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(Michi) (Bisher bei "Neumatt":) - Seit wann bist du bei Megamarkt?
Seit sechs Monaten. - Und vorher?
Vorher war ich Sängerin.
(Werner) Wächst dein Sohn jetzt bei seiner Mutter auf?
Wir teilen uns die Betreuung auf. - Und das geht?
Michi und ich sind ein Paar. Er hilft mir mit Luca.
Was, wenn wir auf Bio umstellen? Das wäre ein super Moment.
Die Milch würden sie im Tanklaster abholen.
Wir sind ein Hochleistungsbetrieb, das hat seinen Grund.
Bis zum Ende des Schuljahres hältst du das durch.
Meinst du? Ich brauche ein Mofa. Sonst bin ich aufgeschmissen.
Hast du noch Kontakt zu Urs? - Welcher Urs?
Der, der Mama vergewaltigte.
Aktivisten drangen bei einem unserer deutschen Zulieferer ein.
(Elodie) Wer weiss davon? - Nur wir. Das muss so bleiben.
(Elodie) Die Aktivist/-innen luden einige der Videos hoch.
Das ist der Horror. - Finde ich nicht.
Es ist eine Riesenchance Morel loszuwerden.
Scheisse.
Ihr wollt also investieren und auf Bio umsteigen?
Am liebsten Vieh, Weide und Futterflächen - alles zugleich.
Das ist etwas museumsreif.
Ihr müsstet das Futter selbst produzieren.
Dafür braucht ihr einen vernünftigen Traktor.
Wann wollt ihr anfangen? - Eigentlich sofort.
Wir dachten, du kannst uns sagen, wie wir am besten vorgehen?
Wir haben uns bereits bauliche Anpassungen überlegt.
Klingt gut. Ihr wisst, was ihr wollt.
Dann gehen wir alles gemeinsam durch und ich mache euch eine Offerte.
Gut.
Bevor ich es vergesse: Ich habe hier etwas sehr Besonderes.
Ich kaufte kürzlich selbst einen.
Der Multikopter. Er ist ganz neu, noch nicht einmal im Katalog.
Das ist die Zukunft. Ich sage nur: Smart Farming.
So.
Wie steuerst du den? - Mit einem Joystick.
Willst du probieren? - Ja.
* Hohes Surren *
Ein Naturtalent. * Lorenz lacht. *
Was kann der alles? - Also, von wegen Bio:
Du kannst damit im Maisfeld Schlupfwespen aussetzen,
anstatt giftige Pestizide zu spritzen.
Mit einer zusätzlichen Wärmebildkamera
kann man vor dem Mähen schauen, ob es Rehe gibt.
Die Jungen sind aus dem Feld, kommen nicht unters Messer
und nicht in die Silage. Hey, sorry.
Nicht schlecht, oder? - Voll.
Wie teuer ist der?
Ich mache dir einen Spezialpreis. Software inklusive.
Das wird super.
* Leiser werdendes Surren, Lachen *
* Sanfte, perlende Klavierklänge *
* Basslastige Elektroklänge, gesummte Melodie *
Michi Wyss Katharina Wyss
Sarah Wyss Lorenz Wyss
Untertitel: Genossenschaft traduko
* Leise, dissonante Klänge *
* Sie atmet tief ein und aus. *
Wer das WC-Papier aufbraucht, besorgt neues.
Sag das bitte deiner Tochter, Sarah.
Es ist so ein Scheiss.
* Die Klänge verebben. *
Papa und Trudi haben sich verpisst.
Und ich sitze hier mit dir.
Alles wird gut. Wir schaffen das.
Wir? - Ja.
Du mischst dich überall ein, das ist grössenwahnsinnig.
Warum machst du das eigentlich?
Hm?
Für das hier?
Lolo braucht mich. - Aha.
Ich habe mich entscheiden. Für ihn.
So ein Unsinn. Du hast es für dich getan.
Spinnst du?
Gib es doch wenigstens zu.
* Tiefe Streicherklänge *
(Hallend) Ich bin stolz auf dich.
(Hallend) Papa rief gestern Nacht an.
Er sagte, er sei stolz auf mich.
