All language subtitles for Rehragout-Rendezvous.theatrical_deu_4608

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Original subtitles

*es wird schief "Stille Nacht, heilige Nacht" gesungen*

# ...das traute, hochheilige Paar.

*Chorgesang von der Schallplatte* - # Holder Knabe

# im lockigen Haar.

# Schlaf in himmlischer Ruh.

# Schlaf in himmlischer Ruh.

*Lied klingt aus*

So, Pauli, jetzt machen wir Bescherung.

Bescherung!

*gemächliche Musik im Hintergrund*

Schön, gell?

(Susi) Ui.

Leopold, du bist ja wahnsinnig. - Ach.

(flüstert) Das war das Christkind. - Ach so, Ja.

(Leopold) Mmh. Hervorragend, Oma.

(Papa) Saugut. - (Franz) Hervorragend.

Rehragout nach dem Rezept von der Mooshammer Lies!|.

Behaltet es gut in Erinnerung.

(Susi) Wie meinst du das Jjetzt?

Ich mag nicht mehr. - Was magst du denn nicht mehr?

Schaut, ich geh auf die 90 zu.

Und da kann es schon leicht sein, dass ich von heut auf morgen einfach...

Dass es vorbei ist mit mir.

Schaut, ihr habt alle miteinander die Gelegenheit,

schon mal zu üben, was ihr später braucht, wenn ich nicht mehr da bin.

Ich zieh zur Mooshammer Lies!/.

Was willst du bei der Mooshammerin in ihrer Senioren-Hippie-WG?

Aber ohne dich funktioniert hier überhaupt nix.

Am Ende bleibt alles an mir hängen. - Mama, spinn nicht. Es ist Weihnachten.

Ich bin ab jetzt in Rente.

Du kannst nicht einfach zur Mooshammer Lies|! ziehen.

Und wer kocht? - Und wer wäscht ab?

Wer putzt? - Und wer macht die Wäsche?

Ihr. - (alle entsetzt) Wir?

*gemächliche Musik*

*Hinkelotta winselt*

Vater, du hast nicht abgewaschen. Schon wieder.

Blas mir doch 'n Schuh auf. - Ich räum deinen Dreck nicht weg.

(Leopold leise) Glaub nicht, dass das wieder an mir hängen bleibt...

Na, was haben wir denn da Schönes?

*er lacht*

Ein Oma-Plätzchen. - *Hinkelotta winselt*

Da brauchst du gar nicht so schauen. Das ist jetzt meins.

Keiner hält sich hier an irgendwas.

Kein Wunder, dass wir hier im Chaos versinken.

Franz, möchtest du vielleicht auch mal was sagen?

Wo hast du das Plätzchen her? - Hab ich gefunden.

Aber das ist meins, das sag ich dir.

Hinkelotta! Gibst du das Plätzchen her!

Hinkelotta! Gibst du mir das wieder!

*Knurren* - Gib es her! Böser Hund!

Wahnsinn, wie es hier zugeht.

Glaubt bloß nicht, dass ich euren Abwasch mach.

(leise) Küchen-Hitler.

*gemächliche Musik*

*gemächliche Musik läuft weiter*

*Franz stöhnt*

Ich hätt jetzt gern ein Spiegelei von der Oma.

Unten schön knusprig und oben der weiche Daotter.

Oh, ein Gedicht. Oder selber gemachte Marmelade.

Erdbeer, Himbeer oder, ganz fein, Hagebutte. Mmh!

Aber seit die Oma nicht mehr da ist, gibt's nur noch Leberkässemmeln.

Wir möchten bitte trotzdem eine Vermisstenanzeige aufgeben.

Und? Wer fehlt?

Der Vater.

Wo ist er?

Nicht da. - Und wie lang ist er schon nicht da?

Drei Tage.

Ruf mich in zwei Wochen noch mal an.

Sein Benz ist noch im Stadel.

Seid'’s froh, dass der nicht auch noch weg ist.

Er geht keinen Meter zu Fuß.

Vielleicht nimmt er die Öffentlichen.

Das ist doch nicht normal, dass der so verschwindet.

Ich kann ihn schlecht bei Interpol zur Großfahndung ausschreiben lassen.

Nicht? - Nein.

*Susi über Lautsprecher* Achtung, eine Durchsage!

Alle Rathausangestellten begeben sich bitte direkt in das Büro

des Bürgermeisters.

Ende der Durchsage.

Wir gehen nicht, bis Sie meinen Schwiegervater suchen lassen.

Dann wünsch ich einen recht angenehmen Aufenthalt.

*Winseln* - Hinkelotta, du bleibst da. Bleib da.

*Winseln*

Herr Bürgermeister, ich dachte, Sie sind beim Summer Skliing in den Rocky Mountains.

Ersparen Sie mir Ihre blöden Kommentare. Machen Sie gefälligst die Kamera frei.

Ich steck fest im Krankenhaus in Beaverton, Colorado,

weil mir so ein Arsch von Snowboarder die Vorfahrt genommen hat.

Das kommt davon, wenn man im Sommer Ski fahren muss.

Eberhofer, machen Sie den Kopf zu. Sie haben Sendepause.

Ich muss einen Stellvertreter benennen, für die Zeit, bis ich heimkomm und...

Äh, nein. Not toilet now, Sister Nancy.

Later. Later. Nein, no pillow. Die bringt mich durcheinander.

Wo war ich stehen geblieben? - Ein Stellvertreter.

Also, ums kurz zu machen,

Sie machen das.

Äh, Frau Susi.

Ich? - Ja, wer macht denn dann die ganze Verwaltung?

Das ist grad ganz schlecht.

Unsere Oma ist in Rente gegangen

und wir brauchen daheim jeden Mann, also Frau.

Versau mir nicht meine Karriere. - Frau Susi, wir kriegen das schon hin.

Dank der modernen Technik bin ich ja quasi immer anwesend.

Also, Dings, äh, digital.

Stellvertretende Bürgermeisterin! Das ist schon brutal viel Verantwortung.

Das Wohl von Niederkaltenkirchen, das liegt in meinen Händen.

Ich hab Herzklopfen. - So was nennt man eine Herausforderung.

Wir können den Männern zeigen, wo der Hobel hängt.

Und du kannst mich dabei unterstützen.

Super.

Ist was, Jessy? - Nein, Sus!i.

*genervter Seufzer*

Verlängerter Arm vom Bürgermeister. Traumkarriere.

Du holst ab jetzt den Pauli vom Kindergarten ab.

Was soll ich noch alles tun? - Ich vertrete den Bürgermeister.

Aber bei mir geht's grad nicht.

Ich hab einen verzwickten Vermisstenfall und da muss ich mit den Angehörigen...

Herr und Frau Steckenbiller?

Vermisst du deinen Vermisstenfall?

Grad waren sie noch da.

Franz,

immer hab ich auf dich Rücksicht genommen.

Aber jetzt start ich durch. Das ist meine Chance. Das spür ich.

Willst du jetzt etwa Karriere machen? - Ja, Franz, das will ich.

Als Depp vom Dienst vom Bürgermeister? Viel Spaß.

Weißt du, was meine erste Amtshandlung ist?

Ich setz dich auf halbtags. Dann kannst du dich um Pauli und den Haushalt kümmern.

Da bist du gar nicht befugt dazu.

Das sehen wir dann. Pauli. Kindergarten. Spielplatz.

Das sehen wir dann.

(genervt) Nein.

*zufriedenes Seufzen*

Fräulein Jessica?

Ja? Frau Susanne?

Bringen Sie mir bitte das Protokoll von der Gemeinderatssitzung.

Das Protokoll hast du selbst geschrieben, liebe Susi.

Und dann wirst du es auch selbst wiederfinden, gell?

Und einen Kaffee, bitte.

Hast du vergessen, wOo die Kaffeemaschine steht?

Nein, ich möchte nur genauso behandelt werden wie der Bürgermeister auch.

Du bist nur kurz seine Stellvertretung.

Ja, aber ich bin's.

(Mann) Pauli!

Pauli!

Servus, Pauli.

Du kennst mich. Ich bin der Onkel Rudi.

Icech kenn dich aber nicht.

Die Ishani Steckenbiller, die geht doch bei dir in den Kindergarten.

Kannst du sie holen? - Was willst du von der Ishani?

Ich muss mit ihr reden. Ist aber geheim.

Streng geheim. Psch! Hol sie.

Psch.

Darf man fragen, was Sie da machen? - Was? Wer, ich?

Nix. - Nix schaut aber anders aus.

Das ist, glaub ich, ein Missverständnis.

Pass auf, jetzt pack ich dich!

*lautes Brüllen*

*Aufprall, Rudi ächzt*

Wie gefällt dir das, du Perversling?

Marion, grüß dich. Der Eberhofer Franz.

Du, ähm, sei so gut, schau mal auf das Konto vom alten Steckenbiller.

Wann war da die letzte Abhebung? Gerne auch Kreditkarte.

Moment kurz. - Ja, super, danke.

*sie schließt ab*

*spannungsvolle Musik*

(Marion) Ich hab ins Konto geschaut.

Ist er recht aufregend, dein Vermisstenfall?

(stammelt) Ja.

(Marion) Franz? - Das ist die Marion von der Sparkasse.

Franz? Hallo? Bist du da?

Äh... - Franz?

Macht ist so geil, Franz.

Susi, das ist mein Büro. - *Stoff reißt*

Frau Bürgermeister, wird das sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz?

Und das in deinem Büro. Ich komm mir so versaut vor.

Das könnte sich negativ auf Ihre Karriere auswirken.

Das ist eine dienstliche Anweisung. - Echt?

Von Ihrer Vorgesetzten.

*Susi stöhnt erregt, Franz ächzt*

Franz? - Ja, ich weiß auch nicht.

Du kannst doch sonst immer. - Ich bin doch keine Maschine.

Brauchst du jetzt ein Vorspiel? Nach 20 Jahren?

Auch wir Männer funktionieren nicht nur auf Knopfdruck.

(lacht verlegen) Franz.

Stehst du schon länger da? - Ich?

Äh, nein, ich war grad auf'm Weg zum, zum Klo,

zum Händewaschen.

Und? Alles fit im Schritt?

Du bringst jetzt die Filme vom Blitzer zum Entwickeln.

Abzüge 13x18, Hochglanz.

Hahaha. Wahnsinnig witzig.

Schwing dich! - *unterdrücktes Lachen*

*Türen werden geschlossen*

Am 24. September diesen Jahres ist unser Vater verschwunden.

Seitdem hat er sich nicht mehr bei uns gemeldet.

Die örtliche Polizei nimmt uns nicht ernst.

Darum wenden wir uns an Sie. - *NVinseln*

Wenn irgendjemand irgendwas weiß über...

Der Hund hat Hunger! - (Leopold) Ich auch.

Was soll ich noch alles machen?

(Franz) Einen Perversen? - Ja, auf die Ishani hat er es abgesehen.

Hat man gleich gemerkt, dass das ein Perverser ist. - Und woran?

