All language subtitles for Befreite.Lust.2022.German.DL.1080p.WEB.H264-FAWR

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Original subtitles

Warum schauen Sie so?

Sie fragen sich, wo Sie hineingeraten sind?

Waren Sie noch nie in einem Striptease-Club?

Aber Sie haben bestimmt schon darüber nachgedacht.

Sie haben sich noch nicht getraut.

Ich erzähle Ihnen die Geschichte von einer, die sich getraut hat.

Ich spreche nicht von mir. Ich bin zu schamhaft, um über mich zu sprechen.

Fräulein.

Fräulein.

Es sieht aus, als ob Sie etwas suchen.

Ich hoffe, Sie suchen nicht die Liebe. Die werden Sie hier nicht finden.

BEFREITE LUST

-Wie hat es Ihnen gefallen? -Gut.

Zum Abschluss einen kleinen Salon?

Sie haben die Wahl: blond, brünett...

Sehen Sie sich die an. Sie ist Spanierin. Hübsch, nicht?

Nein, danke.

-Okay. -Auf Wiedersehen.

Auf Wiedersehen.

-Hallo. -Hallo.

Ich würde gern eine Audition machen. Stellen Sie ein?

Gehen Sie erst mal runter und Sie schauen es sich an.

Dies ist ein Erotik-Club. Das ist nicht wie beim Film.

Es ist immer was Besonderes, eine neue Tänzerin zu begrüßen.

Neue Mädchen sind toll. Wir lieben unsere Mädchen.

Aber neue Mädchen bringen Energie, Jugend und Naivität mit.

-Das ist doch süß, oder? -Ja.

Seien Sie nachsichtig mit ihr.

Denn wahrscheinlich hat sie das noch nie gemacht.

Wir schauen sie uns an und dann reden wir später darüber.

Das fängt ja gut an.

-Bist du gestolpert? -Hallo.

Ja, ein bisschen. Wie geht's euch, Leute?

-Wie heißt du? -Mia.

M-I-A. Wie "Miau".

-Wie wär's mit einem kleinen Striptease? -Jetzt sofort?

Ja, warum nicht?

Mir ist heiß. So heiß.

Stopp, Mia!

Komm her. Weg von dem Herrn dort.

Das ist Striptease, nicht Saturday Night Fever.

Du sollst keinen Spaß haben und Männer abschleppen.

Auch wenn Sie das gehofft haben. Nein.

Striptease ist ein Handwerk.

Ich gebe dir eine Schulung im Schnelldurchgang. In fünf Minuten.

Die dich in die herrliche Welt des professionellen Striptease entführt.

Das Allerwichtigste:

Geh es langsam an.

Siehst du?

Ich fessele mein Publikum.

Siehst du, wie ihre Augen auf mir und jeder meiner Gesten kleben?

Was tut sie als Nächstes?

Schwupp! Da geht ein Knopf auf.

Und noch einer...

Du verzauberst sie und ziehst sie in deinen Bann.

Du spielst mit der Entfernung. Du verführst sie alle.

Aber du pickst dir einen heraus.

Du erregst ihn mit deinem herrlichen Körper.

Wie eine geschmeidige Schlange.

Und am Ende der Darbietung

darfst du ihn berühren.

Ich bin völlig baff.

Und was tue ich jetzt, Madame?

Was alle tun.

Der Chefin in den Arsch kriechen.

Danke! Viel Spaß noch!

-Sind die Auftritte immer zu zweit? -Nein, sind sie nicht.

Du kannst jetzt sofort eine Solonummer machen.

Ich weiß nicht.

Wie viel bezahlen Sie?

Zehn Euro die Stunde.

Es ist ja nur Striptease.

Du brauchst bloß dein Höschen auszuziehen.

Du brauchst nur einen Bühnennamen.

Aurore? Wie das Dornröschen?

Sehr schön.

Elody!

Brauchst du Make-up? Kannst dich gerne bedienen.

Danke, sehr nett.

Wie hat's dir auf dem Thron gefallen?

Du hast auf dem besten Platz gesessen. Dem Königsthron.

Wenn du willst, kannst du hier deine Sachen hinlegen.

Wie viele Salons hast du gemacht?

Ich probier gleich was Neues aus.

-Gehst du schon? -Ja, ich bin fertig.

Echt?

Ich hab mich noch gar nicht vorgestellt.

Mia.

-Es hat dir gefallen. Ich hab's gesehen. -Ja, stimmt.

Hab noch nie gesehen, dass die Brillenschlange Geld gibt.

Das war gut fürs erste Mal.

Nicht so raffiniert wie eure Nummer.

Du warst total locker.

-Ich bin ja auch Schauspielerin. -Wirklich?

Eine richtige Schauspielerin?

Ja. Ich bereite mich auf die Schauspielprüfung vor.

Ich komme her, wenn ich Zeit habe, um mit dem Publikum zu spielen. Ich liebe das.

Hast du meine Jeans gesehen?

Das macht die Chefin manchmal.

Mit den Neuen. Wir wissen nicht, ob sie daran schnüffelt,

deine Größe checken oder dich verhexen will.

Die Chefin klaut Klamotten?

Sie wohnt oben, aber ich hab sie nie gesehen.

Du bist seltsam.

-Hat dein Freund Schluss gemacht? -Nein, nichts dergleichen.

Ich bin zwar keine Jungfrau, aber ich hatte noch keine echte Beziehung.

Keine Angst, das kommt noch.

Ich will nicht darauf warten. Ich glaube nicht an die Liebe.

Das sagen die, die Angst haben.

Mach's gut.

-Ihr habt es schon öfter gemacht? -Du hast sie auch gefickt?

-Wer ist das Mädchen? -Ich sage euch, sie steht auf Sex.

Nein, das glaube ich nicht.

Wenn ich mit ihr schlafe, ist es sehr zärtlich.

-Sie berührt mich... -Das wollen wir nicht wissen.

Als wir Halloween gefeiert haben, hast du dich nicht so geziert.

Sie hat sich mir an den Hals geworfen.

-Es war nur ein Kuss. -Hör auf, dich zu rechtfertigen.

Aber warum steht sie nicht dazu? Ihr solltet so tun,

als wär nichts gewesen.

Mit wie vielen unserer Freunde hat sie wohl heimlich geschlafen?

Manon?

Hast du uns gehört? Tut mir leid.

Hier sind 50 Euro für die Miete.

Meiner Oma kommt es auf zwei Wochen nicht an.

Hier.

Danke.

KASSIERERIN

Was ist denn mit dir los?

Tolles Make-up. Steht dir super.

-Danke. -Hast du ein Date?

-Nein. -Du willst es mir nicht sagen.

Ist mein letzter Tag. Wollte mich hübsch machen.

Ist dir gelungen.

Du lässt mich also im Stich? Einfach so?

-Was machst du jetzt? -Ich hab einen Job näher zu Hause.

Ich hoffe, ich störe Sie nicht.

Unglaublich...

Danke!

Ich bin Aurore.

Viel Spaß noch. Danke schön.

Ich hörte, heute ist dein Geburtstag.

Ja, ich habe heute Geburtstag.

Wie alt bist du geworden?

-Ich bin acht geworden. -Acht?

Hast du mit deinen Freundinnen gefeiert?

Ja, wir haben Kuchen gegessen.

Was habt ihr noch gemacht? Hattet ihr Süßigkeiten?

Was guckst du so?

-Lief es nicht gut? -Wer ist die Blonde?

Sati. Sie ist nicht nett zu den Neuen, aber sie ist harmlos.

Ich mag sie nicht. Und sie wird dich auch nicht mögen.

Weil du jung aussiehst. Das ist ihr Ding.

Aber es ist gut, dass wir sie haben.

Sie ist nützlich. Sprich nicht so über sie.

Ich sage, was ich will.

Mia, du hast zwei Salon-Anfragen. Was sage ich ihnen?

Ich nehme meinen Stammkunden.

-Willst du den anderen? -Ich weiß nicht.

Ach, wie süß! Dein erster Salon! Ihr erster Salon, Mädels!

