All language subtitles for Neumatt-Tierwohl (Staffel 2, Folge 4).deu

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Original subtitles

(Michi) (Bisher bei "Neumatt":)

Wenn man beide Eltern hat, kann man zum anderen gehen,

wenn einer nervt. Ich habe nur Mama.

Und mich. - Das ist nicht dasselbe.

Bevor Sie wieder etwas präsentieren, entfernen Sie diesen Störfaktor.

Ich will hier keine Tierschützer mehr sehen.

Anna hat einen Job in Vevey. Sie will das alleinige Sorgerecht.

Sie nimmt mir Luca weg. - Das macht sie nicht.

Es provoziert sie, dass du hier bist.

Angie hasst es hier. Sie will Geld von ihm, damit wir hier wegkommen.

Ich brauche einen eigenen Job, ein eigenes Leben.

Ich muss meiner Tochter etwas bieten.

Das wirst du auch.

Wir machen die ganze Arbeit. Wir kümmern uns um Tiere und Felder,

wir düngen. Wieso dürfen wir nicht entscheiden, was wir kaufen?

Du darfst dir nicht alles gefallen lassen.

Lolo, das kannst du nicht machen! Wir brauchen dich hier!

* Vögel zwitschern. *

* Energische Musik *

* Mehrfaches, ungeduldiges Hupen *

Michi? - (Der Traktor ist wieder kaputt.)

Hast du Benzin nachgefüllt? - (Ja, ich bin doch nicht blöd.)

Alles wird gut. - (Nichts wird gut.)

Wahrscheinlich ist Luft in der Einspritzpumpe.

Drück auf die Schraube neben der Handpumpe,

dann drückt der Diesel die Luft raus.

Michi?

Siehst du? Er hat aufgelegt. Er gibt nach.

Ich hoffe es.

* Michi stöhnt. *

* Sanfte, perlende Klavierklänge *

* Basslastige Elektroklänge, gesummte Melodie *

Michi Wyss Katharina Wyss

Sarah Wyss Lorenz Wyss

Untertitel: Genossenschaft traduko

* Duschwasser plätschert. *

* Münzen klirren. *

* Gemächliche Pianoklänge mit Schlagzeug *

(Grüezi. Sarah Wyss hier. Haben Sie das Modell Etrix in weiss?)

(Den E-Scooter? Ah super.)

Würden Sie es für mich reservieren?

Wunderbar, danke.

(Peterhans) Ja, okay. Tschau, Michi.

Sieht super aus. - Gefällt es dir?

Ja. - Sie haben recht Gas gegeben.

Mein Cousin ist Grafiker. - Ach ja?

Eine Bitte: Kann die Neumatt die Milch schon ab heute liefern?

Jessie und Lolo sind nicht da. Sarah und ich schaffen es nicht allein.

Ihr als Vorstand könnt das doch entscheiden, oder?

Wie steht es denn jetzt um den Deal mit SwissPlus?

Ich bin dran. Heute oder morgen kommt das offizielle Go.

Ohne Problem mit der Milch würde es natürlich schneller gehen.

Was meinst du, Werni?

Ganz einfach: Ihr könnt liefern, sobald wir den Direktdeal haben.

Okay.

* Energischer Popsong *

* Die Musik wird leiser. *

Sarah schafft das mit den Zäunen niemals.

Morgen ist schon der 1., das ist wichtig wegen dem RAUS-Label.

Das werden wir sehen.

Sind die Tiere nicht auf der Weide, bekommen wir die Subventionen nicht.

Sarah schafft das schon.

Ich hoffe, das Baby kommt bald.

Die aus dem Kurs sagte, "O" sei am besten.

(Langgezogen) Ooh.

Ich weiss nicht, ob ich stehen oder liegen soll, oder ...

(Langgezogen) Ooh.

* Maschinen- und Sägegeräusche *

* Männerstimme über Lautsprecher *

Angie? - Ich kann dir vertrauen, oder?

Natürlich. Was gibt es?

Es ist so ... Mama darf es nicht wissen.

Es ist nichts Schlimmes.

Sollte ich in 2 Std. nicht zurück sein,

wäre es gut, wenn du mich hier abholst.

Zürichberg? Was machst du dort?

Nichts Verbotenes.

Bitte. Um 15 Uhr.

Angie?

* Tiefe, schwere Streicherklänge *

(Protestrufe) SwissPlus beutet aus!

SwissPlus beutet aus! SwissPlus beutet aus!

