All language subtitles for Crook and the Cross 1960

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Original subtitles

Der Gauner und der liebe Gott (1960) dTV - BR - 29. September 2012

Angeklagter, Sie haben die Antr�ge des Staatsanwalts

und ihres Verteidigers geh�rt.

Sie haben nun das letzte Wort,

bevor sich das Gericht zur Beratung zur�ckzieht.

Haben Sie selbst noch etwas zu Ihrer Verteidigung vorzubringen?

Hohes Gericht, ich kann immer nur wieder sagen,

als ich, um frische Luft zu schnappen,

rein zuf�llig an dem Juwelierladen vorbeikam,

da war der Schrank schon geknackt.

Jawohl, aber nicht von mir. So einen Pfusch w�rd ich mir nicht erlauben,

ich bin ja gelernter Schlosser.

Wenn ich was aufschwei�e, sieht das aus wie mit dem Lineal gezogen.

Qualit�t wird nicht gesch�tzt,

seit er das Einbruchsdezernat �bernommen hat.

Aber ich hab Sie auf frischer Tat ertappt.

Sie d�rfen nicht reden, wenn Sie nicht gefragt sind, nicht wahr?

Wir hatten schon mehrmals das Vergn�gen, dreimal:

Einmal mit acht Monaten, einmal zwei Jahre, einmal dreieinhalb.

Entt�uschen Sie mich nicht. Du hast keinen Antrag gestellt.

Ich bitte um Freispruch.

Lass das, bist du verr�ckt? - Er ist schlie�lich mein Freund.

Er hat mir alles beigebracht.

Idiot, wenn ich nicht w�re, w�rdest du ihm jetzt Gesellschaft leisten.

Das Gericht zieht sich zur Beratung zur�ck.

Im Namen des Volkes.

Der Angeklagte Paul Wittkowski wird wegen schweren Diebstahls im R�ckfall

zu acht Jahren Zuchthaus verurteilt.

Au�erdem ordnet das Gericht Sicherungsverwahrung an.

Die H�he des Strafma�es

ergibt sich aus der Beurteilung der Gesamtpers�nlichkeit.

Sie k�nnen mich doch nicht lebendig begraben. Ich bin doch unschuldig.

Der Angeklagte wurde mit 16 straff�llig.

Herr Richter, Sie k�nnen an mir keinen Justizirrtum begehen,

wir kennen uns doch schon so lang.

Setzen Sie sich hin und schweigen Sie.

Aber ich bin es doch nicht gewesen! Jawohl, ich wollte.

Ich und mein Mitarbeiter hatten schon alles ausbaldowert.

Wie viel Uhr ist es, bitte? - F�nf vor halb.

Da ist mir einer zuvorgekommen, der meinen Stil kopiert.

Ich bestrafe Sie ... Sie k�nnen mich nicht bestrafen.

Sie sind f�r mich gestorben. Ich mach das nicht mehr mit!

Das Gericht schlie�t Sie von der Verhandlung aus.

Ach, h�ren Sie doch ...

Ruhe im Saal!

Halt! Oder ich schie�e!

Sind Sie verletzt?

Mein Gott, hab ich mich erschrocken.

Mahlzeit. * Alarmglocke *

Hier kommt keiner raus, Alarm.

Hey, Moment mal. Aber ich muss doch ...

Haben Sie noch nie was von der Funkstreife geh�rt?

So, jetzt k�nnen Sie r�bergehen. Die Polizei ist f�r Sie da.

* Polizeisirene *

(denkt) Ganz h�bsch hier, direkt feierlich.

Wann war ich das letzte Mal in der Kirche?

Bei der Kommunion, glaub ich. Nein, hinterher noch mal.

In der Kapelle vom Jugendgef�ngnis.

Was hat der Pfarrer damals gesagt?

"Bete zu Gott, mein Sohn, dann wird er dir helfen."

Bl�dsinn. Nicht einen Tag fr�her haben Sie mich entlassen.

Hilf dir selbst, dann hilft dir ... Ach, Quatsch.

Darauf fall ich nicht rein. Ich glaube nur, was ich sehe.

* Quietschen *

Beinah w�r ich drauf reingefallen.

Also lieber Gott, nun h�r mal zu.

Wenn du allwissend bist,

warum l�sst du dann zu, dass man mich verurteilt?

Du musst doch wissen, dass ich unschuldig bin.

Jetzt sitz ich ganz sch�n drin.

Keinen Pfennig in der Tasche, nichts im Magen.

Jetzt kannst du beweisen, dass es dich gibt.

Wenn du allm�chtig bist, tu was f�r mich:

1. Ich brauch was zu essen.

2. Ich brauch Geld zum Abhauen. Und zwar sofort.

Ja, genau. Jetzt bin ich aber gespannt.

Also, ich geh jetzt ganz langsam zum Ausgang.

Wenn du was f�r mich tun willst, musst du dich beeilen.

Verzeihung, der Herr Pfarrer ist im Beichtstuhl, was?

Ja. So ein Mist.

Ich muss in 10 Minuten auf dem Sportplatz sein.

Wir spielen gegen die Oberschule.

K�nnen Sie mir einen gro�en Gefallen tun?

W�rden Sie dem Pfarrer das Paket hier geben?

Ja, aber ... Vielen Dank.

Jetzt h�tt ich beinah das Geld vergessen.

50 Mark hat der Herr Pfarrer mir mitgegeben.

Sagen Sie ihm bitte, 7,50 Mark hat's gemacht.

Recht vielen Dank. Ich hab zu danken.

Alle Achtung, mein Kompliment.

Isar 1 von Isar 2: Noch keine Spur von Wittkowski. Wir fahren weiter.

Einverstanden. Ende. - Er kann sich nicht aufgel�st haben.

Entwischen darf er uns nicht.

Gro�fahndung einleiten, alles �berwachen: Flugpl�tze, Bahnh�fe.

Ausweis bitte. - Au.

Nimm du ihn. Nichts als �rger hat man mit dem K�ter.

Er hat dich nur verteidigt. - Ich verteidige mich allein.

Ist es schlimm? - Das sehen Sie ja.

Da ist er.

Da kommt ja noch einer.

* Babygeschrei *

Reiseproviant, Erfrischungen.

Gib dem Kind doch endlich was zu trinken.

Ich habe die Flasche in der K�che stehen lassen.

Hallo! Reisewagen! Wir brauchen warme Milch.

Wo ist mein Rasierapparat? Eben war er noch da.

Mit dir zu verreisen ist kein Vergn�gen.

Lass mich los, Dieter.

Da kommt doch jemand.

Ausgerechnet.

Den vergraul ich.

* Aus dem Radio ert�nt Musik. *

Guten Abend. Fahrkarten bitte.

Bitte.

Danke.

Danke. Sind die anderen Pl�tze noch frei?

Ja. - Danke.

Gn�dige Frau., hier ist Platz. - Vielen Dank.

Das ist aufmerksam von Ihnen. Komm, mein Kind. Guten Abend.

Seid leise.

Haben wir alles untergebracht?

Danke vielmals.

So eine �berraschung, ein richtiger Pfarrer.

Gr�� Gott.

Setzt euch mal alle hin.

Setz dich mal da r�ber.

Und du setzt dich hierher.

So, jetzt gibt's was zu essen. Das h�lt Leib und Seele zusammen.

Wir sind n�mlich schon den ganzen Tag unterwegs.

Wir sind alle sehr hungrig. Das kann ich verstehen.

Da bekommt man richtig Appetit, nicht wahr?

Sind Sie m�de, Herr Pfarrer?

Ach ...

Ich werde schon f�r Ruhe sorgen.

Jetzt sind wir mal ganz leise. Der Herr Pfarrer will schlafen.

Der Herr Pfarrer will schlafen.

Vielen Dank f�r die Unterst�tzung.

Die Bundesbahn l�sst den Zug nur f�r eine halbe Minute halten.

Das gen�gt uns.

Warum halten wir hier eigentlich? - Ich wei� es nicht.

Ich schau mal nach.

Ein bisschen mehr R�cksicht.

(von drau�en) Ihr kontrolliert den Schlafwagen, wir die 2. Klasse.