Warte nicht zu lange.

Ein Ratschlag: Ruf dein primitives Ich wach.

Zeig deine Krallen. Aber pass auf,

dass du dich nicht selbst verletzt. -Komm, Vergine.

Jedenfalls führst du den Schwanz an. Ich meine, den Tanz.

Was heißt eigentlich "Salon"?

Du kriegst 30 Euro extra für jede Viertelstunde.

Wollen sie mehr, behältst du 30 %.

Der Rest geht an den Club.

Wie eine Abzugssteuer.

Du tanzt nur für einen.

Und wenn er mich anfassen will?

Wenn er dafür bezahlt, kannst du ihn anfassen.

Du bestimmst, was passiert. Er kann sich selbst anfassen, aber nicht dich.

Und kein Sex. Dein Mund bleibt zu.

-Dein Mund ist Gold wert, kapiert? -Okay.

Keine Angst. Du kannst nur gewinnen.

Ich hab mal 200 Euro gekriegt, nur weil ich einem den Arm streichelte.

-Nein. -Doch.

Siehst du den? Er holt sich einen runter und spritzt in die Krawatte.

Echt.

-Fabien! -Hallo, Mia.

-Wie geht's? -Hier, für dich.

Du bist ein Schatz. Ich seh dich drinnen.

Bis gleich. Er ist verliebt in mich.

Du bist so schön...

Ich wette, keiner hat dir bisher gesagt, wie schön du bist.

Was machst du? Alles gut.

Du bist neu. Du kennst dich nicht aus. Mach einfach mit. Na los.

Scheiße! Keiner hat dir gesagt, du bist hübsch, weil du hässlich bist!

So bleibst du nicht lange hier. Jetzt lass mich endlich ran.

Mach schon.

Haben Sie keinen Respekt für unseren Stripperinnen?

-Alles gut. -Was soll das? Raus jetzt.

Ich hab sie nicht angefasst.

-Mieses Schwein! -Komm nicht mehr wieder!

Das ist schon mal passiert.

Das Mädchen wollte ihn verklagen und war beim Arzt.

-Und dann wurde sie gefeuert. -Sei still.

Sie ist ja nicht vergewaltigt worden.

Sieh es doch so: Du hast ihn richtig angeturnt.

Du hattest echt Pech bei deinem ersten Mal.

Lass dich dadurch nicht abschrecken.

-Nicht alle Kunden sind Schweine. -Das war deine Feuertaufe.

Hat Marlene dir erlaubt, ihre Sachen anzufassen?

Nein.

Also leg sie wieder hin.

Was die für Sachen hat!

Marlene wusste, wie man feiert.

Das würde mir gut stehen.

Hier ist noch einer. Seht mal.

Was für ein Riesending. Aus der Frühlings-Sommer-Kollektion.

Ich stell ihn auf die höchste Stufe ein.

Da geht ihr ab wie eine Kanone. Das ist eine Brustwarzenabdeckung.

Wie geht das?

Dafür braucht man Titten, die sich bewegen.

Ich zeig es euch. Ganz gleich, wie groß eure Titten sind.

Es dreht sich.

Dass sie das nicht eingeschlossen hat.

Findet die Chefin das, kommt es in den Fundus.

Die kommt sicher nicht wieder. Hat sie doch gesagt.

Wollte sie nicht ihre Mutter in Tscheljabinsk besuchen?

-Das ist doch mindestens 2.000 Euro wert. -Was ist das denn?

Doch keine Zitronenpresse?

Hängt von der Zitrone ab.

-Hallo. -Hallo.

Bereitet ihr euch auf die Zwischenprüfung vor?

Was ist das? Was macht man damit?

-Soll ich's dir zeigen? -Hallo, Manon. Guten Tag.

-Hallo. -Deshalb gehst du nicht mehr zur Uni.

Könnt ihr leiser sein? Wir arbeiten.

Wir auch. Es ist für eine Vorstellung.

Was hast du denn gedacht?

Sind deine Mitbewohner alle so?

Sie haben eine andere Vorstellung vom Geldverdienen.

Wir verdienen auch nicht leicht Geld, sondern nur schnell.

-Das kann nicht jeder. -Außerdem sieht man sofort,

dass sie es nicht nötig hat zu arbeiten.

Wer andere durch den Schmutz zieht, hat oft selbst Dreck am Stecken.

Ich hatte schon viele Ideen, aber nie die richtige Partnerin.

-Hattest du schon mal Sex mit einer Frau? -Nein.

Es ist ganz leicht.

Da sind wir.

Bei Drehabschlusspartys kann man super Kontakte knüpfen.

Wenn jemand fragt: Wir haben uns bei einem Komparsendreh kennengelernt.

-Was für'n Ding? -Bei einem Komparsendreh. Für einen Film.

Gib mir einen Schluck.

Da sind sie.

-Ich liebe den Schauspieler. -Kennst du ihn?

Nein. Wir haben noch nicht zusammen gedreht. Aber ich finde ihn toll.

Er sieht so gut aus.

Na, dann los.

-Ich will nicht nach Hause gehen. -Ich auch nicht.

Der Club ist um die Ecke. Hast du Lust?

Achtung.

-Hallo. -Hallo.

Hallo.

Wo geht ihr hin?

Geht ihr spazieren? Können wir mitkommen?

Nein, könnt ihr nicht. Schaut euch doch an.

Hey, hör auf. Hör auf!

Fass meine Freundin nicht an.

Wir wollen nur mit euch gehen.

-Nein! -Wollt ihr uns keinen blasen?

-Dir einen blasen? -Ja.

Nein, aber ich kann dich in den Arsch ficken.

Willst du das?

Dachte ich's mir doch.

Schönen Abend noch.

Guten Abend, die Herren Aktieneigner. Geht es euch gut?

Ja!

Habt ihr wieder Geld auf dem Rücken der kleinen Leute gemacht?

-Ja... -Ja, habt ihr.

-Seid ihr bereit für die Show? -Ja.

Seid ihr bereit für die heutigen Entgleisungen?

-Ja. -Werdet ihr mit uns demonstrieren?

-Ja! -Ich kann euch nicht hören.

Ja!

Heute ist die größte Schauspielerin des Clubs bei uns.

Die beste Mieze der Stadt.

Wird sie zu uns auf die Bühne kommen?

Jeden Samstagabend

Sitze ich an der Bar

Das Leben ist herrlich Und ich nippe an meinem Ricard

Ich verprass mein Gehalt

Um nackte Ärsche zu sehen

Ich zieh meine Gelbweste aus Und beglotz mein Lieblingsmädchen

Bis in alle Ewigkeit Will ich in diesem Club bleiben

Bis in alle Ewigkeit Will ich in diesem Club bleiben

Meine Herren und Damen, sind Sie bereit...

Ja!

...unsere Debütantin zu begrüßen?

Aurore!

Bitte einen großen Applaus!

Ich hab das Gefühl, Aurore verheimlicht uns etwas.

-Möchtet ihr wissen, was das ist? -Ja!

-Aurore... -Ja, bitte?

Ich habe gehört, Sie waren heute bei der Demo.

Ja, aber das kann ich erklären. Ich wurde dazu gezwungen.

-Sie wurden gezwungen? -Ja. Ich hasse eigentlich Demonstranten.

-Wer hat Sie gezwungen? -Der da.

Er? Der hat Sie gezwungen?

Sie haben gesagt, sonst würde ich Ärger kriegen.

Das ist schlimm.

Sehr schlimm.

Hat er Ihnen wehgetan, Aurore?

Er hat mich in eine Gruppe von Verrückten gedrängt.

-Ich glaub, die nennt man Randalierer. -Randalierer?

Trägst du gefährliche Gegenstände bei dir?

-Dieser junge Mann... -Der schon wieder?

-Das ist schlimm! -Ich weiß.

Sie kamen mit dem Ding zu mir und haben es mir da reingesteckt.

-Und ich... -Wo denn?

-Hier. -Hier?

-Schauen Sie doch nach. -Aurore, ganz ruhig!

Bitte beruhigen Sie sich.