SwissPlus beutet aus! Tierwohl statt Profit!

Die Tierschützer wollen nicht mit uns reden.

Wir boten ihnen einen Runden Tisch an

mit den Vertretern der Konsumentenorganisation.

Es interessiert sie nicht. - Scheisse.

Ich gehe jetzt runter.

Du hast keinen Plan. - Ich improvisiere.

(Laute Frauenstimme) Bis zu 300 Mastkälber,

1'500 Mastschweine und 27'000 Masthühner

können in einem Betrieb gehalten werden.

(Elodie) Ich weiss, warum ich Hafermilch trinke.

Erklärst du mir jetzt die Landwirtschaft? - Come on.

Die Tiere verkümmern unter den schlimmsten Bedingungen!

Die Zustände spucken auf die Grundbedürfnisse der Tiere!

Super Show! (Leise) Wirklich gut.

Aber euch von SwissPlus ist das scheissegal.

Ihr wollt nur überall möglichst viel Geld herausschlagen.

Oder schlachten. Hier. Bitte sehr:

Ein Sonderangebot - ganz billig: Koteletten, Rippchen

für nur 35 Fr. pro kg.

Die 35 Fr. sind das Problem, nicht das Schlachten.

Schauen Sie her, greifen Sie zu und v.a. tief in die Tasche:

Denn dieses Tier ist artgerecht gehalten.

Sie müssen keine Angst haben ... - Lass es.

... vor Labelbetrug. - Ich zahle dir 50 Fr.

Das Kalb soll gut gelebt haben, bevor es auf den Teller kommt.

Es war sechs Monate in einer Box.

Ja, es muss raus, frei herumlaufen.

Du kannst dich nicht freikaufen. Die Fleischproduktion ist das Problem.

Das will ich mit euch prüfen.

Michael Wyss, Bereichsleiter Food, SwissPlus.

* Pfiff, entfernte Sirenen *

Ist dir egal, dass du die Tiere ausbeutest?

Tiere sind keine Waren. Sie haben Rechte.

Darum gibt es bei SwissPlus fleischlose Alternativen.

Solange Fleisch gegessen wird, sorgen wir für faire Produktion.

Was soll daran gut sein?

Euch ist alles ausser Profit scheissegal.

Ich will den Laden neu aufstellen. - Du willst nur PR.

Ihr könntet von einer Kooperation profitieren. - Vergiss es.

Hey, gute Ideen sollten nie gratis sein. Überleg es dir.

Bestechung. Ist das dein Ernst?

* Lauter werdende Sirene *

* Pochende Klänge *

Warum bist du weggelaufen?

Du kannst nicht so mit diesen Leuten reden.

Allein die Idee, dass es Nutztiere gibt, ist für sie Speziesismus.

Für die gibt es keine gute Lösung, Nutztiere zu nutzen.

Man kann sich nicht nur von Ananas und Wasser ernähren.

Ja, aber ... - Dieses Schwarz-Weiss-Denken nervt mich.

Ich bin gleich wieder da.

Was machst du hier? - Ich wollte mit Luca ins Hallenbad,

aber Anna behält ihn einfach bei sich.

Sie sagte, er sei krank. Ich durfte ihn gar nicht sehen.

Sie lügt mich an. - Hey.

Du brauchst jetzt einen Anwalt.

Sie soll ein Arztzeugnis vorlegen. Sie muss es beweisen.

* Döme schnaubt. * Sie muss die Regeln einhalten.

Komm.

* Die Klänge verstummen. *

* Entferntes Zugrauschen *

Sorry, dass ich manchmal ausraste. - Schon gut.

Manchmal habe ich einfach Angst ...

... dass ich dir nicht genüge. Wenn du das hier nicht hättest.

Ich bin glücklich mit dir, Döme.

Wenn die überprüfen, was ich Luca bieten kann,

meine Qualitäten als Vater und so -

hilfst du mir dann?

Kann ich mich auf dich verlassen?

Wir sind ein Team.

Family.

* Vogelzwitschern *

* Sachte, beunruhigende Klänge *

Was soll das? Was machst du hier? Hey!

Ich bin deine Tochter und ich will 100'000 Fr.

Das ist Hausfriedensbruch.

Wenn wir vor Gericht gehen, wird es noch teurer.

Das ist meine Wohnung. Am besten, du verschwindest jetzt.

Meine Mutter heisst Sarah. Sarah Wyss.