Kinderchen, seid ganz leise.

Denkt an den Herrn Pfarrer.

(von drau�en) Polizeikontrolle.

Seien Sie ein bisschen leise. Der Herr Pfarrer nebenan schl�ft.

Wir werden ihn schon nicht st�ren.

Ihren Ausweis bitte.

Wollen Sie ihn mit Gewalt aufwecken?

Lassen Sie uns zufrieden, wir suchen einen Verbrecher.

Danke. - Einen richtigen Verbrecher?

Ja, ein ganz gef�hrlicher Bursche.

Hier schl�ft er. - Wer?

Ach so, der Pfarrer. Der hat einen gesunden Schlaf.

Den Schlaf des Gerechten.

Gute Nacht. Und fangen Sie ihn nur.

Entschuldigen Sie bitte. Kinder, nehmt das mal.

Jetzt habe ich den Herrn Pfarrer aufgeweckt.

Ach so, ja, jetzt haben Sie mich aufgeweckt.

Ich hab extra dem Polizisten Bescheid gesagt.

Wem? Polizisten durchsuchen den Zug.

Sie sind gerade in unserem Wagen. In unserem Wagen?

(Polizist) Ausweis bitte. Danke sch�n.

Ach, das hab ich gern.

* Glas zerspringt. *

Ach du lieber Gott.

Das hat man nun davon, wenn man sich auf dich verl�sst.

Hunger hab ich, kein Dach �berm Kopf und finster ist es.

Nicht mal Licht hast du f�r mich, keinen Mond, keine Sterne, nichts.

Ich muss schon sagen ...

(singt) Junger Mann, was suchest du,

hier in diesen Gr�nden?

Ich such das Gl�ck.

Nichts f�r ungut.

* Ein Hund bellt. *

Ruhig.

Halt die Schnauze.

Oh, verdammt.

Wer ist denn da? So bleiben Sie doch stehen.

Ach, das ist ja ...

Tim, geh sofort auf deinen Platz.

So, Hochw�rden, jetzt k�nnen Sie hereinkommen.

Hoffentlich hat Sie der Hund nicht zu sehr erschreckt.

Gr�� Gott, Herr Pfarrer. Guten Tag, �hm, gr�� Gott.

Ich bin die Frau Nestle. Jetzt gib endlich Ruhe.

Warum haben Sie nicht geklingelt? Ich wollte nicht st�ren.

Sie sind gut. Kommen Sie erst mal rein.

Haben Sie schon Abendbrot gegessen? Leider nicht, nein.

Ich m�chte Sie nicht berauben. Aber wir haben doch so viel im Haus.

Ich wei�, �hm, ich wei� nicht, ob ich das annehmen kann.

Sind Sie auf der Durchreise? Ja.

Gewisserma�en auf der Durchreise.

Bitte kommen Sie jetzt.

So, jetzt werd ich aber gleich ...

Ach, ich hab Ihr Gep�ck vergessen. Ich hol es gleich.

Nein, ich hab gar kein Gep�ck.

Sie haben keins?

Aber doch nicht etwa gestohlen?

Doch, gestohlen.

Wie haben Sie das gemerkt? Ich kann doch kombinieren:

Der zerbeulte Hut, und wie Soutane aussieht.

Man hat Sie �berfallen, nicht wahr? Ja, so ist es.

Sie haben mir alles genommen. Alles, was mir fehlt.

Das ist ja schrecklich. Das melde ich sofort der Polizei.

Bitte nicht der Polizei, nein. Ich, �hm, ...

Ich habe ihnen verziehen.

Ja, gut, Tim, Herrchen ist ja schon da.

Oh, Herrchen kommt. Dann geh ich mal lieber.

Auf Wiedersehen.

Wir haben Besuch, Hochw�rden. Das seh ich.

Guten Abend, Herr Konfrater. Ich bin Pfarrer Steiner.

Wittko..., �hm, Wittleben.

Herzlich willkommen. Ich mache das Gastzimmer zurecht.

Nein, ich m�chte nicht l�nger zur Last fallen.

Sie �bernachten bei uns im Pfarrhaus.

Ich h�tte Sie von der Bahn abgeholt.

Ich erkundige mich beim Bisch�flichen Ordinariat,

warum nicht Bescheid gegeben wurde.

Sie brauchen sich nicht zu erkundigen.

Oder war diese �berraschungsvisite beabsichtigt?

Oder ist es besser, wenn ich sage "Visitation"?

Visi..., wie Sie meinen.

Im Arbeitszimmer stehe ich Ihnen zu einer Aussprache zur Verf�gung.

Ich bin sehr m�de. Morgen haben wir auch noch Zeit dazu.

Gute Nacht.

Wollen Sie nicht wenigstens einen kleinen Imbiss?

Ein Imbiss w�re nicht schlecht, ja.

Ich seh in der Speisekammer nach. Nein, bitte nicht.

Ich werde doch lieber fasten.

Pst.

* Es klopft. *

Augenblick. Schluck doch runter, mach schnell.

Herein.

Ich bringe Ihnen noch ein Viertel von unserem Roten.

Danach schl�ft es sich gut.

Frau Nestle, Sie sind so nett zu mir.

Haben Sie was auf dem Herzen? Ja.

Ich wei� genau Bescheid �ber Sie. Mir k�nnen Sie nichts vormachen.

Woher wissen Sie? Wir Nestles k�nnen kombinieren.

Das liegt in der Familie. Deshalb ist mein Neffe bei der Polizei.

Aha. Was wissen Sie denn?

Ich wei�, dass sich Herr Baumberger beim Bischof beschwert hat.

Er will einen anderen Pfarrer haben, der nach seiner Pfeife tanzt.

Also, wenn Sie mich fragen, unser Herr Pfarrer hat recht gehabt,

dass er ihm die Leviten gelesen hat.

Nun traut sich keiner mehr in die Kirche.

Ach so, deshalb. Ja, nur deshalb.

Der Baumberger hat es den Leuten ganz einfach verboten.

Aber Sie werden schon wieder alles in Ordnung bringen, Hochw�rden.

Davon bin ich fest �berzeugt.

Der Herr erhalte Ihnen Ihren Glauben.

Schon gut, wir wollen die Sache noch mal �berschlafen. Gute Nacht.

Gute Nacht, Hochw�rden.

Wer ist denn da?

Entschuldigen Sie die St�rung. Einen Moment bitte.

Herein. Es ist nur, morgen ist Maria Geburt.

Wollen Sie die Fr�hmesse lesen? Was? Die Fr�hmesse?

Ich? Wohl lieber nicht, nein.

Sie wollen nicht zelebrieren? Das geht doch nicht.

Ich meine, noch nicht.

Der Tag heute war anstrengend.

Aber nett, dass Sie an mich denken.

Ja, also, dann w�nsch ich Ihnen gute Nacht.

Ich weck Sie morgen um f�nf Uhr. Ja. Was? Um f�nf?

Ich nehm Sie dann mit. Den Weg zur Kirche finden Sie nicht.

Wohl kaum. Gute Nacht.

Gute Nacht.

Na, wenn man dir den kleinen Finger reicht.

* Orgelspiel *

So was Sch�nes gibt es selten.

In diese Aussicht kann man sich verlieben.

Ja, ja. Unser Seebr�cken liegt auch zu sch�n.

Wie? Ach so, ja. Das ist ein sehr gesegnetes Fleckchen Erde.

Tja, jetzt haben Sie gesehen, wie leer die Kirche ist.

Ich hab Kirchen gesehen, die waren leerer.

Die Leuten werden schon wiederkommen.

Sicher, aber nicht so lange ich hier bin.

Das hat mir der Baumberger geschworen.

Kann der �ber den Ort bestimmen? Hier arbeiten alle f�r ihn

oder sind ihm Geld schuldig. Da traut sich keiner in die Kirche.

Hallo, Herr Pfarrer!

Wirklich gro�artig, ich beneide Sie.

So k�nnte ich die Jugend f�r mich gewinnen.

Das bring ich Ihnen bei. Ich war der beste Fu�baller meiner Stra�e.