* Bedrückende Streichermusik *
* Die Musik wird leiser. *
SwissPlus beutet aus!
SwissPlus beutet aus!
Tierwohl statt Profit!
(Entfernt) Tierwohl statt Profit! * Pfeifen und Kreischen *
(Elodie) Der Plan ist gut, aber doch schwierig, so hinterhältig.
Bist du der Typ "Offenes Duell"? Mit geladener Pistole?
Keine Ahnung. - Ich kenne da nichts.
Das Völkerrecht verbietet es nicht,
jemanden auszuschalten. - Roger ist doch kein Terrorist.
Wir wollen ihn nicht umbringen. - Genau genommen ...
... planen wir eine Hinrichtung. - Wir nutzen diese eine Chance.
Glaubt ihr, Roger würde 1 Sek. zögern?
Okay. Let's go.
* Muhen *
Das Video hat mittlerweile schon 89'000 Klicks.
Die Tierschützer haben viele Leute mobilisiert. Was machen wir jetzt?
Es war ein Fehler, mit dem Dis- counter in den Preiskampf zu gehen.
Wir müssen einen Schritt zurück machen.
Wir müssen am Erfolg der Qualitäts- offensiven von SwissPlus ansetzen.
Sie entschuldigen sich einfach und melden einen inhaltlichen Neuanfang.
Wir stampfen das Tiefpreis-Segment ein.
Das ist doch Bullshit. Damit machen wir uns angreifbar.
Wir brauchen nicht wieder eine Grundsatzdiskussion.
Ah, fuck! - Es tut mir leid.
(Roger) Verdammt. Geht's noch? - Ich habe es nicht gesehen.
Ich hätte einen Ersatzanzug dabei. - Nein, das macht ...
Lass es einfach.
Kann ich offen reden? - Dafür bezahle ich Sie.
Folgen Sie Morels Rat, wird die Pressekonferenz ein Desaster.
Aussitzen ist out. Das funktioniert schon lange nicht mehr.
Mhm. Wir müssen der Presse etwas anbieten.
Einen Kopf.
Vielleicht.
Ich bin's. - Hallo.
Wie lief die Französisch-Prüfung? * Angie stöhnt. *
Woher hast du das? - Von der Arbeit.
Hoi.
Abgelaufene Sachen dürfen wir mitnehmen.
So viel? - Mhm.
Hast du es geklaut?
Was im Abfall liegt, kann man nicht klauen, oder?
* Katharina lacht. *
Wie geht es euch auf der Neumatt?
Ich hab keine Lust auf eine Mutter, die gestresst und pleite ist.
Wow, mega. - Schon?
Was ist das?
Apfel-Ananas-Zwiebel-Chutney.
* Geschirr klappert. *
Wenn man beide Eltern hat, kann man zum anderen gehen, wenn einer nervt.
Ja, das stimmt.
Ich habe nur Mama.
* Bedrückende Streicher- und Pianoklänge *
Hey, und mich.
Das ist aber nicht dasselbe.
Ich weiss. * Löffelklirren *
Magst du noch ein bisschen? - Ja, gern.
* Dynamische, elektronische Klänge *
* Roger atmet kräftig aus. * Alles eingesteckt?
Ja, es läuft alles. - Okay. Test, Test, Test, Test.
Gehen wir es nochmal durch.
Erst sagen Sie, dass unsere Kontrollen gut funktionierten.
Klar. Unsere Kontrollmechanismen sind superspitze, bla, bla, bla.
Dann die Frage, wieso Sie das nicht früher publik machten.
Ich nehme Tempo raus, gebe Infos zum Wording
und dann öffne ich das Forum für Fragen.
Kurzer Probelauf. - Okay.
Herr Morel, versuchten Sie, den Skandal zu vertuschen?
Wir haben nie etwas vertuscht.
In einem internen Verfahren
wollten wir alle Unstimmigkeiten so schnell wie möglich klären.
Okay? - Ja.
Ich lege die hierhin, gut? - Ja, danke.
* Angespannte, pochende Musik *
Wir haben uns restlos um Aufklärung bemüht.
Leider hat unser deutscher Zu- lieferer nicht zu 100 % kooperiert.
Sie haben also alles erst durch das Video am 7. April erfahren?
