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Izaghi, Izanami,
Sarundasico und Kami...
Oh, woran denk' ich!
Und du, Ten-Sjoo-day!
Gebet, dass Butterfly sich wieder freu'! O hört mein Fleh'n!
Faul und gefühllos sind die Götter in Japan.
Der Gott der Amerikaner, dess' bin ich sicher,
hört sofort auf die Stimme, die ihn anfleht.
Doch glaub' ich wohl, er weiß nicht,
dass wir Armen hier wohnen.
Suzuki, wie fern ist noch das Elend?
Hier ist all' unsre Habe.
Das hier? Oh! Zuviel Kosten!
Kehrt er nicht wieder, und eilig,
so kann es schlimm für uns werden.
- Er kommt. - Wer es wusst'!
Warum verfügt'er, dass der Konsul unsrer Wohnung Zins bezahle? Gib Antwort mir!
Warum hat er so sorglich das Haus verseh'n mit Schlössern und mit Riegeln,
Wenn er nie wieder zu uns kehren wollt'?
Ach, wer weiß.
Weißt du's nicht?
Soll ich dir's sagen?
Dass von gift'gen Mücken und Verwandten und Plagen
nie was hereinkomm' ins Haus hier, wo so sorglich sein treues Weib er heget,
mich, sein Weib und seine Liebe, Butterfly!
Nie, dass ich wüsste, frommt's japanischen Frauen,
dem fremden Mann zu trauen.
Ah! Schweige! Ich erwürg' dich!
Als ich am letzten Morgen "Kehrt ihr wieder, o Herr" ihn fragend bat,
da gab er schweren Herzens,
doch, sein Leid zu verbergen,
leise lächelnd zur Antwort:
"O Butterfly, mein süßes, kleines Weibchen,
wenn die Rosen erblüh'n‚ dann kehr' ich zu dir wieder,
und wenn Jung-Rotkehlchen leis' im Neste zwitschern..."
- Oh! Er kommt! - Ich hoff's.
Sag' es mir nach: Ja, er kommt!
Ja, er kommt.
Weh mir! Du weinst!
Ach, dir fehlt der Glaube!
Höre!
Eines Tages sehn wir
ein Streifchen Rauch
im Osten überm Meer in die Lüfte steigen:
sein Schiff wird sich dann zeigen.
Und das weiße Kriegsschiff, schnell naht sich's dem Hafen,
donnert den Salutschuss,
bringt mein Glück mir wieder!
Ich gehe nicht hinunter, o nein!
Ich lagre mich am Rande des Hügels
und warte, warte geduldig,
und währt es lange, macht mich's nicht bange,
und kommt er dann gemach in unsre Nähe,
wird sichtbar wie ein Punkt er,
steigt langsam auf die Höhe...
Ob er's ist? Und wenn er dann gekommen... Was er sagt?
Ja, dann ruft er, "Butterfly!" von weitem;
mag wohl zuerst sich sorgen, denn ich halt' mich verborgen;
nicht nur zum Scherze:
damit ich nicht vergeh' am Wiedersehen!
Und suchend schaut er hier und dort umher, bis er jauchzt:
"Mein treues, kleines Weibchen, süßduftende Verbene!"
Ach, all der Namen Schatz aus holden Zeiten!
Ich gelobe dir heilig, dass dies eintrifft...
Halte für dich die Zweifel,
ich will mit Zuversicht ihn erwarten.
Kommt, da ist sie.
Bin so frei...
Madam' Butterfly...
Madam' Pinkerton. Bitte.
Ei was, mein Herr Konsul ist's!
Ihr kennt mich wieder?
Willkommen! Ihr seid hier in Landsmanns Hause!
Danke.
Nun denn... Eure Ahnen alle munter?
Ich hoffe.
- Ihr rauchet? - Danke.
Ich möcht'...
Herr Konsul, wie blau ist doch der Himmel!
Danke. Ich...
Ach, Ihr wünscht lieber amerikan'sche Zigaretten?
Dank.
Ich wollt' Euch zeigen...
Für Euch.
Es schrieb mir Sir Francis Blummy Pinkerton.
Wahrhaftig! Und wie geht's ihm?
Vortrefflich.
Ich bin das fröhlichste Weibchen in ganz Japan.
- Darf' ne Frag' ich an Euch stellen? - Freilich.
