor mit Elend!
Sollte mein Herz sich je von dem Teuren abwenden...
...dann strafe mich Amor mit Elend!
Möge er mich mit Elend strafen!
Heute Morgen fühle ich ein freches Prickeln in meinen Adern.
Wenn Guglielmo kommt, spiele ich ihm einen Streich.
Ich fühle mich auch eigenartig... unsere Hochzeit rückt immer näher.
Lass mich deine Hand sehen. Ich lese dir deine Zukunft.
Ich sehe ein Und hier ein
- Das bedeutet "bald Mann und Weib"! - Ich hätte das gern. -Ich auch.
Doch was hält unsere Liebsten fern? Es ist schon sechs.
Nein, es ist ihr alter Freund, Don Alfonso.
- Willkommen, Don Alfonso. - Guten Morgen.
Was ist denn? Ich finde euch allein? Ihr scheint über etwas zu weinen!
- Was hält meinen Geliebten fern? - Meinen Liebsten?
O grausames Schicksal!
Ich würde es euch sagen, aber ich bringe es nicht übers Herz.
Ich stottere nur, das Wort bleibt mir im Halse stecken.
Was tut ihr? Was soll ich tun? Ein entsetzlicher Zustand!
Es könnte nicht schlimmer sein... ich bemitleide euch...und sie!
Um Himmels willen, Don Alfonso, hört auf, uns zu quälen!
Wappnet euch mit Standhaftigkeit.
Himmel! Welche Pein hat uns befallen?
Ist mein Geliebter tot?
Sie sind nicht tot...doch sie könnten's sein.
- Sind sie verletzt? - Oder krank?
- Was dann? - Des Königs Befehl ruft sie zum Krieg.
- Was hör ich? -Sie verlassen uns? - Auf der Stelle.
- Keine Möglichkeit, sie zu befreien? - Keine. -Und kein Lebewohl?
Sie haben den Mut nicht, vor euch zu treten. Doch besteht ihr darauf, kommen sie.
- Wo sind sie? - Tretet ein, Freunde.
O weh...mein Fuß...zögert, sich euch zu nahen.
Meine Lippen...zittern...und bringen kein Wort heraus.
In den schlimmsten Augenblicken muss ein Held Mut zeigen.
Da wir nun alles gehört haben...
...bitten wir um eine kleine Gunst. Seid tapfer!
Nehmt eure Degen und durchbohrt uns das Herz.
Geliebte...das Schicksal will es... wir müssen euch verlassen!
Nein, du darfst mich nicht verlassen.
Zieh nicht fort!
Es zerreißt mir das Herz.
Ich sterbe zu deinen Füßen!
Was sagst du?
Siehst du?
Seid bedächtig, Freunde... es ist noch nicht ausgestanden!
So zerstört das Schicksal unsere Hoffnung.
Wer könnte in solchem Unglück sich weiter des Lebens freuen?
Nein, ihr dürft uns nicht verlassen!
Zieht nicht fort!
Es zerreißt mir das Herz.
Ich sterbe zu deinen Füßen!
Was sagst du nun?
Siehst du?
Seid bedächtig, Freunde... es ist noch nicht ausgestanden!
So zerstört das Schicksal unsere Hoffnung.
Wer könnte in solchem Unglück sich weiter des Lebens freuen?
Wer könnte sich des Lebens freuen?
Diese Komödie ist bezaubernd! Sie spielen ihre Rollen gut.
Das ist die ominöse Trommel, die mich ruft und von der Geliebten trennt.
Freunde, das Boot ist hier.
Ich vergehe.
Ich sterbe.
Auf das Soldatenleben!
Jeden Tag ein anderer Ort... heute schwelgen...morgen darben.
Heut an Land, morgen auf See. Trompeten- und Pfeifenschall!
Büchsen und Kanonen donnern!
Sie stärken den Kampfesmut derer, die von Sieg träumen.
Ein Hoch auf das Soldatenleben!