Wenn es in der Presse heißt, Sie würden Leuten wehtun, kann ich es nicht glauben.

-Wir tun Ihnen nicht weh. -Die Polizei ist so sanft.

Die Polizei hat dich lieb.

Ich muss deine Bluse aufknöpfen.

-Soll ich? -Ja.

-Noch einen Knopf? -Ja!

Sind Sie sicher?

Na gut. Wenn es zum Wohle der Republik ist...

Soll ich nachschauen, was sie in der Hose hat?

Ah, ich spüre etwas.

Aurore?

-Ja, Frau Kommissarin? -Sing bitte die Marseillaise.

Sicher. Das ist mein Lieblingslied.

Auf, auf, ihr Kinder dieses Landes

Der Tag des Ruhms steht vor der Tür

Die Tyrannen reckten ihr Banner

Blutgetränkt und rot uns entgegen

Blutgetränkt und rot uns entgegen...

Ich hab nicht nur so getan Ich schwör's

Ich sagte nie nein

Ich ließ nur die Zeit verstreichen

Weggehen, Kommen, Sterben

Laufen

Weggehen, Kommen und Sterben

Hör zu, Schätzchen

Ich hab keine Zeit

Hör zu, Schätzchen

Ich hab nein gesagt

Hör zu, Schätzchen

Ich hab keine Zeit

Hör zu, Schätzchen

Ich hab nein gesagt

Laufen

Weggehen, Kommen, Sterben. Laufen...

Guten Abend!

Willkommen. Gehen Sie rein.

Er wollte Wäscheklammern am ganzen Körper.

Ich hab mir Zeit gelassen. Der Salon hat 30 Minuten gedauert.

Wirklich?

-Hast du den Preis erhöht? -Ja, aber ich glaube, es war zu viel.

-Er kommt nicht mehr. -Keine Sorge, bei deinen Brüsten.

-Meinst du? -Klar. Zeig mal.

Hier.

-Sind die echt? -Klar. Was hast du denn gedacht?

-Der Typ wollte meinen Arsch betatschen. -Besser als mit dem Finger.

-Ist der Walschwanz auch da? -In Topform.

Denen haben wir vielleicht eingeheizt! Hallo!

Gehen wir nachher aus?

Ich treff mich mit meinem Freund. Er will mich überraschen.

-Du hast einen Freund? -Ja.

-Was? -Du siehst toll aus.

Dein Freund wird begeistert sein. Ist es der Gutaussehende mit den Muskeln?

Genau der.

Zweite Reihe, mit den Tattoos?

-Genau. Gutes Auge. -Ganz schön sexy.

-Stimmt. Der ist nicht schlecht. -Finger weg!

Aurore, du hast so einen guten Geschmack. Komm her.

-Was gibt's? -Gefällt es dir?

Fantastisch.

Farbige Mascara bringt meine Augen zur Geltung.

Und er will den Valentinstag bei uns verbringen?

Er findet das total super.

Der ist heiß. Meinst du, er macht dir einen Antrag?

Sati, noch ein Salon.

Die macht eine Kohle!

Guten Abend.

Sie wollten mich für einen Salon?

Das ist doch Vergines Typ.

Scheiße.

-Ach, du armer Schatz! -Liebling...

Wir sind für dich da.

Sati ist wirklich das Letzte.

Du Arme...

-Dabei bist du so hübsch. -Meine Süße.

-So ein Idiot. -Allerdings.

Sieh nach oben.

-Achtung, mein Mascara! -Ich weiß.

-Ich habe meine Muschi verloren. -Oh mein Gott.

Beim großen Ramses, was tun wir jetzt?

Fortsetzung folgt.

Und was ist mit dir?

-Na los, gib's zu. -Was denn?

Gibt es keinen Kunden, den du besonders magst?

-Wollt ihr die Wahrheit wissen? -Ja.

-Brillenschlange. -Was?

Ich mag seinen Blick.

Den sieht man doch gar nicht hinter den Gläsern.

-Die sind so dick. -Genau.

Da muss dir aber jemand übel mitgespielt haben.

Lass die Finger von dem.

Er ist hässlich und geizig. Er hat noch nie einen Salon bestellt.

Aber mal im Ernst: Was gefällt dir an ihm?

Ich weiß nicht. Er ist geheimnisvoll.

-Und du? -Was?

Was hat dir an deinem Freund gefallen?

Dass er treu ist.

Ich bin dabei, bei deinem Junggesellenabschied.

Hauptsache, ich verdiene genug, dass ich aus der WG raus kann.

Super! Und was ist mit dir? Kommst du auch?

Ach, komm doch mit. Die Jungs sind zu dritt.

Wir wären auch besser zu dritt. Sie sind cool und gutaussehend.

Das wird super!

Sag noch mal, wann das ist. Ich schau nach, ob ich kann.

-Wenn du gehst, geh ich auch. -Ja!

Mädels, helft mir bitte.

Kann eine von euch Englisch?

Der Typ quatscht mich zu und ich versteh kein Wort.

-Bitte sagt, dass er kein Perverser ist. -Guten Abend.

Ihr sollt die Kamera im Salon ausmachen, damit sein Chef ihn nicht sieht.

Das war's?

Danke sehr.

Sieh mal einer an!

-Ich glaub, ich spinne. -Du machst mich fertig.

-Wahnsinn. -So locker!

-Schön. -Woher kannst du das?

Keine Sorge.

Ein kleiner Tanz. Wir behalten die Tangas an.

Sie wollten uns die ganz Nacht, aber ich sagte:

höchstens bis Mitternacht.

Soll ich euch um Mitternacht wieder abholen?

Nein, danke.

Wir Freiberufler müssen zusammenhalten.

-Trinkt aus. -Ich nehm noch was.

-500 Euro die Flasche. -Nein!

-Im Ernst? -Wirklich.

-Den will ich probieren. -Der ist ganz leicht.

Er ist feinperlig, hat eine feine Spritzigkeit. Er steigt nicht zu Kopf.

Er ist sehr mild.

Bist du auch im Marketing?

Nein, der Mann, der eure Freundin befummelt, ist mein Partner.

Arthur, wann ist deine Hochzeit?

Hey, Arthur, lass dich nicht stören.

Aber du bist im Marketing.

-Genau. -Und Mia ist Schauspielerin.

-Echt? -Bist du auch Schauspielerin?

Bist du bekannt oder nicht?

Unbekannt, natürlich.

Weil wir dich nicht kennen. Nichts für ungut.

Kein Problem.

Nicht gleich beleidigt sein.

-Bin ich nicht. -Weil ich lachte.

Ich kann Spaß verstehen.

Seht euch den Hals an, diesen Bogen...

-Sehr harmonisch. -Mehr als das.

Fast anmutig.

-Danke. -Aber es ist nicht nur die Figur.

Es ist die Stimme und vieles mehr.

-Eine tolle Persönlichkeit. -Die Natur hat dich verwöhnt.

Tut mir leid. Wie tollpatschig von mir.

Unter dem Ding da oben ist ein Lappen.

Ja, da vorne.

Savannah, was hast du vor?

Du brauchst ihnen keinen zu blasen. Mach's mit der Hand.

Hey, Jungs!

Würde euch ein kleiner Tanz gefallen? Dazu sind wir ja gekommen.

Hauptsache, Mia tanzt mit.

Wir sind in fünf Minuten wieder da. Wir bereiten alles vor.

Und ihr lehnt euch zurück und genießt.

Als Geschenk für die Trauzeugen

gibt es eine Überraschung. -Bis gleich.

Bis gleich.

Augenblick.

Habt ihr schon mal gesehen, wie sich zwei Frauen lieben?

-Nein? Würdet ihr es gern sehen? -Ja.

Das ist viel besser. Ihr werdet es sehen.

Eine Bedingung: Ab jetzt kein Anfassen mehr.

Du setzt dich da hin.

-Da hin. -Und du setzt dich da hin. Genau.

Das machen Mädchen, wenn ihr nicht da seid.

Sie machen so was.

Braucht ihr Hilfe, Mädels?

Oh, nein, nein.