Ähm, richtig. - Meine Quelle spricht vom 27. März.
Wie erklären Sie die zeitliche Differenz?
Also ...
Hätten wir das gewusst, hätten wir reagiert.
Warum wussten Sie das als Auftraggeber nicht?
Grundsätzlich vertrauen wir unseren deutschen Partnern.
Wir haben eine Challenge Roadmap bestimmt
und einen gemeinsamen Wertekodex vereinbart.
Dass der nicht eingehalten wurde, trifft uns auch, und zwar hart.
Sie sind für den Informationsfluss verantwortlich.
Das wirft schlechtes Licht auf die Führung von SwissPlus.
Ähm ... Also ...
Da haben Sie absolut recht.
Herr Morel bedauert, dass er sich nicht verantwortlich gezeigt hat
und er wird die Konsequenz daraus ziehen.
Was heisst das konkret, Herr Morel? - Ich akzeptiere seine Entscheidung.
Es braucht Mut und Ehrlichkeit, diesen Schritt zu gehen.
Das weiss jeder von uns, der Verantwortung übernehmen will.
(Journalistin) Sie treten also zurück, Herr Morel?
Ja, leider. Wir von SwissPlus möchten uns ganz klar entschuldigen.
Bei Ihnen, bei der Öffentlichkeit und v.a. bei unseren Kunden.
Ich bürge persönlich dafür, dass all unsere Produkte
ab sofort wieder die Qualität haben, die Sie von SwissPlus erwarten.
Ich danke Ihnen.
Gratuliere.
Und, ist das auf Ihrem Mist gewachsen?
Das war die eleganteste Lösung.
Mit dieser Abfindung ist es sicher halb so schlimm.
* Roger lacht. * Chapeau.
Man sieht sich immer zweimal im Leben.
* Wummernde, eindringliche Klänge *
* Surren *
* Sanfte Pianoklänge *
* Die Klänge verstummen. *
Was ist das? - Unsere neue Drohne.
Wir haben dank der Kamera ein Rehbaby gefunden.
Ich reisse mir den Arsch auf und ihr verprasst das Geld?
Der Berater sagte, wir brauchen das für die Bioumstellung.
Welcher Berater? Das Teil muss sofort zurück.
* Das Surren wird lauter. *
Fuck you, Mann!
* Unbeschwerte Gitarrenmusik *
Geh am besten in die Knie.
(Döme) Super. - (Luca) Zweimal.
(Döme) Du schaffst immer zwei, oder?
Hoi.
Hallo. - Hallo.
Hallo, Döme. - Wir haben Besuch.
Ein Schwan. - (Döme) Hast du den Schwan gesehen?
Wie viel hast du geschafft?
Eins, zwei, drei, vier, fünf. Wie viele waren das?
Drei. - Nur drei?
(Döme) Pass auf, dass du nicht den Schwan triffst.
* Sie lachen. * - Komm, Luca.
(Michi und Luca) Cheese.
Etwas schneller. Genau, super.
Noch schneller, noch schneller.
Du musst denken, es ist ein kleiner Fisch. Und irgendwann ...
Oh! Da ist ein Hai.
Wusstest du, dass man Lachse in Norwegen mit den Händen fängt?
Nein. - Ich auch lange nicht.
Leg den Fisch da drauf. So.
Super.
Können wir auch nach Norwegen und lernen, mit den Händen zu fischen?
Ja, können wir schon.
Norwegen wäre nice. Kommst du mit?
Voll.
Papa? - Ja.
Wie spricht man in Norwegen? - Norwegisch.
Mama sagte, ich lerne Französisch, wenn wir nach Vevey ziehen.
Wann ziehst du denn mit Mama nach Vevey?
Im Sommer. - Was hat Mama sonst noch gesagt?
Dass zwei Männer als Paar komisch sind.
Weisst du was, Luca? - Nein.
Zwei Männer als Paar sind ganz normal.
* Sie lachen leise. *
Vevey?
Keine Ahnung.
