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*schleppender Ufftata-Gesang mit Musik*
*Hardrock-Musik*
Rock 'n Roll!
*Musik bricht ab*
Franz, jetzt hör doch mal auf.
Des is doch peinlich. - Du bist doch keine 15 mehr.
(lallend) Komm, wir machen Party!
Mei Franz, wir müssen ja morgen wieder alle früh raus. Ja?
Lass gut sein.
Seit wann musst du früh raus? - Jetzt werd halt mal erwachsen.
Also ich pack's. Pfüat euch.
Was seid denn ihr für Langweiler? - Machst du dann das Licht aus?
Spießer!
*behäbige Musik*
*]leises Schnarchen*
(Susi) Franz?
Franz!
Essen ist fertig.
*Ächzen*
Susi?
Was machst denn du da?
Ich bring dir unseren Sohn. Wie wir's ausgemacht haben.
Aha.
Du weißt schon, was wir ausgemacht haben?
(stammelt) Freilich.
Geh, Pauli-Mann, freust dich, den Papa zu sehen?
Ah ja, und diesmal eine ganze Woche, nicht bloß einen Tag.
Hier ist alles drin: Flascherl, Nucki, Strampler,
Bücher, Spielsachen, Babyapotheke...
*Quietschen* der Quietschlq...
Kann ich mich diesmal auf dich verlassen?
Freilich, Susi. Wieso nicht? - Nächste Woche ist wichtig für mich.
Ich kann mich nur auf meine Prüfung vorbereiten,
wenn du dich gescheit um unseren Sohn kümmerst.
Keine Sorge. Wir werden eine Bombenzeit haben.
*Seufzen*
Servus, Pauli!
Servus! *Küsse*
Die Mama vermisst dich jetzt schon. Vermisst du die Mama auch, hm?
Servus.
Du Susi, für den Notfall...
Du bist schon telefonisch erreichbar, oder?
*Tür fällt zu* Hast du schon gefrühstückt?
*Brabbeln*
Das kann man ja nimmer mit anschauen, wie der in sich reinfrisst da.
Wie kann man sich so gehen lassen? - Lass Iihn! Der hat's nicht leicht.
Sind wir froh, dass es ihm schmeckt.
Ist er doch selber schuld, der damische Uhu.
Hätte er die Susi nicht vergraulen sollen, oder?
*Telefon klingelt*
Telefon.
Mm! - Jetzt langt's aber dann, Franzl.
Da. - Super.
Und dir schmeckt's auch, mein kleiner Batzi?
Stellt euch vor, bei der Mooshammer Lies|! brennt's.
Hörst du eigentlich zu? Bei der Mooshammer Lies|! brennt's.
Was geht mich das an? Soll ich draufpieseln, oder was?
Hörst du nicht, was der Papa sagt?
Bei der Mooshammer Lies! brennt's! - Oma, i bin nicht die Feuerwehr.
Wir zwei wollen in Ruhe eine Kleinigkeit frühstücken.
Ha! Kleinigkeit!
*Hardrock-Klingelton*
Eberhofer. - Wo bleiben Sie denn?
Wir haben einen Brand bei der Mooshammerin!
Dafür bin ich nicht zuständig.
Rufen Sie mich bei einem Einbruch an,
bei einem Verkehrsunfall oder einer Amok-Lage.
Am liebsten wär mir ein Mord. - Ob's Mord ist, weiß ich nicht.
Jedenfalls haben wir eine Leiche. Um genau zu sein eine Brandleiche.
Sie kommen jetzt hierher, Zefix! Immer diese Widerreden!
(schnüffelt) Riecht wie ein Schweinsbraten, gell?
*Würgen*
Vertragen Sie keine Leichen mehr? Oder keinen Schweinsbraten?
Es passt schon wieder.
*Kamera löst aus* Schleicht euch! Das ist ein Tatort!
Können Sie schon was über die Leiche sagen, Herr Brunnermeier?
Stark verbrannt, tät ich sagen. - Ah echt?
Ja.
Es ist eine Frau. Den Rest fragen Sie Ihren Kollegen von der Pathologie.
Wieso jetzt Frau?
Das dürften die Überreste von einem Bügel-BH sein.
Schlecht schauen Sie heut aus.
Also so richtig schlecht.
Kein Wunder, ich hab eine Scheißnacht hinter mir.
Jetzt hören Sie auf damit! - Das gefällt mir gar nicht.
Kommen Sie zu mir in die Praxis. Da müssen wir ein Dings machen.
Ganzkörper-Checkup.
Ich hab keine Zeit. Ich muss ermitteln.
(Franz) Servus, da ist der Franz.
Schickt die KTU vorbel. Brand mit Todesfolge.
Da sind Sie ja! Gott sei Dank ist das Opfer nicht unser Buengo!
Wer? - Mei, unser Buengo halt.
Der Fußballgott von Rot-Weiß Niederkaltenkirchen.
Unser Lokalmatador mit Maximalpigmentierung.
Was hat der mit dem Brand zu tun?
Der hat doch da gewohnt! - Wer?
Der Buengo! Der hat da gewohnt. Hat alles der Verein gezahlt.
Mei. Bua...
Jetzt pass einmal auf, Buengo.
Jetzt tut der Buengo dem Franz schön erzählen, was hier passiert ist.
Und dann tut der Buengo schön schlafen, gell?
So ist brav, ja?
Und der Meisterbürger tut schön ins Rathaus fahren
und Niederkaltenkirchen schön regieren, gell?
Eberhofer. Ihr Ton gefällt mir nicht.
Wer hat Sie denn aus Minga zurückgeholt? He? Zefix!
(Bürgermeister) Saubere Arbeit, Burschen! Gut gemacht!
Und, Buengo?
Alles klar?
Ich komm vom Training und... und da seh ich Rauch aus dem Haus.
Ich mach die Tür auf, und mich bummst es aus dem Haus.
Hast du eine Ahnung, wer die Frau da drin war?
Hat die Lies! noch andere Mieter gehabt außer dir? - Mhm.
Und? Wer war das?
Ich weiß nicht so. Hat viel gearbeitet.
Sag mal, wo ist denn die Liesl?
Flackt die da drin? - Die Mooshammerin macht Workshop.
Urschrei. - Urschrei?
*Frau schreit wie angestochen*
(Frau) Mein Haus! Alles ist hin!
War das ein Urschrei? Braucht's dafür einen Workshop?
Obacht, Sheriff!
Diese Saubande! Die haben mir mein Haus angezündet!
Das werd ich euch heimzahlen. Ihr asoziale Bagage!
Du spinnst doch, Mooshammerin!
Du gehörst doch eingesperrt! - Ich zeig euch an! Ihr Grattler!
Wie kommst du drauf, dass das Brandstiftung war?
Hast du schon mal gehört,
dass ein Haus von allein zu brennen anfängt, Hanswurst?
Hast du das schon mal gehört? - Ja, hab ich!
Halt!
Halt! Halt! Halt!
Mooshammer...
*dreckiges Lachen* Jetzt schau hin!
Schau nicht so deppert. Fahr mich auf deinen Hof.
Ich zieh jetzt bei euch ein.
Herrgott Sakrament!
(Liesl) Rettung!
(Sanitäter) Franz?
Hallo? - Ist er tot?
(hallend) Franz? Kannst du mich hören?
(Arzt) Eberhofer!
(leise) Susi.
Eberhofer?
Ich hab einen Test gemacht.
Sie haben die Fitnessparameter von einem 70-Jährigen.
Ha? - Sie sind ein Wrack.
Ihren Cholesterinwert wünsch ich keinem meiner Feinde.
Cholesterin?
Da haben Sie sich vertestet. Schmarrn!
Das kommt vom Fressen. - Und von dieser Blutssauferel.
Ab jetzt halten wir Diät: kein rotes Fleisch,
wenig tierische Fette, viel Gemüse, Bewegung und kein Alkohol.
Hallo? Ich bin pumperlgesund. - Na, na, na!
Von denen nehmen wir dreimal eine zu den Mahlzeiten.
Schenk ich Ihnen, vom Pharmavertreter.
Das war doch nur wegen dem Brand. Da war sicher alles voller Asbest.
Da fällt man schon mal um.
Jetzt bin ich schuld? - Ja.
Und keine Leberkässemmeln mehr.
Die sind pures Gift.
(undeutlich) Das war die Kirchbichler-Bagage.
Wer? - Meine Nachbarn.
Denen passt das überhaupt nicht, dass ich an den Buengo vermiete.
Hm... Magst du dir das nicht aufschreiben?
Das sind alles Hinweise.
Das kann ich mir ganz genau merken.
Mama, das kannst du mir nicht antun.
Mit der Mooshammerin unter einem Dach!
Der Lies!l ist das Haus abbrennt.
Im Dorf halten wir zusammen. Das war schon immer so.
Aber die Mooshammerin bei uns da!
Da tu ich mir was an. Das sag ich dir.
Was kann denn der Buengo dafür, dass er aus Ghana kommt, gell?