Sie schafft das ganz alleine.

Nicht aufhören!

Das macht sie so gut.

Das war doch cool, oder nicht?

Genau, wie ich gesagt habe.

Komm, ich geb dir einen aus.

Ich fühl mich beschissen.

Warum? Es war doch wie im Club.

Nur, dass es in einer Wohnung mit beschissenen Wirtschaftsstudenten war.

Ich hab's zweimal an der Schauspielschule versucht.

Ich bin 26. Das ist meine letzte Chance.

Ich kenne nur Loser, die bezahlen, um vor ihren Freunden spielen zu dürfen.

Konzentrier dich auf die Prüfung.

Dank dem Geld von heute brauchst du keine

anstrengenden und schlecht bezahlten Komparsenjobs mehr.

Vor einer Weile, da habe ich noch nicht gestrippt,

ist mir mal was passiert.

Ein Typ, mit dem ich eine lockere Beziehung hatte,

ein Theaterdirektor aus der Provinz, rief mich an

und lud mich zum Abendessen mit einem befreundeten Regisseur ein.

Ich nahm eine Freundin mit. Ich dachte, es wird sicher nett.

Aber es lief völlig anders als erwartet.

Was ist denn passiert?

Wir tranken Wein

und ich weiß nicht, wie es kam,

aber plötzlich saß ich bei dem Regisseur auf dem Schoß.

Und knutschte mit ihm rum.

Und wo war deine Freundin?

Sie war noch nicht da.

Sie kommt immer zu spät.

Der andere Typ, der Theaterdirektor,

war verschwunden.

Vielleicht hat er sich sogar verabschiedet.

Jedenfalls...

küssten der Regisseur und ich uns weiter.

Aber es machte mir keinen Spaß und ich sagte: "Nein."

Ich hab mehrmals "nein" gesagt. Vielleicht hab ich dabei gelacht.

Aber ich habe "nein" gesagt, ganz klar.

Und...

ich glaub, er tat ein Kondom drauf,

denn ich weiß noch, dass ich dachte:

"Er macht es wirklich. Scheiße."

Ich wusste nicht, was ich machen soll.

Ich dachte, vielleicht geht es schneller vorbei, wenn ich mich nicht wehre.

Tja.

Dann kam meine Freundin. Und der Typ schämte sich

und flüchtete ins Badezimmer,

mit der Hose in der Hand.

Später haben wir darüber gelacht.

Sie sagte, sie rettet ihre Freundinnen,

indem sie die Typen am Schwanz packt und aus dem Fenster wirft.

Das war Vergewaltigung.

Der Theaterdirektor hat dich...

seinem Freund auf dem Tablett serviert.

Das ist Benjamin!

Der sieht ja fertig aus. Ich stelle euch vor.

-Wir sind Platzanweiserinnen am Theater. -Okay.

Hallo, Schatz.

Hallo.

-Aurore, die neue Platzanweiserin. -Hallo.

-Hi. -Wie war das Stück?

Ging so. Die Schauspieler waren nicht sehr gut.

Und ich bin ja kein großer Brecht-Fan.

Du weißt ja: Ich mag Theater nur, wenn du mitspielst.

Mach's gut.

Du auch.

Tschüss.

"Madame, verzeiht mir. Errötend gebe ich zu,

dass ich Euch missverstanden habe.

Ich ertrage Euren Anblick nicht..."

"Grausamer. Du hast mich doch gehört.

Ich sagte dir genug, dass du die Wahrheit kennst.

Nun lern Phädra kennen,

mit all ihrer Wut.

Ich liebe.

Aber nur, weil ich dich liebe,

betrachte ich mich selbst nicht als unschuldig..."

-Meine Hände sind fettig. -Nicht schlimm.

-Du kannst es. Du bist so weit. -Ja?

Hallo, ihr Schlampen!

Elo. Wie geht es dir?

-Gut und dir? -Du siehst toll aus.

Du auch. Topfit.

Du bist noch da!

-Läuft alles gut? -Super.

Isst du die nicht mehr? Pommes Frites sind teuer hier.

-Wie geht's, Elody? -Gut, meine Schöne.

-Wie geht's dir? -Wo warst du?

In Patagonien.

-Und mit wem? -Mit...

Corto Maltese.

-Alles okay mit den Kunden? -Alles wie immer.

-Hast du was von Marlene gehört? -Nein. Warum?

Ich hab manchmal Kunden außerhalb.

-Und einer wollte Marlene. -Hatte sie auch Kunden außerhalb?

Gelegentlich.

Sie sagte, sie wär in Katar. Zweitbesetzung als Tänzerin.

Für ein Stück, das zweimal aufgeführt wird.

-Sie ziehen dort die Pässe ein. -Ach was.

Deshalb haben wir nichts von ihr gehört. Sie kommt nicht mehr raus.

Sie hat sicher einen Scheich geheiratet.

Sieh nicht immer alles so schwarz.

-Brillenschlange will einen Salon. -Was?

Hat er im Lotto gewonnen?

-Er will dich, Aurore. -Sieh einer an.

Bravo!

Ich würde gerne was Verbotenes tun.

Tanz bitte weiter.

Ich geb dir meine Telefonnummer.

Ich möchte mit dir schlafen.

0-6...

-0-7... -0-6-0-7...

-8-5... -8-5...

Der Wein ist köstlich.

Ganz viele neue Geschmacksnuancen.

Er kommt vom Ufer der Rhône.

Südhang und kalkhaltiger Boden.

Das gibt ihm diesen kräftigen Geschmack.

Ich zeig dir meinen Weinkeller.

Einer meiner Kunden bezahlt mich in Prädikatsweinen.

Apropos...

Danke.

Ich mag deine Stimme.

Sie ist so sanft.

Danke.

Ich mag alles an dir.

Seit dem Moment, als du am ersten Abend auf die Bühne kamst,

bin ich in dich verliebt.

Ich hab es sofort gespürt: Wir beide sind uns sehr ähnlich.

Wir kennen beide die Einsamkeit.

Oder irre ich mich?

Nein, du hast recht.

Das bringt uns einander näher.

Wollen wir uns küssen?

Ist Mia da? Ich erreiche sie nicht.

Ein unersättlicher Kunde. Aber offenbar reich.

Der kriegt nicht genug.

Gib mir den Schlüssel. Wir machen zu.

Ich bin nicht Savannah. Er ist ein Kunde und kein Date.

Du redest wie eine Nutte.

Wir sind keine Nutten, wir sind Tänzerinnen.

Ich finde es schräg, dass dich das Geld anmacht.

Kann sein, aber so ist es.

Ich stehe zu dem, was ich will.

Erzählst du's mir?

Also, vielleicht war es, weil ich schon daran gedacht hab, für Geld Sex zu haben.

Aber es war total leicht und natürlich.

Es war noch gar nichts passiert und ich war schon total feucht.

Ich hab mich wohler gefühlt

als bei anderen, mit denen ich geschlafen habe.

Hat er die Brille abgenommen?

Nein.

-Was macht er beruflich? -Ich weiß nicht.

Er hat's mir nicht gesagt.

Aber er hat sehr viel geredet.

Und ich weiß nicht, ob es eine spontane Sache war,

aber er hat mir fast einen Antrag gemacht.

Hör auf.

Ich fand das rührend.

-Bist du gekommen? -Beinahe.

Und du bist auch noch stolz auf dich.

Ich bin fertig.

-Haben Sie den Schlüssel? -Ja, ich warte auf jemanden.

-Hallo. -Hallo.

Hi.

-Ich hab Croissants mitgebracht. -Danke.

-Soll ich's dir zeigen? -Ja.

-Erst bin ich Kassiererin im Supermarkt. -Okay.

Ich komm auf die Bühne, spreche über kleine regionale Erzeuger

und Sonderangebote, und dann kommst du.

Das Mädchen vom Lande

mit einer Obstlieferung.

-Verstehst du? -Ja, ja.

-Zu welcher Musik? -Muss ich noch drüber nachdenken.

Wenn du kommst, bin ich schon nackt.