Na, an allem. Wie er so geduckt hinter der Hecke saß,

so ein Würstchen, das sich nicht an Größere rantraut.

Ich zeig ihn dir.

Da haben wir ihn eingesperrt, dass er uns nicht rauskommt.

Ach! Dich hab ich ja schon ewig nicht mehr gesehen.

Ja, weil du dich nie meldest.

(streng) Welche Spur führt dich in unsern Kindergarten?

Das geht dich nix an.

Dann sag mir wenigstens, warum du die kleine Steckenbiller anquatschst.

Da.

Das hängt in jeder Tankstelle von da bis Garmisch.

Du bist scharf auf die Belohnung. - Ieh bin Privatdetektiv.

Im Gegensatz zu dir überweist mir niemand jeden Monat ein Gehalt fürs Nichtstun.

Ist es finanziell eng? Soll ich dir was leihen?

Danke. Finanziell geht's mir eins a. - Sicher?

Soll ich dir was leihen? - Also: warum ausgerechnet die Kleine?

Immer zuerst das private Umfeld checken.

Muss ich dir ernsthaft Detektivarbeit erklären?

(streng) Nein, musst du nicht.

(Kinder kichern) Servus, Franz!

Servus!

Mach die Handschellen ab. - Ein bisserl! Show gehört dazu.

Auch bei der Polizel.

(Rudi stöhnt) Au!

Papa, was ist denn eigentlich ein Perverser?

Äh, das ist einer, der kommt aus Perversien.

Ich bin nicht pervers. - (Franz) Jetzt sei nicht eingeschnappt.

Wir bringen den Pauli heim und dann gehen wir ein Bier trinken

und besprechen, wie wir den Steckenbiller wiederfinden.

Franz Eberhofer, ich durchschaue dich.

Du willst mir meinen Fall klauen, du Kriminalschmarotzer.

Ach geh! Eine Hand wäscht die andere, hm?

Wenn ich was rauskriege, erfährst du es als Erster.

Und danach machen wir halbe-halbe. - Ich find den Steckenbiller auch allein.

Außerdem darfst du keine Belohnung annehmen.

Die Belohnung nimmst natürlich du an.

Und danach machen wir halbe-halbe.

Franz, wenn du mir diesen Fall klaust, sind wir geschiedene Leute.

Wo gehst du denn hin? Du bist verhaftet.

Leck mich am Arsch.

*gemächliche Musik*

Komm, Pauli. - Ja!

Hast du die Mama vermisst? Hast du die Mama vermisst?

Die Mama hat den Pauli auch vermisst.

Wart ihr noch auf dem Spielplatz? - Ja, aber das war das letzte Mal.

(stöhnt) Warum auf den Spielplatz gehen, wenn man daheim einen Bauernhof hat?

(Franz) Gell, Hinkelotta? - Aber ist doch auch schön,

Zeit mit dem Sohn zu verbringen, oder?

Weißt du, wer im Kindergarten war? - (Susi) Nein.

Einer aus Perversien.

Aus Perversien?

Das war nur der Rudlı.

Ach so.

Du, Pauli, die Mama vom Ansgar hat heute angerufen.

Du hast ihm die Schaufel weggenommen und gesagt: "Du Dummkopf”?

Pauli, hast du zum Ansgar gesagt: "Du Dummkopf"?

Ja, du kannst doch unserer Familie nicht so eine Schande machen.

So was wollen wir nicht mehr hören. - (Franz) Ganz genau.

Nächstes Mal sagst du "Saudepp", "Hundskrüppel", "Watschengesicht".

Ja, oder "Brunzkopf"” oder "Hirntoni" oder "Teigaffe", verstehst du?

Aber doch nicht "Dummkopf". Also wirklich.

Warum gibt's nix Gescheites? - Weil du nix eingekauft hast.

Seit Oma weg ist, gibt's bloß noch Pizza oder Leberkäse.

Oder Pizza-Leberkäse.

Und wie's hier ausschaut. Das ist nicht mehr feierlich.

Du hast einen Buchladen mit einem gemütlichen Sechs-Quadratmeter-Büro.

Du musst hier nicht sein.

Doch, muss ich schon. Ich muss unser Haus fertig bauen.

Sonst kommen die Panida und die Kinder gar nicht mehr aus Thailand zurück.

Leopold, du hast recht. Das ist kein Leben.

Wir vegetieren hier nur noch so dahin.

Aber jetzt hat der Franz mehr Zeit und kann sich um den Haushalt kümmern.

Kommandier mich nicht herum. - Hast du eine bessere Idee?

Ja, die Oma muss wieder her. Und ihr helft gefälligst alle mit.

(brummt) Mit der red ich gar nicht mehr. - Du auch!

*Hinkelotta winselt*

*gemächliche Musik*

Zieh nicht so ein Gesicht. Wir machen das auch für dich.

Hättet ihr die Oma besser behandelt, wär es nicht so gekommen.

Du hältst deinen Rand und machst einen guten Eindruck.

Ich komm da nicht angeschleimt.

*Hardrock-Klingelton*

Was ist denn los bei Ihnen? - (Franz) Wie meinen Sie das?

Die Steckenbillers machen alle verrückt.

Was haben Sie in dem Fall rausgefunden? - Der Fall steht ganz oben auf der Liste.

(lacht) Das ist Ihr Zuständigkeitsbereich. Kümmern Sie sich drum.

Und zwar sofort. - Das würde ich ja gern.

Aber als Halbtagskraft sind meine Kapazitäten nicht endlos.

Was heißt Halbtagskraft?

Das besprechen Sie am besten mit der neuen Bürgermeisterin.

Also, Eber...

Einfach aufgelegt.

Du hättest was Ordentliches anziehen können.

Wie soll ich das machen, du Hirsch, wenn ich nix Sauberes mehr hab?

Waschen?

*Oma lacht laut*

So ein Glück, was?

Oi, oi, oi. Das geht ja gut los.

(Buengo) Das ist nicht dein Ernst, oder? - Ich hab gewonnen!

Geh, Lena, du hast doch beschissen.

Liesl, ich versteh dich ganz schlecht. - Ach so?

Mein Hörgerät spinnt. *sie lacht*

Ja, genau. Du verstehst auch bloß das, was du verstehen willst.

Das bleibt aber unter uns.

Pss. - *Oma lacht*

*Hupen*

(Liesl) Ja, da schau her, Lenerl. Deine Bagage.

Ha, die können was erleben. Das wird ein Spaß.

Gut, dass ihr so schnell kommt. Hat der Doktor euch angerufen?

*unheilvolle Musik*

Geht's der Oma nicht gut?

(Leopold) Sag bloß, es geht dem Ende zu? - Jesus Maria.

Mit der Oma geht's zu Ende und du kommst so daher. Schämen muss man sich.

Klar, weil's um Äußerlichkeiten geht. - Reißt euch zusammen.

*unheilvolle Musik*

Jungs, kommt her, ich muss mit euch reden.

Geht's dir nicht gut? - Was sagt denn der Doktor?

Ist es so weit, Mama? - Das wird doch wieder, oder?

Jetzt gebt mal alle Ruhe, damit ich was sagen kann.

Ja, red dir nur alles von der Seele.

Wir hören dir zu, liebe Oma. - Wir machen alles für dich.

Das sind Bistro-Gutscheine.

Fünf Tassen Kaffee und drei Stück Schwarzwälder Kirschtorte.

Stellt euch vor, der Billinger-Markt macht zu.

Und da verfallen meine Gutscheine. Wir müssen unbedingt dahin.

Und deswegen jagst du uns so einen Schrecken ein?

Wir haben geglaubt, es ist was Ernstes. - Das ist ernst.

Ich hab mein ganzes Leben lang alle meine Wünsche und Träume

immer hinten für euch angestellt.

Seit wann hast du eigene Wünsche und Träume?

Also bei mir geht's nicht.

Ich hab einen Fall und bin mit dem Pauli allein.

Und ich muss mich um den Neubau kümmern. - Ja, dann...

Ja, was dann? Ich kann dich auch nicht fahren.

Ich hab permanenten Unterzucker.

Und was ist mit meinen Gutscheinen, Himmelherrgott-Sakrament?

Wenn du wieder zu uns ziehen würdest... - Ich zieh nicht wieder ein.

Wenn du nicht heimkommst, kann dich auch keiner zum Billinger fahren.

Ja, dann mach ich den Führerschein und fahr selber.

(spöttisch) Ja, das machst du, Mama.

Führerschein! Die spinnt komplett. Ein klarer Fall von Altersschwachsinn.

Das ist ein Polizeiauto! - Erst lässt sie mich im Stich,

dann kommt sie mit Sterben daher und jetzt mit dem Billinger.

Papa! - *sie reden durcheinander*

Papa, mach den Dübel aus! - Ah, leck mich doch!

(brüllt) Obacht! - *Bremsen quietschen*

*Quietschen*

(Leopold) Das ist von einem Mensch. - (Franz) Krass.

Sauber, Junge, jetzt hast du wirklich einen Fall.

So, wie geht's meinen Schäfchen? Ist doch alles in Ordnung, gell?

Gar nichts ist in Ordnung. Der Kindergarten muss erweitert werden.

Die Planungen für die Spielstraße gehen nicht voran.

Und die Übernachtungszahlen der letzten Jahre? Es ist dramatisch.

Dramatisch?

Ja. Niederkaltenkirchen ist touristisch der totale Underperformer.

Frau Dings, das ist ja schön, dass Sie sich als stellvertretende...

Die extra von mir gegründete Taskforce "Social Media & Public Image"

hat einen super Vorschlag erarbeitet,

wie wir das Niederkaltenkirchen der Zukunft

touristisch attraktiver gestalten.

Wir machen mit beim Wettbewerb "Schönster Kreisverkehr Bayerns".

Nein, das machen wir ganz bestimmt nicht. Was soll denn das bringen?

Oh-oh, ich hör Sie nicht mehr. Wir hören Sie nicht mehr.

Macht den Ton an! - Falls Sie uns noch hören:

Den Ton an! - Gute Besserung und bis bald.

Verdammt noch mal, nein! Ich...

Schlechte Verbindung. Schade.

So...

Ich möchte von jedem von euch bis heute Abend einen kreativen Vorschlag,

wie wir unseren Kreisverkehr verschönern können.

*Stimmengewirr auf dem Flur* - Max/'

*Susi stampft auf* - Hä?

Von jedem. - Von mir auch?

Wası...

Was ist denn das da draußen?

*lautes Durcheinander*

(Susi) Hallo?

Ist heute Tag der offenen Behörde?

Großeinsatz. Herr Eberhofer hat uns angefordert.

*schriller Pfiff*

(brüllt) Fähnlein,

fertig machen zum Abmarsch!

*Kinder reden durcheinander*

(Gruppenleiter brüllt) Links, zwo,

drei, vier!

*Pfiff*

Fähnlein, nicht so langsam! Schaltet einen Gang hoch!

Du kannst nicht wissen, ob das das Ohr vom Steckenbiller ist.

Hast du dem unbedingt Bescheid geben müssen? - Na ja.