Aber sag einmal...
War die Tote auch aus Ghana?
Ach, Schmarrn! Aus München war sie. Saskia Grimm hat sie geheißen.
Ende 20 war sie und schon eine richtige Geschäftsfrau.
Aber klapperdürr. Furchtbar.
*Hardrock-Klingelton*
Herr Dienststellenleiter? - Wie schaut's denn da aus?
Wo? - Na, am Brandort!
Wieso ist da nicht abgesperrt worden? - Das muss versäumt worden sein.
Versäumt! Ja, verstehe.
Und da gibt's nix zum Schauen!
Schleicht euch, ihr Hundskrippin!
Sie waren da der leitende Beamte. Die KTU-Kollegen sind fassungslos.
War da kein Flatterband ums Haus? - Ja, nix war! Gar nix!
Die Haustür stand auch auf.
Was ist denn mit Ihnen los?
Bei mir ist alles super, nur vernehme ich grad die Hausbesitzerin.
Ey, au!
*Paul lacht* - Sag einmal!
Schau zu, dass du die Kirchbichler- Brut verhaftest. Worauf wartest du?
Jetzt frisst die unseren Datschi!
Pff!
Meine Güte, diese Frau Grimm.
Die hat für eine Gesellschaft gearbeitet, die Hotelketten bauen.
Die war wegen dem Hotel bei uns?
Ach, der leidige Hotel-Neubau.
Der spaltet unsere friedliche Gemeinde.
Jetzt drehen Sie das doch einmal um.
(Bürgermeister) So hat sie ausgeschaut.
Haben Sie schon einen Verdacht?
Nah.
Aber Sie stehen ganz oben auf meiner Liste.
Witzbold!
Wo waren Sie, als es bei der Liesl gebrannt hat?
Raus!
Und posaunen Sie nicht rum, dass die Frau Grimm ermordet worden ist.
Da können Sie das Wellness-Hotel gleich mit beerdigen.
*Bürgermeister schimpft undeutlich weiter*
Oha!
Der Vegetarier mag Frischfleisch?
Erstens bin ich Veganer.
Zweitens ist "Frischfleisch" frauenfeindlich.
Hm. Wer bist denn du?
Ich bin die Mia. - Die macht ein Schülerpraktikum.
Da macht die Mia jetzt Ihr Praktikum und du fängst an zu arbeiten.
Los, hopp! Hundehaufen zählen! - Das ist doch Schikane.
Ja, um das Haus von der Mooshammerin rum.
Du fragst jeden, ob ihm was Merkwürdiges aufgefallen ist.
Ja, los, Max! Hopp!
Das ist ein Mordfall. - Ei-Ei-Ein Mord?
Ja. - Ja, Ja, geil!
(Franz) Schon, oder? - Ja, super!
Mia... Mord!
Scheiße. Franz?
Äh... Franz? Scheiße.
Da ist die Kindersicherung drin.
Mei, Franz... mein erster Mordfall.
Ich find das echt super, dass du mich mitnimmst.
Muss ich auf irgendwas besonders aufpassen?
Ja, auf den Paul.
*Paul weint*
Aber...
(Max) Franz, kümmerst du dich um deinen Sohn? (Mann) Ja, Zefix!
Schau! Der Herr Wachtmeister steht wieder.
*Paul kreischt*
Und er hat Verstärkung.
Die Mooshammerin hat gemeint, ihr habt das nicht gern gesehen,
dass sie an den Buengo vermietet hat.
Logisch. Ist ja ein Neger.
Und du bist ein Arschloch.
Wo wart denn ihr, als es gebrannt hat?
Wir haben die A92 geteert.
In der Nacht? - Nachtschicht.
Sonst noch was? - Nah.
Das ist ein Brokkoli-Torfu-Eintopf.
Da kriegst du eine schöne Gesichtsfarbe.
Super, Oma.
Schmecken tut's leider fürchterlich.
Also ich war Ja heute beim Simmerl.
Ich sag dir, die Fleischpflanzerl von dem sind wahnsinnig gut.
Franz, ein Gedicht, ich sag dir's.
Servus miteinander!
Liebe Lies!i...
Ich hab dir etwas mitgebracht. (Oma) Da schau her.
Ist nur eine kleine Aufmerksamkeit,
weil du Ja jetzt so leiden musst wegen dem furchtbaren Brand, geh?
Mei, für mich? „ Ja.
(Lies!l) Das sind Ja sogar meine Lieblingspralinen.
Nuss-Nougat. Sag einmal, Flötzinger, woher weißt denn du das?
Mei, bin halt aufmerksam.
Mei, geh weiter, Liesl|. Mach sie halt auf.
Nah, die gehören mir. - Genau. Die sind für die Lies!I.
Mooshammerin, du machst jetzt sofort die Schachtel auf!
Die hat der Flötzinger mir mitgebracht.
Liesl, hör auf mit dem Schmarrn, denn sonst packst du deine Sachen,
inklusive der Pralinen, und dann wohnst du beim Flötzinger,
du rucherte Amsel du!
Jetzt habt euch doch nicht so!
*schnelle Blasmusik*
Liesl, was planst du jetzt eigentlich so für Renovierungsmaßnahmen?
Ah, da müssen wir jetzt erst einmal in deinen Showroom gehen.
Ein Probebad nehmen. Ich kauf doch keine Katz im Sack.
*lacht nervös* Des ist jetzt aber ganz schlecht.
Ich hab ja überhaupt gar keinen... Showroom.
Ach so? Dann mach ich jetzt mein Hormon-Yoga.
Geh? Servus!
Überleg's dir halt, Flötzi, geh? Servus!
Ich glaub, mir wird schlecht. - So ein undankbares Weibsbild.
Hast du ernsthaft geglaubt,
dass du mit diesen Fünf-Euro-Pralinen
einen 50.000-Euro-Auftrag an Land ziehst?
6,80 haben sie gekostet. Gell, Franz, nur dass du's weißt.
6,80, die scheiß Schachtel!
Mojaho! Hojajaho!
Hoja! Hoja! Hojajaho!
Hah! Hah!
Beh! Beh! Oah! Oah! Oh!
*Paul schreit* Pauli, schlaf doch mal.
Boah!
Woah! Mehoha!
Hea! Hoa! Ha!
*Paul schreit* Hast du so was schon mal gesehen?
Die Mooshammerin!
Heo!
*Paul weint*
(singt) Pauli, schlaf einmal, es ist so wunderschön.
*Pauli schreit*
Schau, wen ich da hab. Den Quietschlq.
Mit dem schläfst du jetzt, geh?
*Quietschen* Da.
Ja? *Paul schreit*
Das ist jetzt die 36. Runde. Langsam werd ich grantig.
Weißt du was? Dann schläfst du halt nicht.
Wenn du nicht schlafen magst, magst du nicht schlafen.
Das hast du jetzt davon. Ha!
*Hardrock-Musik*
Yeah.
Geht doch.
Einen warmen Leberkäs hast du nicht da, oder?
Weißt du, wie spät das ist? - Wart...
Es ist viel zu spät, Franz.
VIEL zu spät.
Gehen auch ein bisserl dickere Scheiben?
Weißt du was?
Mach's doch selber.
Du Leberkäsjunkie, du.
Merci.
*zufriedenes Seufzen*
(genussvoll) Mm!
Wo kommst denn du um die Zeit her?
Wo ist mein Sohn? - Unser Sohn.
Ich kutschier ihn die ganze Nacht umher, weil er nicht pennen wollte.
Franz, Hand aufs Herz.
Warst du beim Wolfi im Wirtshaus? - Nah. Nix Hand aufs Herz, Zefix!
Hör auf, mich zu kontrollieren.
Ich pass auf den Pauli gut auf. - Da bin ich mir nicht so sicher.
Susi, entweder du vertraust mir oder du packst den Buben und fährst heim.
Hm?
Ich vertrau dir, Franz. - Hm.
Du kannst gern da übernachten...
Gut' Nacht!
(Sschnalzend) Gut' Nacht.
(Mann) Zum Mittag eine klare Brühe und am Abend einen Apfel.
Richtig Heilfasten.
Servus!
Warum hast du dieses Kind dabei, Franz?
Wieso bist DU da? Verfolgst du deine Ehebrecher bis in die Pathologie?
Ich bin da, um dich zu unterstützen.
Dreamteam Eberhofer, Birkenberger.
Gott sei Dank informiert mich unser Freund Günter,
wenn du mal wieder in einen Fall stolperst.
Merci, Günter. - Keine Ursache.
Ja, der Eberhofer junior hat mitkommen dürfen heute!
Ja, wo ist er denn?
Ja, sag einmal dem Günter, WOo du bist.
Ja, wo ist er denn? - Gut, können wir weitermachen?
Ja, wo bist du denn? - Wo ist er denn?
Wo bist du denn? - Wo ist er?
Ja, da ist er Ja! - Haben wir das also auch geklärt.
Möchtest du einmal ein Pathologe werden? Der Pathologen-Pauli?