Die Zeit ist da, Freunde. Schicksal und Pflicht rufen.
- Mein Schatz! -Mein Idol! - Mein Herz! -Mein Alles!
Nur einen Augenblick noch.
Das Schiff eures Regiments stach schon in See. Nehmt dieses Boot und folgt ihnen nach.
Umarme mich, Geliebte!
Ich sterbe vor Kummer!
Schreib mirjeden Tag, Liebster.
Schreib zweimal, wenn du kannst!
Sei mir allein treu.
Wahre mir die Treue.
Mein Herz zerbricht, Geliebter.
Ich vergehe vor Lachen!
Auf das Soldatenleben!
Jeden Tag ein anderer Ort... heute schwelgen...morgen darben.
An Land oder auf See, Trompeten- und Pfeifenschall!
Büchsen und Kanonen donnern!
Sie stärken den Kampfesmut derer, die von Sieg träumen.
Ein Hoch auf das Soldatenleben!
- Wo sind sie? - Sie sind fort.
Welch bittere, grausame Trennung!
Seid standhaft, liebe Kinder.
Seht, eure Liebsten winken euch von ferne zu.
Geh mit Gott, Geliebter!
Ihr Schiff ist in Kurzem auf dem Weg, und wir können es dann nicht länger sehen.
Himmel, gib ihnen glückliche Fahrt.
Schütze sie auf dem Schlachtfeld.
Gott schütze eure Liebsten, mir die Freunde.
Mögen die Winde sanft wehen, mögen die Wellen friedlich schaukeln.
Naturkräfte, bleibt unserem Sehnen freundlich gesonnen.
Wie sanft die Winde wehen, wie friedlich die Wellen schaukeln.
Mögen die Naturelemente unser Sehnen freundlich betrachten.
Mögen die Naturelemente unser Sehnen freundlich betrachten.
Ich bin kein schlechter Schauspieler!
Die Verfechter von Venus und Mars warten schon auf mich. Ich muss eilen.
Welch Gehabe! Welch Theaterspiel! Großartig! Sie kapitulieren leicht.
Solche Helden ändern ihren Sinn schnell.
Arme Teufel! Ihr setzt hundert Goldstücke auf Weibertreue!
Es ist wie Pflügen des Meeres oder Aussetzen von Samen in den Sand!
Es ist, als wolle man den unbeständigen Wind fangen...
...wenn man seine Hoffnung auf die Treue eines Weiberherzens setzt.
Es ist schrecklich, das Leben eines Zimmermädchens!
Von früh bis spät schaffen wir wie Sklaven, doch immer nur für andere.
Ich schlage diese Schokolade schon eine halbe Stunde und darf nur ihren Duft genießen.
Würde sie mir weniger gut schmecken als euch?
Warum dürft ihr sie trinken, und ich bekomme nur das Aroma?
Ach was, ich will sie kosten.
Sie ist köstlich!
Himmel! Meine Gnädigen kommen.
Meine Damen, euer Frühstück. Zum Teufel, was ist denn los?
Gebt mir einen Dolch und etwas Gift.
Fort! Hüte dich vor den Auswirkungen mutloser Liebe!
Schließ die Vorhänge!
Ich hasse das Tageslicht und die Luft, die ich atme.
Ich hasse selbst mich!
Wer macht sich lustig über meinen Kummer?
Wer kann mich trösten?
Flieh, um des Mitleids willen!
Lasst mich allein.
Erbarmungslose Qualen hören nicht auf, meine Seele zu durchdringen...
...bis ich vor Schmerz vergehe.
Ich bin ein schreckliches Beispiel verhängnisvoller Liebe!
Sollte ich überleben, verfolge euch Furien mit meinem Klageruf!
Erbarmungslose Qualen hören nicht auf, meine Seele zu durchdringen...
...bis ich vor Schmerz vergehe.
Ich bin ein schreckliches Beispiel verhängnisvoller Liebe!
Sollte ich überleben, verfolge euch Furien mit meinem Klageruf!