Wisst Ihr wohl, wann ihr Nest bau'n in Amerika... die Rotkehlchen?
Ei, was meint Ihr?
Ja... bau'n sie später hier?
Doch warum?
Mein Gemahl hat mir versprochen,
dass er zurückkehrt in dem holden Monat,
wo leis' im Neste Jung-Rotkehlchen zwitschern.
Hier kam schon dreimal aufs neu die Brut.
Doch mag es sein, dass überm Meere andre Gewohnheit waltet...
Wer lacht da? Oh, der Nakodo... Ein schlimmer Bursche!
- Freut mich. - Stille! Er hat gewagt...
Nein, gebt mir erst Antwort auf meine Frage.
Ich bedaure... ich weiß nicht...
Niemals studiert' ich Ornithologie.
- Orni... - ..thologie.
Ei, kurz und gut Ihr wisst's nicht.
Nein. Nun denn also...
Ach, ja... Goro,
sobald nur F. B. Pinkerton in See war,
ließ keine Stunde Ruh' mir, mit Reden und Geschenken
Bald für diesen, bald für jenen mich zu werben.
Nun verspricht er Kleinodien im Namen eines Gecken...
Des reichen Yamadori!
Sie ist arm und kann's brauchen;
von den Verwandten will niemand sie mehr sehen.
Aufgepasst! Da kommt er!
Yamadori,
so brennt der Liebe süße Pein Euch noch im Busen?
Geht's an Leben Euch und Ehre, wenn den Kuss ich noch verwehre?
Nichts im Leben ist so lästig wie dies Schmachten ohne Zweck.
Nun, Ihr fandet doch gewisslich schon zu vielen Frau'n den Weg.
Hab' sie allesamt geeh'licht‚ und durch Scheidung ward ich frei.
- Sehr verbunden... - Doch würd' ich Euch ew'ge Treu geloben.
(Oh, ich fürcht', in meiner Sache richt' ich heute nicht viel aus.)
Villen, Diener, Schätze...
In Omara, ein wahrhaft fürstlich Haus!
Hab' den Gatten schon gefunden.
O sie hält sich für gebunden.
Ich halt' mich nicht, ich bin es!
- Das Gesetz doch... - Kenn' ich nicht.
"Wird die Ehefrau verlassen, achte man's der Scheidung gleich."
Gesetz bei euch Japanern,
doch nicht in meinem Lande.
Wo denn?
In Nordamerika.
(Oh, armes Wesen!)
Wenn hier die Tür man aufreißt und die Frau ohne weiteres hinausweist,
redet man groß von Scheidung.
Dort in Amerika geht so etwas nicht.
- Nicht wahr? - Wahr ist's... Jedoch...
Da ist ein Richter, der ruft sich den Eh'mann, fragt ihn dann strenge:
"Ihr wollt die Gattin fliehn? Sagt uns, warum?"
"Ich bin sie müde, hört meine Bitte!"
Drauf sagt der Richter:
"Flugs in den Kasten, drei Tage fasten!"
Suzuki, Tee!
Ihr hörtet!
Die Verblendung erfüllt mit Kummer meinen Sinn.
Pinkertons Schiff ist schon im Hafen gemeldet.
Sieht sie ihn dann erst wieder!
Er will sich hier nicht zeigen.
Ich komm' ja gerade, sie vom Wahn zu befreien.
Euer Gnaden gestatten...
Was für lästige Menschen!
Lebt wohl!
Ich lass Euch nun mit schwerem Herzen.
Ich hoffe noch.
Oh, bitte...
Wenn ihr nur wolltet...
Nur schade, dass ich nicht will!
Hört mich an. Setzt Euch her.
Wollt Ihr in Ruhe lesen hier den Brief mit mir?
Gebt ihn.
Erst ihn küssen, ihn herzen...
O wie schön, dass Ihr heute gekommen!
Und nun beginnet.
"Mein Lieber, geh und sprich mit dem herzigen Mädchen."
Steht das wirklich so da?
Ja, so steht da; doch wenn bei jedem Satze...
O, ich schweige... Kein Wort mehr!
"Ach, die Zeit ist schon ferne, drei Jahre sind vergangen."
Wie genau er's behalten!
"Vielleicht denkt Butterfly kaum mehr an mich zurück!"