*Paul blabbert*
Ich fasse zusammen für das Team Eberhofer.
Die Tote ist eine gewisse Saskia Grimm.
Sie wurde mit drei Schlägen auf den Vorderkopf getötet.
Mit einem langen, dünnen Gegenstand. - Vermutlich aus Eisen.
Danach wurde sie mit Brennpaste eingeschmiert und angezündet.
Es war ein klassischer Mord.
*Pauli weint*
Danke, Rudi. - Ja ist das jetzt meine Schuld?
Er versteht das doch gar nicht.
Die sind in dem Alter geistig auf dem Stand eines Meerschweinchens.
*Paul schreit*
(schnüffelt) Liegt da eine Wasserleiche? - Nah, warum?
Vielleicht ist das der Pauli. Hast du einen Stinker gemacht?
Uh! Ja! Hast du einen Stinker gemacht?
Hast du eine Wickelunterlage da? - Eine was?
Ah. Ein Ding... Hol den Fetzen da, den grünen.
(Rudi) Das ist typisch!
Hätte der Herr Vater nicht selbst seinen Babyscheiß mitnehmen können?
Aber nein, dem Eberhofer sind solche Dinge zu banal.
Da schickt er seine Lakaien los und...
*Würgen*
Rudi, warte. Spei da hinten in den Mistkübel bittschön.
Zum Fettgewebe von der letzten Obduktion.
*Speigeräusche*
Das war sicher eine Beziehungstat, allein schon wegen der Brutalität.
(Rudi) Ich schau mal, was ich über unsere Grimm rausfinde.
Wisst ihr's schon? - Ja, ich nehm das Mittagsmenü 2.
Ohne Salat. Dafür zwei Mal Nachtisch. - Mhın.
Äh... Franz, such dir was Schönes aus.
Ich lad dich ein. Geld spielt keine Rolle.
Ja, wenn das so ist. Dann kein Mittagsmenü, sondern, äh...
Leberknödelsuppe und danach die Ente mit Blaukraut.
Und dann bitte noch... äh... Puszta-Gulasch mit Knödel,
ein Tellerfleisch mit Kren,
Schweinswürschtl!l und ein Kutscherpfanderl mit Spätzle
und dann noch, ähm...
Forelle Müllerin-Art. - Sonst noch was?
Ja, einen Kaiserschmarrn, aber danach.
*lacht*
Und für Sie?
Franz, das würde dir auch guttun, das Heilfasten.
Ja, aber was hat es dir gebracht?
Meine Seele beginnt, von innen zu leuchten.
Ist das wem aufgefallen?
Hat sich mal eine Frau für deine restaurierte Seele interessiert?
Also hat sich die Frau gesagt: "Ja, was leuchtet denn da so schön?
Das muss ich mir direkt anschauen.
Dir muss ich ja direkt alle Kleider vom Leib reißen,
du erleuchtete, geile Birkenberger-Sau."
*Franz lacht*
Ohne dass du sie dafür bezahlt hast.
Franz, mit deiner maßlosen Fresserei
willst du nur deinen seelischen Schmerz ersticken.
Deine Seele kann lauter schreien, als du denkst.
*Rülpsen*
Jetzt hat meine Seele was gesagt. Hast du des verstanden?
Sehr witzig.
Ihr Bewirtungsbeleg. - Danke.
Toll, dass es noch so großzügige Typen gibt.
Da fehlt die Adresse. Ich bräuchte "ne Adresse.
Meine? - Äh, nein. Äh... die vom Lokal.
Soll das eine Anmache sein? - Nein! Nein. Tut mir leid.
"tschuldigung. Nein.
Wie... Nein. Wie kommen Sie da drauf?
Mandy?
(leise) Ruf mich an.
Und? Hast du das gesehen?
Es leuchtet.
*ruhige Blasmusik*
Weißt du, Pauli, eine Frau sucht bei einem Mann die Herausforderung.
*Pauli brabbelt*
Doch. So ist es.
Der größte Fehler ist, pflegeleicht zu sein.
Da hat sie keine Arbeit mit dir, und weg ist sie.
*Kreischen*
Ja, bei der Mama war es genau andersrum.
Sie hat gemeint, sie hätte zu viel Arbeit mit mir, und ist gegangen.
Aber irgendwann wird sie die Mühen, die sie mit dem Papa gehabt hat,
vermissen und zurückkommen.
*Brabbeln*
Und da wett ich drauf. Um ein halbes Bier?
*Brabbeln und Geschrei einer Menge*
*dumpfer Schlag* Wow!
Hände weg vom Schneckenwieser!! Das lassen wir nicht zu!
Der Gemeinderat ist eine Marionette der Baulobby! - Ui.
Wir fordern: kein Hotelbau im Naturschutzgebiet!
Blinde Steinzeit-Heinis seid ihr!
Der Tourismus ist unsere Zukunft.
Ihr glaubt, ihr macht ein tolles Geschäft.
Für ein paar Kloschüsseln und Schinkenscheiben
wollt ihr unsere Heimat verkaufen.
Ihr Heimatverräter! - Was hast du gesagt, Krisperl?
Heimatverräter! - Ich geb dir einen Heimatverräter!
Haltet mich fest! Sonst passiert ein Unglück!
*Stimmengewirr*
Ich bin gleich wieder da.
*fröhliche Blasmusik*
Ich hau ihn um!
Du blöde Kuh!
*Musik klingt aus*
Geht's wieder?
Also Leopold, Hut ab. Der Papa wär stolz auf dich.
Eine solche Demonstration hätte ich dir nicht zugetraut.
Und unter uns: Das Hotel ist wirklich ein Schmarrn.
Und jetzt mach die Straße wieder frei.
Franz...
Ich bin das Volk.
Hm.
Mhm.
Wir haben jetzt bestimmt schon über 50 Euro gespart.
Wir haben viel Geld rausgeschmissen.
Die haben doch die Woche Sommer-Sale.
20% auf alles außer Babynahrung.
Das ist der allererste Geburtstag von unserm Sohn.
Der wird anständig gefeiert.
Da hinten ist das Kinderland. Da gehst du jetzt hin.
Warum heißt denn das Kinderland?
Weil man ein Kind braucht, um reinzukommen.
Mei!
Komm, Oma, gehen wir.
*Brabbeln und Musik im Hintergrund*
(lachend) Fang einmal!
*Paul lacht*
Super! Komm, Pauli. Da!
*Paul lacht* Ja, fein! Fang einmal!
Ich bin gleich wieder da, gell?
*Lachen*
Ich nehm noch zwelil.
*Pauli lacht*
*Kinderlachen*
Zwei nehm ich noch.
Einen nehm ich noch. - Du bist ja der Wahnsinn!
Der ist für meine Oma zum Mitnehmen.
Ich bin gleich wieder da.
Pauli?
*Kind kreischt*
Pauli?
Pauli! *Kind heult*
Entschuldigen Sie, hat jemand ein Kind gesehen?
Schaut aus wie ich, bloß halt als Baby.
Pauli!
Pauli!
Pauli?
(flüstert) Pauli! Paul!
Pauli?
Franz!
Was machst denn du da? „ Äh...
Sus!i. - Und wo Ist unser Sohn?
*Kinderlied spielt*
Also... weißt du, das ist jetzt genau so ein Moment,
wo man sich am besten nicht aufregt.
Warum? Was hast denn du gemacht mit dem Pauli?
Ui!
Ja, Pauli! Ja...
Hat's dir gefallen beim Rudi, gell?
Äh... der Rudi wollte dem Pauli nur seine Arbeit zeigen.
Möchtest du mal Kaufhaus-Detektiv werden?
Äh, das... Ich vertrete nur einen Kollegen.
Mei, wie lieb.
(Susi) Wie schaut's denn da aus?
(Frau) Wir gehen ja wieder.
So was. - Echt, geh?
Franz, ich hätte gern einen Hotdog.
Ah du, ja, aber ähm...
rotes Fleisch, tierische Fette, Weißmehlsemmel...
Also des ist pures Gift. - Franz, Respekt!
Find ich super, dass du so vernünftig bist. - Ja...
Hey, Hotdog-Killer! Geht noch ein Achter?
*Paul brabbelt*
Du bist schlimmer als ein kleines Kind.
Lenerl, wer soll denn das essen?
Vitamine haben noch keinem geschadet.
Wegen dem Hirsch können wir jetzt unseren Komposthaufen essen.
Seid mir nicht böse, ich renn zum Simmer| . Ich brauch was mit Fleisch.
Schön, dass du zum Essen geblieben bist, Susi.
*Oma lacht*
Es schmeckt recht interessant.
Du schleimst ja wie der Leopold.
Gell, Franz? Essen kann gesund UND lecker sein.
Mhm.
Und gründliches Kauen ist ganz wichtig.
In deinem Alter verzeiht einem der Körper nicht mehr alles.
Ihr zwei, Ihr wart ja so ein schönes Paar.
Wollt ihr es nicht doch noch mal miteinander versuchen?