* Heiterer Popsong: "Rägeboge" von Fai Baba *
* Döme und Michi singen die Gitarrenmelodie nach. *
* Michi imitiert das Schlagzeug. *
# Und ich wünsche mir en Rägeboge.
# En wunderschöne Rägeboge.
# I allne bunte Farbe.
# Und ich wünsche mir Räge, Räge.
* Die Musik verstummt. *
Hey. - (Anna) Hallo.
Hallo.
Es lief gut beim Fischen.
Ich sagte, er darf ihn selbst braten.
Gut, ich habe es eilig.
Hoi.
Luca sagte, ihr zieht nach Vevey.
Ah, okay. Dann hat er wahrscheinlich etwas falsch verstanden.
Das hörte sich für mich recht konkret an. - Nein.
Luca ist ein Träumer.
Ich besuche in den Sommerferien eine Freundin. Das ist alles.
Wir gehen jetzt, gut? - Warte, seine Tasche.
(Anna) Komm.
Tschau, Luca.
Warte, der Fisch. - Das nächste Mal.
* Vögel zwitschern. *
Vielleicht hat Luca das mit Vevey wirklich falsch verstanden.
Sie ist so kalt.
Komm, ich friere ihn ein für später.
Wir lancieren eine neue Kampagne: "Wir vor Ort".
Dafür brauchen wir hochwertige Produkte aus der Region, Qualität,
und klare Kriterien: Nachhaltigkeit, Tierwohl, alles.
Das reicht aber nicht. - Warum nicht?
Wir gehen einen Schritt weiter: fair.
Faire, lokale Milchprodukte.
Da wäre auch die Herstellung nachhaltig.
Und man könnte mit den Arbeitsbedingungen punkten.
Wir kooperieren mit kleinen und mittleren lokalen Genossenschaften.
Noch ein schickes Label dazu und voilà.
Warum denken wir so klein? Wir wür- den sicher grössere Partner finden.
Wir müssen moralisch auf der guten Seite stehen.
Der Bauer von nebenan. Das zieht.
Warum nicht.
Ich brauche sofort Ersatz für unseren Sündenbock.
Jemand, der mit SwissPlus und der Materie vertraut ist.
Wie wäre es mit Ihnen, Mike? - Sicher.
Wir brauchen ein neues Gesicht. Sie sind eine interessante Wahl.
Merci. Frau Duchamp könnte die Leitung des Consultings übernehmen.
Trauen Sie sich das zu, Elodie? - Ja, klar.
Okay. Ich freue mich.
Danke, Adam.
* Geschirrklappern *
Merci.
Ich sehe die Schlagzeile schon vor mir:
Bauernsohn wird Food-Bereichsleiter.
* Sie lacht. *
Jetzt müssen Sie liefern.
* Schritte entfernen sich. *
* Treibende, pulsierende Klänge *
* Die Musik wird sanfter. *
* Kehliges Muhen * Hallo.
* Kehliges Muhen *
Shakira hat im März im Schnitt 30 l Milch gegeben.
Sie bricht ihren eigenen Rekord.
Ich habe ein Angebot erhalten.
Hobi hat mich empfohlen.
Hobi hat mir immer nur Scheissnoten gegeben.
Sein Onkel ist Bauer im Emmental.
Sie brauchen jemand Zuverlässigen, der den Hof übernimmt.
Ich habe ihn schon kennengelernt. - Was kennengelernt?
Ich sagte, wir würden es uns überlegen. - Was?
Der Hof ist super gelegen. Sie haben Kräuter und Zebu-Rinder.
Wir könnten ihn pachten und dann übernehmen.
Und unser Plan: du als Betriebsleiterin der Neumatt?
Ja, schon. Aber ...
... mit Michi und allem.
Findest du nicht auch?
Hobi sagte immer, man soll gut über- legen, was richtig für einen ist.
Mir ist egal, was Hobi sagt.
* Rhythmisches Klacken der Melkmaschine *
* Sanfte, melancholische Pianomusik *
Was ist das? - Das Zimmer für das Baby?
Nein, das. - Omas Sessel.
Deine Oma ist mit nichts auf die Neumatt gekommen.
Am Ende ist nur ihr Sessel übrig geblieben.
War deine Mutter Bäuerin? - Ja, klar.
Wurde sie auch so behandelt? Als Bäuerin, die etwas zu sagen hat?