Furien mögen euch mit meinem schrecklichen Klageruf verfolgen.
Fräulein Dorabella, Fräulein Fiordiligi, sagt...was ist geschehen?
Ein schreckliches Unglück!
Erzählt geschwind!
Unsere Liebsten haben Neapel verlassen.
Ist das alles? Sie kommen sicher zurück.
- Wer weiß? - Wo sind sie denn?
Auf den Schlachtfeldern.
Bravo! Sie kehren heim, bekränzt mit Lorbeer.
Oder sterben als Opfer des Krieges.
Umso besser für euch!
Was bedeutet das?
Es ist eine einfache Wahrheit! Zwei verloren, alle die anderen bleiben.
Sollte ich Guglielmo verlieren, würde ich sterben.
Sollte ich Ferrando verlieren, ließe ich mich lebendig begraben.
Das sagt ihrjetzt, doch es ist nicht so. Noch keine Frau starb an der Liebe.
Für einen Mann sterben? Es gibt genug andere, die ihre Stelle einnähmen.
Glaubst du, ein Guglielmo oder ein Ferrando waren so leicht zu finden?
Sie alle sind gleich ausgestattet.
Heute liebt man den einen, morgen den anderen.
Alle sind sie nichts wert.
Doch reden wir nicht davon. Sie kehren sicher beide lebendig zurück.
Doch jetzt sind sie weit weg. Verliert keine Zeit mit Tränen. Amüsiert euch.
Amüsieren?
Stürzt euch hinein in die Liebe... genau wie eure Herren Soldaten!
Beleidige nicht unsere Helden, Vorbilder in Treue und reiner Liebe.
Hebt eure Märchen für kleine Kinder auf.
Von Männern...von Soldaten...
...erwartet ihr Treue?
Von Männern...Treue?
Von Soldaten...Treue?
Lasst das, um Himmels willen, niemanden hören!
Die Männer sind sich doch alle gleich!
Schwankende Äste und unbeständige Winde sind dauerhafter als Männer.
Krokodilstränen...falsche Blicke!
Trügerische Worte, bezaubernde Lügen... das sind ihre herausragendsten Künste!
Sie lieben uns, wenn ihnen danach ist, dann verachten sie uns darum.
Es ist nutzlos, diese Untiere um Mitleid zu bitten.
Wir sollten dieser üblen Zucht von ihrer eigenen Medizin verabreichen.
Lasst uns sie nur zum Spaß lieben und nur aus Eitelkeit.
Lasst uns sie nur zum Spaß lieben...
...nur zum Spaß, nur aus Eitelkeit.
Lasst uns sie nur zum Spaß lieben...
...nur zum Spaß, nur aus Eitelkeit.
Welche Stille...welch düstere Atmosphäre.
Die armen Mädchen! Dabei ist es gar nicht ihre Schuld. Ich tröste sie.
Während die naiven Liebhaber sich verkleiden, muss ich einen Plan machen.
Wenn die Füchsin Despina sie erkennt, könnte das alles verderben.
Hm...ein Geschenk zur rechten Zeit, ein Goldstück, könnte die Zofe gewinnen.
Um sicher zu gehen, weihe ich sie zum Teil ein.
Ein wunderbarer Plan! Da ist ihr Zimmer.
- Despina, ich brauche dich dringend. - Ich brauche Euch aber nicht!
Ein Greis kann nicht viel für ein junges Mädchen tun.
- Sprich doch leise...schau. - Ist das für mich?
Wenn du mir hilfst.
Gut. Ich habe eine Schwäche für Gold.
Es gehört dir, wenn du verlässlich bist.
Ist das alles? Kein Problem.
Du weißt, dass deine Herrinnen ihre Liebsten einbüßten.
Du hast ihre Tränen und ihren Jammer gesehen.
Trösten wir sie und schlagen sozusagen zwei Fliegen mit einer Klappe.
Hilf zwei schneidigen jungen Männern, ihre Gunst zu gewinnen. Verstehst du?