Oma, das mit dem Franz und mir funktioniert einfach nicht auf Dauer.
Das hast du Ja gesehen, als wir zusammengewohnt haben.
Mhm. - So toll war das jetzt leider nicht.
Hm! - Gar nicht toll.
Aber der Kleine braucht doch eine richtige Familie
mit Mama und Papa und einem gemeinsamen Heim.
Oma, die Susi und ich so eng aufeinander, das hat nicht gepasst.
Da ist auch keiner schuld.
Nicht der Franz... - Und die Susi auch nicht.
Wir sind getrennt, aber trotzdem gemeinsam die Eltern vom Paul!.
Korrekt. - Ja. Mag noch jemand was?
Nah, ich... Ich... ich hab noch... - Hm. Ja, ich... Ja.
Ja, was mach ich denn jetzt mit dem ganzen Batz?
So, Jetzt hast du ihn los, deinen Batz.
Ähm... Du, Susi?
Falls du zu müd zum Heimfahren bist, kannst du gern übernachten.
Wir sind uns doch einig,
dass wir nur noch gemeinsam die Eltern vom Pauli sind?
Freilich. Freilich.
Ich glaub nur, der Pauli tät sich wahnsinnig freuen. Morgen früh.
Ich muss früh raus. - Mhın.
Gut Nacht.
Gut Nacht.
*Motor startet*
*Pauli weint*
(Moratschek) Eberhofer!
Wieso gehen Sie nicht ans Telefon?
*Pauli weint* Es gibt Bewegung im Fall Grimm.
Wir haben vom Netzbetreiber alle Verbindungsdaten vom Opfer erhalten.
Textnachrichten, Bilder und was der Mensch in seinem Wahn so verschickt.
*Plätschern* Ein gewisser Buengo Babatunde Onwenu
hatte demnach eine kurze, aber einseitige Affäre mit der Toten.
Was, der Buengo? Das hat er mir gar nicht gesagt.
Ach, Sie haben den Buengo Babatunde Onwenu schon verhört?
(lacht) Respekt, Eberhofer!
Waren wir auf der richtigen Spur.
*Seufzen*
Ich kann mir nicht vorstellen, dass das der Buengo war.
Der ist viel zu verpeilt für so was.
1.532 Textnachrichten
hat er in den letzten sechs Wochen ans Opfer geschickt.
Also bevor es tot war.
Das Erste kann als Liebeskummer durchgehen,
aber dann wird es Stalking, inklusive Morddrohungen.
Ach geh! - Was heißt "ach geh"”? Schau her.
"Erst wenn du tot bist wie eine Maus, liebe ich dich nicht mehr.”"
Das ist keine Morddrohung, das ist schlechtes Deutsch.
Ja. Und das ist ein Haftbefehl.
Den Buengo verhaften? Das kann ich nicht.
Eberhofer... Haftbefehl.
Nicht nachdenken. Vollstrecken.
*Hupen*
Ja spinnt der?
Eberhofer, wir machen da Training! Zefix!
Franz, spinnst du eigentlich?
Wir haben hier Training. Was tust du da?
Tut mir leid, dass ich das Training störe, aber jetzt passt mal Obacht.
Ich bin wegen dem Buengo da. - Ja, was ist mit dem?
Kannst du ihn mal herholen? Diskret, bitte.
(ruft) Buengo! Komm mal her!
(Franz) Du hast mich angelogen. Du hast die Frau gekannt.
Okay, vielleicht hab ich vergessen, ein paar Sachen zu sagen.
Ihr habt eine Affäre gehabt!
Ich bin introvertiert, ich rede nicht gern über Privates.
Bei Mord ist nix mehr privat.
(Buengo) Ja, okay.
Wir hatten ein...
Mechteltechtel.
Ja, bis sie Schluss gemacht hat. - Des war nur eine Pause.
Nah, nix da Pause! Sie hat es dir geschrieben.
"Es ist aus zwischen uns."
Du darfst das nicht einfach lesen.
Ich wiederhole mich: Bei Mord darf die Polizei alles.
Und sie liest auch alles.
Zum Beispiel deine 1.000 SMSen, What'sAppen, E-Mails, was weiß ich.
"Erst wenn du tot bist wie eine Maus, lieb ich dich nicht mehr."
Na und?
Ich hab Gefühle.
Gefühle sind immer Scheiße.
In deinem Fall machen sie dich zum Hauptverdächtigen.
Gut. Gehen wir.
Franz, habe die Ehre. - Servus!
Buengo, pfüat di! - Franz... Ich war's nicht!
Ich bin kein Mörder! - Ja, mel...
Halt die Ohren steif, hm? - Ohren steif? Wieso?
Er meint, du sollst dich nicht hängen lassen.
Hängen lassen? Franz! Ich will mich nicht hängen lassen!
Franz, hilf mir! - Buengo, iIch hol dich da raus.
Hilfe! - Ich versprech's!
(Buengo) Franz!
*Seufzen*
*Pauli lallt zufrieden*
Der Beruf des Privatdetektives ist einer der gefährlichsten.
Wir gehen dahin, wo es knirscht,
erstens gesellschaftlich, zweitens privat.
Mit vollem Einsatz von Körper und Kopf.
Mei! So einem Mannsbild laufen die Weiber sicher in Scharen nach.
Hat sich des schon herumgesprochen?
Du, Lies!? Ich müsste mal mit der menschlichen Geheimwaffe da reden.
Alleine. - Top secret.
Ich geh ja schon.
Rudi, wenn's dir mal mit deiner Bedienung fad wird,
bei der Mooshammerin geht was!
Die Bedienung hat einen Namen, nämlich Mandy,
und mit der Mandy wird's nie fad, ganz im Gegenteil, mein Freund.
Sag einmal, ist die für dich nicht ein bisserl zu wild?
Manche Frauen mögen erfahrene Männer. - Erfahren im Single-Dasein?
Schau mal, was die Oma gekocht hat.
Einen "Brokkolo-Toffu"-Eintopf mit einem Haufen Eiweiß.
Jetzt einmal im Ernst.
Da, das ist die Firma von der Saskia Grimm.
Hörst du dich mal um bei denen? - Hast du nicht was vergessen?
Ja, genau. Der Hotelbau ist bei uns im Ort total umstritten.
Ich muss einfach beweisen, dass der Buengo das nicht war, weil...
Der Buengo war’'s nicht. Der ist zu verpeilt für so was.
Wolltest du mir nicht was sagen?
Hab ich doch am Telefon schon.
Sag es mir von Angesicht zu Angesicht.
*Seufzen*
(ihn imitierend) Rudi, ich brauche deine Hilfe.
Ohne dich schaff ich's nicht.
Jetzt so, dass ich's glaub.
Übertreib's nicht, Rudi. - Und was macht der feine Herr,
während ich mich um seinen Fall kümmere?
Ja, ich kümmere mich um meinen Buben.
Ich bin alleinerziehend.
*sanfte Musik*
*Glas knallt auf den Tisch*
Flötzinger.
Flötzinger, übertreib's nicht!
Weißt du, was die Maß kostet auf dem Volksfest?
8,50! Ich bin doch nicht der Onassis.
Was war denn das eigentlich zwischen euch und dieser Grimm?
Die hat dem Flötzinger einen Auftrag versprochen,
wenn er sich im Gemeinderat für diesen Hotelbau starkmacht.
Moment einmal. Der Hotelbau kommt der ganzen Gemeinde zugute.
Deswegen hast du auch 200 Kloschüsseln bestellt.
Ich bin halt geschäftstüchtig. - Kaufen hast du dich lassen.
Neidhammel, erfolgloser!
*unverständlich* (Simmerl') Jetzt langt's! Hinsetzen!
Du auch.
Hey! Wir wollten doch aufs Volksfest. Techno-Power.
Genau. Techno-Power. Supergeil. - Franz, Techno-Power. Ha?
Der Pauli ist doch zu klein für so was.
Ach, geh, Franz, spinnst du?
Der Techno-Power ist schon ab acht. Der ist für Kinder.
*treibender Bayernrock*
*Paul schreit*
Gleich haben wir's.
Jetzt spuckst du Depp meinen Buben an.
Geh, Pauli, den Techno-Power fahren mir heut nicht mehr.
*ausgelassene Frauenstimmen*
Susi?
Susanne!
Ich hab gemeint, du musst die ganze Woche lernen?
(lallend) Wir waren halt dermaßen fleißig.
Außerdem kann dir das ganz wurscht sein.
Und was macht ihr jetzt noch so?
Vielleicht gehen wir noch kurz... ins Zelt.
Ins Zelt?
*flotter Bayernrock* # Oi-oi-oi, das is mir alles
# wurscht, wurscht, wurscht, wurscht, wurscht!
# Weil ihr war einfach alles wurscht. -# Alles wurscht!
*Musik: "Ich habe Haschisch probiert" von Christian Steiffen*
# Ich habe Haschisch probiert.
# Es hat mich nicht interessiert. - Papas Lieblingslied.
# Und es war bestimmt...
*Kreischen* # ...das letzte Mal.