Ich mach mein Ding.

Ich glaub, du solltest von dort kommen.

-Von hier? -Genau.

Ich komme also.

Guten Tag, ich komme für meinen Mann. Er konnte heute nicht selbst kommen.

Ich habe Ihnen frisches Obst mitgebracht: Ich habe Erdbeeren,

ich habe Äpfel und auch eine kleine Birne.

Und ich habe

Pampelmusen.

Ach, hallo...

Wir proben.

Hilfst du uns bei der Inszenierung?

Danke, aber ich muss mich umziehen.

-Okay. -Alles klar.

-Tschüss. -Tschüss.

Meinst du, sie hat uns gesehen?

Na und? Wir proben halt.

Oder nicht?

Hallo.

-Ist Manon da? -Klar ist sie da.

-Zieh dich doch aus. Du bist ganz nass. -Nein, danke.

-Bist du sicher? -Ja.

-Na du. -Hallo.

Ich hatte einen Termin in der Gegend.

Super. Dann können wir gemütlich ein Glas trinken.

Kommst du in mein Zimmer?

Danke.

Ich kann nicht lange bleiben.

Tut mir leid, ich bin...

Es ist nicht leicht mit mir.

Aber es ist schön.

Hast du keine Angst, mich zu lieben? Du weißt, es ist unmöglich.

Nein, es gibt mir Selbstvertrauen.

Ich fühle mich lebendig wie schon lange nicht mehr.

-Weißt du, was ich meine? -Ja.

Ich weiß, was du meinst.

Noch einen kleinen Tanz?

Und wie läuft das mit der Kaution?

Verstehe.

Nein, das kann ich nicht.

Danke. Auf Wiederhören.

Wie kriegt man hier eine Wohnung, ohne reiche Eltern?

Nicht in Paris. Ich wohne in Bobigny.

Candy wohnt in Stains. In der Vorstadt.

Ich wohne in Paris, aber bei einer alten Frau.

-Wie ist das? -Es riecht nach Pipi, aber sonst okay.

Kaufen ist fast billiger als mieten.

Dafür hab ich kein Geld.

Das ist gar nicht so teuer.

Ich mach dir eine Lohnabrechnung. Agenturen und Eigentümer lieben das.

Hab ich euch das schon erzählt? Ich bin jetzt fest angestellt.

-Das ist toll! -Bravo!

Dann brauchst du das hier nicht mehr.

-Du hast noch einen anderen Beruf? -Ja, Buchhalterin. Ist sicherer.

Wusste ich gar nicht.

Arbeitest du heute?

Mädels. Ich bin in der zweiten Runde der Schauspielschule.

Herzlichen Glückwunsch!

Los geht's!

-Ich hab auch was zu feiern. -Was denn?

Ich hab einen neuen Freund.

Echt?

Und wisst ihr was? Er ist Polizist.

Macht er Ermittlungen und so?

Ich hab ihn auf der Straße kennengelernt. Er hätte mir fast

einen Strafzettel verpasst!

Ich kam gerade aus dem Club,

aufgedonnert und mit Make-up.

Er steckte den Strafzettel ein und wollte meine Nummer.

Und ich hab sie ihm gegeben.

-Möchtest du? -Nein, danke. Es ist zu früh für mich.

-Prost. -Gut gemacht, Mia.

-Danke. -Du bist ein Star.

Sieh mal, was du in zwei Stunden verdienst.

-Nein! -Doch.

Hier steht alles, was ich anbiete.

Wir könnten ein gemeinsames Profil anlegen.

-Ich weiß nicht... -Sieh mal.

Das ist ein Einzelprofil.

Das könnte super laufen.

Unsere Kunden wären keine Männer, die keine abkriegen.

Sie wollen nur ihren Alltag ein bisschen aufpeppen.

-Das könnte echt super werden. -Darf ich mal sehen?

Sieh es dir in Ruhe an. Danach legst du es wieder in meine Tasche, ja?

-Willst du enden wie Marlene? -Geht das wieder los?

Zu zweit ist das Risiko geringer.

Als ich anfing, Sex zu haben,

konnte ich nicht glauben, dass so eine tolle Sache nichts kostet.

Na ja. Wie oft ich mich aufgedonnert, mir die Beine rasiert,

Kondome gekauft und einen Typ ins Kino eingeladen habe,

ohne dass was passiert ist.

Du bist eifersüchtig.

Weil ich es mit Elody mache und nicht mit dir.

Es ist nicht sicher, so wie hier.

-Statistisch gesehen ist es riskant. -Statistiken sind relativ.

Wenn es solche Studien über Anwältinnen und Bäckerinnen gäbe,

würdest du sehen, dass die auch überfallen werden.

Ich mach mir trotzdem Sorgen.

Gibst du mir dann die Adresse vom Hotel?

Versprochen.

Ich bin fertig. Gehen wir?

-Ich kann nicht. Ich bin verabredet. -Mit wem?

Du bist ja ganz schön neugierig.

Du bist eifersüchtig, nicht ich.

ZIMMER 712. ES IST 18:00 UHR UND WIR SIND UNTERWEGS.

Der Kunde zahlt zuerst und ich zähle es unauffällig.

-Man kann nie wissen. -Okay.

Wenn irgendwas nicht stimmt, mach so. Klar?

-Und wir hauen ab. -Verstanden.

-Alles klar? -Ja.

-Das wird schon. -Wie er wohl aussieht.

Das sehen wir dann.

-Auf geht's. -Siebte Etage.

Du hast es geschafft! Der Mann ist der Wahnsinn.

Du meine Güte.

Meine schönen Mädchen!

Mit welcher von euch beiden fange ich an?

Kannst du nicht hierbleiben?

Das geht nicht.

Benjamin kommt heute Abend vorbei.

Es ist, als hätte ich die Zauberformel gefunden.

Ich fühle mich mit der Welt im Reinen.

Ich hab alles, was ich brauche.

Von wegen. Das ist nur, weil du in mich verliebt bist.

Vielleicht.

Was ist?

Meinst du, ich hab's nicht mehr im Griff?

Was mich beunruhigt,

ist die Art und Weise, wie du mich anschaust.

Es ist lange her, seit mich zuletzt jemand so angesehen hat.

Ich liebe deinen echten Namen.

Manon.

Verrat mir ein Geheimnis.

Du zuerst.

Du hast mir nie erzählt, wovon deine Abschlussarbeit handelt.

Ich sprech nicht gern darüber.

Weil ich abgebrochen habe.

-Du kannst wieder anfangen. -Nein, ich glaube nicht.

Du weißt sicher, wie das abläuft.

Man sucht sich ein Thema aus,

das einen genug interessiert, dass man ein paar Jahre damit verbringt.

Dann stellst du dein Thema vor und suchst dir einen Doktorvater.

Bei mir war es ein Professor, bei dem ich einen Kurs machte.

Als ich in Paris mit meinem Master anfing.

Ein total interessanter Typ, der regelmäßig Artikel veröffentlichte.

Der ideale Doktorvater.

Er war so ideal...

dass ich was mit ihm hatte.

Wir sahen uns nicht oft. Nur ein-, zweimal im Monat.

Er hat mich immer ins Restaurant eingeladen. Das fand ich toll.

Das ist albern, aber das Essen mit ihm

war mir so wichtig wie seine Ratschläge.

Und dann hat er, ohne mir ein Wort zu sagen,

Frau und Kinder verlassen,

um mit mir zusammen zu sein.

Du schlimme Verführerin!

Das ist nicht lustig.

Ich sagte ihm, das hätte ich nicht von ihm verlangt.

Ich wollte mich nicht binden und hätte keine Lust auf eine Liebesgeschichte.

Da ist er ausgerastet.

Er sagte, ich hätte ihn an der Nase herumgeführt und sein Leben zerstört.

Natürlich konnten wir nicht mehr zusammen arbeiten.

Kannst du dir keinen neuen Doktorvater suchen?

Wir dürfen nicht wechseln.

Jetzt kennst du mein Geheimnis.

Jetzt bist du dran.

Ich hab ein Kind.

Wirklich?