Papa hatte schon mehr zu sagen. Es war ja auch sein Hof.
Wenn man als Frau auf einem Hof genau gleich mitarbeitet,
gilt man offiziell doch nicht als arbeitstätig.
Das ist doch mega abgefuckt, oder? - Ja, aber bei uns ist das anders.
Du bist Betriebsleiterin und der Hof gehört uns beiden.
Egal, was passiert? - Versprochen.
Sagst du das im Emmental jetzt ab?
In Ordnung.
* Leise elektronische Musik *
* Eine Tür fällt ins Schloss. *
Sarah?
Ich habe eine Bitte. - Nein, ich muss mich konzentrieren.
SwissPlus will mit regionalen Genossenschaften kooperieren.
Sie sollen die passenden Produkte haben. - Mhm.
Ich brauche dich als Back-up.
Ich kann nicht bei jeder Sitzung dabei sein.
Ich gebe dir 500 Fr. - für das Mofa. * Sarah schaltet die Musik aus. *
Das reicht nicht. - Der Hof kostet mich auch einiges.
Und das? Ist das neu?
* Sie hackt in die Tastatur. *
Wann ist diese Sitzung? - Sie hat vor 5 Min. angefangen.
Gut.
Ich bin jetzt Bereichsleiter Food bei SwissPlus.
(Lachend) Überraschungsgäste habe ich am liebsten.
(Peterhans) Was heisst das für uns?
Ich habe ein neues Programm erstellt,
in dem Platz ist für eure Produkte.
Wow, okay. Das hört sich gut an.
Dafür brauchen wir eine Marke mit Wiedererkennungswert.
Einen Namen. Ein markantes Logo.
Wir wollen keinen modischen Scheiss.
Kein Power-Food im Joghurt und keine Wunderkräuter um den Käse.
Wir wollen natürliche Produkte. Einfach, gut, simpel. Verstehst du?
"Simple". Das ist ein guter Name. Ich würde es kaufen.
Merci, Werner. Was meint ihr?
"Simple". Das finde ich gut.
Wollen wir abstimmen? Wer ist dafür?
(Werner) Macht doch.
Gut, dann lasst uns die Kriterien für das Tierwohl-Label besprechen.
Was meinst du? - Wir haben schon in BTS investiert.
Meine Kühe können auch regelmässig auf die Weide.
Ich bin raus. Da bin ich nicht dabei.
Ich wusste, dass an dem Angebot etwas stinkt.
Ich versuche bloss, euch reinzubringen.
Nein, Michi kann uns gestohlen bleiben mit seinem Mist.
Du bist nur ein Angestellter und zu blöd, um deinen Hof zu führen.
Das muss ich mir nicht gefallen lassen.
Raus aus meiner Molkerei. Raus.
* Die Tür knallt zu. *
Falsche Strategie, Sarah Wyss. Michi will zu viel - und viel zu schnell.
Danke, Thomas Peterhans. Ich weiss.
Ich finde es übrigens gut, dass du das mit der Neumatt machst. - Mhm.
Lolo mögen sie. Und dich irgendwie auch.
Du musst verstehen: Jeder kämpft um den eigenen Hof.
Ja. Man muss ihnen eine Alternative bieten:
Laufstall oder regelmässige Weide.
Ja. Wenn du willst, kann ich versu- chen, die anderen ins Boot zu holen.
Ein Versuch ist es wert. - Von mir aus.
Warum machst du das? - Was?
Das hier.
Ein solcher Direktdeal wäre für alle gut.
* Sanfter Popsong: "Unfamiliar Things" von Evelinn Trouble *
Okay.
# Speaking from a muted heart.
(Echo im Chor) # Speaking from a muted heart.
# L.U.V. we have to part.
(Chor) # L.U.V. we have to part.
Hier wohne ich.
# We could be so good together. - (Chor) # Oh so good together.
# Can't be now so must be never.
Möchtest du noch mit hochkommen?
Gerne.
# Speaking from a place of scars.
(Chor) # Speaking from a place of scars.
# L.U.V. you make me feel them all.
(Chor) # You make me feel them all.