Du bekommst zwanzig Kronen, wenn du ihnen zum Erfolg verhilfst.
Der Plan ist nicht schlecht. Doch diese Dummerchen...
Gut...sind sie jung? Ansehnlich? Und vor allem, sind sie reich?
Sie haben alles, was scharfsichtige Frauen sich wünschen.
Willst du sie sehen? Sie sind gleich hier draußen.
Das ist die reizende Despina, Freunde. Eurer Herzen Linderung ruht bei ihr.
Wir küssen euch freudig die Hand, wir bewundern eure sorgenden Augen...
...hilf, dass das Auge der Angebeteten uns bald freundlich lacht.
Wie sehen die aus! Was für Kleider! Und die Statur! Die Schnurrbärte!
Ich kann nicht sagen, ob sie Türken oder Kosaken sind!
Wie gefallen dir die Herren?
Offen gestanden...
...ihre sonderbaren Fratzen können einem die Liebe ganz austreiben.
- Welch Aussehen, welch Schnurrbärte! -(Bestens! Sie erkennt uns nicht!)
- Sind sie Türken oder Kosaken? -(Die Verkleidung scheint geglückt.)
Despina!
- Das sind meine Damen. - Jetzt seid gescheit. Ich lausche hier.
Du unverschämtes Weibsbild! Was hast du mit diesen Fremden zu tun?
Sie müssen sogleich fort, oder du wirst es bereuen!
Schöne Damen, verzeiht! Zwei Unwürdige liegen euch zu Füßen.
Eure verliebten Verehrer ehren eure Tugend!
Himmel! Welcher gemeine Mensch hat nur diesen scheußlichen Betrug erdacht?
Besänftige deinen Zorn!
Wer ist der Schuldige?
Ich kann mich kaum zurückhalten! Nur Ärger und Zorn erfüllen mich!
- Ich misstraue ihrem Zorn. -(Uns erfreut ihr Zorn!)
- Vergib dem lauteren Herzen, Liebster. - Ich misstraue ihrem Zorn.
Nur Ärger und Zorn erfüllen mich!
- Ich kann mich kaum zurückhalten! -(Uns erfreut ihr Zorn!)
Nur Ärger und Zorn erfüllen mich!
- Vergib dem lauteren Herzen, Liebster. -(Uns erfreut ihr Zorn!)
Ich kann meinen Zorn nicht bändigen!
Welch Aufruhr! Seid ihr von Sinnen, liebe Töchter?
Ihr weckt noch die Nachbarschaft! Was ist denn los?
Schaut nur! Männer in unserem Haus!
- Was ist daran so schlimm? - Heute? Nach all diesen tragischen Vorfällen?
Himmel! Wache oder träume ich? Es sind meine teuersten Freunde!
Ihr hier? Doch wie? Warum? Wann? Weswegen?
Ich bin ganz aus dem Häuschen! (Spielt doch mit!)
- Lieber Don Alfonso! - Welch freudige Überraschung!
- Ihr kennt sie? - Und ob!
Sie sind meine besten Freunde und sind die euren auch.
Was wollen sie in meinem Haus?
Zwei zärtliche Diener stehen vor euch.
Der mächtige Gott Amor hat uns hergeführt.
Wir sahen das feurige Licht in euren Augen...
...und die sprühenden Funken.
Wie vor Liebe sterbende Falter...
...umschwirren wir euch...
...von allen Seiten...
...bitten um Mitleid...
...in traurigen Tönen!
Himmel! Welche Frechheit!
Schwester, was sollen wir tun?
Unverschämte Schurken! Fort mit euch!
Nie werden eure gemeinen Worte unsere Herzen, Ohren und Liebe entweihen.
Umsonst versucht ihr, unsere Herzen zu verführen.
Wir haben unseren Liebsten Treue geschworen und halten sie auch.
Wir halten Treue bis in den Tod...
...der Welt und dem Schicksal zum Trotz.
Wie der Felsen standhält...