Wie heisst du?

Ähm ... Ich bin Urs.

Wollen wir in Ruhe darüber sprechen?

Ich will nicht reden. Ich will einfach unser Geld.

Weiss deine Mutter, dass du hier bist?

Das geht dich einen Scheiss an.

Gut, dann ...

... frage ich sie selbst.

Hey, komm jetzt. Hallo! Hey! Nein.

* Sie schliesst die Tür ab. *

Mach die Tür auf.

* Sie atmet schwer. *

* Urs klopft an die Tür. *

* Atmosphärischer Popsong: "Boring" von Condore *

Bitte.

Wenn du wirklich Sarahs Tochter bist, dann komm raus.

Hörst du mich?

Ich rufe niemanden an.

Es bleibt unter uns, okay? Du kannst jetzt rauskommen.

Oder lass dir Zeit.

* Atmospärischer Popsong: "Boring" von Condore *

* Es klingelt. *

Wo ist sie? - Frau Wyss.

* Die Musik verebbt. *

Im Bad.

Sie stand plötzlich in meiner Wohnung.

Komm, wir gehen.

Ich sag es Mama selbst.

Hey.

Wie heisst du nun eigentlich?

Angelina.

Tschüss, Angelina.

Die Qualitätskontrolle und Einkaufs- strategie gleisen wir neu auf.

Für die Koordination der Sortiments- strategie treffen wir uns zeitnah.

Mike?

Wir müssen reden.

Sie sollten die Tierschützer in den Griff bekommen.

Ich bin dran. - Für mich sieht das anders aus.

(Tiere sind keine Ware, sie haben Rechte.)

(Gute Ideen sollten nie gratis sein. Überleg es dir.)

Jeder ist käuflich - je nach Preis.

Ja, aber Sie haben sich dabei filmen lassen.

Sie gab mir das Gefühl, darauf einzusteigen.

* Sie schnaubt. *

Die Gefühle überlassen wir ab jetzt den Kunden, oder?

Ja, ist gut. - Gut. Dann schaffen Sie Fakten.

Okay.

* Lauter Maschinenlärm *

Fuck!

* Vogelzwitschern *

* Zarte Pianoklänge *

Hey, Angie. Endlich.

Komm.

Bist du bereit? - Mhm.

Tada.

Der ist mega, oder? - Wow. Ja.

Mama. - Was ist?

Mama, du bist die Grösste.

Komm, wir gehen etwas essen.

* Perlende Klavierklänge *

* Die Klänge verstummen. *

(Frau) Danke für die Informationen zu den Plänen der Geschäftsleitung.

Wir müssen schauen, wie das vor Ort umsetzbar ist.

Das liegt in Ihrer Verantwortung als Filialleiterin.

Mit etwas zusätzlichem Einsatz schaffen Sie das. - Ja, sicher.

Danke, Frau Lüthi. Ich freue mich auf neue Zahlen aus Ihrer Filiale.

Schönen Tag, Herr Morel. - Ihnen auch.

Ah, Frau Wyss.

Du kannst hier nicht einfach kommen und gehen wie du willst, klar?

Es war ein familiärer Notfall. Es kommt nicht mehr vor.

Notfälle kommen vor, man lässt seine Kolleginnen trotzdem nicht im Stich.

Ich bleibe heute länger.

Du kannst froh sein über unser familiäres Arbeitsklima.

Absolut. Das ist mir auch wichtig.

Wie bitte?

Das ist mir auch wichtig.

Eine Abmahnung muss ich dir trotzdem geben, sorry.

* Leise, bedrückende Pianoklänge *

* Leise, bedrückende Piano- und Streicherklänge *

Ich wollte mich kurz melden, wegen neulich.

Sorry.

Ich weiss auch nicht ...

Also, ja ...

Ich habe dich angelogen.

Das auf dem Foto ist meine Enkelin.

Ich bin schon Grossmutter und keine Sängerin.

* Die Klänge verstummen. *

Warum bist du weg vom Hof?

Ich bin einfach keine Bäuerin, das war ich nie.

Aber jetzt ist es zu spät.

Wofür?

Noch mal dort anzufangen, wo ich aufgehört habe.

Ich mache jetzt mein eigenes Ding.

Das finde ich gut.

Ich finde dich super. - Ich dich auch.

* Sie lacht. *

Ich muss aber erst rausfinden, wo ich selbst stehe.

Verstehst du das?