Ich musste leider immer arbeiten.

Wir waren vier Kinder, mein Vater ist im Krieg gefallen.

Ich musste was dazuverdienen. Auf der Uni war ich Werkstudent.

Meine Mutter sollte nichts zahlen. Das war fein von Ihnen.

Aber manchmal glaub ich, eine gute Balltechnik

h�tte mir mehr geholfen als mein Doktortitel.

Ich war so stolz auf meine erste Pfarre.

Ich wusste, es wird nicht leicht. Ich bin nicht aus der Gegend.

Gr�� Gott.

Trotzdem dachte ich, ich finde den Weg zu den Herzen dieser Menschen.

Jetzt denk ich, ich mach alles falsch.

Sie auch? Es ist nicht leicht, Pfarrer zu sein.

Ich hoffe, dass das Bisch�fliche Ordinariat ...

H�ren Sie damit auf. Ich bin doch im Sommerurlaub.

Ich will durch Ihre sch�ne Gegend wandern. Glauben Sie, ich l�ge?

Nein.

Da kommt meine Gemeinde vom Gottesdienst.

Aus dem Nachbarsdorf, aus Ennskirchen.

Der Baumberger l�sst sie mit seinem Laster hinbringen. Umsonst.

Mit dem lieben Gott legt er sich nicht an, nur mit mir.

Da sitzen Sie ja ganz sch�n in der Klemme.

Gr�� Gott.

Wenigstens sch�men sie sich.

Da kommt der Baumberger pers�nlich.

Mit Familie.

Tag.

W�rden Sie mich einen Moment entschuldigen?

Frau Holzmann.

Gr�� Gott, Herr Pfarrer.

Hochw�rden, endlich sind Sie da.

Meine Gebete sind erh�rt worden.

Baumberger. Das ist meine Tochter Helga.

Das sieht man gleich an der �hnlichkeit, nicht wahr?

Das ist meine Frau. Kommen Sie einen Moment herein?

Oh ja, gern. Bitte sehr.

Papilein, kann Herr Schumann nach dem Autoradio sehen?

Von mir aus, aber dass er p�nktlich abf�hrt.

Ich pass schon auf.

Das ist ein Pracht-M�del, die schmei�t meine ganze Buchf�hrung.

Wer die mal heimf�hrt ... Zum Gl�ck denkt sie nicht an so was.

Obwohl ihr die M�nner nachlaufen. Aber sie, immer Distanz.

Herr Schumann!

Ja? - Das Radio ist nicht in Ordnung.

Ich fahr den Wagen nach hinten. - Ich komm gleich.

Um es klarzustellen: Ich stehe treu zur heiligen Kirche.

Mich ruft die Glocke nicht vergebens.

Ich mache keine frommen Spr�che, ich lebe danach.

24 Stunden am Tag und nachts.

Dieser Betrieb ist ein Werk der N�chstenliebe.

An Christbaumschmuck ist nicht viel zu verdienen.

Fragen Sie meine Heimarbeiter. Aber wenn ich aufh�ren w�rde,

diese H�nde in den Scho� legen w�rde, was w�re dann?

Millionen entt�uschter Kinderaugen w�rden Heiligabend

auf ungeschm�ckte Christb�ume starren.

* "O Tannenbaum" erklingt *

Nein, da erh�h ich lieber meinen Umsatz.

Und wenn ich dabei zusetze.

Klingt voll.

Tja, der hat es auch in sich.

Glauben Sie nicht, dass es immer so war.

Vor 22 Jahren hab ich mit nichts angefangen.

Buchst�blich mit nichts.

Au�er dem Haus, der Fabrik

und was meine liebe Frau sonst noch in die Ehe mitgebracht hat.

Originell, nicht?

Niedlich. Das ist ein kleiner Scherzartikel.

Mit dem hab ich angefangen.

Das war die Zelle, aus der das Unternehmen entstanden ist.

Das mache ich heute nur noch aus Tradition.

Wie stehe ich jetzt da? Ganz Seebr�cken arbeitet f�r mich.

Der ganze Ort lebt von mir, von meiner H�nde Arbeit.

Da lasse ich es mir nicht gefallen,

dass mich der Pfarrer einen Wucherer nennt.

Ich, ein Wucherer. Ausgerechnet ich.

Anton, Pfarrer Steiner hat keinen Namen genannt.

Na und? Er hat nur gesagt:

"Unter uns ist ein Wucherer."

Wen soll er sonst gemeint haben? Es gibt nur einen im Ort,

der so viel Geld hat. Zu mir kann jeder kommen.

Wer da anklopfet, dem wird aufgetan.

Darf ich Ihnen behilflich sein? Danke, es geht schon.

Jedes Mal rei� ich mir einen Nagel ab.

Danke sch�n.

Da sehen Sie, hier, lauter Schuldscheine.

Was hat man von seiner Gutm�tigkeit?

Will man sein Geld mit Zinsen zur�ckhaben, ist man ein ...

Schwamm dr�ber.

Wenn Sie hier erst Pfarrer sind, dann ist die Kirche wieder voll.

Ich glaube, Hochw�rden, eine neue Glocke m�ssten wir auch haben.

Na ja, wenn es so weit ist, wissen Sie, wo was zu holen ist.

Genau. Ich glaube, wir verstehen uns.

Herr Pfarrer, ans Werk.

Hochw�rden, hier wartet eine gro�e Aufgabe auf Sie.

Ich werd mein M�glichstes tun. Ein Mann mit Ihrer Erfahrung.

Wir haben schon ganz andere Sachen geschafft.

Das ist ein Pfarrer.

Hochw�rden hat Sie schon gesucht.

Er dachte, Sie sind schon nach Hause gegangen.

Also ist Hochw�rden auch nach Hause gegangen.

Schon gut, meine Tochter.

Ich muss mal telefonieren.

Wo fehlt es denn, Fr�ulein Baumberger?

Wieder an derselben Stelle? - Genau.

Der Kontakt ist schwach.

Wenn du das Radio noch oft kaputt machst,

ist es nicht mehr zu reparieren.

* Er hupt. *

Siehst du, wir m�ssen vorsichtiger sein.

Wenn du bei jedem Kuss hupst.

Die werden uns noch erwischen.

Dann gibt's eben einen Streit und du musst mich heiraten.

F�ngst du schon wieder an?

Ich heirate dich erst, wenn ich dich ern�hren kann.

Ich hab doch Geld genug.

Das ist es ja eben.

Dein bl�der Stolz. Soll ich mein Geld verschenken,

blo� damit du mich heiratest? - Ach, du wei�t, wie ich es meine.

Los.

Was?

Reparieren.

* Er hupt. *

Wenn wir verheiratet sind, wird mir beim K�ssen die Hupe fehlen.

Hochw�rden, Ihre Anmeldung. Ich lege um in die Zelle.

Hallo?

Ich verbinde mit Hochw�rden.

Mit wem? - Wer ist da am Apparat?

Ein Pfarrer. Bestimmt falsch verbunden.

Hallo? Moment.

Hallo. Gr�� Gott, mein Sohn.

Ich bin's, dein alter Hirte. Du, Paul?

Bist du im Ausland? Nein, mein Sohn.

Noch hier in der Stadt? Nein, mein Sohn.

Ein Gl�ck, hier ist der Teufel los. Komm auf keinen Fall zur�ck.

Ja, mein Sohn. Auf keinen Fall.

Ja, mein Sohn. Warum sagst du "mein Sohn"?

Das macht einen ganz nerv�s.

Man kann nicht immer reden, wie man will.

Ach so, da h�rt einer zu.

Na endlich, da steht jemand vor der Zelle.

Du bist in einer Zelle und da gibt's Telefon?

Ach, Quatsch. H�re, mein Sohn, ich kann hier nicht so lange bleiben.

Ich muss bald aufbrechen. Was?

(fl�stert) Aufbrechen. Schick mir meinen brauen Koffer.

Den mit dem Werkzeug? Was denn sonst?

Aber per Bahn-Express. Merk dir die Adresse:

Pfarrer Wittleben. Witt..., was?

(fl�stert) Wittleben. Wittleben.