Denk' nicht an ihn mehr? Suzuki‚ hör' doch, hör!
"Denkt kaum an mich zurück!"
(Was hilft es!)
"Doch wenn sie mich noch liebt, mich erwartet..."
O die herzlieben Worte!
Du sei gesegnet!
"So bitte ich Euch dringend, ihr mögt die Gute behutsam vorbereiten..."
- So kommt er! - "Auf alles..."
- Wann denn? Morgen! - (vortrefflich)
(Jetzt durchhau' ich den Knoten... Dieser Teufel Pinkerton!)
Nun sagt mir, Madam' Butterfly, was Ihr wohl begännt,
wenn er den Weg zur Rückkehr nie mehr fänd'?
Zwei Dinge könnt' ich tun:
die guten Leut' erfreu'n mit Sang und Tanz...
oder auch, besser, sterben.
Meinem Herzen tut es wehe,
Euch vom Wahne zu befrein...
Hört mich an: Was auch geschehe,
nehmt den reichen Yamadori.
Ihr, mein Herr... Ihr sagt mir dieses! Ihr?
Großer Gott, was soll ich tun?
Schnell, Suzuki, hurtig, hurtig,
der Herr Konsul geht hinaus...
Ich verstehe...
O ich bitt' Euch, alle Müh' wär' doch vergebens.
Ich war grausam, kann's nicht leugnen...
Oh, Ihr tatet mir so wehe, tief im Herzen, ach so wehe!
Lasst nur, danke!
War dem Tode schon nah',
doch geht's vorüber,
wie die Wolk' überm Meer sich verzieht.
Ha! Er vergaß mich?
Und das?
Kann er das auch jemals vergessen?
Er ist sein Kind?
Sah man denn jemals bei Kindern hier in Japan blaue Äuglein?
Und die Lippe! Und seines Haares gold'ne Löckchen?
Ohne Zweifel... Und Pinkerton weiß nichts?
Nein. Nein.
Es kam erst,
als er schon drüben in seinem großen Land war.
Doch Ihr nun müsst ihm schreiben:
es erwartet ein süßer, kleiner Sohn Euch!
Dann sollt Ihr mal sehn wie er hierher eilt,
durch die Lande, über Meere!
Weißt du, was der Herr da zu denken sich nicht scheute?
Deine Mutter soll dich im Arme tragen
und so bei Regen und Sturm die ganze Stadt durchzieh'n,
für dich um täglich Brot und Kleid zu bitten.
Soll vor den mitleidvollen Leuten schön tanzen, wie vor Jahren einst
und rufen: "Hört, hört das wunderschöne Lied
der achthundert Gottheiten, prachtvoll gekleidet".
Und vorbei zieht die Reihe der Krieger mit dem Kaiser,
zu ihm werd' ich sagen: "Höchster Führer haltet an Eure Diener und verweilt,
um diese Augen zu besehen, wo das Licht des Himmels herabzusteigen scheint".
Und mit eingehalt'nem Schritt macht dich der Kaiser, aller Gnade würdig,
etwa gar zum schönsten Prinzen seines Reichs.
(Wie mich's ergreift!)
Ich muss Euch lassen...
Könnt Ihr verzeihen?
Auch du, gib ihm dein Händchen!
Die schönen, blonden Haare!
Sag' mir, wie du denn heißest?
So sage: "Heute noch heiß' ich Kummer."
"Doch sagt meinem Vater im Briefe,
dass ich bei seiner Rückkehr...
Jubel heiße, Jubel! So heiß' ich dann."
Dein Vater soll's erfahren, ich gelob dir's.
Wespe! Giftgeschwoll'ne Kröte!
- Was ist? - Der böse Vampyr flattert um uns!
Der alle Tage in alle Winde hinaus schreit,
dass niemand weiß, wer unsers Knaben Vater!
Ich meinte bloß, wenn dort in Amerika, ohne Segen ein Kind zur Welt gekommen,
Es stets und aller wegen gemieden und verachtet!
Ha! Du lügest, Scheusal!
- Sag's noch einmal, so stirbst du! - Nein!
O pfui!
Wart ab, herziges Lieb,
Mein Weh und mein Balsam, herzliebes Kind,
du sollst sehen, dein Rächer kommt hierher
und führt uns hinweg in sein Heimatland.
Hinweg ins ferne Land.