Über Anwesende spricht man nicht in der dritten Person. - Was hat er denn?

Angst, er kriegt die Belohnung nicht. - Was sagte ich? Stichwort: dritte Person.

Franz, was machst du denn da für einen Aufriss?

(keucht) Muss das sein?

Stell dir vor, mein Vermisstenfall hat eine spektakuläre Wendung genommen.

In Richtung Kapitalverbrechen. - Mhın.

Dem Franz ist ein Ohr zugeflogen.

Das könnte vom Steckenbiller sein.

Könnte?

Franz, ich versuche, den Unique Sailling Point von Niederkaltenkirchen zu finden,

und du veranstaltest so ein Brimbamborium wegen einem einzigen Ohr?

Ich hab's ihm eh gesagt. - Ich verweise Sie gleich des Tatorts.

Wo ein Ohr ist, ist meistens noch mehr. - Ja.

Vielleicht gibt es ja eine unspektakuläre Erklärung, warum hier ein Ohr herumliegt.

Ja, dass der Rest von dem Mensch auch hier ist.

Ja, aber vielleicht ist es auch was ganz Alltägliches.

Hä?

Zum Beispiel...

(sie seufzt) Dings.

(beide) Hä?

*sie stöhnt frustriert*

Zum Beispiel...

Es ist ein rechter Schmarrn, was du hier veranstaltest.

Deine Susi hat ganz schön Feuer unterm Arsch.

Wenn du nicht aufpasst, hast du bald nix mehr zu melden.

*Rudi lacht schadenfroh*

(Pfadfinder) Ey, Fabi, komm. Zieh mal. Ich hab was gefunden.

Sagt mal, ihr Rotzpiepen!

Bist du bekloppt? Das ist ein Corpus Delicti.

Fund! Fund! Das ist ein Leichenteil.

*Hinkelotta kläfft*

*Papa nimmt tiefen Zug*

*Winseln*

*er atmet aus*

Was ist denn los? Was schaust du schon wieder so?

Meinst du, ich hab keinen Hunger oder was?

*Winseln*

*Kaufhausmusik*

Pf...

Wir sind aber keine Wärmestube, gell?

Sagt wer, dass mir kalt ist? - Die Bahnhofsstube sind wir auch nicht.

Ja, das ist mir klar. Ich bin ja auch zum Futterkaufen hier.

Und für wen wollen Sie Futter kaufen? - Ja, für unsern Hund!

Ja, das... -Aha. Für einen Hund.

Und wo ist er dann, Ihr Hund? - Ja, wo wird er sein, der Hund?

Daheim ist er und hat tierisch Hunger. - So, so.

Ja, und was haben wir für einen Hund? - Kruzifünferl, einen Hund halt!

Welche Rasse?

Rasse, Rasse. Ist doch wurscht. Ein dreibeiniger ist es.

Eine Katze und einen Vogel haben wir auch? - Was für einen Vogel, bitte?

Vielen Dank für Ihren Besuch im Leckerli-Markt

und auf Nimmerwiederschauen.

Brennt dir der Hut, du aufgetakelte Mistamsel?

Ich hab wirklich einen Hund.

Muss ich mir das anhören von so einem Zwetschgenmander!?

Da hat der Maurer das Loch gelassen. Geh!

Jetzt wird's hinten höher wie vorn.

Du glaubst wohl, ich hab kein Geld, du Nagellackpritsche?

Wenn ich was kaufen will, kaufe ich was. Das kaufe ich jetzt.

Und das kauf ich auch, ja? Und das.

Ein Hamsterspielzeug?

Mit was mein Hund spielt, ist doch wurscht.

Und wenn es ein Schachbrett ist.

Und wenn ich alles kaufen will, kauf ich alles.

99 auf fünf. - Alles kauf ich.

99 auf fünf, bitte - *Spielzeug quietscht*

(Papa im Geschäft) Jetzt glotzt nicht so blöde!

Müsstet ihr für Blödheit Steuern zahlen, wär der Laden zu.

Endlich sind Sie da.

(Papa) Jetzt macht die Tür auf! - Das Ist er.

Haben sie euch komplett ins Hirn geschissen?

Ich werde sowieso nie wieder einen Fuß in diesen Scheißladen setzen.

Mir war er ja gleich verdächtig. - Echt?

Es soll doch einer aus der Psychiatrie ausgebrochen sein.

Der hat wahllos Sachen mitgenommen und wollte Iın D-Mark zahlen.

Wir haben ihn gleich eingesperrt. - Rutscht mir den Buckel runter.

Und dann könnt ihr mich kreuzweise und spiralenförmig

aber so was von am Arsch lecken!

Akute Schizophrenie tät ich sagen.

Nein, das ist mein Vater. - (Papa) Ich glaub, ich spinn.

Echt jetzt? - Mhm.

Franz, jetzt beweg deinen Handlanger-Arsch dieses Kacksystems und hol mich hier raus!

Das ist mir aber zuwider, dass ich Ihren Vater für plemplem gehalten hab.

Ach, das ist mir auch schon passiert.

*Krachen*

Bin ich schon drin? - Ja, Ja.

Ganz prima, Frau Eberhofer.

Jetzt

fahren wir schnell wieder heim.

*Motor heult auf*

Super.

Danın...

krieg ich jetzt noch 443 Euro und neun Cent.

(Papa) Franz!

Geht auch mit Karte. - (Papa) Lasst mich sofort raus!

443 Euro und neun Cent.

Papa, das sind fast 900 Mark.

Heutzutage ist man nur noch als zahlender Kunde was wert.

Raubtier-Kapitalismus.

Dann wundern sie sich, dass man nicht mehr einkaufen mag.

Ab jetzt können mich alle Geschäfte komplett am Arsch lecken.

Ich kauf überhaupt nix mehr ein, verstehst?

Frisst du jetzt meinem Hund die Leckerlis weg?

Ich muss mich ja beruhigen. Rauchen lässt du mich ja nicht in deinem Spießerauto.

Papa, du hast einen Vollschuss.

Nie wieder kauf ich irgendetwas ein.

Ich lasse den Konsum am ausgestreckten Arm verhungern. So schaut's aus.

Ja, das machst du.

*Stimmengewirr*

*gackerndes Gelächter*

Mmh! Der Herr Bürgermeister- Stellvertreterinnen-Gatte.

Durftest du heute noch raus?

Musst du nicht der Susi ihre Business-Klamotten aufbügeln?

*Frauen lachen*

Warum sind die an unserem Tisch? - Heute ist Ladies Night.

Wolfi? Noch eine Runde Aperol Spritz.

*Frauen lachen*

*undeutliche Gespräche im Hintergrund*

Danke. - * Jubellaute*

*Auslöser* - Warum fotografiert ihr euer Bier?

Insta. - Instagram.

Ich hab schon einen Follower. Den Simmerl.

Ich auch, den Flötzinger. Da!

Mein Bier geht voll durch die Decke. Einen Like hab ich schon.

Franz, kauf dir auch mal so ein Handy. - Dann kannst du uns liken.

Ach like mich doch am Arsch.

Was ist denn heute los mit dir, Franz?

Ja, jetzt lasst doch den Franz. Ihm geht's nicht so gut.

Hä? - Franz, hast du Probleme?

Stimmt's bei dir mit der Susi nicht mehr?

Trennt ihr euch? - (Wolfi) Das hört man Öfters.

Wenn die Frau karrieremäßig an dem Mann vorbeizieht, ist der Eheofen aus.

*Frauen lachen weiter im Hintergrund* - Franz, kannst du nicht mehr?

Simmerl? - (brummt) Na...

Mein Max hat's halt daheim brühwarm erzählen müssen. Es tut mir leid.

So alt bist doch du noch nicht. - Können wir von was anderem reden?

Ach geh, das ist reine Kopfsache. Hm? Sex findet da oben statt.

Echt? Ich bin am besten, wenn ich nicht so viel nachdenke nach der vierten Halben.

Wem vertraust du in Sachen Erotik mehr,

einem Metzger oder dem Installateur der Sinnlichkeit?

Habt ihr's jetzt?

Mein Gott, Franz, was würd ich dafür geben, wenn ich nicht dauernd könnte.

Ich kann nicht nicht. - Die Mary sagt, ich muss was gegen die Weiberei machen.

Die hat gesagt, ich bin sexsüchtig.

Dann geh halt zum Arzt. - Therapie oder was?

(Wolfi) Ja.

Franz, das kannst du dir vielleicht nicht vorstellen, aber

bei mir ist das aussichtslos.

Servus.

Hey, gehst du schon heim oder was? - Was willst'n daheim, Franz?

Keinen Sex kannst bei uns auch haben.

*Tür knallt zu*

*Gelächter, schnelle Blasmusik*

(Susi) Was macht für dich unser Dorf aus?

Was ist quasi das Herz von Niederkaltenkirchen?

Ist es die Ruhe? Ist es, dass man sich kennt?

Sind es die vielen Jobmöglichkeiten in der Automobilbranche, hm?

Auf alle Fälle.

Fra-hanz, soll das jetzt helfen beim Brainstorming?

*sie stöhnt genussvoll*

(Susi) Also das ist für dich Niederkaltenkirchen?

(Franz) Mhm.

*flotte Blasmusik spielt weiter*

Klappt's schon wieder nicht?

*Blasmusik klingt aus* - Nein.

(Susi) Franz,

jetzt mach dir nicht so einen Stress.

Du musst einfach akzeptieren, dass du momentan mehr Vater und Hausmann bist.

Du redest doch ständig von Jobs in der Automobilbranche.

Das Ist voll der Erotikkiller.

Und? Was sagt ihr?

Wer soll das sein? - Der Steckenbiller.

Die Ähnlichkeit springt nicht ins Auge.

Was? Entschuldige, schau dir das an.

Die fleischige Nase, das fliehende Kinn.

Absolut. Wenn das nicht der Steckenbiller ist, dann weiß ich auch nicht.

Das kann irgendwer sein. - Und der Steckenbiller läuft noch irgendwo rum.

Hat dich irgendwer gefragt? - Eberhofer,

Sie haben doch nicht aus irgendwelchen Tierteilen eine Leiche basteln lassen?

Nur damit Sie einen Mordfall haben und nicht wieder auf halbtags gesetzt werden?

Herr Moratschek, glauben Sie, ich bin komplett bescheuert?

Ja, Günter, sag halt auch mal was. - Ach so?

Ja, äh, die Teile da haben alle die DNA vom Steckenbiller.

Wieso sagst du denn das nicht gleich?

Na ja, so war's länger spannend.

Und? Hab ich den richtigen Riecher gehabt, hm?

Hör ich Dreamteam? Hör ich Dreamteam?

Hör halt auf, Franz. - *Franz kichert*

Wer tut dem Vater denn so was an?

Das wissen wir nicht, aber jetzt haben wir ihn gefunden.

*Uhr tickt*

(Frau) Das hat der nicht verdient. Wer macht bloß so was?

(Franz) Das krieg ich raus. - Versprichst du das?

Mei, äh... Ja.

Danke.