Seebr�cken, bahnlagernd.

Hast du alles verstanden? Nein, ich schick ihn dir per Bahn.

Mach's gut, Paul. Gr�� Gott, mein Sohn.

Also lieber Gott, ich bin wirklich sehr zufrieden mit dir.

Ein sch�ner Ort, ein netter Mann, der Pfarrer.

Und dann der Geldschrank ...

Aber allwissend bist du nicht.

Sonst m�sstest du wissen, was ich bei dem Baumberger vorhabe.

Man sagt ja: "Gottes Wege sind wunderbar".

Vielleicht hast du mich als Strafe f�r den Baumberger auserw�hlt.

Verdient h�tt er mich ja.

Aber bitte, dann krieg ich auch mildernde Umst�nde.

Du bist in der Sache mit drin, Beihilfe.

Ich hab sofort Anzeige erstattet. - Der muss gef�hrlich sein.

Der hat unserem Herrn Pfarrer ...

Keine Ehrfrucht vor dem Priesterrock.

* Tim bellt. * Halt mal die Schnauze.

Ich geh mal zu ihm.

Lieber Gott, hilf mir.

Ich werde alle Geldschr�nke im Ort in Ruhe lassen.

�berhaupt alle Geldschr�nke.

Ich will versuchen, ein anst�ndiger Mensch zu werden.

Hilf mir noch einmal, dann geb ich dir mein Ehrenwort,

ich werd dem Pfarrer helfen. Hilf mir nur noch einmal.

* Es klopft. * Dann eben nicht. Herein.

Wachtmeister Franke. Ich brauch Ihnen wohl nicht erz�hlen, warum ich komme.

Wir kriegen jeden, fr�her oder sp�ter.

Es tut mir leid, Frau Nestle hat geplaudert.

Es gab nun mal einen Diebstahl in der Speisekammer.

Sie tat nur ihre Pflicht.

Gewohnheitsverbrecher geh�ren hinter Gitter.

Gehen wir, dann haben wir es hinter uns.

Aber wir k�nnen das auch hier erledigen.

Also, wie sah er denn aus? Wer?

Der Mann, die Sie �berfallen hat. Mich, �berfallen?

Ach so, Sie meinen den, der mich �berfallen hat?

Wen denn sonst?

Da hast du mich mal wieder ganz sch�n reingelegt.

Vielleicht war das derselbe, der bei uns eingebrochen hat.

So viel Theater wegen einer Wurst?

Woher wissen Sie das �berhaupt? Was?

Das mit der Wurst, dar�ber haben wir doch gar nicht gesprochen.

Seien Sie vorsichtig, geben Sie acht.

Frau Nestle beweist Ihnen noch, dass Sie es gewesen sind.

Also nun mal Spa� beiseite.

Schildern Sie den Vorfall, damit ich die Anzeige aufnehmen kann.

Nein, das tu ich nicht. Ich find es nicht richtig,

dass ein Pfarrer jemanden bei der Polizei anzeigt. W�rden Sie das tun?

Nein, das w�rd ich auch nicht. Sie glauben gar nicht,

wie mich das freut, dass wir der gleichen Ansicht sind.

Da kann man nichts machen. Wiedersehen.

Wiedersehen. Wiedersehen.

Tja, und jetzt wird erst mal gefr�hst�ckt.

Dann zeig ich Ihnen, wie man richtig Fu�ball spielt.

Frau Nestle. Ja?

Heut Mittag machen wir eine Kalbshaxe.

Aber heute ist doch Freitag.

Auch wenn Maria Geburt ist, es ist Freitag.

Die Geistlichen haben Fleischverbot. F�r uns machen wir Fisch.

Aber f�r unseren Gast machen wir was Kr�ftiges, gell.

So ist es sch�n. Nicht so m�de. Und noch mal.

Sch�n am Ball bleiben. Locker in den Knien.

Und Schuss! Sie m�ssen den Ball treffen, nicht das Gras.

Und nun Schuss!

Versuchen Sie mal, mir den Ball abzunehmen.

Immer sch�n locker.

Schie�en Sie mal einen Elfmeter.

Schuss!

Ich zeig Ihnen mal, was ein richtiger Schuss ist.

Dass mir nur die W�sche nicht schmutzig wird.

(beide) Nein, nein.

Sch�n flach lassen. Jetzt spielen wir hier.

Und noch mal hier. Und nun einen Schuss.

Jawohl!

Gr�� Gott, Frau Holzmann.

Danke. Na, hat's geklappt?

Glatt abgelehnt. Ich muss in die Werkstatt. Gr�� Gott.

Wenn Sie Sorgen haben, kommen Sie zu mir.

Danke, Herr Pfarrer.

Ich h�tte ihr gew�nscht, dass sie den Kredit bekommen h�tte.

Hat sie Schwierigkeiten? Gro�e.

Sie f�hrt das Gesch�ft ihres verstorbenen Mannes weiter.

Vor vier Wochen pr�sentierte ihr Herr Baumberger

einen Schuldschein �ber 4000 Mark plus Zinsen.

Ich bin dann sofort zum Baumberger gegangen

und hab ihn um Aufschub gebeten.

Er sagte, ich soll mich nicht in seine Gesch�fte mischen.

Ich hab es noch zweimal probiert.

Sonntags bin ich von der Kanzel herab losgezogen gegen die Wucherer.

Im Allgemeinen und hier im Ort im Speziellen.

Er hat sich die Jacke angezogen und der Boykott ging los.

H�tten Sie an meiner Stelle anders gehandelt?

Wie? Sie haben recht, da muss gehandelt werden.

Unglaublich.

Frau Holzmann!

Augenblick.

Oh, bitte, bitte. Lassen Sie sich nur nicht st�ren.

Guten Tag, Herr Baumberger.

Gr�� Gott, Frau Maria. Nehmen Sie Platz.

F�hlen Sie sich wie zu Hause. Ihnen geh�rt sowieso bald alles.

Ich kann n�mlich nicht zahlen.

Weder heute noch morgen noch �bermorgen.

Sie m�ssen sich Ihr Geld, wie sagt man doch,

auf dem Wege der Zwangsvollstreckung holen.

Was f�r ein h�ssliches Wort. War das alles n�tig?

Das fragen Sie mich? Was h�tt ich denn machen sollen?

Mehr Vertrauen zu mir haben, ich hab doch ein Herz.

Warum machen wir Menschen uns das Leben so schwer,

statt uns zu lieben? Dann w�r alles viel einfacher.

Wie meinen Sie das? Entgegenkommen von beiden Seiten.

Dann ... Dann w�ren wir uns n�hergekommen.

Das wollen Sie doch wohl.

Sie sind eine verst�ndige Frau.

Meine Frau versteht mich nicht. Schon lang nicht mehr.

Ich bin sehr einsam.

Jahraus, jahrein hab ich der Menschheit Freude geschenkt:

Christbaumkugeln in Gold, Silber, in sechs Farben und Gr��en.

Hab ich da nicht Anspruch auf ein bisschen Gl�ck?

Dieses Gl�ck ist Ihnen ein paar Tausend Mark wert?

Frau Maria, man kann von mir sagen, was man will.

Aber nicht, dass ich kleinlich bin.

Herr Baumberger, Sie �berraschen mich wirklich.

Ich hielt Sie bisher f�r einen Halsabschneider.

Aber jetzt erkenn ich Sie ja erst richtig.

Sie sind ja noch dazu so schmierig, dass Sie kleben.

Bitte, Frau Holzmann.

Ganz wie Sie wollen.

Mmh, das Fleisch ist himmlisch.

Dann scheint's zu schmecken. Na, und wie.

Wenn ich da an den Fra� im Gef�ngnis denke.

Sie sind also Gef�ngnis-Pfarrer?

Ja, ja, nat�rlich. Jetzt seh ich es auch.

Ja, ja, nat�rlich, Gef�ngnis-Pfarrer.

Woran sieht man das, Frau Nestle? An der Gesichtsfarbe.

Mein Neffe, der Polizeibeamte, sagt, Leute, die lange hinter Gittern sind,

sehen so blass aus wie Magerk�se.