Die Kanone im Hafen!
Das ist sicher ein Kriegsschiff...
Ein weißes... und das Sternenbanner wehet von den Masten.
Sieh, es drehet und gehet vor Anker.
Stütze meine Hand, damit ich den Namen lese.
Den Namen...
Siehst du wohl: Abraham Lincoln!
Ihr habt gelogen, alle, alle!
Die Liebe trügt nicht!
Dein läppischer Zweifel?
Da ist er, da ist er gekommen
grad' an dem Tage, wo man mir sagte:
"Weine, verzweifle!".
Nun Liebling mein,
lass' dein Fähnlein flattern hoch oben:
Jubel heißt du.
Schüttle alle Zweige dieses Kirschbaums, ich will Blüten um mich.
Klatsch' in die Hände, die teuren Hände.
Herrin, beruhigt Euch, ihr weint ja!
Nein. Sieh nur, ich lache!
Müssen wir noch lang seiner harren?
Was meinst du, eine Stunde?
Mehr
Wohl mehr.
Vielleicht zwei Stunden.
Alles, alles sei voll von Blumen,
sowie die Nacht von lichten Sternen.
Entlaube den gesamten Garten, so wie es der Wind zu tun pflegt.
Tausend Laternen lasset uns entzünden
denn nun mehr als tausend...
Nein? Sind wir ärmlich?
Hundert... Zehn...
Wie groß auch immer die Zahl,
mehr Flammen trag ich im Herzen...
- Alle Blumen? - Was da blühet, alles, alles!
Pfirsich, Veilchen, Rosmarin, alles, was blüht an Strauch und Bäumen rings umher.
Winterlich kahl und trübe wird es ausschau'n all hier.
Ja, denn der ganze Frühling, hold blüh' und dufte er hier!
Winterlich kahl und trübe wird es ausschau'n all hier.
- So nehmet, Herrin. - Pflücke nur weiter.
Wie oft sah'n Euch die Blumen in Meeresferne späh'n, Tränen im Auge,
weil nie sein Schiff sich zeigen wollt!
Nun ist er gekommen, nichts von der See mehr wünsch' ich.
Tränen gab ich dem Boden,
gebe er Blumen mir.
Das ist alles.
- Das ist alles? Komm' und hilf mir. - Rosen an der Türschwelle.
Ja, denn den ganzen Frühling über hold blüh' und dufte es hier!
Sehen wir rings um uns April.
Ja, denn den ganzen Frühling über hold blüh' und dufte es hier!
- Lilien? Veilchen? - Streu sie allenthalben.
Sehen wir rings um uns April.
Hier sein Sessel sei mit Kränzen rings umwunden.
Lilien, Veilchen... Streu sie allenthalben. Sehen wir rings um uns April.
Mit vollen Händen streu'n wir Veilchen und Tuberosen,
Geranien und Verbenen, alles, was wonnig blüht!
Nun Schmücke mir das Haar.
Wär' ich wie damals!
Allzu viel Seufzer entsandte die Brust;
mein Auge blickte wohl allzu starr in die Ferne!
Suzuki, mach mich schön, mach mich schön, mach mich schön!
Freude, Ruhe sind gut für die Schönheit.
Wer weiß! Wer weiß!
Röt' mir die Wangen ein wenig mit dem Pinsel...
Und auch hier unserm Kleinen
soll nicht sein Antlitz vom langen Wachen allzu blass erscheinen.
Nun haltet stille, sonst kann ich das Haar Euch nicht kämmen.
Was werden nun die Verwandten sagen!
Was wird Onkel Bonze sagen?
Halt ein...
Welch' Geschwätz ertönt im Chor...
Haltet still...
Welch' Geschwätz ertönt im Chor... der Gevatterinnen mit Goro.
Halt ein.
Was sie nun sagen, die Herrn Verwandten...
Sah'n sie doch alle froh meinen Schaden!
Und Yamadori hat mich verloren!
Blamiert sind sie alle, blamieret, die mich so drangsalieret!
Bin fertig.
Das Gewand, das ich als Braut trug.
Welch' sinnendes Gesicht!
" 'S ist Roje, ein blonder Junge,
la, la, la, la, la, la, la;
wie die Sonne nach dem Unwetter,
tiefblaues Auge...
hier das Hochzeitskleid...
O, welch Erinnern!