Hat dein Vater mit irgendjemand Streit gehabt?

Na ja, er war jetzt nicht direkt pflegeleicht, der Schwiegervater.

Er hat gute Verbindungen zur Bank gehabt.

Und wenn es jemandem finanziell schlecht ging,

hat er ihm ein Angebot gemacht, WO er schlecht nein sagen konnte.

Ja, da macht man sich nicht viele Freunde. - Nein.

(weint) Zerstückelt,

und auf einem Acker verstreut wie Mist.

(Rudi) Furchtbar. Ja, furchtbar.

Aber besser ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende.

(weibliche Computerstimme) Rudi, hast du Lust, mit mir ein Spiel zu spielen?

Rudi, hast du Lust, mit mir ein Spiel zu spielen?

Rudi, hast...

Ihr Vater war Jäger?

Die Jägerei war sein großes Hobby.

Auf wem sein Feld hat man ihn gefunden?

Das darf ich nicht sagen.

Ja, ich glaub, wir haben es dann.

Ja, eine Sache noch. Wegen der Belohnung.

Überweisung oder bar, was ist Ihnen lieber?

Die Belohnung war eigentlich dafür, dass wir den Vater wiederbekommen.

Ja, jetzt ist er ja wieder da.

Ja, aber zerhäckselt.

Ja, da ist da. - Rud!!

Steht auf dem Zettel drauf:

"Belohnung nur bei lebendig"?

Nein, auch nicht im Kleingedruckten.

*sie schluchzt*

Haben Sie gar keinen Anstand im Leib?

Wir haben gerade unsern Vater verloren.

(seufzt) Ach, Rudi.

Was heißt hier unsensibel?

Die haben ihren Vater verloren und du fragst nach der Belohnung.

Ja, natürlich. Die steht uns ja auch zu. Geiziges Pack.

Ja, ist schon gut, Rudi. Ist schon gut.

Ich möchte nicht, dass du mich bei der Arbeit anrufst oder Nachrichten schreibst.

In einer glücklichen Beziehung gesteht man dem anderen gewisse Freiheiten zu.

Neue Freundin? - Konzentrier du dich aufs Fahren.

Wir wissen beide, wohin das führt.

Ja, ich dich doch auch.

Wir müssen herausfinden, wem das Feld gehört,

auf dem wir die Teile vom Steckenbiller gefunden haben.

(Stöhnen) - Was machst du da?

Nichts. Allerdings ist das auch kein Beweis.

Der Mörder muss ja nicht die Leiche am eigenen Feld verteilen.

*Franz seufzt*

(Computerstimme) Sehr gut. Nicht aufhören.

*Motor geht aus*

*Stöhnen*

Was ist? - Du streichelst die ganze Zeit dein Handy.

Mach ich nicht. - Doch.

Ja, und? - Hör bitte auf damit.

Nur noch drei Minuten.

Ich muss sie fünf Minuten am Tag streicheln.

Wenn nicht, wird sie krank, und das kostet mich Token.

*Stöhnen* - Wer iIst "sie"?

Yin Ling. Eigentlich ein Roboter, aber ich kann mich prima mit ihr unterhalten.

Du unterhältst dich mit einem Roboter?

Ja, sie hört mir wenigstens zu, im Gegensatz zu dir.

Es ist ein Spiel. Nichts Besonderes. - *Reifenquietschen, Hupen*

Danke, Rudi, das hat wirklich gutgetan.

Verrückt. Jetzt hab ich mir gedacht, die Oma sitzt in dem Fahrschulauto.

(spöttisch) Mhm.

(Leopold) Ich halt das nicht mehr aus. Wie man so leben kann.

Grauenhaft. Irgendjemand wird's schon machen.

Furchtbar. Ein richtiger Saustall ist das.

Staubsaugen müsste man auch mal wieder.

Leopold, sei so gut, weil du grad dabei bist.

Machst du die Wäsche? Die müsste noch sortiert werden.

Sind aber eh zwei bis drei Maschinen. Merel.

Die Fenster sind auch dreckig.

Man kann gar nicht mehr rausschauen.

Da muss man sich ja schämen.

*er lacht fassungslos*

(brüllt) Ich mach doch eh schon alles und geh mit gutem Beispiel voran.

Ich unterstütz die Familie, wo es nur geht. Kriegt ihr das überhaupt mit?

*Hinkelotta bellt*

Was bist du jetzt eigentlich so cholerisch, hm?

Von wem hast du denn das? Ts!

(Liesl) Der Steckenbiller tot?

Ich glaub, mich trifft der Schlag.

Deswegen habt ihr so ein Trara veranstaltet auf dem Acker.

Du weißt auch immer alles. - Es war nicht zu übersehen.

Hat der Steckenbiller Streit mit dem Kneißl gehabt?

Wieso mit dem Kneißl? - Wer ist jetzt der Kneiß!?

Weil die Teile vom Steckenbiller auf dem Acker vom Kneiß! lagen.

Erfahr ich das auch mal! So stellst du dir unsere Zusammenarbeit vor?

Das schaut dem Kneiß! ähnlich. So ein gewalttätiges Arschloch.

Den hätte man längst einsperren sollen.

Aber die Polizei kommt ja immer erst, wenn es zu spät ist. - Mhm.

Aber mit dem Steckenbiller warst du gut befreundet, oder?

Wir waren lediglich lose bekannt.

Die Oma hat gesagt, er hat dir jedes Weihnachten ein Reh vorbeigebracht,

für dein Rehragout, mit dem du so angibst.

Ein ganzes Reh zu Weihnachten?

Das klingt nach mehr als lose bekannt. - Was will denn jetzt der Depp da?

Und am Tag des Herrn gab's jedes Jahr ein nettes kleines Rehragout-Rendezvous, hm?

Wir haben eine solche Rehplage.

Der Steckenbiller wusste gar nicht mehr wohin mit den Viechern.

So, so? Aha. - Jetzt langt's aber, Bursche.

*Rudi lacht*

Was ist jetzt eigentlich mit dem Kostgeld?

Kostgeld? - Ja, bin ich von der Wohlfahrt?

Ach so, du, die Oma darf gerne wieder heimziehen,

wenn du sie dir nicht mehr leisten magst.

Wo ist sie überhaupt? - Was weiß ich?

Ieh bin doch nicht ihr Wauwau.

*spannungsvolle Musik*

(Franz) Herr Kneißl? *klopft an die Tür*

Polizei!

(Rudi) Herr Kneißl, Sie haben Besuch.

Scheiße. Ist der auch tot?

*mürrisches Stöhnen*

Herr Kneißl, aufwachen. Polizei! - Ieh hab keine Zeit.

(Franz) Ja, wir auch nicht. - Was haben wir denn da Feines?

(stöhnt) Obstler.

*er stöhnt und rülpst*

Ich nehm noch einen. - Erst hab ich ein paar Fragen.

Wie kommen z.B. die Einzelteile vom Steckenbiller auf Ihr Feld?

Wo kommt denn ihr zwei her?

Das ist eine ernste Sache. - Ohne Schnaps sag ich gar nix.

Ja, der Schnaps ist leider leer.

Wieso?

Ich seh doch, dass die Flasche noch halb voll ist.

Da, schauen Sie.

Da. Leer.

*Rudi lacht in sich hinein* - Sag einmal,

bist du jetzt völlig...

*Franz ächzt* - Du Wicht, du dreckiger!

Du kannst meinen Schnaps nicht... - Herr Kneißl.

(röchelt) Rudi.

Herr Kneißl, Sie erwürgen einen Polizeibeamten.

Das wirkt nicht gerade entlastend. - (röchelt) Rudi!

Ich bring dich um, du Drecksau!

*Klirren*

So, jetzt wird keiner mehr umgebracht.

(Kneißl jammert) Au! - Und? Was meinst du?

Kann man damit jemanden zerhäckseln?

Vielleicht hat der Günter ja eine Leiche übrig.

Rudi, bäh! - Das war ein Witz.

Wenn die KTU den Häcksler zerlegt,

würd's mich nicht wundern, wenn sie noch Teile vom Steckenbiller da drin finden.

*unheimliche Musik*

(Leopold) Salz, Pfeffer, Kümmel,

Lorbeer, Wacholderbeer haben wir.

Gelbe Rüben, Sellerie haben wir auch.

"Die Schwarte

kreuzweise einschneiden.”

(lacht) Die Oma hat eine Sauklaue. Das kann kein Mensch lesen.

*Uhr tickt*

*Brutzeln*

Hast du gekocht?

Ja, ich habe gekocht.

Magst du dich hier unentbehrlich machen? - Franz.

Das riecht nicht schlecht. - Das hätt ich dir nicht zugetraut.

Ja, auf dem Plan steht heute Abend: "Leopold kochen.”"

Habt ihr auch eure Aufgaben für heute schon erfüllt?

Äh, was für ein Plan? - Ähm...

Dieser Plan. Den ich gemacht habe und an den sich keiner hält.

Da hat der Leopold aber einen besonders schönen Plan gebastelt.

Ich putz nachher. - Ja, und ich wasch morgen, ja?

Erst die Arbeit, dann das Essen.

Das schaffen wir ja jetzt gar nicht mehr.

Das Essen ist doch wichtiger.

Der Schweinebraten braucht noch eine Stunde. Bis dahin schafft ihr das.

Ich mach's später. Was auch immer. *er kichert*

Ich hab noch ein wichtiges Videotelefonat mit der Kreisrätin.

Mhm. - Das wird schon werden, du wirst sehen, jetzt mach lieber weiter.

Das glaubt ihr doch selber nicht. Ich kenne euch.

Nach dem Essen macht keiner mehr irgendwas.

*empörtes Murmeln*

Also jetzt!

Wenn ihr, wenn der Braten fertig ist, eure Aufgaben nicht erledigt habt,

dann, dann...

Was Leopold? Dann...

Wiederschauen, Frau, äh...

Ja.

Mei. Der Leopold ist so ein Gschaftler.

Nicht zum Aushalten.

Aber gerochen hat es schon gut. - Ja, wahnsinnig gut, oder?

(seufzt) Bloß das mit der Waschmaschine muss er noch ein bisschen üben.

*sie seufzt*

*Uhr tickt*

Wo ist der Braten?

Ist das dein Ernst?

Hast du das alles allein aufgegessen?

Ich und der Hund. Strafe muss sein.

(Papa) Ha. - Und was ist mit dem Krautsalat?

Die Hühner haben sich sehr gefreut.

Du bist Ja wahnsinnig. - Sag einmal, spinnst du?

Das gute Essen!

Es war in der Tat ein bisschen viel,

aber ich hoffe, ihr habt jetzt da alle was gelernt.

*Rülpsen*

*er bläst auf den Flaschen*

Sie haben dem Steckenbiller gedroht, ihn umzubringen.

Steckenbiller war ein Arschloch.

*er bläst weiter*

Ja, Sie haben einen Hass auf ihn gehabt.

Ah, übrigens, Ihr Alibi ist auch scheiße.

Die Typen, mit denen Sie angeblich im Sportheim waren, erinnern sich an nichts.