Hier werden Sie bald wieder rote Backen haben.

* Telefonklingeln * Ach, schon wieder Telefon.

Das find ich ja sehr interessant.

Gef�ngnis-Seelsorge hat mich schon immer interessiert.

Davon m�ssen Sie mir erz�hlen. Ich rede nicht gern vom Gef�ngnis.

Es muss eine sch�ne Aufgabe sein, den Menschen,

die uns verlachen und anfeinden, einen Halt zu geben.

Man tut, was man kann. Es ist sicher nicht leicht,

diese Menschen ins b�rgerliche Leben zur�ckzuf�hren.

Die Vorurteile der Gesellschaft, da haben Sie sicher Erfahrung.

Leiden Sie nicht unter dem Makel, vorbestraft zu sein?

Nur beim ersten Mal, dann gew�hnt man sich dran.

Aber das ist ja gerade das Gef�hrliche.

Aber reden wir doch nicht davon.

Na, was gibt's denn Neues in der gro�en Welt?

Hochw�rden, an der Bahn ist ein Koffer f�r Sie angekommen.

F�r mich? Nein, f�r Hochw�rden Wittleben.

Ein Koffer? Ich hab alles in Ordnung gebracht.

Die wollten, dass Sie pers�nlich hinkommen. Der Koffer ist besch�digt.

Aber Wachtmeister Franke bringt ihn her.

Wachtmeister Franke? Ja, ich hab ihn gebeten.

Er soll ihn vorsichtig tragen, damit er nicht aufgeht.

Lassen Sie mich mit anfassen. Das ist zu schwer f�r Sie alleine.

Ich hab schon Schwerere getragen. Mir ist unangenehm, dass Sie ...

Wieso? Polizei, dein Freund und Helfer.

Der hat es aber in sich. Jetzt trag ich ihn alleine.

Gern geschehen. Gr�� Gott. Gr�� Gott.

Warten Sie, ich helf Ihnen. Nein, ist schon in Ordnung.

Ich danke sch�n, mein Sohn.

Hey, Herr Pfarrer!

* Ein lautes Knarzen. *

Das ist nicht mit anzuh�ren. Was ist denn das?

Das klingt ja furchtbar. Welcher Esel hat dir das beigebracht?

Das St�ck muss kurz eingespannt werden. Gib her.

Das klingt gleich ganz anders.

Schreib dir das hinter die Ohren. Mach ich, Herr Pfarrer.

Ich hab Sie ja gar nicht erkannt. Sie dachte, Sie sind ein Lehrling.

Bin ich auch. Und dazu ein ziemlich unbegabter.

Aber Sie sind ja ein richtiger Fachmann.

Wo haben Sie das her? Ich war nicht immer Pfarrer.

Ich hab mal was Richtiges gelernt. Schlosserei?

Ja, ich war ein ziemlich fixer Junge.

Mein Meister sagte zu seiner Frau: "Wenn der Paul da ist, brauchst du

die Kasse nicht zuzuschlie�en, der kriegt sie ja doch auf."

Das war lange, bevor ich das wurde, was ich heute bin.

Ohne M�tze gefallen Sie mir besser.

Wenn Sie mal einen Mann brauchen, der Ihnen zur Hand geht,

ich w�rde Ihnen gern helfen.

Auf dieses Angebot komm ich bestimmt zur�ck.

Bestimmt? Bestimmt.

Ist das ein Wort?

Ja, wissen Sie, ich habe gerade

mit einem anderen hilfsbereiten Mann geredet.

Der wollte im Grunde genommen nur ... Sie wissen schon.

Bei einem Pfarrer wei� man wenigstens, wie es gemeint ist.

Ja, so war es gemeint.

Diese Holzmann hat Ihnen gegen�ber behauptet, ich mache ihr Antr�ge?

Sie glauben das nat�rlich und wollen mir damit Angst einjagen.

Da kennen Sie mich aber schlecht. Therese!

Sie wollen doch nicht Ihre Frau ... Wir haben keine Geheimnisse.

Therese! Komm doch mal. Was ist denn?

Gr�� Gott, Herr Pfarrer.

Ich hab dir erz�hlt, dass die Schlosser-Witwe hinter mir her ist.

Ist das nicht schrecklich?

Ich h�tte alles von ihr haben k�nnen.

Aber ich verzichte, ich habe zu Hause ja die beste Frau der Welt.

Nicht doch. Aber es ist doch wahr.

Ja, das ist wahr.

Diese unversch�mte Person dreht den Spie� um.

Sie behauptet, ich stelle ihr nach.

Nein, ist das nicht eine Gemeinheit? Das ist es wirklich.

Meine Geduld ist zu Ende. Such den Schuldschein raus.

Jetzt wird gepf�ndet.

Nun, Herr Pfarrer, was machen Sie jetzt?

Ich werde f�r Sie beten, Herr Baumberger.

Ich glaube, Sie haben es n�tig.

F�r dich beten? Was meint er damit?

Ach, was wei� ich.

Ja, das ist er.

Dieser Steiner hat was Hinterh�ltiges.

Wenn ich da an das offene ehrliche Gesicht des anderen Pfarrers denke.

Sauberes Werkzeug, saubere Arbeit.

Oh, Herrchen kommt.

Na, Herr Kollege, haben Sie was erreicht?

Ja, gepf�ndet wird. Da kann man gar nichts machen?

Der Schuldschein l�sst sich nicht aus der Welt schaffen.

Der liegt bei dem Baumberger im Geldschrank?

Jetzt kann nur noch einer helfen.

* Die Haust�re schlie�t sich. *

K�nnen Sie mir sagen, was Sie hier wollen?

K�nnen Sie mir sagen, was Sie hier wollen?

Ach, Sie, Herr Pfarrer.

Suchen Sie was Bestimmtes? Nein.

Ich hatte doch einen Pfarrer gesehen.

Aber du meintest den Dicken. Das war dann wohl ich.

Es sieht vielleicht komisch aus, aber Richard und ich wollen heiraten.

Sie kennen ja meinen Vater ... Ja.

Vielleicht k�nnen Sie uns helfen? Kommen Sie herauf? Mach mal Licht.

Oder halten wir Sie auf? Sie suchen jemand?

Nein, nein. Ich lass das Brett runter.

(fl�stert) Therese.

Therese!

Ich h�r schon die ganze Nacht verd�chtige Ger�usche.

Du h�rst immer Einbrecher.

Ich werd doch mal einen Spa� machen d�rfen.

Jetzt hat die Kuh den Schl�ssel wieder abgezogen.

Ich will mir nicht sagen lassen, ich h�tt es nur auf dein Geld abgesehen.

Entschuldigung, dass ich st�re. Was ist hier los mitten in der Nacht?

So, der Herr Pfarrer ist auch da.

Gute Nacht, ihr beiden.

Wenn Sie mich brauchen, Helga, ich steh immer zur Verf�gung.

Ich bitte Sie, meiner Tochter nicht zur Verf�gung zu stehen.

Sie sehen ja, mir entgeht nichts, was in meinem Hause vorgeht.

Finden Sie nicht, diese Situation ist sehr merkw�rdig f�r Sie?

Ich verbitte mir das, Herr Baumberger. Sie sind ein ...

Na?

Ein armer Mensch.

So? Das werd ich Pfarrer Wittleben erz�hlen. Was der wohl dazu sagt?

Komm jetzt ins Haus. Ich kann Ihnen alles erkl�ren.

Danke, das versteh ich von allein.

Moment, lassen Sie das.

Reg dich nicht auf, das ist ganz harmlos. Wir wollen doch heiraten.

Wie bitte? Richard will mich um meine Hand bitten.

Im Lastwagen? Das haben Sie sich fein ausgedacht.

Sich beim reichen Baumberger ins gemachte Bett legen.

Was hattest du, als du Mutter geheiratet hast?

Ja, da ist man nur auf das Geld scharf.

Lass deine Mutter aus dem Spiel. Und Sie verschwinden. Hopp!

Du l�sst dich von meinem Vater fortschicken wie ein Schuljunge!

Du bist die gr��te Entt�uschung meines Lebens!