...gegen Brandung und Sturm...
...so bleibt mein Geist auf immer stark in Vertrauen und Liebe.
Wie ein Leuchtfeuer, das uns erfreut und tröstet zugleich.
Nur der Tod könnte unsere Herzen beeinflussen.
Nur der Tod könnte unsere Herzen beeinflussen.
Wie der Felsen standhält...
...gegen Brandung und Sturm...
...so bleibt mein Geist auf immer stark in Vertrauen und Liebe.
Zeigt ein wenig Respekt, ihr Schurken!
Wir sind Vorbilder in Sachen Treue.
Macht euch keine weiteren barbarischen Hoffnungen!
Macht euch keine weiteren barbarischen Hoffnungen!
- Bleibt doch noch! - Bleibt, grausame Dame! (Seht Ihr?)
Wartet nur! Gnädige Damen, belasst mich nicht in dieser traurigen Rolle.
- Was mutet ihr uns zu? - Etwas Freundlichkeit wäre schön.
Sie sind Kavaliere...und Freunde.
- Muss ich mir das anhören? - Habt Erbarmen mit unserem Leiden.
Die himmlische Schönheit eurer Augen verwundet uns. Nur Liebe kann heilen.
Öffnet eure Herzen ihrer süßen Glut...
...oder werdet Zeugen und seht eure treuen Freunde in Liebe vergehen.
Seid nicht spröde, ihr Äugelein... werft uns zwei liebende Funken zu!
Macht uns glücklich...liebt uns, und wir machen euch auch glücklich.
Schaut uns an, berührt uns, genießt den Anblick!
Wir sind wild, doch charmant, stark und gut gewachsen.
Sei es Verdienst oder Zufall, unsere Füße sind fein...
...die Augen ausgezeichnet, die Nasen schön.
Und diese Bärte sind Triumph der Männlichkeit...
...oder Fahnen der Liebe!
- Warum nur lacht ihr? - Wir haben schon gewonnen!
- Lacht nur leiser! - Euer Gerede ist nutzlos!
Wenn sie euch hören, ist der Spaß vorbei!
Es ist so lustig, ich platze vor Lachen!
- Ich könnte vor Lachen platzen. - Doch du könntest in Tränen enden.
Warum amüsiert ihr euch so?
Wir haben guten Grund, lieber Herr!
Wie viel wollt ihr als Anzahlung geben? Gilt die Wette nicht mehr?
- Zahlt uns die Hälfte. - In Goldstücken.
Arme Kinderchen! Ihr seid recht naiv.
- Ihr traut euch noch, etwas zu sagen? - Wir sprechen uns noch.
Einstweilen haltet euer Versprechen wenigstens bis zum Morgen.
Wir sind Soldaten und wissen, was Disziplin ist.
Wartet auf mich im Garten. Ich schicke euch weitere Einzelheiten.
- Speisen wir heute nicht? - Warum sollten wir?
Nach der Schlacht genießen wir die Mahlzeit noch mehr.
Der liebende Atem der Mädchen erfrischt unsere Herzen.
Ihr liebender Atem erfrischt unsere Herzen.
Ein Herz, das von der Liebe Hoffnung gehegt wird...
...braucht keine weiteren Beweise.
Der liebende Atem der Mädchen erfrischt süß unsere Herzen.
Ihr liebender Atem erfrischt unsere Herzen.
Das ist doch lächerlich! Es gibt sehr wenige treue Frauen in dieser Welt.
Und hier sind gleich zwei? Das ist unmöglich!
Wo sind deine Damen? Was machen sie jetzt?
Die armen Närrinnen sind im Garten...
...und klagen dem Wind und den Fliegen den Verlust ihrer Liebhaber.
Wie könnte dies wohl enden? Wird die Vernunft siegen?
Ich denke schon! Statt Tränen zu vergießen, würde ich lachen.
Verzweiflung wegen eines Liebhabers, der fortging? Welche Torheit!
Für einen Verlorenen: sucht zwei Neue!