Ich sag Ihnen was, wenn wir Spuren vom Steckenbiller in Ihrem Häcksler finden,

dann schaut's für Sie ganz finster aus.

Es tut mir leid, dass ich dazwischenfunke,

aber im Häcksler waren keine Spuren vom Steckenbiller.

Echt jetzt? - Ja, wir müssen ihn laufen lassen.

Widerstand gegen die Staatsgewalt? - Da kriegt er eine Anzeige.

Ist blöd gelaufen, Spatzl, hm?

Fesches Leiberl.

*er stöhnt*

Das ist jetzt nicht wie erhofft gelaufen,

aber diese ermittlerische Aggressivität kenne ich gar nicht an Ihnen.

Sie haben ja richtig Biss.

Das ist gut so. Behalten Sie das bei.

*geheimnisvolle Musik*

Was soll das werden, wenn's fertig ist?

Hatte Ihre Herrschaft einen anstrengenden Tag?

Kannst du bitte nicht den Staub in mein Bier wedeln?

Wären Ihre Herrschaft mir sonst böse?

Ja, weil das mein Abendessen ist.

*er stöhnt genervt*

Oder würden Ihre Herrschaft mich dann übers Knie legen

und mir meinen süßen kleinen Popo versohlen?

Hä?

Oder soll ich Ihre Herrschaft überall ganz, ganz sauber machen?

Sag einmal, soll das erotisch sein?

*Musik klingt aus* - Ja, Franz, das sollte es.

Ist es aber nicht, Susi. - Dann spiel halt mit.

Mann, so ein Schmarrn. - Leck mich am Arsch.

Du hast "meine Herrschaft" vergessen.

Du ahnst überhaupt nicht, was du gerade alles verpasst.

Gell? Du bist so herrlich unkompliziert.

*Winseln*

Können Sie mir nicht ein Attest ausstellen?

"Ignatz Flötzinger geheilt”, Unterschrift, Stempel?

Aber Herr Flötzinger.

Sie werden doch nicht so kurz vor dem Ziel aufgeben?

Schauen Sie dem Tiger ins Auge.

Dem Tiger ins Auge schauen.

Dem Tiger ins Auge schauen.

Sehr gut, Herr Flötzinger. Ganz prima.

Es macht ja auch keinen Sinn, wenn man sich immer um die Versuchung herumdrückt.

Mhm. - Man muss sich ihr stellen.

*Discofox-Schlager spielt“ - Hach,

die sind alle total nett und so locker.

Da denkt man immer, Swinger wären irgendwie so verklemmte Hanswurste,

die ihre Frauen zu irgendwas zwingen, aber nein, die sind ganz unverkrampft.

Mhm.

Herr Flötzinger, Sexbombe auf halb zwölf.

Die schaut zu uns rüber, und sie ist, unter uns gesagt, nicht jugendfrei.

Herr Doktor,

ich schau dem Tiger ins Auge.

Die Ampel ist auf Gelb umgesprungen. - Was? Verdammt.

Zuschauen erwünscht. - Zuschauen erwünscht?

Gelb: Zuschauen erwünscht. Grün: Mitmachen erwünscht.

Wann springt die auf Grün? - Das kann jeden Moment passieren.

Herr Flötzinger, man sieht sich.

*gemächliche Musik*

Schatzi, ich habe wenig Zeit.

(jammert) QOje, oje, oje.

Meine Frau verzeiht mir das nie.

Das ist eigentlich unsere Therapiestunde, Herr Doktor.

Aber wenn's gerade nicht passt... - Franz.

Das ist so schön, dass Sie beide noch zusammen sind.

Die meisten Paare, die zu mir kommen,

trennen sich spätestens nach der sechsten Sitzung.

Gerade, wenn man als Therapeut denkt, jetzt wird's doch langsam interessant.

Ich würd heute gerne was anderes mit Ihnen besprechen.

Aha.

Sie sind doch auch Arzt, Herr Doktor?

Susi!

Haben Sie sich was eingefangen?

Viren, Bakterien,

einen Pilz? - Hm?

Franz? - Du, darüber rede ich sicher nicht mit unserem Dorfmedizinmann.

Ich will's auch gar nicht wissen.

(flüstert) Dann sag ich's. - (flüstert) Untersteh dich.

Oje, Erektionsstörungen.

Das auch noch.

Die kann man doch behandeln, oder?

Wissen Sie, Frau Gmeinwieser,

so ein Mann ist ein hochsensibler Mechanismus.

Der funktioniert nicht auf Knopfdruck.

Der Franz hat immer auf Knopfdruck funktioniert.

Irgendwann stößt ein Mann an seine natürliche Leistungsgrenze.

Die Frauen kaufen dann Dessous, buchen Wellnesshotels oder machen Rollenspiele.

Das macht brutalen Druck. - Aber es nutzt nix.

Ja, und was nutzt dann was?

Keine Ahnung.

Wie, keine Ahnung? Sie sind doch der Arzt.

Susi!

Du, ich würd mich wohler fühlen, wenn wir das unter vier Augen besprechen könnten.

Hä? - Also eins, zwei, drei, vier.

Ja, ich find’'s ja wunderbar, wenn du dich öffnest.

Wartich halt im Auto.

*er atmet auf, Tür schließt sich*

*gemächliche Musik*

*Schnarchen*

Ist die Zeit schon rum?

Die hab ich bei der Weihnachtsfeier der Kassenärztlichen Vereinigung gewonnen.

Eine Tablette eine Stunde vor dem beabsichtigten Verkehr bewirkt Wunder.

Und jetzt gehen Sie. Ich bin heute zu gar nix mehr in der Lage.

(atmet tief aus) Boah!

Und, wie war's?

Wahnsinn.

Worüber habt ihr geredet?

Das ging voll ans Eingemachte.

Kindheit, Vater,

Mutter, boah.

Echt?

Der Brunnermeier hat gesagt, ich soll zum Wolfi auf ein Bier gehen.

Zum Wolfi? - Hat er gesagt.

Damit ich ein bisschen runterkomme. - Aha.

"Ignatz Flötzinger austherapiert." Stempel, Unterschrift.

Wahnsinn. - Da schaut ihr, was?

*Flötzinger lacht*

Jetzt hat’s die Mary schriftlich und kommt zurück mit den Kids.

Ich bin ein neuer Mensch. - Das glaubst du doch selber nicht.

Doch. Sexuelle Funktionsstörungen sind heilbar. Schaut mich an.

Durch die Kraft des Geistes. - Aha.

Und genau das machen wir jetzt mit dem Franz.

Und wenn er's blöd findet?

Ab und zu ist er ein bisschen schamhaft. - *Tür fällt zu*

Ach. - (flüstert) Obacht, er kommt.

*Stammeln*

Servus, Franz.

Servus.

Warum hockst denn du auf meinem Platz? - Nur so halt.

Wo sind die andern zwei Deppen?

Keine Ahnung.

Wolfi, was ist los?

(beide) Überraschung!

*Vögel zwitschern*

Sei gegrüßt, Bruder. - Sind wir zwei verwandt?

Wir sind alle Kinder von Vater Sonne und Mutter Erde.

Das ist der Gschwendner Bogdan aus Reisbach.

Nein, das ist der Hunting Eagle. - Wir machen einen Men’'s Energy Day.

Wir gehen zu dem zurück, was uns als Mann ausmacht.

Der Hunting Eagle zeigt uns, wie es geht.

In unserer sogenannten "modernen" Gesellschaft leben wir getrennt

von unseren natürlichen Instinkten.

Beim Men's Energy Day gehen wir ganz tief hinein zu den Wurzeln unseres Mannseins.

Mhm, zu den Wurzeln. - Das wird dir guttun, Franz.

Bei deinem Problem. - Mit deiner Wurzel.

Blockaden werden eingerissen, der Saft des Lebens durchströmt uns

und wir übernehmen wieder das Kommando über unser inneres Selbst.

Ich lass mir doch von so 'nem Hippie nicht erklären, wie ich im Stehen pinkel.

Servus. - Franz, das würd ich mir überlegen.

Zu Fuß ist das ganz schön weit.

*rhythmische Musik*

Hört ihr die Trommeln?

Sie rufen euch zum Kampf gegeneinander, um euren Körper wieder zu spüren.

*hechelndes Atmen*

Seiner natürlichen Bestimmung nach ist der Mann ein Krieger.

*lautes Brüllen*

(Wolfi) Sag mal, Simmerl, geht's noch oder was?

Spinnst du?

Ich bin total erschrocken. - Entschuldigung.

*grunzender Laut*

Das ist das heilige Ei unserer Urahnen.

Es stammt von einem vor Jahrhunderten ausgestorbenen Flugdinosaurier.

Mein alter, weiser Lehrmeister hat es mir am Sterbebett vermacht.

Kämpft

und beschützt dieses Ei

wie euer Kind.

Männer.

*kraftvolle, rhythmische Trommelmusik*

*Kampfschreie*

*Musik läuft über stummen Szenen weiter*

*Ächzen und Stöhnen*

Franz, das Ei!

Franz, das Ei! - Franz! Franz, das Ei! Das Ei!

*kraftvolle Trommelmusik läuft weiter*

*stumme Szenen*

*Knirschen*

*stockendes Atmen*

Ich hab's.

Super, Franz.

Super. - *Jubelschrei*

*er schluchzt*

(heulend) Nein.

Bäh.

(Mann) Was soll der Scheiß?

So was mach ich nicht mehr mit. - Was denn?

Unfair! - Arschlöcher.

Weicheier! Weicheier! - Hosenscheißer!

Ja, du mich auch! - *Pupslaute, Lachen*

Niederkaltenkirchen! - Hu, hu, hu!

*Lachen*

*er heult*

Meine Oma sagt immer:

"Wenn du merkst, dass du auf einem toten Pferd reitest, steig ab."

Wenn ich so empfindlich bin, darf ich halt nicht Krieger werden. - Ja.

Hey, Eagle, wie schaut's aus?

Musst du nicht langsam die Schwitzhütte einheizen?

Wir haben schließlich gezahlt.

*Grillen zirpen, Kauz ruft*

*Hunting Eagle keucht*

*Zischen* - Das ist eine Kräutermischung

nach einem alten Geheimrezept.

Wir nennen es Lipa Kacha Matav. - Aha.

"Rauch, der um die Ecke geht."

(Hunting Eagle) Visionen steigen aus der Tiefe auf

und sind Träger von Ratschlägen, Botschaften

oder einer Warnung.

Blöde Arschlöcher.

Ist er jetzt eingeschnappt?

He, Captain Beleidigte Leberwurst! Wie wär's mit einem Weißbieraufguss?

*Lachen*

*Prusten*

*Trommeln, Fußschellen klimpern*

*Franz stöhnt genussvoll*

# ...wie Schamanen, weil ihr Arschlöcher seid.

# Werdet's nie wie Schamanen, weil ihr Arschlöcher seid.

*Franz stöhnt*

*rhythmische Musik*

*Franz stöhnt*

Simmerl!?