Wenn er mich so,
wie damals, wiedersieht.
Eine rote Mohnblum' ins Haar.
So.
In den Sho'si mach ich drei kleine Löcher, um durchzuspäh'n!
Wir warten stille, wie drei kleine Mäuschen, bis wir ihn sehn.
Schlummre, mein Liebling, sanft an meinem Herz.
Du bist beim Herrgott, und ich bei meinem Schmerz.
Schlummre, mein Liebling, sanft an meinem Herz.
Du bist beim Herrgott, und ich bei meinem Schmerz.
Bist hell umstrahlt von laut'rem Gold...
Liebling mein, schlummre!
Ach, arme Butterfly!
Er wird kommen, du wirst seh'n.
Schlummre sanft an meinem Herz.
Bist hell umstrahlt von lautrem Gold...
Liebling mein, schlummre!
Schlummre, mein Liebling, sanft an meinem Herz.
Du bist beim Herrgott, und ich bei meinem Schmerz.
Ach, arme Butterfly!
Wer”'s sein mag?
- Oh! - Stille! Stille!
Weck' sie nicht auf!
Sie war wirklich todmüde!
Sie wartete auf Euch die ganze Nacht hindurch, mit dem Kinde.
Doch wie erfuhr sie...?
Es läuft wohl seit drei Jahren kein Schiff in den Hafen ein,
das Butterfly von weitem nicht auf Flagge und Herkunft prüfte.
Ich sagt' es Euch!
- Ich ruf' sie. - Nein, noch nicht!
Seht das Zimmer... Sie wollt' gestern Abend alles voll von Blumen.
- Hatt' ich recht? - O Pein!
Wer ist da draußen im Garten? Eine Dame!
- Stille! - Wer ist's? - Lasst sie alles erfahren. - Wer ist's?
- Sie begleitet mich... - Wer ist's? - Seine Gattin!
Heilige Seele der Ahnen!
Für die Kleine verlosch der Tag!
Wir wählten ja die frühe Stunde,
allein mit dir zu reden, Suzuki,
Und eine Stütze an dir zu gewinnen, in all dem Leid!
Was hülf' ich?
Ich weiß, für solch ein Leid fehlt der Trost, fehlt die Lind'rung.
Doch des Knäbleins Zukunft müssen wir zu sichern streben!
- Der bitt're Duft dieser toten Blumen! - Dies nicht waget, hereinzutreten...
nimmt sich des Kindes voll Liebe an.
- Ihr verlanget ich soll an eine Mutter... - Rings umher ist noch alles wie dazumal.
- Wohlan denn, rede mit jener Guten und geleite sie her! - Mein altes Bildnis!
- Wenn auch Butterfly sie säh, was verschlüg' es? - Oh, ich Arme!
- Besser wär' es gar wenn ihr Anblick... - Drei Jahre sind vergangen.
- Die Wahrheit ihr offenbarte... - Für die Kleine verlosch der Tag!
- Wohlan denn, rede mit jener Guten... - Und zählt sie alle Tage...
- und geleite sie her! - und jede Stunde!
Ich kann hier nicht verweilen. Sharpless Ihr kommt wohl nach.
Sagt ich's nicht voraus?
Ihr habt mich weinen seh'n
ich weine leicht.
Kann keinen Frieden bringen.
Euch. Manchen Beistand...
Auf dass sie nicht verarme.
Ihr erzählt Ihr vom Sohn,
ich wag' es nicht.
Empfinde Schuldgefühl...
Bin verwirrt! Weg, es wird vereh'n.
Willst du's ihr sagen?
Ich versprech's Euch.
Und willst du sie bewegen, mir zu vertrauen?
Ich versprech's Euch.
Und ihr Kind sei das meine!
Ich glaub' Euch,
doch richtet's ein, dass ich ihr allein zur Seite...
In der schlimmen Stunde! Ich nur!
Sie wird weinen und jammern!
Suzuki! Suzuki! Sag, wo bist du!
Bin hier... Am Beten, bin hier und mache Ordnung...
Nein, nein... Hört doch, hört, ach, bleibet...
Er ist hier, er ist hier... Ist er verborgen? Doch wo? Doch wo?
Der Herr Konsul...
Und wo denn? Wo nur?
Er ist nicht da!
Wer seid Ihr?
Wie ist sie schön!