*Grölen*
# Denn jetzt brauch ich sofort das Kokain. - Kokain.
*schleppende Trompetenklänge*
Franz, das war ein Versehen.
Das hat nix zu bedeuten. - Ü-Überhaupt nix.
Nullkommanull!l. - Wir sind nur die Eltern vom Pauli.
*Hardrock-Klingelton*
*Räuspern*
Eberhofer.
Ich bin's. Die Frau Grimm ist da.
Die ist doch verbrannt. - Nah, die Mutter von ihr.
Die will sehen, wo es passiert ist. - Ja, dann zeigen Sie's ihr halt.
Sie kommen jetzt sofort hierher! Zefix noch einmal!
So, Frau Grimm...
Pauli, gibst du der Mama mal den String?
*Brabbeln*
Servus. - Grüß dich.
*leidenschaftliche E-Gitarren-Klänge*
Grüß Gott!
Grüß Gott.
Was ist'n los? *Musik bricht ab*
Sind deine Batterien leer? - Was?
Ich war mit ihrer Art zu leben nicht einverstanden.
Und das hab ich ihr mehrmals deutlich gesagt.
Seitdem haben wir nur noch sparsam Kontakt gehabt.
Mhm. - Ich... Ich lebe ihn Spanien.
Aha. *Klopfen*
Papa?
Ja, ich w-wollt nur schauen, ob alles in Ordnung ist.
Kaffee ist gut? - Alles gut.
Ja. Ist er nicht zu stark?
Weil ich könnt noch ein bisserl heißes Wasser bringen, gell?
Oder mögen sie eine Milch? Ganz frisch von der Kuh.
Papa!
Sahne hätten wir natürlich auch. - Jetzt langt's!
Ihr Vater ist aber sehr aufmerksam.
Eigentlich nicht.
Wurscht. Zurück zu Ihrer Tochter. Was für einen Umgang...
*Tür öffnet sich* Servus! Du...
Wir haben eine ganz heiße Spur.
Die war lesbisch. - Was? Wer?
Die tote Grimm.
Du, äh... Rudi, wir sind gerade in einer Zeugenbefragung.
Also, ich war in München, in der Wohnung von unserer Toten.
Deine Kollegen haben natürlich alles abgesperrt.
Also hat der Godfather of Hinterherschnüffeling
seinen Dienstausweis vom Billiger-Markt gezeigt.
Rudi! - Hat der Hausmeister ihn überprüft? Nein.
Und hat er mir die Wohnung aufgesperrt? Natürlich.
Rudi, danke!
Geh jetzt mal rüber zur Oma und wir reden später.
Rate mal, was ich auf der Kühlschranktür gefunden habe.
Postkarten.
Wunderbar. Ja. Kannst du uns jetzt bitte in Ruhe...
Lauter so Postkarten mit so schmusigen Texten.
"Bussi, mein Bärchen." Äh... "Vermisse dich, mein Schneehase."
"Schmatz, mein Schatz.” Überall hat eine Conny unterschrieben.
Super. Ganz toll.
Ein klarer Fall. Sagt die Mandy auch.
Wir müssen diese Conny finden,
dann haben wir eine lesbische Eifersuchtsmörderin.
Das spür ich in den Eiern.
Conny ist ein Mann. Conny Ziegler.
Saskias bester Freund seit der Jugend.
Die beiden waren wie zwei Pobacken.
Und woher wollen Sie das wissen?
Darf ich vorstellen? Das ist die Frau Grimm.
Die Mutter von Saskia Grimm.
Mein herzliches Beileid.
Der Herr Eberhofer hätte mir früher sagen können,
dass er mit der Mutter der Toten plaudert.
Der Herr Birkenberger ließ ihn ja hicht zu Wort kommen.
Er musste ja damit angeben,
wie er illegal halbseidene Informationen ranschafft,
anstatt meinen Auftrag zu erledigen.
Ach, du beauftragst?
Schön für dich. Dein Lakai arbeitet sich zum Krüppel.
Aber hier geht es nicht um dich, um dich, um dich.
Hier geht es um einen Mordfall. - Nicht schubsen. - Sonst?
*spannungsvolle Westernmusik*
*Zischen*
*genussvolles Stöhnen*
Packen wir's!
*Rudi stöhnt* Wieso gehst du so komisch?
Wie komisch?
So breitbeinig. - Flitterwochen.
Hat die Oma eine Heilsalbe?
Franz?
Alles in Ordnung?
(keuchend) Ja.
*Schritte*
*Keuchen*
Hm?
(atemlos) Ziegler. - Ja, ich weiß.
Ich warte ja hier schon eine Weile.
*Klingeln*
Ziegler... Ziegler... Irgendwas klingelt da.
Entschuldigen Sie, aber Sie kommen mir so bekannt vor. - Ja?
Moment einmal. Wir waren auf der gleichen Schule.
Du bist Konrad Ziegler! - Ja.
Ah... Mensch, ich bin's, der Eberhofer Franz!
Du warst ein paar Klassen unter mir. Weißt du noch?
Ja. Doch.
Du hast mit Filzstift "Schwuchtel" auf meinen Ranzen geschrieben.
(Rudi lachend) Ja?
Ich... Das war ein Spaß. Wir waren ja noch Kinder.
Ich schon. Du warst in der 10. Klasse.
*Rudi lacht*
Hast du's weit gebracht?
Mir war früh klar, dass ich schnell raus muss aus Niederkaltenkirchen.
Hm.
Woher hast denn du die Saskia Grimm gekannt?
(seufzt) Die Saskia hab ich in München kennengelernt.
Wir waren wie Bruder und Schwester, wie... eine Seele in zwei Körpern.
Für das, was Saskia und ich hatten, gibt's eigentlich keine Beschreibung.
Als ich der Saskia gesagt hab, dass ich schwul bin, hat sie gesagt:
"Bin ich froh, dann kriegt dich keine andere."
(Franz) Wann habt ihr euch zuletzt gesehen?
Das ist Wochen her. Wir waren beide in letzter Zeit sehr eingespannt.
Wo warst'n du zur Tatzeit?
*Seufzen*
Tut mir leid. Das muss ich dich fragen.
Ja. Ja.
Ich war bis spät am Abend unterwegs und dann hier.
Ich arbeite für eine Law Firm.
Ich bin Anwalt bei 'ner großen Kanzlei mit internationalen Klienten.
Und Sie?
In New York. Ich studiere Acting.
Am Lee Strasberg Institute. Eine wahnsinnig inspirierende Schule.
Und wahnsinnig teuer.
Na ja, und in der Nacht, wo es da gebrannt hat in der Pension...
da haben wir beide noch geskypt.
Wegen der Zeitverschiebung.
Hat die Saskia sonst noch Bekannte gehabt oder sogar eine Beziehung?
*Seufzen*
Meine liebe Saskia hatte ein Problem mit Männern und Beziehungen.
Sie war deshalb auch regelmäßig in einer Therapiegruppe.
Mhm.
*Rudi ächzt*
Geskypt! Ein super Alibi.
Nah, das war mir zu dick aufgetragen, das reinste Schmierentheater.
(stöhnend) Warum soll jetzt einer von den beiden die Grimm umbringen?
Ja, das werden wir rausfinden. - Hast du was gegen Schwule?
Oh, das sagt der Richtige.
Nein, ich nicht, im Gegensatz zu anderen.
Da stimmt was nicht. Das spür ich in den Eiern.
Berufserfahrung nennt man das.
Hm.
Gehst du zu den Beziehungsgestörten?
Da gehst schön selber hin, Eberhofer.
Da passt du hin wie Arsch auf Eimer.
*Rudi kichert* Na.
*Rudi wimmert leise*
*Paul brabbelt* Opa.
*Quietschen* Gell, Pauli-Mann.
Wenn du groß bist, darfst du auch so was Feines rauchen.
Spinnst jetzt? - Wieso denn?
Der Bub ist mit dem Franz als Vater gestraft genug, gell?
Gestraft genug.
Gestraft genug.
Gestraft genug. - Jessas Maria!
Ich muss mich Ja umziehen. - Vater?
*T ür fällt zu* Winke, winke!
*Motorgeräusch*
*Wagentür fällt zu*
Wie schaust'n du aus?
Mei, wie soll ich schon ausschauen?
Ist was passiert?
Seit wann tät dich das interessieren?
Und es mag ja nicht jeder sSo rumlaufen wie du.
Außerdem geht dich das so viel an, als wenn in China ein Radl umfällt.
Leckt mich am Arsch! Dein Vater dated die Grimm.
Dein Vater die Grimm! Ich fass es nicht.
*Lies! lacht*
Was werden da die Leut sagen?
Drum hat er jede Blume im Garten ausgerupft.
Darum hat er sich sogar sein Hemd selber gebügelt.
*Räuspern*
Geduftet hat er wie ein Toiletten-Duftstein, der Depp.