(Steckenbiller) Du hast uns was versprochen. - Wer?

Du hast uns was versprochen.

Was man verspricht, hält man auch.

*Franz stöhnt, gruseliges Lachen*

Du Depp, ich hab noch einen zweiten Häcksler.

Eberhofer.

Und den hab ich versteckt. - *Franz wimmert*

(Moratschek) Was ist los mit Ihnen? - Hau ab, Kneiß!!

*bösartiges Lachen*

Merken Sie nicht, dass Sie sich verrennen?

Der Fall ist abgeschlossen. Finito.

(Susi) Entspann dich, Franz.

Susi. - Alles ist gut.

Nein! - Sehen Sie vielleicht schon Gespenster?

Vergiss alles um dich herum. - Susi, ich seh Geister.

Hier sind nur wir.

Du und ich.

*hallender Klangteppich*

Ja. Ah.

(Liesl) Schau nicht so. - *ar schreit auf*

So schamlos.

Lies!? - Ich weiß genau, was du willst.

Jetzt red nicht so einen Schmarrn.

Verlauf dich und du wirst etwas finden.

Hä?

Wirst du mit einem echten Weib wie mir fertig?

Oder bist du gar kein richtiger Mann?

*gehässiges Lachen*

Du fängst dir gleich eine. - *Franz schreit*

*aufgeregtes Stimmengewirr*

(Flötzinger) Franz, Franz, bleib ruhig. - Ganz ruhig atmen.

Sch. Sch. Sch.

Was mancht denn ihr da?

Na, bist du deinen Dämonen begegnet?

(Hunting Eagle) Hm? - Iech muss was nachschauen.

Sag mal, Franz, spinnst du?

Wo willst du denn hin?

Franz, wir haben gezahlt bis morgen Abend.

*kraftvolle, treibende Musik*

*Brüllen und Lachen*

*Kraftschrei*

*rhythmisches Trommeln*

*kraftvolle, treibende Musik*

*Franz ächzt*

*er keucht*

*Musik klingt aus* - Scheiße.

So viel schlechtes Gewissen hätt ich dem Kneißl! nicht zugetraut.

Aber man kann in einen Menschen einfach nicht hineinschauen.

Was sagt die Spusi? - Was willst denn mit der Spusi?

Der Fall ist klar. Der Kneißl hat sich aufgehängt.

Das Geständnis gleich mitgeliefert. Schriftlich.

"Ich war's." Das kann jetzt wirklich jeder geschrieben haben. - Mhm.

Eberhofer, schaffen Sie mir den Klugscheißer weg. Der Fall ist geklärt.

Und Sie, Birkenberger, Sie ignorier ich nicht einmal mehr.

*geheimnisvolle Musik*

(Franz) "Ich war's." Mhm.

Da hat doch jemand nachgeholfen, oder?

Andererseits war der Kneißl 'ne arme Sau. Hatte vom Leben nichts mehr zu erwarten.

Also der Günter sagt, der Kneißl hat 3,4 Promille gehabt.

Und? - Mit 3,4 Promille balancierst du nicht mehr über den Dachbalken.

Der war halt im Training. - Nicht mit 3,4 Promille.

Sagt wer? - Ich sag das.

Wetten doch? - Never!

Wetten? - Schmarrn.

Wie willst du denn das überhaupt beweisen? - Feig.

*Musik: "Tomorrow's another day” im Radio*

(betrunken) Wann haben wir zuletzt gemeinsam eine Nacht durchgemacht?

(betrunken) Moment einmal, äh... - Silvester ’90.

Das war noch, bevor du mit der Susi zusammen warst.

Ja, aber da kann jetzt die Susi direkt auch nix dafür.

*Franz stöhnt*

*Rudi seufzt*

Das ist schön, wenn man wen hat, mit dem man alt werden kann.

Warum kannn ich nicht deine Susi sein?

Hey.

Du bist doch schon mein Rudi.

*Pusten, anhaltender Piepton*

*kurzer Piepton*

2,9, glaub ich.

Ja, der Kneißl ist schwerer als ich.

3,4 bei dem ist bei mir 2,9.

Birkenberger Rudolf, du arbeitest nicht wissenschaftlich sauber.

Das ist mir wurscht, ich mach das jetzt. - Mhın.

Finger weg von der Yin Ling.

Nein. Ich grab doch nicht die Freundin vom besten Freund an.

Gescheit leuchten! - Äh, ja. Ja.

(Yin Ling) Rudi, kann es sein,

dass du Alkohol oder andere Drogen genommen hast?

(Franz) Der Rudi weiß schon, was er macht. - *Rudi ächzt*

(Rudi) Yin Ling, keine Angst. Ich hab alles Iim Griff.

(Yin Ling) Das ist keine gute Idee. - Hui, ist das hoch.

Rudi, du schaffst es. Kriegst auch fünf Euro von mir.

"gemächliche Musik*

QOje.

*Rudi grummelt*

*er schnauft*

Franz, schau!

Ich habe das Gefühl, du machst gerade sehr unvernünftige Dinge.

Rudi?

*Rudi stöhnt*

*Schrei, dumpfer Aufprall*

Rudi?

Ist alles okay?

Warum hörst du eigentlich nie auf mich?

*Klingeln*

*Kirchturmuhr schlägt*

Eberhofer? Ist was passiert?

(nuschelt) Der Kneißl hat sich nicht umgebracht. - Was?

(stammelt) Der Kneiß! hat 3,4 Promille im Blut gehabt.

Es ist menschlich nicht möglich, mit 3,4 Promille

die Leiter rauf und den Balken balancieren.

Und wer sagt so was, bitte schön?

Voilä. Der lebende Beweis.

Wir haben's ausprobiert. Da hat wer nachgeholfen.

Und deswegen holt ihr mich aus dem Bett?

Das war nie und nimmer Selbstmord. - Nie und nimmer.

Jetzt werd ich euch mal was sagen:

Der Kneißl war schwerer Alkoholiker. Wisst ihr, was das heißt?

Ohne Schnaps schafft der gar nix, keine Leiter und schon gar keinen Suizid.

Ende der Durchsage.

Eberhofer, Sie können sich ab sofort den ganzen Tag um Ihre Familie kümmern.

Sie sind beurlaubt. Gute Nacht!

*Tür knallt zu*

*gemächliche Musik* - (Susi) Fra-hanz!

*Schnarchen*

Franz, hier ist jemand, der dich sprechen möchte.

Fra-hanz.

*müdes Murren*

Susi, das ist jetzt nicht das, wonach es aussieht.

(stöhnt müde) Marion, was machst denn du da?

Du hast mich heute Nacht rausgeklingelt. - Ich? Echt?

Du bräuchtest ganz dringend die Kontoauszüge vom Steckenbiller.

*Franz stöhnt*

War sie wieder wahnsinnig schwierig, eure Mordermittlung?

*Winseln*

Was schaust du so? Ich kann ja auch nix dafür.

(Yin Ling) Da bin ich anderer Meinung.

Nein, ich red von was ganz anderem.

Dein Verhalten war sehr unvernünftig. - *Papa lacht“*

Der Truaschel tät ich was erzählen.

Jeder Mann hat ein Recht auf seinen Rausch, verstehst du das?

Ich mache mir nur Sorgen um dich. - Das Ist interessant.

Unter einer ernsthaften Beziehung stelle ich mir etwas anderes vor.

Yin Ling, nein, ich habe eine neue Spur entdeckt.

Es gibt also Wichtigeres als mich?

Ja, sag einmal, du blöde Amsel, du bist eine Maschine.

Du hast kein Recht, irgendjemanden zu kritisieren.

Hier läuft etwas gewaltig schief. - Das digitale Mistviech.

Die mach ich kaputt. - Hilfe!

Nein! - Doch, der dreh ich den Hals um.

Gib's her. Stell dich nicht so an. - Nein!

Nein! - Die rott ich aus. Was soll denn der Schmarrn?

Hilfe! - Bist auch so ein digitaler Junkie.

An dieser Stelle möchte ich Herrn Kommissar Franz Eberhofer

zur schnellen Lösung des Falls gratulieren.

Es hat sich herausgestellt,

dass es sich lediglich um einen Nachbarschaftsstreit gehandelt hat.

Nur mit Presseausweis. - Ich hab einen Detektivausweils...

Pscht!

Der Täter hat sich leider der Justiz durch Suizid entzogen.

Niederkaltenkirchen war und ist sicher.

Herr Kommissar Franz Eberhofer, möchten Sie der Presse weitere Details geben?

Franz, ich hab was gefunden!

Sie verlassen sofort das Gebäude oder es gibt Hausverbot.

Ja, klar, Susi, äh, Frau Gmeinwieser,

ich bin mir gar nicht sicher, ob das ein Selbstmord war.

(flüstert) Was soll das?

Willst du mein positives Bild von Niederkaltenkirchen torpedieren?

Der war stockbesoffen.

Der Fall ist offiziell beendet. - Da läuft ein Mörder frei herum.

Ist der Fall doch nicht gelöst? - Doch, schon.

Nein, ist er nicht.

Du hast ein Problem mit mir. - Hab ich nicht.

Und warum läuft zwischen uns nix mehr, seit ich Bürgermeisterin bin?

Weil du mir auf den Sack gehst mit deiner Wichtigtuerei.

*sie lacht hell auf*

Wenn es so schwer für dich ist, dass ich einmal

Unterstützung von dir erwarte, - (Rudi) Au!

dann suchst du dir vielleicht besser eine andere Sus!i.

Ja, dann musst du dir aber auch einen anderen Franz suchen. Viel Erfolg!

Willst du mich etwa verlassen? - Wer hat denn angefangen damit?

Äh, Franz, ich hab eine heiße Spur.

Entfernen Sie bitte den Störenfried.

Ich würde meine Pressekonferenz gerne in Würde zu Ende bringen.

Max, aus!

Rudi, komm mit. - (Rudi) Aua.

Möchtest du darüber reden? - Nein, möchte ich nicht.

Es kann heilsam sein, wenn man seine Sorgen mit einem Freund teilt.

Was hast du rausgefunden? - Dass es Menschen guttut, wenn sie sich öffnen.

Was hast du in dem Steckenbiller-Fall rausgefunden?

Ich sag nur so viel:

Südafrika.

Südafrika?

Dein Vater überweist jeden Monat 2500 Euro nach Südafrika.

Seit über fünf Jahren.

2500. Seit über fünf Jahren?

(stockend) Aber an wen und warum?

(Rudi) Die Dame heißt Tsitsi Mosimane.

Lebt in Johannesburg. Arbeitet eher weniger bis gar nix.

Was auch nicht weiter verwundert, bei 2500 Euro Unterhalt im Monat.

Er hat eine Familie in Südafrika. Habt ihr das gewusst?

Mein Vater hat doch keine Familie in Südafrika.

So schaut's aus. - Hört der Wahnsinn gar nicht mehr auf?

Andererseits ergibt das ein Motiv. - *Franz stöhnt genervt“*

Unterstellt ihr mir den Mord an meinem Vater?