(Elodie) Ich bin gespannt, ob dein Plan aufgeht.

Der Insidertipp ist draussen. - Okay.

(Elodie) Das ist echt heikel. - Sieht gar nicht schlecht aus.

Wir locken sie in eine Falle.

So bringen wir 430 Filialen in der ganzen Schweiz dazu,

ihr Sortiment so zu ändern, wie wir es wollen.

Traust du es mir nicht zu?

Ich bin Ben und finde es scheisse, dass Tiere für meinen Konsum leiden.

Ein bisschen natürlicher.

(Mit tiefer Stimme) Ich bin Ben und ich bin vegan,

da es krank ist, zwischen Schlacht- und Haustieren zu unterscheiden.

Super. Ich finde es überzeugend.

(Elodie) Lass dich einfach nicht ablenken.

* Ausgelassene Pianomusik mit Schlagzeug *

Wow, Pfostentor. - Yeah.

(Döme) Bist du bereit? Schön.

Hallo. - Hoi, Luca.

Hattest du einen erfolgreichen Tag? - Frag nicht.

Yeah.

* Luca lacht. * Er ist ja gesund.

Ja, das Arztzeugnis hat sofort gewirkt.

Schläft er heute nicht bei Anna? - Nein.

Willst du ihn hierbehalten?

So sieht sie, wie es ist, wenn man das Kind nicht sehen darf.

Reagiere nicht so emotional. - Es gefällt ihm.

(Döme) Ich spiele ihn hoch.

(Luca) Nein. - Spiel.

Wenn du Luca behalten willst, musst du korrekt sein.

Du darfst keinen Fehler machen. Ruf Anna an.

Ruf jetzt Anna an, okay?

(Luca) Nein. - (Döme) Hey, Luca. Komm.

(Singend) Olé, olé, olé.

Zurück. Und Tor! - (Luca) Das gilt nicht.

Das war ein Handstor. Das Spiel ist abgebrochen.

Michi hat gefoult, jetzt wird abgebrochen.

* Luca schreit. * Genug Fussball für heute, okay?

(Döme) Also. Hey. Zweites Foul?

* Muhen * (Sarah) Ist doch alles gut.

Ja, ja.

Hey, Lorenz. Sabrinas Kalb kommt.

Ich glaube, es liegt falsch. Hilfst du mir?

Ruf Döme an.

Wir streiken. - Es ist nicht mehr lustig.

Wir könnten die Kuh und das Kalb verlieren.

Lorenz? - Nein, sorry.

* Kirchenglocken läuten. *

* Vögel zwitschern. *

* Luca summt. * (Anna) Luca?

Wir müssen gehen. Es ist schon sehr spät.

Das kommt nie mehr vor. - Wo ist der Panther?

Papa kann ihn dir später bringen.

Ohne kann ich aber nicht schlafen. - Suchen wir ihn gemeinsam?

Du hast tonnenweise Plüschtiere. Die warten alle auf dich.

Ihr solltet miteinander reden.

Die Situation ist schwierig, aber es gibt sicher eine Lösung.

(Anna) Hast du den Schrank endlich aufgebaut? - Ja.

(Döme) Luca soll nicht mitbekommen, dass wir streiten.

Schaffen wir das?

Ich schon. Die Frage ist, ob du es schaffst.

Und das mit dem Handy geht gar nicht.

Es sind keine Spiele drauf. Ich will ihn erreichen, wenn er bei dir ist.

Dann kannst du mich anrufen.

Irgendwann nennt er euch beide Papa. Willst du das?

Michi ist mein Freund.

Zwölf Jahre.

Eine einzige grosse Lüge.

* Beunruhigende Klänge *

Lorenz. - Pst. Jessie schläft.

Döme geht nicht ans Telefon.

* Sie atmet schwer. * Komm.

Sie schafft es nicht allein.

Es pendelt sich schon ein. Anna muss sich noch daran gewöhnen.

Nein, sie hasst mich.

* Tiefe, schwingende Klänge setzen ein.*

Wo kann ich eine tote Kuh auftreiben?

Was willst du mit einer toten Kuh?

Ich brauche sie für SwissPlus.

* Döme atmet tief aus. * Das ist nicht so einfach.

Bitte.

* Die Klänge verstummen. *

* Zartes Muhen *

Wir sollten sie nach dir taufen, weil sie so aussieht wie du.

(Lachend) Danke. - (Angie) Ich bin für Tina.

Nein, es muss denselben Anfangs- buchstaben haben wie die Mutter.