*derbes Lachen*
Liesl, ich will, dass du deine Sachen packst und mein Haus verlässt.
Das war doch bloß ein Spaß. Verstehst du keinen Spaß?
Ich hab dich gern aufgenommen.
Aber du missbrauchst unsere Gastfreundschaft
und machst meine Familie lächerlich.
Irgendwann ist Schluss. Geh jetzt.
Du bist aber auch ein Mimose.
Mooshammerin? Schweigender Abgang.
*Bellen*
Oma?
Das hast du super gemacht.
Ich bin stolz auf dich.
Die Oma, die Oma.
Du, so ein Zufall, dass ich dich da treffe.
Ich hab nämlich ein Angebot für dich, ein hammermäßiges Schnäppchen.
Steck's dir sonst wohin. Ich verlass Niederkaltenkirchen.
Dieses humorlose Kaff!
Aber grad wenn du weggehst, musst du doch an dein Häusl!l denken.
Denk doch an den Verkaufswert.
Servus. - Servus.
Mama.
Ja, Pauli!
Die Mama hat dich so vermisst. Hm?
Hast du die Mama auch vermisst?
Ja, hast du Hunger? Isst du Würschtl, hm?
Und? Was macht deine Lernerei?
Ludwig, lass jetzt!
Ich hab mich gar nicht konzentrieren können.
Echt? Warum?
(flüstert) Du weißt warum.
Kinder...
Ich hab eine Überraschung für euch.
*Paul lallt*
(Oma) So ein schönes Auto.
Da sitzt man so gut!
Viel schöner wie deins.
Obacht, Franz. Ein falsches Wort und du läufst.
Mein Gott, der Bub ist manchmal so ein Depp.
Schau da nicht hin, Susti.
Eigentlich wollte ich damit warten bis zum Pauli seinem Geburtstag.
Aber wie... wie ich euch zwei grad gesehen hab,
hab ich mir denkt, ich muss es euch gleich zeigen.
Das Bauland da, das schenk ich euch.
Da könnt ihr ein Haus für euch drei hinbauen.
Nur über meine Leiche.
Ich zieh doch nicht in so was und mach auf spießige Kleinfamilie.
Du wärst lieber tot als mit mir unter einem Dach?
Ja, weil du da leben magst!
Keine Sorge, Franz Eberhofer, mit dir möcht ich nirgends leben.
Tut mir leid, Oma, aber das mit dem Franz macht keinen Sinn.
Er ist eine Katastrophe.
Als Mann und als Vater.
*Paul lallt* Mei, Susi...
So ein Depp. Gell, Pauli? Du bleibst jetzt bei mir.
Susi, warte! Ich muss doch auch mit!
*tjefes Ausatmen*
Ludwig, du bist der Einzige, der mich versteht.
*Quietschen*
(seufzend) Es ist ganz schlimm.
Manchmal da kann ich einfach nicht anders.
Dann muss ich mich vier-, fünfmal am Tag selbstbefriedigen.
Sogar auf der Arbeit.
Und trotzdem schlepp ich dann irgendeinen dahergelaufenen Typen ab.
Ich find die nicht einmal attraktiv.
Da sind manchmal richtig hässliche Vögel dabel.
Ich schäm mich dann immer so.
Wie lange dauert so eine Beziehung?
Nach... ein, zwei Tagen widert mich der Typ total an.
Ich find den dann regelrecht ekelhaft.
Servus! Seid ihr die Therapiegruppe?
Ah! Ein neues Gesicht. Sei willkommen!
Hase, könntest du bitte einen Stuhl besorgen? Danke.
Grüß Gott!
Servus, Mandy!
Das ist ja lustig! Ich bin der mit dem Puszta-Gulasch.
Du solltest etwas wissen: Wir sind ein anonymer Kreis.
Alles, was wir hier sagen oder tun, wird nicht nach außen getragen.
Jeder hier denkt sich selber einen Fantasie-Namen aus.
Ich bin wegen etwas Anderem da.
Das ist Sternschnuppe, das ist Lotusblüte...
Wombat.
Wie dürfen wir DICH nennen?
Ja, pff.
"Polizei.”
Das passt prima bei deinem Ouffit. - Ich bin ja auch beruflich da.
Wegen einer Saskia Grimm.
Ende 20, schlank, dunkelhaarig. Ihren Fantasie-Namen weiß ich nicht,
aber sie war wegen Beziehungsproblemen bei euch.
Beziehungsprobleme? Hast du dich da verlaufen oder was?
Nah, warum?
Wir sind da bei den Anonymen Sexaholikern.
Da treffen sich Menschen, die sexsüchtig sind.
Ihr seid alle sexsüchtig?
Alle?
Echt? - Können wir jetzt weitermachen?
Wir haben ja nicht den ganzen Tag Zeit, oder?
Austherapiert wäre sie, hat die Saskia gesagt.
Hat sich von der Gruppe verabschiedet und sogar Kuchen mitgebracht.
Die Liebe ihres Lebens hat sie kennengelernt.
Hat sie gesagt, wer das war? - Nah, wir sind doch hier anonym.
Du sagst dem Rudi fei nix, gell?
Das geht mich nix an. Das ist mir wurscht.
Servus, Sternschnuppe. - Leck mich am Arsch, Wombat!
Blöde Kuh, du blöde. - Fick dich!
(Frau) Servus! (Mann) Servus!
Tschau!
Blödes Weibsstück. - Warum? Hat sie dich sitzenlassen?
Eine Beziehung ist doch auch was Geistiges, nicht nur Sex.
Da kommst du dir ja vor wie ein Vibrator auf zwei Beinen.
Ich hab gedacht, du machst Diät? - Scheiß Diät!
Wo wir's grad davon haben: Die Saskia Grimm war sexsüchtig.
Die hatte dauernd Affären, oft auch gleichzeitig.
Fand sie sicher super. Hat sie jetzt davon.
Du, die finden das überhaupt nicht super.
So Affären enden gern dramatisch,
besonders, wenn die Affäre verliebt war.
Da ist was los: Eifersucht, Stalking, Gewalt. Frage nicht.
Wir können doch nicht alle Affären von so "ner Sexsüchtigen abklappern.
Oder wir machen es nicht wie der Herr Eberhofer
und folgen der Spur der Körpersäfte,
sondern wie der Herr Birkenberger und folgen der Spur des Geldes.
Was meinst du?
Ich war am Nachlassgericht. Unsere Tote war reich.
Wie reich? - Über eine Million.
Und wer kriegt jetzt das schöne Geld? Hm?
*rhythmische E-Gitarren-Musik*
*Musik bricht ab*
Bürschl, was machst jetzt du da? - Papa, lässt du uns kurz allein?
Ich muss dienstlich was mit der Frau Grimm besprechen.
Ich hab keine Geheimnisse.
Doch. Das Erbe.
Ah?
Ihr Mann hat Ihre gemeinsame Tochter Saskia als Alleinerbin eingesetzt.
Nach seinem Tod ist sie zu einem beträchtlichen Vermögen gekommen.
Und Sie sind leer ausgegangen. - Wir waren geschieden.
Hm. Da heiratet man extra einen reichen Mann,
und er lässt sich erst scheiden und stirbt dann statt andersrum.
Saublöd gelaufen, gell?
Wollen Sie andeuten, ich hätte meine Tochter umgebracht, damit ich erbe?
Ja, ein Motiv hätten Sie.
Bist du wahnsinnig? Warum verdächtigst du die arme Frau Grimm?
Weil's mein Job ist. - Dein Job?
Zu dem gehört aber auch ein bisserl! Menschenkenntnis dazu.
Die Frau würde doch im Leben niemandem was antun,
schon gar nicht ihrer Tochter.
Vielleicht war sie's ja nicht selber und hat jemanden angeheuert.
Wir haben uns nicht gut verstanden,
aber sie war meine Tochter, mein einziges Kind.
Sie kranker Typ. - Also wirklich!
Was soll denn das? Bist du eifersüchtig?
Eifersüchtig? Auf dich? So weit kommt's noch.
Ihm hat die Mama gefehlt.
Der hat ja überhaupt keine Sensibilität.
Kannst du die Mama aus dem Spiel lassen?
Die hätte ihre Freud mit dir gehabt.
Wahrscheinlich genauso wie die Susi heutzutage. Ja?
Weil du ein dermaßener Trampel bist, und die Mama war eine sanfte Seele.
(brüllt) Dann hab ich ja meine Trampelgene von dir!
Bei dir ist was falsch gelaufen.
Du warst von Haus aus ein rücksichtsloser Charakter.
Kein Wunder, dass deine Mama bei deiner Geburt...
Jetzt sei aber still! - Ach, das hast du bis da gehört!
Das merk ich mir.
Ja, merk's dir nur, du Volltrottel!
*Türknallen*
*Seufzen*
*leises Quietschen*
*Seufzen*
Die Geburt vom Leopold...
die war schon so schwierig für deine Mama.
Wegen seinem Wasserkopf.