# So as the surge begins
# to unfamiliar things,
# I clench my hands and hold it in.
# It is real to me.
# Your love is real to me.
# It is real to me.
# Your love is real to me.
* Die Musik verstummt. *
Danke.
Wer ist denn das hier?
Meine Patentochter. - Schön.
Sehr hübsch ist sie.
Ich habe mir auch immer gewünscht, Pate zu sein. Aber irgendwie ...
Keiner kam auf die Idee, mich zu fragen.
Würdest du mir vertrauen?
Ich muss noch einiges vorbereiten.
Ist alles in Ordnung? - Mhm.
Alles klar.
* Melancholische Streicher- und Pianomusik *
* Freiton *
* Leise, mystische Klänge *
(Mann) (Ja?) - Hallo?
Spreche ich mit Urs Sutter?
(Mann) (Wer ist am Telefon?)
* Die Autotür öffnet und schliesst sich. *
Man kann auch Beratungen machen. Die rechnen sie beim Kauf ab.
Cool.
Am Mittwoch wäre es gut.
Ich habe das Geld noch nicht ganz beisammen.
Mama, wir müssen weg von hier.
Wir holen uns das Geld von Urs.
Er war die letzten Jahre in England. Jetzt ist er wieder in Zürich.
Er ist Dozent an einer Business- School und verdient sicher gut.
Moment.
Ausserdem er schuldet dir etwas.
Wir mieten eine Wohnung und du kriegst dein Studio wieder.
(Flüsternd) Was?
Ich habe die Kinderkostentabelle angeschaut.
Er schuldet dir über 100'000 ... - Was ist mit dir los?
Es geht immer nur um Geld! Ich will ihn nicht sehen! Klar?
* Bedrückende Klavier- und Streicherklänge *
Hat sich Fuchs wieder beruhigt?
Ja.
Ich liess mich provozieren.
Lief es gut?
Ich habe ein Tierwohl-Label
mit Laufstall oder mit regelmässiger Weide angeboten.
Super. Hast du gehört, Lolo?
Es läuft alles gut mit der Genossenschaft.
Hast du die verdammte Drohne zurückgegeben?
Nein. Wir wollen auf Bio umsteigen und meinen es verdammt ernst.
Schau dir mal an, was der Berater gesagt hat.
Sarah, sag doch etwas. Bio ist gut, oder?
* Bedrückende Klavier- und Streicherklänge *
(Michi) Was habe ich falsch gemacht?
Es geht gerade für einmal nicht um dich.
* Die Klänge verstummen. *
Angie hasst es hier.
Sie möchte Geld von ihm, damit wir hier wegkommen.
Wenn es bei SwissPlus besser läuft, frage ich nach einer Lohnerhöhung.
Michi.
Es geht nicht darum.
Ich brauche einen eigenen Job, ein eigenes Leben.
Ich muss meiner Tochter etwas bieten.
Das wirst du auch.
* Es klopft an der Tür. *
* Die Tür öffnet sich. *
Darf ich? - Du bist ja schon drinnen.
* Wasserplätschern *
Du bist gross geworden.
Und schön.
Und so klug.
Wenn du etwas sagen willst, dann sag es.
Ich wollte das vorhin nicht.
Ich bin einfach erschrocken.
Okay? - Schon gut.
* Sarah atmet tief ein und aus. *
Zusammen sind wir unschlagbar, oder?
* Gemächlicher Popsong: "Home" von Elvett *
# Home - it's a feeling of safety,
# somewhere to hide where you feel free
# from pressure be who you wanna be.
# Home -
# it's just a question of being shelted
# without being smarter,
# warms without fire.
# Yes, Home -
# it's just a vision of life,
# one day be child in a while.
# It's what you will do within,
# no move, no obligation.
# Home -
# don't be scared it's a lie inside you.
# Close your eyes, see the light inside of you.
# I'm in there all the time.
# Home -
# if one day
# you are feeling alone,
# if you need to go home.
* Die Musik verstummt. *
* Lorenz seufzt. *
Wir machen die ganze Arbeit. Wir kümmern uns um Tiere und Felder,
wir düngen. Wieso dürfen wir nicht entscheiden, was wir kaufen?
Auf dem Papier ist Sarah die Chefin.
Und doch behandelt uns Michi wie seine Sklaven.