Dann ... Shakti.

Shakti? Die weibliche Urkraft. - Du heisst also ab heute ...

Shakti. * Sie lachen. *

Shakti. - Shakti.

* Liebliche Klavierklänge *

Hallo. Komm nur.

Jessie!

Jessie. Das Kälbchen ist da.

* Die Musik verklingt. *

* Schwere Klavierklänge *

* Verkehrsrauschen *

Hey.

Ich dachte, du seist für mich da.

Das Kälbchen kam. Jetzt bin ich da. - Du warst weg.

Lasst mich einfach in Ruhe.

Scheisse. * Sie atmet mehrmals tief. *

Bring du doch dieses Kind zur Welt. Ich will das alles gar nicht.

Du hast mir das alles eingebrockt.

Du kannst nicht mal ein Kondom überziehen.

Jessie.

Steig ein.

* Schmerzvolles Stöhnen und Wimmern. *

* Entspannte Musik, langgezogene E-Gitarren-Klänge *

Hey, trink etwas.

Ich kann das nicht. Ich kann nicht Mutter sein.

(Schluchzend) Das ist alles falsch.

Gut atmen.

Du wirst eine super Mutter. Du kannst alles.

Hey.

Du bist das Beste, was mir in meinem ganzen Leben passiert ist.

* Sie atmet fest durch den Mund aus. *

Ich bin jetzt hier.

Okay. Good luck.

Hoffentlich hält er durch.

* Michi atmet laut aus. *

* Zugrauschen *

* Leises Stimmengewirr *

(Frau) Okay, ist gut.

Die ist vielleicht etwas gross. - Findest du?

Mhm. Probier mal die.

Findest du die besser? - Ja.

Und? - Sieht super aus.

Ja? - Ja, die solltest du öfters tragen.

Ich bin Daphne. - Ben. Hallo.

(Kichernd) Hoi.

Bist du schon lange dabei? - Ja, schon.

Cool.

Bist du zum ersten Mal hier? - Ich bin neu.

Ich weiss nicht, ob das etwas bringt.

Was haben die Sitzblockaden und Demos gebracht?

Ich finde es auch sehr deprimierend. SwissPlus tut seit Wochen so,

als würde sie das nichts angehen. - Voll.

Ich denke, wir müssen einen Schritt weiter gehen.

Wie meinst du das?

Nicht nur Ställe besetzen, sondern Tiere freilassen.

Wir brauchen Medienbilder, die sich den Leuten einbrennen.

(Zögerlich) Okay.

* Angespannte, pochende Klänge *

* Klatschen * (Mann) Alle mal herhören.

Alle, die nicht wissen, in welchen Autos sie sind,

sollen auf der Liste nachschauen. Wir wollen pünktlich starten.

Wohin fahren wir? - Das sagen wir erst, wenn wir losfahren.

Sie sollen nichts mitbekommen, bevor wir dort sind.

Das Team, das den Stall besetzt, startet sofort nach der Ankunft.

Till wird alles filmen, Bonnie und ich hängen das Banner auf,

dann diskutieren wir mit ihnen.

(Bonnie) In 30 Min. geht es los. - Okay!

Ich finde, wir sollten nicht mit denen diskutieren.

So geben wir ihnen bloss ein Forum für ihren vorbereiteten Scheiss.

Wir brauchen eine Aktion. - Ich finde, Ben hat recht.

Wir sollten diesmal einen Schritt weiter gehen.

* Dumpfes, pulsierendes Pochen *

Darüber hatten wir auch schon gesprochen.

* Unverständliches Gemurmel. *

* Ein Handy vibriert. *

* Die Musik verklingt. *

Okay.

Geschafft.

* Sie atmen erleichtert aus. *

Hey. - War es schwierig?

Frag nicht. Ich habe die Ohrmarken rausgeschnitten.

Was hast du damit vor? - Das ist wichtig für meinen Job.

Meine Zulassung steht auf dem Spiel.

Danke, Döme.

* Spannungsgeladene Klänge *

QualitätPlus läutet eine ganz neue Ära ein.

Sie alle sind extrem wichtig für uns.

Wir von SwissPlus hören Ihnen zu. Uns interessiert, was Sie bewegt.

Der direkte Austausch mit kleinen, regionalen Genossenschaften

schafft faire Arbeitsbedingungen.

So können wir gemeinsam klare Nachhaltigkeitskriterien erarbeiten.