Klug gedacht! (Schmeicheln tut gut!)
Es ist ein Naturgesetz...
Was ist Liebe? Genuss, Unterhaltung, Trost, Zerstreuung.
Die Liebe ist vorbei, wenn sie Schmerz ist anstatt Genuss.
- Doch was ist mit den Törinnen? - Sie machen mit.
Glauben sie, dass die Fremden verliebt sind, erliegen sie.
Das Sprichwort sagt: Der Teufel tut den Rest.
Doch wie bringen wir sie zurück und erreichen, dass sie sie anhören?
Das übernehme ich. Wenn Despina die Fäden zieht, gelingt es.
Ich führte tausend Männer an der Nase herum... bei Frauen gelingt es auch!
Sind sie reich, die beiden Schnurrbartkavaliere?
- Außerordentlich. - Wo sind sie?
Sie warten draußen auf mich.
Bring sie herein und führ sie in mein Zimmer.
Folgt ihr meinen Anweisungen, wird der Erfolg sich morgen einstellen.
Sie haben ihren Spaß, und ich ernte den Ruhm!
Ach, in nur einem Augenblick hat sich mein Schicksal verändert!
Wie ein mit Qual gefülltes Meer ist mein Leben geworden.
Bevor die grausamen Sterne mir meinen Geliebten raubten...
...wusste ich nicht, was Leiden war, kannte das Seufzen nicht.
Ach, in nur einem Augenblick hat sich mein Schicksal verändert!
Wie ein Meer, gefüllt mit Qual, ist mein Leben geworden.
Wir sterben zur Freude dieser Furien!
Es gibt noch Hoffnung. Tu's nicht!
Himmel, welch schreckliches Geschrei!
- Lasst mich in Ruh! - Beruhige dich!
Arsen kann mich von ihrer Grausamkeit befreien.
Haben sie Gift genommen?
Ja, es tötet sie auf der Stelle.
Diese tragische Tat lässt mein Herz erstarren!
Tretet näher, ihr Grausamen!
Seht den traurigen Effekt verzagter Liebe und zeigt wenigstens Mitleid.
Diese tragische Tat erstarrt mir das Herz!
Der Sonne Strahlen...scheinen sich zu verdunkeln.
Ich schaudere...Körper und Seele versagen mir.
Die Stimme versagt mir. Ich bringe kein Wort heraus.
Die Armen sind dem Tode nah... zeigt doch etwas Anteilnahme.
Hilfe, hört uns niemand? Schnell!
Niemand vernimmt unsere Not! Despina!
- Wer ruft? - Despina!
Welch Anblick! Ich glaube, sie sind sicher dem Tode nahe.
Es ist wahr. In wilder Verzweiflung haben sie sich vergiftet!
Liebe geht merkwürdige Wege!
Es wäre schändlich, sie sich selbst zu überlassen. Ihr müsst ihnen helfen.
- Was können wir denn nur tun? - Ihr müsst ihnen helfen.
Es gibt ein schwaches Lebenszeichen. Unterstützt sie mit Sympathie.
Holen wir einen Doktor, der ein Gegengift verabreicht.
Götter, welche Qual!
(Es gibt keine lustigere Verstellung!)
Die Armen seufzen!
- Was sollen wir tun? - Was denkst du?
Wer könnte sie in einem so traurigen Augenblick sich selbst überlassen?
Sie sehen recht gut aus!
Gehen wir doch etwas näher.
Seine Stirn ist so kalt!
Diese auch!
- Und sein Puls? - Ich fühle ihn nicht.
Dieser geht immer langsamer.
Wenn keine Hilfe kommt, haben sie keine Chance zu überleben.
(Sie sind jetzt zahmer und schwächer.)
Die Armen! Meine Tränen würden fließen, müsstet ihr sterben.
(Könnte sich ihr Mitleid in Liebe verwandeln?)
Hier ist der Medikus, liebe Damen.
(Es ist Despina...in Verkleidung!)