Hier ist er auch nicht. Das gibt es nicht.

Verschwunden. Das ist doch nicht m�glich.

Ich habe ihn gestern pers�nlich ... Du warst doch dabei.

Sieben, acht, neun ... So siehst du doch nichts.

Sind Spuren einer gewaltsamen �ffnung vorhanden?

Nein. Vom Geld fehlt nichts.

Wem war das Schl�sselwort noch bekannt au�er Ihnen?

Nat�rlich niemandem. Nat�rlich.

Ohne den Schuldschein kann ich die Zwangsvollstreckung

nicht durchf�hren. - Da kann man nichts machen.

Guten Morgen. Was wollen Sie denn?

Meine Papiere.

Wozu?

Glauben Sie, ich bleibe nach gestern bei Ihnen?

Ich k�ndige fristlos. Das werden Sie nicht.

Sie bleiben hier oder ich werfe Sie raus.

Rausgeworfen haben Sie mich gestern schon. Einmal gen�gt mir.

Da er bei mir als Schwiegersohn nicht landen kann,

l�sst er dich sitzen und sucht sich eine andere reiche Braut.

Nein, ich kann in Ennskirchen bei einer Tankstelle anfangen.

Und wenn Helga mich wirklich lieb hat,

der Weg nach Ennskirchen ist ja bekannt.

Dahin sind wir oft genug zur Kirche gefahren.

So was wolltest du heiraten?

Du siehst ja, was das f�r ein Knilch ist.

Ja, das h�tt ich ihm nie zugetraut.

Richard!

Komisch, was hat denn der Hund? Neuerdings l�uft er immer nach oben.

Die Zeitung von gestern, Hochw�rden.

Wo hat sie denn gesteckt? Keine Ahnung.

Die hab ich mir geliehen. Unsere bleibt spurlos verschwunden.

Merkw�rdig. Danke, Frau Nestle. Bitte.

* Es poltert. *

Tim, was hast du denn hier gemacht? Pfui, raus!

Was ist denn passiert? Ein Wunder ist geschehen.

Wieso? Der hl. Antonius hat mich erh�rt.

Sie hat zum hl. Antonius gebetet,

dass er das Ungl�ck von der Schlosserin abwendet.

Als der Herr Baumberger heute seinen Geldschrank aufmacht ...

Der Gerichtsvollzieher hat's erz�hlt. - Da war der Schuldschein

aus dem verschlossenen Geldschrank verschwunden. Ein Wunder.

Ich bin �berzeugt, die Sache kl�rt sich auf nat�rliche Weise auf.

Nein, die anderen Schuldscheine waren drin.

Nur der von der Frau Holzmann nicht.

�ber 4000 Mark waren drin, aber nicht ein Pfennig hat gefehlt.

Das ist allerdings ein Wunder. Das sag ich doch.

Das kann nur einer vollbracht haben. Das bef�rchte ich auch.

So, das haben wir geschafft.

Der passt. Das glaub ich.

Gelernt ist gelernt. Vielen Dank, Herr Pfarrer.

Dieser Schulschein, es f�llt ein Stein von der Seele.

Ich hab uns schon auf der Stra�e gesehen.

Wir sind ja auch noch da.

Wenn wieder Not am Mann ist ... Dann sag ich Ihnen Bescheid.

K�nnen Sie meine Eisbahn ganz machen? Sicher.

Peter, das geht doch nicht. Warum nicht?

Nat�rlich mach ich das. Bis zum n�chsten Mal, tsch�ss.

So einen Jungen hab ich mir auch immer gew�nscht.

Aber ich hab nicht die richtige Frau dazu gefunden.

Deshalb sind Sie Geistlicher geworden?

Ja, ja, haupts�chlich.

Nanu, haben Sie noch gar nicht gefr�hst�ckt?

Keinen Appetit? Doch, doch.

Sie machen sich zu viel Kopfzerbrechen.

Den Baumberger kriegen wir klein. Lassen Sie mich machen.

Ich hab das Gef�hl, Sie tun ein bisschen zu viel des Guten.

Wenn man schon mal dabei ist.

Die Kirche war heut auch schon voller.

Wenn sich die Sache mit dem Wunder rumspricht, m�ssen Sie anbauen.

�brigens, was ich Sie noch fragen wollte,

kennen Sie diesen Mann?

Warum? Warum fragen Sie?

Sind Sie ihm w�hrend Ihrer Gef�ngniszeit begegnet?

Ach so.

Nein, nein. Den hab ich nie gesehen.

Schade, diesen Wittkowski w�rd ich gern mal kennenlernen.

Ja? Warum? Schauen Sie sich das Bild an.

Der Mensch hat doch kein schlechtes Gesicht.

Nein, dabei ist das nicht mal ein gutes Foto.

Ich meine, Zeitungsbilder sind immer so schwarz.

Ich m�cht gern wissen, was so ein Mensch auf die Frage antwortet:

Was hast du mit deinem Leben gemacht?

Ein Mann mit deiner Begabung? Du bist ein K�nstler in deinem Fach.

Ja, ja.

Wahrscheinlich w�rd er mir nicht richtig zuh�ren.

Wenn der Mann den richtigen Weg gegangen w�re,

h�tte er heute seinen eigenen Betrieb.

Aber der f�hlt sich vielleicht ganz wohl in seiner Haut.

Das glaub ich nicht.

Anderen Geld zu stehlen, was die sich erarbeitet haben.

So ist es auch wieder nicht. Ich habe nur ...

... als Gef�ngnis-Geistlicher Typen beobachtet,

die keine Mark einem armen Schlucker weggenehmen w�rden.

Die brechen nur in Banken ein und so.

Oder mal beim Privatmann.

Wenn man gegen Diebstahl versichert ist, kriegt man alles wieder zur�ck.

Dann bestiehlt man die Versicherung. Die sind doch so reich.

Das Geld stammt von den Betr�gen der Leute, die bestohlen werden.

Die bezahlen ihre Beitr�ge sowieso.

W�rde nicht eingebrochen, k�nnten sie sich ihr Geld sparen.

Sie br�uchten sich nicht gegen Einbruch versichern lassen.

Wittkowski ist dumm, das scheinbare Gl�ck, rasch viel Geld zu bekommen,

gegen das wahre Gl�ck eintauschen zu wollen.

Was ist das wahre Gl�ck?

Auf der richtigen Seite des Lebens zu stehen.

Ob Wittkowski wohl jedem Menschen in die Augen sehen kann?

Na wennschon. Was kann man sich daf�r kaufen?

Etwas, was man sich nicht kaufen kann: das gute Gewissen.

... ist ein sanftes Ruhekissen. Das ist ein alter Hut.

Was n�tzt es, wenn man von seinem Meister angezeigt wird

und acht Monate in den Knast wandert?

Unschuldig!

Dann hat man ein gutes Gewissen, aber man brummt trotzdem.

Wenn man sich erlaubt zu sagen, die Justiz hat einen angeschissen,

zieht man einem das Ruhekissen weg und man kriegt 14 Tage Versch�rften.

Wenn einer Opfer eines Justizirrtums wird, das ist ein schweres Los.

Das kommt �fter vor, als Sie denken!

Vielleicht ist der Wittkowski auch so ein Fall!

Entschuldigen Sie, ich bin jetzt ein bisschen ausfallend geworden.

Aber ich stecke zu tief in diesen Fragen drin.

Ich muss ein bischen an die frische Luft. Nichts f�r ungut.

* Fahrrad-Klingel *

Gr�� Gott. - Gr�� Gott.

Peter, was hast du da Sch�nes? Komm, zeig mal her.

Komm her, alter Freund. Was hat du denn da?

Christbaumkugeln? Die hat dir der Baumberger bestimmt nicht geschenkt.

Nein. Ach so.

Die hast du also so hier ...

Ja, kennst du denn nicht das 6. Gebot?

Doch. "Du sollst nicht ehebrechen."

Ich mein das 8.

"Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen N�chsten."

Wie hei�t z.B. das 7. Gebot? "Du sollst nicht stehlen."

Und was machst du? Du hast ja schon ein ganzes Lager von dem Zeug.