Vielen Dank. (Mehrere) Bravo!

Wie das genau aussieht, wollen wir mit Ihnen gemeinsam anschauen.

* Unheilvolle Klänge *

Grosskonzerne und Bauern

fördern hemmungslosen Fleisch- und Milchkonsum!

Sowohl die Tiere als auch die Natur

und die Mitarbeitenden der Supermarktkette

werden von SwissPlus ausgebeutet.

Das System ist das Problem und ihr seid Teil davon!

Wir fordern eine Landwirtschaft, die die Umwelt respektiert,

Grundrechte für alle Tiere und die Abschaffung der Massentierhaltung!

Die Kühe sind dort hinten. Let's go! Go, go, go!

* Spannungsgeladene Musik *

* Die Musik verstummt. *

* Rhythmische, dumpfe Herzschläge *

* Leise, wirbelnde Klänge *

Fahr los!

* Er stöhnt angestrengt. *

Fahr noch ein Stück weiter, Elodie. Weiter!

* Anschwellende, wirbelnde Klänge *

Wo ist die Spraydose? - Keine Ahnung.

* Abwechselnd düstere, tiefe und helle, wirbelnde Klänge *

"Ihre Proteste gegen den Lebensmit- telriesen SwissPlus sind legendär."

"Doch was nun bei einer illegalen Aktion der Tierschützer geschah,

wird ihr Image empfindlich schädigen."

* Die Klänge verstummen. *

Haben Sie es schon gesehen? - Schrecklich.

Die sind sowas von erledigt.

Ein glücklicher Zufall. - Das Schicksal meint es gut.

Ja. Ich hoffe, wir sind ab jetzt nicht mehr auf Zufälle angewiesen.

Wir können ab sofort mit QualitätPlus starten.

40 regionale Genossenschaften,

die landesweit für das QPlus-Programm produzieren.

Parfait. Leiten Sie alles in die Wege.

* Helle, ruhige Klavierklänge *

Hast du meine Uhr gesehen?

Nein, keine Ahnung.

Habe ich die verloren? Scheisse.

Schau, dass du deinen Scheiss in den Griff kriegst.

Wie meinst du das?

Was machst du, wenn du bei SwissPlus auffliegst?

Ich fliege nicht auf.

War das eine spezielle Uhr?

Sonderedition, 100 Stücke in der Auflage.

Sie steckt jetzt im Mofa.

Nein, Sarah, sicher ... Nein, hör auf! Ach fuck.

Michi. - Wirklich jetzt?

Du kommst auch ohne Uhr gut zurecht, oder?

* Lebhafter Hip-Hop-Song: "Repo Man" von Danitsa *

# I swear I'll have the money in a bit, mister repo man.

# Saint-Tropez, ça m'emmerde, bills, ça m'emmerde,

# Champagne, ça m'emmerde.

* Die Musik verstummt. *

* Tiefe Streicher *

(Flüsternd) Sind sie nicht wunderschön?

(Flüsternd) Das ist ein grosses Glück. Trage dem Sorge.

* Das Baby krächzt. *

* Stimmungsvolle Musik *

Der ist ja total bitter. - Stimmt.

Der Film war cool.

Der Moment, als sie allein in der Halle tanzte, gefiel mir sehr.

Mama? - Ja?

Ich war bei Urs.

Es lief nicht so gut.

Warum?

Einfach.

Er ist mein Papa.

Bist du jetzt wütend auf mich? - Nein.

Ich weiss auch nicht.

Darf ich dich etwas fragen? - Klar.

Hat er sich seit damals wirklich nie mehr bei dir gemeldet?

Und du dich bei ihm?

Warum wollte er denn keinen Kontakt zu mir?

Ich bin doch seine Tochter.

Ich weiss es nicht.

* Ein Handy vibriert. *

* Energische Elektromusik *

* Lautlos *

* Die Musik verstummt. *

* Energische Elektromusik *

* Dynamische Elektromusik *

* Die Musik verstummt. *

Michi?

Es ist alles anders als erwartet.

Ich finde es aber super. - Gar nichts ist super.

Weisst du, die anderen kannst du vielleicht um den Finger wickeln,

mich aber nicht.

Du must mir etwas versprechen. Können wir ehrlich zueinander sein?

Sie haben sich schön eingerichtet - an meinem Platz.

Brauchen Sie etwas? * Süffisantes Lachen *

Genossenschaft traduko Alexa Lintner - 2022

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