Sie ist sieben.

Sie ist so toll.

Jetzt hat ihr Vater sie die Hälfte der Zeit, aber anfangs war ich ganz allein.

Durch ein Kind wird alles komplizierter. Vor allem, wenn du jung bist.

Als ich anfing, Privatstunden zu nehmen,

hatte ich einen tollen Babysitter. Sie hat ihn geliebt.

Er hat mir gut gefallen.

Er hat Physik studiert.

Benjamin?

Er hat mich davon überzeugt, dass es klappen kann.

Mit ihm war alles leichter. Er half mir, die Situation mit dem Vater zu klären.

Wir liebten uns sehr und haben es hingekriegt.

-In den Wochen, wo du nicht arbeitest... -Ist sie bei mir.

Da ich sie nur jede zweite Woche sehe, will ich das Beste daraus machen.

Wie heißt sie?

Eve.

Das Mädchen im gelben Anorak.

-Die Kleine mit den Zöpfen? -Ja.

Sie hat uns nicht gesehen.

Seit ich strippe, habe ich Visionen.

Soll ich's dir erzählen?

Das war bedrohlich.

Weil du Angst hast, sie zu verlieren, oder weil sie dir zu verstehen gab,

dass du zu oft weg bist? Denn das bist du ja wirklich.

Ja, kann sein. Und das macht mir schon ein wenig Angst.

Und dann noch die Kinder...

Wenn ich nicht da bin,

versuche ich trotzdem, jeden Abend anzurufen.

Für mich ist das ein Hilferuf oder eine Warnung.

Zeig ihr, dass du sie gehört hast. Du musst jetzt nicht alles ändern.

Das sind nur kleine Dinge.

Warum fragst du sie nicht einfach?

Du könntest sagen: "Ich denke an dich.

Ich vermisse dich. Die Woche kommt mir lang vor."

-Wär das gut? -Ja, das wär super.

Frauen lieben das.

Magst du das Auto, das ich dir gemietet habe?

Ja, ich muss sagen... Nicht schlecht.

Ich glaub, ich brauch gar nicht mehr zu machen, damit du kommst.

Versuchen wir es?

So?

Sie wollen einkaufen? Willkommen bei Super Q!

Ich bin Aurore, Ihre Lieblingskassiererin.

Ich werde dafür sorgen,

dass Sie das optimale Einkaufserlebnis haben.

Ich weiß, warum Sie bei uns einkaufen.

Ich höre, Sie essen gerne Melonen im Winter.

Das ist gar nicht gut!

Und Sie wollen unbedingt Birnen im April essen!

Das ist ja furchtbar.

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Der genital mobilisierten Organismen.

Würden Sie das für mich festhalten?

Ich bin sofort wieder da. Bis gleich!

-Was ist los? -Beeil dich.

-Was hast du denn? -Benjamin ist da.

-Scheiße. -Ist das dein Bruder?

-Freund! Was macht er hier? -Ich weiß nicht.

Ich spring für dich ein.

-Ich kann einen Salon für ihn machen. -Spinnst du?

Ich muss ruhig bleiben.

Raus mit dir. Das hier ist kein Massage-Salon.

Ihr seid nur zum Gucken hier. Jetzt hau ab.

Monsieur.

Einen kleinen Salon zum Abschluss?

Was machst du hier?

Ist das dein Job?

Ja. Ich sitze an der Kasse.

Es ist kein echtes Theater. Deshalb hab ich's dir nicht gesagt.

Aber warum bist du hier?

Wolltest du dir die Show ansehen?

Nein.

Ich bin dir nachgegangen.

Ich fand, du bist in letzter Zeit so

anders, so seltsam.

Keine Ahnung, was ich mir dabei gedacht habe.

Ich dachte, du betrügst mich.

Wir haben noch andere Mädchen.

Mia macht nur die Kasse und ab und zu sauber.

Schon gut. Das ist mein Freund.

Das ist deine Freundin?

Hast du ein Glück.

Sie hat einen obergeilen Arsch.

Ich hol meine Sachen. Wartest du draußen auf mich?

Wartest du?

Nicht anfassen.

Das ist sehr wertvoll.

Ist das Parfüm?

Ziehen Sie Ihren Rock aus.

Sehr schön.

Mit welcher fange ich an?

Loslassen!

Er hat mir nicht seine Nummer gegeben. Ich sag doch, der ist mir nicht geheuer.

Du sprichst nie über dein Liebesleben.

Was meinst du?

Du bist unruhig, mit den Gedanken woanders.

Du nimmst jeden Kunden an.

Ich hab was mit einem Verheirateten.

-Pass auf, dass er dir nicht wehtut. -Das tut er nicht.

Es ist nur so...

Ich hab ewig nichts gehört. Er geht nicht dran.

Hör auf.

Das ist sein Problem.

Du bist frei.

Du hast dir nichts vorzuwerfen.

-Bist du mit jemandem zusammen? -Oh nein.

Ich hatte lange keinen Sex mehr, ohne dafür bezahlt zu werden.

Hallo.

Nein, die Kleine ist da drüben.

-Geht's dir gut? -Ja.

Was ist mit Benjamin? Kannst du weiter im Club arbeiten?

Er überrascht mich immer wieder.

Er war mir nicht böse und wollte sogar, dass ich für ihn tanze.

Mama, ich hab Durst!

-Was hast du? -Durst.

-Ich hab kein Wasser mehr. -Ich hab welches.

Danke.

Das ist meine Freundin Manon.

Und das ist Eve.

-Sag hallo. -Hallo.

Ich freue mich, dich kennenzulernen.

Sprichst du Japanisch?

Ja, das tue ich.

-Soll ich was sagen? -Ja.

-Also... -Guten Tag.

Was heißt "Nase" auf Japanisch?

-Nase? -Ja.

Und Mund?

-Und Ohr? -Das ist ein hübsches Wort. Es heißt...

Hallo.

Fangen Sie an.

"Wenn wir nicht zur Schule mussten, nahm unsere Mutter uns

mit zu den Leuten, für die sie geputzt hat.

Während sie arbeitete, waren wir in der Küche.

Und wir hörten, wie die Dame des Hauses sie verschiedene Dinge machen ließ.

Wie sie sie lobte oder ausschalt.

Eines Tages sagte sie zu ihr:

'Ich bin sehr enttäuscht.

Man kann Ihnen nicht vertrauen.'

Meine Mutter kam tränenüberströmt in die Küche.

Wir waren entsetzt, sie so zu sehen."

Wenn ich daran zurückdenke, empfinde ich Abscheu.

Vor diesem Tonfall und vor dieser Welt, wo Demütigungen an der Tagesordnung sind.

Und ich empfinde noch immer Hass

vor den Machtverhältnissen und vor hierarchischen Strukturen.

Ich habe so viel über die Mechanismen der Dominanz geschrieben.

Warum noch nie über die soziale Dominanz?

Ich, die ich soziale Scham empfand

und Scham vor meiner Herkunft.

In Paris traf ich Menschen,

deren Herkunft sich so sehr von meiner unterschied,

dass ich ihnen verheimlicht habe, wo ich tatsächlich herkomme.

So peinlich war es mir, ihnen von meiner Herkunft zu erzählen.

Warum habe ich nie über dieses Problem geschrieben?

In einem Buch

oder in einem Artikel?

Bravo!

Wenn ich genommen werde,

lade ich dich zu einer Reise ein.

-Du hättest Zeit, mit mir wegzufahren? -Ja.

Du bringst mir Glück.

-Bist du sicher? -Ja, ich will, dass du mitkommst.

Bravo.

Danke! Hab ich einen Hunger!

-Gut. Denn ich habe für zehn gekocht. -Hallo.

-Bitte. -Willkommen bei uns zu Hause.

Aber wenn sie dich nehmen,

hörst du doch im Club auf.

Ach, hör auf!

Ich denke an deine Karriere. Wär das kein Problem?

Ach komm. Ich dreh ja keine Pornos.

Nein, das stimmt.

Aber überleg doch mal.

Bei der Oscarverleihung kommt das sicher nicht so gut an.