Aber der Kneißl hat doch gestanden. Der hat den Schwiegervater umgebracht.

Vielleicht wollte jemand die Überweiserei nach Südafrika beenden?

Jemand der glaubt, ihm oder ihr stünde das Geld mehr zu.

Meint er damit wirklich uns?

Ja, damit meint er wirklich uns.

Rudi, ich glaub, es ist besser, wenn wir jetzt gehen.

Mein Kollege ist ein bisschen überspannt. - Nein, bin ich nicht.

(Franz) Doch.

(Franz) Was hast du gegen sie? Bloß weil sie dir die Belohnung nicht gegeben haben?

Wer ist statistisch gesehen am häufigsten der Mörder

und von wessen Erbe gehen jeden Monat 2500 Euro ab?

Ja, aber hast du ihre Agrarfabrik gesehen?

Die bringen doch nicht den Alten wegen seiner Rente um.

Ja, vielleicht wegen der Agrarfabrik.

Vielleicht gehört die dem Alten und die Jungen sind nur billige Handlanger.

Mein Bauch sagt, sie waren es nicht. - Und mein Hirn sagt,

die zwei Turteltauben sind Aasgeier.

Du, äh, Rudi, pass mal auf, du fährst jetzt am besten zum Nachlassgericht.

Dann wissen wir, was mit dem Hof ist. - Du, Franz, pass mal auf,

warum machst du das nicht?

Die Bürgermeisterin erwartet meine Aufwartung.

(Susi) Und alles in einer Bewegung.

So "schwupp" machen wir das. Auf mein Kommando, Jessy.

Hast du’'s auch einrichten können?

Ach, komm, Susi, hm?

Was wird das?

Ich enthülle gleich die Seele von Niederkaltenkirchen.

Das ist aber ein Mordsteil von Seele.

Liebe Pressevertreter... Innen,

liebe InfluencerInnen!

Es ist so weit.

Ich enthülle jetzt hier am Kreisverkehr,

an unserem Verkehrsknotenpunkt,

die Seele von Niederkaltenkirchen.

Franz.

*überraschte Stimmen*

Das hat nicht jeder. - Das ist postmodern.

Aber das ist schon dein Ernst, oder?

Hör mal, ernst, ironisch, das geht heutzutage alles ineinander über.

Frau Susi, was haben Sie mit meinem Kreisverkehr angestellt?

Herr Bürgermeister, sind Sie wieder da? - Gott sei Dank.

Kann man Sie keine 14 Tage allein lassen? Was soll der Schmarrn?

Das ist die Seele von Niederkaltenkirchen. - Eine Leberkässemmel?

Ich bin seit zwölf Jahren Bürgermeister

und bei uns gibt's so viel Schönes, Gutes und Wahres.

Dings zum Beispiel, oder, äh, Dings.

Zefix! Jedenfalls ist das Beste an uns keine Leberkässemmel.

Na ja, wenn man ehrlich ist...

Kennen Sie sich jetzt mit Stadtmarketing aus, oder was?

Darf ich Ihnen erklären, worum es hier geht?

Stichwort: Selbstironie. - Das Ding kommt sofort wieder weg.

Das können Sie gleich in die Zeitung schreiben oder ins Internet.

Aber Herr Bürgermeister... - Kein Aber, Frau Susi. Sie haben Urlaub.

Da können Sie darüber nachdenken, was Sie alles falsch gemacht haben, gell?

*Schmatzen*

Hey, da ist's ja voll sauber.

Und es gibt was zu essen.

Mama hat überhaupt keinen Appetit.

Ab jetzt hat die Mama ganz viel Zeit für dich.

Hast du für uns gekocht oder hat's dem Hund nicht geschmeckt?

(Leopold) Die Oma hat gekocht. - Die Oma?

Und abgewaschen und geputzt. Sie Ist wieder die Alte.

Gott sei Dank. Vielleicht gibt's ihn ja doch da oben.

Ich hab's ja gesagt, die kann gar nicht anders.

Wo ist sie denn?

Drüben in der Stube. Macht grad Pause.

Oma?

Ja, sag einmal.

Ist alles okay?

Ich hab das nicht mehr mit anschauen können.

Ihr kriegt es doch allein nicht hin.

Komm, ich bring dich rauf.

Oma,

ich weiß selber, dass das nicht immer so weitergehen kann, wie es mal war.

Aber es wär halt sehr schön, wenn du noch ein bisschen bei uns bleibst.

Ohne dich läuft da gar nix.

Du hast so viel für uns gemacht.

Du versprichst mir jetzt, dass du gar nix mehr machst.

Aber wer kümmert sich denn dann um alles?

*Tür quietscht*

Schau, sogar er kriegt's hin.

Da schau her, Mama.

Setz dich her.

Das kriegen wir schon irgendwie hin.

Weißt du noch, wie wir mit dem Admiral jeden Sonntag spazieren gefahren sind?

Die Buben auf der Rückbank, und allerweil haben sie gestritten.

Aber schön war's.

Wie eine richtige Familie.

Ja, wir waren einfach immer ein gutes Gespann, wir zwei, gell?

Hat immer gepasst.

Aber dann hast du mich sitzen lassen von heute auf morgen. Das war nicht nett.

Mein Bub, wir werden ja alle älter.

Und irgendwann bin ich auch weg. - Sag das nicht, Mama.

Ich weiß, dass du das nicht hören kannst, aber so ist es nun einmal.

Irgendwann musst du auf deinen eigenen Füßen stehen.

(seufzt) Ja, ich weiß schon.

Ich hab's halt einfach nie gelernt. - Zum Lernen ist es nie zu spät.

Schau, ich kann sogar meinen Führerschein machen,

und das auf meine alten Tage.

*Oma lacht*

*Papa lacht und seufzt*

Ja, du schon.

Du, Susi?

Ja, Franz?

Sag mal, den Kammerzofenfummel,

hast du den schon zur Flüchtlingshilfe gegeben?

Vielleicht könnt ja nachher ein Handwerker im Saustall nachschauen,

ob er der Dame des Hauses bei einem Problem behilflich sein kann?

Ach so? Gibt's im Saustall ein Problem? - Ja.

Haben wir einen Handwerker im Haus? Macht der was am Neubau?

Nein, im Saustall gibt's angeblich ein Problem.

Da hat jemand was kaputtgemacht. - Aha.

Ja, und was? - Das weiß ich jetzt noch gar nicht.

Ich glaub, der Handwerker kommt gleich.

*sie stellt das Geschirr ab*

Ich versteh überhaupt nix. Was denn für ein Handwerker?

Weißt was, Hinkelotta? Viel hilft viel.

*Winseln*

Ui-jJui-jui! Wer hat denn bei Ihnen das Rohr verlegt?

(Susi) Irgend so ein grobschlächtiger Heizungspfuscher.

Aber gute Frau, bei so was muss man den Fachmann dranlassen.

Und was machen wir da jetzt?

Sie kommen jetzt am besten zu mir und dann besprechen wir zwei die Reparatur.

Aber ich hab ja gar nichts an.

Und mir pressiert's.

*Tür öffnet sich*

Nein, Franz. Dafür ist jetzt keine Zeit. Bist du unter die Heimwerker gegangen?

Also bei uns klopft man an.

Du kommst in einem unpassenden Moment.

Ich weiß, wer den Hof erbt.

(schmatzend) Da habt ihr so schön euren Vater abgemurkst und zerhäckselt

und auf dem Acker vom Kneißl verteilt, damit der schuld ist.

Und dann gibt's ein Testament,

und da steht nicht ihr drauf, sondern ich.

(schmatzend) Die Wege des Kosmos sind unergründlich.

Was hast du mit meinem Vater gemacht, dass er dich als Haupterbin einsetzt?

Ich hab halt meine Aura spielen lassen.

(mit vollem Mund) Josefina, bringst du mir noch ein Hühnerbein?

Die sind hervorragend. - Sonst noch was?

Essiggurken wär'n noch schön.

*er seufzt*

Und was möchtest du jetzt von uns?

Ach Simon, was soll ich mit einem Bauernhof?

Schau ich aus wie eine Bäuerin? Ich verzichte gern auf mein Erbe.

Ihr könnt den Hof haben und ihr gebt mir einfach jeden Monat 2500 in bar.

Als Energieausgleich.

Ich glaub nicht. - Ich glaub schon.

Und wenn ihr mich jetzt auch zerhäckseln wollt, denkt diesmal kurz nach.

Wer ist der Hauptverdächtige, wenn ein Haupterbe verschwindet?

Richtig. Der, der danach alles erbt, also ihr zwei.

Liesl,

ich mein, wir riskieren's.

Servus. Ist die Mooshammer Lies|! bei euch?

Nein, warum? - Dürfen wir reinkommen?

(zögerlich) Was ist denn mit der Frau Mooshammer?

Die war vorhin nicht da.

Simon, der Eberhofer Franz fragt, ob die Mooshammerin vorhin bei uns war.

Ja. Warum?

Ja, und warum?

Die hat mir irgendeinen Schmarrn über meinen Vater erzählt.

Ich versteh grad gar nix mehr.

Die Mooshammerin steht in eurem Testament als alleinige Erbin.

Und deswegen glauben wir,

die Lies! könnte was mit dem Tod von deinem Schwiegervater zu tun haben.

Das ist ein geldgieriges Luder

und hat wahrscheinlich euren Senior auf dem Gewissen.

Oh mein Gott, hört das denn überhaupt nicht mehr auf?

*sie stammeln* - Doch.

Jetzt ist's gleich vorbei.

Simon, du machst einen Fehler.

Die Leitstelle weiß natürlich, dass wır bei euch auf dem Hof sind.

Ja, ja.

Hände hinters Kreuz, übereinander. Du auch.

Handys, Pistolen.

Habt ihr euren Vater auf dem Acker verteilt?

Ja, natürlich. Das sag ich ja von Anfang an.

Das macht doch keinen Sinn. Die Mooshammerin ist die Haupterbin.

Ihr müsst den Hof verkaufen und kriegt nur den Pflichtteil.

Ich hab nicht damit gerechnet, dass der Vater alles den blöden Weibern vererbt.

Man sollte nachdenken, bevor man wen abmurkst.

Wir schuften unser Leben lang für den Hof, und der Vater behandelt uns wie Dreck.

Sei still. - Uns steht das Wasser bis zum Hals.

Und er trägt das ganze Geld zur afrikanischen Schlampe.

Vielleicht war's die große Liebe. - Ja, vielleicht.

Ein Scheißdreck war das!

Der Simon ist sein Sohn. Der Hof gehört der Familie.

Auf geht's! Da lang!

Das mit dem Selbstmord vom Kneißl wart auch ihr, oder?

Super Plan. Nur blöd, dass die Mooshammerin alles erbt.

*Rudi lacht* - Noch.

Scheiße.

*erstickte Laute*

So, wer will zuerst?

*energische erstickte Laute* - Depperte Kuh, du depperte, du!

Blöde Hex!

(Rudi) Das kriegst du zurück!

(schreit) Au! Geht's noch grober?