Niemand redet!
Weshalb dies Weinen?
Nein, ich will keine Antwort... Stille!
Es könnt' mich zu Tode treffen im Augenblick.
Du, Suzuki, du treue und gute...
Ach, weine nicht...
Die du so an mir hängst:
Sag ja, oder nein, sag's leise...
- Lebt er? - Ja.
Doch er kommt nicht mehr? Du wirst wissen!
Wespe! Antwort' mir auf der Stelle!
Nie wieder!
Er ist doch angekommen?
Ja.
Diese blonde Frau macht mir Angst! Große Angst!
Sie ist die schuldlose Ursach' all Eures Leides...
verzeiht mir.
Rührt mich nicht an.
Wie lange ist's her, dass er Euch geheiratet?
Vor einem Jahr.
Lasst Ihr mich um das Kinde kümmern?
Ich würde es liebend hüten...
Wie betrüblich, wie betrüblich,
doch es ist zu seinem Besten.
Wer weiß! Alles ist nunmehr vollbracht!
Ach, könnt Ihr mir vergeben, Butterfly?
Unter dem Bogen des Himmels
kann an Glück sich kein Weib Euch vergleichen.
Seid immer glücklich; tragt keine Sorge um mich!
Gerne, wenn Ihr ihm sagt,
dass ich Frieden finden werde.
Die Hand... reicht Ihr mir die Hand?
Ich bitte... nur dies nicht...
Geht nun.
- Ach, die arme Kleine! - Es greift mir ans Herz!
Ob's Kind sie uns wohl lässt?
Ihm selber kann ich es geben, wenn er's zu holen kommet.
Ich erwart' Euch in einer halben Stunde.
Mein Freund... gab mir... für Euch...
Ich weiß nicht wie ich's sagen soll... Er trägt Sorge...
Weinet nicht, Herr,
bin an viel Schlimm'res gewöhnt.
Dann ruh'n aus bloßer Gewissheit
die Hoffnung und der Traum,
Jenes nicht, es lässt keine Ruh'...
Jenes nicht, es lässt keine Ruh'.
Nun bitt ich Euch... gebt es zurück...
Oh nein.
Ich brauch' es nicht.
Wie stur doch dieses Köpfchen!
Ich will es.
Ich werde gehorchen.
Kann ich Euch wiederseh'n?
Ihr könnt:
Steigt in einer halben Stunde den Hügel herauf.
Wie dem gefang'nen Vöglein die Flügel, also schlägt das kleine Herz!
Viel zu hell ist es hier, zu hell und zu viel Frühling...
Schließ doch.
Das Kind, wo mag's sein?
Beim Spiele. Ich bring's Euch.
Lass es nur beim Spiel. Geh, leist' ihm Gesellschaft.
Ich kann euch nicht lassen: Nein! Nein!
Gestern sagtest du mir ein weises Wort:
Dass Ruhe gut für die Schönheit sei.
Das ist wahr.
Lass' mich allein und deine Butterfly wird ruhen.
Kennst du ein Lied?
"Er kam an ihre Pforte
nahm allen Platz ein
ging fort und ließ nichts,
nichts, nichts, nur den Tod."
- Ich bleib' bei Euch. - Geh! Muss ich befehlen?
"Ehrenvoll sterbe, wer nicht länger mehr Leben kann in Ehren."
Du? Du? Du kleiner Herrgott!
Du Herrgott meines Lebens, schön wie Lilien und Rosen!
Hier dein blondes Haupt,
dassich das schmerzliche Antlitz verstecke
hier, hier in deinem Haar.
Sollst es nie erfahren:
für dich, für deine reinen Augen
stirbt Butterfly,
dass übers Meer du kannst ins andre Land ziehn,
ohne dass dich bekümmert,
wie ich dich einst verlassen.
Der mir vom gold'nen Throne des Himmels her gesendet,
blicke mir fest ins Antlitz, ach, ins Antlitz deiner Mutter,
dass noch eine Spur dir bleibe...
Blicke ins Antlitz deiner Mutter!
Bin ich auch blass und mager.
Von meiner Schönheit soll nicht auch noch die letzte Blüte verfallen.
Leb' wohl, mein Herze! Leb' wohl, mein einziges Lieb!
Geh, spielen... spielen...
Butterfly!
Can't find what you're looking for?
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