Oder?

Wir haben leider keinen Wein mehr.

-Oh nein! -Doch. Ich hab eine Flasche mitgebracht.

Ich weiß nicht, was das ist. Es ist ein Geschenk. Aber er soll sehr gut sein.

-Eine coole Freundin hast du. -Total cool. Ich mach ihn auf.

Was machst du sonst noch, außer strippen?

Und du?

Theoretische Physik.

Elementarteilchen und Flavour.

Super! Ich esse für mein Leben gern.

Hast du was mit der Molekularküche zu tun?

Nein. In der Physik ist Flavour

die Eigenschaft, die uns hilft, die Elementarteilchen zu unterscheiden,

wie die Quarks. Die kleinsten Teilchen, die wir kennen.

Es gibt sechs verschiedene: das Up, das Down, das Strange, das Beauty...

Klingt richtig poetisch.

Ich würde das gern in eine Nummer einbauen.

-Up, down! -Genau!

Wie war das noch mit dem Charm?

Die Einführung des Charm-Quarks.

-Das Charm-Quark? -Genau. Das Charm-Quark.

Es hängt mit der Aufnahme von Strange-Quarks zusammen.

Danach kommen die Beauty-Quarks.

Und was machst du noch?

Ihr Fach ist Geographie.

-Rutsch mal ein Stück. -Ich hab meine Doktorarbeit abgebrochen.

Außerdem will ich sowieso nicht unterrichten.

Kann ich verstehen. Aber du musst doch ein Ziel im Leben haben.

Lass sie doch.

Wieso muss man immer ein Ziel im Leben haben?

Haben wir keinen Wodka?

Doch. Er ist im...

im Gefrierschrank, glaube ich.

Ich komme.

Ich glaube...

Benjamin hat was im Sinn.

-Ach ja? -Ja.

Was hältst du davon,

wenn wir dir eine kleine Nummer vortanzen?

-Aber ich kann nicht nein sagen, oder? -Nein.

-Der sieht aus wie mein Vater! -Ist dein Vater kein netter Typ?

Wir freuen uns sehr darauf, mit dir übers Wochenende wegzufahren.

Also...Tut mir leid. Ich hab wirklich Lust, aber ich hab zu große Angst.

Ich sag's ab.

-Was? -Ich will nicht mehr.

Wie schade!

Deinetwegen haben wir einen großen Job abgesagt.

Jetzt sind wir echt enttäuscht.

Ich bezahle euch wie besprochen. Kein Problem.

Danke.

Sehr lieb von dir.

Wir haben 2.000 gesagt, oder?

Ja.

Für jede?

Danke.

Gehst du schon?

Ja.

-Vielleicht ein andermal? -Bis bald.

Hallo.

Entschuldigung, haben Sie vielleicht Feuer?

Danke.

Kennen wir uns?

Willst du ein Selfie? Wir proben gerade was ein...

Nein. Aber wir haben uns bei einer Drehabschlussparty getroffen.

Ich war mit einer Freundin dort, die Ihre Arbeit liebt.

Was machst du hier?

Mach Schluss mit ihr.

Ich habe bezahlt, also musst du mir zuhören.

Ich kümmere mich um sie.

Morgens, mittags und abends.

Ich liebe sie.

Seit fünf Jahren sind wir zusammen. Und ich bin Tag und Nacht für sie da.

-Was sagt sie dazu? -Nicht nur nachts, um Spaß zu haben.

Und für ihre Tochter.

Du kennst sie nicht mal. Ich bin die ganze Zeit bei ihr.

-Ich kenne sie. -Schnauze!

Halt den Mund!

Hör auf, dich mit ihr zu treffen.

Was gibt's?

-Camelia hat erzählt, wo Marlene ist. -Wo ist sie?

Sie ist in Macau.

Sie ist Leihmutter für reiche Schwule.

Was du nicht sagst! Das ist ja fantastisch!

Sie trägt neues Leben in sich.

Mein Schatz!

Mit Kerzen!

Pass auf, dass du dir nicht die Haare anbrennst.

Wie geht's?

Danke, Schatz. Das ist lieb von dir.

-Danke. Was ist das? -Das ist von Mia und mir.

-Ein ägyptischer Glücksbringer. -Wunderschön!

-Danke. -Die Farben stehen dir gut.

Sag Mia danke von mir. Ich hab mich sehr gefreut.

Wusste nicht, dass ihre freie Woche ist.

Kommt sie heute nicht?

Nicht so ein Gesicht an meinem letzten Tag!

Es gibt Probleme mit der neuen Wohnung.

Ich hätte sie auch gern hier.

Schon klar. Du bist nur ihretwegen gekommen.

Jetzt mach mal halblang.

Sie kann machen, was sie will.

Gib mir ein Bonbon.

-Hey, iss mir nicht alle weg! -Sei nicht so geizig.

Muss schwer sein, sie mit ihrem Freund zu sehen. Sie wirkt echt verliebt.

Halt endlich die Klappe, du miese Bitch!

Ganz schön groß.

Ja.

Meine Träume waren wohl auch zu groß.

Hast du gesehen? Da ist auch ein Kinderzimmer.

-Ich hab nichts verlangt. -Ich auch nicht.

Ich verlange nicht, dass du Benjamin verlässt.

Aber ich dachte...

wenn du mal Abstand brauchst...

Dann hast du hier einen Platz.

Ich bin echt ein Idiot!

Nein, bist du nicht.

Gar nicht.

Ich denke auch darüber nach.

Ernsthaft.

Ich will mit dir zusammen sein.

Aber du musst aufhören, dich zu prostituieren.

Was heißt "ich muss"?

Was ist dein Problem?

Ich hab in zwei Monaten eine Jahresmiete verdient.

Ich kann nicht aufhören. Ich will auch nicht aufhören.

Dann kann ich Benjamin nicht verlassen.

Spiel nicht die Prüde. Das passt nicht zu dir.

Vielleicht bin ich ja prüde.

-Es wird dir dein Leben lang anhaften. -Bin ich ein gefallenes Mädchen?

Es vergiftet deine Beziehungen, egal mit wem.

Seinen Körper zu verkaufen ist die

ultimative Unterwerfung. Ich pack das nicht.

Wir können uns nicht mehr nebenher sehen.

Warum?

-Schreibst du deine Doktorarbeit? -Nein.

Aber ich hab jemanden kennengelernt.

Und das könnte was werden.

Was hat er, das ich nicht habe?

Es ist ein Mädchen.

Nein. Ich treffe mich mit ihr und will pünktlich sein.

Ich bin angenommen!

Ich freu mich so! Ich bin angenommen!

Glückwunsch.

Schmeckt euch das Eis, Mädels?

Ich liebe Tuttifrutti. Da hat man alle Geschmacksrichtungen auf einmal.

Wir brauchen dich den ganzen Sommer, um uns abzukühlen.

Was ist deine Lieblingssorte?

Ich mochte die Pampelmuse.

Mia, und deine?

-Himbeer. -Willst du die Nummer meiner Wahrsagerin?

Die hilft mir immer sehr.

-Mir kann keiner helfen. -Sag doch so was nicht!

Du bist die beste Schauspielerin hier.

Ich hab dich 15-, 20-mal gesehen und jedes Mal denke ich:

"Hervorragend!" Wie beim allerersten Mal.

-Gib die Hoffnung nicht auf. -Hallo.

Arbeiten wir nicht?

Hübsche Mädchen, geile Show, aber keine Kunden!

Hey, ich bin da.

Aurore, willst du auch ein Eis mit uns lutschen?

Nein, danke. Ich zieh mich um. Mir ist zu heiß.

Warum antwortest du nicht auf meine Nachrichten?

Also...

Er war da, um dich zu trösten.

Nicht ich.

Nicht weinen.

Wenn wir uns trennen, können wir nicht mal Freundinnen sein.

Du weißt nicht, wie es ist, zwei Menschen zu lieben.

Für mich ist schon einer zu viel.

Sag das nicht.

Ich wünsch dir so, dass du jemand Besseren findest.