Darum hat der alte Dr. Brunnenmeier abgeraten, noch ein Kind zu kriegen.
Wenigstens nicht so schnell.
Und dann bin ich gekommen, und sie ist gestorben.
Deine Eltern, die hätten wissen müssen,
auf was sie sich da einlassen.
Deine Mama, die war ja noch so Jung.
Und trotzdem war sie schon wieder schwanger.
Das hat sie nicht durchgestanden.
Dann ist Ja eigentlich der Papa schuld.
Oder genau genommen der Leopold.
Nah. Herrschaftszeiten, niemand ist schuld.
Sie hat ihre Zeit gehabt, und zwar eine sehr, sehr gute.
Und die war halt dann einfach abgelaufen.
*Hardrock-Klingelton*
*Tiefes Ausatmen*
Ja, Burschl, ich bin's.
Pass einmal auf.
Ich bitte dich, lass die Frau Grimm in Ruhe.
Mei, weißt,
die hat genauso wenig Schuld am Tod von ihrer Tochter...
wie du Schuld hast...
am... Tod von deiner Mama.
Verstehst mich?
(tränenerstickt) Ja.
Also...
*Motorgeräusch*
*wiederholtes Hupen*
(Männer rufen) Eberhofer! Eberhofer!
*Autotüren fallen zu*
(aggressiv) Eberhofer!
*Männer verstummen*
Was soll das werden? Kommt ihr zur freiwilligen Alkoholkontrolle?
*Lachen*
(lallend) Also pass auf, Franz.
Wir haben die ganze Nacht... äh...
äh... also haben wir über unsere Taktik
äh... im... im Derby dis... diskutiert.
Äh... fünf, fünf, drei, zwei...
vier, vier, zwei... äh...
drei, vier, drei, mit oder ohne Raute
oder eine falsche Neune oder was auch immer, gell?
Also, es hilft alles nix. Wir... brauchen einfach den Buengo.
Sonst schlachten uns die Frontenhausener ab.
Ja. Den brauchen wir. - Den brauchen wir.
Gegenvorschlag: Wie wär's mit weniger Saufen und dafür besser spielen?
Was ist'n mit dir verkehrt? - Psch! Psch!
Franz... Bitte.
Wir brauchen den. Hol den aus dem Gefängnis.
Bitte. - Karli, wie soll ich das machen?
Buengo Babatunde Onwenu, ich muss Sie mitnehmen zu einem Lokaltermin.
(Buengo) Franz, Frage: Was ist ein Lokaltermin?
Das siehst du dann schon. Zieh dich um.
Ja, spinnt der Beppi? - Nah, der Flötzinger.
*Zuschauerjubel*
* Jubel und Zurufe*
Nicht nach hinten! Nach vorn müsst ihr spielen!
Geht weiter nach vorn!
Wir wechseln.
*Pfiff*
Wechsel. - Vinzenz, komm her. Du hast Pause.
Was macht denn der Eberhofer da? - Ja, Franz, was tust denn du da?
*kraftvolle Rockmusik*
* Jubel*
Ah, der Buengo!
Buengo! Buengo!
(Fans) Bu-engo! Bu-engo! Bu-engo!
Äh, schau.
Der Neger.
*Jauchzen*
(Fans) Bu-engo! Bu-engo!
(Fans) Bu-engo! Bu-engo!
Das wurde auch Zeit. Das letzte Spiel haben wir achtkantig verloren.
Und alles wegen Ihnen.
Noch so ein Spruch und der Fuß Gottes hockt wieder im Auto.
Empfindlich sind Sie auch noch. Das kommt von Ihrer Einwerferei.
Da wird man abhängig UND empfindlich.
Vorsicht!
Franz, du bist ein Held.
Jetzt blasen wir sie weg. 5:0 hauen wir sie weg mit dem Buengo.
Da hab ich mir ja zwei Würschtl! verdient.
Ho, ho, ho.
Bei aller Liebe, aber ich mag keinen Ärger kriegen mit deiner Oma.
Ui. Schon so spät? Ich glaub, der Buengo muss zurück in die JVA.
Du g'scherter Hammel.
Gut, dann dreh ich mich mal kurz weg von meinem Grill.
Ganz kurz.
Mm!
*Buhrufe und Zurufe*
Haut doch den schwarzen Teufel raus!
Plantagenläufer! (Buengo) Was soll das?
Du Mörder!
Was spielt der Buengo für einen Käse?
Ja, was ist denn los mit dem?
Verliert er den Ball schon wieder! - Das ist Ja nicht zu fassen.
Der Mörder gehört ins Gefängnis!
(Fans) Mörder! Mörder! Mörder!
Mörder! Mörder! Mörder! Mörder!
Mörder! Mörder! Mörder! Mörder!
Still da oben! Hört auf mit eurem Schmarrn!
Mörder! Mörder!
Mörder! Hu! Hu! Hu! Hu! Hu!
Seid ihr nicht ganz sauber?
Hu! Hu! Hu! Hu! Hu! Hu! Hu! Hu!
Buh! *Fans schreien durcheinander*
Halbzeit.
Nah. - Doch.
Pfeif ab.
*Pfiff*
(Schiri) Halbzeit!
Es ist doch noch gar nicht Halbzeit.
Was macht der denn da?
Was ist denn jetzt los?
*Seufzen*
Was soll das?
Seit wann darf bei uns ein Mörder frei umeinanderlaufen?
Ich tät vorschlagen, ihr entschuldigt euch beim Buengo.
Bei dem Neger? Und was wenn nicht?
Na Ja, pff... Wenn nicht, dann halt nicht.
*Schuss* Sag mal, Franz, spinnst du?
U!! Mei, 'tschuldigung.
Ich bin manchmal so ungeschickt, gell?
Da schaut einmal her, wen ich euch mitgebracht hab.
Die mögen sich entschuldigen.
Wo ist er denn?
Bist halt manchmal ein bisserl ungeschickt, geh?
Das ist jetzt irgendwie saublöd, oder Franz?
Eberhofer.
Ach, Eberhofer.
*Klopfen*
Franz? - Wo ist er?
Wer?
Franz, du kannst nicht einfach hier reinmarschieren.
Buengo!
Buengo, jetzt komm halt raus.
Der Buengo iIst nicht da.
Karli, dir brauch ich das nicht erzählen, du bist selber Polizist.
Wenn ein Mordverdächtiger abhaut, schaut das scheiße aus.
Ja, aber der ist nicht bei mir in der Wohnung.
Das schwör ich.
Du, das sind die Nachbarskinder. Die machen da heimlich...
dampfi, dampfi.
Nah!
*dynamische Musik*
So eine Scheiße, so eine blöde! Echt!
Jetzt mag iIch langsam nicht mehr.
*Ächzen*
*Husten*
*Franz keucht*
Sag einmal, wie blöd kann man eigentlich sein?
Ich hab einen starken Fluchtreflex.
Hm.
Hast du die Saskia Grimm umgebracht?
Ich war's nicht. Ich schwöre.
Ich schwöre bei Gott und... Jesus und heiliger Geist und Maria und Joserf,
St. Martin und St. Florian...
Ja, ist gut jetzt.
In den letzten Tagen vor ihrem Tod,
ist dir da irgendwas oder irgendwer aufgefallen?
Sie hat einfach Schluss gemacht.
Buengo! Du steckst bis hierhin in der Scheiße, ja?
Also noch einmal: In den Tagen vor dem Brand, war da irgendwas anders?
Vielleicht wär echt was geworden aus uns.
Aber sie hat die große Liebe getroffen.
Zackbumm war die große Liebe da.
Glaubst du an die zackbumm große Liebe, Franz?
Die muss doch erst wachsen.
Wer war denn die große Liebe?
Hat sie nicht gesagt.
Hat sie sonst was von der großen Liebe erzählt?
Nur...
sie muss jetzt wichtigstem Menschen in ihrem Leben sehr wehtun.
Sind alle deutschen Frauen so kompliziert?
Ja.
*Seufzen*
Aber jede anders. - (jammert) Oi, oi, oi.
Mhm. Oi, oi, oi.
Sie hat dem wichtigsten Menschen im Leben wehtun müssen.
Und wer war der wichtigste Mensch? - Conny Ziegler.
Ja. Und womit hätte man ihm am meisten wehtun können?
Wenn sie sich den Raphael geschnappt hätte,
aber die beiden sind stockschwul.
Es soll Männer geben, die sind da flexibler. Nah!
*Hupen*
(Mann) Was dauert da so lang?
Rudi?
Da sind wir zu Fuß viel schneller.
Also...
*Hupen* Achtung!
*dynamische Musik*
*Ächzen*
Rudi!
*Knistern*
(Ziegler) Wer ist da, bitte?
Kriminalpolizel.
*Keuchen*
*Rascheln*
Sie hat dem wichtigsten Menschen in ihrem Leben wehtun müssen.
Und wer war der wichtigste Mensch ihres Lebens?
Richtig. Sie.
Und wie hätte sie Ihnen am meisten wehtun können?