E pluribus unum! Carpe diem!
Das verstehe ich nicht!
Ich spreche alle Sprachen... Arabisch, Türkisch, Schwäbisch, Tatarisch.
Eure Sprachen sind uns egal!
Untersucht nur diese armen Burschen- sie haben Gift genommen.
Erstens muss ich den Ursprung wissen, dann die Art des Giftes.
War es heiß oder kalt? Klein oder groß? Eine Dosis oder mehrere?
Sie haben Arsen genommen, Herr Doktor. Es geschah genau hier.
Wild vor Liebe haben sie es mit einem Schluck verschlungen!
Nur keine Angst, lasst euch nicht aus der Fassung bringen.
Hier ist eine Probe meiner Geschicklichkeit!
Er hält so etwas wie ein Gerät aus Metall.
Dies ist der Mesmersche Magnet.
Er kam aus Deutschland und erregte großes Aufsehen in Frankreich.
Seht, wie sie sich schütteln, winden, wenn ihr Kopf den Boden trifft.
Unterstützt ihnen die Köpfe.
Haltet sie ganz fest...fest...nur Mut!
Jetzt sind sie vom Tode befreit.
Sie erwachen und erholen sich. Dieser Doktor ist Gold wert!
Wo bin ich?
An welchem Ort?
Wer sind diese Menschen?
Bin ich schon vor Jehovas Thron? Bist du Athena oder Aphrodite?
Nein, du bist die Göttin meines Herzens!
Ich erkenne dein süßes Gesicht und die Hand, die ich liebe.
Das Gerede ist Nachwirkung des Gifts... habt keine Angst.
Das mag ja sein, aber solche Worte beleidigen unsere Ehre.
Das Gerede ist Nachwirkung des Gifts.
Um des Mitleids willen, Geliebte!
Ich widersetze mich nicht länger.
Wende deine schönen Augen mir zu!
Das Gerede ist Nachwirkung des Gifts.
Ich kann mich nicht länger widersetzen.
In wenigen Stunden seht ihr den Magneten Wunder wirken.
Ihre Krämpfe verschwinden und sie verhalten sich wieder normal.
(Ich ersticke fast vor Lachen!)
Ich kann nicht länger widerstehen.
Das Gerede ist Nachwirkung des Gifts.
Um des Mitleids willen, Geliebte!
Wende deine schönen Augen mir zu!
Ich kann nicht länger widerstehen.
Solche Worte beleidigen unsere Ehre.
Gib mir einen Kuss, mein Schatz, oder ich sterbe auf der Stelle.
Mein Glück! Einen Kuss?
Tu es als Geste zu seiner Genesung.
Zu viel verlangt von einer Getreuen. Verhöhnt sind mein Eid und mein Herz.
Solch amüsante Szene hat es in aller Welt noch nicht gegeben!
Das Spaßigste ist ihr Zürnen und Wüten!
Ihr Schurken, zum Teufel mit euch, mit eurem Gift und eurem Verhalten!
Ihr werdet es später bereuen, wenn mein Zorn noch weiter anwächst!
- Geht zum Teufel, ihr Schurken! -(Ist ihr Zorn echt oder aufgesetzt?)
- Gib mir einen Kuss, mein Schatz... - Geht zum Teufel, ihr Schurken!
-...oder ich sterbe auf der Stelle! - Du wirst es bereuen, sollte mein Zorn wachsen.
Tu es als Geste zu seiner Genesung.
Zu viel verlangt von einer Getreuen. Das verhöhnt meinen Eid und mein Herz.
Solch amüsante Szene hat es in aller Welt noch nicht gegeben!
Das Spaßigste ist ihr Zürnen und Wüten!
Ihr Schurken, zum Teufel mit euch, mit eurem Gift und eurem Verhalten.
Du bereust es später, wenn mein Zorn noch anwächst.
Du bereust es später, wenn mein Zorn noch anwächst.
Ob ihre feurige Wut sich in flammende Liebe verwandelt?
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