Der wirklich gut zu dir ist.

Du kapierst es nicht, oder?

Ich muss nicht mit jemandem zusammen sein.

Ich wollte mit dir zusammen sein, nicht mit irgendwem.

Tut mir leid.

Ich kann mich nicht entscheiden.

Ich weiß nicht, was ich will.

Komm.

Komm. Selbst wenn es das letzte Mal ist.

Auf die Bühne, Mädels!

Sieh mal, wer da ist.

Weißt du,

es gibt nichts Schlimmeres, als eine freie Frau zu sein.

Eine freie Frau, die nichts zu tun hat.

Ich bin unmoralisch. Ich kann nicht anders.

Ich bin eine unmoralische Frau, Platonow. Wahrscheinlich liebe ich dich deshalb.

Und weil ich unmoralisch bin,

wird es ein böses Ende mit mir nehmen.

Mit Frauen wie mir nimmt es immer ein böses Ende.

Ich hätte Lehrerin werden sollen.

Oder Direktorin von irgendwas.

Wäre ich Diplomatin geworden,

hätte ich die Welt auf den Kopf gestellt. Eine freie Frau.

Die nichts zu tun hat.

Die zu nichts nütze ist.

-Gut so? -Ja.

Was war das für ein Scheiß gerade?

Das war Platonow von Tschechow.

Der Typ ist nicht hier, um sich so einen Quatsch anzuhören.

Er hat einen Salon mit dir gebucht.

Ist nicht leicht, was? Die Frau, die du liebst, so zu sehen.

Ich bin hier gelandet, weil ich eine Tänzerin kannte.

Sie war verheiratet.

Ich hab zehn Jahre darauf gewartet, dass sie ihren Mann verlässt.

Aber sie hat sich für ihn entschieden.

Dieser Rassist ist echt gruselig. Wie schaffst du das bloß?

-Ich hab keine Wahl. -Man hat immer eine Wahl.

Von dir lass ich mich nicht belehren, verwöhnte Schlampe.

Ich muss meine Rechnungen selbst bezahlen.

Ich hab auch keine reichen Eltern und geb mich trotzdem nicht mit Perversen ab.

Klar. Weil du nebenher Hure spielst.

Ich hab es der Chefin erzählt. Das war's für dich.

Sie schmeißt dich raus.

Wie war der Salon?

-Gut gemacht, Mädel! -Hast du ihn verhext?

Ich kenne ihn nicht. Ist er bekannt? Macht er Werbung?

Ich hoffe, er wird dir helfen.

Ich freu mich so für dich. Aber ich hab es gewusst.

Du hast es verdient.

Ich wusste, dass du zurückkommst.

Wir beide haben Sinn fürs Geschäft, Schatz.

Ich dachte, das hört nie auf. Ich fand ihn so anstrengend.

Ich finde, wir sollten unsere Preise erhöhen.

Wir könnten Überstunden extra berechnen. Natürlich nicht für unsere Stammkunden.

Ja. Aber hast du keine Angst, dass uns die Kunden davonlaufen?

Nein. Dann kriegen wir sicher noch mehr Reiche.

Noch reicher als unsere aktuellen Kunden?

Na klar.

Sieh mal.

Aurore!

Na so was.

Du hier?

Ich hab sie eingeladen. Ich liebe die Atmosphäre.

Sie haben auch im Club gearbeitet, oder?

Ich kann mich an Ihre Nummer mit den Tickets erinnern.

Gutes Gedächtnis!

Aber seitdem du nicht mehr dort bist, ist es nicht mehr dasselbe.

Ich geh nicht mehr hin.

Dass wir uns hier über den Weg laufen!

Kann ich frei sprechen, vor Elody?

Ja, sie kann alles hören.

Ich möchte dir gern ein Geschenk machen. Ein schönes.

Ich hatte nämlich eine Idee.

Hättest du Lust, nach Japan zu fliegen?

Du willst mit mir nach Japan?

Ja... Ich meine, nein. Du sollst allein hinfliegen.

Um Zeit für dich zu haben und dich auszuruhen.

Hast du ein Glück!

Das wär fantastisch!

Total verrückt!

-Damit hab ich nicht gerechnet. -Meinen Sie das ernst?

Ja.

Und danach

treffen wir uns,

und du erzählst mir alles.

-Guten Tag. -Guten Tag. Einen Salon?

Nein, danke.

Ich möchte zu einem Mädchen,

das ich neulich hier gesehen habe.

Sie hat Tschechow rezitiert.

Ich bin Schauspieler und drehe meinen ersten Spielfilm.

Als Regisseur. Und ich suche eine Schauspielerin.

Das hier ist aber keine Dating-Agentur, wissen Sie?

Was haben Sie denn gedacht?

Na gut. Aber können Sie ihr das geben?

Hängt davon ab.

Kaufen Sie eine Eintrittskarte?

Hallo.

Konntest du es mir nicht selbst sagen?

Nehmen wir einen Salon. Da haben wir Ruhe.

Nein, danke. Für so was bin ich nicht hier.

Es ist rein beruflich.

Hier.

Lies es.

Wenn es dir gefällt, ruf mich an. Dann machen wir Probeaufnahmen.

Ich glaube, du bist die Richtige für die Rolle.

Ich hab meine Nummer auf den Deckel geschrieben.

Ich kann deiner Freundin nicht genug danken, dass sie mich eingeladen hat.

Bis dann.

Hallo, Aurore. Ich bin's.

Ruf mich an, wenn du diese Nachricht kriegst.

Ich muss dir was erzählen.

Ich folge meiner Lust

Ich folge meiner Lust

Bleib doch bei mir Und geh nicht fort

Auch wenn's ein bisschen peinlich ist

Das hier ist mehr als bloße Lust

Die nach 'ner Weile still versiegt

Ich spüre ganz tief in mir drin

Dass du für mich sehr wichtig bist

Wenn ich jetzt geh Werd ich's bereuen

Und werde dich niemals vergessen

Ich werd dich immer lieben

EIN PAAR JAHRE SPÄTER

Aurore ist nie aus Japan zurückgekehrt. Sie ist erfolgreich untergetaucht.

Kein Märchen,

kein Ehemann und keine Aussicht auf Rückkehr.

Einige hielten sie für tot. Die Kunden haben nach ihr gefragt,

aber ersetzten sie nach und nach durch andere Mädchen.

Ob sie in schlechte Gesellschaft geraten ist?

Ich werde keine Moral aus dieser Geschichte ziehen.

Wagt euch hinaus, Mädchen.

Ihr setzt euch selbst die Grenzen.

Bloß weil ihr Risiken eingeht,

wird man euch nicht zerhackt in einem Schrankkoffer finden.

Mia! Wir haben dich vermisst!

Mach dich fertig. Wir treffen uns unten.

Warum bist du dort geblieben?

Ich wollte in ein Land, wo es dich nicht gibt.

Hast du jemanden kennengelernt?

Jemanden schon.

Besser gesagt...

mehrere.

Du warst meine erste wahre Liebesgeschichte.

Ich hab Gefallen daran gefunden und es immer wieder neu probiert.

Meine gute Fee.

Wenn ich beim Spielen authentisch wirke, denke ich an dich.

Wenn mir die Inspiration fehlt, denke ich an dich

und an die Zeit, die wir miteinander verbrachten.

Und ich finde sie immer wieder.

Zum Abschluss dieser besonderen Show

am Vorabend deines wohlverdienten Ruhestandes

haben wir eine Überraschung für dich vorbereitet.

Ich habe von allen Mädchen, die heute hier sind, Geschichten gesammelt,

die ich jetzt auf meine Weise erzählen werde.

Doch von einer Geschichte

kennen wir noch nicht das Ende.

Von deiner eigenen.

Ich hoffe, Sie haben mir nicht geglaubt,

als ich sagte, hier findet man keine Liebe.

Unser Leben lang suchen wir die Liebe,

verlieren sie und finden sie wieder.

Wahre Liebe, Liebeleien und Zärtlichkeit

wachsen wie Unkraut,

dort, wo man sie am wenigsten erwartet.

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