Woher wissen Sie das? Ich wei� es.

So was kommt n�mlich immer raus, dann sperrt man dich ein.

Dann ist dein Leben verpfuscht.

Eines Tages denkst du dran, was du dir als Kind alles vorgenommen hast,

was du f�r Pl�ne hattest. Dann ist es zu sp�t.

Was willst du mal werden?

R�uber. Was? Wieso?

Einer wie Robin Hood, der nur den Reichen was wegnimmt.

Und es dann den Armen schenkt. Schlag dir das aus dem Kopf.

Was willst du mit so viel Christbaumschmuck?

Verkaufen auf dem Weihnachtsmarkt.

Von dem Geld schenk ich den Beckmanns eine Ziege.

Der Baumberger hat die alte Ziege totgefahren

und hinterher behauptet, er war es nicht.

Dabei hab ich es selbst gesehen. Er sagte, ich l�ge wie meine Mutter.

Deshalb klaust du Christbaumkugeln?

Der Baumberger hat genug davon. Da hast du recht.

Und er ist versichert. Was?

Ach, nichts. Pass mal auf.

Die Christbaumkugeln bringst du wieder zur�ck.

Alles, dein ganzes Lager.

Lass dich nicht erwischen. Ich helf dir.

Du bringst alles her. Wir bringen es gemeinsam weg.

Und die Sache bleibt unter uns. Ehrenwort? Ehrenwort.

Wittkowski.

Woher wissen Sie das?

Ich halte es f�r besser, wenn Sie Ihre Soutane jetzt ausziehen.

Gehen Sie jetzt zur Polente? Warum? Sie stellen sich doch selbst.

Ich bin doch nicht verr�ckt. Wollen Sie wieder untertauchen?

Wovon wollen Sie leben?

Machen Sie sich keine Gedanken, ich find schon was.

Dann brechen Sie wohl wieder mal einen Geldschrank auf, was?

Man kann sein Geld auch mit richtiger Arbeit verdienen.

Wissen Sie, was es f�r eine Arbeit ist, einen Geldschrank aufzubrechen?

Das sagen Sie zum Trotz. Sie m�chten aufh�ren, Sie haben sich verraten.

Sie k�nnen mir den wilden Mann vorspielen,

aber Sie sind ein anst�ndiger Mann. H�ren Sie doch auf.

Sie haben mir die Arbeitsfreude genommen mit Ihrer Rederei.

Die Polizei glaubt mir doch nicht. Aber mir glauben sie.

Ich lass Sie doch nicht allein gehen.

�berlegen Sie es sich. Sie k�nnen auch weglaufen.

Ich bin mindestens eine Stunde weg.

�brigens: Die Soutane k�nnen Sie anbehalten.

Ich glaub nicht, dass Sie mir Ungelegenheiten machen wollen.

Wie viel Kartons sind es denn noch?

Sechs. Na los, gib sie rauf.

Fall nicht. Nee.

Die ganze Geschichte musst du nat�rlich beichten.

Ich komm dann zu Ihnen. Ich wei� ja schon Bescheid.

Du gehst zu deinem Herrn Pfarrer, noch heute.

Also gut. Geh um die Ecke.

Wenn jemand kommt, pfeifst du. Und dann nichts wie weg.

Ach, du dickes Ei. Na ja.

Ach so.

Los. Legen Sie sofort die Pakete zur�ck.

Ich bin ja grad dabei. Oder glauben Sie, dass ich ...

Wof�r halten Sie mich eigentlich?

Ich klau doch keinen Christbaumschmuck im Sommer.

Erz�hlen Sie mir nichts.

Geben Sie die Schachteln auch noch zur�ck.

Sie gehen jetzt ins Pfarrhaus und ziehen die Soutane aus.

Dann gehen Sie. Ich will Sie nicht mehr sehen.

Wenn ich ohne Soutane durchs Dorf gehe, merken die Leute,

dass ich kein Pfarrer bin.

Das kann unangenehm f�r Sie sein.

Immer noch besser als zu sehen, dass Sie in der Soutane stehlen.

Herr Pfarrer, Sie sind noch sehr jung.

Was soll das hei�en?

Das kann ich Ihnen nicht erkl�ren.

Ich hab jetzt Beichtstunde.

Herr Pfarrer.

Ja? Herr Pfarrer.

Wie ist das eigentlich,

k�nnte ich jetzt bei Ihnen beichten, wenn ich wollte?

Und Sie d�rften dann nicht dar�ber reden?

Das h�tte nur einen Sinn, wenn Sie wirklich bereuen w�rden.

Das hat jetzt wohl keinen Sinn.

Sie sind ja noch da.

Ist die Beichte schon zu Ende?

Wissen Sie, was Sie sind?

Ein Gauner.

Jetzt bring ich Sie in die Stadt, dann haben wir es beide hinter uns.

"Beide" ist gut. Wie Sie meinen.

Herr Pfarrer, wenn es Ihnen recht ist,

zieh ich das Ding wieder an. Nur Ihretwegen.

Sp�ter zieh ich es wieder aus.

In der Eisenbahn kann man sich sch�n umziehen.

Gut, ich geh voraus.

�hm, Herr Pfarrer. Ich wollt mich gern verabschieden von jemand.

Vom kleinen Peter? Dann gr��en Sie Frau Holzmann sch�n von mir.

Guten Abend, Herr Pfarrer. Lassen Sie sich nicht st�ren.

Ich wollte mich nur verabschieden.

Sie m�ssen schon weg? Ja, leider schon morgen.

Geben Sie her, ich mach Ihnen das.

Sie werden mir sehr fehlen.

Sie mir auch.

So einen Mann wie Sie k�nnt ich hier im Betrieb gebrauchen.

Das sagen Sie nur so.

Nein, nein, wenn Sie kein Pfarrer w�ren, w�rd ich Sie hier behalten.

Vielleicht komm ich auf Ihr Angebot noch mal zur�ck.

* Telefonklingeln * Das wird Herr Baumberger sein.

Was will denn der noch? Er hat schon einmal angerufen.

Er meinte, es w�re ein sonderbares Zusammentreffen,

dass der Schuldschein aus dem Geldschrank verschwand,

den wir repariert haben. Das w�rde sicher die Polizei interessieren.

Dar�ber will er sich mit mir unter vier Augen unterhalten.

Von Mensch zu Mensch. Der soll nur herkommen.

Sie haben gut ... Der soll nur herkommen.

Holzmann. Guten Abend, Herr Baumberger.

Ja, wann wollen Sie denn?

Ja, in zwei Stunden.

Um elf Uhr nachts?

Ja, ist gut. Bis nachher.

Jetzt haben wir ihn. Das versteh ich nicht.

Gr�� Gott, Herr Pfarrer. Marsch, ins Bett.

Krieg ich noch einen Apfel? - Ich hol dir einen.

Ich hab's gebeichtet. Dann ist ja alles in Ordnung.

Nein, die Beckmanns bekommen nun keine Ziege.

Dabei hat Herr Baumberger zehn St�ck. Und einen ganzen Stall voller K�he.

Vielleicht r�ckt er eine raus. Der? Freiwillig bestimmt nicht.

Da m�sste ein Wunder geschehen.

So, nun aber ab durch die Mitte. Schlaf sch�n. Gute Nacht.

Gute Nacht, Herr Pfarrer.

Wenn ich weg bin, schlie�en Sie zu. Der Baumberger wird so klein,

der frisst einem Gartenzwerg aus der Hand.

* Telefonklingeln *

Anton, Telefon.

Anto...

Anton?

Ja? Wo haben Sie meinen Mann gesehen?

Wer ist denn da �berhaupt?

Hallo? Hallo?

Nimm dich zusammen. Sei ruhig. Komm.

Frau Holzmann, ich bin es doch.

Anton, wo kommst du her?

Na endlich, Herr Wittkowski. Ich dachte, Sie kommen nicht wieder.

* Ein Hahn kr�ht. *

Fritz.

Fritz, ein Wunder. - Ja, wo kommt denn die Kuh her?

Ich bin aus reiner Verzweiflung get�rmt.