Ich kann dir deine Goschen auch gleich wieder zukleben.

Warum hat Steckenbiller dir den Hof vererbt?

Möge dich der Blitz beim Scheißen treffen! - Ieh hock mich unter den höchsten Baum.

Jetzt sag!

Der Steckenbiller Lenz und ich,

wir waren vor knapp 50 Jahren das heißeste Paar im ganzen Landkreis.

Love and peace and ganz viel Rock 'n' Roll.

Da schau her.

Und zur Erinnerung hat er dir jedes Jahr ein Reh vorbeigebracht

fürs heimliche Rehragout-Rendezvous.

Sag einmal, Franz, was iIst denn mit dir los?

Hm?

Die wollen uns umbringen und dich macht das geil.

(lacht verschmitzt) Oder meinst du mich?

Wir müssen hier unbedingt raus.

So was geht nie gut aus. Ich sprech aus eigener Erfahrung.

Wir können das auch anders klären.

Wir sagen niemandem was. Ehrenwort.

Ihr sagt auf alle Fälle niemandem nix.

*höhnisches Lachen*

Ishani? Kommst du bitte mal her?

Magst du Schlammbäder?

Nicht in die Güllegrube. Bitte nicht in die Güllegrube!

Sag dir einfach, es wär Fango.

Kannst du bitte die Tür aufschließen? - Warum?

Weil ich die Polizei bin und es dir sage.

Ich weiß nicht.

Es ist sehr, sehr wichtig.

Hilfe!

(schreit panisch) Hilfe!

Yin Ling!

Yin Ling, kannst du mich hören?

Netter Versuch.

(schreit) Hilfe!

Schau, deine Eltern sind in großer Gefahr.

Du musst mich rauslassen, sonst kann ich ihnen nicht helfen.

Hm. Hm, keine Lust.

Du Mistvieh machst jetzt die Tür auf! - Pscht.

(langgezogener Ruf) Hilfe!

Überlegen Sie sich das. Haben Sie über die Konsequenzen nachgedacht?

Danke der Nachfrage. Ja.

Hilfe!

Pass auf, wir machen ein Geschäft.

Ich hab da zehn Euro, und die kriegst du, wenn du uns rauslässt.

50 Euro. - Was?

50 Euro, dann lass ich euch raus.

Meinetwegen, 50 Euro.

Schiebs unter der Tür durch.

Boah, ich bring sie um!

Mooshammerin, geh her da.

Yin Ling, setz einen Notruf ab! Ich schalt dich auch nie wieder aus.

(Yin Ling) Schön, dass du dich auch mal wieder meldest, Rudli.

Yin Ling, hol Hilfe! - Ich finde auch,

wir sollten eine Therapie machen.

Nein, die Polizei!

Rudi, das sehe ich anders. - (Rudi panisch) Hilfe!

Runter mit ihm!

Hey, die Tür. Wir hatten einen Deal.

(Singsang) Ich hab dich reingelegt, du bist dumm. Saudumm.

Du bist so was von deppert.

Für noch mal 50 Euro lass iıch euch raus.

*Lies|! brüllt*

(Rudi) Hilfe! - Rudi, du öÖffnest dich. Wie schön.

Dein Gequatsche geht mir dermaßen auf den Sack.

Rudi, du bist so ein zerrissener Mensch. - Hilfe!

Hilfe!

Ich hab dich geliebt, Yin Ling.

Ich dich auch. - Nein.

Oh, ihr zwei seid so süß.

*Musik klingt aus*

Hilfe!

Das ist der Schrank vom Opa. - Kein Mucks. Ich bin eine Hexe.

Ich kann dir alles Mögliche an den Hals wünschen.

*Franz lädt das Gewehr durch*

Lass den Hebel los.

(Rudi panisch) Hilfe!

Rudi, Ich bin da! - Franz, hol mich raus!

Zieh ihn hoch. - (Franz) Hilfe!

Zieh ihn hoch, verdammt noch mal!

Hochziehen hab ich gesagt!

Franz! - Rudi?

Franz, knall ihn ab!

*dramatische Musik*

Liesl, lass gut sein. Die kommen eh nicht weit.

Ich schieß euch zusammen!

Und es ist mir scheißegal, ob ich mir damit mein Karma versau!

*Schüsse*

Äh, äh, Rudi, ich zieh dich da raus.

Franz, hol mich da raus!

Fuck! Äh, Entschuldigung, Rudi.

(japst) Franz.

(Rudi) Franz!

(Rudi) Franz!

*gemächliche Musik*

*Franz stöhnt*

Rudi,

das war scheißeknapp.

(weinerlich) Das war scheißeknapp.

*er schluchzt* - Ach, Rudi.

*Rudi keucht*

Du freust dich ja wirklich.

Äh, äh...

Das hat nix mit dir zu tun.

*Rudi stöhnt*

Genug, genug. Boah.

Eberhofer, wieso sagen Sie eigentlich nie Ihren Kollegen Bescheid?

Brauchen Sie das für Ihr Ego, Fälle allein zu lösen?

Herr Moratschek, nur fürs Protokoall: Ich war auch dabel.

Wenn man von zwei Tatverdächtigen fast in der Güllegrube versenkt wird,

ist das ein Zeichen dafür, dass man besonders schlau war oder umgekehrt?

Denken Sie mal drüber nach. - Arschloch.

Wer stinkt nach Scheiße?

Franz,

du kannst jederzeit bei mir vorbeischauen.

Dann leg ich uns Tarotkarten,

und dann lassen wir einfach passieren, was passiert.

Das wird ganz sicher nicht passieren. - Lassen wir uns vom Kosmos überraschen.

Du, Franz... - *Hardrock-Klingelton*

...Ich brauch was Trockenes zum Anziehen und einen Tee.

Eberhofer.

Was?

Unfall? Ja, ich komm sofort.

Du musst dir ein Taxi nehmen.

Es gab einen Unfall. Die Oma ist im Graben gelandet.

Sag doch gleich, dass du dein schönes Dienstauto

nicht dreckig machen willst mit meiner Wenigkeit.

Pfiat di.

Das ist die billigste Ausrede, die ich gehört hab.

Nicht einmal die eigene Oma ist ihm zu schade dafür.

Rudi,

du bist mein bester Freund,

aber ich muss wirklich zur Oma.

*gemächliche Musik*

Wo kommt da plötzlich ein Graben her? Der war doch da noch nie.

Wer kommt auf so eine saublöde Idee, ausgerechnet da 'n Graben hinzumachen.

Du kannst froh sein, dass dir nix passiert ist.

Du, Franz, ich brauch noch von dir

den Unfall-Bumsdings-Zettel für die Versicherung.

Wie kannst du überhaupt der Oma Fahrstunden geben?

Tja! Die Oma ist ja volljährig.

Führerschein darf jeder machen, der über 18 ist.

Das ist hier sogar Gesetz. Weißt du das nicht, Franz?

Du, die Oma ist 86, und das Franz-Eberhofer-Gesetz sagt,

dass man mit 86 keinen Führerschein mehr anfängt.

Du kannst nicht einfach dein eigenes Gesetz machen. Das geht nicht.

Ich kann's dir gern noch mal schriftlich geben:

In this land, no driver's licence for my Oma.

In this land gilt immer noch:

Auch Omis dürfen machen, was sie wollen, sogar einen Führerschein.

Recht hat er, der Buengo. Es ist nie zu spät.

Also Franz, gibst du mir jetzt den Versicherungszettel?

Schau, Oma, wir wollen halt...

Also ich will nicht, dass dir was passiert.

Franzl, du schreibst jetzt dem Buengo seinen Zettel

und ich überleg mir das dann noch mal mit dem Führerschein, gell?

Wenn ihr mich zum Billinger fahrt.

Mhm.

Hä? Was ist denn da los?

*fröhlicher Trubel*

Es funktioniert.

Yes!

Es, es funktioniert!

*Hupen*

Funktioniert super. - Das gibt's doch nicht.

Da, schaut her, unser Kreisverkehr.

Der geht durch die Decke.

Susi, du wärst der richtige Bürgermeister.

Und du?

Traust du mir das auch zu? Bürgermeisterin?

Leider total.

Also für mich haben doch die alle den Arsch offen.

So, Mama, da schau her.

Fünf Tassen Kaffee... - ...und drei Schwarzwälder Kirsch.

(lacht) Und alles umsonst. - Dank deiner Gutscheine.

Wahnsinn. 70 Prozent auf alles.

Sogar auf Tiernahrung. - (Oma) Ja, der Billinger Markt.

*Oma lacht* - Wo sind denn die Susi und der Franz?

*leidenschaftliches Stöhnen*

Ah, Wahnsinn.

*sie atmen tief aus*

*Susi stöhnt erschöpft*

Wie schaut's aus mit der zweiten Runde? - Jetzt gleich?

Seit du nicht mehr die Stellvertreterin vom Bürgermeister bist...

Ja, das ist schon komisch, dass du plötzlich wieder kannst,

kaum dass ich bloß noch eine Verwaltungsfachangestellte bin.

(ächzt) Ach, das hat doch damit überhaupt nix zu tun.

Dann ist ja gut. - *Franz stöhnt zufrieden*

Ich lass mich nämlich zur nächsten Wahl als Bürgermeisterin aufstellen.

Echt?

Ich dachte, zweite Runde?

*Stimmengewirr* - Gerad wär's noch gegangen.

(Menge ruft) Zugabe! Zugabe!

Zugabe! Zugabe!

Zugabe!

*Jubel und Applaus*

*Musik: "Eine Flasche Bier", die Schauspieler mimen den Gesang mit*

# Ich sehe deine Einsamkeit. - # Aa-uuu.

# Ich weiß, dein Weg ist noch sehr weit. - # Aa-uuu.

# Ich spüre, dass du traurig bist. - # Aa-uu.

# Da ist es wichtig, dass du nie vergisst,

# das Leben ist nicht immer nur Pommes und Disco.

# Uu-uu-uu. - # Das sag ich dir.

# Manchmal ist das Leben einfach nur eine Flasche Bier.

*flotter Rhythmus setzt ein*

# Aa-uuu.

# Du denkst, dass es nicht weitergeht. - # Aa-uuu.

# Weil hier keiner ist, der dich versteht. - # Aa-uuu.

# Komm, bleib einfach hier am Tresen steh'n.

# Aa-uu. - # Dir wird es gleich viel besser geh'n.

# Denn das Leben ist nicht immer nur Pommes und Disco.

# Uu-uu-uu. - # Das sag ich dir.

# Manchmal ist das Leben einfach nur eine Flasche Bier.

# Und vergiss nicht die Kurzen. - # Vergiss nicht die Kurzen.

# Nur weil sie kleiner sind... - # Well sie kleiner sind.

# ...soll man sie nicht missen.

# Das weiß ein jedes Kind.

# Das Leben ist nicht immer nur Pommes und Disco.

# Das sag ich dir.

# Manchmal ist das Leben einfach nur eine Flasche

# Bier.

*Jubel, Lied klingt aus*

Untertitel: Subtext Berlin, 2023

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