Na? Ha?
Richtig. Indem sie sich Ihren kleinen Raphael nimmt.
Ich steh auf Männer.
Ja, aber manche Männer sind flexibel.
Vielleicht ist er darauf gekommen, dass ihn doch Frauen interessieren.
Enough! Nach allem, was mein Boyfriend durchgemacht hat,
kommst du mit so einer absurden Theorie daher!
Du glaubst doch nicht, was dieser Typ erzählt, oder?
Ich hab euch gesehen.
Du hast uns gesehen?
Sag einmal...
Hast du unsere Saskia umgebracht?
Ja-ha!
(Rudi) Mord aus Eifersucht, der Klassiker.
Ich hab dich geliebt, du kleine Nutte.
Hey, hey! Hey! hey! Hände hoch!
Du bist gar kein richtiger Polizist. Das ist privat. Komm, raus!
*elektrisches Knistern* Raus!
(Rudi) Float like a butterfly...
sting like a bee.
*Aufschrei*
Trottel.
*Ächzen*
Sie hat mich geliebt, du Schwein.
*platschender Schlag und Keuchen*
(leise) Scheiße.
*Gasrauschen und gefühlvolle Arie*
*Keuchen*
*wiederholtes Klingeln*
Aufmachen! Polize!i!
*Klicken*
Boah, ich Depp!
*Rudi stöhnt*
Der Conny muss das gespürt haben, dass ich ihn betrogen hab.
Mit irgendeinem Boy, das wär egal gewesen.
*verzweifeltes Stöhnen*
Aber mit der Saskia?
*Rudi murmelt undeutlich*
Seine Gefühle für sie waren schon immer stärker als für mich.
Aber ich hab ihn geliebt.
*Schluchzen*
Ich wollte Ihn doch nicht umbringen.
*Ächzen*
Ai!
Ich hab ihn wirklich geliebt. Glaubst du mir das?
*gleichgültiges Murren*
Ich hab ihn geliebt.
*Rudi schnüffelt* Aber die Saskia halt noch mehr.
*Ächzen* Und jetzt hab ich beide verloren.
*panisches Stöhnen*
Schsch!
Sch! Ganz ruhig.
Ich kann das Gas schon riechen. Gleich ist es vorbei.
*unterdrücktes Rufen* Tief einatmen.
*Aufschrei*
*Ächzen und Stöhnen*
Ich wollte Sie nicht stören, aber... ich hätte einen Ersatzschlüssel.
*unterdrücktes Rufen*
*Rufen*
Psch!
*undeutliches Rufen*
(undeutlich) Gas! Gas!
Was? - (undeutlich) Gas!
Gas!
Gas!
(Rudi ächzt) Wo ist er?
Da müsste der doch gelandet sein. - Ja, da müsste er flacken, zerbatzt.
Der kann ja nicht weggeflogen sein.
*Raphael jammert*
Au!
(stöhnt) Mein Steißbein! Ich glaub, es ist gebrochen.
Selber schuld.
Saublöd, da runterzuspringen. Sie hätten auf wen fallen können.
Zum Beispiel auf Kinder.
(Moratschek) Herr Ziegler,
ich verhafte Sie wegen des Mordes an Saskia Grimm.
Herr Moratschek, das ist der Raphael Schäfer.
Von mir aus.
Raphael Schäfer, ich verhafte Sie wegen des Mordes an Saskia Grimm.
Nein, das war der Konrad Ziegler. - Sie sagten, es wär der Schäfer.
Das ist er ja auch. - Was reden Sie dann dazwischen?
Er hat den Herrn Konrad Ziegler ermordet.
Wer? - Er.
Und wer hat die Grimm ermordet? - Der Herr Konrad Ziegler.
(seufzt) Eberhofer, übernehmen SIE das.
Ich kann mich nicht selber um alles kümmern.
Sag einmal, hat das mit dem Conny sein müssen?
Ich hatte einfach in mir drin zu viele Gefühle.
Zu viele Gefühle sind immer scheiße.
Rudi! Was ist los?
Franz...
Du hast...
Du hast mir das Leben gerettet.
Danke.
Danke. - Ja. Nein. Ru...
*Schmatzen* Rudı... Rudi, ich...
Das passt schon. Zahl mir eine halbe Bier und wir sind quitt.
Dream-Team, hä? „ Ja.
Franz-und-Rudi-Dream-Team. - Absolut.
Ihr seid echt Trottel.
Ah!
Wer hat denn da die Handschellen an, hä?
Wer ist denn den Rest seines Lebens im Gefängnis? - Ja.
Wer ist denn der Trottel? Hä? Was ist mit dir?
Hä? Suizid-Versager, du!
Rudi, jetzt... lass gut sein!
Rudi! Rudi, komm. Komm.
War ein harter Tag.
Habt ihr ein Taxi bestellt? - Wir?
Das war ich, Mama.
Wo willst denn du hin, sag? - Ich fahr nach Spanien.
Zu ihr.
Sie hat mich eingeladen. - Und wann kommst du wieder?
Das weiß ich jetzt nicht, Mama.
Pass auf dich auf, Bub, gell?
Schön schaust du aus.
*Autotür fällt zu* Die werden ja so schnell groß!
*Musik: "What you need”" von A.P.M.*
Grüß dich, Franz. - Servus!
Schau. Für deinen Buben.
*Quietschen*
Damit er mobil wird. - Susi und Pauli kommen aber schon?
Freilich, die kommen noch.
Bist du dir da sicher? - Jetzt, Wolfi!
Bruderherz, wo ist das Geburtstagkind?
Der kommt noch.
Gratuliere in Sachen Brandleiche! Sie haben den Braten ja gerochen.
*Moratschek lacht*
*pfeift Tatü-tata*
Wo isser denn, der Kleine? - Der kommt noch.
Franz, mein Dream-Team-Kumpane.
Was macht einen Mann zum Mann? - Ein Samenerguss.
Nein. Ein Auto.
Ah. - Ein kleines und ein großes Auto.
Prost!
Schau, wer da kommt.
Servus.
Jetzt habt ihr's Ja doch geschafft.
Es ist wichtig, dass der Paul Kontakt zum Vater hat.
Ja, absolut. Richtig. Ähm...
Geh, Pauli? Ja.
Komm einmal mit. Ich mag dir was zeigen.
Schau einmal, Pauli.
Sauber. - Mhın.
Ich hab einen Geburtstagskuchen dabel.
Ja.
*Gäste pusten*
Jetzt blas halt mal.
*Pusten*
Du, mach einmal.
* Jubel*
Zickezacke! Zickezacke! - Hol, hoi, hoi!
Grüß Gott! Polizeikontrolle.
Franz, was soll denn das? - Blasen Sie mal da rein.
Das ist jetzt nicht dein Ernst! - Doch.
Franz! - Reinblasen!
*Piepsen*
*Piepsen*
Oh! - Und?
1,1 Promille.
Nah. Das kann nicht sein. Das Gerät muss defekt sein.
Das sagen sie alle.
Kann man da nicht noch ein Auge zudrücken?
Es ist doch die Geburtstagsparty vom Pauli.
Wer beim Rennen mitfahren will, muss über 1,5 Promille haben.
1,5! - Frauen 1,2. Minimum.
Wolfi.
Nah.
Auf die Plätze...
fertig...
*Punk-Rock* # Eins, zwei, drei, vier!
# Ich schau aus meinem Fenster raus, zermarter mir das Hirn.
# Niederkaltenkirchen, Leichenschmaus, nudeldicke Dirn.
# In München ist der Teufel los. Das ist uns scheißegal.
# Wir ham kein Porsche und kein Moos, Camino Infernaleee.
# Wo die Welt sich im Kreisel dreht und der Wind von allen Seiten weht
# und der Verstand normal in Flammen steht.
#To hell.
# Niederkaltenkirchen, Arsch der Welt, Kuhkaff, Schmerzensgeld.
# Bier, Wein, Jacky und zwar schnell.
# To helll
# Ich glaub, wir hams dann doch kapiert, nur nicht so schnell.
# Der Geist wird hier nur filetiert auf'm Feldweg to hell.
# Wo die Welt sich im Kreisel dreht und der Wind von allen Seiten weht
# und der Verstand normal in Flammen steht.
# Niederkaltenkirchen, Arsch der Welt, Kuhkaff, Schmerzensgeld.
# Bier, Wein, Jackie und zwar schnell...
(gequält) # to hell.
*Lied klingt aus, Paul brabbelt zufrieden*
Franz, das war ein Versehen.
Das hat überhaupt nix zu bedeuten.
Überhaupt nix.
Null Komma null.
*Brabbeln*
Wir sind nur die Eltern vom Pauli.
Genau.
*Paul brabbelt*
Das hat auch nix zu bedeuten.
Aber überhaupt nicht.
*Lachen*
(Paul) Aus.
*behäbige Musik*
*Musik: "Fuckface" von Martin Probst*
Untertitel: Subtext Berlin, 2019
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