Aber Sie sind ja noch nie verurteilt worden.

Ich meine, noch nie unschuldig.

Ich fahr in die Stadt und sprech mit Ihrem Freund Schmiedel.

Jemand hat versucht, Ihren Stil zu kopieren.

Der muss mal mit Ihnen zusammengearbeitet haben.

Schmiedel soll sich umh�ren, wer von Ihren Mitarbeitern

zu Geld gekommen ist. Sie bleiben so lange hier.

Sie gehen nicht zur Polente? Ich meine, zur Polizei?

Zur Polizei gehen wir zusammen, wenn Sie sich stellen.

Ich sag Frau Nestle, Sie bleiben im Bett. Ihr Neffe kommt.

Der muss Sie nicht unbedingt sehen. Was soll dann sp�ter werden?

Wenn Sie mich wirklich freilassen? Sie haben doch ein Handwerk gelernt.

Wenn Sie nach Feierabend arbeiten, m�sste es doch auch davor gehen.

Das ist nat�rlich eine Umstellung.

Hochw�rden!

Hochw�rden, es ist schon wieder ein Wunder geschehen.

Was, ein Wunder? - Das war der hl. Antonius.

Sehen Sie selbst, eine richtige Kuh.

Wir haben doch nur um eine Ziege gebeten.

Sie muten dem hl. Antonius etwas zu viel zu.

Ich komm gleich runter.

Das war bestimmt mein letztes Wunder.

Was soll ich nun machen?

Das kann ich Ihnen genau sagen.

Bedanken Sie sich beim Herrn Baumberger f�r die Kuh.

Gut, ich bin in einer Stunde bei dir.

Therese, du kannst mich nicht verlassen.

Jetzt, nach 25-j�hriger Ehe. Thereschen.

Diese Nacht hat mir die Augen ge�ffnet.

Du kannst mich bei meinem Bruder erreichen.

Gibst du mir die Wagenpapiere?

Kannst du mit deiner Mutter reden?

Da misch ich mich nicht ein. Wenn du es schaffst,

dass sie bei mir bleibt, kannst du Richard heiraten.

Den heirate ich auch ohne deine Erlaubnis.

Und so was hat mal "Papilein" zu einem gesagt.

Wachtmeister Franke, kommen Sie. Bei mir wurde Vieh gestohlen.

Nehmen Sie den Koffer, Maria. Halt mal, Kind.

Ja, den auch noch. Das ist gut.

Gr�� Gott, ich muss mit Ihrem Mann sprechen.

Heute Nacht war jemand heimlich unterwegs ...

Tja, mein Mann. So. Und den blauen.

Eine Kuh aus Ihrem Stall wurde zu den Beckmanns gestellt.

Als Trostpflaster f�r die �berfahrene Ziege.

Die Alten haben sich sehr gefreut.

Ich wollte mich bei Ihrem Mann bedanken.

Das h�tte er mir doch sagen k�nnen.

Ach, Helga. Herr Pfarrer.

Wunder ist gut. Die werden sich wundern.

Anton, ich bin ja so froh �ber heute Nacht.

Ich wusste gar nicht, dass du ...

Du h�ttest mir sagen k�nnen, was du mit der Kuh vorhattet.

Mit wem? Tu nicht so.

Der Herr Pfarrer hat mir alles erz�hlt.

Ich bin ganz stolz auf dich.

Er steht nachts auf und stellt den alten Leuten eine Kuh vors Haus.

Du brauchst dich deines guten Herzens nicht zu sch�men.

Ich sch�me mich, ich hab geglaubt, dass du ...

Anton, verzeih mir bitte. Gern.

Papilein als Wohlt�ter, von der Seite kennen wir dich noch gar nicht.

Ich komm mir selber ganz komisch vor.

Ich hab immer gerne gegeben. Ich konnte es blo� nie so zeigen.

Ja, das wird sich von jetzt an �ndern.

Komm Helga, wir packen wieder aus.

Eine tolle Sache, was?

Schenk ich da so einfach den Leuten meine beste Milchkuh.

Morgen. Bei Ihnen ist doch Vieh gestohlen worden.

Ach ja. Das Ganze ist ein Missverst�ndnis.

Es ist alles schon wieder in Ordnung. Auf Wiedersehen.

Die Glocke l�utet schon.

F�r alle, Herr Baumberger.

Wir sehen uns in der Kirche.

Ja, Ernst. - Tag, Tante.

Beinah h�ttest du deine alte Tante �berfahren.

Ich werd mich h�ten, wir wollen doch bei dir essen.

Tag, meine Herren. Um zw�lf gibt es erst Essen.

Ich muss noch Bier holen. - Wir fahren schon vor.

Seid aber leise, wir haben einen Kranken im Haus.

Zefix noch mal.

Was ist denn los? Sie haben mich verpfiffen.

Reden Sie keinen Unsinn. Lassen Sie mich los.

Ist Ihnen was geschehen?

Ich bin nur ein bisschen gestolpert.

Ich hab die Nase voll von den sog. anst�ndigen Leuten.

Ich hab halt kein Geld. Kann ich in irgendeine Sache einsteigen?

Klar, den Paul hat uns der Himmel geschickt.

Das war meine eigene Idee. Er kann heut Nacht mitmachen.

Mit Paul ist die Sache viel sicherer.

Wenn er will. Komische Frage.

Was ist das f�r eine Sache? Erkl�r ich dir sp�ter.

Leg dich eine Stunde hin, damit du erfrischt bist.

Nee, ich wei� genau, was du willst. Aber da mach ich nicht mit.

Ich bin kein Schwein. - Doch.

Das ist mir lieber als ein armes W�rstchen.

Ich hol die neuen P�sse und besorge die Flugkarten.

Denkst du denn gar nicht an Paul? - Na, und ob.

Der verschafft uns den n�tigen Vorsprung.

Du bestellt ihn f�r halb zw�lf, dann bist du schon raus.

Der l�uft dem Nachtw�chter direkt in die Arme.

Karl? Karl?

Karl?

Keine Fingerabdr�cke. - Das dachte ich mir schon.

Wir haben ja mit keinem Anf�nger zu tun.

Sie sind es nat�rlich wieder nicht gewesen.

Das ist aber doch Ihre Handschrift.

Ich war es nicht. Das k�nnen Sie mir nicht in die Schuhe schieben.

Sie sind wieder mal ganz zuf�llig hier vorbeigekommen?

Frische Luft schnappen? Das soll ich Ihnen abnehmen?

Soll ich das mit blo�en Fingern gemacht haben?

Ich hab nichts bei mir. Ich hab seinen Koffer gefunden.

Legen Sie ihn hierher.

Dann sind wir ja komplett.

Mal sehen, was Sie zum frische Luft schnappen alles mitnehmen.

Sie brauchen ihn gar nicht aufmachen.

Ich bin aber sehr neugierig. Oder wollen Sie vorher gestehen?

Wenn ich den aufmache, sind Sie doch dran.

Nanu, seit wann sind Sie denn fromm geworden?

Ich danke dir. Danke.

Also, passen Sie sch�n auf sich auf.

Ich komm n�mlich nie wieder zur�ck. Na hoffentlich.

Ah, hallo Herr Pfarrer.

Gr�� Gott. Ich muss Sie um Verzeihung bitten

wegen meines Abschieds. Der hat mich hart getroffen.

Dabei hab ich es Ihnen zu verdanken, dass ich frei gekommen bin.

Dass Sie rausgekriegt haben,

dass der Schmiedel meinen Stil kopiert hat, Respekt.

Nicht der Rede wert. Ich soll Ihnen einen sch�nen Gru� bestellen

von Frau Holzmann.

Sie k�nnte eine t�chtige Arbeitskraft gebrauchen.

Da w�sste ich schon jemand. Ja?

Jemand, der sich fest vorgenommen hat,

in Zukunft nur noch vor Feierabend zu arbeiten.

Dann kann ich Ihnen Ihr Paket zur�ckgeben.

Was ist das? Das Werkzeug aus Ihrem Koffer.

Danke. Das werde ich ganz sicher deponieren.

Halt!

Polente.

Untertitelung: BR 2012

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