(Leise) Merci.
Du darfst dir nicht alles gefallen lassen.
Reicht dir das? - Klar.
Du bist der Beste. - Weil ich an alles denke?
Die ist für dich.
* Surren der Zahnbürste *
* Das Surren stoppt. *
Schön, dass du da bist.
* Es klingelt an der Tür. *
Ich bin gleich wieder da.
Anna?
(Anna) Hier.
Der ist für dich.
(Döme) Ja?
Einen schönen Abend noch.
* Draussen prasselt der Regen. *
* Die Tür geht zu. *
Anna hat einen Job in Vevey.
Sie will die Scheidung und das alleinige Sorgerecht.
Sie nimmt mir Luca weg. Warum tut sie mir das bloss an?
Das macht sie nicht.
* Döme atmet schwer. *
* Anschwellende, beklemmende Klänge *
Es provoziert sie einfach, dass du hier bist.
Ich muss mich bei ihr entschuldigen. - Hey.
Du verlierst Luca nicht.
Okay?
* Schwere Klavier- und Streicherklänge *
* Kehliges Muhen *
* Die Klänge verstummen. *
Ich gehe nicht lange weg. Versprochen.
Wenn das Kleine kommt, bin ich wieder da.
Ehrenwort.
Du passt auf, ja?
Ich war noch nie so lange weg von den Tieren.
Und überhaupt.
Wenn du jetzt bleibst, nehmen sie dich nie mehr ernst.
* Lautes Muhen *
SwissPlus wird d a s Synonym für hochwertige Produkte.
Wir sind näher dran als alle anderen.
Unsere Corporate Identity bestimmt jeden Auftritt, auf allen Kanälen:
fair, hochwertig, nachhaltig.
* Regulas Baby weint. *
Wir sind dabei, lokale Genossenschaften an Bord zu holen.
So weiss der Kunde genau, woher unsere Produkte kommen und v.a.,
wer sie hergestellt hat. Das schafft Vertrauen.
Und der Kunde weiss, wofür er bezahlt.
Die mobilen Chalets wird es schweizweit geben.
Darin werden vor oder in jeder Filiale faire Produkte angeboten.
So hätten wir die Produzenten und die Kunden auf unserer Seite.
Ja, eine Win-win-Situation.
(Entfernte Rufe) SwissPlus beutet aus!
Tierwohl statt Profit!
* Tiefe, eindringliche Streicherklänge *
* Treibende, elektronische Musik *
Lassen wir uns von etwas Kunstblut nicht ablenken.
Das entscheiden nicht Sie. Bevor Sie wieder etwas präsentieren,
schaffen Sie diesen Störfaktor aus der Welt.
Haben wir uns verstanden? - Ja.
Gut. Ich will hier keine Tierschützer mehr sehen.
* Ein Handy vibriert. *
* Michi atmet schwer. *
* Ein Handy vibriert. *
Mann, Lolo. - (Komm sofort nach Hause.)
(Wir müssen reden. Ich meine es ernst.)
Das hat er verdient.
Spinnst du eigentlich? Ich lasse wichtige Termine sausen,
weil du dich benimmst wie ein Kind. - Wir streiken.
Auf dieser Liste steht, was zu tun ist. Jessie und ich sind weg.
"Milch in Molkerei liefern, Hühner- stall misten, Vorplatz mischen,
Siel..." Was? Ich kann das nicht lesen!
War das deine Idee? - Lorenz kann im Fall selbst denken.
Wir kommen erst zurück, wenn ihr uns ernst nehmt.
* Stühle quietschen. *
Kannst du bitte schauen, dass nicht alles aus dem Ruder läuft?
Ja.
Merci.
Lolo, das kannst du nicht machen! Wir brauchen dich hier!
Sag doch etwas.
Hallo!
Es ist einfach: Ihr könnt liefern, sobald wir den Direktdeal haben.
Okay.
Ich gehe jetzt runter. - Du hast keinen Plan.
Ich improvisiere.
Was machst du da? Hey.
Die aus dem Kurs sagte, "O" sei am besten.
(Langgezogen) Ooh.
Genossenschaft traduko Alexa Lintner - 2022
Can't find what you're looking for?
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